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Audi R8 V10 plus „selection 24h“

Kaum da, schon weg!

Das erste Sondermodell der aktuellen R8 Baureihe gibt es nur 24 mal

Beginnen wir mit der Berichterstattung über ein Auto, das wohl ausverkauft sein wird, bevor alle geschätzten Leser diese Zeilen studieren konnten.

Audi legt ein Sondermodell des R8 Coupé V10 plus namens „selection 24h“ auf. Mit dem Sonder-R8 möchte man den Geist von Audis Rennsporterfolgen, auch bei diversen 24-Stunden-Rennen, auf die Straße bringen. Oder in Sammlergaragen, denn es werden gerade mal 24 Exemplare gebaut.

Am Antrieb bleibt der R8 V10 plus, was er ist. Gnadenlos stark, gnadenlos schnell. 449 kW / 610 PS lässt der 5,2 Liter große Zehnzylinder-Mittelmotor auf die vier angetriebenen Räder los. Die drehen sich bei Bedarf so schnell, dass nach 3,2 Sekunden vom Start der beliebte Wert Null-bis-Hundert eingesackt ist und am Ende 330 Sachen ins Fahrer-Tagebuch gekritzelt werden können.

Der homöopathisch limitierte „selection 24h“ bringt als erweiterte Serienausstattung die Dynamiklenkung (variable Lenkübersetzung), die adaptive Dämpferregelung namens magnetic ride und die LED-Scheinwerfer mit Laserlicht (der Laser schaltet sich ab 60 km/h auf das LED-Fernlicht auf) mit.

Pokale in der Vitrine, Spiegelwand: Der R8 für Egozentriker?
Pokale in der Vitrine, Spiegelwand: Der R8 für Egozentriker?

Außen gibt es die Sideblades in Schwarz und rote Akzente an der Karosserie. Die wurde in eine der lässigsten Autofarben dieser Tage getaucht, das helle Suzuka Grau aus Audis Speziallackschatulle. Bodenkontakt geben schwarze 20-Zoll-Leichtmetallfelgen.

229.000 Euro kostet das Sondermodell. Wenn man die für den regulären R8 V10 plus auch bestellbaren Optionen zum Grundpreis addiert, kostet der spezial lackierte R8: 201.180 Euro. Bleiben also 27.820 Euro Aufpreis für ein paar weitere optische Gimmicks wie die Projektion eines R8 Logos auf die Straße, Innenraumdetails aus glänzendem CFK und den Traum schlafloser Nächte: beleuchtete Carbon-Einstiegsleisten. Zumindest tragen die die Seriennummer von 1 bis 24. Und nachdem das teure Acht- oder Neuntauto eh nur in der klimatisierten Garage parkt, kann die Türen ja dann offen lassen. Vielleicht sollte Audi über eine externe Stromzufuhr für die Einstiegsleisten nachdenken.

 

N24h – BMW Z4 gewinnt das Quali-Rennen!

Das BMW Sports Trophy Team Schubert sicherte sich beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen einen glücklichen Sieg! Nach einem sechs Stunden dauernden Sprintrennen auf der 25,378 km langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife des Nürburgrings lagen die von siebter Position gestarteten Dominik Baumann / Claudia Hürtgen / Jens Klingmann / Martin Tomczyk vor dem Manthey-Porsche 911 GT3 Cup MR von Christoph Breuer / Matteo Cairoli / Sven Müller. Dritter wurde der von Black Falcon eingesetzte Porsche 911 GT3 Cup von „Gerwin“ / Manuel Metzger / Philipp Eng / Hannes Plesse.

n24h qualirennen 01 2015 n24h qualirennen 02 2015

 

Riesenpech hatten dagegen die Polesitter von Haribo Racing: Uwe Alzen / Maximilian Götz / Marco Holzer / Mike Stursberg absolvierten ein nahezu perfektes Wochenende und hatten in dem spannenden Rennen mit neun Führungswechseln alle Chancen, die Trainingsbestzeit in den Gesamtsieg umzusetzen. Doch eine Viertelstunde vor dem Fallen der Zielflagge mussten die Bonner mit einem technischen Defekt aufgeben. Den über 70 angetretenen Teams diente das Rennen vor allem der intensiven Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen (14. – 17. Mai). Dabei wurden auch erstmals die neuen Sicherheitsbestimmungen auf der Nürburgring-Nordschleife umgesetzt, die kurz vor dem Rennen in Kraft getreten waren. Speedlimits und moderat eingebremste Leistung sorgten auf der 25,378 km langen Strecke für rund fünf Sekunden langsamere Rundenzeiten.

haribo mercedes alzen

Bis kurz vor dem Ende des Rennens hatte Haribo Racing wie der sichere Gesamtsieger ausgesehen. Nachdem Maxi Götz die Pole-Position geholt hatte, spulten die Bonner eine nahezu perfekte Vorstellung ab, die aber nach fünfdreiviertel Stunden jäh endete, als Götz mit Vibrationen an der Vorderachse die Boxen anlief. Nach einem Reifenwechsel versuchte das Team zwar den Mercedes noch ins Ziel zu bringen, doch im Karussel kam das endgültige „Aus“ für den Goldbären-Renner. Die Führung erbte so der BMW Z4 GT3 des Schubert-Teams, das damit für eine saubere Leistung belohnt wurde. Von Platz sieben aus ins Rennen gegangen, fuhr das Fahrerquartett konstant schnell. „Das Team hat perfekt gearbeitet und wir Fahrer haben einen guten Job gemacht“, freute sich Claudia Hürtgen anschließend. „Jetzt feiern wir den Sieg.“ Auch Teamkollege Martin Tomczyk konnte jubeln: „Uns haben natürlich die Umstände in die Karten gespielt – aber wir freuen uns dennoch über den Sieg.“ Auch im Team der Zweitplatzierten war die Freude groß. Christoph Breuer: „Der zweite Platz ist für uns ein Erfolg, mit dem wir nicht gerechnet haben. Es ist das erste Rennen mit dem Auto und diesen Piloten, das wir durchfahren konnten – Kompliment an die ganze Mannschaft, wir freuen uns alle sehr.“ Die Vorbereitungen für das 24h-Rennen laufen auf vollen Touren Für alle Teams stand beim Qualifikationsrennen die Vorbereitung auf den Höhepunkt der Nordschleifensaison im Mittelpunkt: das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 14. bis 17. Mai. Dirk Werner, als Gesamtfünfter im Ziel: „Für uns war es in erster Linie wichtig, durchzufahren und so viele Daten wie möglich zu sammeln. Das ist angesichts der wenigen Testmöglichkeiten vor dem 24h-Rennen besonders wichtig. Ich als Fahrer mag an diesem Qualifikationsrennen vor allem die Tatsache, dass nicht ganz so viele Fahrzeuge auf der Strecke sind und ich als Fahrer einen guten Rhythmus auf der Nordschleife finden kann.“ Neue Regeln im Dienste der Sicherheit: Feuertaufe bestanden Zu den positiven Ergebnissen des Wochenendes gehörte auch, dass die neuen Sicherheitsregeln für die Nordschleife eine erfolgreiche Premiere hatten. Insbesondere das für zwei Zonen festgesetzte Speedlimit hatte vor dem 24h-Qualifikationsrennen für Diskussionen gesorgt. Im Vordergrund stand an diesem Wochenende die Gewöhnung an die neu installierten Geschwindigkeitsbegrenzungen“, berichtet Martin Tomczyk, „Diese wurden meiner Meinung nach sehr gut kommuniziert und auf der Strecke angezeigt. Für mich als Fahrer war es kein Problem, mich damit zurechtzufinden. Dafür ein großes Lob an den Veranstalter.“ Auch Rennleiter Walter Hornung zog eine positive Bilanz des Wochenendes: „Ich muss den Fahrern ein großes Kompliment machen: Wir haben keinen einzigen Tempo-Verstoß auf der Strecke ahnden müssen. Das zeigt mir, wie professionell die Fahrer und Teams mit der neuen – und für alle Beteiligten ungewohnten – Situation auf der Nordschleife umgegangen sind. Trotzdem muss man sicher vor dem 24h-Rennen noch ein wenig Feintuning an den sportlichen Regeln betreiben. Das werden wir gemeinsam mit dem DMSB in den nächsten Tagen angehen.”

N24h-Qualirennen: Goldbären-Pole

Bestes Wetter, aber noch feuchte Strecke: Im zweiten Qualifying des ADAC Qualifikationsrennens 24h-Rennen purzelten erst ganz zum Schluss die Zeiten. Fast alle Teams nutzten das einstündige Qualifying, um ihre Boliden auf die Strecke zu schicken – doch niemand kam an die Gesamtbestzeit aus dem ersten Qualifying heran.

Das Rennen am Sonntagnachmittag wird der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Haribo Racing (#8) von der Pole Position aus in Angriff nehmen. Neben dem schwarzen Boliden in der ersten Startreihe: Die Markenkollegen von Zakspeed (#27), die mit 8:26.749 Min. auf ihrer letzten fliegenden Runde ihre Zeit aus dem ersten Qualifying verbessern konnten. Die zweite Startreihe teilen sich der Lexus LFA Code X des Toyota Werksteams Gazoo Racing (#53) und der SCG 003c der Scuderia Cameron Glickenhaus (#40), die ihre jeweils beste Zeiten ebenfalls bereits am Samstag markieren konnten.

Sebastian Asch (#27, Team Zakspeed, Mercedes-Benz SLS AMG GT3) „Platz zwei ist eine tolle Ausgangsposition für das Qualirennen. Dafür, dass wir erst zum zweiten Mal mit dem Flügeltürer auf der Nordschleife am Start sind, haben wir schon eine sehr gute Basis für das 24h-Rennen geschaffen. Unser Ziel ist heute ein Podestplatz. Sehr schön wäre es natürlich, wenn wir zum Schluss ganz oben auf dem Treppchen stehen würden.“ Jens Klingmann (#20, BMW Sports Trophy Team Schubert, BMW Z4 GT3) „Ich war heute Morgen als Erster mit dem BMW Z4 auf der Strecke. Es war noch relativ nass, sodass die Zeiten von gestern nicht erreichbar waren. Aber es wurde von Runde zu Runde immer trockener. Claudia Hürtgen ist dann unsere schnellste Zeit des zweiten Qualifyings gefahren.“

Kunst auf Rädern: Premiere für Dunlop „Art Car“ am Nürburgring

Was hat Kunst eigentlich mit Motorsport zu tun? Seid der Erfindung der „Art Cars“ jede Menge. Damit läutet Dunlop und Walkenhorst Motorsport auch dieses Jahr wieder die Motorsportsaison 2015 ein. Das kunstvolle Objekt besteht dieses Mal aus einem BMW Z4 GT3 und kein geringerer als „PS-Profi“ Jean Pierre Kraemer hat sich hier kreativ austoben dürfen. Zwischen drei Renndesigns des 500 PS starken Achtzylinder durften rund 28.000 Motorsport-Fans via Facebook abstimmen. Am Ende entschied sich die Mehrheit für ein modernes Design in den Dunlop-Farben. Bereits am kommenden Samstag, dem 28. März 2015, feiert das gelb-schwarze „Art Car“ seine Publikumspremiere bei einem ersten Renneinsatz am Nürburgring.

Walkenhorst Motorsport wird den BMW Z4 GT3 in der VLN Langstreckenmeisterschaft und beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring einsetzen. Teambesitzer Henry Walkenhorst sagt: „Die Idee, unseren Z4 in ein „Art Car“ zu verwandeln, hat uns von Anfang an begeistert und das Auto ist ein echter Blickfang geworden. Das Design ist sehr dynamisch und passt gut zu unserem Nachwuchsfahrer Jesse Krohn aus dem BMW Juniorprogramm, der den GT3 pilotieren wird“.„Wer an diesem Auto vorbeischaut, es nicht fotografiert, es nicht schätzt und keinerlei Reaktion zeigt, der kann keine Autos lieben“, ergänzt Jean Pierre Kraemer.

Mit der neuesten GT3-Rennreifengeneration bereift, dürfte das „Art Car“ nicht nur schön aussehen, sondern auch auf der Rennstrecke Eindruck machen. Die Reifen wurden zum ersten Mal im deutschen Werk in Hanau produziert. Alexander Kühn, Leiter von Dunlop Motorsport, sagt: „Wir haben in der Winterpause intensiv getestet und fünf GT3-Reifenspezifikationen für die unterschiedlichsten Witterungsbedingungen entwickelt. Mit den neuen Profilen und Mischungen sind wir gut für die Nordschleife aufgestellt und freuen uns auf den Saisonstart“. Wir sind gespannt auf den ersten Renneinsatz des aufgebrezelten BMW Z4 GT3 und drücken die Daumen.

Von der Parkplatz-Schramme zur Fahrerflucht

Wer das Eigentum anderer beschädigt, der haftet dafür. Ein ganz simpler Sachverhalt, oder? Leider gibt es gerade im Automobil-Bereich immer wieder Situationen, in denen sich die Verursacher eines Schadens aus dem Staub machen.

Am vergangenen Sonntag passierte mir genau das. Zurück bleibt ein beschädigtes Auto, lange Gesichter und ein Verursacher der sich einfach mal verpisst hat. Toll. Nicht. 

Vom Parkplatz-Kratzer zur Fahrerflucht

Der SUBARU Forester XT ist ein Testwagen von SUBARU Deutschland und mit dem Parkplatz-Kratzer trifft es nun zum zweiten Mal in Folge, einen Testwagen des japanischen Allrad-Spezialisten.  Was war passiert?

Am vergangenen Wochenende (18.6.-22.6.) ging sonntags um 16 Uhr das aufregende 24h-Rennen am Nürburgring zu Ende.  Weit nach Rennende verließ ich das Presse-Zentrum und stapfte in Richtung Presse-Parkplatz (A6) davon. Der Forester stand bereits seit Freitagabend auf diesem Parkplatz und hatte einiges an Staub abbekommen. Der A6 ist nicht geteert, der Schotter-Untergrund sorgt für dicke Staubfahnen hinter den fahrenden Fahrzeugen und feisten Staubschichten auf den Fahrzeugen.  Geparkt hatte ich relativ weit hinten, rechts in den Parkbuchten. Schräg vor mir standen ein paar 7.49 Tonner, andere Presse-Fahrzeuge und ein Teambus.  Weil der Forester mit der Front in Richtung „weg vom Ring“ zeigte und ich mich ihm von hinten näherte, fiel mir der Schaden nicht sofort auf. Erst später, beim Einladen des Gepäcks, vor dem Hotel, sah ich die tolle Überraschung.

Irgendein Arschloch ist beim rangieren, beim rein- oder ausfahren aus den Nachbar-Parklücken (zweireihig) am Testwagen hängen geblieben. Und? Hat er eine Nachricht hinterlassen? War ein Zettel am Auto? Oder wurde eventuell die Polizei informiert? Nein. Diese dumme Sau hat sich einfach aus dem Staub gemacht.

Verdammte Kacke! Ich hasse es, wenn so etwas passiert. Ich stehe für den Testwagen ein. Und nachdem man bereits in Nizza in den Test-WRX STi einbrach um Ausrüstung zu klauen, trifft es nun wieder einen SUBARU.

Der Gesetzgeber sieht in diesem Fall eine Strafe vor, die von Punkten in Flensburg, Bußgeldern bis hin zu einer Haftstrafe führen kann. Diese Form der Unfallflucht ist keine Bagatelle. Es ist eine Straftat.  Dabei ist jedes Auto mit einer Haftpflicht-Versicherung ausgerüstet, diese ist die Grundlage für die Anmeldung. Ohne Versicherung für Haftpflichtschäden, darf kein Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen. Der Verursacher hätte sich melden können, die Polizei informieren oder auch über die Halterauskunft der Versicherer direkt bei SUBARU eine Meldung machen können. Aber nichts. Das schaffen echt nur Arschlöcher!

Parkplatz-Schaden mit Fahrerflucht am Nürburgring

Daher nun auch hier mein öffentlicher Aufruf: Zwischen Freitag dem 20.06.2014 und Sonntag den 22.06.2014 ~18h, wurde auf dem Parkplatz A6 am Nürburgring ein blauer SUBARU Forester angefahren. Ich glaube nicht, dass man diesen Schaden nicht gemerkt hat. Wem ist etwas aufgefallen? Für Hinweise bin ich dankbar!

 

 

 

 

N24h – Sieg für Phonix Racing im Audi R8 LMS ultra!

Nach 24 Stunden und 159 Rennrunden überfährt der Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer 4 vom Phoenix Racing Team als auf Position 1 liegend die Ziellinie! Die Truppe Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock konnte sich gegen den Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon mit der Nummer 1 und dem ROWE Racing SLS mit der Nummer 22 durchsetzen. Damit gelingen Audi zwei beeindruckende Siege bei den wichtigsten Langstreckenrennen in einer Woche!

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Als kleine Sensation folgt dahinter auf Platz 4 der Falken Motorsport Porsche 911 GT3 R 997, gefolgt vom Aston Martin Vantage GT3 mit der Startnummer 7 auf Platz 5, welcher sich in den letzten Runden mit dem Schubert Racing BMW Z4 GT3 einen fulminanten Fight um diese Position lieferte.

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Fotos: Bjoern Habegger, S.Baldauf/R.Kah

N24h – Spannender Fight um Platz 1

Um Platz 1 wird derzeit hart gekämpft. Der Phoenix Racing Audi R8 LMS ultra #4 und der Black Falcon Mercedes-Benz SLS AMG GT3 liefern sich einen spannenden Fight. Auf der Döttinger Höhe zieht der R8 dann aus dem Windschatten und sortiert die #4 hinter sich ein.

N24h – Finale Änderungen an der Balance of Performance

BoP ist die Abkürzung für die Balance of Performance. Ein Regelwerk mit dessen Hilfe man im Langstrecken-Sport die Leistungsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten ausgleichen will. Während BoP von denen gut gefunden wird, die von einer Verbesserung profitieren, stöhnen viele andere Experten über die künstliche Manipulation der Leistungsfähigkeit der betroffenen Fahrzeuge.

Am Ende soll die BoP dem sportlichen Geist auf der Rennstrecke ein wenig Nachhilfe geben und nach dem Top-30 Qualifying wurden die technischen Komissare tätig.

Porsche mit neuem Air-Restriktor

Der Luftmengenbegrenzer wurde von 50 mm auf 60 mm vergrößert. Davon profitieren die Porsche von Falken, Frikadelli, Haribo und Manthey.  Die Fahrzeuge sollen dadurch 20 PS mehr Leistung erhalten. Der Porsche 911 GT3 RSR bekommt einen Restriktor der von 32 auf 32.8 mm erweitert wurde. Dem Wochenspiegel-Porsche sollen das zwei Sekunden auf die Runde bringen.

Ferrari mit weniger Gewicht

Der von Privatiers eingesetzte Ferrari F458 wurde im Gewicht um 20 Kilogramm erleichtert. Anstelle von 1.300 Kilogramm darf er nun 1.280 Kilogramm wiegen.

Audi mit größerem Tank und neuen Tankstutzen

Die R8 LMS sind mit einem auf 125 Liter vergrößertem Tank an den Nürburgring gekommen. Dieses erstmalig maximierte Tankmenge führte dazu, dass der Tankstopp nun nicht mehr in der vorgeschriebenen Mindest-Boxenstoppzeit möglich war. Daraufhin wurden die Blenden für die Tanköffnung von 55.1 auf 55.8 mm vergrößert.

 

 

 

 

 

 

N24h - Wilde Startphase

N24h – Viele Unfälle während der ersten 45 Minuten

Die Liste der Unfälle während der ersten 45 Minuten ist schon unfassbar lang. Heftiger Zusammenstoß zwischen der Dittmann-Viper (#210) und dem Besaplast-Mini (#134) – beide Fahrer glücklicherweise wohlauf. Dazu ein heftiger Unfall in der NGK-Schikane (#31 und #12). Maxime Martin hat sich zwischenzeitlich gedreht und Estre im McLaren (#66) am Flugplatz während der Überrundung einen M235i abgeräumt und damit eine Kettenreaktion ausgelöst.

24h Rennen Nürburgring Start

N24h – Startphase ohne Gnade

Kaum sind die Teams ins 24h Rennen gestartet, wird an der Spitze gleich hart gekämpft. Maxime Martin im BMW Z4 GT3 #25 hat ordentlichen Druck auf Kevin Estree im McLaren MP4-12C von Dörr Motorsport ausgeübt. Geschenkt wird sich hier nichts. Die beiden fliegen im Slalom durch den Verkehr, während etwas weiter hinten ein Fünferpulk der SP9 GT3 im Windschatten auf der Döttinger Höhe durch den Verkehr fräst. Großer Motorsport in den ersten 20 Minuten!

German Offroad Masters 2013: Will-GORM-en im Dreck!

Frauen und ein 24-Stunden Offroad Rennen gehören in etwa so zusammen wie High Heels und die Sahara Wüste. Denkt man(n). Ich wollte das Gegenteil beweisen und begab mich am Wochenende mit der lieben Autodiva Nicole zu den German Offroad Masters, kurz GORM, nach Jänschwalde. Da sind sogar die Schilder bereits ins polnische übersetzt und ein Stück weiter spricht das eigene Handy auch nur noch polnisch mit einem. Kurz: Wir waren im tiefsten Osten. Bei unserer Ankunft piff unsere geliehene A-Klasse sprichwörtlich aus dem letzten Loch und wir auch. Bei über 35 Grad Hitze und defekter Klimaanlage auch kein Wunder. Da waren wir für das GORM Abenteuer bestens gerüstet, denn dort gab es nur Hitze, Staub, Schweiß und Dreck.

Willkommen in der Offroad-Szene.

GROM 24h Rennen

Wir wurden bereits von Michael R. Podlogar, TV-Motorjournalist der schon für n-tv Motor und n24 Motormotion gearbeitet hat und als Einziger selbst 2x in der Rallye Raid Weltmeisterschaft gefahren ist, seinem Suzuki Jimny in Knallgrün und dem restlichen Team erwartet. Direkt an einem stillgelegten Flughafen sollte das 24-Stunden-Rennen über eine 8 Kilometer lange Rallyepiste stattfinden. 45 Teams, darunter auch Offroad-Größen wie Ellen Lohr, einzige weibliche Siegerin im DTM Rennen 1992, gingen an den Start und versuchten Offroad-King oder Queen zu werden. Schwere Geländewagen, Buggys, ATVs, Side-by-Sides oder Quads mit bis zu 500 PS sind dieses Mal an den Start gegangen und quälten sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Wald und tiefen Sand. Unter dieser Belastung wurde die Strecke immer schwieriger, die Löcher immer tiefer und die Baumwurzeln zu gefährlichen Hindernissen. Hier war höchste Konzentration und präzises Fahren angesagt. Ein wahres Martyrium für Reifen, Felgen und Stoßdämpfer. Erstmals wurden sogar aus Sicherheitsgründen alle Fahrer und Co-Piloten im Vorfeld durch einen Arzt gecheckt.

Wir gingen mit unserem kleinen giftgrünen Suzuki Jimny 1,5 DDIS an den Start, der bei dem Rennen noch für ein wahres Wunder sorgen sollte. Seine serienmäßigen 86 PS wurden auf flotte 130 PS hochgepimpt, die nun satte 320 Newtonmeter Drehmoment auf die Räder, die mit speziellen Geländereifen von Maxxis aufgezogen worden waren, pressen. Das spezielle Fahrwerk von FOX Racingshocks ist perfekt für unebenes Gelände geeignet. Zusatzscheinwerfer von Hella Xenon sorgten auch bei völliger Dunkelheit für die nötige Sicherheit. Seit 2007 wird der kleine Flitzer bei Offroad-Rallyes eingesetzt und gewann sogar 2009 zusammen mit Schauspieler Ralf Bauer die begehrte GORM-Trophäe in Schwerin.

GROM 24h Rennen

Ich durfte kurz vor der Dämmerung hinters Steuer, denn die entscheidenden Stunden des spektakulären Offroad-Abenteuers würden sich in der Nacht abspielen. Ich als nachtblindes Huhn konnte da nur Beifahrer spielen. Zum Glück hatte ich bei meiner Fahrt den Marcus an meiner Seite. Seines Zeichens Instruktor bei Mercedes-Benz Offroad wusste er, wovon er sprach und gab mir während unserer Fahrt wertvolle Tipps, wie ich das Auto und Mensch auf dem unwegsamen Gelände am sichersten und in einem Stück durchbrachte. Meine bisherige Offroad-Erfahrung kam mir da schon zugute, auch wenn ich bislang noch kein Rennen gefahren bin. Trotzdem nahm ich die tiefen Sandabschnitte recht souverän, und wir kamen gut voran. „Anfangs hast du zuviel gelenkt und dadurch kamst du etwas ins Straucheln, was uns beinahe gegen einen Baum gehauen hätte. Aber nach und nach hast du meine Tipps gut umgesetzt. Zudem hattest du einen guten Blick für die Bodenbeschaffenheit. Ich würde auf jeden Fall wieder mit dir mitfahren“, verriet mir Marcus. Na, das ist doch mal ein Wort. Ich verzichtete auf halsbrecherische Geschwindigkeiten, denn bei solchen Begebenheiten wäre es töricht gewesen, seine eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Da hat es schon so manchen ATW oder Quad in der Kurve umgeworfen.

GROM 24h Rennen

Leider musste ich bei Einbrechen der Dunkelheit meine Tour vorzeitig abbrechen, immerhin wollte ich unseren ‚Jimboy’ in einem Stück zurückbringen. Nach mir durfte Nicole ran. Doch leider spielte das Material nicht mehr mit. Aufgrund der immer mühsamer werdenden Piste brach plötzlich die Vorderachse auf der Beifahrerseite. Das Rennen war für uns scheinbar vorbei, und der kleine grüne Flitzer wurde unter den mitfühlenden Blicken aller Teams auf unseren Platz geschleppt. Die Trauer war allen ins Gesicht geschrieben, war der Suzuki Jimny doch noch nie so in Mitleidenschaft gezogen worden.

Achsenbruch beim Suzuki Jimny beim GORM 24h Rennen

Michael über diesen Moment: „Bei unserer fünften Teilnahme an den 24h wurde von mir die Devise ausgegeben: ‚Vorsichtig Fahren und nichts riskieren’. Denn wie jeder weiß: ‚If you want to finish first – first you have to finish’. Aber mal ganz ehrlich, bei diesem hochkarätigen und leistungsstarken Starterfeld hatten wir mit dem kleinen Jimny nur Aussenseiter Chancen. Die Strecke in Jänschwalde kommt besonders Fahrzeugen mit großen Rädern entgegen. Nach gut 3 Stunden war der gut 8 Kilometer lange Rundkurs dann auch schon extrem ausgefahren. Tiefe Löcher und Spurrillen sind für den kleinen Suzuki schwer zu ertragen. Da die Achse gebrochen war, war für mich das Rennen eigentlich schon zu Ende. Kann halt mal passieren. Wer Offroad-Rennen fährt weiß, dass am Fahrzeug auch mal was kaputt gehen kann.“

Urplötzlich tauchte aus dem Nachbarcamp ein tschechischer Kollege auf und begutachtete den Schaden. „Ich repariere dir“ kam es dann im gebrochenen Deutsch aus seinem Munde. „Ich liebe Suzuki Jimny, ich machen heil.“ Mit einem Male befanden sich ca. 10 Tschechen mitsamt Arbeitswerkzeug und Schweißgerät in unserem Camp und machten sich mit vereinten Kräften ans Werk. Binnen einer Stunde hatten sie alles repariert, und wir konnten unsere Jagd wieder aufnehmen. Da sie selbst aufgrund eines Motorschadens wegen Überhitzung ausscheiden mussten, feuerten sie nun unseren grünen Flitzer mit lautstarkem Gebrüll in jeder Runde an. Das ist mal wahre Kameradschaft und Nachbarschaftshilfe.

Reparaturarbeit und wahre Hilfsbereitschaft Suzuki Jimny GORM

Wir waren alle sprachlos vor Dankbarkeit und Freude. Selbst Michael, der als Österreicher wahre Wasserfälle von sich gibt, konnte nur staunen: „ So eine Reparaturaktion habe ich noch nie erlebt. Es war der absolute Wahnsinn.“

„Es war faszinierend zu beobachten, wie die unterschiedlichen Teams einfach zusammengehalten und einander geholfen haben. Das ist bei solchen Rennen nicht unbedingt üblich, dass man sich gegenseitig unterstützt und beim vermeintlichen Rivalen mal eben Reparaturarbeiten leistet. Natürlich hätte unser Fahrwerk ein wenig besser abgestimmt sein können, allerdings war die Achse schon immer unser kleines Problemkind“, sagte auch Marcus, von Michael immer McGyver genannt, der bei einem anderen Team mal eben den Kühler mit Knetmetall reparierte. Wir waren also wieder im Rennen und hatten sogar neue Fans und Freunde dazu gewonnen. Besser konnte es für uns nicht laufen. Nun hieß es aber Zeit wieder gut machen.

Die Hitze des Tages hatte sich mittlerweile gelegt und so auch der Staub, der die Sicht ständig erschwerte. Trotz der besseren Sichtverhältnisse wurde die Strecke immer unwegsamer und bei uns fuhr die Angst vor weiteren Schäden mit. Nach 9 Runden mit Drill-Instruktor Marcus überließen wir die nächsten Runden Nico und seiner Frau, ebenfalls Mitglieder in unserem Team. Ich legte mich gerädert (Achtung, Wortspiel ;)) in eines der Zelte, um wenigstens ein wenig zu schlafen. Dies wurde leider von röhrenden Motoren und Generatoren etwas erschwert, trotzdem war ich einigermaßen fit, als es in der Morgendämmerung weitergehen sollte. Es blieb vorerst bei ‚Sollte’, denn mit einem Mal war der Panhardstab ausgerissen, ein Längslenker gebrochen genauso wie ein Rahmenausleger der die Karrosse hält. Ein anderer Teilnehmer war unvorsichtigerweise, während der Suzuki Jimny in einer Kurve im tiefen Sand stecken geblieben war, hinein gekracht. Dumm gelaufen. So hatten wir keine Chance mehr, das Rennen noch aufzuholen, geschweige die 60%-Fahrzeit, die man bei einem 24-Stunden-Rennen haben muss, einzuhalten.

Lenkachsenbruch beim Suzuki Jimny GORM 24h Rennen

Der Dauerstress, der Kampf mit der Strecke und der Angst vor weiteren Schäden und natürlich das Wissen, die Zeit nie mehr aufholen zu können, hatte die Stimmung im Camp entsprechend getrübt. Die Tschechen hatten aus Wut vor dem vorzeitigen Ausscheiden bereits die Scheiben ihres Fahrzeuges eingeschlagen. Zum Glück waren sie im Reparieren genau so gut, denn so konnten wir nach dem Richten der Lenkachse wenigstens noch einige schöne Runden drehen und tolle Fotos schießen.

Ehrenrunde Suzuki Jimny GORM 24h Rennen

In unserer Klasse bei den Seriennahen Autos (T2) gewannen Hartmut Möbus und Oliver Schwanke mit Mitsubishi Pajero DiD. In der T1 Klasse holte Ellen Lohr zusammen mit Ihren Teamkollegen Ingo Kaldarasch, Stefan Schneider und Markus Paas in ihrem Polaris XP ASS den Gesamtsieg. Auf den zweiten Platz der Prototypen kamen Michael Hinz, Michael Dziambor, Eike Hennies und Mario Giebel in ihrem Mercedes 290GD Turbo. In der Rookie Klasse, die nur 12 Stunden fährt, siegte das MBC Racing Team mit Christopher Thaler und Maik Schlacht mit einem Mercedes G36. Von 43 gestarteten Fahrzeugen schafften es nur 24 bis zum Ende und damit ins Ziel.

Auch wenn wir es nicht geschafft haben, das 24-Stunden-Rennen durchzufahren, so hatten wir doch eine tolle gemeinsame Zeit in der bewiesen wurde, dass Wunder geschehen und auch zwei Mädels in einer vermeintlichen Männer-Domäne noch einiges dazu lernen und noch viel mehr Spaß haben können. Ob mit oder ohne High Heels.

Hier noch ein paar Eindrücke:

Fotos: Simone Amores / Robert W. Kranz

Auch Nicole hat über ihre Eindrücke berichtet: Ich glaub ich hab nen Rad ab!