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VLN 2015 – Sechs Stunden Spannung!

Der Saisonhöhepunkt der VLN-Meisterschaft, das 6-Stunden Rennen (Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen) war mal wieder das Beste Beispiel für guten Motorsport. Abwechslung an der Spitze, Dramen, Wetterkapriolen und ganz nebenbei, völlig unerwartete Sieger auf dem Podium!

Black Falcon siegt, Falken auf zwei und die Zwillinge auf drei!

Bereits das Training bot einen Ausblick auf das was da kommen sollte. Die Eifel bot das angemessene Wetter. Zum Ende des Trainings wurde es nass, die früh gesetzte Zeit des Team Farnbacher blieb bestehen und so kam es zur ersten Pole Position für den Lexus RC-F GT3 (SP-X).

Eine halbe Stunde vor dem Start zogen erneut Regenschauer über die Strecke, die richtige Reifenwahl wurde zum Lotteriespiel. Die geschnittenen Slick-Reifen mit denen das Team Farnbacher die Piloten Yoshimoto sowie Dirk und Mario in das Rennen schickten, waren die falsche Wahl. Ähnlich falsch auch die Wahl für den Haribo-SLS und den Falken-Porsche.

Völlig richtig hingegen die Taktik der Sternenkrieger von Black Falcon und ROWE-Racing. Beide Teams wechselten nach den ersten zwei Runden auf Slicks und duellierten sich fortan an der Spitze. Das Duell der beiden V8-Mercedes Flügeltürer sah teilweise ein wenig grob aus, der Ausfall mit Aufhängungsschaden am ROWE-SLS nach 23 Runden soll jedoch ein rein technisches Problem gewesen sein, kein Problem nach einem Rempler.

Der Dunlop bereifte Mercedes SLS GT3 vom Team MCG mit Nico Bastian und Maro Engel am Steuer kam auf Platz 3 in das Ziel, eine Strafe für Mißachtung einer „Speed-Zone“ führte jedoch zur Zurückversetzung. Nico Bastian entschuldigte sich bei seinen Fans für dieses Mißgeschick auf seiner Facebook-Seite.

Noch mehr Dramatik ereilte indes die „Frikadelle“.  Auf einem klaren Top 3 Platz liegend, übernahm Klaus Abbelen kurz vor Rennende bei einem Splash & Dash das Steuer des Porsche 911. Seine letzte Runde dauerte leider nicht allzu lange. Ein Leitplanken-Einschlag  vereitelte eine Podium – die Frikadelle fuhr fast zeitgleich mit dem Führenden – aber zwei Minuten zu früh, in die Box.

Einen Augenschmaus versprachen wieder einmal die beiden Scuderia Glickenhaus SCG003. Der in Dunlop-Color lackierte #702 qualifizierte sich im Training auf 47, ein Zeichen für das Potential des Sportlers – im Ziel waren Chris Ruud, Thomas Mutsch und Jeff Westphal auf Platz 29. Es geht also in die richtige Richtung!

211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

211/ VLN Saison 2015, Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 00:00:00: Copyright by Stefan Baldauf / SB-Medien - [Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig gemaess derzeit gueltiger MFM Liste - Kontakt: SB-Medien, Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com.

111/ Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, EUROPA, Deutschland, Rheinland-Pfalz, Adenau, Nuerburgring, Nordschleife, 05.09.2015 12:00:20: Copyright by Robert Kah / imagetrust

Top 10 Ergebnisse im Überblick:

1. No. #2 Black Falcon SLS / Haupt, Bin Turki Al Faisal, Christodoulou, Buurman
2. No. #4 Falken Porsche / Henzler, Imperatori
3. No. #44 Twin Busch Audi R8 / Busch, Busch, Basseng
4. No. #9 SLS / Bastian, Engel
5. No. #8 Haribo SLS / Alzen, Holzer, Stursberg
6. No. #36 Walkenhorst BMW / Cerruti, Laser, Jahn, Bouveng
7. No. #58 Black Falcon Porsche / Metzger, ‘Gerwin
8. No. #112 Teichmann Cup Porsche / Hennerici, Menzel
9. No. #701 Glickenhaus SCG0003C / Mailleux, Simonsen, Laser
10. No. #101 GetSpeed Cup / Osieka, Jans

 

 

Alle Fotos: SB-Medien Stefan Baldauf / Robert Kah.

VLN 2014: ROWE Racing holt das Triple beim 6h-Rennen

Dieser Sieg war kein Geschenk, sondern harte Arbeit: ROWE Racing feierte nach 2012 und 2013 den dritten Sieg beim OPEL 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen in Folge. Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) und Thomas Jäger (München) überquerten im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nach 6:08:03,684 Stunden und einer zurückgelegten Distanz von 36 Runden als Sieger die Ziellinie. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Haribo Racing Team betrug 3:09,079 Minuten. Norbert Siedler (Österreich), Uwe Alzen (Betzdorf) und Mike Stursberg (Wermelskirchen) holten im Porsche 911 GT3 R mit dem berühmten Goldbären das beste Saisonergebnis für das Haribo Racing Team. Das schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Oliver Kainz (Kottenheim) selber gemacht. Zusammen mit Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) pilotierte der erfahrene Langstreckenpilot den Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Rang drei. Der Saisonhöhepunkt war von wechselnden Witterungsbedingungen in der ‚Grünen Hölle’ geprägt und eine Reihe von Favoriten blieben nach Unfällen auf der Strecke. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten Laufs der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zeigt der Sender Sport1 am 30. August um 17 Uhr.

ROWE Racing hielt sich in der teils hektischen Anfangsphase zurück. Bei schwierigen Witterungsbedingungen übernahm das Duo erst in Runde 20 die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. „Das war der wertvollste Sieg, denn das Wetter war heute ein enormer Faktor im Rennen“, sagte Seyffarth, der an allen drei aufeinanderfolgenden Siegen für ROWE Racing beteiligt war. „Unsere Mannschaft hat heute alles richtig gemacht und hat immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. Besonders wichtig ist der Sieg für die Jungs in der Boxengasse, die nach vielen Rückschlägen nun endlich einen richtigen Grund zum Feiern haben.“

Auch wenn sie den 200. Porsche-Sieg in der VLN-Geschichte verpasst haben, waren die Fahrer des Haribo Racing Team zufrieden. „Wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um die Performance des Porsche zu verbessern“, sagte Alzen. „Am Ende haben wir ein gutes Setup erarbeitet – trotzdem ist der Frikadelli-Porsche bei den 911ern im Moment das Maß der Dinge. Wir hatten eine gute Strategie – Patrick Huisman konnte ich in der Startphase trotzdem nicht halten.“ Alzen wird auch beim achten VLN-Lauf für das Haribo Racing Team an den Start gehen, nachdem sein BMW Z4 GT3 beim letzten Rennen nachhaltig beschädigt wurde. Im Oktober kommt dann voraussichtlich wieder das GT3-Coupé aus Bayern zum Einsatz.

„Toll endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, freute sich Krumbach. „Wir haben uns in den letzten Rennen konstant gesteigert – Platz fünf beim sechsten Lauf war schon in Ordnung und Platz drei war heute das Maximum, das wir herausholen konnten. Trotzdem freuen wir uns, weil wir diesen tollen Erfolg im wahrsten Sinn erfahren haben.“

Zum Teil starke Regenfälle im mittleren Renndrittel führten zu einem Favoritensterben. Von Beginn an dominierte Frikadelli-Racing das Geschehen an der Spitze. Die dreifachen Saisonsieger schieden nach einem Unfall auf nasser Strecke in Runde 18 in der Eiskurve aus. Dieses Pech ereilte auch das Team Falken Motorsports – ebenfalls mit einem GT3-Porsche am Start. Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) fuhren im Zeittraining die schnellste Runde mit einer Zeit 8:15,379 Minuten und sicherten sich die Pole-Position. Im Rennen übernahm das Duo die Führung, nachdem sich das Frikadelli-Team bei einsetzendem Regen verpokerte und eine Runde zu spät die Box zum Reifenwechsel ansteuerte. Sieben Runde währte die Führung – das Aus nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kallenhard ereignete sich im 19. Umlauf. Nach starker Performance endete auch das Rennen von Stefan Mücke (Berlin) und Pedro Lamy (Portugal) im Aston Martin Vantage GT3 vorzeitig. Grund dafür war ebenfalls ein Unfall auf regennasser Fahrbahn in Runde zwölf. Während die drei vorgenannten Teams ohne Feindkontakt auf der Strecke blieben, wurde Sascha Bert (Ober-Ramstadt) mit dem McLaren MP4 12C in einen Unfall verwickelt. Der britische Supersportler traf eingangs der 22. Runde in Kurve eins ein zu überrundendes Fahrzeug. Starke Beschädigungen am McLaren verhinderten die Weiterfahrt der bis zum Unfall Sechstplatzierten Dörr-Mannschaft.

Hinter dem Spitzentrio brachten Harald Hennes (Eschweiler), Thomas Gerling (Uchte), Thomas Kappler (Bad Saulgau) und Peter Scharmach (Neuseeland) den schnellsten Cup-Porsche auf Position vier ins Ziel. Die Seriensieger in dieser Klasse, Adam Osieka (Meuspath), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg), mussten sich in dieser Saison erstmalig geschlagen geben und wurden Fünfte. Platz sechs ging an Niclas Kentenich (Neuss), Henry Walkenhorst (Melle), Peter Posavac (Essen) und Anders Buchardt (Norwegen) im BW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Auf den Positionen sieben und acht kamen die beiden Audi TTRS2 von LMS Engineering ins Ziel – die bestplatzierten Fronttriebler.

WTCC-Stars Tarquini und Monteiro sammeln Nordschleifen-Erfahrung
Bei ihrem ersten Nordschleifen-Test mit Ausblick auf das Gastspiel der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife in der Saison 2015 fuhren die beiden WTCC-Stars Gabriele Tarquini (Italien) und Tiago Monteiro (Portugal) 27 Runden im Honda Civic Type R. „Ich kannte die Nordschleife nur aus Videos und von Computerspielen“, sagte Tarquini. „Es war so für uns nicht einfach, uns gleichzeitig an die Strecke und den Verkehr zu gewöhnen – vor allem bei diesen erschwerten Bedingungen wie heute. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und haben viel gelernt. Ich bin sicher, wir werden bald wiederkommen.“

Fantastisches Jubiläum für den Opel Manta: Klassensieg beim 100. Einsatz
„Es ist einfach unglaublich, was dieses Auto zu leisten imstande ist“, sagte Olaf Beckmann (Oststeinbeck) mit sichtlicher Rührung. „Der Opel Manta auf der Nordschleife – das ist eine ganz, ganz große Liebe.“ Das immer-junge Sportcoupé aus Rüsselsheim absolvierte beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen seinen 100. Renneinsatz seit seinem Debüt im Jahr 1994. Zusammen mit seinen langjährigen Mitstreitern Peter Hass (Lorsbach) und Volker Strycek (Dehrn) fuhr Beckmann zum 39. Klassensieg. „Der Manta hat 71.302 Rennkilometer auf der anspruchsvollen Nordschleife auf dem Buckel“, sagte Strycek. „Das ist eine unglaubliche Leistung. Dem Team rund um Olaf gebührt großes Lob und Anerkennung.“

Nach dem Highlight biegt die Saison 2014 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am 13. September steht mit dem 46. ADAC Barbarossapreis der achte Lauf des Jahres auf dem Programm. Das Rennen des MSC Sinzig führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN – Saisonhöhepunkt am Wochenende!

Das 24-Stunden Rennen am Nürburgring ist das ganz große Kino für Fans von echtem Motorsport. Nirgendwo ist der Motorsport für Fans so hautnah zu erleben, wie an der legendären Rennstrecke in der Eifel.

An diesem Wochenende startet einer der Höhepunkt in der VLN-Saison 2012, das 6 Stunden-Rennen und damit dem 7.ten Lauf  in der diesjährigen Saison.  Besonderes Augenmerk werde ich auf das Tema „Schubert Motorsport“ legen.  Natürlich sind auch alle anderen knapp 160 Teams für echte Motorsport-Fans interessant. Das Team Schubert Motorsport startet mit dem auffälligen BMW Z4 in der GT3 Spezifikation und mit einer Sonderlackierung.

„Sag Ja zum Ring“

Seit den kläglichen Versuchen, den Ring zu einem Freizeit-Park umzubauen, ist in der Eifel kaum noch etwas wie es zuvor einmal war. Die Insolvenz der Rennstrecken-Betreiber stellt den vorläufigen Höhepunkt in einer Serie von: „Pleiten, Pech und Pannen“ dar.

Das Team Schubert Motorsport möchte mit der Aktion ein Zeichen setzen und wird in einer Sonderlackierung starten! Der „Sag ja zum Ring – Schubert GT3“ wird für mich persönlich damit auch im Fokus der Berichterstattung stehen. Denn zum ersten Mal kann ich mich auf eine Akkreditierung bei der VLN freuen.

Das 6-Stunden Rennen wird natürlich genug Zeit bieten, auch die anderen Teams – wie zum Beispiel das Team Rowe-Motorsport und deren SLS GT3, im Auge zu behalten!

Auf ein geiles Rennen am Ring morgen!  

Wer jetzt noch unentschieden ist, dem empfehle ich den spontanen Besuch! Auf geht’s!

 

 

Foto: Jan Brucke/VLN