News: Porsche 911 R – Das Relikt

Was ist es, das einen puristischen Sportwagen klassischer Machart auszeichnet. Wahrscheinlich die Reinheit, der unverwässerte Fahrgenuss. Kein Schnickschnack, kein überflüssiger Komfort, nur eine Symbiose aus Fahrer und Material. So haben es wohl auch die Ingenieure aus Zuffenhausen gesehen und eine auf 991 Exemplare limitierte Ausgabe des letzten frei atmenden Porsche 911 aufgelegt. Was kann der neue Porsche 911 R?

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Der neue Porsche 911 Turbo

Der neue Porsche 911 Turbo und Turbo S

Die Palastrevolution ist in vollem Gange. Von unten greift der Cayman GT4 an, von links die turbogeladenen Carreras und irgendwo aus der Ferne zucken die Hybrid- und Elektro-Blitze. Was also tun, Turbo?

Eh klar, Flucht nach vorne. Sollen sie ihn doch erst einmal kriegen, die Gernegroßen! Exakt zwanzig PS legen die beiden Spitzen der Elfer-Baureihe drauf, 540 PS demnach für den Turbo und arge 580 PS beim Turbo S. Möglich machen das eine neue Gestaltung der Einlasskanäle, neue Einspritzdüsen und ein höherer Kraftstoffdruck. Am Turbo S haben sie außerdem den Turbolader gleich ganz neu konstruiert und ihn dabei auch noch ein Stück größer gemacht. Schließlich muss man Reserven haben, wenn man auf der Flucht ist.

911 Turbo S
911 Turbo S

2.9 Sekunden auf 100

Dass sie bei Porsche vielleicht ein bisserl übers Ziel hinaus geschossen sind, zeigt der Blick in die technischen Daten. Mit  2.9 Sekunden notiert der Turbo S für den Paradesprint. Nicht nur genug, um die hauseigene Konkurrenz zu panieren, nein, es werden gleich noch Lamborghini Aventador LP700 und Ferrari F12berlinetta vollstreckt. In der Spitze holen die italienischen Supersportler den Turbo dann zwar wieder, 330km/h sind aber dennoch ein Wort. Und ein dutzend Kilo pro Stunde mehr, als es der Vorgänger schaffte. Im kleinen Turbo sind es bloß 320 in der Spitze, man sollte also vielleicht einem S im Windschatten folgen, dann sollte es sich auch auf der Autobahn ohne große Peinlichkeiten ausgehen.

911 Turbo S
911 Turbo S

Dynamic Boost juhu!

Wer ins Winkelwerk abbiegt, braucht ebenfalls keine Angst vor der Niederlage zu haben, denn der Neue verschenkt keinen Meter mehr im tiefen Turboloch, sondern marschiert dank der neuen Dynamic Boost-Funktion verzögerungsfrei aus den Ecken. Wie das? Sie sperren einfach die Drossel nicht mehr zu. Beim kurzen Gaslupfen versiegt einfach nur die Kraftstoffquelle, während die Kolben weiter fröhlich ansaugen und die Luft zu den Ladern schaufeln dürfen. Im Sport- und ganz besonders im Sport Plus-Modus wird das System richtig arg, sagen sie in Stuttgart.

Premiere Porsche 911 Turbo 991 2016 (5)

Lockere Zügel

Überhaupt, unglaublich, was es auch sonst an Wahlmöglichkeiten hat. Die Schleuder-, Stabilitäts- und Spaßkontrolle PSM kann nun analog zum neuen Carrera nicht nur digital an und ausgeschaltet werden, nein, nun gibt es auch für den Turbo den Sport-Modus, in dem der  Zügel gelockert, der Drift eingeleitet und der Einschlag dennoch verhindert wird. Weiteres wäre der Sport Response-Knopf am Lenkrad, der in Zusammenarbeit mit dem serienmäßigen Sport Chrono-Paket alle Systeme auf extra scharf schaltet. Kickdown zum Drücken quasi, für diejenigen, die beim genussvollen Cruisen mit offenem Fenster und wallendem Haar im Komfort-Modus plötzlich vom herannahenden Ferrari überrascht werden.

911 Turbo S und 911 Turbo S Cabriolet
911 Turbo S und 911 Turbo S Cabriolet

9 auf 100

Und du wirst überrascht werden, weil der neue Turbo eine wahre Sänfte ist. Er bietet mit einem stark überarbeiteten PASM-Fahrwerk noch mehr Komfort als auch schon bisher, die aktive Wankunterdrückung PDCC soll ebenfalls sensibler arbeiten. Noch dazu musst du nicht mal mehr zum Tanken aussteigen, weil sie den Verbrauch um mehr als einen halben Liter gesenkt haben wollen. Kaum mehr als derer neun reichen für 100 Kilometer. Das ist aber auch gut so, schließlich notiert den Turbo S im Grundpreis bereits weit jenseits der 200.000 Euro. Die genauen Preise gibt Porsche sicher dieser Tage bekannt, wer mag, darf ab sofort bestellen und bekommt dann im Jänner geliefert.

911 Turbo S Cabriolet
911 Turbo S Cabriolet

Premiere: Der neue Turbo!

Erkennen kann man den neuen Turbo im übrigen auch. Der Felgenstern ist ein Stück verdreht im Vergleich zum Vorgänger, es gibt Rückleuchten mit eigener Aura (steht zumindest im Presseumdruck) und die Front wurde an den Look der Carreras angepasst. Natürlich nicht ohne Turbo-typisch dicker aufzutragen – so gibt es gleich zwei Tagfahrlichtstreifen pro Seite.

Premiere – offiziell – auf der NAIAS 2015 in Detroit

Preise für den Porsche 911 Turbo |  Facelift
Modell Preise
911 Turbo Coupé ab 174.669 Euro
911 Turbo Cabriolet ab 187.759 Euro
911 Turbo S ab 202.872 Euro
911 Turbo S Cabriolet ab 215.962 Euro

VLN Lauf 911 – „Half a million Baby!“

Der neue Porsche 911 GT3R wird ab Dezember an Kundenteams ausgeliefert. Doch kein Auto der Stuttgarter verlässt die Werkstore in Richtung Kunden-Hand, bevor man nicht ausgiebig getestet hat. Frostige Temperaturen bei VLN-Lauf 9 waren am Wochenende das Umfeld für den Rennstrecken-Test des neuen Zuffenhausener Boliden.

Erfolgreicher Testeinsatz für neuen Porsche 911 GT3 R auf der Nordschleife

Mit der Startnummer 911 zum ersten Training innerhalb eines Renn-Einsatzes. 

Mit einer 8:13,340 war das Training des neuen Sportlers bereits als ganz erfolgreich zu bezeichnen. Frostige Temperaturen in der Eifel machen es Maschine und Reifen nicht ganz leicht, auf Temperaturen zu kommen. Am Steuer des 991 saßen Nick Tandy und Fred Mackowiecki. Das Fahrzeug wurde vom Team Manthey eingesetzt. War das Training noch ein erfolgreicher „Test“ – so ist das Rennen als „super erfolgreicher“ Test zu bewerten.

Von nichts auf das Treppchen

Reichte die erste Trainingszeit noch für einen Startplatz auf P10 – darf man das Ergebnis des Rennens als großen Erfolg bezeichnen. Ein reibungsloser erster Renn-Einsatz, eine 8:10.828 als schnellste Rennrunde und am Ende ein Platz 3 auf dem Treppchen! Damit dürfte der über 500 PS starke Bolide gezeigt haben, woraus in Zuffenhausen die Kundensportler geschnitzt werden. Dass er „Rennsiege“ in den Genen hat, war ja eh klar.

Allerdings hatte der GT3 R noch den Motor des Vorgänger-Modells installiert. Der neue Motor lief derweil noch Prüfstands-Tests in Weissach und in den USA. Und auch wenn Porsche Motorsportchef Dr. Walliser betonte, „heute stand nicht die Performance im Vordergrund“, darf der erste Renneinsatz als „erfolgreich“ bezeichnet werden.

Wer sich jetzt für einen Porsche 911 GT3 R im Renntrimm interessiert: Porsche verkauft die Fahrzeuge für 429.000 €. Netto. 

 

 

Alle Fotos: Stefan Baldauf, SB-Medien

NAIAS 2014 – Porsche 911 Targa

Porsche wird den 911 der Baureihe 991 in Detroit als Targa präsentieren.

Das erste Bild des 911 Targa zeigt bereits den breiten Bügel mit dem Targa Schriftzug auf der Seite und am Heck des Fahrzeugs. Der legendäre Targa kehrt damit zurück. Auch das Glasdach ist eigentlich schon sehr gut zu erkennen und ist nur noch mit einer leichten schwarzen Folie beklebt. Auffallend ist natürlich der Heckscheibenwischer, der auf dem ganzen Glas besonders zur Geltung kommt.

Porsche 911 991 Targa 01 Erlkönig

Der Targa wird, wie der normale 911 mit dem 350 PS starken 3.4 Liter Boxer in der Preisliste auftauchen und als Targa S mit 400 PS aus dem 3.8 Liter Sechszylinder.

bildquelle sbaldauf sb medien