Erste Fahrten: Die neue Audi A3 / S3 Familie

Das Erfolgsmodell der Ingolstädter geht bereits mit seiner 4. Generation ins 20 jährige Dienstjubiläum und verkaufte sich bis 2015 ganze eine Millionen Mal. Nicht nur die Verkaufszahlen machen ihn zum Bestseller der Marke. Sein Portfolio an Karosserie-, Motoren- und Antriebsangeboten machten ihn bislang für seine Kundschaft so attraktiv. Nun will Audi, wie auch schon einige andere Mitbewerber, die Messlatte im C-Segment mit Features aus der Oberklasse erweitern. Den zukünftigen Audi-Fahrer erwartet außer neuen Fahrerassistenzsystemen und Motoren, das bei Audi bereits bekannte Virtual Cockpit und Scheinwerfer mit Matrix LED Technik. Der A3 und S3 stellen sich dem Markt darüber hinaus mit einem neuen Design und das mit einem Einstandspreis von € 23.300.

Die neuen A3 und S3 im ersten Fahrbericht

Aufrüsten, um neu Maßstäbe zu setzen

Rein von seinen Abmessungen im C-Segment beheimatet, macht die 4. Generation des A3 mittlerweile große Schritte Richtung Mittelklasse in puncto Ausstattung, Komfort und Fahrspaß. Alle Neuerungen sind im Dreitürer, Sportback, Limousine und Cabriolet verfügbar und ziehen sich sowohl über alle Benzin- und Dieselmotorisierungen, als auch über den elektrisch fahrenden A3 Sportback e-tron und den Gas-Angetrieben A3 Sportback g-tron. Die Veränderungen am Design sollen den A3 eindeutig aus dem Einheitsbrei des C-Segments abheben. Lufteinlässe und Kühlergrill wurden größer und lassen den Wagen sehr breit und betont kräftig auf der Straße stehen. Die schmaleren Scheinwerfer enden in einer Sicke, die sich über das gesamte Fahrzeug hinzieht. Die Karosserie trägt mehr Aluminium, um Gewichtsersparnisse vorzunehmen, was sich ganz klar auf die Verbrauchswerte auswirken soll. Die gesamte Palette der A3 Familie stand im Schnelldurchlauf am letzten Freitag vor den Toren Münchens zum Test parat.

Audi A3 2.0 TFSI - Durchzug mit 190 PS
Audi A3 2.0 TFSI – Durchzug mit 190 PS

Virtual Cockpit für Alle

Einmal eingestiegen sticht uns das große Display (12,3 Zoll), des bereits ab dem Basismodell erhältliche virtual Cockpit in der Mitte des Armaturenbretts ins Auge. Für einen kurzen Moment kommt uns nach dem Umschalten des Bordcomputers eine Informationsflut entgegen, die sich aber generell individuell einteilen lässt. Nach ersten Modifikationen, die wir nach unseren Bedürfnissen eingestellt haben, wirkt das Arbeitsfeld im A3 dennoch nie überladen. Die Vernetzung hält auch im neuen A3 Einzug. Dies gewährleistet eine fest installierte SIM Karte, die für 3 Monate bzw. 3 Jahre freigeschaltet werden kann. Nach der jeweiligen Laufzeit steht eine weitere Freischaltung für 3 Jahre für einen Optionspreis von € 350 zu buchen. Passagiere auf den Vordersitzen, als auch im Fond genießen Sitzkomfort mit ordentlicher Beinfreiheit. Selbst ein Reisen mit ausreichend Gepäck ist im A3 gewährleistet. Dies unterstreicht  das Kofferraumvolumen des Dreitürers mit 365 Liter bei voller Bestuhlung.

Starke Motoren-Auswahl

Der A3 präsentiert sich mit jeweils drei Benziner- und Diesel Motorisierungen. Dabei folgt der oberbayrische Autobauer weiter seiner Rightsizing-Philosophie – Aufladung ersetzt Hubraum. Kombiniert werden der TFSI 1.0 Liter Dreizylinder (85 kW/115 PS) 1.4 TFSI (110 kW / 150 PS) und 2.0 TFSI (140 kW / 190 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe (vollsynchronisiert), als auch einem „s tronic“ 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Mit dem 1.0 Liter Benziner kommt erstmals eine Drei-Zylinder-Maschine im A3 zum Einsatz. Bei den Dieselaggregaten (1.6 TDI 81 kW / 110 PS – 2.0 TDI 110 kW / 150 PS – 2.0 TDI 135 kW / 184 PS) ziehen Audi die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Für die beiden 2.0 Liter TFSI- und TDI Motoren stehen außerdem jeweils eine Variante mit der bekannten „quattro“ Allradtechnologie bereit. Gerade die Antriebe mit Doppelkupplungsgetriebe, die wir ausschließlich testen durften, machen sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend und sportlich agil führen sie uns quer durch das Münchner Umland. Das 1.0 Liter Aggregat überrascht durch seinen sehr guten Anzug mit knorrigen Sound. Das Aggregat des S3 steht dabei Konkurrenzlos außen vor, denn mit den 228 kW-(310 PS) geleisteten Pferdestärken und „s tronic“ Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe treibt es uns ein fortwährendes Lächeln ins Gesicht und bereitet Motorsportfeeling pur. Das sportlich abgestimmte Fahrwerk des A3 verbunden mit der elektromechanischen Servolenkung gibt uns ein permanent positives Gefühl, auch bei schnelleren Kurvenfahrten nicht auszubrechen. Die uns präsentierten Tiefst-Verbrauchswerte von 4,5 Liter beim A3 und dem 1.0 TFSI Motor (85 kW/115 PS) sind an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Fahrerassistenzsysteme aus Oberklasse 

Beim Thema Sicherheit liegen die Ingolstädter Autobauer voll im Trend. Kunden, die den Down-Size Trend mit gestalten, möchten die Ingenieure aus Bayern nutzen. Die in den Oberklassen bekannten Fahrerassistenzsysteme werden nun auch im neuen A3 / S3 angeboten. Als absolute Neuheit im Segment beansprucht Audi seinen Stauassistenten, der mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit Start&Go-Funktion zusammenarbeitet. Kombiniert mit dem Antrieb „s tronic“ fährt das Fahrzeug nach kurzem Stilstand im Stau automatisiert wieder an. Darüber hinaus soll es sogar Lenkarbeiten im zäh fließenden Verkehr bis 65 km/h übernehmen. Der optional verfügbare Notfallassistent bremst den A3 bis zum Stillstand ein, sollte nach erfolgter Warnung keine Lenkaktivität des Fahrers stattfinden.

Der A3 erstmals mit Dreizylinder Aggregat und Fahrerassistenzsystemen
Der A3 erstmals mit Dreizylinder Aggregat und Fahrerassistenzsystemen

Ausstattung und Preise

Drei Ausstattungslinien beim A3 erwarten seine Käufer ab Juli diesen Jahres. Audi bietet hier außer langen Ausstattungslisten auch Platz für Zusatzpakete. Startet die A3 Limousine mit dem Basispaket, dem Benziner 1.4 TFSI (110 kW/150 PS) bei € 26.800 und endet mit dem Topmodell Diesel A3 „design“ (2.0 TDI quattro, 110 kW/150 PS) bei € 33.950, gelten für das Cabriolet ganz andere Dimensionen. Für die Basis des Fahrzeuges mit elektrisch ein- und auszufahrendem Stoffdach (1.4 TFSI, 110 kW/150 PS) muss der Audi Kunde € 32.700 auf den Tisch legen. Das Topmodell 2.0 TDI „quattro design“(110 kW/150 PS) ist für einen Endpreis von € 39.850 zu haben. Möchte man sich das Motorsportgefühl – immerhinn 228 kW / 310 PS nicht entgehen lassen, so liegen die Grundpreise des S3 bei € 41.000, S3 Sportback bei € 41.900, S3 Limousine bei € 42.800 und die offene Variante S3 Cabriolet bei € 50.700.

Fazit: Auch im 20. Jahr mit neuen Standards ! 

Der A3 / S3 mit all` seinen Karosserie- und Antriebsvarianten bietet auch im 20. Jahr seines Lebenszyklus` jede Menge Fahrkomfort und Fahrvergnügen. Die Messlatte setzt er ein weiteres Mal nach oben mit seinen sonst in der Oberklasse angebotenen Fahrerassistenzsystemen.

Karosserie- und Technologie Auswahl großgeschrieben
Karosserie- und Technologie Auswahl großgeschrieben

Bei der Karosserie- und Technologie-Auswahl kann jeder seinen A3 oder S3 beim Neuwagenkauf finden.  

Text und Bild: Stefan Beckmann

News: Mercedes S-Klasse Cabriolet – Offenfahren ohne lästigen Zug

Zum ersten Mal seit 1971 bietet Mercedes wieder ein viersitziges Oberklasse-Cabrio an: Das S-Klasse Cabriolet feiert auf der IAA Premiere und dürfte passend zum Frühjahr in den Handel kommen. Als „komfortabelstes Cabrio der Welt“ kündigt Mercedes sein neues Modell an.

So sollen zum Beispiel weiterentwickelte Windschutz-Maßnahmen zusammen mit der Kopfraumheizung für zugfreies Cabriofahren, auch für die Passagiere im Fond, sorgen. Beheizbare Armlehnen, Sitzheizung auch im Fond und vollautomatische Klimasteuerung erlauben Offenfahren bei den unterschiedlichsten Temperaturen.

Technisch und optisch orientiert sich die Stoffdach-Version am schnittigen Coupé der Oberklasse. Emotional nimmt sich das Frischluft-Modell die offenen Varianten der Baureihen W 111 und W 112 zwischen 1961 und 1971 zum Vorbild, deren Gestaltung heute noch als elegant und zeitlos gilt. Auf diese Generation folgte zunächst keine offene Oberklasse mehr, sondern mit dem SL ein zweisitziges Cabrio. Zuvor wurden seit Beginn der Nachkriegsproduktion die Topmodelle von Mercedes-Benz auch als Cabrio-Variante angeboten.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Vorstellung: Audi A3 Cabrio

Nur ohne Dach, ist Auto fahren so richtig schön. Es gibt nicht wenige Anhänger der Automobilen „Oben-Ohne-Kultur“ die so denken. Doch bei uns zieht der Herbst ein, es gibt die ersten Frost-Nächte und am Morgen ist emsiges Kratzen auf gefroren Windschutzscheiben angesagt.  Was soll ich da mit einem Cabriolet?

Audi A3 24 Cabriolet 2014

Audi A3 Cabrio

Nizza/Monaco.  Rund um die mondänen Küstenstädte Monaco und Nizza ist es auch im November noch sonnig und warm genug um ein neues Cabriolet mit der korrekten Dachposition zu präsentieren:

Eingeklappt und mit grenzenloser Kopffreiheit.

Nachdem Audi bereits im letzten Jahr den neuen A3 auf Basis des neuen Konzern-Baukasten MQB präsentiert hat, im Sommer diesen Jahres dann die Limousine nach schob, war es jetzt an der Zeit für ein Cabrio. Mit genug Vorlauf, bis in unseren Breiten der Sommer zurück kommt, präsentierte der Ingolstädter-Hersteller  nun das A3 Cabrio.

Und weil auch der sportliche Sproß der A3-Familie mit Stufenheck auf seine Premiere wartete, tat man beides zur gleichen Zeit, rund um Nizza und Monaco.  Der Terminplan vor Ort war eng gestrickt und meine Zeit mit dem Cabrio deutlich kürzer als mit der S3 Limousine.

Daher nur eine kurz Vorstellung des neuen „kompakten Cabriolets“:

Audi A3 22 Cabriolet 2014

Das Basis-Fahrzeug:

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Modellbezeichnung: Audi A3 Cabriolet
Fahrzeugklasse: Kompaktes Cabriolet der Golf-Klasse
Auslieferung: Erstes Quartal 2014
Leistung: 140 PS 1.4 Turbo
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Basispreis:

31.7 k € 

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Audi A3 21 Cabriolet 2014

Gleich und doch nicht.

Das A3 Cabriolet basiert wie die A3 Limousine auf dem neuen Baukasten: „MQB“ der Wolfsburger-Konzernmutter VW. Und auch wenn es so aussieht, als wäre das Cabriolet nur eine Limousine ohne Dach, so sind die Unterschiede deutlich größer. Das A3 Cabriolet ist 3 Zentimeter kürzer als die Limousine und der Radstand ist sogar 4 Zentimeter kürzer.  Bei gleicher Breite baut das Cabriolet indes geringfügig niedriger als die Limousine. Was da vor einem auf den Rädern steht, ist ein in sich stimmig gezeichnetes Cabriolet, das mit dem Bürzelheck-Vorgänger nur den Namen teilt.

Audi A3 12 Cabriolet 2014

Die Motoren zum Start

Los gehen wird es mit dem bekannten 1.4 Liter Turbobenziner mit 125 PS, kurz darauf wird der 1.4 mit Zylinderabschaltung und 140 PS folgen. Als aktuelles Oberhaupt der Benziner-Fraktion wird sich der 1.8 TFSI erstmal in der Aufmerksamkeit der Kunden Sonnen können. Allerdings ist der 180 PS Benziner bei der Ausfahrt in die See-Alpen, mit seinen 250 Nm, wenig überzeugend gewesen. Er wirkt müde und schlapp und entfaltet keine Wirkung die an 180 PS erinnert. Audi kombiniert dieses Aggregat mit dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Und dieses Getriebe verträgt nur 250 Nm. Dafür sehen die NEFZ-Normverbrauchswerte für diesen Turbo-Benziner extrem gut aus: 5.5 Liter im kombinierten Verbrauchszyklus. Schade das diese Motor-Getriebekombination nur ein Feigenblatt darstellt.

Wer das neue – bildschöne – A3 Cabriolet mit einem Benzinmotor bestellen will, der wartet entweder auf das kommende S3-Cabriolet, oder er greift zum 1.4 Turbo mit 140 PS und Zylinderabschaltung. Auch dieser Motor bietet 250 Nm Drehmoment ist aber vorerst nur als Handschalter erhältlich.

Der NEFZ-Normverbrauch liegt hier sogar bei nur noch 5.0 Liter auf 100 Kilometern.  Und der Preisvorteil des 1.4 TFSI gegenüber dem 1.8 TFSI beträgt 4.100 €.

Audi A3 17 Cabriolet 2014

Dynamischer Diesel

Wer sich vom nageln des Diesels nicht stören lässt, der sollte über den 2.0l clean diesel TDI nachdenken. 150 PS stark, und im kombinierten Verbrauch mit 4.2 Liter auf 100 Kilometern der Effizienz-König an der Riviera.

Audi A3 20 Cabriolet 2014

Verdeck weg

Binnen 18 Sekunden und bis Tempo 50 km/h verschwindet das Stoffverdeck des Cabrio unter einer flachen Persenning. Hier stört kein Aufbau die Seitenlinie, elegant geschnitten wirkt das neue kompakte Cabrio der Ingolstädter, wie damals schon das Audi 80 Cabriolet. Wer das A3 Cabriolet bestellt, um damit nicht nur in der Sonnenregion Süd-Frankreichs unterwegs zu sein, der sollte über die Anschaffung des optionalen Akustik-Verdecks nachdenken.  Für einen Aufpreis von überschaubaren 250 € lässt sich das normale 3-lagige Stoffverdeck durch ein Verdeck mit besserer Geräuschdämmung ersetzen.

Audi A3 25 Cabriolet 2014

Warmluft-Schal

Was die einen Airscarf nennen, wird in Ingolstadt als „Kopfraumheizung“ bezeichnet. Unterhalb der Kopfstützen befinden sich Lüftungsdüsen die, in drei Stufen variabel, den Nacken mit warmer Luft umschmeicheln.

Audi A3 06 Cabriolet 2014

Testfahrt

Es gäbe sicherlich viel mehr zu erzählen, wenn ich das Cabriolet denn nur ausführlich gefahren wäre. Während ich den kurzen Ausflug nach Monaco vor allem mit der S3 Limousine genoss, waren andere Kollegen deutlich mehr mit dem Cabrio unterwegs.

Lesenswert vor allem der Artikel von Kollege Don, den er im Audi-Blog veröffentlicht hat:

Vom Wunsch, nichts zu verändern

 

Weitere Lesetipps folgen in Kürze!

 

 

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