Test: Audi A3 Limousine

Mehr als zwei Jahrzehnte bedient uns der Autobauer aus Ingolstadt mit seinem Vertreter in der Kompaktklasse, dem A3. Seit 2012 fährt er nun in der 3. Generation und hat die drei Millionen Marke verkaufter Fahrzeuge bereits im Juli 2013 überschritten. Mit der Limousine erweiterte Audi im gleichen Jahr das Portfolio des Kompakten aus Oberbayern. Gab es ihn bis dahin doch schon in den Karosserievarianten Dreitürer, Sportback und Cabriolet. Die zur Zeit im Trend liegende Digitalisierung von Fahrzeugen im C-Segment federte Audi mit dem Facelift bzw. der Überarbeitung des A3 im letzten Jahr ab. Gemäß dem Firmenslogan „Vorsprung durch Technik“ präsentiert sich die Baureihe als Platzhirsch im Segment, denn nicht nur die digitalen Helferlein im Innenraum setzen neue Standards. Mit zahlreichen Fahrerassistenzsystemen soll der A3 seinen Kunden das Autofahrerleben leichter und angenehmer gestalten. Die Ambitionen der Verantwortlichen aus Ingolstadt sind selbstbewußt und mutig, laufen sie doch mit einer Vielzahl von Motorisierungen und Antrieben auf. Die von uns getestete A3 Limousine sport 2.0 TDI quattro startet in den Autohäusern mit einem Preis von 37.800 Euro.

A3 Limousine sport 2.0 TDI quattro

Audis Kompakt digitale Welt
Außenmaße für die Mittelklasse.

Audi A3 im C-Segment ? Nimmt man sich die Werte seiner Abmessungen vor, könnte der A3 auch in der Mittelklasse mitspielen. In puncto Ausstattung, Komfort und Fahrspaß ist er zumindest dort schon mal angekommen. Die für ein Facelift typischen kosmetischen Korrekturen sollen den Kompakten eindeutig aus dem Einheitsbrei seiner Mitbewerber abheben. Lufteinlässe und Kühlergrill wurden größer und lassen den Wagen breit und betont kräftig auf der Straße stehen. Die schmaleren Scheinwerfer, die das LED-Tagfahrlicht beheimaten, enden in einer Sicke, die sich über das gesamte Fahrzeug hinwegzieht. Die bei Audi bekannten dynamischen Blinklichter vorn und hinten halten, wie schon in den Modellen A4 und A5, Einzug im „kleinen“ A3. Sie geben dem Wagen ein gewisses Lifestyle Flair. Die Karosserie trägt mehr Aluminium, um Gewichtsersparnisse vorzunehmen, was sich ganz klar auf die Verbrauchswerte auswirken soll.

Breite Front wirkt souverän,

Spurtstarker Diesel

Der Turbo aufgeladene 2.0 Liter Diesel mit seinen 135 kW (184 PS) und dem überaus elastischen Sechs-Stufen-S-tronic-Getriebe sowie Start-Stopp-Automatik verbraucht im Normtest genügsame 4,9 Liter Kraftstoff. Das entspricht einer Kohlendioxidemission von 129 Gramm pro Kilometer mit optimierter Windschlüpfrigkeit (Luftwiderstandsbeiwert Cw: 0,32), durch die sportlichen Anbauteile des S line Sportpakets. Dabei wirkt das Aggregat im Testzeitraum immer agil fordernd und bringt zwischen 1.750 bis 3.250 Touren nicht zimperliche 380 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, was ihm eine überzeugende Laufruhe einträgt. Im Sprint benötigt der sportliche Ingolstädter lockere 6,9 Sekunden von 0 – 100 km/h, bei einer Spitzengeschwindigkeit von 237 km/h. Während unserer Fahrten steckt die A3 Limousine zudem Schlaglöcher und Unebenheiten souverän weg, wirkt insgesamt sehr stabil und bietet ein komfortables Fahrverhalten. Auf der Liste der effizienten Fahrzeuge mit den angegebenen Werten steht der ungemein sportlich ausgelegte Audi eher im oberen Drittel. Im alltäglichen Verkehrsfluss lassen sich die vom Hersteller angegebenen Verbrauchswerte, auch aufgrund des Fahrspaßes, nicht ganz halten. Wir benötigen im Gesamt-Testverlauf (Nutzung von Stadt-, Land- und Autobahnverkehr) von 14 Tagen rund 5,9 Liter.

2.0 TDI mit ordentlich Drehmoment.

Digitales Cockpit

Trotz seiner bereits angesprochenen großzügigen Abmessungen und seinem Radstand von 2,64 m manövriert man mit dem A3 im dichten Stadtverkehr ohne großartige Anstrengungen am Lenkrad. Bei der Innenraumgestaltung fällt die filigrane Verarbeitung der Sportsitze auf, die festen Seitenhalt bieten. Auch der Rest des Interieurs wirkt hochwertig verarbeitet. Die weich geschäumten Kunststoff- und Lederoberflächen mit kleinen Nähten laden zum Prüfen der Haptik ein. Das Cockpit ist zudem übersichtlich gestaltet und intuitiv zu bedienen. Serienmäßig im A3 installiert ist das aus dem A5 bekannte Virtual Cockpit. Sein innovatives, voll digitalisiertes 12,3-Zoll-Kombiinstrument findet sich beim Durchblick durch das Multifunktionslederlenkrad. Es zeigt außer der Navigationskarte nach Bedarf auch Information zum Bereich Telefon, Radio und Audio an. Die klassischen Rundinstrumente des Drehzahlmessers und der Tacho können in zwei verschiedenen Ansichten dargestellt werden. Ein zusätzliches Display  in der Mitte des Armaturenbretts fungiert zur Darstellung der Navigationskarte, Rück- Front- und Overviewkamera sowie Telefoneinstellung und Mirrorlink für Applikationen. Eine ordentliche Rundumsicht wird bei genauer Einstellung der Bestuhlung immer gewährleistet. Der Ein- und Ausstieg ist bequem dank recht großer Türausschnitte. In seinem Kofferraum können ohne Umbau bis zu 390 Liter verstaut werden. Die breite Heckklappenöffnung und der tiefe Kofferraum bringen zwei große Koffer und Peripherie einfach unter. Die Kofferraumklappe ist auf Knopfdruck per Fernbedienung zu öffnen.

Virtual Cockpit mit Google Anbindung.

Fahrerassistenzsysteme im Optionspaket

Die Audi A3 Limousine sport 2.0 TDI quattro besitzt bereits ab Werk eine reichhaltige Ausstattung. Die erste Variante, nennen wir sie „Basis“,  verfügt über sieben Airbags, Audi virtual cockpit, LED-Tagfahrlicht, elektronische Differienzialsperre, Berganfahrassistent, elektronische Feststellbremse und Außenspiegel mit LED-Blinkeranzeige. Zur Serienausstattung unseres Testwagens gehört das Fahrdynamiksystem Audi drive select. Wir können per Tastendruck entscheiden, ob das System im Modus comfort, auto, dynamic, individual oder efficiency arbeiten soll. Der MMI-Bildschirm beziehungsweise das virtual cockpit zeigt den jeweils gewählte Modus permanent an. Das Fahrzeug ruft zusätzliche Werte wie den Ladedruck und die Öltemperatur ab. Der Grundpreis der Diesel Limousine quattro sport beträgt stolze 37.800 Euro. Seine Fahrerassistenzsysteme bietet der Ingolstädter Autobauer nur über das dementsprechende Sonderpaket an, das in unserem Fall mit 1.750 Euro zu Buche schlägt. Darin enthalten sind eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Stauassistent und Notfallassistent, ein Verkehrszeichenerkennungssystem, ein Fernlichtassistent, die Einparkhilfen vorn und hinten in Verbindung mit einer Rückfahrkamera und das Audi pre sense inklusive Fußgängererkennung.

Starker Auftritt von vorn und hinten.

Fazit: Die A3 Limousine in Verbindung mit dem 2.0 TDI quattro im Sportmodus bietet gemäß ihrem Namen nicht nur fulminanten Fahrspaß, sie bedient auch die Alltagsnöte einer Familie im vollem Umfang. Der Audi A3 setzt dabei Maßstäbe beim Zugang in die digitale Welt von Autos.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Audi

A3 Limousine sport

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.968 ccm³
Leistung 184 PS @ 3.500 – 4.000 U/min
Kraft 380  Nm @ 1.750 – 3.250 U/min
Getriebe Sechs-Stufen-S-tronic Getriebe
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.458, 1.796, 1.416   mm
Radstand 2.637 mm
Leergewicht 1.505 kg
Wendekreis 11,35 m
Höchstgeschwindigkeit 237 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 6,9 sec
Normverbrauch 4.9 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 5.9 l / 100 km
Öko-Experte 5.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.0 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller, Titelbild Hersteller[/notification]

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Audi A3 – Mit schärferem Blick

Audi liftet den A3. Mit modifizierter Optik, neuen Technik-Extras und überarbeiteter Motorenpalette gehen Drei- und Fünftürer sowie Limousine und Cabrio Anfang Mai in den Handel. Die Preise starten bei 23.300 Euro.

Auch das Heck wurde leicht modifiziert
Auch das Heck wurde leicht modifiziert

Äußerlich ist die Modellpflege an einem schärfer gestalteten Kühlergrill, flacheren Scheinwerfern und einem geänderten Diffusor am Heck zu erkennen. Unter dem Blech zieht nun erstmals ein Turbo-Dreizylinder als Einstiegstriebwerk ein. Der bereits aus dem Schwestermodell VW Golf bekannte 1,0-Liter-Motor leistet 85 kW/115 PS und liefert zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen ein Drehmoment von 200 Nm. Angaben zum Verbrauch macht der Hersteller nicht, der Wert dürfte jedoch zwischen 4,0 und 4,5 Litern liegen.

Audi hat den A3 geliftet
Audi hat den A3 geliftet

Ebenfalls neu im Programm ist der aus dem A4 bekannte neue Sparbenziner mit zwei Litern Hubraum und 140 kW/190 PS. Auch hier gibt es noch keine Verbrauchswerte, sie sollen bei Marktstart nachgereicht werden. Komplettiert wird das Ottomotorenprogramm von dem bekannten 1,4-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS und Zylinderabschaltung. Auf Dieselseite stehen ebenfalls drei Motoren zur Wahl, die 81 kW/110 PS, 110 kW/150 PS und 135 kW/184 PS leisten. Das alternative Antriebsprogramm umfasst weiter den 150 kW/204 PS starken Plug-in-Hybriden und ein Erdgasmodell mit 81 kW/110 PS. Überarbeitet hat Audi den Antrieb der Top-Variante S3, deren Vierzylinder-Turbo nun 228 kW/310 PS leistet (plus 10 PS).

Innen gibt es nun ein virtuelles Cockpit
Innen gibt es nun ein virtuelles Cockpit

Neu im Technik-Programm finden sich Matrix-LED-Scheinwerfer mit variabler Lichtverteilung, das unter anderem aus dem A4 bekannte virtuelle Cockpit, bei dem die Analog-Instrumente durch einen großflächigen Bildschirm ersetzt werden sowie ein Stau-Assistent, der bis Tempo 65 das Lenken und die Geschwindigkeitsregulierung übernimmt. Dazu gibt es ein überarbeitetes Infotainment-System.

Der Basispreis steigt durch das Lifting leicht an. Der neue Dreizylinder ist rund 500 Euro teurer als der bislang angebotene 1,2-Liter-Turbobenziner mit vergleichbarer Leistung. Darüber hinaus wurden die Ausstattungslinien neu geordnet. Analog zum A4 gibt es neben der Grundausführung ein „sport“- und ein „design“-Modell, darüber rangieren die Varianten „S line“ und „design selection“.

Im Fahrbericht: Audi A3 1.4 TFSI S line

Bevor ich auch nur einen Vertreter der A3-Familie gefahren bin, hatte ich Vorbehalte, war ich skeptisch. Diese Skepsis betraf in besonderem Maße den dreitürigen Audi A3 8V. Eine Woche hatte ich Zeit, meine Bedenken zu zerstreuen. Die ersten verflüchtigten sich binnen Sekunden.

Als die dritte Generation Audi A3 auf dem Markt erschien, hatte ich über sie noch gemotzt. Während unseres Aufeinandertreffens in natura musste ich einiges zurücknehmen. Denn so sehr die aktuelle der vorherigen Generation auf dem Bildmaterial ähneln mochte – in Realität wirkt der neue A3 reifer, schärfer, attraktiver. So durfte ich mein Urteil gerade in Anbetracht der Heckpartie auf den ersten Blick relativieren.

Audi Testfahrt 08 A3 1 4 tfsi sline

Ausgerüstet in der S line kommt die Karosse mit gezielt eingestreuten Kanten und Sicken maskuliner und dynamischer daher. Die modifizierten Front- und Heckstoßfänger verleihen dem A3 somit ein eigenständigeres Gesicht. Die Seitenschweller dagegen wirken angepappt. In der direkten Frontalansicht fällt es zudem schwer, den A3 etwa von einem aktuellen Audi A4 zu unterscheiden.

Audi Testfahrt 02 A3 1 4 tfsi sline

Der Schwung der Scheinwerfer, die Einfassung der Nebelscheinwerfer, der dominante Singleframe-Grill – hier fehlt es mir persönlich an Differenzierung. Dagegen ist das Heck mit seinen Rückleuchten deutlich eigenständiger. Das dicke Doppelendrohr lässt mehr als die tatsächlich anliegenden 122 PS vermuten.

Der Innenraum des Testwagens verwöhnt Fahrer und Beifahrer mit der hochwertigen Ambition-Ausstattungslinie, die gehörig mit allerlei optionalen Extras aufgepeppt wurde. Verarbeitung und Haptik lassen keinen Raum für Kritik – wie von Audi gewohnt. Sei es der Klima-Drehregler, der angenehm schwer und satt die Temperatur Klick für Klick nach oben oder unten regelt, die feinen Alcantara-Leder-Sitze oder das umfangreiche Infotainment-System MMI Navigation plus. Mit entsprechend Kleingeld gesegnet, lässt sich der A3 innen wie außen beinahe frei gestalten, der Preis in ungeahnte Sphären für ein Fahrzeug der Kompaktklasse treiben.

Audi Testfahrt 05 A3 1 4 tfsi sline

Wer die etwa 38.000 € für den getesteten Audi A3 in die Hand nimmt, wird ein nahezu perfektes Auto erhalten, das sich mit seinen bescheiden anmutenden 122 PS überraschend flott und agil bewegen lässt. Die sich bis in den mittleren Drehzahlbereich angenehm steigernde Leistungsabgabe bringt auf kurvigen Landstraßen in Kombination mit der feinfühlig reagierenden Lenkung und dem mit kurzen Schaltwegen gesegneten 6-Gang-Schaltgetriebe jede Menge Freude.

Dabei offenbaren die serienmäßigen Sportsitze für schlanke Figuren wie mich etwas zu wenig Seitenhalt, lässt das kleine Turbo-Aggregat etwas Geräuschkulisse vermissen. Und überhaupt komme ich mir im kompakten Ingolstädter viel zu oft vom Geschehen entkoppelt vor. Gelegentlich ist es geradezu gespenstisch leise im Innenraum. Dagegen hilft die wirklich gute Bang & Olufsen-Soundanlage, die mit Druck und Klarheit überzeugt – auch wenn das letzte Quäntchen zu einer sehr guten Anlage noch fehlt.

Audi Testfahrt 04 A3 1 4 tfsi sline

Lasse ich allein den Augenblick sprechen, vernachlässige kurz den Preis und hoffe, mein Kompakter bliebe auf ewig neu und treu: Was könnte ich dem Audi A3 wirklich und objektiv vorwerfen? Was gäbe es ernstlich zu kritisieren?

Es sind oft Kleinigkeiten, Banalitäten, die ich für nicht sonderlich gelungen halte. Meist sind es persönliche Befindlichkeiten, die mir einflüstern, die elektronische Parkbremse sei doof, die Alus im 17-Zoll-Format dürften mindestens eine Nummer größer ausfallen oder die MMI-Bedienungseinheiten um die Schaltkulisse seien unergonomisch. Das sind letztlich Punkte, mit denen sich jeder individuell auseinandersetzen sollte.

Was bleibt, ist – nüchtern betrachtet – ein sehr gelungenes, an der Perfektion kratzendes Kompaktauto. Es bleibt zu hoffen, dass der A3 diese Momentaufnahme auch noch bestätigt, wenn er fünf Jahre alt. Es sind kleine Details, etwa die sich spiegelnden Chromränder der Lüftungsdüsen bei Dunkelheit oder die fehlende Kontrollleuchte für das Abblendlicht im Kombiinstrument, die noch Raum für Verbesserung lassen.

Audi Testfahrt 01 A3 1 4 tfsi sline

Sonst bietet der Audi A3 dritter Generation mit seinem kleinen 1.4-Liter-Vierzylinder fast sportive Leistungen, wenn er in 9,3 Sekunden auf Landstraßentempo beschleunigt und mit Leichtigkeit seine Endgeschwindigkeit von 203 km/h erreicht. Dazu die fein dosierbare und bei Bedarf fest zupackende Bremse – fahrerisch hat mich der Audi A3 Ambition 1.4 TFSI S line im Rahmen seiner Möglichkeiten voll überzeugt. Allein der Preis von etwa 38.000 € lässt mich zusammenzucken.

Der edle Golf aus Ingolstadt

Audi A3 – Fahrbericht – Kurzform

Schlagwort: MQB

MQB steht für „Modularer Querbaukasten“ und beschreibt die neue Plattform-Technik im Haus Volkswagen und den Konzern-Töchtern.  Der MQB wird mit dem neuen Audi A3 erstmalig als Konstruktionsgrundlage verwendet und wird in der Zukunft für über 30 Modelle aus dem Konzern-Baukasten der Wolfsburger und der hübschen Töchter das Fundament der Entwicklung bilden.  Mit der breiten Verwendung des MQB-Baukasten wird der Konzern Stückkosten und Einmal Aufwendungen im Bereich von 20% senken können.

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Aktuell sogar bis zu 22.75 % Rabatt auf den neuen AUDI A3 !!!

Damit bildet der MQB den strategischen Schlüssel für die vielfältige Anzahl an Modellen im Konzern und der Möglichkeit auch Nischen- und Nischen-Nischenmodelle mit geringer Stückzahl fertigen zu können, ohne hierfür einen Verlust zu kalkulieren. MQB steht für 20 % mehr Effizienz in der Fahrzeug-Fertigung des Konzerns.

Audi A3 Präsentation Mallorca

Schlagwort: Premium

Premium. Das Lieblings-Schlagwort von Marketing-Experten und Profi-Verkäufern, wenn es darum geht, etwas hochpreisiges an den Mann (oder die Frau) zu bekommen, dessen Vorteil oder Nutzen nicht sofort auf der Hand liegt.

Premium kostet halt ein wenig mehr, weil und so lautet die Erklärung: Das Produkt mit diesem Prädikat deutlich höhere Qualitätsansprüche erfüllt. Im Automobil-Bereich erfüllt das Prädikat: „Premium“ für mich, wenn eine Marke den Faktor des „sich wohlfühlens“  vollends erfüllt hat. Haptisches Feedback der Finger und der olfaktorische Einfluss von Leder und besonderen Werkstoffen wie Echt-Holz, Glas oder Keramik im Innenraum sind hier die am schnellsten benannten Punkte.

Premium bleibt jedoch ein weicher Begriff und sollte durch Beispiele und Alleinstellungsmerkmale von besonderer Güte unterstrichen werden.

Audi A3 Mallorca rückansicht

Bodywork: „Athlet mit gutem Geschmack.“

Dank der neuen MQB-Plattform des Mutter-Konzerns, bekommt die Kompaktwagenklasse aus Ingolstadt und später dann auch die aus Wolfsburg, ein sportiveres Grunddesign. Kürzere Überhänge und ein längerer Radstand sorgen für eine gestreckte Linienführung mit Spannungs geladenen Design-Spitzen. Die Tornado-Linie – im Prinzip eine zu tief hängende Schulterlinie – spannt als Sichtkante die flachen und weitläufigen Blechformen und lässt das Auge an einer Linie um das Fahrzeug herum wandern.

Oberhalb des Schwellers formt eine Spannungslinie die Taille und lässt den unteren Karosserie-Teil, zwischen den Radhäusern, mit Kraft und sportiver Eleganz als Ausdruck der Leistungsfähigkeit in Erscheinung treten.

Das sportive Design wird bestätigt durch das – erstmalig bei Audi – gesenkte Fahrzeuggewicht innerhalb eines Generationenwechsels – Minus 80 Kilogramm, das ist ein guter Anfang und der richtige Schritt.

Audi A3 - Innenraum Qualität

Powerhouse: „Leistung ist keine Sünde!“

Aktuell bringt Audi eine überschaubare Zahl von Motoren an den Start. Mit einem 122PS TFSI-Vierzylinder geht es los, das Leistungs-Ende der Benzin-Motoren bildet am Anfang der 180PS 1.8 Liter TFSI Motor. Für die Diesel-Fraktion endet die Auswahl derzeit beim 2.0 TDI mit 150PS. Audi hat jedoch bereits weitere Versionen angekündigt. So bildet die Basis im Herbst ein 1.2 TFSI Benzin-Motor und für die Diesel-Faktion wird es einen besonders sparsamen 1.6 Liter TDI mit 105PS geben.

Wirklich interessant für eine große Käuferschicht dürfte der 140PS starke 1.4 TFSI mit Zylinderabschaltung werden.  Dieser Motor ist in der Lage, trotz seiner süffisanten Leistungsausbeute von 140PS und dem breiten Drehzahlband – in definierten Drehzahlbereichen – 2 seiner 4 Zylinder ab zu schalten und so nicht nur innere Reibung zu sparen, sondern auch Kraftstoff.

Sportfreunde bleiben selbst beim 180PS starken TFSI derzeit noch auf der Strecke. Sowohl mit DSG als auch manuell geschaltet, ist der aktuelle 180PS TFSI Motor viel mehr ein solider Allround-Motor, als ein Sportmotor. Die sportlichen Versionen haben derzeit noch viel Platz sich zu entfalten. 230PS und mehr sollten für die Zukunft bereits in der Planung sein.

Audi hat dem neuen A3 eine umfangreiche Revitalisierung des Standard-Antriebskonzeptes mit Frontmotor und Frontantrieb zu kommen lassen. Dank der Möglichkeit von dynamischen Einstellungsmöglichkeiten an Lenkung, Gaspedal und Dämpfung – kann man sowohl mit Hut, als auch mit Ray Ban Sonnenbrille, den Fahrspaß am Auto finden, den man sucht.  Vorbei damit auch die Zeiten der stuckrigen, weil zu sportlich hart abgestimmten Vorderachse. Eine Prima Balance aus sportiver Lust und entspannendem Komfort.

Audi A3 - Innenraum - Tornado-Düsen

Lifestyle: „5-Sterne Premium, oder doch nur Business as usual?“

Er ist die Benchmark.  Mag er fahrdynamisch noch ein wenig hinten anstehen, was die Verarbeitung und die Materialwahl im Innenraum angeht, so ist der neue Audi A3 schlicht die Benchmark, die Hürde der Hürden, das obere Ende der Skala – der Audi A3 ist nicht „ein“ Premium-Kompakter.

Der neue Audi A3 ist DER Premium-Kompakte im Golf-Segment.

Ein Basis-Modell für den avisierten Preis von 21.600€ stand leider nicht zu Testfahrten zur Verfügung und bei keinem der Modelle war der Gesamtpreis benannt – aber, da Audi den Konfigurator bereits online gestellt hat, habe ich einfach mal ein wenig „konfiguriert“ und bin nun sicher: Auch bei Audi wird weiterhin der „richtige Spaß“ am Premium-Kompakten erst bei 30.000 € aufwärts los gehen.

Dann aber richtig. Die gezeigten Kombinationen aus roten S-Line Modellen mit schwarzer Leder-Ausstattung macht in der Tat ebenso viel Lust auf den Premium-Einstieg, wie die Gletscherweißen Modelle mit brauner Lederhaut für den Innenraum.

Wenn Auto fahren mehr als ein notwendiges Übel ist, dann sollte es doch auch richtig schön Spaß machen – oder? Wer mehr als „nur einen Kompaktwagen“ kaufen will – der kann sich einen Premium-Kompakten kaufen. Der Audi A3 gehört nicht nur dazu, was die Haptik angeht – ist er die Nummer 1.

Audi A3 auf Mallorca

Haptik? Sie baden gerade Ihre Hände darin.

Schalter, Module, Elemente – die Finger fühlen weiches Leder, kaltes Metall, sensibles Kunststoff. Nichts klappert – alles klickt oder rastet,  nur mit der subtilen Eleganz der Oberklassen-Wertigkeit im Innenraum alleine, kann der A3 die Insassen begeistern. Da muss man noch keinen Meter gefahren sein.

Der Audi hat eine einfache Antwort auf die Frage, was bei ihm „Premium“ ist: Er fordert auf, seinen Innenraum mit geschlossenen Augen zu erkunden.

Audi A3 auf Mallorca präsentationDie Rechnung bitte:

21.600€ soll der Einstieg mit dem noch nicht lieferbaren 1.2 TFSI Motor sein. Wer Premium-Kompaktmodelle sucht und vom Audi A3 gefunden wird – dürfte die niedrige 20.000er Klasse schneller verlassen haben, als der 1.8 Liter TFSI aus der in Serie lieferbaren Start/Stopp Automatik aufwacht.

Unterhalb der  30.000€ Grenze wird vermutlich kein Kaufvertrag unterschrieben, sucht der Käufer den Faktor „Premium“ in seinem neuen Kompaktmodell. Das ist bei anderen Herstellern in dieser Klasse nicht anders – 70€ für den beleuchteten Make-Up Spiegel in den Sonnenblenden zu verlangen zeugt allerdings von einiger Selbstüberschätzung in Ingolstadt. (Nur in der Ambiente Ausstattung bereits Serie!)

Der Käufer wird es schlucken und bis zur Auslieferung bereits vergessen haben.

 

Zwei Sätze zu:

..dem Design:

Verkürzte Nase, längerer Radstand und hierzu eine spannungsgeladene Seitenlinie die trotz allem nicht überladen wirkt. Der neue Audi A3 wird von vielen nicht sofort als neu erkannt – was man mit progressivem Design entschuldigen kann, könnte auch mangelnder Mut sein.

..dem Image:

Die Hüte und Hosenträger sind bei Audi schon lange verschwunden. Es bleibt alleine die Frage ob eine Marke mit dem Anspruch an die Klassen-Benchmark, die gesamte Breite vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine glaubhaft abdecken kann, wenn das wichtigste Modell am Ende nur ein Golf im eleganteren Blechkleid ist.

.. der Effizienz:

Weniger Gewicht ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu sparsameren Automobilen. Bei Audi wird die Karosserie-Diät unterstützt durch so clevere Motoren wie den neuen 1.4 TFSI mit 140PS und Zylinderabschaltung.

..dem 180PS TFSI-Motor:

Der Sprung zwischen dem 140PS 1.4 TFSI mit Zylinderabschaltung und dem 180PS TFSI war subjektiv nicht besonders groß – der 1.8 TFSI wirkte zugeschnürt und eingebremst in seinem Elan.

Fazit: „Alles Premium?“

Ein neues Modell über eine Strecke von weniger als 200km zu fahren, kann nur ein erster Eindruck sein. Im Falle des kleinen Audi mit dem großen Kühlergrill wird bereits nach wenigen Stunden klar: Hier fährt einer, der meint es ernst mit seinem Führungs-Anspruch an die Premium-Kompaktwagenklasse. Das überschaubare Angebot an Motorisierungen zum Start, wird die Begeisterung der Kunden für den neuen A3 nicht weiter belasten – zumal eine Ausbau des Motorenprogramms bereits angekündigt ist.

Im Innenraum sind die Ingolstädter, was den eigenen Anspruch darstellt die Premium-Benchmark zu sein, am Ziel angekommen. Fahrdynamisch bleibt Luft nach oben. Aktuell noch zu viel Luft.

 

Der Audi A3 begeistert die Blogger-Welt.

Mittendrin in der heißen Phase des Medien-Starts für den neuen Audi A3, durften auch zahlreiche Blogger aus den Bereichen Lifestyle, Technik und Onlinewelt die Vorzüge und Talente des neuen Audi A3 erfahren. Wie die Kollegen aus der Automobil-Presse Abteilung, wurden auch die Blogger zur Vorstellung auf der Balearen-Insel Mallorca geflogen.

Audi A3 begeistert die Welt der Blogger

Die ersten Fahrberichte und Vorstellungen der Blogger sind bereits online und überzeugen auf weiter Flur mit einer, teilweise doch neuen, immer aber sehr engagierten Sicht auf die Vorzüge, die Vorteile, die Entwicklungen und das Gesamt-Erlebnis Audi A3.

Audi hat mit dieser Strategie, auch Blogs und deren Betreiber den A3 noch vor dem Serienstart „erfahren“ zu können, alles richtig gemacht. Vermutlich sind nicht alle professionellen Medien davon ebenso überzeugt – uns jedoch gefällt es und wir haben Ihnen ein paar Eindrücke aus den Blogs der Teilnehmer zusammengestellt:

Es ist ziemlich offensichtlich, welche Zielgruppe Audi mit dem neuen A3 ansprechen will. Er verbindet viele Ausstattungsmerkmale und technische Lösungen, die man eigentlich eher in der Oberklasse suchen würde mit einer kompakten Karosserie. Es ist sicherlich auch durch den Preis kein Einsteigerauto für den Fahranfänger oder der Allrounder für die junge Familie, sondern eher das Zweitauto für den gehobenen Anspruch, oder der Wagen für den finanziell ausgeglichenen Fahrer, der ein übersichtlich kompaktes Fahrzeug haben will, dabei aber auf die Annehmlichkeiten einer Oberklasselimo nicht verzichten will. Und aus der Perspektive gesehen ist das Konzept rund und die Umsetzung gelungen.

Fusselblog.de

 

Die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge hatten das volle Paket an Bord, S-Line inklusive Bang & Olufsen-Anlage, zig Fahrassistenten und andere kleine Spielereien. Das war anfangs natürlich eher uninteressant, denn es galt die hübschen Fahrzeuge über die Berge Mallorcas zu knallen, was nach kurzer Eingewöhnung an die Linkslenker (eigenes Fahrzeug ist Rechtslenker) dann auch ganz gut funktionierte. Sportlich, bequem und kompakt würde mir für die Fahrzeuge mit den größten Motorisierungen als kurze Beschreibung einfallen, das Paket sorgte für mächtig Fahrspaß.

mehrals140.de

 

Richtig interessant wird es vor allem jetzt, mit Audi Connect, welches in den letzten Jahren immer weiterentwickelt wurde und einige nützliche Funktionen mit an Bord hat. Für Vielreisende dürfte beispielsweise die integrierte Flugauskunft von Interesse sein, über welche ihr euch entsprechende Infos zu euren Flügen schnell abrufen und auch vorlesen lassen könnt. Mit Audi music stream bietet man eine App für das Smartphone an, welche euch den Zugriff auf über 3000 Online-Radios bietet, welche sich dann auch über die im Audi integrierte Soundanlage abspielen lassen. Nebenbei erwähnt, hier bietet Audi ein System von Bang & Olufsen an, ein 14.1 Soundsystem mit 705 Watt Verstärker.

smartdroid.de

 

Im neuen A3 kommt auch eine neue Generation des Haldex Antriebes zum Einsatz. Dieser kann das anstehende Moment im Bedarfsfalls beinahe bis zu 100 Prozent an die Hinterachse leiten. Das System arbeitet mit zwei elektrisch angetriebenen Pumpen und erreicht einen Arbeitsdruck von bis zu 100 bar.

audi4ever.com

 

Als Autor des Beitrages darf ich natürlich nicht verpassen darauf hinzuweisen, das auch ich den Audi A3 demnächst auf eben, diesem Event werde fahren können. Aufgrund der Tatsache das ein solches Event kaum genug Zeit bietet um ein Urteil oder einen ausführlichen Fahrbericht zu verfassen, werde meine ersten Eindrücke auch in meinem privaten Blog veröffentlicht. autohub.de
bjoern-mein-auto-blog

Blogger, Journalisten, Journalizer?

Es verändert sich etwas, es verändert sich schnell und einige Unternehmen haben Angst davor!

Was ist gemeint?

Richtig, die Öffentlichkeitsarbeit der großen Unternehmen und die Kontinentalplatten-Verschiebung der Medienwelt.  Wer bei einem dieser Erdbeben nicht von der Landkarte verschwinden will, oder danach nicht vor einer Trümmerlandschaft aufwachen will, die zuvor mal seine Public Relations war – der sollte jetzt handeln.

Das ist meine Meinung und ich stehe damit schon lange nicht mehr alleine da. Das die Dinge, die wir tun und wie wir sie tun, nicht falsch sind – zeigt mir nicht nur die Tatsache das Autoblogs derzeit vermutlich eine Boom-Blase innerhalb der Blog-Medien darstellen, sondern das auch Hersteller wie Audi aufwachen. Wobei ich persönlich sagen darf: Audi wacht viel zu spät auf. Die Importeure waren, was mich persönlich und meine Arbeit angeht, deutlich schneller in der Adaption an die Herausforderungen.

Wichtig ist jedoch zu erst einmal: Es tut sich was. Und das sich was tut, das sieht man an 2 Beiträgen von heute sehr gut:

Nicht alle Autobauer sind dem Social Web gegenüber derart aufgeschlossen, doch die meisten beziehen die Blogger immer mehr in ihre Markenkommunikation mit ein. Wie die Blogger sich von den Autoherstellern wahrgenommen fühlen und was sie dafür machen, um in den Kommunikationsabteilungen ernst genommen zu werden, darüber sprach W&V Online mit Sebastian Bauer

http://www.wuv.de/nachrichten/digital/selbstbewusste_autoblogger_wir_sind_ueberzeugt_dass_wir_einen_exklusiven_mehrwert_liefern

Sebastian hat in unserem Namen gesprochen und ich bin froh, das er das tat.  Am Ende kam ein Interview heraus, das durchaus die wichtigsten Punkte angesprochen hat. Danke hierfür noch einmal an Sebastian.  Aber auch an die aufgeweckte Frau von w&v.

Aber auch auf dem Audi-Blog tut sich etwas:

Auch Audi habe bei den „Blogger-Relations“ 2012 den nächsten Gang eingelegt, erzählt Stephanie Höll, Social Media-Verantwortliche in der Audi-Kommunikation: „Im Mai  haben wir neben Journalisten erstmals 50 deutsche Automobil- und Technik-Blogger auf unsere Fahrveranstaltung nach Mallorca eingeladen, um den neuen Audi A3 zu testen.“ Im Ergebnis entstanden viele fundierte Blogbeiträge, die die massenmediale Berichterstattung zum neuen A3 ergänzen

http://blog.audi.de/2012/06/08/gastbeitrag-neues-dialogforum-fur-die-automobilbranche/

Gefühlt müssen es eher 500 Blogger gewesen sein, aber so ist das vermutlich!  😉 Wer will schon einer von 1200 sein – einer von 50 klingt da echt besser 😉

 

Alles in allem zeigt dieser Brücken-Freitag doch, die Idee mit der Auto-Bloggerei war nicht verkehrt. Allein ein wenig mehr Zeit, bedarf es noch.