Wussten Sie das schon? Dieses Mal: Die Autobahn!

Denkt man im Ausland an Deutschland, dann denkt man Bier, Dirndl, Fussball und an die Autobahn. Sie ist vor allem dafür bekannt, berühmt und berüchtigt, dass es (noch) kein generelles Tempolimit gibt. Wir haben heute mal ein paar Fakten über „unsere“ Autobahn zusammengetragen und räumen auch mit einigen Mythen und Legenden auf.

Woher kommt der Begriff Autobahn?

Der Begriff Autobahn wurde von Robert Otzen im Jahr 1929 geprägt. Analog zu der Eisenbahn, die ja auch auf direktem Weg zwei Orte verbindet, nannte er die Straße Autobahn. 

Wo ist die älteste Autobahn in Deutschland zu finden?

Die älteste deutsche Autobahn ist die Avus in Berlin. Die ca. 10 Kilometer lange Strecke war mal die schnellste Rennstrecke für Autos und wurde zwischen 1913 und 1921 erbaut. Avus bedeutet übrigens Automobil-Verkehr- und Übungs-Straße. Es ist vermutlich auch die einzige Autobahn an der es mal Tribünen gab. Die Tribüne am Nordende steht unter Denkmalschutz. Das letzte Rennen auf der AVUS fand im Jahre 1998 statt. 

Aber das war ja eher eine Rennstrecke, wo ist denn die erste richtige Autobahn gebaut worden?

Die erste „richtige“ Autobahn wurde im August 1932 für den Verkehr freigeben. Die heutige A555 wurde damals „Nurautomobilstraße“ bzw. „kreuzungsfreie Kraftfahr-Straße“ genannt und verlief zwischen den Städten Bonn und Köln.

Damit ist auch klar, dass Adolf Hitler und die anderen NS-Schergen nicht viel mit der ersten Autobahn zu tun hatten. Diese wurde nämlich von Konrad Adenauer (damals Oberbürgermeister von der Stadt Köln) in Auftrag gegeben. Was allerdings unstrittig ist, dass zwischen 1933 und 1942 ca. 3.860 Autobahn-Kilometer gebaut wurden. 

Wie lang ist die Autobahn?

Heute sind es ca. 13.000 Autobahn-Kilometer in Deutschland. Damit liegt Deutschland im Internationalen Vergleich hinter Spanien (17.109 km), den USA (über 77.000 km) und China (über 130.000 km) und die Autobahn schaffte es in dem Jahr 1974 sogar in die Hitparade und in die Charts. Die Band „Kraftwerk“ schaffte es mit dem Titel „Autobahn“ sogar in die US-Charts und noch heute kennen viele den Refrain: „Wir fahr´n auf der Autobahn!“.

Aktuell gibt es einen „Wettstreit“ um die längsten Autobahnen in Deutschland. Aktuell ist die BAB 1 mit einer Länge von 749 km auf dem dritten Rang, könnte aber nach einem Umbau um 25 Kilometer verlängert werden. Dann würde die BAB 1 die A 3 vom zweiten Platz verdrängen, denn diese ist 769 Kilometer lang. Führend ist und bleibt die BAB 7. Die Autobahn 7 ist 962 Kilometer lang.

Am stärksten befahren ist hingegen die A 100 in Berlin, gefolgt von der A3 im Bereich des Kölner Rings und dem Westkreuz in Frankfurt auf der A5.

Darf man wirklich so schnell fahren wie man möchte in Deutschland?

Ja! Nein! Das kann man so generell nicht sagen! Heute gilt auf den Autobahnen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, auch wenn es (noch) kein generelles Tempolimit kommt, sind viele Streckenabschnitte bereits mit einem Tempolimit versehen. Dort darf man dann nur die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit fahren. 

Kurios: In den USA gibt es das häufiger, aber auch in Deutschland gibt es einige Ausfahrten die links von der Fahrbahn abgehen. Es gibt auch Autobahnen die über Ampelanlagen verfügen, so kann bei Veranstaltungen oder Sperrungen die Verkehrsführung geändert werden. Während des kalten Krieges wurden einige Abschnitte der Autobahn als „Behelfsflugplatz“ umgebaut. Dort hätten dann Flugzeuge landen und starten können.

Den ersten tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn gab es auf der ersten Autobahn zwischen Köln und Bonn. Am 11.06.1934 prallte ein LKW gegen ein Brückengeländer. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Positiv: In den letzten Jahren kommen immer weniger Menschen auf den Autobahnen zu Tode.

Vorgestellt: Jeep Grand Cherokee – 2014

Von Rezession keine Spur, die Marke Jeep verkauft in Deutschland mehr Fahrzeuge als je zuvor.  Und was verkauft wird sind keine kleinen Öko-Autos. Ausgewachsene Allradfahrzeuge für Menschen mit der Lust am großen Auto. Ur-Amerikanisch im Layout aber mittlerweile auf hohem europäischen Niveau in Verarbeitung und Anmutung.

Der Jeep Grand Cherokee war ziemlich genau vor einem Jahr bei mir  im Test und bereits damals titelte ich begeistert: „Cowboy im edlen Zwirn„.  Nun hat Jeep die neueste Modellgeneration vorgestellt, typisch Amerikanisch bereits als das Modelljahr „2014“ bezeichnet. Der Grand Cherokee ist jedoch kein neues Auto, er wurde „nur“ den Kundenwünschen angepasst und mit absolut aktueller Technik ausgerüstet.

Grand Cherokee Vorstellung SRT

Vorstellung Jeep Grand Cherokee

Es gibt ein paar Details am Grand Cherokee, die erinnern noch an seinen gemeinsamen Ursprung mit der M-Klasse von Mercedes-Benz. Die Fußfeststellbremse zum Beispiel, oder das fehlen eines Bedienhebels auf der rechten Seite der Lenksäule. Ansonsten gibt sich Jeep viel Mühe den Original American Way of drive zu verwirklichen. Beide Tatsache sind im übrigen an sich, nicht schlecht!

Während meiner Zeit mit dem neuen Modelljahrgang konnte ich den vermutlich geilsten Jeep aller Zeiten und die garantiert sinnvollste Motorisierung für den  Grand Cherokee fahren. Die geilste Variante? Der SRT-8 mit seinem 6.4 Liter großen V8. Proportional entgegensetzt zu seiner faszinierenden Aura dürften sich jedoch die Verkaufszahlen des 468 PS 2.5-Tonnen-Sportlers bewegen. Zumindest in Ländern mit Spritpreisen wie bei uns. Deutlich sinnvoller für den Alltag und dank bulligem Drehmoment nie mit dem Gefühl eines bevorstehenden Schwächeanfalls unterwegs: Der V6-Diesel.

Der Testwagen 1:

Modellbezeichnung: Grand Cherokee SRT
Fahrzeugklasse: Premium Sport SUV
Verkaufsstart: Seit 15.07.13
Leistung: 468 PS

Basispreis:

76.9k € 

GRand Cherokee SRT Fahrbericht

Der Testwagen 2:

Modellbezeichnung: Grand Cherokee 3.0 Diesel Overland
Fahrzeugklasse: Premium SUV
Verkaufsstart: Seit 15.07.13
Leistung: 250 PS

Basispreis:

62.3k €

Was ganz neu am Grand Cherokee ist

Neben dem 468 PS V8 und dem 250 PS Diesel bietet Jeep den Grand Cherokee 2014 auch noch mit einer zahmen 190 PS V6-Dieselvariante. Auch im Angebot der  3.6 Liter Pentastar V6-Benzinmotor, der unter anderem auch mit E85 (Ethanol) getankt werden kann.  Alle Motoren gemein ist die Verbindung mit dem famosen ZF 8-Gang Automatikgetriebe. Und wenn ich schreibe famos, dann meine ich damit, dass es derzeit kein besseres Automatikgetriebe auf dem Markt gibt. Schnelle Gangwechsel. Verschliffene Gangwechsel. Und die hohe Spreizung der Gänge führt zu einem aktiven, aber sparsamen Fahrzeuge. Der Grand Cherokee-Test im letzten Jahr hatte u.a. diesen Kritikpunkt:

Eine 5-Stufen Automatik bekommt man ja heute nicht mehr oft zu fahren. Der große Cherokee hat noch so eine klassischen Wandlerautomatik mit klaren Defiziten im Bereich der Gang-Anschlüsse und der Reaktionsgeschwindigkeit.

Mit dem 8-Gang ZF-Automatikgetriebe ist dann dieser Punkt erledigt und was das Thema Antriebskomfort angeht, so gehört der neue Grand Cherokee ganz klar zum Besten was man im Bereich der Premium-Fullsize SUV-Modelle kaufen kann.

Cockpit Jeep Grand Cherokee SRT

Harman Kardon

Jeep ging es beim neuen Jahrgang des großen Cherokee vor allem darum, die Wünsche der Kunden zu erfüllen und ganz oben auf der Wunschliste aktueller Neuwagenkäufer? Ein modernes, cleveres aber bitte leicht zu bedienende Multimedia-System.  Die Antwort darauf lautet: uconnect. Ein Multimediasystem mit 8.4″ großen Touchscreen und enger Verbindung zu den Bedienfunktionen des Fahrzeuges.

Das von Harman Kardon entwickelte Multimedia-System übernimmt nicht nur die allfälligen Soundaufgaben, verbindet per Bluetooth ein Handy und navigiert mit grafisch schönem 3D-Navigationsmaterial, man kann auch Klima-Einstellungen, Sitzbelüftung und andere Fahrzeugsysteme darüber bedienen. Im Falle des SRT oder der „Summit-„Ausstattung wird der große SUV zum rollenden Konzertsaal. Denn dann übernimmt eine 7.3 Surround-Sound-Anlage (ebenso Harman Kardon) die Beschallung der Insassen.

V8 Hemi Cherokee SRT

Power to the People – SRT

Kein Mensch braucht einen 2.5 Tonnen schweren SUV der in 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h springt und seine rundum mit 295er Pirelli P-Zero bereiften 20 Zoll-Felgen, 257 km/h schnell über die Bahn kreiseln lässt. Aber geil – ist es schon. Dank der üppigen Bereifung, einer im Sport-Modus stark Heck betonten Kraftverteilung und dem speziellen BILSTEIN-Fahrwerk fühlt sich der SRT an, wie ein tanzender Elefant auf Koks. Handlich? In der Relation zu Größe und Gewicht, vollkommen!

Leistung SRT:

468 PS

Drehmoment:

624  Nm

Sprint 0-100 km/h:

5.0 sek.

Dickhäuter mit Suchtpotential.

SRT Grand Cherokee Heck

Volle Kraft querfeldein – Dank Quadra-Drive

Deutlich vernünftiger ist der 250 PS Dieselmotor vom Hersteller VM. Mit kaum weniger Drehmoment am Start als der große V8, spielt der drei Liter V6 den Part des effizienten SUV-Motors. Im kombinierten NEFZ mit einem Verbrauch von nur 7.5 Litern Diesel auf 100 km angegeben, taugt der in Effizienzklasse B eingestufte Diesel-SUV dann auch für echte Offroad-Touren.  Ab der Ausstattungslinie Overland bietet der neue Grand Cherokee das Offroad-Paket mit dem „Quadra-Drive II“ getauften Allradantrieb und der Quadra-Lift Luftfederung an. Zusammen sind das clevere Verteilergetriebe oder die Luftfederung mit bis zu 28 Zentimeter Bodenfreiheit dann dafür verantwortlich, dass der große Häuptlich souverän durch das Gelände räubert!

3.0 V6 Diesel:

250  PS

Drehmoment:

570  Nm

Sprint 0-100 km/h:

8.2 sek.

„Go anywhere, do anything“ ist indianisch und bedeutet übersetzt: Jeep Grand Cherokee.

SRT CHerokee Cockpit V8

Verbrauchswerte Jeep Grand Cherokee 3.0 MultiJet V6 Diesel:

Emissionen:

198 g/km CO²

Verbrauch:

7.5  l/100km

Effizienz-Einstufung:

(Alle Daten sind die Hersteller-Angaben für den 250 PS V6 Diesel)

SRT V8 Cherokee in weis

Was mir persönlich gut gefiel

HDMI-Eingänge für das Multimedia-System. Zwei USB-Ladebuchsen für die Passagiere in der zweiten Reihe. Zudem lassen sich viele unnötige Knöpfchen in der Mittelkonsole einsparen, weil deren Funktion in das per Touchscreen zu bedienende Display-Menü integriert wurde.  Ich mag diese Konzentration auf eine moderne und zeitgemäße Technik. Dazu kommen kaum Schwächen beim Fahrwerk. Im Gegenteil, gerade der SRT beeindruckt mit einer für diese Größenordnung ausgereiftes Handling und wer den Grand Cherokee mit Luftfederung (Quadra-Lift) ordert, der genießt den erwarteten Federungskomfort eines SUV in Verbindung mit dynamischen Landstraßen-Talenten und echter Offroad-Begabung.

Gesicht V8 Maske SRT

 

Fazit:

Der große Cherokee hat sich zum Flaggschiff der Marke Jeep gemausert, zu recht. Selten hat mir ein großer SUV so viel Spaß gemacht, wie der Grand Cherokee. Und mit der letzten Generation waren bereits die gröbsten Probleme zum Thema Verarbeitung und Materialwahl ausgeräumt. Mit der aktuellen Generation ist der Anspruch an Haptik und Materialwahl noch einmal gestiegen.

Dem Erfolg des Jeep angemessen hat der Konzern die Preise für das neue Modell leicht erhöht und dennoch bleibt der souverän wirkende, attraktiv gestaltete und gut ausgestattete Grand Cherokee eine preislich mehr als interessante Alternative im Segment der Premium-SUVs

295/45 ZR 20 - Bereifung am SRT8 Grand Cherokee
295/45 ZR 20 – Bereifung am SRT8 Grand Cherokee

Kollegen vor Ort:

Alle Fotos: Bjoern Habegger - Canon 6D - 24-105mm Ultrasonic

Tempolimit 130! Ja!

Ich bin dafür, ich bin für ein Tempolimit von 130 km/h auf den wichtigsten deutschen Autobahnen.

Hoppla – was hat man dem Habegger in den Kaffee getan, werden sich jetzt einige  denken und ich kann es ganz einfach erklären:

So lange man als Staatshüter auf der Autobahn, lieber Jagd auf die „Raser“ macht, anstatt konsequent für die Einhaltung des Rechtsfahrgebotes zu sorgen – kann man ruhig ein Tempolimit von 130 km/h einführen. 3 Spurige Autobahnen und wo fahren die Experten, Zeitungsleser und Handytipper? In der mittleren Spur. Wo sonst? Es vergeht kein Tag auf der Autobahn an dem man nicht über diese asozialen Mittelspur-Penner stolpert. Irgendein Oberlehrer ist immer dabei.  Keine Ahnung ob es an der Sehkraft der Mittelspurschleicher liegt oder schlicht an deren Unfähigkeit zur Führung eines Kraftfahrzeuges.

Sobald am Horizont ein LKW ausgemacht wird – wählen diese Vollpfosten die Mittelspur. Ob von hinten gerade 2 andere mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten anrauschen, oder nicht – ganz egal. Rücksicht? Umsicht? Unnötig. Man fährt ja vorsichtig und links bleibt ja eine Spur. Und überhaupt, warum fahren die anderen auch so schnell – sollen die doch bremsen.  Es muss ja wirklich niemand so rasen!

Warum also nicht gleich ein Tempolimit von 130 km/h? 

Der Mensch scheint, umspannt von seinem Mantel aus Blech, Alu und Kunststoff unfähig zur Rücksicht. Die eigene Fahrt im Mittelpunkt, der Rest des Verkehrs möge doch bitte Rücksicht auf die eigene Tour nehmen. Mit 120 in der mittleren Spur – da ist die Welt von Hansi Müller, dem asozialen Autofahrer völlig in Ordnung.

Tempo 130 und zu gleich die Möglichkeit des „rechts überholen“ erlauben. Dann können die Schnarchnasen von Hamburg-Kirschwerder bis nach München-Riem auf der mittleren Spur durchfahren ohne den Rest der Auto-Nation hierbei zu gefährden.

Im nächsten Schritt könnten die Automobil-Hersteller die Außenspiegel einsparen. Das rettet die Umwelt, durch CO2 Einsparungen aufgrund von verbesserter Aerodynamik. Und wirklichen Nutzen haben diese merkwürdigen kleinen Dinger ja auch nicht. Benutzt werden diese ja auf der Autobahn eh nicht mehr.

Wie findest Du das? Regen dich diese Mittelspurschleicher auch auf?