AutoBild testet den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

In der Ausgabe 38 vom 23.9.2016 war es wieder einmal so weit. Ein anerkanntes Fachmedium testet unseren Dauertester. Also nicht denselben, sondern nur den gleichen. Einen Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander aus dem Modelljahr 2016. Und bei solchen Tests sind wir immer sehr gespannt. Nach zwei Jahren traue ich uns ja durchaus zu, ein Auto differenzierter zu beurteilen als "die Fachmedien"…

PHEV oder Hybrid? Ist der Autobild doch egal

In der vergangenen Woche hat die AutoBild den Toyota RAV4 gegen den Mitsubishi Outlander PHEV gestestet. Der Test gehörte zu einem Hybrid-Sonderteil in der AutoBild und man möchte damit nichts anderes tun, als "mitschwimmen". Denn nach dem Dieselgate schwenkt die Automobil-Industrie nun massiv in Richtung Hybride und Plug-In Hybride um. Da darf Deutschlands "selbst ernanntes" Automagazin Nummer 1 nicht nachstehen…

Schweiß und Tränen, die Hamburg-Berlin-Klassik 2015

Zugegeben, die Idee war für mich erst einmal ein wenig schräg. In einem echten Rallye-Fahrzeug die Hamburg-Berlin-Klassik mitfahren. Wo sonst Youngtimer und Oldis, automobile Schätze mit mehr oder weniger Patina on Tour gehen, soll man in einem Auto, dessen Ziel in der Erreichung von Bestzeiten unter möglichst üblen Bedingungen ist, einfach so mitschwimmen? Und dann auch noch so ein „klassisches Gefährt“? Die Idee klingt nach einer Petrolhead-Idee. Eine Sache für Auto-Fanatiker mit erhöhter Leidensfähigkeit. Genau richtig für mich!

Und, es ist nicht das erste Mal. Škoda Auto Deutschland setzt den 1976 gebauten Rallye 130 RS nicht zum ersten Mal auf dieser Strecke ein. Es muss also gehen – wo sollte das Problem sein? Und was sollte schon schief gehen?

Schweiß und Tränen – im Škoda 130 RS von Berlin nach Hamburg #HBK2015

Oder: On Tour mit sieben Rallye-Meisterschaftstiteln im Gepäck!

Der erste von Hand geschriebene Eintrag im Roadbook kam nach 2.99 Kilometern, hinter dem Chinesenzeichen mit der Ampel und der Kreuzung habe ich die Notiz: “ Der Arsch tut weh“ hinterlassen. Da waren wir keine 15 Minuten unterwegs und es sollten an diesem Tag noch gut 2.5 Stunden folgen. Dabei war mir das Problem schon am Vortag, lange vor der Abfahrt zur ersten Etappe bewusst. Škoda hatte einen Rallye 130 RS mitgebracht, den Porsche des Ostblocks. Als Rallye-Fahrzeug. Mein Pilot und Teamkollege für diese Rallye, der siebenfache Deutsche-Meister Matthias Kahle, fährt mit diesem Gerät hin und wieder noch „richtige“ Rallyes. Also keine Schau- und Spazierfahrten, bei denen man die Stopp-Uhr braucht, um im Durchschnitt 16 km/h zu messen, sondern diese Dinger, bei denen Mensch und Maschine eine Einheit bilden müssen. Eng geht es daher zu. Die Sitze sind Schraubstöcke, wer da nicht mit der Hüfte einer Baby-Gazelle anreist, der bekommt ein Problem. Und dieses Problem hatte ich jetzt. Dabei hatte ich die Sitzkuhle des Schalensitzes am Vortag noch mit Styroporplatten aus dem Baumarkt aufgefüllt. Half alles nichts. Da musste ich durch.

HBK 2015 022 skoda matthias kahle klassikrallye

Was soll schon schief gehen?

Ernsthaft, diese Rallye konnte doch nur einen Sieger haben. Matthias Kahle. Und wer auch immer auf dem Beifahrersitz den Ballast mimt, segelt locker im Windschatten des Profis mit auf das Podest. Dachte ich mir so. Doch diesen Zahn zog mir Matthias frühzeitig. Er „lenke nur“ den 136 PS starken Ostblock-Porsche, für den Sieg, dafür ist vor allem der Beifahrer verantwortlich. Damit lag die Last meines eigenen Ehrgeizes auf meinen Schulter. Aber hey – 2013 habe ich die HBK bereits mit Frau und Hund gemeistert. Gut, im Gesamtergebnis dreistellig, aber wir kamen immerhin an.

Mit dem Rallye-Champ und dem Škoda 130 auf Sympathie-Tour

733 Kilometer von der Hauptstadt, über Wolfsburg, den Harz bis nach Hamburg. Eine Route, die man ruhig des öfteren fahren könnte. Eine Route mit viel Landschaft. Wenig Verkehr. Aber viel Begeisterung. Die Menschen freuten sich über das alte Blech. Vor allem im Osten der Republik konnte der Rallye 130 RS die Erinnerungen der Zuschauer beleben. Handy-Kameras wurden gezückt, gewunken, gegrüßt, gejubelt. Kinder feierten den Oldtimer. Motorsport-Fans wollten Matthias Kahle sehen. Wer diese drei Tage nicht schwitzend in einem Rallye 130 RS saß, wird nicht verstehen, welche Begeisterung ein altes Auto bei Wildfremden auslösen kann.

Schweiß und Tränen

Der Start am Olympia-Stadion führte eine Runde um diese Monumental-Stätte herum. Eine erste Wertungsprüfung inklusive. Und noch bevor es nach dieser Runde auf die Strecke gehen sollte, hatte der Rallye-Škoda sein heißes Talent bewiesen. Unfassbar viel Wärme kann der 1.3 Liter Vierzylinder im Heck produzieren. Das von jeglicher Dämmung befreite Rallyefahrzeug lässt die Insassen am Prinzip der „Verbrennung“ nicht im unklaren. 136 PS Leistung und 100 kW davon kommen als Hitze bei Pilot und Co-Pilot an. Gefühlt. 

Wann immer es der Verkehr zuließ, öffneten wir die Türen des Ostblock-Porsche. Das kam auch bei Tempo 100 auf der Landstraße vor. Schraubstock-Passung im Schalensitz und der Überrollkäfig, der mit seinen breiten Rohren den Zugang verkleinerte, sorgten für das notwendige Sicherheitsgefühl. Schnell kamen bei Ortsdurchfahrten die Fragen: „Na, keine Klimaanlage?“ Nein – der Rallye 130 RS hat nicht einmal eine Lüftung. Dafür den Kühler vorne, den Motor hinten und dazwischen heiße Wasserrohre. Das führte dazu, dass wir am Ende  öfter die Tür geöffnet haben, als die Gänge durchgeschaltet.

Hamburg Berlin Klassik Rallye Freitag
Hamburg Berlin Klassik Rallye
Freitag

Eine Klassik-Rallye dient nicht der Erzielung von V-Max-Rekorden. Reisen statt rasen ist die Devise. Und das ist gut so. Denn der Škoda Rallye 130 RS macht schon bei Tempo 106 einen Krawall, als würde eine Sojus-Rakete im Heck starten. Unfassbar. 1.3 Liter-Rabauke @work!

Am zweiten Tag ließ die Hitze die Konzentration schmelzen. Aus einer 28 wurde eine 23 und aus einer Top-Wertungsprüfung ein Totalversagen. Als Beifahrer trägt man für diese Pannen die Verantwortung. Das Handbuch gibt die Zeit und die Strecke vor, mal direkt, mal per Rechenkniff. Der Fahrer fährt – und wenn am Steuer ein siebenfacher Rallye-Meister lenkt, dann schiebt der Renn-Tscheche seine Nase genau nach 23 Sekunden durch die Lichtschranke. Dumm nur, es hätten 28 Sekunden sein müssen. Der erste Fehler schmerzt sehr. Wie oft hat man einen Rallye-Champ am Steuer? Wie oft die größte Chance auf den Gesamtsieg. Nach einem tollen 15. Platz am ersten Tag war der Ehrgeiz noch gewachsen.

Und dann dieser Schlag in die Magengrube. Kein Fahrfehler. Kein Orientierungsfehler. Schlicht die Brille nicht aufgesetzt und sich verlesen. Unfassbar.

HBK 2015 Hamburg Berlin Klassik Rallye Freitag
HBK 2015
Hamburg Berlin Klassik Rallye
Freitag

Der wunderbare Ritt auf den Emotionen

Tag 3 der Rallye, Samstag in der Früh. Trotz Fehler am Vortag auf Platz 9 vorgefahren. Jetzt galt es. Volle Konzentration. Keine Fehler. Ein Platz auf dem Podium musste am Ende das Ziel sein. Okay, wenigstens Top5. Die Vorbereitungen am Morgen zum Rallye-Samstag waren akribisch. Und falsch. Aber das wussten wir nicht, als wir zur ersten Prüfung des Tages starteten. Und gleich nach dem Start, auf dem VW-Werksgelände der erste Fehler. Das iPad, mit dem wir die Zeiten stoppten, war vom Test beim Frühstück noch auf lautlos gestellt. Irritierung mitten in einer 10-Sekunden Prüfung. Doch Rallye-Kahle Profi mit der Ruhe, die einem nur sieben Rallye-Titel einbringen und Hangover-Bjoern (ich) rissen das Ding locker runter. Prüfung eins des letzten Tages lief trotz dieser Panne gut! Ich sah uns bereits bei der Pokal-Übergabe. So lief es weiter. Routiniert sprachen wir im Auto über unsere Hobbys. Hörbücher. Weltpolitik. Das Navigieren liefe mittlerweile so nebenbei. Einen Kahle machst du mit einer Klassik-Rallye nicht verrückt. Unser Škoda 130 RS brütete uns derweil aus, wie eine liebevolle Glucke ihre Küken. Die Türen auf, wann immer es ging. Hitze und Lärm, der Rallye-Skoda kann beides. Hoch motiviert haben wir die Mehrfach-Prüfung im Heidepark in Angriff genommen. „Ein gutes Gefühl“ beim Rallye-Crack. Zuversicht beim Beifahrer. Dieses Mal würde die Autobild einem Blogger den Pokal überreichen. Klar!

Hamburg Berlin Klassik Rallye Freitag
Hamburg Berlin Klassik Rallye
Freitag

Lass uns sterben gehen..

Als wir im Hamburger-Containerhafen, Vredestein-Gelände, die letzte Prüfung des Tages hinter uns hatten, war es dann soweit. Eine Hiobs-Botschaft knallte uns zurück auf den harten Asphalt des Rallye-Lebens. Hangover-Habby und Slowhand-Kahle hatten auch am Rallye-Samstag den gleichen Fehler eingebaut wie am Vortag. Doch dieses Mal reichte ein Streichresultat nicht, der Fehler verursachte einen Doppelfehler. Maximale Strafpunkte. 5 Kilometer vor dem Ziel wollte ich einfach nur aus diesem Rallye-Dingsbums aussteigen. Mich weinend an den Hafen setzen. Das Meer suchen gehen. Sterben!

… an einem anderen Tag!

Bis wir das Ziel erreichten. Fischtown-Hamburg zeigte sich von seiner sonnigen Seite. Der Platz vor der Fisch-Auktionshalle voll mit Menschen. Nicht einmal mehr die Chance, die Türen des Rallye 130 RS zu öffen. Schwitzend, darunter verbergend die Tränen der Enttäuschung fuhren wir durch das Ziel. Emotionen geschwängert beendeten wir über 700 km. 700 km voller Emotionen, großartiger Gespräche, fantastischer Erlebnisse. Vom Himmel zur Hölle, und zurück. Schweiß gebadet vom Rallye-Skoda. Trunken voller Freude über die erfolgreichen Wertungsprüfungen. Ermattet vom Lärm des Rallye-Skodas. Am Ende kam ein Platz … ach, wen interessiert das schon?

Was sind schnöde Platzierungen, wenn du auf drei Tage mit einem siebenfachen Rallye-Meister zurückschauen kannst? Wenn du über 700 km in einem Rallye-Klassiker ausgehalten hast? Da ist Platz 27 nur eine Zahl …

Hamburg-Berlin-Klassik 2015: Starterliste

Der Veranstalter der „#HBK2015“ haben eine aktualisierte Starterliste online gestellt. Download über diesen Link (klick).

Wichtige Startnummern für die „HBK2015“ im Überblick

#155 Matthias Kahle auf einem Škoda 130 RS aus dem Baujahr 1976. Der Beifahrer? Ich 😉

Weitere wichtige Startnummern? Natürlich die #100, ein Mini Cooper S aus dem Jahr 1963, darauf genannt unser Lifestyle-Experte Bernd Schweickard und – zu unserer Überraschung – einer der Ex-Redakteure aus früheren Zeiten des Blogs: Ralf Bernert.

Aber wer fährt denn sonst noch so mit?

Zum Beispiel Esther Schweins auf einem Ford Capri, Startnummer: 22. Oder Schauspieler Roland Löwitsch auf einem Seat 1400 B mit der Startnummer: 59. Und mein Lieblingsschauspieler: Armin Rohde geht mit der Startnummer 101 auf einem Rolls-Royce an den Start! Ex-DTM Pilot Jockel Winkelhock wird mit der Startnummer 142 einen Opel GT fahren.

Wir werden versuchen, mit den genannten Stars ein Interview zu führen, während wir mit dem 2013 Sieger der HBK natürlich nur ein Ziel vor den Augen haben!

 

😉

HBK 2015 – Die wichtigsten Links im Überblick!

HBK2015Es ist die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik und wieder einmal ist 
autohub.de mit vor Ort und auf Achse. 
Hamburg-Berlin-Klassik, kurz HBK. Wir freuen uns auf eine klasse Zeit,
zusammen mit Škoda Auto Deutschland starten wir auf einem Škoda Rallye 130 RS. 
Unser Pilot? Niemand geringeres als der
siebenfache deutsche Rallyemeister Matthias Kahle

autohub.de wird auf der HBK2015 gleich doppelt mit von der Partie sein. Bernd Schweickard, der Lifestyle-Experte auf „mab“ und Gründer des AWR-Magazins wird auf einem „Mini“ an den Start rollen und Bjoern Habegger als Gründer von autohub.de darf die spannende Rallye zusammen mit dem Deutschen Rallyemeister Matthias Kahle angehen! 

Die wichtigsten Link im Überblick

Die AutoBild Klassik hat, als Veranstalter der #HBK, eine tolle Galerie zum „Abend der Gewinner“ aus dem Vorjahr online gestellt – klick. Und hier geht es zur allgemeinen Berichterstattung der AutoBild.

Unser Live-Blog zur #HBK2015 startet am Mittwoch den 26.08.2015 von der „Technischen Abnahme“ am Vorstart, rund um das Olympia-Stadion in Berlin! 

 

 

 

HBK2015 – Die Route

HBK2015Es ist die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik und wieder einmal ist autohub.de mit vor Ort und auf Achse. Die Hamburg-Berlin-Klassik, kurz auch HBK genannt. Wir freuen uns auf eine klasse Zeit, zusammen  mit Škoda Auto Deutschland starten wir auf einem Škoda Rallye 130 RS - unser Pilot? Niemand geringeres als der siebenfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle

Drei Tage – sechs Etappen – 750 Kilometer!

Wenn am 27. August die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik startet, dann werden die maximal 180 Teilnehmer wieder die umgekehrte Route in Angriff nehmen. Es wird wieder, wie bei unserer Teilnahme 2013, von Berlin nach Hamburg gehen. Der Startpunkt ist das Olympiastadion in Berlin, der Zieleinlauf an den Fischmarkt-Hallen in Hamburg.

Dazwischen eine landschaftlich reizvolle Route, die unter anderem eine Tages-Etappe auch in Wolfsburg bringen wird. Von Berlin über Tangermünde nach Wolfsburg an Tag 1, an Tag 2 geht es von WOB bis runter in den Harz und zurück nach WOB und an Tag 3 startet das Feld in Wolfsburg und hat über Soltau und die Lüneburger Heide dann Hamburg im Blick!

Die Route der HBK2015 hier als .pdf vom Veranstalter herunterladen!

HBK2015 – Wir starten mit Matthias Kahle!

HBK2015Es ist die 8.Auflage der Hamburg-Berlin-Klassik und wieder einmal ist autohub.de mit vor Ort und auf Achse. Hamburg-Berlin-Klassik, kurz HBK. Wir freuen uns auf eine klasse Zeit, zusammen  mit Škoda Auto Deutschland starten wir auf einem Škoda Rallye 130 RS - unser Pilot? Niemand geringeres als der siebenfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle

autohub.de wird auf der HBK2015 gleich doppelt mit von der Partie sein. Bernd Schweickard, der Lifestyle-Experte auf „mab“ und Gründer des AWR-Magazins wird auf einem „Mini“ an den Start rollen und Bjoern Habegger als Gründer von autohub.de darf die spannende Rallye zusammen mit dem Deutschen Rallyemeister Matthias Kahle angehen! 

„Rallye-Fahrer haben doch alle einen Nagel im Kopp!“

Ein berühmtes Zitat mit unbekannten Ursprung – aber das es so ist, das habe ich bereits selbst erlebt. Im letzten Jahr hat mich Sepp Wiegand in einem Škoda Fabia Super 2000 mitgenommen, eine Erfahrung die ganz klar gezeigt hat: Rallye-Fahrer ticken einfach anders.

In diesem Jahr also Matthias Kahle. Im März geboren, wie ich. Ein paar Jahre älter und mit ein paar mehr Rallye-Meisterschafts-Titeln. Ich? Null. Matthias Kahle? Sieben!  Und weil das eh nicht zur Diskussion stand, wird wohl auch Matthias Kahle unseren Škoda 130 RS bewegen. Eventuell kann ich Matthias Kahle ja am Vorabend an der Bar genug bequatschen, damit ich auch mal in das Steuer greifen kann. Ansonsten bleibt mir die Aufgabe über, das Gebetsbuch zu lesen und die bloß nicht die Orientierung zu verlieren.

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Unser Rallye-Škoda ist im übrigen ein astreines Heckmotor-Sportgerät. Unter 900 kg leicht, und mit mehr als 140 PS aus einem 1.3 Liter Vierzylinder wird der „Ostblock-Porsche“ auf die wunderbare Klassik-Tour von Berlin nach Hamburg gehen. Das der 130 RS bis zu 220 km/h schnell sein soll, glaube ich sofort – seine klassische Coupé-Linie hat auch nach 40 Jahren nichts von seinen Reizen eingebüßt.

Wir freuen uns auf unseren Start am 27.8.2015 vor dem Berliner Olympia-Stadion!  Und Sie können mit uns „live“ dabei sein! Folgen Sie unserem Twitter-Account und unserem Instagram-Account, liken Sie uns auf Facebook und schauen Sie in den Blog!

 

 

Foto: obs/Skoda Auto Deutschland GmbH - Das Titelbild zeigt rechts Matthias Kahle, links Peter Göbel. Peter Göbel ist zugleich der Leiter der HBK-Rallye!

Wie die AutoBild den Leser verarscht!

Erste Fahrt, Ausfahrt, Fahrbericht, Test oder so ähnlich – so nennen wir auf autohub.de die Artikel, bei denen wir unseren Lesern ein neues Auto vorstellen, nachdem wir es gefahren sind. Eine Vorstellung ist ein Artikel über ein Fahrzeug, das wir nicht selbst gefahren sind – was wir aber niemals machen würden, ist: Einen Artikel zu „fälschen“. So zu tun, als wären wir ein Auto gefahren und dann darüber zu berichten, wie sich das Auto fährt. Ehrensache, oder? Einfach nur „Journalisten-Basics“, oder? So arbeiten aber doch alle Auto-Journalisten, oder? Leider nein.

So führt die AutoBild den Leser an der Nase herum

„Die Lenkung arbeitet direkt und präzise“

AUTO BILD fährt in Sunny California das Coupé der C-Klasse von Mercedes. Aber: pssst, streng geheim!

Es ist völlig normal, dass die Automobil-Hersteller den großen Auto-Zeitschriften besondere Bonbons anbieten, die an uns kleinen Online-Publishern unsichtbar vorbeisurren. Dinge unter dem Radar der allgemeinen Motor-Journaille. Hammer-Geschichten, exclusiv für die Papierwerke der Verlagshäuser. Immerhin subventioniert man die großen Verlage mit sagenhaften Werbe-Deals. Da will man auch kontrolliert die Vorfreude der Leser auf die neuen Modelle anfeuern.

Aber geschenkt. Nach 5 Jahren in dieser Branche akzeptiert man das.

Was ich eher merkwürdig finde, ist die Geschichte, die man in der letzten Woche in der Papier-Variante der AutoBild lesen konnte und nun seit gestern auch online

Das neue C-Klasse Coupé feiert auf der IAA in Frankfurt in ein paar Wochen seine Premiere – da kann man als Automobil-Hersteller schon einmal in der Redaktion in Hamburg anrufen und fragen: Hey, wollt ihr nicht eine Geschichte zum neuen C-Coupé machen?

Wie AutoBild Mercedes-Benz an der Nase herumgeführt hat

Natürlich will man – exclusiv, vorab, ein gänzlich neues Modell fahren? Klar. Und was kommt dabei heraus?

da war es noch die mitfahrt

Aber dann muss in der Redaktion der AutoBild die Klimaanlage ausgefallen sein und in Hamburg drehte man durch

Die „Mitfahrt“ in einem Prototypen. Übliche Kost. Der Hersteller bietet sowas dem Auto-Verlag an, der greift zu. Aber dann muss in der Redaktion der AutoBild die Klimaanlage ausgefallen sein und in Hamburg drehte man durch (so meine Spekulation!).

Und aus der Mitfahrt wurde ein Vergleichstest und dem getarnten Erlkönig wurden per Computerretusche die Tarnhüllen entfernt – fertig war ein „typisches“ Bild-Produkt. Ein Aufmacher, der sich nur um den Effekt kümmert, nicht um den Wahrheitsgehalt. Und den Leser, wo informiert man ihn über die Retuschen am Foto? Nirgendwo!

C-Coupé vs. Ford Mustang

Den journalistischen Mehrwert des Vergleiches von C-Coupé und Ford Mustang muss man suchen, am Ende bedienen beide völlig anders sortierte Zielgruppen. Aber gut, der Mustang war in den USA gerade verfügbar (Spekulation) und außerdem ist das Interesse in Deutschland an dem neuen Pony von Ford riesengroß.

jetzt ist es ein Vergleich

Peng, so macht man „Geschichten“.  

Nur, dass man den Leser damit an der Nase herumführt, das scheint der Redaktion in Hamburg nicht so wichtig zu sein. Mein Gott, wer will schon wissen, ob unser Redakteur wirklich selbst gefahren ist? Und hier kann mein-auto-blog die Bestätigung geben: Nein, der AutoBild Redakteur ist das neue C-Klasse Coupé nicht selbst gefahren. (Der Redakteur selbst war leider zu keinem Kommentar bereit..vermutlich hat ihm Hamburg einen Maulkorb verpasst..wieder Spekulation) Wie man dann allerdings zur Aussage kommt, dass die Lenkung direkt und präzise arbeitet? Oder wie man die Überzeugung erfahren konnte:  „Je schärfer das Mercedes Coupé gefordert wird, desto mehr nimmt es den Charakter eines Sportwagens an.“ – es bleibt mir ein Rätsel.

Oder, wie man überhaupt nur diesen Artikel online stellen kann. Fotos, die am Computer retuschiert wurden, ohne den Leser darauf hinzuweisen – so zu tun, als hätte man einen „ersten Vergleich“ erfahren können. Liest man die Kommentare unter dem entsprechenden Online-Artikel, dann wird klar: Der AutoBild Leser hat die Story genau so verstanden, wie man das in Hamburg kalkuliert hatte. Oder anders, man hat den Leser des eigenen Blattes mit Vorsatz an der Nase herumgeführt.

Ob das mit Mercedes-Benz so abgesprochen war?

Inoffiziell dementiert Mercedes-Benz dies. Ja – eine erste „Mitfahrt“ hatte man angeboten. Dass am Ende so getan wird, als ob die AutoBild das neue C-Coupé gegen einen „Mitbewerber“ testen konnte, bevor das Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert wird, nein, das war nicht abgesprochen. Und da kann man nur sagen: Schämt Euch in Hamburg.

Den Leser belogen, den Hersteller an der Nase herumgeführt. 

Nun ist der Hersteller selbst schuld. Jeder weiß, die Verlage stecken in der Krise. Papierauflagen sinken, die Werbe-Einnahmen schmelzen schneller dahin als der „Respekt vor dem Leser“. Da ist jedes Mittel recht. Auflage. Klicks. Rettungsringe und Leistungsschutzrecht. Und eben unsauberer Journalismus.

Gerade die AutoBild

Es ist noch nicht lange her, da fragte die AutoBild in einer Doppel-Seite: „Sollen Auto-Blogger Autos testen dürfen?“ Was folgte, war eine wirre Ausführung über die Probleme der Verlage mit den freien Onlinern. Vorwürfe, Anschuldigungen und Herabsetzungen komprimiert und initiiert von „Journalisten“ mit Zukunftsängsten.

Heute – nach dieser Leser-Verasche in der AutoBild, sollte die Frage neu gestellt werden:

„Sollen Leser dem Journalismus der Auto-Bild Redakteure weiter Glauben schenken?“

Vermutlich nicht.

Aber Sie als Leser von mein-auto-blog dürfen mir vertrauen, dafür stehe ich persönlich ein, wir werden auch in der Zukunft nur dann einen Vergleich anstellen, wenn wir beide Autos selbst gefahren sind. Wir werden Ihnen keine Bilder unterjubeln, die wir am PC retuschiert haben, nur um Sie hinters Licht zu führen! 

 

 

Linktipp: Jens Stratmann zur „AutoBild“ Lügenstory

Fahrer, Mitfahrer, Auto-Bild-Redakteure und der F015 von Mercedes-Benz

Es ist so eine Sache mit der Zukunft. Für viele von uns sind Veränderungen doof. Und wenn klar ist, dass sich die Dinge ändern werden, dann finden wir das prophylaktisch doof. Und eigentlich fehlt uns immer auch der Horizont, um die Veränderungen zu begreifen. Deswegen sind Entwickler und Visionäre so etwas Besonderes. Sie haben eine Fähigkeit, die andere Menschen nicht haben. Redakteure von Automobil-Zeitschriften zum Beispiel.

Das letzte Wort – ist noch nicht gesprochen

Meine Beziehung zur AutoBild? Eher ambivalent. Aber ich leiste meinen Obolus. Ich kaufe jede Woche eine gedruckte Variante der AutoBild. Das bin ich mir irgendwie schuldig. Will ich am Ende nicht schuld sein am Niedergang des Print-Objektes. Also kaufe ich die AutoBild am Kiosk, regulär. Das Durchblättern dauert dann üblicherweise 5 Minuten. Gute 80 Seiten, 5 Minuten. 21,60 € wären das, hochgerechnet auf eine Stunde Amüsement. Selten bleibe ich an irgendeinem Artikel länger hängen. Kennt man doch die ganzen Themen aus der eigenen täglichen Arbeit. Aber ich mag das. Die AutoBild ist nun einmal voller Profis und ich schaue gerne nach, was es bei den Profis noch zu lernen gibt.

Die Zukunft des autonomen Automobils

Aber manchmal wundere ich mich. Über „Das letzte Wort“ von Ausgabe 3/15 zum Beispiel.  AutoBild Redakteur Andreas May empfindet den F015 von Mercedes-Benz als „Quatsch mit Soße“ – denn er ist „Fahrer und nicht Mitfahrer“.

Nun, vermutlich ist es einfach ein Reflex. Der ganz natürliche Reflex eines Automobil-Liebhabers. Ähnlich der Reaktion von Fabian in seinem Artikel auf der PS.Welt. Ich verstehe es als die natürlichste Reaktion von echten Petrolheads. Von Menschen, die am liebsten auf der Urlaubsfahrt am Großglockner parken, den Motor abkühlen lassen, mit öligen Händen den Vergaser nachstellen, sich die Flossen am Krümmer verbrennen, dabei selig von den Benzindämpfen eingelullt werden und dem Postkutschen-Zeitalter keine Träne nachweinen. Pferdkutschen waren doof. Benziner, die sind cool.

Verstehe ich. Ich mag den Sound eines E30 M3 bei der Anfahrt auf den Pflanzgarten auch lieber in den Ohren als die künstliche Musik aus dem Lautsprecher eines E-Mobils beim Rangieren auf dem Supermarkt-Parkplatz.

Aber hey – wer hat denn gesagt, das eine müsse das andere ausschließen?

Ich erwarte von Profis ein wenig mehr Weitsicht. Ein wenig mehr Kompetenz beim Beurteilen der Szenarien. Es geht nicht um „entweder oder“, es geht um die Möglichkeiten der autonomen Mobilität von morgen. Ohne deswegen gleich in die verpupsten Sessel des ÖPNV zurückfallen zu müssen.

Und da wird eine Blech-Mettwurst wie der F015 von Mercedes-Benz eine Rolle spielen. Denn ich fahre nicht täglich über die Passstraßen der Alpen in den Urlaub. Nein, ich fahre täglich langweilige Strecken, immer wieder die gleichen. Oft genug im Stau. Da ist es nur logisch, wenn der Mensch Lösungen sucht, diese verschenkte Zeit zurück zu gewinnen. Denn das macht den Fortschritt aus. Effizienz und Komfortgewinn. Und dafür soll der F015 stehen. Er will uns nicht den Spaß am Autofahren abnehmen, er will uns die Zeit schenken, die wir uns durch unsere individuelle Mobilität beinah geraubt hätten.

Ein F015 wird uns erlösen von verschenkten Stunden. Er wird uns die Freiheit geben, selbst entscheiden zu können. Und dass die „autonome“ aber individuelle Autofahrt ein Wunsch der Menschheit ist, eventuell ein Wunsch, der vielen noch nicht bewusst ist, wird sich heraus stellen, sobald Google die erste Testflotte auf die Straßen entlässt. Und dann müssen sich Automobilhersteller herausgefordert fühlen. Dann müssen die Konzepte für die Zukunft gezeigt werden. Dass man deswegen in einer Aludose mit dem Sex-Appeal einer Mettwurst sitzt, glaube ich nicht. Da wirkt die korrigierende Autofahrer-Seele schon noch entgegen.

Schlecht gelaunte Auto-Redakteure, die negativ in die Zukunft blicken,  helfen dabei allerdings nicht.

Aber vermutlich bin ich jetzt nur auf Hrn. May reingefallen, immerhin ist er Profi und vermutlich war „das letzte Wort“ ja nur ein Anstoß für die Diskussion, bewusst provokant … 😉 

 

Im Plug-In Hybrid nach Paris – Tipps von den Siegern!

In Zusammenarbeit mit der AutoBild hat Mitsubishi eine besondere Challenge veranstaltet. Die Aufgabe war eigentlich einfach, und gerade deswegen so knifflig:

Mit einer Tankfüllung Benzin soweit fahren, wie möglich!

Was man sich so einfach vorstellt, wurde für die Teilnehmer der Challenge zu einer taktischen Herausforderung. Der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid war der erste SUV der sowohl an der Steckdose mi…

Reichweite-Schock bei Elektroautos im Winter

Der Blog Hyyperlic greift einen Autobild-Artikel von heute auf, in dem über die eingebrochene Reichweite von Elektroautos im Winter berichtet wird.

Lisa (die Blog-Autorin) überschreibt die Aufbereitung der Autobild-Testwerte mit „Schock“ – doch ist das wirklich ein Schock? Ich habe die Autobild von heute (Freitag 3. Januar 2014) noch nicht, werde aber natürlich dort nachlesen, welche wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse die Autobild-Tester herausgefunden haben. Lisa hat die Tabelle der Ergebnisse in ihrem Blog veröffentlicht:

20140102-164349

Einen Schock erkenne ich nicht. Nur einfache Chemie.  Und Physik. Und kalte Füße.  Zum einen die Chemie:

Da bei Kälte die chemischen Prozesse (auch die Zersetzung des Akkumulators bei der Alterung) langsamer ablaufen und die Viskosität der in Li-Zellen verwendeten Elektrolyte stark zunimmt, erhöht sich auch beim Lithium-Ionen-Akku bei Kälte der Innenwiderstand, womit die abgebbare Leistung sinkt. Quelle: Wikipedia

Dazu kommt die Physik: Im Winter sind die Fahrwiderstände höher. Kalte Stoßdämpfer, Winterreifen mit mehr Rollwiderstand usw.

Noch viel wichtiger aber: Die kalten Füße. 

Viele Elektroautos haben eine Heizung die ganz simpel darauf aufbaut, dass die Wärme von einem elektrisch betriebenen Heizöfchen kommt. Dazu läuft die Lüftung stärker und eventuell wurde auch die möglicherweise vorhandene Sitzheizung genutzt. Wenn Strom für die Heizung verbraucht wird, dann sinkt die Reichweite des E-Autos. Simpel. Und überhaupt kein Schock.

Aber – die größte Überraschung aus der oben eingefügten Tabelle ist ein ganz anderer Umstand: 

Der BMW i3 mit seinem 21.6 kWh Akku kommt genau 100 Meter weiter als der Mitsubishi i-MiEV mit seinem 16 kWh-Akku. Der eine (Mitsubishi i-MiEV) ist vier Jahre alt. Der andere ein Ultra-Hightech-Premium-E-Auto aus München. Das nenne ich eine echte Aussage in diesem Test!

Allerdings – und das haben in meiner Facebook-Timeline schon die ersten korrekt eingeworfen – ohne die genauen Test-Umstände und Kriterien zu kennen, sagt die Tabelle noch nicht genug aus. Erst einmal bestätigt sie nur: Ja, ein Elektroauto hat im Winter weniger Reichweite als im Sommer (Keine Überraschung!) und der größte E-Auto-Versager kommt aus München.

#hbk13

Hamburg-Berlin Klassik 2013 – Aktuelles Foto via Instagram http://instagram.com/p/eKyre4rrpy/
6. Hamburg-Berlin-Klassik steht Kopf

HBK – Die Hamburg Berlin Klassik 2013

Die Hamburg-Berlin-Klassik ist eine Oldtimer- und Youngtimer-Rallye und geht in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal an den Start. Doch dieses Mal ist vieles anders. Nicht nur das ich mit am Start bin, nein – anstatt dem Namen alle „Ehre“ zu machen, geht es nicht von Hamburg nach Berlin – sondern in die entgegen gesetzte Richtung. Der Start wird am 19. September in Berlin am Olympiastadion sein und das Ziel ist dieses Mal Hamburg. Am 21.09. wollen wir heile an der Fischauktions-Halle ankommen.

Drei Diamanten auf großer Fahrt

Mein Youngtimer wird ein Mitsubishi Lancer sein, der damals zu den ersten Japanern in Deutschland gehörte. Details und eine ausführliche Vorstellung werden natürlich noch folgen.

An meiner Seite – meine Frau und auf der Rücksitzbank: Unser Hund. Ich glaube, meine Frau uns unser Hund freuen sich tatsächlich noch mehr über diesen Trip, als ich ;). An dieser Stelle noch einmal ein großes „Danke schön“ vorab an den Hersteller mit den drei Diamanten im Logo. Mitsubishi hat es ermöglicht, dass ich zum ersten Mal eine derartige Rallye zusammen mit meiner Frau erleben kann.

 Hamburg-Berlin-Klassik: Stimmungsvoller Start – reizvolle Route

Mitsubishi – Rallye – Autobild?

Da war doch schon einmal etwas? Richtig.  Im Mai 2012 bin ich mit Nicole Y. Männl die Bodensee-Elektrik auf einem Mitsubishi i-MiEV gefahren. Wir hatten damals enorm viel Spaß und auch wenn ich oft genug auf die AutoBild geschimpft habe, am Ende machen die Damen und Herren dort auch nur einen verdammt guten Job. Die Orga der Rallye und das ganze drum herum, da konnte ich nicht meckern.

Nun also zum zweiten Mal – als Blogger – bei einer Springer-Veranstaltung. Natürlich werde ich Euch live von der Rallye berichten. Instagram, Twitter, Facebook und der Blog werden mit aktuellen News, Schnappschüssen und Ergebnissen gefüttert, bis Euch die HBK-2013 aus den Ohren hängt 😉

Nächste Woche geht es los. #staytuned

Dunlop Reifen

Dunlop – Partner der HBK 2013

 

AutoBild gegen CARGLASS

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits über diese journalistische Glanzleistung der AutoBild geschrieben. Dort hatte man einen FAS-Artikel, dem man ein „gewisses Geschmäckle“ unterstellen kann, einfach für das eigene Publikum umgeschrieben und gekürzt und dabei dann auch vergessen,  zu erwähnen woher die Vorwürfe kamen. Die ganze Geschichte kann man hinter diesem Link nachlesen.

Autobild vs. Carglass

Der Artikel der AutoBild wurde mit einem Foto aufgepeppt, mit dessen Hilfe man visualisieren wollte, weswegen diese Glas-Reparaturen sowieso nur selten durchgeführt werden können. Hier das dafür verwendete Foto:

Oben das AutoBild "Beweis-Foto" und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?
Oben das AutoBild „Beweis-Foto“ und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?

Dem AutoBild Foto hat Carglass ein Symbolfoto gegenüber gestellt. Beides nicht so richtig hilfreich – oder?

Ich hab mich also auf die Suche nach einem Mini Cooper Cabrio gemacht. Denn für mich sieht das AutoBild Foto aus, als wäre das die Frontscheibe eines Mini Cooper. Beim freundlichen BMW-Händler um die Ecke habe ich auch ein Mini Cooper Cabrio gefunden und einen Termin vereinbart.

Es war klar, wirklich Licht in die Sache bekommt man nur, wenn man am echten Objekt darstellt, in welchen Bereichen ein Steinschaden repariert werden darf und wo nicht.

Hierzu habe ich vom Mini Cooper ein Foto Frontal in Kopfhöhe gemacht und mich dann an die Arbeit gemacht, den Bereich abzukleben, den man nicht reparieren darf. Am Ende sah das ganze dann so aus:

Bild 1 ist die Auto-Bild – nennen wir es höflich – Vermutung. Darunter die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Und bereits bevor ich das erste Mal die 10cm vom Rand weg abgeklebt habe, war mir klar – der Mini Cooper eignet sich für eine negative Auslegung der gesamten Thematik natürlich prima – der Mini Cooper hat einfach wenig Frontscheibe.

Bild 2 – Die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Bereits echt wenig Glas für eine Windschutzscheibe.

Bild 3 – Die 10cm vom Rand wurden abgeklebt, ebenso die 30cm im direkten Fahrersichtfeld. Da beim Mini der Scheibenwischer über die gesamte Höhe wischt – ist auch die gesamte Höhe als „nicht reparabel“ zu definieren.

Bild 4 – Farblich eingefärbt wird deutlich: Ja, eine Mini Cooper Scheibe hat vor allem im Fahrersichtfeld und rechts davon (Fahrtrichtung links) wenig Spielraum für Reparaturen. Aber man erkennt auch sehr schnell: Die AutoBild Zeichnung ist schlichtweg: Mist. Unbrauchbar. Bullshit.

 

Und nein – Carglass hat nichts für diesen Artikel bezahlt und auch keine Werbung gebucht. Mit geht es nur um die angebliche „journalistische“ Leistung der AutoBild und ihrem Springer-Verlag. Für den schlecht recherchierten und vereinfachten Aufguss eines FAS-Artikels sollte man kein Leistungsschutzrecht einfordern.

 

Die Mini Cooper Scheibe als „Referenz“ zu nehmen war ja bereits eine art Foul – bei der „Darstellung“ der Bereiche die repariert werden können aber so grotesk schlecht zu arbeiten, das verdient wirklich Aufmerksamkeit!

 

Das Mini Cooper Cabrio wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, vom BMW-Autohaus Fuchs in Lohr am Main!

Carglass

Carglass repariert, Carglass tauscht aus.

Feine Sache dieser Slogan, nur leider per TV-Werbung derart heftig penetriert, das er auf meiner persönlichen „Werbe-Nerv-Liste“ kurz nach Seitenbacher-Müslis auftaucht.  Über 67 Millionen Euro hat Carglass in 2011 für Werbung ausgegeben – eine stolze Summe und erklärend für die Penetranz des Slogans im TV.  Mit 269 Niederlassung spielt Carglass in Deutschland mittlerweile den großen Autoglaser und 29 Millionen Euro Gewinn (vor Steuern) sprechen eine deutliche Sprache. Das Geschäft mit dem Autoglas läuft und Carglass ist der Platzhirsch.

Und „Erfolg“ macht angreifbar.

Wie bei jedem Unternehmerischen Erfolg, wird ein Unternehmen mit jeder neuen Umsatzsteigerung angreifbar für Neider, Intellektuelle und natürlich für Menschen, die gerne auch mal an Verschwörungen und dunkle Mächte glauben. Mal subtil, mal weniger subtil. Im Falles eines Zeitungsartikels der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ bin ich mir noch nicht ganz sicher, was den jungen FAZ-Redakteur zu seinem Artikel veranlasst hat. Manchmal muss man sich im frischen Job (Seit 4 Monaten bei der FAZ) ein wenig kräftiger strecken um wahr genommen zu werden. Eventuell dies, oder eine persönliche negative Erfahrung mit dem Unternehmen Carglass oder eventuell einfach nur der Wunsch nach einem tollen, kritischen Artikel für die Sonntags-Lektüre (wer liest eigentlich die FAZ-Sonntag?).

So kann man in dem Beitrag des jungen Journalisten zum Bsp. lesen:

Ob sich das Wachstums-Tempo halten lässt, ist indes fraglich…sind die Versicherer doch mittlerweile…nicht mehr so richtig überzeugt davon, dass auch sie vom Erfolg der Carglass-Kette profitieren…

Leider ohne Hinweis auf die Quelle der Aussage. Weiter geht es mit einer Aussage, deren Sinn wohl die vollständige Arbeit des erfolgreichen Kölner-Unternehmens und viel wichtiger, die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Unternehmens angreifen soll:

Sachverständigenorganisationen weisen darauf hin, dass nicht jeder winzige Steinschlag, der außerhalb des Sichtbereiches des Fahrers liegt, unbedingt behoben werden muss.

Zu keiner Zeit habe ich in einem der Werbe-Spots von Carglass, ganz egal wie nervig deren Werbe-Claim ist, eine Aussage gehört – die mit einer undifferenzierten Definition von Steinschlag, Panik verursachen will. Im Gegenteil. Die gezeigten Steinschläge sind immer regelrechte Krater und gut sichtbare Flatscher. Der Artikel packt an dieser Stelle, völlig undifferenziert, jeden Steinschlag in die gleiche Kategorie.

Warum so undifferenziert?

Man könnte vermuten, Hr. Coekoll hat sich schlicht keine Gedanken gemacht über Steinschläge – oder über den Alltag einer Windschutzscheibe. Oder hat er eventuell gute Argumente? Hat er Fälle in denen Kunden mit winzigen kleinen Steinschlägen zu unnötigen Reparaturen überredet wurde? Nein. Einfach nur den Begriff Steinschlag nicht differenziert betrachtet. Keine Gedanken darüber gemacht, dass es Fälle gibt, in denen die Verbundglas-Scheibe vom Steinschlag so getroffen wurde, das die Folie im Inneren der Scheibe offen liegt. Denn es gibt eine Vielzahl von Schäden – die sicher, weder auffallen – noch repariert werden müssen. Nur das Carglass hier für eine Reparatur dieser Bagatellen spricht, das kann ich nicht erkennen. Also – was war die Initialzündung des Artikels?

Eventuell kann dieser Satz zur Klärung beitragen?

Carglass hat den Menschen eingeredet, dass jeder kleine Steinschlag sofort repariert werden muss

Okay, verständlich. Wenn ich ein Produkt habe, mit dem ich Geld verdienen will, dann bewerbe ich natürlich und stelle die Merkmale und die Notwendigkeit meines Produktes heraus – in so fern eigentlich, absolut keine Erwähnung wert. Doch interessant von wem der Satz stammt. Der Satz stammt von „Thomas Klein“ dem Chef des Bundesverbandes der Autoglaser. Und nun raten Sie mal, wer nicht im Bundesverband der Autoglaser vertreten ist?

Richtig: Carglass. 

Nun, besonders subtil ist die Intention des Artikels und die gewünschte Message am „Skandal Carglass“ damit nicht mehr.  Vor allem wenn der BVA e.V. selbst mit der „Steinschlagreparatur“ wirbt.

Nachdem dann in der vorletzten Woche auch die „AutoBild“ den schwachsinnigen Artikel aus der FAZ aufgegriffen hatte und lediglich für die eigene Zielgruppe versimpelt und verkürzt, erneut veröffentlicht hatte,  war mein Interesse auch geweckt. Anders als die AutoBild, habe ich das Gespräch mit Carglass gesucht und mich vor Ort informiert.

 

Meine Erfahrung mit Carglass – meine Meinung:

Auf die Kontaktanfrage hat man bei Carglass schnell und offen reagiert. Der Wunsch nach einem „get together“ und einer Demonstration der Arbeit wurde zeitnah umgesetzt. Bereits da war ich erstaunt, wie offen und flexibel eine Firma sein kann, die derart nervig wirbt ;).

Am letzten Donnerstag war ich vor Ort und habe, zusammen mit anderen Bloggern, einen Blick hinter die Kulissen von Carglass geworfen. Unter anderem habe ich mir auch die Methoden der Glas-Reparatur zeigen lassen. Wir haben uns die typischen Steinschlag-Schäden angeschaut und konnten mit „Maulkorb“ freien und nicht gecasteten Mitarbeitern über das Unternehmen sprechen.

An diesem Foto wird deutlich, über welche Art von Steinschlagschäden man bei Carglass spricht:

Beim prüfen, nach der Reparatur.

Kein Krater mehr vorhanden!

Carglass hat sich als Gesprächspartner präsentiert, der ohne schlechtes Gewissen und völlig offen, über die Details der eigenen Arbeit geredet hat.  Wirtschaftlichen Erfolg, oder den Erfolg einer Werbe-Kampagne mit fiktiven Vorwürfen zum Skandal aufbauschen, diese Art der Presse-Arbeit kann ich nachvollziehen. Aber eventuell sind das einfach die „lauen Lüfte“ die man im Bereich der alten Print-Medien benötigt. Mehr Substanz lässt sich am „Vorwurf“ der FAZ, der völlig unreflektiert in der AutoBild wiederholt wurde, nicht finden.

Lange Rede kurzer Sinn:

Hätte man journalistisch gearbeitet – dann wäre der Platz in beiden Print-Publikation wohl frei geblieben. Peinlich ist die Nummer vor allem für AutoBild.  Im übrigen hat Carglass kein Werbe-Budget für Print-Kampagnen, nur mal so als Information. (Nicht das ich hier irgendwas, irgendwem unterstellen wollte.)

 

Edit: Roberts Artikel zum Carglass Besuch.

 

 

Information: Dieser Artikel wurde nicht von Carglass bezahlt, gekauft oder direkt beeinflusst in Text oder Inhalt. Und nein, Carglass hat auch bei mir keine Werbung gebucht!