Los Angeles Auto Show 2018 – Gute Laune in Kalifornien

Auf der diesjährigen Auto Show in Los Angeles bleibt die große Welle an Weltpremieren zwar aus, ein paar interessante Fahrzeuge haben es aber dennoch an die Westküste der USA geschafft.

Mit knapp 18 Millionen Einwohnern gehört die Metropolregion Los Angeles zu den größten der Welt. Die „Auto Show“ im Convention Center (bis 9. Dezember) zählt allerdings eher zu den überschaubareren Messen – zumindest neben Größen wie dem Pariser Autosalon oder der IAA in Frankfurt. Wären viele Neuheiten morgens nicht noch abgedeckt, man könnte den Besuch in relativ kurzer Zeit abhaken. Doch ein paar Gründe, etwas mehr Zeit auf dem Messegelände zu verbringen, gibt es dann doch.

Dieses Jahr spielen vor allem Sportwagen eine große Rolle an der Westküste. Auch, wenn Exoten wie Lamborghini, Ferrari oder Aston Martin völlig fehlen. Allen voran zeigt Porsche mit dem 911 der Generation 992, wie man eine Ikone behutsam weiterentwickelt und sich trotzdem nicht der Zukunft verschließt. Der 992 kommt mit einem sehr modernen Infotainment-System samt großem Touchscreen und kann mit deutlich mehr Assistenzsystemen ausgestattet werden als bisher. Wem der normale Elfer zu gewöhnlich ist, der kann – falls das nötige Kleingeld vorhanden ist – einen der 200 GT2 RS Clubsport ordern, den die Stuttgarter in LA überraschen vorgestellt haben. Der Clubsport kommt ohne Straßenzulassung und ist ein Rennwagen, der sich keinem Reglement beugen muss – gigantischer Heckflügel inklusive.

Mit einem Fokus auf die Rennstrecke stellt Mercedes auch den AMG GT-R Pro vor, eine nachgeschärfte Version des zweitürigen Sportwagens, der sich besonders bei Trackdays wohlfühlen soll. Deutlich entspannter dürfte es in der Messepremiere von BMW zugehen: Das Cabrio der 8er-Baureihe steht in Los Angeles erstmals vor großem Publikum und ist neben dem Coupé die zweite von drei vorgestellten Karosserievarianten des 8er. Das finale Puzzle-Stück in Form des Grand Coupé erwarten in Genf 2019.
Auch bei Audi hatten die anwesenden Journalisten mit einer Sport-Version gerechnet – etwa in Form des S7 oder des SQ8. Stattdessen zogen die Ingolstädter das Tuch von der sehr gelungenen Studie e-tron GT, dem direkten Verwandten des Porsche Taycan. Der viertürige Elektro-Sportler ist optisch auf jeden Fall ein Gewinn und dürfte auch dank 434 kW/590 PS kaum Boden auf den Taycan verlieren. Wann der Elektro-GT mit einer Reichweite von über 400 Kilometer in Serie geht, ist noch offen, wahrscheinlich aber erst 2021.

Deutlich unglamouröser geht es auf dem Messestand von VW zu. Hier ist neben dem bereits auf der IAA Nutzfahrzeuge gezeigtem I.D. Buzz (in neuer motorsportorientierter Folierung) lediglich die Abschiedsversion des Beetle Cabrio zu sehen, das die Wolfsburger in Deutschland schon haben verschwinden lassen.

Doch auch, wenn die deutschen Hersteller dieses Jahr ein paar bedeutende Premieren in Los Angeles feiern können, darf man die Marken aus Amerika und Asien nicht vergessen. Jeep hat die sehnlichst erwartete Pick-up-Variante des Wrangler mit dem kämpferischen Namen „Gladiator“ enthüllt, Lincoln das SUV „Aviator“ im Gepäck. Beide kommen nicht nach Europa. Ford und GM halten sich mit Premieren zurück und zeigen lediglich bereits bekanntes wie den Mustang Bullit oder die Corvette ZR1 von Chevrolet. Außerdem auf den Messeständen: jede Menge Pick-ups, die sich in den USA weiterhin größter Beliebtheit erfreuen.

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Wer sich für japanische Fahrzeuge interessiert, wird in Los Angeles nicht am Nissan-Stand vorbeikommen. Hier gibt es neben dem neuen Murano auch den Maxima zu sehen. Mazda hat außerdem bereits am Vorabend den neuen Mazda3 enthüllt, der in Los Angeles mit fünf Türen sowie als Limousine zu sehen ist und mit einem gelungenen Design glänzt. Bei Kia ist der neue Soul zu sehen, der optisch etwas gefälliger wird als bisher und nur noch elektrisch angetrieben offeriert wird. Die SUV-Welle reitet Toyota mit dem neuen Rav4, der sich der Formensprache des CH-R anpasst und deutlich schärfer gezeichnet ist als bisher. Skurril: Ein Toyota Tundra, auf dessen Ladefläche eine komplette Pizza-Hut-Produktion sitzt – vom Ofen bis zum automatischen Pizzaschneider.

Aller Sportwagen und hubraumstarken Trucks zum Trotz ist neben Tesla auch Rivian in Los Angeles vertreten. Der Newcomer zeigt ein klassisches Siebensitzer-SUV sowie einen kantigen Pick-up – beide mit Elektromotor. Neben beeindruckenden Performance-Werten mit bis zu 522 kW/710 PS wollen die Amerikaner auch mit einer großen Reichweite von maximal 640 Kilometer punkten.

Will man das Gesehene auf der wichtigsten Automesse der Westküste zusammenfassen, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass die große Premierenflut hier ausgeblieben ist. Außerdem flacht der Berg an elektrischen Studien langsam ab, Audi und Rivian bilden hier die Ausnahme. Passend zum Lifestyle der Millionenstadt ist auch auf der Messe dieses Jahr eher „easy going“ angesagt, ohne dabei groß etwas verändern zu wollen. Außer, man steht auf die wilden Tuning-Umbauten, die sich im Keller der Messe verstecken. Hier gibt es alles: vom Widebody-Lamborghini bis zum 90 Zentimeter höhergelegten Escalade. Man muss sich eben nur trauen.

Max Friedhoff/SP-X

Shanghai 2017: Noch lachen wir

中華人民共和國 / 中华人民共和国, die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und mit knapp 1.4 Milliarden Einwohnern der wichtigste Wachstumsmarkt der Welt für die Automobilindustrie. Nicht wenige Automobil-Experten sind sich einig: Die Zukunft des Automobils wird hier im „Land der Morgenröte“ entschieden. Mag das Automobil auch in Europa geboren sein, was die Industrie für die nächsten Jahre verändert, hat seinen Grund jedoch eher im „Milliarden-Volk“ und dem scheinbar unaufhaltsamen Wachstum der Wirtschaftsmacht China. Umso wichtiger ist die Präsenz der Premium-Hersteller hier in China. Die Shanghai Autoshow wird damit auch zum Umfeld für die Weltpremiere des massiven Facelifts der neuen S-Klasse. Das hat auch einen guten Grund, denn deren Käufer sind nirgendwo jünger als hier in China. Chinas S-Klasse Käufer sind oftmals „erstmalige“ Mercedes-Benz Kunden. Die Traditionsmarke aus Schwaben verkauft sich hier prächtig, ganz ohne Traditionskunden. Noch funktioniert das Modell.

Noch bestimmt die „alte Welt“ die Marschrichtung der Automobil-Industrie, der Geschmack der Chinesen dient oft nur als laues Lüftchen im Sturm der Veränderungen. Und doch, wenn ein Hersteller wie Mercedes-Benz eine ganz eigene „Hippie-Kommune im Vatikanstadt“ gründet, eine schnelle Eingreiftruppe, ein eigenes Programm für Disruption auflegt wie mit dem Programm CASE geschehen – dann bestimmt auch China hier die Vorgaben. Vernetzung. Autonomes Fahren. Teilen und Elektrifizierung. Keiner Wirtschaftsnation traut man hier mehr Veränderungsleistung zu als den Menschen im viertgrößten Land (nach der Fläche beurteilt) der Welt.

Waren es bislang die großen Automobilhersteller der „alten Welt“, die Marschrichtung und Geschwindigkeit vorgaben, ändert sich das gerade massiv. Noch lachen wir.

Doch der Wind wird stärker. Neben den Wünschen und Bedürfnissen der chinesischen Kunden entwickelt sich auch das wirtschaftliche Umfeld in China schneller und programmatischer als anderswo. Die Regierung in China muss auf die massiven Veränderungen in ihren Mega-Citys reagieren. Die Ansprüche steigen. Sicherheit, Emissionen und Produktionsvorgaben, nirgendwo in der Welt reagiert der Gesetzgeber harscher und unvorhersehbarer. In Städten wie Shanghai oder Peking wurden quasi über Nacht die stinkenden Zweitakt-Mofas verboten. E-mobilität bestimmt den Alltag im Bereich der Mobilität schon heute, wenn man nur die Zwei- und Dreiräder betrachtet.

Und ein Rundgang über die wichtige Automobilmesse in Shanghai 2017 vermittelt einen Eindruck von den zukünftigen Anforderungen, denen sich auch die deutschen Automobilhersteller werden stellen müssen.

Elektromobilität, Design und Ausstattungswünsche – China bestimmt die Richtung und noch sind es die Premium-Hersteller der alten Welt, die den Markt anführen. Doch nie zuvor hat eine Automobilmesse in China deutlicher gezeigt: Der Druck steigt. 

Noch lachen wir über Automobilhersteller aus China, die kein westlicher Journalist kennt. Lachen über Bastelbuden, mit denen man sich in Deutschland vor kein Fachpublikum trauen würde. Wir wundern uns über dreiste Kopien, über ganz klar nachgeahmte Designmuster. Und während man die letzten Jahre eher beruhigt von der Messe nach Hause flog, denn das, was bei den völlig unbekannten Herstellern stand, es war einfach zu lächerlich, als das es eine über Jahrhunderte etablierte Industrie bedrohen könnte, ändert sich das nun. Die 2017 Auto Shanghai war in der Botschaft sehr eindeutig. Noch lachen wir über Spaltmaße, die nicht in Millimetern oder Zentimetern gemessen werden – wundern uns über die maximale Lieblosigkeit, mit der Bleche verarbeitet wurden und halten uns die Nasen zu, um nicht von den üblen Ausdünstungen der billigen Plastik-Innenräume übermannt zu werden.

Noch lachen wir über Namen, die man nicht aussprechen kann, über Phantasie-Wappen und schauen eher ängstlich in Richtung Westen. Das Silicon Valley und die dort ansässigen Tech-Firmen, sie waren klar ausgemacht als Quell der übermächtigen Disruptionsgefahr. Shanghai 2017 hat jedoch einen anderen Eindruck hinterlassen.

Das Lachen, es dürfte uns schneller vergehen, als man sich das vor ein paar Jahren noch gedacht hat. Denn die Bastelbuden verschwinden. Die Automobilwirtschaft in China lernt schnell, nutzt die regulatorischen Vorteile im eigenen Wirtschaftsumfeld. Denn kein Automobil-Hersteller kann ohne Partner aus China auf dem wichtigsten Zukunftsmarkt vertreten sein. Egal, ob BAIC (Daimler und Hyundai), FAW (Volkswagen, Toyota, Mazda) oder SAIC (GM, Volkswagen, Volvo)  – jeder dieser großen Hersteller aus China lernt von einem oder – schlimmer – von mehreren der wichtigen Global-Player der Automobil-Industrie.

Nein, das ist kein SUV aus Ingolstadt.

Und China lernt schnell. Eine fast unbändige Manpower trifft auf einen Ehrgeiz, den das alte Europa vermutlich nur aus der Wirtschaftswunderzeit kennt. 27-Jahre alte Doktorandinnen, die fließend Englisch, Deutsch und ihre Muttersprache sprechen. Gewerkschaftsfreie Arbeitszeiten. Der maximale Willen zum Erfolg. Gepaart mit den Erfahrungen, dem Know-How, der Kompetenz aus der „alten Welt des Automobilbaus“. Eine Mischung, die einen stärkeren Einfluss auf die deutsche Automobilindustrie haben könnte als die oft gefühlte Disruptionsgefahr aus dem Silicon-Valley.

Hersteller wie SAIC haben gerade angekündigt, die 2005 gekauften Rechte an den MG-Modellen Rover 75 und Rover 25 nun wieder als Automobilmarke auf den Europäischen Markt zu bringen. Die – nach gescheiterten Verhandlungen – als Roewe betitelten MG-Modelle werden als „MG“ zurück nach Europa kommen. Aber eben nicht die „alten Modelle“. Sondern das Ergebnis der letzten 10 Lehrjahre. Und SAIC zeigt unter der Marke Roewe erstaunlich serienreif wirkende SUV-Modelle. Mit einem annehmbaren Verarbeitungsniveau. Mit Vernetzungsoptionen und einem Interieur, klar ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Multi-Smartphone-Nutzern.

Angetrieben von Plug-in Hybrid Technik.

Hersteller wie WEY, eine „Premium-Marke“ des „Great Wall Konzerns“, präsentieren westliches Design mit eigener Note. Auch hier, der Plug-in Hybrid SUV ganz vorne. Die Vorgaben der chinesischen Regierung ist eindeutig: Emissionsfreiheit in den Mega-Citys. Die Wünsche der Autokäufer? Status und SUV. Noch zehren wir als „alte Welt“ von unserem Vorsprung. Doch wenn wir nicht jetzt ganz schnell reagieren, eigene Prozesse überdenken und den Markt mit seinen Vorgaben stärker berücksichtigen, dann könnte manch einem Automobilhersteller das Lachen vergehen.

Es ist nicht die Diskussion über Dieselfahrverbote in deutschen Innenstädten, die unsere Wirtschaft – als Automobil-Journalist-Blogger-Whatever bezeichne ich die Automobilindustrie als „unsere Wirtschaft“ – bedroht. Es ist auch gar nicht mehr die Frage, ob TESLA ein tolles Luxus-Produkt auf die Beine gestellt hat und ob Google in das Geschäft mit der Mobilität einsteigt. Es ist einzig die Frage, wie lange wir noch lachen. Lachen über die Anstrengungen der Chinesen. China lernt schneller, als man sich das vorstellen konnte. Einen Borgward, einen Lynk, einen WEY – wer stellt die Frage nach der Tradition, wenn er sich Status und Kompetenz zu neuen Preismarken erlauben kann? Ein Plug-in Hybrid Familien-SUV für weniger als 30.000 €? Eine vollständig elektrifizierte Modellpalette? Vernetzung, Emissionsfreiheit und Autonomie – die Schlagwörter für die Zukunft. Und unsere Benchmark wird sich im Osten befinden. Noch lachen wir. Noch.

Seoul Motor Show – Aufbruch in Ökorea

Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Kein Volk leidet darunter wohl so wie die Südkoreaner. Im Osten leben die Japaner, die das Land im vorigen Jahrhundert lange besetzt und geknechtet haben. Im Norden droht das Brudervolk unter seinem selbsternannten „großen Führer” beinahe täglich mit atomarer Zerstörung. Und China im Westen? Nimmt den 25 Millionen Bürgern der Hauptstadtregion Seoul einfac…

Paris 2016: SEAT präsentiert den Ateca X-perience – Das Interview

Der in Paris vorgestellte Seat Ateca X-perience spielt in diesem Artikel nur eine untergeordnete Rolle, denn noch ist es ein Konzeptfahrzeug. Viel wichtiger war uns das Gespräch mit Sven Schawe, dem Leiter Gesamtfahrzeug-Entwicklung von Seat, zu den Themen aktive- und passive Sicherheit. Moderne Fahrzeuge bieten eine Vielzahl an Assistenzsystemen und gerade ein SUV wie der Ateca benötigt ein gewisses Maß an Hirnschmalz in der Entwicklung. In unserem Video erklärt der Leiter der Gesamtfahrzeug-Entwicklung die Vorzüge und die Hintergründe beim Thema Sicherheit, in Bezug auf das urbane Stadt-SUV von SEAT.

Seat Ateca – Sicherheit first?

Das Konzeptfahrzeug der Pariser Messe ist der SEAT x-perience, auch hier glauben wir an einen möglichen Serienstart. Eventuell nicht ganz so martialisch wie gezeigt, aber ganz bestimmt noch ein Stück geländegängiger als bisher! Wir freuen uns auf eine Testfahrt – wie sieht es mit Euch aus? Kommentiert hier oder auf Facebook!

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

(Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf)

Sportwagen auf der Autoshow in Peking – China kann auch schnell

Die Chinesen lernen schnell und ihre Autos werden immer besser. Das ist Fakt, auch wenn dafür so manches Mal jede Menge europäisches Know-how eingekauft wurde: Die Marke Qoros beispielsweise greift auf zig namhafte Ingenieure und Zulieferer aus Europa zurück. Geely hat bekanntermaßen Volvo übernommen und gewinnt dadurch Einblick in wichtige Strukturen. In der Breite fehlen den Machern der Volksrepublik die Fertigkeiten bislang allerdings, und wer ein anspruchsvolles Komfort- oder Performance-Auto kaufen möchte, muss sein Geld notgedrungen in Deutschland, Japan oder den USA ausgeben.

An Baic hält Daimler eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern
An Baic hält Daimler eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern

Wer durch die Hallen der Pekinger Messe schlendert und den Blick auf chinesische Hersteller richtet, findet vor allem kleine Autos und klobige SUV, die an die Koreaner der 2000er-Jahre erinnern. Doch da, geschickt platziert neben dem BMW-Stand, steht eine beeindruckend gestylte Limousine mit imposanter LED-Leuchtengrafik. Klar, es ist eine Studie. Und die lässt Erinnerungen an den Aston Martin Rapide aufkommen, von dem ein paar Meter entfernt auch prompt ein Exemplar steht. Kein Wunder, schließlich ist die chinesische Firma LeEco am Projekt des Elektro-Rapide beteiligt. Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus. Etwaige Projektverantwortliche sind gar nicht erst zugegen. Immerhin, einen Hingucker gibt die E-Limousine ab und versammelt zeitweise mehr Menschen um sich als der lange BMW X1 am Stand gegenüber. Vielleicht sieht man ihn ja irgendwann in abgewandelter Form einmal auf der Straße. Tesla jedenfalls dürften die Aktivitäten von LeEco nicht unbedingt erfreuen.

Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an
Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an

Vielleicht nicht so performant, aber doch keinen Deut weniger spektakulär mutet das Crossover-Concept FV2030 aus dem Hause Chery an. Das erst 1997 gegründete Unternehmen ist bisher eher bekannt für kleine Billigheimer, wächst allerdings rasant und gehört zu einer der größten chinesischen Export-Marken mit umtriebigen Aktivitäten auch in Sachen Kooperation. Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie mit den Hologramm-Anzeigen im Instrument, hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern.

Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern
Selbst wenn Chery-Autos in näherer Zukunft nur halb so emotional gezeichnet würden wie die Elektrostudie hätte der Konzern gute Chancen, seine Absatzzahlen drastisch zu steigern

Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Daimler hält eine 12-Prozent-Beteiligung und es gibt Verträge mit europäischen Zulieferern. Kein Wunder, dass der Konzern auch außerhalb Chinas Bekanntheit erlangt hat. Und mit dem imposanten E-Flügeltürer ist es dem Hersteller gelungen, ein prägnantes Zeichen auf der Auto China 2016 zu setzen. Nur an der Internationalität muss noch gearbeitet werden, denn Interessenten müssen unbedingt die chinesische Schrift beherrschen, um an weiterführende Informationen zu gelangen. Womöglich ändert sich das, bis das Concept tatsächlich einmal zu kaufen sein sollte. Der Appetit ist zumindest angeregt – der Stromer soll 260 km/h schnell werden und binnen drei Sekunden Landstraßentempo erreichen.

Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus
Über den LeSee – so heißt das schon im Stand schnell aussehende und großzügig verglaste Gefährt, schweigt man sich auf dem Messestand allerdings aus

Mercedes-Benz SL – Fotos vom SL 65 AMG aufgetaucht!

Wieder einmal feiert ein Auto seine Premiere nicht auf der Messe, sondern bei einem „Leak“ im Internet. Der jüngste Kandidat ist der frische Mercedes-AMG SL 65 Roadster. Eigentlich hätte er erst in der nächsten Woche in Los Angeles auf der Autoshow in das Licht der Öffentlichkeit rollen sollen. 

Mercedes-AMG SL 65 Leak enthüllung erste fotos (2)

Premiere: Mercedes-AMG SL65

Die V12-Version des Roadsters stellt die Spitze des SL-Programms dar. Sein V12 Bi-Turbo wird vermutlich, es ist nicht bekannt bislang, um die 650 PS haben und auch hier wird die Obergrenze des Drehmoments durch das Getriebe bestimmt, es wird also bei 1.000 Nm bleiben.

Unterhalb des Mercedes-AMG SL65 tummeln sich die V8 und V6-Versionen des Mercedes-Roadsters. Technisch und optisch deutlich optimiert, werden auch 9-Stufen Automatik und Dynamic-Select-Fahrprogramme Einzug halten in den Roadster.

Der SL übernimmt zudem die Active-Body Control Funktionen des S-Coupé und wird damit der erste große Sports-Roadster sein, der mit einer aktiven Kurvenneigefunktion erhältlich ist. Das Verdeckt des Roadsters wird man bis Tempo 40 öffnen und schließen können.

Neu gestaltete Front- und Heckansichten verjüngen die Optik des SL und passen ihn an die aktuelle Designsprache der restlichen Mercedes-Modelle an.

Mercedes-AMG SL 65 Leak enthüllung erste fotos (4) Mercedes-AMG SL 65 Leak enthüllung erste fotos (1) Mercedes-AMG SL 65 Leak enthüllung erste fotos (2)

Auslieferung  ab April 2016

Nissan zeigt automobiles Allerlei auf der AMI 2014

Mit dem neuen X-Trail, der die erfolgreiche Crossover-Palette um den Qashqai und Juke komplettiert, zeigt Nissan, was sie noch alles in petto haben. Bislang war der X-Trail als robuster Geländetourer bekannt. Doch nun will Nissan seine Neuauflage durch moderneres Design, effizienten Antrieb, verbesserten Komfort und innovativen Technologien zum erfolgreichsten SUV des japanischen Herstellers machen. Flankiert wird der neue X-Trail von der jüngsten Evolutionsstufe des Juke und – als Deutschlandpremiere – vom neuen e-NV200, dem zweiten Elektrofahrzeug von Nissan.

Nissan X-Trail erste ausfahrt

Der X-Trail 2014

Dynamischer und eleganter soll er sein, sowie ein neues Niveau an Komfort und Premium-Ausstattung bieten. Der neue Nissan X-Trail wird dank seines um 76 Millimeter gewachsenen Radstandes zur wahren Komfort-Kutsche. In der Länge verschiebbare Sitze und ein doppelter Ladeboden im Kofferraum sichern ein Maximum an Möglichkeiten.

Der fortschrittlicher 1.6. dCi Turbodieselmotor mit 96 PS und bis zu 90 Kilogramm weniger auf der Waage (im Gesamtgewicht), machen aus dem Nissan X-Trail einen höchst effizienten SUV. Mit weiteren zahlreichen Extras wie dem Nissan Safety Shield bietet er nicht nur ein umfassendes Sicherheitspaket, sondern auch jede Menge Spaß. Dabei behilflich und unterhaltsam: das neueste Infotainement-System, mit Google-Suche und der Möglichkeit zur Nutzung von allerlei Apps.

 

nissan juke facelift

Der Juke 2014

Auch der Juke wird auf der AMI nicht zu kurz kommen. Noch sportlicher kommt der erfolgreiche Kompakt-Crossover daher und zeigt sich in neuen Farben inklusive umfangreichem Personalisierungsprogram. Die Motorenpalette erweitert sich um einen 1.2 DIG-T Direkteinspritzer mit Turboaufladung und juvenil wirkenden 115 PS unter der Haube.

Nissan e-NV 200

e-NV 200

Nach dem erfolgreich laufenden Leaf, der vor allem für Privatkunden interessant ist, wird Nissan beim neuesten Elektroauto die Gewerbekunden ansprechen. Das zweite rein elektrisch betriebene und emissionsfreie Fahrzeug, der e-NV200, wird in Barcelona produziert und kommt ab Juli auf den deutschen Markt. Dabei handelt es sich um die Elektroversion des Kleintransporters NV200. Mit einer Reichweite von ca. 170 Kilometern pro Batterieladung will er sich besonders bei Gewerbetreibenden einschmeicheln und bietet sogar für Familien dank seiner fünf Sitze in der Pkw-Variante eine attraktive Alternative.

 

Wie die Besucher der Auto Mobil International 2014 die neuesten Nissan Modelle finden werden, bleibt abzuwarten.

Ausblick: AMI Leipzig 2014 – Das Ford Feuerwerk der Neuheiten

Ford will es wissen. Mit vielen Deutschlandpremieren und dem neuen Bediensystem Sync2 fährt der Kölner Autohersteller jede Menge Attraktionen auf der AMI 2014 auf. Das wichtigste Exponat ist sicherlich der neue Ford Focus. Mit kraftvollem Design, zahlreichen neuen Assistenzsystemen und Fahrerfreundlichen Features startet seine zweite Modellhalbzeit in diesem Herbst. Ebenfalls neu im Programm sind zwei hochmoderne EcoBoost-Benziner und TDCi-Turbodiesel-Motoren mit jeweils 1,5-Liter und beachtenswerter Knausrigkeit.

Wer ein bisschen mehr Spaß mit dem erfolgreichsten Ford Modell aller Zeiten haben möchte, kann sich zusätzlich zum PowerShift-Doppelkupplungsgetriebe und dem konventionellen Automatikgetriebe Lenkrad-Schaltwippen dazu ordern. Ein bisschen Spaß muss nämlich sein, oder?

Das neue Bediensystem Sync2 mit Sprachsteuerung und Touchscreen feiert hier ebenfalls seine Markteinführung. Das Infotainmentsystem mit dem 8-Zoll hochauflösenden Farbdisplay gehört zu der neuesten Generation. Wer zum Beispiel Hunger hat, muss dies dem Ford Focus nur per Sprachsteuerung mitteilen und bekommt sogleich eine Liste aller in der Nähe befindlichen Restaurants angezeigt.

Ford schaut auf der AMI in Leipzig auch zuversichtlich in eine neue Premium-Zukunft. Mit der fünftürigen Studie Mondeo Vignale Concept, die in 2015 angepeilt wird, präsentiert Ford eine besonders exklusive Premium-Ausstattungslinie. Mit diesem Modell soll ein einzigartiges Produkterlebnis geschaffen werden, bei dem anspruchsvolles Design mit erstklassiger Material- und Verarbeitungsqualität kombiniert wird. Innovative Technologien ergänzen den Vignale.

FORD Vignale 26 Premium Konzept Mondeo IAA

Einen weiteren Ausblick aufs kommende Modelljahr 2015 gewährt der neue Ka Black & White. Das neue Sondermodell basiert auf der Ausstattungslinie Titanium und bietet zur serienmäßigen Metallic-Lackierung „Midnight-Schwarz“ farblich abgestimmte Stoffpolster und ein Lederlenkrad. Spezielle Dekorelemente zeichnen den neuen Ford Ka ebenfalls aus.

SAMSUNG CSC

Ebenso fortschrittlich geht der neue EcoSport, der pfiffige Lifestyle-SUV im Offroad-Look mit drei Motoren – zwei Benziner und ein Diesel – an den Start. Auf Benziner-Seite: Der direkt einspritzende 1,0-Liter-EcoBoost Dreizylinder mit 125 PS und ein 1,5 Liter großes Ti-VCT-Triebwerk mit 112 PS. Wer Diesel bevorzugt, dem empfiehlt sich der neue 1,5-Liter-TDCi mit 90 PS. Maßstäbe setzt auch der neue Tourneo Courier. Außen kompakt, innen groß, dabei vorbildlich sparsam und sicher. Bei einer Länge von nur 4,16 Metern wartet er mit jede menge Platz im Interieur für bis zu fünf Personen auf. Mehr als 700 Litern sind da drin.

Welches Fahrzeug am besten bei den Messebesuchern ankommen wird, wird sich zeigen.

 

Citroen C-XR Concept: Kompakter SUV mit jeder Menge Sportlichkeit

Der SUV-Markt boomt auch in China. Verständlich wenn dort jeder Autohersteller mitmischen wollen. Citroen schickte auf der Auto China 2014 in Peking den C-XR Concept ins Rennen und erhofft sich damit, so einige asiatische Marktanteile einzusacken. Die Kooperation mit der Dongfeng Motor Group hat sich damit gelohnt, denn das erste SUV vereint Komfort mit Sportlichkeit in einem gelungenen Corssover-Design.

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Der 4,26 Meter lange, 1,79 Meter breite und 1,56 Meter hohe Franzose kommt dank Radstand von 2,56 Metern mit besonders großzügigem Innenraum daher. Der VW Tiguan lässt grüßen. Sein kompaktes und wiedererkennbares Design mit SUV-Charakter weist harmonische Proportionen und eine bewusst gewählte Linienführung auf, die seine Sportlichkeit betonen sollen. Ein breit verchromter Kühlergrill prägt zusammen mit den Scheinwerfern und den LED-Tagfahrleuchten die markante Front. Durch die zusätzlichen Doppelendrohre und der enormen Bodenfreiheit soll echtes Offroad-Feeling aufkommen. Dank „Grip Control“ kommt man auch in unwegsamerem Gelände nie aus dem Tritt. Das Citroen-Logo umschließt die gesamte Front und verleiht dem SUV aus französisch-chinesischer Kooperation ein markantes Aussehen.

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Dank eines flach abfallenden Daches entsteht die Silhouette eines Coupés. 3D-Rückleuchten verleihen dem Heck Volumen und Dynamik. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Crossover-SUV Peugeot 2008 ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Unter der Haube leistet ein 1,6-Liter-Turbobenziner seinen Dienst und presst bis zu 200 PS auf die 17-Zoll-Räder. Geschaltet wird per Automatik, wie es sich für ein urbanes Fahrzeug gehört. Man möchte es in der Stadt ja auch bequem haben.

Markstart ist für 2015 anvisiert und der Citroen C-XR Concept könnte es sogar bis nach Europa schaffen. Wie viel er kosten soll, darüber schweigen sich die Franzosen allerdings noch aus.

Lexus NX: Jetzt wird’s Kompakt

Lexus erreicht mit seiner neuesten Serienversion des NX ein neues Level und steigt damit in das wachsende Segment der Kompakt-SUV ein. Basierend auf dem Konzeptfahrzeug LF-NX wirkt der kleine Kompakte sehr hochwertig und dürfte im Großstadtdschungel so manche Blicke auf sich ziehen. Seine betont kantigen Linien sorgen für einen ordentlichen Auftritt des Offroaders. Ein markentypischer Diabolo-Kühlergrill, der bis hoch in die Motorhaube gezogen ist, sorgt für die nötige Durchsetzungskraft. Diese setzt sich auch im Heck markant fort. Flache LED-Scheinwerfer mit abgesetzten LED-Tagfahrlichtern verleihen ihm dabei einen betont aggressiven Blick, der im Rückspiegel der anderen für den nötigen Wiedererkennungswert sorgen wird. Laut Lexus bietet der NX zudem noch den größten Gepäckraum seiner Klasse und somit großzügige Gepäckmitnahme.

Luxuriöses Shopping im Großstadtdschungel? Ja, bitte!

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Fahrinsassen finden in bequemen Sportsitzen Platz und dürfen sich von einem neuen Bedienkonzept faszinieren lassen. Im NX kommt anstelle des Lexus-typischen Mauszeigers, ein Touchpad zum Einsatz. Ein Breitbild-Infotainment-Monitor steht frei und wirkt dabei wie ein kleiner Flachbild-Fernseher. Nur hochwertige Materialien wie mattes Holz und zweifarbiges Leder samt farblich abgesetzten Nähten kommen hier zum Einsatz. Im Fond ist für ausreichend Platz gesorgt, sodass sich auch Sitzriesen im neuen NX wohlfühlen. Überall findet sich die klassische Lexus Designsprache L-finesse weg vom futuristisch anmutenden Concept Car. Zusätzliche hochwertige Details wie eine Analoguhr zwischen den Lüftungsgittern und die elektrisch betriebene Heckklappe werten den Edel-Kompakten nochmals zusätzlich auf.

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Was die technischen Daten anbelangt, so wollten die Japaner nicht so recht damit herausrücken. Fakt ist, dass der Lexus NX mit zwei Benzinmotoren (ein Sauger und ein Turbo) sowie mit einem Hybrid-Motor (NX 300h) zu haben sein wird. Dieser besteht aus einem Atkinson-Benzinmotor mit 2,5-Liter-Hubraum, einem Generator, einem Elektromotor und natürlich einer Hybridbatterie. Der vermutlich aus dem Lexus IS 300h übernommene Motor bringt es auf stolze 223 PS. In Deutschland wird das edle Gefährt wohl hauptsächlich als Hybrid mit einem 2,5-Liter-Vierzylinder und einer Leistung von rund 200 PS auf den Markt kommen. Zusätzlich kann man noch zwischen einem Front- und einem Allrad-Antrieb wählen. Ebenfalls vorgesehen für den deutschen Markt ist ein neuer Zweiliter-Turbo, der auf knapp 240 PS gepusht wird. Eine 6-Stufen-Automatik drückt hier die Kraft auf die Räder.

Ab wann und für wie viel es den sportlichen Crossover geben wird, ist noch nicht bekannt. Man darf also gespannt sein, wann der eigentümliche Edel-Kompakte auf den Markt geworfen wird.

Impressionen von der Autoshow in Peking – 2014

Peking: Messe-Babes 2014

Auch in China spielen Frauen die zweit wichtigste Rolle auf einer Automobil-Messe. In Peking öffnet am 23.April die Peking Autoshow ihre Pforten. Doch bereits an den Presse-Tagen platzen die Hallen aus allen Nähten. Dazwischen – die Neuheiten (Mercedes-Benz MLC), absurde Kreationen aus der chinesischen Automobilküche und natürlich die Schönheiten auf zwei Beinen:

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Peking: Mercedes-Benz MLC – Crossover-Studie

Mercedes-Benz präsentiert in Peking die Studie einer neuen, besonderen, Fahrzeuggattung. Für den schwäbischen Automobil-Hersteller stellt der Mercedes-Benz MLC eine völlig neue Baureihe dar. Derzeit wird der MLC noch als Konzeptfahrzeug präsentiert, eine Serienfertigung gilt jedoch als beschlossen.

Mercedes-Benz MLC – Concept Coupe SUV

Mit einem neuen Bi-Turbo V8, dem für Offroader obligatorischen Allradantrieb, einer neuen 9-Gang Automatik und dem aktiven Fahrwerk Airmatic ausgerüstet, ist der MLC nicht nur optisch eine „Eierlegende Wollmilchsau“, sondern auch im technischen Bereich mit allem ausgerüstet was derzeit modern und obligat in diesem Segment ist.

Die ersten „live Fotos des MLC“ von der Autoshow in Peking:

 

Peking: Land Rover stellt Discovery Vision Konzeptfahrzeug vor

An dieser Stelle hätte nun das neue Land Rover Konzeptfahrzeug „Vision Discovery“ stehen sollen. Leider gab es Presse-Mappen und mehr Infos über das Fahrzeug nur für „invited media“. Und damit war der Messestand von Land Rover für mich dann auch erledigt. Macht aber nichts. Gegenüber stellt Mercedes den MLC vor, ein Fahrzeug, dass Coupe-Style und Offroad-Talent unter nur eine Blechhülle packen soll. Mehr zum Mercedes-Benz MLC dann im nächsten Artikel.

Mercedes-Benz MLC Studie – Bildergalerie hier

Mercedes MLC Studie Peking

 

 

 

mercedes mlc studie peking 2014 von hinten

 

New York – Autoshow – DieVorschau

Die New York Autoshow (18. April – 27. April) wirft ihre Schatten voraus. Die ersten Hersteller haben ihre Highlight angekündigt:

New York – Autoshow 2014

BMW wird das M4 Cabrio der Weltöffentlichkeit präsentieren. 

Wie die Version mit Blechdach, wird auch der M4 mit dem grenzenlosen Open-Air Vergnügen von einem 431 PS starken drei Liter Reihensechszylinder befeuert. Mit 550 Nm bringt der Turbo-Benziner sein ganz eigenes Tiefdruck-Gebiet mit. Während das Klappdach bis 18 km/h binnen 20 Sekunden öffnet, spurtet das M4 Cabrio binnen 4.4 Sekunden von Tempo 0 auf 100 km/h.

SUBARU zeigt den neuen Outback

Eine weitere Weltpremiere wird bei SUBARU auf dem Stand stehen. Der neue Outback. Während bislang keine weiteren Infos vorhanden sind, weder Preise noch Motoren, wird man auch mit der Präsentation auf dem deutschen Markt nicht vor 2015 rechnen können. Sicher ist: Es wird ein Allradler mit Boxermotor 😉

KIA präsentiert einen neuen MPV

Mehr Infos? Wie beim SUBARU bislang Fehlanzeige.

 

..to be continued.. Sobald es neue Informationen oder mehr Hintergründe gibt, werde ich diesen Artikel mit den frischen Infos auffüllen.

 

 

Genf 2014: Galerie Skoda Vision C

Genf 2014: Skodas Coupè-Studie – mehr als eine Vision

Die Weltpremiere des Skoda VisionC steht für den nächsten Evolutionsschritt in der Formensprache der Marke Skoda. Gemeinsam mit dem Debut der Octavia-Modelle Scout und der Monte-Carlo-Sondermodellen vom Yeti, Rapid Spaceback und Citigo, bildet der Vision C den Höhepunkt des Genf-Auftritt der Marke.

Den Vision C stellt Kollege Hoenkhaus in einem Video vor:

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smart forjeremy

Manchmal schweige ich zu Autos. Nicht oft, aber es kommt vor.  So zum Beispiel, wenn ich das Gefühl habe, ich verstehe davon nichts. Das passiert zum Beispiel bei „merkwürdigen“ Design-Studien, oder wenn es um Lifestyle-Fahrzeuge geht, die vor allem nur noch eines sind: Lifestyle.

smart forjeremy

Der auf der Autoshow in L.A. vorgestellte „Flügel-Smart“ war so ein Fall.  Jeremy? Damit konnte ich erst einmal gar nichts anfangen. Jeremy kenne ich nur einen: Den Jeremy Clarkson von TopGear und ich war mir sehr sicher, dieser Jeremy will ganz bestimmt keinen smart und er will den auch ganz bestimmt nicht auf der L.A. Autoshow bekommen.

Wer ist Jeremy?

Zum Glück habe ich in meinen Kontakten auch chromjuwelen-Fans mit sehr liberalen Einstellung zu abgedrehten Automodellen. 🙂 Bevor also noch die Medienwelle über die Online-Seiten schwappte, wurde ich darüber aufgeklärt, um welchen Jeremy es geht. Jeremy Scott.

Nun – das hat mir auch wieder ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht geholfen. Also google angeworfen und heraus gefunden: Jeremy Scott ist ein „Künstler“ um genauer zu sein, ein US-Pop-Designer. Nun kann man natürlich sagen, das ist in etwa ähnlich wertvoll wie ein Diät-BigMac, aber in den USA funktioniert Lifestyle nun einmal so.

Jeremy Scott durfte sich also aus „Marketing-Gründen“ an einem smart austoben und noch bevor ich in den Gedanken den Satz zu Ende gesprochen hatte: “ Das hat Hayeks Erbe nicht verdient“ – bekam ich auch schon die ersten Fotos des „Designer-Schmuckstücks“ zu Gesicht.

smart forjeremy, 2012

Was soll ich sagen? Vermutlich ist es diplomatisch, wenn ich einfach gar nichts sagen. Ich habe keine Ahnung von Kunst. Lifestyle und Pop-Kultur finde ich lächerlich unwichtig. Ich mag Autos. Doch deren Sinn ist es imho: Bestmöglich Leistung und Qualität in ein, dem Nutzen folgenden, besonders attraktiven Äußere zu präsentieren. Der „smart forjeremy“ ist jedoch einfach nur ein Elektro-Smart der, sobald das Scheinwerferlicht ausgeht, den Automobilen Suizid einfordern wird.  Armes Kerlchen.

Aber ich mag die Marke smart grundsätzlich – ich bin lange genug selbst einen smart gefahren und da ich von Lifestyle nun einmal keine Ahnung habe, habe ich einfach erst einmal nichts zu diesem vierrädrigen Fauxpas geschrieben.

Nun hat allerdings „Deutschlands meister Autojournalist“ auf spiegel-online einen Beitrag veröffentlicht und es war mir eine Wohltat, diesen sehr differenzierten Artikel zu lesen. Auch wenn ich von der Arbeit des Thomas Geiger üblicherweise nicht angetan bin – sein Text-Output ist einfach zu gewaltig um das noch anerkennen zu können – so kann ich mir in diesem Fall förmlich vorstellen, wie er genüsslich auf dem Rückflug von L.A. – einfach mal etwas geschrieben hat, was von seinem „Standard-Tagwerk“ abweicht. Das wiederum finde ich gut – wenn auch albern, weil es wieder einmal unter diesem dämlichen Synonym veröffentlicht wurde.