24h in Spa 2014 – Eine Rückschau

24h-Rennen sind das Salz in der Motorsport-Suppe. Und um bei diesem Vergleich zu bleiben: Wenn man auf einer Rennstrecke neben der olfaktorischen-Melange des Motorsports, gebildet aus verbranntem Gummi, warmen ausdünstendem Motoröl, unverbranntem Kraftstoff und dem süßlichen Dampf von belasteter Kupplung und gestresster Bremsbeläge noch den Geruch von frischen Waffeln und fettigen Pommes wahrnimmt, dann ist man in Spa.

Spa-Franchorchamps im Herzen Belgiens, gerne als die Ardennen-Achterbahn bezeichnet und im Herzen der alten Boxengasse bereits ein pittoresker Ort der Erinnerungen, zur gedanklichen Einkehr an die großen Rennen des letzten Jahrhunderts und weniger ein Rahmen für die Langstrecken-Rennen von High-Tech-GT-Fahrzeugen. Doch Spa ist mehr als nur eine alte Boxengasse, eine schlecht gepflegte Infrastruktur und ein, famos über die Ardennen gelegtes, Asphaltband. Spa ist Kult.

Und 24h-Rennen sind es dort auch.

24h Spa 2014 – Total24hours

Kein quattro, aber ein Tripple!

Audi feiert den dritten Sieg bei einem 24h-Rennen.

Spa ist ein Abenteuer. Ein rasend schnelles. Und ein „altes“ dazu. Die alten Boxenanlagen und die Zuschauer-Toiletten an der alten Haupttribüne gehen glatt als Zeitzeugen für die 90 jährige Geschichte durch, die man hier in den Ardennen in diesem Jahr feierte. Doch das sind nicht die Hauptdarsteller der High-Speed-Party. Es ist das Rennen an sich.

Das Feld der 24h in Spa ist deutlich überschaubarer als beim Eifel-Klassiker, dafür reinrassig von GT3-Rennern gebildet die ansonsten in der Blancpain-Endurance Series unterwegs sind. Unterteilt werden die Teilnehmer in drei Klassen: Die Profis in der GT3 Pro Cup-Klasse, den erfahreneren Amateuren in der Pro-Am und den reinen Herrenfahrern im Gentlemen-Cup.

Für das 24h-Rennen 2014 waren in Spa 61 Teams gemeldet, die größte Startgruppe bildete dabei die Pro-AM Klasse in der sich die Fahrerpaarungen nach den Klassen des SRO durchmischen müssen. Das ist alles ein wenig kompliziert, am Ende bleibt es jedoch unterhaltsam.

Das Starterfeld

Der „Belgian Audi Club“ brachte drei Audi R8 LMS ultra an den Start. Alle drei Fahrzeuge glänzten mit interessanten Fahrerpaarungen. Frank Stippler, Christopher, Mies, Andre Lotterer, Marcel Fässler, Rene Rast, Markus Winkelhock, Laurens Vanthoor, Benoit Treluyer und James Nash gingen für die Marke Audi an den Start. Ganz klar mit Favoriten-Rolle angereist, die zwei BMW von MarcVDS. Auch hier war man nicht minder gut besetzt: Maxime Martin, Augusto Farfus, Jörg Müller, Lucas Luhr, Dirk Werner und Markus Paltalla sollten für die BMW Sports Trophy-Truppe in das Rennen starten.

Neben den Audi R8 startete eine zweite Konzern-Marke. Nein, die Rede ist nicht von Porsche. Die ließen sich in Spa vom Team Manthey vertreten und das auch nur kurz – sondern von Bentley. Der Continental wird eigentlich nicht mit einem Rennwagen verwechselt, anders als einem dies eventuell mit dem ähnlich bulligen Nissan GT-R GT3 passieren könnte und dennoch hat Bentley ein eigenes GT3 Programm auf die Beine gestellt. Denn der Motorsport gehört zu den Charakter-Eigenschaften der britischen Marke, wie der Big Ben zu London. Und Big Ben ist dann auch der Name, der mit zuerst einfiel, als ich die Bentley GT3 zum ersten Mal durch Eau Rouge donnern sah. Big Boys named Ben – running throuh the Ardennes

Zurück zum Starterfeld:

Über mangelnde Abwechslung konnte sich niemand beklagen. Neben den drei Audi R8 standen drei McLaren MP4-12C, vier Mercedes SLS, die zwei MarcVDS Z4, die zwei Bentley und ein Aston Martin in der Top-Klasse zur Disposition. In der noch stärker besetzen Pro-Am Cup wurde das Feld noch bunter.

Zahlreiche Ferrari 458, zwei Nissan Nismo GT-R, weitere R8 und Z4, ein Jaguar und ein Lamborghini LP600 sorgten für erhöhten Blutdruck bei den Motorsport-Fans. In der Gentlemen-Trophy waren es dann die Ferrari 458 die den Ton angaben. Gleich 8 Stück sollten hier die 24h-Hatz angehen. Oder sollte ich sagen: Wollten?

24h-Spa-Das Rennen

Wer dachte, der Nürburgring hätte ein Problem mit Kernschrott, der stand ab Rennstunde zwei bis Rennstunde sechs mit offenem Mund an der Rennstrecke.

Den Anfang macht der Ferrari 458 mit der Startnummer 100. Ein ordentlicher Abflug am Ende der Eau Rouge sorgte für ein frühes Renn-Ende des Ferrari und die erste Safety-Car Phase. Am Steuer saß zum Zeitpunkt des Abfluges der Russe Maleev. Wenn gleich der 458 relativ blind für die anderen Rennfahrer auf der Kuppe der Eau Rouge lag, so ging doch in der Folge alles gut aus. Kurz nach dem Re-Start war dann der Ryan Racing McLaren mit der Startnummer 101 der nächste, der für Gelb – Safety-Car und Kernschrott sorgte. Während man beim ersten Abflug noch über das Talent diskutieren konnte, saß hier der McLaren Werkspilot Tim Mullen am Steuer. Was den – vermutlich stark abgekühlten und damit ursächlichen – Pirelli-Rennslicks jedoch egal war. In der Blanchimont verlor Tim Mullen die Kontrolle über den MP4-12 und landete heftigst in der Streckenbegrenzung.

Und auch nach dieser Safety-Car Phase dauerte es nicht lange, bis der nächste abflog. Dieses Mal wieder in der Eau Rouge und noch ein McLaren. Die Startnummer 15 mit Karim Ojjeh  verusachte die dritte Safety-Car Phase in kurzer Abfolge. Als die Sonne über den Ardennen unterging, musste man Angst um das restliche Feld haben. Sollte es so weiter gehen? Dann würde vermutlich niemand die Zielflagge sehen.

Und auch nach der dritten Safety-Car Phase dauerte es nicht lange bis zur nächsten Renn-Unterbrechung. Wieder die Eau Rouge, wieder ein Ferrari. Am Steuer des AF Corse 458 der Kanadier Andrew Danyliw. Doch anders als einige Stunden zuvor bei Maleev, sorgte der Abflug in der Radillion für einen heftigen Folge-Crash. Vier weitere Fahrzeuge wurden in den Unfall verwickelt, keiner davon konnte am Ende weiterfahren.  Und wieder gab es eine Safety-Car Phase, Nummer vier um genau zu sein.

Nachdem diese Safety-Car Phase beendet war, blieb es für einige Minuten bei einem normalen Rennen – bis ein weiterer Crash für offene Münder rund um die Strecke sorgte. Dieser Crash war jedoch heftiger als die vorangegangen und wieder waren zwei Herrenfahrer auf ihren F458 beteiligt.

Im Bereich der Stavelot knallten die Startnummer 333 und 111 zusammen. Der Ferrari von von GT Corse (333) stand danach in Flammen, der Fahrer (Vadim Kogay) konnte sich jedoch selbst befreien. Der Neuseeländer Marcus Mahy hatte jedoch nicht ganz soviel Glück. Bewusstlos hing er in den Sitzgurten des Ferrari 458. Der Unfall führte zu einem Rennabruch und einem Rettungshubschrauber der anstelle der Rennwagen auf die Rennstrecke kam. (Mahy soll es mittlerweile wieder besser gehen…)

Nach dem Rennabruch und dem gut eine Stunde später folgenden Neustart, entwickelte sich dann langsam so etwas wie ein Auto-Rennen. Wobei nicht nur die verbleibende Rennzeit, sondern auch die Rundenzeiten der Top-Fahrzeuge nicht an ein Langstrecken-Rennen erinnerten. Es war vielmehr ein brutal langes Sprint-Rennen. Die Audi R8 und die MarcVDS BMW dominierten die Spitzenpositionen.

Die HTP-Mercedes SLS spielten, trotz eines Bernd Schneider auf der Startnummer 84 keine große Rolle. Neben Bernd Schneider saß Primat auf dem Stuttgarter-Viech, aber Fahrer Nummer drei und auch die drei Fahrer auf der Startnummer 85 waren nicht ganz in der Leistungsklasse des DTM-Meisters zu Hause. Schwesterauto Nummer drei (#86) wurde zwar von SLS-Profis Maximilian Buhk und Götz gelenkt, aber auch hier war der dritte Fahrer nicht ganz in der Gewichtsklasse der Profis zu Hause.  Die Rundenzeiten der HTP-SLS blieben so im gesamten unter den Möglichkeiten.

Über die angedachten Möglichkeiten hinweg, ging Rene Rast. Nachdem sein Co-Pilot Nummer zwei, Laurens Vanthoor, der Pole-Fahrer des Trainings, über Nacht mit Übelkeit zu kämpfen hatte, teilte er sich im Prinzip das Cockpit des Sieger-R8 mit Markus Winkehock. Doppel-Stints und längere Boxen-Pausen, sowie ein größerer Verschleiß der Bremsen konnten nicht verhindern, dass der R8  #1 in einem Herzschlag-Finale als erstes über die Ziellinie ging. Von den 24-Stunden, kämpften der MarcVDS BMW mit der #77 und der R8 mit Rene Rast, locker 6 Stunden Kopf an Kopf.

Und so gehen die 24-Stunden von Spa 2014 nicht nur als Crash-Derby in die 90-Jährige Geschichte des Kurses ein, sondern auch als eines der spannendsten 24-Stunden-Rennen die man jemals bei Waffeln und Pommes erleben konnte.

 Impressionen aus der Eau Rouge:

Und die vollständige Galerie der 24h von Spa:

24 Stunden Spa 2013

Nach Le Mans und dem 24h-Rennen am Nürburgring ist der 24h-Klassiker von Spa-Franchorchamps der dritte Höhepunkt im Kalender der Langstrecken-Freunde.

Während in Le Mans vor allem die Sport-Prototypen die ganz großen Geschichten schreiben und am Nürburgring die GT3-Klasse das Maximum darstellt, sind in Spa die GT3-Renner die einzige Klasse. Unterschieden wird in Spa nach drei Kategorien, die nicht nach den Fahrzeugklassen unterteilt sind, sondern nach den Fähigkeiten der Fahrer.

Pro Cup stellt die Top-Klasse mit erstklassigen Rennfahrern dar. Darunter rangiert die Pro-AM Cup Klasse mit gemischten Piloten-Teams. Darunter wiederum die „Gentlemens-Driver Klasse“ mit Rennfahrern, die eher dafür bezahlen ein Rennen fahren zu dürfen, als dafür bezahlt zu werden.

Blancpain Endurance Series 2013 24H Spa

Rennstart ist heute um 16.30h und wer nicht live vor Ort in Spa sein kann, der freut sich vermutlich über die Möglichkeit, dieses Rennen auch im Internet verfolgen zu können.

http://www.blancpain-endurance-series.com/pages/live Hinter diesem Link findet sich der Livestream.

Termin notieren: 24h in Spa-Francorchamps!

Die Rennstrecke von Spa-Francorchamps ist an sich schon geil – wirklich unerträglich wird die Faszination für diese Ardennen-Achterbahn, wenn dort 24 Stunden lang die Motoren der GT-Königsklasse dröhnen.

24h-Rennen – Die „Total 24 Hours of Spa“.

Total 24 Hours? Bei uns weniger bekannt, der französische Mineralöl-Gigant Total – in Frankreich aber eine echte Nummer und weltweit das achtgrößte Industrie-Unternehmen überhaupt.  Spa-Francorchamps wiederum liegt in Belgien und wenn man sich das kleine Belgien anschaut, dann auch noch in der Provinz Lüttich, die dem wallonischen Teil zugerechnet wird und wo man üblicherweise französisch spricht. Weshalb also ein Mineralölriese aus Frankreich dem Rennen seinen Stempel aufdrückt – dürfte nun klar sein 😉

Das Rennen in Spa ist nach dem Langstrecken-Klassiker in LeMans und dem Tourenwagen-Highlight am Nürburgring der dritte wichtige Termin für echte Motorsport-Fans. Ich selbst werden die 24-Stunden von Spa live vor Ort begleiten und freue mich bereits auf dieses Ardennen-Abenteuer.

COME ON FEEL THE NOISE!

So lautet der Aufruf der Veranstalter in englisch. Und was man zu hören bekommt ist „Noise in Excellence“ – GT3-Rennwagen deren Sound nicht nur über das Trommelfell hörbar ist, sondern auch über das wummern an der Strecke, direkt gespürt werden kann.

Motorsport ist vor allem dann geil – wenn man live vor Ort an der Strecke ist!

Wer den Weg nach Spa-Francorchamps sucht, der sollte sich auf Google-Maps orientieren:

Größere Kartenansicht

Von Köln aus sind es knappe 130 Kilometer und von Frankfurt am Main 315 Kilometer. Die Atmosphäre vor Ort ist einzigartig und kann nur mit den Klassikern von LeMans und dem 24h-Rennen am Nürburgring verglichen werden.

2013 wird zum 65. mal in Spa zweimal rund um die Uhr gefahren – erwartet werden mehr als 70 GT-Sportwagen und ein Feld von mehr als 240 Weltklasse-Rennfahrern.

Termin merken: Vom 24. bis zum 28.  Juli  wird es auf der Ardennen-Achterbahn rund gehen! 

(Vorläufig!)Aktuelle Teilnehmerliste:

ASTON MARTIN
Beechdean AMR
GPR AMR

AUDI
Belgian Audi Club Team WRT
Phoenix Racing
Sainteloc Racing
United Autosport

BMW
Marc VDS Racing Team
Vita4one Racing Team
Schubert Motorsport
TDS Racing
ROAL Motorsport
DB Motorsport

FERRARI
Kessel Racing
Vita4one team Italy
SMP Racing
Insight Racing with Flex-Box
MTECH
AF Corse
Team Ukraine
SOFREV ASP
Sport Garage

LAMBORGHINI
Blancpain Racing
Blancpain Reiter
GRT Grasser Racing Team

MCLAREN
Hexis Racing
ART Grand Prix
Boutsen-Ginion
Gulf Racing
MRS GT Racing
Von Ryan Racing

MERCEDES
Black Falcon
Preci-Spark
HTP Motrorsport

NISSAN
JRM Racing
Nissan GT Academy Team RJN

PORSCHE
Prospeed Competition
SMG Challenge
Fach Auto Tech
Manthey Racing
Haribo Racing
Pro GT by Almeras
Delahaye Racing
ARC Bratislava
Porsche Lorient
Alfab Racing
Timbuli Racing

Blogger roadtrip Citroen

Citroën Blogger Roadtrip

Der zweite Blogger Roadtrip war noch keine 20 Minuten vorbei, da wollte ich bereits wieder zurück auf die Strecke. Nicht weil wir auf diesem Trip zu wenig gefahren wären – nein – mit über 3.200km haben wir die Distanz klar über erfüllt, nein, es waren diese wunderbaren Momente die mir spontan gefehlt haben.

3 Tage, 3 Fahrzeuge, 3.000 Kilometer

Der zweite Blogger Roadtrip

Der erste Roadtrip hatte einen klaren Fokus auf dynamische Strecken und extrem dynamische Fahrzeuge. Beim zweiten Roadtrip hatte ich den Fokus auf „Reisen statt rasen“ und mit Citroën hatten wir auch hier wieder einen extrem gut passenden Partner. (Der erste Roadtrip mit Porsche und den sehr fahraktiven Strecken quer durch die Alpen ist „hier“ nach zu lesen.)

Mit dem französischen Automobil-Hersteller Citroën musste die Streckenwahl natürlich auch über die Mautpflichtigen „Autoroute“ der „Grand Nation“ führen.  Und um zu verstehen wie groß unser Nachbarland ist, gab es nur eine Möglichkeit: Die Nord-Süd Durchquerung. 

Gestartet wurde wieder – wie beim ersten Road-Trip – an der Heimat-Adresse des beteiligten Automobil-Herstellers. Im Falle des Importeurs Citroën war das: KÖLN.

Von der Jecken-Hochburg im Westen Deutschlands führte die erste Etappe, am ersten Tag, quer durch Belgien zur traditionsreichen Rennstrecke: „Spa-Francorchamps“. Die über die Grenzen von Belgien bekannte Gastfreundschaft von Parkplatz-Einweisern sorgte dann zwar dafür, dass uns ein erstes Gruppen-Foto mit der Rennstrecke als Hintergrund verwehrt blieb – aaaaber – dank meiner (wiedermal /sic!) perfekten Teilnehmerwahl konnten wir auf das Fachwissen von Tom Schwede zurück greifen (ein alter Motorsport-Intimus) und uns noch eine ruhige Foto-Location mit Rennstrecken-Hintergrund sichern.

Citroen Roadtrip Spa

Da bereits am ersten Tag eine Etappe von knapp 900 km auf dem Programm stand, waren die Fotopausen extrem kurz gehalten. Und so gab es auch beim Citroën Roadtrip das gleiche Bild, wie beim Porsche Roadtrip: Wann immer wir hielten, sprangen 7 Blogger aus den Fahrzeugen und suchten spontan nach den besten Blickwinkeln.

Citroen Roadtrip Blogger

Das Tages-Ziel war ein kleiner Ort an der Französischen Kanal-Küste: Ouistreham. Der Abend klang bei einer landestypischen Speise aus. Für mich war es: „Broiler“ mit Chips. Oder wie der Franzose sagt: „Poulet et des Frites“.

Und ja – ich habe bereits besser gegessen und war still und heimlich mit dem Handy beschäftigt um heraus zu finden, wo die berühmte US-Burgerkette „McD“ wohl die nächste Niederlassung versteckt hielt. (Es müsste eigentlich entlang der Normandie gerade zu wimmeln von Burger-Bratern. Oder?)

Egal – die Laune am Tisch stieg mit meiner Ankündigung für den nächsten Tag:

1.200 km quer durch Frankreich – Vom Kanal bis hinab an die Coté

Hört sich erst einmal unspektakulär an – bedenkt man das Tempolimit auf den französischen Autobahnen, die ständigen Maut-Stationen und den Wunsch aller Beteiligten, immer mal wieder für Foto-Stops anzuhalten, wird einem aber schnell klar – weswegen der Start auf 7 Uhr gelegt wurde. Wir wollten doch am Ende immer noch im Sonnenlicht ankommen.

Was gibt es schöneres als den Sonnenuntergang im mondänen Küsten-Städtchen Nizza zu erleben? Eben – und so war Eile angesagt.

citroen roadtrip ds4

Dank der disziplinierten Truppe, extrem kurz gehaltenen Raucher- und Pinkel-Pausen, sowie dem ständigen Blick auf die „avisierte“ Ankunftszeit laut Navigationsgerät – kamen wir tatsächlich 15 Minuten vor dem Sonnenuntergang in Nizza an.

Unter der ignorierten Berücksichtigung aller Verbots-Schilder haben wir die 3 Haupt-Darsteller des Roadtrips kurzerhand vor dem Steinstrand und dem dahinter liegenden Mittelmeer drapiert und alle waren froh, mit digitalen Fotoapparaten zu arbeiten.  Man erinnere sich nur an den Zeitverlust beim auswechseln der alten Filmdosen 😉 – Dank der sehr interessierten Promenaden-Besucher war es eine wirkliche Herausforderung, mal eben ein paar „Fahrzeug-Fotos“ zu knipsen. Ohne Jogger, Radfahrer, Kinderwägen, 70 Jährigen Lebedamen und ignoranten Gehweg-Paparrazis mit auf das Foto zu bekommen.

Citroen Nizza Promenade

Nie zuvor habe ich in meinem Leben derart viele Citroën auf einer Autobahn gesehen, wie auf der Autoroute von Paris nach Lyon. Es ist mir direkt unheimlich geworden.

Zugleich hatte ich am ersten Abend – nach über 1.200 km Tempo limitierter französischer Autobahn, auch verstanden, was den Reiz eines Citroën ausmacht. Es ist diese Fähigkeit zum entspannten reisen. Am deutlichsten konnte man dieses Talent im häufig unterschätzten Citroën C5 erleben. Diese gnadenlose Ruhe im Fahrzeug, dieses wunderbare Hydropneumatik-Fahrwerk, die bequemen Sitze. Der C5 war für mich am Ende des gesamten Trips die absolute Überraschung.

Citroen c5 roadtrip

Bevor das Trip-Fazit gezogen werden konnte – lag jedoch noch ein Roadtrip-Tag und weitere 1.200 km Fahrstrecke vor den St0ßstangen. Und weil gegen Ende eines solchen Meilen-Marathons dann doch der ein oder andere die Lust verspürt einen fixen Endpunkt zu kennen – war auch die zweite Nacht auf dem Roadtrip eine eher kurze.

Kurz nachdem die Sonne über der Coté d’Azur begonnen hatte den Weg zum Höchststand am Firmament zu suchen, waren die 6 Blogger, die 3 Citroën und der ungnädige Organisator (*hust – ich*) wieder auf der Straße. Die Sonnenstrahlen über dem wundervollen blauen Meer, ein Himmel ohne jedwede Wolke und diese wunderbare Route zwischen Nizza und Monaco sorgten dann für den kurzfristigen Wunsch, nicht die Autoroute zu wählen, sondern möglichst nah am Meer zu bleiben.

Ich denke – wenn die anderen Blogger nur halb so viel Spaß und Lust an dieser kurzen Etappe zwischen kultiviertem Süd-Französischem Badeort und dem herrschaftlichen Stadtstaat Monaco hatten wie ich – dann hatten sich bereits alle gefahrene Kilometer bezahlt gemacht.

DS5 monaco

Monaco – Snobisten-Weltkultur-Erbe

Keine andere Stadt verkörpert für mich so wunderbar die Widersprüche in meiner eigenen Weltanschauung. Ich liebe diese exklusiv distinguierte Art des Lebens und verstehe zugleich in keinster Weise, wieso man sich so etwas überhaupt antun sollte.

Eventuell ist es einfach nur meine allererste Erinnerung an diese Stadt: Es ist schon viele Jahre her und es war im Sonnenaufgang – als ich zum ersten Mal über die Bucht von Monaco schaute – nach 12 Stunden Autobahnfahrt. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.

Roadtrip home

22:23 Uhr waren wir zurück in Köln – auf dem Parkplatz an der André-Citroën-Straße. Ursprünglich mal geplant war eine Ankunftszeit, so um 16 Uhr herum :). Die Schuld nun nur auf den Stau vor dem Gotthard zu schieben, die verfluchten Autobahn-Baustellen auf der A5 oder unsere Lust auf einen schnellen Burger kurz nach der Deutsch-Schweizer Grenze, wäre wohl unfair.

Am Ende war es für alle – trotz der enormen Kilometerleistung und den wirklich vielen Stunden im Auto – eine, mindestens „interessante“ Erfahrung der beteiligten Blogger gegenüber der Marke Citroën, mit vielen Chancen den französischen Automobil-Hersteller und seine Fahrzeuge völlig neu zu „er-fahren“.

Es waren tolle Routen dabei. Ein wunderbares Gefühl nach 12 Stunden Landquerung das Meer vor der Küste Nizzas zu erblicken. Gespräche mit mehr oder weniger viel Tiefgang und eine Gruppe die sich blendend verstand.

Bevor ich die Tage noch auf die 3 Fahrzeuge eingehe die uns von Citroën gestellt wurden, ein oder zwei Worte über ein wirkliche schlechtes Hotel in Köln,  2 mehr oder weniger schöne Hotels in Frankreich und „last but not least“ über die mit gefahrenen Blogger schreibe – will ich an dieser Stelle bereits den Partnern danken!

  • Danke an die „mutigen“ Blogger!
  • Danke an Citroën Deutschland!
  • Danke an Vodafone!

 

Eine Galerie meiner besten Fotos von diesem Trip befindet sich auf unserer „Facebook-Seite“

 

..schaut bald wieder rein, für mehr Infos über den Citroën DS4, den DS5 und den C5 – sowie über: Tom Schwede, Mario Lehmann, David Hoffmann, Peter Pölzlbauer, Daniel Bönninghausen und den Film- und Foto Experten Camillo Pfeil!

Blogger-Roadtrip 612 Citroen

 

Alle bis heute (28/09/) erschienen Beiträge zum RoadTrip:

  • http://www.rad-ab.com/2012/09/21/der-2-blogger-road-trip-ist-gestartet-mit-citroen-unterwegs/
  • http://passiondriving.de/2012/09/21/der-zweite-blogger-road-trip-ist-gestartet-vive-la-france/
  • http://www.trendlupe.de/archives/2442-Blogger-Road-Trip-Nummer-2-ist-gestartet!.html
  • http://www.autoaid.de/blog/es-geht-in-die-nachste-runde-blogger-road-trip-2-%E2%80%93-3-tage-3-neue-autos-6-neue-blogger-und-eine-unbekannte-3-000-kilometer-lange-strecke/
  • http://kickaffe.wordpress.com/2012/09/20/back-to-the-routes-blogger-road-trip-2-auf-dem-weg-nach-koln/
  • http://xyonline.de/2012/09/zweiter-blogger-road-trip-der-erste-tag/
  • http://xyonline.de/2012/09/zweiter-blogger-road-trip-der-zweite-tag/
  • http://xyonline.de/2012/09/zweiter-blogger-road-trip-der-letzte-tag/
  • http://www.smartpit.de/2-blogger-road-trip-erster-tag/
  • http://www.smartpit.de/2-blogger-road-trip-tag-2/
  • http://www.billigstautos.com/los-geht-es-mit-dem-zweiten-blogger-road-trip
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-es-geht-nach-frankreich
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-wir-sind-in-frankreich
  • http://www.billigstautos.com/zweiter-blogger-road-trip-der-erste-tag-geht-zu-ende
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-erstes-video
  • http://www.billigstautos.com/zweiter-blogger-road-trip-von-nord-nach-sud
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-tag-zwei
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-wir-nahern-uns-dem-ziel
  • http://www.billigstautos.com/zweiter-blogger-road-trip-wir-sind-in-nizza
  • http://www.billigstautos.com/zweiter-blogger-road-trip-dritter-tag
  • http://www.billigstautos.com/blogger-road-trip-sind-gleich-in-basel
  • http://www.billigstautos.com/2-blogger-road-trip-die-ubersicht
  • http://www.billigstautos.com/2-blogger-road-trip-1-tag