Bentley GT3: Im Luxusliner über die Nordschleife

 

 

 

Im hochkarätigen Starterfeld des ADAC Zurich 24h-Rennens findet der aufmerksame Beobachter so manchen Farbtupfer. Doch kaum einer zieht die Blicke der Fans entlang der Nürburgring-Nordschleife so auf sich, wie der knallgelb lackierte ABT Bentley Continental GT3, den Christian Mamerow mit seinen Fahrerkollegen pilotiert. Mit starken Leistungen in den bisherigen Saisonrennen auf der Nordschleife haben sie für Furore gesorgt.

Wenn sich die britische Nobelkarosse mit bulliger Optik und lautstarkem, dumpfen Grollen nähert, gerät jeder Motorsportbegeisterte ins Schwärmen. Das über 600 PS starke V8-Monster, das vom britischen Rallye-Experten Malcolm Wilson und seinem Team M-Sport entwickelt wurde, bereichert seit 2013 die weltweite GT-Szene und wird in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vom Team ABT Sportsline beim Langstrecken-Klassiker in der Eifel eingesetzt. „Wir nehmen das ’Projekt-Nordschleife’ mit voller Konzentration und Respekt, aber auch mit großer Vorfreude in Angriff“, sagt Geschäftsführer Hans-Jürgen Abt. Christian Mamerow (Waltrop), der das 24h-Rennen bereits 2014 im Phoenix-Audi gewinnen konnte, ist dieses Jahr neu im Fahrerkader der Mannschaft aus Kempten im Allgäu.

Professionelles Umfeld lockte den 24h-Sieger von 2014 an

„Nach einigen erfolgreichen Jahren mit Audi hat sich für mich das Angebot aufgetan, mit Bentley beim diesjährigen 24h-Rennen zu starten. Ich war auf der Suche nach einer professionellen Zusammenarbeit, und das war bei der Verbindung von Abt Sportsline und Bentley gegeben. Deshalb habe ich gesagt: ’Jawohl, da habe ich Lust drauf.’ Das ist eine neue Herausforderung für mich, die ich gerne annehme“, erläutert Christian Mamerow. „Für mich war ganz einfach wichtig, in einem professionellen Umfeld zu arbeiten, um so noch einmal die Möglichkeit zu haben, vielleicht das Rennen zu gewinnen“, betont der 32-Jährige. „Und diese Sieg-Chance hat man nur, wenn man mit einer werksunterstützten Mannschaft an den Start geht“, ist sich Mamerow sicher. Die Umstellung vom Audi R8 LMS auf den rechtsgesteuerten Bentley Continental GT3 war eine besondere Herausforderung für den Waltroper Profi-Rennfahrer. „Für mich war es natürlich auch spannend zu sehen, wie schnell ich mich umstellen kann“, verrät Mamerow. „Und ich muss sagen, dass ich mich schon nach kurzer Zeit im Auto wohlgefühlt habe. Natürlich hatte ich in den ersten Runden Probleme, im rechtsgesteuerten Bentley Linkskurven richtig einzuschätzen, und habe deshalb nicht nur mehrmals die Curbs getroffen, sondern auch einige Male die Grasnarbe geküsst.“

Mamerow über Abt: „Professionell und akribisch“

Dank des über 600 PS starken vier Liter V8-Bi-Turbo-Motors hat der britische Luxusliner einen enormen Vortrieb. „Die Leistungsentfaltung durch den Turbo ist gewaltig“, sagt Mamerow. Aufgrund seiner großen Stirnfläche hat der Bentley allerdings Nachteile in Punkto Endgeschwindigkeit. „Auch in langsamen, kurvigen Passagen tut sich unser Auto im Umlenkverhalten etwas schwer“, sagt Mamerow. „Trotzdem war ich sehr überrascht, wie gut sich der Bentley dennoch fahren lässt“. Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber auch in der langjährigen Erfahrung und in der Struktur des Abt-Teams, glaubt Mamerow. „Dort wird in allen Belangen unheimlich professionell und akribisch auf höchstem Niveau gearbeitet“, freut er sich. „Wir versuchen, aus unserem Paket das Beste herauszuholen, zählen aber sicherlich beim 24h-Rennen nicht zu den Top-Favoriten, da wir von allen Marken das älteste GT3-Auto im Feld haben“.

24h-Qualirennen: Starke Performance blieb unbelohnt

Bei der Generalprobe zum 24h-Rennen, dem ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen stand der Abt-Bentley mit der Startnummer #38, den sich Mamerow mit Christer Jöns (Ingelheim) und Jordan Pepper (Südafrika) teilt, in der Startaufstellung nur auf Platz 13 und schaffte es damit noch nicht in die Liste der Startplätze für das Top-30-Qualifying. Das Schwesterauto # 37 dagegen mit Christopher Brück (Köln), Nico Verdonck (Belgien) und Christian Menzel (Kelberg) hat sich durch Startplatz zehn bereits qualifiziert und bewies damit auch: Die Briten sind mit ihrer Performance bei der Musik. Auch im anschließenden 6h-Rennen auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nürburgring-Nordschleife lagen die beide Abt-Bentleys aussichtsreich im Rennen. Der Continental GT3 # 37 konnte sogar anfangs die Führung behaupten. Allerdings sahen beide Fahrzeuge nicht die Zielflagge, sondern schieden schon nach rund drei Stunden mit technischen Defekten vorzeitig aus. „Bei uns war es ein Turboladerschaden, der zum Ausfall führte“, erklärte Christian Mamerow enttäuscht. Jetzt hofft das gesamte Team auf mehr Glück beim 24h-Rennen …

Mansory Bentayga – Im Carbon-Rausch

Anfang November stellt Mansory auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas seine Interpretation des neuen Bentley-SUVs Bentayga vor. Ganz nach Art des Hauses kommt dieser alles andere als dezent daher.

Dank der Mansory-Überarbeitung wirkt der Bentley Bentayga muskulöser als im Serienornat
Dank der Mansory-Überarbeitung wirkt der Bentley Bentayga muskulöser als im Serienornat

Die Außenoptik des hochbeinigen Edelbriten wurde mit diversen Teilen aus Sichtcarbon deutlich auffälliger in Szene gesetzt. So hat der bayerische Tuner die Frontschürze durch eine martialischere Carbon-Variante mit zusätzlichen LED-Tagfahrlichtern ersetzt. Frontgrill und Motorhaube bestehen ebenfalls aus Sichtcarbon und prägen so das modifizierte Gesicht. Verbreiterungen in den Flanken, ein großer Heckspoiler, eine Heckschürze mit Diffusoroptik sowie zwei Doppelendrohre verleihen dem Bentayga optisch mehr Muskeln. Zudem hat Mansory das tiefergelegte Fahrzeug auf einteilige Gussräder mit 23 Zoll Durchmesser und breite 295er-Reifen gestellt.

Viel Aufwand hat Mansory bei der Aufwertung des Innenraums betrieben
Viel Aufwand hat Mansory bei der Aufwertung des Innenraums betrieben

Auch Antriebseitig wurde aufgerüstet. Der Zwölfzylinder leistet dank der Sportendschalldämpfer und neuem Motormanagement 515 kW/701 PS und 1.050 Newtonmeter Drehmoment. Parallel zur Leistungssteigerung um 93 PS erhöht sich auch die Höchstgeschwindigkeit das 2,5-Tonners von 301 auf 311 km/h.

Zudem gibt es mehr Leistung: Eine neue Motorsteuerung soll für eine Steigerung 608 auf 701 PS sorgen
Zudem gibt es mehr Leistung: Eine neue Motorsteuerung soll für eine Steigerung 608 auf 701 PS sorgen

Selbstredend hat Mansory auch dem Innenraum seine Note verpasst. So gibt es eine neue Lederausstattung, ein neues Sportlenkrad und ein Aluminium-Pedalset. (Mario Hommen/SP-X)

Mansory gibt Ausblick auf Bentayga-Tuning – Noch aufgemotzter

Für die meisten ist der Bentley Bentayga ein Auto der absoluten Superlative. Einigen wenigen könnte er hingegen noch als zu profan erscheinen. Deshalb arbeitet man beim Luxus-Tuner Mansory bereits fieberhaft daran, ein Veredelungsprogramm für den Über-Bentleys aufzulegen.

Was der in der Oberpfalz ansässige Tuner abfackeln wird, ist noch geheim. Doch ein erstes Bild deutet – ganz nach Art des Hauses – eine Motorhaube aus Karbon an. Das spart ein paar Kilo und verleiht dem Fahrzeug eine dynamische Hightech-Aura. Hinzu kommen selbstredend gummibedampfte, filigrane Leichtmetallräder, die wohl in Richtung 22 oder 23 Zoll tendieren dürften.

Mansory wird gewiss noch mit ein weiteren Superlativen protzen. Der deutsche Tuner ist jedenfalls erfahren darin, dem W12-Motor einige PS mehr aus dem Kreuz zu leiern. Gut möglich, dass das gepimpte Allrad-Monster die 700-PS-Marke knackt und dann sogar noch ein paar mehr als die werksseitig angegebenen 301 km/h drin sind. Ebenso dürfte auch der Preis in noch höhere Sphären abdriften. Schon die First Edition des Bentayga gab es für 330.000 Euro, das Basismodell soll 209.000 Euro kosten, zumindest letzteres benötigt man, damit der Tuner anfangen kann. (Mario Hommen/SP-X)

Pop Art für den guten Zweck – ein Bentley wird bunt

Dieses Cabrio ist eine Art poppiger Bentley Continental – wobei Art absolut ins Schwarze trifft. Die britischen Fahrzeughersteller haben keinen anderen als den Papst der Pop Art – Sir Peter Blake – gebeten einen Bentley Continental V8 S nach allen Regeln seiner Kunst zu gestalten. Was es damit auf sich hat? Sir Peter gehört zu den wichtigsten Künstlern des Genres und gestaltete seinerzeit das Albumcovers der Beatles-Platte „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club“. Am offenen Bentley konnte er sich nun ebenfalls austoben. Read more

Bentley Continental Speed GT Black Edition – Sportliche Wuchtbrumme

Wofür kennt man Bentley? Luxus, Prunk und Stil wird den meisten zuerst einfallen, Sportlichkeit eher weniger. Dabei gilt die englische Nobelmarke, besonders im Vergleich zu Rolls Royce als dynamisch – man denke nur mal an die Bentley-Boliden bei den 24 Stunden von Le Mans. Das wollen die beiden Briten, der überarbeitete Bentley Continental Speed GT und der Bentley Continental Speed GT Black Edition nun unterstreichen und mimen besonders sportliche Gran Tursismo. Read more

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

News: Bentley Flying Spur V8S – Die sportliche Seite des Luxus

Es ist nicht so, als hätte ein Bentley Flying Spur zu wenig Leistung. Allein die „kleinste“ Motorvariante liefert 507 PS an alle vier Räder. Etwas mehr leistet der neue Bentley Flying Spur V8 S und reiht sich damit zwischen der Einstiegsversion – wenn man das so sagen darf – und der Topmotorisierung, dem W12, ein. Dabei hat der V8 S den Charakter des Sportlers inne, wenn man bei einer Luxus-Limousine dieses Formats überhaupt davon sprechen kann. Aber dieser Flying Spur will von den drei Varianten am meisten das Fahrerauto sein, das von seinem Eigner auch gern mal selbst pilotiert wird, wenn er keine Lust hat hinten rechts zu sitzen. Read more

News: Bentley – Bugatti – Lamborghini – Die Drei für die Tankstelle

Die VW-Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini beflügeln die Phantasien und bereichern die Träume des gemeinen Volkes, auch wenn sie natürlich letztlich nur einer Handvoll wirklich gut situierter Menschen vorbehalten sind, die nun wirklich keine Zeit für Benzinpreisvergleiche hat. Auch auf der 66. IAA in Frankfurt vermitteln sie Leistung und Luxus der gehobenen Art.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.
Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht. Der Name ist Programm, erinnert an das Lied der verstorbenen Sängerin Alexandra, das von der Sehnsucht in der Taiga berichtet. Die sollen eine edelste Inneneinrichtung und satte 447 kW/608 PS wecken, die eine W12-Maschine aus 6 Liter Hubraum generiert. Je nach Betriebssituation arbeitet der TSI-Motor mit direkter oder indirekter Benzineinspritzung, auch eine Zylinderabschaltung soll den Konsum zügeln. 900 Nm Drehmoment stemmt das Triebwerk, es beschleunigt den gut zwei Tonnen schweren Bentayga in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und letztlich auf mehr als 300 km/h, macht ihn damit zum derzeit schnellsten Serien-SUV des Marktes. 292 g/km CO2 soll er emittieren, das entspräche einem Normverbrauch von fast 13 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga
Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga

Innen gibt es Leder, Holz und Edelstahl, normalerweise vier Sitze. Auf Wunsch wird der Innenraum für den Transport von Fahrer plus vier Passagiere konfiguriert, zusätzlich findet sich als Extraausstattung ein Klappsitz im Laderaum. Der Chauffeur kann die Motorkennlinie über den Charisma-Schalter verändern, sanftes Säuseln und geschmeidige Kraftentfaltung oder wuchtiges Wummern und brachialen Antritt werden geboten. Ob Prinz Harry den Bentyaga irgendwann für seinen Jagdausflug wählen wird? Vermutlich lässt er lieber die Flinte im Schrank und nimmt den Helikopter.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.
In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.

Ein dicke Schaufel mehr wirft der Veyron-Nachfolger von Bugatti unter den Kessel, noch reist er als Vision Gran Tourismo nach Frankfurt, wird aber Ende des Jahres als Bugatti Chiron in Kleinserie bei der französischen Marke entstehen. 1.102 kW/1.500 PS soll der modifizierte 16-Zylinder-Benziner liefern, er wurde im Vergleich zum aktuellen Triebwerk mit 883 kW/1.200 PS deutlich modifiziert. Vier Zylinderbänke werden von jeweils zwei Turboladern beatmet, vier von ihnen sollen elektrisch betrieben werden, um das Ansprechverhalten um unteren Drehzahlbereich zu verbessern und obendrein den Treibstoffverbrauch zu verringern. Und ähnlich wie beim Porsche 918 unterstützt ein Elektromotor den Vortrieb und er soll auch beim Spritsparen helfen. Denn mit dem, was der Chiron auf der Standarddistanz verbrauchen wird, dürfte ein VW Polo gut 400 Kilometer weit kommen.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke. Besonders auffällig ist neben der geduckten Front und den Windleitschaufeln auf den hinteren Kotflügeln die vom Dach bis zum mächtigen Heckflügel ziehende Finne. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgen. Dass der Chiron den Geschwindigkeitsrekord der Straßenserienfahrzeuge für Bugatti in naher Zukunft erneut schnappen wird, ist mehr als sicher.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.
Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nachdem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 449 kW/610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop. Die Stoffmütze liegt sehr flach auf der Aluminium-Karbon-Karosserie, nur 1,18 Meter reckt sich der Lambo in die Höhe. Ein automatischer Überrollschutz verbirgt sich hinter den beiden Sitzen und soll Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall behüten.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.
Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.

Das Luxus-Trio von den Edelmarken des VW-Konzerns ist zwar ebenso wie die Volumenmodelle der anderen Hersteller mit umfassenden Assistenzsystemen ausgestattet, geht aber nicht mit dem allgegenwärtigen Zukunftsziel des autonomen Fahrens an den Start. Das hat bereits stellvertretend Porsche-Chef Matthias Müller unlängst als „Hype“ abgetan. Wäre ja noch schöner, wenn Vollblut-Autos am Zügel geführt werden sollen. Hier gibt der Chauffeur am liebsten selber Gas. Und das nicht zu knapp.

Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder
Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Markenausblick Bentley – Für Boulevard und Botanik

Dass man im Hause Bentley eine neue Baureihe aufgrund der relativ kleinen Stückzahlen mehr als sorgfältig durchrechnet, versteht sich von selbst. Mitentscheidend, die 2012 in Genf vorgestellte Studie eines Luxus-SUV auch in Serie zu bauen war jedoch ein kleiner Aluminiumkoffer mit 2.000 Visitenkarten, säuberlich geordnet nach Regionen, Ländern und Märkten. Motto: Jede Karte ein potenzieller Kunde. Gesammelt hatte sie Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer. Ende 2012 übergab er den Koffer an Martin Winterkorn. Der VW-Konzernchef soll von dieser coolen Aktion sichtlich beeindruckt gewesen sein – und gab sein Ja-Wort.

Für den 27. November hat Bentley nun den sogenannten SOP (start of production) angesetzt. Der Bentayga, so der Name des SUV, basiert auf der Plattform PL73 und wird anfangs ausschließlich mit dem bekannten W12-Motor (über 600 PS) ausgeliefert. Das macht ihn zum derzeit stärksten SUV überhaupt.

Die Rohkarosse des Bentayga entsteht bei VW im Werk Brastislava (hier werden auch der VW Touareg und der Porsche Cayenne zusammengeschweißt) und wird im englischen Crewe vervollständigt. Im Interieur soll das SUV das Niveau eines Mulsanne erreichen, mit höchster Material- und Verarbeitungsqualität. Bentley will noch 2016 rund 3.600 Bentayga verkaufen. „Allein in den USA haben wir 17.000 registrierte Bentley-Besitzer, und bei den meisten von ihnen steht heute noch ein anderes SUV in der Garage“, weiß Bentley-Chef Dürheimer. Den Bentayga wird es als Vier- und Fünfsitzer geben. Im Jahr darauf soll angeblich eine siebensitzige Variante folgen. Bestätigt hat Crewe das noch nicht. Neben dem Zwölfzylinder wird Bentley vermutlich etwas später einen von Porsche entwickelten V8-Benziner und einen Achtzylinder-Selbstzünder (Konzernmotor) einsetzen. Der Bentayga würde damit das erste Dieselfahrzeug von Bentley sein. Angedacht ist auch eine Plug-in-Hybrid-Version, abhängig von gesetzlichen Bestimmungen.

Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen
Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen

Mit der Studie EXP 10 Speed 6, einem zweisitzigen Coupé, ließ Bentley im März in Genf die Herzen der klassischen GT-Fans höher schlagen. Selbst wenn es derzeit keine offizielle Bestätigung gibt, es deutet viel darauf hin, dass dieses Modell als fünfte Baureihe ab 2018 in Serie geht. Aus der Entwicklungsabteilung ist zu hören, dass man aus der Studie sogar deren rautenförmige Kirschholz-Panele in den Türen in die Serie übernehmen will. So etwas ist bislang einzigartig im Automobilbau. Inwieweit der Speed 6 den modularen Standardbaukasten MSB von Porsche nutzt, hängt davon ab, ob und wie viel Karbon verbaut wird.

Dürheimer favorisiert eine eigene Leichtbau-Architektur. Unter der Haube dürfte ebenfalls das V8-Herz von Porsche schlagen. Die enge Verflechtung zu dem Zuffenhausener Unternehmen hat seinen Grund. Wolfgang Dürheimer und sein 2012 hinzugekommener Entwicklungschef Rolf Frech waren früher für Porsche tätig.

Als gesetzt gilt das MSB-Chassis für den nächsten Flying Spur. Bentley vollzieht damit einen Wandel vom Längs- zum Standardbaukasten. Der MSB verfügt über eine bessere Achslastverteilung und geringes Gewicht, bietet hohe Fahrdynamik und eine moderne Elektronik. Noch Zeit lässt man sich im Hause mit der Erneuerung des Flaggschiffes Mulsanne. Es ist das einzige Modell im Portfolio, das noch eine eigene Plattform und einen urbritischen Motor besitzt, den 6 ¾ V8. Die Chancen stehen gut, dass dies auch bei der nächsten Generation (ab 2020) so bleiben wird. Zusätzlich wird es innerhalb der Mulsanne-Baureihe wieder ein Cabriolet und – neu – eine im Radstand verlängerte Version geben. Sie zielt damit unmittelbar auf Kunden, die normalerweise mit dem Phantom bei Rolls-Royce liebäugeln. Eine oft zitierte Coupé-Version des Mulsanne wird es allerdings nicht geben.

Autor: Michael Specht/SP-X

News: Kleiner Bentayga-Bruder – Mehr SUV?

Mit dem Luxus-SUV Bentayga, das 2016 auf den Markt kommt, will der Luxuslimousinen- und Coupé-Spezialist Bentley vom anhaltenden SUV-Trend profitieren. Möglicherweise bauen die Briten ihr Portfolio noch weiter in diese Richtung aus, dazu gab Bentley-Chef Wolfgang Dürrheimer dem britischen Magazin „Auto Express“ einen Hinweis.

So kündigte er an, dass „weitere SUV-Derivate“ in der Überlegung seien. Gefragt nach Details, ob es sich beispielsweise um verschiedene Karosserie-Versionen oder eine kleinere Version des Bentayga handeln könnte, antwortete er der Zeitschrift zufolge schlicht „ja“.

Beides wäre nicht unwahrscheinlich. Im Segment der Mittelklasse-SUV á la Jaguar F-Pace oder Audi Q5 wäre noch Platz für ein besonders luxuriöses Modell aus Großbritannien, schließlich ist es selbstdefinierter Anspruch der Briten, einen neuen Maßstab für Luxus-SUV zu setzen. Aber auch eine Karosserieversion mit Coupé-Charakter, á la BMW X6 oder Mercedes GLE-Coupé, wäre beispielsweise denkbar.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Genf 2015: Bringt Bentley eine fünfte Baureihe?

Bringt Bentley eine fünfte Baureihe? Die Antwort auf diese Frage hängt wesentlich von den Reaktionen auf die Studie EXP 10 Speed 6 ab, die jetzt auf dem Genfer Autosalon (- 15.3.2015) enthüllt wurde, Den Brückenschlag von Tradition zur Moderne charakterisiert die Namensgebung, die Firmengründer Walter Owen Bentley mit seinem EXP 1 im Jahr 1919 begründete. Der Namenszusatz Speed 6 hat seinen Ursprung im Jahr 1926, als die britische Luxusmarke ihre Fahrzeuge mit einem Reihen-Sechszylinder auszustatten begann. Möglicherweise kann sie als Hinweis darauf gelten, dass ein Serienmodell des EXP 10 ebenfalls einen Sechszylinder als Kraftquelle bekäme.

Mit dem Zweisitzer würde Bentley in ein Segment vorstoßen, in dem sich außer dem Mercedes-AMG GT auch Hersteller wie Aston Martin, Maserati und Jaguar tummeln. Zentrales Entwicklungsziel dürfte die Minimierung des Gewichts sein. Bentley steht derzeit für Limousinen und Grand Turismo, die mindestens 2,2 Tonnen auf die Waage bringen. Ein Sechszylinder – in der Studie unterstützt von Elektromotoren – ist schon deshalb als Option anzusehen. „An Luxus und Komfort wird dennoch nicht gespart, die Kilos müssen an anderer Stelle aus dem Auto geholt werden“, sagt Wolfgang Dürheimer, Chef von Bentley Motors.

„Modernes Automobildesign, meisterhafte Handwerkskunst, edelste Materialien, fortschrittliche Technologie und höchste Leistungsfähigkeit“, so heißt es bei Bentley, sollen Kennzeichen des EXP 10 sein. Sowohl das Exterieur wie auch das Interieur sind mit Kupferelementen ausgestattet, welche die Leistungsfähigkeit des zukunftsorientierten Hybridantriebs unterstreichen sollen. Das Leistungsvermögen soll eine Höchstgeschwindigkeit ermöglichen, „die einen neuen Bestwert in der Fahrzeugklasse markiert und damit die Wettbewerber herausfordert.“ Die mutmaßliche Preispositionierung ist damit ebenfalls vorgegeben. 150 000 Euro plus ein marken-konformer Aufschlag dürften realistisch sein.
Das Exterieur des EXP 10 Speed 6 ist bestimmt von muskulösen Linien und dynamischen Flächen, deren Gestaltung von aerodynamisch optimierten Flugzeugrümpfen und Tragflächen inspiriert wurde. Die Klammer zur Bentley-Tradition bilden der weiter entwickelte Matrix-Grill mit dem markentypischen Rautenmuster, die vier runden Frontscheinwerfer sowie die Lackfarbe, für die eine metallisch glänzende Variante des British Racing Green zum Einsatz kommt.

Leitmotiv für die Innenraumgestaltung ist eine durchgehende Designlinie, die das Interieur wie mit einem Bogen umschließt. Sie verläuft von der Mittelkonsole über die beiden symmetrischen Flügelschwingen, die im Armaturenbrett zitiert werden, und die Türen, bis sie schließlich wieder die Armlehnen zwischen den Vordersitzen erreicht. Die Mittelkonsole bietet eine geschwungene und in einem Aluminiumrahmen eingefassten Touchscreen. Die flachen Instrumente hinter dem Lenkrad fahren beim Start des Motors automatisch in die aufrechte Position. Ein Digitaldisplay wird ergänzt einen klassischen, analogen Drehzahlmesser, was als Reminiszenz an die Motorsport-Historie der Marke anzusehen ist.

 

 

 

(amp/afb)

Livestream vom Automobil-Salon in Genf

In der kommenden Woche startet der Automobil-Salon in Genf. Zahlreiche Hersteller bieten für die, die nicht auf diese wichtige Automobile Frühjahrs-Messe kommen können, weltweite Livestreams an.

Eine Übersicht der Livestreams haben wir hier für Euch aufgelistet:

 

Bookmarken! 

autohub.de wird natürlich live vor Ort sein und mit den wichtigsten Neuheiten im Gepäck aus Genf zurück kommen. Wer sich für die Presse-Livestreams interessiert, der sollte diesen Artikel bookmarken! Die jeweiligen Artikel mit den integrierten Livestreams gehen dann immer 15 Minuten vor dem Start der Presse-Konferenzen los!

[=“notification_error“ ]Update: Ja richtig, die Artikel gehen erst 15 Minuten vor Start des jeweiligen Livestreams online. Aktuell landet man also nicht bei den Livestream-Artikel! 

Bentley Bentayga: Luxus für Wald und Flur

Das erste SUV von Bentley kommt 2016 unter dem Namen Bentayga auf den Markt. Die Bezeichnung soll an die Taiga erinnern, die nördlichste Waldlandschaft der Erde. Zudem gibt es einen gleichnamigen Berg auf Gran Canaria. Details zum Fahrzeug will die VW-Tochter im Laufe des Jahres veröffentlichen.

Anspruch der Briten ist aber, einen neuen Maßstab für Luxus-SUV zu setzen. Dabei helfen soll auch ein Zwölfzylindermotor, der neue Leistungsbestwerte in dieser Klasse setzen könnte. Darüber hinaus sind V8-Triebwerke und Plug-in-Hybride geplant. Preislich dürfte sich der mehr als fünf Meter lange Allrad-Bentley an die Spitze des Wettbewerberfeldes setzen.

Mit dem neuen Modell will der Limousinen- und Coupé-Spezialist Bentley vom anhaltenden SUV-Trend profitieren. Bereits 2012 wurde mit dem EXP 9 F eine Studie gezeigt, erste Fotos des fertigen Autos gab es Anfang 2014.

Neben Bentley hat auch Jaguar bereits die vornehme Zurückhaltung in Sachen SUV aufgegeben; die Tata-Tochter bringt Anfang 2016 den F-Pace auf den Markt, Aston Martin plant seit längerem ein ähnliches Modell unter der Marke Lagonda. Einzig Rolls-Royce widersteht bislang den Verlockungen des Trend-Segments. Möglicherweise aber nicht mehr lange – 2018 könnte der Cullinan auf Basis des BMW X7 starten.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Autonews – Der Wochenrückblick KW 38

1. Peugeot Quartz mit 500 PS

Peugeot zeigt mit seinem Concept Car Quartz auf dem Pariser Autosalon eine Crossover-Hybridstudie mit zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 500PS. 23-Zoll-Räder wurden dem futuristischen Fahrzeug verpasst und seine Verglasung aus Polycarbonat entwickelt. Eine Luftfederung sorgt für eine enorme Bodenfreiheit zwischen 300 und 350 Millimetern. Weltweit erstmals werden hier mit einem digitalen Webverfahren hergestellte Textilien verwendet, mit dem sich großflächige, komplexe und sofort verwendbare Teile herstellen lassen. Unter der Motorhaube verbirgt sich der von Peugeot Sport entwickelte 1,6 l THP 270 mit einer Sechs-Gang-Automatik. Zusätzlich wird die Vorderachse direkt von einem 116 PS starken und die Hinterachse von einem 85-kW Elektromotor angetrieben. Im reinen E-Betrieb soll der Peugeot Quartz bis zu 50 Kilometer zurücklegen können.

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2. Bentley Mulsanne bekommt mehr Power

Bentley stellt mit einer modifizierten Version des 6,75-Liter-V8 sein neues Vorzeigemodell auf dem Autosalon Paris vor. In nur 4,9 Sekunden beschleunigt der 2,7 Tonnen schwere Luxus-Liner von null auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 305 km/h. Trotz der enormen Leistungssteigerung setzt Bentley alles auf Sparsamkeit. Ein Normalverbrauch von 14,6 Litern auf 100 Kilometer sind noch immer kein Pappenstil bedeuten aber immerhin eine 13 Prozent höhere Effizienz. Der Mulsanne Speed verfügt über einen speziellen Sport-Modus für Dämpfung und Lenkung. Bezüglich des Innenraums hat man die Wahl zwischen 24 verschiedenen Lederfarben, die man in sechs unterschiedlichen Farbkompositionen kombinieren kann.

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3. Frische Optik für den Peugeot 508

Zum neuen Modelljahr wird der Peugeot 508 neu aufgelegt und deutlich aufgewertet. Neben einem neuen, charakteristischen Kühlergrill bekommt das der 508 aktuelle Technologien wie Touchscreen, eine Rückfahrkamera und einen Toten-Winkel-Assistenten. Die Motorenpalette wird auf Euro 6 und noch höhere Effizienz getrimmt und neu ins Programm kommt die Sechs-Gang-Automatik EAT6. Front- und Heckschürze wurden überarbeitet und di Schutzwirkung verbessert. Bei den Benzinern kommt im neuen Peugeot 508 mit dem 1,6 l THP 165 mit Stop & Start-System erstmals ein neuer Euro-6-Motor zum Einsatz. Dieser gibt eine neun PS erhöhte Leistung von 165 PS ab und senkt die CO2-Emissionen auf bis zu 129 Gramm pro Kilometer.

Update: Fahrbericht zum neuen Peugeot 508! 

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4. Ford schraubt seinen Mustang Europatauglich

Lang hat es gedauert aber nun ist es soweit: Ford bringt seinen US-Boliden endlich auf den europäischen Markt. Als EcoBoost mit einem 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbo und als GT mit dem klassischen 5,0-Liter-V8. In den USA gibt es auch noch einen 3,7-Liter-V6, der günstiger als der Vierzylinder-Turbo ist, allerdings aber nicht nach Europa kommt. Durchgestylter und weitaus hochwertiger wirkt das Fließheck-Coupé, das immer noch als Mustang zu erkennen ist. Ein paar Spielereien wie Einstiegsleuchten, die ein Mustang-Logo auf den Boden projizieren, zeigen die Detailverliebtheit von Ford. Für Europa gibt es noch keine offiziellen Fahrleistungsdaten, jedoch geht man davon aus, dass der GT in rund 4,5 Sekunden den Sprint von null auf 100 km/h schafft. Der EcoBoost soll nur eine Sekunde länger benötigen. Die Preise sollen erst in ein paar Monaten bekanntgegeben werden. Gerüchten zu folge soll auch ein Cabriolet in Planung sein.

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5. Renault Eolab trinkt wenig

Renault präsentiert mit dem Eolab ein Auto, dass mit einen Normverbrauch von einem Liter Superbenzin pro 100 Kilometer kommt. Der Flitzer Clio-Format wird von einem 78 PS starken Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,0 Liter Hubraum sowie einem Elektromotor mit 54 PS Leistung und 200 Nm Drehmoment angetrieben. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit 6,7 kWh Energie dessen Stromspeicher rein elektrisches Fahren bis zu 60 Kilometer Reichweite und bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erlaubt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein komplett neu entwickeltes Drei-Stufen-Getriebe. Die Räder der Studie sind zudem lediglich 145 Millimeter breit und unterstützen eine ganze Reihe gewichtsreduzierender und aerodynamischer Maßnahmen.

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6. Honda zeig Jazz Prototyp

Auf dem Autosalon in Paris wird Honda den Prototypen seines neuen Jazz präsentieren. In der dritten Modellgeneration zeigt der japanische Hersteller fließendere Linien und mehr Radstand an ihrem kleinen City-Flitzer. Das sorgt in Verbindung mit der Kleinwagenplattform für mehr Platz im Innenraum, des sowieso schon sehr geräumigen kleinen Japaners. Ein neuer 1,3-Liter-Benzinmotor ist wahlweise mit Sechs-Gang- oder stufenlosem Automatikgetriebe erhältlich. Markteinführung ist für Sommer 2015 geplant. Ob er in seinem Segment für Furore sorgen wird, wird sich spätestens aber schon im Oktober diesen Jahres zeigen.

Honda Jazz conceptPhotograph: James Lipman +44 7803 885275

7. Lexus im Doppelpack

Auch der Luxus-Ableger von Toyota, Lexus, wird auf dem Pariser Autosalon den neuen NX mit gleich zwei verschiedenen Antrieben präsentieren. Zum einen als Vollhybrid NX 300h und zum anderen als NX 200t mit einem komplett neu entwickelten 2,0-Liter Turbobenziner und einer Sechs-Stufen-Automatik. Beide Varianten sind wahlweise mit Front- oder Allradantrieb bestellbar. Auch das Sportcoupé RC F mit dem stärksten V8 in einem Serienfahrzeug der Marke wird in Paris zu sehen sein. Das neue 5,0-Liter-Triebwerk leistet 477 PS und wird in Europa Endes des Jahres auf den Markt kommen.

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Bentley Flying Spur: Leichter gleiten

Ralf Bernert war mit dem frischen Bentley Flying Spur unterwegs. In Peking und an der Großen Mauer.

Zurück aus Peking – den Smog aus dem Anzug gepustet, der Gasfuß hat die Ruhe genossen und die Chinesen sind wieder unter sich. Vorerst jedenfalls.

  Der Blick aus dem 18. Stock des Pangu 7-Stars Hotels direkt neben dem Olympia-Stadion ist wenig erfreulich. Peking, die…

Bentley Mulsanne: Mit dem Big Bentley auf der Zielgeraden

Die Sitze sind beheizt, ein eingebauter Masseur lässt die Finger laufen und hier irgendwo hat jemand das Londoner Symphonie-Orchester versteckt. Man könnte jetzt entspannen, ein Klavierkonzert hören und aus dem Fenster schauen. Leider geht das im Moment nicht. Ich sitze am Steuer des großen Bentley und bin auf der Suche nach der Bestzeit auf dem Anglesey Circiut in Wales.

Nach der ersten Runde wird’s heftig. Der imaginäre Passagier hinter mir wird langsam unruhig. Sein Kopf verschwindet ganz plötzlich aus dem Rückspiegel, dann ist er wieder da, dann ist er wieder weg. Vollgas, anbremsen, einlenken und mit Schmackes und Schwung wieder raus. Mehr als 2,6 Tonnen Bentley bemühen sich um ihre innere Ruhe. Von Ettikette keine Spur, der Brite zeigt, dass tief in ihm drin das Gen aller Briten steckt: Motorsport.

Auf dem Weg zur Rennstrecke macht die Limousine das, was sie am besten kann. Laufen, rollen und beeindrucken. Im Inneren mit Leder, Holz und einer Kombination aus angelsächsischer Kultur. Auch ohne Kamin und Zigarren-Aschenbecher wird man vom Geist des Herrn Walter Owen Bentley eingefangen. Weiter vorn laufen acht Zylinder im Takt. Der bewährte 6.75-Liter-Motor ist die wohl beste Schnittstelle zur Tradition des Hauses Bentley. In aller Ruhe werden Kräfte an die Kurbelwelle gereicht, das Getriebe schaltet sanft und direkt. Man spürt, dass im Maschinenraum der großen Limousine mehr als fünzig Jahre Erfahrung arbeiten. Außerdem werden mechanische Unruhen fein und säuberlich vom Salon ferngehalten, man ruht auch akustisch und nähert sich dem Ziel der Reise. Neben mir sitzt Chris, ein Profi der Rennfahrergilde. Er wird mir später erklären, weshalb ich bei der Drei deutlich bremsen soll.

Bentley-Mulsanne-Titelfoto1

Links ab. Anglesey Circiut, ein kleiner Privatkurs. Direkt am Meer. Zandvoort lässt grüßen. Ein Brite hat den Kurs gekauft, früher hoben hier Militär-Jets ab. Jetzt hetzen Motorräder und Sportwagen am Meer entlang. In Sichtweite liegt Irland, man könnte nach Dublin springen. Der Bentley parkt und ruht. Wenn der wüsste.

Chris reicht einen Helm und erklärt die Strecke. „Ein paar lange Kurven, halb so wild. Aber die 3 ist tricky. Stark anbremsen, rüber und die 90-Grad-Links mit Bedacht. Dann in die Rechts mit mehr Power am Scheitelpunkt, Gas und weiter.“ Die ersten beiden Runden fährt Chris, der Bentley zieht seine Bahn, die Lastwechsel sind wie erwartet deutlich spürbar. Die Keramikbremsen müssen hart arbeiten, die Masse von 2,6 Tonnen fordert ihren Tribut.

Fahrerwechsel. Helm auf zum Gefecht. Beim Einsteigen Kopf einziehen, das ist bei einem Kaliber wie dem Mulsanne erst mal ungewohnt. Reifen, Bremsen und Fahrwerk sind vorbereitet, Fahrwerksregler steht auf „Sport“. Chris ruft „Go!“ und der Mulsanne erhöht die Drehzahl. Ab 1.750 U/min liegen mehr als 1.000 Nm an. 1020 um genau zu sein. Das ist eine gewaltige Zahl, die allerdings in Relation zum Gewicht und der Ausrichtung des Fahrzeuges deutlich an Wirkung verliert. Nicht das Drehmoment ist auf den ersten Metern, den ersten Kurven relevant, sondern das Fahrwerk, das Getriebe und die Elektronik, also das ESP. Ganz ausschalten lässt sich die Fangleine nicht, was auch von Vorteil sein kann. Wer den Wagen mit zuviel Mut und Entschlossenheit in die Kurve wirft oder zu optimistisch aus der Kurve heraus beschleuningt, könnte sich recht schnell außerhalb der aspahltierten Strecke wiederfinden. Das Heck strebt mit Macht nach Außen, der schwere 6,75-Liter-Motor drückt die Nase des Wagens nach unten. All dies wirkt nachhaltig und zeigt, dass sportliche Naturen der Physik besser nicht den Rücken kehren sollten.

Bentley-Mulsanne-Fahrbericht-Rennstrecke

Eine lange Rechtskurve. Offen und leicht nach innen geneigt. Jetzt wirken Drehmoment und Fahrwerk. Der Brite sitzt auf dem Asphalt, gewinnt beeindruckend schnell an Fahrt und gewöhnt sich sehr schnell an seine Umgebung. Die 3 kommt in Sicht, ein kleiner Hügel und dort oben auf der Kuppe lauert die 90-Grad-Links. Keramik wird erwärmt, der Wagen neigt das Haupt deutlich, das Heck hebt sich. Die Elektronik arbeitet merklich, ohne die Eingriffe des Rechners auf die Leistungsverteilung wäre der Wagen schon mehrfach neben der Spur gelandet. Was nicht nur der Masse und Konfiguration der Limousine geschuldet ist, sondern auch meiner Fahrweise. Ein leichter Sportwagen mit Schwerpunkt in Mitte wäre an dieser Stelle deutlich schneller unterwegs. Trotzdem muss man den Entwicklern bei Bentley ein Lob aussprechen. Der Brite hält sauber die Spur, entfaltet seine Kraft deutlich, und wenn er zu Ausbrüchen neigt, wird der Fahrer entsprechend gewarnt. Der Mulsanne ist auch auf der Rennstrecke ein Gentleman und keine Diva. Das mag für „echte Männer“ nicht sehr aufregend sein; an Drift, also Rutschen, ist nicht zu denken. Was auf einer Rennbahn auch nicht sinnvoll ist, wir wissen: Rutschen kostet Zeit und Reifen.

Nach fünf Runden rollt der Wagen in die Boxengasse. Die Bremsen atmen aus, es riecht und qualmt ein wenig. Bis zur Rückfahrt zum Flughafen Manchester ist noch Zeit. Gedankenaustausch mit Chris. Was sagt der Profi? Der Mulsanne ist kein Rennwagen, kein Supersportler. Er schafft 296 km/h, er braucht 5,3 Sekunden bis Tempo 100 und er bringt seine 513 PS deutlich spürbar auf die Straße. Dass man 2,6 Tonnen nicht wegzaubern kann, ist bekannt. Aber wie der Bentley auch im Sinne von W. O. Bentley seine Kräfte entfaltet, ist beeindruckend und auch verlockend. Serpentinen und ähnliche Gebilde wird man im Mulsanne sicher nicht in allzu großer Hektik befahren, auch weil man an Passagiere im Fond denken sollte. Aber sportliche Talente soll man fördern und der Big Bentley ist sichtlich talentiert.

Text: Ralf Bernert
Fotos: Peter Robain im Auftrag von Bentley Motors