Vorsicht Wildwechsel

Auf den ersten Blick sind wir eine  ganz normale Familie: Papa, Mama, zwei pubertierende Jungs, ein kleiner Hund. Wir leben auf dem Land in Schleswig-Holstein, fahren eine geräumige Familienkutsche: Den Fiat Doblo Maxi. Das hat ausschließlich pragmatische Gründe: In dieses Auto passt die ganze Familie samt BMX- und anderer Fahrräder und Crossmaschine bequem rein, einfach so, Klappe auf, alles rein, Klappe zu, und los. Der Doblo ist unser Eselchen, ein ehrliches von A-nach-B-Auto, zuverlässiges, unaufgeregtes Lastentier mit Grundausstattung, weil er so gerade im Autohaus rumgestanden hatte und wir ihn gleich mitnehmen konnten.

Auf den zweiten Blick fährt die Mama dieser ganz normalen Familie immer mal wieder so richtig abgefahrene vollausgestattete State-of-The-Art-High-Tech-Premium-Karren, weil sie als Journalistin und Bloggerin über sie schreibt und sie fotografiert. Und so kennt sie jeweils das Beste aus zwei Welten.

Die Mama, das bin ich, Sandra Schink. Und Mitsubishi hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Bis dieses Reh meinen Weg kreuzte.

Vorsicht, Wildwechsel

Fünf Tage bevor ich mit Freundin, Jungs und Hund in den Urlaub starten wollte, gab es diesen Augenblick auf der Landstraße, in dem in der Dämmerung im Lichtkegel vor mir dieses Reh auftauchte. Und nach dieser unendlich dauernden Schrecksekunde mit einem dumpfen “BONG” und einem Ruck wieder aus dem Sichtfeld verschwand. Kennen Sie diese unendlich dauernden Schrecksekunden? Diese ewigen Momente in denen Sie genau wissen, was Furchtbares passieren wird. Und diese gnadenlose Gewissheit, dass sie rein gar nichts mehr dagegen tun können? Diese Momente, die vor dem inneren Auge in messerscharfer Zeitlupe in 3D und HD und Oweh ablaufen. Die in der Außenwelt aber bereits geschehen sind? Genau. So eine Schrecksekunde war das.

In den nächsten Sekunden aktiviert man die Warnblinker, fährt rechts ran, checkt Sohn auf dem Beifahrersitz und Hund auf dem Rücksitz auf Unversehrtheit. Und dann öffnet man die Fahrertür – und hört das zweite vernehmliche “BONG.” Und in dem Moment weiß man zwar, dass zumindest keiner verletzt ist. Das Auto aber Schrott ist. Kotflügel nach hinten verschoben, Fahrertür verkeilt und kaum zu öffnen. Mehr war vom schwarzen Auto auf der unbeleuchteten Landstraße nicht zu erkennen.

Zwei Stunden später, nach fachgerechter “Entsorgung” des bedauernswerten Rehbocks durch die unaufgeregten Jäger des Reviers (“Jo. Da ham se uns ja Munition gespart, nech. Den hatten wir schon länger im Visier.”), stehe ich mit der Familie vor dem demolierten Auto vor unserer Tür und uns wird klar: Damit fahren wir maximal noch zur Werkstatt. Aber sicher nicht mehr in den Urlaub. Außer Kotflügel und Fahrertür, auf die der sterbende Bock noch im Flug seine Losung hinterlassen hatte, hatte es Motorhaube, Scheinwerfer, Kühlergrill und evtl. den Rahmen erwischt. Das würde ein Gutachter klären müssen. Ich setzte meine ganze Hoffnung auf einen Ersatzwagen.

Die starb mit einem morgendlichen Telefonat. “Ja, wir können Ihnen gern einen Ersatzwagen anbieten.” erklärte uns die Dame von der Reparaturwerkstatt. “Wir haben gerade noch einen Smart da.” Und damit hatte sich der Urlaub erledigt. So dachte ich.

Power of Network: Kampf um einen Testwagen

Doch “With a little help from my friends” werden Wunder gemacht. Das gut vernetzte Autobloggernetzwerk, allen voran Robert Basic, aktivierte seine Pressekontakte um mir noch einen Testwagen in passender Größe aufzutreiben – und den Urlaub so möglich zu machen. Mir wurde sehr warm ums Herz, ich fand das toll. Wenn ich auch ehrlich gesagt wenig Hoffnung hatte. Die Testwagenplaner der Autohersteller brauchen in der Regel viel mehr Vorlauf und so mal eben spontan innerhalb von drei Tagen einen Testwagen in passender Größe UND einen Fahrer für die Überführung bereitzustellen, das ist fast unmöglich. Noch dazu für eine Bloggerin, die dem Unternehmen bisher vielleicht noch gar nicht bekannt ist.

Doch Robert kennt Bjoern und Bjoern kennt Stefan und Ulf von Mitsubishi und Stefan und Ulf von Mitsubishi haben es tatsächlich ganz fix möglich gemacht: Sie haben mir superkurzfristig, unkompliziert und unbürokratisch einen Outlander 2.2 Di-D 4WD Cleartec MT Top als Testwagen zur Verfügung gestellt. In karmin-rot! Und damit gewinnt Mitsubishi für mich schon mal den Sympathiepreis 2017.

Hey, Ihr habt uns gerettet! Unseren Urlaub, unser Abenteuer, unsere Sonnenzeit! DANKE!

Tetris im Outlander

Donnerstag kam der Outlander in Hamburg an, das Gepäck meiner Freundin Caro sammelte ich gleich nach der Übergabe ein, und dann ging es zurück aufs Land, um auch das restliche Gepäck für die Fahrt am nächsten Morgen zu verstauen.

Zur Erinnerung: Meine Jungs sind die Dimensionen des Fiat Doblo Maxi gewöhnt: 1050l Kofferraumvolumen zum Vollstopfen bis zum Dach. Der Outlander hat mit 591l (bei 5 Sitzen) gerade etwas mehr als die Hälfte. Und so kam es, wie es kommen musste: Der Monster-Koffer von Sohn 2.0 war zu groß, wenn noch drei andere Leute etwas Gepäck mitnehmen wollten. Nach einem Blick in diesen Monsterkoffer ließ sich das Problem allerdings leicht lösen, der war nämlich nur halb voll gepackt und das Zeug konnte in kleinere und leichter verstaubare Taschen umgepackt werden. Merke: Auch Platz ist reiner Luxus, und wer über ausreichende Tetris-Skills verfügt, kann eine Menge davon sparen 😉

Schlussendlich waren Koffer- und alle Zentimeter verfügbarer Fußraum zwar voll gepackt, verzichten mussten wir mit vier ausgewachsenen Menschen und einem kleinen Hund allerdings auf nichts. Zumal auch unter den Vordersitzen, unter einer kleinen Klappe vorne im Kofferraumboden und in den Seitentaschen wirklich noch viel Stauplatz für weiches, kleines und formbares Gepäck vorhanden ist und weidlich von uns genutzt wurde.

Infotainment im Retro-Look

Freitag morgen ging es dann los. Südlich von Berlin, auf dem Krüpelsee im Dahme-Spree-Revier, wartete ein Bungalowboot auf uns. Eine Woche auf dem Wasser und Indian-Summer-Feeling lagen vor uns, und gut gelaunt starteten wir in den Tag. Doch halt, erst mal die Zieladresse ins Navi eingeben. Äh, ja.

Vermutlich ist es nur Gewöhnungssache, aber das Navi im Mitsubishi, das auf den Here-Dienst zugreift, bedient sich so vollständig anders, als die Google Maps auf dem Smartphone oder zum Beispiel in Audi-Navis, dass wir doch erst mal ein wenig suchen und probieren mussten, bis die Adresse endlich eingegeben war. Und auch die Darstellung war irgendwie verwirrend und wenn man mal rauszoomen will, kommt man nur schwer wieder zur Fahransicht zurück.

Überhaupt hat das gesamte Mitsubishi-Infotainment, das sich über Touchscreen und Buttons bedienen lässt, die Anmutung von Windows 98 und ist ein wenig unübersichtlich. Aber auch daran gewöhnt man sich natürlich.

Einfacher wäre es vermutlich gewesen, sich vor der Fahrt mal mit dem Bordbuch vertraut zu machen, aber hey, ich mag Autos, in die ich mich reinsetzen und losfahren kann, ohne vorher ein IT-Studium abgeschlossen oder einen 2.000-Seiten-Wälzer gelesen zu haben. Das wird bei neuen Fahrzeugen zunehmend schwerer dank der vielen neu eingeführten Fahrassistenzsysteme, die uns letztendlich das Leben erleichtern und sichern sollen, und die bei jedem Hersteller anders zu bedienen sind. Aber normalerweise entscheidet man sich auch für EIN Fahrzeug und man weiß dann auch schnell, wie es tickt.

Der Outlander und der Snob

Ich jammere also auf hohem Niveau. Aber es gibt immer noch einen, der noch höher jammern kann. “Mama, hat der Massagesitze? Sitzkühlung? WLAN?” fragt der 15jährige Auskenner vom Rücksitz. Da kommt einem das erste Mal der Gedanke, dass es für die eigene Brut pädagogisch vielleicht gar nicht mal so wertvoll ist, immer wieder Premium-Fahrzeuge zu testen.

“Äh, nein. Der hier kostet aber auch nur rund ein Drittel von dem, was der letzte vollausgestattete Superduper-Oberklasse-SUV-Hybrid-Testwagen gekostet hat…” “Oh, echt jetzt?” “Ja, echt!” “Dafür ist der hier aber echt okay.”

Na, wie beruhigend.

Okay, das ist er wirklich. Als ich den mit vier Personen und Gepäck voll beladenen 1,6-Tonner auf unserer Landstraßennebenstrecke an einem Trecker vorbeilotsen und dafür mit den beiden rechten Rädern durch wadentiefen Modder manövrieren musste, zuckte nicht mal die Lenkung. Kein Durchdrehen, kein Rutschen, keine unerwarteten Schlenker.

Okay, ich hatte den Vierradantrieb sicherheitshalber von Eco auf locked gestellt. Das geht fix mit einem Taster hinter der Handbremse und hat mir in der Testzeit oft geholfen. Vielleicht wars auch nur fürs Gefühl wichtig, dieses locken. Ob er das in der Eco4WD-Einstellung auch so selbstverständlich gemacht hätte, habe ich gar nicht erst getestet.

Danach ging es auf die Autobahn und mit 150 PS im Turbodiesel gen Berlin. Die A24 ist eine unaufgeregte Strecke mit wenig Tempolimit, und bis 180km/h fühlte ich mich trotz Beladung wohl am Steuer. Leider habe ich nicht gecheckt, wie ich den Tempomat einstellen kann (und hab stattdessen den Limiter aktiviert…), und ja, ich weiß, das ist ganz schön blöd, und ja, ich weiß: RTFM.

Umsteigen von Dickschiff zu Dickschiff

Nach drei Stunden kamen wir entspannt an unserem Hausboot an, luden um und starteten in unser Abenteuer. Und ein bisschen bedauerte ich schon, dass mir nach unserer Reise nur wenige Tage zum Fahren des Outlanders bleiben würden.

Unsere Hausboottour wurde fantastisch: Wir hatten das denkbar beste Wetter, milde Temperaturen, Sonnenschein, eine coole Crew, einen verrückten See-Hund und erlebten eine Woche Indian Summer mitten in Brandenburg.

Als wir nach einer Woche zurück kehrten, wartete das rote Dickschiff auf uns, und wir nutzten das Herbstlicht für ein bisschen Auto-Posing am Wasser. 

… Story wird fortgesetzt … 

SHELL übernimmt NewMotion

Es ist eine Schlagzeile die einschlägt. Zumindest bei mir. Mit der Übernahme des Ladesäulen-Netzwerkes „NewMotion“ setzt SHELL ein Zeichen mit Symbolkraft. Nur um das noch einmal deutlicher zu machen: Ein klassischer Mineral-Öl Konzern übernimmt einen Dienstleister für Elektroauto-Ladelösungen. NewMotion betreibt (n.Unternehmensangaben) mehr als 30.000 eigene Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge und bietet einen Zugang zu insgesamt über 50.000 Ladesäulen anderer Betreiber über das einbinden dieser in die eigene Abrechnungsstruktur. NewMotion hat derzeit über 100.000 Kunden.

Change is coming – Tausche ÖL gegen Strom

Der Öl-Konzern Shell demonstriert mit diesem Schritt, wie ernsthaft der Wandel der Antriebstechnologien derzeit wirklich Fahrt aufnimmt. Auch wenn es gefühlt noch immer homöopathische Dosen sind, die E-Autos beim Neuwagenkauf ausmachen, mittlerweile scheint man auch bei der Hardcore-Fraktion des Verbrenners an den Wandel zu glauben. Der Mineralölkonzern Shell demonstriert mit diesem Schritt eine beeindruckende Weitsicht. Sicher, Kritiker werden anmerken können, dass die Übernahme für SHELL eine maximal mindergroße Investition (Summen wurden bislang nicht genannt) ist und man daher kaum von einer Zeitenwende sprechen kann. Zudem könnte man natürlich als E-Auto-Fan die Angst haben, SHELL würde damit eventuell einfach nur Kontrolle über die Mitbewerber der Kraftstofftechniken gewinnen wollen und dann nach belieben bremsen können.

Doch der Schritt ist logisch.

Change is coming – Tausche Tankstelle gegen Dienstleistungszentrum

Längst sind Tankstellen mehr als nur Vertriebspunkte für Benzin. Brötchen, Kaffe, Post, Waschanlagen, Cafés und Paketshops. Das man an Tankstellen nicht nur Sprit für das eigene Auto kauft, geschenkt, doch unlängst hat man an Tankstelle teilweise ein größeres Sortiment an Brötchen, als der Bäcker im Nachbarort. Da erscheint es nur logisch, wenn Tankstellenbetreiber die Potentiale von „Ladewilligen“ Mobilisten beachten und eine Lounge für E-Auto Fahrer anbieten. Abrechnungsprobleme? Erledigt. Einsam in der Wallachei stehen und warten während das E-Auto lädt? Erledigt. Auto laden, eine Kleinigkeit einkaufen, einen Café trinken und die Rücksendungen an Amazon aufgeben? Wer das heute bereits an einer Tankstelle erledigt, der kann in naher Zukunft dabei auch sein E-Auto aufladen.

Tankstellen-Netze und Mobilität von morgen

Wenn die Mineralöl-Hersteller und großen Tankstellenketten schnell genug schalten, dann wird man sich von der Idee der aussterbenden Tanke verabschieden können. Ich sehe große und kleine „Lebensmittelpunkte“ des mobilen Menschen. Es ist genau die bereits angedeutete Mischung aus Lounge, Dienstleistungszentrum und Handelsplatz die wir in Zukunft als Tankstelle betiteln würden. Und Shell hat richtig gehandelt, der richtige Schritt – noch nicht zu spät – für viele vermutlich mehr als eine kleine Überraschung.

SHELL will NewMotion als eigenständiges Unternehmen weiter wachsen lassen und den Ausbau einer DC-Ladeinfrastruktur an Tankstellen der Marke Shell, BP und JET vorantreiben.

Alles richtig gemacht: Mercedes-Benz Party in Detroit

Erfolg ist nichts, was man geschenkt bekommt. Für den Erfolg muss man hart arbeiten. Als ich 2012 zum ersten Mal in Kontakt mit der Mercedes-Benz PR kam, durchlebte man dort gerade noch ein Tal der Tränen. Das China-Geschäft mau, die Marke noch vor dem großen Design-Schwung, altbacken, konservativ und langweilig – so das Image der Marke. Und mein-auto-blog war nur ein Autoblog unter vielen. Seitdem ist viel passiert. mein-auto-blog wurde zum erfolgreichsten dt. Automotive-Blog und Mercedes-Benz, nun, in Stuttgart darf man sich mittlerweile als erfolgreichste Premium-Marke überhaupt feiern. Diese beiden Fakten hängen nicht miteinander zusammen – es ist nur ein Zufall ;). Aber, manchmal darf man sich auch selbst feiern. Und beim Neujahrsempfang in Detroit, gute Tradition, diesen vor der NAIAS zu begehen, war es soweit.

Mercedes-Benz hängt Audi und BMW ab

Über 2 Millionen Fahrzeuge hat man alleine in 2016 verkauft. Das sind gute 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Um sich den Platz als „Stern“ am Himmel zu sichern, waren zweistellige Zuwächse notwendig. Und man hat das nicht nur in China geschafft, auch in Europa führt Mercedes-Benz die Parade der Premium-Fahrzeuge nun an.

Bei aller Laune zum flotten Tanz, Dr. Z war locker wie eh und je beim Neujahrsempfang und lieferte sich gleich einmal ein Duett mit der Band, machte der Daimler-Boss klar: Ausruhen ist nicht. An die Spitze zu kommen, ist schwer – dort zu bleiben – wird noch schwerer. Mercedes-Benz will jedoch das Tempo der letzten Jahre halten. Noch mehr Modelle, noch mehr Technik, noch mehr Dienstleistungen und völlig neue Geschäftsfelder. In Zeiten, in denen man über die bevorstehende „disruption“ der globalen Automobilwirtschaft spricht, will Mercedes mit einem „CASE“ an die Spitze der Veränderungen preschen. Fast wartet man auf ein „Yes we can“, aus dem Munde von Dieter Zetsche.

CASE – Connected, Autonomous, Shared & Service und Electric Drive

Die Schwerpunkte sind eindeutig. Das Ziel: Die disruptiven Zeiten als Gewinner überstehen. Das autonome Auto kommt. Die Elektromobilität kommt. Sich ein Auto zu teilen und neue Dienstleistungen werden das klassische Konzept des „eigenen Autos“ zudem bereichern und irgendwann wird es in Vergessenheit geraten. Und nein, wir sprechen dabei nicht vom nächsten Jahr. Veränderungen sind – auch wenn jeder Angst vor dem Apple-Smartphone-Case der letzten 10 Jahre hat – eher ein langsamer Prozess. Aber Mercedes-Benz bereitet sich vor. Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Das ist der Grund, weswegen man in Stuttgart über die kommende Elektro-Flotte aus dem eigenen Haus spricht, ohne die jüngste Motorengeneration zu vergessen. Will man an der Spitze stehen, muss man eben viele Talente besitzen.

Eines der Talente von Dieter Zetsche war wohl, die einstmals verkopfte Marke Mercedes-Benz zu wandeln. Emotionaleres Design, aus den Augen des Kunden auf die eigenen Produkte blicken. Den Markenkern dabei nicht zu verlieren, aber sich als Automobil-Hersteller dem Wandel zu öffnen. Tja. Das können die Stuttgarter. Für mein-auto-blog stehe ich seit 2012 in Kontakt mit dem Automobilhersteller und auch wenn ich selten einer Meinung mit den Stuttgartern bin und oft Kritik anbringen muss – sieht man das Große und das Ganze, dann machen die Schwaben eben vieles richtig und das Ergebnis? Man sieht es am Geschäftsjahr 2016.

Was kommt nach Zetsche 2019?

Zehn Jahre steht „Dr. Z“ bereits an der Spitze von Daimler. Und er hat alle Weichen gestellt, die man als Top-Manager angehen kann. Behutsam baut er seinen Nachfolger auf, mit vielen Freiheiten lässt er die Marke AMG zu neuen Horizonten rasen und er öffnet den Erfinder des Automobils für den Spirit des „Silicon Valley“ – drum muss ich auch schmunzeln, wenn ich in deutschen Gazetten immer mal wieder lese: „DIE dt. Automobil-Industrie verschläft den Wandel und verpasst den Anschluss“.  Nein. Und das beste Beispiel sind die Stuttgarter mit dem steten Willen zum Wandel.

Vernetzung, autonomes Fahren, Sharing und elektrische Antriebe – jeder dieser vier Trends hat das Potenzial, unsere Branche auf den Kopf zu stellen. Aber die eigentliche Revolution liegt in der intelligenten Verknüpfung der vier Trends.

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars

2017 – Get the Party started

Neuer Mercedes-AMG GT C, neues E-Klasse Coupé, Mercedes-Benz GLA und der CASE der Zukunft.

Einverstanden. Einen „Mopf“ GLA kann niemand als Titelnews bringen. Das Facelift des erfolgreichen Kompakt-SUV ist zudem überschaubar ausgefallen. Interessant sind da eher die zusätzlichen Motoren, die nun angeboten werden. Und von mir aus die neuen Farben. Aber hey – der Köder muss immer noch dem Fisch schmecken und nicht dem Angler und so gesehen, scheint man bei Mercedes die besten Köder zu besitzen. Der Erfolg des „GLA“ ist beeindruckend – hätte ich persönlich nie so eingeschätzt. Wie die gesamte Kompaktklassen-Familie. Mehr als 2 Millionen Fahrzeuge wurden seit 2012 davon verkauft und ganz nebenbei hat das Angebot der A-Klasse und die darauf basierenden Derivate (GLA, CLA und Co.) das Durchschnittsalter der A-Klasse Käufer um 13 Jahre gesenkt.

Und auch das Sondermodell des Mercedes-AMG GT, die Edition für die 50-Jahre Party, die man dieses Jahr bei AMG feiern wird, eher eine Neuigkeit mit überschaubaren News-Wert.

Völlig neu dagegen, das Mercedes-Benz E-Klasse Coupé. Verständlicherweise vollkommen davon überzeugt:

„Seine Intelligenz, seine ausgezeichnete Fahrdynamik und das sinnliche, klare Design sind nur drei Gründe, warum unsere Kunden das neue E-Klasse Coupé lieben werden“.

Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG – Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Das neue E-Coupé wurde aber bereits VOR der Messe enthüllt, der News-Wert also auch hier – eher überschaubar. Die größte News von DETROIT demnach?

Mercedes-Benz hängt Audi und BMW im Premium-Segment ab!

Und bei so vielen Erfolgen darf man sich ruhig einmal selbst feiern – so lange man am nächsten Tag wieder voller Elan an den Veränderungen der Zukunft arbeitet. Wir von mein-auto-blog sind darauf gespannt. 

Blogpost: 8.000 km für 14 Zentimeter

Es kommt immer auf die Sichtweise an. Wer seinen Standpunkt verändert, verändert seine Sichtweise und plötzlich verändert sich so vieles. Einsichten lassen sich leichter gewinnen, wenn man seinen Standpunkt mal verändert. Wenigstens kurz. Für mich ist der Job des Auto-Bloggers zu so einer Sache geworden. 8.000 km reisen wegen 14 Zentimetern? Lohnt sich das? Es ist eine Frage der Sichtweise. Den Standpunkt verändern.

 [=“notification_warning“ ]Hinweis: „This is a Blogpost“ – Dieser Artikel ist wieder mehr so ein blogpost, eine Sache, die man über die Jahre der Professionalisierung fast vergessen hat. Kein Motor-Journalistisches Machwerk über ein Auto, das bei uns (in Europa) eh keine Rolle spielt.

Peking 2016 003 Eindrücke

China wartet nicht

Auf nach China. 9 Stunden Flug und die Welt verändert sich in beeindruckender Art. 2016 ist die Reise nach China, trotz Visa-Verfahrens, eine gänzlich normale geworden. Ticket, Flugzeug, einsteigen in der Heimat. Aussteigen in der fremden Welt. In dem so wichtigen Markt für unsere heimischen Automobil-Hersteller. Für Mercedes-Benz war China in 2015 zum Beispiel der größte „Einzelmarkt“. Der Chinese kauft also mehr Autos als wir. 2014 war ich zum ersten Mal in Peking, 2015 in Shanghai und trotz dieser sehr kurzen Erfahrungswerte sind die Veränderungen sichtbar. Aus dem Land des unbegrenzten Wachstums wird ein Land der Nachhaltigkeit. Zumindest ist das der Plan. Und man sieht die ersten Bemühungen. Und man sieht an den Automobil-Herstellern, wie man auf eben diesen Markt reagieren muss.

Die teilweise 8-spurigen Stadtautobahnen vom Flughafen Peking in Richtung Innenstadt sind 2016 wie 2014 verstopft. Voller waghalsiger Manöver. 22 Millionen Chinesen leben in der Metropol-Region Peking. Und es scheint, als wären alle zeitgleich unterwegs. Der Chinese an sich ist nicht zimperlich, wenn es um den Spurwechsel geht. Wo acht Spuren nicht ausreichen, werden neue Spuren gefunden. Für den Besucher empfiehlt sich die Rücksitzbank. Wozu es eh keine Alternativen gibt. Denn einen Führerschein muss man für China gesondert machen. Die rabiaten Sitten auf der Straße lassen diese Vorschrift auch mehr als sinnvoll erscheinen. Doch nicht nur der Besucher an sich fährt hinten. Auch der Chinese lässt sich gerne fahren. Sobald es zum Wohlstand des eigenen Autos reicht, sitzt man gerne auch mal hinten. Oder chauffiert Freunde und Familie in Reihe zwei.

Arbeitsplatz, Ruhesessel fürs Schläfchen zwischendurch, rollendes Besprechungszimmer oder einfach nur ein Ort, an dem man gerne von den Umstehenden gesehen werden will. Die Sitzanlage der langen E-Klasse bietet für alle Lebenslagen das Besondere
Arbeitsplatz, Ruhesessel fürs Schläfchen zwischendurch, rollendes Besprechungszimmer oder einfach nur ein Ort, an dem man gerne von den Umstehenden gesehen werden will. Die Sitzanlage der langen E-Klasse bietet für alle Lebenslagen das Besondere.

Weil man sich fahren lässt

Dass auch Automobil-Hersteller wie die Schwaben mit dem Stern Autos fertigen, die man nicht in Esslingen, Ulm und Stuttgart beim freundlichen Mercedes-Händler kaufen kann, ist nichts gänzlich neues. Dennoch immer wieder eine Anmerkung wert. In Peking präsentierte man nun die jüngste Ausbaustufe. Im wörtlichen Sinne. 14 Zentimeter mehr Radstand für die E-Klasse. Damit wächst die Business-Limousine auf eine Länge, die der S-Klasse fast zur Ehre reicht. Aber knapp darunter bleibt. Ob S- oder E-, im Fond des neuen E320L ist das wumpe. Platz diktiert den ersten Eindruck. Und damit sich der edle Eindruck fortsetzt, lässt sich die Mittelarmlehne herunterklappen. Darin, unter anderem, das erste Touchscreen-Display der Stuttgarter. Was nur logisch ist. Touchscreens werden die Bedienschnittstelle der ersten Wahl im Automobil. Anzeige und Commando-Center in einem. Das Comand-System der E-Klasse lässt sich hierüber bedienen, der Fondsitzplatz wird zum Sitzplatz der ersten Wahl. Clever.
Und nach einer Tour in einer offenen Elektro-Rikscha stimmt man als Europäer ein: Es gibt schönere Plätze. Das ist ein Thema für alle Hersteller. Egal, ob BMW, Audi oder VW – wer auf dem Limousinen-Markt der Chinesen mitspielen will, der bietet ein Plus an Radstand. Und man wünscht sich förmlich das autonome Fahren herbei. Wobei – eine Chauffeurs-Limousine, die sich autonom durch das Chaos von Peking bewegt? Eine merkwürdige Vorstellung. Doch genau an diesen Themen arbeitet man.

Für den Drive Pilot der E-Klasse muss man ordentlich Rechenleistung vorhalten. Und in einem Land, in dem es 1.5 Milliarden Points of Interest gibt, in dem die Sprache komplexe Hürden vorhält und der Straßenverkehr voll ist mit Hindernissen, die man in Metropolen wie Frankfurt seit 50 Jahren nicht mehr kennt – wird aus einem schnöden Absatzmarkt eine gänzlich neue Welt für Entwicklungsaufgaben. Mercedes-Benz demonstriert mit den steigenden Absatzzahlen in China, wie man sich nicht nur beim Design auf den „Wohlstands-Chinesen“ eingeschossen hat, sondern auch, wie die eigene Hardware gänzlich neue Erwartungen erfüllt.

Peking 2016 012 Eindrücke

Weil man finden statt suchen will

Das Mercedes Comand System und seine Navigations-Lösung nutzen wir in Deutschland und dem Rest der Welt nach dem immer gleichen Muster: Stadt, Straße, Hausnummer und Abfahrt. Der Chinese hat nicht nur bei der Eingabe von Namen eine andere Herausforderung, da Schriftzeichen bis zu einem Dutzend Bedeutungen haben und daher kontextabhängig verstanden werden müssen – der Chinese sucht auch eher nach einem Point of Interest zum Navigieren. Wobei es sich bei diesen POIs nicht um „Touristische Ziele“ handelt, sondern um Wegpunkte, um Geschäfte, Restaurants – oder was auch immer. Was dazu führt, dass die jüngste Comand-Generation mit 1.5 Milliarden POIs umgehen muss. Damit stellt der chinesische Markt dann auch ganz plötzlich die Benchmark für die Güte der Rechenknechte in den Fahrzeugen dar. Wie anspruchsvoll ein Fahrzeug in der Hardware sein muss, bestimmt nicht mehr Fritz Müller in Untertürkheim, sondern Yu Wang im R&D-Center in Peking. Denn das wird nach dem Besuch in China klar: Dass China bereits 2015 der größte Markt für Mercedes-Benz war, wird uns als Journalisten – als Arbeitnehmer, als Ideengeber, als Käufer, als Fans einer Marke, als Autofahrer – vor Veränderungen stellen. Peking mag heute noch der Smog geplagte Moloch sein, in dem Rikschas, Pferdekarren und Maybachs sich die Straße teilen – aber wir stehen kurz vor dem Wandel. Weg vom gewaltigen Sprung, hin zu einem nachhaltigen Mobilitäts-Szenario. Und dass man in Peking, mal eben, per Gesetz, stinkende Zweitakter verboten hat und Rikschas wie auch Mofas rein elektrisch fahren, sollte uns zeigen, was machbar ist. Ein Denkverbot für eine rein elektrische Business-Limousine mit Stern auf der Haube? Das gibt es nicht mehr.

Die Widerspruch im Alltag auf Chinas Straßen. Der 100.000 € SUV und die Elektro-Rikscha zum sammeln von Wertstoffen. Sie teilen sich einen Verkehrsraum.
Die Widerspruch im Alltag auf Chinas Straßen. Der 100.000 € SUV und davor die Elektro-Rikscha zum Sammeln von Wertstoffen. Sie teilen sich einen Verkehrsraum.

Weil es nicht stinkt

Selbst die Rikschas fahren mit einem Elektroantrieb. Sicher, man will nicht wissen, auf was für einer Akku-Konstruktion man sitzt und wer die Kupferdrähte des E-Motors gewickelt hat, aber Fakt ist: Man sitzt in einer Elektro-Rikscha relativ leise – aber brutal gefährlich. So zumindest der Eindruck als Europäer. Rikscha-Fahrer kümmern sich nicht um Einbahnstraßen, Fußgängerzonen und Ampel-Signale, man fährt, wo man fahren kann. Dass man in Chinas Hauptstadt die Zweitakter aus der Stadt verbannt hat und Mopeds wie Rikschas mit E-Antrieb fahren, hilft. Dennoch spürt man bei Tempo 40 förmlich den Partikel-Dreck in der Luft. Der Umstieg auf Elektromobilität erscheint unvermeidbar. Und Mercedes-Benz beteiligt sich, wie alle anderen Hersteller aus Deutschland, an Automobil-Herstellern aus China. Die offiziellen Dienstleister (Dieter Zetsche bezeichnet sich selbst gerne als den „obersten Dienstleister“ des Unternehmens) drücken die Verbundenheit zum Markt in China mit einer chinesischen Flagge am Revers aus. Was dem Besucher fast mehr auffällt als die Denza-Elektrofahrzeuge auf den Straßen Chinas. Zieht man die Förderungen in China ab, so kostet dieses E-Auto mit seiner Reichweite von knapp 300 km umgerechnet rund 37.000 €. Da relativiert sich der Hype um das Model S und man fragt sich: Warum kann man es in China umsetzen? Weil die Regierung Druck macht? Weil es am Ende eben notwendig wird? China. Ein Land, das man gerne in der Position der Nachrücker in der Industrie-Welt sieht. Das am Ende in vielen Disziplinen aber bereits weiter ist als wir …

Peking 2016 006 Eindrücke

Weil das „Ich“ zählt

Der Kommunismus der frühen Jahre Chinas gerät in Vergessenheit. Aus dem Wir wird ein Ich. Mit dem Wohlstand wächst der Wunsch zur Individualisierung. Auch in China. Ein exzellenter Zeitpunkt, um ein völlig neues Autohaus zu testen. Aus dem „freundlichen Mercedes-Händler“ wird der Mercedes.me Store.

Pünktlich zur Automobilmesse in Peking hat Mercedes-Benz im hippen Stadtteil Sanlitun den ersten Mercedes.me Store in China (nach Hongkong) eröffnet. Und sich entsprechend angepasst: Es wurde gleich einmal der „größte“ Mercedes.me Store weltweit! Anstatt nach Motoren-Öl riecht es nach Kaffee, anstelle von Schlagschraubergeräuschen aus der Werkstatt gelangt seichte Aufzugsmusik an das Ohr. Zeit für einen weiteren Wandel? Vermutlich. Das Geschäft ändert sich. Selbst noch in einer Auto-Werkstatt mit Vertrieb gelernt, empfinde ich den Mercedes.me Store als wundervolle kleine Welt des neuen, multimedialen, vernetzten Autokosmos. Service am Auto? Heute oft nur noch ein Fall für Bits und Bytes- Geschubse per Diagnose-Tablet. Dass man da über die Vertriebskonzepte der Zukunft nachdenkt, ist nur konsequent. Saubere Autos, saubere Finger. Maximal ein Kaffeefleck auf dem Hemd. Der in Sanlitun eröffnete und 2.400 qm große Mercedes.me Store verknüpft die unterschiedlichen Daimler-Welten. Smart, AMG und Mercedes-Benz – alles unter einem Dach. In einer Umgebung, in der man sich Zeit lassen will. Man fährt nicht in das Autohaus, weil man muss – sondern weil man will. Aus dem schnöden Autohaus-Besuch wird ein Erlebnis, in der man die Marke kennen lernt. Der gewaltige „me-Schriftzug“ vor dem Store ist da nur ein wenig subtiles Sinnbild für den Wandel, den nun auch die Chinesen durchmachen. Ein Volk besteht nun einmal aus vielen „Ich’s“.

Eine der Ideen für die Zukunft? Ein Tag der von 0 bis 13 Uhr geht ... oder so.
Eine der Ideen für die Zukunft? Ein Tag, der von 0 bis 13 Uhr geht … oder so.

Weil man nichts von heute auf morgen verändert

14.5 Milliarden. Auf diese Summe erhöht Mercedes-Benz in 2016 und 2017 die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Ein Teilbereich, den die Automobil-Hersteller gerne aus der Öffentlichkeit halten. Doch Mercedes-Benz bot in Peking auch einen Blick hinter die Kulissen. R&D nennen sich die Orte, an denen die automobile Zukunft geformt wird. Research & Development. Mercedes-Benz baut die eigene Präsenz in China weiter aus. Wobei nicht nur die Technik eine Rolle spielt. Der Chinese an sich hat es wenig mit Traditionen und so muss sich auch das Design anpassen. Da können wir jetzt als Deutsche grimmig dreinschauen, wer so viele Autos kauft wie die Chinesen, der bestimmt auch den Weg, den das Design geht. Zumindest bestimmt man es „mit“.

Autonom, vernetzt und lokal emissionsfrei. Die Vision der Zukunft für das Auto ist klar formuliert. Und um diese Ziele zu erreichen, stockt Mercedes-Benz die Zahl der Mitarbeiter vor Ort weiter auf. Während man auf der ganzen Welt daran arbeitet, die googles, Apples, Facebooks und Microsofts in das Auto zu bekommen, spielen in China gänzlich andere Hersteller eine Rolle. Eine Google-Implementation in der E-Klasse? Für den Kunden in China wert- und nutzlos. Tencent mit WeChat (eine Art WhatsApp), Baidu (das Google Chinas) und weitere lokale Anbieter müssen in China integriert werden. Und während man noch denkt, na ja, dann spielt man eben deren Software auf, erinnert man sich an den weiter oben genannten Punkt: 1.5 Milliarden Points of Interest, eine komplexe Sprache und der Wunsch die Bedienung per Sprache (lokal verarbeitet) zu übernehmen. Da wird einem bewusst – die Hardware-Anforderungen sind immens. Plötzlich ist nicht mehr Sindelfingen oder Sunny Vale der Maßstab, sondern Beijing. Es will ja niemand Windows 10 auf einem 386er installieren.

Für die Automobil-Industrie sind das massive Veränderungen. Zurück zum Flughafen geht es wieder auf dem Rücksitz einer S-Klasse. Wobei es auch die lange E-Klasse hätte sein können. Platz und Freiraum in einer Welt, einem Straßenverkehr, in dem sich der „Einzelne“ gerade erst entdeckt. Bis es soweit ist, werden Lücken gesucht und gefunden, wo wir Mittel-Europäer nur mit dem Kopf schütteln.

Peking 2016 002 Eindrücke

Fazit: Horizont-Erweiterung auf chinesisch und die Erkenntnis: China wartet nicht.

Nein. Ich bin nicht wegen den 14 Zentimetern Radstand nach China geflogen. Die E-Klasse mit dem langen Radstand spielt für uns keine Rolle. Doch genau da fängt der Denkfehler an. Denn wenn die Entwicklung so anhält, dann ist es nicht mehr die Frage, welche Rolle die Dinge für uns spielen – sondern welche Rolle wir für China spielen. Der Markt mag sich nicht mehr so explosionsartig entwickeln wie die letzten 10 Jahre – aber er verändert sich zu einem wertigen Markt. Einem Markt, an dem Veränderungen schneller akzeptiert werden. Der Blick zur E-Mobilität zeigt es, aber auch der Rundgang über die Messe: Die ganz merkwürdigen China-Autos werden weniger.

Dass man in China als Gesprächspartner junge Damen unter 30 mit Doktor-Titel bekommt, die einem nach höflichen ersten Gesprächsrunden in Englisch, später auf Deutsch Rede und Antwort stehen, sollte einem auch zu denken geben.

Am Ende waren es 8.000 km für frische Eindrücke aus einem Land, das uns so fern scheint. Aber doch näher ist, als wir denken. Was nicht nur daran liegt, dass dieser Artikel auf Hardware „made in China“ geschrieben wurde …

 

 

tl:dr:

Der Besuch in China tut not, wenngleich die automobilen Themen in diesem Fall – trotz mehr Radstand- kürzer ausfielen. China ist eine Marktmacht, die man sich immer wieder in Erinnerung rufen muss. Neben den reinen wirtschaftlichen Möglichkeiten muss man sich allerdings auch den Willen und die Leistungsbereitschaft der „jungen Generation von Chinesen“ vor Augen führen. Was man daraus lernt? Wenn Du nach China reisen kannst, tue es! Es wird Deinen Horizont erweitern.

Kürzer, journalistischer? Bitte: Interview mit Konzernlenker Dr. Zetsche und Peking, der ganz normale Wahnsinn. Vorstellung neue E-Klasse lang, und smart Brabus in Peking.

 

Autokauf trotz Blogger-Rant

Fehler in der Matrix

Wir müssen uns einfach daran gewöhnen. Der Blogger an sich, der ist da. Der geht auch nicht mehr weg. Ganz penetrant: Diese Auto-Blogger. Also Menschen, die Spaß an Autos haben und dann darüber erzählen möchten. 

2011 wurde dieser Blog gegründet. Seitdem blogge ich nur noch über Autos. Blogge ich? Bin ich? Schreibe ich? Urteile ich? Bin ich nicht doch eher ein Journalist? Das „über Autos bloggen“ hat sich verändert. Zumindest habe ich mich verändert. Als das mit dem „Auto bloggen“ ernster wurde, war mir klar: Ich muss mich anpassen. Okay. Nicht zu viel. Aber ich muss zumindest in den Strudel der Automobil-Journalisten. Nachdem mich die „motorpresse“ 2009 nicht haben wollte, fing ich an, in Eigenregie zu schreiben. Autos waren ja schon immer mein Ding. Und im Gegensatz zu vielen anderen Journalisten war ich kein Journalist, sondern jemand, der einen Vergaser zerlegen, eine Spur einstellen und die OBD-Schnittstelle findet. Kurzum: Ich kam vom Auto. Nicht von der Journalisten-Schule. Und ich kann ein Auto um ein paar Pylonen scheuchen. Recht flott. Das also musste reichen für den Weg zum Auto-Blogger.

Als Auto-Blogger wollte ich aber auch ernst genommen werden. Wollte mich gar anpassen. Der „Verband der Motorjournalisten“ nahm mich auf. Gab mir eine Obhut. Und ich passte mich an. Weg vom Blog, hin zu einem Magazin. Weg vom „Blogger-Stil“, hin zum Motor-Journalisten. Doch mit jedem Fahrbericht, der den Blog füllte, kamen auch die Zweifel.

Bist du im recht mit deiner Meinung? Was ist eigentlich die Meinung des Auto-Journalisten wert? Was glauben wir, bewegen zu können?

Der Journalist an sich ist ein kaum fehlbares Wesen. Habe ich schnell lernen müssen. Der Auto-Journalist an sich, der ist noch weniger fehlbar. Der Experte. Der Profi. Seine Meinung immer objektiv. Sicher. Unrüttelbar. Fest gemeißelt sein Urteil. Der Rest der Welt richte sich nun bitte danach.

Lächerlich.

Egal, wie sehr ich mich mühte, objektiv zu sein, es war doch immer ein Stück meines Weltbilds schuld am jeweiligen Urteil. Alles andere wäre auch zu naiv zu glauben. Der einzelne Autor ist ein „Einzelner Autor“. Objektivität ein Wunsch. Nicht das Ergebnis. Was also tun? Die Schläge von den „Fach-Redaktionen“ kassieren? Stellt man sich dort doch nur all zu gerne hin als „die letzte Instanz der Unfehlbarkeit“.  Je länger ich das nun tue, zu bloggen, als Auto-Journalist meine Meinung in diese Welt zu posaunen, desto mehr fällt der Vorhang. Wir kochen alle nur mit Wasser. Wir haben alle nur eine Meinung. Eine Momentaufnahme.

Und der Leser? Den kümmert es doch?

Ja, sicher.  Wenn er der gleichen Meinung ist. Ist er einer anderen Meinung, dann ist der Autor ein Depp. Aber halt. Blogger sind Influencer. Journalisten sind Meinungsbildner. Nicht? Ja. Aber. Das wirkt alles viel subtiler. Die Wirkung ist vergleichbar mit der medizinischen Wirkung von Homöopathie. Die Meinung des einzelnen Auto-Journalisten nur ein Tropfen einer Zehner-Potenz im Atlantik der Meinungen.

kommentar seat ateca
Da rantet man über das Auto? Und? Der Kunde kauft es dennoch!

Die Bestätigung landet in den Kommentaren

Einen Rant nennt man das meinungspralle, negativ intonierte „geblogge“. Wenn der Autor zur Polemik greift, entfernt er sich weit vom Journalismus. Die Kolumne des Proletariats, würde der Bildungsbürger wohl sagen. Dafür muss in einem Blog Platz sein. Denn hier bestimmt der Blog-Inhaber. Keine Redaktion siebt, verdünnt, filtert und kontrolliert die höchst subjektive Meinungsmache (a.k.a. den objektiven Auto-Journalismus). Das pralle Leben. Dafür lesen die Menschen Blogs. Gänzlich frei von jedweder Rücksicht auf die Marketing-Budgets lässt es sich im Blog noch wunderbar ehrlich, frei von der Leber schreiben. Denn ein Blog hat ja keine Angst vor wegbrechenden Werbe-Einnahmen.

Oder doch? Egal. Hier muss man es dürfen. Hier muss es passieren. Die Meinung. Ehrlich dazu stehend. Und denkt denn niemand an das Produkt? Die Arbeitsplätze? Ein Rant über ein neues Auto? Was mag die Presse-Abteilung denken? Nimmt denn niemand mehr Rücksicht?

Der Kunde liest, nimmt wahr und kauft dennoch

Je länger ich versuche, Profi zu sein, desto dünner wird die Luft der Glaubwürdigkeit. Desto müder das eigene Lob für die tolle Arbeit. Denn was zählt am Ende die eigene Meinung? Für den Leser ist es eine. Unter vielen. Und so verpufft der Rant. Der Leser kauft das Auto dennoch und kommentiert dies dann fröhlich unter dem Rant.

Was zeigt: Wir sollten uns selbst nicht zu ernst nehmen. Wir schreiben über Autos. Eine Meinung. Eine von vielen …

Und ich glaube, daran krankt die ganze Branche. An einer selbst geschaffenen Obsoleszenz. So viele Meinungen. So viele Aussagen. So viel Text. Und der Leser? Der glaubt doch eh, was er bereits zuvor wusste. Passt dein Rant zu seinem Pulsschlag, bist du im Recht. Erklärst du ihm, was er zuvor schon wusste – bist du im Recht und wirkst gebildet. Wohin uns das führt?

Auf jeden Fall zeigt das Beispiel vom Rant und dem Autokäufer: Blogs werden gelesen, aber wir (und damit meine ich den Auto-Journalismus) sind lange nicht so wichtig, wie wir gerne denken. Und dieser Beitrag? Hilft der denn nun?

Eventuell. Es ist ein Stück weit das klassische „Geblogge“. Eine Ansammlung von Wörtern, um sich Luft zu verschaffen. Gedanken nach außen zu tragen. Transparenz in der eigenen Meinungsbildung zu gewährleisten. Der Blogger an sich, ein egozentrisches Etwas. Und das Lustige dabei? Der Rant über das Auto, das am Ende dennoch gekauft wurde, stammt gar nicht von mir. Er stammte von einem Gast-Autor. Also, einem Gast-Blogger. Dem Ergebnis einer Umbildung des Blogs, hin zu einem Magazin. Ein Fehler in der Matrix sozusagen.

 

Auf die Fehler in der Matrix. Und Auto-Blogger. Und die Menschen, die Autos kaufen!

 

Die neue E-Klasse – Ein Blog-Artikel

Die Zeiten ändern sich. Als ich vor 8 Jahren mit dem „bloggen“ begann, wusste ich nicht wohin es führen wird. Als ich 2011 mein-auto-blog startete, wusste ich auch nicht wohin es führen wird. 2016 ist „bloggen“ bei den einen zum Alltag geworden, bei anderen ist „bloggen“ noch immer eine ansteckende Krankheit die man am besten in Quarantäne steckt. Ein Hersteller der mit dem Thema „Blog“ umgehen kann, ist Mercedes-Benz. Was früher die klassische Medienarbeit war, wird in einem Konzern wie Mercedes-Benz plötzlich zu einem „Multi-Channel-Cross-Media-What-ever-goes-around-24h-Business“. Aber man geht damit um. Man könnte die Medienarbeit der Stuttgarter Sternen-Buben vergleichen mit dem Wandel der E-Klasse. Womit ich dann zum Thema komme. Aber nur langsam – nannte man uns doch früher auch gerne mal „Zeitdiebe“, weil wir so um den Brei herum tippen.

Auf mein-auto-blog habe ich den Wandel des „klassischen Blogs“ hin zu einem Online-Magazin wohl ganz gut hinbekommen – dieser Artikel, heute Nacht geschrieben, mitten in Lissabon, soll aber wieder erinnern, so ein wenig, an die Zeit des „Bloggens“ – damals. Schnell und dreckig. Und ohne Lektorat.

Mercedes-Benz – Wenn der Wandel zum Alltag wird: Die neue E-Klasse

Erste Testfahrt im neuen Mercedes E350d

Mit einer E-Klasse bin ich zum ersten Mal gefahren, da nannte man sie noch nicht so. Da war es noch der 200er, vornehmlich als D. Ein behäbiger Saugdiesel in der W123 Baureihe. Heute fahren diese Autos noch immer – vor allem als Taxis in Nordafrika. Das alleine hat vermutlich das Image der mittleren Limousinen-Baureihe bei Mercedes-Benz geformt. Haltbar, ein wenig behäbig, aber zuverlässig und immer mit einem Stern auf der Haube. 10 Generationen zählt man in Suttgart auf, so richtig E-Klasse wurde es jedoch erst mit der Baureihe W124 und der Modellpflege. E200 Diesel – von da an ebenso zu haben, wie ein E500 mit Achtzylinder und feisten Kotflügeln.

Alles Fahrbericht, oder was?

Es wird in den kommenden Tagen einen klassischen Fahrbericht zur neuen E-Klasse auf mein-auto-blog geben, in diesem ersten Blog-Artikel soll es jedoch primär um die soften Themen geben. Weniger die Fakten, mehr die Feelings. Wenig journalistisch, rein subjektiv. Wie ein Auto-Blogger angeblich so ist. Mal schauen ob ich das noch kann.

batch_IMG_6326
[=“ “ ]

Die neue E-Klasse #live

Am 9.3. um 10:00 werden wir auf dem Facebook-Kanal von mein-auto-blog zudem einen Livestream zur neuen E-Klasse, live aus Lissabon starten, wer Lust hat, schaltet ein.

Erste Eindrücke von der neuen E-Klasse

„Das ist ja jetzt wie bei Audi“ – so die ersten Stimmen im Netz zur neuen E-Klasse. Was natürlich Bullshit ist. Denn das Design bei Mercedes-Benz wurde jetzt gerade erst einmal durch die ganze Familie gepeitscht, jetzt erst stehen die Modelle (Ausnahme die G-Klasse) beisammen und tragen einen Familiengesicht. Bei den Ingolstädtern scheint sich hingegen eine Jahrzehntelange Schockstarre erst mit dem Paukenschlag-Abgang von Piech zu lösen. Wir werden also noch zwei bis drei Jahre warten müssen, bis wir ein Urteil über die „Langeweile“ beim Design der Stuttgarter fällen können. Mir persönlich gefällt die E-Klasse sehr gut. Die S-Klasse ist gigantisch, bei der C-Klasse störte mich der kurze Radstand, hier und jetzt, bei der E-Klasse passt der Radstand wieder perfekt zu den Proportionen.

batch_IMG_6337

Technik-Angriff auf breiter Front

Über das Design lässt sich weiter streiten. Kann man mögen, muss man nicht. Spannend wird es jedoch bei den Technik-Details. Mercedes-Benz hat mit der neuen E-Klasse ein völlig neues Setup an Assistenzsystemen und den zugrunde legenden Hardware-Bausteinen aufgelegt. Während man die Hardware nicht sieht, machen sich die neuen Assistenten sofort nützlich. Ein Autopilot-Funktion wie bei TESLA gibt es nun auch bei den Stuttgartern. Nur mit mehr Netz und einem doppelten Boden.

Während man sich bei TESLA auf die Algorithmen verlässt, fährt Mercedes-Benz die Technik-Armada auf. Radar hier, Radar da. Stereo-Kameras und Sensoren, einmal rund um das Auto herum. Das Ergebnis? Die entschleunigte Autobahnfahrt, mit Stressfaktor Null.

„Wie war das Tempo hier“ Eine Frage die man sich in der Zukunft schenken kann. Mercedes-Benz packt einen intelligenten Tempomaten in die E-Klasse. Er weiß nicht nur alles, was er nicht weiß, sieht er auch noch. Er erkennt die Tempolimits und reguliert im Tempomaten die Geschwindigkeit auf die erlaubte Höchstgrenze ein.

Das man sich das alles als Fahrer anschauen kann, als wäre man im Kino, liegt an den beiden 12.3 Zoll großen Full-HD Displays im Cockpit. Auch hier – der Quantensprung der Stuttgarter. Okay, noch immer keine Touchscreens, aber, ein Touchpad in der Mittelkonsole und ein Dreh-  und Drücksteller der einwandfrei funktioniert. Dazu eine Sprachsteuerung die auch bei vielen Dialekten abseits der schwäbischen Alb nicht kapituliert.

batch_IMG_6357

E wie: Es geht einfach

Das größte Angebot an Assistenzsystemen ever. Eine fast schon als Autopilot nutzbare Unterstützung für die lange Autobahnfahrt. Ein Scheinwerfersystem an der Front, mit 84 einzeln steuerbaren LEDs. Im Innenraum gibt auf Wunsch, und für harte Währung, ein Burmester-Soundanlage den Insassen so richtig was auf die Ohren. Verwöhnsitze und die gelungenste Fahrwerksabstimmung seit man Luftfahrwerke als Option ordern kann – die E-Klasse macht alles richtig. Und sie macht es einem einfach.

Es bleibt beim „Taxi-Gefühl“. Einsteigen, Knopf drücken, los fahren. Natürlich kann man sich mit den ganzen Gimmicks anfreunden. Man kann sich stundenlang durch die Menüs des Bordcomputers zappen, kann aus dreihundert (??) Farben die Ambientebeleuchtung der eigenen Stimmung anpassen. Aber man muss es nicht.

Man kann auch einfach das solide Handwerk nutzen. Die Verarbeitung loben. Den Gangwählhebel auf D stellen und losrollen. 9-Gänge, ab Werk, in allen ab Start verfügbaren E-Klassen? Wer muss das wissen, wenn er doch vom Schaltvorgang eh kaum noch etwas mitbekommt?

Bei aller Veränderung, eines beruhigt an dieser ersten Ausfahrt: Steht man an der Ampel und der Motor hat sich nicht in den Start-Stopp-Modus verabschiedet, dann hört man ihn leise das alte Lied der E-Klasse Taxen nageln. Weit entfernt. Kaum mehr verknüpfbar mit den haptischen Empfindungen, aber es ist noch da. Irgendwo da vorne nagelt er noch. Der klassische Diesel.

batch_IMG_6341

Natürlich ein Diesel

Auch im Jahr 1 nach Dieselgate ist der Dieselmotor für die E-Klasse das Stil bildende Element. Wäre das Summen der Taxifahrer-Hymne verstummt, es wäre ein Stilbruch wie ein fehlender Stern auf der Motorhaube. Damit es noch lange brummt, das Taxi-Herz, hat Mercedes-Benz erst viel Geld in eine neue Motorengeneration gesteckt.

Doch davon später mehr.

Denn in diesem Augenblick fällt die Sperrfrist für die Berichterstattung. Und als „Blogger“ will man den arrivierten nicht nachstehen, wenn gleich es dieses Mal mit einem „Blog“ aus Lissabon gut sein muss.

Den klassischen Fahrbericht wird es jedoch auch auf mein-auto-blog geben, wie auch die Erkenntnis, dass man bei Mercedes-Benz zwar beides noch hat: Den summenden Diesel und den Stern auf der Haube – aber mittlerweile die Alternativen an Attraktivität gewinnen. Avantgarde, AMG und Plug-IN Hybride … der Wandel wird zum Alltag.

 

Mehr zur neuen E-Klasse? Jens hat sich auch den E350d vorgenommen. Mit mehr Details. Hier klicken … 

 

 

 

 

 

bjoern-mein-auto-blog

Fünf Thesen zum „Automobilmarkt der Zukunft“

Vor ein paar Tagen habe ich in der Huffington Post einen Artikel von Benjamin Prüfer gelesen. Er hatte 5 Thesen zum Automobilmarkt der „Zukunft“ aufgestellt. Und er hat sich vom „Statussymbol Auto“ verabschiedet!

Fünf Thesen zum Automobilmarkt der Zukunft

Tschüss Statussymbol?

Erst wollte ich schreiben: Alles Bullshit-Bingo. Alles nur Panik. Das übliche Listen-Posting, über das man auf Medien wie der HuffPo einfach ständig stolpert. Die 10 tollsten Titten der Welt. Die 10 besten Burger-Bestecke der Welt. Die 5 geilsten Jojo-Tricks der bartlosen Hippster. Die 10 besten Wählscheiben-Sounds der Vergangenheit. Aber dann fiel mir ein Denkfehler in meinen angedachten Rant auf:

„Benjamin spricht über die Zukunft – aber er sagt nicht, über welche!“

Morgen? In drei Jahren? In fünf? Fünfzehn? Fünfhundert?

Benjamin macht es sich in seinem Artikel sehr leicht. Am Ende steht nicht nur „mit Material der DPA“, auch im Artikel selbst bezieht er sich so gut wie nur auf Aussagen anderer. Auf Studien, auf Befragungen, auf vorgefasstes Material. Die eigenen Gedanken zum Automobilmarkt der Zukunft scheinen begrenzt – dennoch (oder deshalb?) – will ich seine fünf Punkte zum Anlass nehmen und meine eigenen Gedanken hierzu verbloggen.

1.) Selbstfahrende Autos werden sich durchsetzen

Völlig richtig. Wenn auch seine These: „Bis 2025 könnten 25% aller Neuwagen alleine fahren“, nur wenig konkret erscheint. In 10 Jahren? Ganz sicher werden wir in 10 Jahren einen Markt haben, der „selbstfahrende“ Autos anbietet. Mercedes-Benz arbeitet mit Hochdruck an diesem Thema und wenn in Detroit im Januar 2016 die neue E-Klasse vorgestellt wird, dann werden wir in diesem Fahrzeug bereits die ersten „teilautonomen“ Assistenten erfahren können. Die Zukunft ist schneller akut, als wir uns das Stand heute vorstellen können.

Dabei dürfen wir nicht vergessen: Die Techniken zum autonomen Fahren kommen nicht von den Automobil-Herstellern, sie kommen von den Zulieferern. Automobil-Hersteller sind nur diejenigen, die der Technik eine schicke Hülle verpassen.

Das autonome Automobil ist keine „Frage der Zukunft“ – das autonome Mobil ist bereits heute faktisch machbar. Es ist der „Markt“, der es akzeptieren muss.

2.) Apple und Google drängen in den Automarkt

Ich glaube eher an eine Zulieferer-Rolle von Apple und ganz sicher bei Google. Einen guten Grund liefert der Autor im übrigen in „These 4“ und verdreht dabei Ursache und Wirkung. Apple und Google werden „Machbarkeits-Studien“ zur „mobilen Autonomie“ liefern. Beide Hersteller sehen das Automobil als „Werkzeug“ an, nicht als Produkt.

Wie der Autor in These 4 anmerkt, sind sowohl Google als auch Apple mit Produkten vertraut, die eine gänzlich andere Marge versprechen. Beide Unternehmen sind in erster Linie Software-Produzenten, Hardware überlassen beide anderen. Daran wird sich auch beim Mobilitäts-Thema eher nichts ändern.

Die These müsste daher lauten: Apple und Google wollen Software für die Mobilität der Zukunft anbieten.

3.) Autos werden zu Smartphones auf Rädern

Autos werden nicht zu smartphones. Autos werden Mobilität mit sozialer Interaktion im virtuellen Raum verknüpfen. Sie werden Arbeitsplätze und „second home“ werden. Im F015 hat Mercedes-Benz eine sehr prägnante Vision vom „Automobil der Zukunft“ präsentiert. Allerdings sollte man in dieser „Vorhersage“, bei dieser These, auch mal die Eier haben und sich auf einen Zeitraum festlegen.  Bis wir uns dem „autonomen Fahren“ vollständig hingeben und Konzepte im Innenraum akzeptieren, wie diese zum Beispiel im F015 gezeigt werden, vergehen locker 25 weitere Jahre. Es wird eine ganze Generation überdauern, bis aus smartphone-Usern smart-mobile User werden.

Und hier sehe ich auch den Markt der Zukunft für Apple und Google. Über alle „smart devices“ hinweg wird man Nutzern Angebote machen wollen. Google wie auch Apple suchen den Weg in das Automobil, weil dieses bislang das letzte Refugium für Offliner ist.

Die Automobil-Industrie zeigt derweil eine massive Unfähigkeit, die eigenen Entwicklungszyklen derart zu beschleunigen, dass man das „smarte automobil“ auch ohne die beiden Silicon Valley-Größen umsetzen kann. Eine Kooperation wird daher unausweichlich werden.

4.) Die traditionellen Autohersteller werden zu Zulieferern der Software-Unternehmen.

Der Satz ergibt alleine unter der Betrachtung der Strukturen in der Automobil-Industrie schon keinen Sinn. Die „autonome Zukunft auf Rädern“ , die derzeit – wohl vermutlich – sowohl bei Apple als auch bei Google untersucht und realisiert wird, kommt nicht ohne die klassischen Zulieferer der Automobil-Industrie aus.

In seiner These widerlegt der Autor seine Vermutung jedoch gleich wieder. Automobil-Hersteller wie Mercedes-Benz oder BMW besitzen einen enormen Vorsprung bei der Entwicklung von Automobilen. Und sie verfügen über die Produktionsstätten. Anders als bei „Mobil-Telefonen“ lässt sich diese Infrastruktur nicht „mal so eben“ errichten. Und auch für „Bargeld-Giganten“ wie Google und Apple stellt eine solche Infrastruktur eine Investitionsgröße dar, die man sich mehrfach überlegen wird.

Die „traditionelle Autohersteller“ werden die Kooperationen suchen. Man wird sich für Software- und eventuell Mobilitäts-Lösungen (Infrastruktur auf Basis von Userdaten) verständigen. Das Auto der Zukunft wird auch in – und jetzt lege ich mich fest – 50 Jahren kein Logo von Apple oder Google tragen. Es werden Global-Player vom Schlage GM, Ford, Toyota, Mercedes-Benz oder Volkswagen sein.

5. Autos werden keine Statussymbole, sondern reine Fortbewegungsmittel sein

Vermutlich. Ja. So in 100 Jahren. Oder mehr. Doch bis dahin ist es Generationen von Autofahrern durchaus immer noch wichtig, welches Auto man fährt. In seiner These verweist der Autor des Artikels auf der HuffPo nur auf weitere Studien. Eigene Gedanken, wie man diese in einer These vertreten sollte, findet man leider auch bei diesem durchaus kontrovers zu diskutierenden Punkt nicht.

Seit bald 5 Jahren geistert diese „Studie“ von den „jungen Menschen, denen das smartphone wichtiger ist als das eigene Auto“ durch die Medien. Und immer wieder wird vergessen, dass wir nicht der Nabel der Welt sind. In Wachstums-Märkten wie China besitzt das Auto einen extrem hohen Stellenwert als Statussymbol.

Selbst in US-Großstädten ist die Frage nach der Mobilität ungebrochen. Denn neben den Mega-Citys sind es „Urbane-Flächen“, in denen „gependelt“ werden muss. Und da bleibt die individuelle Mobilität auch ein „Stil-Faktor“. Was denkt der Nachbar? Was meine Arbeitskollegen? Der Status des eigenen Autos ist noch lange nicht in Gefahr.

Am Ende bleibt die Frage offen. Über welche Zukunft spricht der Autor? Denn wenn er das „ganz große Bild“ sieht, ja – dann – aber auch nur dann, sind einige der Thesen vermutlich stimmig. Bezieht sich der Kollege auf die Zukunft in 150 Jahren? Dann ist mein Rant vergebens – denn dann erinnert sich a) niemand mehr an seine Thesen und b) wäre mein Rant nicht sinnig. 

Warten wir es ab … 

 

 

 

 

Das war 2014 für mich.

Don hatte diese Liste aufgebracht und ich finde sie gut. Daher ab nun auch hier, jährlich, der „Blog-Blogger-Bjoern“-Rückblick auf das vergehende Jahr – dieses Mal: 2014.

Beste Entscheidung: Es einfach mal mit LowCarb Ernährung zu versuchen.
Schlechteste Entscheidung: Im Bade-Mantel noch einmal in Richtung Pool zu marschieren. Im Oktober. In Paris.

Beste Anschaffung: Der „Herr-Sieht-Nix“ in einer Shopping-Mall in Riga. Das erste Mitbringsel für Lea.
Dämlichste Anschaffung: Der erste Elektro-Rasenmäher. War einfach viel zu klein.

Schönster Absturz: Im Bade-Mantel, im Oktober, in Paris. Danke Toby!
Schlimmster Absturz: Im Bade-Mantel, im Oktober, in Paris – ja, Danke, Toby!

Bestes Getränk: Ein Smoothie aus Gurken, Ananas, Birnen und Kiwis.
Ekelerregendes Getränk: 
Ein angeblicher Kaffee am Flughafen von Detroit im Januar.

Bestes Essen: Ganz klar die Peking-Ente, in Peking.
Schlimmstes Essen: Eindeutig der angebliche Ceasar-Salad im Westin Poinsett in Greenville.

Beste Musik: Der V8-Bariton des AMG GT S in Laguna Seca.
Schlimmstes Gejaule: Der jämmerliche Sound des Hybrid-SUV NX300h beim auffahren auf die Autobahn. Unterstützt vom lächerlichen Getrommel aus den Lautsprechern.

Beste Idee/Frage: Haben wir uns wieder lieb? Paris, im Oktober.
Dämlichste Idee/Frage: Du machst niemals einen Rückwärts-Salto in den Pool. Im Oktober, in Paris.

Beste Lektüre: Als Hörbuch: Der Anschlag von Stephen King.
Langweiligste Lektüre: Der Focus in der Business-Class der Lufthansa.

Bester, dreckigster, geilster Sex: Ich bin verheiratet.
Langweiligster Sex: Ich bin verheiratet.

Zugenommen oder abgenommen?
Gegen Ende des Jahres auf LowCarb umgestellt. 7 Kilo abgenommen. Vor Weihnachten den Weihnachtsfrieden und den Schweinebraten mit Klößen beschlossen. +3 Kg über die Feiertage.

Haare länger oder kürzer?
Grauer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich sehe wie ein Adler.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Deutlich mehr.

Der hirnrissigste Plan?
autohub.de noch weiter aufzubohren.

Die gefährlichste Unternehmung?
Den Bremsen des SUBARU WRX STI beim klöppeln über den Col de Turini blind zu vertrauen.

Der beste Sex?
Noch immer verheiratet.

Die teuerste Anschaffung?
Die Grundausstattung für Lea..

Das leckerste selbst gemachte Essen?
Der Weihnachts-Kuchen vor einer Woche. Mit viel Lebkuchen-Gewürz.

Das beeindruckenste Buch?
Bücher höre ich primär. Damit war es das Hörbuch von Stephen King: Der Todesmarsch.

Der ergreifendste Film?
Ist eine Serie: Braking Bad.

Die beste CD?
Muhaha…er hat nach der CD gefragt…muha…

Das schönste Konzert?
Nope.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Sicherheitsbeamten an Flughäfen…

Die schönste Zeit verbracht…?
Im Kreißsaal und dann im Auto. Egal ob in Kalifornien oder Süd-Frankreich.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Glück.

2014 zum ersten Mal getan?
Vater geworden. War gar nicht kompliziert …

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Alte Träume in Pläne gepackt und umgesetzt.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den Abschied von Jacky. Den Kater im Oktober in Paris. Die Nah-Tod Erfahrung in einer Charter-Maschine von Audi.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich missioniere nicht mehr!

2014 war mit 1 Wort … ?
Unfassbar-Wundervoll.

 

Subaru auf großer Blogging-Tour durch Europa

Sieben Autos, 28 Tage, 12.000 Kilometer: Subaru will es wissen und geht mit seinen sieben Modellen auf einen Härtetest der besonderen Natur. Die Reise führt die Subaru-Modelle Forester, Outback, Impreza, WRX STI, Legacy, Subaru XV und BRZ über sieben Stationen vom Nordkap bis ganz runter nach Sizilien. Immer dabei: ein Wohnwagen c’trend 475 FR der Marke Dethleffs. Ein interessanter Alltagstauglichkeitstest, den sich die japanische Automobilmarke da ausgedacht hat. Am 30. September ging die Reise los und ließ sich über den eigens dafür eingerichteten Blog verfolgen. Am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes ging die spannende Reise los, die nicht ganz unkomfortabel aussehen sollte.

Der auf 1.500 Kilogramm aufgelastete Wohnwagen bietet bis zu vier Personen Platz für eine komfortable Übernachtung und jede Menge nützlicher Hilfsmittel und Ausstattungsmerkmale. Aber natürlich sollen sich die Fahrer nicht nur ausruhen während der Tour. Auf dem Plan stehen noch interessante Aktivitäten wie Wintercamping in Norwegen, ein Angelausflug in Finnland, ein Segeltörn in Dänemark, ein Fahrsicherheitstraining in Deutschland, der Besuch eines österreichischen Gestüts sowie eine Offroad-Tour in Italien. Ein bisschen verrückt: eine Elch-Safari in Schweden ist ebenfalls Teil des Programms. Nach „Knut“ wissen wir ja alle, dass die Schweden einen liebenswerten kleinen Vogel haben. Aber warum auch nicht.

Die gesamten Stationen sind so ausgesucht, dass die Subaru-Modelle ihre eigensten typischen Stärken ausspielen können. Einige Stopps in den Subaru-Zentralen in verschiedenen Städten, ergänzt das Fahrprogramm um einige interessante Zusatzinformationen rund um die Allrad-Marke. Über die gesamte Reise wird fleißig gebloggt und über witzige Erlebnisse und interessante Probleme, mit denen das Team während der Reise zu kämpfen hat, berichtet. Beispielsweise als sich der Subaru Forester im Nordkap-Tunnel, der das norwegische Festland mit der Insel Magerøya verbindet, der besonderen Herausforderung stellen musste, den 1.500 Kilogramm schweren Caravan c’trend dort hindurch zubekommen.

Der Blog wird täglich mit kurzen Clips und Fotogalerien zum Ablaufe des jeweiligen Tages aktualisiert und Interessierte können so die gesamte Tour praktisch live begleiten. Offizielles Ende der Tour ist dann am 24. Oktober mit einem kleinen Zwischenfazit in Florenz, der letzten Zwischenstation vor Sizilien. Mal sehen, wie dieses Ausfällt, aber bei dem Reiseplan und den interessanten Erlebnissen bestimmt ganz ordentlich.

Wer Lust hat, die Reise zu verfolgen, kann das auf dem offiziellen Blog tun: http://7x7im4x4.de/

Versprochen

Auch 2014 wird es in „meinem“ autohub.de keine nervige Banner-Werbung mit Pop-Ups, Layover oder anderen klassischen und damit stressigen Werbemitteln geben!

Quality first

autohub.de ist ein professionelles Automobil-Blog. Eigene Meinung, eigene Artikel, eigene Inhalte. autohub.de bleibt ein professionelles Automobil-Blog. Daher werde ich mir auch in 2014 immer wieder Gedanken machen müssen, ob die Refinanzierung meiner Arbeit, das kostenfreie zur Verfügung stellen meiner Artikel –  mit Werbung sichergestellt werden kann. Und wenn ja, mit welcher Form der Werbung.  Nur eines ist klar und es bleibt auch so: Leser auf autohub.de werden niemals mit Bannerwerbung, die sich über die Artikel legt, genervt. Es wird niemals so genannte Layover-Werbemittel geben, die den Blick auf die Inhalte versperren. Mich persönlich nerven diese Werbeformen wie ein Pickel am Arsch. Ich selbst surfe auch auf vielen anderen Webseiten im Internet, jeden Tag. Und immer wenn ich mit lästigen Werbeformen konfrontiert bin, wird das Browserfenster geschlossen und ich suche mir die Informationen – oder die Zerstreuung – woanders.

Ich glaube, es geht da nicht nur mir so. Deswegen gibt es keine lästigen Werbemittel auf meiner Webseite. Als Automobil-Blogger der von seinem Blog lebt, bin ich froh über jeden Euro den diese Webseite verdient, aber ich werde dies nicht auf Kosten von Euch/Ihnen machen.

Es wird auch keine Spendenaufrufe auf dieser Webseite geben. Weder für eine neue Kamera, noch für Serverkosten. autohub.de ist ein kostenfreie Webseite mit den wichtigsten Informationen aus der Welt des Automobil-Alltags. Fahrberichte von „Jedermann-Autos“ und emotionale Momentaufnahmen aus der Welt der exclusiven Automobile. autohub.de wird auch in der Zukunft genau diese spannende Mischung anbieten.

Advertorials

Es gibt Themen, die finden den Weg in den Blog nur über eine Sonderwerbeform. Dabei handelt es sich um so genannte Advertorials. autohub.de wird keine Advertorials veröffentlichen, die nicht von mir (Bjoern) selbst geschrieben wurden. Denn auch bei dieser – in jedem Fall gekennzeichneten – Sonderwerbeform geht es um den eigenen Stil des Blogs. Aber auch für diese Werbeform kann ich versprechen: Es gilt ein besonderes Verhältnis für die Zahl der möglichen Advertorials. Denn dieser Blog wird seine Inhalte nicht aus Linkbaits und Advertorials bilden. Dieser Blog behandelt Auto-Themen! Und da können Advertorials nur die Ausnahme sein!

Qualität

Vier Augen sehen mehr als zwei. Und wenn ich doch weiß, was ich schreiben will, dann lese ich auch das, was ich schreiben wollte. Ein Blog mit nur einem Hauptberuflichen Blogger hat immer auch ein Qualitätsproblem. Done is better than perfect. Dabei schleichen sich immer wieder Tippfehler ein. Oder auch Grammatik-Ungetümer die man als Verfasser erst findet, wenn man den Artikel 6 Monate später noch einmal liest. Wenn man den Artikel noch einmal so liest, als wäre man der Leser – ohne eine Idee worum es eigentlich ging. Doch so lange können die Artikel nicht „auf Halde“ liegen. Was getippt wurde, muss raus. Es ist ein Wettbewerb der Medien entbrannt und google ist nur allzu oft unser Schiedsrichter. Daher gehört „Tempo“ zu den wichtigen Faktoren. Mit jeder Presse-Vorstellung zu einem neuen Fahrzeug, geht der Artikel auf meinem Blog in den Wettbewerb, mit (zum Teil)  sehr großen Verlagsangeboten. Ein Kampf gegen Windmühlen der nur gewonnen werden kann – wenn meine Leser, meine Arbeit honorieren. Liken Sie die Artikel, wenn er Ihnen gefallen hat. Verteilen Sie die Artikel. Erzählen Sie Ihren Freunden davon.

Doch die Qualitätsfrage bleibt noch offen.

Ich sehe dieses Problem und ich arbeite an genau diesem Problem! Ich will meinen Lesern gegenüber so transparent sein, wie meinen Partnern.  Daher auch die Erklärung an dieser Stelle.  Vermutlich könnte man dieses Problem durch simple manpower lösen. Aber – ein Blog ist eben kein Verlag. Und als Blog lehne ich viele Werbeformen ab, die heute für die Online-Angebote der Verlagshäuser normal sind. Wie eben Layover, die einen hohen Deckungsbeitrag liefern können, den Leser aber auch belästigen. An dieser Stelle dreht man sich im Kreis – daher nur so viel: mein-auto-blog.die wird auch 2014 an der eigenen Qualität arbeiten.

Aber nervige Werbung – die kommt nicht in den Blog! Versprochen! 

versprochen ist versprochen

 

Nissan 370Z – Fahrspaß-Oase oder Fata Morgana?

Er grummelt, er schnauft und dann brüllt er frei heraus. Was ein frei saugender V6 mit ordentlich Hubraum klanglich anstellen kann, ist im sonst so einfältigen Alltag von vernünftigen Autos eine Oase der Fahrfreude. Ausgerechnet Nissan, die Marke die mit dem Elektro-Kompakten Leaf einen auf „vernünftig“ macht, hat diesen wundervoll unvernünftigen Sportler mit grob geschnitztem V6-Motor im Programm.

Hubraum ist gleich Fahrspaß

Nissan 370Z Seitenansicht Test

Im Fahrbericht:

Nissan 370Z

Fahrspaß-Oase oder Fata Morgana? 

Lange Haube und kurze Überhänge und dazwischen einer intimer Platz für zwei. Der Nissan 370Z bietet genau so viel Raum wie man benötigt um zwei Menschen eine Portion Fahrspaß einzuschenken. Die lange Haube  wird eingerahmt von den markant geschnittenen Scheinwerfern und seit dem letzten Facelift blitzen LED-Tagfahrlichter an den Rändern der Stoßstange. Das Design ist pur und spricht den deutlichen Dialekt eines sportlichen Coupés.  Das Heck des 370 wird fast nur von den obszön breiten Hüften der hinteren Kotflügel geformt. Den Abschluss bilden Rückleuchten die den Z-Schwung der Frontscheinwerfer wieder aufnehmen. Zwei große runde Auspuffrohre , ein dezenter Flügel und eine im „Formel-1-Design“ platzierte Nebelschlussleuchte runden das gelungene Design des handlichen 370Z ab.

Nissan hat dem kleinen Bruder des Nissan GT-R ein paar optische Leckerlis gegönnt. In den Kotflügeln vorne blinkt es nicht, ohne jedes Mal auf den „Z-Ursprung“ hinzuweisen und die Türgriffe wirken wie kleine Aluminium-Kunstwerke. Japanische Coupés – die liebe zum Detail wächst…

Der Nissan 370Z – Pack – 7-Gang Automatik

Nissan 370Z Fahrbericht Albumfoto

Ein Tag in der Eifel

Einsteigen, Bremse treten, Startknopf drücken – dem tiefen brummen des V6 lauschen. Durchatmen, den Gurt fest an sich heran ziehen, den Wählhebel auf „D“ und langsam vom Parkplatz gerollt. Der Nissan 370Z hat alle Talente um die Welt drumherum vergessen zu lassen. Ein Sportler für den Ausgleich von Kopf und Geist. Ein kleine Insel der Fahrfreude im Alltag der trostlosen Einheitskisten. Dank der drei Zusatz-Instrumente auf dem Armaturenbrett kennt der Z-Pilot den genauen Zeitpunkt wenn das Motoröl in den Adern des V6 auf Betriebstemperatur kommt. Die erste lange Gerade, der Drehzahlmesser springt frei über die Skala. Der Motorsound wechselt vom rauchigen Timbre des Hubraumprotz zum aggressiven brüllen eines frei saugenden Sportmotors. Bei 7.000 Umdrehungen blitzt die rote LED im Drehzahlmesser auf und mahnt zum schnellen Wechsel der Gangstufen. Vierter Gang – der Japaner lässt die Baumwipfel der Eifelwälder im Zeitraffertempo vorbei wedeln, hartes anbremsen vor der ersten Kehre. Der mit 53 zu 47 Prozent fast optimal ausbalancierte 370Z lässt unter der maximalen Verzögerung der Brembo-Bremse die Hinterachse des 1.5 Tonnen Sportlers leicht werden.

An der Vorderachse verbeißen sich 245 Bridgestone-Reifen in die Asphaltflicken.  An der Hinterachse muss das 275 Millimeter breite schwarze Gold mehr arbeiten als es aus der Kehre wieder heraus geht. Mit 328 PS bei 7.000 Umdrehungen und dem Druck von 363 Nm bei 5.200 Umdrehungen wird der Spurt aus der Kurve zu einem Duell mit der Physik. Wer es hier zu sportlich mit dem Gaspedal meint, der erlebt wie die zwei Walzen am Heck den Ausfallschritt üben und sich in der Frage der Haftung geschlagen geben müssen.

Ohne ESP lässt sich der weite Schwung der Hinterachse in fast jeder Kurve provozieren – mit einer entblößenden Ehrlichkeit erzählt der 370Z dann von seiner Leidenschaft zum Drift.

Pilotenkanzel

Der Blick schweift über die lange Haube, das Lenkrad liegt gut in der Hand und die Schaltpaddel der 7-Gang Automatik sind griffgünstig und feststehend an der Lenksäule montiert. Einzig der Raum für den Fahrer könnte ein wenig mehr Variabilität vertragen. Das Lenkrad eventuell ein wenig näher zum Oberkörper und den Schultern noch ein wenig mehr Seitenhalt in den Sportsitzen gegönnt. Fahrer und Beifahrer sitzen dicht an der Hinterachse.  Ein intimer Augenblick für den Landstraßenritt.

Nach einigen Kurven haben sich Fahrer und Beifahrer auf den Schwung des Z eingeschossen, mit dem richtigen Moment an Last und Druck zieht der Z eine saubere Linie über die Eifelstraßen.

Spaß zu zweit, kann so einfach sein.

Nissan 370Z Innenraum Lenkrad Automatik

Downsizing ist für Baumkuschler

Mit dem frei saugenden V6 Motor hat Nissan ein Urvieh von Motor im Programm. Ehrlich, ein wenig rauh, aber immer da wenn man die Leistung fordert. Der intern VQ37VHR getaufte Motor hat nicht nur üppig Hubraum eingeschenkt bekommen (3.7 Liter) sondern kommt mit Vierventil-Technik und voll variabler Ventilsteuerung. Im Falle des Nissan VVL werden nicht nur die Zeiten der Öffnung, sondern auch die Größe des Ventilhubs stufenlos variiert. Das führt zu einem fulminanten Drehmomentverlauf bei gleichzeitig gesteigerter Drehfreude. Zwei Eigenschaften die sich eigentlich gegenseitig ausschließen.

Eine Start-Stopp-Automatik für den Motor,  ist im 370Z nicht vorgesehen. Wofür auch? Das sportliche Coupé will ausgeführt werden und sich nicht im Stopp&Go Verkehr deutscher Innenstädte die Reifen eckig stehen.

Der Testwagen war mit der 7-Gang Automatik ausgerüstet. Ein klassisches Wandlergetriebe und kein Doppelkupplungsgetriebe, aber mit der Fähigkeit, die Gänge binnen 500 Millisekunden zu wechseln. Zudem überbrückt die Automatik den Wandler, um so das Gefühl einer direkten Verbindung zwischen Motor und Achse zu vermitteln. Im Ergebnis dieser Bemühungen, fühlt sich das Automatik-Getriebe im manuellen Modus also nicht so weich und matschig an, wie man das bei einem Automatikgetriebe erst einmal fürchtet. Zudem wechselt es im M-Modus nicht von alleine in den nächsthöheren Gang, sondern überlässt dem Fahrer das Kommando.

Leistungsdaten:

PS

328

bei 7.000 U/min

Drehmoment

363

bei 5.200 U/min

Höchstgeschwindigkeit

250

km/h abgeregelt

Nissan 370Z V6 Motor Domstrebe

Das der 370Z nicht nur sportlich aussieht, sich sportlich anhört, sondern auch so fährt – dafür ist unter anderem auch eine Differentialsperre an der Hinterachse verantwortlich. Die lässt nicht nur die Möglichkeit für wundervolle Drifts zu, sondern sorgt dafür, dass beim harschen Gas-Einsatz am Kurvenausgang nicht die ganze Kraft am Kurveninneren Rad in teuren Gummirauch aufgeht.

In der „Pack-Ausstattung“ sind die wunderschönen 19″ RAYS-Leichtmetallfelgen enthalten:

Nissan 370 19 Zoll Rays Leichtmetallfelgen

Vorteile – Nachteile – Fazit … auf der nächsten Seite geht es weiter.

… weiter lesen … >>

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

___________________________________ 

Heike on the road ..

Wer mich kennt – wer den Blog kennt, der weiß wie geil ich Roadtrips finde.

Mit Heike hatte ich mir zu Beginn des Jahres beim #mbrt13 einen Wagen geteilt und vermutlich haben wir beide aus dieser Zeit extrem viel mitgenommen. Dieser Trip – einmal quer durch die USA – war einfach nur richtig, richtig geil!

Und jetzt komme ich zwar gerade von einem Blogger-Roadtrip zurück, aber das was Heike gerade macht, da wäre ich glatt sofort wieder dabei gewesen. Eine schöne Idee und eine noch schönere Strecke hat sich Heike ausgesucht.

Ich will hier nichts verraten – folgt Heike einfach auf Instagram oder schaut auf dem Blog von Heike nach … von mir nur soviel: Beide Daumen hoch für diese Idee!

24h Nürburgring 2013 – Impressionen vom Montagmorgen

Der Nissan 370Z mit der Startnummer 370 kommt zum planmäßigen Boxenstopp zu den tapferen Schraubern in der Nissan-Box. Nachdem es in der Nacht noch Probleme mit den Temperaturen des Differentials gab, sind diese nun behoben und der Zweitürer dreht unermüdlich seine Runden durch den, noch immer anhaltenden, Regen.

Mehr über den 370Z mit der passenden Startnummer, gibt es auch auf dem Twitter-Profil von Sebastian.  (Sebastian ist als Blogger direkt für Nissan in der Box tätig.)

 

Der neue CLA Werbeclip

Nicht jeder TV-Zuschauer mag sie, aber ohne TV-Werbung, kein TV – zumindest nicht mehr als 3 Programme wie früher :). Und manchmal sind die TV-Werbeclips ja sogar richtig lustig. Lustig ist der neue Clip für den CLA nur eingeschränkt, aber doch noch unterhaltsam:

Eine eigene Fahrzeugklasse will der CLA sein – der Werbeclip dafür wurde, wie immer, von Jung von Matt verantwortet.

Mir gefällt am besten die Stimme aus dem Off 😉 .. den CLA muss ich erst einmal fahren um darüber zu urteilen. Die Vorstellung des CLA findet ihr jedoch bereits hier im Blog!

Warum blogge ich?

Tom Schwede ist ein viel beschäftigter Mensch, denn neben seinem Vollzeit-Job betreibt er u.a. ein gut besuchtes Blog für Youngtimer und er schreibt seit diesem Jahr auch auf „die-testfahrer.de“ mit. Und sobald die Saison losgeht, hetzt er zu den Rennstrecken und kommentiert auch noch Youngtimer-Rennen.

Das scheint ihn aber nicht auszulasten, jetzt will er auch noch wissen – warum „andere“ bloggen und er stellt dazu auf seinem 1300ccm.de Blog die entsprechende Frage.

Warum blogge ich?

Ursprünglich aus Langeweile. Daraus wurde dann ein Hobby. Und als ich sah, dass es gut war – wurde es eine Passion. Und heute? Heute bin ich froh über diese Möglichkeit des „Self-Publishing“. Das Internet gibt jedem Menschen die Chance, seine eigene Meinung zu veröffentlichen. Eine grandiose Chance für die gesamte Menschheit.

Mit Autos beschäftige ich mich, seitdem ich 14 Jahre alt bin und heute kann ich es ja auch sagen, es ist verjährt: Angefangen hat es auch mit diesen Fahrstunden – im zarten Alter von 14 Jahren. Ich liebe dieses Gefühl der Freiheit. Ich liebe die Technik dahinter. Ich liebe die Dynamik. Vermutlich habe ich in den letzten 25 Jahren mehr Geld in Automobil-Zeitschriften investiert, als in alles andere.

Für mich ist Autofahren immer auch eine Lust und mich interessieren neue Autos mehr, als die alten. Höher, schneller, weiter. Stillstand ist Rückschritt und so fasziniert mich im Automobilen-Themenfeld die Entwicklung neuer Techniken, die ständige Suche nach der Perfektion. Technik die man erleben kann und auch der Wettbewerb auf der Rennstrecke.

Warum also blogge ich?

Weil es möglich ist, davon zu leben. Von einer Tätigkeit, die ich früher nur in einem großen Verlagshaus bekommen hätte. Jetzt jedoch frei von Zwängen und Dienstwegen. Frei von Doppelmoral und vorgespielter Unabhängigkeit. Bloggen ist leider ein viel zu weicher Begriff für diese Tätigkeit.

Im Prinzip „blogge“ ich nicht, ich mache einfach nur dass, was mir Spaß macht und zum Glück gibt es genug Menschen, die genau das lesen wollen.

 

Reicht Dir das, Tom?

SEOScore Bullshit

Es ist immer wieder da gleiche Thema. Wie gut ist die eigene Seite? Wie erfolgreich sind die Mitbewerber und wann kommt eigentlich der große Durchbruch?

Um den Erfolg und die Relevanz von Webseiten zu prüfen gibt es zwei Methoden: Entweder man kennt die Zugriffszahlen auf dem Server, oder man schätzt mit der Hilfe von zahlreichen Webranking-Tools.

Eines der Tools ist das rankpanel und der dort ausgewiesene SEOscore. Ich habe mir heute früh den Spaß gemacht und einfach mal geschaut, wie mein SEOScore wohl aussieht und ob er den Besucher-Wachstum der letzten Monate nachweisen kann.

Nun:

Er kann es nicht. Und anscheinend schert sich google einen Dreck um einen SEOScore, anders ist diese Diskrepanz nicht zu erklären. Denn trotz eines brutalen SEOScore-Einbruchs im zu beginn des letzten Jahres und eines zweiten im April des letzten Jahres, sind die Besucherzahlen (rot darüber gelegt) nur in eine Richtung gewachsen. Mit den üblichen Schwankungen durch Monate in denen mal mehr und mal weniger viel auf dem Blog los war.

Was also bringen Sichtbarkeitsindex und SEOScore? 

Habt ihr eine Idee?

Ein Blog im Blog :)

Früher war mehr „Blog“ – das höre ich derzeit manchmal. Und ja, es stimmt. Seitdem es zur Mode geworden ist, aus einem Blog, ein Blogozine zu machen, wird weniger „geblogged“ – dafür wird mehr Magazin-Text erstellt. Ich denke, es ist an der Zeit – auch in meinem Blog wieder ein wenig mehr Blog zu erstellen. Dazu ist dieser Bereich gedacht.

Diese Abteilung wird im übrigen nicht auf der Start-Seite aufgelistet, ist also eher für „insider“ gedacht.

Auf 2013 und das wieder mehr gebloggt wird 🙂

Road-Trip USA – Route 66 – L.A. -> Detroit

Auf einem 4.000 Kilometer langen RoadTrip braucht man die richtigen Mitfahrer und die richtige Musik. Die Mitfahrer hat Mercedes-Benz ausgesucht, die Musik suchen die Mitfahrer aus 🙂

Route 66 – Von Los Angeles nach Detroit

Nach der Ankunft in Los Angeles werden wir in „Carlsbad“ unsere Fahrzeuge übernehmen und dort übernachten.  Am nächsten Morgen, der Jet-Lag dürfte dann noch allen in den Knochen stecken steht die erste Etappe an.

Wer uns auf dem Roadtrip treffen möchte, weil er eh gerade in den Staaten ist – der sollte nun gut aufpassen, denn hier sind unsere Stationen im Überblick 🙂

  • 8. Januar Ankunft in Los Angeles
  • 8. Januar Übernachtung in Carlsbad
  • 9. Januar Abfahrt in Carlsbad
  • 9. Januar zur Mittagszeit in Las Vegas
  • 9. Januar Ankunft abends in Flagstaff

Wie es von Flagstaff aus weitergeht, das findet ihr hier im Blog 🙂

Aber wer fährt denn nun alles mit?

Mit auf dem Trip sind (in loser ungeordneter Reihenfolge):

Und welche Musik ist den Teilnehmern bisher für diesen RoadTrip eingefallen?

Das war der erste Gedanke von Heike:

Das war die erste Idee von Jan:

Hiermit hat sich Teymur identifiziert:

Das war die erste Idee von Sébastian:

Das der Song von Omar:

Und ich? Nun, was auf meinem Player drauf sein ist auf jeden Fall:

Ich denke – diese 4.000 Kilometer durch die USA werden extrem kurzweilig.  🙂

Jetzt nur noch Weihnachten überstehen und diesen Silvester …

Im Radio - DRadio Wissen

Mein erstes Mal: Im Radio

Es war für mich überraschend, aber nicht minder erfreulich. Die eMail von Konstantin Zurawski vor 10 Tagen in der ich gefragt wurde, ob ich generell Interesse hätte, eine Stunde im Radio zu einem „Online-Talk“ zur Verfügung zu stehen.

Rampensau goes Radio

DRadio Wissen war mir, ich muss es gestehen – nicht wirklich geläufig. Höre ich doch wenn ich Radio höre, zumeist SWR3 und wenn ich im Auto unterwegs bin, eher meine Playlist oder ein Hörbuch.  Also musste ich mich über die Homepage von DRadio erst einmal über das Programm kundig machen.

DRadio Wissen

Es stellte sich heraus, hier geht es nicht wirklich um ein populär typisches Radioprogramm „on the air“ sprich im UKW-Bereich, sondern um einen Digital-Radio Kanal, der über DAB ausgestrahlt wird und vor allem dadurch glänzt, dass man die Inhalte nicht nur live am PC hören kann, sondern auch später als MP3-Stream oder als Podcast abrufen kann.

Da zerbrachen meine Träume von der plötzlichen Radio-Karriere, dachte ich doch zuerst an das Millionen-Publikum einer Live-Sendung im öffentlich rechtlichen Rundfunk –  aber,  egal :).  Der Moderator Konstantin machte bereits per Telefongespräch vorab, einen freundlichen und interessierten Eindruck und konnte dann im persönlichen Kontakt vor Ort auch durch seine sympathische Art überzeugen. Zusammen mit dem nicht weniger interessiert wirkenden Kollegen Sebastian Sonntag hatte ich dann gestern eine extrem kurzweilige Stunde zwischen 11 und 12 Uhr im Studio vor Ort in Köln. Selten kamen mir 60 Minuten derart verkürzt vor und auch wenn ich um 11.01 Uhr noch ein wenig nervös war, die beiden Moderatoren gingen erfreulich locker mit mir und meinem Thema um. Am Ende – 11:59 Uhr fühlte ich mich gerade einmal warm gelaufen, aber da war die Sendung dann leider bereits wieder vorbei.

Bitte Ruhe - Sendung Radio

Wie war es im Radio?

Wie immer fühlt man sich vor allem ein wenig „ge-Bauch pinselt“ wenn sich Dritte für das eigene Thema interessieren – am Ende war es ein super lockerer Plausch, bei dem man fast vergaß, dass alles auch live im DAB-Radio zu hören war. Mensch – wenn meine Oma das noch mitbekommen hätte. Ihr Enkel live im Radio.

Mir hat es viel Spaß gemacht und wer wissen will, was ich im Radio zu erzählen hatte, der kann sich den Podcast von der Webseite herunterladen:

  • DRadio Wissen Podcast: „Über Autos schreiben“
  • DRadio Wissen Livestream: „Über Autos schreiben“
Mitsubishi Lancer 054 Evo X

Blogger Rundschau

Marco Stöhr war mit mir bei der nationalen Präsentation des Škoda Rapid unterwegs. Neben dem neuen Rapid hatten die Tschechen auch einen Oldie dabei. Nicht irgendeinen, sondern den ersten „Rapid“ – Kollege Marco hat dem „ersten Rapid“ einen eigenen Beitrag gewidmet:

Škoda 420 Rapid Baujahr 1934 » Škoda » Motor-inside.com

Škoda 420 Rapid Baujahr 1934 » Škoda » Motor-inside.comhttp://motor-inside.com/2012/10/23/skoda-420-rapid-baujahr-1934/Dem ein oder anderen Leser mag bekannt oder aufgefallenen sein, das ich großer “Altauto”-Freund bin. Oldtimer fast aller Hersteller und Baujahre haben es mir schon…

Videodreh mit Škoda: Meine geschätzten Kollegen Jens Stratmann und Milos Willing hatten die Gelegenheit, hinter die Kulissen eines Videodreh des Herstellers Škoda zu schauen und haben dies natürlich auch verbloggt:

Behind the Scenes: Skoda Range Werbung Teil 3/4 > Auto-Blog > Rad-ab.com

Behind the Scenes: Skoda Range Werbung Teil 3/4 > Auto-Blog > Rad-ab.comhttp://www.rad-ab.com/2012/10/24/behind-the-scenes-skoda-range-werbung-teil-34/Also, mit dem Skoda Rapid voller Teddybären ging es dann zu in einen Wald, dort waren wir aus Zeitgründen nicht beim Dreh dabei. Der Fahrer wechselt wohl zu einem Skoda Roomster…

Hinter den Kulissen: Skoda Werbespot Dreh in Prag – Teil 1 - Trends, Gadgets, Fashion und Lifestyle Trendlupe Blog

Hinter den Kulissen: Skoda Werbespot Dreh in Prag – Teil 1 – Trends, Gadgets, Fashion und Lifestyle Trendlupe Bloghttp://www.trendlupe.de/archives/2468-Hinter-den-Kulissen-Skoda-Werbespot-Dreh-in-Prag-Teil-1.htmlUnd genau so war es auch für die drei Fahrer, ein Straßen Abenteuer pur. Bei einigen Szenen war ich auch ganz froh nur hinter den Kulissen zu stehen und zu staunen wie z. B. ein…

Ich mag diese kompromisslosen Autos. Autos vom Schlage eines Mitsubishi Evo – wie von mir gefahren und verbloggt – oder sein Gegenspieler von Subaru – der WRX STi, gefahren von Sebastian:

Allradmonster Subaru WRX STi - Vier Räder für ein Halleluja!

Allradmonster Subaru WRX STi – Vier Räder für ein Halleluja!http://passiondriving.de/2012/10/24/unterwegs-im-allradmonster-subaru-wrx-sti-vier-rader-fur-ein-halleluja/Subaru WRX STi – die Ikone und Legende. 300 PS und Allradantrieb garantieren Fahrspaß pur. passion:driving hatte den Sportwagen im Test.
bjoern-mein-auto-blog

In eigener Sache – Facebook und Twitter

Es gibt eine neue Facebook-Seite und einen neuen Twitter-Account.

Natürlich habe ich bis gestern bereits eine „relativ“ erfolgreiche Facebook-Seite gehabt und mein Twitter-Account ist auch nicht schlecht gelaufen – aber ich denke, es war an der Zeit, autohub.de einfach stärker zu präsentieren.

Der bisherige Twitter-Account @dietestfahrer wird natürlich weitergeführt, für Themen die nur meinen Blog betreffen, werde ich jedoch in der Zukunft den neuen Account @meinautoblog verwenden.  Für mich persönlich wurde das auch notwendig um den Überblick nicht zu verlieren. Der Testfahrer-Account folgt auf Twitter auch vielen Marken. Der neue Account @meinautoblog wird nur noch Kontakten folgen, die ich persönlich kenne oder die auf einer einzelnen Persönlichkeit (keine Agenturen/Firmen) basieren.

Auf Facebook war die bisherige auto.und.motorsport Seite nicht nur mit eigenem Inhalt bespielt worden. Zusätzlich sind die unterschiedlichen Namen nicht besonders hilfreich. Ich denke es ist notwendig auf Facebook mit einer Seite präsent zu sein, die den gleichen Namen trägt, wie mein Blog.

Aber auch hier werden in Zukunft beide Seiten weiter betrieben. Die bekannte auto.und.motorsport wird wie bisher auch mit viel Content aus unterschiedlichen Automobil-Blogs betrieben, die neue Facebook-Seite meinautoblog wird nicht automatisch bedient, sondern von mir per Hand gepflegt.

Es freut mich wenn ihr in der Zukunft dem neuen Twitter-Account ebenso folgt, wie dem bisherigen und natürlich ist es ebenso genial, wenn ihr möglichst bald „Fans“ von der neuen Facebook-Seite werdet!

😉

Night at the museum 2.0 | The automotive blogger event

Nachts im Auto-Museum

Was passiert eigentlich Nachts in einem Automuseum?

Die Frage auf diese Antwort findet man in diesem Video:

Mercedes-Benz Fahrsicherheitstraining

Mercedes-Benz Fahrsicherheits-Training

Eigentlich habe ich ja wirklich keinen Bock darauf, aber ich muss es schon wieder sagen:

Mercedes-Benz, die tun was!

Während man in Ingolstadt noch nicht so genau weiß was man wirklich will, in Wolfsburg gerade erst aufgestanden ist und man in München noch tief und fest schläft, spielt der Daimler-Konzern mit seiner Automobil-Marke: „Mercedes-Benz“ die großen Trumpfkarten im Bereich social media und neue Online-Medien auf.

Und ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen: Ich bin kein Daimler-Fanboy. Wenn überhaupt, dann wäre ich ein Audi-Fan gewesen. Wobei ich auch absolut der „Generation Golf“ entspreche. Mensch, das war mal meine Automobile Heimat: Volkswagen und Audi. Aber was man in Stuttgart (nicht nur in Sindelfingen, zu Zuffenhausen komme ich später mal..) anpackt, das macht man richtig: Ganz oder gar nicht.

Das Beste oder nichts!

Während ich bei den Autos noch nicht vollends überzeugt bin (da ist Zuffenhausen näher am Slogan!)  – verwirklicht der Kommunikations-Bereich „social media und Blogger-Relations“ den Werbe-Slogan der Stern-Marke. Immer und immer wieder. Blogger und andere unabhängige Onliner werden in Stuttgart ernst genommen.  Ein weiteres wunderbares Beispiel dieser wunderbaren neuen Medien-Beziehung im Daimler-Konzern, konnte man am vergangenen Wochenende erleben.

Nachdem ich (war aber wohl nicht der einzige) dem Mercedes-Benz Social Media Profi frei heraus erzählt hatte, ich fände es ganz gut, wenn man mit Bloggern mal ein Fahrtraining veranstaltet, wurde so etwas tatsächlich durchgezogen. Wie geil ist das denn bitte? Es war aber auch wirklich sinnvoll, denn zu oft werden Blogger eingeladen und dann hopp-di-hopp in die 300+PS Kisten gesetzt und ab geht die Luzie. Dabei ist nicht jeder Blogger zugleich ein geübter Autofahrer. Anders als beim Motor-Journalisten (dort setze ich Fahrfertigkeiten voraus) – sind Blogger manchmal weniger nah an der Materie der Fahrdynamik.

Ein Fahrtraining gehörte für mich daher ganz klar zu den Grundlagen, die man als Auto-Blogger – oder Blogger mit automobilen Themen, vorweisen können sollte.  Und so haben die beteiligten Blogger das Mercedes-Benz Fahrtraining erlebt:

Mercedes-Benz Driving Events – Basic Training in Gross Dölln ›

Mercedes-Benz Driving Events – Basic Training in Gross Dölln › „Auto .. geil“http://auto-geil.de/2012/09/05/mercedes-benz-driving-events-basic-training-in-gross-dolln/Ich fahre jetzt seit gut 23 Jahren Auto. Ich hatte ein paar Unfälle, davon zwei bei denen ich wirklich viel Glück hatte. Wie jeder Autofahrer, der im Jahr mehr als 20.000 km im…

 

After Work: Mercedes-Benz Driving Center, Groß Dölln | DESIGNLOVR

After Work: Mercedes-Benz Driving Center, Groß Dölln | DESIGNLOVRhttp://www.designlovr.net/behind-the-blog/driving-design-mercedes-benz-driving-center-gros-doelln/Behind the Blog™! Vom Büro in die Disco: In der Werbebranche ein bekanntest After Work Szenario. Man stärkt den inneren Zusammenhalt der eigenen Agentur und die damit verbundenen synergetischen

The Car Addict: Improved by Driving Skills at #mbdrivingevents – more than just another AutoBloghttp://www.the-car-addict.com/2012/09/Mercedes-Benz-Driving-Events-Gross-Doelln.html#.UEdv2NbN94cLabels: Basic Training, deutsche Autoblogger, Driving Center, Erfahrung, Fahrsicherheitstraining, Groß Dölln, Mercedes-Benz Driving Events
Wie ein Indianer die Kurven lesen – Basic Fahrtraining mit Mercedes Benz » Köln Format

Wie ein Indianer die Kurven lesen – Basic Fahrtraining mit Mercedes Benz » Köln Formathttp://www.koeln-format.de/2012/09/05/wie-ein-indianer-die-kurven-lesen-basic-fahrtraining-mit-mercedes-benz/Im Viano düsen wir durch die Schorfheide nördlich von Berlin. Hier und da…

Und wie immer, wenn Jan (auto-geil) dabei ist, gibt es natürlich auch Bewegtbild:

 

Wo ich war?

🙂 Ich wäre auch eingeladen gewesen, aber ich denke das mehr als 100 Runden Nordschleife und eine ehemalige Nat.-C Lizenz ein Fernbleiben entschuldigt haben …  (Ich hoffe ja noch immer, irgendwann mal wieder aktiv im Motorsport tätig sein zu können.)

 

mit falken zur vln

Blogger Relations bei Falken

Falken ist ein Reifenhersteller, dies nur so als Information für die unter uns, die mit dem Namen erst einmal einen Greifvogel verbinden. Und was bei anderen Herstellern bereits Sache ist, nämlich eine Art „Blogger-Relations“ aufzubauen, das wird nun auch bei Falken zum Thema.

Schaut man sich das Falken Engagement in Deutschland an, so kennt man Falken vor allem als Namensgeber für das Rennteam „Falken Motorsports“ und deren Einsatz beim Langstrecken-Pokal am Nürburgring.  Ich persönlich verbinde Falken im Prinzip auch nur mit dem Motorsport-Engagement bei der VLN am Nürburgring. So habe ich viele Jahre lang, viel Spaß am Falken-Godzilla gehabt.

Beim 24-Stunden Rennen war der Allrad angetriebene Nissan Skyline GT-R immer ein Augen-und-Ohren-Schmaus der besonderen Turbofauchenden Art. Leider immer ein wenig glücklos – dafür mit umso mehr Fans rund um die Strecke.

Mittlerweile setzt man bei Falken Motorsport auf das Einsatzteam von Schnabl Engineering und auf die Eifel-Allzweckwaffe Porsche 911 GT3R.

Und um der frisch geschaffenen Basis der Blogger-Relations ein wenig Attraktivität zu verpassen, hatte Falken zum 44.sten Barbarossapreis, dem achten Lauf der diesjährigen VLN-Saison eingeladen. Für mich persönlich ein sehr gut passender Termin 🙂 – hatte ich doch bereits vor einiger Zeit beschlossen, mein Hobby zu einem festen Bestandteil des Blogs werden zu lassen.  (Rennberichte VLN  klick / klick)

Damit die teilweise weniger Motorsport und oder Langstrecken-Rennen erfahrenen Blogger und Journalisten (ja, es waren auch „Journalisten“ dabei und Überraschung, ganz liebe und nette) einen Eindruck bekamen, was man mit Slick bereiften Rennwagen auf der Nordschleife erlebt, durfte man am Freitag bereits eine Mitfahrt in Rennfahrzeugen des Dolate-Teams erleben. Eine feine Aktion.

Wenn auch (sorry ;)) nichts völlig neues für mich. Im Gegenteil. Es war sogar eine saublöde Idee. Denn nun stehe ich wieder da und überlege mir, wie ich wohl als „Pro-Blogger“ die Möglichkeit finde, wieder selbst Rennen zu fahren. Mensch. Diese blöde Faszination Nordschleife. Dieses blöde Erlebnis Slick-Bereifung. Ich muss – es geht nicht anders – wieder einen Weg finden. Das war mir nach der Runde neben Haro Holzer klar.

Ich denke der Spaß kam für keinen der Beteiligten zu kurz 😉 – auf diesem Weg, danke an Falken und danke an Dolate Motorsport und Haro Holzer für die Lounge und das anfixen mit dem Thema „selbst fahren“ … ! 😉

 Bloggers, just want to have fun 😉

Mit dabei waren auch: Jens Stratmann, (auch Jens), (auch Jens)  Marco Stöhr, Axel Griesinger, Volker Liedtke und Sebastian Bauer … u.a.

 

Mc Winkel testet ein 1-Stern Hotel

Wo der „MC“ absteigt, dort wimmelt es üblicherweise nur so von Sternen.

In diesem Fall war auf dem Hotel nur ein Stern – dafür waren umso mehr Sterne „im Hotel“. Merkwürdige Welt und der MC sieht auch ein wenig blass aus und wenn man mich um meine unbedarfte und selten beachtete Meinung bittet – dieser Portier verdient kein Trinkgeld 🙂

Ich hab gesehen, der MC Stratmann kennt mehr Hintergründe zu diesem wirklich merkwürdigen MC-Hoteltest-Video … 

.. und wie ihr schon am Vorschaubild erkennen könnt, in diesem 1-Sterne Hotel hat man sogar MC falsch geschrieben .. WC, pah!

Jaguar Blogger Day – Nachlese

Gerade einmal 3 Tage seit dem Event bei Jaguar vergangen, da fluten die Berichte über die Erlebnisse beim Jaguar „Blogger-Day“ im Rahmen des AvD-Oldtimer GrandPrix durch das Netz. Zeit einen kurzen Blick über die Grenzen des eigenen Blogs zu werfen und mal zu schauen, was die Kollegen so online gestellt haben.

Jaguar im Blogger Review

Nicole, die Auto-Diva schreibt zum Beispiel:

Elegante Linienführung innen und außen. Die Power, je nach Modell ist weit oben angesiedelt. Ein Jaguar ist kein Ökomobil, das will es aber auch nicht sein.

Zum Blog – Klick

 Fabian hat auf radical-mag geschrieben:

Als wir gerade fragen wollten, ob man an Bord auch essen und trinken dürfe, holt uns die Kompression der Fuchsröhre wieder in die Realität zurück.“

Zur Webseite – Klick

 Sebastian schreibt auf seinem passiondriving Blog:

Ist die XF Limousine bereits ohnehin ein besonderer Ausdruck klassischen Designs, gepaart mit sportlich muskulösen Zügeln, ist der XF-R die reinste Kraftpackung.“

Zum Blog – Klick

 Jan schreibt auf auto-geil.de:

„Nicht wirklich überzeugen konnte mich der digitale Tacho. Jaguar verwendet statt echten Rundinstrumenten nun ein Display auf dem virtuelle Rundinstrumente angezeigt werden. „

Zum Blog – Klick

 Kai Bösel schreibt im motoso-Blog:

„Der Hintern des Boliden ist wuchtig, aber sexy. Uns gefällt das extrem gut. Der Kofferraum ist groß, aber nicht riesig.“

Zum Motoso-Blog – Klick

Stefan Maaß schreibt auf autophorie.de:

“ Der doch beachtlich großen Raubkatze fehlt es an nichts und lässt keine Wünsche übrig, sie schnurrt wie eine lebensfrohe Hauskatze wenn man gemütlich die Natur genießen will und über die Landstraßen gleitet“

Zum Blog – Klick

Can Struck schreibt auf bycan.de:

„Leider hatte ich viel zu wenig Zeit mit dem XK-R. Wir konnten nicht warm werden. Ich konnte ihm nicht in der Waschanlage mit dem Schwamm die Konturen, Sicken und Kurven langfahren“

Zum Blog – Klick

Peter Ruch schreibt für sein radical-mag:

„Wir ziehen den Hut, denn ausser auf richtig heftigen Vortrieb muss man im XF auch mit dem kleinen Dieselmotor auf nichts verzichten. „

Zur Magazin – Klick

 

 Grandiose Fotos vom Event und den Miezekatzen gibt es bei Teymur – klick

 

Diese Fotos wiederum stammen von der Fotografin Muschalla, im Auftrag von Jaguar Deutschland:

 

Edit: Die Reihenfolge der benannten Blogs hat keine Bedeutung, so waren die eben im Browser-Fenster noch offen ;)
bjoern-mein-auto-blog

Die Exotik des publizierens

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann –

dann gewinnst Du.

Ein Zitat von Mahatma Gandhi und der Mann kennt sich wohl aus in der Frage, wie man ein System verändert.

Wieder einmal ist es soweit, die etablierten Kollegen werden nervös. Vor kurzem auf einer Presse-Veranstaltung eines Automobil-Herstellers aus Tschechien musste ich mir noch im O-Ton anhören, was Motor-Journalisten von Motor-Bloggern ausmacht:  Das Studium und die Lektoren im Verlag und so Spitzfindigkeiten wie: „..es ist nicht die letzte Woche..“ es war „..vergangene Woche..“ Nun – ich habe gelernt meinen Blutdruck zu kontrollieren, reibe langsam meine Ohrläppchen und denke: „Wuuuuhsa“. Der Herr Journalist möchte nicht gestört werden in seiner Traumblase. Lass ihn weiter schlafen.

Doch heute ist es wieder so weit.

„Auto-Blogger wollen nicht gelesen werden“

Diese schwachsinnige Überschrift verwendet heute ein Stefan Anker in einer Online-Kolumne der Welt. Neben der polemischen Headline hält auch der Rest des Textes ein paar nette Pauschalisierungen parat. Nachdem der erste „Kopf-Tisch“ Reflex überwunden ist, lese ich den Artikel in Ruhe ein zweites Mal. Und mit jeder Zeile wird deutlich, hier schreibt einer – hoch sitzend zu Roß – mit seinem alten Kampfmittel,  gegen die Windmühlen seiner Zukunft.

Lustigerweise setzt der gute Hr. Anker die Anzahl der Kommentare gleich mit der Gesamtreichweite. Und nachdem Hr. Stefan Anker bewiesen hat, das er keine Ahnung vom Internet hat, verläuft er sich auch noch in der Annahme – es gäbe nur einen Lesertypus und dieser will die Welt lesen. Verständlich. Das „Welt-Bild“ des Verlagswesen wackelt. Papier ist geduldig gewesen und der Traum der Reichweite wurde oftmals mit absurden Zahlen bunt ausgemalt. Doch nun – nun muss auch die Springersekte äh, die Online-Angebote der Springer-Verlagsgruppe, teilweise schon weit in die Netzwelten vorgedrungen, Geld verdienen.

Da kommen diese Blogger – diese rotzfreche Garde neuer Medien-Menschen daher und stellt die Buffett-Gesellschaft der alten Presse auf den Kopf.

Man kann meinem Kollegen Jens Stratmann nur gratulieren, hatte er doch die Größe, in seinem Bericht über das Zusammentreffen mit dem Totholz-Korrespondenten, nicht ein schlechtes Wort zu verlieren. Und Glückwunsch Nummer 2 an meinen Kollegen Jens rad-ab Stratmann, denn er hat wohl einen so prägenden Eindruck hinterlassen, dass sich Stefan Anker gezwungen sah – seine Zunft zu verteidigen.

Unterhaltsam auch der Hinweis,  auf die eigenen Neigungen, zum „Geschwafel“ zu tendieren – vermutlich müssen die letzten verbliebenen Springer-Korrespondenten dies können – da doch sonst der Rest der Inhalte auf den Angeboten der großen Verlagen von Medien-Agenturen hinzugekauft wird, deren Text-Qualität sich häufig nur in der Anzahl der benannten Serien-Ausstattungsdetails unterscheidet.

Ein persönliches Wort an Stefan Anker: Machen Sie sich keine große Sorgen – wenn die Verlagshäuser online weiterhin so planlos agieren wie bisher, dann bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit einen eigenen Blog zu schreiben. Unsere Leser stehen ja auf Geschwafel. Und nach ein paar harten Jahren zu Beginn, finden auch Sie eine Leserschaft. Hoffentlich.

Audi A3 Cabriolet

Audi A3 – Gefahren von meinen Freunden bei Sixt.

Audi A3 Cabrio Testbericht

Audi A3 Cabrio Testbericht
Audi A3 Cabrio Testbericht von SIXT

Kurz nach der Einführung des BMW 1er Cabrio, stellte der Autohersteller Audi sein neues A3 Cabriolet vor. Ein kleiner Roadster der Extraklasse der die bereits existierende Flotte an Cabrios erweitert.

Das neue Audi A3 Cabrio : Ein Premium Cabrio der Mittelklasse

Audi begann seine Erfolgsgeschichte der Cabrios mit dem Audi 80. Weitere Verkaufsschlager folgten mit dem A4 Cabrio und dem Audi TT Roadster. Das Audi 80 Cabrio war zudem das erste Auto mit Verdeck, welches serienmäßig mit einem Dieselmotor ausgestattet wurde. Das Audi A3 Cabrio ist das erste Kompaktcabrio der Automobilbauer.

Mit dem A3 wagte sich Audi 1996 erstmals in Segmente unterhalb der Mittelklasse vor und wurde rasch als Alternative in der Kompaktklasse angenommen. Zuerst nur als 3-, später als 5 Türer, konnte der A3 im Jahr 2004 als Sportback Version mit verlängertem Heck und mehr Platz für Insassen und Gepäck geordert werden

Um das Sportliche Ansehen des begehrten A3 noch zu steigern, spendierte Audi seinem A3 Cabrio ab Juni 2005 eine Modelpflege. Eindeutiges Erkennungsmerkmal der Facelift-Version ist der Singleframe-Kühlergrill und das Lenkrad im Singleframe-Design. Mit dem Facelift wurde unter anderem das Design dem A3 Sportback und somit auch dem konzerneinheitlichen Erscheinungsbild angepasst. Im Frühjahr 2008 gab es ein weiteres Facelift.

Das Audi A3 Cabrio wurde zudem mit LED – Tagfahrlicht und LED – Rückleuchten ausgestattet. Das vollelektronische Verdeck kann während der Fahrt innerhalb von 9 Sekunden bei einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h geschlossen oder geöffnet werden.

Auch wenn das Audi A3 Cabrio mit seinem Kofferraum Ladevolumen von 260 Litern nicht über dem des BMW 1er Cabrio liegt, ist der Platz im Innenraum bemerkenswert.

Mit seinen 4,24 Meter Länge, ist das A3 Cabrio 4 cm länger als der 3-Türige A3 und nur 5 cm kleiner als der Sportback. Selbst hinten können 2 Personen angenehm sitzen. Da kann das BMW 1er Cabrio mit seinem um 12cm kürzerem Heck nicht mithalten.

Sie wollen das Auto selbst testen? Dann , mieten Sie ein Audi A3 Cabrio bei der Sixt Autovermietung.

Das neue Audi A3 Cabrio : Eine ausgezeichnete Balance zwischen Komfort und Effizienz

Audi A3 Cabrio
Audi A3 Cabrio

Während der BMW 1er Hinterachsantrieb bietet, setzt Audi weiterhin auf Frontantrieb. Eine Quattroversion ist derzeit noch nicht in Sicht.

Auch wenn das Audi A3 Cabrio 85 kg schwerer als der normale A3 ist, ist das Fahrverhalten exzellent.

Die elektrische Lenkung und das abgestimmte sportliche Fahrwerk sind präzise und sicher,

Auch bei schneller Fahrt werden die Insassen durch die sportlich geformten Sitze in Position gehalten.

Der Kompromiss zwischen Komfort und Handling sorgt für optimalen Fahrspaß.

Was die Motoren betrifft, bietet das A3 Cabriolet zwei Benzinmotoren (1.8 TFSI 160 PS und 2.0 TFSI 200 PS) und zwei Dieselmotoren (1,9 TDI 105 PS und 2.0 TDI mit 140 PS Common-Rail-Diesel – Einspritzung).

Obwohl das Gesamtkonzept zwischen Motor und 6 Gang Schaltgetriebe schon stimmig scheint, bietet das Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic für sportliche Fahrer einen hervorragenden Sport-Modus mit Schaltwippen und somit zusätzlichen Fahrspaß.

Das neue Audi A3 Cabrio : Kompakt jedoch auch elitaer ausgestattet

Das neue Audi A3 Cabrio kann in vier Ausstattungsvarianten geordert werden.

Audi A3 Cabrio
Audi A3 Cabrio

Die erste enthält neben den klassischen elektronischen Hilfen, wie ABS und ESP, welche längst zu Audis Grundausstattung gehören, 6 Airbags, Zentralverriegelung, 4 elektrische Fensterheber, eine manuelle Klimaanlage, Radio / CD sowie 16-Zoll-Leichtmetallräder.

Die zweite Variante ist umfangreicher ausgestattet. Sie verfügt über ein weiterentwickeltes Funksystem, ein Sportfahrwerk mit einer Absenkung der Karosserie um 15 mm, automatische Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, 17 Zoll Leichtmetallräder, Sportsitze, Sportlenkrad und Bordcomputer.

Die S-Line Ausführung verfügt zusätzlich über 18 Zoll Aluminiumfelgen, sportliche Sitze aus Leder oder Stoff sowie Xenon-Scheinwerfer.

Die Premium Luxury Version bietet zusätzlich Bi- Xenon-Scheinwerfer, ein vollautomatisches Verdeck, Licht- und Ablagenpakete, Parkassistent und Leder-Sportsitze.

Die Liste der frei wählbaren Ausstattungsoptionen ist breit gefächert: adaptive Scheinwerfer, Berganfahrassistent, Parkassistent vorn und hinten etc.

Disclosure: Das war ein von SIXT bezahlter Beitrag. So sehen also Fahrberichte aus, die von „Content“ und SEO-Profis erstellt werden. Ihr könnt mir in den Kommentaren gerne Eure Meinung hierzu sagen. Im übrigen habe ich ja auch eine Meinung zu Sixt! [klick]