BMW 740e iPerformance – Sparen ohne Verzicht

…gut ok, von Sparen kann aufgrund eines Basispreises von rund 92.000 nicht die Rede sein. Dennoch gibt sich der neue BMW 740e iPerformance zurückhaltend – zumindest, was seinen Antrieb anbelangt. So werkeln unter seiner gewölbten Haube nun vier Zylinder, die eine Kooperation mit einem E-Motor eingehen. Das Ergebnis sind aber gar nicht so sparsame 326 PS, was den Verzicht wieder erträglich erscheinen lässt. Hier kommen ein paar Details zum Einstiegs-Hybriden in die bayerische Oberklasse. Read more

BMW-7er-Jubiläumsmodelle – Nix mit Kuli

Zum 100. Geburtstag der Marke beschenkt BMW seine Kunden mit einem Jubiläumsmodell des 7er: Die weltweit auf 100 Exemplare limitierte Sonderedition „The next 100 years“ der Oberklasse-Limousine gibt es als Acht- und Zwölfzylinder sowie Plug-in-Hybrid, Basis ist immer die Langversion des Münchner Flaggschiffs.

Immer inklusive ist ein ebenfalls in begrenzter Auflage gefertigter Montblanc-Füllfederhalter, der auf die Farbe des Autos abgestimmt ist
Immer inklusive ist ein ebenfalls in begrenzter Auflage gefertigter Montblanc-Füllfederhalter, der auf die Farbe des Autos abgestimmt ist

Eine spezielle blaue Außenfarbe, feinste, helle Vollleder-Ausstattung und 20-Zoll-Leichtmetallräder gehören unter anderem zum Ausstattungsumfang der von der Individualisierungs-Abteilung von BMW gefertigten Sonderserie. Neben dem V8 (330 kW/450 PS) stehen Plug-in-Hybrid (240 kW/326 PS) und V12 (448 kW/610 PS) als Motorisierungen zur Wahl. Achtzylinder und Hybrid sind wahlweise, der Zwölfzylinder ist immer mit Allradantrieb ausgestattet.

Zum Preis haben die Münchner sich noch nicht geäußert, die günstigste Version – der Plug-in-Hybrid – dürfte aber deutlich oberhalb von 100.000 Euro liegen. Interessenten müssen sich beeilen: Für den deutschen Markt sind nur zwei der 100 Exemplare vorgesehen. Immer inklusive ist ein ebenfalls in begrenzter Auflage gefertigter Montblanc-Füllfederhalter, der auf die Farbe des Autos abgestimmt ist.

News: Neue BMW 7er-Versionen in Genf – In verschiedener Hinsicht elektrisierend

BMW bringt den 7er in gleich zwei neuen Versionen mit zum Frühlings-Messeauftakt Anfang März: Auf dem Genfer Autosalon (3.-13. März) debütiert das Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, zusammen mit dem Plug-in-Hybrid 740e iPerformance in drei Varianten. Die Teilzeit-Stromer-Versionen der Oberklasse-Limousine läuten auch eine neue Nomenklatur der Plug-in-Modelle bei BMW ein.

Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Regulär wird der Vortrieb bei 250 km/h abgeregelt, mit dem optionalen M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h das (ebenfalls elektronisch begrenzte) Limit erreicht. Das Hochleistungsaggregat verbraucht laut Werksangaben 12,6 Liter/100 km. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig mittels 8-Gang-Automatikgetriebe, das sportlich optimiert worden ist. Äußerlich gibt sich das neue Topmodell unter anderem durch das M-Aerodynamikpaket und 20-Zoll-Leichtmetallräder zu erkennen.

Luxuriös präsentiert sich das Topmodell nicht nur unter der Haube, sondern auch im Innern
Luxuriös präsentiert sich das Topmodell nicht nur unter der Haube, sondern auch im Innern

Neben dem 740e iPerformance feiern auch Langversion 740Le iPerformance und Allrad-Modell 740Le xDrive iPerformance in Genf Premiere. Angetrieben werden die Plug-in-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert.

Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km. Mit Allrad sind es 2,3 Liter, hier wird die Kraft beider Motoren permanent und bedarfsgerecht zwischen den Vorder- und Hinterrädern verteilt. 40 Kilometer elektrische Reichweite gibt BMW an (Allradversion: 37 km). Die Beschleunigung von Null auf 100 km/h liegt bei 5,6 Sekunden für den 740e iPerformance, die Langversion braucht 0,1 Sekunden mehr, die Allrad-Version ist 0,1 Sekunden schneller. Optional sind die Plug-in-Hybrid-7er mit Laserlicht ausgestattet.

Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h
Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h

Um den Technik-Transfer vom BMW i zur Kernmarke besonders deutlich zu machen, erhalten die fünf Plug-in-Hybrid-Modelle der Münchner, beginnend mit dem 7er, ab Juli 2016 die zusätzliche Bezeichnung iPerformance. Nach außen kenntlich gemacht wird das durch das BMW i-Logo an der vorderen Seitenwand, für die Submarke typische blaue Elemente in Niere und Radnaben und ein e-Drive-Logo auf der C-Säule.

News: BMW 7er – Der reagiert auf Handzeichen

Der neue BMW 7er, den BMW auf der IAA (17. bis 27. September) erstmals dem Publikum zeigt, ist prall gefüllt mit modernster Technik und trotzdem leichter, agiler und sparsamer als bisher. Zum Preis von 81.900 Euro kommt die Oberklasse-Limousine in Kurz- und Langversion und Motoren mit Leistungswerten zwischen 195 kW/265 PS und 330 kW/450 PS im Herbst auf den Markt.

Äußerlich fällt der Generationswechsel vor allem an der Front auf, wo sich die Scheinwerfer nun wie schon beim 3er bis zur Kühlergrill-Niere in der Mitte ziehen. In der Länge legen 7er (5,10 Meter) und Langversion (5,24 Meter) leicht zu, das Gewicht allerdings sinkt dank umfangreicher Leichtbaubemühungen. 130 Kilogramm weniger als der Vorgänger wiegt das aktuelle Modell, unter anderem durch den umfassenden Einsatz von Karbon-Bauteilen.

Für angemessenen Vortrieb sorgen ein Benzin- oder Diesel-Aggregat mit sechs Zylindern und 240 kW/326 PS (740i) beziehungsweise 195 kW/265 PS (730d) Leistung, sowie ein V8-Benziner (330 kW/450 PS) und der neue Plug-in-Hybridantrieb (240 kW/326 PS), der 2,1 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen soll.Sparmeister unter den konventionellen Aggregaten ist der Einstiegs-Diesel 730d mit 4,5 Litern/100 km. Eine Achtstufen-Automatik verteilt die Kraft auf die Hinterräder oder optional auf alle vier Räder.

Einige Extras feiern im neuen 7er Weltpremiere: So die Gestensteuerung, bei der der Fahrer bestimmte Funktionen mit einer Handbewegung bedienen kann. Oder das automatische Einparken, bei dem der Fahrer neben dem Auto steht. Der Lenk- und Spurhalteassistent, der vor allem auf der Autobahn zum Einsatz kommt, kann die Oberklasse-Limousine teilautonom steuern. Optional sind Extras wie Allradlenkung oder Massagefunktionen für die Sitze erhältlich, serienmäßig hat der 7er Luftfederung und adaptive Fahrwerksregelung.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Premiere des neuen BMW 7er – Park schon mal ein

Das Geschichtsbuch des Jahres 1977 ist prall gefüllt. Jimmy Carter wird US-Präsident, in Deutschland wütet die RAF, Abba beherrscht die Charts und Elvis Presley verlässt die Lebensbühne. Aus Hollywood kommt der „Krieg der Sterne“ in die Kinos. Auch München erlebt eine Art „Star Wars“: Denn der erste große Siebener von BMW bläst zur Attacke gegen den scheinbar unschlagbaren Stern, die S-Klasse von Mercedes. Eine unendliche Geschichte, deren jüngstes Kapitel jetzt beginnt. Aus dem Duo der Siebziger Jahre ist inzwischen ein Trio geworden, das die Reichen und Mächtigen dieser Welt mit Luxusautos der besonderen Art versorgt. S-Klasse, Audi A 8 und eben jener 7er von BMW beherrschen die reservierten Chefparkplätze und Regierungsfuhrparks.

„Im neuen 7er steckt unser ganzes Wissen und unsere ganze Leidenschaft“, sagt der neue BMW-Chef Harald Krüger, der erst einen Monat im Amt ist. „Wir setzen neue Maßstäbe und vollziehen einen Quantensprung bei den Assistenzsystemen“, ergänzt Entwicklungschef Klaus Fröhlich. „Moderner Luxus muss schlicht sein“, beschreibt Chefdesigner Adrian van Hooydonk seine neueste Kreation. Die Münchner Führungsriege schwelgt bei der Premiere ihres Flaggschiffs in professionellem Selbstbewusstsein. Und hat einige Superlative parat: Das klügste Auto der Welt, das leichteste und sparsamste seiner Klasse und das erste Auto, das ohne Fahrer an Bord einparken kann. Alles gut verpackt in einem neuen Kleid, das allerdings das bisherige Modell nicht alt aussehen lässt. „Wir haben eine eher konservative Kundschaft, die radikale Änderungen nicht verzeihen würde“, meint ein hochrangiger BMW-Manager hinter vorgehaltener Hand.

Neu ist er trotzdem, der um drei Zentimeter gewachsene, jetzt 5,10 Meter lange Nobel-BMW. Die größte Kühler-Niere aller aktuellen Modelle, beidseitig von den schmalen LED- oder Laserscheinwerfern berührt. Scharfe Falze auf der Motorhaube, nur eine markante Karosserie-Linie dagegen an den Seiten, die zudem mitten durch die Türgriffe führt. Das Heck kommt wie gehabt bullig und optisch recht kurz daher, trägt schlankere LED-Rückleuchten als bisher. In Summe wirkt der 7er trotz gleicher Breite präsenter und wuchtiger, behauptet souverän seine Stellung als sportlichste Interpretation einer Luxuslimousine.

In Summe wirkt der 7er trotz gleicher Breite präsenter und wuchtiger, behauptet souverän seine Stellung als sportlichste Interpretation einer Luxuslimousine.
In Summe wirkt der 7er trotz gleicher Breite präsenter und wuchtiger, behauptet souverän seine Stellung als sportlichste Interpretation einer Luxuslimousine.

Den Innenraum nennt BMW jetzt „Executive Lounge“ und meint damit vor allem die noble Ausprägung der hinteren Sitze, von der aus die meisten der künftigen Eigner auf Tour gehen. Neben feinen Materialien, die in der dicken Preisliste auf Bestellung warten, gibt es viel Platz für Manager-Beine. Vor allem natürlich in der nochmal um 14 Zentimeter längeren L-Version. Die rechte Vordersitzlehne kann vorgeklappt werden, so dass dahinter eine Art Ruhesessel möglich wird, dessen Nutzer sich dank einer ausfahrbaren Fußstütze lang machen kann. Natürlich kopiert BMW die Parfum-Beduftung der S-Klasse, bietet Massagefunktionen und neben der Sitzheizung auch die Kühlung. Gesteuert wird alles auch durch eine Art iPad, das in der hinteren Mittelkonsole seinen festen Platz hat und auch herausnehmbar ist.

Das Cockpit des Chauffeurs oder auch selbstfahrenden Besitzers wird von volldigitalen Instrumenten und dem großen Monitor beherrscht. Diverse Funktionen können auch durch Gesten mit der Hand gesteuert werden. Wischen beim Beenden eines Telefonats, eine Drehbewegung der Finger beim Regeln der Lautstärke und vieles mehr. Alles beobachtet von einer gezielt angebrachten Kamera. Der Monitor kann aber auch per Touchscreen bedient werden, was bislang in der Luxusklasse als verpönt galt. „Die Menschen haben sich inzwischen an die zurückbleibenden Fingerabdrücke gewöhnt“, erklärt Elmar Frickenstein, der Chef für die Elektrik und Elektronik. Das silberne einst von BMW erfundene und überall kopierte Dreh-Drück-Rad zwischen den Vordersitzen bleibt aber erhalten.

Unterm Blech lauert eine der wichtigsten Neuerungen im bayerischen Flaggschiff. Die Karosserie besteht aus einem Materialmix aus Karbon, Stahl, Aluminium und Magnesium, ist um über 200 Kilogramm leichter. Allerdings bleiben davon durch diverse neue Einbauten für Komfort oder Sicherheit nur 130 Kilo übrig. Immer noch genug, um neue Bestwerte beim Verbrauch zu ermöglichen. Sparmeister ist der 195 kW/265 PS starke Einstiegs-Diesel 730d mit nur 4,5 Liter Normverbrauch auf 100 Kilometer. Ebenfalls auf einen Dreiliter-Sechszylinder setzt der 740i Benziner (240 kW/326 PS) der sich 6,6 Liter genehmigt. Selbst der stärkste 7er mit seinem 4,4-Liter Achtzylinder (330 kW/450 PS) ist mit 8,1 Liter deutlich genügsamer als bisher. In Summe schafften die Ingenieure bis zu 20 Prozent weniger Verbrauch. Später folgt ein Plug-In-Hybrid, dessen an der Steckdose aufladbare Batterie für 40 Kilometer rein elektrischen Fahren reicht. Theoretischer Verbrauch: gerademal 2,1 Liter auf 100 Kilometer. Bei allen Versionen greift wie gehabt ab 250 km/h die elektronische Tempobremse.

Das Cockpit des Chauffeurs oder auch selbstfahrenden Besitzers wird von volldigitalen Instrumenten und dem großen Monitor beherrscht.
Das Cockpit des Chauffeurs oder auch selbstfahrenden Besitzers wird von volldigitalen Instrumenten und dem großen Monitor beherrscht.

Die neue BMW-Leichtigkeit des Seins soll zudem ein beschwingtes Fahrvergnügen bieten, das durch serienmäßige Luftfederung und Fahrwerksregelung ebenso unterstützt wird wie durch die optionale Allradlenkung oder den Allradantrieb. Hier kommen dann auch die weiter verfeinerten Assistenzsysteme ins Spiel. Wie zum Beispiel eine Art Autobahnpilot, der dank Spurerkennung bis 210 km/h auch selbsttätig um Kurven lenkt. Acht Sekunden lang kann dabei die Hand vom Steuer genommen werden.

Die Weltpremiere: Der künftige Fahrer kann aussteigen, wenn es um das Einparken in Garagen oder sogenannte Kopfparkplätze geht. Ein Knopfdruck im Schlüssel lässt den 7er in die Lücke gleiten, Kameras entdecken mögliche Hindernisse. Beim Längsparken in Straßen geht das noch nicht, hier muss ein Mensch hinterm Steuer sitzen, kann sich allerdings entspannen. Denn sein BMW lenkt dabei nicht nur automatisch, sondern gibt auch Gas, bremst und schaltet.

All das hat seinen Preis. Mit 81.900 Euro steigt beim Diesel das Eintrittsgeld für die 7er-Reihe um rund 5.000 Euro. Der starke Achtzylinder kostet 107.500 Euro. Die vielen Feinheiten der Preisliste werden nochmal mindestens 10.000 Euro verschlingen. Auf die Straße kommt der Über-BMW ab dem 27. Oktober, bestaunt werden kann er vorher auf der IAA im September.

Autor: Peter Maahn/SP-X