Cadillac CTS-V: Haudrauf mit Manieren

Die Klasse der übersportlichen Power-Limousinen ist klar aufgeteilt: Mercedes-AMG E63, BMW M5 und Audi RS6 – das war´s. Oder? Mitnichten! Aus den Vereinigten Staaten scharrt ein Kandidat nicht gerade leise mit den Hufen, um es der deutschen Konkurrenz so richtig zu zeigen: Der Cadillac CTS-V. Sein Rezept ist ein 6,2 Liter V8 mit Kompressor und irrwitzigen 649 PS. Da kan…

Cadillac nimmt BMW, AMG und Audi auf die Schippe

Automobil-Werbung ist nicht einfach. Gute Werbung erst recht nicht. Und im Rahmen einer Automobilmesse wird das nicht einfacher. Wie man sich dennoch die Aufmerksamkeit sichern kann und das fast zum Nulltarif, hat nun Cadillac im Vorfeld des Automobil-Salons von Genf gezeigt!

Cadillac nutzt Twitter um BMW, Mercedes und Audi zu veralbern

Angefangen hat alles mit diesem Tweet:

Soweit nichts besonderes. Ein Tweet, um via Twitter auf das bevorstehende Event aufmerksam zu machen.
Lustig wurde es mit diesem Tweet:

Sinngemäß ging es darum, den M-Bajuwaren verpasst zu haben. Aber man habe ja ein paar Donuts hinterlassen. Donuts? Genau 🙂 Zuckerkringel oder schwarze Kreise, die man mit Power-Limousinen gerne malt … 


Aber BMW war nur der erste Streich, weiter ging es mit Audi:

Hier spielte man dann auf Größe und Eindruck des Audi-Werbeschildes an. Und vergleicht das Werbeschild sogleich mit Cadillac. Da habe AUDI doch den Cadillac unter den Werbeschildern.

Das war am 27.02., aber nicht das Ende – einer fehlte noch!
Und Mercedes-Benz kam am 28.02. hinzu:

Bei Mercedes wollte Cadillac dann das eigene „Deutsch“ verbessern, aber auch dort – niemand mehr zu Hause. So sagt es der Tweet und erneut der Hinweis auf die #siag – den Automobil-Salon in Genf!

Alles in allem eine schöne Werbung und genau die richtige Methode, um auf Twitter für Diskussionen zu sorgen und das Interesse anzuregen.

Das Auto, um das es den Socialmedia-Cadillac ging, war im übrigen der neue Cadillac CTS-V, klick!

 

NAIAS 2015 – Cadillac ATS-V

Mit dem Sportmodell ATX-V attackiert Cadillac ganz unverholen den BMW M3 und den kommenden Mercedes C63 AMG. Der Cadillac stürmt mit einem Twin-Turbo V6 und 450 PS zum Angriff auf das Establishment. Die vierte Premium-Marke will man in Europa werden, da gehört ein derber Schlitten im Segment von C-Klasse und Dreier BMW einfach dazu.

Cadillac ATS-V – Attacke auf M3 und AMG

Der 3.6 Liter V6 ist aus dem CTS bekannt, im ATS-V bekommt er Titan-Pleuel, neue Turbolader und eine überarbeitete Einspritzung und Motorsteuerung. Gekoppelt wird der V6-Turbo mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer 8-Gang Automatikbox von GM. Variable Dämpfertechnik mit dem Cadillac Magnetic Ride System und feiste Brembo-Zangen sollen dafür sorgen, dass man als Fahrer die potente Fuhre im Griff behält.

Auch wenn der ATS-V in Detroit noch einen stärkeren und größeren Bruder hatte, für mich gehört der „kleine“ ATS-V mit V6-Turbo und Kracher-Optik zu den absoluten Highlights in Detroit 2015.

Detroit Auto Show 2015: Größer, stärker, schneller

Die USA sind zurück an der automobilen Weltspitze. Nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wächst der Pkw-Markt wieder rasant, 2014 auf über 16,5 Millionen Fahrzeuge. Tendenz weiter steigend. Entsprechend ambitioniert zeigt sich die Branche auf der Detroit Auto Show – und setzt dabei wieder auf pure Größe.

Zuletzt war ein wenig Langeweile eingekehrt in den Hallen des Cobo Center: Vor allem die mit Staatsgeld gestützten Autohersteller General Motors und Chrysler spielten die bescheidene Karte, zeigten Kleinwagen und Ökoautos. Ford und Toyota konzentrierten sich auf ihre Kernmodelle, die auch in der Krise noch einigermaßen zu verkaufen waren.

In diesem Jahr sieht das anders aus. Cadillac etwa stellt den 477 kW/649 PS starken BMW-M5-Konkurrenten CTS-V vor, bei Ford könnte ein Nachfolger des Supersportlers GT40 oder zumindest ein weiteres leistungsstarkes Mustang-Derivat auf die Bühne rollen und Toyota – in den USA dank seiner lokalen Werke längst so etwas wie ein „domestic manufacturer“ – dürften den Monster-Pick-up Tacoma im Gepäck haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt Nissan mit dem für europäische Verhältnisse ebenfalls gigantischen Titan. Generell versprechen Pick-ups wieder ein gutes Geschäft – den niedrigen Spritpreisen sei Dank.

Auch Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center of Automotive Research hält die anhaltend günstigen Preise für Kraftstoffe für eine der Triebfedern des Marktes. Darüber hinaus seien die durch Einwanderung ständig wachsende Bevölkerung, die boomende US-Wirtschaft und Innovationen im IT-Sektor wichtige Erfolgsfaktoren. „Bereits im Jahre 2016 wird nach unseren Prognosen der US-Automarkt mit einem neuen Verkaufsrekord von 17,45 Millionen Neuwagen abschließen“, sagt er voraus.

Die deutschen Hersteller wollen da nicht hintan stehen. Statt wie zuletzt vor allem kleinere und günstigere Fahrzeuge fahren sie in diesem Jahr ebenfalls ihre großen Modelle vor. Audi etwa präsentiert das komplett neue Luxus-SUV Q7, Mercedes zeigt mit dem GLE Coupé die sportliche Version seiner mittlerweile in GLE umbenannte M-Klasse. Und BMW-Tochter Mini hat mangels größerer Modelle zumindest die John-Cooper-Works-Krawallversion seines Kleinwagens im Programm.

Aber auch die japanischen Hersteller bringen emotionale und sportliche Kost nach Amerika: Honda lässt den schnellen Klassiker NSX als Hybrid auferstehen. Die Serienversion des japanischen Supersportlers debütiert unter dem amerikanischen Label Acura. Zwei Elektromotoren und ein Verbrenner, wohl ein doppelt aufgeladener V6-Mittelmotor, sorgen für den Vortrieb. Lexus hat weitere hochmotorisierte Konkurrenz für Audi, BMW und Mercedes angekündigt. Dabei handelt es sich um die Hochleistungsvariante des GS, den GS F, mit einer Leistung von 348 kW/473 PS.

Ganz ignoriert werden darf aber auch in diesem Jahr das grüne Gewissen nicht. Chevrolet stellt zumindest die zweite Generation seines Elektro-Autos Volt vor. Allerdings wird es vom Volt diesmal kein Opel-Schwestermodell geben: Der Ampera hat zumindest vorerst ausgedient.

Autor: Holger Holzer/SP-X

LA Auto Show 2014: Der Hollywood Walk of Cars

Hollywood-Walk auf der L.A. Autoshow 2014

Das Jahr ist fast vorbei und die großen Vorstellung und Überraschungen damit fast erledigt. Doch bekanntlich kommt das Beste zum Schluss und somit hauen die Autohersteller auf der „L.A. Auto Show“ nochmal richtig auf den Tisch. Neben den sehnsüchtig erwarteten Stars und Sternchen der Autobranche freut man sich besonders auf die ausgewählten Leckerbissen wie den Audi Prologue. Die nahezu serienreife Studie zeigt neben den 22-Zoll großen Felgen wohl proportionierte Formen, die auf ein zukünftiges Audi-Design schließen lassen sollen. Schaut man jedoch in das Interieur des Concept-Cars, wird klar, dass noch einiges daran passieren muss, denn die diversen Touchpads, über die das Fahrzeug zu bedienen sein soll, scheinen doch noch allzu 2120.

Audi Concept – Prologue

Toyota – Brennstoffzelle in Serie

Dennoch kann man an seinen Visionen festhalten, wie Toyota mit dem Mirai beweist. Das erste serienmäßige Brennstoffzellenauto ist der beste Beweis, dass man nicht nur mit Design punkten kann, sondern vielmehr mit einer alternativen Antriebstechnik. Hier stehen die Interessenten Schlange, um sich über die Technik zu informieren und die nahe Zukunft hautnah zu erleben. Kleiner Wermutstropfen: Mit einem Einstiegspreis von 78.540 Euro liegt der Mirai leider für die meisten eher in der fernen Zukunft.

Frischer SUV bei Mazda – CX-3

Absolut in der Gegenwart angekommen und damit in einem immer weiter wachsendem Segment ist dagegen der Mazda CX-3. Der sehr schicke Mini-SUV ist ab 18.000 Euro zu haben und zeigt sich damit nicht nur bodenständig, sondern auch äußerst sympathisch. Die Japaner haben zusätzlich dem CX-5 und dem Mazda 6 ein kleines Facelift verpasst, das man allerdings eher im Interieur zu spüren bekommt. Hier kommen neue Materialien zum Einsatz, was sich besonders beim Komfort auszahlt. Erhöhte Sicherheit bekommen die Mazdas durch weitere moderne Assistenzsysteme wie dem aktiven Abstandsradartempomaten.

Alter Luxus, ganz neu – der Maybach

Einer der absoluten Stars auf der L.A. Auto Show ist jedoch der neue Mercedes-Maybach. Um 20 Zentimeter verlängert, bietet die Langversion des Flaggschiffs S-Klasse jetzt noch mehr Sitz- und Liegekomfort. Durch mehrere Halter, Kühl- und Wärmevorrichtungen in der durchgängigen Mittelkonsole und zwei versilberten Champagnergläsern dürften auch etwaige Geschäftspartner schneller auf erfolgreiche Geschäfte anstoßen wollen.

Mit weiteren Spitzenmodellen warten selbstverständlich auch alle anderen Autohersteller auf. Welche Messe eignet sich besser als die LA Motor Show, wo dicker, größer und protziger nicht nur ein Muss, sondern schon fast eine Religion ist? Vorreiter dürften die Amis selbst sein. Mit dem Cadillac ATS-V, dem amerikanischen Traum, wollen sie es besonders dem BMW M4 zeigen. 2015 kommt der kantige Knaller mit den riesigen Lufteinlässen nach Deutschland. Der Shelby GT350 Mustang bleibt allerdings bei seinen Wurzeln und damit in Amerika. Große Motorhauben-Schlunde sind auch dieses Jahr wieder Trend auf der Automesse. So zeigt auch Jaguar mit dem neuen allradgetriebenen F-Type größere Kiemen.

LA2014 Ford Mustang 26 Shelby

Doch auch kleinere Modelle wissen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: der Elektro-Roller Citysurfer Concept von Mini. Mit 25 km/h will er die Mobilität in den Großstädten verbessern und somit jedem staugeplagten Städter zu flottem Vorankommen verhelfen. Ein kleiner Hollywoodstern ganz groß.

 

Autonews – Der Wochenrückblick KW 24

1. Cadillac on Tour

Cadillac reist quer durch Deutschland, Schweiz und Luxemburg. Auf der „On Tour“-Roadshow geht es über einen Zeitraum von fünf Wochen an 22 Veranstaltungsorte in zwölf Städten. Zu sehen: der brandneue CTS, der ATS, der Crossover SRX und, neu im Programm, die Corvette, die selbstverständlich auch für Probefahrten zur Verfügung stehen werden. Wetten, da gibt es bei den über 10.000 erwarteten Besuchern jede Menge Gedränge? Für ein abwechslungsreiches Programm ist ebenfalls gesorgt, das die Besucher zusätzlich zur umfassenden Testflotte unterhalten soll. ampnet_photo_20140607_082098 ampnet_photo_20140607_082097

2. Land Rover präsentiert sich abenteuerlustig

Auf der „Abenteuer & Allrad“ Messe, der größten Offroad-Show Europas in Bad Kissingen, zeigt sich Land Rover von seiner abenteuerlustigen Seite. Die Erwachsenen wollen spielen und das im großen Stil. Zu sehen sind die Modelle Defender Jahrgang 2015, das Sondermodell Discovery „XXV“ und ein Fahrzeug der neuen Rallye-Serie Defender Challenge. Zusätzlich zu der ganzen Menge PS auf vier Rädern fand auch ein Qualifikationscamp zur nächsten Land Rover Experience Tour statt. Diese führt 2015 ins Outback Australiens und sucht unternehmungslustige Abenteurer, die Teamgeist an den Tag legen können.ampnet_photo_20140204_075478ampnet_photo_20140305_077294

3. Tesla tankt ab 2015 Sonnenschein

Elektroautos sind leise und ohne produzieren keine Abgase. Doch ihre Akkus werden mit Strom gefüllt, der meistens auf nicht sehr umweltfreundliche Weise porudziert wurde. Der amerikanische Elektroauto-Pionier Tesla setzt daher auf Ökostrom aus Wind- oder Wasserkraft und kooperiert nun auch mit dem deutschen Spezialisten Solarworld. Schon bald ermöglicht Sonnen-Strom das Fahren komplett ohne CO2. Die Caports mit Solarelementen auf dem Dach versorgen die Tesla Fahrzeuge mit Strom versorgt. Bei durchschnittlicher Sonnenscheindauer sind das etwas 2200 Kilowattstunden. Das ist genug um einen Tesla in etwa 12.000 Kilometer ohne weitere Kosten fahren zu lassen. Na denn, Waldmanns Strom!

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James Lipman / jameslipman.com UK 07803 885275


4. Mehr Wroom für MINI

Ab Juli 2014 erweitert MINI sein Motorenprogramm um zwei neue Triebwerke. Der Cooper SD bringt eine stärkere Dieselvariante und der One First kommt mit einem neuen Benziner Einsteigermodell. Ersterer ist ein 2,0-Liter-Motor der 170 PS und ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmeter liefert. Die null auf 100 km/h schafft er damit in netten 7,3 Sekunden bei einem Normverbrauch von ca. 4,1 Litern. Das neue Einstiegsmodell ist ein 1,2-Liter großer Dreizylinder der 75 PS und ein Drehmoment von 150 Nm auf die Reifen drückt. Der Kleine braucht 12,8 Sekunden um die 100 km/h bei einem Normverbrauch von ca. 5,2 Liter zu packen. Na, ein Anfänger kann auch mal länger brauchen gell?

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5. Topmodell VW Amarok Ultimate

Ein Pick-Up vermittelt immer etwas von grenzenloser Freiheit. Endlose Straßen und Unabhängigkeit. Mit dem neuen Amarok von Volkswagen läuten die Wolfsburger ein neues Modelljahr ein. Acht-Gang-Automatik, permanenter Allradantrieb, TDI-Motoren und eine veränderte Front-Optik machen den Amarok zu einem echten Hingucker. 19-Zöller, ein spezieller Schriftzug, ein silberner Design-Unterfahrschutz und seitliche Schwellenrohre in Chrom unterstützen das Äußere. Den Innenraum werten anthrazit-titanschwarze Sitzbezuge in feinstem Alcantara Leder und spezielle Velour-Fußmatten auf. Wenn man sich dazu noch eine der stylischen Farben mit den Namen Candy-Weiß, Natural Grey, Reflexsilber, Starlight Blue, Toffeebraun und Deep Black aussucht, gibt es kein Halten mehr.

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6. Ab in den Urlaub mit dem Citroen Jumpy by Westfalia

Bald beginnt die Ferienzeit und man möchte mit den lieben Kleinen auf große Tour gehen. Das geht gut mit dem Citroen Jumpy by Westfalia, das neueste Freizeitfahrzeug auf dem Markt. Das auf dem Jumpy Multispace Tendance basierende Fahrzeug bietet einigen Komfort für die lange Tour. Drehbare Sitze vorn, eine eigebaute Küchenzeile mit zweiflammigen Gasherd, Spüle und Kühlbox und jede Menge Platz zum Verstauen der ganzen Utensilien sind nur einige praktische Möglichkeiten, die der neue Citroen Jumpy by Westfalia zu bieten hat. Vier Schlafplätze, eine Standheizung und einen Anschluss für bieten den größtmöglichen Komfort. Da kann die Ferienzeit doch endlich starten, oder?

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Fotonachweis: Hersteller

Technische Daten: Cadillac CTS 2014

2014 Cadillac CTS – Technische Daten                                  

Überblick
Modell: 2014 Cadillac CTS Limousine
Karosserie, Antrieb: Luxuriöse Limousine, vier Türen, Heck-/Allradantrieb (RWD/AWD)
Konstruktion: Modular geschweißte Stahlkarosserie mit fest montiertem Hilfsrahmen vorn und Gummi-entkoppeltem Hilfsrahmen hinten
Fahrzeugklasse: obere Mittelklasse
Montagewerk: Lansing Grand River Assembly, Lansing, Michigan, USA
Motor
Typ 2,0 Liter, Vierzylinder, Turbo
Hubraum (cm³): 1.998
Bohrung x Hub (mm): 86 x 86
Material Zylinderblock: Aluminiumguss
Material Zylinderkopf: Aluminiumguss
Ventiltrieb: Zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, variabler Ventiltrieb
Kraftstoffversorgung: Hochdruck-Direkteinspritzung
Verdichtungsverhältnis: 9,5:1
Leistung (kW/PS bei min-1): 203/276 @ 5.500
Drehmoment (Nm bei min-1): 400 @ 3.000-4.500
Treibstoff: Benzin
Höchstdrehzahl (min-1): 7.000
Verbrauch (l/100km) / CO2-Emissionen (g/km) (kombiniert): 8,5 /198
Beschleunigung von 0 – 100 km/h (s): 6,6

 

Getriebe
Typ: Elektronisch gesteuerte Sechsstufen-Automatik mit Schaltwippen, Overdrive und Drehmomentwandler
Übersetzungen (:1):
Erster Gang: 4,06
Zweiter Gang: 2,37
Dritter Gang: 1,55
Vierter Gang: 1,16
Fünfter Gang: 0,85
Sechster Gang: 0,67
Rückwärtsgang: 3,20
Achsantrieb: 3,45 (Heckantrieb)3,27 (Allradantrieb)

 

Fahrwerk: Aufhängung, Lenkung
Antrieb: Heck- oder Allradantrieb
Differenzial: Offen (RWD/AWD), optional elektronisches Sperrdifferenzial (RWD)
Vorderradaufhängung: FE2: MacPherson-Federbeine mit direkt am Federbein doppelt angelenktem Querstabilisator und Echtzeit-Dämpfersystem Magnetic Ride Control mit Einrohr-FederbeinenFE3: MacPherson-Federbeine mit direkt am Federbein doppelt angelenktem Querstabilisator und Echtzeit-Dämpfersystem Magnetic Ride Control mit Einrohr-Federbeinen (RWD)
Hinterradaufhängung: FE2: Fünflenker-Einzelradaufhängung mit Echtzeit-Dämpfersystem Magnetic Ride Control mit Einrohr-FederbeinenFE3: Fünflenker-Einzelradaufhängung mit Echtzeit-Dämpfersystem Magnetic Ride Control mit Einrohr-Federbeinen (RWD)
Lenkung: Elektrische ZF-Zahnstangenlenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Unterstützung
Lenkungsübersetzung: FE2 RWD: 15,5FE2 AWD: 16,17FE3 RWD: 15,4
Lenkradumdrehungen, Anschlag zu Anschlag: FE2 RWD: 2,6FE2 AWD: 2,8FE3 RWD: 2,5
Wendekreis (m): FE2 RWD: 11,42FE2 AWD: 11,88FE3 RWD: 11,20
Fahrwerkssteuerung: Vierkanal-ESC StabiliTrak mit Bremseingriff und Traktionskontrolle

 

Räder und Reifen
Radtyp und -größe: 18 x 9,5 Zoll Aluminium (optionale Hinterräder, modellabhängig)
Reifen: 245/40 R 18275/35 R 18 (optionale Hinterreifen, modellabhängig)

 

Bremsen
Typ: Vierkanal-ABS/Traktionskontrolle, dynamische Bremskraftverteilung hinten, Brembo-Festsattelbremsen
Scheibentyp und -durchmesser (mm): Innenbelüftete Scheibenbremsen rundum mit FNC-KorrosionsschutzVorn: 345 mm, Zweikolben-Aluminium-BremssattelHinten: 315 mm, Einkolben-Aluminium-Bremssattel

 

Außenmaße
Radstand (mm): 2.911
Gesamtlänge (mm): 4.966
Gesamthöhe (mm): 1.454
Gesamtbreite (mm): 1.833
Spurweite (mm): vorne: 1.560hinten: 1.568
Leergewicht (kg): 1.640
Gewichtsverteilung (% vorne/hinten): 50,1/49,9

 

Innenmaße
Fußraum (mm): Vorn: 1.081Hinten: 899
Kopffreiheit (mm): Vorn: 995Hinten: 952
Schulterfreiheit (mm): Vorn: 1.446Hinten: 1.392
Hüftbereich (mm): Vorn: 1.366Hinten: 1.353

 

Platzangebot, Anhängelast, Füllmengen
Sitzplätze: 5
Gepäckraumvolumen (l): 447
Max. Anhängelast gebremst/ungebremst (kg): 1.100/750
Tankvolumen (l): 72
Motoröl (l): 6 (RWD), 5,7 (AWD)
Kühlsystem (l): 8,5

Erste Ausfahrt im neuen Cadillac CTS

Lissabon.  Die Augen geschlossen, den Namen „Cadillac“ gemurmelt und Elvis Presley vor einem pinkfarbenen 6.5 Meter langen Haufen aus wollüstig und ungehemmt verschwendetem Edelblech gesehen. Unter der Haube töfften 8 Pötte mit der Macht und Gelassenheit von unendlich scheinenden Hubraum-Reserven vor sich hin.  

Die Augen geöffnet und vor mir steht eine leicht überschaubare Limousine. Nicht pink. Nicht unfassbar lang. Und „getöfft“ hat da auch nichts. Denn unter der Haube werkelt ein Vierzylinder-Turbo – und mehr Auswahl haben die Amerikaner nicht mit nach Deutschland gebracht. Erst mal.

Ausgerechnet ein Cadillac mit einem Vierzylinder-Turbo soll die Kampfansage der Detroiter-Edelmobilschmiede an das Europäische Premium-Establishment sein? Mutig? Verzweifelt?

Erstkontakt mit dem Cadillac CTS

Mit dem Rückzug der Marke Chevrolet vom deutschen Markt hat General Motors die gesamte Taktik für den (noch immer wichtigen) Europa-Markt geändert.  Billig und einfach wohnt nun nicht mehr hier. So die frohe Botschaft. Bei GM kann man auch anders, das wissen wir. Chevrolet Camaro und Corvette sind die, so genannten, „Iconic Cars“ – und mit dem Luxus-Label Cadillac will man den sportlich erotischen Klang der beiden Ikonen nun mit einer feinen Prise Premium-Feingeschmack abrunden.

Fünf Jahre hat der GM-Europa Chef Thomas Sedran Zeit bekommen um das neue Image der US-Boys in Europa zu schärfen. Premium, Sportlichkeit und Service stehen als Keywords auf der Agenda. Als bewusste Alternative zu BMW und Mercedes will man sich verstehen. Für Kunden die keine Lust  darauf haben, den gleichen Wagen vor dem Haus parken zu haben, wie der Nachbar. Menschen mit einem ausgeprägten Wunsch nach Differenzierung, ohne deswegen gleich die Lust am Premium-Automobil abzuschreiben.

Der Cadillac CTS stellt sich dem Wettbewerb mit den etablierten Premium-Limousinen, allen voran wird der „Fünfer“ von BMW genannt. Und da darf man nicht vergessen – auch im BMW 528i werkelt ein 4-Zylinder-Turbo, denn auch bei den Premium-Modellen der Münchner ist Downsizing angesagt und vier aufgeblasene Zylinder verbrauchen auch dort weniger als deren sechs ohne Turbo. Ist der Cadillac also einfach nur auf der Höhe der Zeit?

Cadillac CTS Angriff auf die Premiumklasse

Erste Fahrt im Cadillac CTS

Auch wenn die Designsprache der modernen Cadillacs nichts mehr gemein hat mit der feudalen Pracht der klassischen Modelle, so macht der CTS dennoch Eindruck. Optisch präsent, streckt sich seine Karosse auf knapp unter 5 Meter Länge, wuchs dabei gegenüber dem Vorgänger sogar noch einmal um 13 Zentimeter. Zusammen mit dem zwei Zentimeter tiefer verlaufenden Dach führt das zu einer geduckt wirkenden Karosserielinie, mit starken Schultern und eine steile Front. Die scharfen Linien und Kanten sprechen die moderne Cadillac-Sprache. Das Tagfahrlicht wurde vertikal in die Frontscheinwerfer eingebracht und sorgt zusammen mit dem großen Kühlergrill für ein eigenständiges Design. Verwechslung ausgeschlossen. Kurze Überhänge vorne und ein großer Kofferraum hinten verraten das klassische Antriebslayout.

Cadillac CTS US-Limousine für Europa

Cadillac light

Stolz ist man in Detroit über die erfolgreiche Diät des Cadillac CTS. Knapp 130 Kilogramm wurden gegenüber dem Vorgänger eingespart. Mit einem Leergewicht von 1.640 Kilogramm ist der CTS immerhin 50 Kilogramm leichter als der oft erwähnte Hauptkonkurrent aus München. Den Vorteil des cleveren Leichtbaus des Amerikaners konnte ich auf den kurvigen Landstraßen rund um den westlichsten Zipfel Europas erfahren. Zwischen Lissabon und Cabo da Roca fand die erste Ausfahrt statt und der Cadillac wusste durch agiles Handling und große Traktionsreserven zu überzeugen. Wie bereits beim Cadillac ATS im letzten Jahr, mit dem sich der CTS die Plattform teilt, war auch beim CTS das agile Handling die größte Überraschung.

Der Vierzylinder-Turbo ist weder besonders agil, noch versprüht er den Charme eines besonders gut klingenden Aggregates. Der mit zwei Liter Hubraum antretende Benzindirekteinspritzer tönt rau und unmotiviert, sobald man seine Komfortzone verlässt. Dennoch drückt der 276 PS leistende Motor mit stolzen 400 Nm Kraft auf die Kurbelwelle, was die Hinterachse jedoch nicht in Verlegenheit bringt. Die steife Karosserie, mit einem aufwendige Fahrwerk aus Mehrlenker-McPherson Vorderachse und Fünflenker-Hinterachse,  sorgt für die richtige Mischung aus Bodenhaftung und Fahrspaß. Traktionsprobleme sind dem Cadillac mit Heckantrieb eher fremd. Gleichwohl bietet Cadillac den CTS von Anfang an auch in einer Allradversion an.  Man spürt dem gesamten Fahrwerk an, dass der Vierzylinder-Turbo nur die Einstiegsmotorisierung darstellt. In den USA wird der CTS unter anderem mit einem deutlich kräftigeren V6-Bi-Turbo angeboten. Dieser Motor und ein neuer Dieselmotor (sowie eine moderne 8-Gang-Automatik) werden – so viel ist sicher – eines Tages auch in Deutschland angeboten. Nur wann, wollten die Cadillac-Verantwortlichen beim Termin Lissabon noch nicht verraten.

Cadillac CTS Blick unter die Haube

Auch wenn das Fahrwerk des CTS extrem gut abgestimmt ist, die Magnetic-Ride-Dämpfer bei Tempo 50 km/h bereits jeden Zentimeter Fahrstrecke das Fahrwerk neu abstimmen und für die perfekte Straßenlage sorgen wollen – und auch wenn die Pirelli P Zero Sportreifen Traktion bis zum abwinken garantieren,  der Cadillac CTS ist eher dem „easy cruisen“ verpflichtet, als hart am Gas hängend die Reserven des Fahrwerks zu suchen. Die Sechsstufen-Automatik motiviert ihn auch nicht erwähnenswert zu einer sportlichen Gangart und passt sich lieber dem Charakter des kleinen Benziners an. Beide wollen dahin gleiten. Dabei wäre auch die Bremsanlage für die Europäischen Verhältnisse angepasst. Mit großen Brembo-Stoppern an der Vorderachse lässt sich der CTS jederzeit kräftig zusammenstauchen. Doch der putzige Vierzylinder will lieber sanft per Gaspedal gestreichelt werden. Lockeres mit schwimmen im Verkehr wird bevorzugt, aber bitte nicht im Stop & Go das Fehlen einer Start-Stopp-Automatik bemerken. Dafür tut der Cadillac CTS alles. Vor allem im digitalen Bereich.

Nur zwei von vier möglichen Layout-Versionen.
Im Bild: Nur zwei von vier möglichen Layout-Versionen.

12 Zoll Kino

Im Cockpit des CTS spielt ein 12.3 Zoll großes LCD-Display die Hauptrolle (Nur in der Premium-Ausstattung!). Mit nicht weniger als vier unterschiedlichen Layouts lassen sich die Darstellungen der wichtigsten Fahrzeug-Informationen anpassen. Vom Dynamik-Setup mit großen Drehzahlmesser bis hin zu einer Version mit einfacher Darstellung der Basis-Daten. Neben dem großen Mäusekino im Armaturenträger, gibt es noch ein zweites, 8 Zoll großes Display mit Touchscreen-Funktion und haptischem Feedback in der Mittelkonsole. Hierüber lassen sich Navigation, Multimedia und auch das Klima steuern. Das haptische Feedback hilft beim bedienen, spürt man doch über eine leichte Vibration ob die gewünschte Auswahl auch wirklich gewählt wurde. Weniger überzeugend wirkt allein die Grafik des Navigationssystems. Hier sind die Mitbewerber teilweise um Welten enteilt. Die Verbindung von Handy und Multimedia-Einheit per Bluetooth klappt indes schnell und simpel, auch ohne Handbuch. Wer die modernste Cockpit-Version mit dem großen 12.3 Zoll Display wählt, der muss zum CTS in der Premium-Version greifen. Dann gehören auch so feine Extras wie das aus 13 Lautsprecher bestehende BOSE-Soundystem, das mehrfarbige und konfigurierbare Head-Up Display, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik und das Extra große Glas-Schiebedach zum Lieferumfang.

Die dutzendfach einstellbaren Ledersessel bieten das notwendige Maß an Seitenführung, sind ansonsten vor allem bequem. Platz ist für Fahrer und Beifahrer mehr als genug vorhanden und dank dem Plus an Länge sind auch die Passagiere in der zweiten Reihe gut untergebracht. Die Verarbeitung im Innenraum wirkt untypisch gut für einen Amerikaner. Man spürt den Wunsch nach der Premium-Einstufung.

Preise

Theoretisch fängt der Cadillac CTS bei einem Werbepreis von 49.900 € an. Da man einen Cadillac nicht in der Buchhalter-Ausstattung ordert, bleibt jedoch nur eine der beiden Top-Ausstattungen übrig. Der CTS Performance kommt auf 55.150 € und die gefahrene Luxury-Version verlangt nach 57.350 €. Wenn man nicht gerade in der Schweiz wohnt ist der Allradantrieb verzichtbar.  Zumal der CTS mit Allradantrieb bei Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung (Papierwerte!) das Nachsehen hat (230 zu 240 km/h und 6.9 zu 6.6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h).

Der freundliche BMW-Händler ruft für einen ähnlich ausgestatteten BMW 528i übrigens locker 12.000 € mehr auf.

Cadillac CTS Testfahrt Portugal

Fazit

Ein gutes Fahrwerk und ein attraktiver Listenpreis sind nicht die wichtigsten Zutaten um im Premium-Segment erfolgreich zu sein. Der Cadillac CTS ist ganz sicher kein schlechtes Auto. Er hat sogar echte Talente. Aber die Selbstbeschränkung auf nur einen Motor und die Kombination mit dem wenig attraktiven Sechsgang-Automaten grenzen die aktuelle Zielgruppe für den edlen Ami auf eine kleine Randgruppe ein. In dieser müssen wiederum die Zahnärzte, Architekten und Querdenker gefunden werden, die sich mit der Wahl des eigenen Autos vom Rest der elitären Limousinen in der Nachbarschaft abgrenzen wollen.  Das noch sehr überschaubare Händlernetz tut sein übriges. Im letzten Jahr wurden keine 200 neuen Cadillac in Deutschland verkauft – und das obwohl es bislang drei Baureihen gab.

Es bleiben 5 Jahre Zeit um die Marke in Deutschland und Europa zu etablieren. Sollte die GM-Zentrale in 5 Jahren die Strategie erneut ändern und den Versuch, Cadillac als sechste Premium-Marke zu etablieren, beenden –  dann lag es nicht an den neuen Modellen ATS und CTS.

Bleibt noch zu erwähnen, auch Elvis Presley war natürlich nicht vor Ort.

Fakten zum Cadillac CTS

Verkaufsstart:  Frühjahr 2014
Basispreis:  49.900 €
Motorleistung:  2.0L Turbobenziner R4, 276 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Automatik, Heckantrieb
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.966 x 1.833 x 1.454 x 2.911
Normverbrauch:  8,5 l / 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  240 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  6.6 Sekunden

Genf 2014 Cadillac zeigt das ATS Coupé

Im Herbst kommt das Cadillac ATS Coupé in den Handel. Die Premiere des Zweitürers fand in Detroit auf der NAIAS 2014 statt.  Die Europapremiere des schnittig gezeichneten Cadillac ATS feiert der US-Premiumhersteller in Genf auf dem 84. Automobil-Salon.

Cadillac ATS Coupe 01 Genf 2014

Der Radstand des elegant gezeichneten Coupés stimmt mit dem der Limousine überein und beträgt noch immer 2.775 Millimeter. Die Spur wurde jedoch breiter und in der Serie trägt er bereits 18 Zoll große Leichtmetallräder. Der 2.0 Liter große Vierzylinder-Basismotor mit Turboaufladung wurde überarbeitet und leistet 276 PS und 14 % mehr Drehmoment.

 

 

 

Detroit 2014 – Cadillac ATS Coupe

General Motors zieht die eigene Marke Chevrolet vom deutschen Markt zurück. Das war die erste gute Meldung von GM. Die zweite kam gleich danach. Anstelle der „Billig-Strategie“ mit Badge-Engineering Produkten, will man sich auf die eigenen Qualitäten besinnen und die eigene Marke Cadillac weiter stärken.  Bereits der neue Cadillac ATS war eine interessante Erfahrung. Doch jetzt wird nach der Pflicht (die Limousine), die Kür in Angriff genommen.

Cadillac ATS Coupe

Und um die ganze neue Lust auf Premium und die Konzentration auf neue Werte zu demonstrieren, bekam nicht nur die ATS-Baureihe ein schickes Coupé nach der Designsprache des Hauses. Nein – auch das Cadillac-Logo wurde aufgefrischt und wirkt nun weniger dekadent. Es wurde in die Breite gezogen, drei Dimensional ausgeformt und wirkt nun frischer.

Das neue Cadillac Logo

 

Das neue Cadillac ATS Coupe basiert vollständig auf der Limousine. Der Radstand blieb gleich, die Abmessungen sind nur marginal verändert. Es bleibt bei guten 4 Meter 60 in der Länge.  Die Radhäuser wurden kräftiger ausgestellt, darin finden 18 Zoll-Felgen mit 225 er Reifen Platz. So richtig wuchtig wirkt diese Rad-Kombination allerdings nicht.

Sportlich und luxuriös will das ATS Coupe sein. Dabei helfen Leder, Aluminium und Carbonfasern, die im Innenraum verteilt wurden.

Ein Zweiliter-Vierzylinder mit 276 PS und ein 3.6 Liter V6 mit 325 PS stehen zur Auswahl und die Zeit gekommen ist, dann wird es sicher noch eine V-Version mit Achtender geben.

Kommt das ATS Coupé zu uns? Ganz bestimmt. Aber nicht vor Frühjahr 2015!

Wie sich der ATS fährt? Das kann man in meinem Fahrbericht zum Cadillac ATS nachlesen.

 

Tschüss Chevrolet!

Als ich heute morgen aus Barcelona zurück kam und im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt war, konnte ich mich selbst davon überzeugen – Rüsselsheim steht noch. Nur die Anzahl der Sektkorken auf den Straßen rund um die Opel-Zentrale waren auf eine beeindruckende Zahl angewachsen. Party-Time für Opel. GM hat ein Einsehen.

Tschüss Chevrolet!

Badge-Engineering und Preiskampf auf dem Rücken der Traditionsmarke Opel werden 2015 beendet. Dann zieht die große Mutter von Chevrolet und Opel den Stecker aus dem Low-Budget Experiment für Europa und besinnt sich auf die Werte des Unternehmens. Und diese scheinen nicht im Bereich von simplen Opel-Kopien mit Preisvorteil zu liegen.

Chevrolet Rückzug vom deutschen Markt - Corvette bleibt

Chevrolet Corvette und Camaro bleiben

Es war immer der Hauptkritikpunkt des Chevrolet-Engagements, denn Chevrolet ist für den Europäer in erster Linie eine Ur-Amerikanische Marke und kein Label für Ex-Korea-Kleinwagen oder Badge-Engineering. GM wird für die Zukunft genau diese Trennung für den Markt in Europa vornehmen.  Traditionsmodelle wie die Corvette oder der Camaro werden auch weiterhin den Weg nach Europa finden und offiziell als Chevrolet vertrieben. Auf dem Markt der kleinen, einfacheren und vor allem der Volumen-Modelle, bietet die Traditions-Marke Opel die größeren Chancen für die Zukunft.

Der nächste Schritt wird ein stärkeres Engagement von Cadillac in Europa sein. Das GM auch Premium sein kann, habe ich in meinem Fahrbericht zum Cadillac ATS bereits niedergeschrieben. Hier will der US-Konzern den Angriff auf die deutschen Premium-Hersteller wagen.

Traurig über den Abzug der „billigen Opel“ mit dem großen US-Namen werden nur die wenigstens sein. Ich ganz sicher nicht. Dafür freue ich mich auf die Marke Cadillac!

Und für Opel. Denn ich konnte die Politik von GM nie verstehen. Jetzt hat Opel eine echte Zukunft!