Best Of Belron: die Weltmeisterschaft des Scheibenwechsels

Erstmalig im Jahr 2000 veranstaltete der Mutterkonzern des deutschen Autoglas-Profis Carglass ein Event speziell für die eigenen Mitarbeiter. BEST OF BELRON (BoB) heißt die Weltmeisterschaft der Monteure und fand dieses Mal in der Hauptstadt des deutschen Bankwesens statt.

Um sich für dieses besondere Event zu qualifizieren, mussten die 30 Teilnehmer diverse Vorrunden für sich entscheiden und sind somit bereits bei ihrer Ankunft in Frankfurt mehrfache Gewinner. Ob aus Neuseeland, Marokko oder Kanada, die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt, um gegeneinander anzutreten. Wer jetzt aber denkt, die Teilnehmer wären auf sich alleine gestellt, irrt sich. Die Athleten werden von einer ganzen Mannschaft an Leuten, inklusive jeweils zweier Trainer, vor und während des zweitägigen Wettkampfes tatkräftig unterstützt. Mit deren Hilfe wird seit Monaten auf das große Event hin gearbeitet. Jeder Handgriff wurde verinnerlicht und die einzelnen Arbeitsschritte bis zur Perfektion einstudiert. Die zwei Schiedsrichter, die jeder Wettkämpfer überzeugen muss, achten auf alles. Angefangen bei der technischen Abnahme der Werkzeuge und Ausrüstung, über das korrekte und gesundheitsschonende Heben und Halten der Glasscheiben, bis hin zur richtigen Abfolge der Arbeitsschritte.Das BELRON „Way Of Fitting“ und der Blick auf Effizienz, Sorgfalt und Genauigkeit sind hierbei aber stets oberstes Kriterium. Die Komplexität spiegelt sich in der Punktevergabe der Schiedsrichter wieder: sagenhafte 5000 Punkte sind maximal in den vier Kategorien zu vergeben!

Die Disziplinen

Als erste Herausforderung ist der Ausbau und Wiedereinbau der Heckscheibe vorgesehen. Beim Beobachten der Autoglas-Profis scheint es, als könnten diese die vielen kleinen Handbewegungen ebenso mit geschlossenen Augen vollführen. Bei allen sitzt beispielsweise die Justierung des Saugnapfes der Haltevorrichtung, die die Last der Heckscheibe trägt, bereits beim ersten Versuch perfekt.

Im Anschluss folgt das, was wohl mit einer der häufigsten Reparaturmaßnahmen bei CARGLASS ist: die Ausbesserung eines Steinschlags in der Windschutzscheibe. Nach dem die Scheibe penibel gereinigt wurde, wird mit einem Gerät über der Schadstelle die Luft abgesaugt und die Stelle anschließend mit Harz aufgefüllt. Dieser Vorgang dauert einige Minuten und der Monteur widmet sich währendessen der Reinigung des Innenraums. Auch dies ist ein Kriterium in der Punktevergabe. Die Schadstelle in der Windschutzscheibe wird im folgenden Arbeitsschritt mit dem eigens entwickeltem Spezial-Harz versiegelt. Nach der Versiegelung muss das Harz unter UV-Licht noch etwa 3 Minuten aushärten. Abschließend wird das überflüssige Harz von der Windschutzscheibe entfernt und die Scheibe so lange poliert, bis sie wieder glatt ist.  Zwar ist eine minimale Spur des Steinschlages noch immer sichtbar, aber es handelt sich hierbei um keine Schönheitsreparatur, sondern um eine Sicherheitsreparatur.

Die dritte Disziplin befasst sich ebenfalls mit einem für Werkstattmitarbeiter altbekannten Problem. Eine Seitenscheibe wurde eingeschlagen und im Innenraum funkelt ein Meer aus kleinen Glaskristallen. Auch bei diesem Szenario spielt die Sicherheit eine überaus große Rolle, denn schließlich soll sich weder der Monteur an einer Glaskante schneiden, noch einer der Juroren in die Glasscherben setzen.

Der vierte und letzte Teil des Wettkampfes beinhaltet die Königsdisziplin, den Wechsel der Windschutzscheibe und die Neukalibrierung der Fahrerassistenzsysteme (ADAS). CARGLASS hat zusammen mit HELLA Gutmann ein Prüf-System entwickelt. Mit der Hilfe der Software und der Prüftafeln lassen sich minimale Abweichungen der Kamera justieren.

Es geht los und ich bin mitten drin

Als einer der ersten Pressevertreter darf ich die Messehalle in Frankfurt betreten. Der Hauptsaal, in dem in einigen Stunden hektisches Wuseln stattfinden wird, ist noch im Dämmermodus. Die Autos, die extra für den Wettkampf von D’leteren (Mehrheitseigner von Belron und VW/Audi-Importeur für den belgischen Markt) gestellt wurden, sind noch abgedeckt und warten auf ihre große Stunde. Die letzten Probeläufe der Lichtanlage finden statt. Es sind fast ausschließlich die Athleten mit ihren jeweiligen Begutachtern auf dem Parkett. Ich kann eine gewisse Spannung spüren –  der Wettkampfgeruch liegt in der Luft. Allmählich füllt sich der Saal. Dann auf den Punkt um 10:30 Uhr ertönt Musik, die Lichtshow beginnt und untermalt die Eröffnungszeremonie. Auf den Rängen haben sich inzwischen etwa 800 Menschen eingefunden. Jeder Teilnehmer, der die Bühne betritt wird von dem Publikum mit frenetischem Applaus empfangen. Was für ein Teamspirit, was für eine Stimmung! Genau dieses Gefühl möchte BELRON erreichen und scheute bei den Vorbereitungen weder Kosten noch Mühen. Die Veranstaltung ist gespickt mit Lobeshymnen auf die 30 Autoglas-Profis, die stellvertretend für die gesamte internationale Belegschaft BELRONs stehen.

Unser Star für BoB

Für Deutschland tritt Leo Benz in den Ring. Benz arbeitet eigentlich im Umkreis von Bad Kissingen in einer der portablen Werkstätten „Mobile Branch“ –  Carglass Antwort auf Wachstumsstrategie. Aber nur eigentlich, denn Leo Benz hält sich seit Februar in einem Berliner Trainingslager auf, selbstverständlich mit der ausdrücklichen Zustimmung seines Filialleiters. Für das ganz große Ziel hat Benz selbst das Fußballtraining hinten angestellt, das Verletzungsrisiko wäre einfach zu groß.

Visionen und Takeaways

Für reichhaltigen Gesprächsstoff ist auch in den Nebensälen gesorgt. Dort tagt die „Driving Change“ Konferenz. Hier finden Vorträge von renommierten Referenten aus Industrie und Forschung statt, die Einblicke in die Zukunft der Automobil- und Versicherungsindustrie geben. Nebenan haben namenhafte Zulieferer wie Dupont, Bosch und Hella ihre Stände aufgebaut und präsentieren ihre neusten Produkte und Produktideen.

Sie sind alle Sieger

Nachdem die Athleten zwei Tage lang über viele Stunden maximale Konzentration und Ausdauer bewiesen haben, steht der Sieger endlich fest. Der US-Amerikaner Rick Beasley darf sich in die Reihe der Besten von BELRON einreihen. Unserem Star Leo Benz dürfen wir herzlichst zum Erreichen des Zweiten Platzes gratulieren! In einem extrem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen, welches so in der zehnjährigen Geschichte des BEST OF BELRON noch nicht vorgekommen ist, musste sich der Deutsche dem Amerikaner geschlagen geben.

Gewinn des Best Of Belron 2018: Rick Beasley aus den USA

Man darf aber nicht vergessen, dass jeder einzelne Wettkämpfer, der dieses Jahr hier in Frankfurt angetreten ist bereits zu den 30 Weltbesten gehört. Die Leistung, die hier von jedem Einzelnen erbracht wurde ist unglaublich.Vor allem wenn man sich bewusst macht, dass  allein bei der Ausbesserung eines Steinschlags über 40 Arbeitsschritte anfallen.

Best of Belron 2016

Glas knirscht, es splittert, tausende Brösel liegen am Boden und im gesamten Fahrzeug verteilt. Wer sich schon einmal mit einem Glasschaden am Auto beschäftigen musste, kennt die ganzen Probleme. Eine kaputte Seitenscheibe? Da kann man nicht auf einen Werkstatt-Termin warten, so etwas muss gleich repariert werden. CARGLASS ist in Deutschland die erste Adresse für Glasschäden. Und dabei muss das Glas nicht einmal vollständig zerbrochen sein. Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe zum Beispiel, der Klassiker für Vielfahrer. Einmal eine Macke in der Scheibe, kann sich diese Macke schnell zu einem Riss ausdehnen – und dann kann es gefährlich werden. Schnelle Hilfe? Wieder CARGLASS. Ist meinem Kollegen Stratmann und mir in diesem Frühjahr auch passiert. Aber nicht in den heimischen Gefilden, sondern auf einem Roadtrip von Las Vegas nach San Francisco. Und was macht man, wenn man einen Steinschlag entdeckt? Man hört auf die summende Stimme im Hinterkopf und fragt sich, wie CARGLASS wohl in den USA auftritt. Die ganze Geschichte zu unserem SAFELITE-Abenteuer könnt ihr hier nachlesen (klick).

BEST OF BELRON 2016

CARGLASS ist Partner von mein-auto-blog und wir waren auch in diesem Jahr wieder zu Gast beim größten Autoglas-Event der Welt. Was macht CARGLASS so besonders? Wie motiviert man seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen? Und wer ist der Beste Autoglas-Monteur der Welt? Das alles beim „Best of Belron 2016“ in Lissabon. 

In diesem Jahr hatte ich meinen geschätzten Kollegen Jens Stratmann von rad-ab.com an meiner Seite und zusammen mit ihm haben wir den Wettbewerb auf Video festgehalten.

Seit 2000 findet alle 2 Jahre das Event „Best of Belron“ statt und in den Jahren dazwischen kämpfen die Belron-Monteure in den Landes-Entscheiden um die Krone und um die Ehre, ihr Land beim „BoB“ zu präsentieren. Der 9. BoB fand in Lissabon statt. Mittlerweile ist aus dem Wettkampf ein ansehnlicher Kongress geworden. Mit internationalen „Speakern“ und ebenso internationalen Publikum. In Lissabon waren unter anderem Redner von Google, TESLA und dem MIT vertreten. Dazwischen eine bunte Welt aus Werkstatt-Technik, Historie und High-Tech.

 

Autoglas – alles einfache, oder was?

Wenn man sich die Entwicklung von Autoglas, vor allem von den Windschutzscheiben anschaut, dann versteht man, weshalb der Austausch einer Windschutzscheibe nichts simples mehr ist. Vom guten alten Handwerk, hin zu einer High-Tech Aktion bei der am Ende die Assistenzsysteme neu eingestellt und die Funktion von Radar- und Kamerasystemen überprüft werden müssen.

Die Reparatur eines Steinschlages hingegen ist eine mittlerweile gut erprobte Technik. Mit einer Einschränkung allerdings: Der Gesetzgeber verbietet in Deutschland die „Glass Medic“ getaufte Reparatur-Variante im „Sichtbereich“ des Fahrers. In anderen EU-Ländern ist das jedoch erlaubt. Man könnte darüber lange und trefflich diskutieren – aber wer schon einmal vor Ort in Lissabon ist, der sollte sich lieber den Wettkampf der Teilnehmer anschauen.

And the Winner is … 

…das erfahrt ihr natürlich im Video!

What happens in Vegas, stays in Vegas

[notification type=“notification_info“ ]Aus dem Auto-Blogger-Alltag[/notification]

Es gibt solche Geschichten, die gibt es eigentlich gar nicht. Zum Beispiel, wie man zu einer Glas-Reparatur in Las Vegas kommt. 

Man nehme folgende Zutaten: Einen Mercedes G63, einen putzigen kleinen Stein, Las Vegas, einen Roadtrip und Safelite. Das ganze mixt man dann ordentlich durch und heraus kommt? Eine Windschutzscheiben-Reparatur in Las Vegas.

Mit dem Kollegen Jens von rad-ab.com wollte ich nach der CES in Las Vegas mit einer G-Klasse von Mercedes-Benz nach Los Angeles zurückfahren. Wenn man in den USA ist, dann muss man wenigstens einen Tag mit dem Auto auf Achse sein. Sind die USA doch das Land, im dem man drei Dinge richtig gut kann: Shoppen, futtern und Auto fahren. Einfach hinaus in das weite Land. Den Tempomaten auf 55 Meilen stellen und dann stundenlang fahren. Gerade die Strecke von Las Vegas nach Los Angeles kann so richtig für genau diese Form des Autofahrens verstanden werden.

In den letzten Jahren hat Mercedes-Benz vor der NAIAS in Detroit jeweils einen Roadtrip veranstaltet. Unter dem #Tag „MBRTJahreszahl“ fand man dann die passenden Bilder und Storys. 2016 war die Zeit zwischen der CES und der NAIAS ein wenig kurz, um dazwischen einen Roadtrip zu veranstalten. Doch nachdem Jens und ich uns auf der CES die wichtigsten Auto-Themen angeschaut hatten, (neues E-Klasse Cockpit und den Soulmate von EDAG), wollten wir nicht zurück in die Heimat fliegen, nur damit wir kurz darauf wieder in die USA fliegen. Für uns war klar: Wenn schon, dann richtig. Und wenn Mercedes-Benz keinen Roadtrip veranstaltet, gut, dann machen wir eben unseren eigenen „MBRT16“.

Auf Instagram die Fotos zu #mbrt16 anschauen

Von Vegas nach L.A.

vegas los angeles

Die Route von Las Vegas nach Los Angeles ist a) nicht besonders lang (5.5 Std. sind ja nix, jedenfalls im Roadtrip-Sinne) und b) eigentlich eher eintönig. Es sei denn, man steht auf dieses „die Augen durch die Landschaft gleiten lassen“ und das Gefühl, sich darin zu verlieren. Unsere G-Klasse als G63 gehört nun nicht zu den langweiligsten Autos dieser Welt. Der schiere Unmut, der sich unter der grob gezeichneten Motorhaube zusammenbraut, kann einen regelmäßig erschrecken. Das V8-Bollern des kantigen Nutzwagens lässt auch US-Ohren entzückt lauschen. Überhaupt. Es gibt keinen besseren Platz, um ein schönes Auto auch mit Genuss zu fahren. Hier in den USA ist der Neid kein Thema. Du fährst einen 139,900 $ teuren SUV? 563 PS stark? Na, du wirst ihn dir verdient haben. Und dann bekommst du den Daumen nach oben. An der Tankstelle lächeln die Milfs mit einem subversiven Zucken in den Augenwinkeln aus ihren Acuras in Richtung „big black G-Wagon“ und dein „Bro'“ an der Zapfsäule haut dir auf die Schultern. „What a great car, man!“

Das sind die USA. Wo Auto fahren noch Spaß macht. Auch weil die Gallone Sprit eben wieder im Sonderangebot ist. Und ein 5.5 Liter V8-Turbo nimmt sich genüsslich und großzügig aus dem Tank.  Und selbst der edle Tropfen kostet eben deutlich weniger als bei uns. (V-Power zapfen die Amis für 1.05 $ den Liter.)  

mit dem g63 von vegas nach 084 Los Angeles mbrt16

Hoover-Damm und Zeitzone +1

Anstatt einfach nur die I-15 aus Vegas raus zu nehmen, sollte man sich den Hoover-Damm als Umweg gönnen. Die Hoover-Talsperre ist nur eine knappe Stunde von Vegas entfernt, und doch, wer die Talsperre überfährt, verliert eine weitere Stunde. Nein – nicht weil der Damm so breit wäre, sondern weil genau in der Mitte die Grenze zwischen Nevada und Arizona verläuft und damit eine der sechs Zeitzonen der USA.

mit dem g63 von vegas nach 075 Los Angeles mbrt16

Steinschlag gleich zum Start

Bevor wir mit unserem G-Wagon auf die Tour gingen, beglückte uns ein Steinschlag in der Windschutzscheibe. Der Ami nennt es einen Chip. Aber egal, wie man es nennt. Man will es nicht haben.

mit dem g63 von vegas nach 065 Los Angeles mbrt16

Carglass repariert, Carglass tauscht aus

Der Gedanke war: Was passiert, wenn wir die G-Klasse später durch die Berge rund um den San Bernardino National Forest fahren? Da geht es ein paar Meter hoch. Und überhaupt. Einen Riss in der Windschutzscheibe will man auch nicht riskieren. Ach und mal ganz generell, CARGLASS ist einer der Partner auf mein-auto-blog. Lass uns doch einfach mal den Ernstfall proben. Also eine kurze eMail nach Deutschland geschickt. Und binnen Stunden hat man sich zwischen CARGLASS Deutschland und SAFELITE USA (ein Konzern: Belron) geeinigt. Eine G-Klasse mit Steinschlag in der Windschutzscheibe? Das geht gar nicht.

Safelite – Las Vegas: „Wo dir geholfen wird“

Ich hatte selbst nicht daran geglaubt. Zeitverschiebung zwischen DE und USA. Von einer Tochter-Firma zur nächsten (Carglass / Safelite) und dann auch noch von „sofort auf gleich“ eine Reparatur? Das dürfte selbst mit diesem Kontakt zu CARGLASS Deutschland erst einmal schwierig werden. Aber getäuscht.

Service in den USA ist eben schon immer etwas anderes. Oder es ist einfach eine BELRON-Sache, diese schnelle Hilfe bei einem Glas-Schaden.

Steve Parker von SAFELITE USA hatte binnen weniger Stunden (man bedenke die Zeitverschiebung) einen Termin freigemacht und uns eingeladen, mit der G-Klasse vorbeizukommen.

Kurz nach dem zweiten Kaffee des Tages (9:30 am) trafen wir in der  4601 E Cheyenne Ave ein und dort auf Steve und sein Team.

BELRON – Service weltweit | Höchster Standard

Das witzige an der Geschichte ist, der Mutterkonzern von CARGLASS, das Unternehmen Belron, sorgt wirklich für einen Prozess der Reparatur, der auf der gleichen Welt die gleichen Standards erfüllt. Und da sprechen wir von einem 1a-Service. Es dauerte keine 30 Minuten und man hatte uns von unserem Steinschlag per Glas-Kosmetik befreit.

Für mich persönlich was das die erste „Glas-Reparatur“, bislang hatte ich noch nie einen Steinschlag repariert. Und schon gar nicht an einem Presse-Testfahrzeug. Aber nachdem mein-auto-blog und CARGLASS bereits seit mehr als 3 Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, wollte ich es einfach wissen. Und dann auch noch diese „fiese“ Nummer mit dem G63. Das ist ja nun kein Allerweltsauto. Und dann mal eben so „hoppla-di-hopp“. Aber, und das kann man am Ende sagen: SAFELITE und CARGLASS haben nicht nur umfassend gut zusammengearbeitet, sicher, ein Konzern – aber wie oft erlebt man gerade in den großen Konzernen der Welt, wie alles nur drunter und drüber geht – nein, auch am anderen Ende der Welt wird mit dem gleichen Ehrgeiz der Service-Gedanke ausgelebt, den ich bislang immer wieder als Show empfunden habe.

Ich habe bereits drei Mal die „Best of Belron“ Events besucht. Veranstaltungen, bei denen die Belron-Monteure aus der ganzen Welt gegeneinander antreten – und jedes Mal dachte ich mir danach: Das musst du mal testen. Du musst die Jungs mal auf die Probe stellen.

What happens in Vegas, stays in Vegas. Wie der Steinschlag. Weiter ging es ohne.
What happens in Vegas, stays in Vegas. Wie der Steinschlag. Weiter ging es ohne.

What happens in Vegas stays in Vegas

Der alte Spruch zur sündigen Metropole in der Wüste. Und auch bei Glas-Schäden ist es so 🙂 – denn als wir in Richtung Hoover-Damm dann endlich aufbrachen, war der Steinschlag bereits Geschichte.

mit dem g63 von vegas nach 115 Los Angeles mbrt16

Ohne Steinschlag in Richtung Los Angeles

Wer die Hoover-Talsperre hinter sich gelassen hat, der dreht am besten wieder um. Denn weiter nach Nevada wäre in Richtung Ostküste. Und so viel Zeit hatten wir 2016 nicht. Also, über Boulder zur I-95 in Richtung Süden. Bei Searchlight dann auf die 164 in Richtung Westen. Bis es zur I-15 zurück geht. Wenn man Glück hat, steht man auf der 164 eine Zeit lang an einem Bahnübergang und bekommt einen der kilometerlangen Güterzüge zu Gesicht. Wir standen, ungelogen, fünf Minuten und es reihte sich ein Waggon an den nächsten. Die USA. Hier ist eben alles ein wenig größer. Dank „Super-Gulp“ und einer Gallone Zuckerwasser im Auto muss man jedoch nie mit dem Verdursten rechnen.

Wer ein wenig Zeit hat, der nimmt ab Barstow die 247 in Richtung Süden und ab Lucerne Vallye die 18 in Richtung San Bernardino National Forest und Big Bear Lake.

mit dem g63 von vegas nach 041 Los Angeles mbrt16

It never rains in California – Von Schnee hat niemand etwas gesagt

Anfang Januar wird es auch in der Wüste Nevadas kalt. Selbst Kalifornien kann sich ungemütlich zeigen und wer zum „Big Bear Lake“ auf über 2.000 Meter Höhe fährt, der trifft, wenige hundert Kilometer vom Pazifik entfernt, auf Schnee. Wir trafen auf viel Schnee. Und auch wenn die G-Klasse als das Urgestein der Geländewagen gilt und auch wenn drei Differentialsperren an Bord sind – mit Sommerreifen machst du auf Schnee niemanden glücklich. Und wenn man zudem die 760 Nm des V8 in Richtung All-Terrain-Reifen presst, dann gräbt sich auch eine G-Klasse durch den Schnee – ohne Vortrieb. Viel Gefühl am Gashahn und schnell wieder in Richtung „schneefreie“ Straße – ohne Besuch am Big Bear Lake, aber nicht ohne eine gute Tat getan zu haben.

mit dem g63 von vegas nach 061 Los Angeles mbrt16

Los Angeles, die Stadt der Engel und der schwarzen G-Klassen

Anstatt die San Bernardino Mountains zu überqueren, haben wir die Sommerreifen der G-Klasse zurück ins „Apple Valley“ gelenkt. Ja – wir haben vor dem Schnee kapituliert. Sagen wir es ruhig so, wie es war.  Doch dass man auf Schnee eben nicht nur vorwärts kommen muss, sondern auch zum Stehen – haben wir ja vor kurzem auch behandelt.

Zurück zur I-15. Weiter nach Los Angeles. Diese Stadt ist immer wieder umwerfend. Achtspurige Autobahnen, auf jedem Streifen zäh fließender Verkehr. Man mag es sich als Europäer nicht vorstellen, wenn man nicht selbst vor Ort war. Und während man in vielen Teilen Kaliforniens auf Tesla und Co setzt, fährt man in der Traumfabrik dann doch lieber echte Autos. Schwarze G-Klassen zum Beispiel.

Gut 10 Stunden, nachdem wir die SAFELITE-Werkstatt in Las Vegas verlassen hatten, waren wir in der Stadt der Engel angekommen. Nein, einen echten Roadtrip konnte diese kurze Fahrt nicht ersetzen. Aber dafür haben wir viel über Autoscheiben, den tollen Service von Safelite und über Sommerreifen auf Schnee gelernt.

In Los Angeles haben wir die schwarze G-Klasse dann sicherheitshalber gegen einen Aston Martin getauscht. Und ganz ehrlich: Es wäre ja peinlich, an der Ampel in West Hollywood das gleiche Auto zu fahren, wie irgend so ein Soap-Star, oder?

mit dem g63 von vegas nach 141 Los Angeles mbrt16

 

 

P.S.: Nein. Wäre es nicht 😉 Aber der Aston Martin passt noch besser nach Hollywood  … 

 

 

Noch mehr Fotos:

 

 

 

 

Der Auto-Autor

Und manchmal wird der Mensch hinter den Artikeln interessant. Nun denn. Eine Meldung in eigener Sache. 

Der Auto-Autor

Für das Kundenmagazin von CARGLASS habe ich ein Interview gegeben. Ausgerechnet im Bereich „Vordenker“. Es waren ein paar ganz spannende Fragen im Interview. Zum Beispiel die, ob dieses Auto bloggen und das „über die Bahn brettern“ mit 200 km/h, um dann über die versenkbare Spoiler zu philosophieren, noch die richtige Beschäftigung für einen Familien-Vater Anfang 40 ist.

Natürlich stellte sich auch die Frage nach dem Traumwagen und das Gespräch kam auch auf den Stil im Blog. Und dass es eben manchmal gut ist, kein „Blatt vor den Mund zu nehmen“.

Am Ende des Interviews wird es klar: Manchmal ist es eben besser, die Welt durch ein Fenster zu betrachten – in meinem Fall am liebsten durch ein Fenster in der Form einer Windschutzscheibe.

Das gesamte Interview gibt es nach diesem Link!

BoB 2015: Wenn Windschutzscheiben ihren Meister finden

Mehr als 200 Bewerber aus ganz Deutschland haben sich auch in diesem Jahr um die Krone des besten Autoglasers bemüht. Es ist bereits eine gute Tradition, den „Champion“, den „Best of Belron“ zu küren. Belron? BoB? CARGLASS?

Belron ist der CARGLASS-Mutterkonzern und BoB die Abkürzung für „Best of Belron„. In 15 Ländern wird in einem Vorentscheid der „BoB“ des Landes gekürt. Alle zwei Jahre – 2016 im Mai wird es in Lissabon soweit sein – ziehen dann diese 15 Landesmeister in den Wettkampf um den Titel des „Best of Belron“. Bevor es soweit ist, musste in der vergangenen Woche der „Beste Fahrzeugglasmonteur Deutschlands“ gefunden werden. Im Landschaftspark Duisburg fanden sich 15 Finalisten wieder. Ein Wettkampf der Qualität, Performance und Servicetalent bewertet. Von der Windschutzscheibe mit Steinschlag (Glas-Kosmetik oder Steinschlag-Reparatur) über den Austausch einer Seitenscheibe bis hin zum Austausch der Windschutzscheibe. Die Disziplinen im BoB 2015 sind den Autoglas-Monteuren bestens vertraut. Sie sind die Experten im Thema Autoglas. Die Anspannung unter den Teilnehmern dennoch spürbar. 15 Teilnehmer. 15 potentielle Sieger. Und das spürt man an der Konzentration der Monteure. Hier nimmt niemand seine Arbeit auf die leichte Schulter. Gewinnen und 2016 in Lissabon um den internationalen Titel kämpfen, das war die Mission aller Teilnehmer.

Bruch der Seitenscheibe in Slow-Motion

Doch bevor etwas repariert werden kann, muss erst einmal etwas zu Bruch gehen, so wie diese Seitenscheibe:

Best of Belron 2015 – Bruch der Seitenscheibe in slow motion from Habegger on Vimeo.

Carglass repariert, Carglass tauscht aus

Glasbrösel neben dem Fahrzeug, Scherben und Splitter im Fahrzeug. Neben dem reinen handwerklichen Geschick muss sich der „Best of Belron“-Monteur auch in so banalen Aufgaben wie dem Reinigen des Fahrzeuges beweisen. Wer will als Autobesitzer schon mit Glasscherben in Kontakt kommen? Die Autoglas-Experten von CARGLASS demonstrieren das eigene Geschick am Fließband, 15 Fahrzeuge stehen in der Halle, 15 mal wird in Präzision das Handwerk ausgeübt.

autos sixt best of belron

Glassplitter und High-Tech, Hand in Hand

Doch wer denkt, ein Autoglas-Monteur hätte es immer leicht, der irrt. Natürlich gehört der Staubsauger zum Werkzeug, wenn es Glas-Splitter gibt. Aber die Zukunft des Automobils hat längst begonnen und auch wenn wir noch nicht autonom fahren, so gibt es unzählige Assistenzsysteme, die im Fahrzeug verbaut sind. Einige davon direkt an der Windschutzscheibe. Sensoren und Kameras die den Verkehr vor dem Fahrzeug im Blick behalten.  Der Austausch einer solchen Windschutzscheibe ist Arbeit für Experten. Neben dem reinen Handwerk müssen Autoglas-Monteure die Sicherheit und die Funktion der elektronischen Assistenten garantieren. Ganz neu in diesem Jahr daher, die Justage der „Kamera“ im „Kundenfahrzeug“.

Als „Kundenfahrzeug“ mussten 15 schwarze C-Klassen vom Vermieter SIXT herhalten. Alle Fahrzeuge ausgerüstet mit einer Vorfeld-Kamera unterhalb des Innenspiegels. CARGLASS hat zusammen mit HELLA Gutmann ein Prüf-System entwickelt. Mit der Hilfe der Software und der Prüftafeln lassen sich minimale Abweichungen der Kamera justieren.

Best of Belron – Nur einer kann gewinnen

Doch auch bei diesem neunten „BoB“ konnte nur einer der 15 Autoglas-Monteure den Titel mit nach Hause nehmen. Und nur einer konnte sich zum „Meister der Scheiben“ küren. In den Disziplinen „Glas-Kosmetik“, Seitenscheiben austauschen und Windschutzscheibe ersetzen konnte 2015 im Landschaftspark Duisburg der aus Lehrte stammende Sebastian Ernst überzeugen!

Sebastian Ernst gewinnt Best of Belron 2015
Sebastian Ernst gewinnt Best of Belron 2015

Sebastian Ernst wird nun – nachdem er sich erst einmal von seiner Filiale in der Region Hannover ordentlich feiern lassen durfte – die Verantwortung übernehmen und im Mai 2016 in Lissabon die deutschen CARGLASS-Monteure vertreten.

Wir wünschen schon heute: Viel Erfolg!

 

 

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Über Carglass

Carglass in Deutschland ist Spezialist für die Reparatur und den Neueinbau von Fahrzeugglas. In Deutschland beschäftigt Carglass rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind circa 1.500 speziell geschulte Carglass-Monteure. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten in der Hauptverwaltung in Köln, über 200 Mitarbeiter sind im Customer Contact Center (Call Center) beschäftigt. Das Unternehmen bearbeitet rund 1,2 Mio. Kundenkontakte pro Jahr und hilft Autofahrern in ganz Deutschland, entweder in einem der 330 Service Center oder unterwegs mit mehr als 380 mobilen Einheiten.

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Steinschlag – Wann darf repariert werden?

Na? Haben Sie auch sofort diese eine Melodie im Kopf? Steinschlag? Autoglas? Mir zumindest geht es so, ich habe sofort „Carglass repariert, Carglass tauscht aus“ als summende Melodie im Kopf. Und das nicht nur, weil CARGLASS ein zuverlässiger und langjähriger Werbepartner von mein-auto-blog ist. Nein. Es ist einfach deren Werbung. Seit Jahren kennen wir die Melodie! Aber es soll nicht um die nervende (sorry, so ist es) Werbung von CARGLASS gehen, sondern um die Frage, wann man einen Steinschlag in der Windschutzscheibe reparieren darf – und wann die ganze Scheibe heraus muss.

Steinschlag: Wann ist der Austausch der Scheibe notwendig?

Laut einer ADAC-Studie sind Glasschäden die absolut häufigsten Schadensfälle für die Kasko-Versicherer. 2.3 Millionen Schadensfälle und über 1.1 Milliarden Euro an Kosten. Da darf man ruhig einmal die Frage stellen, ob eine Reparatur der Scheibe nicht sinnvoller und vor allem auch günstiger ist. Und günstiger betrifft am Ende uns alle. Denn Versicherungen verschenken nichts! Die holen sich das Geld von uns, den Versicherten, wieder zurück.

Lieber reparieren als ersetzen? Wann darf repariert werden?

[notification type=“notification_info“ ]Grundsätzlich: Der Schaden darf nicht im direkten Sichtfeld des Fahrers liegen, der Steinschlag muss kleiner als fünf mm im Durchmesser sein und der Abstand zum Rand der Scheibe muss mindestens 10 Zentimeter betragen. Das Sichtfeld des Fahrers ist ein ca. Din A4-Blatt großer Bereich, direkt vor dem Fahrer.[/notification]

Steinschläge, die repariert werden können, sollten auch schnellstmöglich repariert werden. Je länger die Scheibe geschädigt ist, desto größer ist die Gefahr eines Risses. Die Möglichkeit, dass die Scheibe reißt, ist auch der Grund, weswegen der Steinschlag die 10 cm vom Rand entfernt sein muss.

Geld sparen durch Scheiben-Reparatur

Es gibt kaum noch Autos auf den Straßen, deren Windschutzscheibe nicht eingeklebt ist. Hier ist der Austausch immer ein erheblicher und die Kosten sind entsprechend hoch. Doch genau das muss eben nicht sein. Die Kasko-Versicherung deckt Glasschäden, jedoch bleibt in vielen Fällen eine Selbstbeteiligung für den Besitzer übrig. Die Reparatur des Steinschlages kann daher wesentlich sinnvoller und kostengünstiger sein.

Gratis Scheibenwischer beim CARGLASS-Experten

Noch während ich diesen Artikel schreibe, trudelt eine Pressemeldung herein: Bei CARGLASS bekommen Kunden die Scheibenwischer der Marke BOSCH geschenkt – sobald man dort die Scheibe austauschen oder reparieren lässt. (Mehr Informationen)

 

 

Bildrechte: Die Grafik zur Scheiben-Reparatur kommt vom ADAC e.V.

 

 

Video

Die IAA 2015 – Eine Challenge, nicht nur für Automobil-Hersteller

So eine „Internationale Automobil-Ausstellung“ ist ganz schön fordernd. Nicht nur für die Damen und Herren die den ganzen Tag freundlich an den Autos stehen müssen. Auch für die Besucher. Die Automobilmesse in Frankfurt überwältigt einen jedes Jahr wieder. So viele Aussteller. So viel zu sehen. 

Dumm nur, wenn man eigentlich gar nicht dazu kommt, sich die Messe mal in Ruhe anzuschauen. So ist es mir in diesem Jahr passiert. Mit der Kollegin Jana von MotorDialog wollte ich eigentlich nur mal „locker“ über die Messe schlendern.

Doch dann durchquerte die „Redaktion“ unsere Pläne. Plötzlich hatten wir eine Aufgabe. Und gleich die erste Aufgabe hatte es so richtig in sich!

IAA 2015 – Eine ganz besondere Challenge

In Zusammenarbeit mit CARGLASS

Ernsthaft. Bereits bei Teil 1 der Aufgaben hatte ich nach nur wenigen Minuten den Kanal voll. Ich bin 40 Jahre alt. Verheiratet. Ein Kind. Ich habe wirklich keine Ahnung wie man Hostessen auf der Messe nach ihren Rufnummern fragt – aber gut. Aufgabe ist Aufgabe. 

Drei Aufgaben haben auf uns gewartet

Es wäre nicht klug Euch allzu viel gleich zu Beginn zu erzählen. Die acht Clips sind in einer Playlist, ihr könnt Euch die also ganz simpel nacheinander anschauen. Ich verspreche Euch auch, jeder einzelne Clip ist kurz – und kurzweilig.

 

Und? Wart ihr eigentlich schon auf der IAA? Wenn ja, dann schreibt mir doch, was Eure größte Herausforderung war, was Euer Highlight war und wovon Ihr Euch so ernährt habt 😉

 

Best of Belron 2014 – Der Autoglas-Monteur meines Vertrauens

Glas splittert, ein ätzendes Geräusch entsteht und im schlechtesten Fall bröselt gleich die ganze Scheibe in sich zusammen. Autofahrer kennen das. Eben noch ein Steinschlag in der Windschutzscheibe, in der Sekunde darauf ein Riss der sich quer durch die Scheibe ziehen könnte. Nerviger Alltag für Autofahrer. Moderne Windschutzscheiben halten einiges aus, aufgewirbelte Steinchen können jedoch das Ende bedeuten. Noch ätzender und mir erst vor kurzem passiert: Eine eingeschlagene Seitenscheibe nach einem Einbruch in das Fahrzeug. Man kommt zurück zu seinem Fahrzeug und sieht bereits früh den ehrwürdig glitzernden Haufen an kleinen Glasbrösel neben dem Fahrzeug.

Guter Rat ist teuer – gute Hilfe ebenso. Die erste Frage lautet: Wohin nun? Es gibt viele Autoglas-Servicefirmen. Und auch Vertragswerkstätten reparieren defekte Scheiben, aber es gibt nur eine Autoglas-Firma die sich mit derart viel Engagement, diesem einen Thema verschrieben hat.

CARGLASS – Best of Belron 2014

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens, bei der Mutter des deutschen Autoscheiben-Experten CARGLASS scheint man dies verstanden zu haben. Jedes Jahr wieder, nun bereits bald seit 10 Jahren, sucht das Unternehmen nach besonderen Wegen um die eigenen Mitarbeiter zu motivieren und zu belohnen. Ein Event mit dem Namen Best of Belron ist das Ergebnis.

In diesem Jahr traf sich die Belron-Familie auf dem Messegelände in Rom um dort den „besten Autoglas Monteur“ der Welt zu küren. Nun ist CARGLASS in Deutschland nur eine von vielen Möglichkeiten um die Scheiben des eigenen Autos reparieren zu lassen, weltweit ist der Mutterkonzern BELRON jedoch die führende Adresse im Geschäft rund um die die Autoglas-Reparatur. Denn Autoscheiben gehen immer wieder zu Bruch. Also fast ein Selbstläufer, dieses Geschäft. Und so trafen sich in Rom die jeweils besten Autoglas-Monteure aus China, aus Kanada, aus Belgien, aus Dänemark, aus Estland und aus 25 weiteren Ländern um unter ihnen wiederum den besten Autoglas-Monteur der Welt finden.

best of belron best of belron carglass 2014 rom rom 2014

Scheibe raus, Scheibe rein

Was sonst eigentlich viel Ärger bedeutet, wurde hier in einer der Messehallen bewusst als Vorbereitung durchgeführt: Die Autoscheiben eingeschlagen. 29 Fahrzeuge stehen in einem großen Kreis rund um eine hoch gesetzte Bühne bereit. 29 mal werden Windschutzscheiben von Steinschlägen befreit und später ganz ausgetauscht. 29 mal werden auch die Heckscheiben und Seitenscheiben ersetzt. Dabei wirkt es rund um die Demo-Fahrzeuge ebenso, wie beim Einbruchschaden in den SUBARU WRX, den ich vor ein paar Wochen erlebte.

best of belron bob 2014 rom 1 rom 2014

Aber nur kurz. Denn wenn die CARGLASS-Monteure an ihr Werk gehen, dann wird „sauber“ gearbeitet. Wer hier antritt, der hatte sich bereits bewiesen. Denn die Autoglas-Doktoren sind allesamt bereits Gewinner. Gewinner der jeweiligen Landeswettbewerbe. So hat zum Beispiel der Deutsche Markus Benra bereits den Carglass-Wettkampf in Düsseldorf im letzten Jahr gewonnen.  Ruhm und Ehre sind ein Teil der Motivation und wer hier in der Fiera di Roma, draußen fällt gerade die erste Sommerhitze über Italien her, die cool und überlegt agierenden Techniker bei ihrer Arbeit beobachtet, der kommt selbst heftigst ins Schwitzen. Konzentriert werden die Schadensfälle begutachtet, eine ordentliche Vorbereitung der Arbeit ist besonders wichtig. Nur so schaffen es die Monteure, auch alleine und vor Ort beim Kunden, eine perfekte Leistung abzuliefern.

Zurück zum Glas-Brösel. Autoglas ist Sicherheitsglas und zerbröselt im Schadensfall in abertausend kleine Brocken. Da ist hektisches arbeiten fehl am Platz. Fein säuberlich werden die Lackstellen abgedeckt, streng organisiert und mit einem klaren Arbeitsablauf machen sich die besten Autoglas-Monteure der Welt an ihre Arbeit. Beobachtet von einer Jury die per Liste mehr als 1.000 Kriterien (sic!) beurteilt.

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Motivation und Feeling

Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchen Ehrgeiz die Teilnehmer des Wettkampfes an ihre Arbeit gehen. Man spürt förmlich den Spirit im Unternehmen. Der jeweils beste eines Landes fährt nicht alleine zum „Best of Belron“ – er wird üblicherweise von einer Abordnung in Kompaniestärke begleitet. Und alle fiebern ihren „Jungs“ zu. Helfen kann die eigene Gruppe den Technikern während des Wettkampfes indes nur moralisch. Doch alleine die Tatsache, dass der Wettkampf in Rom per Livefeed in die Niederlassungen nach Deutschland geschickt wird, dass die Führungsriege vor Ort die Daumen drückt und das am Ende mehr als nur Ehre winkt – ein ordentliches Preisgeld gibt es obendrein – motiviert die Autoscheiben-Experten zu höchst konzentrierter Arbeit.

Gewinner des Best of Belron 2014 - Robin Bogdanowicz (NL)
Gewinner des Best of Belron 2014 – Robin Bogdanowicz (NL)

Best of Belron – Hier gibt es keine Verlierer

Hier in Rom weht ein ungewöhnlicher Teamgeist durch die Hallen. Wenngleich die 29 Autoglaser aus aller Welt kommen, so spürt man doch die Gemeinsamkeiten. Belron versteht es die Mitarbeiter aus der ganzen Welt, mit diesem Event, zu einer einzigen großen Familie werden zu lassen. Über Ländergrenzen hinweg wird hier aus einem Wettkampf, eine großes Familienfest – und ganz nebenbei ein Kongress mit interessanten Gesprächspartnern und am Ende gibt es keine Verlierer – aber einen Gewinner. Der beste Autoglas-Monteur der Welt kommt aus den Niederlanden und heißt: Robin Bogdanowicz. Der beste deutsche Autoglas-Monteur wurde nur knapp geschlagen und landete am Ende des Wettkampfes auf einem beeindruckenden dritten Platz! Und wer Markus Benra live erleben möchte, oder seinen nächsten Glas-Schaden von ihm repariert haben möchte – der besucht ihn in der CARGLASS-Filiale in Karlsruhe!

Und jetzt mal ehrlich; Wo bekommt man das denn sonst noch geboten? 

 

 

 

 

 

 

 

Disclosure: CARGLASS hat meine Reisekosten zum Event "Best of Belron 2014" nach Rom übernommen. Foto-Credit: CARGLASS

Auto-Werkstätten als Frauenversteher?

Wer als Kfz-Werkstatt bei weiblichen Kunden punkten will, sollte in der Lage sein, anstehende Reparatur- und Wartungsarbeiten ebenso wie die anfallenden Kosten genau erläutern zu können. Diesen Schluss legt eine aktuelle GfK-Studie zum Thema „Kundenservice für Frauen in der Autowerkstatt“ im Auftrag von Carglass nahe. Laut der Umfrage unter 1.000 Autofahrerinnen ist es 71 Prozent der befragten Frauen „sehr wichtig“ und 23 Prozent „eher wichtig“ zu verstehen, welche Arbeiten an ihrem Fahrzeug durchgeführt werden – das entspricht nahezu jeder Kundin und ist eine wichtige Erkenntnis, wenn man bedenkt, dass 71 Prozent der deutschen Frauen ihr Auto selbst in die Werkstatt bringen. 93 Prozent der Kundinnen wünschen sich, dass die Kosten transparent sind und vorab geklärt werden.

 

  •  Mehr als 90 Prozent der Frauen wollen verstehen, was am Fahrzeug gemacht wird, und fordern kalkulierbare Kosten.
  • Über zwei Drittel der deutschen Autofahrerinnen bringen ihr Auto selbst in die Werkstatt.
  • 79 Prozent halten es für „sehr wichtig“, dass ihre Werkstatt einen „vertrauenswürdigen“ Eindruck macht.

Hoch im Kurs stehen: kostenlose Service-Checks, eine angenehme Wartezeit und Mobilität

Die GfK-Studie verrät noch mehr zu Erfahrungen und Kundenwünschen von Frauen rund um den Kfz-Werkstattbesuch. Danach gefragt, was für sie zu einem „sehr guten Kundenservice“ gehöre, fällt die Meinung bezüglich der Top-Drei-Services recht einhellig aus: Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen mit 83 Prozent kostenlose Checks von Reifendruck, Wischwasserstand, Wischblättern, Ablaufdatum des Verbandskastens oder TÜV. 78 Prozent möchten bei Bedarf ein Ersatzfahrzeug gestellt bekommen. Auf Platz drei rangiert der Wunsch, dass bei Arbeiten im Innenraum Schonbezüge über Lenkrad und Sitze gezogen werden (69 Prozent).

Auch im Zusammenhang mit der Frage nach einem sehr guten Kundenservice bei der Wartezeit haben Frauen klare Vorstellungen: 84 Prozent möchten gerne Getränke wie Kaffee, Tee oder Wasser angeboten bekommen, 77 Prozent freuen sich über eine ansprechende, angenehme Sitzmöglichkeit.

Darüber hinaus bewegt sich der Trend in Richtung Mobilität: Rund die Hälfte der befragten Autofahrerinnen (49 Prozent) würde lieber einen mobilen Service in Anspruch nehmen, als in die Werkstatt zu fahren – wenn er denn angeboten würde. Hauptgründe: die damit verbundenen Zeitersparnis (59 Prozent) sowie eine höhere Flexibilität und ein geringerer Aufwand (36 Prozent).

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Kompetente Ansprechpartner und eine „Werkstatt des Vertrauens“ 

Wie eingangs erwähnt, ist das Thema „verstehen, was gemacht wird“  für fast alle deutschen Autofahrerinnen von großer Bedeutung. So verwundert auch nicht, dass in puncto Ansprechpartner die Kompetenz im Vordergrund steht: 77 Prozent der Befragten finden es „sehr wichtig“, dass dieser einen kompetenten Eindruck macht. Ebenfalls großen Wert legen Autofahrerinnen darauf, dass die Werkstatt einen „vertrauenswürdigen“ Eindruck macht – 79 Prozent halten dies für „sehr wichtig“.

 

Mit Vorurteilen aufräumen: Parkhilfe interessiert Frauen weniger

Auch dieses Ergebnis hat die Studie hervorgebracht: Entgegen dem gängigen Klischee brauchen Frauen keine Hilfe beim Parken. Nur rund ein Drittel zählen zu einem „sehr guten Kundenservice“, wenn das Auto beim Abholen in Richtung Ausfahrt geparkt ist. Darüber hinaus ist es nur 26 Prozent wichtig, in einer Werkstatt Frauenzeitschriften angeboten zu bekommen.

Deutschlands Autoscheiben-Doktor Nummer 1

Bei Steinschlag-Schäden in der Windschutzscheibe oder wenn die Seitenscheibe eingeschlagen wurde, weil sich Diebe über das Autoradio hermachen wollten, wenn es um Autoglas-Reparaturen geht, dann geht kaum ein Weg am Spezialisten vorbei. CARGLASS ist in Deutschland mit mehr als 1.900 Mitarbeitern und über 270 Service-Center die Nummer 1 bei der Reparatur von Fahrzeugglas-Schäden.

Bei 270 festen Service-Centern und über 350 mobilen Service-Fahrzeugen gibt es einen natürlichen Wettkampf unter den Monteuren. Einer muss der Beste sein. Es liegt uns Männern im Blut, wir wollen uns im fairen Wettkampf messen, wir wollen wissen, wer der beste der Besten ist.

CARGLASS drückt das natürlich nicht so martialisch aus:

…hier haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit ihre Expertise im Umgang mit neuen Technologien, aktuellen Qualitätsstandards und Sicherheitsaspekten zu zeigen.

So erläutert es Matthias Rolinski. Sales und Marketing Director bei Carglass.

Best of Belron 40 Carglass 2014

In der Wettbewerbshalle in Düsseldorf stehen sich in zwei Reihen die 15 Ford Focus Turnier gegenüber. Drei Disziplinen aus den Standard-Programm der Carglass-Experten stehen auf dem Programm:

  • Steinschlag-Reparatur
  • Windschutzscheiben-Austausch
  • Austausch einer Seitenscheibe

Insgesamt hatten sich 175 CARGLASS Monteure für das Deutschland-Finale beworben. Die 15 Besten stehen im Scheinwerferlicht und arbeiten unter Wettbewerbsbedingungen, beobachtet von je einem eigenen Jury-Mitglied.

Auch wenn der Wettkampf in einer alten Fabrikhalle durchgeführt wurde, die CARGLASS-Monteure haben an ihrem Arbeitsplatz, der nur wenig mehr Grundfläche bietet als das Fahrzeug an sich benötigt, alles dabei was sie für ihre Arbeit benötigen. Die Wettbewerbs-Situation entspricht damit dem „mobilen CARGLASS-Reparatur-Dienst“ den jährlich tausende von Kunden in Anspruch nehmen.

Best of Belron 12 Carglass 2014

Scheibentausch im Eiltempo

Einige der Finalisten arbeiten mit dem Tempo einer emsigen Ameise. Flink und dennoch immer streng nach Plan. Wobei die strengen Service-Vorgaben des Mutter-Konzerns noch immer genug Platz lassen, dass nicht die ganze Fabrikhalle in einem eingeübten Ballett aus immer gleichen und vor allem zeitgleichen Handgriffen versinkt. Jeder der 15 deutschen Finalisten hat seine ganz eigenen Kniffe und Tricks entwickelt.

Vor allem als es darum geht die zersplitterte Scheibe der Fahrertür zu entfernen, zeigt sich der Einfallsreichtum der Monteure. Glas-Splitter im Innenraum? Ein absolutes No-Go! Und so wird gefegt, gesaugt und mit Klebeband Vorsorge getroffen, dass der Kunde am Ende nicht nur eine neue Scheibe besitzt, sondern auch ganz sicher keine Glassplitter mehr im Fahrzeug spazieren fährt.

Den hohen Grad der Spezialisierung erkennt man bei der Wahl der Werkzeuge. Während manch einer von uns, die Windschutzscheibe eines Autos nicht alleine von hier nach dort tragen möchte, wechselnd die Autoglas-Profis die Windschutzscheibe ganz alleine.  Belron, der CARGLASS-Mutterkonzern, hat dutzende von eigenen Ideen in hoch spezialisierte Werkzeuge umgesetzt.  Der Saugnapf-Schwenkarm mit dem ein einziger Monteur eine Windschutzscheibe selbst montieren kann, oder der Regen- und Sonnenschirm für die mobilen CARGLASS-Servicefahrzeuge, sind nur zwei Beispiele für die Ernsthaftigkeit mit der man bei CARGLASS der eigenen Rolle als „Spezialist“ nachkommt.

Best of Belron 17 Carglass 2014

Der Sieger

Der 45-Jahre alte Markus Benra aus Karlsruhe hat sich am Ende durchgesetzt. Er konnte die Jury in allen Punkten überzeugen. Dabei zählte nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Qualität seiner Arbeit. Markus Benra ist Deutschlands Bester Autoscheiben-Doktor.

Und als solcher wird er im Mai 2014 nach Rom reisen. Denn dort werden dann insgesamt 35 Finalisten aus der ganzen Welt zusammen kommen, um ihrerseits „den besten Autoscheiben-Doktor der Welt“ zu küren. Und der Wettkampf liegt uns Männern ja bekanntlich im Blut!

 

Hinweis:

CARGLASS selbst nennt diesen Wettbewerb: „Best of Belron“.  

Denn Carglass wiederum, gehört seit 1990 zur internationalen Belron-Familie und firmiert seit 1993 als Carglass GmbH. Belron ist weltweit das größte auf die Behebung von Fahrzeugglasschäden spezialisierte Unternehmen. Die Gruppe beschäftigt weltweit über 24.000 Mitarbeiter, von denen mehr als die Hälfte hochqualifizierte Monteure sind, und ist in 34 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Im Jahr 2012 erzielte das Unternehmen weltweit einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Euro, rund 10,4 Millionen Kunden nutzen die Dienstleistungen der Gruppe.

Nachdem ich die Top 15 der Deutschen Carglass-Monteure live und in action sah, bin ich jedoch sicher: Hier waren die „Besten Autoscheiben-Doktoren Deutschlands“ am Werk.

Mobiler Service von Carglass kommt jetzt mit „Vanbrella“

Der mobile Service von Carglass kommt nicht nur überall hin, sondern trotzt jetzt auch den Wetterwidrigkeiten.

„Vanbrella“ macht es möglich

Dabei handelt es sich um einen Regenschirm (englisch: „umbrella“) für die mobilen Fahrzeuge von Carglass („vans“), woraus sich der Name für die neueste Innovation des Fahrzeugglasspezialisten ableitet.

Bisher konnte der mobile Service des Unternehmens bei Regen und Schnee nicht arbeiten, da der Klebebereich beim Scheibenaustausch bzw. der Arbeitsbereich bei der Steinschlagreparatur trocken sein muss. Unter dem Schirm des Vanbrellas können Mobileinsätze nun häufiger und flexibler durchgeführt werden, da er Schutz vor Wetterkapriolen bietet.

Pressebild_Aufbau Carglass Vanbrella

Praktisch, ein Blickfang und in Windeseile aufgebaut

Seine ungewöhnliche Optik ist ein wahrer Blickfang. „Wo er auch eingesetzt wird, weckt der Vanbrella sofort Aufmerksamkeit und Interesse“, berichtet Carglass-Monteur David Gohla aus dem Service Center  eubrandenburg von seinen ersten Einsätzen unter dem Vanbrella. „Die Konstruktion lässt sich innerhalb von einer Minute mithilfe eines Seils auf- und abbauen.“

Pressebild_Carglass Vanbrella_Online

Schirmt gut ab und ist gleichzeitig kompakt

Der im Jahr 2002 von deutschen Carglass-Technikern konstruierte Regenschutz für Service-Fahrzeuge wurde vom Carglass-Mutterkonzern Belron im unternehmenseigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum Belron Technical bis zur Serienreife weiterentwickelt. Nun ist das Segeltuch des Schirms nicht nur resistent gegen Regen, Schnee und Sonneneinstrahlung, sondern lässt sich durch den fächerartigen Aufbau bei Bedarf auch gut wieder verstauen. Der Vanbrella ist mit seinem Aluminiumgerüst nur 142 Kilo schwer und darf die mobilen Carglass-Flotten laut TÜV und Dekra offiziell als „Ladung“ auf ihren Einsätzen begleiten. Im Carglass-Service-Center Neubrandenburg ist der innovative Regenschutz bereits im Einsatz. Für 2013 ist die Einführung weiterer Mobilfahrzeuge mit Vanbrella geplant.

AutoBild gegen CARGLASS

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits über diese journalistische Glanzleistung der AutoBild geschrieben. Dort hatte man einen FAS-Artikel, dem man ein „gewisses Geschmäckle“ unterstellen kann, einfach für das eigene Publikum umgeschrieben und gekürzt und dabei dann auch vergessen,  zu erwähnen woher die Vorwürfe kamen. Die ganze Geschichte kann man hinter diesem Link nachlesen.

Autobild vs. Carglass

Der Artikel der AutoBild wurde mit einem Foto aufgepeppt, mit dessen Hilfe man visualisieren wollte, weswegen diese Glas-Reparaturen sowieso nur selten durchgeführt werden können. Hier das dafür verwendete Foto:

Oben das AutoBild "Beweis-Foto" und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?
Oben das AutoBild „Beweis-Foto“ und darunter ein Beispiel-Foto von Carglass. Wer hat nun Recht?

Dem AutoBild Foto hat Carglass ein Symbolfoto gegenüber gestellt. Beides nicht so richtig hilfreich – oder?

Ich hab mich also auf die Suche nach einem Mini Cooper Cabrio gemacht. Denn für mich sieht das AutoBild Foto aus, als wäre das die Frontscheibe eines Mini Cooper. Beim freundlichen BMW-Händler um die Ecke habe ich auch ein Mini Cooper Cabrio gefunden und einen Termin vereinbart.

Es war klar, wirklich Licht in die Sache bekommt man nur, wenn man am echten Objekt darstellt, in welchen Bereichen ein Steinschaden repariert werden darf und wo nicht.

Hierzu habe ich vom Mini Cooper ein Foto Frontal in Kopfhöhe gemacht und mich dann an die Arbeit gemacht, den Bereich abzukleben, den man nicht reparieren darf. Am Ende sah das ganze dann so aus:

Bild 1 ist die Auto-Bild – nennen wir es höflich – Vermutung. Darunter die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Und bereits bevor ich das erste Mal die 10cm vom Rand weg abgeklebt habe, war mir klar – der Mini Cooper eignet sich für eine negative Auslegung der gesamten Thematik natürlich prima – der Mini Cooper hat einfach wenig Frontscheibe.

Bild 2 – Die Mini Cooper Cabrio Scheibe. Bereits echt wenig Glas für eine Windschutzscheibe.

Bild 3 – Die 10cm vom Rand wurden abgeklebt, ebenso die 30cm im direkten Fahrersichtfeld. Da beim Mini der Scheibenwischer über die gesamte Höhe wischt – ist auch die gesamte Höhe als „nicht reparabel“ zu definieren.

Bild 4 – Farblich eingefärbt wird deutlich: Ja, eine Mini Cooper Scheibe hat vor allem im Fahrersichtfeld und rechts davon (Fahrtrichtung links) wenig Spielraum für Reparaturen. Aber man erkennt auch sehr schnell: Die AutoBild Zeichnung ist schlichtweg: Mist. Unbrauchbar. Bullshit.

 

Und nein – Carglass hat nichts für diesen Artikel bezahlt und auch keine Werbung gebucht. Mit geht es nur um die angebliche „journalistische“ Leistung der AutoBild und ihrem Springer-Verlag. Für den schlecht recherchierten und vereinfachten Aufguss eines FAS-Artikels sollte man kein Leistungsschutzrecht einfordern.

 

Die Mini Cooper Scheibe als „Referenz“ zu nehmen war ja bereits eine art Foul – bei der „Darstellung“ der Bereiche die repariert werden können aber so grotesk schlecht zu arbeiten, das verdient wirklich Aufmerksamkeit!

 

Das Mini Cooper Cabrio wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, vom BMW-Autohaus Fuchs in Lohr am Main!

Carglass

Carglass repariert, Carglass tauscht aus.

Feine Sache dieser Slogan, nur leider per TV-Werbung derart heftig penetriert, das er auf meiner persönlichen „Werbe-Nerv-Liste“ kurz nach Seitenbacher-Müslis auftaucht.  Über 67 Millionen Euro hat Carglass in 2011 für Werbung ausgegeben – eine stolze Summe und erklärend für die Penetranz des Slogans im TV.  Mit 269 Niederlassung spielt Carglass in Deutschland mittlerweile den großen Autoglaser und 29 Millionen Euro Gewinn (vor Steuern) sprechen eine deutliche Sprache. Das Geschäft mit dem Autoglas läuft und Carglass ist der Platzhirsch.

Und „Erfolg“ macht angreifbar.

Wie bei jedem Unternehmerischen Erfolg, wird ein Unternehmen mit jeder neuen Umsatzsteigerung angreifbar für Neider, Intellektuelle und natürlich für Menschen, die gerne auch mal an Verschwörungen und dunkle Mächte glauben. Mal subtil, mal weniger subtil. Im Falles eines Zeitungsartikels der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ bin ich mir noch nicht ganz sicher, was den jungen FAZ-Redakteur zu seinem Artikel veranlasst hat. Manchmal muss man sich im frischen Job (Seit 4 Monaten bei der FAZ) ein wenig kräftiger strecken um wahr genommen zu werden. Eventuell dies, oder eine persönliche negative Erfahrung mit dem Unternehmen Carglass oder eventuell einfach nur der Wunsch nach einem tollen, kritischen Artikel für die Sonntags-Lektüre (wer liest eigentlich die FAZ-Sonntag?).

So kann man in dem Beitrag des jungen Journalisten zum Bsp. lesen:

Ob sich das Wachstums-Tempo halten lässt, ist indes fraglich…sind die Versicherer doch mittlerweile…nicht mehr so richtig überzeugt davon, dass auch sie vom Erfolg der Carglass-Kette profitieren…

Leider ohne Hinweis auf die Quelle der Aussage. Weiter geht es mit einer Aussage, deren Sinn wohl die vollständige Arbeit des erfolgreichen Kölner-Unternehmens und viel wichtiger, die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Unternehmens angreifen soll:

Sachverständigenorganisationen weisen darauf hin, dass nicht jeder winzige Steinschlag, der außerhalb des Sichtbereiches des Fahrers liegt, unbedingt behoben werden muss.

Zu keiner Zeit habe ich in einem der Werbe-Spots von Carglass, ganz egal wie nervig deren Werbe-Claim ist, eine Aussage gehört – die mit einer undifferenzierten Definition von Steinschlag, Panik verursachen will. Im Gegenteil. Die gezeigten Steinschläge sind immer regelrechte Krater und gut sichtbare Flatscher. Der Artikel packt an dieser Stelle, völlig undifferenziert, jeden Steinschlag in die gleiche Kategorie.

Warum so undifferenziert?

Man könnte vermuten, Hr. Coekoll hat sich schlicht keine Gedanken gemacht über Steinschläge – oder über den Alltag einer Windschutzscheibe. Oder hat er eventuell gute Argumente? Hat er Fälle in denen Kunden mit winzigen kleinen Steinschlägen zu unnötigen Reparaturen überredet wurde? Nein. Einfach nur den Begriff Steinschlag nicht differenziert betrachtet. Keine Gedanken darüber gemacht, dass es Fälle gibt, in denen die Verbundglas-Scheibe vom Steinschlag so getroffen wurde, das die Folie im Inneren der Scheibe offen liegt. Denn es gibt eine Vielzahl von Schäden – die sicher, weder auffallen – noch repariert werden müssen. Nur das Carglass hier für eine Reparatur dieser Bagatellen spricht, das kann ich nicht erkennen. Also – was war die Initialzündung des Artikels?

Eventuell kann dieser Satz zur Klärung beitragen?

Carglass hat den Menschen eingeredet, dass jeder kleine Steinschlag sofort repariert werden muss

Okay, verständlich. Wenn ich ein Produkt habe, mit dem ich Geld verdienen will, dann bewerbe ich natürlich und stelle die Merkmale und die Notwendigkeit meines Produktes heraus – in so fern eigentlich, absolut keine Erwähnung wert. Doch interessant von wem der Satz stammt. Der Satz stammt von „Thomas Klein“ dem Chef des Bundesverbandes der Autoglaser. Und nun raten Sie mal, wer nicht im Bundesverband der Autoglaser vertreten ist?

Richtig: Carglass. 

Nun, besonders subtil ist die Intention des Artikels und die gewünschte Message am „Skandal Carglass“ damit nicht mehr.  Vor allem wenn der BVA e.V. selbst mit der „Steinschlagreparatur“ wirbt.

Nachdem dann in der vorletzten Woche auch die „AutoBild“ den schwachsinnigen Artikel aus der FAZ aufgegriffen hatte und lediglich für die eigene Zielgruppe versimpelt und verkürzt, erneut veröffentlicht hatte,  war mein Interesse auch geweckt. Anders als die AutoBild, habe ich das Gespräch mit Carglass gesucht und mich vor Ort informiert.

 

Meine Erfahrung mit Carglass – meine Meinung:

Auf die Kontaktanfrage hat man bei Carglass schnell und offen reagiert. Der Wunsch nach einem „get together“ und einer Demonstration der Arbeit wurde zeitnah umgesetzt. Bereits da war ich erstaunt, wie offen und flexibel eine Firma sein kann, die derart nervig wirbt ;).

Am letzten Donnerstag war ich vor Ort und habe, zusammen mit anderen Bloggern, einen Blick hinter die Kulissen von Carglass geworfen. Unter anderem habe ich mir auch die Methoden der Glas-Reparatur zeigen lassen. Wir haben uns die typischen Steinschlag-Schäden angeschaut und konnten mit „Maulkorb“ freien und nicht gecasteten Mitarbeitern über das Unternehmen sprechen.

An diesem Foto wird deutlich, über welche Art von Steinschlagschäden man bei Carglass spricht:

Beim prüfen, nach der Reparatur.

Kein Krater mehr vorhanden!

Carglass hat sich als Gesprächspartner präsentiert, der ohne schlechtes Gewissen und völlig offen, über die Details der eigenen Arbeit geredet hat.  Wirtschaftlichen Erfolg, oder den Erfolg einer Werbe-Kampagne mit fiktiven Vorwürfen zum Skandal aufbauschen, diese Art der Presse-Arbeit kann ich nachvollziehen. Aber eventuell sind das einfach die „lauen Lüfte“ die man im Bereich der alten Print-Medien benötigt. Mehr Substanz lässt sich am „Vorwurf“ der FAZ, der völlig unreflektiert in der AutoBild wiederholt wurde, nicht finden.

Lange Rede kurzer Sinn:

Hätte man journalistisch gearbeitet – dann wäre der Platz in beiden Print-Publikation wohl frei geblieben. Peinlich ist die Nummer vor allem für AutoBild.  Im übrigen hat Carglass kein Werbe-Budget für Print-Kampagnen, nur mal so als Information. (Nicht das ich hier irgendwas, irgendwem unterstellen wollte.)

 

Edit: Roberts Artikel zum Carglass Besuch.

 

 

Information: Dieser Artikel wurde nicht von Carglass bezahlt, gekauft oder direkt beeinflusst in Text oder Inhalt. Und nein, Carglass hat auch bei mir keine Werbung gebucht!

 

 

bjoern-mein-auto-blog

CARGLASS repariert, CARGLASS tauscht aus.

Ich hasse diese Werbung. Für mich ist dieses Werbe-Fiasko nur bedingt besser als das Seitenbacher-Müsli-Werbe-Massaker.  Aber: Oft genug höre ich noch: „Werbung soll nur Aufmerksamkeit schaffen.“ Und: „Auch schlechte Werbung, bleibt Werbung.“ Nun – Ziel erreicht. Meine Aufmerksamkeit ist also geweckt. Der CARGLASS Claim klemmt im Hirn fest.  Ich persönliche sehe das mit der Werbung ja anders. Für mich ist Werbung nur dann sinnvoll, wenn beim Gegenüber ein positives Gefühl geweckt wurde. (So wie im aktuellen GL-Spot von Daimler, den Jens anspricht!).

Aber ich fahre ja auch nicht nach Düsseldorf um Werbung für CARGLASS zu machen, nein – ich fahre nach Düsseldorf um mir das „Unternehmen CARGLASS“ und deren Arbeit anzuschauen. Als Auto-Blogger gehört eine Firma wie CARGLASS natürlich zum Spielfeld und Interessensgebiet.

Morgen dann also „CARGLASS repariert, CARGLASS tauscht aus!“ – Ich bin gespannt, in der Einladung hat man gesagt, wir dürfen Scheiben kaputt machen und reparieren…dann will ich meinen Horizont in diesem Bereich mal erweitern 😉

 

Mehr dazu – wenn es interessant war – in diesem Blog..