Carsharing – Freies Parken für geteilte Autos

Carsharing-Autos sollen besondere Privilegien erhalten. Wie aus einem Gesetzentwurf hervor geht, plant die Bundesregierung, kostenloses Parken und spezielle Parkplätze für Fahrzeuge von Carsharing-Anbietern einzuführen. Zuständig für die genaue Gestaltung der Regelung wären dann wie im Fall der Elektroauto-Privilegien die jeweiligen Kommunen. Die Autos sollen zu diesem Zweck speziell gekennzeichnet werden. Die Pläne gelten sowohl für das stationsgebundene Carsharing als auc…

App für privates Carsharing – VW öffne dich

Die Musterfamilie jedes VW-Vertriebsmanagers hat gleich mehrere Autos: Die gerade 18jährige Tochter freut sich über ihren Skoda Fabia, der Sohnemann über seinen Golf GTI als Examensgeschenk. Die Dame des Autos ist bevorzugt im praktischen Tiguan unterwegs und der Herr Papa reist standesgemäß im Audi A6. Der Holzkasten, in dem die Schlüssel der familiären Fahrzeugflotte aufbewahrt werden, muss wohl die Dimensione…

Autoverkehr in Zukunft – Viele Fragen, kaum Antworten

Wenn hochbegabte Forscher in die Zukunft schauen, stellen sie meist recht einfache Fragen, auf die es nach dem heutigen Stand der Technik kaum Antworten gibt. Das ist eine der ernüchternden Erkenntnisse einer Bestandsaufnahme, die jetzt von Experten des Nissan Future Lab vorgelegt wurde. Die Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen erforschen für den Autohersteller Renault-Nissan von drei Kontinenten aus, was ein künftiges selbstfahrende…

Nissan-Carsharing – Ein Micra, viele Besitzer

Die meiste Zeit des Tages steht das eigene Auto nur herum – und könnte von jemandem genutzt werden, der zeitlich genau gegensätzliche Fahrbedürfnisse hat als man selbst. Die Idee des Auto-Teilens ist nicht neu, wohl aber der Plan, die passenden Sharing-Partner über das soziale Netz zu finden. Nissan macht das jetzt mit dem Micra möglich und geht sogar einen Schrit…

Carsharing mit Brennstoffzellenautos – Mit Wasserstoff durch München

Ein Carsharing-System mit Wasserstoffautos bietet der Technologiekonzern Linde ab dem Sommer in München an. Unter dem Namen „Bee Zero“ sollen in der Innenstadt fünfzig Brennstoffzellen-SUV vom Typ Hyundai ix35 Fuel Cell zur Verfügung stehen. Die Buchung erfolgt wie bei anderen Systemen online oder per Handy-App. Tarife nennt das Unternehmen noch nicht.

Die Brennstoffzellenautos werden von einem 100 kW/136 PS starken E-Motor angetrieben, die Reichweite gibt Linde mit 400 Kilometern an. Das Auffüllen des Wasserstofftanks übernimmt der Carsharing-Anbieter. Linde unterhält in München eine von deutschlandweit rund 34 Wasserstofftankstellen, in München und im Umland der Landeshauptstadt gibt es sieben Anlagen. Nicht alle sind öffentlich zugänglich.

News: Volvo – Fahren ohne Schlüssel

Das Auto aufschließen – ein tägliches Manöver. Knöpfchen gedrückt und schon öffnet sich das Fahrzeug. Moderner sind da schon die aktuellen schlüssellosen Start- bzw. Zugangssyteme: Man braucht den Schlüssel nur in der Hosentasche mit sich führen und das Fahrzeug erkennt den Fahrer. Das Knöpfchengedrücke entfällt, da man mit einem einfachen Zug am Türgriff Zugang bekommt und dann mit dem Start-Button das Triebwerk anschmeißt. Aber die Schweden finden das auch etwas umständlich: Da man das Smartphone ohnehin immer bei sich trägt, kann es doch auch gleich als Schlüssel genutzt werden und als Keyless-System fungieren. Chance oder Risiko?

Ab 2017 soll es soweit sein: Volvo, will als weltweit erster Hersteller wirklich schlüssellose Fahrzeuge vorstellen, bei denen man nur das Smartphone bei sich haben muss, um die Türen zu öffnen oder zu schließen und den Motor zu starten. Vorgestellt wird das Konzept in Barcelona auf dem Mobile World Congress, zwischen dem 22. und 25. Februar. Hier soll gezeigt werden, dass es für den Zugang und das Fahren nur noch eine App braucht. Über die Bluetooth-Funktion des Smartphones wird der Kontakt zum Volvo hergestellt, um das entsprechende Mobiltelefon zu erkennen. Praktischerweise sind mehrere Schlüssel hinterlegbar, so dass sich verschiedene Volvo-Fahrzeuge auf der ganzen Welt nutzen lassen.

Das kann ganz praktisch sein, wenn man etwa einen Mietwagen buchen und nutzen möchte. Bei der Ankunft an der Mietstation ist der digitale Schlüssel bereits im System hinterlegt. Die App weist dem Mieter zusätzlich den Weg zum Auto via GPS. Damit sind Wartezeiten am Mietwagen-Schalter passé, der Personalaufwand vor Ort wird zudem reduziert. Nützlich ist das System darüber hinaus, wenn man das Auto mit Freunden, der Familie oder mit Kollegen teilen möchte, da man den Zugangang über das Smartphone einfach übertragen kann.

„Statt den ganzen Tag auf einem Parkplatz herumzustehen, können Autos zum Beispiel öfter und einfacher von anderen Personen genutzt werden, wenn der Besitzer dies wünscht“,

sagt Henrik Green, Vice President Product Strategy & Vehicle Line Management bei Volvo.

Erste Tests starten im Frühjahr diesen Jahres in Zusammenarbeit mit dem Carsharing-Unternehmen „Sunfleet“ mit Sitz nahe des Flughafens Göteborg. Ab 2017 sollen dann erste Flottenfahrzeuge mit dem System ausgestattet werden. Im Endeffekt ist diese neue Technik nur eine logische Weiterentwicklung. Carsharing-Plattformen haben bis dato schon Apps genutzt, nur mussten die Fahrzeuge dann aus der Ferne entriegelt werden. So wird aber das schöne neue Internetzeitalter endlich sinnvoll genutzt.

Genau das ist jedoch die Frage: Ist das System wirklich so sinnvoll. Smartphones sind attakierbar und den Angriffen von Hackern ausgesetzt. Wie schnell kann sich ein mehr oder weniger findiger Autodieb also Zugang zum Auto verschaffen. Aber so weit muss man gar nicht gehen. Wie schnell ist ein Handy gestohlen? So hat der Dieb nicht nur Zugang zu den persönlichen Emails, Fotos und Kontakten, sondern nun auch noch ein Auto frei Haus mit dabei. Den Weg zum Fahrzeug zeigt die App ja ohnehin. Da bleibt nur zu hoffen, dass das System durchdacht ist. Für all diejenigen, die sich damit noch nicht anfreunden können, bietet Volvo aber trotzdem einen konventionellen Schlüssel an, der ja vom Gefühl her irgendwie zum Auto dazugehört. Und wer mal wieder mit einem alten Auto fährt, das vielleicht sogar ohne eine Zentralverriegelung auskommt, der wird das pure, ungefiltere Fahrvergnügen und das Erlebnis am Fahren wieder zu schätzen wissen.

News: Volvo steigt ins Carsharing- und Mietwagengeschäft ein – Schwedenhappen für zwischendurch

Viele Fahrzeughersteller sehen sich auf lange Sicht längst nicht mehr nur als Autobauer, sondern als Mobilitätsdienstleister. Volvo hat daher nun die „Schwedenflotte“ aufgelegt: So heißt das neue, herstellereigene Mietwagen- und Carsharingprogramm. Bei deutschlandweit 100 Händlern stehen dafür derzeit 260 Volvos aller Modellreihen bereit. Bis zum Jahresende soll die Flotte auf 1.000 Autos aufgestockt werden.

Die Reservierung erfolgt per kostenloser App auf dem Smartphone, die Schlüsselübergabe und -rückgabe erfolgt zunächst noch vor Ort an einer der Stationen. Später – laut Volvo in wenigen Monaten – dient die App auch als Türöffner. Die Fahrzeuge müssen dann nicht unbedingt dort zurückgegeben werden, wo sie angemietet wurden, das Abstellen kann auch bei einem Händler in einer anderen Stadt erfolgen. Künftig sollen weitere Stand-Punkte auf öffentlichen Parkplätzen hinzukommen.

Die Fahrzeuge lassen sich für die Dauer von wenigen Stunden bis hin zu zwölf Monaten mieten. Theoretisch ist auch eine Minuten-Abrechnung möglich, auch wenn diese Möglichkeit wohl die wenigsten Kunden in Anspruch nehmen dürften. Die Preise legen die Händler selbst fest, sie richten sich aber nach dem Mietwagenpreisspiegel der Region für das jeweilige Segment.

Zum Start organisieren die Schweden eine besondere Aktion auf der Nordseeinsel Sylt (bis 6. September): An sieben über die Insel verteilten Stationen (u.a. Flughafen, Gosch am Kliff und verschiedenen Hotels) stehen 20 XC90 für Urlauber zur Verfügung. Die erste Fahrt ist vier Stunden lang kostenlos, jede weitere Stunde kostet 14,90 Euro.

Auch andere Hersteller sind auf dem Feld Carsharing und Mietwagen bereits aktiv: So zum Beispiel mit dem stationsunabhängigen Carsharing Drive Now (BMW) oder Car2go (Daimler). Mit Car2go Black bieten die Stuttgarter seit einiger Zeit auch einen Mietwagenservice an. Opel verfolgt mit der App „Car Unity“ einen etwas anderen Ansatz: Über die kostenlose App wird der Autotausch unter Privatleuten vermittelt, unabhängig von der Marke des jeweiligen Fahrzeugs.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X