DS-Pläne – Das Premium-Projekt

Als PSA 2010 mit dem DS3 einen Kleinwagen unter der neuen Marke DS herausbrachte, erntete dies vor allem außerhalb Frankreichs überwiegend Kopfschütteln. So sollte das neue französische Premium aussehen? Ein Fahrzeug, das wie auch die nachfolgenden Modelle DS4 und DS5 letztlich nur auf entsprechenden Citroen-Fahrzeugen basiert und seine Verwandtschaft zum Kleinwagen C3 kaum kaschieren konnte? Gemach, hieß es dazu stets aus dem Konzern, das wird sich ändern. Und tatsächlich macht PSA ab nächstem Jahr nun endlich ernst. Mit dem DS7 Crossback kommt Anfang 2018 das erste wirklich eigenständige Modell der Marke zu den künftig bis zu 70 deutschen DS-Händlern. Das mit 4,75 Metern ähnlich lang wie ein Mercedes GLC geratene SUV soll will alle künftigen DS-Modelle vor allem mit französischem Chic ein Gegengewicht zu den eher kühl-technischen deutschen Premium-Anbietern à la Audi, BMW und Mercedes sein, aber wohl vor allem bei Lexus oder Jaguar wildern.

Zum Marktstart gibt es fünf grundsätzlich bekannte Konzern-Antriebe, drei Benziner und zwei Diesel mit bis zu 230 PS Leistung

Nun ist es keine Kleinigkeit, eine neue Premium-Marke zu installieren und ob der knapp achtjährige Vorlauf mit gepimpten Citroen-Modellen eher ein Vor- oder Nachteil war, lässt sich heute sich noch nicht abschließend beurteilen. Das Tempo zumindest wird ab nächstem Jahr deutlich erhöht. Die Franzosen wollen beginnend mit 2018 in jedem Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen, insgesamt sechs Fahrzeuge bis 2023. So munkelt man für Anfang 2019 von einem Nachfolger für den DS3, der aber wohl eher ebenfalls als SUV ausgelegt sein könnte und somit gegen den Audi Q2 antreten würde. Und Ende 2019/Anfang 2020 steht wohl die erste Limousine auf dem Programm, die zum Beispiel als DS8 vor allem in China Käufer finden würde. Überhaupt spielt China in den Überlegungen der DS-Strategen eine wichtige Rolle, schon der DS7 Crossback wird nicht nur im französische Mühlhausen, sondern auch im chinesischen Werk Shenzen produziert.

Der interessanteste Antrieb folgt erst 2019, eine Plug-in-Hybrid-Variante bestehend aus einem Benziner mit 147 kW/200 PS Leistung und zwei Elektroantrieben mit jeweils 80 kW/109 PS

Aufgebaut wird das derzeit noch unter dem Projektnamen X74 laufende große SUV auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns. 80.000 Einheiten jährlich sind vorgesehen, davon soll rund die Hälfte in Europa und knapp 40 Prozent in Asien abgesetzt werden. Der DS7 Crossback wirkt optisch ausgesprochen hochwertig. Wie heute üblich, verwenden die Franzosen einen großen, in diesem Fall sechseckigen Kühlergrill im Diamant-Design. Auf einen besonderen Effekt setzen die Designer beim Licht. Die LED-Scheinwerfer erstrahlen beim Öffnen des Fahrzeugs zunächst in Purpur-Rot und lassen sich zudem um 180 Grad drehen. Auch die Lichtsignatur am Heck wurde sehr aufwendig gestaltet und soll einen hohen Wiedererkennungswert garantieren. Der Innenraum überzeugt mit erstklassigen Materialien und ist sauber verarbeitet, ohne es jedoch mit einem Marktführer wie Audi aufnehmen zu wollen.

Der Innenraum der DS7 Crossback überzeugt mit erstklassigen Materialien

Dass der DS7 Crossback über alle gängigen Assistenzsysteme verfügt, darf beim Anspruch der Marke vorausgesetzt werden. Besonders herauszuheben ist die sogenannte Active Scan Suspension, mit der die Marke auch an die damals sensationelle hydropneumatische Federung der ursprünglichen DS von 1955 anknüpfen will. Ähnlich wie bisher nur bei der Mercedes S-KIasse beobachtet bei Active Scan eine Kamera die Straßenbeschaffenheit und leitet die Daten an einen Rechner weiter, der jedes einzelne Rad über die Stoßdämpfer an den Straßenzustand anpasst.

Bei den Motoren geht es zunächst konventioneller zu. Zum Marktstart gibt es fünf grundsätzlich bekannte Konzern-Antriebe, drei Benziner und zwei Diesel mit bis zu 230 PS Leistung. Bis auf den Basis-Benziner und den Basis-Diesel mit je rund 130 PS, die über ein manuelles Sechsgang-Getriebe geschaltete werden, sind alle Motoren serienmäßig einem Achtgang-Automatikgetriebe von Aisin verbunden.

Der DS7 Crossback wirkt optisch ausgesprochen hochwertig

Der interessanteste Antrieb folgt erst 2019, eine Plug-in-Hybrid-Variante bestehend aus einem Benziner mit 147 kW/200 PS Leistung und zwei Elektroantrieben mit jeweils 80 kW/109 PS. Da einer der Motoren die Hinterachse antreibt, wird so Allradantrieb realisiert. Auch hier kommt das Achtgang-Automatikgetriebe zum Einsatz. Aus der Kombination der drei Motoren ergibt sich eine Systemleistung von 220 kW/300 PS. Die Batterie mit 12 bis 13 kWh soll rein elektrische Reichweiten von theoretisch bis zu 60 Kilometern ermöglichen. Die Ladezeit beträgt 4,5 Stunden an einer Haushaltssteckdose und 2,5 Stunden im Schnelllademodus.

Im Innenraum ist der DS7 Crossback sauber verarbeitet, ohne es jedoch mit einem Marktführer wie Audi aufnehmen zu wollen

Mit dem Aufbau von DS als Premium-Marke muss auch deren Positionierung im Wettbewerb festgelegt werden. Fest steht: DS wird teurer und leistungsstärker, bis zu 500 PS soll eine elektrifizierte Variante künftig leisten. Unter dem Markenslogan „The Spirit of Avantgarde“ („Der Geist der Avantgarde“) wird auf die Kernwerte Herkunft, Qualität, Service und Einzigartigkeit verwiesen. Ob man den Anspruch „Nr. 1 in Qualität und Service“ einlösen kann, bleibt hingegen abzuwarten. Die deutschen Premiumhersteller werden hier schwer zu schlagen sein und DS positioniert sich lediglich in den Segmenten B bis D, also vom Kleinwagen bis zur Mittelklasse, es wird also keine echten Wettbewerber zu einem BMW 7er oder einem Audi A8 aus Frankreich geben. Auch preislich orientiert man sich eher am gehobenen Volumenwettbewerb á la VW – der DS 7 Crossback wird mit 130-Benziner-PS wohl bei rund 30.000 Euro starten. Zum Vergleich: Bei Mercedes gibt es den zwei Zentimeter kürzeren GLC erst mit mindestens 170-Diesel-Pferden ab rund 45.000 Euro. (Peter Eck/SP-X)

Die Zukunft von DS – Mit Größe wachsen

Die vergangenen Jahre waren nicht leicht für den PSA-Konzern, die Automobilkrise hat die Marken Citroën und Peugeot hart getroffen. Doch das Tal der Tränen scheint überwunden: 2015 konnten die Franzosen erstmals wieder einen Gewinn verbuchen, von immerhin 1,2 Milliarden Euro; dieses Jahr steht die gleiche Summe schon nach sechs Monaten auf der Habenseite. Zukünftig soll auch die neu gegründete Marke DS als Aushängeschild des Konzerns ein immer größeres Scherflein zum Erfolg beitragen.

2009 hat PSA den geschichtsträchtigen Namen DS wieder zum Leben erweckt. Ziel war aber nie, die legendäre Oberklasselimousine aus den 50er Jahren zu kopieren, vielmehr sollte der Name für neue, hochwertige Produkte stehen. Mit DS3 und DS4 legte der Autobauer besonders schicke Varianten seiner bekannten Citroën-Modelle auf, der 2012 folgende DS5 betrat erstmals auch optisch Neuland und distanzierte sich stärker von seiner technischen Konzernbasis. Dass der Citroën-Doppelwinkel auf der Motorhaube dem DS-Logo wich, war ein weiterer, logischer Schritt, mit dem PSA im vergangenen Jahr DS als eigene Marke etablierte.

Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 (Foto) und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich
Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 (Foto) und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich

Und die soll nun wachsen: Drei neue Modelle stehen für die kommenden Jahre im Plan. Welche genau, will DS-Chef Yves Bonnefont noch nicht verraten, doch wird sich die Marke erstmal nach oben orientieren. Eine große Limousine und ein SUV gelten als gesetzt. Die neuen Modelle sollen eine Vorreiter-Rolle im Konzern einnehmen: Jeder Baureihe will DS zukünftig mit Plug-in-Hybrid oder reinem Elektroantrieb anbieten und auch sonst sollen die Fahrzeuge zu Technikträgern werden. Das autonome Fahren beispielsweise wird wohl schrittweise zunächst in den DS-Modellen Einzug halten, ehe die Technik dann auch bei Peugeot und Citroën erhältlich sein wird.

Technik ist aber nur ein Aspekt, der DS ausmacht. Von seinen konventionellen Konzerngeschwistern will sich die Marke auch mit eigenem Charakter, extravagantem Design sowie zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten sowie höherer Material- und Verarbeitungsqualität unterscheiden. Ein kleines Stück Luxus also, das zukünftig auch in eigenen Schauräumen präsentiert wird. Dass ein Citroën-Händler gerade noch einen Berlingo verkauft, und sich dann auf dem Absatz umdreht, um einen DS zu präsentieren, das passt nicht zum Konzept. Allein für Deutschland sind deswegen 70 DS-Stützpunkte geplant, als eigener, kleiner Laden oder als abgetrennter Bereich bei größeren Händlern – mit exklusivem Design und eigenem Eingang.

Das DS3 Cabrio als Performance Line
Das DS3 Cabrio als Performance Line

Doch wer soll in die neuen Auto-Boutiquen kommen? Natürlich werden sich die Franzosen freuen, wenn Audi-, Mercedes- oder BMW-Kunden im DS-Salon stehen, doch dürfte das Gros von Marken wie Alfa Romeo oder Volvo kommen – aber beispielsweise auch ehemalige Saab-Fahrer haben die Strategen im Visier, und natürlich all diejenigen, die schon einen DS fahren. Ihnen sollen die neuen Modelle die Möglichkeit zu einem Upgrade geben, ohne die Marke wechseln zu müssen. Kurzum alle, die nicht zwingend ein etabliertes Statussymbol suchen, sondern ein schickes, individuelles und auch ein wenig außergewöhnliches Auto. Im vergangenen Jahr waren das immerhin schon rund 5.000 Kunden in Deutschland, mit den neuen Modellen und dem überarbeiteten Verkaufskonzept soll sich die Zahl in absehbarer Zeit verdoppeln – allerdings nicht um jeden Preis. Mit Rabattschlachten und ähnlichen Hard-Selling-Methoden will DS erstmal nichts zu tun haben.

Bis DS seine – hierzulande – vierte Baureihe in den Schauraum schiebt (in China rollt mit dem DS6 bereits ein ausschließlich für den dortigen Markt entworfenes SUV vom Band), müssen sich die Kunden allerdings noch etwas gedulden. Um die Zeit bis dahin zu verkürzen, legen die Franzosen jetzt erstmal die DS Performance Line auf. Das sportliche Ausstattungspaket ist für DS3, DS4 und DS5 zu Preisen zwischen 1.610 und 4.000 Euro erhältlich und zeichnet sich unter anderem durch eine zweifarbige Karosserie, schwarze Räder und das rot-weiß-goldene Performance-Logo aus. Diese Farbkombination wertet in Form von Ziernähten auch das Cockpit auf. Auf die üblichen Sportabzeichen an der Karosserie, wie zum Beispiel größere Lufteinlässe, verzichtet DS allerdings ebenso, wie auf mehr Leistung.

Test: DS Automobiles DS4

In den 50igern des letzten Jahrhunderts gestartet, reanimiert Citroën DS Automobiles im Rahmen des Pariser Autosalon 2014 neu. Der Erfolg gibt dem französischen Autobauer sehr schnell recht. Denn mit der D-Serie, die bereits die DS3, das DS3 Cabrio, die DS5 und DS5 LS für Europa beinhaltet, stockt man mit der 2. Generation der DS4 und DS4 Crossback seit 2015 sein Portfolio auf. Aus dem großen „Haifischbecken“ der Kompaktklasse will man sich gerade mit seinem „avantgardistischen Design“ abheben, so die Verantwortlichen der Marke DS Automobiles. Das bestätigten zumindest für die erste Generation der DS4 seit 2011 115.000 Kunden weltweit. Dass die DS4 nicht nur in Sachen „Außendarstellung“ etwas kann, beweist sie durch zeitgemäßen Komfort und Technologie. Mit zwei Karosserievarianten und sieben Motor- und Getriebe-Kombinationen präsentiert sich die kompakte Französin in den DS Stores. Das 180-PS-Diesel Aggregat und das Sechs-Gang-Automatikgetriebe konnten wir ausführlich testen. Dabei startet die Kompakte aus Frankreich beim Listenpreis von 29.890 Euro moderat in den deutschen Markt.

DS Automobiles DS 4 BLUEHDI 180

Kompakte Gallierin mit Diesel Power 2.0
Gelungene Location für eine Göttin
Gelungene Location für eine Göttin

Design-Kleid im DS Style

Die DS4 führt die Designlinien ihrer kleineren und größeren Fahrzeugbrüder fort und fügt sich gerade mit ihrer DS-markanten Front in das Portfolio der Franzosen ein. Dabei lassen die weit nach außen angebrachten Scheinwerfer und der Kühlergrill, der beide imaginär verbindet, das Fahrzeug sehr breit und stark auf der Straße stehen. Das prominent angebrachte „DS“-Zeichen erfüllt hier seinen Demonstrationszweck. Die kurzen Überhänge vorn und hinten geben der DS4 einen sportlichen Touch. Die Heckansicht wirkt optisch gestreckt und athletisch.

Mit Komfort reisen

Die ersten Testkilometer, die sowohl über urbane Straßen als auch durch das Stadt-Wirrwarr Frankfurts führen, meistert die DS4 mit gediegener Lässigkeit und steckt dabei Fahrbahnunebenheiten gut weg. Ausweichmanöver und Einparksituationen sind für sie ebenfalls normal, weil die französische Kompakte einfach zu bewegen ist. Einher gehen außerdem eine hohe Stabilität und ein komfortables Fahrverhalten. Die Servolenkung mit drehzahlabhängiger Lenkunterstützung gibt zudem dank guter Angleichung direktes Feedback und verbessert demnach auch die Zuverlässigkeit auf Geraden und in Kurven gleichermaßen. So macht das Fahrzeug auch beim Geradeauslauf eine optimale Figur. Durch ihre dynamische Abstimmung reizt „La Déesse“ (franz. die Göttin) aber auch zu flotter Kurvenfahrt. Diese idealen Fahreigenschaften wurden nicht nur durch das nochmals modifizierte Fahrwerk mit seinen McPherson Federbeinen an der Vorderachse und dem verformbaren Querträger auf der Hinterachse erreicht. Zum Einsatz kommt serienmäßig für beide Karosserievarianten eine intelligente Traktionskontrolle, die gerade bei höherer Geschwindigkeit und erhöhtem Lastwechsel spürbar einsetzt.

Komfort ist Groß geschrieben bei DS
Komfort ist groß geschrieben bei DS

Drehmoment Topwert  

DS Automobiles verspricht einen Normverbrauch von kombinierten 4,3 Litern auf 100 Kilometern, der in der Praxis nicht ganz zu schaffen war. Unser Testwagen verlangt gute 4,8 Liter über die gesamte Testphase von 14 Tagen. Für die kompakte DS4, die als Familienfahrzeug ebenso eine gute Performance an den Tag legt wie als Auto mit hohem Nutzwert, ein beachtlich geringer Wert. Der 2.0 BlueHDi Diesel liefert erstaunliche 400 Newtonmeter Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen pro Minute. Die Kraft des 180 PS starken Motors lässt den ca. 1,5 Tonnen schweren Wagen in 9,3 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 205 km/h drin, die die kompakte Französin mühelos auf Autobahnteilstücken erreicht. Das gut übersetzte automatische Sechs-Gang-Getriebe ermöglicht agiles bis sportliches Fahren ohne großartig spürbare Schaltlöcher.

Luxuriöses Leder Interieur

Der optional erhältliche Lederinnenraum mit filigran verarbeitetem Nappaleder auf den elektrisch verstellbaren Sitzen inklusive Massagefunktion und dem Armaturenbrett passen zum Auftritt der DS4 und unterstreichen den Premiumgedanken. Gut strukturiert, mutet das Cockpit mit seinem Instrumententräger als Blickfang und Schaltzentrale an und sorgt vorne für ein großzügiges Raumgefühl. Die nunmehr für DS Automobiles schon fast charakteristische Kombination der Bedienelemente führt auch ungeübte DS-Fahrer sehr schnell und intuitiv an die Bedienungen von Navigation, Telefonie, Medien und Bordcomputer heran. Das in der Mitte sitzende Sieben-Zoll-Touchscreen Navigationssystem bindet sowohl die genannten Funktionen ein als auch die im Trend liegende Vernetzung der Automobile durch das „Pack SOS & Assistance“ System von Citroën. Wie auch bei seinen Mitbewerbern, setzt es automatisch einen Notruf ab und bietet angemessene Hilfeleistung in Notfällen. Das ebenfalls integrierte Monitoring-Paket enthält das elektronische Wartungsheft, Eco-Diving (individuelle Tipps auf Grundlage des beobachteten Fahrstils) und den Nutzungsbericht (Übersicht über die Nutzung des Fahrzeuges). Die DS4 bietet bei einer Fahrzeuglänge von 4,28 Metern bis zu fünf Personen ausreichend Platz. Ein Geizen beim Kofferraumvolumen bei voller Bestuhlung gibt es bei der Kompakten nicht. 385 Liter maximales Fassungsvermögen zählen zu den besseren Werten ihrer Klasse. Wird die komplette Rückbank umgeklappt, eröffnet das Fahrzeug ein Stauvolumen von akzeptablen 1.021 Litern.

Optionale Pakete ohne Ende

Die serienmäßigen Ausstattungen der Assistenzsysteme umfassen einen Geschwindigkeitsregler (programmierbar) und -begrenzer, eine Berganfahrhilfe, einen Bremsassistenten, Einparkhilfe mit Abstandssensoren vorn und hinten (kombiniert mit der Rückfahrkamera ist das Bild hierzu im Navigationsdisplay abgebildet), sowie einen Toter-Winkel-Assistent. Optional bestellbar ist der für Citroën übliche AFIL-Spurassistent, der die Warnung bei überschrittener  Seitenlinie mittels Rütteln im Fahrersitz absetzt. Das „Sicht-Paket“ enthält das DS LED Vision (mitlenkende Xenon-Scheinwerfer mit 84 LED-Modulen), Nebelscheinwerfer LED mit statischem Abbiegelicht, LED-Blinker mit Lauflicht und eine Scheinwerferwaschanlage. Zu den Komfortfeatures gehören unter anderem das Keyless-System, was den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug gewährleistet und den Wagen per Knopfbedienung starten lässt.

Schöner Anblick in jeder Perspektive
Schöner Anblick in jeder Perspektive

Fazit:

Die DS4 sieht nicht nur sehr attraktiv aus und offeriert mit ihrem außergewöhnlichen Design dynamische Linien, sie fährt sich mit ihrem 180-PS-BlueHDi Motor sehr dynamisch und sportlich. Dabei kommen Effizienz und Sicherheit nicht zu kurz. All` diese Eigenschaften lassen sie nicht im Einheitsbrei der Kompaktklasse versinken.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

DS Automobiles

DS4

Motor R4, Diesel, Turbo
Hubraum 1.997 ccm³
Leistung 180 PS @ 3.750 U/min
Kraft 400  Nm @ 2.000 U/min
Getriebe 6-Gang-Automatikgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.284, 1.810, 1.502   mm
Radstand 2.612 mm
Leergewicht 1.495 kg
Wendekreis 10,70 m
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,3 sec
Normverbrauch 4.3 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.8 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 4.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.7 l / 100km
Gutes Komplettpaket - Citroën DS4 BlueHDI 180
Gutes Komplettpaket – Citroën DS4 BlueHDI 180

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Citroen C3 – Adieu Tristesse

Der Citroen C3 war bislang zwar kein Ladenhüter, besonders häufig hat man den französischen Kleinwagen hierzulande aber auch nicht zu Gesicht bekommen. Vielleicht lag das an seinem wenig prägnanten Design. Davon hat der neue C3 allerdings genug zu bieten, lehnt er sich doch stark an den C4 Cactus an. Read more

Künftige Antriebskonzepte bei PSA – Ohne Strom geht’s nicht mehr

Was die Zukunft bringt, weiß keiner so genau. Sicher aber ist: Die Anforderungen an die Automobilindustrie werden weiter steigen. Vor allem in Hinblick auf Umweltgesetze und Emissionsrichtlinien: 2020 soll in Europa eine 95-Gramm-CO2-Grenze gelten, fünf Jahre später soll der maximale Schadstoffausstoß nochmal um 20 Gramm pro Kilometer reduziert werden. Jetzt hat PSA – der französische Autobauer mit den Marken Citroën, Peugeot und DS – seine Pläne für die nächsten Jahre vorgestellt, mit denen er diese Ziele erreichen will.

Große Überraschungen kann dabei freilich auch PSA, die über 30 neue Modelle in den kommenden Jahren planen, nicht vermelden. Auch die Franzosen wollen und müssen zukünftig auf elektrische Antriebe und Hybride setzen. Und sie sind sich sicher: Das Elektroauto muss vom Zweit- oder Drittwagen für Pioniere, die auch den ein oder anderen Nachteil in Kauf nehmen, zum vollwertigen Auto werden – in Sachen Platz, Sicherheit, Komfort ebenso wie mit Blick auf Ladezeiten und Reichweiten.

Je nach Akkupaket  – ist eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern machbar
Je nach Akkupaket – ist eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern machbar

Um das umzusetzen, hat PSA eine komplett neue Plattformstrategie entwickelt. Statt sechs werden zukünftig nur noch zwei Plattformen zum Einsatz kommen. Eine davon ist die bereits eingesetzte EMP2, auf der unter anderem Peugeot 308 und Citroën C4 vom Band rollen. Sie dient auch zukünftig als Träger der Mittelklassemodelle, die allerdings ab 2019 auch mit einem Plug-in-Benzinhybridantrieb vorfahren sollen. Durch den Einbau eines Elektro-Motors an der Hinterachse hat PSA damit auch gleich wieder einen Allradantrieb im Angebot. Der soll dank höherer Leistung deutlich besser funktionieren als bei den bisherigen Diesel-Hybrid-Modellen des Konzerns. Außerdem werkelt zukünftig auch an der Vorderachse ein E-Motor, beide leisten je 59 kW/80 PS.

Je nach Akkupaket – PSA arbeitet an zwei Varianten mit 12 oder 13 kWh – ist eine rein elektrische Reichweite von 60 Kilometern machbar. Aufgeladen sind die Batterien nach viereinhalb Stunden, oder zweieinhalb Stunden an einer Schnelllade-Station. Außerdem wird es auch bei PSA einen Battery-Lade-Modus geben, der die Akkus während der Fahrt auftankt. So hat man zum Beispiel auch am Ende einer längeren Reise auf jeden Fall noch genügend Energie, um zum Ziel im Stadtzentrum zu stromern. Dass diese Lademodus nicht sonderlich effizient ist, da der Benziner deutlich mehr arbeiten muss, sei dahingestellt.

Der Ottomotor selbst steuert seinerseits 110 kW/150 PS bis 147 kW/200 PS bei, in Summe stehen also rund 300 PS zur Verfügung. Die sollen auf Wunsch nicht nur für sparsames Vorankommen, sondern auch für Fahrspaß sorgen. Verwaltet wird die Kraft von einem Achtgang-Automatikgetriebe, das erstmals quer zwischen Verbrennungs- und E-Motor eingebaut wird. Erhältlich ist der erste Benzin-Plug-in-Hybrid ab 2019 in einem DS-Modell, bis 2021 sollen konzernweit insgesamt sieben Modelle im Angebot sein.

PSA arbeitet mit Dongfeng an einer E-Auto-Plattform
PSA arbeitet mit Dongfeng an einer E-Auto-Plattform

Die zweite Plattform wird zusammen mit PSAs chinesischem Partner DFM (Dongfeng) entwickelt und hört auf den Namen CMP. Sie wird die kleineren Modelle bis hin zum Kompakt-SUV tragen, und sie ist – neben Diesel- und Benzinmotoren – für die E-Antriebe zuständig. 2019 soll das erste Elektroauto auf dieser Plattform auf den Markt kommen, zwei Jahre später werden es vier Modelle sein. Den Antrieb wird ein 85 kW/115 PS starker E-Motor übernehmen, die rund 300 Kilogramm schweren Akkus mit 50 kWh Kapazität werden zukünftig dort verbaut, wo jetzt üblicherweise Tank und Abgasanlage sitzen – also unter dem Auto. Dort nehmen sie weder Platz für Passagiere noch für Gepäck weg; ein Pluspunkt, den übrigens auch die Plug-in-Hybride für sich in Anspruch nehmen können.

Die Reichweite der E-Autos, die vom gleichen Band rollen sollen wie die Modelle mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, beziffert PSA derzeit auf bis zu 450 Kilometer, die Ladezeit beträgt acht Stunden. Auf Wunsch geht es aber auch hier zügiger: Ein neues Schnellladesystem soll es ermöglichen, in einer Minute genügend Energie für 12 Kilometer Reichweite in die Batterien zu pumpen. Für mehr Reichweite im Winter soll außerdem eine neue Wärmepumpe sorgen, die auch bei minus 30 Grad noch funktioniert. Sie übernimmt die Heizfunktion und braucht weniger Energie als die konventionelle Heizung. Der nicht benötigte Strom steht also zum Fahren zur Verfügung. Bleibt nur die Frage, nach dem Preis für die schöne neue Antriebs-Welt – die kann PSA allerdings heute auch noch nicht beantworten.

Markenausblick Citroen – Zurück zur französischen Fahrkultur

Derzeit läuft’s recht rund für Citroën. Die französische Marke hatte 2015 in Europa das beste Verkaufsjahr seit 2012. Weltweit betrug das Absatzvolumen 1,2 Millionen Fahrzeuge. Alles bestens also? Nein. Gedanken macht man sich in der Pariser Konzernzentrale um die Positionierung der Marke, besonders im Hinblick auf die Abspaltung von DS. Die auf Lifestyle und Premium getrimmte Sub-Marke wurde im Sommer 2014 gegründet. Voriges Jahr hatte DS dann seinen ersten eigenständigen Messeauftritt. Und mit dem Kompaktwagen Citroën DS 3 verliert jetzt das letzte „Mischmodell“ den Namen der Mutter, heißt fortan nur noch DS 3. Bis 2020 will DS ein Portfolio von sechs Modellen anbieten, darunter werden möglicherweise zwei SUV und eine größere Limousine sein.

Citroën feilt derweil an seiner neuen Identität, weiß dabei natürlich, dass man mit biederen Brot-und Butter-Autos nicht hinter DS bestehen kann. Das Credo heißt: Komfort und Wellness statt Sportlichkeit, Platz und Charisma rangieren weit oben im Lastenheft. Beim Design liebt man den charmant-frechen, bisweilen unkonventionellen Auftritt, verpönt ist Aggressivität.

Wie so etwas aussieht, zeigt der C4 Cactus, der die neue Markenbotschaft „Be different, feel good“ unter anderem über sein spezielles Styling (außen jugendlich und cool, innen reduziert und funktional) vermitteln soll. „Wir haben das Potenzial, anders zu sein“, sagt die Vorstandsvorsitzende Linda Jackson. Die zukünftigen Modelle sollen Kreativität, Purismus und Optimismus ausstrahlen.

Eine enorm hohe Wichtigkeit räumt Citroën daher dem nächsten C3 ein, bislang der Bestseller im Programm. Das Modell fährt in der Polo/Corsa-Klasse, will aber auch hier anders auftreten. Zu hören ist, dass der neue C3 in Richtung C4 Cactus getrimmt werden und im Herbst auf der Messe in Paris debütieren soll.

Diese Strategie könnte wohlmöglich auch auf den derzeitigen C3 Picasso angewendet werden. Hier stellt sich aber die Frage, ob man weiter den Van-Kurs beibehält oder dem Modetrend Crossover/SUV folgt. Letzteres gilt als wahrscheinlicher. Opel, Fiat, Renault und selbst die Konzernschwester Peugeot haben Mini-SUV bereits im Programm. 2017 könnte Citroëns Antwort beim Händler stehen. Schon bald danach dürfte auch die Erneuerung des C4 Aircross (das jetzige Modell ist ein Derivat des Mitsubishi ASX) anstehen. Schließlich braucht Citroën weiterhin etwas im Segment von Tiguan, Nissan Qashqai und Mazda CX-5. Optisch haben die Franzosen ja bereits einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben. Voriges Jahr stand eine SUV-Studie namens Aircross in Shanghai.

Apropos Studie, man darf gespannt sein, was Citroën in Paris als nächstes Concept Car präsentieren wird. Immerhin gibt es Nachholbedarf im oberen Segment, wo derzeit der C5 überlang unterwegs ist. Käme er 2019, entspräche dies einem Modellzyklus von mehr als zehn Jahren – äußerst ungewöhnlich in diesem Segment.

Aus China, dem größten Einzelmarkt von Citroën, ist zu hören, dass schon auf der Autoshow in Peking eine Serienlimousine stehen soll. Wahrscheinlicher Name: C6. Sie ist jedoch ausschließlich für den lokalen Markt gedacht und wird dort auch gebaut. Der Joint Venture Partner ist Dongfeng.

Bleibt noch ein Blick auf die Zukunft der Bestseller. Die Konzern-Plattform EMP2 bietet sich auch für einen Nachfolger des Berlingo an, der aber erst 2019 zu erwarten ist. Die Fahnen für die Familie hält Citroën 2018 mit den Vans C4 Picasso (über Jahre der Klassen-Bestseller in Europa) und den Grand C4 Picasso hoch.

Weiterhin niedrig sollen die Flottenverbräuche bleiben. Obwohl der PSA Konzern mit nur 104 Gramm CO2 pro Kilometer in Europa bereits auf der Pole Position fährt, sieht die Strategie von Citroën trotzdem vermehrt den Einsatz von Plug-in-Hybriden vor – nicht zuletzt im Hinblick auf das zu erwartende Verkaufsvolumen bei den SUV. Ebenso im Fokus steht ein Elektroauto. Vermutlich handelt es sich um einen kompakten Viersitzer, als Nachfolger des C-Zero, ein Derivat des Mitsubishi i-MiEV. Die Kooperation mit den Japanern endet. Das E-Auto auf EMP1-Plattform wird auch einen Ableger als DS bekommen. Debüt: voraussichtlich in drei Jahren.

Bei so viel Öko-Engagement darf man auch mal wieder beruhigt auf Gaspedal treten, nicht zuletzt, um die Marke emotional zu stärken. Schon nächstes Jahr wird Citroën wieder bei der World Rallye Championship mitmischen, und hofft, an alte Zeiten anknüpfen zu können. Acht Mal war man Weltmeister. Mut machen da sicher auch die Erfolge auf der Rundstrecke. Citroën fährt seit zwei Jahren bei der WTC (World Touring Championship) mit, auf einer C-Elysee-Limousine – und stand zum Saisonende jeweils ganz oben auf dem Treppchen.

(Michael Specht/SP-X)

News: Peugeot 108 – Neues Make-Up für den kleinen Löwen

Der Peugeot 108 ist bislang zumeist als eines bekannt – als Kleinstwagen. Peugeot bezeichnet ihn lieber als superkompakten Stadtflitzer, aber das macht im Endeffekt keinen Unterschied. Der Löwe, der sich die Plattform und dementsprechend das Konzept mit dem Toyota Aygo und Citroen C1 teilt, wird nun aufgefrischt und bekommt neue Ausstattungen. So soll das Modell auch weiterhin attraktiv bleiben, was die stabilen Gebrauchtwagenpreise belegen. Wir haben uns genauer angesehen, was der kleine Franzose für seine weitere Laufbahn mitbringt. Read more

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

Citroen SpaceTourer Hyphen: Wenn man das Ziel aus den Augen verliert

Stellen wir uns mal vor, wir sind ein Autohersteller. Im Volumensegment. Also Supermarkt statt Feinkostladen. Unsere edlen Tropfen haben wir eben ausgegliedert und DS genannt. Jetzt müssen wir also mit Hausmannskost ordentlich Wind machen.

Citroen hat in Europa noch dazu ein kleines Neuheitenloch. Während man in China fröhlich neue DS-Modelle launcht und angeblich sogar die Nullserie eines neuen C6 von den Bändern läuft, muss es hier eine neue Transporterbaureihe richten. Das Nutzfahrzeug wird wie bisher Jumpy heissen (ja, Jumpys gibt’s auch im Supermarkt – das sind Chips in Känguru-Form), neu ist die Personentransporter-Version namens SpaceTourer. PSA-Schwester Peugeot bringt ein gleiches Modell und auch Toyota ist als Kooperationspartner wieder mit an Bord.

Um aufzufallen, hat sich Citroen für den Genfer Salon im März ein ganz besonderes Konzeptauto ausgedacht. Wenn alle Welt von Kompaktwagen und Mittelklasselimousinen auf SUV umsteigt, warum also nicht noch höher denken? Auftritt Citroen SpaceTourer Hyphen.

Zur Erinnerung: Ein Hyphen ist ein Bindestrich (die Pilzzellen gleichen Namens lassen wir mal unerwähnt), auch Trennstrich genannt. Will der Hyphen also den SpaceTourer-Piloten vom Rest der Welt trennen? „Sucht Ihr nur mit Euren Qashqais und Co. Parklücken, wenn ich am Wochenende nichts vorhabe, starte ich spontan bei der Rallye Dakar!“.

Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.
Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.

Beim Wüstentrip eher hinderlich wären die am Showcar verbauten Schneekrallen an den Offroadreifen. Ansonsten kommt der trennende SpaceTourer einem Expeditionsfahrzeug optisch schon sehr nahe. Wenn man sich länger als gewohnt am Citroen-Stand die Augen reibt, könnte das auch an der grellen Zweifarbenlackierung liegen. Auch im Innenraum geht es grell-bunt weiter. Im Pressetext liest man von „belebendem Design“ und einem „erfrischenden Innenraum“ – so kann man es auch sehen. Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen sollten den SpaceTourer Hyphen aber nur kurz betrachten. Das gilt auch für Fans alternativer Antriebsformen. Denn auch als Konzeptstudie verpasst der SpaceTourer ein Statement in Richtung Elektromobilität. Unter der Motorhaube steckt ein herkömmlicher Diesel mit 150 PS Leistung. Der wird auch den normalen SpaceTourer antreiben, um Hotelgäste vom Flughafen ins Skiressort zu shutteln oder die Großfamilie zur Oma.

Also ein leider halbherziger Messeauftritt. Das gilt auch für den Namen. Das Geheimnis darum lüften wir jetzt: Für die Studie ging Citroen eine Kooperation mit der französischen Elektropop-Gruppe „Hyphen Hyphen“ ein. Nur warum baut man dann keine extravagante Klanganlage in den Bus ein, der doch mit seinem Volumen einen perfekten Resonanzkörper darstellt?

Einen hochgebockten Allradbus, der den Fahrer noch mehr einmauert und von der Außenwelt abkanzelt als die modernen SUV-Trümmer, brauchen wir aber nicht unbedingt. Messeauftritt hin oder her.

Innen geht es auch ohne Menschen wild zu - Pop Art im Citroen-Bus?
Innen geht es auch ohne Menschen wild zu – Pop Art im Citroen-Bus?

News: Toyota und Daihatsu kooperieren zukünftig im Kleinwagen-Bau

Die Daihatsu Motor Co., bei uns für ihre Kleinwagen à la Move oder Cuore bekannt, geht nun vollständig in den Besitz der Toyota Motor Corporation über. Das ließ der Weltkonzern Toyota heute verlauten. Die Übernahme erfolge über einen Aktientausch, der bis August dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Damit verfolgen die beiden japanischen Hersteller das Ziel, eine gemeinsame Strategie für das Kleinwagen-Sortiment zu fahren.

Beide Hersteller versprechen sich davon, dass sie durch die Übernahme nachhaltig wachsen können. Dennoch bleibt es beim Konkurrenzkampf zwischen beiden Japanern – allerdings in einem freundschaftlichen Wettbewerb. Die Kleinwagenmodelle von Toyota, der Aygo und Yaris, müssen sich also nicht vor den neuen Geschwistern fürchten. Wir sind allerdings gespannt, ob sich die Derivate der beiden Marken demnächst so ähneln werden, wie der Toyota Aygo und die Zwillinge Peugeot 108 und Citroen C1. Oder wie damals der Mazda 121 und er Ford Fiesta – die sich wirklich ähnelten, wie ein Ei dem anderen, aber das ist längst Vergangenheit.

Wie dem auch sei, in Zukunft wolle man aufwendige Aufgaben wie die Entwicklung neuer Technologien und die Besetzung neuer Geschäftsbereiche gemeinsam angehen. Die Verknüpfung von Toyota und Daihatsu setzte dabei auf gegenseitiges Vertrauen. Jeder der Partner solle seine jeweiligen Stärken einbringen können und sich so auf seine Kernkompetenzen konzentrieren können. Das sei schließlich die Voraussetzung dafür, um global wettbewerbsfähig zu sein. Bei Toyota wären das etwa die Bereiche der Umwelt, Sicherheit, des Nutzererlebnisses und des Komforts. Daihatsu wolle die Entwicklung kosten- und kraftstoffeffizienter Technologien vorantreiben. Außerdem liegt die Zuständigkeit zur Verbesserung der Kosteneffizienz in der Produktion beim übernommenen Unternehmen. Da stellt sich uns die Frage, ob dann noch Platz für so schrullige, aber enorm liebenswürde Autos, wie den Daihatsu Copen geben wird. Gut verkauft hat er sich nie so recht – gut für das Image war er aber allemal.

Bei aller Kooperation wolle man aber dennoch eine Differenzierung der beiden Marken in Zukunft beibehalten. So wird Daihatsu im Kleinwagensegment beider Marken die Führung über die Produktentwicklung übernehmen. Zudem könne die in Europa wenig vertretene Marke ihre Kompetenz in die Produktplanung und Technikentwicklung bei den so genannten „Mini-Vehicles“ einbringen. Die Technologie-Entwicklung wollen beide Marken schon ab der frühen Konzept-Phase anstreben.

DS3 – Citroen wird gestrichen

Der Citroen DS3 wird zum DS3. Der Übertritt in das Portfolio der neuen Edel-Marke im französischen PSA-Konzern geht mit einer Neugestaltung der Front und der Einführung neuer Motoren einher. Die Markteinführung von Limousine und Rolldach-Cabrio erfolgt im April, die Preise starten bei 15.890 Euro beziehungsweise 19.840 Euro für die offene Version.

Wie schon die größeren Modelle DS4 und DS5 zeigt auch der aufgefrischte DS3 anstelle des Citroen-Doppelwinkels jetzt den DS-Kühlergrill mit dem Buchstaben-Logo der neuen Marke. Ausweitet wurden die Möglichkeiten, sich seinen DS3 ganz nach eigenem Geschmack zu gestalten. 78 Farbkombinationen für Dach und Karosserie stehen zur Verfügung. Für den Innenraum gibt es Nappa-Leder, Lasergravuren fürs Armaturenbrett oder Dekorelemente in Karbonoptik. Zudem kann der DS3 jetzt per Internet mit der Außenwelt „vernetzt“ werden, versteht die Apple-Sprache ebenso wie Android.

Erweitert präsentiert sich die Motorenpalette. Zu den bereits für das heutige Modell lieferbaren Triebwerken kommt ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Motor (96 kW/130 PS), der mit 4,5 Litern auf 100 km auskommen soll. Für Sportfreunde empfiehlt sich der neue DS3 Performance, der 153 kW/208 PS an die Vorderäder schickt und sich auch optisch von den Normalmodellen abhebt. Das Spitzenmodell soll ein eigenes Logo tragen und deutlich unter 40.000 Euro kosten.

Autor: Peter Maahn/SP-X

News: 3 Fragen an Alexandre Malval – Design-Direktor von Citroen

Citroen zeigt mit dem Cactus M auf der IAA (bis 27. September) in Frankfurt ein sympathisches Cabrio in quietschbunter Surfer-Optik mit Details wie wasserfesten Sitzbezügen. Das geht zwar nicht in Serie, zeigt aber laut Design-Direktor Alexandre Malval wohin die Reise geht.

Ein Cactus-Cabrio! Ist das etwas, auf das wir auch in der Serie hoffen dürfen?

Als Designer fände ich es toll und es würde auch gut zur Marke passen. Der Cactus M spiegelt die Positionierung von Citroen genau wieder: entspannt, freundlich, freigeistig, bunt, freudig, ungezwungen. Die Autoindustrie ist in den letzten Jahrzehnten sehr konservativ geworden. Es gibt aber mittlerweile viele Menschen, die etwas anderes erwarten. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen, wir wollen anders sein. Der Cactus M ist kein Serienauto – wir haben derzeit andere Prioritäten – aber der Geist dieser Studie wird sich in unseren neuen Autos widerspiegeln.

DS ist nun eine eigenständige Marke, umso wichtiger ist, dass sich die Citroens abheben. Wie soll das aussehen?

Wenn Sie beispielsweise den Cactus mit dem DS5 vergleichen, dann sehen Sie: Der Cactus ist sehr soft, die Proportionen sind relativ ausgeglichen, er ist überhaupt nicht aggressiv, er ist cool. Der Gesamteindruck ist sympathischer, gleichzeitig hat das Design einen hohen Wiedererkennungswert. Beim Interieur geht es uns nicht darum: Wie viel mehr Equipment kann ich noch in das Auto packen, sondern darum, was für den Kunden wirklich zählt. DS bietet mehr Equipment, das Design ist ein Ausdruck von Sportlichkeit, Maskulinität, Kraft – und damit ist es auch traditioneller. Wir sind diejenigen, die von Autos wie 2CV, Mehari, GS oder CX inspiriert werden. DS führt andere Aspekte aus der Markenhistorie weiter.

Wie werden also die künftigen Citroens aussehen?

Wir wollen nicht – wie andere – Fahrzeug-Design machen, das wie diese russischen Puppen (Matrjoschka, Anm. d. Red.) funktioniert, so dass die Menschen die einzelnen Fahrzeuge von weitem gar nicht auseinander halten können. Wir glauben, dass es etwas wie gemeinsames Blut gibt, aber jedes Auto seine eigene Persönlichkeit haben sollte. Da gilt es die Balance zu halten. Das Mainstream-Design, das derzeit alle machen, zum Beispiel mit einer aggressiven Front und großem Auspuffrohr ist wie als wenn ein Koch auf jeden Teller die gleiche Soße gibt. Ich sage nicht, dass es schlechtes Design ist, es passt sehr gut zu anderen Marken, aber wir wollen ein Kontrast sein.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: DS 4 – Facelift für den Ex-Citroen

Alles neu beim Citroen DS 4: Das kompakte Crossover-Modell tritt nun unter eigener Marke an, erhält eine neue Front und eine modische Ausstattungsvariante im Offroad-Look. Dazu gibt es neue Motoren und mehr Individualisierungs-Möglichkeiten beim Design. Der geliftete Fünftürer feiert auf der IAA in Frankfurt Premiere und rollt wohl Ende des Jahres zum Händler. Die Preise dürften weiterhin bei rund 22.000 Euro starten.

Wichtigste Neuerung ist der Verzicht auf das Doppelwinkel-Logo. Statt als Citroen tritt der DS 4 nun als DS auf – so wie es kürzlich bereits der größere DS 5 vorgemacht hat. Der PSA-Konzern will DS als eigene Premium-Marke aufbauen und damit vor allem Kunden in China locken.

Der DS 4 Crossback tritt stärker im Offroad-Stil auf
Der DS 4 Crossback tritt stärker im Offroad-Stil auf

Bislang war DS eine Submarke; als 2011 der DS 4 als zweites DS-Modell auf den Markt kam, trug er noch selbstbewusst das bekannte Citroen-Logo. Nun erhält er den schmalen, edlen Kühlergrill mit integriertem DS-Markenzeichen. Dazu gibt es gleich auch neue Scheinwerfer mit LED-Technik. Neu im Programm findet sich die Spezialvariante DS 4 Crossback mit noch einmal höher gelegtem Fahrwerk, Radhausverbreiterungen, Dachreling und Panorama-Windschutzscheibe. Sie schließt bei Citroen/DS auch die Lücke im Kompakt-SUV-Bereich, die vom Mitsubishi-ASX-Ableger C4 Aircross nur mäßig erfolgreich besetzt wird. Beide Ausführungen sollen zudem mit einem noch breiteren Angebot an Individualisierungen zu haben sein. Unter anderem gibt es neue Zweifarb-Lackierungen und zahlreiche Dekore für die Außenspiegel.

Allradantrieb gibt es aber auch nach dem Lifting nicht. Dafür wurde das Motorenprogramm überarbeitet. Neuer Einstiegsmotor ist ein Dreizylinder-Turbobenziner mit 96 kW/130 PS mit 1,2 Litern Hubraum, der den 1,6-Liter-Sauger mit 88 kW/120 PS ersetzt. Die übrige Palette präsentiert sich überarbeitet, stärker und sparsamer. Das Leistungsband reicht von 88 kW/120 PS bis 155 kW/210 PS.

Auch auf dem Lenkrad prangt das neue Logo
Auch auf dem Lenkrad prangt das neue Logo

Einen Preis für den höhergelegten Kompakten mit der coupéhaften Silhouette nennt Citroen noch nicht. Zuletzt wurden für die Version mit dem Einstiegsbenziner 21.590 Euro fällig. Das geliftete Modell dürfte eher teurer als günstiger werden.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: DS plant Flaggschiff – Große Limousine soll 2018 kommen

Citroens noble Sub-Marke DS will ab 2018 mit einer großen Limousine ihren Premium-Anspruch unterstreichen. Das intern unter dem Codenamen DS8 bekannte Flaggschiff soll nach Informationen der „Automotive News Europe“ in China starten und anschließend nach Europa kommen. Die Business-Limousine soll dem Bericht zufolge das Format eines Audi A6 haben, technisch aber auf der modularen EMP-Plattform basieren, die auch die Kompaktmodelle Citroen C4 Picasso und Peugeot 308 nutzen. Optische Vorbilder sind die Studien Numero 9 von 2012 und Divine DS von 2014.

Ach vom Divine DS Concept sollen Elemente übernommen werden
Ach vom Divine DS Concept sollen Elemente übernommen werden

Autor: Holger Holzer/SP-X

Frisch gemacht: Citroën Berlingo

Live ist Live!

Erste Testfahrt im frisch gemachten Citroën Berlingo

Dass sich manche Schlager CDs besser verkaufen als die einiger Rock-Titanen oder Pop-Chartstürmer, mag man im ersten Moment gar nicht glauben wollen. Kaum einer gibt zu, sie zu hören. Dazu die Lieder so unscheinbar, so im Hintergrund, dennoch sind manche über Jahre ein Dauerläufer, ein Ohrwurm.
Manchmal gibt es das auch im Automobilsegment. Der französische Autobauer Citroën hat so einen „Ohrwurm“ im Programm. Der Berlingo, Begründer des Segments der Hochdachkombis, läuft seit 1996 im Portfolio und hätte mit gesamt über 2,9 Millionen verkauften Fahrzeugen bereits mehrfach Doppel-Platin verdient.
Im Zuge einer Motorenmodernisierung, um neuesten Abgasnormen gerecht zu werden, erhielt er zum Genfer Salon eine kleine optische Auffrischung, insgesamt die vierte beim laufenden Modell. Wir sind vorab in der französischen Heimat des Multitalents unterwegs, der ab Juni bei den deutschen Händlern stehen wird.

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„We are Family“, der berühmte Song von Sister Sledge, lief wahrscheinlich während der Entwicklungsphase der aktuellen Version. Und das sollte die Fans dieses Fahrzeugkonzeptes freuen. Was bisher gut war, bleibt gut und so wurde der Berlingo Multispace nur in Nuancen verbessert respektive modernisiert.
Dazu gehört das neue 7 Zoll Touchscreen-Display mit Mirror Screening. Damit werden die Anwendungen eines Smartphones auf den Touchscreen gespiegelt. Sehr praktisch, wenn man eigene Webradio Apps bequem über den großen Monitor steuern möchte. Aktuell funktioniert das nur per Kabelverbindung, ab November 2015 auch drahtlos. Durch die Kopplung mit dem Smartphone kann im neuen Berlingo auch eine praktische Sprachsteuerung aktiviert werden. Telefonieren, Musik hören und Nachrichten lesen und verfassen sind dann bequem während der Fahrt möglich, ohne vom Straßenverkehr abgelenkt zu sein oder von den Kindern auf der Rücksitzbank.

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Innen sollte der neue Berlingo natürlich so praktisch und familienfreundlich bleiben wie bisher, nur eben mit einem moderneren Anstrich. Es gibt nun zwei neue Sitzbezüge, „Quad“ in anderer Farbgebung und „Liberia“ ausschließlich für die besten Ausstattungslinien XTR und Shine, welche wir bei unserer Testfahrt durch die Provence bewegen. Schön passt dazu die neue Außenfarbe „Acier-Grau“, welche neben der anderen neuen Farbgebung „Mokka-Braun“ nun wählbar ist.
Vier Ausstattungsvarianten sind von der überwiegend jungen Familien-Kundschaft wählbar, die Leben dem schicken Fahrzeug-Geprotze vorziehen. So heißen die Linien Live, Feel, Shine und XTR, die eine visuelle Cross-Variante mit Unterfahrschutz und eingefärbtem Kotflügelschutz in aluminiertem Grau enthält. Diese Applikationen stehen ihm gut und lassen ihn den “Young&Fun“-Family-Charakter noch weiter nach außen dokumentieren.

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Die separat zu öffnende Heckscheibe und zwei seitliche Schiebtüren – eine gibt es nur in der absoluten Grundausstattung – lassen ihn zum variablen Lademeister werden. Innen soll die Dachausstattung „Modutop“ über den Köpfen der Insassen weitere Ablageflächen bieten. Wir sind davon nicht überzeugt, da kleine Gegenstände sich haltlos hin und her bewegen und die in Verbindung lieferbaren Dachfenster kein Rollo besitzen. Natürlich sind die getönt, aber bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer sind wärmende Kopfhaut-Strahlen ständiger Wegbegleiter. Der Vorteil ist natürlich die weitere Lichtdurchflutung des Innenraums, aber der Berlingo Multispace ist auch ohne Glasflächen im Dach ausreichend mit Fensterflächen versorgt, die den Innenraum angenehm hell gestalten.


Die hinteren Sitze sind einzeln verstellbar und können komplett aus dem Berlingo herausgenommen werden. Sehr praktisch, wenn bei einem schwedischen Möbelhaus die neue Kinderzimmerausstattung in das französische Multitalent gepackt werden soll.
Wichtigster Aspekt der aktuellen Modifizierung ist die Umstellung der Motorenpalette auf die neue Euro 6 Norm. Die neue Motorengenreration, die Citroën Ende 2013 eingeführt hat, insbesondere die BlueHDI-Motoren, erfüllen diese zukünftige Norm bereits heute. Zum Start wird der Multispace mit zwei Dieselversionen mit 98 PS und 120 PS lieferbar sein, dazu zwei Dieselvarianten mit 99 PS und 120 PS. Serienmäßig sind bei den Benzinern und dem kleinen Diesel eine 5-Gang Handschaltung verbaut, beim großen BlueHDI 120 Stop&Start Motor wird dem Berlingo erstmals ein manuelles 6-Gang-Getriebe spendiert.
Über 9.100 Zulassungen waren es im letzten Jahr für den Citroen Berlingo. Das sollte mit der Auffrischung nicht weniger werden. Er behält seinen robusten Charakter als preiswertes Multi-Funktions-Fahrzeug für ältere Menschen, die ein einfaches, leicht zu bedienendes und bequemes Fahrzeug zum Einkauf benötigen, als auch für die preisbewusste Jungfamilie. Zum praktischen Nutzen gesellen sich nun noch optionale moderne Ausstattungs- und Sicherheitsdetails wie eine Rückfahrkamera und der Active City Brake. Dieses ab November 2015 lieferbare automatische Bremssystem hilft, bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h Kollisionen zu vermeiden. Notfalls bremst das System ohne Einwirken des Fahrers den Berlingo bis zum Stillstand ab.


So modernisiert, sollte der Berlingo als automobiler Ohrwurm weiter in den Top Charts seiner Fahrzeugklasse platziert sein.

 

 Text: Bernd Schweickard © Foto: Citroen, Bernd Schweickard

News: DS 5 – Vorzeige-Gallier

Mit einem Facelift startet die extravagante Mittelklasse-Limousine DS 5 in ihre zweite Lebenshälfte. Auffälligste optische Neuerung ist der Wegfall des Citroen-Doppelwinkels, wollen die Franzosen doch mit DS eine Edelmarke etablieren, die auch in China Erfolge einfährt. In Europa dagegen dürfte der eigenwillige DS 5 kein Massenmodell werden.

Der ab Juli verfügbare DS 5 differenziert sich bis auf das Logo und eine Euro-6-kompatibel gemachte Motorenpalette kaum von seinem vier Jahre alten Vorgänger. Auch der Vertrieb der 4,53 Meter langen fünftürigen Limousine erfolgt weiter über Citroen-Händler, allerdings müssen diese gesonderte DS-Schauräume einrichten.

Neben dem Topmodell DS 5 Hybrid 4×4 (ab 41.940 Euro) mit Allrad und der technischen Delikatesse eines Dieselhybrids gibt es drei Selbstzünder mit Leistungswerten von 88 kW/120 PS (ab 31.490 Euro), 110 kW/150 PS (ab 33.490 Euro) und 133 kW/180 PS (ab 36.990 Euro, inklusive Automatik). Hinzu kommt ein 121 kW/165 PS starker Benziner mit Automatik (ab 32.990 Euro), der die zwei bisher verfügbaren Ottomotoren ersetzt. Die Preise wurden um bis zu 3.000 Euro erhöht und beinhalten offenbar bereits einen Premiumaufschlag. Damit positioniert sich der DS 5 im Umfeld von Wettbewerbern wie Volvo V60, Lexus IS 300h und Audi A5 Sportback. Selbst vergleichbar motorisierte Jaguar XE und BMW 3er GT sind nur 2.000 Euro teurer.

Auf den ersten Blick zu erkennen ist der neue DS 5 nur an markanten LED-Blinkern mit Lauflicht, optional mitlenkenden Xenon-Scheinwerfern sowie einem Kühlergrill in sechseckiger Form. Im Interieur präsentiert sich die Mittelklasse, die Frankreich auch als Staatskarosse dient, etwas sachlicher als bisher. Konnten doch ein Dutzend separater Bedienfunktionen eingespart werden, die nun über den neuen Sieben-Zoll-Touchscreen gesteuert werden. Modische Metalldekore an Türen und Mittelkonsole spielen überdies mit dem DS-Signet und eine neue zweifarbige Nappa-Lederausstattungsoption kündet von einem so bei Citroen noch nie erlebten Anspruch auf erlesene Materialien und deren sorgfältige Verarbeitung. Genau das ist die eigentliche Überraschung bei DS, galt doch selbst bei den Avantgardemodellen bislang eher das Laissez-faire-Prinzip.

Mit einem Facelift startet die extravagante Mittelklasse-Limousine DS 5 in ihre zweite Lebenshälfte
Mit einem Facelift startet die extravagante Mittelklasse-Limousine DS 5 in ihre zweite Lebenshälfte

Die Sitze können sich mit den Besten messen, auch dank verlängerbarer Beinauflagen und optionaler Massagefunktion. Im Fond geht es etwas enger zu, was nicht zuletzt der abfallenden Dachlinie geschuldet ist. Durchschnittlich dimensioniert ist das Gepäckabteil mit einem Volumen ab 468 Litern (beim Hybrid nur 325), das dafür leicht zu beladen ist.

Anders als im Citroen C5 oder in der früheren Göttin gibt es nach wie vor keine Hydropneumatik, allerdings gibt sich der geliftete DS 5 weniger straff gefedert als bisher. Selbst bei schneller Fahrt bleibt die Mittelklasse spurtreu, auch flotte Kurven mag der Franzose, nur die Lenkung könnte etwas direkter sein. Ein souveränes Reiseauto, das aber fahrtechnisch den Rivalen von Audi oder Volvo nichts voraus hat. Was die Liste der Assistenzsysteme betrifft, fährt sogar ein voll ausgerüsteter und über 50.000 Euro teurer DS 5 hinterher.

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News: DS 5 – Französisches Flaggschiff

Mit neu gestalteter Frontpartie und einem noch stärker betonten Kühlergrill ist ab diesem Sommer der DS 5 für mindestens 31.490 Euro erhältlich. Die bisherige Submarke von Citroen trat auf dem diesjährigen Genfer Salon erstmals als eigene Marke unter eigenem Logo auf und schickt nun ihr Mittelklasse-Modell mit den sogenannten „DS Wings“ zu den Händlern.

Zum Marktstart gibt es eine limitierte Einführungsedition des DS 5 in metallic-blau. Sie wird von einem 133 KW/180 PS starken Diesel angetrieben. Neben der neuen Lichtsignatur mit mitlenkenden Xenon-Scheinwerfern sind ein Toter-Winkel-Assistent sowie das Navigationspaket inklusive 7 Zoll großem Touchscreen und Rückfahrkamera immer an Bord. Der Kundenvorteil soll sich laut Hersteller auf 3.750 Euro belaufen. Die Einführungsedition kostet 40.990 Euro.

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Für den DS 5 stehen insgesamt fünf Motorisierungen zur Wahl. Ein Benziner mit 121 kW/165 PS sowie vier Selbstzünder, die ein Leistungsband von 88 kW/120 PS bis 133 kW/180 PS abdecken. Darunter auch die Diesel-Hybrid-Version mit 120 kW/163 PS.

Das Mittelklasse-Modell DS 5 ist das größte Modell von DS. Darunter rangiert der DS 4 sowie der Kleinwagen DS 3, den es auch in einer Cabrio-Variante gibt.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Peugeot Partner – Schicker und vernetzter

Parallel zum Citroen Berlingo erhält nun auch das Schwestermodell Peugeot Partner ein Lifting. Das als Hochdachkombi-Pkw und als Lieferwagen erhältliche Modell erhält neue Design-Elemente, mehr Technik-Optionen und saubere Motoren. Die Markteinführung erfolgt im Sommer, die Preise für die Pkw-Version dürften weiterhin bei knapp 18.000 Euro starten.

Auffälligste Änderung ist der neue Kühlergrill mit integriertem Löwen-Logo. Dazu gibt es auf Wunsch zwei neue Design-Pakete für die Karosserie. Innen finden sich neue Sitzbezüge und ein neues Bediensystem per Touchscreen. Zur technischen Aufrüstung zählen darüber hinaus ein City-Notbremsassistent und eine Rückfahrkamera. Das Infotainmentsystem beherrscht gegen Aufpreis auch das Spiegeln des Handy-Bildschirms.

Die Dieselmotoren wurden überarbeitet und erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6. Das Angebot umfasst bei Pkw und Nutzfahrzeug drei Diesel mit Leistungswerten von 55 kW/75 PS, 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS. Der Einstiegsbenziner leistet 72 kW/98 PS, für den Pkw gibt es darüber hinaus eine Variante mit 88 kW/120 PS. Im Frühjahr ergänzt zudem ein neuer Dreizylinder-Turbobenziner mit 81 kW/110 PS das Programm. Für den Lieferwagen bleibt zudem der 49 kW/67 PS starke Elektroantrieb im Programm.

Die aktuelle Generation des Partners wird seit 2008 angeboten, 2012 gab es ein erstes Lifting. Die erneut überarbeitete Version tritt gemeinsam mit dem Konzernbruder Citroen Berlingo unter anderem gegen die ebenfalls frisch renovierten Konkurrenten Fiat Doblo und VW Caddy an.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Modellpflege Citroen C4: Leicht verändert und günstiger

Citroen hat die zweite Generation des seit 2010 erhältlichen C4 überarbeitet und schickt ihn zu Preisen ab 16.990 Euro zu den Händlern. Damit wird der Kompaktwagen sogar 180 Euro günstiger als bisher. Angeboten wird der C4 in den Ausstattungslinien Live, Business Class, Selection und Shine.

Der Franzose hat neue Euro-6-Motorisierungen erhalten, jeweils zwei Benziner und Dieselmotoren sind verfügbar. Die 1,6-Liter-Selbstzünder kommen auf 73 kW/100 PS sowie 88 kW/120 PS. Die Dreizylinder-Benziner leisten 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS. Die Dieselaggregate sollen sich laut Hersteller je mit 3,6 Litern auf 100 Kilometern zufriedengeben. Der kleinere Benziner kommt in Verbindung mit der manuellen Fünfgang-Schaltung im Schnitt mit 4,8 Litern aus. Ab Ende Januar wird zudem ein Selbstzünder mit rund 150 PS für mindestens 21.000 Euro bestellbar sein.

Äußerlich ist der kompakte Franzose an einer leicht veränderten Lichtsignatur mit LED-Tagfahrlicht zu erkennen, die es ab der dritten Ausstattungsstufe Selection gibt. Auch die jetzt dreidimensionaler wirkenden Rückleuchten wurden modifiziert. Für mehr Komfort während der Fahrt sorgt beim Fahrersitz eine Massagefunktion mit elektrischer Lendenwirbelstütze, allerdings nur in Verbindung mit dem Lederpaket.

Autor: Adele Moser/SP-X

Fahrbericht: Citroën DS 3 SoParis

Eigentlich ist der Citroën DS3 gar kein Citroën. Eigentlich. Denn aus den Buchstaben D und S soll eine neue Marke erwachsen. Die dritte Marke im Verbund der beiden französischen Automobil-Hersteller Peugeot und Citroën. Und DS steht für die neue Avantgarde, ein neues französisches Premium. Ganz klar, der Glanz der frühen DS-Tage soll mit neuem Leben erfüllt werden. Die Idee ist nicht dumm. Wenngleich ein aktueller Citroën ja auch nicht ganz so dumm ist, wie der C4 Cactus gut gezeigt hat. Was also steckt hinter der DS-Idee? Entdeckungen an der DS-Basis:

Französische Wochen – Teil 3

Im Fahrbericht:

Citroën DS 3 SoParis BlueHDI 120

Kleiner Franzose mit Stil. Der DS3 soll ein kleiner Trendsetter sein. Im Segment von Mini und Audi A1 mitwildern. Ein Auto für Menschen mit gehobenem Stil-Bewusstsein. Klappt das? Können ein scheinbar schwebendes Dach, jüngst renovierte Lampengrafiken und ein schickes Sondermodell „SoParis“ gegen die etablierten Lifestyle-Kleinwagen ankommen? Der DS3 Testwagen hatte den kraftvollen 120 PS Dieselmotor unter der Haube und als Sondermodell „SoParis“ eine tolle Ausstattung. Der erste Eindruck des kleinen Franzosen passt. Knuffig bis sportlich wirkt das gesamte Design.  Die prägnanten neuen LED-Xenon-Scheinwerfer, die großen LED-Tagfahrlicht-Fackeln, die weit nach unten und außen gezogen wurden und der große Kühlergrill mit zwei doppelten Chromspangen verfehlen ihre Wirkung nicht. Gerade die neuen Scheinwerfer sehen extrem chic und zugleich technologisch aufwändig aus. Das gesamte Erscheinungsbild hat mit dem letzten Facelift noch einmal dazugewonnen.

In der Seite fallen der abgesetzte Dachbogen und die prägnant geformte B-Säule auf. Aus zehn Karosseriefarben und vier Dachfarben kann im Falle des DS3 gewählt werden. Die Kombinationen wirken von sportlich kräftig bis dezent und charmant.

Am Heck leuchten in der SoParis-Sonderausstattung die aufpreispflichtigen 3D-Rückleuchten. Wunderschön geformt, elegant und ebenso attraktiv wie an der Front.

Fahrbericht Citroen DS3 Heckansicht

So fährt sich der 120 PS Diesel im DS3

Der 120 PS starke 1.6 Liter Diesel ist ein guter Bekannter im PSA-Regal und passt extrem gut zum DS3. Unaufgeregt schiebt er mit seinen 285 Nm bereits aus dem Drehzahlkeller an und lässt den DS3 souverän motorisiert erscheinen. Mit knapp vier Metern ist der DS3 ein überschaubarer Geselle und seine 1.165 kg Leergewicht sind für den potenten Diesel keine wirkliche Herausforderung. Schnell hat man das leicht knochig zu schaltende Sechsgang-Getriebe durch die Schaltgassen gedrückt und zieht auf Landstraßen und über die Autobahnen im höchsten Gang seine Bahnen.

Die Lenkung wirkt in Verbindung mit der Winterbereifung und den nicht zu groß geratenen Leichtmetallfelgen ungewöhnlich direkt für einen Franzosen. Behände lässt man den Dreitürer über die Landstraße schwingen und freut sich in der Stadt über die noch angenehme Fahrzeugbreite von 1.71 m.

190 km/h wird der DS3 BlueHDI 120 schnell und bleibt dabei jederzeit Herr der Lage. Am Ende fragt man sich, wofür braucht man eigentlich ein Auto noch eine Nummer größer? Der DS3 wurde straff abgestimmt, behält aber, in der Winter-Bereifung erlebt, ein ordentliches Restpotential beim Thema Federung und damit auch beim Komfort.

Und die Geräuschkulisse? Allzeit unaufdringlich. Natürlich kann der DS3 den nagelnden Antrieb nicht leugnen, aber das gesamte Geräuschniveau ist auf einem erfreulich niedrigen Level.

Citroen DS3 BlueHDI 120 Motor

Testverbrauch

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“]Im Normverbrauch gibt Citroën einen Mittelwert von 3,6 Litern je 100 Kilometern an. Im Zyklus für den Alltagsfahrer sind wir auf 5,3 Liter gekommen.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Im Öko-Programm haben wir den Verbrauch des 120 PS DS3 auf 4,2 Liter gedrückt.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]Im Maximal-Modus sind 8.5 Liter machbar. Mehr wird es jedoch nicht.[/tab]
[/tabgroup]

So lebt es sich im DS3

Bequeme Sitze, eine tadellose Sitzposition und die gute Verarbeitung lassen den DS3 adrett bis sympathisch wirken. Leider hat man dem DS3 bei seinem jüngsten Facelift das Update auf die aktuelle Multimedia-Einheit des Konzerns verweigert. So ärgert das Navigations-System mit komplizierter Bedienung und die ganze Bedieneinheit sitzt unangenehm tief.

Einmal in Fahrt – die Klimaanlage sorgt derweil im Automatikmodus schnell für eine ordentliche Durchwärmung des Innenraumes – muss man sich mit dem hinter dem Lenkrad versteckten Tempomat-Hebel herumärgern. Typisch französisch kann der nicht nur ein Tempo einhalten, sondern auch ein Speed-Limit setzen. Aber er versteckt sich hinter dem Lenkrad.

Trotz praktischer Mittelarmlehne, guten Sitzen und einem adretten Lenkrad hätte der Innenraum beim jüngsten Facelift einen Sprung machen können, hätte man das neue Media-System übernommen und die Tempomat-Regelung in das Lenkrad gepackt. So bleiben die SoParis-Dekors auf dem Armaturenbrett die einzigen „Auffrischungen“ für den DS3.

Citroen DS3 Testwagen Fahrbericht 120 PS Diesel

Die Idee DS

Aus den „DS-Baureihen“ wird eine eigene Marke werden. Citroën zeigt mit den Modellen DS3, DS4 und DS5 bereits ganz gut, wohin die Reise geht. Aber noch ist viel Raum für Verbesserungen. Die Detail-Liebe beim jüngsten Sondermodell ist nett und dass man das DS-Logo als Symbol immer wieder antrifft, zeugt sogar von ein wenig Detail-Versessenheit.

Aber noch reicht „die Liebe zum Design“ nicht aus um sich das Label Premium selbst auf die Marke kleben zu können. Das werden am Ende eh nur die Kunden tun. Und gerade das „old school“ Multimedia-System passt nun so gar nicht zur avisierten Zielgruppe des DS3.

Kritikpunkte:

Auch da bleibt wieder nur das Multimedia-System übrig. Der Rest ist extrem gut gelungen!

Citroen Ds3 Leuchtendesign DS

Fazit:

Natürlich kann man sich das „hipp, stylisch und trendy“ – Image nicht selbst verpassen. Das können am Ende nur die Kunden. Dass ein DS aus Frankreich das Potential dazu hat, das will ich nach dem DS3 SoParis gar nicht mehr leugnen.

Allerdings kostete der Testwagen aufgrund des empfehlenswerten 120 PS Diesels und einiger Extras auch locker 25.000 € laut Liste. Da wird die Luft für den Kleinwagen dann schon enger … obwohl er wirklich eine Alternative zu teutonischer Langeweile ist!

Hier geht es zum Citroën-Konfigurator

Weitere Link-Tipps: Und so fährt sich der 200 PS DS3 | DS3 Racing Edition im Fahrbericht | Nochmal DS3 Loeb-Edition, dieses Mal von Sebastian auf passiondriving.de | Und DS3 ohne Dach, vom Stratmann Jens

Klick: Citroën DS3 SoParis BlueHDI120 Testwagen – Galerie

Fahrzeugschein: Citroën DS3 SoParis BlueHDI120

Hersteller: Citroën
Typ: DS3
Klasse: B-Segment
Motor: R4
Getriebe: 6G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.560 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 120 PS b. 3.500 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 285 Nm b. 1.750 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.165 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 9.4 s
Höchstgeschw.: 190 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 3.6Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 99 g/km
Emissionsklasse: EU 6
Effizienzklasse: A+
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger

Galerie: Citroën C4 Cactus

Den Fahrbericht des knuffigen und zugleich cleveren neuen Franzosen findet man hier.

Galerie – Citroën C4 Cactus BlueHDI 100 Shine

Airbumps

Die in Polyurethan ausgeformten Airbumps sind in vier Farben erhältlich. Der verformbare Kunststoff schützt die besonders gefährdeten Bereiche des C4 Cactus vor unliebsamen Kratzern und Dellen. Angeblich sollen sogar Einkaufswagen spurlos an die Türen krachen können. Ausprobiert haben wir es dennoch nicht.

Innenraum und das sympathische Handschuhfach

Multimedia-System im Detail

Citroën C4 Cactus – Große Galerie:

 

 

 

Fahrbericht: Citroën C4 Cactus

Vermutlich ist die Geburtsstunde des Cactus zu fortgeschrittener Zeit, nach der dritten Flasche Wein und irgendwo in einer netten Bar in Paris zu suchen. Vermutlich saßen da drei Franzosen, ewig lange schon bei Citroën in Baguette und Rotwein stehend, philosophierten über die Ente, die Göttin, über die Avantgarde und die völlig unkomplizierte Verwirklichung von einfachen Autos. Wie früher. Eventuell noch vor 1975, bevor man vom Mitbewerber Peugeot geschluckt wurde und in den neuen Konzern PSA integriert wurde. Fortan entwickelten Peugeot und Citroën gemeinsam ihre Autos. Und weil früher nicht alles schlecht war, wollte man wieder so etwas auf die Räder stellen. Wie damals. Bevor man alles gemeinsam entwickelte. Simpel. Sympathisch. Günstig. Anders. Eben so ein wenig wie die Ente damals.

Französische Wochen – Teil 2

Im Fahrbericht:

Citroën 4 Cactus BlueHDI 100

Weil einfach manchmal besser ist: Mit dem C4 Cactus hat Citroën bewiesen, wie gut einfach sein kann. Vermutlich ist die Idee zu sympathisch, als dass sie wahr ist, aber schön wäre der Gedanke: Drei Franzosen, einer aus dem Marketing, einer aus der Entwicklung und einer aus dem Vertrieb. Ein ruhiger Abend in einer Paris-Kneipe und nach ungezählten Flaschen Rotwein steht am Ende der Cactus als fixe Idee fest.

Mit dem Blick dieser drei Automobilisten will ich den Testwagen C4 Cactus betrachten. In knapp 14 Tagen hat er mir gezeigt, wie einfach ein gutes Auto sein kann.

Citroën C4 Cactus Fahrbericht 25 Test BlueHDI100

Der Cactus aus der Sicht des Marketings

Anders schaut er aus. Und er ist groß. Obwohl der C4 Cactus viele Baugruppen vom kleineren Citroen C3 / DS3 übernimmt, passt er als Crossover genau in das trendige Segment der kompakten SUVs. Wobei in seinem Fall der Begriff Crossover besser trifft. Dennoch, die Bodenfreiheit wirkt erstaunlich erhöht und eine der coolen Ideen des C4 Cactus, die Airbumps, würde auch gut zu echten Offroadern passen.

Mit einer Gesamtlänge von 4.16 m und einem Radstand von 2.60 m trifft der C4 Cactus genau in das Herz des C-Segments, der so genannten Golfklasse. Mit dem Motorenangebot von 75 PS bis 110 PS gehört er aber ganz klar zu den „Vernunftlösungen“.

Anders sein wird belohnt

Der C4 Cactus ist endlich wieder ein Citroën, der nicht nur Fremdmarken-Fahrer überrascht, sondern auch die, die bereits in den letzten Jahren Erfahrungen mit Citroën gesammelt haben. Der Innenraum ist für diese Fahrzeugklasse schon fast frivol freizügig. Die breiten Sitze lassen ein vergessenes Gefühl von Komfort und Freiheit aufkeimen. In Zeiten von pseudo-sportlichen Sitzhockern ist der C4 Cactus eine komfortable Wohltat.

Der Innenraum wurde wohlig minimiert. Ein simpler Digitaltacho und eine Multimedia-Einheit, die auf unnötige Taster verzichten kann. Das lenkt die Konzentration auf die kleinen liebenswürdigen Details im Innenraum. So wurde zum Beispiel der Beifahrer-Airbag in den Dachhimmel gepackt, damit entsteht für den Beifahrer ein großes Handschuhfach, dessen Öffnung nach oben  anstatt nach unten vollzogen wird. Liebevolle Dekors und der Eindruck, als würde das Handschuhfach von einem Ledergürtel verschlossen, runden das Wohlfühlgefühl ab. Der C4 Cactus hält im Innenraum, was sein avantgardistisches Äußere verspricht. Eine tolle Wiederentdeckung der Citroën-Ideen.

Wenngleich man sich über die Idee, die hinteren Seitenscheiben als „Ausstellfenster“ anstelle von normalen versenkbaren Scheiben einzubauen und über die nicht geteilt umklappbare Rücksitzbank erst einmal wundert. Aber irgendwie stört es nicht, nein es hilft sogar die Idee vom „cleveren“ Einfachauto zu verstehen. Was man nicht wirklich braucht, spart man sich. Oder man lässt es ganz weg.

Der Cactus aus der Sicht des Technikers

Dass der C4 Cactus rein technisch mehr mit dem C3 zu tun hat als mit dem C4 hilft auch, eine andere Tugend aus der vergangenen Zeit zu beleben. Das niedrige Leergewicht. Als Dreizylinder-Cactus liegt das Leergewicht nur knapp oberhalb von 1.000 Kilogramm und damit deutlich unterhalb des Durchschnitts in der Golf-Klasse. Die Airbumps an der Seite der Türen dürften nicht leichter sein als normale Türen, da die Polyurethane-Platten ja zusätzlich zum normalen Türblech montiert werden. Dafür sparen eine aus Aluminium gefertigte Motorhaube und moderne Fertigungsverfahren beim Schweißen der Karosse überflüssige Pfunde ein. Das niedrige Gewicht des Cactus hilft aktiv die Kosten zu senken und dann auch kleinere Motoren zu verwenden. Wobei der Testwagen mit dem sehr empfehlenswerten BlueHDI100 Dieselmotor ausgestattet war.

Diesel können die Franzosen einfach

Vier Zylinder, 1.6 Liter Hubraum, 99 PS und 254 Nm Kraft. Die Zahlen des BlueHDI lassen es zusammen mit dem niedrigen Leergewicht des Cactus erahnen: Hier muss niemand verzichten. Als Testwagen hat der Cactus bei uns knapp 1.100 km zurückgelegt und davon viele km auf der Autobahn verbracht. Mehr als 8 Liter (auf 100 km) konnten selbst bei extremen Touren nicht durch die Einspritzdüsen gedrückt werden. Im Normalfall sind es jedoch eher 5.3 Liter, die sich der Cactus genehmigt.

Dabei wirkt der Cactus auf der Autobahn gut motorisiert. Das Fünfganggetriebe ist für die Praxis abgestimmt und auch beim Federungskomfort kommen die französischen Gene durch.

Als typischer Fronttriebler spulte er sein Pensum sicher und milde untersteuernd ab. Das passt so, wie es ist. Der Cactus verzichtet auf Dynamik-Quatsch und verwöhnt mit den bequemen Sitzen, dem soliden Fahrwerk und dem starken Dieselmotor. Und trotz des hart nagelnden Diesels ist der Geräuschkomfort im Alltag überzeugend!

Citroën C4 Cactus Fahrbericht 06 Test BlueHDI100

Der Cactus aus der Sicht des Vertriebs

In Zeiten von Plattform-Techniken und markenübergreifenden Kooperationen wird es für Automobil-Hersteller immer schwieriger, dem eigenen Auto auch einen ganz eigenen Charakter zu verpassen. Mit dem Cactus macht Citroën das sehr clever. Neben dem Design mit gänzlich neuen Elementen.Die Idee, große Kunststoffpolster zum Schutz von Kratzern einzusetzen, klingt in Zeiten von voll lackierten Kunststoff-Stoßfängern ja schon fast nach Rebellion.  Dazu der Innenraum mit reduzierten Bedienelementen. Irgendeinem Controller war wohl sogar der Drehzahlmesser zuviel und er hat auch diesen, in einer Art von Übereifer, weggespart. Das alles wirkt, dank der liebevollen Details in Material und Verarbeitung, aber eher sympathisch, denn verdrossen sparsam. Wenngleich sich nie das Gefühl von „Verzicht“ einstellt. Als Fahrer empfindet man das „Weniger ist mehr“ des Cactus als Wohltat.

Weniger ist mehr

Doch auch in der Preisliste hat ein Umdenken stattgefunden. Weniger ist mehr, das gilt nur beim Basis-Cactus. Hier ist ein Basis-Preis von € 13.990 sympathisch bis revolutionär. Wir denken daran: Der Cactus hat schon fast Golf-Größe. Allerdings hat auch Citroën verstanden, wie das Spiel mit den Extras und den feinen Details funktioniert.

Der BlueHDI100 Testwagen kostet in der „Shine-Ausstattung“ 22.390 € und lässt sich mit Park-Assistent, Individual-Lackierung, Panorama-Glasdach, Sitzheizung und schicken Felgen auch auf über 25.000 € pushen. Damit ist der Charakter des „günstigen“ Cactus erst einmal verflogen. Übrig bleibt ein cooler Cactus.

Ein Auto, das durch seine Andersartigkeit und dem Weglassen von Gewohntem gewinnt.

Testverbrauch

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“]Im Normverbrauch gibt Citroën einen Mittelwert von 3.4 Litern je 100 Kilometern an. Im Zyklus für den Alltagsfahrer sind wir auf 5.5 Liter gekommen.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Im Öko-Test haben wir den Verbrauch unter die 5 Liter Marke gedrückt und 4.4 Liter erreicht.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]Und wenn man alles heraus presst, viel Autobahn fährt, dann kommen 8.1 Liter in der „Vertreter-Runde“ heraus.[/tab]
[/tabgroup]

Citroën C4 Cactus Fahrbericht 69 Test BlueHDI100

Kritikpunkt:

Mit allem könnte ich leben: Den Ausstellfenstern hinten, der nicht geteilten Rücksitzbank und den schrägen Airbumps. Aber ohne Drehzahlmesser fühlt man sich wie ein Fahranfänger.

Citroën C4 Cactus Fahrbericht 07 Test BlueHDI100

Fazit:

Der Cactus macht so vieles anders als die etablierten Mitbewerber. Das macht ihn so französisch, so „Citroën“. Und trotzdem hat man nie das Gefühl, etwas  zu verpassen. Das Platzangebot ist mehr als ausreichend, Omas Sessel in Reihe eins, eine Wohltat. Und der knackige Diesel passt auch an ein ältliches 5-Gang Getriebe.

Was für eine gelungene Vorstellung!

Vollständige Testwagen-Galerie? Hier!

Hier geht es zum Citroën-Konfigurator

Fahrzeugschein: Citroën C4 Cactus BlueHDI 100

Hersteller: Citroën
Typ: C4 Cactus
Klasse: Crossover C-Segment
Motor: R4
Getriebe: 5G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.560 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 99 PS b. 3.750 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 254 Nm b. 1.750 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.145 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 10,7 s
Höchstgeschw.: 184 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 3.4 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 89 g/km
Emissionsklasse: EU 6
Effizienzklasse: A+
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger

Fahrbericht: Citroën C1 PureTech 82

Der triste Alltag eines Auto-Bloggers: Kleinwagen fahren und dann muss man etwas Kluges über das Auto schreiben. Wenn der Kleinwagen am Ende auch noch aus Frankreich kommt, stellt man sich das erst einmal schwer vor. Nichts, was den Puls in Wallung bringt, für feuchte Hände sorgt oder den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Langeweile macht sich breit bei diesem Programm. Eigentlich.

Französische Wochen
Teil 1

Im Fahrbericht:

Citroën C1 PureTech 82

Einer von Dreien. Vor bald 10 Jahren haben sich PSA ( Citroën, Peugeot und Toyota ) zum ersten Mal an einen Tisch gesetzt und die Kooperation bei den Kleinstwagen beschlossen. Solche Kleinwagen sind ein verdammt undankbares Tagesgeschäft, nicht nur für Auto-Blogger, auch für Automobil-Hersteller. Kleinwagen sind unsexy. Und sie müssen billig sein. Billig aber lässt keinen Spielraum für „Coolness“, billig lässt die Marge schrumpfen. Also – einfach ein undankbares Feld. Und dass sich am Ende „die Franzosen“ und „der Japaner“ zur Zusammenarbeit gefunden haben, mag überrascht haben. Sind die beiden Kulturen doch nicht wirklich verwandt. Umso überraschender das Ergebnis. Toyota Aygo, Citron C1 und Peugeot 108 sind „Drillinge“, deren optische Verwandtschaft sich auf die überschaubare Gesamtlänge (3,46 m) beschränkt. Was schmeckt man nun heraus aus dem C1? Sushi an Jakobsmuschel? Froschschenkel in Sake?

Fahrbericht citroen c1 15 airscape 82 ps feel

Schiele mir in die Augen, Kleiner

Diese Vergleiche mit dem Essen funktionieren nicht. Nicht bei japanischen Autos, nicht bei italienischen und auch nicht bei den Franzosen. Und schon gar nicht bei Kombinationen. Also zurück auf Start. Trotz der Zusammenarbeit von Toyota, Peugeot und Citroën hat jeder der Drillinge ein völlig eigenständiges Gesicht bekommen. Der C1 trägt Ellipsoid-Scheinwerfer, eine Blinker-Augenbraue und ein adrettes Tagfahrlicht zur Schau. Die vier Türen kosten 450 € Aufpreis und das große Faltschiebedach gehört zu den Airscape-Modellen. Und wie bereits in der Einleitung angedeutet, so ein Stoffverdeck von der Größe napoleonischer Feldmäntel gehört einfach zum C1. Das macht aus der „billigen 4-Rad-Verzichtserklärung“ einen trendigen und hippen Kleinwagen – 1.000 € teurer als „ohne“ übergroße Frischluftluke, aber hey – bei 8.890 € Grundpreis wird man doch darüber reden dürfen – oder?

196 Liter Rotwein-Volumen

Im Test-C1 gab es vier Türen, eine große Heckklappe und ein noch größeres Stoff-Faltdach. Das alles bedeutet aber nicht, der C1 würde sich für die große Urlaubsfahrt zu viert anbieten. Kids mögen sich in Reihe zwei mit den nicht versenkbaren Scheiben in den Türen anfreunden können, ich persönlich würde die Reihe zwei als Notfall-Plätzchen zur Taxifahrt nach zu viel Sake-Genuss akzeptieren, für mehr jedoch nicht. Der Platz ist überschaubar, will ich damit sagen. Leicht überschaubar.

Im Kofferraum, hinter der adretten in schwarz ausgeführten Glasklappe, geht es kaum opulenter zu. Eine Tüte Croissants, drei Baguettes und eine Flasche von diesem Rotwein – der am nächsten Morgen wie der Pelz einer toten Katze über meiner Zunge lag – dafür ist Platz. Oder für eine Packung Schuhe von Dior. Oder Deichmann. In Litern? 196 und damit in einer Liga mit Volkswagen Up! und Konsorten.

Oder einfach zu zweit in die Bretagne? Geniale Idee. Die Sitze in Reihe eins sind überraschend bequem, trotz dünner Lehnen und kurzer Sitzfläche. Die Kopfstützen sind leider – eine schreckliche, aber derzeit moderne Unart – fest in die Lehne integriert. Dafür bunt. Das Farbbild-TV Testmuster passt perfekt zur roten Kontrastfarbe von Schiebedach und Spiegelkappen. Zusammen mit dem unschuldigen Weiß des kleinen Franzosen wirkt die Mischung lebendig, modern und trendy, aber nicht so jugendlich, dass man sich Anfang 40 nicht mehr bei Tageslicht in die Innenstadt trauen würde.

Fahrbericht citroen c1 31 airscape 82 ps feel

Drei Töpfe für ein „Oui!“

Passend zu dem Gesicht nach Kindchen-Schema gibt es den Citroën C1 mit einem Dreizylinder-Benziner mit 69 PS. Weniger Kleinstwagen ist die zweite Motorisierung und der Antrieb des Testwagens. Nachdem das Kindchen-Motörchen mit nicht einmal dem Hubraum einer Milchflasche auskommen muss,  pumpt der 82 PS-Motor seine Lebensfreude noch immer aus drei Töpfen, aber aus wenigstens 1.199 ccm³.

Mehr Auswahl gibt es nicht. Diesel, Gas, Elektro oder Hybrid? Nicht bei den Drillingen von PSA und Toyota. Der Verlust hält sich in Grenzen, denn der 82 PS-Benziner stellt sich im Testzeitraum als tipptopp-Motörchen heraus. Drehfreudig, quicklebendig, relativ sparsam auch auf der letzten Rille und mit anregender Klangkulisse.

82 PS reichen für ein Fahrgefühl ähnlich dem von Fahrspass. Natürlich ist ein Kleinwagen mit französischen Wurzeln und japanischer DNA nicht für die Hatz über Landstraßen und Autobahnen gedacht. Theoretisch nicht. Praktisch hat gerade der Citroën C1 bei uns im Testzeitraum ordentlich (2.250) Kilometer geschrubbt. Die Tests zum Thema Verbrauch waren da nur der Anfang.

Der rauhe Sound des Dreizylinders verwandelt sich mit wachsenden Drehzahlen in ein energisches Brummen. Federung und Dämpfung lassen den City-Floh auch bei Maximal-Tempo auf der Autobahn fröhlich dahinfedern. Der ganz kleine Franzose wirkt unverschämt erwachsen. Nahe der 5.750 Umdrehungen brüllt der Dreizylinder mit sarkastischem Unterton nach dem Mehrwert von größeren Autos. 170 km/h sind doch flott genug. Oder?

Wille zum Sparen

Während das Dreispeichen-Lenkrad mit den Tasten für Lautstärke und Handy-Benutzung noch wertig wirkt, verdeutlicht das Cockpit den Zwang zum Sparen. Alles simpel. Alles einfach. Alles Plastik. Das ist nicht überraschend, wissen wir doch um die Kostenproblematik. Dass man den Drehzahlmesser als simple LED-Lichterkette inszeniert, das hat der famose kleine Dreizylinder-Benziner jedoch nicht verdient. Und dass dieses Ding dann noch 50 € Aufpreis kostet, macht es auch nicht besser.

Ein extremer Spagat zeichnet den C1 aus. Vermutlich auch seine Brüder. Denn auf der einen Seite erkennt man die notwendigen Kürzungen zum Thema Materialwahl, auf der anderen Seite ist der Airscape PureTech 82 gut ausgestattet. Tempobegrenzer und das Radio mit Bluetooth sind da gute Beispiele. Der Testwagen (auf den Fotos) trägt zudem die 15-Zoll Leichtmetallfelgen. Damit wirkt auch der Kleinstwagen C1 ganz schön erwachsen.

Testverbrauch

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“]Im Normverbrauch gibt Citroën einen Mittelwert von 4.3 Litern je 100 Kilometern an. Im Zyklus für den Alltagsfahrer sind wir auf 5.4 Liter gekommen.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Im Öko-Programm haben wir den Verbrauch des 82 PS Citroën C1 auf 3.2 Liter gedrückt.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]7.6 Liter, mehr geht nicht. Dann rotiert der Dreizylinder aber auch fleißig über die Autobahn..[/tab]
[/tabgroup]

Fahrbericht citroen c1 16 airscape 82 ps feel

Zahlen, bitte.

Los geht es bei 8.890 € – allerdings ohne Faltschiebedach und ohne Lust und Laune. Nein, wie bei allen modernen Autos ist der Basispreis nun einmal nur der Basispreis. Der Start für das, was da kommen wird. Im Falle des C1 sind 5 Türen sinnvoll, auch wenn man nicht mit vier Erwachsenen unterwegs ist. Einfach, weil man Kinder in Reihe 2 leichter unterbringt, wenn man nicht zwischen geklappter Sitzlehne und B-Holm durchklettern muss. Und der 82 PS Motor ist auch Pflicht. Damit ist man bereits bei 11.400 €. Mit „Airscape“ und als „Feel“ werden 13.000 € aus dem Basispreis. Dann sollte man die 15-Zoll Felgen noch auf die Liste setzen und geht mit 13.520 € in die Preisverhandlungen.

Fahrbericht citroen c1 75 airscape 82 ps feel

 

Kritikpunkte:

Man könnte vieles kritisieren. Plastik. Lackiertes Blech im Innenraum oder eben der lieblose Drehzahlmesser. Fakt ist aber: Der C1 ist ein preiswertes Stadtmobil. Mit 82 PS scheut er sich auch nicht vor Autobahn-Touren und das alles macht er dann extrem erwachsen.

Als echter Kritikpunkt bleibt eigentlich nur das Fehlen einer Start-Stopp-Automatik für den 82 PS-Motor übrig.

Fahrbericht citroen c1 86 airscape 82 ps feel

Fazit:

Den Puls mag der kleine C1 im ersten Augenblick nicht in Wallung bringen, aber trist ist der Citroën C1 ganz sicher nicht. Vor allem nicht in dieser Kombination. Der 82 PS-Motor ist ein kleiner Lebemann und mit dem großen Stoffdach ist auch im Herbst noch einmal Frühlingslaune angesagt.

Mit der Angelegenheit „Kluges“ zu schreiben, tue ich mir noch immer schwer, aber zum Citroën C1 habe ich eine Meinung gefunden:

Wenn Kleinwagen aus Frankreich, dann so! Mit Faltschiebedach fast so locker wie die 2CV aus dem letzten Jahrtausend, dank 82 PS Dreitopf-Motörchen aber wesentlich lebendiger. Daumen hoch! 

Vollständige Testwagen-Galerie? Hier!

 

Hier geht es zum Citroën-Konfigurator

Fahrzeugschein: Citroën C1 82 PS

Hersteller: Citroën
Typ: C1
Klasse: A-Segment
Motor: R3
Getriebe: 5G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.199 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 82 PS b. 5.700 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 118 Nm b. 2.750 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 965 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 11 s
Höchstgeschw.: 170 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 4.3 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 99 g/km
Emissionsklasse: EU 5
Effizienzklasse: B
cW-Wert:
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger  Titelbild: Bjoern Habegger

60 Jahre Citroen DS – Zwischen göttlich und garstig

Runde Geburtstage legendärer Automobile werfen ihre Schatten voraus. 2015 jährt sich die Vorstellung des Citroen DS zum 60. Mal. Die Limousine setzte formal wie technisch Meilensteine, wie die Botschafterin aus einer fernen automobilen Zukunft. Das Auto erhielt unmittelbar nach der Präsentation am 5. Oktober 1955 die Kosenamen „die Göttliche“.

Die DS repräsentierte nicht nur die Marke, sondern die gesamte französische Autoindustrie für zwei Jahrzehnte im automobilen Oberhaus. Freilich verhielt sich die aufwendige Technik der DS oftmals weniger göttlich als vielmehr gerne garstig. Nachdem Anfang 1976 die letzte von 1 456 115 DS als Krankenwagen vom Band gelaufen war, endete eine Ära. Die Nachfolger der DS konnten nie wirklich an den Erfolg der „Göttlichen“ anknüpfen.

Citroen war seit jeher die Marke der Avantgarde. Bereits Firmengründer André Citroen hatte mit seinen Fahrzeugen stets technische Innovationen verknüpft. So war die Limousine „Traction Avant“ als erster PKW der Welt mit Frontantrieb 1932 in Serie gegangen. Unmittelbar nach dem Krieg verband der 2CV automobilen Minimalismus mit kultigen Fahreigenschaften zum erfolgreichen Großserienprodukt. Anfang der Fünfziger reifte der Plan, für den besonders formal in Jahre gekommenen „Traction Avant“ einen Nachfolger zu schaffen, der die Innovationskraft und den Mut der Marke zu deren Umsetzung besonders nachhaltig umsetzen sollte.

Während in den frühen Fünfzigern die prägenden stilistischen Merkmale amerikanischer Autos wie Heckflossen, Panoramascheiben oder üppige Chromzier auch das Gros europäischer Autos, wenn auch im verkleinerten Maßstab beherrschte, entschieden sich der verantwortliche Designer Flaminio Bertoni für eine extrem futuristische, aerodynamisch ausgeklügelte Form für das künftige Flaggschiff. Die vier Meter lange viertürige Limousine warf mit ihrem fließenden Heckabschluss alle gängigen Normen über den Haufen.

Für den Antrieb waren im Lauf des langen DS-Lebens ausschließlich Reihenvierzylinder zuständig. Zur Premiere genügte ein 1,9-Liter mit 55 kW / 75 PS. 140 km/h Höchstgeschwindigkeit galten vor 60 Jahren als ausgezeichneter Wert. Herausragendes technisches Merkmal des DS war jedoch die hydropneumatische Federung. Sie überragte andere technische Neuerungen wie innenliegende Scheibenbremsen an der Vorderachse, Zweikreisbremsanlage mit einer Zentralhydraulik, die die Bremskraft mit Hochdruck servo-unterstützte.

Die Hydropneumatik übernahm quasi die Arbeit klassischer Federn und Dämpfer. Das System arbeitete automatisch als Niveauregulierung. Es verlieh der DS unter den Aspekten des Fahrkomforts Qualitäten, die sogar die automobile Elite der Zeit aus den Häusern Rolls Royce und Mercedes Benz übertrumpfen konnte. Beide Hersteller erwarben augenblicklich das Patent der Hydropneumatik von Citroen.

Außergewöhnlich wie die Fahrwerkstechnik war auch der Karosserieaufbau, der sich grundlegend von den meisten anderen Fahrzeugen unterschied. Die tragende Karosseriestruktur war mit einem Plattformrahmen, der als Fahrgestell diente, verschweißt. Hauben, Türen, Dach und Kotflügel waren als nichttragende Teile mit der Struktur verschraubt. Erstmals kamen bei einem Großserienfahrzeug zur Reduzierung des Gewichts große Mengen von Leichtmetall und Glasfaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz. Die Motorhaube der DS war seinerzeit das größte aus Aliminium gefertigte Karosserieteil.

Nach Angaben der Pressestelle von Citroen sollen bereits am Abend des 5. Oktober 1955 rund 12 000 Bestellungen für eine DS vorgelegen haben. Citroen bot das Fahrzeug als viertürige Limousine „Berline“ an und in drei verschiedenen Kombiversionen. Ein in kleiner Stückzahl gefertigtes Cabrio rundete das Modellportfolio ab. Darüber hinaus schneiderten im Laufe der Modellgeschichte zahlreiche Spezialfirmen unterschiedlichste Versionen von der Staatlimousine bis zum Coupé.

Die Vierzylinder erstarkten in angemessenen Schritten. Die Buchstabenkombination „ie“ in den letzten Versionen DS 21 ie und DS 23 ie (126 PS) lieferten den Hinweis auf eine D-Jetronik von Bosch, die in den Siebzigern die Rolle der Gemischaufbereitung übernommen hatte.

So vielseitig das Angebot und so zeitgemäß die technische Ausstattung war, so gerne offenbarte die Göttliche auch ihre dunkle Seite. Vor allem die technisch anspruchsvolle Hydropneumatik bereitete den Kunden jede Menge Verdruss. Doch angesichts der technischen und formalen Ausnahmestellung drückten die Fans der DS lieber ein Auge zu, als sich automobiler Einheitsware zuzuwenden. Eine DS umwehte stets das Image kultivierter Individualität und gehobener Klassenlosigkeit. In Filmen spielte die DS mehr Hauptrollen als die Bardot, Deneuve oder Signoret zusammen.

In den Siebzigern hatte die Zeit die DS schließlich doch eingeholt. Mit dem CX stellte Citroen bereits im Spätsommer 1974 das Nachfolgemodell vor. Wieder als Limousine und extrem geräumigem Kombi und natürlich mit einer hydropneumatischen Federung. Die Ölkrise mahnte schließlich sparsame Motoren an, was das Ende der geplanten Spitzenmotorisierung durch einen 170 bis 180 PS starken Wankelmotor bedeutete. Auch die Fertigung musste deutlich rationeller als bei der DS ausfallen. Geräumig und komfortabel gelang es dem CX bis zum Produktionsende 1991 nach 1 170 645 Einheiten die Fahne der Marke in der Obernklasse noch einigermaßen hoch zu halten.

Der XM, von 1989 bis 2000 produziert, verlor dagegen rasch an Boden in einer besonders imageträchtigen Fahrzeugklasse, die das deutsche Trio Mercedes E-Klasse, BMW Fünfer und Audi A6 immer stärker dominierte. Es nutze Citroen auch wenig, dass schließlich beim XM als Topmotorisierung ein Dreiliter-V6 mit 147 kW / 200 PS zum Einsatz kam, denn hartnäckige Qualitätsprobleme, vor allem bei elektronischen Bauteilen hatten bereits ab 1992 zu drastischen Verkaufseinbrüchen geführt.

2005 wagte Citroen mit dem C6 den Letzten Versuch, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Doch der Versuch, die technische Schmach des XM durch konzentrierte Qualität zu tilgen und an die guten Tage des CX und vor allem an die glorreichen der DS anzuknüpfen, scheiterte. Bis 2012 baute Citroen vom C6 gerade 23 384 Einheiten. Doch der Nimbus DS wird am Leben erhalten, soll sogar zur luxuriösen Nebenmarke von Citroen ausgebaut werden. Die neuen DS-Modelle versuchen, zumindest beim Design den Anschluss an die avantgardistische Ahnenreihe zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ampnet/tl

Fahrbericht: Citroen C4 Cactus PureTech 82 Shine Edition

Citroen C4 Cactus sticht aus der Masse hervor

Die Welt verändert sich… So ging Citroen bei der Neuauflage des C4 in die Konzeption und wollte den wachsenden Kundenerwartungen gerecht werden.
Mit dem C4 Cactus ist ihnen das vollends gelungen, denn nicht nur der Name sticht aus dem immer größer werdenden Markt des C-Segments heraus. Es ist das einzigartige Design, das Nutzwert und Ästhetik miteinander verbindet.

Der Citroen C4 Cactus bietet neben mehr Design auch Komfort und nützliche Technologien. Die Preisliste beginnt bei 13.990 Euro.

Ein gelungenes Konzept

Ein außergewöhnliches Design

Der C4 startete 2004 in der Kompaktklasse als Kombilimousine, Coupé und Limousine. Es folgten einige Sondermodelle wie der Picasso. Nun möchte man mit dem Cactus mehr auf  Kundenerwartungen eingehen. Hierzu gehören die Einführung technologischer Innovationen sowie die Senkung des Preises. Dieser Spagat ist Citroen sehr gut gelungen.

Bei ersten Tests stellen wir fest, dass der neue C4 Cactus  Schlaglöcher und Unebenheiten auf der Straße jetzt wesentlich besser wegsteckt und so insgesamt mehr Stabilität und ein komfortableres Fahrverhalten bietet. Mehr Rückmeldung bekommen wir auch über die Lenkung, die wesentlich besser sowohl in weite als auch enge Kurven einlenkt und somit dem Fahrzeug einer eine besser Stabilität verleiht. Auch den Geradeauslauf auf Autobahnen meistert das Fahrzeug sehr stabil und komfortabel.

Motoren auf dem neuesten Stand der Technik

Neueste Motorentechnik
Neueste Motorentechnik

Unter der Haube kommt in unserem Testfahrzeug ein Dreizylinder-Turbo-Benzindirekteinspritzer zum Einsatz. Der 1.2 PureTech 82 setzt neue Standards bei den Dreizylinder-Motoren dieser Hubraumklasse. Während die Benziner mit drei Leistungsstufen mit 75 PS, 82 PS und mit 110 PS erhältlich sind, kommen die Diesel-Aggregate  mit zwei Leistungsstufen mit 99 PS und 92 PS aus. Die Euro-5-Abgasnorm erfüllen sowohl der PureTech75, PureTech 82 und der „kleine“ 92 PS Diesel e-HDi 92 ETG6. Alle anderen mit Start&Stop-Technologie ausgestatteten Motorisierungen erfüllen bereits die Euro-6-Abgasnorm. Beim CO2-Ausstoß machen sowohl die Benziner mit zwischen 100 und 107 Gramm als auch die Dieselfahrzeuge mit 82 – 94 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer einen „sehr sauberen“ Eindruck. Bis auf den e-HDi 92 ETG6 mit seinem 6-Gang-Schaltgetriebe kommen alle anderen Motorisierungen mit einem  kompakten Fünfgang-Schaltgetriebe aus, das sich durch minimierte Reibung, präzise Schaltvorgänge und hohen Komfort auszeichnet.

Beim PureTech 82 mit 60 kW liegen ordentliche 118 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2750 Umdrehungen pro Minute an. Die Common-Rail Diesel- Modelle kommen mit bis zu 254 Nm bei rund 1.750 Umdrehungen daher und versprechen im Gesamtpaket einen kräftigen Durchzug. Dies ist natürlich auch der extremen Gewichtsersparnis von 200 kg (verglichen mit einem Citroen C4) geschuldet, die Citroen unter anderem durch die neuste Motorengeneration mit niedriger Zylinderzahl erreicht.

CO2 Ersparnis auch durch Gewichtsersparnis

CO2 Ersparnis auch durch Gewichtsersparnis
CO2 Ersparnis auch durch Gewichtsersparnis

Weitere Gewichtsersparnis erzielten die Entwickler mit einer kompakten und leichten Plattform, hochwertigen Materialien wie hoch elastischem Stahl und Aluminium sowie mit „Details“ wie Ausstellfenster hinten (11 kg) und einer einteilig umklappbaren Rückbank (6 kg). All dies verringert den Kraftstoffverbrauch und so kommt der Blue HDi 100 Diesel mit seinen Ausstoß von 82 g/km gerade mal auf 3,1 l pro gefahrene 100 Kilometer (Herstellerangaben).

Was die Optik betrifft, haben die Designer ganze Arbeit geleistet. Der C4 Cactus „sticht“ im wahrsten Sinne des Wortes aus der Einheitsmasse des C-Segments klar raus. Nicht zuletzt die nicht in Wagenfarbe gestaltete Paneele gibt dem Fahrzeug die nötige Würze. Hinzu kommen kleine Details wie das Außenspiegelgehäuse in einer anderen Farbe (Aufpreis € 50) oder  das Panorama-Glasdach mit hoher Wärmeschutzfunktion (Aufpreis € 490). Ein Park-Assist-Paket mit € 390 rundet ein gelungenes Paket an Zubehör im gelieferten Testwagen ab. Die im Navigationssystem integrierte Rückfahrkamera erleichtert das Einparken auch für nicht geübte Fahrer.

Alltagstauglich ?

Gutes Ladevolumen
Gutes Ladevolumen

Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,16 Metern bis zu fünf Personen Platz. In der Kabine lassen wir uns von der guten Material- und Verarbeitungsqualität überraschen. So wirken die extrem breiten Vordersitze zum Beispiel nicht ergonomisch durchgestylt sondern eher wie bei bei Muttern auf dem Sofa. Das gut strukturierte Cockpit mit dem Instrumententräger als Blickfang und Schaltzentrale sorgt zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Einzig einen Drehzahlmesser kann der C4 nicht aufweisen. Hier werden sich drehzahlorientierte Fahrer umstellen müssen. Das Kofferraumvolumen von 358 Litern (aufgestuhlt) ist nicht gerade üppig, aber klappt man die Rückbank um, öffnen sich ganze 1.170 Liter und schon klappt es auch wieder im Super- oder Baumarkt. Zahlreiche neue Technologien wie das statische Kurvenlicht sind jetzt im neuen Cactus verfügbar. Zum Einstiegspreis von 13.990 Euro ist das Fahrzeug als sportlich geschnittener Fünftürer mit 1,2-Liter-Benzinmotor zu haben. Die durchzugstarken Diesel Modelle starten bei einem Preis von € 18.990 Euro.

Technische Daten: Citroen C4 Cactus PureTech 82 Shine Edition

Hersteller:  Citroen
Typ:  C4 Cactus
Kasse:  Kompaktklasse
Motor:  R3
Getriebe:  5-Gang Schaltgetriebe
Antrieb:  Vorderradantrieb
Hubraum:  1.199 ccm
Leistung:  82 PS
Drehmoment:  118 Nm
Gewicht Fahrfertig:  1.142 kg
Von 0 von 100:  12.9 s
Höchstgeschw.:  171 km/h
Verbrauch (NEFZ):  4,6 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  107 g/km
Emmissionsklasse  EU 5
Effizienzklasse  B
cW-Wert:  –
Kommentar  –

 

Französische Wochen – 6 im Doppelpack

Die nächsten sechs Testfahrzeuge kommen aus Frankreich. Und die französischen Wochen werden vom Kleinsten aus Frankreich angeführt. Ab jetzt im Test, der neue Citroën C1. Es folgen der C4, der C4 Cactus, der Peugeot 208 GTI, der Peugeot 2008 und der Peugeot 308 sw.

6 Testwagen aus Frankreich – die französischen Testwagenwochen

Mit dem Kleinsten aus Frankreich geht es los. Der Citroën C1 begeistert durch pfiffiges Design, praktische Größe und nützliche Extras.

Und nein, es wird nicht in jedem Artikel um Baguettes, Rotwein und französische Salami gehen….

 

Paris 2014: Der DS als eigene Marke in Paris

Der Citroen Ableger DS gab in Paris mit den Concept Cars Divine DS und „DS 3 Inès de la Fressange Paris Concept“ einen Ausblick auf die Zukunft der Marke. Die DS Modelle heben sich durch ihr Design, Raffinesse, Liebe zum Detail, edle Materialen sowie Technologien hervor. Beim ersten Auftritt als eigenständige Marke auf dem Automobilsalon Paris stellte DS insgesamt 15 Fahrzeuge aus. Während der Divine DS die Zukunft der Marke zeigt, verkörpert das „DS 3 Inès de la Fressange Paris Concept“ das gesamte Personalisierungspotenzial des DS 3. Dabei bestechen beide Fahrzeuge durch eine mutige Formgebung und Gestaltung sowohl Außen als auch Innen und der vielfältigen Personalisierungsmöglichkeit inklusive der besonderen Technologien für DS Kunden. Diese beinhaltet die neuen Xenon-Full-LED-Signatur, die mit ihrem neuen Richtungsanzeigern und Lauflicht eine weitere Premiere in dem Segment bieten und den neuen Motorisierungen, die leistungsstärker und effizienter sind. Dazu zählt der Benzinmotor THP 165 Stop&Start und die Motoren PureTech 130
und BlueHDi 120.

News: 4 Jahre Garantie für den C4 Cactus von Citroën

Beim Kauf des neuen Citroën C4 Cactus erhalten die Kunden als Einführungsangebot eine 4 Jahres-Garantie. Bedingung hierfür ist der Abschluss des Kaufvertrags bis Ende des Jahres.

Ebenfalls bis Ende 2014 bietet die Citroën Bank für den neuen Citroën C4 Cactus attraktive Finanzierungsmöglichkeiten: In Verbindung mit dem 1,99% Car Credit ist zum Beispiel der Citroën C4 Cactus mit VTi 75-Benzinmotorisierung im Ausstattungsniveau Start bereits ab 175 Euro pro Monat erhältlich.

Premierenwochenende mit tollem Programm in den Citroën Autohäusern

Zur Einführung des neuen Citroën C4 Cactus sind Kunden und Interessenten eingeladen, am 13. September 2014 die Citroën Vertragspartner zu besuchen. Der Kreativität bei den Premierenfeiern im Citroën Handelsnetz sind keine Grenzen gesetzt: Vom französischen Frühstück über die ABBA-Liveshow bis hin zur Beachparty – in den Schauräumen der Citroën Autohäuser wird großen und kleinen Gästen einiges geboten. Selbstverständlich haben Interessenten auch die Möglichkeit, den neuen Citroën C4 Cactus direkt vor Ort Probe zu fahren.

Citroën C4 Cactus: Was wirklich zählt

Der Citroën C4 Cactus ist eine echte Alternative zu den herkömmlichen Kompaktlimousinen. Er besticht durch sein einzigartiges Design, das Nutzwert und Ästhetik miteinander vereint. Dem neuartigen Konzept gelingt es, mehr von all dem zu bieten, was für den Kunden wirklich zählt. Der Citroën C4 Cactus steht für mehr Design, mehr Komfort, mehr nützliche Technologien – und all dies zu überschaubaren Kosten. Die Preise für den neuen Citroën C4 Cactus beginnen ab 13.990 Euro.

Citroen C4 Cactus angebot 4 jahre garantie

Pressemeldung