Mercedes CLA Facelift. Punkt.

Mercedes bringt drei Jahre nach Markteinführung das Facelift des CLA.

„Der ist schon schick“. Diesen Satz habe ich in den letzten Jahren durchaus öfter gehört über den Mercedes CLA. Von Männern wie Frauen. Und jedes Mal stand ich mit Kopfschütteln daneben. Um Fassung ringend. Was ist nur mit den Menschen los?

Blicken wir drei Jahre zurück. Auf Basis der damals neuen A-Klasse bringt Mercedes eine viertürige Kompaktlimousine auf den Markt. Ja, mit Stufenheck. Da kommen Namen wie Chamade (Renault 19), Formheck (Opel Kadett E mit Stufe) oder Jetta (VW) in einem hoch.

Der Stufenaufschlag im Kompaktsegment wird natürlich nicht mit einer spießigen Rentnerkarre versucht, man stellt die Sportlichkeit heraus und bedient sich weiter oben in der Modellpalette. Aber mal ehrlich: Beim Versuch, den CLS zwei Klassen weiter unten zu etablieren, muss im Stuttgarter Designzentrum irgendwas passiert sein. Hat man den Touchscreen mit dem finalen Strich abends angelassen, die Putzfrau hat darüber gewischt und am nächsten Morgen ist das keinem aufgefallen? Riesige Überhänge prägen die 4,63 Meter lange Limousine, weil unter dem langen Blechkleid halt die enge A-Klasse mit ihren zwosiebzig Radstand hängt. Der Kombi macht daraus zwar ein etwas besseres Gesamtbild, kann das Augenleiden aber auch nicht auskurieren.

Mercedes CLA. Drallig, nicht drollig.
Mercedes CLA. Drallig, nicht drollig.

Wie gesagt, mit dieser Meinung stehe ich vielleicht alleine da. Denn die Menschen kaufen dieses Ding. Vor allem auch in den USA und in Asien. Was den CLA zum ersten und einzigen frontgetriebenen Mercedes macht, der in Nordamerika angeboten wird.

Und dort, nämlich auf der New York Auto Show Ende März, präsentieren die Schwaben drei Jahre nach dem Marktstart auch brav das Facelift. Neue Stoßfänger verabschieden sich von der einen oder anderen Kante, damit die Plastikspangen nun noch besser zum qualligen Restdesign passen. Innen darf sich der Ballonfinanzierungs-Anschlusskunde über anders gefärbte Zierleisten und geänderte Sitzbezüge freuen. Zumindest das Smartphone lässt sich jetzt besser verbinden, ein Muss heutzutage. Das freistehende Display ist dünner geworden. Außerdem fliegen die Bi-Xenon-Lichter aus der Aufpreisliste und werden durch LED-Scheinwerfer ersetzt.

Innen übliches Faceliftchichi. Neue Zeiger, neue Stoffe. Und ein flacheres Display.
Innen übliches Faceliftchichi. Neue Zeiger, neue Stoffe. Und ein flacheres Display.

Neu hinzu kommt eine optimierte Variante des Basisdiesels als CLA 180d BlueEFFICIENCY Edition, damit der Flottenverbrauch auf dem Papier weiter sinkt. Passt übrigens prima zum sportlichen Anspruch von Mercedes´ Kompaktflotte (jetzt aber nicht an die B-Klasse denken!).

So. Das soll reichen. Während ich mich nun weiterhin frage, wie um Himmels willen man diesem Auto ein dynamisches, sportliches oder schickes Design abringen kann, werden genau das die Messebesucher in New York und später die Kunden beim Mercedes-Benz Verkäufer tun. Vielleicht ist nicht der CLA neben der Spur, sondern ich. Aber hey, es geht mir gut dabei. Punkt.

P.S.: Die Begriffe „viertüriges Coupé“ und Shooting Brake“ wurden in den oben stehenden Zeilen bewusst nicht eingesetzt.

Erste Fahrt: Mercedes-Benz CLA Shooting Brake

Frankfurt am Main – Erster Test

Ein Shooting Brake ist ja eigentlich ein Coupé mit einem Steilheck. Und ein Coupé ist ja eigentlich nicht viertürig. Bis Mercedes-Benz kam und aus der E-Klasse einen CLS formte. Seitdem setzt sich diese elegante und dabei gerade noch praktische Karosserieform durch. Kombiniert man beides, das Steilheck-Coupé mit dem viertürigen Coupé, erhält man die Mercedes-Benz Variante des „Shooting-Brake“. Die „irgendwie“ Kombi-Version eines viertürigen Coupés. Klingt kompliziert und sinnlos. Sieht aber in der Realität richtig gut aus und ist nicht einmal so unpraktisch, wie man denken könnte.

Schön. Kompakt! Praktisch?

Erste Testfahrt im neuen CLA Shooting Brake

erster fahrbericht 07 mercedes-benz cla shooting brake

Zwischen Spessart und Taunus dem CLA Shooting Brake unter die Heckklappe geschaut 

Nachdem man bei Mercedes mit dem letzten Modellwechsel die A-Klasse vom Rentnerstuhl zum schnittigen Golf-Gegner zurecht geschliffen hatte, gab es Stimmen, die sich über das Platzangebot mokierten. Zu Recht. Gerade in Reihe zwei mangelt es an Kopffreiheit und auch das Hineinkrabbeln war dem Premium-Status eher unwürdig. Mit dem CLA, der ein klassischer kompakter Stufenheck-Vertreter geworden wäre, hätte man ihm nicht so viele CLS-Gene mitgegeben, wurde das auch nicht besser. Jetzt hatte man zwar einen ordentlichen Kofferraum, aber die Sache mit der Kopffreiheit, nun, die blieb überschaubar.

Jetzt also der Shooting-Brake. Nach A, B, GLA und CLA die fünfte Baureihe auf der Daimlerischen Frontantriebs-Plattform. War der CLA bereits eher dem wertigen Lifestyle-Segment zuzuordnen, muss man sich auch bei angedachter, fliehender Kombikarosse nicht auf einen Nutzwertriesen einstellen. Der Shooting Brake CLA ist vielmehr die praktischste A-Klasse von allen. Noch immer kompakt. Noch immer stylisch gelungen – aber nun mit einem Alibi-Kofferraum, in dem mehr als nur die Prada-Handtasche unterkommt. Und der dank dem nicht so steil auslaufenden Dach sogar mit mehr Kopffreiheit gesegnet als der Cross-Hatch GLA.

Wobei gerade für einen „irgendwie-so-Kombi-look-a-like“ der Kofferraum ein wenig unzugänglich gestaltet wurde. Die flott geschwungene Heckklappe presst sich zwischen die beiden breiten Rückleuchten und erlaubt nur durch eine schmale Luke Zugang zum Koffer-Departement. Einen Sechserträger packt man da lässig rein, eine Kiste Dom Perignon wird schon schwieriger. Dahinter wartet eine weit nach unten gezogene Ladefläche, so richtig lustig dürfte die Beladung aus den letzten Shopping-Siegeszügen nur sein, wenn es sich um Tütchen handelt und nicht um ganze Möbel.

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Das volle Programm bei den Motoren

Es hat natürlich echte Vorteile, wenn man die letzte Karosserie-Variante einer Plattform ist. So bekam der CLA Shooting-Brake vom Start weg das volle Programm an Motoren und Getrieben verpasst. Da ist für jeden etwas dabei. Bei den Benzinern fängt man mit dem CLA 180 mit 122 PS an und packt sich so ein Aggregat unter die schnittige Haube, dessen Wurzeln in Frankreich bei Renault liegen. Muss man dazu sagen. Denn für „diesen Blog“ ist ein Mercedes nur ein Mercedes, wenn der Antrieb auch von den Mannen mit dem Stern auf der Brust kommt. Überspringt man mit dem CLA 250 dann die 1.595 ccm³ Hubraumgrenze und landet beim 2 Liter Turbo-Benziner, dann findet man das Stuttgarter-Vielzweck Aggregat unter der Haube. Eine mehr als ordentliche Motorisierung mit 211 PS und einem feinen Drehmomentangebot von 350 Nm zwischen 1.200 und 4.000 Umdrehungen. Diesen Vierzylinder-Turbo bekommt man dann auch mit dem Mercedes-Benz Allradantrieb 4matic geliefert.

Auch wenn die Dieselmotoren bei Daimler im Kompakt-Segment immer mit einem vernehmlichen Nageln an die Arbeit gehen, so ein CLA 220 d dürfte für viele Käufer zur Top-Motorisierung zählen. Mit 177 PS ist der 2.2 Liter Diesel ein potenter Begleiter für den Alltag und lässt auch bei Tempo 200 auf der Autobahn keine Souveränität vermissen. Seine 350 Nm sorgen für ordentlichen Durchzug und wer den Antrieb im Alltag genussvoll laufen lässt, der dürfte sich im kombinierten Verbrauch auf Werte unter 6 Liter freuen. Das ist weit weg vom NEFZ-Normverbrauch von 4.0-4.3 Litern, aber so ist das eben.

Mercedes Connect.me

Das mitten in den Raum gestellte Display – ohne Touch – kann man mögen. Muss man aber nicht. Mich stört es nicht. Ich finde die exponierte Lage gut, das lenkt nicht ab und lässt für die Zukunft weitere und noch größere Displays erwarten.

Wer sich im Zubehör-Programm bedient, der kann sich Mercedes connect.me in das Auto holen und dann viele Funktionen zum einen über das Smartphone bedienen und zum anderen über eine Ferndiagnose mit dem Servicebetrieb in Kontakt treten.

Bluetooth-Streaming und die Bedienung des Comand-Systems erfolgt über den Drehdrück-Steller in Reichweite der Mittelkonsole und die gesamte Bedienlogik lässt sich flink erlernen.

 

Wenn schön auch praktisch sein will

Natürlich ist das Plus an Kopffreiheit in Reihe zwei spürbar und auch die 495 Liter Kofferraum-Volumen sind vernünftig. Und die Heckklappe, trotz schmalen Schnitts, lässt eine praktische Beladung zu. Praktischer als CLA, A und GLA. Aber die Schönheit hat einen Preis. Der schlägt sich nicht nur im Innenraum nieder, auch im Geldbeutel. Der Shooting Brake kostet gegenüber dem CLA kaum mehr, wer sich jedoch für eine biedere B-Klasse entscheidet, der spart gleich richtig und kauft zudem ein wesentlich praktischer veranlagtes Auto.

Doch alleine für die Türen mit den rahmenfreien Seitenscheiben muss man den CLA Shooting Brake einfach mögen.

erster test 64 mercedes-benz cla shooting brake

Es geht auch zackiger!

Natürlich gibt es den Shooting Brake auch mit dem 360 PS starken Zweiliter-Turbobenziner. Noch immer der stärkste Benziner in seiner Klasse und auch im Alibi-Kombi an das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe gebunden, vollführt er die 180° Wendung im CLA Shooting Brake. Aus dem Lifestyle-Lasterchen wird ein Brummkreisel mit Kofferraum. Während die derbe Lust zum Bolzen beim CLA und der A-Klasse noch an GTI-Killer denken lässt, wirkt die sportliche Lust im Blechkleid des Shooting Brake deplatziert. Irgendwie too much. Lieber wieder in den 177 PS Diesel gestiegen, die Ruhe und Souveränität des dieseltypischen Antriebes genossen und dann über das Heck sinniert. Doch genau dieses Nachdenken geht jetzt im Tiefflug durch den Spessart gerade nicht. Da muss man den CLA 45 AMG Shooting Brake knallhart am Traktionslimit der Vorderachse zirkeln … der Stress passt nicht zum Style-Kombi.

Fazit

Mercedes fächert die eigenen Baureihen erfolgreich auf. Für jeden Geschmack gibt es ein eigenes Modell und auch bei den Baureihen selbst wird noch einmal fleißig Hand angelegt. So präsentieren die Schwaben mit dem CLA Shooting Brake nicht nur eine völlig neue Fahrzeug-Gattung, sondern bringen vom stylischen Sondermodell „Orange Art“ mit peppiger Farbgestaltung bis hin zum sportlichen AMG-Modell eine breite Angebotspalette in die Showrooms.

Ganz. Schön. Praktisch.

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen CLA Shooting Brake[/notification]

Hersteller: Mercedes
Typ: CLA 220 CDI Shooting Brake
Karosserie: Kombi
Motor: Vierzylinder-Commonrail-Diesel
Getriebe u. Antrieb: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, VA
Motorleistung: 177 PS / 350 Nm
Hubraum: 2.143 ccm
cW-Wert: ab 0.26
Von 0 auf 100: 8,3 s
Höchstgeschwindigkeit.: 228 km/h
Verbrauch (NEFZ): ab 4,0 Liter
CO2-Ausstoß: ab 105 g/km
Kofferraum min.: 495 Liter VDA
Kofferraum max.: 1.354 Liter VDA
Leergewicht: 1.555 kg
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4630, 1777, 1435,  in mm
Preis: 39.062 EUR
 Fotos: Mercedes-Benz / Bjoern Habegger

Galerie: Mercedes-Benz CLA Shooting Brake 45 AMG

Alles was gut ist – in einer Galerie. Die Werksfotos von Mercedes-Benz zum jüngsten Baby, dem CLA Shooting Brake. Und weil man sich schwer tut mit den kleinen Dingen, gleich einmal die 45er AMG-Variante mit 360 PS und 4matic.

Der Mercedes-Benz Allradantrieb 4matic feiert 2015 im übrigen sein 30-Jähriges! Happy Birthday, Daimler-Allrad.

 

 

[tabgroup]
[tab title=“Technische Daten“]

Modell
CLA 250 4MATIC Shooting Brake
CLA 45 AMG 4MATICShooting Brake
Zylinder Zahl/Anordnung
4/R
4/R
Hubraum (cm3)
1.991
1.991
Nennleistung (kW/PS bei 1/min)
155/211 bei 5.500
265/360 bei 6.000
Nenndrehmoment (Nm bei 1/min)
350 bei 1.200-4.000
450 bei 2.250-5.000
Verbrauch kombiniert ab (l/100 km)
6,8-6,6
6,9
CO2-Emission kombiniert ab (g/km)
156-152
161
Effizienzklasse
C
C
Beschleunigung 0-100 km/h (s)
6,8
4,7
Höchstgeschwindigkeit (km/h)
240
250

[/tab]

[tab title=“Vorteile:“] [yes_list]

  • Mehr Leistung presst derzeit niemand aus einem 2.0 Liter Vierzylinder-Turbo! Powerplay by AMG!

[/yes_list] [/tab]
[tab title=“Nachteil:“] [no_list]

  • Wird frühestens ab Ende März 2015 ausgeliefert. Da könnte es für den Spaß im Schnee schon zu spät sein 🙂

[/no_list][/tab]
[/tabgroup]

Fotos: Daimler AG

Fahrbericht: Mercedes-Benz CLA 45 AMG

Downsizing ist noch immer ein aktueller Trend in der Automobil-Industrie. Motoren werden kleiner, der Spritdurst soll es damit auch werden und natürlich wird dies alles nur im Sinne der heiligen CO²-Emissionen getan. Doch wo bleibt der Fahrspaß, wenn die Motoren immer nur kleiner werden? Downsizing auf Affalterbacher Art lässt die Angst um den Fahrspaß ganz schnell verschwinden. Denn Downsizing bei AMG bedeutet vor allem eines: Die Eroberung eines neuen Segments.

 

CLA 45 AMG im Fahrbericht

So etwas ähnliches wie Downsizing

 

Als Testwagen gehörte der CLA 45 AMG im noch jungen Jahr 2014 bereits zu den besonderen Highlights. Üblicherweise bin ich kein großer Freund von Downsizing, aber im Falle des sportlich gezeichneten Viertürers will ich eine Ausnahme machen. Muss ich eine Ausnahme machen. Denn der CLA wird als 45 AMG zum spektakulären Einstiegsmodell in das Segment der sportlichen Kompakten.

Natürlich gibt es da noch den Bruder ohne Kofferraum und mit steiler Heckklappe, den A45 – aber so richtig sexy sieht doch erst der CLA 45 AMG aus. Mit seiner Länge von 4.63 Metern gehört der CLA nicht gerade zu den “kleinen” Autos. Dank der fließenden Formen und der sanft über das klassische “Three-Box” Design gestülpten Blechhaut wirkt er schon sehr verführerisch. Das geschwungene Dach, die flachen A- und C-Säulen und die “Dropping Line“ getauften Seitenlinie lassen den CLA gleichzeitig sportlich, elegant und irgendwie erwachsen wirken.  Und das trotz des überschaubaren Radstandes von nur 2.69 Metern.

Mercedes-Benz CLA 45 AMG gefahren bild von hinten

[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
[star_list]

  • 2 Wochen im Test
  • 2.300 Testkilometer 
  • Basispreis: 56.673,75 €
  • Testwagenpreis: 73.077,90 €

[/star_list]

[/one_half]
[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
[star_list]

[/star_list]

[/one_half]

 

Einsteigen – weder in der ersten noch in der zweiten Reihe ein besonderes Vergnügen. Der CLA sitzt knapp wie ein in die Jahre gekommener Konfirmationsanzug. Den Haken auf der langen Optionsliste korrekt gesetzt, pressen sich die AMG Performance Sitze um den Rücken und das Hüftgold des Fahrers. Schmaler dürften die Sitze nicht mehr ausfallen.  Dafür bleiben die Schultern später, auch bei Führerschein-unfreundlicher Gangart, direkt dort, wo man sie haben will. Die Rücksitzbank ist für Kinder und Menschen mit wirklich kurzen Beinen gedacht. Wobei auch der Rumpf nicht zu lang ausfallen sollte. Lange Strecken zu viert? Mit Freunden, die längst erwachsen sind? Besser nicht in diesem Fahrzeug. Der CLA mag so lang sein wie die alte C-Klasse, sein Innenraum ist auf A-Klasse Niveau geblieben. Eben auch eine Form des Downsizings. Irgendwas ist halt immer.

Cockpit CLA 45 AMG

So fährt er sich

Stolz und steil steht der Mercedes-Stern im Kühlergrill. Dahinter das pochende Herz des “kleinen” AMG. Ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbomotor mit unfassbaren 360 PS Leistung. Eine Leistung von 180 PS pro Liter Hubraum. Bevor AMG mit der ganz eigenen Auffassung von Downsizing auf den Markt kam, war diese Leistung pro Liter Hubraum dem Motorsport vorbehalten. Jetzt drücken die 450 Nm des potenten Vierzylinders mächtig in die sieben Gänge des Doppelkupplungsgetriebes.

Nach dutzenden Launch-Control Starts, einer Nacht Dauer-Vollgas auf der Autobahn und mächtig flott vollzogenen Etappen durch den Spessart verwundert nicht mehr die Leistung des Aggregates, sondern seine Alltagstauglichkeit. Handzahm im Comfort-Modus der Automatik, brüllend, rotzend und frech wie ein jugendlicher Hooligan im Rausch, sobald man im manuellen Modus die Grenzen der Physik überwinden will.

Im tiefen Bariton seines Auspuffklanges schwingt die Zuversicht, zu jeder Zeit überzeugend angasen zu können. Wer die Automatik im Comfort-Modus belässt, lässt sich vom grummeligen Sound der Abgas-Anlage beruhigen – im Sport-Modus des Doppelkupplungsgetriebes spürt man dann die Nervosität eines veritablen Sportlers. Wer den manuellen Modus des Getriebes bemüht, erlebt die pubertäre Seite des sonst so elegant wirkenden Viertürers. Bratzelnd frech entlässt die Abgasanlage das verbrannte Gemisch.

Wie eine Fleischwurst im Ledermantel liegt das Dreispeichen-Lenkrad in den Händen. Die Schalt-Paddels dahinter laden zum Flippern ein. Einen Gang hoch, einen runter. 

CLA 45 AMG Mercedes Rückenlehne

Performance-Paket

Noch einen Haken in der Aufpreisliste richtig gesetzt und der CLA 45 AMG lässt Porsche-Fahrer auf der Autobahn nervös in den Rückspiegel blicken. Das AMG Performance Package setzt die elektronische Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 270 km/h und das sorgt im Alltag bereits für eine natürliche Auslese auf der Autobahn. Der Nachdruck, mit dem sich der CLA 45 AMG von Tempo 200 in Richtung 250 bewegt und der nicht endende Schub bei 250  meißelt dem Fahrer ein Grinsen in sein Gesicht. Die zwei Techniker im Porsche 991 mit LB-Nummernschild waren sichtbar beeindruckt und konnten sich auf der A7 mehrmalig davon überzeugen, dass selbst der kleinste AMG mit ordentlich Druck über die Bahn fegt.

 

CLA 45 AMG Motor 360 PS

Alltagsnutzen

Kofferraum? Hat er. Doch ist dieser Punkt wirklich wichtig? Nein.

Verbrauch? Hat er auch. Wer dem 360 PS Motor die letzten Pferde aus den Kolben presst, muss bereit sein, an der Tankstelle mit einem Express-Zuschlag konfrontiert zu werden. Wer im Alltag auf dem breiten Drehmomentbuckel des Zwei-Liter Turbos reitet, kann einen akzeptablen Verbrauch von unter 12 Litern erleben. Mit narkotisiertem rechten Fuß und dem Performance-Wunsch einer Diesel-Droschke lassen sich sogar Verbrauchswerte von weniger als 9 Liter auf 100 Kilometer in die Realität retten. Ob das Spaß macht? Nicht ganz soviel wie der Vollgasritt.

 

Der CLA 45 AMG kennt keine Traktionsprobleme

Dank seines 4matic-Allradantriebes verpufft die Leistung nicht in blauen Gummi-Rauchwolken. Obwohl die Vorderachse im Alltag erst einmal die Kraft alleine auf die Straße bringt und der Allrad erst bei Schlupf die Kraft zur Hinterachse schickt, fährt sich der CLA 45 AMG erfrischend neutral. Wie bei allen Allradfahrzeugen empfiehlt sich jedoch ein Fahrstil, der sich mit “langsam in die Kurve” und “schnell aus der Kurve” beschreiben lässt. Wer kurz vor dem Kurven-Scheitelpunkt die volle Kraft abruft, zoomt sich wild fauchend aus Biegungen aller Art. Dabei wirkt das Fahrwerk zu keiner Zeit überfordert. Die Lenkung könnte natürlich noch einen Ticken sensibler wirken, aber angesichts der Kraft, die auf die sie einwirkt, verzeiht man leichte Ungenauigkeiten.

CLA 45 AMG Hinterachse

Brachial in die Eisen

Rote Bremssättel bremsen nicht besser als schwarze – der Aufpreis von 380,80 für die rot lackierten Beißer wird dennoch von vielen in Kauf genommen werden. Spiegelt doch erst die Farbe Rot die volle Dynamik der Bremsanlage wieder. Fading ist ein Fremdwort – bissfest auch bei “herzhafter” Ausfahrt und maximaler Belastung.

 

Positiv-Liste:

[one_third]+++ Druck

Mit 1.8 bar Ladedruck presst der Twinscroll-Lader die Luft in die Brennräume. Dieser Zweiliter-Motor ist eine Wucht in Aluminium gegossen. Ob er lange hält? Mercedes sagt: So lange wie jeder andere Mercedes-Motor!

[/one_third]

[one_third]++ Fahrgefühl

Sehr handlich. Sein Leergewicht von fast 1.6 Tonnen merkt man dem CLA nicht an. Erst bei längerer Kurvenhatz spürt man ein leichtes Untersteuern, wenn die Reifen auf der Vorderachse zu warm und damit weich werden.

[/one_third]

[one_third last=last]+ Emotionen

Geschmack und Design sind nicht zu diskutieren. Der CLA bekam eine Form, die man entweder liebt oder die einen kalt lässt. Ich finde: Selten waren vier Türen so elegant verpackt! Die neue Daimler-Designsprache ist erfrischend!

[/one_third]

Fazit: Der CLA 45 AMG

Der CLA 45 AMG verschiebt die Grenzen des sportlichen Kompaktwagen-Segments und hebt diese auf eine neue emotionale Ebene. Das Design des CLA wirkt sportlich und elegant zugleich und ist die schönste Form der Platzverschwendung.

Wer das Stichwort Downsizing bei einem machbaren Verbrauch von 30 Litern auf 100 Kilometern nicht als politisch korrekt betrachtet, wird bei meiner Interpretation von Downsizing kein Vergnügen empfinden. Allen anderen bietet AMG mit dem CLA 45 einen famosen sportlichen Zweisitzer im Kleid eines Viersitzers. Und ich bin froh, dass eben nicht der gesamte Fahrspaß dem CO²-Minimierungsdenken untergeordnet wird.

Es ist wunderschön, dass es Autos wie den CLA 45 AMG gibt.

Hier geht es zum Mercedes CLA  Konfigurator … 

CLA 45 AMG Artikel von Kollegen:

 

Fakten:

Hersteller: Mercedes-Benz
Modellname: CLA 45 AMG
Karosserievariante: Viertürige Limousine im Coupé-Design
Motor: R4, Turbobenziner mit Direkteinspritzung, 1.8 Bar Ladedruck, Twinscroll-Lader, Schmiedekolben
Getriebe: 7-Gang Doppelkupplung
Antrieb: 4matic Allradantrieb
Hubraum: 1.991 ccm³
Leistung: 360 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment: 450 Nm von 2.250 bis 5.000 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 4.6 Sekunden
Höchstgeschw.: 270 km/h
Verbrauch nach Norm: 6.9 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 161 g/km
Testverbrauch: 13.3 l/100km über die Testdistanz
Räder: 235/35-19  – Sommerreifen Dunlop Sport Maxx
Leergewicht: 1.585 kg [trocken]
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4.630/ 1.777 / 1.432 / 2.699 mm
Garantie: 2 Jahre Gewährleistung
Testzeitraum: Ende März 2014: Überwiegend trocken und warm

Fotos aus dem neuen Windkanal der Stuttgarter mit dem Stern

Eigentlich eine profane Pressemeldung:

Mit dem neuen Aeroakustik-Windkanal im Entwicklungszentrum Sindelfingen will Mercedes-Benz seine Spitzenposition in punkto Aerodynamik weiter ausbauen. Im modernsten und leisesten Windkanal der Welt können Messungen bis zu einer Windgeschwindigkeit von 265 km/h realisiert werden. Insgesamt wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr als 230 Mio. € in den Ausbau des Mercedes-Benz Technology Center mit den Klimawindkanälen sowie dem Fahrsimulator und jetzt dem neuen Aeroakustik-Windkanal investiert.

Quelle Mercedes-Benz Presse-Meldung

Und eigentlich wäre mir das erstmal keine Meldung wert. Denn ich gehe einfach davon aus, dass ein Automobil-Hersteller viel Geld in die Forschung und den Test seiner neuen Modelle steckt. Was mir dann aber besonders gut gefiel, sind die Fotos die dazu geliefert wurden.

So ein Windtunnel ist anscheinend ein genialer Ort für Fotos – vor allem dieses Foto finde ich brilliant:

mercedes-benz windkanal 11 aerodynamik stuttgart daimler

 

Das sich die Aerodynamik-Arbeit der Stuttgarter bisher ausgezahlt hat, davon wissen die aktuellen Modelle CLA und auch die neue S-Klasse bereits zu berichten.

Der CLA kommt in der „BlueEFFICIENCY Edition“ auf einen cW-Wert von 0.22 und die S-Klasse als S 300 Bluetec Hybrid auf beeindruckende 0.24!  Mit der neuen Windkanal-Generation dürfte Mercedes-Benz auch in der Zukunft „hart am Wind“ bleiben und neue Modelle mit guten Aerodynamik-Werten präsentieren. Warten wir es ab und schauen uns so lange die feschen Windkanalfotos an.

CLA 45 AMG – Fahrbericht

Schnelle Sterne gibt es einige und üblicherweise tragen diese dann die Plakette der Edelschmiede AMG. Bislang war der Einstieg in diese elitäre Klasse der sportlichen Sternen-Modelle die C-Klasse mit dem fulminanten 6.2 Liter V8 Saugmotor. Seit diesem Jahr gibt es einen neuen Einstieg in die sportliche Klasse der AMG-Liga. Den A45 AMG und die viertürige Coupé-Variante der A-Klasse, den CLA 45 AMG.

CLA 45 AMG – Vier Türen, vier Zylinder, ein Turbo!

Über meine Erfahrungen mit dem A45 AMG auf der Rennstrecke „Bilster Berg“ habe ich bereits geschrieben und auch wenn der CLA 45 AMG unter dem Blechkleid die gleiche Technik zur Verfügung gestellt bekam, so ändert sich der Charakter des Paketes mit der Karosserie. Klingt merkwürdig – ist aber so. Warum? Das will ich versuchen in diesem Artikel über den CLA 45 AMG zu erklären.

Mercedes-Benz CLA 14 45 AMG Beauty unter Drogen

Vierzylinder 360 PS im viertürigen Coupé

Während der A45 AMG direkt in der Fahrzeugklasse des Kompaktwagen Volkswagen Golf wildert, dort allerdings derzeit völlig ohne Mitbewerber, die Spitze der Leistungsgesellschaft alleine bildet, ist ein CLA von Haus aus in einer ganz andere Sphäre zu Hause. Auch wenn der Innenraum furchtbar klein ist. Die Kopffreiheit in der zweiten Reihe eigentlich eine Frechheit ist. Und auch wenn man sich bewusst wird, dass man hier zum Preis einer guten Mittelklasse, nur einen Vertreter des Segments darunter bekommt. Doch dies alles, die Bedenken, die Kritik und die Tadel wischt der CLA mit der Sympathie seiner gelungenen Form hinweg. Das wundervolle kleine Kuppeldach, die eleganten Schultern, der schöne Hintern. Der CLA spielt die Karte des „Beauty-Modells“ aus.  Und hier trifft dann der stärkste Motor seiner Klasse auf ein Supermodell. Power trifft Eleganz und das ergibt eine andere Erwartungshaltung als beim Über-GTI, dem A45 AMG.

Mercedes-Benz CLA 04 45 AMG Beauty unter Drogen

Motorleistung:

360 PS

Beschleunigung 0 bis 100:

4,6 Sek.

Vmax:

250 km/h

Die Kraft bleibt gleich, das Ergebnis ist ein anderes

Auch im CLA 45 AMG trifft der beeindruckende Vierzylinder-Turboprotz auf den 4matic Allradantrieb und bekommt als Getriebepartner die 7-Gang Doppelkupplung mit dem Daimlerischen-Zusatz: Speedshift zur Kraftverwaltung an die Seite gestellt. Und dennoch: Beruhigt durch das elegante äußere will man lieber flanieren, anstatt den Zweiliter-Motor auszuquetschen. In 4.6 Sekunden auf 100 km/h? Das ist möglich, aber lass uns doch lieber flanieren. 

Subjektiv ist der Sound des CLA45 bei weitem nicht so obszön, wie das bratzeln des A45-Auspuffs. Hier spielt die Karosse mit dem geschlossenen Kofferraumabteil die Rolle des zusätzlichen Geräuschdämpfers.

Im Kopf die elegante Außenwirkung des CLA, der zwar die übliche AMG-Maskerade zur Schau trägt, aber aufgrund seiner flüssigeren Form einfach nicht so schamlos mit seiner Kraft in Erscheinung tritt. Hier fährt ein kraftvolles, ein dynamisches, ein voller Spannung, gezeichnetes Coupé (versehentlich mit vier Türen ausgeliefert).  Dazu eine weniger akustische Motivation an den Fahrer, doch bitte im manuellen Modus des DCT-Getriebes, die Gänge unter massivem Auspuff-Krawall in jedem Gang aus zu drehen.  Und schon ändert sich die gesamte Aura des Fahrzeuges.

Vom krawalligen A45 zum kraftvollen Schönling. 

Mercedes-Benz CLA 01 45 AMG Beauty unter Drogen

Druck machen
Allerdings sollte man sich nicht täuschen lassen. Sobald man es darauf ankommen lässt, drückt der CLA massiv durch das Tachoband. Zu jederzeit besteht die Möglichkeit den Kopf des Beifahrers an dessen, in die Sportsitze integrierten, Kopfstützen zu drücken. Dabei faucht der Turbo-Vierzylinder aggressiv den Sound eines massiv aufgeladenen Sportmotors. Der Auspuff frotzelt vor allem beim herunter schalten, aber eben weniger frech und vorlaut als im A45. Subjektiv.

Den CLA 45 konnte ich nicht auf der Rennstrecke bewegen – nur auf öffentlichen Straßen und da ich meinen Führerschein behalten will, muss ich mich auf die Eindrücke beschränken, die innerhalb der Speedlimits möglich sind. Um es mit einem Satz zu machen:

Der CLA 45 AMG fährt sich wie gedopt. Ein Modell mit Koks-Spuren unter der Nase.

Mercedes-Benz CLA 06 45 AMG Beauty unter Drogen

 Und wie fährt sich der Bruder des CLA mit dem steilen Heck?  Fahrbericht A45 AMG

Weltpremiere: CLA 45 AMG

Mit dem CLA 45 AMG startet Mercedes-AMG insbesondere in den USA eine neue Ära. Das attraktive Einsteiger-Modell soll neue Zielgruppen für die Performance-Marke aus Affalterbach erschließen. „Der CLA 45 AMG ist ein expressives viertüriges Coupé, inspiriert vom großen Bruder CLS 63 AMG“, so Dr. Schmidt. „Er verfügt mit zahlreichen Technik-Highlights über die typische AMG DNA und bietet Driving Performance für die neue Generation.“

Der Zweiliter-Turbomotor des CLA 45 AMG ist der stärkste serienmäßig produzierte Vierzylinder der Welt und übertrifft mit der spezifischen Leistung von 133 kW(181 PS) pro Liter Hubraum die meisten Supersportwagen. Seine überlegene Höchstleistung von 265 kW (360 PS) und das maximale Drehmoment von 450 Newtonmeter kombiniert der CLA 45 AMG mit höchster Effizienz und einem Verbrauch von lediglich 6,9 Liter Benzin pro 100 Kilo­meter. Der serienmäßige, Performance-orientierte AMG Allradantrieb 4MATIC sorgt für Fahrdynamik auf höchstem Niveau und ermöglicht dank exzellenter Traktion den Sprint von 0-100 km/h in 4,6 Sekunden.
Quelle Text: Mercedes-Benz Presse | Fotos: Bjoern Habegger NYIAS 2013

Mercedes Benz CLA

Anders als die anderen – mal wieder.

Die Vorstellung des Mercedes-Benz CLA

Unsere Generation erfindet sich ständig neu. Wir warten nicht mehr ab bis man uns erklärt wie die Welt funktioniert, wir gestalten unser Umfeld immer häufiger selbst und verändern unsere eigenen Lebensgewohnheiten ebenso,  schneller und immer öfter. Automobile erfüllen heute mehr als nur einen Nutzen. Vom einstigen Erfüllungsgehilfen für den Weg von A nach B, sind Autos heute ein Teil unseres Lebensstils. Sie sind Lifestyle abgefüllt in eine Blechhülle.

Darf ein Coupé nur zwei Türen haben? Muss eine Limousine bieder wirken?

Bereits mit der Präsentation der ersten CLS-Generation 2004 hat Mercedes eine Frage beantwortet, die zuvor niemand gestellt hat. Die Antwort fiel jedoch so überzeugend aus, dass man jetzt ein Modell präsentiert, dass die Idee des viertürigen Coupés in eine Klasse darunter transportiert. In Zeiten stetigen Wachstums, bedeutet das noch immer keinen wirklichen Verzicht.  Oder?

mercedes cla coupe vier türen

Tausche Funktion gegen Style

Verzicht üben muss ich als Fahrer des neuen CLA bei der Rundumsicht, das wiederum ist nichts besonderes. Das Diktat des Windkanals und die passive Crash-Sicherheit fordern im Prinzip eine geschlossene Büchse auf Aluminiumfelgen. Hier muss auch der CLA seinen Tribut zollen und schränkt vor allem die Möglichkeit der Sicht nach hinten und schräg hinten massiv ein. Aber wie war das? Wer schön sein will?

Und schön ist er. Da gibt es keine Diskussion für mich. Der CLA bringt eine völlig neue Dimension von Eleganz in ein ganzes Segment von Mittel- und Kompaktlimousinen.

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Kompakte Mittelklasse?

Die Basis des CLA ist – nicht die C-Klasse, auch wenn die Nomenklatur des Namens dies vermuten lassen und die Gesamtlänge des CLA dies bestätigen würde. Der schöne Rücken bildet eine alternative Formgebung der neuen A-Klasse. Und weil diese mit einem quer eingebauten Motor und Antrieb auf der Vorderachse auskommen muss – ist auch der CLA  eines von derzeit drei Mercedes-Modellen mit Frontantrieb.

Wohin die Reise führt

Ein viertüriges Coupé, eine Kombiversion von einem viertürigen Coupé, Limousinen mit Allradantrieb und mehr Bodenfreiheit, Cabrios mit Allradantrieb und Dieselmotor. Der Automobil-Markt bietet heute jede Mischform von Automobil an, die Nischen sollten doch wirklich alle besetzt sein. Dachte ich. Doch mit der kompakten Variante des viertürigen Copués hat Mercedes (mal wieder) eine neue Fahrzeugklasse erschaffen und was dabei heraus kam, konnte mich bereits im Stand in Verzückung bringen.

Dabei bringt der schöne neue Baby-Benz nicht nur optische Überzeugungskraft zur ersten Testfahrt mit, nein es gibt mit einem cW-Wert von 0.22 auch einen Rekord zu vermelden.  Und seine aerodynamische Meisterleistung konnte ich jedoch bereits im Stand spüren. Spätestens jedoch beim einsteigen, denn da muss der Kopf an der massiven und frühzeitig flach verlaufenden und nach innen gezogenen A-Säule vorbei geführt werden. Sonst Beule.

mercedes-benz cla am strand

Fahrvergnügen

Die beiden Integral-Sitzen in der ersten Reihe sind Bekannte aus der neuen A-Klasse bereits, erst einmal per Knöpfchen-Mikado die Sitzposition eingerichtet – bleibt Zeit das modern gezeichnete Cockpit zu inspizieren, dass man ebenfalls aus der A-Klasse kennt – überzeugend. Nicht ungewöhnlich, nicht revolutionär. Daimlerisch. Auch wenn der CLA mit 4.63 m ein wenig länger ist, als die aktuelle C-Klasse – die Rücksitzbank ist für kinderlose und junge Paare besser geeignet, als für die Familie mit zwei Kindern.

Wer kein Freund des Frontantriebs ist (so wie ich), der kann einen CLA mit Allradantrieb, im Mercedes-Jargon 4matic genannt, wählen und darauf vertrauen das die Regelsysteme des 4matic von alleine dafür Sorge tragen, bis zu 50 % der Kraft nach hinten zu schicken.

Doch auch mit 211 PS (CLA 250) und reinem Frontantrieb fährt sich der CLA ausgesprochen erwachsen. Nix da „Baby-Benz“.  Souverän zieht er seine Bahnen und leichtes rupfen in der Lenkung konnte ich nur dann provozieren, wenn ich mich als grobmotorischeren Gaspedalnutzer betätigte.

Im Alltag gefällt mir vor allem die Kombination aus mittlerem Dieselmotor (CDI 220)  und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieses 7-Gang DCT Automatikgetriebe fühlt sich dem Komfort verpflichtet und verzichtet auf ruppige Gangwechsel. Jedoch nur, so lange man die Wahltaste in der Mittelkonsole auf „E“ belässt. Im Sportmodus „S“ arbeitet das Getriebe deutlich aggressiver und schaltet später.

Mercedes CLA Kaimauer

Mein erster Eindruck:

Mit Lifestyle-Fahrzeugen kann ich üblicherweise nichts anfangen. Für mich sind Autos Technologieträger, Quellen der Fahrfreude und der Lust am Vierrad. Das Platzangebot einer Limousine durch das aufsetzen eines Coupé-Daches einzuschränken, das hört sich doch auch für mich erst einmal sau dämlich an.

Aber – es sieht einfach verdammt gut aus. 

Im Falle des CLA kann ich mich auch mit dem Frontantrieb anfreunden. Denn ähnlich wie bereits bei der A-Klasse, ist auch das Fahrwerk des CLA erstaunlich agil und handlich ausgelegt und bietet mehr Reserven als Flensburg zulässt. Hier liegt die Fahrfreude ganz weit vorne. Was allerdings auch im Falle des „Comfort-Fahrwerks“auf einer eher straffen Ausführung führt des Fahrwerks beruht. Während das Sport-Fahrwerk meine Erwartungen erfüllt, finde ich die Abstimmung der komfortablen Fahrwerksvariante schlicht unausgereift. Hier erwarte ich eine sensiblere Reaktion auf Kanaldeckel und Straßenschäden.

Mercedes CLA Vor Kirche Frankreich

Wie ihn der Hersteller beschreibt:

Widerstand zwecklos

Atemberaubende Proportionen und der Begründer eines neuen Segments.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist: 

  1. Der Frontantrieb ist mit der Leistung des CLA 250 (211 PS) noch nicht überfordert.
  2. Mercedes wird bei der Verarbeitung im Innenraum immer besser. Bei den Testfahrzeugen konnte vor allem das belederte Armaturenbrett und die Haptik des Lenkrads überzeugen.
  3. Die Integralsitze aus der A-Klasse wirken wie für den CLA gemacht und bieten eine gute Sitzposition.

Mercedes-Benz CLA Cockpit

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

Er hat keine Mitbewerber. Der CLA ist wie sein größerer Bruder, der CLS, ein Vorreiter für eine neue Klasse von Automobilen. Ob jemand danach gefragt hatte? Nein – vermutlich nicht, aber unser Lebensstil erlaubt auch bislang unbekannte Antworten. Auch bevor die Frage gestellt wurde.

Mercedes CLA Innenraum

Was würde ich mir an Verbesserungen wünschen?

Das auch das letzte Stück Hartplastik aus dem Cockpit verschwindet und eine Shooting-Brake-Version. Eben wie beim großen Bruder 😉

Mercedes CLA Autobahn

Faktenlage:

  • Als CLA 180 BE cW-Wert-Bestmarke von 0.22
  • Vier Benziner von 122 bis 211 PS zum Start
  • Ein Diesel mit 170 PS zum Start
  • Effizientklasse A+ für den CLA 220 CDI
  • Die Benziner starten bei 28.976,50 €
  • Der Diesel startet bei 37.990,75 €

Fazit – Der neue CLA bietet …

.. eine essentielle Form der Lifestyle-Automobilität, abgefüllt in eine atemberaubend gut gelungene Blechhülle.

Ob der CLA ein Erfolg auf dem Markt wird, dass wird bei ihm ebenso wenig eine Frage von Vergleichstests und Zahlenwerten sein, wie bei seinem großen Bruder CLS – es ist einfach nur eine Frage, ob der CLA den Lebensstil seiner Zielgruppe wieder spiegelt.

Ein Fahrbericht in bunten und bewegten Bildern, von den Kollegen Jan und Jens:

Mercedes-Benz in Genf – Ein Rundgang

Der Automobil-Salon in Genf hat noch bis zum 17.März geöffnet. Es bleibt somit noch ein wenig Zeit, sich selbst einen Eindruck von den Neuigkeiten zu verschaffen. Genf ist immer eine Reise wert. Wer es nicht zum Automobil-Salon schafft, der findet in meinem Blog eine Menge Beiträge über die Fahrzeuge des Automobil-Salon. [klick]

Mercedes-Benz hat in Genf den A45 AMG präsentiert, hierfür habe ich eine eigene Galerie erstellt.  Nun ist Zeit, sich den restlichen Stand von Mercedes-Benz in Genf anzuschauen:

MERCEDES-BENZ in Genf 2013

 

Der Star auf der Mercedes-Benz Bühne, der neue 360 PS starke A45 AMG
Der Star auf der Mercedes-Benz Bühne, der neue 360 PS starke A45 AMG
Die Edition One des A45 AMG kommt mit auffälligem Spoilerwerk auf die Straße.
Die Edition One des A45 AMG kommt mit auffälligem Spoilerwerk auf die Straße.
Vorne und hinten, ist die Edition One durch markante Aerodynamik-Bauteile zu erkennen.
Vorne und hinten, ist die Edition One durch markante Aerodynamik-Bauteile zu erkennen.
Durfte in Genf auch nicht fehlen. Der CLA. Das neue Viertürige Coupé zwischen Kompakt- und Mittelklasse.
Durfte in Genf auch nicht fehlen. Der CLA. Das neue Viertürige Coupé zwischen Kompakt- und Mittelklasse.
Eine der Schokoladenseiten des Mercedes-Benz CLA.
Eine der Schokoladenseiten des Mercedes-Benz CLA.
Mit einem cW-Wert von 0,22-0,23 ist der neue CLA das neue Aerodynamikwunder.
Mit einem cW-Wert von 0,22-0,23 ist der neue CLA das neue Aerodynamikwunder.
Der CLS Shooting Brake. Die konsequente Fortführung der Idee von Viertürigen Coupés.
Der CLS Shooting Brake. Die konsequente Fortführung der Idee von Viertürigen Coupés.
Mit bis zu 1.550 Liter Ladevolumen gehört der Shooting Brake doch eher zu den besonders schönen Kombis, denn zu einem besonders praktischen!
Mit bis zu 1.550 Liter Ladevolumen gehört der Shooting Brake doch eher zu den besonders schönen Kombis, denn zu einem besonders praktischen!
Von mir bereits gefahren und im Blog vorgestellt. Der neue E63 AMG als S-Modell mit 4matic Antrieb.
Von mir bereits gefahren und im Blog vorgestellt. Der neue E63 AMG als S-Modell mit 4matic Antrieb.
C63 AMG Edition 507 - Mit 50 PS mehr, wird aus dem C63 AMG ein 507 PS starker AMG C63 Edition 507.
C63 AMG Edition 507 – Mit 50 PS mehr, wird aus dem C63 AMG ein 507 PS starker AMG C63 Edition 507.
C63 AMG Edition 507 - Mit 50 PS mehr, wird aus dem C63 AMG ein 507 PS starker AMG C63 Edition 507.
C63 AMG Edition 507 – Mit 50 PS mehr, wird aus dem C63 AMG ein 507 PS starker AMG C63 Edition 507.
Bereits in Detroit zu Beginn des Jahres enthüllt - die E-Klasse mit großem Facelift. Auch am Rücken ;)
Bereits in Detroit zu Beginn des Jahres enthüllt – die E-Klasse mit großem Facelift. Auch am Rücken 😉
Big can be beautiful. Der große GL von Mercedes. Immer eine beeindruckende Erscheinung!
Big can be beautiful. Der große GL von Mercedes. Immer eine beeindruckende Erscheinung!
Mächtig viel Auto. Der GL.
Mächtig viel Auto. Der GL.
Beeindruckend aus jedem Blickwinkel.
Beeindruckend aus jedem Blickwinkel.
Der Urvater aller Geländewagen, die G-Klasse von Mercedes-Benz
Der Urvater aller Geländewagen, die G-Klasse von Mercedes-Benz
Mit V8 Biturbo wird der G zum G63.
Mit V8 Biturbo wird der G zum G63.
Bereits im Stand kann man erahnen, welch ein famoser Sound aus diesen Auspuffrohren entweichen muss.
Bereits im Stand kann man erahnen, welch ein famoser Sound aus diesen Auspuffrohren entweichen muss.

 

Luxus auf die praktische Art. Der G63 im Innenraum
Luxus auf die praktische Art. Der G63 im Innenraum

Und einen Standrundgang in bewegten Bildern, haben die Kollegen von news2do für mich eingefangen:

Genf, immer eine Reise wert 🙂

 

Disclosure: Mercedes-Benz hatte mich zum Automobil-Salon in Genf eingeladen und die Kosten für die Reise und Übernachtung übernommen. Wer denkt ich wäre deswegen "bezahlt", der denkt verkehrt. In meinem Blog, gibt es nur meine Meinung.

Fahrbericht Mercedes-Benz CLA

Das der neue CLA seine Besitzer glücklichen machen wird, hoffen wir. Sicher macht der die Händler mit dem Stern auf dem Dach glücklich, denn das Auto dürfte eine gut betuchte Zielgruppe ansprechen. Coupés mit vier Türen sind grad im Trend. Allen voran der große Bruder des CLA, der CLS, ist erfolgreicher als man bei Mercedes angenommen hatte …

… Sehr kompakt also, der Benz. Kein Wunder, basiert der Viertürer doch auf der neuen A-Klasse von Daimler. Darum empfehlen wir die Lektüre des Test des A 250. Vom «kleinen» Bruder kommen entsprechend auch die Motoren. Will heißen, dass es den CLA mit Triebwerken von 122 bis 211 PS. Vorerst zumindest, denn bei der A-Klasse wird bald aufgerüstet. Der A 45 AMG mit 360 PS ist bereits startbereit …

Diese Text-Passagen stammen nicht von mir, sondern vom geschätzten radical-mag.com Magazin des nicht minder geschätzten „Kollegen“ Peter Ruch! Seine Arbeit und sein Magazin kann ich nur empfehlen und da er mit seiner „Erfahrung“ deutlich vor den Kollegen in Deutschland startet, ist der Link zu seiner Webseite kaum in Gold auf zu wiegen. Zumindest, wenn man Benzin im Blut hat und den neuen CLA ebenso sexy findet wie ich.

Wobei ich – ganz persönlich – auf den CLA 45 AMG warte – live konnte ich ihn bereits bewundern und mich an seinen Carbon-Ansätzen ergötzen. Fotomaterial gibt es indes noch keines 🙂 nur vom „normalen“ CLA

Mercedes-Benz CLA – frisch aus Genf:

Wie wird der CLA 45 AMG wohl aussehen? Jan spekuliert…

 

 

 

Usher präsentiert den A45 AMG – Mercedes unter Druck!

Der US-Amerikanische R&B-Star Usher hat heute Abend in Genf das Tuch vom neuen AMG A45 AMG gezogen. Im Rahmen der AMG Media Night wurde der kleinste AMG den anwesenden Presse-Vertretern vorgestellt.

Autos sind heute mehr denn je, auch Teil eines ganz bestimmten Lifestyles. Die neue A-Klasse steht für eine massive Verjüngung der Marke mit dem Stern. Und damit man ordentlich Gas geben kann, haben die stolzen AMG-Jungs ordentlich Hand angelegt am kleinsten Mercedes. Heraus gekommen ist der derzeit stärkste 2 Liter Vierzylindermotor. 360 PS die über ein Doppelkupplungsgetriebe an alle vier Räder geschickt werden.

Der neue A45 AMG hat es Faustdick hinter den kräftigen Kotflügeln.

Hier nun die Bildergalerie des Abends, unter anderem mit Usher 🙂

Der neue CLA Werbeclip

Nicht jeder TV-Zuschauer mag sie, aber ohne TV-Werbung, kein TV – zumindest nicht mehr als 3 Programme wie früher :). Und manchmal sind die TV-Werbeclips ja sogar richtig lustig. Lustig ist der neue Clip für den CLA nur eingeschränkt, aber doch noch unterhaltsam:

Eine eigene Fahrzeugklasse will der CLA sein – der Werbeclip dafür wurde, wie immer, von Jung von Matt verantwortet.

Mir gefällt am besten die Stimme aus dem Off 😉 .. den CLA muss ich erst einmal fahren um darüber zu urteilen. Die Vorstellung des CLA findet ihr jedoch bereits hier im Blog!

Mercedes-Benz CLA Shooting-Brake und andere Studien!

Noch vor dem Start des USA-Roadtrips hatten wir die Gelegenheit, das US-Designcenter von Mercedes-Benz in Carlsbad zu besichtigen. Natürlich wurden zuvor alle – oder fast alle – Spuren beseitigt. Anstelle von streng geheimen Prototypen haben wir bekannte Modelle und Studien gesehen und bekamen als erste Presse-Vertreter die neue E-Klasse noch vor der offiziellen Präsentation in Detroit zu sehen.

Was durchaus sinnvoll war, sollten wir das Mopf-Modell doch von Carlsbad bis nach Detroit begleiten – ihr habt darüber in den „Guarding the E-Class“ Artikeln und auf Twitter und Instagram unter dem #Tag mbrt13 viel mit erleben können.

In Detroit wurde zudem eine völlig neue Fahrzeugklasse von Mercedes-Benz enthüllt: Der CLA. Je nachdem wie man will, ein viertüriges Coupé oder eine Limousine mit betont schnittigem Design, dass ist so noch nicht klar.  Fest steht – dieser CLA basiert auf der Mercedes-Benz A-Klasse und übernimmt damit auch deren Frontmotor-Layout. Bei der Präsentation im letzten Jahr war mir bereits aufgefallen, wie agil die A-Klasse abgestimmt wurde und mit welcher Spurtreue die aufwendige Hinterachse des Frontantriebs-A gesegnet war. Da war bereits klar: Es wird eine AMG-Variante mit deutlich über 300 PS geben und die wird nicht mit Frontantrieb, sondern mit Allradantrieb auf den Markt kommen. Das erklärt unter anderem die extrem aufwendige Hinterachse.

Und klar ist auch, die A-Klasse wird eine Familie aus vier Modellen werden. Die A-Klasse als Kompaktwagen mit Steilheck, die neue CLA-Klasse mit vier Türen und besonders gutem cW-Wert und sehr sicher: Ein kleiner SUV mit mehr Bodenfreiheit und dem Markt-Trend nach kleinen SUVs folgend.

Und Nummer 4?

Nun – ich bin mir sehr sicher, dass der Designer Theophiluschin mit seiner Interpretation eines CLA Shooting Brake bereits besonders gut aufgestellt ist. Ich glaube fest an einen CLA Shooting Brake und mit Ausnahme der etwas unglücklich gestalteten Heckklappe, dürfte auch der Designentwurf ziemlich gut zum kommenden CLA Shooting Brake passen!

Für die Design-Exemplare in Carlsbad und die Enthüllung der E-Klasse,  gibt es in Kürze einen Extra-Artikel.

 

 

Mercedes-Benz CLA Präsentation – Detroit

Wer mich kennt, der weiß auch: Show ist nicht mein Ding und Lifestyle verstehe ich dann als „cool“ wenn es sich um einen Roadtrip handelt der zum Beispiel von L.A. nach Detroit führt und man dabei binnen weniger Tage eine Strecke von über 4.500 Kilometer zurück legt. Dieses Marktschreierische präsentieren von Auto und die Show die man gerne darum macht, das wiederum liegt mir gar nicht.

Mercedes-Benz CLA – Die/Das „Kompakt-Limousinen-Coupé“ mit vier Türen!

Eigentlich bin ich mal davon ausgegangen, wir würden in Detroit auf der NAIAS die Weltprämiere der neuen „Baby-Benz“ Baureihe erleben – aber Mercedes-Benz hat sich entschieden, den Auftritt auf der North American International Automobil Show voll und ganz dem E-Klassen Facelift zu widmen.

Stattdessen wurde ich im Rahmen des Mercedes-Benz Neujahrsempfangs zum Gast einer kleinen *hüstel* Show rund um die Prämiere des CLA.

Seht selbst:

Cool?

Ja! – Aber noch viel cooler waren die Gespräche mit den Experten von Mercedes-Benz. Vor allem, mit Gordon Wagoner. Was für eine „coole Socke“….

Leute bleibt mir treu, es kommt noch so viel mehr und wer gerne mehr über den CLA in englisch lesen möchte, der sollte egmCARTECH besuchen….oder ihr bleibt bei deutsch und schaut Euch mal den Beitrag von Jens an!

Baby-Benz reloaded – Der neue CLA

Es war zu Beginn der Achtziger Jahre als Mercedes-Benz zum ersten Mal die Klasse der kleinen Limousinen mit einem „Baby-Benz“ aufmischte. Die Baureihe 190, Werksintern W201 genannt wurde bis zum Produktionsende 1993 mehr als 1.8 Millionen mal produziert. Ein echter Verkaufsschlager, der auch als sportlicher Tourenwagen im Motorsport erfolgreich war.  Nun ist es wieder einmal Zeit, einen neuen Star am Sternen-Himmel der Stuttgarter zu begrüßen und wieder einmal ist es ein Fahrzeug, dass am unteren Ende der Größenskala für erfolgreiche Umsätze sorgen soll:

Mercedes-Benz präsentiert den CLA

Anders als mehrfach von mir angenommen, wird der CLA seine Premiere in Detroit nur als „Vorspeise“ und in kleiner Runde feiern. Ich bin stolz zum Kreis derer zu gehören, die den CLA in Detroit im Rahmen eines Empfangs auf der Detroit-Motorshow bereits in „natura“ sehen dürfen. Kaum ein Modell hat bereits vor seinem Launch derart viel Wirbel verursacht, wie dieser kleine A-Klassen Ableger.

Mercedes Mittelklasse mit Frontantrieb

Mercedes sortiert den CLA selbstbewusst in der Mittelklasse ein, also im Segment von BMW Dreier, Audi A4 und Volkswagen Passat. Mit seiner Gesamtlänge von 4,63 Metern passt er auch in dieses Segment ist aber – und das darf man nicht vergessen, zugleich die erste Mercedes-Mittelklasse die mit Frontantrieb erhältlich ist.

Bei Mercedes-Benz wird man im Rahmen der Präsentation jedoch nicht müde, die Allradvariante 4matic zu betonen, die nicht nur für das kommende Top-Modell CLA45 AMG zur Verfügung stehen wird, sondern auch für die Versionen mit modernen Direkteinspritz-Diesel Motoren und Benziner-Turbomotoren mit weniger Leistung, als die vom Top-Modell avisierten 354 PS.

cW-Wert: Bestwert!

Besonders stolz ist man in Stuttgart über den cW-Wert von 0,23! Damit ist der neue CLA nicht einfach nur verflixt aerodynamisch, sondern schlicht das Serienautomobil mit dem besten cW-Wert! Das ist ein Weltrekord und für eine Fahrzeugklasse  in der man einen so großen Schwerpunkt auf Design und Styling legt, nicht selbstverständlich.

Um diesen Aerodynamik-Rekord zu erreichen, hat Mercedes-Benz tief in die Trickkiste gegriffen und dem CLA neben seiner kleinen Stirnfläche viel Detailarbeit angedeihen lassen.  Optimal gestaltete Außenspiegel, eine optimierte A-Säulen Anströmung, spezielle Radspoiler (die ich bereits bei der neuen A-Klasse bewundert habe!) und eine umfassende Verkleidung des Unterbodens.

Umfassende Assistenzsysteme

Ein Mercedes-Benz ohne Assistenzsysteme zum Wohle der Insassen? Nicht vorstellbar und so wird auch im Baby-Benz der „social media Generation“ eine ganze Armada an Helferlein über das Wohl und die Sicherheit der Insassen wachen. (Empfohlen an dieser Stelle, der Beitrag über die neuen Systeme der S-Klasse!)

In Serie wird Mercedes-Benz im CLA den „Attention Assist“ bringen, ein System, dass den Level der Müdigkeit erkennt und Pausen empfiehlt. Ebenso in Serie, der per Radar arbeitende „Unfall-Vermeidungs-Schutz-Engel“ mit dem schönen Namen: „Collision Prevention Assist“, der zusammen mit dem adaptiv arbeitenden Bremsassistent nun bereits ab 7 km/h arbeitet, zuvor waren 30 km/h notwendig. Gegen Aufpreis wird Mercedes-Benz noch viel mehr bieten – hierüber dann aber mehr, sobald ich den CLA zum ersten Mal gefahren bin.

Effizienz

Die erstklassige Aerodynamik des neuen CLA ist bereits eine absolute Steilvorlage für die Effizienz des gesamten Fahrzeuges. Den anderen Teil dieser Aufgabe müssen die Motoren erfüllen. Hier vertraut Mercedes-Benz im neuen CLA auf Turboaufladung und Direkteinspritzung, sowohl bei den Benzin-Modellen als auch bei den Diesel-Versionen.  Alle Motoren der neuen Mercedes-Design Mittelklasse erreichen die Euro 6 Norm, noch bevor diese 2014 in Kraft treten wird.  Ebenso Serie bei allen Motorisierungen: Die Start-Stopp Automatik.