Kompakter Unbekannter: Mitsubishi Compact-SUV

Bislang ist es noch nicht viel, das uns die Japaner vom Mitsubishi Compact-SUV zeigen. Ein dunkles Foto, das war es dann auch schon. Doch die britische Kollegen von „Autoexpress“ meinen, hier den neuen Mitsubishi Eclipse SUV erkannt zu haben, der gegen Nissan Qashqai und den bald neu kommenden Skoda Yeti antreten soll. Wirklich klar scheint nur, dass der SUV in Genf gezeigt wird und der erste Vertreter einer neuen Mitsubishi-Fahrzeuggeneration sein soll.

Die Japaner sind gerade richtig in Fahrt: Der Mitsubishi Outlander PHEV ist ein großer Erfolg, der Pajero ist seit Jahren in der Klasse der waschechten Geländewagen eine feste Größe und nun kommt der Mitsubishi Compact-SUV. Er will im immer noch stark boomenden Segment der SUV dort ansetzen, wo der ASX bislang sein Haupt-Arbeitsfeld hatte. Und es wird auch höchste Zeit für die Japaner, schließlich hat die Konkurrenz ihre Kompakt-SUV längst aufgefrischt oder komplett neu entwickelt, wie man am Seat Ateca oder – am Hauptkonkurrenten – Nissan Qashqai sehen kann.

Möglicher Name des Compact-SUV: Eclipse SUV

Feste Größe in Mitsubishis SUV-Programm: Der Outlander PHEV.

Der Mitsubishi Compact-SUV ist zwar noch kaum zu erkennen, doch man kann bereits einiges ableiten. So etwa die hohe Sitzposition und die erhöhte Bodenfreiheit. Mit seinem Coupé-artigen Heck weckt er zudem Rückschlüsse zum Honda C-HR, soll sich von seinem Design her aber am Mitsubishi XR Concept orientieren, das 2015 in Genf vorgestellt wurde. Das bedeutet auch, dass uns eine kantige Front erwartet, die das neue Selbstbewusstsein der Japaner ausdrücken soll.

Wie es heißt, sollen die Entwickler zudem stark am Innenraum gearbeitet haben. Ein klar gestaltetes Armaturenbrett mit hochwertigen Materialien soll nicht mehr nur den Premium-Mitbewerbern vorbehalten bleiben. Zudem soll ein neues Infotainment Einzug halten, das einen Bildschirm im BMW-Stil bereithält, der wie ein Tablet freisteht. Hier sollen bald klare Grafiken, Apps und ein kapazitiver Touchscreen für neue Bedienfreuden sorgen. Abseits davon, soll der Innenraum – trotz abfallender Dachlinie – geräumig ausfallen und sich am Qashqai orientieren.

Bekanntes unter der Haube des Mitsubishi Compact-SUV

Der Mitsubishi ASX bekommt einen kompakten Bruder in Form des Eclipse SUV. So könnte der Neue zumindest heißen.

Wie die britischen Kollegen darüber wissen wollen, soll der Mitsubishi Compact-SUV einen 1.5 Liter Benziner bekommen, der seine Kraft über ein CVT-Getriebe an alle vier Räder überträgt. Seine Leistung dürfte bei rund 120 PS und 200 Nm liegen. Daneben darf man wohl einen 2.2 Liter Diesel mit Sechsgang-Handschaltung erwarten. Als Basis wird dem Compact-SUV eine verkürzte Outlander-Plattform dienen, die durch den Einsatz neuer Materialien kürzer und leichter, dafür aber steifer ausfällt. Im Zusammenspiel mit einer Multi-Lenker Hinterachse, einem straffen Fahrwerk und einer knackigen Lenkung könnte der neue Mitsubishi Compact-SUV zum Chefdynamiker der Klasse werden.

Quelle: Mitsubishi | autoexpress.co.uk

News: Honda CR-V – Woanders ein Bestseller

Unter den Erfolgreichen ist er der erfolgreichste: der Honda CR-V war im vergangenen Jahr das meistverkaufte SUV der Welt. Hierzulande hingegen rangiert er genau am entgegengesetzten Ende der Neuzulassungsstatistik, empfindlich geschlagen von Wettbewerbern wie VW Tiguan, Ford Kuga oder Nissan Qashqai. Wie kann das sein?

Anders als viele Wettbewerber nimmt sich der Honda nicht das sportliche „S“, sondern das „U“ aus SUV zu Herzen. Prägendes Merkmal ist sein gigantischer Kofferraum mit der niedrigen und breiten Ladekante. Drei große Koffer, zwei Kinderfahrräder oder eine Sommerparty-Ausstattung an Bier und Grillkohle lassen sich dort ohne Rumräumerei unterbringen. Wer noch mehr Platz braucht, versenkt die Rücksitze im Boden und ist so sogar für den Großeinkauf im Selbstabholer-Möbelhaus gewappnet. Geräumig geht es auch im Passagierabteil zu, wo nicht nur Fahrer und Beifahrer kommod auf bequemen Sitzen Platz nehmen.

Sucht man nach Fehlern beim CR-V, wird man am ehesten im (dafür hervorragend verarbeiteten) Cockpit fündig
Sucht man nach Fehlern beim CR-V, wird man am ehesten im (dafür hervorragend verarbeiteten) Cockpit fündig

„Bequem“ ist auch das Stichwort, wenn das vergleichsweise lange (4,57 Meter) Kompakt-SUV sich in Bewegung setzt. Wo die Konkurrenz häufig versucht, ihre schweren Hochsitze mit starren Federn und rigiden Dämpfern zu Sportwagen zu dopen, verzichtet Honda auf übertriebene Fahrwerkshärte. Der CR-V bügelt weich über Unebenheiten, schwingt dabei zwar gelegentlich stark nach, wirkt aber immer ruhig und beherrschbar. Dass er Kurven eher behäbig nimmt, stört nicht. Wer zackig unterwegs sein will, findet im Angebot der Japaner sicherlich passendere Modelle.

Dabei ist der CR-V alles andere als untermotorisiert. 118 kW/160 PS leistet der neue, sehr kultivierte 1,6-Liter-Vierzylinderdiesel, kräftige 350 Nm schickt er an die Kurbelwelle. Die drücken den mehr als zwei Tonnen schweren Allrader auch noch mit voller Besatzung durchaus energisch nach vorn – jedenfalls, sobald der Zeiger des Drehzahlmessers die 2.000er-Marke passiert. Darunter herrscht eine leichte Anfahrschwäche. Wer richtig mit dem durchaus knackigen Sechsgang-Schaltgetriebe umgeht, hat den CR-V nach knapp zehn Sekunden auf Tempo 100, um sich dann bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit mit ausreichenden Überhol-Reserven in den Verkehr einzufädeln. Wer es mit dem Gasgeben nicht übertreibt, hält die Verbrauchsanzeige dabei ohne weitere Sparanstrengungen auch im ordentlichen Sechseinhalb- bis Sieben-Liter-Bereich.

Sucht man nach Fehlern beim CR-V, wird man am ehesten im (dafür hervorragend verarbeiteten) Cockpit fündig. Schon vor dem Facelift nervte dort die teilweise umständliche Bedienung. Dass nun auch noch ein neues Infotainment-System mit Handy-Einbindung dazu gekommen ist, macht die ganze Sache eher noch komplizierter. Zu kleine Icons auf dem Touchscreen und nicht immer intuitive Menü-Strukturen zählen genauso zu den Schwächen wie die Lautstärkenregelung über einen Drückschalter. Der übliche Drehknopf wäre hier praktischer gewesen.

Der Honda CR-V ist weltweit gefragt
Der Honda CR-V ist weltweit gefragt

Das – markentypisch – teils gewöhnungsbedürftige Bedienkonzept und andere Schwächen wie die schlechte Sicht beim Schulterblick allein reichen als Erklärung für den überschaubaren Erfolg des Weltbestsellers hierzulande aber kaum aus. Vielleicht liegt die maue Nachfrage eher am Preis. 23.490 Euro kostet bereits das mager ausgestattete Basismodell (114 kW/155 PS, Frontantrieb). Radio und Klimaanlage zählen nicht zum Umfang und lassen sich auch nicht nachbestellen. Ein reines Lockangebot. Möchte man einen Diesel (88 kW/120 PS, Frontantrieb) mit den wichtigsten Extras, werden bereits 26.655 Euro fällig. Der starke Diesel (118 kW/160 PS, Allradantrieb) schlägt mit mindestens 32.590 Euro ins Kontor. Wer ein solches Budget zur Verfügung hat, kann auch schon bei der imageträchtigeren deutschen Konkurrenz zuschlagen. Selbst ein Audi Q3 (2.0 TDI Quattro, 110 kW/150 PS, 33.950 Euro) ist da preislich nicht mehr weit entfernt. Direkte Konkurrenten wie Nissan Qashqai, Kia Sportage oder Hyundai Tucson gibt es hingegen schon für kleineres Geld.

Davon abgesehen ist der CR-V ein im Ganzen und im Detail gut gemachtes SUV. Wer die Fahrzeuggattung mag und keinen Wert auf künstliches Dynamik-Gehubere legt, wird hier optimal bedient. Das gilt vor allem für Kunden, bei denen ein großer und gut nutzbarer Laderaum neben einem kultivierten und sparsamen Diesel ganz oben auf der Wunschliste steht.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Erste Fahrt: EyeSight jetzt im neuen Subaru Outback auch europaweit

Doppeltes Adlerauge im neuen Subaru Outback

Den 1996 in Deutschland eingeführte Outback gibt es jetzt in seiner fünften Generation. Subaru verpasste dem erfolgreichen Crossover nicht nur eine neue Optik. Vielmehr gehen auch überarbeitete Motoren sowie das in Japan bereits seit 2010 bekannte EyeSight mit an den Start.

5. Generation des Subaru Outback
5. Generation des Subaru Outback

In Verbindung mit der Subaru Lineartronic – einem kontinuierlichen variablen Getriebe (CVT) – setzen die Autobauer aus Nippon ganz auf Fahrerassistenzsysteme. Zusätzlich ermöglichen seine typischen Merkmale wie die große Bodenfreiheit und die kurzen Überhänge dem Outback, die Stärken des permanenten Allrads auch abseits befestigter Wege auszuspielen.

EyeSight – ein System mit 5 Features

Das ausschließlich in Verbindung mit der Subaru eigenen Lineartronic erhältliche System EyeSight steigert die Verkaufsargumente des neuen Outback um ein Vielfaches. Im Einzelnen verbindet dieses System ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, einen Spurhalte-Assistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, einen Anfahre-Kollisionsschutz sowie einen Stop & Go Anfahrassistenten. Das Gesamtsystem EyeSight funktioniert rein optisch. Über die beiden rechts und links vom Rückspiegel angebrachten Kameras wird ein sogenanntes stereoskopisches Bild erzeugt. Dies entspricht im Großen und Ganzen der Funktion des menschlichen Auges.

Optische Erfassung durch zwei Kameras
Optische Erfassung durch zwei Kameras

Erkannt werden können Autos, Motorräder, Fahrräder und auch Fußgänger. Diese werden durch das Kamerasystem mit Abstandsmessung und Winkelmessung zuverlässig identifiziert und priorisiert. Die Auswertung dieser Bildinformationen ermöglicht die Konsolidierung der fünf Komponenten des EyeSight.

Ein System mit 5 Features
Ein System mit 5 Features

Im fließenden Verkehr verhindert das Notbremssystem mit Kollisionswarner das Auffahren auf ein Stauende sowie Kollisionen mit Fußgängern oder Radfahrern. Das Eingreifen des Systems funktioniert bis zu einer Geschwindigkeitsdifferenz von 50 km/h. Beim Spurhalte-Assistenten werden links und rechts Begrenzungslinien erfasst. Überfährt der Fahrer sie, ohne vorher den Blinker gesetzt zu haben, wird er über ein optisches und ein akustischen Signal gewarnt. Eine weitere Komfortfunktion ist die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die im Regelbereich von 30 bis 180 km/h zum Einsatz kommt. Das Fahrzeug hält nicht nur die vorab eingestellte Geschwindigkeit ein, zusätzlich werden vorausfahrende Fahrzeuge registriert und die eigene Geschwindigkeit wird dem wiederum vorab eingestellten Abstand entsprechend angepasst. Der Stop & Go Anfahrassistent warnt den Fahrer mit einem optischen und akustischen Signal, wenn das vorausfahrende Fahrzeug am Stauende oder vor einer Ampel schon wieder angefahren ist und man selbst den Anschluss verpasst hat.

Ein Crossover von Geburt an 

Das Konzept des Crossover verkörpert der Outback bereits seit seiner Premiere 1995 in Japan, bei der die Entwickler den Komfort eines Kombis mit seinen Langstreckeneigenschaften und höchstmöglicher Ladekapazität mit den Vorzügen eines  SUV kombinierten.

Markantes sechseckiges Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer
Markanter sechseckiger Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer

Optischen erinnert der Outback mit dem sechseckigen Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer an die anderen Subaru-Modelle.

Beim Innenraum wurde auf Komfort und Sportlichkeit geachtet. So hat man als Fahrer das Gefühl, in einem Cockpit zu sitzen. Das in der Mitte des Armaturenbrett sitzende Sieben Zoll Display des Audio- und Navigationssystems lässt sich bequem mit anderen Medien wie einem MP3-Player, einem iPod oder einem Smartphone verbinden. Leider ist die Lackoberfläche des Bildschirms gerade bei einfallendem Sonnenlicht nicht immer gut ablesbar. Die Qualität der verbauten Materialien und deren Haptik überzeugen indes.

Durch die etwas nach vorn versetzte A-Säule wirkt der Fahrgastraum insgesamt größer. Damit haben fünf Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 559 Liter Ladevolumen mehr als üppig. Bei umgeklappten Sitzen sind es sogar 1.848 Liter bis zur Dachkante. Gute Vorbedingungen für einen Einkauf im Möbel- oder Baumarkt.

Mit einem Benzin- und einem Dieselmotor erhältlich

Die Motorisierungen beim Outback bleiben übersichtlich. Bei unserer ersten Fahrt in der Nähe des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Schlüsselfeld bei Nürnberg konnten wir beide Aggregate testen. Der 2 Liter Diesel stellt uns 110 kW (150 PS) zur Verfügung. Bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 bis 2.400 Umdrehungen schiebt das Fahrzeug gut nach vorn. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 200 km/h können wir nur kurz auf der Autobahn ausfahren. Dementsprechend kommen wir dem angegebenen kombinierten Verbrauch von 5,6 Litern schon sehr nahe.

Der Benziner kommt mit 2.500 ccm Hubraum daher und leistet 129 kW (175 PS) bei 5.800 Umdrehungen. Bei dieser Zusammensetzung staunen wir angesichts des Verbrauchs nicht schlecht. Auch hier lassen sich die laut Datenblatt vorgegebenen 7 Liter kombiniert bei 100 km/h spielend erreichen.

Sowohl mit 2.0 Liter Boxer Diesel, als auch mit 2.5 Liter Benziner
Sowohl mit 2,0 Liter Diesel als auch mit 2,5 Liter Benziner erhältlich

 

Beide Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. So behält Subaru seine Boxer-Philosophie bei und kann diese Technologie stets optimieren. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedriger eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Außerdem liefern der gleichmäßige Lauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente für die Motorenbauweise, an der Subaru unbeirrt festhält.

Preispolitik beinhaltet sogar eine Preissenkung

Den Preis senkt Subaru im Vergleich zum Vorgängermodell im Schnitt um € 2.500. Demnach startet der Outback mit dem 2.0 Liter Boxer-Diesel in der ersten Ausstattungsvariante „Trend“ bei € 34.400. Der 2.5 Liter Benziner mit der Ausstattung „Active“ ist bereits ab € 35.900 erhältlich. Fahrzeuge, die mit Lineartronic ausgestattet sind, erhalten serienmäßig das EyeSight System. Im Vergleich zum Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhöht sich der Preis hierbei um € 2.500. Serienmäßig wie bei allen Subaru Modellen ist der Allradantrieb „Symmetrical AWD“.

Fazit:

Das EyeSight, ein durchaus wichtiges System, funktionierte bei unseren Tests auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum zu 100%, was den Aufpreis von € 2.500 durchaus rechtfertigt.

Subaru Outback „Active“ 2.0 Boxer-Diesel mit Lineartronic

Verkaufsstart:  28.03.2015
Basispreis:  34.400 €
Motorleistung:  110 (150 PS)
Antrieb und Getriebe:  CVT-Automatikgetriebe (Lineartronic) inkl. manuellem Schaltmodus
Beschleunigung:  9.9 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  192 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.815, 1.840, 1.605, 2.745 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann/Hersteller Titelbild: Stefan Beckmann
Photos

Bildergalerie: Der Subaru Forester mit CVT im überarbeiteten Boxer Diesel

 

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Subaru Forester jetzt mit CVT im überarbeiteten Boxer Diesel

Subaru packt beim Forester die Lineartronic jetzt auch in den Diesel

Das Gesicht der Marke Subaru ist der seit 1997 auf dem deutschen Markt laufende Forester schon längst.  Nun wird es ihn ab dem 28. März auch mit dem Zwei Liter Boxer Diesel in Kombination mit der Lineartronic zu kaufen geben. Der japanische Hersteller, dessen Allradkompetenz unbestreitbar ist, versteht unter Lineartronic ein kontinuierliches variables Getriebe, kurz auch CVT-Getriebe genannt. Subaru setzt seit 2009 auf diese Art des Automatikgetriebes und verbaute sie erstmals 2013 im Outback mit einem Boxer Diesel.

Ein vierradgetriebener Kombi wurde Erwachsen
Ein Allrad getriebener Kombi wurde erwachsen.

Aus dem Kombi wurde ein SUV 

Als Subaru den Forester vor 18 Jahren einführte, kam die 1. Generation noch als Allrad getriebener Kombi daher. Erst im Laufe der Zeit, mit Einführung des SUV Segments und veränderten Kundenwünschen, wurde auch der Forester „erwachsen“.  Als Fahrzeug mit permanentem Allrad bildete er stets die Spitze in diesem Segment. Wurden in der 2. Generation (ab Herbst 2002) noch ausschließlich Benzinmotoren verbaut, führte man erstmals mit der 3. Generation (ab Frühjahr 2008) ein Zwei Liter Boxer  Diesel Aggregat ein. In die 4. Generation ( seit 2013 ) hält jetzt die Lineartronic Einzug in Kombination mit dem gleichzeitig überarbeiteten Dieselmotor.

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollten die Ingenieure aus Nippon im Forester mit seinen On- und Off-Road Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell auch seinen Benutzern ein stressfreies Fahren über große Distanzen sowie unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einer ersten Testfahrt mit dem Forester 2.0 Boxer Diesel mit Lineartronic von München ins beschauliche Kleinwalstertal  testen.

Mit seinen 350 Newtonmetern Drehmoment treibt der 2.0 Liter Boxer Diesel den Forester gut voran

Der Boxer-Diesel stellt uns 108 kW (147 PS) zur Verfügung. Das scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.6 Tonnen auf den ersten Blick etwas wenig, aber bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 bis 2.400 Umdrehungen werden wir schnell eines besseren belehrt. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 188 km/h konnten wir leider nicht ausfahren, kamen aber dem angegebenen Verbrauch von 6,1 Litern kombiniert dafür schon sehr nahe.

2.0 Liter und 350 Newton
2.0 Liter und 350 Newtonmeter.

Mit drei Motorisierungen bleibt der Antrieb beim Forester übersichtlich. Zu den beiden Benzinmotoren mit jeweils 2 Liter Hubraum reiht sich mit gleicher Hubraumzahl das jetzt überarbeitete Dieselaggregat ein. Alle drei Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. So behält Subaru seine Motoren-Philosophie bei und optimiert diese Technologie immer noch weiter. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedrig eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Dabei liefern der gleichmäßige Motorlauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente für den Komfort.

Die sehr tief angebrachten seitlichen Schweller ermöglichen ein sehr bequemes Einzusteigen in den Forester. Eine zusätzliche Stufe mit rutschfestem Belag erleichtert Kindern das Zugang.  Generell haben bei den Abmessungen des Forester fünf Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 505 Liter Ladevolumen mehr als üppig. Bei umgeklappten Sitzen passen bis zur Dachkante 1.592 Liter. Nach dem Einkauf im Möbel- oder Baumarkt  lassen sich Gegenstände gut durch die große Heckklappe laden, die sich entweder über einen Knopf am Armaturenbrett oder die Fernbedienung des Fahrzeugschlüssels elektrisch bedienen lässt.

Die Ansprüche der Kunden sind für Subaru nicht nur eine Pflicht

Die Ansprüche der Kunden sind für Subaru nicht nur eine Pflicht.

Um den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden gerecht zu werden, schnürte Subaru insgesamt sechs Ausstattungsvarianten –  Trend, Active, Comfort, Exclusive, Platinum und Sport – mit verschiedenen Motor- und Getriebevarianten. Preislich startet der japanische Autobauer mit dem Forester 2.0X Trend und 6-Gang-Schaltgetriebe bei € 25.900. Hier ist wie bei allen Subaru Forester Modellen serienmäßig der Allradantrieb „Symmetrical AWD“ an Bord. Für unser Testfahrzeug, den Forester 2.0D Sport Lineartronic, ruft Subaru ab € 40.700 auf.

Fazit:

Alle Motorisierungen mit Abgasnorm 6 sind nicht nur völlig ausreichend, sie bilden zudem eine gute Kombination aus Komfort, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

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Eine gute Kombination aus Komfort, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

 

Subaru Forester 2.0 Boxer Diesel mit Lineartronic

Verkaufsstart:  28.03.2015
Basispreis:  25.900 €
Motorleistung:  108 (147 PS)
Antrieb und Getriebe:  CVT-Automatikgetriebe (Lineartronic) inkl. manuellem Schaltmodus
Beschleunigung:  9.9 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.3 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  188 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.595, 1.795, 1.735, 2.640 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Kolumne: Der neue Land Rover Discovery Sport

Der Habby sagt (Anmerkung der Red., Kollege Griesinger meint damit Bjoern Habegger, die „Blog-Mum“ hier), Soccer Mums fahren Land Rover Evoque. Falsch! Viel zu klein und nicht imposant genug. Die richtigen Lifestyle Mütter fahren Cayenne, Range Rover, Q7, X5 oder M-Klasse. Der Rest fährt uncoole Vans. Mit verwüsteten Innenräumen, den plärrenden Bälgern mit ihren Schokoladenresten, Kaugummis und Brötchenkrümeln sei Dank. Doch es keimt Hoffnung auf, dass sich zukünftig auch die nicht ganz so besser verdienenden Mittelschicht mit dem Flair von SUVs schmücken kann, denn: Mittelklasse Crossover Modelle boomen und vermehrt sind auch Modelle für die ganz fortpflanzungswütigen Paare darunter zu finden: die Siebensitzer. Der neue Land Rover Discovery Sport gehört dazu.

Range Rover Discovery Sport

Der Name führt komplett in die Irre!

Der Begriff„Sport-Utility-Vehicle“ beinhaltet bereits einmal den Begriff der körperlichen Ertüchtigung. Der neue Disco SUV bekommt ihn als Suffix noch einmal dazu. Sport im Quadrat also? Mitnichten! Denn obwohl dieser Land Rover in seiner Klasse mit 4,6 Metern Außenlänge nicht der Größte ist, seine mindestens 1,8 Tonnen Lebendgewicht machen ihn definitiv nicht zum Leichtesten und zu hoch ist er mit 172 cm sowieso. Denn wir alle wissen ja: nur drahtige Leichtgewichte in der Athletik sind erfolgreich. Sportlich am Discovery Sport sind also nur die Kinder, die Mama vom Fußball abholt.

Und die beginnen spätestens dann zu maulen, wenn Mutti mal Gas geben soll. Egal, ob die sparsamen Diesel mit 150 oder 190 Pferdchen oder der in Deutschland sicherlich unverkäufliche Benziner mit 240PS: Fahrdynamik in die Längsrichtung fühlt sich anders an. Und die Querbeschleunigung? Huch, da fangen die lieben Kleinen ja richtig an zu johlen, denn der mit Elektronik vollgestopfte Allradantrieb und die ordentliche Fahrwerksabstimmung geben der verkappten Racer-Mum durchaus die Möglichkeit, das SUV-Schiff sportlich um die Kurven zu prügeln. Doch kommt so etwas in der Realität auch tatsächlich vor? Kaum, denn eigentlich bringt frau/man (Sorry, Gleichberechtigung muss sein) die Kids nur ein paar Straßenecken weiter zum Kindergarten, zum Blockflötenunterricht oder zum/r allerbesten Freund/in. Da braucht es keinen Sport, sondern nur gelenkige Kinder, die sich auf die zwei Klappstühle im Kofferraum quälen können oder hoch thronend in der zweiten Sitzreihe Platz nehmen dürfen. Hach, Vans wären in dieser Situation ja eigentlich so viel praktischer. Doch die sind so uncool und machen auch vor der frische finanzierten Doppelhaushälfte einen echt schäbigen Eindruck.

SUV muss also sein und der Dicovery Sport reißt eigentlich gar keine so großes Loch in die Familienkassen: bei 32.250 Euro startet der Spaß, doch dann fehlen sowohl der Allradantrieb, die feine 9-Stufen-Automatik oder die ordentlich was hermachenden 20“ Räder. Ach, die sind Pflicht, um auch bei den lieben Nachbarn Eindruck zu schinden? Tja, dann klettert das Preisschild ganz zügig Richtung 50.000 Euro. Das muss es einem schon wert sein, um ein wenige britische Noblesse sein eigen nennen zu dürfen. Doch dafür bekommt man eben auch ein wenig Glanz und fein vernähtes Leder von den luxuriösen Range Rover Modellen ab und beinahe auch die Geländegängigkeit des Defenders. Die Frage ist nur, wie oft braucht Mami wirklich die 60 Zentimeter Wattiefe, mächtige Rampen- und Böschungswinkel  sowie die Terrain Response Steuerung mit bis zu fünf Fahrprogrammen, um die eigene Brut und deren Freunde zur Nachmittagsvorstellung ins Kino zu bringen?

Land Rover discovery Sport10 Kaikoura stone

Ja, Land Rover hat viel Aufwand betrieben, um mit dem Discovery Sport ein modernes wettbewerbsfähiges Fahrzeug auf die Räder zustellen, das optisch ansprechend irgendwo zwischen aufgepumptem Evoque und geschrumpftem  Range Rover liegt. Herausgekommen ist ein wirklich gutes Auto. Man muss daher kein Hellseher sein, um sagen zu können, dass dieser Crossover ein Erfolg wird. Doch warum muss dieser Discovery diesen völlig unnötigen Namenszusatz „Sport“ mit sich rumtragen?

leser-hinweis
Eventuell sollte man erst einmal eine Testfahrt unternehmen? Warum nicht gleich mit dem großen Bruder des Discovery Sport? Der Range Rover ist zu teuer? Aber nicht in 1:43! Fahren Sie doch den einmal 🙂 – oder lesen Sie unseren Fahrbericht zum großen Range.

Der Range Rover als 1:43 Modell Modell Car World präsentiert:
foto (1)

Land Rover Range Rover, matt-grau/schwarz 2013

Maßstab: 1:43 – Metall / Kunststoff – Fertigmodell
Premium X – Nr. 199233

Zum Webshop von Model Car World