Mercedes-Benz Concept-EQ – Die Reichweiten-Kartoffel

Das Imperium schlägt zurück? Instinktiv muss ich an einen der Teile aus der George Lucas Star Wars Saga denken, als ich zum ersten Mal in der „freien Wildbahn“ vor dem Mercedes-Benz Concept EQ stehe. Das wird eine neue Welt. Eine E-NWO made in Stuttgart? Wir werden es sehen. 

Von Reichweiten-Kartoffeln und dem Elektro-Blitzeinschlag in unsere Mobilität von morgen

Mercedes-Benz Concept EQ – Eine erste Mitfahrt

Die erste Mitfahrt im Konzeptfahrzeug offenbart vor allem eines: Konzeptfahrzeuge sind visuelle Werkzeuge. Ein Ausblick. Eine Vision. Sitzkisten  aus Versprechungen. Wenig elegant rumpelt sich das „Concept EQ“ durch die Berliner Industrielandschaft „EUREF“, einem Campus mitten in der Hauptstadt, der sich der Zukunft verschrieben hat. Wie er sich fährt? Keine Ahnung. Es spielt auch keine Rolle. Es geht um den sichtbaren Kulturschock. Wie ein Fremdkörper aus „Das fünfte Element“ rollt er an den roten Backsteinziegelgebäuden vorbei. Auf dem Beifahrersitz Journalisten, Blogger, Medienmenschen aus dem Automobilumfeld. Und ich.

Demnächst mit Video: autohub.de
Mercedes-Benz Concept EQ

Kulturschock visualisiert

Spätestens 2019 will man – und da lächeln TESLA-Fans und Besitzer des kalifornischen Edel-Elektrofahrzeuges nur selig – auch in Stuttgart massiv in den Markt für alternative Antriebe einsteigen. Und dann eben nicht mehr Hybride verkaufen, sondern echte E-Autos. Konstruiert nach der Idee eines Elon Musk, mit dem Know-How aus über 100 Jahre Automobilbau, nach den Wünschen der Premium-Kundschaft. E-Fahrzeuge werden sich deutlich weniger voneinander differenzieren können, als es heute der Fall ist. Kupfergewickelte E-Motoren, versteckt irgendwo in Achsnähe, unsichtbare Batteriepakete im Unterboden verstaut. Und eine Fahrzeugform die sich dem Diktat der umfließenden Luft unterwerfen muss. Immerhin ist für Mercedes-Benz eines deutlich geworden, die Kompetenz des E-Fahrzeuges startet bei der Batterie und dafür hat man richtig Geld in die Hand genommen. Eigene Batterien für die E-Fahrzeuge wird Mercedes-Benz fertigen, auch das klingt nach dem Vorbild der Kalifornier. Und so wundert es auch nicht, dass Konzernboss Dieter Zetsche erst vor kurzem vor allem löbliche Worte für TESLA übrig hatte:

Tesla hat sicherlich einen positiven Impuls gesetzt, weil sie nicht sagen, Elektromobilität ist Verzicht und Müsli, sondern im Gegenteil: Das ist Power und Begeisterung. Und das ist der richtige Weg“

Mercedes-Benz Concept EQ.

Kein Verzicht und der Einstieg von „oben nach unten“ gehört zum E-Konzept der Stuttgarter. Das erste Elektroauto einer neuen Generation wird man bei Mercedes-Benz in der Form eines SUV anbieten. Elektrischer Allrad, mehr als 400 PS und 500 Kilometer Reichweite inklusive. Die TESLA-Idee setzt sich durch. Neue Techniken sind teuer, also fängt man dort an, wo man nicht mehr auf den Cent achtet. Im Luxus-Segment. Doch Mercedes-Benz demonstriert mit dem Concept EQ mehr.

Reichweiten-Kartoffeln und subtile Licht-Botschaften

Während eine „Black-Panel-Front“ mit einem blau leuchtenden Kühlergrill und einem weiß leuchtenden Mercedes-Stern so vermutlich nicht in Serie geht, wird der Weg zum Serien-EQC deutlich. Die Dimensionen orientieren sich am Mercedes-Benz GLC, einem der SUV der Stuttgarter. Mercedes-Designer Thomas Sälzle spricht von breiten Schultern, einem bullig-dynamischen Greenhouse und einer Grundform, die mehr und mehr auf unnötige Sicken und Kanten verzichtet. Aber nein, was genau man in der Serie wiedersehen wird – man kann es den Mercedes-Mannen noch nicht entlocken. Deutlicher wird die Freude an der Veränderungen, sobald am in den Innenraum blickt. Dem zukünftigen Trend-Thema in der Industrie. Denn der Charakter der Autos wird sich mehr und mehr über Bedienkonzepte und Erlebniswelten im Innenraum definieren. Wenn das „Fahren“ in den Hintergrund rückt, wenn man nicht mehr die Emotionen über Sechs- und Achtzylinder definiert – wird Vernetzung und die Lebenszeit während der „fahrenden Autonomie“ wichtig.

Mercedes-Benz Concept EQ.

2019 – dem Marktstart der EQ-Serie –  wird man beim Thema „Assistierten fahren“ noch einen ganzen Schritt weiter sein, als ich das vor kurzem bereits in der Facelift-Version der S-Klasse 2017 erleben konnte. Vera Schmidt (VP Advanced Digital Design) erklärt mir den spektakulären Innenraum des Concept-EQ. Licht wird nicht einfach nur Licht sein. Licht wird subtile Informationen transportieren. Ein durchgehendes Lichtband im Innenraum informiert über den aktuellen Fahrzustand. Ladezustand und ähnliche Umfeldinformationen lassen sich so auf simple Art und Weise vermitteln. Optisch kann der aktive Fahrmodus visualisiert werden. Ein in weißes Licht getauchtes Cockpit bei voller Leistungsanforderung. Bis hin zu einer pochenden Beleuchtung bei aktiver Ladung bei der Fahrt über induktive Ladestrecken. Natürlich spricht das Concept EQ im Innenraum eine völlig neue Designsprache. Weg vom klassischen Cockpit mit den fix definierten Informationsinseln, hin zu einer variablen Steuerung und frei definierbaren Displayflächen. OLED-Technik und kapazitive Sensorflächen werden die Art und Weise, wie wir unser Auto steuern verändern. Was man bis 2019 in der Serie sehen wird? Vermutlich deutlich weniger vom futuristischen Konzept des Innenraums als vom Exterieur-Design.

Aber gerade die lebendige und bedarfsgerechte Visualisierung der Umfelddaten, Navigationsdaten von HERE und einer „Reichweiten-Kartoffel“ die einem nicht nur die theoretische Reichweite im klassischen „Umkreis“ anzeigt, sondern landschaftliche Veränderungen, aktuelle Verkehrsdaten und historische Verbrauchsdaten integriert, klingt extrem spannend und nützlich. Die „Reichweiten-Kartoffel“ dürfte kommenden E-Autofahrern eine sinnvolle Hilfe sein. Keine Theorie, sondern einfach visualisierte Fakten, eingebunden in verblüffend lebendige 3D-Karten von HERE.

Bauen will Mercedes-Benz das Elektro-SUV im übrigen in Bremen, dem GLC-Werk der Stuttgarter – und wohl auch in Sindelfingen – damit dürfte die Verarbeitung dann über den Maßstäben liegen, die TESLA derzeit noch bietet – na immerhin ein USP für die E-Mobilität der Zukunft!

Mercedes-Benz Concept EQ
Mercedes-Benz Concept EQ
Mercedes-Benz Concept EQ
Mercedes-Benz Concept EQ
Mercedes-Benz Concept EQ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So will Audi dem Tesla Model X Paroli bieten!

Audi bereitet sich vor. Der Erfolg von TESLA macht die deutschen Automobilhersteller nervös – gegen das Modell S und X muss es doch eine Lösung geben – und schon bald will auch Audi auf dem Markt der Premium-E-Fahrzeuge mitmischen. Etliche Studien und Versprechen sollen die Vorfreude schüren! Der jüngste Streich: Das Audi e-Tron Sportback Concept auf der Auto Shanghai.

Auffallend ist die prägnante Frontpartie des knapp fünf Meter langen Viersitzers. An der Front empfindet eine dominante Maske den typischen Audi-Kühlergrill nach. Dazu gibt es eine konkave Fronthaube, prägnant ausgestellte Kotflügel und ein schlankes Fließheck mit durchgehendem Leuchtenband. Ob nun Viersitzer, 5- oder später doch ein Siebensitzer – dem sollte man derzeit nicht zu viel Aufmerksamkeit widmen. Wiedererkennungswert soll auch die ausgeklügelte Fahrzeugbeleuchtung bieten; 500 LEDs an der Front sollen Grafiken und kommunikative Zeichen erzeugen können. Der Innenraum kommt reduziert daher, die Bedienung läuft vor allem über berührungsempfindliche Bildschirme. Aber ist das wirklich wichtig? Eine viel wichtigere Rolle spielen das Antriebssystem und das gesamte Elektro-Ökosystem.

Technisch gleicht das Coupé dem bereits für 2018 angekündigten SUV. Wie schon bei dessen IAA-Studie E-Tron Quattro sorgt auch beim zweiten Konzeptfahrzeug ein elektrisches Motorentrio für bis zu 370 kW/505 PS Leistung, permanenten Allradantrieb und eine Spurtzeit von 4,5 Sekunden. Wer das Beschleunigungspotenzial nicht auslastet, sollte mit einer möglichen 95 kWh Batterie im Alltag mehr als 350 Kilometer weit kommen. Ähnliche Konfigurationen bietet derzeit auch der E-Auto-Pionier TESLA aus den USA.

Den Start macht 2018 das große SUV, der Sportback folgt ein Jahr später und platziert sich innerhalb des Audi-Portfolios in der Nähe des konventionell angetriebenen A7 Sportback. 2020 könnte dann ein Kompaktmodell auf Basis des Volkswagen-Elektrobaukastens das Angebot ergänzen.

 

 

 

(Text: In Zusammenarbeit mit SP-X, Bildbearbeitung: mein-auto-blog)

 

Renault Vision R.S. 2027 – Die Zukunft der Formel 1

Was macht sich auf einer Automesse immer besonders gut? Richtig: Eine futuristische Studie, die ein bestimmtes Mobilitäts-Thema der Zukunft kräftig umkrempeln soll. Renault zeigt auf der Auto Shanghai 2017 nun den Vision R.S. 2027 – und will damit die Formel 1 nachhaltig verändern.

Der Renault Vision R.S. 2027: So stellen sich die Franzosen die Formel 1 der Zukunft vor

Der sehr flache und sehr breite Monoposto mit freistehenden Rädern soll von einer Hybrid-Einheit aus Verbrennungsmotor und E-Antrieb befeuert werden. Die Systemleistung von einem Megawatt (1.000 kW/1.360 PS) trifft hier auf ein Fahrzeuggewicht von nur 600 Kilogramm. Außerdem an Bord: Allradantrieb und aktive Aerodynamik.

Als besonderes Ziel haben sich die Entwickler eine größere Transparenz für die Fans gesetzt. Dazu kommen ein durchsichtiges und maßgeschneidertes Cockpit aus dem 3D-Drucker sowie ein transparenter Helm zum Einsatz. Ein Display auf dem Lenkrad zeigt die Position des Fahrers im sogenannten „Fan-Ranking“ an – einer Rangliste, die Fans in den sozialen Netzwerken bestimmen können und die dem Fahrer einen „Fan-Boost“ (mehr Motorleistung auf Knopfdruck) einbringen kann. LED-Leuchten in den Rädern zeigen die Energiereserven des Fahrzeugs an.

Auf dem Lenkrad erhält der Fahrer wichtige Informationen

Auch autonome Fahrfunktionen möchte Renault in der Formel 1 unterbringen. Dazu soll das Auto beispielsweise in Gefahrensituationen oder in Safety-Car-Phasen automatisch eingebremst werden. Neben den autonomen Features sorgt außerdem ein geschlossenes Cockpit für mehr Sicherheit. (Max Friedhoff/SP-X)

Shanghai 2017: Lichte’Blick für Audi

Was habe ich das Audi-Design der letzten 10 Jahre und der letzten 10 Konzeptfahrzeuge kritisiert. Eine Sackgasse des perfektionierten „dt. Designs“. Sprachrohr der technologischen Überlegenheit, derer man sich in Ingolstadt wähnte. In Shanghai nun endlich ein Lichtblick. Audis Chefdesigner Marc Lichte überraschte mit dem „Concept e-tron Sportback“ und setzt endlich auf eine Revolution. Vergessen die Evolution der ewig gleichen Schattenkanten. Das Armageddon des Geodreick-Designs. Es könnte zu einem Ende kommen.

Audi e-tron Sportback Concept

500 Kilometer Reichweite, ein 95 kWh Akkupaket und Sprintwerte eines Sportlers. Klingt nach TESLA, soll ab 2019 jedoch aus Ingolstadt kommen. Und endlich einmal verpackt Audi die Zukunftsversprechen in ein neues Design. Endlich.

Das nun in Shanghai präsentierte Concept-Fahrzeug soll einen Ausblick geben auf das ab 2019 zweite, in Serie gehende E-Fahrzeug der Ingolstädter. Wie üblich voll mit Technik-Gimmicks – zählen für die Studie jedoch vor allem zwei Dinge: A) Es gibt doch noch eine Design-Alternative aus Ingolstadt und B) Es kommt Druck auf den E-Kessel!

VW I.D. Crozz – Der Dritte im Bunde

VW präsentiert auf der „Auto Shanghai 2017“ (19. bis 29. April) das mittlerweile dritte Modell der I.D.-Reihe. Bei dem I.D. Crozz handelt es sich um ein vollelektrisches CUV – ein „Crossover Utility Vehicle“. Der Hersteller beschreibt das Auto als „viertüriges Coupé und SUV zugleich“.

Das Fahrzeug soll als sportlicher und interaktiver Allrounder auftreten, der mit einer Reichweite von 500 Kilometer auch für längere Touren geeignet ist. Ein Allradantrieb soll außerdem Fahrten abseits befestigter Routen ermöglichen. Der E-Antrieb leistet 225 kW/306 PS und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Die Batterien sollen sich innerhalb von 30 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lasen.

Neben dem Elektro-Antrieb setzt VW bei der neuen I.D.-Studie auf einen vollautonomen Autopiloten. Dieser wird durch einen leichten Druck auf das VW-Logo im Lenkrad aktiviert, das anschließend im Armaturenbrett verschwindet und eine Einheit mit den volldigitalen Anzeige- und Bedienelementen bildet. Außerdem ist ein Clean-Air-System (ähnlich wie im Tesla Model X) an Bord. Die Scheinwerfer verfügen über LED-Technik und sollen als „Augen“ im Autopilot-Modus mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Der Innenraum wird – trotz kompakterer Außenmaße – auf dem Niveau des Tiguan Allspace liegen.

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke VW, zeigt sich selbstbewusst: „Bis 2025 wollen wir den Absatz von reinen Elektrofahrzeugen auf eine Million Einheiten pro Jahr steigern. Der I.D. Crozz übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Die Produktion wird 2020 anlaufen“. (Max Friedhoff/SP-X)

Skoda Vision E – Vorbote der elektrischen Zukunft

Bei der Elektro-Offensive, die der Volkswagenkonzern ab 2020 mit den sogenannten I.D.-Modellen fahren will, möchten die Töchter kräftig mitmischen. Als erste Marke meldet sich Skoda. Auf der internationalen Messe Auto China 2017 präsentieren die Tschechen nach über 120 Jahren klassischen Automobilbaus ihr erstes Elektroauto, genannt: „Vision E“. Der knapp 4,70 Meter lange Crossover, ein Mix aus SUV und Coupé, soll in spätestens drei Jahren als Serienmodell auf dem Markt sein.
„Die Vision E verkörpert perfekt unsere Elektromobilitätsstrategie“, sagt Bernhard Maier, der Vorstandschef von Skoda. Und ergänzt: „Es werden weitere Elektromodelle folgen.“ Bis 2025 wird Skoda neben Plug-in-Hybriden fünf rein elektrisch angetriebene Modelle im Programm haben. „Von diesem Zeitpunkt an wird jeder vierte weltweit verkaufte Skoda einen Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb haben“, so Maier.

Ein besonderer Hingucker sind die gegenläufig öffnenden Türen

Die Basis dabei bildet der sogenannte MEB, der modulare Elektrifizierungsbaukasten. Auf dieser konzernweit entwickelten Architektur wird eine Vielzahl an E-Autos mit den unterschiedlichsten Karosserieformen stehen. Hatchback (Golf), Minivan, Crossover, SUV, Limousine, Coupé und Lieferwagen gelten als gesetzt. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages sogar ein Cabriolet, mit dem sich die frische Frühlingsluft lautlos genießen lässt.

Dass Skoda China als Premieren-Land für seine Vision E wählt, hat seinen Grund. Das Reich der Mitte will zum einen seine Smogprobleme in den Großstädten in den Griff bekommen, zum anderen zum Leitmarkt für emissionsfreies Fahren aufsteigen. Die Regierung plant sogar, gewisse Quoten einzuführen. Nach denen werden die Autobauer gezwungen, einen immer größer werdenden Teil ihrer normalen Angebotspalette als E-Fahrzeuge anzubieten. Schon heute ist China der größte Elektromarkt der Erde. Hier werden rund dreimal so viele Stromer neu zugelassen wie im Rest der Welt zusammen.

Der Innenraum ist sehr futuristisch

Angetrieben wird der Skoda Vision E von gleich zwei Elektromotoren. Einer sitzt an der Vorderachse (75 kW/102 PS), der andere mit 150 kW/204 PS an der Hinterachse, was den Crossover zu einem wintertauglichen Allradfahrzeug macht. Die gemeinsame Leistung beträgt 225 kW/306 PS. Dennoch begrenzt Skoda die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h. Darüber würde die Batterie sonst zu schnell leer werden. In der Studie hat sie eine Kapazität von 83 kWh. Anders könnte Skoda sein Versprechen nicht halten, mindestens 500 Kilometer mit einer Batterieladung fahren zu können.
Das Design der Studie Vision E stammt noch von Skodas Ex-Designchef Jozef Kaban. Er wechselte kürzlich zu BMW. Auffallend sind die stark betonte Coupé-Form und der Verzicht auf den mittleren Türpfosten (B-Säule). Letzteres wird allerdings keinen Einzug in die Serie finden. Skoda sieht, welche Probleme der BMW i3 mit seinen Schmetterlingstüren im Alltag hat. Möglich dagegen, dass es bis 2020 erlaubt ist, kleine Kameras statt Rückspiegel zu montieren. „Sie verbessern die Aerodynamik“, sagt Karl Neuhold, Leiter Exterieur Design.

Der Skoda Vision E ist ein Vorbote der elektrischen Zukunft

Innen wird versucht, alles möglichst luftig, cool und ultramodern zu halten. Eine Mittelkonsole gibt es nicht mehr, dafür nach außen schwenkbare Einzelsitze (zum leichteren Ein- und Aussteigen), mehrere Touchscreens und sämtliche Konnektivitäts-Features (WLAN-Hotspot, Internet). Natürlich will Skoda auch in diesem Concept Car einmal mehr seine „Simply-Clever“-Philosophie zum Ausdruck bringen. So befinden sich in den Türablagen praktische Handyhalter, in denen das Smartphone induktiv geladen werden kann. Ohne lästiges Hantieren mit dem Kabel lässt sich sogar das ganze Auto laden. Die Vision E besitzt hierfür eine Induktionsplatte unter dem Wagenboden. „Wir können 80 Prozent der Batteriekapazität in nur 30 Minuten aufladen“, sagt Skoda Entwicklungsvorstand Christian Strube.

Wenn der „tschechische Tesla“ Serienstatus erreicht hat, wird er gleichzeitig auch autonom fahren können, zumindest auf Level 3. Das heißt, der Fahrer kann seine Hände vom Lenkrad nehmen und beispielsweise auf der Autobahn die nervige Kolonnenfahrt oder den Stop-&Go-Verkehr dem Computer überlassen. Sobald der Wagen im Autopilot-Modus unterwegs ist, lassen sich die Vordersitze weit nach hinten schieben und das Lenkrad wird angehoben. „Dies ermöglicht uns, maximales Raumgefühl bieten“, so Strube.

Das Auto soll den Elektro-Giganten Tesla angreifen

Über Preise spricht Skoda zum heutigen Zeitpunkt natürlich noch nicht. Wer die tschechische Volkswagenmarke jedoch kennt, weiß, dass man hier stets viel Auto fürs Geld bekommt. Finanziell förderlich dürfte auch die gemeinsame Entwicklung mit der Wolfsburger Mutter sowie die breiten Streuung der MEB-Technik im Konzern sein. Experten gehen davon aus, dass Skodas erstes Elektroauto trotz seiner großen Batterie – sie ist und bleibt der teuerste Posten – weniger als 40.000 Euro kosten wird. Zum Vergleich: Jaguars gleichgroßer I-Pace wird nicht unter 75.000 Euro zu haben sein. (Michael Specht/SP-X)

Skoda Vision E – Im großen Stil ins Elektro-Zeitalter

Skoda startet mit einem SUV ins Elektro-Zeitalter. Eine Studie des coupéhaft geschnittenen Crossovers wollen die Tschechen im April auf der Automesse in Shanghai vorstellen. Das Vision E genannte Konzeptfahrzeug ist bereits seriennah. Bis zum Jahr 2025 will Skoda fünf reine Elektromodelle in verschiedenen Größen und in zwei Jahren eine Plug-In-Version des Flaggschiffs Superb im Programm haben.

In Sachen Antrieb ist der 4,65 Meter lange und immerhin 1,92 Meter breite Studie ein von Skoda bislang nicht gekanntes Statement: Zwei E-Motoren mit zusammen 225 kW/306 PS sind für 180 km/h gut, versorgen beide Achsen und machen den Vision E so zum Allradler. Die Batterie soll nach Norm für rund 500 Kilometer Strecke reichen, in der Praxis dürften rund 400 Kilometer drin sein.

Technisch basiert auch der Skoda auf der neuen Plattform, die im VW-Konzern MEB (Modularer-Elektrifizierungs-Baukasten) genannt wird. Mit der kleineren Limousine I.D. und dem I.D. Buzz, einer Neuinterpretation der berühmten Bulli, hat auch die Marke VW inzwischen zwei Studien aus dem Baukasten vorgestellt. (Peter Maahn/SP-X)

Techrules Ren Serienversion – Hypercar mit Jeansstoff

Meist kommt im Autobau die faszinierende Studie, irgendwann später folgt die ernüchternde Serienversion. Bei der chinesischen Firma Techrules läuft das umgekehrt, sofern man bei Handarbeit von Serie sprechen kann: Den über 1.000 PS starken Sportwagen-Studien AT96 und GT96 aus dem Jahr 2016 ist nur ein Jahr später die Serienversion Ren gefolgt, die optisch und technisch die Vorjahres-Konzepte zu Langweilern degradiert.

So soll der von Giugiaro gezeichnete Elektrosportwagen Techrules Ren in Serie gehen

Die Fahrgastzelle bietet eine außergewöhnliche Bestuhlung für drei Passagiere. Während Fahrer und Lenkrad mittig platziert wurden, können nach hinten versetzt links und rechts von ihm zwei Gäste einsteigen. Ein Konzept, dass vom McLaren F1 der neunziger Jahre bekannt ist. Jeder Gast hat dabei im transparenten Dach seine eigene Wölbung. Die Designer-Stühle sind mit braunen Leder im Vintage-Look und Bluejeans-Stoff bezogen. Der Denim hat sogar typische Jeanshosennähte und Hosentaschen-Andeutungen. Wiederum ganz futuristisch wirkt das freischwebende Armaturenbrett im Jetflügel-Stil. Auf Türen hat man beim Ren verzichtet, stattdessen öffnet sich die Triple-Bubble-Kanzel nach oben und hinten.

Eindrucksvoll sind unter anderem die mächtigen Luftöffnungen am Heck des Techrules Ren

Die weiße Abdeckung vom Vorderwagen ist mittig von einem Plexiglasstreifen unterteilt, der den Blick auf die vordere Radaufhängung freigibt. Vorne wie hinten rahmen riesige L-förmige LED-Leuchten jeweils riesige Luftöffnungen. In den Flanken fallen 22-Zoll-Räder im Turbinendesign ins Auge.

Interessante Sitzordnung: Der Fahrer sitzt mittig, während links und rechts von ihm noch Platz für zwei weitere Passagiere ist

Das Design der Räder verrät bereits einiges über den Antrieb. Im Kern handelt es sich um ein Elektrofahrzeug, das neben einer Traktionsbatterie noch einen Range-Extender in Form einer Micro-Turbine an Bord hat. Dabei kann der Kunde zwischen einer Vielzahl von Antriebsvarianten wählen. Das geht mit den Motoren los. Die Basisversion wird von zwei E-Maschinen jeweils an den Hinterrädern angetrieben. Diese Version hat 320 kW/435 PS. Außerdem will Techrules eine Version mit vier Motoren anbieten, bei der zusätzlich die Vorderräder einzeln angetrieben werden. Gleichzeitig verdoppelt sich die Leistung. Schließlich gibt es noch eine sechsmotorige Variante, bei der jeweils zwei Motoren pro Hinterrad und je ein Motor pro Vorderrad verbaut werden. Diese Topversion leistet 960 kW/1.305 PS und 7.800 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der 1,7-Tonner den Standardsprint in 2,5 Sekunden schaffen und maximal 320 km/h erreichen.

Im Heck steckt eine Mikroturbine als Reichweitenverlängerer

Primär kommt der Strom aus einer Traktionsbatterie. Hier bietet Techrules die drei Kapazitätsstufen 14 kWh, 25 kWh und 32 kWh an. Als weiteren Clou verfügt der Ren über einen Range-Extender in Form einer Microturbine. Dabei gibt es einen auf Effizienz getrimmten Reichweitenverlängerer mit 30 kW, oder eine Hochleistungsturbine mit 80 kW. Während eine Batterieladung bis zu 200 Kilometer Reichweite ermöglicht, soll dank der Turbine das Reichweitenfenster auf bis zu 2.000 Kilometer steigen können. Für die Hochleistungsturbine ist dank eines 80 Liter fassenden Dieseltanks in Kombination mit der 25-kWh-Batterie eine Reichweite von 1.170 Kilometer realisierbar.

Kurios: Das Designergestühl mit Vintage-Leder ist auch mit Jeansstoff bezogen

In so ziemlich allen Aspekten wirkt der Ren wie ein Auto, das niemals gebaut wird. Doch noch in diesem Jahr soll die Serienproduktion in Italien anlaufen. Preise werden nicht genannt, vermutlich wird der in kleiner Stückzahl in Handarbeit gefertigte Hightech-Renner jedoch einige Millionen kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Eadon Green Black Cuillin – Kennen wir uns nicht von irgendwoher?

Zwischen 2007 und 2010 baute Morgan mit dem Aeromax ein bildhübsches Coupé mit 30er-Jahre-Flair. Eine 2016 neu gegründete Firma namens Eadon Green hat sich wohl an das barocke Design erinnert und zeigt nun auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) mit dem Black Cuillin einen dem Aeromax verblüffend ähnlichen Retro-Renner.

Mit Eadon Green hat sich eine neue Marke auf den Genfer Autosalon auf die Bühne der Autobauer gewagt

Jetzt beziehen sich die Macher allerdings auf ältere Vorbilder, allen voran die heute sündhaft teure 30er-Jahre-Ikone Alfa Romeo 8C 2900. Der Black Cuillin, benannt nach einem Berg auf der Isle of Skye, soll erschwinglicher sein. Billig dürfte er indes auch nicht werden, denn immerhin steckt ein potenter Sechsliter-V12-Motor unter der langen Haube. Welche Fahrleistungen damit möglich sind, verrät das Unternehmen nicht. Lediglich ein Foto vom Cockpit zeigt einen Tacho, der bis 170 mph reicht (274 km/h), sowie einen Drehzahlmesser, dessen roter Bereich ab 7.000 U/min beginnt.

Der erste Entwurf der Engländer, der Black Cuillin, weckt Erinnerungen an gewisse ältere Autos

Ansonsten spricht die in Coventry beheimatete Firma Eadon Green von höchster Handwerkskunst und moderner Technik und davon, die Publikumsreaktionen in Genf abwarten zu wollen. Sollte der Black Cuillin dort einige zahlungskräftige Autofans begeistern, könnte er möglicherweise in Serie gehen. (Mario Hommen/SP-X)

Das Heck erinnert an Autos der 30er-Jahre
Sollte der Black Cuillin in Genf zahlungskräftige Autofans begeistern, könnte er möglicherweise in Serie gehen
Den Antrieb übernimmt ein V12
Leistungsdaten zum Antrieb gibt es noch nicht
Das Cockpit ist auf dem neuesten Stand der Technik

Spyker C8 Preliator Spyder – Thors echter Hammer

Victor Muller liebt den großen Auftritt und trifft auf dem Genfer Autosalon alle Jahre wieder als CEO von Spyker mit der Vorstellung seiner jüngsten Kreationen auf ein besonders begeisterungsfähiges Publikum. 2017 hat der Automanager das den C8 Preliator Spyder präsentiert. Dessen Genf-Premiere markiert gleich noch die neue Motorenkooperation mit Koenigsegg.

Von der Offen-Version des Preliator sollen lediglich 100 Exemplare entstehen

Koenisegg? Richtig gelesen, denn statt auf Audi-Motoren setzt man bei Spyker künftig auf Aggregate der schwedischen Sportwagenmanufaktur. Dabei kommt im Fall des Preliator Spyder ein Fünfliter-V8 ohne Aufladung zum Einsatz: Der wuchtet mit seinen 441 kW/600 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment die knapp 1,4 Tonnen wiegende Leichtbau-Konstruktion über ein manuelles Sechsgang-Getriebe in 3,6 Sekunden die 100er-Marke und macht sie bis zu 322 km/h schnell.

Viel Metall und viel Leder: Der nach oben offene Innenraum des Spyker Preliator Spyder

Neben dem Motor zeigt Spyker im Preliator Spyder noch ein paar weitere Innovationen. So kommt eine neues Infotainmentsystem mit Gestensteuerung zum Einsatz, es gibt ein Head-up-Display und außerdem wird der Kunde fortan Carbon-Keramik-Stopper ordern können. Der Einstiegspreis liegt bei rund 400.000 Euro. Ein Stoffdach mit vollelektrischem Öffnungsmechanismus ist stets an Bord des Roadsters, von dem lediglich 100 Exemplare entstehen sollen. Bis man eines bekommen kann, muss man sich allerdings noch bis Mitte 2018 gedulden. (Mario Hommen/SP-X)

Traditioneller Weise gestaltet Spyker die Innenräume seiner Modelle mit vielen klassischen Elementen im edlen Retro-Look

Airbus-Studie Pop.up auf dem Genfer Auto Salon – Flieg, Auto, flieg!

Dass sie sich mit der Zukunft auskennt, hat die italienische Kreativ-Agentur Italdesign schon Anfang der 80er bewiesen: Aus Giugiaros Feder stammte der DeLorean DMC-12, der bekanntlich durch die Zeit reisen konnte. Zugegeben, der Flux-Kompensator hat es bislang nicht in die Serie geschafft, und wird wohl auch noch lange auf seine Erfindung warten müssen. Das heißt aber nicht, dass die Design-Schmiede nicht weiter an neuen Formen der Mobilität arbeitet. Zusammen mit Airbus hat die Audi-Tochter auf dem Genfer Auto Salon jetzt ein Flugauto vorgestellt.

Stärker könnte der Kontrast nicht sein: Auf der linken Seite des Italdesign-Stands feiern die Italiener die Weltpremiere des Zerouno, einem extrovertierten Sportwagen auf Lamborghini-Huracán-Basis, der nur fünf Mal gebaut werden soll und stellvertretend für die „alte Welt“ stehen könnte, in der Giugiaro Schönheiten wie den BMW M1, den Maserati Quattroporte oder VW Scirocco aus den 70ern entwarf. Rechts daneben steht die Zukunft: der Pop.up, der mit bisherigen Autos nicht mehr viel gemein hat. „Wenn man das städtische Fahrzeug der Zukunft entwickeln möchte, kann das herkömmliche Auto nicht mehr die alleinige Lösung für Metropolen sein“, erklärt Italdesign-Chef Jörg Astalosch.

Herzstück des neuen Mobilitätskonzepts ist eine Passagierkapsel, die optisch irgendwo zwischen Smart, Renault Twizzy und BMW i3 einzuordnen ist und Platz für zwei Reisegäste hat. Prinzipiell sitzt die rundum verglaste Kapsel auf einem Bodenmodul mit vier Rädern und Elektroantrieb, und rollt über die Straße. Allerdings ohne Lenkrad oder Pedale – das per App bestellte Fahrzeug holt seine Gäste alleine ab und bringt sie völlig autonom ans Ziel. Um dort möglichst schnell hinzukommen, bedient sich Pop.up aber nicht nur der Straße, sondern auch der dritten Dimension.

Heißt konkret: Wenn der Computer feststellt, dass der Weg durch die Luft die bessere Wahl ist – zum Beispiel, weil auf der Strecke ein Stau zu erwarten ist – ruft er eine überdimensionierte Drohne mit acht gegenläufigen Rotoren. Die aus Kohlefasern gefertigte Kapsel wird von der Bodeneinheit gelöst, an die Drohne angedockt und schon geht die Reise in einigen Metern Höhe weiter, natürlich auch hier völlig selbstpilotiert. Die beiden Fahr-Flug-Gäste können sich zurücklehnen, den Ausblick genießen oder sich auf der Windschutzscheibe Informationen zur Reiseroute und mehr einblenden lassen.

Boden- und Luftmodule, die ihre Arbeit verrichtet haben, kehren automatisch zurück zu einer Basisstation, wo sie ihre Akkus wieder aufladen, und auch die Kapseln werden, wenn die Passagiere ausgestiegen sind, wieder aufgeräumt. Denn: Selber besitzen wird zukünftig wohl kaum mehr jemand so ein Pop.up. Das Fahr-Flug-Mobil wird einfach bei Bedarf angefordert. Bei der Bestellung können gleich Sonderwünsche angegeben werden, wie zum Beispiel ein zusätzlicher Stopp zur Bildung einer Fahrgemeinschaft – der Computer berechnet stets die beste Route und entscheidet selbstständig, ob Pop.up den Weg über die Straße oder durch die Luft nehmen soll.

Ganz neu ist die Idee, dem Stau durch Ausnutzung der dritten Dimension zu entgehen, natürlich nicht. Schon seit den 80er Jahren basteln verschiedene Tüftler an einem Flugauto, Taxi-Konkurrent Uber hatte vor einiger Zeit, wenn auch nur auf dem Papier, ähnliche Ideen präsentiert und auch Google-Gründer Larry Page findet die Vorstellung, einfach abzuheben, ziemlich spannend. Zumindest investierte er 100 Millionen Dollar in ein Projekt, dass an so einer Boden-Luft-Lösung arbeitet. Mit Airbus und der Audi-Tochter Italdesign greifen nun allerdings keine Start-ups an, sondern zwei gestandene Unternehmen, die sich in der Mobilitätsbranche bestens auskennen. Und sie zeigen sich selbstsicher: Schon in sieben bis zehn Jahren könnte Pop.up auf die Straße gebracht werden – beziehungsweise in die Luft.
(Michael Gebhardt/SP-X)

Citroen C-Aircross Concept – Designer-Konkurrent für Nissan Leaf und Co.

Mit der Studie C-Aircross Concept gibt Citroen auf dem Genfer Salon (9. bis 19. März) einen Ausblick auf sein erstes Mini-SUV. Die Serienversion der expressiv gestalteten Studie könnte bereits Ende des Jahres auf den Markt kommen und den Mini-Van Citroen C3 Picasso ersetzen.

Die Serienversion düfte bereits Ende des Jahres starten

Das Design des Messe-Schaustücks dürfte bereits nah am fertigen Modell sein. Der kleine Crossover trägt das typische Markengesicht mit Doppelwinkel und getrennten Tagfahrlicht- und Scheinwerfergehäusen. Die Flanken sind mit Airbumps genannten Kunststoffplanken versehen. An der blaugrauen Karosserie und dem weißen Dach finden sich rote Farbakzente. Wohl eher nicht in die Serie schaffen dürften es die gegenläufig öffnenden Fondtüren. Noch etwas mehr Realismus dürfte auch im sehr klar und reduziert gezeichneten Cockpit einziehen.

Der C-Aircross tritt gegen Nissan Juke und Co. an

Mit 4,15 Metern Länge sortiert sich der C-Aircross im Umfeld von Nissan Juke, Renault Captur und dem Konzernbruder Peugeot 2008 ein, die auch zu seinen Hauptkonkurrenten zählen dürften. Für den Antrieb kommen unter anderem die Dreizylinderbenziner aus dem Kleinwagen C3 und dem Crossover C4 Cactus in Frage. Allradantrieb wird es nicht geben, stattdessen soll eine spezielle Traktionskontrolle das Fahren auf losem Untergrund erleichtern. Die Preise dürften deutlich unterhalb von 20.000 Euro starten. (Holger Holzer/SP-X)

Der Innenraum dürfte noch ein wenig geändert werden
Die gegenläufigen Türen dürften am Serienmodell nicht mehr zu finden sein

Kompakter Unbekannter: Mitsubishi Compact-SUV

Bislang ist es noch nicht viel, das uns die Japaner vom Mitsubishi Compact-SUV zeigen. Ein dunkles Foto, das war es dann auch schon. Doch die britische Kollegen von „Autoexpress“ meinen, hier den neuen Mitsubishi Eclipse SUV erkannt zu haben, der gegen Nissan Qashqai und den bald neu kommenden Skoda Yeti antreten soll. Wirklich klar scheint nur, dass der SUV in Genf gezeigt wird und der erste Vertreter einer neuen Mitsubishi-Fahrzeuggeneration sein soll.

Die Japaner sind gerade richtig in Fahrt: Der Mitsubishi Outlander PHEV ist ein großer Erfolg, der Pajero ist seit Jahren in der Klasse der waschechten Geländewagen eine feste Größe und nun kommt der Mitsubishi Compact-SUV. Er will im immer noch stark boomenden Segment der SUV dort ansetzen, wo der ASX bislang sein Haupt-Arbeitsfeld hatte. Und es wird auch höchste Zeit für die Japaner, schließlich hat die Konkurrenz ihre Kompakt-SUV längst aufgefrischt oder komplett neu entwickelt, wie man am Seat Ateca oder – am Hauptkonkurrenten – Nissan Qashqai sehen kann.

Möglicher Name des Compact-SUV: Eclipse SUV

Feste Größe in Mitsubishis SUV-Programm: Der Outlander PHEV.

Der Mitsubishi Compact-SUV ist zwar noch kaum zu erkennen, doch man kann bereits einiges ableiten. So etwa die hohe Sitzposition und die erhöhte Bodenfreiheit. Mit seinem Coupé-artigen Heck weckt er zudem Rückschlüsse zum Honda C-HR, soll sich von seinem Design her aber am Mitsubishi XR Concept orientieren, das 2015 in Genf vorgestellt wurde. Das bedeutet auch, dass uns eine kantige Front erwartet, die das neue Selbstbewusstsein der Japaner ausdrücken soll.

Wie es heißt, sollen die Entwickler zudem stark am Innenraum gearbeitet haben. Ein klar gestaltetes Armaturenbrett mit hochwertigen Materialien soll nicht mehr nur den Premium-Mitbewerbern vorbehalten bleiben. Zudem soll ein neues Infotainment Einzug halten, das einen Bildschirm im BMW-Stil bereithält, der wie ein Tablet freisteht. Hier sollen bald klare Grafiken, Apps und ein kapazitiver Touchscreen für neue Bedienfreuden sorgen. Abseits davon, soll der Innenraum – trotz abfallender Dachlinie – geräumig ausfallen und sich am Qashqai orientieren.

Bekanntes unter der Haube des Mitsubishi Compact-SUV

Der Mitsubishi ASX bekommt einen kompakten Bruder in Form des Eclipse SUV. So könnte der Neue zumindest heißen.

Wie die britischen Kollegen darüber wissen wollen, soll der Mitsubishi Compact-SUV einen 1.5 Liter Benziner bekommen, der seine Kraft über ein CVT-Getriebe an alle vier Räder überträgt. Seine Leistung dürfte bei rund 120 PS und 200 Nm liegen. Daneben darf man wohl einen 2.2 Liter Diesel mit Sechsgang-Handschaltung erwarten. Als Basis wird dem Compact-SUV eine verkürzte Outlander-Plattform dienen, die durch den Einsatz neuer Materialien kürzer und leichter, dafür aber steifer ausfällt. Im Zusammenspiel mit einer Multi-Lenker Hinterachse, einem straffen Fahrwerk und einer knackigen Lenkung könnte der neue Mitsubishi Compact-SUV zum Chefdynamiker der Klasse werden.

Quelle: Mitsubishi | autoexpress.co.uk

Neue Mercedes A-Klasse – Auch als Limousine

Weniger als eine Studie, mehr als eine Skizze: Mit der Skulptur „Aesthetics A“ hat Mercedes nun einen ersten Ausblick auf die nächste Generation der A-Klasse gegeben. Die Designer haben eine schnittige Limousine gestaltet, die die dynamische Formensprache der aktuellen Generation aufnimmt und weiterführt. Der Stil wirkt puristischer als zuletzt, auch weil Sicken und rein dekorative Linien weitgehend zu fehlen scheinen. An der sportlich gestalteten Front fällt ein großer Kühlergrill im Stil des Sportwagens Mercedes-AMG GT R auf.

Eine richtige Studie der kommenden A-Klasse wird es im April auf der Messe in Shanghai zu sehen geben. Die Einführung der vierten Generation des Kompaktmodells wird für 2018 erwartet. Neben einer Limousine wird es auf jeden Fall wieder einen Fünftürer geben, geplant sind überdies Ableger für B-, GLA- und CLA-Klasse. (Holger Holzer/SP-X)

Subaru XV – Crossover-Premiere in Genf

Die zweite Generation des Subaru XV feiert ihre Premiere auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März). Erste Bilder des neuen Kompakt-SUV deuten eine kraftvollere Optik an als beim aktuellen Modell. Vorbild dürfte die 2016 in Genf gezeigte Studie XV Concept sein, die sich bereits vom äußerlich eher unauffälligen aktuellen Modell absetzte. Auf den Markt kommen dürfte der Allrader mit Boxermotor in der zweiten Jahreshälfte 2017.

Der XV ist so etwas wie das Lifestyle-Modell in der ansonsten eher sachlichen Modellpalette der japanischen Allradspezialisten. In Deutschland konnte sich der zwischen der Limousine Impreza und dem großen Kompakt-SUV Forester angesiedelte XV aber nie recht durchsetzen: 2016 gab es nur knapp 1.800 Neuzulassungen. (Holger Holzer/SP-X)

Faraday Future FF91 – Der Elektro-Supersportwagen für die ganze Familie

Extrem schnell, dabei außergewöhnlich geräumig und dazu auch noch emissionsfrei im Betrieb – der amerikanische-chinesische Elektroauto-Newcomer Faraday Future hat sein erstes Serienauto vorgestellt. Der nun im Rahmen der Elektronikmesse CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar) präsentierte FF 91 soll 2018 auf den Markt kommen und vor allem Teslas Model X alt aussehen lassen.

Die Heckleuchten ziehen sich über die gesamte Fahrzeugbreite

Äußerlich präsentiert sich der 5,25 Meter lange FF 91 als Mischung aus SUV und Van, prägendes Stilelement ist neben einer an BMW i-Modelle erinnernden Designsprache das durchgängige Scheinwerferband an der Front. Auch die Heckleuchten ziehen sich über die gesamte Fahrzeugbreite. Innen sollen zwei Liegesessel im Fond zusammen mit einem gigantischen Radstand von 3,20 Metern für Business-Class-Ambiente sorgen, ein abdunkelndes Glasdach schützt die Ruhenden vor Blicken. Zudem sollen alle Insassen von der laut Hersteller bislang schnellsten Internetanbindung im Auto profitieren.

Die Elektromotoren des Allrad-Crossovers leisten zusammen 772 kW/1.050 PS und stellen ein Drehmoment von 1.500 Nm zur Verfügung

Der FF 91 will aber mehr sein als eine Luxuslounge auf Rädern. Der Antrieb etwa würde auch einem Supersportwagen Ehre machen: Die Elektromotoren des Allrad-Crossovers leisten zusammen 772 kW/1.050 PS und stellen ein Drehmoment von 1.500 Nm zur Verfügung. Tempo 100 wird so bereits nach 2,4 Sekunden erreicht. Die nötige Energie kommt aus einem extra großen Akku im Fahrzeugboden, der mit einer Kapazität von 130 kWh auch den größten Tesla-X-Akku um 30 Prozent überbietet. Dank eines schnellen Bordladers soll das Auftanken im Idealfall in einer Stunde erledigt sein, an der Haushaltssteckdose gibt der Hersteller eine Ladedauer von 4,5 Stunden für 50 Prozent der Akkukapazität an.

Auch bei Sicherheits- und Komfortelektronik geht Faraday Future in die Vollen. Der FF 91 verfügt über eine ganze Reihe an Sensoren, deren spektakulärster Teil ein Lidar-System ist, das aus der Motorhaube als drehbarer Zylinder ausfährt und die Umfelderkennung für autonome Fahrfunktionen verbessern soll. Außerdem zählen ein automatischer Parkassistent und ein Gesichtserkennungssystem zu den Highlights. Letzteres soll das Starten des Fahrzeugs ohne Schlüssel ermöglichen.

Der Lidar-Sensor auf der Fronthaube ist bei Bedarf ausfahrbar

Welchen Betrag der erste Kunde investieren muss, um in den Genuss des FF 91 zu kommen, ist noch unklar. Bislang nennt das Unternehmen nur den Preis für die Vorab-Reservierung; 5.000 Dollar werden dafür fällig. Wie viele Autos pro Jahr gebaut werden sollen, ist ebenfalls noch unbekannt. Interessenten sollten wohl nicht allzu euphorisch sein. Auch, weil die Firma zuletzt eher negative Schlagzeilen gemacht hat, etwa mit Gerüchten um Geldknappheit und dem Weggang von Führungskräften. Auch einer der Unternehmensgründer ist wenige Tage vor der Premiere abgesprungen. (Holger Holzer/SP-X)

10 Fragen zum neuen Mercedes-Benz Pick-Up

Weltpremiere für ein Konzept. Großer Bahnhof in den Schärengärten in Schweden. Was wohl irgendwie einen Sinn ergibt, denn Steine und Bäume können die Schweden – und Steine und Bäume wirken gerade genug rustikal und „down to earth“, um einen Pick-Up zu präsentieren. Nicht irgendeinen – den Mercedes unter den Pick-Ups. Vorhang auf, für einen ganz zarten unter den Harten: Den Premium-Pick-Up aus Stuttgart!

Mercedes-Benz X-Class Concept

Ganz egal, ob GLT, GLX oder X-Class, was Mercedes in der Nähe von Stockholm präsentiert hat, gehört zu den Dingen, die eigentlich niemand mehr braucht. Aber vermutlich die Hälfte der Anwesenden direkt mitgenommen hätte, weil es eben dieses „will ich haben“ Gefühl auslöst. Egal, wie sinnfrei es sein mag. Eine Premium-Pick-Up Klasse? Mal ehrlich. Ein Hirngespinst von Marketing-Schulabrechern, oder? Oder nicht. Einfach nur eine logische Konsequenz. SUVs hat jeder. Will jeder. Und der Pick-Up? Der verliert gerade sein hemdsärmeliges Image und wandelt sich zum Lifestyle-Kumpel. Wie der Kombi, vor bald 40 Jahren. Das stellt einen natürlich vor ein paar Fragen. Zehn davon beantworte ich in diesem Artikel! 

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1.) Braucht es dieses Ungetüm wirklich?

Nein. Oder doch? Fakt ist: Es gibt Märkte, auf denen diese Pick-Up Fahrzeuge unfassbar gut verkauft werden. Süd-Amerika, Australien, Russland und auch die USA. Aber bislang gibt es keinen echten Trend zu Premium Pick-Ups. Das will Mercedes-Benz ändern und mit der X-Class ein Angebot etablieren, mit dem man neue Bedürfnisse weckt. Die Premiere der beiden Varianten in Stockholm hat darauf einen Vorgeschmack geliefert. Sowohl der „goldene“ als auch der Perlmutt-Weiße haben die Blicke auf sich gezogen. Und ja, beim Design sprechen wir noch vom Concept-Status, aber die Richtung ist klar. Maskulin oder elegant. Offroad oder urban. Hot oder cool – und nein, über die „sinnliche Klarheit“ sagen wir an dieser Stelle kein Wort. Das tun andere bereits genug. Natürlich ist ein Pick-Up keine Antwort auf die Fragen der modernen Mobilität in den hochkonzentrierten urbanen Lebensumfeldern – aber, die Frage stellt eben nicht jeder. Es gibt Märkte, da braucht es mehr als einen elektrischen smart. Und Mercedes-Benz sieht sich in der Rolle, alle Antworten liefern zu können. Auch wenn die Frage noch nicht gestellt wurde.

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2.) Welche Motoren werden kommen?

Mercedes wird den bekannten V6 Diesel in den Pick-Up packen. Das garantiert zuverlässige Technik, genug Druck und einen annehmbaren Verbrauch. Dass man damit den Lebenszyklus der V6-Triebwerke noch ein wenig verlängert, im Controlling dürfte das gut angekommen sein. Denn klar ist auch: Mercedes-Benz steht gerade an der Schwelle zu einer neuen Motorengeneration.

Neben dem 250+ PS starken Diesel wird es auch den 2.3 Liter Nissan Dieselmotor geben. So als Einstieg in die Premium Pick-Up Klasse. Preislich attraktiver, aber widersprüchlich zur Idee des Premium Pick-Up, oder?

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3.) Kann der Laster auch Last, oder was?

Ja. Bis zu 1.2 Tonnen Zuladung sollen sich auf der Pritsche breit machen können. Das sind Zielwerte und weil man bei Mercedes-Benz auf eine Einzelradaufhängung an der Hinterachse vertraut, könnte der V6-Diesel auch eher bei 1.05 Tonnen landen. Das wird man abwarten müssen. Bei der Premiere wurde Mercedes-Benz jedoch nicht müde zu betonen, wie ernst man den Einstieg nehme. Und auch wenn man ein neues Segment schaffen will – muss auch ein Premium Pick-Up die Leistungswerte der Mid-Size Pick-Up Klasse erfüllen. Auch ohne rustikale Starrachse. Warten wir mal ab – vermutlich landen auf der Ladefläche der „X-Class“ am Ende doch nur Rotwild-Mountainbikes, Surfboards und hin- und wieder ein Billy-Regal.

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4.) Wie ernsthaft nimmt man die Allradtechnik?

Ernst. Zumindest die V6-Dieselvariante wird mit einem Allrad-Antriebsstrang von Mercedes-Benz kommen. Zwei Differentialsperren und ein Untersetzungsgetriebe inklusive. Und mit einem permanenten 4matic-Allradantrieb. Aber – ja – es wird auch eine „Einstiegsvariante“ mit Allradantrieb-System vom Kooperationspartner geben, bei der primär die Hinterachse angetrieben wird.

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5.) Hat der Daimler einen Konkurrenten?

Laut Daimler erfindet man das Segment gerade neu. Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Ein Volkswagen Amarok mit V6-Diesel wird in der gleichen Preisklasse liegen und dürfte die gleiche Zielgruppe adressieren. Ansonsten ist die neue X-Class eben durchaus eine Kombination, die man sonst eher nicht kennt.

Auch das Interieur des Concepts zeigt die Richtung gut an. Eine Mischung aus V- und C-Klasse. Ein Hauch E-Klasse und eine Anmutung, die deutlich oberhalb der gängigen Pick-Up Erfahrungen liegt.

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6.) Wie steht es um die Sicherheit des Pick-Up?

Da lässt es sich Mercedes-Benz natürlich nicht nehmen, alles an Bord zu stopfen, was man gerade so in den Schubladen hat. Bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen wird man sich an der neuen E-Klasse orientieren. Abstandshalter, blind-spot-warner und wie die Dinger sich nennen. Bei der Frage der Crashsicherheit wird man kurz mal den Atem anhalten, denn die Basis für den GLT / GLX / „die X-Klasse“, der Nissan Navara hat nur 4-Sterne im EuroNCAP Crashtest. Und 4-Sterne für einen Daimler? Da hatte man sich beim CITAN bereits blamiert – ich bin gespannt, wie man hier vorgeht!

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7.) Machen die das jetzt nur wegen den Amis?

Pick-Up = Amerika. Nein. Lustigerweise kommt einem beim Thema Pick-Up sofort der US-Markt in den Sinn. Und ja, in den USA sind Pick-Ups so etwas wie der VW Käfer bei uns nach dem Krieg. Aber: In den USA kauft man „Full-Size Trucks“. Die haben dann gerne mal 3.5 Tonnen Zuladung und sind eine andere Klasse. Deutlich rustikaler. Deutlich günstiger. In dieses Segment will Mercedes-Benz (aktuell) nicht. Also: Nein – der GLT / GLX / „die X-Klasse“ wird nicht wegen den Amis oder für die Amis gebaut. Die Zielmärkte sind Australien, Russland und Süd-Amerika. Fertigen wird man den Pick-Up im übrigen in den Nissan Werken in Barcelona und in Argentinien.

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8.) Wird es eine AMG-Variante geben?

Schaut man sich den Perlmutt-Weiß lackierten an, dann kann man das AMG-Badge schon förmlich riechen. Eine Variante mit 4.0 Liter V8-Bi-Turbo und 500 PS? Ja, warum denn nicht.

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9.) Wie teuer wird dieser Pick-Up?

Natürlich hat Mercedes-Benz noch keine Preise genannt. Es ist noch ein Concept. Aber. Orientieren wir uns am Volkswagen Amarok, dann würden ich mit einem Einstiegspreis von 42.205,50 € für den „kleinen“ Nissan-Diesel rechnen – und knapp 60.000 € für den V6-Diesel mit Mercedes-Antriebsstrang.

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10.) Und was ist jetzt Nissan daran? Und warum?

Buh! Nur ein „re-badged“ Nissan. Das ist ja gar kein Mercedes. Das war auch meine Befürchtung – und ja, unter den Konzeptfahrzeugen in Stockholm war die pure Nissan-Welt zu finden. Aber ich glaube, Mercedes-Benz ist sich bewusst, was es bedeutet, das Wort Premium in das Produkt einfließen zu lassen. Und bei den Technik-Themen hat man sich scheinbar deutlich mehr ins Zeug gelegt, als beim CITAN-Projekt. Eigene Achsen, eigene Motoren, eigene Getriebe, eigene Elektronik, eigene Sicherheits- und Assistentenzsysteme. Und eine deutlich veränderte Blechhaut. So sind zum Beispiel die Türen in der Oberfläche verändert. Nicht die Form, die bleibt dem Spender-Chassis treu, aber die Blechhaut, die man sieht. Im Prinzip spart man sich die Entwicklung eigener Leiterrahmen. Man nimmt die moderne Plattform von Nissan und adaptiert dann die Elemente, die das Fahrgefühl und die Wahrnehmung beeinflussen.

Das spart Kosten und lässt den Einstieg in ein neues Segment mit einem überschaubaren Kostenrisiko zu. Aber ist es ein Risiko?

Vor der Premiere hätte ich diese Frage anders beantwortet – jetzt suche ich nach Gründen, weswegen ich einen Pick-Up brauche … 

BMW Concept X2 – Nischenbesetzung

Die Bayern zeigen mal wieder etwas Neues: Diesmal – oh Wunder – ein Kompakt-SUV. Klar, schließlich boomt das Segment, wie kein zweites. Und da diese Nische scheinbar noch nicht gut genug besetzt ist, zeigt BMW auf dem Pariser Autosalon das BMW Concept X2. Es will mit eigenständigem Design gefallen und soll sich von den anderen X-Modellen differenzieren. Das Mittel: Anleihen an die Coupé Historie von BMW, womit  im Ergebnis ein sportliches, urbanes und kompaktes Konzept entstand. Hier kommen die Details. Read more

Mitsubishi Ground Tourer Concept

Viel ist es nicht, das uns Mitsubishi an Informationen gönnt. Nur, dass die Japaner auf der Paris Motor Show ein weiteres SUV vorstellen wollen. Das klingt vernünftig, schließlich boomen die hochbeinigen Fahrzeuge derzeit enorm. Kaum ein Hersteller, der kein SUV im Portfolio hat. Doch Mitsubishi will nicht irgendein SUV zeigen, sondern ein SUV-Coupé! Ob solch ein Konzept Aussicht auf Erfolg hat?

Warum nicht? Schauen wir doch einmal zu Range Rover rüber. Den Evoque gibt es nicht nur als Coupé, sondern sogar als Cabriolet. Warum sollten die Japaner als nicht auch ihr Glück mit einem dreitürigen SUV probieren? Gezeigt wird die Studie auf dem Pariser Automobilsalon im Herbst und soll vorfühlen, wie die Stimmen der Besucher dazu klingen. Doch vermutlich wird es eher ein fünftüriges Coupé, auch das gibt es.

Mitsubishi will mit dem Ground Tourer Concept die Weiterentwicklung seines Designs zeigen, das drei Kernelemente verbinden möchte. Zum einen wäre da die funktionale Eleganz eines klassischen Coupés, die die Japaner adaptieren möchten. Zum anderen gesellt sich die solide Kraft eines Geländewagens hinzu – die Kernkompetenz von Mitsubishi. Zu guter Letzt soll zudem das japanische Kunsthandwerk symbolisiert werden. Aber wie könnte das besser geschehen, als mit einem Hybrid-Antrieb?

So kommt es nicht von ungefähr, dass das Ground Tourer Concept mit einem richtungweisenden Plug-In-Hybrid nach Paris gefahren kommt. Ein Elektro- und ein Verbrennungsmotor sollen ermüdungsfreies Cruisen auf und abseits der Piste ermöglichen, gleichzeitig aber den Komfort nicht vernachlässigen. Damit reiht sich das SUV-Coupé nahtlos in die Riege der SUV-Studien ein, die 2015 starteten. Zunächst mit dem „Concept XR PHEV II“ in Genf und anschließend mit dem „eXConcept“ in Tokyo. Jetzt fragt sich nur noch, wann der Mitsubishi Ground Tourer tatsächlich auf unsere Straßen rollt. Und ob überhaupt…

 

VW Beetle Dune – Der Käfer für den Strand

Mit einem Concept-Car hat VW vor zwei Jahren einen Ausblick auf eine neue Design-Variante des Beetle gegebe. Nun steht der höher gelegte Kompakte in Wüstenoptik als Beetle Dune für mindestens 23.630 Euro beim Händler.

Gegenüber dem normalen Beetle liegt der Aufpreis je nach Motorisierung bei über 5.000 Euro. Dafür gibt es eine leicht in Richtung Crossover modifizierten Karosserie: Das Fahrwerk liegt einen Zentimeter höher, die Spur wurde um 1,4 Zentimeter verbreitert und eine neue Front- und Heckschürze sowie ein üppiger Spoiler verleihen dem neuen Käfer einen eigenständigeren Auftritt. Damit auch abseits kalifornischer Highways ein wenig Wüstenfeeling bei Fahrer und Beifahrer aufkommt, hat Volkswagen dem Dune ein eigenes Optikpaket für das Interieur gegönnt: Das gelb lackierte Armaturenbrett passt zur Außenlackierung in Sandstorm Yellow. Wem das zu auffällig ist, der kann auch aus einer Handvoll anderer Farben mit dazu abgestimmter Cockpiteinrichtung greifen.

Mit schwarzen Dekorteilen und einem angedeuteten Unterfahrschutz in Silber wirkt der Dune robuster. An Ausstattung an Bord sind Klimaanalage, automatisch abblendenden Innenspiegel, Tempomat, Regensensor und Sitzheizung vorne. Gegen Aufpreis gibt es Extras wie Xenon-Scheinwerfer, eine Fender-Soundanlage, Smartphone-Anbindung oder ein Panoramadach für das Coupé.

Erhältlich ist der sowohl als Coupé wie auch als Cabrio angebotene Dune mit allen fünf Motorisierungen des Standard-Beetle. Die drei Benziner leisten 77 kW/105 PS, 110 kW/150 PS und 162 kW/220 PS. Bei den Selbstzündern haben Kunden die Wahl zwischen 81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS – das Doppelkupplungsgetriebe ist auch für den Dune erhältlich, ein Allradantrieb, der gut zur Crossover-Optik passen würde, dagegen nicht.

Aston Martin Vanquish Zagato Concept – Zum fünften Mal einzigartig

Aston Martin, Zagato und Villa d’Este – diese drei Namen stehen seit über fünfzig Jahren für ganz besondere Momente der Autobaukunst. Die traditionsreiche Partnerschaft zwischen der britischen Sportwagenmarke und dem italienischen Karossier hat nun ein neues Traumauto hervorgebracht: Den Vanquish Zagato Concept, der vom 21. bis 22. Mai 2016 auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este erstmalig bewundert werden darf.

Auch die Rückleuchten des Aston Martin Vanquish Zagato zitieren die Tradition des italienischen Karossiers
Auch die Rückleuchten des Aston Martin Vanquish Zagato zitieren die Tradition des italienischen Karossiers

Der Vanquish Zagato ist das nunmehr fünfte Fahrzeug aus der Kooperation der beiden Kultmarken, die bis auf den 1960 gebauten DB4 GT Zagato zurückgeht. Das jüngste Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit Zagato-Designern im Aston-Martin-Stammwerk in Gaydon entwickelt. Dort hat man sich für ein neues Blechkleid komplett aus Karbon entschieden. Um Fugen zu minimieren, wurden dabei möglichst große einteilige Karosserieteile eingesetzt. Die vor Kraft strotzende Außenhaut soll eine typische Aston-Martin-Designsprache mit klassischen Zagato-Elementen verbinden. Typisch für Zagato sind zum Beispiel die runden LED-Heckleuchten oder das Double-Bubble-Dach.

Als Kontrast zu der in Metallic-Rot lackierten Außenhaut bilden die seitlichen Fenster zusammen mit der Frontscheibe eine optische Einheit in der Art eines getönten Helmvisiers. Am steil abfallenden Heck des Vanquish Zagato vermitteln ein großer Diffusor aus Sichtkarbon und zwei voluminöse Doppelendrohre einen betont dynamischen Eindruck. Einige Details, wie etwa die Außenspiegel oder die Frontleuchten, wurden von den Aston-Martin-Modellen One-77 und DB11 abgeleitet.

Die Außenhaut des Aston Martin Vanquish Zagato wurde aus Karbon gefertigt
Die Außenhaut des Aston Martin Vanquish Zagato wurde aus Karbon gefertigt

Auch in Hinblick auf die dynamischen Eigenschaften soll das Einzelstück diesen Ausnahmeathleten nacheifern. Der 5,9-Liter-V12-Motor des Vanquish wurde auf 600 PS gepusht. Auf diese wurde auch das Fahrwerk hin abgestimmt, das ein noch sportlicheres Handling ermöglichen soll. (Mario Hommen/SP-X)

Citroen SpaceTourer Hyphen: Wenn man das Ziel aus den Augen verliert

Stellen wir uns mal vor, wir sind ein Autohersteller. Im Volumensegment. Also Supermarkt statt Feinkostladen. Unsere edlen Tropfen haben wir eben ausgegliedert und DS genannt. Jetzt müssen wir also mit Hausmannskost ordentlich Wind machen.

Citroen hat in Europa noch dazu ein kleines Neuheitenloch. Während man in China fröhlich neue DS-Modelle launcht und angeblich sogar die Nullserie eines neuen C6 von den Bändern läuft, muss es hier eine neue Transporterbaureihe richten. Das Nutzfahrzeug wird wie bisher Jumpy heissen (ja, Jumpys gibt’s auch im Supermarkt – das sind Chips in Känguru-Form), neu ist die Personentransporter-Version namens SpaceTourer. PSA-Schwester Peugeot bringt ein gleiches Modell und auch Toyota ist als Kooperationspartner wieder mit an Bord.

Um aufzufallen, hat sich Citroen für den Genfer Salon im März ein ganz besonderes Konzeptauto ausgedacht. Wenn alle Welt von Kompaktwagen und Mittelklasselimousinen auf SUV umsteigt, warum also nicht noch höher denken? Auftritt Citroen SpaceTourer Hyphen.

Zur Erinnerung: Ein Hyphen ist ein Bindestrich (die Pilzzellen gleichen Namens lassen wir mal unerwähnt), auch Trennstrich genannt. Will der Hyphen also den SpaceTourer-Piloten vom Rest der Welt trennen? „Sucht Ihr nur mit Euren Qashqais und Co. Parklücken, wenn ich am Wochenende nichts vorhabe, starte ich spontan bei der Rallye Dakar!“.

Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.
Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.

Beim Wüstentrip eher hinderlich wären die am Showcar verbauten Schneekrallen an den Offroadreifen. Ansonsten kommt der trennende SpaceTourer einem Expeditionsfahrzeug optisch schon sehr nahe. Wenn man sich länger als gewohnt am Citroen-Stand die Augen reibt, könnte das auch an der grellen Zweifarbenlackierung liegen. Auch im Innenraum geht es grell-bunt weiter. Im Pressetext liest man von „belebendem Design“ und einem „erfrischenden Innenraum“ – so kann man es auch sehen. Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen sollten den SpaceTourer Hyphen aber nur kurz betrachten. Das gilt auch für Fans alternativer Antriebsformen. Denn auch als Konzeptstudie verpasst der SpaceTourer ein Statement in Richtung Elektromobilität. Unter der Motorhaube steckt ein herkömmlicher Diesel mit 150 PS Leistung. Der wird auch den normalen SpaceTourer antreiben, um Hotelgäste vom Flughafen ins Skiressort zu shutteln oder die Großfamilie zur Oma.

Also ein leider halbherziger Messeauftritt. Das gilt auch für den Namen. Das Geheimnis darum lüften wir jetzt: Für die Studie ging Citroen eine Kooperation mit der französischen Elektropop-Gruppe „Hyphen Hyphen“ ein. Nur warum baut man dann keine extravagante Klanganlage in den Bus ein, der doch mit seinem Volumen einen perfekten Resonanzkörper darstellt?

Einen hochgebockten Allradbus, der den Fahrer noch mehr einmauert und von der Außenwelt abkanzelt als die modernen SUV-Trümmer, brauchen wir aber nicht unbedingt. Messeauftritt hin oder her.

Innen geht es auch ohne Menschen wild zu - Pop Art im Citroen-Bus?
Innen geht es auch ohne Menschen wild zu – Pop Art im Citroen-Bus?

Opel-Fan erstellt Petition für den neuen Opel GT

Woran erkennt man den Opel GT Fahrer? Am kräftigen rechten Arm. 

Ein mächtig alter Gag und er bezog sich, die Handy-Generation kann das nicht wissen, auf die Klappscheinwerfer des „alten“, des ursprünglichen Opel GT. Denn diese wurden über einen Hebel in der Mittelkonsole, links neben dem Handbremshebel „umgeklappt“. Auf-zu-auf-zu und fertig war die Förderstunde für den Muskel im rechten Arm.

Opel GT – Concept in Genf 2016

Für Genf hat Opel die Tage ein neues Concept vorgestellt. Ein kleiner Sportwagen, einer mit Frontmittelmotor und Heckantrieb. So wie man einen kleinen Sportler eben baut. Weil das mit dem „geheim halten“ heute schon so ein Problem ist, hat Opel das Konzeptfahrtzeug noch vor der offiziellen Premiere in Genf der Öffentlichkeit präsentiert.

Petition für den Bau des Opel GT

Yannic Brose ist vermutlich ein ziemlich großer Opel-Fan. Und ein Fan des neuen Opel GT. Und weil er auf Nummer sicher gehen will, das man bei Opel aus dem „Concept“ auch wirklich einen Serien-Roadster baut – hat er auf Openpetition nun eine Petition eingerichtet.

petition bau opel gt

Seine Forderung:

Hiermit möchten wir die Adam Opel AG dazu bewegen den neuen Opel GT, welcher in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellt wird, in Serie zu produzieren. Weitere Informationen findet man auf der Seite des Opel Blog: www.opel-blog.com/2016/01/27/gt-concept-zurueck-in-die-sportwagen-zukunft/

 

Bislang hat Yannick 159 Unterstützer gefunden. Wir wissen nicht, wie viele Unterstützer er braucht, bis man sich in Rüsselsheim zum Bau entscheidet, aber wir drücken Yannick schon einmal die Daumen!

Den schnittigen kleinen Roadster wollen wir ja auch fahren! 😉

 

 

 

News: Honda Project 2&4 – Zwitterwesen auf vier Rädern

Gattungsgrenzen aufheben und verwischen, Ungewöhnliches mit Bekanntem mischen sowie dem Spieltrieb freien Lauf lassen: Honda rief seine spielfreudigen Designer zu einem internen Wettbewerb auf. Die einzige Vorgabe lautete, den ursprünglich für die MotoGP-Rennserie entwickelten RC213V-Motorradmotor mit vier Rädern zu kombinieren. Unter 80 teilnehmenden Honda-Kreativen setzte sich die japanische Motorrad-Dependance mit ihren Ideen durch. Das Ergebnis hört auf den etwas sperrigen Namen Project 2&4 powered by RC213V und lässt sich während der IAA auf dem Honda-Stand betrachten.

Der Fahrer nimmt  auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz - ohne Dach oder sonstigem Schutz
Der Fahrer nimmt auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz

Sperrig ist das Gefährt, das unter der Leitung von Martin Petersson designt wurde, nicht. Das nur drei Meter lange sowie knapp ein Meter hohe Zwitterwesen erinnert ein wenig an den Honda-Formel-1-Wagen von 1965, den RA272. Damit zitiert Honda seine erfolgreiche Motorsportgeschichte. Der Fahrer nimmt allerdings neben dem Mittelmotor auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz. Manövriert wird mit einem Autolenkrad. Die Messestudie zeigt das Modell mit nur einem Sitz. Martin Petersson, Designer der Studie, plant aber auch eine zweisitzige Variante, bei der Fahrer und Beifahrer durch den Mittelmotor getrennt sind.

Manövriert wird mit einem Autolenkrad
Manövriert wird mit einem Autolenkrad

Für den Vortrieb sorgt der leicht modifizierte V4-Viertakter mit 158 kW/215 PS bei motorradtypischen hohen Drehzahlen von 13.000 U/min. Das maximale Drehmoment von 118 Newtonmetern liegt bei 10.500 Umdrehungen an. Die Schaltarbeit übernimmt ein speziell angepasstes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Da der Zwitter aus Motorrad und Vierrad-Konstruktion nur 405 Kilogramm wiegt, dürften die Beschleunigungswerte keine Fragen aufkommen lassen. Allerdings ist die Studie nicht fahrbereit, doch die Designer sowie die Honda-Techniker sind gewillt, weiter daran zu arbeiten und ihren Spieltrieb auszuleben.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

News: Studien auf der IAA – Das E-Auto kommt wieder, das SUV bleibt

Der Opel Astra ist ein gut gemachtes Auto. Gleiches gilt für den VW Tiguan oder den Audi A4. Große Überraschungen liefern die drei Neuauflagen ebenso wenig wie die meisten anderen Serienfahrzeug-Premieren. Gut, dass es ein paar innovative Studien gibt.

Bei Überlandfahrten verlängert sich die Karosserie nach hinten
Bei Überlandfahrten verlängert sich die Karosserie nach hinten

Mehr als die üblichen Design-Spielereien haben vor allem die deutschen Premiumhersteller aufgefahren. Mercedes überrascht mit dem Concept IAA (Intelligent Aerodynamic Automobile), einer Stromlinienlimousine mit nahezu fugenloser Karosserie. Statt Türgriffen gibt es ein Touchpad in der B-Säule, an Stelle von Außenspiegeln sorgen Kameras für die Sicht nach hinten. Besonderer Clou sind aber ausfahrbare Luftleitbleche am Heck. Ab Tempo 80 verlängern sie die Karosserie um 39 Zentimeter, lassen die Luft sanfter abströmen und sorgen so für einen rekordverdächtigen cW-Wert von 0,19. Mercedes bricht mit dem windschlüpfigen Viersitzer eine Lanze für die verbrauchssenkenden Effekte guter Aerodynamik. Diese sind zuletzt etwas in Vergessenheit geraten, weil sie beim üblichen NEFZ-Verbrauchstest kaum zum Tragen kommen (was im Gegenzug auch die guten Prüfstand-Verbrauchswerte von SUV erklärt). Auf langen Autobahnetappen soll der Praxisverbrauch jedoch merklich sinken.

Der cW-Wert soll bei 0,19 liegen
Der cW-Wert soll bei 0,19 liegen

Angetrieben wird der Mercedes von einem Hybridantrieb. Doch der bleibt im Vergleich mit den Aerodynamik-Tricks eher Nebensache. Im Zentrum steht die Antriebstechnik hingegen bei den Studien von Audi und Porsche. Die beiden Konzerngeschwister versuchen mit ihren E-Modellen sich gegenseitig, vor allem aber den kalifornischen Pionier Tesla, zu übertrumpfen. Der ist mit seinem erfolgreichen Oberklassestromer Model S beiden Marken seit längerem ein Stachel im Fleisch. Porsche gibt daher nun mit dem Mission E einen Ausblick auf einen viersitzigen Elektro-Sportler, der mit 440 kW/600 PS Leistung aus zwei E-Motoren aufwartet und gleichzeitig eine Reichweite von 500 Kilometern bieten soll. Ähnliche Werte verspricht Audi für sein E-Tron Quattro Concept, dessen drei E-Motoren rund 368 kW/500 PS liefern. Neben der hohen Reichweite und der großen Leistung beeindruckt die angekündigte Ladezeit der Akkus: Beim Audi sollen sie schon nach 30 Minuten an der Starkstromsteckdose wieder voll sein, beim Porsche sogar in der halben Zeit. Bis die E-Modelle ans Netz gehen, dauert es aber noch etwas. Audi nennt zumindest schon einen Zeitpunkt: das Jahr 2018.

Der Peugeot Fractal ist ein rollendes Tonstudio
Der Peugeot Fractal ist ein rollendes Tonstudio

Im Gegensatz zur Öko-Offensive der deutschen Hersteller setzen die Konzepte der Importeure vor allem auf Design. Gleich zwei Marken deuten an, wie sie sich künftige kleine SUV vorstellen. Relativ realistisch nähert sich Mazda dem Thema: Der Koeru zeigt die nächste Stufe des Crossover-Designs bei den Japanern und könnte einen Ausblick auf ein kommendes Modell zwischen dem Mini-SUV CX-3 und dem Kompaktmodell CX-5 geben. Weiter in die Zukunft schaut Nissan mit dem Gripz. Die besonders dynamisch gestaltete Mini-SUV-Studie vereint zur Imagewerbung drei Kernkompetenzen der Marke: Crossover-Design, Elektroantrieb und Sportwagentradition – so lehnt sich nicht nur das Design, sondern auch die Namenswahl an den Nissan Z an. Nebenbei könnte das zerklüftet gestaltete Konzeptfahrzeug einen Ausblick auf den nächsten Juke geben.

Zu den sympathischsten Schaustücken der Messe zählt der Citroen Cactus M Concept. Das Crossover-Cabrio ist ein Wiedergänger des legendären Strand-Buggys Méhari, basiert nicht wie dieser auf der Ente, sondern auf dem preisgünstigen C4 Cactus. Der Clou der Studie sind wasserfeste Sitzbezüge und Wasserabläufe im Boden, die den kompletten Verzicht auf ein Verdeck möglich machen. Dem Vernehmen nach könnte durchaus ein Serienmodell in Planung sein, auf das die Studie einen fernen Vorgeschmack gibt.

Der Citroen Cactus M ist ein Wiedergänger des Méhari
Der Citroen Cactus M ist ein Wiedergänger des Méhari

Keine Chance auf eine Serienumsetzung hat hingegen der Peugeot Fractal – das vielleicht originellste Ausstellungsstück der Show. Das kleine Coupé ist mehr rollendes Tonstudio als konventionelles Beförderungsmittel. Der mit Schaumstoff ausgekleidete Innenraum bietet das perfekte Klangbiotop für die Surround-Soundanlage. Oder für die sorgfältig designten Geräusche von Blinker oder Elektroantrieb. Gleichzeitig gibt der futuristische Viersitzer aber auch einen Ausblick auf das künftige Cockpit-Design der Marke. Hingucker sind beispielsweise Zierstreifen aus Eiche und Kupfer oder das viereckige Lenkrad.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Nissan-Studie Gripz – Neue Kleider

2008 sorgte Nissan mit der extrovertierten Studie Qazana in Genf für Aufsehen, und erst recht, als zwei Jahre später mit dem Klein-SUV Juke das Design des Concept Cars weitgehend unverändert in Serie umgesetzt wurde. Ähnliches könnte sich nun wiederholen: Die auf der IAA gezeigte B-Segment-Studie Gripz ist zwar offiziell nicht zum Bau vorgesehen, doch würde es nicht wundern, wenn in ein, zwei Jahren –vielleicht beim Juke II –die Vision erneut wahr würde.

Könnte so der nächste Juke aussehen?
Könnte so der nächste Juke aussehen?

Die auf der Frankfurter Messe enthüllte Studie steht auf üppigen 22-Zoll-Rädern, die im Verhältnis zu den überschaubaren Kleinwagen-Dimensionen noch wuchtiger als ohnehin wirken; erst recht mit den hinten aufgezogenen 255er-Reifen. An der Front findet sich eine spitze Nase, darunter der breite, senkrecht stehende Kühlergrill mit V-förmigem Chromemblem. Die Seitensicht wird von der ansteigenden Schulterpartie dominiert, dank silbern abgesetzter Lackierung sieht es zudem so aus, als würde die Dachlinie stark nach hinten abfallen –zusammen ergibt das schon im Stand jede Menge Dynamik. „Geometry Design“nennen die Japaner diese von Kanten und eckigen Formen gekennzeichnete Linienführung und sehen im Gripz „ein kleines Monster, das die ganze Zeit in einem Kreisverkehr zirkelt“– zugegebenermaßen eine gewagte Vorstellung.

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.
Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern. Darunter, ganz klassisch, zwei Auspuffendrohre. Die braucht der Gripz auch, obwohl er eigentlich mit Strom fährt. Doch geht dem Akku, der per Elektromotor alle vier Räder antreibt, der Saft aus, springt ein nicht näher definierter Range-Extender in die Bresche und erzeugt frische Energie. Selbst antreiben soll er den Wagen aber nicht. Die elektrisch Antriebseinheit ist vom Nissan Leaf entlehnt und soll demnach rund 80 kW/109 PS leisten und 250 Newtonmeter Drehmoment bereitstellen. Genaue Angaben dazu verweigert Nissan allerdings, genauso wie zu den exakten Abmessungen. Doch dürfte der Gripz mit rund 4,10 Metern Länge und einer Höhe von etwa 1,50 Metern ziemlich Juke-Maße haben.

Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.
Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.

Der Zutritt zum Cockpit erfolgt durch nach vorne aufschwingende Flügeltüren, die per Tastendruck öffnen –so braucht es keinen Türgriffe, die auf dem straff sitzenden Blechkleid Falten werfen könnten. In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern. Die Rückbank entert man durch hinten angeschlagene „Selbstmördertüren“; aufgrund der fehlenden B-Säulen ist der Zustieg problemlos möglich.

Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird –so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole. Die runden Lüftungsdüsen erinnern an Jet-Turbinen, das große Karbon-Volant könnte auch die Felge eines Rennrads sein. Dahinter gibt es ein einziges Rundinstrument mit integrierten, kleinen Zusatzuhren. Am Seriennächsten wirkt der stummelartige Gangwahlhebel, das scheinbar frei auf dem Dashbord schwebende Infotainment-Display wirkt dagegen futuristisch. Ob so das neue Multimedia-System Nissans aussieht?. Auch, ob die Japaner wirklich bald auf Außenspiegel verzichten wollen, ist noch offen. In der Studie übernehmen bereits Kameras deren Aufgabe.

In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.
In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.

Ob und wenn ja, wie die Designsprache des Gripz bei Nissan in die Serie umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Klar aber ist die Richtung: Derzeit haben die Japaner, abgesehen vom Juke, mit Micra, Pulsar und auch Qashqai eher schlichte Modelle mit wenig Wiedererkennungswert im Portfolio –das soll sich in Zukunft wieder ändern. Und das „Geometry Design“ist ein guter Schritt hin zu einem neuen Familiengesicht.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

IAA 2015: Mercedes-Benz und das CONCEPT IAA

Das Mercedes-Benz „Concept IAA“ (Intelligent Aerodynamic Automobile) soll zwei Autos in einem sein: Aerodynamik-Weltrekordler und viertüriges Coupé mit unwiderstehlichem Design. Weltpremiere am 14. September, 19:30 Uhr.

Das Mercedes-Benz „Concept IAA“ (Intelligent Aerodynamic Automobile) ist zwei Autos in einem: Aerodynamik-Weltrekordler und viertüriges Coupé mit unwiderstehlichem Design. Weltpremiere am 14. September, 19:30 Uhr.
Das Mercedes-Benz „Concept IAA“ (Intelligent Aerodynamic Automobile) ist zwei Autos in einem: Aerodynamik-Weltrekordler und viertüriges Coupé mit unwiderstehlichem Design. Weltpremiere am 14. September, 19:30 Uhr.13

 

Mercedes-Benz: Concept IAA – Sinnliche Klarheit?

Keine IAA ohne Konzeptfahrzeuge, auch nicht bei den Stuttgartern. Dieses Foto gibt einen ersten Ausblick auf das Konzeptfahrzeug mit Stern! 

Next Level Design. Concept IAA“. Weltpremiere am 14. September, 19:30 Uhr
Next Level Design. Concept IAA“. Weltpremiere am 14. September, 19:30 Uhr