Lynk & Co 03 Cyan Concept – Blauer Potenz-Protz

Aus der Performance-Marke Polestar ist nach dem Verkauf an Volvo das Motorsportteam Cyan Racing hervorgegangen, das jetzt einer anderen Geely-Tochter zu einem Power-Modell verhelfen könnte.

Cyan Racing heißt der Rennsport-Ableger der Volvo-Schwestermarke Lynk & Co. Bislang waren die Fahrzeuge allein für den Einsatz im Motorsport ausgelegt. Doch jetzt haben die Schweden ein extrem sportliches Konzept auf die Räder gestellt, das möglicherweise sogar eine Straßenzulassung bekommt. Es basiert auf dem Limousinen-Modell Lynk & Co 03, das der chinesische Hersteller seit vergangenem Jahr in China anbietet.

Das auffallend blau lackierte Kraftpaket wirkt wie ein Auto, das vor Kraft kaum mehr gehen kann

Optisch macht das Einzelstück keinen Hehl aus seinen rennsportlichen Genen. Das auffallend blau lackierte Kraftpaket wirkt wie ein Auto, das vor Kraft kaum mehr gehen kann. Für diesen Eindruck sorgen unter anderem Karosserieverbreitungen, aggressiv gezeichnete Schürzen und der mächtige Heckflügel. Understatement sieht jedenfalls anders aus.

Optisch macht das Einzelstück keinen Hehl aus seinen rennsportlichen Genen

Das Sonderstyling ist kein leeres Versprechen, denn der nur zwei Liter große Turbobenziner soll über ein sequentielles Getriebe 388 kW/528 PS und 504 Newtonmeter an die Vorderachse schicken. Dank eines dort integrierten Sperrdifferenzials soll ein Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,4 Sekunden möglich sein, der 200er-Marke fällt nach rund 10 Sekunden. Erst bei 310 km/h wird dem wilden Treiben Einhalt geboten.

Lynk & Co. hat auf Basis des Limousinen-Modells 03 ein extrem sportliches Konzept auf die Räder gestellt

Ein liefergelegtes Öhlins-Fahrwerk, 20-Zoll-Leichtmetallräder mit 285er-Reifen sowie großzügig dimensionierte Bremsen, vorne mit Sechskolbenzangen, versprechen eine der Leistung entsprechend gute Straßenlage. Ob, wann und in welchen Märkten ein solches Fahrzeug möglicherweise angeboten wird, sagt Lynk & Co noch nicht. 

Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

2018 will Jaguar den elektrisch angetriebenen I-Pace in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Techrules zeigt Serienversion – Mit 96.000 Umdrehungen

Im Jahr 2016 stellte sich mit Techrules eine neue Automarke auf dem Genfer Autosalon vor. Mit einem damals noch als Studie deklarierten Extremsportler mit Mikro-Gasturbinen-Hybridantrieb sorgten die Newcomer für großes Aufsehen. Dem spektakulären Showcar soll schon bald eine Serienversion folgen. Vom 9. bis 19. März 2017 feiert sie ihre Weltpremiere – erneut auf dem Genfer Autosalon.

Hinter Techrules steckt ein in Peking beheimatetes Elektroauto-Start-up, welches sich allerdings zur Entwicklung des Fahrzeugs mit dem Codenamen GT96 kompetente Schwergewichte ins Boot holte. Für das futuristische wie sportliche Design sind Fabrizio und Giorgetto Giugiaro verantwortlich. Sie haben sich für eine von Jets inspirierte Flunder mit futuristischer Außenhaut entschieden. So sollen die Insassen wie bei einem Düsenjäger ein- und aussteigen. Das ebenfalls vom Flugzeugbau inspirierte Cockpit soll neben hochwertigen Materialien seinen Insassen außerdem eine besonders gute Rundumsicht bieten. Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehören Laser-Scheinwerfer und Starburst-LED-Rückleuchten. Letztere sollen besonders scharfe, mehrfarbige Lichtstrahlen ermöglichen. Damit das dramatische Design nicht durch Außenspiegel verunstaltet wird, vermitteln Rückfahrkameras dem Fahrer einen Eindruck vom rückwärtigen Verkehr.

Auch beim Chassis setzt Techrules auf italienische Expertise. In diesem Fall hat L.M. Gianetti das Fahrgestell entwickelt. Dabei sollen hochwertige Komponenten den Anforderungen eines Supercars gerecht werden.

Bei dem 2016er-Konzept sorgen wohl auch in der Kleinserie gleich mehrere E-Motoren an beiden Achsen für insgesamt 768 kW/1.044 PS. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h soll 2,5 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 350 km/h liegen. Der Clou: Als Range-Extender ist eine Mikro-Turbine an Bord, die mit Kerosin gefüttert und mit bis zu 96.000 Umdrehungen Strom zum Vortrieb generiert.
Über die Preise schweigt man sich aus, die 25 Exemplare der geplanten Miniserie dürften jeweils mehrere Millionen Euro kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Genf-Studie Ssangyong XAVL – Langes Vorspiel

Bei Ssangyong ist es mittlerweile Tradition, neue Serienmodelle mehrstufig mit Konzeptfahrzeugen anzukündigen. So gaben die Koreaner im September 2015 auf der Frankfurter IAA mit der Studie XAV einen ersten Ausblick auf eine Neuauflage des Mittelklasse-SUV Korando. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) folgt mit dem Konzeptfahrzeug XAVL der zweite Vorbote.

Der aufgeräumte Arbeitsplatz des Ssangyong XAVL bietet große Displays

Die Abkürzung XAVL steht für eXciting Authentic Vehicle Long. Aufregend (exciting) soll der Allradler aufgrund seiner dynamisch inszenierten Blechhaut wirken, die dank prominent ausgestellter Radhäuser zudem Erinnerungen an den Ur-Korando aus den 1990er-Jahren weckt. Diese Ähnlichkeit soll dem kommenden SUV-Modell wiederum ein gewisses Maß an Authentizität verleihen. Darüber hinaus handelt es sich um eine im Vergleich zum XAV deutlich gestreckte Karosserie. Anders als die rund 4,20 Meter lange IAA-Studie bietet der XAVL deshalb auch einen sieben- statt fünfsitzigen Innenraum, für den Ssangyong zudem eine Funktionalität auf dem Niveau eines Vans verspricht.

Das Konzept XAVL bietet eine dynamische Außenhaut mit leichten Retro-Anleihen

Trotz Retro-Anleihen in der Außenhaut bietet der XAVL einen modernen und aufgeräumten Arbeitsplatz mit großen digitalen Anzeigen im Kombiinstrument und zentral auf dem Armaturenbrett. Den Korando-Nachfolger wird es sowohl mit Diesel wie auch Benzinmotoren geben. Der koreanische Allradspezialist verspricht zudem eine gehobene Ausstattung. Ein Termin für den Marktstart wurde noch nicht mitgeteilt, er dürfte aber nicht allzu weit in der Zukunft liegen.
(Mario Hommen/SP-X)

Nanoflowcell Quant 48Volt – Elektrischer Reichweiten-Riese

Heilsbringer oder Scharlatan? Bei Nanoflowcell scheiden sich die Geister. Allen Kritikern zum Trotz stellt die in Liechtenstein beheimatete Firma in Genf Jahr für Jahr Autos mit Elektroantrieben vor, die fast zu schön klingen, um wahr zu sein. 2017 folgt das nächste Konzept auf der Schweizer Automesse.

Das besondere an den Autos von Nanoflowcell: Sie verfügen über Flusszellen-Batterien, die nicht per Kabel geladen wird. Stattdessen muss man eine elektrolytischen Flüssigkeit tanken

Quant 48Volt heißt die neue Studie, die im Vergleich zu einigen Vorgängern optisch nur in Nuancen modifiziert wurde. Wichtiger als das Design des Flügeltürers ist allerdings die Antriebstechnik. Wie bisher gibt es eine Flusszellen-Batterie, die durch die Betankung mit einer elektrolytischen Flüssigkeit den für den Antrieb nötigen Strom generiert. Das Auto muss also nicht ans Kabel, sondern an die Zapfsäule. Allerdings wird dann ähnlich wie bei einer Brennstoffzelle durch chemische Reaktionen elektrischer Strom generiert. Im Fall des Quant 48Volt soll eine Betankung Energie für 1.000 Kilometer freisetzen.

Mit einer Tankfüllung soll der Quant 48Volt gut 1.000 Kilometer weit fahren können

Der Quant 48Volt ist nicht nur Reichweitenwunder, sondern auch Tesla-Killer, denn für den Vortrieb sind vier jeweils 140 kW starke Niedervoltmaschinen verantwortlich, die zusammen 560 kW/760 PS in den Vortrieb werfen. Die Standardsprintzeit des Allradlers soll nur 2,4 Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit bei 300 km/h liegen. (Mario Hommen/SP-X)

Rückblick Autojahr 2016 – Die besten Studien

Auf den Automessen sind sie das Salz in der Suppe, versetzen die Besucher ins Staunen und lassen uns von einer besseren Zukunft der Mobilität träumen: Studien, die uns die Autoindustrie auch 2016 wieder in großer Zahl präsentierte. Die Thinktanks der Autoindustrie sind deutlich kreativer und visionärer als es das alltägliche Straßenbild vermuten lässt. Unter den vielen Konzepten des vergangenen Jahres haben sich einige besonders hervorgetan.

Viel Aufsehen erregte gleich zu Jahresbeginn der Zero1 von Faraday Future. Mit der Wunder-Flunder wurde nicht nur ein rein elektrisch betriebenes Hypercar der Zukunft vorgestellt, sondern gleich auch eine neue Automarke, die in den USA Tesla Konkurrenz machen soll. Ein Highlight sind die 1.000 PS aus insgesamt vier Motoren. Zudem soll die Sportwagenvision autonom fahren können, sowie viele onlinebasierte Nutzungsmöglichkeiten und Augmented-Reality-Funktionen bieten. Ob den hochtrabenden Plänen allerdings Taten folgen, bleibt abzuwarten.

Eine tolle Hommage an ein tolles Auto: BMW 2002 Hommage

Eigentlich nur bauen bräuchte BMW den im Frühjahr vorgestellten 2002 Hommage. Dieser deutet keine großspurigen Zukunftsvisionen an, sondern wirft einen Blick zurück auf den legendären Heißsporn 2002 Turbo, dessen Formen auch heute noch faszinieren. Die Neuzeit-Interpretation Hommage vermittelt trotz moderner Optik ganz viel von dieser Faszination. Technisch ließe sich der Neuzeit-2002 leicht für den Serienbau umsetzen, denn unter seiner Blechhaut steckt mit dem 2er Coupé ein Großserienfahrzeug. Praktisch wird der Hommage aber nur ein Traum bleiben, der an eine Sternstunde des Autobaus der Vergangenheit erinnert.

Gleiches trifft auf den Opel GT Concept zu. Auch hier geht es um einen Vorschlag, wie ein später Nachfolger der einst legendären Volks-Corvette aussehen könnte. Die Fans waren sich schnell einig, dass es so gehen könnte. Die Technik ist zudem bodenständig, denn unter der langen Haube des Bonsai-Boliden steckt ein 145 PS starker Dreizylinder-Benziner, der eine Sprintzeit in acht Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h erlaubt. Eigentlich müsste Konzernmutter GM nur grünes Licht geben, doch bisher hat Opel nichts von einer positiven Entscheidung über einen Serienbau angedeutet.

Schöner Volkssportler: Opel GT Concept

Ein Coupé ganz anderen Zuschnitts hat Mercedes im Sommer gezeigt: Das Super-Coupé Mercedes-Maybach 6 verkörpert das absolute Gegenteil des Volkssportlers Opel GT. Hier haben die Stuttgarter vielmehr ein Luxuscoupé für Superreiche entworfen, dessen verschwenderische Proportionen beim Betrachter Schnappatmung auslösen. Ob der ewig lange Vorderwagen, die 24-Zoll-Räder oder die Flügeltüren – in jeder Faser seiner Existenz hebt sich dieses Auto vom Einerlei ab. Wohl auch deshalb wird dieser Big Benz ein unerreichbarer Traum bleiben. Doch gewisse Elemente der Studie dürften sich irgendwann im Serienbau zukünftiger Mercedes-Modelle wiederfinden. Vielleicht kommt sogar in ein paar Jahren tatsächlich ein Maybach-Coupé. Und vielleicht auch ein rein elektrisch betriebenes, wie eben die Studie, die dank der vier E-Motoren über 750 PS verfügt und dank einer 80-kWh-Batterie bis zu 500 Kilometer weit kommen soll.

Apropos elektrisch: 2016 war das Jahr, in dem der Elektroantrieb bei Studien fast schon Standard war. Wie etwa beim Vision Van von Mercedes, der sich trotz seiner futuristischen Hülle in vielen Punkten als durchaus realistischer Entwurf für einen Kleintransporter der Zukunft empfiehlt. Diese Sprinter-Vision ist nicht nur emissionsfrei unterwegs, sie findet auch ganz von selbst den Weg zum nächsten Paketempfänger. Der Fahrer darf sich derweil auf die Auslieferung vorbereiten. Dafür muss der Bote nicht einmal aussteigen, da die Paketübergabe auf per Drohne erfolgen kann.

Liefert auch per Drohne: Mercedes Vision Van

Ebenfalls autonom und elektrisch unterwegs ist eine von Mini im Sommer 2016 vorgestellte Studie namens Next 100. Das optisch sehr visionär gestaltete Konzept bietet dank E-Antrieb und autonomer Fahrtechnik völlig neue Freiheitsgrade in Hinblick auf die Innenraumgestaltung. Trotz einer kompakten Karosserie ist die Fahrgastzelle geräumig, unter anderem weil auf sicherheitsrelevante Aspekte wie Airbags oder Knautschzonen verzichtet werden konnte. Der Next-100-Mini baut schlichtweg keine Unfälle. So einfach kann das sein.

Verkehrsunfälle und ihre Folgen sind eine der großen Geißeln unserer hochmobilen Welt. Eine Studie der australischen Verkehrssicherheitsbehörde hat deshalb einen überlebenstüchtigen Insassen entworfen. Nein, bei dieser Studie handelt es sich nicht um ein Auto, sondern um einen Menschen. Und zwar um einen von äußerst robuster Machart. Graham heißt der Freak, der mit viel Fett im Gesicht und einer helmartigen Schädelform auch mit voller Wucht gegen ein Lenkrad prallen kann, ohne größere Schäden davon zu tragen. Die Frage nach einer Serienversion mag sich in diesem Fall erübrigen, doch wer weiß, welch seltsame Blüten die Evolution über lange Zeiträume hervorzubringen imstande ist.

Ebenfalls kein Auto und ebenfalls dick und rund ist eine Reifenstudie von Goodyear namens Eagle-360. Bei dem Pneu der Zukunft handelt es sich um eine schwarze Kugel mit Profil, die künftig unter Elektroautos geschnallt werden könnte. Was irgendwie nach Science-Fiction-Spinnerei à la „I, Robot“ klingt, ist durchaus ernstgemeint. Der Kugelreifen soll nämlich gleich noch im Inneren einen Antriebsmotor beherbergen. Ähnlich wie bei Radnabenmotoren könnte dann auf den eigentlichen Motor verzichtet werden, was völlig neue Möglichkeiten bei der Karosseriegestaltung eröffnen könnte. Laut Goodyear allerdings nicht vor 2030.

Eine heiße Flunder von Renault: Elektrosportwagen Trezor

Gut stehen könnten diese Reifen einer von Renault im Herbst auf dem Pariser Autosalon vorgestellten Studie eines futuristisch anmutenden Elektrosportwagens namens Trezor. Dank reichlich Power kann diese Flunder ziemlich schnell und sogar bis zu 300 Kilometer weit fahren. Auf Wunsch auch autonom. Beeindrucken kann der Trezor vor allem mit seinen Proportionen, denn der 4,70 Meter lange Zweisitzer baut nur einen Meter hoch. Und er hat keine Türen, stattdessen öffnet sich die ganze Fahrgastzelle nach oben. Unter anderem dank dieser Lösungen liegt der Luftwiderstandsbeiwert bei 0,22. Klingt mehr als spannend, bleibt aber ein Einzelstück.

Feines Möbel: Setsuna Concept von Toyota

Aus im Wortsinn ganz anderem Holz geschnitzt ist die Toyota-Studie Setsuna, die im April auf der Mailänder Möbelmesse Design Week vorfuhr. So wurde für die Außenverkleidung des bootsartigen Roadsters Zedernholz verwendet, während der Rahmen aus Birke ist. Montiert wurde die Setsuna von einer traditionellen japanischen Tischlerei, die weder Nägel noch Schrauben verwendet. Für den Antrieb sorgt ein nicht näher beschriebener Elektromotor. Lautlos, abgasfrei in einem wie ein feines Möbelstück getischlertem Auto durch gesunde Wälder stromern – könnte das nicht herrlich sein?! 2016 hat jedenfalls viele Studien hervorgebracht, die den Weg in die richtige Richtung weisen. (Mario Hommen/SP-X)

Amerikaner überraschen mit seriennahen Studien – Träume zum Anfassen

Die SUV stehen auch auf der Wunschliste der Amerikaner ganz oben. Nirgendwo ist das Angebot so groß, jeder Hersteller hat mehrere solcher eckigen Ungetüme im Programm. Wie der Luxus-SUV der Zukunft aussehen wird, zeigt die bei uns weithin unbekannte Marke Lincoln, im Hause Ford für Luxusmodelle zuständig, mit einer aufregenden Studie des riesigen Navigator. Erzrivale General Motors kontert mit „Denkmodellen“ von großen Limousinen und eleganten Coupés. Alle sind nicht weit von der Serienreife entfernt.

Wie der Lincoln Navigator, ein riesiges SUV mit dem Gardemaß von 5,67 Metern. Die endgültige Neuauflage des bekannten Giganten wird im kommenden Frühjahr in New York Premiere feiern. In Los Angeles war noch die Studie zu bestaunen, die vor allem mit zwei auffallenden Details glänzte. Die gewaltige nach oben schwingende Tür über die ganze Breite des Passagierabteils hinweg eröffnet den Blick auf den fast glamourösen Innenraum mit den drei Sitzreihen. Um leichter in das belederte Innenleben des gut zwei Meter hohen Dickschiffs zu kommen, wird eine dreistufige Treppe unter dem Seitenschweller elektrisch aus- und wieder eingefahren. Ohne Geländer allerdings.

Die Serienversion des Lincoln Navigator ist für New York angekündigt
Die Serienversion des Lincoln Navigator ist für New York angekündigt

Um es vorweg zu sagen: Beide Gags werden sich im Serienmodell nicht wiederfinden, fielen dem Rotstift oder staatlichen Vorgaben zum Opfer. Was bleibt ist das Design mit dem wuchtigen Vorbau und dem stattlichen verchromten Grill, der das neue Lincoln-Gesicht vorwegnimmt. Die Silhouette der Außenhaut ist ein wenig dem britischen Range Rover nachempfunden, der auch in den USA hohes Ansehen genießt. Komfort ist Trumpf auf jedem der sechs Einzelsitze. Vorne große Displays, für das Fond-Quartett schweben Bildschirme fast in Augenhöhe und locken zum Surfen oder Gamen. Die Materialien sind erlesen, aber nicht schwülstig.

Die gewaltige nach oben schwingende Tür über die ganze Breite des Passagierabteils hinweg eröffnet den Blick auf den fast glamourösen Innenraum mit den drei Sitzreihen
Die gewaltige nach oben schwingende Tür über die ganze Breite des Passagierabteils hinweg eröffnet den Blick auf den fast glamourösen Innenraum mit den drei Sitzreihen

Abrüstung unter der nach oben gewölbten Motorhaube: Statt eines dicken V8 muss der Navigator von morgen mit einem 3,5-Liter-Ecoboost auskommen, der auch in diversen Ford-Modellen eingesetzt wird. Nach Deutschland wird sich der Gigant nicht wagen. Wo sollte er auch in den engen Altstädten um die Ecken kommen oder einen Parkplatz finden.

Die Silhouette der Außenhaut ist ein wenig dem britischen Range Rover nachempfunden, der auch in den USA hohes Ansehen genießt
Die Silhouette der Außenhaut ist ein wenig dem britischen Range Rover nachempfunden, der auch in den USA hohes Ansehen genießt

Bei der bildschönen Studie einer großen Limousine mit dem Cadillac-Logo ist das anders, auch wenn er mit 5,35 Metern ebenfalls die Europäer seiner Klasse deutlich überragt, aber das Einparken sicher einem Chauffeur überlassen wird. Der Escala überrascht mit einem fast puristischen Kleid, das sich nur auf der Motorhaube sichtbare Kanten leistet. Die ansonsten glatte Seitenansicht wird durch eine nach hinten spitz zulaufende Sicke über dem Schweller geprägt, die wohl für optische Dynamik sorgen soll. Der Innenraum verzichtet weitgehend auf Schalter und Hebel, die meisten Funktionen werden auf zwei LED-Bildschirmen zusammengefasst, die sich vor und rechts neben dem Dreispeichen-Lenkrad ausbreiten. Unter der Haube arbeitet ein neu konstruierter 4,2-Liter-Achtzylinder mit Doppelturbo, dessen Leistungsdaten die Nobelmarke von General Motors noch verschweigt. Der Escala wird in der Modellhierarchie über dem schon bekannten CT6 angesiedelt, mit der er sich allerdings die Plattform teilt.

Unter der Haube arbeitet ein neu konstruierter 4,2-Liter-Achtzylinder mit Doppelturbo
Unter der Haube arbeitet ein neu konstruierter 4,2-Liter-Achtzylinder mit Doppelturbo

Apropos CT6, dessen Deutschland-Export inzwischen bereits läuft: Er erscheint jetzt als sogenannter Plug-In-Hybrid, dessen Batterie an der Steckdose aufgeladen wird. In der vertrauten Karosserie arbeitet ein 2-Liter-Turbobenziner mit zwei Elektromotoren zusammen. Gemeinsam kommen sie auf 246 kW/335 PS und eine Durchzugskraft von 586 Newtonmetern. Die rein elektrische Reichweite liegt bei etwa 48 Kilometer, bevor die Batterie wieder ans Stromnetz muss. Der Verkauf des „grünen“ Cadillacs beginnt in den USA im Frühjahr, Preis umgerechnet rund 77.000 Euro. Deutschland-Export noch nicht entschieden.

Über eine Serienproduktin des Buick Avista ist noch nicht entschieden
Über eine Serienproduktin des Buick Avista ist noch nicht entschieden

Immer noch völlig unklar ist dagegen das Schicksal eines schönen Coupés der GM-Marke Buick, das bereits im Januar in Detroit enthüllt wurde und jetzt in leicht veränderter Form auch in Los Angeles bestaunt werden kann. Obwohl mit Design-Preisen überhäuft, ist eine Serienproduktion des Avista immer noch nicht entschieden. Fest steht inzwischen allerdings, dass der gut fünf Meter lange Zweitürer nicht als neues Opel-Sportcoupé über den Atlantik schwimmt. Trotz der Ungewissheit über die Zukunft des Avista markiert er aber den Trend künftiger Coupés, die Eleganz der zur Schau getragenen Sportlichkeit vorziehen. Dabei hat der 2+2Sitzer mit seinem 294 kW/400 PS starken V6-Biturbo allemal das Zeug zum Athleten. Vielleicht sehen wir ihn ja als Roadster-Studie im Januar in Detroit wieder. (Peter Maahn/SP-X)

Fest steht inzwischen allerdings, dass der gut fünf Meter lange Zweitürer nicht als neues Opel-Sportcoupé über den Atlantik schwimmt
Fest steht inzwischen allerdings, dass der gut fünf Meter lange Zweitürer nicht als neues Opel-Sportcoupé über den Atlantik schwimmt

Subaru VIZIV-7 SUV Concept – Wieder ein großer Allrader

Subaru will wieder ein großes SUV bauen. Auf der LA Auto Show zeigen die Japaner nun mit der Studie VIZIV-7, wie ein Nachfolger des gefloppten Tribeca aussehen könnte. Der 5,20 Meter lange Siebensitzer verzichtet auf das extravagante Styling seines Vorgängers, setzt stattdessen im aktuellen Stil der Marke auf optische Robustheit mit großem Kühlergrill und muskulösen Radkästen. Auch das Platzangebot soll dank eines Radstands von knapp drei Metern deutlich zulegen; vor allem in Reihe drei soll es luftiger zugehen als im Tribeca. Zum Antrieb gibt es noch keine Informationen, Allradtechnik und Boxermotor gelten aber als sicher. Auch Plug-in-Hybridtechnik ist denkbar. Das Serienmodell kommt Anfang 2018 auf den amerikanischen Markt, wo er gegen Modelle wie Toyota Highlander, Honda Pilot und den neuen VW Atlas antritt.

Das Serienmodell kommt Anfang 2018 auf den amerikanischen Markt, wo er gegen Modelle wie Toyota Highlander, Honda Pilot und den neuen VW Atlas antritt
Das Serienmodell kommt Anfang 2018 auf den amerikanischen Markt, wo er gegen Modelle wie Toyota Highlander, Honda Pilot und den neuen VW Atlas antritt

Der 5,20 Meter lange Siebensitzer verzichtet auf das extravagante Styling seines Vorgängers B9 Tribeca
Der 5,20 Meter lange Siebensitzer verzichtet auf das extravagante Styling seines Vorgängers B9 Tribeca

Ob das große SUV auch nach Deutschland kommt, ist ungewiss. Bereits dem Vorgänger B9 Tribeca war hierzulande kein Erfolg beschieden, 2010 wurde der Verkauf nach nur knapp vier Jahren eingestellt. In den USA war der Allrader noch bis 2014 zu haben. (Holger Holzer/SP-X)

Mercedes Vision Van – Mutterschiff für Drohnen

Ein Lenkrad? Fehlanzeige. Auch Pedale oder Schaltknüppel sind in diesem Auto einfach verschwunden. Wie in der Playstation oder in Airbus-Flugzeugen wird alles per Joystick geregelt, damit sich der Fahrer an seinem Arbeitsplatz frei bewegen kann. Da er oft aus- und wieder einsteigen muss, wird wertvolle und teure Zeit eingespart. So jedenfalls stellt sich Mercedes den Transporter der Zukunft vor, der sogar seine eigenen Lieferdrohnen an Bord hat. Das Konzept-Modell Vision Van soll Mitte des Monats einer der Stars auf der Nutzfahrzeuge-IAA in Hannover werden. Vorab war es jetzt schon in Stuttgart zu bestaunen.

Das Fahrerhaus hat einen ebenen Boden und wurde weit nach vorne gerückt
Das Fahrerhaus hat einen ebenen Boden und wurde weit nach vorne gerückt

„Intelligent, sauber und immer online“, so fasst Volker Mornhinweg, bei Daimler für die Vans verantwortlich, die Eigenschaften des Denkmodells zusammen. Er räumt aber freimütig ein, dass es dabei um den Mercedes-Transporter von übermorgen geht. „Der Vision Van ist ein Logistikcenter auf Rädern“, erklärt er. Weil der Lieferverkehr in den Ballungsräumen immer wichtiger wird, müssen sich auch die Hersteller von kleineren Nutzfahrzeugen anpassen. „Wir werden zum Komplettanbieter“, kündigt Mornhinweg an, „liefern neben dem Fahrzeug auch eine Fülle von Dienstleistungen, Transportlösungen und Möglichkeiten zur Online-Kommunikation.“

Zum Losfahren muss der Transporter-Fahrer von Übermorgen den Joystick nach hinten ziehen
Zum Losfahren muss der Transporter-Fahrer von Übermorgen den Joystick nach hinten ziehen

Der Vision Van fasst viele dieser Ideen zusammen. Natürlich hat er einen reinen Elektroantrieb, da künftig sicher viele Innenstädte nur noch abgasfrei befahren werden dürfen. Er leistet 75 kW/102 PS und verwöhnt mit einer Durchzugskraft von bis zu 270 Newtonmetern. Damit könnte er gut 120 km/h schnell sein. Da er jedoch ausschließlich für den Einsatz im Stadtgebiet gedacht ist, wurde die Spitze auf 80 km/h begrenzt. Aufgeladen wird der Ideenträger entweder per Induktion (wie zum Beispiel ein Wasserkocher) oder auch per Steckdose Die Reichweite pro Batterieladung liegt je nach Version zwischen 80 und 270 Kilometern. Äußerlich ähnelt er der PKW-Studie F015, von der er neben der glatten Außenhaut auch die Frontpartie geerbt hat. Der Unterschied: Der futuristische Transporter ist nicht für das autonome Fahren vorgesehen, das im Kurzstrecken-Verkehr durch das Großstadt-Gewühl nicht wirklich Sinn machen würde.

Das Fahrerhaus hat einen ebenen Boden und wurde weit nach vorne gerückt. Um dem Fahrer zum Beispiel eines Kurierdienstes möglichst viel Bewegungsfreiheit zu bieten, wurde auf all das verzichtet, was heute oft für Enge sorgt. Kein Lenkrad, keine Pedale, kein Schaltknüppel. Der kleine Joystick links vom Fahrer erledigt alles. Hat Airbus mit dem A320 einst die Fly-by-Wire (Fliegen per elektronischen Befehlen statt mit Mechanik) erfunden, will Mercedes Vorreiter beim „Drive-by-Wire“ sein. Zum Losfahren muss der Transporter-Fahrer von Übermorgen den Joystick nach hinten ziehen. Dann lenkt er den Van entlang der vorher im Navigationssystem programmierten Route, die per Computer auf Grund der Kundenadressen zuvor errechnet hat. Ferngesteuert wird auch die Betätigung der seitlichen und hinteren Ladetüren. Gleichzeitig wird der Verkehr durch Leuchtsignale gewarnt, dass hier ein Hindernis am Straßenrand im Weg steht. Oder dass gleich eine der Drohnen abheben wird.

Weil der Lieferverkehr in den Ballungsräumen immer wichtiger wird, müssen sich auch die Hersteller von kleineren Nutzfahrzeugen anpassen
Weil der Lieferverkehr in den Ballungsräumen immer wichtiger wird, müssen sich auch die Hersteller von kleineren Nutzfahrzeugen anpassen

Das Boden-Luft-Bündnis ist eine der Top-Ideen des Vision Van. Denn die bestellten Waren können von ihm aus auch durch die Lüfte zum Empfänger befördert werden. Zwei Drohnen, die auf dem Dach des Autos bereitstehen, übernehmen Frachtaufgaben bis zu einer Entfernung von 10 Kilometern. Die Flugleitzentrale ist an Bord des Transporters. So können bei einem Stopp gleich mehrere Kunden bedient werden. Durch die enge Vernetzung über Internet und Cloud-Dienste können Liefertermine außerdem vorher mit dem Empfänger abgestimmt werden. Das lästige Abholen in einer Packstation, weil man eben nicht zu Hause war, wird deutlich reduziert.

„Von unseren Logistik-Kunden wissen wir, dass die letzte Meile der teuerste Teil des Liefervorganges ist. Unsere Lösungen können diese Kosten erheblich reduzieren“, erklärt Volker Mornhinweg. Dazu gehört auch, dass der Zukunfts-Van erheblich effektiver beladen wird. Das kann per Roboter erledigt werden, der die Waren bereits vor dem Start nach Routen sortiert und in einer Art Gestell aufreiht. Das wird dann wiederum automatisch passgenau ins Auto befördert. So verringert sich die Beladezeit von derzeit gut 80 auf fünf Minuten. Auch der zur Verfügung stehende Laderaum kann besser genutzt werden.

Die Waren werden bereits vor dem Start nach Routen sortiert und in einer Art Gestell aufreiht
Die Waren werden bereits vor dem Start nach Routen sortiert und in einer Art Gestell aufreiht

Alles natürlich noch Zukunftsmusik. Aber Daimler hat 200 Mitarbeiter auf das Projekt angesetzt, die mit ihren Ideen für kommende Transporter nicht hinterm Berg halten sollen. „Für uns beginnt gerade eine neue Ära. Ähnlich wie ein Start-up-Unternehmen wollen wir völlig neue Wege gehen, Entwicklungszeiten verkürzen oder auch mit Partnern an kundenfreundlichen Lösungen zusammenarbeiten“, sagt Mornhinweg. (Peter Maahn/SP-X)

News: Der Volkswagen up! Neue Gewänder in Genf

Der Volkswagen up! ist tatsächlich schon seit 2011 auf dem Markt – da wird es förmlich Zeit für ein Facelift. Das zeigen die Wolfsburger nun in Genf und verpassen dem Kleinstwagen eine Frischzellenkur. Mehr Individualisierungsmöglichkeiten und eine neue Topmotorisierung sollen den kleinen Volkswagen wieder in Schwung bringen. Aber nicht nur der up! wird in der Schweiz gezeigt, sondern auch das Concept Car eines SUV. Viel verraten die Wolfsburger dazu aber noch nicht.

Die Varianten-Vielfalt des up! ist jetzt schon nicht gerade das, was man als klein bezeichnet. So gibt es den kleinsten aller aktuellen Volkswagen in den Ausstattungs-Linien take up!, move up! und in zwei Versionen der Ausstattung color up! Hinzu gesellt sich der cross up! Bei den Motoren ist die Auswahl schon etwas übersichtlicher: Den Einstieg bilden zwei 1.0 Dreizylinder mit 60 oder 75 PS, die vom Stromer e-up! und einer Erdgas-Variante ergänzt werden. Mit dem Facelift soll aber eine neue Topmotorisierung Einzug halten, die 90 PS bereitstellt. Damit sollte Fahrspaß sogar in der kleinsten Fahrzeugklasse garantiert sein.

Der neue Volkswagen up!

Neu sind zudem zwei Modelle des up!: Zum einen der load up! und der up! beats. Ersterer soll sich als Mikro-Transporter eigenen, da er nur zweisitzig vorfährt und somit einen besonders geräumigen Laderaum bereithält. Der up! beats hingegen resultiert aus einer Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Beats Audio. Dieses Modell des Kleinstwagens bekommt ein 300 Watt Soundsystem. So kommt satter Klang auch in die kleinste Hütte. Wenn diese Variationen noch nicht ausreichen, kann man seinen neuen Volkswagen up! darüber hinaus mit neuen Außenfarben, Polstern und entsprechenden „Dashpads“ – also auf deutsch Armaturenbrett-Leisten – individualisieren. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen bilden schlussendlich verschiedene Folien-Designs, womit man dem Konkurrenten Opel Adam mindestens ebenbürtig ist.

Neben der Optik fassen die Wolfsburger auch das Infotainment des neuen VW up! an: Die Integration des Smartphones ist hier fester Bestandteil des Systems. Mit der VW App kann man nicht nur seine Musik streamen oder sich die passsende Route raussuchen, sondern auch die relevanten Fahrzeugdaten abrufen lassen. Das alles natürlich eingebettet in das neue Cockpit, das – wie es scheint – nun auch mit einer Klimaautomatik zu bekommen ist.

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Das eingangs erwähnte SUV wird ein Concept Car, das Ausblick auf ein Kompakt-SUV geben wird und fest geplant ist. Genaueres wird bislang aber noch nicht verraten. Einzig über das Bedienkonzept sprechen die Wolfsburger im Flüsterton: Es soll sich stark an das des Budd-e anlehnen und fast gänzlich ohne Schalter oder Knöpfe auskommen. Dann sind wir doch mal gespannt, ob VW endlich ein SUV auf Polo-Basis auf den Markt bringt, wie man schon länger munkelt. Der Konkurrent aus Rüsselsheim, der Opel Mokka, beackert diesen Markt bislang sehr erfolgreich.

 

Autonews – Der Wochenrückblick KW 36

1. BMW M4 Cabrio vereint Sport-Familie

Der Sommer ist noch nicht vorbei, zumindest wenn es nach BMW geht. Der Münchener Autokonzern hat das neue BMW M4 Cabrio auf den Markt und nun auch endlich zum Händler gebracht und rundet damit das Angebot der Sport-Familie ab. Mit 431 PS bietet der Sportler jede Menge Freiluft-Flair inklusive Föhnfrisuren. Der aufgeladene Sechszylinder kommt mit einem dreiteiligen Stahl-Klappdach, das den M4 binnen 20 Sekunden zu einem Coupé verwandelt. In 4,4 Sekunden schafft er den Normalsprint von Null auf 100 km/h, zeigt sich dabei aber hungrig. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,7 Liter je 100 Kilometer sollte der neue Besitzer es nicht nur im Fuß sondern vor allem in der Geldbörse haben.

Fahrbericht BMW M4 Cabrio

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2. Volkswagen-Luxus: der VW Jetta

In seiner 2015 Version soll der neue Volkswagen Jetta auch jenseits des Atlantiks, in den USA, weiterhin eine große Stütze des Geschäfts bleiben. Im vergangenen Jahr wurden knapp 200.000 der kleinen Luxus-Limo dort verkauft. Ein lohnendes Geschäft, zumal auch der US-Passat für guten Absatz sorgt. Trotzdem will Volkswagen auch mit anderen Vehikeln punkten und so sollen auch die SUV-Volkswagen wieder zu mehr Wachstum führen. Mit dem Tiguan und einem 2016 folgenden Midsize-SUV will der Wolfsburger-Konzern den US-Markt weiter ausbauen. In Deutschland wird es den Jetta nur in einer Ausstattungslinie geben, die der Käufer mit Paketen und Einzelpositionen aus der Aufpreisliste individuell anpassen kann. Der Einstiegspreis für den Jetta 1.2 TSI Blue Motion-Technology mit 105 PS mit 16-Zoll Leichtmetallrädern ist bei 21.725 Euro angesetzt.

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3. Mitsubishi Outlander PHEV Concept-S

Auf der diesjährigen „Mondial de L’Automobile“ wird Mitsubishi seine neue Studie Outlander PHEV Concept-S vorstellen. Das weitere Plug-in-Hybridfahrzeug ist nach dem Debüt des SUV-Crossovermodells Plug-in-Hybrids Outlander 2012 in Paris, das zweite Fahrzeug mit ähnlichem Konzept. Der japanische Autohersteller nennt die besondere Designsprache des Outlander PHEV „Sporty and Sophisticated“ und kombiniert einen kraftvollen Twin-Motor (zwei Elektromotoren) mit hoher Laufruhe und erstklassigen Fahreigenschaften. Besucher der Messe können sich den Stromer Mitte Oktober auf dem Pariser Autosalon live anschauen.

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4. Infiniti: Neuauflage der Q70 Limousine

Auf dem Pariser Autosalon wird auch Infiniti mit neuen Modellen glänzen. Der japanische Luxus-Ableger von Nissan bringt eine Neuauflage der Infiniti Q70 Limousine, die erst kürzlich in den USA eingeführt wurde. Angelehnt an der Q50-Limousine, erhält die neue Limousine einen markanteren Look durch die neue Stoßstange und serienmäßige LEDs. Der Kühlergrill ist ebenfalls stärker an die Q50 Optik angelehnt. Dank einiger Modifikationen an der Karosserie und der Fahrwerksstruktur konnte die Geräuschisolation und damit der Komfort weiter verbessert werden. Speziell für Europa wird der Infiniti Q70 in der Neuauflage mit einem 2,2-Liter-Turbodiesel mit vier Zylindern und 167 PS ausgerüstet sein.

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5. Umweltfreundlicher Spanier: SEAT Leon ST mit Erdgasantrieb

Auch die Spanier bauen ihre umweltfreundlichen Autos weiter aus. Ab sofort bietet SEAT auch die 1,4 TGI Motorisierung für den Leon ST an. Das 1,4-Liter-Aggregat mit Direkteinspritzung und Turboaufladung wird mit Erdgas (CNG) und auch mit Benzin betrieben. Damit erreicht der Leon ST einen CO2-Wert von 96 g/km und einen Verbrauch im Erdgasbetrieb von 3,5 kg/100 km. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 11 Sekunden mit einer erreichbaren Höchstgeschwindigkeit von 194 km/h. Mit 110 PS wird es den Leon ST Reference 1,4 TGI ab einem Einstiegspreis von 22.240 Euro zu haben geben.

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6. Hyundai i20: Kleiner Ausblick

Hyundai veröffentlichte kürzlich eine erste Design-Skizze der neuen dreitürigen Generation i20. Der kleine Einblick lässt ein wenig erahnen, wie die neue Modellpalette um einen sportlichen Kleinwagen erweitert werden soll. Sein coupéartiges Äußeres wird durch eine nach hinten abfallende Dachlinie und einen markanten Heckspoiler unterstützt. Eine rundum verlaufende Heckscheibe und die eigenständige Form der Heckleuchten verleihen dem neuen i20 Modell zusätzlich einen sportiven Touch. Weitere Informationen zu Preis und Markteinführung sind allerdings noch nicht bekannt. Update: Mehr zum Hyundai i20 ist bereits online! 

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7. Der neue Mazda MX-5 Roadster

Der Mazda MX-5 hält noch immer den Weltrekord für den meistgebauten zweisitzigen Roadster. Das könnte er auch weiterhin, denn die neue vierte Generation ist heiß, heiß, heiß. Mit frischen britischen Trends und 100 Kilogramm leichter zeigt sich der neue Roadster von seiner besten Seite und verspricht eine unvergleichliche Leichtigkeit des Seins, oder des Fahrens. Bei sportlicher Fahrt auf kurvenreichen Straßen kommt man erst richtig ins Feeling und will anschließend gar nicht mehr aussteigen. Der neue Mazda MX-5 kommt mit einem 1,5-Liter Hubraum Benziner und 130 PS oder einem Zweiliter mit 160 PS. Beide Skyactiv-G- Benzin-Direkteinspritzer sind speziell auf den MX-5 abgestimmt genauso wie das neue Sechs-Gang-Schaltgetriebe und die Sechs-Stufen-Automatik. Der MX-5 kommt im dritten Quartal 2015 nach Deutschland und soll sich preislich um 24. 000 Euro einpendeln.

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8. Neues Concept Car von Peugeot: der Exalt in Grau

Der letzte Schrei kommt in Grau. Peugeot zeigt auf dem Pariser Autosalon sein neuestes Concept Car, den Exault, vor. Die Limousine kommt in verschiedenen Grautönen und Flächen, die in unbehandeltem Stahl gehalten sind während der abgegrenzte Heckbereich mit Shark Skin verkleidet ist. Im Interieur kommt Newspaper-Wood zum Einsatz und verleiht dem Fahrzeug einen speziellen farblichen Akzent. Das Besondere: Das Holz wird aus den Wirtschaftsseiten der großen Tageszeitungen hergestellt. Unter dem Ladeboden im Kofferraum ist ein Hybrid-Kick, ein kleiner E-Roller untergebracht. Ein Hybrid-Beziner mit einer Gesamtleistung von 340 PS sorgt für den Antrieb. Nicht des E-Rollers, sondern des Peugeot Exalt.

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Bilder: Hersteller

Detroit 2013: Toyota Corolla Furia concept

Bei uns wurde aus dem Corolla vor 2 Generationen der Toyota Auris. In anderen Teilen der Welt, gibt es den Corolla noch immer. Und was es bei uns auch nicht gibt, ist ein Toyota Corolla mit Stufenheck.  Das Stufenheck-Limousinen nicht immer nur bieder sein müssen, dass hat Toyota auf der NAIAS 2013 in Detroit gezeigt:

Corolla Furia Concept

Mit dem Furia Concept wagt Toyota etwas, was man sich bei uns mit dem Auris derzeit nicht wagt: Ein mutiges Design mit feschen Details. Natürlich bleibt es einer Studie geschuldet, wenn man über Carbon-Anbauteile und Spoiler spricht – aber auch die klare Linienführung wäre etwas, was ich mir gut für eine Serienproduktion vorstellen könnte.

Der 4,62 Meter lange Furia (oder die Furia?) steht, wie es Studien verdient haben, besonders satt auf seinem Drehteller in der Cobo-Hall in Detroit. 19 Zoll Felgen und wenig Platz in den Radhäusern sorgen für einen betont dynamischen Auftritt.

Natürlich könnte man sich so einen Corolla-Stufenheck gut als sportlichen Hybriden vorstellen. Die Hybrid-Technik ist bei Toyota zu Hause und ein sportlicher Motor mit Benzin-Genen ist sicher auch schnell gefunden.

Doch im Augenblick ist der Furia nur eines:

Ein extrem schickes „Concept-Car“.
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