Nissan Qashqai – Aufgewertet und sehr effizient

Für ein richtiges Facelift ist es noch zu früh, hat Nissan seinem „Zugpferd“ erst letztes Jahr eins verpasst. Dieses mal reichte es „nur“ für einen neuen Motor, aber der hat es in sich. In Barcelona sollte der neue 1,3-Liter-Benzinmotor mit bis zu 160 PS vorgestellt werden. Nach einem zweitstündigen Flug, auf dem mir eine nette ältere Dame und ihr Hund „Chef“ von der katalanischen Hauptstadt vorschwärmten, erwartete das Nissan Team uns mitten in der Stadt zur Vorstellung des neuen Motors mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Erstmalig bei Nissan. Ich muss zugeben, bis dato bin ich noch nie einen Nissan Qashqai gefahren und war sehr gespannt, was der kleine Crossover so auf dem Kasten hat. Schon die theoretische Präsentation versprach ein sportliches und direktes Fahrerlebnis sowie eine verbesserte Beschleunigung aus dem Stand, mal vom reduzierten Geräuschpegel abgesehen. Ich konnte den praktischen Test am nächsten Tag nicht erwarten.

Löwenstark

Leider wurden wir vom Wetter ein wenig enttäuscht, denn es regnete Bindfäden. Zum Glück nur in der Stadt, ausserhalb klarte es auf und wir konnten den Nissan Qashqai durch die angenehme Landschaft Kataloniens treiben. Für die erste Fahrt wurde uns direkt die 160 PS Version zur Verfügung gestellt. Man soll sich ja auch nicht lumpen lassen. Der aufgeladene 1,3-Liter-Vierzylinder mit Otto-Partikelfilter und Euro-6d-Temp-Klassifizierung, die ab September 2019 verpflichtend wird, schnurrt leise wie ein Kätzchen, hat aber die Kraft eines ausgewachsenen Löwen. Zieht gut, würde man sagen, und macht Spaß. Mehr Leistung und Drehmoment, ein direktes Ansprechverhalten und eine gleichmäßige Leistungsentfaltung zeichnen das Triebwerk aus, das neben einem leiseren Fahrerlebnis auch zur guten Laune beiträgt. Alle Motorisierungen sind an Frontantrieb gekoppelt und sollen neue Standards in Sachen Fahrverhalten setzen.

Mir gefällt es, besonders der leise Motor. Er macht eindeutig Spaß. Auch das Interieur fällt für einen kleinen SUV recht edel aus. Nappaleder-Sitze mit gesteppten Flächen, ein nach unten abgeflachtes Lenkrad und natürlich das neue NissanConnect Infotainment-System. Auch wenn wir es im Auto direkt nicht testen durften, um die voreingestellten Routen nicht versehentlich zu löschen, konnten wir das an einem Terminal im Hotel nachholen. Das System ermöglicht einfache Internet-Updates für Karten und Software und verfügt in allen Ausstattungsvarianten oberhalb der Einstiegsversion Visia über Apple CarPlay und Android Auto. Dabei kann man über eine neue Smartphone-App namens „Door to Door Navigation“ zusätzliche Funktionen freischalten. Die Route kann zuhause oder im Büro geplant und an das Navigationssystem geschickt werden. Der ebenfalls enthaltene Dienst TomTom Premium Traffic sorgt mit Echtzeit-Verkehrsdaten für eine noch bessere Routenführung mit präziseren Reisezeiten. Sehr praktisch, besonders wenn man die Routen schon vor der Fahrt bequem am Küchentisch planen und einstellen kann.

160 PS vs. 140 PS

Dem katalanischen Straßenverkehr sind wir leider trotzdem nicht entkommen und waren froh, als wir eine Route in ländlicheren Gegenden entlang fuhren. Zwischendurch tauschten wir die Fahrzeuge, um auch die anderen Motorisierungen zu testen. Die 140-PS-Version des 1,3-Liters liefert mit 240 Newtonmeter mehr Drehmoment als sein Vorgänger und hier merkt man auch den Unterschied zum 160-PS starken Bruder. Denn wenn es darauf ankommt, schwächelt er ein bisschen auf der Brust. Beim Verbrauch unterscheiden sich die verschiedenen Leistungsstufen kaum: Die 140-PS-Variante braucht offiziell 5,3 Liter auf 100 Kilometer, der stärkere Motor ebenfalls. Natürlich kommt das immer auf Strecke und Fahrweise an. Da dürften sich die Werte schnell nach oben korrigieren.

Die Empfehlung geht somit klar zur 160-PS-Version, egal, ob mit Handschaltung oder mit Doppelkupplungsgetriebe. Da muss man einfach weniger schalten und man hat nicht das Gefühl, zwischendurch anschieben zu müssen, wenn man sich in den niedrigeren Drehzahlen befindet. Der große Motor macht einfach mehr Laune und reagiert schneller auf Befehle des Gaspedals. Das merke ich auch in den kurvigen Strassen Kataloniens und vermisse den stärkeren Motor ein bisschen. Man merkt, dass sich hier etwas getan hat. Das Einspritzsystem wurde verbessert, die Form des Brennraums, der Turbolader und die Reibung wurde reduziert. Netter Nebeneffekt: Die Service-Intervalle wurden von 20.000 auf 30.000 Kilometer verlängert.

Der Preis ist heiß

Preislich hat sich zum Glück nicht viel zum Vorgänger getan: Der 140-PS-Qashqai ist ab 21.350 Euro zu haben, die 160 PS kosten 2.050 Euro mehr. Und wer Automatik fahren will, ist mit 1.700 Euro dabei. Fürs erste reicht uns aber der Testwagen, mit dem wir auf der Abschlussrunde noch ein bisschen in die Berge fahren. Hey, wenn schon SUV, denn schon SUV.

Fazit: Klein aber Oho. Der Nissan Qashqai zeichnet sich als kompakter aber kraftvollen Crossover aus und mit den neuen Motoren dürfte er noch ein paar mehr Fand dazu gewinnen. Er ist leise, äußerst wendig und macht Laune, auch wenn beim kleineren Motor ein paar Schwächen festzustellen sind. Das dürfte aber in der Stadt nicht besonders ins Gewicht fallen und mal ehrlich, die katalanische Berglandschaft hat ja nun auch nicht jeder vor der Haustür.

Fahrbericht: Simone Amores
Bilder: Simone Amores / Nissan

Fahrbericht Volkswagen T-Roc: Crossover mit Identitätskrise

Was bin ich: Dieses ach so lustige Ratespiel, das Mitte der 1950er Jahre im TV startete und erste Ende der 1980er sein Ende fand. Passender könnte es im Falle des Volkswagen T-Roc kaum sein. Diesel-Thematik, Einsparmaßnahmen, Elektrifizierungswelle und der persistente Drang ein Premium-Hersteller sein zu wollen. Kein einfaches Pflaster für den Volkswagen T-Roc. Der SUV oder Crossover – das weiß man ja heutzutage nicht so genau – möchte aus dem etwas biederen Image, das die wahrlich nicht schlechten Modelle Golf, Passat und Co. geschaffen haben, ausbrechen und der Welt zeigen, dass man in Wolfsburg auch richtig hip und cool sein kann. Stellt sich allerdings die Frage: Ist die gewollte Coolness auch wirklich vorhanden?

Design – Same same but different

Irgendwie kommt er einem bekannt vor, der VW T-Roc. Ein bisschen Audi Q2 hier, was vor allem an der C-Säule auffällt, ein wenig Volkswagen-Identität hier und das Ganze garniert mit einem flotte, angesagten SUV-Look. Dazu eine Bi-Color-Optik mit andersfarbigem Dach und fertig ist der nächste MQB-Klon.

Ein „Servus“ nach Ingolstadt: Die Seitenlinie erinnert an den Audi Q2

Nun, ganz so einfach ist die Sache nicht. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, doch kann man zweifelsohne sagen, dass der Volkswagen T-Roc ein hübsches Kerlchen geworden ist. Vorausgesetzt man nimmt etwas Geld in die Hand und lässt die leider bieder wirkende Basis-Ausstattung außen vor. Denn nur wer zum Sport oder Style greift, darf auch das Dach und ein paar Anbauteile in einer Kontrastfarbe wählen – Lifestyle eben. Oder haben Sie schon mal einen günstigen Mini Cooper gesehen?

Glücklicherweise bringen die gehobenen Ausstattungen auch gleich viel fürs Auge mit. Da wäre etwa das Tagfahrlicht: Abgesetzt von den Hauptscheinwerfern übernimmt es bei Bedarf die Funktion des Blinkers und ist in seiner rechteckigen Form  eine gekonnte Abwechslung. Auch, wenn die Blinkmuffel auf unseren Straßen mittlerweile ein unerträgliches Maß angenommen haben. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, dass sich Audi das Lauflicht hat einfallen lassen? Etwas Neues? Das muss man doch ausprobieren! Aber wir driften vom Thema ab.

Das Heck wirkt zurückhaltend. Bei den Auspuffrohren ist der T-Roc ein Blender

Zurück zum T-Roc: Mit kräftigen Radhäusern, dezenter Kunststoff-Beplankung und angedeutetem Unterfahrschutz vorn wie hinten macht er es sich bequem in der SUV-Schublade. Dabei bleibt der Wolfsburger mit einer Außenlänge von 4,32 m angenehm kompakt und überfordert nicht im Großstadtdschungel. Schließlich werden hier die meisten SUV eingesetzt. Hinzu kommen – je nach Geldbeutel, 16- bis 19-Zoll große Leichtmetallräder, farblich abgesetzte Elemente, wie das Dach oder die Außenspiegel und die stark „AUDI“ schreiende C-Säule. Die MQB-Verwandtschaft zeigt sich in diesem Detail deutlich, was in Anbetracht der hübschen Optik aber kein Makel ist. Am Heck hat die Designer der Mut hingegen verlassen: Auffälligkeiten oder herausragende Elemente sucht man hier vergebens. Einzig die Chromblende, die so tut, als würde sie zwei Auspuffrohre einrahmen, ist ein Blender.

Innenraum – Klopf, klopf!

Der Volkswagen T-Roc möchte also ein Lifestyler sein, wie es so schön heißt. Eine junge, urbane Klientel soll mit dem SUV angesprochen werden, der ein Tiguan zu groß ist, die aber den Gelände-Look schätzt. Diese Kundschaft vermag jedoch zu wissen, was Premium ist und hier kommt der Neuling etwas ins Straucheln.

Viel Hartplastik, aber hübsch verpackt: Das Interieur des Volkswagen T-Roc

Der Grifftest bringt schließlich zu Tage, dass sich im Interieur fast ausschließlich Hartplastik befindet. Der obere Teil des Armaturenbretts? Hart. Die Mittelkonsole? Hart. Die Türverkleidungen? Hart. Das wird manch einer monieren und den Premium-Preis des Wolfsburgers entgegenhalten. Andererseits muss man sich aber auch fragen, wie oft man den oberen Teil des Armaturenbretts wirklich berührt. Wenn man ehrlich ist… nie! Dafür bekam der T-Roc großflächige Blenden spendiert, die man nach Lust und Laune in verschiedenen Farben – passend zum Außenlack – kolorieren lassen kann. Schade nur, dass das Finish zumeist matt ausfällt und nicht in Hochglanz ausgeführt ist.

Und sonst? Nichts zu meckern! Die bisherigen Nörgeleien sind ohnehin so hochgestochen, dass sie wenig ins Gewicht fallen. Schließlich steht hier ein richtig gutes Auto. Die Bedienbarkeit? Bestens! Das Infotainment mit 8-Zoll-Display verzichtet angenehmerweise nicht auf seine Drehregler und ist in kürzester Zeit verstanden. Außerdem ist es angenehm hoch angebracht. Und noch etwas bringt der VW T-Roc mit: Digitale Instrumente, die sich frei konfigurieren lassen. Das macht Laune und passt zum Styler-Charakter des Niedersachsen.

Ohne Fehl und Tadel: Die Bedienung des 8-Zoll-Infotainments gelingt kinderleicht

Selbst beim Platz muss der T-Roc, trotz seiner 25 Minder-Zentimeter zum Tiguan, kaum federn lassen. Vorn sitzt es sich bestens und alle notwenigen Elemente lassen sich großzügig justieren. Sind die Passagiere in Reihe eins zudem keine Riesen, lässt es sich auch in Reihe zwei gut aushalten. Zumal man – natürlich optional – auf hübschen, mehrfarbigen Polstern platznimmt. Der Kofferraum passt ebenfalls zum Format und zum Lifestyle-Cluster: Je nachdem, ob man eine Variante mit oder ohne Allradantrieb 4Motion bestellt, beläuft sich das Basisvolumen auf 392 bis 445 Liter. Umgeklappt bietet der Wolfsburger bis zu 1.290 Liter bei dachhoher Beladung. Das sind keine Fabelwerte, gehen aber in Ordnung.

Fahrgefühl – Ein echter Volkswagen

Es war zu erwarten: Der Volkswagen T-Roc fährt sich bestens und tendiert in keinerlei Extrem. Weder gibt er sich über-sportlich, noch sofa-weich. Der Crossover ist einer, der beim Fahren viel Talente miteinander verbindet. Sogar die Motorenwahl ist so aufgestellt, dass man sich niemals so vorkommt, als hätte man auf irgendetwas verzichten müssen. So bietet das Einstiegsaggregat zwar nur drei Zylinder und 999 ccm Hubraum, doch ist das Output von 115 PS durchaus passabel. Zumal die Fahrleistungen mit 10,1 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und 187 km/h Topspeed absolut ausreichend sind.

Mehr Spaß bringt dennoch der 2.0 TDI mit seinen 150 PS. Zwar wird aus dem – bei diesem Motor stets serienmäßig allradgetriebenen – T-Roc kein Racer, doch bringt das Drehmoment von 340 Nm gute Laune. Leider schaltet das 7-Gang-DSG etwas verhalten und reagiert müde auf spontane Gasbefehle. Auch im Stop-And-Go-Verkehr neigt es dann und wann dazu, sich zu verschlucken. Die Empfehlung geht also zur 6-Gang-Handschaltung.

Der 2.0 TDI ist kräftig und sparsam. Mehr Spaß macht aber klar der 2.0 TSI mit 190 PS

Wenn man aber unbedingt auf das Selbstschalten verzichten mag, dann sollte man sich auch gleich den Top-Motor, den 2.0 TSI mit 190 PS gönnen. Der Vortrieb passt erst hier so richtig zur dynamischen Optik und lässt sich auch auf dem Datenblatt gut lesen. Nach 7,2 Sekunden liegen 100 km/h an und ein Ende ist erst bei 216 Sachen angesagt. Durchaus sportlich.

Und so lässt sich der VW T-Roc auch gerne von links nach rechts scheuchen, gefällt mit seiner zielgenauen Lenkung und dem fein ansprechenden Fahrwerkt. Grundsätzlich dynamisch ausgeprägt, lässt es nie auch nur die Idee aufkommen, unkomfortabel zu sein. Criusen mit mäßiger Geschwindigkeit? Easy! Und das sogar ohne verstellbare Dämpfer, Chapeau!

Fazit – Der VW T-Roc und die werten Mitstreiter

Erwachsener Auftritt eines Lifestylers. Aber hat er das Zeug zum Kassenschlager?

Die Wolfsburger wollen mit dem VW-Troc ein junges Publikum ansprechen, indem sie ihm ein hippes Äußeres verpassen, ohne jedoch auf ein Markengesicht zu verzichten. Angesichts der Preise, die bei 20.390 Euro starten und erst bei nahezu dem Doppelten enden (mit Vollausstattung), kann man das ein wenig in Frage stellen. Modern ist er ja, bietet eine ganze Armada an Assistenten (größtenteils gegen Aufpreis) und lässt sich nett ansehen. Aber ist er auch stark genug, um es mit der Konkurrenz aus den eigenen Reihen aufzunehmen? Der Audi Q2 ist längst zum Standard im Straßenbild geworden und der Seat Arona ist – weiß Gott – auch nicht von schlechten Eltern. Und so steckt der Volkswagen T-Roc vielleicht nicht in einer Identitätskrise, dürfte es aber auch nicht unbedingt leicht haben.

 

Erste Fahrten: Nissan Qashqai und X-Trail

Nissan Qashqai und X-Trail im Fahrbericht

Yin und Yang SUV auf japanisch

Seine beiden SUV und Crossover will Nissan auf Erfolgskurs halten und frischt sie nochmals mit mehr Ausstattung auf. Dabei ist der Qashqai nach gut 10 Jahren noch in seiner 2. Generation und der X-Trail nach bereits 16 Jahren in der 3. Generation. Mit ihren Einsatzgebieten decken sie eine große Bandbreite der Kundenwünsche ab und sind so nicht unbegründet für den japanischen Autobauer die Bestseller im Portfolio. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen als Crossover fand der Qashqai bislang seine Kundschaft bei den Fahrern, die den urbanen Verkehr nutzen. Der X-Trail bediente bislang die Fahrer, die sich auch mal in unwegsame Gebiete getraut haben. Diese Aufteilung möchten die Verantwortlichen von Nissan klar beibehalten. Mit ihren Vorbereitungen zum autonomen Fahren und komfortabler Ausstattung greifen sie jedoch nach den jüngeren Kunden, die sowohl das Angebot von Extrem-Aktivitäten nutzen als auch im Begriff sind, eine Familie zu gründen. Für den Marktstart beider Modelle bietet sich der 19. September 2017 als Tag der offenen Tür in den Autohäusern an. Der Crossover Qashqai startet bei 20.490 Euro und der SUV X-Trail bei 25.440 Euro.

Nissan Qashqai – Verkaufsschlager der letzten 10 Jahre.

Nicht nur als eines der erfolgreichstes Fahrzeuge der Japaner der letzten 10 Jahre, sondern auch als erfolgreichstes Fahrzeug in seinem Segment feiert Nissan seinen Crossover. Dabei erzielte er knapp zehn Jahre nach seiner Einführung auf dem europäischen Markt im März diesen Jahres mit 33.000 verkauften Einheiten immer noch das beste Monatsergebnis des japanischen Automobilherstellers europaweit. Damit das so bleibt, wird er noch mal richtig aufgefrischt und erhält in vier Bereichen eine Aufbesserung. Nissan konzentriert sich beim Qashqai auf die Thematik Außendesign, höhere Qualität im Innenraum, verbesserte Fahrleistungen und die von den Verantwortlichen angekündigte Intelligent Mobility Technologie, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgen soll. Das für Nissan meistverkaufte Fahrzeug, der X-Trail, sprengt gemäß den Vertriebsleuten der Europazentrale  alle Rekorde weltweit. Hinterlegt mit Zahlen, wird schnell klar, dass der geländefähige SUV das Verkaufs-Flaggschiff von Nissan seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist. Der im Innenraumlayout als Fünf- und Siebensitzer produzierte X-Trail ging mehr als 3,7 Million mal in Kundenhände. Die aktuelle dritte Generation wurde 2014 auf den Markt geschickt und steht allein in Europa mit 115.000 Einheiten in den Auftragsbüchern der Japaner. Dass Nissan auch hier nicht locker lassen will, ist folgerichtig und präsentiert den X-Trail genau wie den Qashqai in vier Punkten verbessert. Um uns von beiden Fahrzeugen einen Überblick zu verschaffen, lud der japanische Autobauer ins wunderschöne Wien ein. An zwei Tagen durften wir uns von den angekündigten Verbesserungen überzeugen.

Nissan Qashqai – Vielseitig einsetzbar.

Allround tauglicher Crossover

Starten durften wir nach einem kurzen Briefing am Flughafen mit dem Qashqai. Im Außendesign immer wieder um Details verbessert, konzentrierten sich die Ingenieure und Designer tatsächlich um den Innenraum des Crossover. Auffällig sind der elektrisch verstellbare Fahrersitz, der mit einer Vier-Wege-Lendenwirbelstütze aufwartet. Das Einsteigen wird besonders für große Menschen erleichtert durch das bereits aus dem Micra bekannte Lenkrad, das mit seiner unten abgeflachten Form Unterstützungsarbeit leistet. Weiter besserte der japanische Autobauer insgesamt mit der Verarbeitung seiner modifizierten Materialien nach, die den Qashqai rein optisch und haptisch ab der Ausstattungslinie N-Connecta sehr erwachsen wirken lassen. Aufgrund permanenter Kundenbefragung wurden seine beiden angebotenen Infotainment-Systeme nochmals optimiert, was die Bedienung des Touchscreens und den Empfang betrifft. Seine Zielgruppen will Nissan mit dem Qashqai weiterhin unter den Singles, Paaren und Familien wissen. Bei einem großzügigen Platzangebot für bis zu fünf Personen bietet der Crossover immerhin noch 430 Liter Kofferraumvolumen. Flexibel zeigt er sich, wenn die Rücksitze im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden können. Dann offeriert uns der Qashqai ganze 1.585 Liter, wobei sich der Kofferraumbereich mit optionalen flexiblen Trennwänden und Böden unterschiedlich darstellen kann. Unsere Fahrt führt uns über kleinere Stadtautobahn- und Landstraßenstrecken direkt zurück in die Innenstadt von Wien. Hier macht der Crossover einen klar souveränen und agilen Eindruck. Sein kleiner Wendekreis macht das Manövrieren in der Enge einer Stadt sehr einfach.

Effizienz bei 99 Gramm

Das Thema Antrieb präsentiert uns Nissan ab 99 g/km CO2 als neues effizientes Programm beim Motorenprogramm des Qashqai. Wie bisher sorgen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren im Portfolio des Crossover für den Vortrieb. Die Leistungsstufen der Aggregate liegen zwischen 81 kW (110 PS) und 120 kW (163 PS). Mit kampfbereiten 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch bei 99 g/km CO2 Emission steht der 1,5 Liter Einstiegsdiesel in Verbindung mit Frontantrieb und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Sein großer Bruder, der 1,6 Liter Diesel, kommt mit 96 kW und 130 PS daher. Optional ist er auch mit einem Xtronic Automatikgetriebe erhältlich. Beide Benziner sind turboaufgeladene Aggregate. Der 1,2 Liter DIG T Turbo bringt 85 kW (115 PS) auf die Kurbelwelle und ist wahlweise mit einem Xtronic Getriebe verfügbar, während der 1,6 Liter Benziner mit 120 kW (163 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe aufwartet.

Teilautonomes Fahren inbegriffen

Im Laufe der Veranstaltung wird von den Verantwortlichen von Nissan immer wieder vom teilautonomen Fahren mit dem von Nissan entwickelten ProPILOT Fahrsystem gesprochen, das im Frühjahr 2018 Einzug in die Fahrzeugflotte halten soll. Im Zuge dieser Nissan Intelligent Mobility Strategie lotet Nissan die Frage aus, wie die Autos der Zukunft gefahren und angetrieben werden und welche Rolle sie innerhalb der Gesellschaft spielen. Die Japaner wollen gerade im Qashqai nicht nur einen ersten großen Schritt in diese Richtung machen, sondern mit dem Crossover diese Technologie möglichst einem großen Kundenkreis zugänglich machen. Das ProPILOT System umfasst die Funktionen des Spurhalte-Assistenten, der intelligenten Geschwindigkeitsregelanlage und des Staupiloten. Summa summarum soll die Kombination im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen. Eine intuitive Bedienung vorausgesetzt, wird das System per Schalter am Lenkrad aktiviert und deaktiviert. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählen der Querverkehrs-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Müdigkeitserkennung, ein Einpark-Assistent, der Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht sowie ein Spurhalte-Assistent.

Nicht zu aufdringliches Interieur.

Zusätzliche Ausstattungslinie „N-CONNECTA“

Der Einstiegspreis beim Qashqai beginnt in der Basisausstattung „VISIA“ bei 20.490 Euro. Das nächste Ausstattungsprogramm „ACENTA“ erhält der Kunde schon mit Aufpreis von 3.000 Euro. Beide Ausstattungslisten sind bereits üppig besetzt, doch Nissan legt mit der Variante „N-CONNECTA“ noch eine Schippe drauf. Hier liegt der Aufpreis bei 4.000 Euro im Vergleich zum ACENTA. Die Top Variante – das Rund-um-Sorglos-Paket – lässt dann zwar kaum noch ein Wunsch offen, aber dafür muss der Kunde noch weitere 3.000 Euro auf den Ladentisch legen.

SUV Bestseller X-Trail

Zweiter Tag der Präsentation, zu der Nissan nach Wien eingeladen hat. Heute steht der Test des neuen X-Trail auf dem Plan. Der im englischen Sunderland produzierte geländefähige SUV rollt ab Juni 2017 dort vom Band und findet seinen Weg in die deutschen Autohäuser ab August diesen Jahres. Mit dem X-Trail schreibt der japanische Autobauer zum zweiten Mal eine Erfolgsgeschichte und das seit 2001. Mit dem Neuen startet Nissan nun in die 3. Generation und erwartet immerhin noch 10.000 verkaufte Einheiten für das laufende Jahr 2017. Mit leichten Modifikationen im Außendesign, die den X-Trail dennoch von der der 2. Generation klar unterscheidet, sowie den im Trend liegenden Sicherheits- und Komfortfeatures will der SUV aus Japan weiter punkten. Einen weiteren Kaufanreiz setzt Nissan mit der Einführung einer neuen Ausstattungsvariante. „N-CONNECTA“ ist wie schon beim Qashqai eine Linie, die dem Kunden eine Vielzahl von weiteren Features bietet, die sonst nur einzeln bestellbar waren. Wie schon einige Mitbewerber im Segment setzt auch Nissan zukünftig auf pilotiertes Fahren. Unter dem Projekt „Nissan Intelligent Mobility“ stellt der X-Trail ab 2018 hierzu das Fahrsystem ProPILOT zur Verfügung. Das System soll im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung der Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen.

Nissans zweites Standbein: Der X-trail.

Abgeflachtes Lenkrad im Trend

Das Interieur des X-Trail präsentiert sich uns, wie schon am Vortag beim Qashqai, mit einem unten abgeflachten Lenkrad, das den Ein- und Ausstieg erleichtert. Darüber bietet es durch ein geändertes Layout mehr Sicht auf die dahinter liegenden Infoelemente. Die zu den Testfahrten zur Verfügung stehende Topversion „TEKNA“ macht mit ihrer Lederausstattung und der damit verbundenen Verarbeitung einen guten Eindruck.Das Motorenkapitel ist beim X-Trail sehr übersichtlich gestaltet. Ein Benziner und zwei Diesel Aggregate treiben den SUV an. Ihre Leistungsstufen erstrecken sich von 120 kW (163 PS) beim 1,6 Liter Benziner über den 1,6 Liter Diesel mit 96 kW (130 PS) bis hin zum 2,0 Liter Diesel mit 130 kW (177 PS). Während der Turbobenziner nur mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, lassen sich sowohl der kleine als auch der große Diesel mit einem Sechs-Gang-Schaltgtriebe oder mit einem Xtronic Getriebe kombinieren. Darüber hinaus sind die Diesel Motorisierungen mit Front- und Allrad-Antrieb zu bestellen.

Geländetaugliches SUV, der Nissan X-Trail.

Moderate Aufpreispolitik

Der X-Trail startet in den Verkauf, wie schon der Qashqai, mit der Basisausstattung „VISIA“ bei einem Listenpreis von 25.440 Euro. Zweite Ausstattungsvariante bildet der „ACENTA“ zu einem Aufpreis von 3.200 Euro. Der bereits angesprochenen Kaufanreiz findet sich in der Linie „N-CONNECTA“, die zu einem weiteren Aufpreis von 3.700 Euro verfügbar ist. Auch beim X-Trail bildet der „TEKNA“ Ausstattung das High End des Fahrzeuges. Hier bleibt dann aber auch kein Wunsch mehr offen zu einem Aufpreis von 4.640 Euro.

X-Trail mit zusätzlicher Ausstattungslinie „N-CONNECTA“.

Fazit: Sowohl Qashqai als auch X-Trail bilden beim japanischen Autobauer die Sektion „Brot und Butter Auto“. Hier sprechen die verkauften Einheiten eine eindeutige Sprache. Beide Fahrzeuge bestechen durch ein sehr kluges Preis- / Leistungsverhältnis, das sich sehr gut in der Balance hält.

Brot-und-Butter Auto – Der Nissan X-Trail.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Test: Kia Niro

Seinen Beitrag zur Minimierung des Ausstosses von Kohlenstoffdioxid, um den Klimawandel mit aufzuhalten, leistet der koreanische Autobauer KIA seit April 2016 mit dem neuen Crossover Niro. Der ausschließlich mit einem Hybridantrieb bestückte Koreaner hatte seine Weltpremiere im Februar 2016 auf der Chicago Auto Show. Bereits zwei Wochen nach seinem Marktstart in Korea verbuchten die Verantwortlichen knapp 2.500 Einheiten in den Bestellbüchern. Damit legte KIA einen ersten Verkaufsrekord für ein Auto im grünen Segment vor. Es folgte der Startschuss in Europa im Juli 2016 in den Niederlanden und Frankreich. Bei uns in Deutschland ist der Kompakte seit September 2016 zu haben. In Kooperation mit dem Hyundai Ioniq konzipiert und produziert, folgt dem bestehenden „Mild Hybrid“ bewußt ein Plug-In-Hybrid, der seine Weltpremiere bereits auf dem 87. Genfer Auto-Salon im März diesen Jahres feiern durfte. Sein Äußeres reiht den Niro in das Portfolio von KIA direkt neben Sportage und Sorento ein. Allerdings nicht nur als chicen Kompakten, sondern auch als Crossover mit hohem Nutzwert. Die Autobauer aus Korea lassen die Preisliste bei 24.990 Euro beginnen.

Testbericht: Kia Niro 1.6 GDI „Vision“

Crossover aus Korea mit stromiger Unterstützung
Ausschließlich als Hybrid erhältlich

Der Niro bietet mit dem von KIA bekannten Fahrwerk (McPherson-Federbeine mit Gasdruckstoßdämpfer vorn und einer Mehrlenkerhinterachse) und der sehr direkten Lenkung ein generell sicheres Fahrgefühl. Eine verbesserte Aerodynamik erzielt das Fahrzeug unter anderem durch die fest mit dem Dach verbundene Dachreling. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,80 Meter Breite und 1,55 Meter Höhe schmaler und niedriger im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Seine optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (4,4 Liter im Normtest mit 18-Zoll-Räder) und Abgasemission (101 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) durch seinen Mild-Hybrid Antrieb positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht immer, was nicht nur den im Labor gefahrenen Werten geschuldet ist, denn der Niro legt ein ordentliches Maß an Fahrspaß vor.

Mit breiter Front.

Crossover mit Fahrspaß

Der koreanische Hybrid Crossover ist sowohl als „Langstrecker“ als auch als Urban Fahrzeug unterwegs. In der Stadt sind enge Gassen, aber auch schnelle Spurwechsel gleichermaßen kein Problem für den Niro. Seine Lenkung ist ausgesprochen spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt gerade mit dem kleinen Wendekreis von 10,6 m ein sehr entspanntes Fahren und Einparken möglich ist. In ländlichen Gegenden meistert er sogar nicht befestigte Wege. Eine gehörige Portion Fahrspaß macht dabei der Koreaner mit stromiger Unterstützung. Gerade mit seinem nominell maximalen Drehmoment von 265 Newtonmetern bei 1.000 – 2.000 Umdrehungen der Gesamtleistung kann das Aggregat jederzeit noch einmal intensiv im Rahmen seiner Bestimmung nachlegen. Kombiniert mit dem Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe lässt sich der koreanische Crossover zwar effizient durch den urbanen Verkehr steuern, dennoch ist dies nur mit akustisch hohen Drehzahlen zu machen. Einzig Autobahnstrecken lassen den Hybriden angestrengt wirken, was sich auch beim Verbrauch widerspiegelt.

Geräumiges und komfortables Ambiente.

Trotz Hybridbatterien viel Stauraum 

Der Crossover kommt rein von seinen Abmessungen als Kompakt-SUV daher. Sein sehr chices und zeitgemäßes Äußeres zeigt das als ausschließlich fünftüriges Modell erhältliche Fahrzeug im sportlichen Look der KIA-Familie. Die Front des Koreaners prägen breite zu den Seiten hochgezogene Schürzen. Prominent wird das Markenlogo auf dem Kühlergrill eingefasst, und die seitliche Rundungen der Frontscheinwerfer setzten sich in einer virtuellen Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig vor den Heckleuchten kurz nach oben ziehen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,36 Metern bis zu fünf Personen bequem Platz. Der Niro besticht mit einer guten Material- und Verarbeitungsqualität. Das klar strukturierte Cockpit mit dem Navigationssystem von KIA (inkl. 7-Jahre-KIA-Navigationskarten-Update) als Blickfang und Schaltzentrale sowie das Panorama Glasdach sorgen für ein großzügiges Raumgefühl. Seine 60:40 geteilt umklappbaren Rücksitze geben dem Fahrzeug nicht nur eine große Ladeflexibilität. Es verschafft gerade den Passagieren im Fond große Beinfreiheit. Durch diesen Klappmechanismus wächst das Laderaumvolumen von 427 Liter auf mehr als großzügige 1425 Liter.

Fahrerassistenzsysteme im All-in Paket

Der Niro besitzt bereits ab Werk eine reichhaltige Ausstattung. Die Basisversion „Edition7“ verfügt bereits über das Drive Mode Select-System, ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESC) mit Traktionskontrolle (TCS), eine Geschwindigkeitsregelanlage, einen Spurhalteassistenten (LKAS), eine Bergabfahrhilfe (HAC) sowie LED-Tagfahrlicht. In der mittleren Ausstattungsvariante „Vision“ sind eine Sitzheizung vorn, Parksensoren hinten, ein Lederlenkrad (beheizbar), das KIA Kartennavigationssystem (7 Zoll) inkl. 7-Jahre-Kia-Navigations-Update und eine Rückfahrkamera an Bord. Die dritte und letzte Ausstattungsvariante „Spirit“ ergänzt die Equipment Liste zum „All-in“. Hierzu gehören die Erweiterung des Naviagtionssystems auf 8 Zoll, Parksensoren vorn, Privacy-Verglasung, Xenonscheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Induktive Ladestation für Smartphones und ein Smart-Key und Startknopf.

Sensoren und Kameraunterstütze Systeme.

Erschwingliche Hybridtechnologie

Der Koreaner, den es ausschließlich als Fronttriebler gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet KIA einen ausgereiften Hybridantrieb mit einem Verbrennungs- und Elektromotor auf einer Kurbelwelle und einer Gesamtsystemleistung von 1.6-Liter GDI mit 103,6 kW (141 PS). Diese Motorisierung wird mit einem Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Der Aufpreis zur zweiten Ausstattung „Vision“ schlägt mit 3.000 Euro zu Buche. Das Rundum-Sorglos-Paket der dritten Ausstattungsvariante „Spirit“ ist für den Endpreis von 30.690 Euro zu erwerben.

Checker Crossover aus Korea.

Fazit: Mit dem Niro arbeitet sich KIA sehr gut in das Segment der Crossover ein und setzt sich durch das Antriebskonzept des Hybriden von den Mitbewerbern ab. Zudem ist die Kombination zwischen Raumangebot und Nutzen des Fahrzeugs sowie einem chicen Look sehr gut gelungen.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

KIA

Niro 1.6 GDI

Motor Hybrid, Super Benzin
Hubraum 1.580 ccm³
Gesamt-Leistung 141 PS @ 5.700 U/min
Gesamt-Kraft 265  Nm @ 1.000 – 2.000 U/min
Getriebe 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.355, 1.805, 1.545   mm
Radstand 2.700 mm
Leergewicht 1.587 kg
Wendekreis 10,6 m
Höchstgeschwindigkeit 162 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,5 sec
Normverbrauch 4.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.9 l / 100 km
Öko-Experte 4.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.6 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (Kia Motors Deutschland GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (Kia Motors Deutschland GmbH)[/notification]

[/toggle]

Erste Fahrt: Renault Captur

Renault Captur im Fahrbericht

Der Crossover Plus

Seit Mitte 2013 präsentiert sich Renault im Segment der Crossover mit dem Captur. Auf gleicher Plattform wie sein kleinerer Bruder Clio fährt er seither jedes Jahr steigende Marktzahlen ein. Allein im Jahr 2016 konnte der französische Autobauer mehr als 215.000 Einheiten in Europa verkaufen. Um diesen Trend weiter fortzuführen erfährt der Captur im Zuge seiner ersten Modellpflege eine deutliche Aufwertung. Nicht verhehlen kann der Captur seine Herkunft aus dem Hause Renault mit dem Rhombus im Markenlogo, wenn gleich die Front dem Markenauftritt mehr zugeschnitten wurde. Kombiniert mit dem Design eines SUV im Bereich des Kühlergrills und den Stossfängern eines Crossover wirkt der Franzose erwachsener. Dennoch kommt er nicht nur chic er daher. Auch unter der Karosse hat sich einiges getan. Die Preisliste beginnt unter der 16.000 Euro Grenze.

Crossover oder SUV ?

Beim ersten Hinsehen versucht sich der Captur noch als Kompakt-SUV, Mini-SUV oder doch Kleinwagen. Seine Maße sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Seit seiner Markteinführung  bewirbt sich der Franzose im Segment der Crossover. Sein modernes Äußeres zeigt das Fahrzeug im sportlichen und doch eleganten Look der Renaultfamilie. Beim Thema unterschiedliche Zielgruppen kamen die französischen Designer auf die Erweiterung des Farbspektrums. So bietet der überarbeitete Captur, ohnehin als zweifarbiges Fahrzeug bekannt, mehr als 30 farbliche Kombinationsmöglichkeiten beim Außen- und Innendesign. Das LED-Tagfahrlicht der Frontscheinwerfer des Captur bilden zudem sehr markant die Form eines „C“. Neu im Zuge der Modellpflege sind die optinalen LED-Heckleuchten, die das „C“ in 3D-Optik wiedergeben. Der Crossover bietet mit seiner Plattform, die er sich mit dem Clio teilt, zusätzlich ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit einer präzise arbeitenden Lenkung, die zusammen ein völlig souveränes Fahrgefühl ergeben. Bei ersten Tests rund um die romantische Metropole  Kopenhagen des Energy TCe 120 mit 87 kW (118 PS) stellten wir fest, dass der Captur Schlaglöcher und Unebenheiten der Fahrbahn gut wegsteckt, so insgesamt sehr stabil wirkt und ein komfortables Fahrverhalten bietet. Die erhöhte Bodenfreiheit von 170 mm qualifiziert ihn aber genauso für Fahrten auf Feldwegen und Schotterpisten. Die in Kombination gehaltenen Autobahnstrecken meistert er genauso bequem und so verschafft uns das Fahrzeug ein Rundum-Sorglos-Paket.

Auch Urban eine gute Performance

Überschaubare Motorenpalette

Mit jeweils zwei Benzin- und Diesel-Aggregaten ist die Motorenpalette recht übersichtlich gehalten. Im Benzin Bereich arbeiten der ENERGY TCe 90 mit 66 kW (90 PS) und der ENERGY TCe 120 mit 87 kW (118 PS). Wird die 90-PS-Motorisierung ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert, kann der Kunde beim 120-PS-Aggregat zwischen einem Sechs-Gang-Schalt- und Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe wählen. Die beiden Dieselaggregate ENERGY dCi 90 und dCi 110 mit den Leistungsstufen 66 kW (90 PS) und 81 kW (110 PS) werden beim 90-PS-Motor sowohl mit einem Sechs-Gang-Schalt-, als auch mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe geliefert, während der 110-PS-Motor ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bestückt ist. Alle Aggregate erfüllen die Euro-6-Abgasnorm, wobei die von uns gefahrene 118-PS-Benzin-Version mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe nur 5,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen soll, was gerade einmal 125 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. Den Angaben des Herstellers kommen wir bei unserer Testfahrt sehr nahe. Der Benziner liefert ordentliche 205 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Zwei Benzin- und Diesel-Aggregate

Innenraum mit Platz für Alle

Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,12 Metern bis zu fünf Personen bequem Platz. Die Kabine überzeugt mit guter Material- und Verarbeitungsqualität. Das klar gestaltete Cockpit mit langgezogenen horizontalen Linien und dem erweiterten R-Link Evolution® sowie dem Touchscreen-Multimediasystem Media Nav Evolution (7-Zoll-Display) als Blickfang und Schaltzentrale sorgen zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Beide Systeme sind optional erhältlich und lassen sich sowohl über das Display und den Bediensatelliten am Lenkrad bedienen. Hinzu kommt das Audiosystem R&GO mit integrierter Smartphone-Halterung, die die Nutzung der gleichnamigen Applikationen möglich machen. Für mehr optischen Raum und Licht sorgt das neu auf der Liste der Optionen stehende Panorama-Glasdach.  Die Innenraumvariabilität des Captur kommt dem eines SUV gleich. Das erleben wir beim herausnehmbaren und höhenverstellbare variablen Kofferraumboden. In der unteren Position steht das maximale Kofferraumvolumen von 455 Litern bei Beladung bis zur Fensterkante zur Verfügung. In der oberen Position ermöglicht er bei umgeklappten Rückbanklehnen einen durchgängig ebenen Ladeboden. Bei dieser verringerten Bestuhlung erreicht das Ladevolumen bei dachhoher Beladung 1.235 Liter. Der variable Gepäckraumboden besteht aus zwei Teilen und lässt sich auch als Gepäckraumteiler verwenden. Hier können einzelne Gepäckstücke besser fixiert werden. Dieses Setup ermöglicht das Transportieren von Gepäckstücken bis zu einer Länge von 1,51 Meter.

Komfortables Ambiente mit Premium Akustik

Captur mit Top Lifestyle Ausstattung

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Fahrassistenzsystemen erhöht die aktive Sicherheit im Captur. Hierzu zählen unter anderem der Spurhalte-Warner und die Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner. Optional sind darüber hinaus Toter-Winkel-Warner und Notbremsassistent verfügbar. Auch ein Easy Park-Assistent wird es optional geben. Der Fahrer muss lediglich behutsam Gas geben und bremsen, während der Easy Park-Assistent die Lenkarbeit übernimmt. Mit den fünf Ausstattungsvarianten will der französische Autobauer auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen. Startet der Captur mit der Variante „Life“ beim veränderten Innen- und Außendesign, darf sich der „Experience“ Kunde über mehr sportliche Applikationen erwarten. Die mittlere Ausstattung „Intens“ bietet mehr SUV-Look und Komfort. Die Top-Variante des Vorgängers „Crossborder“ soll mehr On-Board-Infotainment liefern. Neu im Programm demonstriert Renault mit der Version „Initiale Paris“ nicht nur die All-In Ausstattung, das Fahrzeug soll eine Brücke zum nächsten Segment mit mehr Ambiente und Infotainment schlagen. Preislich beginnt der Captur seine Reise bei 15.890 Euro. Ende der Fahnenstange bildet ein voll ausgestattetes Fahrzeug mit einem Preis von 27.790 Euro.

Crossover mit Freizeit Charakter

Fazit: Ein klares Zeichen, dass Fahrzeuge mit Fahrspaß, Nutzwert und Freizeitcharakter auch unterhalb der 16.000 Euro-Grenze auf dem deutschen Markt zu vertreiben sind, zeigt der überarbeitete Captur. Dennoch kommt der Kunde mit mehr Anspruch auf Qualität und Verarbeitung nicht zu kurz.

Fahrzeug für jede Aktivität

Das neue Update des Renault Captur  ist Crossover mit Ambitionen zum SUV. Ein MUSS als Familienfahrzeug und für Menschen mit dem Hang zu Extrem Freizeit Aktivitäten.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Toyota FT-4X Concept – Raus aus dem Alltag

Der japanische Autohersteller Toyota präsentiert auf der New York International Auto Show ein Crossover-Konzept, das auf den Namen „FT-4X Concept“ hört. Das Kürzel steht für „Future Toyota Four-Wheel-Drive-Crossover“ – übersetzt also: künftiger Toyota-Allrad-Crossover. Könnte die Studie also ein Ausblick auf einen zukünftigen RAV4 sein?

Die Heckklappe lässt sich horizontal und vertikal öffnen

Der FT-4X soll sich an junge Menschen richten, die in einer großen Stadt wohnen und ihr Arbeitsleben in einem tristen Bürojob fristen. Als Gegenpol sehen die Toyota-Entwickler spontane Touren in Nationalparks, auf Berge, an Seen oder ans Meer. Hier soll der kompakte Crossover (4,25 Meter lang und 1,62 Meter hoch) zum Einsatz kommen. Unter schwarz lackierten Kotflügeln drehen sich 18 Zoll große Leichtmetallfelgen mit Allwetter-Reifen für den leichten Gelände-Einsatz. Ein kleiner Vierzylinder treibt alle vier Räder an. LED-Scheinwerfer leuchten aus einer horizontal ausgerichteten Front – eine Hommage an den legendären Toyota FJ Land Cruiser. Besonders interessant ist außerdem die Heckklappe mit zwei Öffnungsmöglichkeiten. Im „Urban“-Modus öffnet sich die Klappe zweigeteilt vertikal wie bei einem Lieferwagen und im „Offroad“-Modus öffnet sich das Heckabteil nach oben und bildet gleichzeitig einen Schutz vor Regen.

Der Innenraum ist auf Abenteuer ausgelegt

Der Innenraum ist auf Funktionalität ausgerichtet und punktet zum Beispiel mit einer „Wetzone“ im Fond, wo nasse Badesachen oder schmutzige Wanderstiefel auf speziellen wasserfesten Fußmatten abgelegt werden können. Eine Action-Kamera im Außenspiegel auf der Beifahrerseite hält besonders schöne Momente im FT-4X für die Besatzung fest. Außerdem gibt es eine Kühl- und eine Wärme-Box für Snacks, Getränke oder klamme Kleidung. Der Kofferraum ist mit einem doppelten Ladeboden ausgerüstet. Über der Mittelkonsole ist ein Halter für Smartphones angebracht. Toyota geht davon aus, dass Navigations-Apps bei jungen Menschen gefragter sind als fest eingebaute Systeme. (Max Friedhoff/SP-X)

Seat Ateca – Für den sportlichen Fahrer

Seat ergänzt die Ausstattungs-Liste des Ateca um die sportliche FR-Variante. Neben „Reference“, „Style“ und „Xcellence“ können Kunden nun zwischen vier Varianten des spanischen SUV wählen.

Die Felgen sind 18 Zoll groß

Das FR-Paket unterscheidet sich nicht nur optisch, sondern auch technisch von den weniger sportlich angehauchten Brüdern. Anders als bei den restlichen Ausstattungs-Varianten setzt Seat beim FR die Dachreling und die Fensterrahmen schwarz ab. Der Kühlergrill erhält ein eigenständiges Design in Glanz-Schwarz und die Unterseite der neu gestalteten Stoßfänger sowie die Radläufe werden in Karosseriefarbe lackiert. Außerdem erhalten die Nebelscheinwerfer einen neuen Look. Am Heck gibt es darüber hinaus schwarze Seitenspoiler und einen kleinen Flügel. 18-Zoll-Leichtmetallräder mit einer 245/40-R18-Bereifung runden das Bild ab.

Am Heck gibt es einen neuen Stoßfänger

Im Innenraum fällt der Blick auf Alu-Einstiegsleisten mit FR-Logo. Auch die Pedale sind aus dem leichten Metall gefertigt. Weitere FR-Logos lassen sich auf dem Leder-Sportlenkrad finden. Die Sport-Komfortsitze sind im Serienumfang enthalten und mit Alcantara bezogen. Optional sind auch Ledersitze erhältlich. Rote Nähte verleihen Lenkrad, Sitzen und Schaltknauf eine sportliche Optik. Dachhimmel und Türverkleidung sind schwarz gehalten, auf den Türen gib es eine spezielle FR-Oberfläche.

Im Innenraum gibt es von Haus aus Alcantara-Sitze

Ein 2,0-Liter-TFSI mit 140 kW/190 PS stellt ab sofort das Top-Aggregat unter den Benzinern dar. Die bekannten Dieselmotoren mit bis zu 140 kW/190 PS sind weiterhin im Angebot. Allradantrieb, dynamische Dämpferverstellung und eine progressive Lenkung stehen wie das DSG-Getriebe auch im FR zur Auswahl. (Max Friedhoff/SP-X)

Skoda Vision E – Im großen Stil ins Elektro-Zeitalter

Skoda startet mit einem SUV ins Elektro-Zeitalter. Eine Studie des coupéhaft geschnittenen Crossovers wollen die Tschechen im April auf der Automesse in Shanghai vorstellen. Das Vision E genannte Konzeptfahrzeug ist bereits seriennah. Bis zum Jahr 2025 will Skoda fünf reine Elektromodelle in verschiedenen Größen und in zwei Jahren eine Plug-In-Version des Flaggschiffs Superb im Programm haben.

In Sachen Antrieb ist der 4,65 Meter lange und immerhin 1,92 Meter breite Studie ein von Skoda bislang nicht gekanntes Statement: Zwei E-Motoren mit zusammen 225 kW/306 PS sind für 180 km/h gut, versorgen beide Achsen und machen den Vision E so zum Allradler. Die Batterie soll nach Norm für rund 500 Kilometer Strecke reichen, in der Praxis dürften rund 400 Kilometer drin sein.

Technisch basiert auch der Skoda auf der neuen Plattform, die im VW-Konzern MEB (Modularer-Elektrifizierungs-Baukasten) genannt wird. Mit der kleineren Limousine I.D. und dem I.D. Buzz, einer Neuinterpretation der berühmten Bulli, hat auch die Marke VW inzwischen zwei Studien aus dem Baukasten vorgestellt. (Peter Maahn/SP-X)

Jeep Compass Opening Edition – Das Beste zum Start

Jeep bietet sein neues Kompakt-SUV Compass in Deutschland zur Markteinführung im Juli als Sondermodell „Opening Edition“ an. Zur Ausstattung zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, LED-Rückleuchten und Chrom-Zierteile an den Seitenfenstern. Für den Antrieb stehen ein 2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS sowie ein 125 kW/175 PS starker Benziner zur Wahl. Beide Motoren sind an eine Neunstufenautomatik und Allradantrieb gekoppelt. Die Preise starten bei 35.900 Euro.

Im Verlauf des Jahres kommen weitere Varianten des 4,40 Meter langen Compass auf den Markt, darunter auch Ausführungen mit Handschaltung und Frontantrieb. Zudem dürfte es auch kleinere Motoren geben, so dass der Einstiegspreis für die Baureihe auf rund 25.000 Euro sinken dürfte. (Holger Holzer/SP-X)

SUV-Boom – Europa baut Crossover

Fast jedes zweite neu eingeführte Pkw-Modell aus europäischer Produktion wird 2017 ein SUV sein. Insgesamt starten im laufenden Jahr 32 neue Baureihen in den europäischen Werken der Autoindustrie, 14 davon sind laut einer Statistik des Informationsdienstleisters Inovev SUV oder Geländewagen. Dazu zählen unter anderem die komplett neuen Typen BMW X2, Citroen C3 Aircross, Opel Crossland und Range Rover Velar. Außerdem laufen die Bänder für Neuauflagen bekannter Modelle wie Dacia Duster, Porsche Cayenne, Volvo XC60 und VW Touareg an.

Den zweiten Rang teilen sich Kleinwagen mit den Modellen der oberen Mittelklasse/Oberklasse. Dazu kommen zwei neue Kompakt-Baureihen sowie jeweils ein Mittelklassemodell, ein Coupé und ein Cabrio.

Die SUV-Dominanz in der Produktion spiegelt den Markt. Aktuell liegt der Anteil von SUV-Modellen bei den Neuzulassungen in Europa schon bei rund 20 Prozent, Tendenz steigend. Schon nächstes Jahr könnte nach Expertenmeinung die 25-Prozent-Hürde fallen. (Holger Holzer/SP-X)

Neues Modell: Seat startet SUV-Offensive

SUV, man sieht sie überall: Der Nachbar fährt eins, der Arbeitskollege, die Eltern und der beste Freund auch. Letzterer braucht es natürlich für seine abenteuerlichen Urlaube abseits befestigter Wege oder für seine Surfbrett-Sammlung. Das will einem zumindest der Name suggerieren: Sports Utility Vehicle, kurz SUV. Das sind Fahrzeuge, die für jeden Anlass gebraucht werden können. Davon bekommt Seat nun einen Dritten im Bunde, der den Seat Leon Xperience und das im letzten Jahr gestartete Modell Seat Ateca nach oben ergänzen soll.

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Mazda CX-5 – Kompakt-SUV ab 25.000 Euro

Zu Preisen ab 24.990 Euro ist ab sofort die neue Generation des Mazda CX-5 bestellbar. Das Basismodell wird über die Vorderräder von einem 121 kW/165 PS starken 2,0-Liter-Saugbenziner angetrieben, zur Ausstattung zählen in der Einstiegsvariante „Prime-Line“ unter anderem Klimaanlage, Radio und Berganfahrassistent.

Insgesamt umfasst das Angebotsprogramm für das Kompakt-SUV neben der Allradausführung des kleinen Benziners zwei Diesel mit 110 kW/150 PS und 129 kW/175 PS. Letzterer ist ausschließlich mit Allradantrieb zu haben. Außer dem manuellen Sechsganggetriebe steht für alle Varianten eine Sechsgang-Automatik zur Wahl. Neben der Basis-Ausstattung gibt es drei weitere Linien bis hin zum nahezu voll ausgestatteten „Sports-Line“-Modell, das als Allrad-Benziner bei 34.890 Euro startet.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue CX-5 um 200 Euro teurer geworden. Zu den Neuerungen der zweiten Generation zählen unter anderem ein aufgewerteter Innenraum und die serienmäßig vorhandene Fahrdynamikreglung „G-Vectoring-Control“. Zudem will Mazda das Fahrwerk und die Geräuschdämmung verbessert haben. (Holger Holzer/SP-X)

Das SUV-Halbjahr – Die wichtigsten Crossover-Neuheiten bis zum Herbst

Bis zum Ende des Jahrzehnts wird mehr als jeder vierte Neuwagen in Europa ein SUV sein. So prognostizieren es Experten. Entsprechend konsequent schieben die Autohersteller passende Modelle auf den Markt. Die Zahl der bis zum Herbst erwarteten Neuheiten ist zweistellig. Eine Übersicht.

Auch Alfa Romeo kann sich dem SUV-Trend nicht mehr verschließen. Ab sofort treten die Italiener mit dem sportlich positionierten Stelvio gegen Jaguar F-Pace, BMW X3 und Audi Q5 an. Optisch und technische orientiert sich der erste Crossover der Fiat-Tochter an der Mittelklasselimousine Giulia. Und auch deren sportlicher Anspruch wird übernommen: Für den Antrieb sehen die Italiener Motoren jenseits der 200 PS vor. Das Top-Modell Quadrofoglio Verde bringt es dank Sechszylinder-Turbo sogar auf 375 kW/510 PS. Die Preise für das Italo-SUV starten bei 47.500 Euro.

Alfa legt den Stelvio zum Start als Sondermodell auf

Gerade das in Europa einträgliche Segment der kompakten SUV hat Geländewagen-Spezialist Jeep lange brachliegen lassen. Das ändert sich im Herbst mit dem Compass, der mit 4,40 Metern Länge gegen VW Tiguan und Co., aber auch gegen größere Mini-SUV wie den Opel Mokka antritt. Die Technik teilt sich der Allrader mit dem kleineren Jeep Renegade und steckt wie dieser die meisten Segments-Konkurrenten bei Offroad-Ausflügen in die Tasche. Aber auch für den Alltag auf Stadt und Autobahn ist er dank modernem Infotainment und wohnlichem Innenraum gerüstet. Die Preise dürften bei rund 25.000 Euro starten.

Der Range Rover Velar positioniert sich zwischen Evoque und Range Rover Sport

Die britische Geländewagenmarke baut die Range-Rover-Familie aus. Das neue Mittelklasse-SUV Velar soll die Lücke zwischen dem kompakten Evoque und dem einen halben Meter längeren Range Rover Sport füllen, fällt zudem deutlich flacher und optisch dynamischer aus als seine Verwandten. Prunkstück ist jedoch der Innenraum mit einem neuen Bediensystem, bei dem ein berührungsempfindliches Display nahezu alle klassischen Tasten überflüssig macht. Das Motorenangebot reicht bis zu einem 278 kW/380 PS starken V6-Benziner. Die Markteinführung des vierten Modells in der Lifestyle-orientierten Familienlinie der Engländer erfolgt Ende Juli zu Preisen ab rund 57.000 Euro.

Jeep bringt im Sommer den Compass auf den Markt

Nicht völlig neu, aber in großen Teilen doch deutlich verbessert präsentiert sich die zweite Generation des Mazda CX-5. Das Kompakt-SUV bleibt sich äußerlich weitgehend treu und hält auch an Plattform sowie Motorenangebot fest. Verbessert wurden vor allem Details. So wirkt der Innenraum nun deutlich wertiger, für einen sportlicheren Auftritt soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreitere Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt leicht abgesenkt. Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört das schon aus dem Mazda6 bekannte G-Vectoring-Control. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Die Preise werden sich vermutlich wenig ändern und bei rund 25.000 Euro starten. Los geht es Ende März.

Mitsubishi baut sein SUV-Programm aus

Mitsubishi schließt mit dem Eclipse Cross im Herbst die Lücke zwischen dem kleinen Kompakt-SUV ASX und dem Mittelklasse-Crossover Outlander. Der Tiguan-Herausforderer setzt auf sportliches Design mit leichten Coupé-Anleihen und mächtigen Luftöffnungen in der chromverzierten Front, innen geht es im Gegensatz dazu dank Touchpad-Bedienung betont aufgeräumt zu. Als Antrieb gibt es zunächst zwei konventionelle Verbrenner, darunter einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Allradtechnik ist zumindest optional zu haben. Die Preise dürften im Bereich von 22.000 Euro starten.

Der Opel Crossland X ist das erste PSA-Modell bei den Rüsselsheimern

Wie populär SUV sind, zeigt sich auch bei Opel. So ersetzen die Rüsselsheimer ihre klassischen Vans Meriva und Zafira mittelfristig durch zwei SUV-Modelle, die gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern entwickelt wurden. Als erster startet im Sommer der Crossland X, der sich als klassisches Mini-SUV unterhalb des etwas größeren Mokka X platziert. Anders als dieser verzichtet er auf optionalen Allradantrieb. Plattform und Motoren teilt sich der Crossland mit den zum Jahresende erwarteten Wettbewerbern Peugeot 2008 und Citroen C-Cross. Als Basismotor gibt es einen 1,2-Liter-Benziner mit 60 kW/81 PS, die Preise starten bei 16.850 Euro.

Nach der erfolgreichen Kooperation mit Nissan beim Qashqai-Ableger Kadjar, nutzt Renault nun auch eine Klasse höher die Crossover-Kompetenz seines Allianzpartners. Auf Basis des Nissan X-Trail bringen die Franzosen die zweite Generation des Mittelklasse-SUV Koleos auf den Markt. Zu sehen ist die Verwandtschaft allerdings kaum, der 4,67 Meter lange Fünftürer orientiert sich am Design des Markenflaggschiffs Talisman und zeigt auch innen den typischen Renault-Stil mit dem großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Angetrieben wird das Mittelklasse-SUV von zwei Benzin- oder Dieselaggregaten mit bis zu 127 kW/172 PS, Allradantrieb ist Option. Die Preise für den bis zu siebensitzigen Koleos dürften im Frühjahr bei rund 25.000 Euro starten.

Das Kompakt-SUV XV sollte für Subaru schon in der ersten Generation neue Kundenkreise jenseits der eingeschworenen Markenfans ansprechen. Die Neuauflage macht das mit schnittiger Karosserie noch einmal konsequenter. Wie bisher setzt der kleine japanische Hersteller auch beim neuen XV auf einen Boxermotor, der umfangreich modernisiert wurde und künftig mehr Leistung mit weniger Verbrauch in Einklang bringen soll. Auch das stufenlose CVT-Getriebe wurde überarbeitet, eine neue Übersetzung soll sich positiv auf Beschleunigung und Wirtschaftlichkeit auswirken. Allradantrieb ist, wie bei Subaru üblich, Serie. Die Markteinführung erfolgt im Herbst zu Preisen von rund 20.000 Euro.

Volvo stattet den XC60 mit neuartigen Assistenten aus

Volvo treibt die Erneuerung seiner Modellpalette konsequent voran. Nachdem in den beiden vergangenen Jahren die 90er-Baureihe frisch aufgelegt wurde, fängt 2017 die Renovierung der kleineren 60er-Modelle an. Den Start macht im Sommer das Mittelklasse-SUV XC60, das im neuen, eleganten Designstil der Marke gehalten ist. Für den Antrieb gibt es ausschließlich Vierzylindermotoren, sowohl als Diesel als auch als Benziner. Auch ein Hybridmodell wird wohl kommen. Traditionell viel Wert wird auf Sicherheit gelegt: Die Road Edge Detection schützt vorm Abkommen von der Straße, das City-Safety-System hilft, Auffahrunfälle mit anderen Fahrzeugen und Kollisionen mit Fußgängern und Wildtieren zu vermeiden und erstmals greift bei drohenden Frontalkollisionen ein Lenkassistent ein, der selbstständig ausweichen kann. All das hat seinen Preis: mindestens 48.050 Euro.

Marktführer VW Tiguan ist mit 4,50 Metern Länge bereits ein durchaus stattliches Auto. Wer noch mehr Platz benötigt, kann ab September die um fast 22 Zentimeter gestreckte Langversion „Allspace“ wählen. Die bietet mehr Knieraum im Fond und wahlweise ein extra großes Gepäckabteil (bis zu 1.920 Liter) oder Platz für zwei zusätzliche Passagiere. Die finden auf zwei ausklappbaren Sitzen im Kofferraum Platz, die den XL-Tiguan zum Siebensitzer machen. Allerdings muss das Zusatzgestühl in dem rund 30.000 Euro teuren SUV extra bezahlt werden. Beim Antrieb bietet das gut gefüllte VW-Regal neben dem 1,4 Liter kleinen Einstiegsbenziner mit 110 kW/150 PS die allseits bekannten 2,0-Liter-Triebwerke bis hin zum 176 kW/240 PS starken Top-Diesel. Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe müssen nur bei den Basismotorisierungen extra bestellt und bezahlt werden, ansonsten sind sie serienmäßig.

Das SUV-Jahr ist im Herbst noch lange nicht zu Ende. Auf der IAA in Frankfurt debütieren weitere Modelle, darunter Luxusmodelle Porsche Cayenne und VW Touareg, Bestseller wie Skoda Yeti und Dacia Duster oder Neulinge wie Citroen C3 Aircross und BMW X2. Für den Jahreswechsel hat sich zudem bereits das Premium-SUV DS7 Crossback angekündigt. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Crossland X – Abstand gewahrt

Mit dem Crossland X hat Opel ein Mini-SUV unterhalb vom Mokka X ins Programm genommen. Auch preislich hält der in Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern entwickelte Hochbeiner einen entsprechenden Abstand zum mindestens 19.000 Euro teuren Mokka: Los geht’s bei 16.850 Euro.

Dafür bekommt man den Basisbenziner, einen 1,2-Liter-Dreiyzlinder mit 60 KW/81 PS. Alternativ stehen für den Crossland zwei Diesel und zwei Turbobenziner mit im Leistungsspektrum von 73 kW/99 PS bis 96 kW/130 PS, zur Wahl. (Mario Hommen/SP-X)

Renault Captur – Eine Spur kerniger

Renault hat sein Mini-SUV Captur geliftet. Der kleine Crossover trägt eine neue Front mit C-förmigen Tagfahrleuchten, ein angedeuteter Unterfahrschutz vorn und hinten soll für mehr Offroad-Flair sorgen. Dazu gibt es neue Karosseriefarben und ein optionales Panoramaglasdach. Für den Antrieb stehen weiterhin zwei Benziner und zwei Diesel mit Leistungswerten zwischen 66 kW/90 PS und 87 kW/110 PS zur Wahl, Allradantrieb ist weiterhin nicht zu haben. Preise für das überarbeitete Modell, das im Frühjahr in den Handel kommen dürfte, nennt der Hersteller noch nicht. Aktuell starten sie bei 15.700 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Vorne und hinten gibt es einen Unterfahrschutz

Dacia Logan MVC Stepway – Gefällig statt nur günstig

Dacia stellt dem 8.000-Euro-Kombi Logan MCV eine schicke Lifestyle-Version zur Seite. In der neuen Stepway-Ausführung trägt der kantige Kombi ein modisches Geländewagen-Kleid und wartet mit fülliger Ausstattung auf. Premiere feiert der Crossover-Kombi auf dem Genfer Salon (9. bis 19. März).

Vom eher schmucklosen Standard-Logan setzt sich der Stepway unter anderem durch eine zweifarbige Frontschürze, schwarze Seitenschweller und Radhausverbreiterungen sowie einen angedeuteten Unterfahrschutz am Heck ab. Die um fünf Zentimeter höher gelegte Karosserie sorgt für besseres Vorankommen auf schlechten Wegen, Allradantrieb gibt es jedoch nicht.

Dacia legt den Logan MCV als Stepway-Modell auf

Im Innenraum verschönert Chromschmuck das Cockpit, elektrische Fensterheber vorn und eine Mittelarmlehne erhöhen den Komfort. Zur weiteren Ausstattung zählen Parkpiepser am Heck und eine Berganfahrhilfe. Optional ist eine Rückfahrkamera zu haben. Basismotor ist ein 0,9-Liter-Turbobenziner mit 66 kW/90 PS, alternativ gibt es einen gleich starken 1,5-Liter-Diesel. Später soll eine Autogas-Variante des Benziners folgen.

Preise für den Dacia Logan MCV Stepway nennt die Renault-Tochter nicht. Klar ist, dass der Crossover-Kombi weit von den rund 8.000 Euro entfernt sein wird, die der Basis-Logan mindestens kostet. Orientiert man sich am Stepway-Modell des kleineren Sandero (ab 9.900 Euro) scheinen rund 11.000 Euro realistisch. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Crossland X – Allianz mit X

Der Buchstabe X steht bei Opel für SUV. Ein weiterer davon steht nun in den Startlöchern. Der Crossland X erweitert im Sommer das SUV-Angebot unterhalb des Mokka. Das kleine SUV soll im Umfeld von Nissan Juke, Renault Captur und Fiat 500X Kunden gewinnen. Neben dem optischen Auftritt eines SUV bietet das 4,21 Meter lange Fahrzeug eine erhöhte Sitzposition, einen variablen Innenraum und ein modernes Infotainmentsystem. Genaue Preise nennt Opel noch nicht. Der in Zusammenarbeit mit dem französischen Konzern PSA entwickelte Crossland X dürfte aber bei rund 16.000 Euro starten.

Genaue Preise nennt Opel noch nicht

Die Allianzpartner – die Zusammenarbeit besteht bereits seit 2012 – nutzen eine gemeinsam entwickelte Plattform und viele Gleichteile. Wichtig ist den Opel-Verantwortlichen allerdings, dass alles, was man sieht und fühlt, aus den Opel-Regalen kommt. Bei einer ersten Sitzprobe konnte das Interieur überzeugen. Armaturenbrett, Infotainmentsysteme oder die Sitze sind aus anderen Opel-Modellen bekannt. Das Platzangebot ist gut, auch im Fond geht es recht kommod zu.

Neben dem Telematikdienst Onstar stehen auch die bekannten Infotainmentsysteme zur Wahl, die über große Displays gesteuert werden und unter anderem die Anbindung von Android- oder Apple-Smartphones ermöglichen. Außerdem gibt es je nach Ausstattung oder georderten Extras noch Lenkrad- und Sitzheizung, ein Panorama-Glasdach oder eine um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank. Ist diese an Bord lässt sich das Kofferraumvolumen durch die Ausnutzung des Verstellbereichs von 410 auf 520 Liter steigern. Klappt man die Rücksitzlehnen um, entsteht ein ebener Ladeboden und das Volumen steigt auf 1.255 Liter. Leider lassen sich die Rücksitzlehnen nicht vom Kofferraum mittels eines Knopfes umlegen. Man muss über die breite Kofferraumabdeckung greifen.

Bei einer ersten Sitzprobe konnte das Interieur überzeugen

Außerdem hat Opel weitere Assistenten im Programm, darunter eine Frontkamera, die die erlaubte Geschwindigkeit an die Geschwindigkeitsregelanlage weitergibt. Auf Fahrerwunsch wird das Tempo an die Limitvorgabe angepasst. Dazu kommen unter anderem noch ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung sowie erstmals bei den Rüsselsheimern eine Panorama-Rückfahrkamera mit 180-Grad-Blickwinkel. Im Optionsangebot sind außerdem Voll-LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display.

Zum Marktstart wird der Kleine mit drei Dreizylinder-Benzinern und zwei Dieselaggregaten angeboten werden. Sie steuert der Allianzpartner PSA bei. Die 1,2-Liter-Dreizylinder leisten 60 kW/81 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS; die zwei 1,6-Liter-Selbstzünder, die mit Adblue-Zusatz arbeiten, kommen auf 73 kW/99 PS und 88 kW/120 PS. Die Kraftübertragung übernehmen je nach Motor Fünf-oder Sechsgangschalter, eine Automatik soll ebenfalls verfügbar sein. Fahrwerk und Lenkung wurden aber von Opel-Ingenieure angepasst.

Das Platzangebot ist gut, auch im Kofferraum ist ausreichend Platz

Obwohl das Aussehen des Crossland mit den typischen SUV-Designvorgaben spielt, darunter Kunststoffbeplankung an den Radläufen oder an den Seitenschwellern, sollten Ausflüge ins Gelände nicht unternommen werden. Das Fahrzeug wird ausschließlich mit Frontantrieb offeriert.

Opels Hinwendung zum Mini-SUV bedeutet gleichzeitig auch das Aus des Meriva; der Minivan mit den markanten gegenläufig öffnenden Türen wird nicht mehr produziert. Der Trend zum SUV soll aber bei Opel nicht das Ende aller Vans sein. Wenn im Herbst der Tiguan-Herausforderer Grandland X startet, bleibt der Van Zafira im Programm – zumindest vorerst. (Elfriede Munsch/SP-X)

Opels Hinwendung zum Mini-SUV bedeutet gleichzeitig auch das Aus des Meriva

Alfa Romeo Stelvio – Was Schickes für den Matsch

Auch Alfa Romeo will sich dem SUV-Trend nicht mehr verschließen. Ab dem Frühjahr treten die Italiener mit dem sportlich positionierten Stelvio gegen Jaguar F-Pace, BMW X3 und Audi Q5 an.

Optisch und technische orientiert sich der erste Alfa-Crossover an der Mittelklasselimousine Giulia. Nicht nur die Gestaltung des Innenraums gleicht dem Viertürer, auch Front- und Heckpartie wurden weitgehend übernommen. Die angeschrägte Heckscheibe steht für sportive Dynamik und lässt durchaus Vergleiche zum Porsche Macan zu. Das Gesicht des 4,69 Meter langen Stelvio wird durch den zu neuer Größe gewachsenen typischen Alfa-Grill dominiert.

Für den Antrieb sehen die Italiener zunächst einen 2,0 Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner mit 206 kW/280 PS Leistung vor. Alternativ ist ein 2,2-Liter-Diesel zu haben, der es auf 154 kW/210 PS bringt. Darüber hinaus wird es auch ein Top-Modell mit einem 375 kW/510 PS starken Sechszylinder-Turbobenziner geben. Alle Varianten haben Allradantrieb, ein sparsames Basismodell mit Heckantrieb dürfte später folgen.

In Sachen Assistenzsysteme bietet Alfa unter anderem Fußgängererkennung, Rückfahrkamera, Ausparkwarner und Abstandshalter an. Helfer zum autonomen Fahren sind nicht vorgesehen. Die Preise für das Italo-SUV starten bei knapp 48.000 Euro.

(Holger Holzer/SP-X)

DS 4 Crossback Moondust – Frühjahrstrendfarbe: Grau

Mit neuer Außenfarbe schickt DS nun die Sonderedition des DS 4 Crossback ins Frühjahr. Trug die Sonderauflage des kompakten Crossovers im Winter noch roten Mattlack, ist er für die neue Saison mattgrau. Entsprechend ändert sich auch der Name: Von „Terre Rouge“ zu „Moondust“. Die Ausstattung des Citroen-C4-Ablegers umfasst unter anderem LED-Licht, Ledersitze und Rückfahrkamera. Als Antrieb kommt ein 2,0-Liter-Diesel mit 133 kW180 PS zum Einsatz. Der Preis für das auf 15 Einheiten limitierte Sondermodell beträgt 39.500 Euro.

Mit der Trennung in eine Winter- und eine Frühlings-Kollektion will die junge Marke DS ihren Lifestyle-Anspruch unterstreichen. Die ehemalige Citroen-Submarke bietet seit 2015 ihre Produkte unter eigenem Logo an. Der DS 4 Crossback ist die im SUV-Stil gehaltene Version des DS 4, der wiederum eine optisch aufgewertete Variante des Kompaktmodells Citroen C4 ist. (Holger Holzer/SP-X)

Jeep Renegade Nitro – Mit Snowboard und Sitzheizung

Als Sondermodell „Nitro“ will der Jeep Renegade nun Wintersportler locken. Zum Lieferumfang des Mini-SUV zählt neben einem Ski-Dachträger und unempfindlichen Gummi-Fußmatten ein Snowboard der Marke Nitro im Wert von rund 600 Euro. Die Ausstattung beinhaltet unter anderem Zweizonen-Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung sowie ein schlüsselloses Startsystem.

Das Motorenprogramm umfasst drei Benziner mit Leistungswerten zwischen 81 kW/110 PS und 103 kW/140 PS sowie zwei Diesel mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Letzterer ist als einziges Triebwerk mit Allradtechnik kombiniert. Die Preise starten bei 21.800 Euro für die Variante mit dem kleinsten Benziner, der Allrad-Diesel kostet 27.200 Euro. Den Kundenvorteil gegenüber dem Einzelpreis von Extras und Zubehör gibt der Hersteller mit 2.580 Euro an. (Holger Holzer/SP-X)

Volvo V90 D4 AWD – Das schwedischste aller Schwedenautos

Wie viele Hersteller hat auch Volvo sein Produktportfolio in den letzten Jahren ausgeweitet und bietet nun zum Beispiel auch SUVs, Crossover und leistungsstarke Versionen seiner zivilen Varianten an. Alles Segmente, ohne die es heute ja offenbar nicht mehr geht. Wenn man aber das schwedische Auto schlechthin definieren müsste, dann käme am Ende sicher mehr oder weniger unser Testwagen dabei heraus: Ein großer Kombi mit vernünftiger Motorisierung und innen wie außen im typischen Schweden-Style gehalten. Voila, der neue Volvo V90.

Der Fünfsitzer mit der großen Heckklappe hat im vergangenen Herbst die Nachfolge des allerdings eine Nummer kleineren V70 angetreten. Herausgekommen ist ein eleganter, sich auf satte 4,94 Meter streckender Kombi, der mit seiner Heckklappe deutlich stimmiger wirkt, als die in diesem Bereich doch arg konservativ geratene Limousine S90.

Maßstäbe beim Laderaum setzt der große Volvo-Kombi nicht mehr

Von einem schwedischen Raumtransporter erwartet man aber vor allem Fassungsvermögen und Variabilität. Gerade beim Ladevolumen setzten schwedische Kombis nicht zuletzt wegen ihres kastenartigen Designs in früherer Zeit häufig Maßstäbe. Das ist leider vorbei, denn die schöne Form des V90 fordert Tribut. Der durch eine breite Heckklappe gut erreichbare Laderaum fasst zwar immerhin 560 Liter, die lassen sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen aber nur auf 1.526 Liter erweitern. Da hatte selbst der deutlich kürzere V70 mit rund 1.600 Litern mehr zu bieten. Und gegenüber dem Klassenprimus, dem T-Modell der Mercedes E-Klasse, verliert der Volvo sogar 330 Liter. Andererseits: Wie häufig benötige ich so viel Stauraum? Und wenn es mal wirklich was zu transportieren gibt – so in der Liga Kühlschrank, Sessel oder Buchregal – würden wir sowieso einen Mietwagen vorziehen. Einfach, um den schönen Schweden auch nicht ansatzweise zu beschädigen. Mehr gestört hat uns da das etwas fummelige Laderaumrollo, für das es zudem, wenn man es für den Transport eines höheren Gegenstandes abbaut, auch keine gute Ablagemöglichkeit gibt.

Innen ist der V90 richtig fein gemacht. Das Leder der Sitze wurde üppig aufgebracht und riecht auch so

Innen ist der V90 ansonsten richtig fein gemacht. Das Leder der Sitze wurde üppig aufgebracht und riecht auch so. Weiche Kunststoffe und edles Holz ergänzen diesen Eindruck – zumindest in den höheren Ausstattungsstufen. Bei der Qualität des Innenraums und der Verarbeitung lässt sich Volvo in dieser Klasse höchstens noch von Audi toppen. In der Mittelkonsole thront der inzwischen schon aus dem SUV XC90 und dem S90 bekannte 9,2 Zoll große, hochkant montierte Bildschirm. Dessen fehlerlose Bedienung muss man anfangs ein wenig proben, dann allerdings funktioniert das meiste problemlos und manchmal sogar intuitiv. Weniger gut gefallen hat uns das Navi-System, speziell dessen Staumeldungen. Nicht nur einmal lenkte es uns trotz vorhandener Alternativen kaltlächelnd in eine viel Zeit kostende Autobahn-Warteschlange.

Wer den vor dem übrigens nicht serienmäßigen Achtgang-Automatikgetriebe platzierten Knopf dreht, erweckt den Motor zu leben. Nominell leistet der 2,0-Liter-Diesel 140 kW/190 PS und entsprechend zügig geht es zunächst los. Das Konzept der Schweden, sowohl bei Selbstzündern wie bei Ottomotoren nur noch einen Hubraum und nur noch vier Zylinder anzubieten, stößt allerdings spätestens dann an Grenzen, wenn man den Antrieb fordert. Dann hat der Turbomotor seine Probleme, wird laut und von der Souveränität des Aggregats geht einiges verloren. Unser Testverbrauch lag mit 6,8 Litern im erwartbaren Rahmen über der Normangabe von 4,9 Litern Diesel. Das Achtgang-Getriebe verrichtet seine Arbeit dagegen unaufgeregt und präzise. Der Aufpreis zum manuellen Sechsgang-Getriebe ist mit 2.250 Euro happig, die Investition lohnt sich aber auf jeden Fall, weil der Automat einfach viel besser zum Fahrzeug passt.

Nominell leistet der 2,0-Liter-Diesel 140 kW/190 PS und entsprechend zügig geht es zunächst los

Wer es etwas sportlicher mag, sollte aber gleich die stärkere Version (D5, 235 PS) kaufen. Der D4 ist trotz immerhin bis zu 400 Newtonmeter Drehmoment eher ein Antrieb für zurückhaltende Fahrer, was aber ja zu einem Volvo-Besitzer vielleicht ganz gut passt. Auch das Fahrwerk ist nicht sportlich ausgelegt, sondern soll in erster Linie viel Komfort bieten. Das gelingt auch recht gut, auf schlechten Strecken reagiert es allerdings schon mal mit Stuckern. Gegen Aufpreis steht eine adaptive Luftfederung für die Hinterachse zur Verfügung. Auch ein Sportfahrwerk wird angeboten, die Erfahrung lehrt allerdings, dass man darauf im Interesse des eigenen Rückens getrost verzichten kann. Zudem ist der D4 von der gesamten Grundidee her eindeutig auf Alltag und Reise ausgelegt, ein Komfort-Kombi also, der die Kurvenjagd weder braucht noch goutiert.

Volvo bietet in vielerlei Hinsicht inzwischen wirklich jenes Premiumniveau, das die Schweden schon seit ein paar Jahren versprechen. Das gilt insbesondere für die neuen Modelle der 90er-Baureihe. Dass dann auch entsprechende Preise ausgerufen werden, darf nicht verwundern. 49.300 Euro beträgt der Bruttogrundpreis für den V90 mit dieser Motorisierung, Allrad und Automatik. Mit Vollausstattung kostete unser Testwagen rund 75.000 (!) Euro. Gegenüber einem Audi A6, einem BMW 5er oder einer Mercedes E-Klasse spart der V90-Käufer allenfalls ausstattungsbereinigt und auch dann nur im einstelligen Prozentbereich. Ein Schnäppchen ist der große Schwedenkombi also nicht, aber dafür der schwedischste Kombi überhaupt. (Peter Eck/SP-X)

Opel Crossland X – Mehr Mokka für den Meriva

Es ist düster, kalt und kahl in den leeren Hallen des stillgelegten Kraftwerks in Berlin-Mitte. Eindeutig kein Ort für Kinder – bestenfalls für Katzen mit unheimlich mieser Laune … aber dazu gleich mehr. Ist das der Platz, an dem ein klassischer Massenhersteller den Nachfolger eines braven Familienvans präsentieren sollte? Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagt dazu nur: „Ja”. Denn an den kompakt-praktisch-freundlichen Vorgänger Meriva soll der Crossland X bitte überhaupt nicht erinnern. Damit das auch dem letzten Beobachter klar wird, haben die Rüsselsheimer zur „Vernissage” in die Hauptstadt geladen. Mit dabei ist „Grumpy Cat” – ein miesgelaunt dreinschauender Kater, der als Facebook-Star nun auch einen Opel-Kalender ziert.

Katze statt Kinderschar – das charakterisiert auch irgendwie die Zielgruppe für den Opel im gerade so beliebten kompakten Crossover-Design. Das hippe Metropolenpaar soll sich mit dem 4,21 Meter kurzen Crossland behände zwischen Kraftwerks-Club und heimischem Loft bewegen – bei 1,59 Meter Fahrzeug-Höhe aber deutlich über den vergleichsweise biederen Astra-Fahrern. Die kauern sich zehn Zentimeter niedriger. Der Crossland X, eng verwandt mit Citroens C3 Picasso und dem nächsten Peugeot 2008, macht sich zudem 1,76 Meter breit. Für zusätzliche Geländewagen-Abenteuer-Coolness sorgen Unterfahrschutz und reichlich Kunststoffbeplankung.

Auf einer „Vernisage“ in Berlin hat Opel seinen neuen Crossland X der Presse vorgestellt

Aber Allrad wird sich der Crossland trotz etwas erhöhter Beinfreiheit sparen, die bleibt dem leicht größeren Mokka X vorbehalten. Dafür nimmt der kleine Crossover im Dach die elegant-schwebende Optik des Adam auf – Style für den Städter. Oder den, der’s gern wär. Denn auch für den Vorstädter, der zwischen Kindergarten, Wochenend-Einkauf und Ski-Ausflug pendelt, bietet der Opel die klassischen Qualitäten. Oder anders ausgedrückt: Unterm Blech noch eine Menge Meriva.

Zwar gehören dazu nicht die praktischen, jedoch bautechnisch teuren gegenläufigen Hecktüren. Aber der Laderaum bleibt mit 410 Litern voll familientauglich. Und auch die 15 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank freut die ganze Familie – etwa, wenn sich Oma und Opa es mal hinten bequem machen wollen. Und mit Komfort will der Crossland ja ohnehin besonders auftrumpfen.

Vorne finden sich gegen Aufpreis die ausgezeichneten orthopädischen Sitze, die auch Astra- und Mokka-Fahrer gegen Aufpreis erfreuen

Vorne finden sich etwa auch darum gegen Aufpreis die ausgezeichneten orthopädischen Sitze, die auch Astra- und Mokka-Fahrer gegen Aufpreis erfreuen. Wer diese Modelle kennt, wird sich überdies im Crossland X auch gleich heimisch fühlen – das Armaturenbrett mit optionalem Achtzoll-Bildschirm und die Bedienlogik ist aus den Geschwistern fast unverändert übernommen. Das gleiche gilt für Elemente wie die Smartphone-Einbindung, Navi oder die Assistenzsysteme wie Head-up-Display über adaptive LED-Scheinwerfer, Spurhalteassistent, Kollisionswarner, 180-Grad-Rückfahrkamera, Notbremsassistent oder Müdigkeitserkennung bis hin zum Parkassistent.

Auch hier folgt der kleine Crossover dem Trend der Klientel, die auf kompaktere Modelle mit guter Ausstattung aus ist. Das CUV/SUV-B-Segment ist weltweit das am stärksten wachsende. Seit 2010 haben sich die Absatzzahlen in dieser Fahrzeugklasse verfünffacht. „Mit dem Crossland X haben wir nun neben dem Mokka X ein zweites sehr starkes Angebot in dieser Fahrzeugklasse”, sagt Unternehmenslenker Neumann.

Der Opel Crossland ist 4,21 Meter lang, 1,59 Meter hoch und 1,76 Meter breit

Die Familienähnlichkeit betont auch der Crossland X durch seinen Kühlergrill mit dem Opel-Blitz und LED-Doppelschwingen-Grafik. Noch nicht rausgelassen haben die Rüsselsheimer, was den Crossland X unterm Blech so antreibt. Wahrscheinlich dürften das Turbo-Benziner mit einem und 1,4 Liter Hubraum sein, die zwischen 90 und 140 PS leisten. Neben der Sechsgang-Schaltung ist auch ein Automat zu haben. Diese Getriebe-Kombination dürfte auch beim 1,6-Liter-Diesel mit rund 140 PS ans Werk gehen. Zusätzlich könnte der Crossland-Fahrer wohl noch mit einem 1,4-Liter-LPG-Motor Gas geben können.

Aber Allrad wird sich der Opel Crossland trotz etwas erhöhter Beinfreiheit sparen, die bleibt dem leicht größeren Mokka X vorbehalten

Solide Motoren auf der Höhe der Zeit – das dürfte zumindest der klassischen Opel-Klientel gefallen. Ob der hybridbewegte Hipster aber da eher enttäuscht wie grumpy cat schaut? Vielleicht lässt er sich ja durch den Preis wieder versöhnen. Der liegt bei vergleichbaren Angeboten in diesem Segment bei 14.000 bis 15.500 Euro für die Basisvariante. Dafür würde der Crossland X auf jedem Fall eine Menge Auto bieten. (Peter Weißenberg/SP-X)

Hyundai Tucson Sondermodell – Stärkster Ottomotor auf bescheidener Basis

Wer sich das Kompakt-SUV Hyundai Tucson in Kombination mit der 130 kW/177 PS starken Top-Motorisierung 1.6 T-GDI kaufen wollte, musste bislang mindestens 28.000 Euro investieren. Jetzt haben die Koreaner die Sondermodelle Go und Go+ aufgelegt, die bei weniger Ausstattung eine Ersparnis von über 2.000 Euro ermöglichen.

Beide Varianten setzen auf der Basisversion Classic auf. Das Sondermodell Go bietet zusätzlich zu dieser Ausstattung, die unter anderem auch Klimaanlage, Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung umfasst, 17- statt der sonst vorgesehenen 16-Zoll-Leichtmetallräder. Das Fahrzeug kostet so 25.750 Euro; 1.500 Euro mehr verlangt Hyundai für die Version Go+, welche außerdem noch Dachreling, Lederlenkrad, Tempomat, Parkpiepser hinten sowie ein Navigationssystem bietet. (Mario Hommen/SP-X)

Mitsubishi in Genf – Ein kleiner Bruder für den Outlander

Mitsubishi zeigt auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) ein neues SUV. Das Kompaktmodell soll sich zwischen dem 4,30 Meter langen Crossover ASX und dem großen SUV Outlander (4,70 Meter) einordnen. In dieser Größenklasse fahren auch wichtige Wettbewerber wie VW Tiguan, Ford Kuga und Toyota RAV4. Neben Benzin- und Dieselmotoren könnte für Mitsubishis Herausforderer auch ein Hybridantrieb angeboten werden. Auf den deutschen Markt dürfte der Neue im Herbst 2017 unter dem Namen Outlander Sport kommen. (Holger Holzer/SP-X)

Subaru XV – Crossover-Premiere in Genf

Die zweite Generation des Subaru XV feiert ihre Premiere auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März). Erste Bilder des neuen Kompakt-SUV deuten eine kraftvollere Optik an als beim aktuellen Modell. Vorbild dürfte die 2016 in Genf gezeigte Studie XV Concept sein, die sich bereits vom äußerlich eher unauffälligen aktuellen Modell absetzte. Auf den Markt kommen dürfte der Allrader mit Boxermotor in der zweiten Jahreshälfte 2017.

Der XV ist so etwas wie das Lifestyle-Modell in der ansonsten eher sachlichen Modellpalette der japanischen Allradspezialisten. In Deutschland konnte sich der zwischen der Limousine Impreza und dem großen Kompakt-SUV Forester angesiedelte XV aber nie recht durchsetzen: 2016 gab es nur knapp 1.800 Neuzulassungen. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Crossland X – Kleiner Bruder für den Mokka

Opel stellt dem Mokka X ein kleines Geschwisterchen zur Seite. Der Crossland X ist als reiner City-Crossover konzipiert, verzichtet unter anderem auf den optionalen Allradantrieb seines großen Bruders und dürfte deutlich günstiger ausfallen. Die Markteinführung ist für das laufende Jahr angesetzt.

Mit 4,21 Metern ist der Crossland eine Handbreit kürzer als der Mokka. Auch in der Höhe hält er einige Zentimeter Abstand. Der Kofferraum fällt mit 410 Litern bei voller Bestuhlung jedoch größer aus, zudem gibt es eine verschiebbare Rücksitzbank, die bei Bedarf den Knieraum im Fond verbessert. Die Plattform teilt sich das neueste Opel-SUV mit dem kommenden Peugeot 2008, von dem er auch die Konzeption als günstiger Hochsitz für den Stadtverkehr übernimmt. Obwohl ihm allein mangels Allrad-Antrieb jede Offroad-Ambition fehlt, gibt der Crossland mit Kunststoffplanken um die Radläufe und einem angedeuteten Unterfahrschutz vorne und hinten den Geländegänger.

Der Crossland X ersetzt perspektivisch den Mini-Van Meriva

Während Opel zu den Motoren noch keine Angaben macht, sind Details zu den Ausstattungsoptionen bereits bekannt. So wird es gegen Aufpreis Voll-LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display geben. Dazu kommt ein umfassendes Programm an Assistenten, darunter auch ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung. Premiere bei den Rüsselsheimern feiert eine Panorama-Rückfahrkamera mit 180-Grad-Blickwinkel.

Das Cockpit entspricht weitgehend dem Arbeitsplatz im Kompaktmodell Astra

Reise für den Crossland nennt Opel noch nicht. Der Neue dürfte aber spürbar günstiger werden als der knapp 19.000 Euro teure Mokka. Der Plattformbruder Peugeot 2008 startet bei rund 16.000 Euro. Zu den übrigen Konkurrenten zählen die günstigeren Vertreter der Mini-SUV-Klasse wie Ford Ecosport und Citroen C4 Cactus.

Der Crossland ist nicht der letzte neue Opel-Crossover für dieses Jahr. Im zweiten Halbjahr dürfte der ebenfalls in deutsch-französischer Kooperation entstandene Grandland X als kompaktes SUV oberhalb des Mokka starten. Die beiden Neuen sind Teil der Modelloffensive bei den Rüsselsheimern: In diesem Jahr sollen insgesamt sieben neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt kommen. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Ateca 1,4 EcoTSI 4Drive – Ein bisschen Schnee muss sein

Seat Ateca, das spanische Kompakt-SUV mit der rassigen Optik ist der Segment-Newcomer des Volkswagen-Konzerns und eine designmäßig willkommene Abwechslung zum ähnlich eingeordneten VW Tiguan. Als 1,4 TSI mit beschaulichen 110 kW/150 PS kostet er 25.120 Euro und ist damit ziemlich unverdächtig, ein ausgewiesener Spaßmacher zu sein. Legen wir also 3.650 Euro drauf und bestellen den Multifunktionswagen mit Allradantrieb und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Dann steigt der gemittelte NEFZ-Verbrauch zwar von 5,3 auf 6,2 l/100 km bei gleichbleibender Leistung, aber der Seat bekommt plötzlich einen bestimmten Reiz: Denn jetzt erhält der „Geländewagen“ tatsächlich so etwas wie Geländefähigkeit, wenngleich man gar kein Gelände haben muss, um die hinzugewonnenen Qualifikationen sinnvoll einsetzen zu können. Nehmen wir einfach widrige Wetterverhältnisse.

Schneebedeckte Passagen können mit dem 4Drive jedenfalls deutlich entspannter angegangen werden

Zugegeben, nicht in allen Regionen ist die Schneewahrscheinlichkeit so hoch wie in Tirol, wo Seat seine Allradler zum Test hat antreten lassen – aber vielleicht will man ja auch einmal verreisen. Ein paar Tage ordentliches Wetterchaos reicht jedenfalls schon aus, um die Vorteile des bei Seat „4Drive“ genannten Systems schätzen zu lernen. Viel wissen muss der Fahrer dazu nicht, schließlich wird die Hinterachse automatisch in den Antrieb eingebunden, ohne dass man etwas davon mitbekäme. Ein Lamellenpaket im Zentraldifferenzial übernimmt die Momentzuweisung, und ein elektronisches Hirn bestimmt gemäß den aktuellen Traktionsverhältnissen, wann wie viel Kraft wohin geschickt wird. Schneebedeckte Passagen können mit dem 4Drive jedenfalls deutlich entspannter angegangen werden. Doch bitte nicht zur Unachtsamkeit hinreißen lassen, denn beim Bremsen und bei Fahrten durch rutschige Kurven ist auch der 4×4 rasch mit seinem Latein am Ende. Dafür zieht er souverän eingeschneite Steigungen hinauf, wo das frontgetriebene Pendant nur noch hilflos mit den Hufen scharrt. Plötzlich macht der 150 PS-Ateca richtig Laune, und die Mundwinkel des Fahrers zeigen nach oben.

Bitte nicht zur Unachtsamkeit hinreißen lassen: Beim Bremsen und bei Fahrten durch rutschige Kurven ist auch der 4×4 rasch mit seinem Latein am Ende

Wenn der Schneefall abgeklungen ist und die massiv gesalzenen Straßen wieder Grip haben, nimmt der Aufreger-Faktor des Spaniers auch wieder etwas ab. Dann gibt er den Tourer, der mit seiner Leistung zwar nicht gerade ein Kandidat für Ampelrennen ist, aber antriebstechnisch auch keine Wünsche offen lässt unter der Voraussetzung durchschnittlicher Fortbewegung. Mit ein bisschen Drehzahl wird der 1,5-Tonner sogar recht munter und schwingt sich zu einem Standardsprint von 8,9 Sekunden bis 100 km/h auf. Dabei wirkt sein Vierzylinder quirlig und erfrischt mit angenehmer Tonart. Die zuweilen auch mal hektisch schaltende Automatik führt dennoch insgesamt zur Steigerung des Fahrkomforts. Apropos Komfort – in Sachen Federung schlägt Seat auch beim Ateca den sportlichen Weg ein, was eine recht stramme Abstimmung bedeutet. Wenn der Kunde dann auch noch die optionalen 19-Zöller montieren lässt, muss er sich nicht wundern, wenn unebene Bahnen zeitweise in den Mittelpunkt des Fahrgeschehens rücken.

Mit ein bisschen Drehzahl wird der 1,5-Tonner sogar recht munter und schwingt sich zu einem Standardsprint von 8,9 Sekunden bis 100 km/h auf

Platzangebot wie auch die Sitzqualität überzeugen – der Ateca ist ein gelungener Reisewagen. Einer der mit einem maximalen Kofferraumvolumen von rund 1.550 Litern auch noch moderat praktisch ist. Und da der 150 PS-Allradler erst ab der „Style“-Ausstattung geliefert wird, fällt auch die Grundausstattung ansehnlich aus mit Alufelgen, Bluetooth-Freisprechanlage, Parksensor und Tempomat. Ein paar weitere Tausender machen den Ateca zum wahren Hightech-Vehikel mit LED-Scheinwerfern und umfangreicher Fahrerassistenz inklusive autonomer Notbremsung, Verkehrszeichen-Erkennung sowie einem aktiven Tempomat. Aber das schönste Ausstattungsmerkmal ist definitiv der Allradantrieb. Zumindest auf winterlich verschneiten Straßen. (Patrick Broich/SP-X)

Auf Schnee mutiert der Seat Ateca 4Drive zum Quertreiber

DS4 Crossback Terre Rouge – Mattes Sondermodell in Mini-Auflage

Mit orangenem Mattlack und schwarzen 18-Zoll-Felgen wirbt der DS4 Crossback als Sondermodell „Terre Rouge“ um Aufmerksamkeit. Zur weiteren Ausstattung des kompakten Crossover im Offroad-Kleid zählen Ledersitze, LED-Scheinwerfer und Navigationssystem. Einzige Antriebsoption ist ein 133 kW/180 PS starker Diesel mit 2,0 Liter Hubraum, der ausschließlich die Vorderräder antreibt. Der Preis für die auf 15 Exemplare limitierte Spezialauflage beträgt 39.500 Euro.

Der DS4 Crossback ist die im Offroad-Stil gehaltene Variante des viertürigen Crossover-Coupés DS4, das wiederum eine veredelte Ausführung des Citroen C4 ist. Die Preise für den DS4 Crossback in der Standardversion starten bei 24.000 Euro, die 180-PS-Dieselversion gibt es ab 32.800 Euro. (Holger Holzer/SP-X)