Neuer Ford Fiesta – Ein gutes Stück erwachsener

Rund 40 Jahre nach dem ersten Ford Fiesta zeigt sich nun bereits Generation acht der Öffentlichkeit. Auf den Markt kommt die gereifte und erwachsenere Neuauflage des Kleinwagens Mitte 2017. Als Drei- und Fünftürer sowie als modisches Crossover-Modell.

Optisch bleibt der neue Fiesta dem alten in den Grundzügen treu, kommt aber sachlicher und weniger verspielt daher. Die stark geschwungenen Scheinwerfer des Vorgängers werden durch mandelförmige Exemplare ersetzt, die kraftmeiernden Sicken auf der Motorhaube verschwinden und das Heck wirkt mit seinen horizontalen Rückleuchten nun klarer als zuvor. Die Länge wächst um kaum sichtbare sieben Zentimeter, wodurch der Fiesta erstmals in seiner Geschichte die Vier-Meter-Marke durchbricht.

Äußerlich bleibt der weiterhin mit wahlweise drei oder fünf Türen angebotene Fiesta dem Stil des Vorgängers treu, wirkt aber im Detail ernsthafter und erwachsene
Äußerlich bleibt der weiterhin mit wahlweise drei oder fünf Türen angebotene Fiesta dem Stil des Vorgängers treu, wirkt aber im Detail ernsthafter und erwachsene

Ein wenig zu spüren ist das Wachstum auch im Innenraum, wo dank des um vier Millimeter gestreckten Radstands und extra dünnerer Vordersitze der Knieraum auf der Hinterbank zulegt. Auch in der Breite wächst der Fiesta minimal. Zwei durchschnittliche Erwachsene können im Fond durchaus vernünftig sitzen, Großgewachsene bekommen allerdings schnell Kontakt zum niedrigen Dach. Angaben zum Kofferraumvolumen macht der Hersteller noch nicht, im Vergleich zu den 290 Litern des Vorgängers hat sich aber auf den ersten Blick nicht viel getan. Auch die hohe Ladekante ist leider erhalten geblieben.

Gab es beim Außendesign lediglich eine Evolution, kann man innen von einer kleinen Revolution sprechen. Im Vergleich mit dem sehr verspielten Cockpit im Vorgänger wirkt die neue Version angenehm klar und aufgeräumt. Bei den Materialien dominieren weich hinterschäumter Kunststoff und schwarz glänzendes Hartplastik – das sieht gut aus und fasst sich angenehm an, ohne übertrieben edel zu wirken. Zentrales Element ist ein frei stehender Touchscreen im Tablet-Stil, über den die meisten Fahrzeugfunktionen bedient werden und der die Knöpfchen-Flut des Vorgängers überflüssig macht. Außerdem reagiert das Auto auf Sprachbefehle; die neueste Entwicklungsstufe von Fords „Sync“-System versteht auch einfache, nicht schematisierte Sätze. Wer sagt, er bräuchte nun einen Kaffee, wird auf Wunsch von Navi zum nächsten Ausschank geleitet.

Im Innenraum sorgt ein neues Bediensystem mit zentralem Touchscreen für einen deutlich aufgeräumteren Eindruck als bisher
Im Innenraum sorgt ein neues Bediensystem mit zentralem Touchscreen für einen deutlich aufgeräumteren Eindruck als bisher

Kern des Motorenangebots bleibt Fords Dreizylinder-Benziner. Den 1,0 Liter großen Turbomotor gibt es wieder mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 103 kW/140 PS. Als Basistriebwerk fungiert eine neue Variante ohne Turbo, aber mit einem auf 1,1 Liter vergrößerten Hubraum, die 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS leistet. Der bisherige 1,25-Liter-Saugbenziner fliegt im Gegenzug aus dem Programm. Für die Kraftübertragung sorgen manuelle Fünfgangschaltungen, bei den Turbomotoren kommen Sechsgangschaltungen zum Einsatz, die 100-PS-Variante ist auf Wunsch auch mit Sechsgangautomatik zu bekommen. Bei den Dieseln erhält der Fiesta Verstärkung durch einen neuen 1,5-Liter-Motor mit 88 kW/120 PS, die bekannte Variante mit 63 kW/85 PS bleibt im Programm. Gekoppelt sind beide Selbstzünder mit einer Sechsgang-Handschaltung.

Besonders stolz ist Ford auf das umfangreiche Programm an Fahrerassistenten. Neben Warnern vor Hindernissen im toten Winkeln, dem Verlassen der Spur oder Müdigkeitsanfällen gibt es einen verbesserten Notbremsassistenten, der nun auch Fußgänger im Dunkeln erkennt. Ganz neu ist eine Rangierhilfe fürs Einparken, die nicht nur automatisch lenkt, sondern bei einem drohenden Rempler auch selbstständig abbremst. Als Zugänge auf der Optionsliste finden sich darüber hinaus Details wie ein Panorama-Schiebedach, ein beheizbares Lenkrad und 18 Zoll große Leichtmetallräder.

Allgemein versucht Ford, den Fiesta ein wenig höher zu positionieren. Auch, weil mit dem neuen, fünftürigen Kleinstwagen Ka+ nun ein praktisches und ausreichend geräumiges Auto für den rein vernunftorientierten Käufer im Programm ist, darf der eine Klasse größere Fiesta nun verstärkt an die emotionale Kundschaft appellieren. Das tut er erneut mit der sportlichen „ST-Line“-Ausstattung und erstmals in der besonderes edlen „Vignale“-Ausführung. Dort gibt es neben exklusiven Karosseriefarben und Accessoires auch abgesteppte Ledersitze – in dieser Klasse sonst kaum zu finden. Als Kontrastprogramm legt Ford den Fiesta zudem erstmals in einer kernig angehauchten Crossover-Variante auf, mit höher gelegter Karosserie und Offroad-Planken an den Flanken.

Ob sich angesichts des Reifungsprozesses auch die Preise beim Basis-Fiesta erhöhen, ist noch nicht klar. Bislang startet der Kleinwagen bei 12.500 Euro, viel Spielraum ist da im heiß umkämpften Segment nicht mehr. Selbst der VW Polo bleibt unterhalb der psychologisch wichtigen 13.000-Euro-Marke.
(Holger Holzer/SP-X)

5x kleine SUV – Kurz, aber hoch

Käufer kleiner Autos, die ihren Sinn für den Zeitgeist beweisen wollen, legen sich heute ein Mini-SUV zu. Die ersten Hochbeiner im Schrumpf-Format haben mittlerweile schon ein Update nötig, beständig kommen aber auch ganz neue Modelle hinzu. Fünf Beispiele für aktuelle Neuerscheinungen.

Mit dem City-SUV Q2 vervollständigt Audi seine Hochbeiner-Flotte
Mit dem City-SUV Q2 vervollständigt Audi seine Hochbeiner-Flotte

Mit dem City-SUV Q2 vervollständigt Audi seine Hochbeiner-Flotte: Der auf dem A3 basierende, mit 4,19 Metern aber kürzere Crossover soll vor allem junge Städter locken. Innen- und Kofferraum sind recht großzügig, 405 Liter passen ins Gepäckabteil. Basismotor für das 1,2 Tonnen schwere SUV ist ein Dreizylinder-Turbomotor mit 85 kW/116 PS (ab 22.900 Euro).

Die wohl gewagteste Optik im Segment weist der neue Toyota C-HR (ab 21.990 Euro mit dem 85 kW/116 PS starken Turbobenziner) auf: Mit auffällig zerklüfteter Karosserie soll er ab Anfang 2017 vor allem jüngere Kundschaft locken. Die Japaner stellen ihm ein zeitgemäßes Zusatz-Argument an die Seite: Das 4,36 Meter lange SUV gibt es auch mit Hybridantrieb (90 kW/122 PS).

Der Opel Mokka zählt zu den erfolgreichsten Mini-SUV in Europa
Der Opel Mokka zählt zu den erfolgreichsten Mini-SUV in Europa

Der Opel Mokka zählt zu den erfolgreichsten Mini-SUV in Europa. Damit das so bleibt, wurde er jüngst überarbeitet: Neue Optik, LED-Scheinwerfer, die aktuelle Infotainment-Generation und ein zusätzlicher Motor aus dem Astra (Turbobenziner mit 112 kW/152 PS) sollen dem 4,28 Meter langen Mokka X, wie das SUV nun heißt, seinen Platz im wachsenden Wettbewerbsumfeld sichern. Wie gehabt startet die Basisversion bei 18.990 Euro.

Angesichts vermehrter Konkurrenz hat auch Peugeot den 2008 überarbeitet
Angesichts vermehrter Konkurrenz hat auch Peugeot den 2008 überarbeitet

Angesichts vermehrter Konkurrenz hat auch Peugeot den 2008 überarbeitet, das bisher eher schmächtige Mini-SUV sieht nun mehr nach Offroader aus. Zudem erleichtert der 4,16 Meter lange Franzose nun die Smartphone-Anbindung, und verhindert Auffahrunfälle. Käufer müssen wie bisher mindestens 15.500 Euro (Dreizylinder-Turbobenziner mit 60 kW/82 PS) investieren.

Eigentlich eine Klasse für sich ist der Suzuki Ignis
Eigentlich eine Klasse für sich ist der Suzuki Ignis

Eigentlich eine Klasse für sich, aber mangels direkter Konkurrenz hier aufgeführt ist der frischeste unter den hochgebockten Winzlingen: Mit nur 3,70 Metern Länge ordnet sich der Suzuki Ignis (11.990 Euro) unterhalb seiner Wettbewerber ein und will sich so besonders gut als Stadtwägelchen mit Abenteuer-Charme positionieren – optional hat der Ignis Allradantrieb. Suzuki verspricht in dem ab Anfang 2017 erhältlichen Micro-SUV einen variablen und alltagstauglichen Innenraum, der 5 Personen und bis zu 267 Liter Gepäck aufnehmen kann. (Hanne Schweitzer/SP-X)

Auto-Neuheiten 2017 – Alle Hersteller von A-Z

Dazu benötigt man keine Glaskugel: Der SUV-Boom setzt sich auch im kommenden Jahr fort. Die Bandbreite reicht von Dickschiffen wie dem VW Touareg bis zu Mini-Modellen wie dem Suzuki Ignis, von Luxus-Crossovern wie dem Porsche Cayenne bis zu Budget-Angeboten wie dem Dacia Duster. Aber auch in den anderen Pkw-Klassen haben die Hersteller zahlreiche Neuheiten im Programm.

Audi:
Für Audi startet das Autojahr früh: Direkt zum Beginn kommen die technisch weitläufig verwandten Modelle Q5 und A5 Sportback auf den Markt. Sowohl das SUV als auch die Fließhecklimousine bleiben äußerlich dem Stil ihrer Vorgänger treu, präsentieren sich unter dem Blech aber umfangreich modernisiert. Neben schlaueren Assistenten wie einem Staupiloten, geringerem Gewicht und sparsameren Motoren gibt es auch ein moderneres Infotainment-System, zu dem auch das spektakuläre Virtual Cockpit zählt, bei dem hochauflösende Bildschirme die analogen Instrumente ersetzen. Zum Frühjahr gesellt sich dann das A5 Cabrio zu Audis Mittelklassefamilie. Eine neue Ära beginnt in Ingolstadt aber erst ab dem Sommer, wenn sich die vierte Generation des A8 präsentiert – das erste Modell des neuen Designers Mark Lichte, das die Kritik am zunehmen gleichförmigen Audi-Stil verstummen lassen soll. Auch technisch soll die Oberklasselimousine einen Sprung machen und sich beim autonomen Fahren an die Spitze des Premiumfeldes setzen – unter anderem mit einem bis 130 km/h einsetzbaren Autopiloten.

Alfa Romeo:
Seit 2012 kündigt Alfa Romeo sein erstes SUV an, 2017 kommt der Stelvio endlich. Im aggressiven Design-Stil der Limousine Giulietta, mit Heck- oder Allradantrieb und starkem V6-Motor soll er dann BMW X3 und Co. italophile Kunden abgraben.

BMW:
Vom Großen zum Kleinen: Nach der Neuauflage der Oberklasselimousine 7er in diesem Jahr ist 2017 der 5er dran. Von seinem großen Bruder übernimmt er im Februar zahlreiche Designelemente und auch viel Hightech. Unter anderem gibt es einen Spurführungsassistenten, der bis Tempo 210 arbeitet und den BMW in Kombination mit dem Abstandstempomaten zumindest auf der Autobahn zu einem quasi-autonomen Fahrzeug macht. Die Motorenpalette besteht zum Marktstart aus zwei Benzinern und zwei Dieseln, davon jeweils ein Vier- und ein Sechszylinder mit bis zu 250 kW/340 PS Leistung, später folgt ein Plug-in-Hybrid mit 45 Kilometern elektrischer Reichweite. Die Preise starten zunächst bei 45.200 Euro. Im Laufe des Jahres legt BMW dann auch bei den SUV nach. Mit dem X2 kommt eine deutlich schnittigere Coupé-Variante des kompakten X1, während der X3 auf das generische Kasten-Design des Vorgängers setzt, aber technisch zulegt und erstmals auch mit E-Motor vorfährt. Letzteres allerdings wohl noch nicht im kommenden Jahr.

Der Citroen C3 startet zum Jahresbeginn
Der Citroen C3 startet zum Jahresbeginn

Citroen:
Die Franzosen wollen zurück zur Avantgarde. Wie das in Sachen Design aussieht, zeigt im Januar der extrovertiert gestaltete Kleinwagen C3, der unter anderem die Karosserieplanken vom Kompakt-Crossover C4 Cactus übernimmt und auch sonst zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten bei Farbe und Accessoires sowie technische Spielereien (etwa eine Selfie-Kamera am Innenspiegel) bietet. Dann allerdings wird auch deutlich mehr Geld fällig als für die 12.000 Euro teure Basisversion, mit der die preissensible Kundschaft nicht verprellt werden soll. In der zweiten Jahreshälfte steht die Präsentation des neuen Mittelklassemodells C5 an

Dacia:
Alles neu – außer der Preis. Auch in der zweiten Auflage bleibt der Dacia Duster mit einem Startpreis von rund 11.000 Euro das günstigste SUV in Deutschland. Der Neue wächst auf rund 4,50 Meter und bietet so Platz für eine optionale dritte Sitzreihe. Das Design fällt im Vergleich zum recht kantigen Vorgänger moderner und dynamischer aus.

Ford lässt den Ka zum Ka+ wachsen
Ford lässt den Ka zum Ka+ wachsen

Ford:
2016 feiert der Ford Fiesta 40. Geburtstag, Mitte 2017 startet die achte Generation des Kleinwagens. Bei Abmessungen und Anmutung rückt der Kölner näher an den kompakten Focus heran. Das Außendesign wird etwas sportlicher und erwachsener, innen verspricht Ford eine deutliche Aufwertung. Auch das Angebot an Assistenzsystemen legt zu – und ebenso der Preis. Unter dem gehobenen Klassenschnitt von 14.000 Euro wird es den Fünftürer wohl nicht mehr geben. Die Nachfrage im darunter liegenden Preissegment soll ab Anfang 2017 der neue Ka+ abfangen, der auf der alten Fiesta-Plattform basiert und den abgelösten Kleinstwagen Ka deutlich überragt. Auch in Sachen Alltagsnutzen hat der Fünftürer mehr zu bieten als der enge Kleinstwagen.

Der Honda CR-V geht in die nächste Runde
Der Honda CR-V geht in die nächste Runde

Honda:
Die Japaner gehen beim neuen Civic in der ersten Jahreshälfte auf Nummer sicher. Das Design der zehnten Generation fällt deutlich massentauglicher aus als bei den beiden futuristischen Vorgängern. Der Fünftürer liegt zudem optisch tiefer auf der Straße, obwohl er nur um zwei Zentimeter flacher ist. In der Länge ist er hingegen gewachsen, was für mehr Platz im Fond sorgen soll. Auf die Kino-Klappsitze des Vorgängers verzichtet Honda allerdings. Punkten soll der Civic diesmal vor allem mit einer in der Kompaktklasse guten Sicherheitsausstattung. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein Kollisionswarner, ein Spurhalte-Automat und ein Toter-Winkel-Radar. Zum Inklusivpaket gehören noch Rückfahrkamera fürs sichere Ausparken und eine Verkehrszeichenerkennung. Preise sind noch nicht bekannt.

Der Hyundai i30 wird noch europäischer
Der Hyundai i30 wird noch europäischer

Hyundai:
Schon in der aktuellen Generation misst sich der Hyundai i30 erfolgreich mit Europas Kompaktwagen-Elite. In der für Anfang 2017 erwarteten Neuauflage orientiert sich der Koreaner bei Design und Anmutung noch stärker am Klassenprimus VW Golf. Innen wie außen wirkt der i30 ernsthafter und erwachsener, technisch legt er ebenfalls nach. Neben Voll-LED-Scheinwerfern und modernem Infotainment sollen auch moderne Assistenzsysteme zu haben sein. Beim Antrieb wird es neben den bekannten Dieseln und Benzinern auch einen Sportmotor und möglicherweise einen Hybrid geben. Preise nennt der Hersteller noch nicht.

Ende des Jahres soll die Serienversion des Jaguar I-Pace kommen
Ende des Jahres soll die Serienversion des Jaguar I-Pace kommen

Jaguar:
Ein Kombi ist in Europas Businessklasse offenbar immer ein gutes Geschäft. Jaguar legt daher auch in der aktuellen Generation des XF offenbar wieder eine geräumige Sportbrake-Variante nach. Wie bei der Limousine soll viel Aluminium für niedriges Gewicht sorgen, Benziner und Diesel aus der Ingenium-Familie sind für angemessene Fahrleistungen zuständig. Ende des Jahres soll dann Jaguars Elektro-SUV auf den Markt kommen. Wie es aussehen könnte, haben die Briten bereits mit der Studie I-Pace gezeigt. Der 294 kW/400 PS starke Allrader protzt mit einer Reichweite von 500 Kilometern.

Mit dem neuen Compass will die Traditionsmarke Jeep in der Klasse der kompakten SUV eine wichtigere Rolle spielen als bisher
Mit dem neuen Compass will die Traditionsmarke Jeep in der Klasse der kompakten SUV eine wichtigere Rolle spielen als bisher

Jeep:
Die amerikanische Offroadmarke startet im Herbst mit der Neuauflage des Compass wieder den Angriff auf den VW Tiguan. Schon optisch grenzt sich der 4,40 Meter lange Neue von seinen rustikalen Vorgängern ab, orientiert sich eher am SUV-Stil von Renegade und Cherokee als an klobigen Geländewagen. Auch im Innenraum herrschen runde, pkw-hafte Formen vor. Nur logisch also, dass ein der Allradantrieb beim Compass kein Pflichtprogramm ist. Jede Motorisierung kann auch mit Frontantrieb bestellt werden. Wobei das Motorprogramm für Deutschland ebenso wenig feststeht wie die Preise.

Kia:
Jeder fünfte weltweit verkaufte Kia ist ein Rio. In Deutschland hat das kleine Auto im Polo-Format dagegen etwas an Boden verloren – was sich mit der Neuauflage im Frühjahr ändern soll. Generation drei wirkt mit seiner flacheren Karosserie sportlicher und gleichzeitig erwachsener als früher. Die Insassen genießen mehr Bewegungsfreiheit, das Gepäckabteil fasst jetzt 325 Liter und damit um gleich 26 Liter mehr. Unter der Haube stehen zwei Dreizylinder-Turbo-Benziner, zwei Saugmotoren mit vier Zylindern und zwei Turbodiesel zu Wahl. Der Leistungsumfang reicht von 62 kW/84 PS bis 88 kW/120 PS. Der Einstiegspreis könnte knapp unter der 11.000-Euro-Grenze liegen.

Land Rover
Der aktuelle Discovery ist bereits seit 12 Jahren im Land-Rover-Programm, Zeit also für ein neues Modell. Das kommt im Frühjahr deutlich gewachsen auf den Markt. Fast fünf Meter misst das SUV dann, das Platzangebot hat dank einiger Konstruktionstricks sogar in noch höherem Maß zugelegt. Auch wenn der Neue optisch glatter ausfällt als der kantige Vorgänger, bleibt es bei hoher Geländegängigkeit. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei Allrad-Techniken – eine für leichtes Gelände und einen für echte Wildnis. Neu ist das zeitgemäße Arsenal an Assistenzsystemen wie etwa Kollisionsverhinderer, Abstandstempomat, Einparkassistent, Tot-Winkel-Warner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung oder Fernlichtassistent.

Mazda verpasst dem MX-5 ein Hardtop
Mazda verpasst dem MX-5 ein Hardtop

Mazda:
Im Februar macht Mazda seinen Roadster-Klassiker MX-5 schmuddelwetterfest. Dann kommt die neue Variante „RF“ mit faltbarem Hardtop in Deutschland auf den Markt. Wie bei einem Targa-Cabrio lässt sich das Mittelteil des Daches elektrisch versenken, während die B-Säulen stehen bleiben und für eine ungewöhnliche Silhouette sorgen. In Deutschland gibt es den MX-5 RF lediglich in Kombination mit dem stärkeren der beiden Benzinmotoren des Roadsters geben. Das 2,0-Liter-Triebwerk kommt auf 118 kW/160 PS und ist serienmäßig an eine manuelle Sechsgangschaltung gekoppelt. Anders als beim Roadster gibt es alternativ auch eine Sechsgangautomatik. Ein Preis ist noch nicht bekannt. Nicht völlig neu, jedoch in großen Teilen überarbeitet startet Ende Mai der Mazda CX-5. Das kompakte SUV wartet mit geschärftem Außendesign und aufgewertetem Innenraum auf. Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört die schon aus dem Mazda6 bekannte G-Vectoring-Control. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Zudem wurde das adaptive Geschwindigkeitsregelsystem verbessert: Im Rahmen von MRCC (Mazda Radar Cruise Control) kann der CX-5 nun im Stau selbsttätig fahren. Die Preise dürften weiterhin bei rund 25.000 Euro beginnen.

Mercedes baut einen ersten Pick-up
Mercedes baut einen ersten Pick-up

Mercedes:
Die Stuttgarter widmen sich im neuen Jahr zunächst der Komplettierung der E-Klassen-Palette. Den Start macht im Frühjahr die „All-Terrain“ genannte Offroad-Variante des T-Modells. Neben einer kernigen Optik bietet der leicht höher gelegte Kombi eine Luftfederung mit Geländemodus und immer Allradantrieb. Die Preise dürften knapp unterhalb von 60.000 Euro starten. Zur Jahresmitte kommt dann das E-Klasse Coupé, das anders als der Vorgänger auf Technik-Anleihen aus der C-Klasse verzichtet und sich auch bei Anmutung und Design stärker in Richtung des S-Klasse-Zweitürers entwickelt – inklusive größeren Platzangebots und schickeren Innenraums. Ende des Jahres folgt dann auf gleicher Basis das E-Klasse Cabrio. Wer es gerne kernig mag, freut sich auf die Neuauflage der G-Klasse, die nach 35 Jahren Bauzeit ein großes Update erhält. Der Geländewagen wird geräumiger, leichter und komfortabler auf Asphalt. Auch das Programm an Assistenten wird aufgestockt. Beinharte Offroad-Technik und eine kantige Karosserie gibt es aber auch weiterhin. Auch bei der Antriebstechnik bringt 2017 Neuigkeiten: Mercedes legt in Kleinserie eine Brennstoffzellenvariante des Mittelklasse-SUV GLC auf. Das F-Cell-Modell mit rund 500 Kilometer Reichweite kann nicht nur mit Wasserstoff betankt werden, sondern auch direkt über die Steckdose Strom nachladen. Die Stückzahl dürfte sich zunächst auf knapp 1.000 Autos beschränken.

Mercedes schiebt die starken AMG-Versionen der E-Klasse nach
Mercedes schiebt die starken AMG-Versionen der E-Klasse nach
Der E-Klasse Kombi ist auch in einer All-Terrain-Variante zu haben
Der E-Klasse Kombi ist auch in einer All-Terrain-Variante zu haben

Mini:
Die BMW-Tochter setzt im Frühjahr die Erneuerung der Modellpalette mit dem Countryman fort. Wie schon der Kleinwagen-Kombi Clubman wächst auch das kleine SUV um eine halbe Klasse und gewinnt so an praktischen Werten. Als erster Mini überhaupt erhält der Neue im Laufe des Jahres zudem einen Plug-in-Hybridantrieb aus Dreizylinderbenziner und einem E-Motor für die Hinterachse, der sich mit 2,1 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern begnügen soll und pro Akkufüllung 40 Kilometer weit rein elektrisch fährt. Zunächst gibt es aber konventionelle Antriebe mit mindestens 100 kW/136 PS, entsprechend saftig fällt der Basispreis von 26.500 Euro aus.

Mitsubishi:
Die Japaner bauen ihr SUV-Angebot weiter aus: Im Herbst startet mit dem Outlander Sport ein großes Kompakt-SUV, das sich zwischen den Modellen ASX und Outlander positioniert. Der neue Allrader trägt als erstes Modell der Marke den neuen, markanteren Designstil, unter der Haube wird es neben Diesel- und Ottomotoren auch einen Hybridantrieb geben.

Nissan macht den Micra schick
Nissan macht den Micra schick

Nissan:
Schluss mit Weltauto: Der neue Nissan Micra will ab März wieder speziell den europäischen Geschmack treffen. Ging der Vorgänger mit seinem an den Geschmäckern von Asiaten, Amerikanern und Europäern fast bis zur Charakterlosigkeit glatt geschliffenen Weltauto-Design im hiesigen Straßenbild noch unter, will die fünfte Ausführung wieder richtig auffallen. Seine schwungvolle Linienführung kennt man bereits von Qashqai und Co., sie wird hier aber auf rund vier Metern Länge auf die Spitze getrieben. Für den Antrieb des Micra stehen zunächst ein 0,9-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern und 66 kW/90 PS sowie ein gleich starker 1,5-Liter-Diesel zur Wahl, beide bereits aus dem Clio bekannt. Als Basistriebwerk wird kurz nach Markteinführung ein 1,0-Liter-Saugbenziner mit 55 kW/73 PS nachgeschoben. Preise sind noch nicht bekannt. Wenig Details gibt es auch noch zum Facelift des Nissan Qashqai, das für das Frühjahr erwartet wird. Unter anderem dürfte es neue Assistenzsysteme mit teilautonomen Funktionen geben.

Opel:
Gleich sieben neue Modelle will Opel 2017 auf den Markt bringen. Wichtigstes ist wohl der Insignia, der im Frühjahr startet. Die Mittelklasselimousine mit Fließheck und der Kombi schielen dann bei Größe und Anmutung Richtung Business-Segment, sollen sich preislich aber weiterhin eher mit Volumenfahrzeugen wie Ford Mondeo und Co. messen. Die Fehler der Vorgängergeneration will man behoben haben: Vor allem bei Gewicht und Platzangebot wird es Fortschritte geben. Zudem gibt es neue Benziner und eine zeitgemäße Achtgangautomatik. Seiner Zeit sogar voraus soll das neue Elektro-Modell Ampera-e sein, das pro Batteriefüllung bis zu 500 Kilometer weit kommt. Technisch basiert der Opel auf dem US-Modell Chevrolet Bolt, von dem auch die Crossover-Karosserie übernommen wird. Die Preise dürften bei 35.000 Euro starten. Zum Jahresende kommen dann zwei weitere Crossover auf den Markt: Der Crossland X ersetzt den Mini-Van Meriva als preiswertes Familienauto, ein noch namenloses Kompakt-SUV schließt die bisherige Lücke im Modellprogramm oberhalb des Mokka X. Entwickelt wurden beide Modelle gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern.

Porsche:
Nachdem zuletzt der Panamera im Fokus stand, erneuert Porsche am Jahresende seine Cash-Cow Cayenne. Das Luxus-SUV soll genau wie der technisch verwandte Touareg deutlich abspecken und dadurch agiler und sparsamer werden. Der Innenraum orientiert sich dann stärker am Panamera.

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover
Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover

Peugeot:
Lange waren die Franzosen im kompakten SUV-Segment schlecht aufgestellt. Nun gibt es gleich zwei neue Modelle: Neben dem Ende 2016 gestarteten 3008 ab März auch dessen großen Bruder 5008, der weniger schick, dafür dank sieben Sitzen und kantigerem Zuschnitt praktischer ausfällt. Auf Allradantrieb verzichten beide Modelle, Preise für den 5008 sind noch nicht bekannt. Während die beiden SUV auch in Deutschland den Absatz der Marke hochtreiben werden, dürfte die Neuauflage des 508 vor allem auf den wichtigen chinesischen Markt zielen. Die im Laufe des Jahres präsentierte Mittelklasselimousine wächst gegenüber dem bereits wuchtigen Vorgänger erneut und tritt so in die Fußstapfen des ehemaligen Flaggschiffs 607. Zumindest in Europa wird es wohl auch einen Kombi geben. Wichtigstes Modell im Angebot der PSA-Tochter bleibt jedoch der Kompaktwagen 308, der im Jahresverlauf ein leichtes optisches Lifting erhält. Auch neue Assistenten könnten in den Golf-Konkurrenten einziehen, denkbar ist auch die Übernahme des digitalen Cockpits aus den SUV-Modellen.

Der Renault Alaskan basiert auf dem Nissan Navara
Der Renault Alaskan basiert auf dem Nissan Navara

Renault:
Anfang 2016 hatte Renault nach einer ganzen Reihe von Showcars die erste seriennahe Studie des neuen Alpine präsentiert. Der fertige Sportwagen kommt 2017 und soll der Startschuss für eine ganze Modellfamilie unter der wiederbelebten Traditionsmarke sein. Gleich mehrere Nummern größer fällt der Alaskan aus, ein mittelgroßer Pick-up auf Basis des Navara von Allianzpartner Nissan. Anders als die auf gleicher Plattform angekündigte Mercedes X-Klasse wird das Grundmodell optisch und beim Komfort nur wenig modifiziert, Hauptmarkt ist Südamerika.

Seat liftet den Leon
Seat liftet den Leon

Seat:
Der Ibiza eilt dem Polo voraus: Die neue Generation des spanischen Kleinwagens basiert wie sein norddeutsches Pendant auf der neuen MQB-Plattform des VW-Konzerns, wächst leicht in der Länge und legt beim Platzangebot zu. Als Motoren gibt es die bekannten Drei- und Vierzylinder. Bereits seit 2012 baut der Kompaktwagen Leon auf der MQB-Architektur auf, 2017 steht ein technisches Lifting an. Während die Außenhaut kaum verändert wird, stockt Seat das Programm an Assistenten auf. Verfügbar ist dann unter anderen ein Stau-Pilot, der bei stockendem Verkehr dem Vordermann automatisch folgt. Oder eine Notbremsfunktion für den Stadtverkehr, deren Sensoren jetzt auch Fußgänger erkennen. Hinzu kommen Verkehrszeichenerkennung, halbautomatisches Einparken auch in Querlücken oder eine verbesserte Leistung von Kamera und Navigationssystem.

Skoda hat den Octavia geliftet
Skoda hat den Octavia geliftet

Skoda:
Fast das komplette Jahr 2016 hat Skoda für den Kodiaq die Werbetrommel gerührt, Anfang 2017 startet das erste Mittelklasse-SUV der Marke endlich. Der große Bruder des Tiguan setzt auf die typischen Markentugenden wie ein großes Platzangebot, faire Preise und clevere Detaillösungen. 2.065 Liter fasst der größte Skoda maximal, dank umklappbarem Beifahrersitz lassen sich auch bis zu 2,80 Meter lange Gegenstände verstauen, eine verschiebbare Rückbank erlaubt, zwischen Fond-Kniefreiheit und maximalem Ladevolumen zu variieren. Auf Wunsch gibt es sogar eine dritte Sitzreihe. Mehr als nette Spielereien sind zudem die sogenannte Schlaf-Kopfstützen oder der bislang nur von Ford angebotene Türkantenschutz, der beim Öffnen der Tür automatisch ausfährt. Basismotorisierung ist der 1,4-Liter-Benziiner mit 92 kW/125 PS, die Preise starten bei 25.500 Euro. Während sich der Kodiaq seine Sporen erst noch verdienen muss, ist der Octavia im Skoda-Programm längst unverzichtbar. Entsprechend sorgfältig wird das große Kompaktmodell daher Anfang 2017 überarbeitet. Auffälligste Änderung ist das neue Vier-Augen-Gesicht mit vertikal unterteilten Scheinwerfern im Stil der alten Mercedes E-Klasse. Erstmals sind sie zudem mit LED-Technik zu haben. Auch das Angebot an technischen Helferlein wird aufgewertet: So gibt es nun einen Anhängerassistenten, der beim Rangieren das Lenken übernimmt sowie einen Heckradar für das Ausleuchten des toten Winkels und die Querverkehrswarnung beim Rückwärtsfahren.

Suzuki eröffnet mit dem Ignis die Klasse der Micro-SUV
Suzuki eröffnet mit dem Ignis die Klasse der Micro-SUV

Suzuki:
Mit dem Ignis eröffnet Suzuki im Januar ein neues SUV-Segment. Gerade einmal 3,70 Meter misst der Fünftürer im schick-urbanen Crossover-Trim, trotzdem ist er im Gegensatz zu vielen größeren Konkurrenten auch mit Allradantrieb zu haben. Dazu kommen bis zu fünf Sitzplätze und ein Kofferraum mit immerhin bis zu 501 Liter Fassungsvermögen. Für den Vortrieb sorgt ein 1,2-Liter-Benziner mit 66 kW/90 PS Leistung und 120 Newtonmetern Drehmoment, den es auch in einer hybridisierten Variante geben wird. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei rund 12.000 Euro liegen.

Ssangyong:
Bei den Koreanern steht die Neuauflage ihres Flaggschiffs Rexton an. Das große SUV klassischen Zuschnitts orientiert sich optisch an der in Paris gezeigten Studie LIV-2, für den Antrieb kündigt Ssangyong neben einem Benziner einen Diesel mit 133 kW/181 PS, der mit einer Siebengang-Automatik von Mercedes kombinierbar ist. Preise sind noch nicht bekannt.

Volvo
Die Schweden arbeiten weiter mit Tempo an der Erneuerung der Modellpalette. Als nächstes steht die Neuauflage der 60er-Reihe an, die 2017 zunächst mit dem Mittelklasse-SUV XC60 beginnt. Zu erwarten ist ein Design im Stil der 90er-Modelle, von denen auch Bedienkonzept und Assistenzprogramme übernommen werden. Wie es in näherer Zukunft weiter geht, zeigt der gegen Jahresende präsentierte XC40, das neue Kompakt-SUV der Marke. 2018 soll der Umbau des Portfolios dann mit den Nicht-SUV-Varianten S60/V60 und V40 abgeschlossen werden. Schon im Laufe des kommenden Jahres kommt der S90 Executive auf den Markt. Die in China gebaute Top-Variante der Businesslimousine soll mit edler Ausstattung und aufgemöbeltem Fond der Mercedes S-Klasse Konkurrenz machen.

VW liftet den Golf
VW liftet den Golf

VW:
In unruhigen Zeiten such man Gewohntes. Entsprechend sanft sind die Änderungen ausgefallen, die VW dem Golf VII bei seinem ersten Lifting hat angedeihen lassen. Äußerlich fallen die Modifikationen nur genauen Beobachtern auf, innen sollen sie direkt fühl- und sichtbar sein. Unter anderem glänzt der Kompakte mit einem digitalen Kombiinstrument, dessen Anzeigen sich an die Wünsche des Fahrers anpassen lassen. Der nun 9,2 statt 8 Zoll große Bildschirm in der Mittelkonsole bietet ein höher aufgelöstes Bild, außerdem ist die gesamte Front jetzt unter Glas. Herkömmliche Tasten und Regler gibt es nicht mehr, gesteuert wird über den Touchscreen, mit sogenannten kapazitiven Drückfeldern am linken Rand, per Sprache oder – erstmals in dieser Klasse – per Geste: Durch eine Wischbewegung vor dem Bildschirm kann in verschiedenen Menüs geblättert werden. Bei den Motoren feiert der neue 1,5-Liter-Turbobenziner Premiere, der in allen Konzernmodellen perspektivisch den 1.4 TSI ersetzen wird. Im Golf kommt er zunächst auf 110 kW/150 PS, der Normverbrauch sinkt gegenüber dem Vorgänger leicht auf 4,9 Liter. Bei den anderen Motorvarianten gibt es teils umfangreiche Updates, der E-Golf etwa kommt mit 300 Kilometern pro Akkufüllung 100 Kilometer weiter als bisher.

Das mit Abstand wichtigste Modell der Marke ist aber nicht der einzige Hoffnungsträger für 2017. So wird der Polo künftig dank Längenwachstums noch mehr als bisher zum kleinen Bruder des Golf, dem er auch bei beim Qualitätsniveau der Innenausstattung nacheifert. Mehr Details dürfte es zur Premiere auf dem Genfer Salon in Frühjahr geben, auf dem wohl auch das neue Golf-SUV Premiere feiert, das sich unterhalb des zuletzt deutlich gewachsenen Tiguan platziert. Wohl erst etwas später zu sehen sein wird wohl der VW CC. Der schnittige Fließheck-Ableger des gewöhnlichen Passat wird noch eigenständiger und edler, trägt zudem als erstes Modell das neue VW-Markengesicht. Als Flaggschiff im Portfolio fungiert jedoch weiterhin das große SUV Touareg, der sich erneut die Plattform mit Audi Q7 und Porsche Cayenne teilt. Wie diese beiden verliert auch dieser VW massiv an Gewicht. Für eine gute CO2-Bilanz soll zudem ein Plug-in-Hybridantrieb sorgen. Hingucker wird das Cockpit, in dem es erstmals einen gebogenen OLED-Bildschirm geben soll. (Holger Holzer/SP-X)

Suzuki Ignis – Kraxel-Knirps

Anfang 2017 bringt Suzuki den Ignis zurück in den deutschen Automarkt. Wie einst der bis 2007 gebaute Ignis, handelt es sich auch bei der Neuauflage um einen kastigen Stadtfloh. Allerdings kommt der neue mit einer SUV-artigen Aura daher.

Der nur rund 3,70 Meter lange Fünftürer mit besonders kurzen Karosserieüberhängen bewegt sich größentechnisch unterhalb des Formats der derzeit boomenden Mini-SUVs und könnte insofern als Begründer eines neuen Segments der Micro-SUV gesehen werden. Trotz seiner bescheidenen Länge verspricht Suzuki einen variablen und alltagstauglichen Innenraum, der bis zu 5 Personen und bis zu 267 Liter Gepäck im Heck aufnehmen kann.

Obwohl ein Kleinstwagen, ist der Arbeitsplatz mit allerlei Annehmlichkeiten gerüstet. So gibt es unter anderem eine Klimaautomatik und einen großen Touchscreen für das Infotainment-System, das zudem über alle gängigen Konnektivitäts-Standards zur Anbindung von Smartphones verfügt. Auch sicherheitstechnisch ist der kleine Japaner ganz modern: Eine Stereokamera ermöglicht Funktionen wie den Notbremsassistenten mit Fußgänger-Erkennung oder einen Spurverlassenswarner.

Einzig verfügbarer Motor ist ein 1,2-Liter-Benziner, der 66 kW/90 PS und 120 Newtonmeter Drehmoment leistet. Wahlweise ist der Vierzylinder mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder mit automatisiertem Schaltgetriebe kombinierbar und mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. Der Verbrauch der Frontantriebsversion soll bei 4,6 Litern liegen, mit Allradantrieb steigt der Spritkonsum um 0,4 Liter. Zusätzlich wird Suzuki eine Mildhybrid-Variante anbieten, die dank eines integrierten Startergenerators per Rekuperation den Verbrauch auf 4,3 Liter senken kann.

(Mario Hommen/SP-X)

Jeep stellt sein Kompakt-SUV Compass vor – Ab ins Gelände

Mit dem neuen Compass will die Traditionsmarke Jeep in der Klasse der kompakten SUV eine wichtigere Rolle spielen als bisher. Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design. Im Gegensatz zu den Konkurrenten aus Korea, Japan oder auch Frankreich ermöglicht die ausgefeilte Allradtechnik der teureren Versionen auch Ausflüge ins unwegsame Gelände. Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017.

Mit dem neuen Je Compass bringt die inzwischen zum Fiat-Konzern gehörende Traditionsmarke den Wind von Abenteuerlust in die Klasse der kleineren SUV. Er ersetzt sowohl den etwas eckigen Vorgänger als auch den pummeligen Patriot und bringt Würze in den Einheitsbrei der zahllosen Möchtegern-Geländewagen aus nahezu aller Herren Länder.

Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design
Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design

Dabei weist Blechkleid nicht unbedingt auf eine Alleinstellung des italienischen Amerikaners hin. Die Frontpartie zeichnet zwar das Gesicht des großen Grand Cherokee nach, der Rest der Karosse unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Kompakt-SUV. Wie heutzutage so in Mode, fällt das Dach leicht nach hinten ab, Ausbuchtungen oberhalb der Radhäuser sind wie anderswo dem Anspruch auf eine Prise robuster Urigkeit geschuldet. Am Heck mit der in einer Art Spoiler endenden Dachlinie könnte man den Compass ebenfalls nicht als solchen erkennen.

Die Preise dürften zwischen 30.000 und 40.000 Euro liegen
Die Preise dürften zwischen 30.000 und 40.000 Euro liegen

Wenn da nicht soviel Luft zwischen der Oberseite der Räder und der Umrandung der Kotflügel wäre. Die nämlich weist auf eine Eigenschaft hin, die den Compass von den meisten seiner Mitstreiter abhebt. Mit entsprechendem Stolz betont Markenchef Mike Manley die großzügige Bodenfreiheit von gut 20 Zentimetern, die einen echten Geländewagen nun mal ausmacht. „Mit seiner Fähigkeit auch in schwierigem Gelände klarzukommen, setzt der Compass neue Maßstäbe in seinem Segment.“ Damit übertreibt Manley keineswegs. Denn der kleine Jeep verfügt je nach Modell über echte Offroad-Technik wie Getriebeuntersetzung, Einstellmöglichkeiten für verschiedene Untergründe wie Schnee, Sand oder Matsch oder auch für das Krabbeln über kleinere Felsbrocken. Zudem kann er durch 48 Zentimeter tiefes Wasser waten.

Wobei auch der Jeep-Chef weiß, dass vor allem in Europa kaum einer seiner Kunden im täglichen Autoleben vom festen Pfad abweicht und stets versuchen wird, feste Straßen unter den Rädern zu haben. Wozu dann also die teure Technik, die nur in Ausnahmefällen wie Schneechaos, überfluteten Straßen oder Umleitungen über matschige Naturstraßen ihre Stärken zur Geltung bringt. Fraglos ein mehr an Sicherheit. Für eine Marke wie Jeep aber ist das Können im Gelände ähnlich wichtig wie für Porsche die Rundenzeiten bei Testfahrten auf dem Nürburgring, die auch kein späterer Kunde jemals toppen wird. Zumindest will Jeep seinen Kunden das Angebot unterbreiten, einen echten Geländewagen zu erwerben.

Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017
Nach Deutschland kommt der Compass im Herbst 2017

Nur logisch also, dass ein der Allradantrieb beim Compass kein Pflichtprogramm ist. Jede Motorisierung kann auch mit Frontantrieb bestellt werden. Wobei das Motorprogramm für Deutschland ebenso wenig feststeht wie die Preise. Da der Compass auf der gleichen Plattform steht wie der um 14 Zentimeter kürzere, auch bei uns recht erfolgreiche Jeep Renegade, dürfte sich das Angebot an Triebwerken ähneln. Zur Wahl werden wohl zwei Benziner und zwei Diesel stehen, deren Leistungsspanne von 103 W/140 PS bis 125 kW/170 PS reicht. Dass auch der in den USA bevorzugte 2,4 Liter-Benziner 134 PS/180 PS seinen Weg in deutsche Compass-Modelle findet, ist eher unwahrscheinlich. Die Preise werden sich vermutlich je nach gewählter Motorisierung, Antrieb und Ausstattung zwischen knapp unter 30.000 bis gut 40.000 Euro bewegen. Da der Compass erst im September auch hierzulande verkauft wird, bleibt den deutschen Statthaltern noch genügend Zeit zur Preisfindung.

Dann wird die Preisliste einige Feinheiten bieten, die das Bankkonto weiter belasten. Es stehen diverse Assistenzsysteme zur Wahl, darunter auch ein Abstandsradar, Notbremsfunktion oder Spurhalteassistent. Gewählt werden kann unter drei Größen des Navigationsmonitors, wobei der 21,3 Zentimeter große Bildschirm natürlich am meisten hermacht und sich auch mit Smartphones der beiden großen Systeme gut versteht. Immer an Bord ist das farbige Info-System für den Fahrer, dass sich gut 17 Zentimeter direkt hinter dem Lenkrad breitmacht. Die kleineren Modelle werden mit 6-Gang-Handschalter geliefert, die stärkeren mit einer Neun-Gang-Automatik. Für einzelne Versionen ist auch eine 6-Gang-Doppelkupplung bestellbar.

Da der Compass zudem ein recht ansehnliches Innenleben vorweisen kann, dass trotz des freizügigen Einsatzes von Kunststoff für Behaglichkeit sorgt, ist er durchaus fit für lange Touren. Der Kofferraum ist mit bis zu rund 1.700 Litern (bei umgeklappten Rücksitze) ebenfalls alltagstauglich. Sicher wird sich der Neuling zum Verkaufsprimus der Jeep-Klasse entwickeln, da der Renegade vielen zu klein ist und der größere Cherokee eine Preis- und Größenklasse höher antritt. Vom teuren Edel-SUV Grand Cherokee ganz zu schweigen. Die Jeep-Manager müssen nur hoffen, dass das jetzt geweckte Interessen am Compass die nächsten 10 Monate bis zum Start in Deutschland überdauert. (Peter Maahn/SP-X)

Neuer Mazda CX-5 – Mit Anspruch nach oben

Seit einigen Jahren arbeitet Mazda recht erfolgreich daran, unter den japanischen Volumenanbietern eine Sonderrolle einzunehmen. Dies vornehmlich durch ein europäisch anmutendes Design, aber auch durch eine besonders sorgfältige Verarbeitung, die die Fahrzeuge erkennbar Richtung Premium positionieren. Modelle wie der Mazda3 oder der Mazda6 sind dafür Beispiele. Auf der Los Angeles Motor Show präsentierten die Japaner nun den umfänglich überarbeiteten CX-5, der allerding erst Ende Mai 2017 in Deutschland zu den Händlern kommt. Die Preise werden sich vermutlich wenig ändern und bei rund 25.000 Euro starten.

Das in Deutschland meistverkaufte und weltweit hinter dem Mazda3 auf dem zweiten Rang liegende SUV bleibt auf der gleichen Plattform wie das derzeit aktuelle Modell, auch der teils optionale Allradantrieb sowie das Motorenangebot, bestehend aus dem bekannten 2,2-Liter Diesel (150 oder 175 PS), sowie zwei Ottomotoren mit 2,0 oder 2,5 Litern Hubraum (160 bis 192 PS), wird nicht verändert. Das Kofferraumvolumen bleibt mit 505 Litern praktisch ebenfalls konstant. Dafür hat Mazda Außen wie Innen kaum ein Stück Blech oder Kunststoff auf dem anderen gelassen und führt einige neue Komfort- und Technik-Features ein.

Besonders augenfällig wird der Fortschritt in Innenraum, wo sämtliche Materialien nicht nur wie schon bisher sehr gut verarbeitet wirken, sondern auch hochwertig aussehen
Besonders augenfällig wird der Fortschritt in Innenraum, wo sämtliche Materialien nicht nur wie schon bisher sehr gut verarbeitet wirken, sondern auch hochwertig aussehen

Für einen sportlicheren Auftritt und einen besseren Stand soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreitere Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt leicht abgesenkt. Die um 3,5 Zentimeter nach hinten versetzte A-Säule wird in Kombination mit den etwas kleiner gewordenen Außenspiegeln für eine bessere Sicht nach schräg vorne sorgen und die leicht abgesenkte Gürtellinie mit dem daraus folgenden größeren Glasanteil für bessere Rundumsicht. Die neue Front des CX-5 betont mit ihren schmalen, im Vergleich zum aktuellen Modell tiefer positionierten LED-Scheinwerfern die Breite des Fahrzeugs. Der große Kühlergrill dominiert die Vorderansicht.

„Veredelte Robustheit“ nennt Mazda etwas blumig den Designansatz, unter dem die Japaner vor allem die Kunst des Weglassens verstehen. Das gelingt sogar gut, denn das Outfit des CX-5 versprüht Straffheit, die in Verbindung mit der abwechselnd konkaven und konvexen Blechhaut für spannende Lichteffekte sorgt. Speziell für den CX-5 hat Mazda seine häufig zu sehende Sonderfarbe „Rubinrot“ weiterentwickelt. Die neue Farbe „Soul Red Crystal“ wirkt eine Spur heller und passt hervorragend zum Fahrzeug, das ja einer Klasse angehört, in der leider Silber-, Schwarz- und Anthrazit-Töne dominieren.

Die neue Front des CX-5 betont mit ihren schmalen, im Vergleich zum aktuellen Modell tiefer positionierten LED-Scheinwerfern die Breite des Fahrzeugs. Der große Kühlergrill dominiert die Vorderansicht
Die neue Front des CX-5 betont mit ihren schmalen, im Vergleich zum aktuellen Modell tiefer positionierten LED-Scheinwerfern die Breite des Fahrzeugs. Der große Kühlergrill dominiert die Vorderansicht

Besonders augenfällig wird der Fortschritt in Innenraum, wo sämtliche Materialien nicht nur wie schon bisher sehr gut verarbeitet wirken, sondern auch hochwertig aussehen und sich anfühlen. Mehr Komfort für den Fahrer soll die etwas angehobene Mittelkonsole bieten, der Gangwahlhebel wurde zudem um vier (manuelles Getriebe) bzw. sechs Zentimeter (Automatik) angehoben. Optional bietet Mazda ein Head-up-Display sowie eine elektrisch zu betätigende Heckklappe an. Erstmals sind die hinteren Sitze neigungsverstellbar, zudem können sich die Fondpassagiere über eine Sitzheizung freuen. Auch im Innenraum dominieren horizontale Linien, hier ähnelt der Designansatz ein wenig dem des Wettbewerbers VW Tiguan.

Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört das schon aus dem Mazda6 bekannte G-Vectoring-Control. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Zudem wurde das adaptive Geschwindigkeitsregelsystem verbessert: Im Rahmen von MRCC (Mazda Radar Cruise Control) kann der CX-5 nun im Stau selbsttätig fahren. (Peter Eck/SP-X)

Toyota C-HR – Hauptsache anders

Olé! ist der erste Kommentar, der dem Reporter bei der Begegnung mit dem Toyota C-HR in den Sinn kommt. Das liegt sicher am Vorstellungsort Madrid – aber auch an dem Objekt, dass gleich seine Leistungen belegen soll. Denn der kompakte Crossover, den die Japaner ab 21. Januar für mindestens 21.990 Euro (1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS) anbieten, er ist eine optische Kampfansage.

Allerdings auch ein Angriff auf alle Menschen, die bisher für die Japaner Fahrzeuge designt haben und der traditionellen Toyota-Philosophie folgen: Nur nicht auffallen, brav und stocksolide sein. Der C-HR bricht damit radikal. Die aggressiven Bügelfalten im Blech muss man mögen – oder eben nicht. Wischi-Waschi-Käufer will Toyota nicht.

Auch abseits der City macht der Crossover eine gute Figur - gerade auch für europäische Ansprüche
Auch abseits der City macht der Crossover eine gute Figur – gerade auch für europäische Ansprüche

Aber erst mal auf die Straße. Da lässt das pfeilartige Design ja Großes erwarten in der Klasse der vernünftigen SUV-Fahrer. Mit zwei Motorisierungen tritt der C-HR an: dem 1,2-Liter-Turbobenziner und einem 1,8-Liter-Sauger mit Elektromotorunterstützung, wie er schon im netten Hybrid-Klassiker Prius werkelt. Auf den sollen nach Toyota-Planung 70 Prozent der 14.000 deutschen C-HR-Käufer im kommenden Jahr zugreifen. Der nominal kleinere Motor ist dennoch die klare Empfehlung.

Die aufgeladenen 116 PS stehen dem C-HR gut: Bis Tempo 190 kommt man damit mittels angenehmem Sechsgang-Handschalter munter voran. Wobei der kleine Motor natürlich in Beschleunigung und bei 185 Newtonmeter Drehmoment kein Sportsmann ist. Mit den üblicherweise zwei Menschen plus leichtem Gepäck an Bord wird sich der Fahrer aber nie untermotorisiert fühlen. Und mit dem optionalen variablen Allradsystem macht er sich zumindest auf der rutschigen Wiese ganz beachtlich.

Hinter dem Steuer fühlt sich der Fahrer durchaus wohl - vor allem in den besseren Ausstattungsvarianten
Hinter dem Steuer fühlt sich der Fahrer durchaus wohl – vor allem in den besseren Ausstattungsvarianten

Allrad gibt es im Hybriden (ab 27.390 Euro) nicht – und auch sonst sehen die Leistungen hier deutlich anders aus. Okay, wenn es einem asketischen Sparfuchs allein um den Kampf gegen Spritverbrauch geht, lässt sich mit dem 1,8-Liter-Vierzylinder ohne Turbo durchaus die Vierliter-Verbrauchsgrenze in Angriff nehmen. Das war’s aber auch mit jeglicher Attacke. Der Hybrid mit dem stufenlosen Automatikgetriebe surrt irgendwie gehemmt voran – und mag sich auch mit Gasstoß nur zum Jaulen, aber zunächst nicht zu spürbarer Beschleunigung zwingen lassen. Hier fühlt sich der Fahrer außer beim Gleiten durch die City immer irgendwie untermotorisiert. Und die 170 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit sind auf der Autobahn auch nicht so schnell in Sicht.

Das zeigt ganz klar, was dem C-HR zumindest in Mitteleuropa und zumindest bei Vielfahrern fehlt: ein knackiger Diesel, wie er etwa im Nissan Qashqai oder Opel Mokka X arbeitet. Doch das wird es bei Toyota nicht geben, obwohl der Crossover ja gerade für diesen Kontinent erfunden, hier entworfen und in der Türkei gebaut wird. Schade vor allem für all jene, die den C-HR als einziges Auto im Haushalt auch für längere Fahrten einsetzen wollen.

Mit zwei Motorisierungen tritt der C-HR an: dem 1,2-Liter-Turbobenziner und einem 1,8-Liter-Sauger mit Elektromotorunterstützung, wie er schon im netten Hybrid-Klassiker Prius werkelt
Mit zwei Motorisierungen tritt der C-HR an: dem 1,2-Liter-Turbobenziner und einem 1,8-Liter-Sauger mit Elektromotorunterstützung, wie er schon im netten Hybrid-Klassiker Prius werkelt

Denn auch abseits der City macht der Crossover eine gute Figur – gerade auch für europäische Ansprüche. Der C-HR liegt dank breiterer Spur als der Prius nicht nur im Stand sauber auf der Straße. Auch die Balance zwischen Dynamik bei der Kurvenfahrt und komfortabler Grundabstimmung ist gelungen. Die leichtgängige Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an.

Toyota dem Neuen sogar das Zeug zu, eine “Stilikone” zu werden, die das neue Gesicht der Marke prägt
Toyota dem Neuen sogar das Zeug zu, eine “Stilikone” zu werden, die das neue Gesicht der Marke prägt

Hinter dem Steuer fühlt sich der Fahrer durchaus wohl – vor allem in den besseren Ausstattungsvarianten. Da gefällt der acht Zoll große Multifunktionsbildschirm; Apple Carplay oder Android Auto lassen sich allerdings noch nicht nutzen. Der Touchscreen ist leicht zum Fahrer hingeneigt, was die Treffergenauigkeit der Finger beim Fahren erhöht. Die Sitze sind auch langstreckentauglich bequem. Wer mehr Geld etwa für die edelste der vier Varianten “Lounge” ausgibt, springt im Hybriden zwar bereits über die 30.000-Euro-Latte, kann sich dann aber über unterschäumte Oberflächen und feines Leder sogar auf einigen Ablagen freuen. Schon die zweite Ausstattungsvariante “Flow” ist aber mit vielen Assistenzsystemen, Alufelgen, Klimaautomatik, Regensensor oder DAB+-Radio sehr gut ausgestattet.

Apropos Ablagen: Da zeigt sich eine der zwei Schwächen im Innenraum-Angebot: Es gibt spürbar weniger Stauraum als in Konkurrenzmodellen, und die Ablage vorn im Mitteltunnel ist schlecht einzusehen und so uneben, dass sich ein Handy dort nicht sicher ablegen lässt. Zweite Schwäche: Im Fond gefällt zwar die gute Beinfreiheit und auch für die Köpfe mittelgroßer Erwachsener ist noch ausreichend Raum. Wegen der hohen Türlinie und der weit herumgezogenen C-Säule ist gerade in den Versionen mit verdunkelten Scheiben der C-HR jedoch eine düstere Höhle. Selbst im spanischen Sonnenschein braucht es da eine Lampe zum Lesen. Und von Außenwelt ist nicht viel zu erleben. Sollten einmal drei Erwachsene hinten mitreisen, wäre es zudem besser, sie würden nicht an Platzangst leiden. Aber das ist auch bei den Wettbewerbern dieser Größe nicht viel anders.

Der Toyota macht also in dieser Klasse von den inneren Werten nicht viel anders als seine Rivalen – bietet aber dafür den deutlich anderen Auftritt, der auch von den SUV der Schwestermarke Lexus inspiriert ist. “Erst schön, dann praktisch” hat deren Europa-Chef Alain Uyttenhoven gerade als Schlachtruf ausgegeben – und das gilt eben auch für den C-HR – sein “Baby aus meiner Zeit als Leiter der europäischen Produktplanung”.

Die leichtgängige Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an
Die leichtgängige Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an

Uyttenhoven traut dem neuen Toyota sogar das Zeug zu, eine “Stilikone” zu werden, die das neue Gesicht der Marke prägt. Das denken wohl auch einige Kollegen auf anderen Kontinenten. Eigentlich habe er den C-HR nämlich nur als Modell für Europa geplant, so Uyttenhoven. Aber jetzt wollen auch die Chinesen und Amerikaner den crazy Crossover haben. (Peter Weißenberg/SP-X)

Toyota C-HR – Neuer Stil, bewährte Technik

Toyota wagt beim Design wieder etwas. Das neue Mini-SUV C-HR geht nun mit auffällig zerklüfteter Karosserie an den Start und soll jüngere Kundschaft locken. Als zeitgemäßes Zusatz-Argument gibt es neben einem konventionellen Benziner auch einen Hybridantrieb. Auf den Markt kommt der kleine Bruder des RAV4 Anfang 2017 zu Preisen ab 21.990 Euro.

Der 4,36 Meter lange C-HR ist dezidiert auffällig gestaltet. Die zerklüftete Front, das zum Heck in abfallende Dach und die stark konturierten Seitenflächen hätte man bisher höchstens von der Premiumtochter Lexus erwartet. Auch das Cockpit mit dem asymmetrischen Zentralbildschirm setzt für die Marke ungewöhnlich eigensinnige Akzente.

Das Mini-SUV verfügt in der Basisversion über einen 85 kW/116 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner, der mit Front- oder Allradantrieb kombinierbar ist. Alternativ ist ein Hybridantrieb zu haben. Die Kombination aus einem 1,8-Liter-Benziner und einem 53 kW/72 PS starken Elektromotor kommt zusammen auf 100 kW/122 PS. Den Verbrauch dieser Variante gibt der Hersteller mit 3,8 Litern an, der Preis beträgt 27.390 Euro.

Bei beiden Antriebsvarianten hat der Kunde die Wahl zwischen vier Ausstattungslinien. Das bereits recht umfassende Basisniveau „C-HR“ bietet unter anderem Klimaanlage, DAB-Radio, Lederlenkrad und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Zu den interessanten Extras zählen darüber hinaus Zweifarb-Metalliclack, LED-Scheinwerfer und eine JBL-Soundanlage.

(An die Redaktionen: Einen ausführlichen Fahrbericht veröffentlichen wir am Donnerstag, 17. November 2017.) (Holger Holzer/SP-X)

Der Mitsubishi Outlander: Ein Mal lebenslänglich, bitte!

Lebenslänglich bedeutet in Deutschland mindestens 15 Jahre. So lange gibt es den Mitsubishi Outlander nun schon. Anders als die Haftstrafe, ist das aber sehr erfreulich, zählt der SUV schließlich zu einem der innovativsten Vertreter seiner Zunft. Damit ist der Mitsubishi so etwas wie ein Vorbote, gibt es doch kaum ein anderes SUV, das als Plug-In Hybird erhältlich ist. Das System funktioniert so gut, dass der Outlander in den Niederlanden so etwas die der Golf geworden ist: Dank staatlicher Förderung verkauft sich der Japaner wie geschnitten Brot. Angesichts des 15. Jubiläums schauen wir auf die Modellgeschichte.

2016 Mitsubishi Outlander
Der aktuelle Mitsubishi Outlander macht auch in den USA ein gutes Bild

Wir blicken zurück auf das Jahr 2001: Anna und Noah sind die beliebtesten Kindernamen, Frauen dürfen nun an der Waffe ausgebildet werden und Klaus Wowereit wird Bürgermeister von Berlin. Doch es geschah auch etwas Gutes: Der Mitsubishi Outlander erblickte das Licht der Welt und darf als optimales Taxi für Anna und Noah gelten, bietet er ordentliche Platzverhältnisse, ein chices Design und die typisch japanische Zuverlässigkeit.

Mitsubishi Outlander: 1,5 Millionen Exemplare in drei Generationen

Zum ersten Mal wird der Gattungsbegriff Crossover bei Mitsubishi bei der Vorstellung der Studie ASX Outlander im Jahr 2001 verwendet – eine Firmierung, die sich durchsetzen sollte und auf den Erfolg von 1,5 Millionen verkauften Mitsubishi Outlander führt. Diese Stückzahl wurde aber natürlich nicht nur mit einer Modellgeneration erreicht, sondern mittlerweile in der dritten Generation. Dabei wurde mit dem zweiten Modell, das 2007 in Europa eingeführt wurde, eine flexible „Project Global“-Architektur genutzt – eine Idee, derer sich andere Hersteller erst sehr viel später bedienten. Bei der dritten und aktuellen Generation kam schließlich der Mitsubishi Outlander PHEV in Modellprogramm – ein moderner Plug-In Hybrid.

mitsubishi-outlander-lebenslaenglich-suv-crossover-15-jahre-2016-mein-auto-blog-de-1
Zeitgemäß: Der Mitsubishi Outlander PHEV verknüpft Raum mit einem nachhaltigen Antrieb

Er trägt, wie seine nicht-elektrifizierten Baureihen-Brüder auch, das Designkonzept „Dynamic Shield“, das für die neue, visuelle Identität der Marke steht. Aber auch die anderen Modelle der Japaner stehen unter diesem Stern, sodass man von einem Familiengesicht sprechen kann, das besonders durch seinen prägnanten und selbstbewussten Kühlergrill gekennzeichnet ist. Überhaupt stehen bei Mitsubishi SUV und Crossover im Vordergrund. Mit dem ASX, dem Outlander und dem Klassiker Pajero sind die Japaner also bestens aufgestellt.

2016 Mitsubishi OutlanderIch für meinen Teil, klopfe mit meinem Metallbecher an die virtuellen Gitterstäbe der Öl-Industrie und applaudiere Mitsubishi zu seinem Erfolgsmodell. Möge der Outlander nochmal lebenslänglich schaffen und die Zeichen der Zeit weiterhin so gut deuten, damit wir in der elektrifizierten Zukunft nicht auf SUV und Artenvielfalt verzichten müssen. Arigatou, Outlander-San!

Citroen C3 – Nicht nur ein neues Gesicht

Wenn ein Volumenhersteller den Mainstream bedient, muss das noch lange nicht langweilig sein, den Beweis dafür tritt Citroen mit der Neuauflage des C3 an. Der Kleinwagen verändert sich deutlich in Richtung Crossover und übernimmt Designmerkmale des ungewöhnlichen C4 Cactus, wie die seitlichen „Airbumps“.

In der Top-Version mit Zweifarb-Lackierung und Plastikbeplankung rundherum wirkt der neue C3 sehr modisch. Aber auch in der Basis, die um die 12.000 Euro starten dürfte, zeigt er, rundlich und dynamisch zugleich, Charakter. So soll der 3,99 Meter lange, weltweite Bestseller das Image der Marke verjüngen.

Auch im Innenraum versuchen die Franzosen ihrem Markenclaim „Be different, feel good“ (Sei anders und fühl Dich gut) gerecht zu werden. Der Kunde kann zwischen vier Versionen des Innenraum-Ambientes wählen, ein großer Touchscreen und Online-Navigation machen den Kleinwagen zum zeitgemäßen Begleiter. Auf Wunsch ist auch ab Werk eine so genannte Dashcam an Bord: eine HD-Kamera hinter dem Innenspiegel, mit der man Videos und Schnappschüsse mit GPS-Koordinaten versehen und in sozialen Medien hochladen kann. Die Kamera filmt aber auch nach einem Unfall 90 Sekunden weiter, was zur besseren Aufklärung von Streitfällen beitragen soll.

Im ausschließlich als Fünftürer angebotenen C3 haben auch die Passagiere der Rückbank ausreichend Platz, der Kofferraumvolumen liegt wie gehabt bei 300 Litern. Ein optionales großes Glasdach ersetzt die bisherige Panorama-Windschutzscheibe. Spurhalteassistent und Totwinkelwarner sind auf Wunsch jetzt auch bestellbar.

Bei den Benzinern kommen ausschließlich Dreizylinder zum Einsatz, in der Basisversion wie gehabt der 1,0-Liter mit 50 kW/68 PS und in den stärkeren Varianten der 1,2-Liter mit 60 kW/82 PS oder 81 kW/110 PS. An der Dieselfront steht der 1,6-Liter-Blue-HDi in den beiden Ausführungen mit 55 kW/75 PS und 73 kW/100 PS zur Wahl.

(An die Redaktionen: Einen ausführlichen Fahrbericht in Kurz- und Langfassung veröffentlichen wir am Dienstag, 11. Oktober.) (Hanne Schweitzer/SP-X)

Seat Ateca – Abgasprobleme sorgen für Lieferstopp

Wegen Problemen mit der Abgasreinigung muss Seat den Produktionsstart für eine Dieselvariante des Kompakt-SUV Ateca verschieben. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung „berichtete, ist das besonders beliebte Frontantriebsmodell mit zwei Litern Hubraum und 110 kW/150 PS von der Verzögerung betroffen; der Hersteller hat es bereits vorläufig von der Liste bestellbarer Modellvarianten gestrichen.

Seat will den Ateca 2.0 TDI entgegen den ursprünglichen Plänen nun doch mit einem SCR-Katalysator ausrüsten, der den Stickoxidausstoß (NOx) deutlich mindert. Wann die Auslieferung des modifizierten Fahrzeugs startet, sagt das Unternehmen noch nicht. Kunden, die das entsprechende Modell bereits bestellt haben, soll die Möglichkeit zum Wechsel auf eine andere Variante gegeben werden. Darüber hinaus will Seat ihnen „ein Mobilitätsangebot“ machen, bis der neue Ateca ausgeliefert wird.

Zur Art der Abgasprobleme äußert sich Seat nicht. Da nun aber mit einem NOx-Minderungssystem nachgebessert wird, dürfte das Kompakt-SUV wohl an den Grenzwerten dieses Schadstoffs gescheitert sein. Das gleiche Gas war auch Auslöser des Volkswagen-Skandals. Andere Ausführungen des Ateca sind offenbar nicht betroffen. Bei der Allradvariante mit gleichem Motor beispielsweise kam von vornherein ein SCR-Katalysator zum Einsatz, während das 2WD-Modell mit dem weniger leistungsfähigen NOx-Speicherkat Vorlieb nehmen musste. Ob der Preis für den Frontantriebs-Diesel angesichts der nun nötigen aufwendigeren Technik steigt, ist noch nicht klar. Zuletzt kostete das Modell 27.560 Euro, die Allradausführung mit SCR-Technik kommt auf 29.410 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Chevrolet Bolt – Ampera-e Schwestermodell eingepreist

Der Chevrolet Bolt wird in den USA 37.495 Dollar kosten. Umgerechnet werden demnach 33.547 Euro für die amerikanische Version des Opel Ampera-e fällig. Damit ist der kleine Crossover deutlich teurer als sein Hauptkonkurrent Nissan Leaf, der in den USA für rund 29.000 Dollar (knapp 26.000 Euro) zu haben ist. Allerdings liegt der Chevrolet mit 238 Meilen Reichweite nach US-Norm (383 Kilometer) deutlich vor seinem japanischen Konkurrenten mit 107 Meilen (172 Kilometer). In beiden Fällen ist der Antrag auf staatliche Kaufanreize im Gegenwert von 7.500 Dollar (6.710 Euro) möglich.

Rückschlüsse auf den Preis für den Anfang 2017 erwarteten Opel Ampera-e lässt die Chevrolet-Politik nicht zu. Die in den USA vom Hersteller ausgewiesenen Autopreise sind in der Regel deutlich günstiger als hierzulande, beinhalten aber keine Steuern und Gebühren, da diese je nach Bundesstaat unterschiedlich sind. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Ampera-e – Keiner kommt weiter

Das Elektroauto Opel Ampera prunkt mit der größten Reichweite seiner Klasse. Wie der Autohersteller nun mitgeteilt hat, soll der für Anfang 2017 erwartete kleine Crossover pro Akkuladung mehr als 400 Kilometer weit fahren können. Damit verweist er die einschlägige Konkurrenz auf die Plätze: Der bisherige Reichweiten-Primus unter den Alltags-E-Autos, der BMW i3, kommt 300 Kilometer weit, es folgen Nissan Leaf mit 250 und Renault Zoe mit 240 Kilometern. Noch längere Strecken ermöglichen lediglich die Luxus-Modelle von Tesla, das Model S etwa soll bis zu 500 Kilometer weit kommen.

Bei den Angaben handelt es sich jeweils um die vom Hersteller vorgelegten Laborwerte. Aber auch unter den ungünstigeren Bedingungen im Alltag soll der Ampera-e laut Opel mehr als 300 Kilometer weit kommen. Möglich macht das ein relativ großer Akku. Wo die Konkurrenz Batteriekapazitäten zwischen 20 und 30 kWh nutzt, sind es beim Ampera-e 60 kWh. Entwickelt wurde der Akku gemeinsam von Opel-Mutter General Motors und dem koreanischen Chemiekonzern LG Chem.

Ob es Opel mit dem Ampera-e im zweiten Anlauf gelingt, der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen, hängt nun vor allem noch vom Kaufpreis ab. Die genaue Summe wird es wohl erst zum Start des Pariser Autosalons Anfang Oktober geben. Konzernschwester Chevrolet verlangt in den USA für den weitgehend baugleichen Bolt 37.500 Dollar (zirka 34.500 Euro). Mögliche Steuernachlässe für umweltfreundliche Fahrzeuge drücken den Preis auf 30.000 Dollar. Der BMW i3 als direkter Konkurrent des Opel kostet in der Ausführung mit 300 Kilometern Reichweite hierzulande 36.150 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Renault Scénic und Grand Scénic – Mehr Design, weniger Platz – aber immer noch ein echter Van

Während viele Hersteller ihre Familienkutschen derzeit zu Crossovern und SUV umbauen, hält Renault beim neuen Scénic am klassischen Van fest. Drei Generationen standen schon in den Schauräumen der Händler, am 15. Oktober rollt Nummer vier zu den Händlern. Ab 19.990 Euro ist der fünfsitzige Scénic dann zu haben, für den optional mit sieben Plätzen erhältlichen Grand Scénic werden, bei besserer Ausstattung, mindestens 23.490 Euro fällig.

Im Fond des 4,41 Meter langen Scénic stoßen schon 1,70-Meter-Menschen an ihre Grenzen und auch der 23 Zentimeter längere Grand Scénic (Foto) entpuppt sich nicht als Raumwunder
Im Fond des 4,41 Meter langen Scénic stoßen schon 1,70-Meter-Menschen an ihre Grenzen und auch der 23 Zentimeter längere Grand Scénic (Foto) entpuppt sich nicht als Raumwunder

Mit modernem Styling im Espace-Stil holt Renault den Van optisch aus der Biedermann-Ecke, doch leider geht der eng sitzende Maßanzug zu Lasten des Platzangebots: Im Fond des 4,41 Meter langen Scénic stoßen schon 1,70-Meter-Menschen an ihre Grenzen und auch der 23 Zentimeter längere Grand Scénic entpuppt sich nicht als Raumwunder; die beiden 800 Euro teuren Extra-Plätze in der dritten Reihe sind ohnehin nur was für Kinder. Wer auf Passagiere in der zweiten Reihe verzichtet, kann die Sitzbank nach vorne schieben oder die Sessel vom Kofferraum aus flachlegen. In den kurzen Scénic lässt sich bis zur etwas billig wirkenden Laderaumabdeckung 572 Liter Gepäck einladen, der Grand schluckt in der fünfsitzigen Ausführung 765 Liter – das ist ein bisschen mehr als beim Vorgänger.

Einstellen lässt sich am Fahrwerk nichts, dafür können über das Multi-Sense-System die leichtgängige, direkte Lenkung, die Gasannahme und wenn vorhanden die Schaltstrategie der Automatik beeinflusst werden
Einstellen lässt sich am Fahrwerk nichts, dafür können über das Multi-Sense-System die leichtgängige, direkte Lenkung, die Gasannahme und wenn vorhanden die Schaltstrategie der Automatik beeinflusst werden

Schade: Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte der Renault eine sehr niedrige Ladekante, doch verbirgt sich hinter der großen Klappe noch einmal eine Stufe. Und auch der Abstand zwischen Stoßfängerkante und Kofferraumbeginn – über den alles gehoben werden muss – ist relativ breit. Umso praktischer präsentiert sich dagegen der Innenraum: Mit zahlreichen Staufächern und einem als Schublade ausgelegtem Handschuhfach steht zusätzlich 63 Liter Platz für Kleinkram zur Verfügung, und die Mittelkonsole mit vier USB-Eingängen ist traditionell von vorne bis hinten verschiebbar. Das Armaturenbrett wird in den besseren Versionen von einem iPad-großen, hochkant verbauten Touchscreen dominiert, in der Basis gibt es ein einfaches, aber nicht minder schickes Radio-System. Die Instrumente vor dem Fahrer sind volldigital und können dem eigenen Geschmack angepasst werden, außerdem gibt’s ein farbiges Head-up-Display, das allerdings ziemlich klein ist und auf wackeligen Strecken merklich vibriert.

Renault trotzt dem Trend, der aus vielen Vans derzeit SUV werden lässt und offeriert den  neuen Scénic wieder als klassische Familienkutsche mit bis zu sieben Sitzen aber in modernem Kleid
Renault trotzt dem Trend, der aus vielen Vans derzeit SUV werden lässt und offeriert den neuen Scénic wieder als klassische Familienkutsche mit bis zu sieben Sitzen aber in modernem Kleid

Wer ob der aktuellen Dieselsituation auf einen Benziner schielt, hat die Wahl zwischen zwei 1,2-Liter-Triebwerken mit 85 kW/115 PS oder 97 kW/132 PS. Beiden macht ein Turbo Druck und sorgt für ausreichend Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Der stärkere Motor stellt bei 2.000 Touren 205 Newtonmeter bereit, damit ist er zwar nicht so antrittsstark wie die Diesel, man kommt aber gut vom Fleck und lässt sich, wenn man das etwas unpräzise Sechsgang-Getriebe geschickt bemüht, auch noch Überholpotential entlocken. Vorbildlich: Vom Motor ist im Innenraum kaum etwas zu hören und mit knapp sieben Litern lag der Verbrauch auf unserer ersten Testrunde nur gut einen Liter über der Normangabe. Zwischen Scénic und Grand Scénic unterscheidet sich der Durst auf dem Papier nur um wenige zehntel Liter.

Dieselfahrer können zwischen drei Optionen wählen: Das Einstiegsmodell entwickelt aus 1,5 Liter Hubraum 81 kW/110 PS und ist optional mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Ab Ende 2016 kann der Basisdiesel auch mit Hybrid-Unterstützung geordert werden: Der 10-kW-Elektromotor (14 PS) schaltet sich für den Fahrer unmerklich zu und unterstützt den Verbrenner bei niedrigem Tempo, so soll der Normverbrauch von 3,9 Litern nochmal um ein paar Nachkommastellen reduziert werden. Rein elektrisch fahren kann der Scénic nicht. Darüber rangieren zwei 1,6er mit 96 kW/130 PS sowie das Topmodell mit 118 kW/160 PS, das serienmäßig mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe vorfährt und mit 380 Newtonmeter alle anderen in den Schatten stellt. Auch, was die Fahrwerte betrifft: Der dCi 160 ist der einzige, der in unter zehn Sekunden auf Tempo 100 sprintet und über 200 km/h schnell wird.

Das Armaturenbrett wird in den besseren Versionen von einem iPad-großen, hochkant verbauten Touchscreen dominiert
Das Armaturenbrett wird in den besseren Versionen von einem iPad-großen, hochkant verbauten Touchscreen dominiert

Auf die Straße kommt die Kraft ausschließlich über die Vorderachse, und zwar serienmäßig mit 20-Zoll-Rädern. Das sieht schick aus und geht dank des großen Reifenquerschnitts nicht mal zu Lasten des Komforts: Ordentlich federt der Franzose Schnitzer im Asphalt weg und kommt nur bei ganz fiesen Querfugen mal ins Stottern. Einstellen lässt sich am Fahrwerk nichts, dafür können über das Multi-Sense-System die leichtgängige, direkte Lenkung, die Gasannahme und wenn vorhanden die Schaltstrategie der Automatik beeinflusst werden. Allerdings ist der Verstellbereich eher klein. An die fünf Fahrmodi gekoppelt sind außerdem Einstellungen zum Motorsound, zur Klimaanlage oder auch zur Massagefunktion, die zum Beispiel im Komfortmodus automatisch die Arbeit aufnimmt.

Ab 19.990 Euro ist der fünfsitzige Scénic dann zu haben
Ab 19.990 Euro ist der fünfsitzige Scénic dann zu haben

Preislich beginnt der Scénic bei 19.990 Euro, allerdings ist dafür nur der kleine Benziner in der Basisausstattung zu haben; ab der zweiten Stufe stehen dann auch die beiden schwächeren Diesel (ab 24.590 Euro) und der Grand Scénic (Aufschlag 1.300 Euro) zur Wahl. Zusätzlich zur Basis mit Klimaanlage, DAB-Radio, Notbremsassistent, Tempomat und Verkehrszeichenerkennung kommen dann unter anderem das schlüssellose Zugangssystem sowie Licht- und Regensensor hinzu. Erst in der dritten Stufe (plus 2.100 Euro) sind die verschiebbare Mittelarmlehne, Einparkhilfe, Spurhalteassistent, die verschiedenen Fahrmodi und das große Infotainmentsystem an Bord. Den Top-Diesel gibt es nur in der höchsten Linie die einen noch größeren Touchscreen, das Navigationsgerät, die Massagesitze und ein Bose-Soundsystem mitbringt. Kostenpunkt für den Grand Scénic dCi 160 mit (fast) Allem: 34.490 Euro.

Die beiden 800 Euro teuren Extra-Plätze in der dritten Reihe im Grand Scenic sind ohnehin nur was für Kinder
Die beiden 800 Euro teuren Extra-Plätze in der dritten Reihe im Grand Scenic sind ohnehin nur was für Kinder

Peugeot 5008 – Fit fürs Familienabenteuer

Eigentlich sind sie verdammt praktisch, vielleicht die praktischsten Autos überhaupt: Vans. Viel Platz, auf Wunsch zahlreiche Sitzplätze und mit vielen großen Fenstern und der praktischen Kastenform trotz ihrer Größe noch recht übersichtlich. Dennoch geht es ihnen an den Kragen. Immer öfter verschmäht die Kundschaft im Autohaus die grundsoliden Pampersbomber und wendet sich lieber den rausgeputzten SUV zu. Darauf reagiert auch Peugeot mit der Neuauflage des 5008, die im kommenden Frühjahr zu den Händlern rollt: Der Name ist der Alte, doch der biedere Van hat sich zu einem schmucken Hochbeiner gemausert.

Auf 4,64 Meter (elf Zentimeter mehr als der Vorgänger) erstreckt sich der Hausfrauenpanzer, dessen Front ziemlich bullig wirkt: Der Kühlergrill steht senkrecht, die Scheinwerfer sind modern gezeichnet und die zahlreichen Chromapplikationen funkeln hell, als wir den neuen 5008 das erste Mal im Pariser Sonnenlicht live sehen. Ein stimmiger Wurf, zumindest von vorne. Am Heck aber werden sich die Geister scheiden: Scheinbar konnten sich die Designer nicht ganz von der Kastenform trennen und haben an die optisch schräg stehende D-Säule noch einen Rucksack angeflanscht. Nicht ganz so extrovertiert wie SsangYong einst beim Rodius, aber in der Seitenansicht doch recht auffällig. Und schaut man sich den Hintern genauer an, bleibt man auch unweigerlich an der ziemlich wuchtigen Heckschürze hängen, die nicht so ganz zum sonst stimmigen Auftritt passen will.

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover
Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover

Aber wer weiß, vielleicht fallen diese Details ja im Großstadtgewusel gar nicht mehr auf. Dort ist der 5008 nämlich zuhause, und wird in der Regel zwischen Supermarkt, Kindergarten und Fußballplatz pendeln. Dass er aber auch anders kann, wollte uns Peugeot bei unserer zweiten Begegnung im französischen Niemandsland, eine gute Stunde westlich von Basel, beweisen. Auf einem einsamen Wald-und-Wiesen-Stück erproben die Ingenieure hier die Geländegängigkeit. Richtig gehört: Auch wenn er nur selten Matsch unter den Rädern haben wird, der 5008 wird mit der optionalen Advanced Grip Control zum richtigen SUV – inklusive verschiedener Offroad-Fahrprogramme. Die arbeiten so talentiert und koordinieren Kraftverteilung und ESP-Eingriffe an der Vorderachse derart geschickt, dass der nicht verfügbare Allradantrieb kaum auffällt. Klar, hin und wieder schlupfen die Pneus ein wenig, doch meistert der 5008 dank seiner Regeltechnik auch steile Querfeldein-Passagen auf rutschigem Untergrund mit Bravour.

Bergauf ist kein Problem, und wieder runter? Auch nicht: Peugeot hat den Bergabfahrassistenten überarbeitet und ihn zur Hill Assist Descent Control gemacht. Während die meisten Systeme den Wagen nicht langsamer als mit Standgas den Hang hinab bringen, da sonst der Motor abgewürgt werden würde, kann man beim 5008 zukünftig durch Treten der Kupplung und/oder Einlegen des Leerlaufs mit nur drei km/h den Berg hinunter kriechen. Die Regeltechnik übernimmt das Bremsen, der Fahrer kann sich voll und ganz aufs Lenken konzentrieren. Der Clou: Gibt man im Neutral-Modus etwas Gas, beschleunigt der 5008 sogar, indem er die Bremskraft reduziert. Erhältlich ist das neue System auch für die Modelle mit Automatik, bauartbedingt ist es hier aber freilich weniger reizvoll, weil man damit sowieso problemlos ganz langsam rollen kann.

Der Peugeot 5008 darf sich trotz fehlenden Allradantriebs zurecht SUV nennen, aber auch um die klassische Van-Tugend Platz steht es mit 2,84 Meter Radstand ordentlich: In der ersten Reihe ist der Freiraum großzügig bemessen und dank des sogenannten i-Cockpits wirkt der Franzose luftig: Der Fahrer hält nur ein kleines, oben und unten abgeflachtes Lenkrad in den Händen, dahinter thront ein großes, digitales Kombiinstrument; in der Mittelkonsole gibt’s dazu ein zeitgemäßes Infotainmentsystem. In der zweiten Reihe können drei nicht allzu lange Passagiere kommod auf Einzelsesseln Platz nehmen; wer häufiger Sitzriesen mitnimmt, sollte aber auf das Panoramadach verzichten, das die Kopffreiheit spürbar reduziert. Dahinter gibt es auf Wunsch zwei weitere, im Ladeboden versenkbare und auch herausnehmbare Sitze. Werden die Plätze in der dritten Reihe nicht benötigt, gehen bei voller fünfsitziger Bestuhlung 1.060 Liter Gepäck in den dank der niedrigen Ladekante gut zu bepackenden Kofferraum. Dass die Heckklappe auf Wunsch per Fußschwenk aufgeht, gehört heutzutage fast schon zu den Standards in der Ausstattungsliste, ebenso wie Spurhalteassistent, Tempolimit-Erkennung, Abstandstempomat oder Parkassistent, die für den 5008 auch zu haben sind.

Bleibt noch die Frage nach den Antrieben: Zum Marktstart im März 2017 plant Peugeot nur bekannte Benziner und Diesel für den 5008 ein. Die Turbo-Ottos leisten etwa 130 (1,2-Liter-Dreizylinder) und 165 PS (1,6-Liter-Vierzylinder), die drei Vierzylinder-Diesel mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum entwickeln rund 120 bis 180 PS. Je nach Triebwerk gibt es ein Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine sechsstufige Automatik. Wann die Franzosen eine Hybrid-Version nachreichen, ist noch offen, ebenso wie der Preis. Der dürfte sich aber mindestens auf dem Niveau des Vorgängers bewegen, der aktuell mindestens 26.700 Euro kostet.

Peugeot 5008 – Lieber Crossover als Van

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover. Wenn die Neuauflage im Frühjahr 2017 zum Händler rollt, hat sich das einst leicht biedere Familienmobil zu einem schmucken Hochbeiner gemausert.

Die Monocabform des Vorgängers ist passé, stattdessen gibt es einen bulligen Kühlergrill vor einer klar abgesetzten Motorhaube. Lediglich das kantige Heck erinnert noch an den Vorgänger. Mit 4,64 Metern ist die zweite Generation des Franzosen um elf Zentimeter gewachsen, der Radstand misst üppige 2,84 Meter. In der ersten Reihe ist der Freiraum großzügig bemessen und dank des sogenannten i-Cockpits wirkt der Franzose luftig: Der Fahrer hält nur ein kleines, oben und unten abgeflachtes Lenkrad in den Händen, dahinter thront ein großes, digitales Kombiinstrument; in der Mittelkonsole gibt’s dazu ein zeitgemäßes Infotainment-System. In der zweiten Reihe können drei nicht allzu lange Passagiere kommod auf Einzelsesseln Platz nehmen. Dahinter gibt es auf Wunsch zwei weitere, im Ladeboden versenkbare und auch herausnehmbare Sitze.

Werden die Plätze in der dritten Reihe nicht benötigt, gehen 1.060 Liter Gepäck in den dank der niedrigen Ladekante gut zu bepackenden Kofferraum. Dass die Heckklappe auf Wunsch per Fußschwenk aufgeht, gehört heutzutage fast schon zu den Standards in der Ausstattungsliste, ebenso wie Spurhalteassistent, Tempolimit-Erkennung, Abstandstempomat oder Parkassistent, die für den 5008 auch zu haben sind.

Zum Marktstart im März 2017 plant Peugeot nur bekannte Benziner und Diesel für den 5008 ein. Die Turbo-Ottos leisten etwa 130 (1,2-Liter-Dreizylinder) und 165 PS (1,6-Liter-Vierzylinder), die drei Vierzylinder-Diesel mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum entwickeln rund 120 bis 180 PS. Je nach Triebwerk gibt es ein Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine sechsstufige Automatik. Wann die Franzosen eine Hybrid-Version nachreichen, ist noch offen, ebenso wie der Preis. Der dürfte sich aber mindestens auf dem Niveau des Vorgängers bewegen, der aktuell mindestens 26.700 Euro kostet.

Nissan Qashqai Black Edition – Edel-Crossover

Auf dem letzten Automobilsalon in Genf zeigten die Japaner bereits ein Konzept für den Nissan Qashqai, das ihren Premium-Anspruch in den Vordergrund rückte. Nun wird der Nissan Qashqai Black Edition präsentiert und will mit seinen schwarzen Akzenten für Noblesse sorgen. Europaweit ist der Crossover auf 3.360 Einheiten limitiert und ab 34.800 Euro erhältlich. Was hier inbegriffen ist, verraten die nachfolgenden Zeilen. Read more

Erste Fahrt: Infiniti QX30 – Japanischer Crossover mit Sternennote

Mit Infiniti gründete der japanische Automobilhersteller Nissan 1989 seine Luxusmarke, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Damals ursprünglich für Absätze auf dem nordamerikanischen Kontinent geplant, startete Infiniti 2008 mit einer überschaubaren Stückzahl letztendlich in Europa. Anfänglich wirkten die Versuche, Fahrzeuge zu vermarkten, eher abwartend. „Erstmal nur präsent sein“. Mit der Q-Serie allerdings, unterstützt durch den Partner Mercedes-Benz, möchte man das Blatt drehen. Mit den Modellen Q50, Q60 und Q70 schickt Infiniti zunächst die eigene Oberklasse auf den Markt. Der Q30 soll das Portfolio nach „unten“ in die Kompaktklasse abrunden. Seit Januar 2016 geht der auf der Mercedes Benz A-Klasse basierende Japaner auf Europatour und mit dem Q30 Sport sowie dem Crossover QX30 ist das Paket nun komplett. Die Ambitionen der japanischen Luxusingenieure sind selbstbewußt und mutig, wollen sie doch mit nur einer Motorisierung und einem Getriebe aufwarten. Das Gesamtpaket bietet Infiniti ab sofort seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist der Klein-SUV zu einem Basispreis von € 38.600.

Der neue Infiniti QX30 im ersten Fahrbericht

Q30 Familie, ready for Europa

Nissan definiert mit seiner Luxusmarke Infiniti eine neue Premium Kundschaft, die es zu binden gilt. So die Aufgabenstellung an den europäischen Vertrieb. Bislang werden diese erst in 7 fertiggestellten Infiniti-Zentren Deutschland weit bedient. Aus diesem Grund möchte der in der Schweiz ansässige Mutterkonzern bis April 2018 drastische Änderungen durchführen. Es sollen bis dorthin insgesamt 25 Zentren im Bundesgebiet installiert sein. Auffallen soll der QX30 mit einem dynamisch progressiven Design. Unübersehbar wirkt dabei der Doppelbogengrill, der den Crossover mit seiner Frontansicht massiv und breit auf der Straße stehen lässt. Die markant geschwungene Sicke, die den Frontbau und das Heck verbindet, verpassen dem QX30 zudem eine gefühlte Coupéansicht. Dennoch liegen gegenüber dem Q30 30 mm und dem Q30 Sport sogar 45 mm Bodenfreiheit Differenz. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild sportlich und kraftvoll. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Infiniti ins Umland von Bonn ein. Dort hat mein-auto-blog Redakteur Stefan Beckmann den neuen QX30 zum ersten Mal auf Herz und Nieren getestet.

Lifestyle Crossover
Lifestyle Crossover – Infiniti QX30.

Elegantes Interieur

Der Innenraum des QX30 Premium Tech ist mit hochwertigem Nappaleder bestückt und mit schwarzen Nähten filigran verarbeitet. Die komplexen Informationen des Fahrzeugs, wie die der Fahrerassistenzsysteme bzw. des Bordcomputers, zeigt das Cockpit übersichtlich und unkompliziert an. Eye-Catcher ist das serienmäßige Navigationssystem, das im Optionspaket „Technik“ eine Rückfahrkamera mit „Around-View“-Ansicht abbildet. Die komfortablen Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer gut auf und geben beim sportlichen Fahren den nötigen Halt. Für ausreichend Beinfreiheit ist sowohl auf den Vordersitzen als auch im Fond gesorgt. Die gute Rundumsicht beim Fahren gewährleistet die erhöhte Sitzposition des Crossovers.  Bei voller Bestuhlung fasst das Kofferraumvolumen stattliche 430 Liter. Für den Einkauf im Möbel- oder Baumarkt sind die 1.223 Liter bei umgeklappten Rücksitzen völlig ausreichend.

Mit einem Motor an den Start

Beobachtungen und Analysen des Marktes ergaben für die Verantwortlichen von Infiniti nur eine Schlussfolgerung. Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus dem schweizerischen Rolle bislang nur eine Motorisierung für den QX30 zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet ein 2.2 Liter Vierzylinder Turbodiesel. Die Leistung beträgt 125 kW (170 PS), das maximale Drehmoment 350 Newtonmeter bei 1.400 – 3.400 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 128 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den japanischen Crossover in 8,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und einem adaptiven Allradantrieb, der im Bedarfsfall die Kraft zu 50 % zwischen Vorderachse und Hinterachse verteilt.

Effizienz mit viel Drehmoment

Das Doppelkupplungsgetriebe macht sich bei unserer ersten Fahrt positiv bemerkbar. Direkt ansprechend, sportlich und agil führt es uns quer durch die Gegend um Bonn. Die ausgesuchten Strecken auf der kurzen Fahrpräsentation von Infiniti meistert der QX30 mit einer souveränen Leichtigkeit in Verbindung mit der elektronisch gesteuerten Servolenkung. Trotz des erhöhten Schwerpunkts lässt sich der Crossover zügig über die Landstraßen bewegen und vermittelt eine ebenso erhöhte Fahrfreude. Der Drehmoment starke, zuweilen ein wenig knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und besitzt mit seinen 350 Newtonmetern immer ausreichend Kraft. Da wir gleichermaßen im Stadtverkehr von Bonn unterwegs waren, lässt sich der nach NEFZ ermittelte Verbrauchswert von 4,9 Liter an diesem Tag leider nicht bestätigen.

Auch der schöne Rücken kann entzücken
Auch der schöne Rücken kann entzücken.

Preise, kurz und knackig

Den Einstieg findet der „Mini-SUV“ aus dem Hause Infiniti in der Basisversion, dem QX30  „Premium“, bei einem Listenpreis von € 38.600. Im Serienpaket enthalten, liefern die Japaner das Intelligente Allrad System (AWD – All Wheel Drive), ein Stopp-Start-System, Eco Modus-Schalter, Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Spurverlassenswarner (LDW – Lane Departure Warning), Auffahrwarnsystem mit Stopp-Funktion, Berganfahrhilfe, Sieben-Zoll-Navigationssystem und 18-Zoll-Leichtmetallbereifung. Der Aufpreis zur einzigen Ausstattungsoption „Premium Tech“ von 4.570 Euro beinhaltet unter anderem die Nappalederausstattung, eine Rückfahrkamera, Keyless-Entry-System, LED-Scheinwerfer mit automatischer Niveauregulierung, adaptives Kurvenlicht (AFS – Adaptive Front-lighting System) und das Smart Beam-System, was das automatische Umschalten von Fern- und Abblendlicht steuert. Weitere Optionspakete, wie das „Technikpaket“ (€ 1.170 – Automatischer Parkassistent mit Rundumsicht-Monitor und Bewegtobjekterkennung) und das „Sicherheitspaket“ (€ 2.050 – Toter-Winkel-Assistent und adaptive Geschwindigkeitsregelanlage) runden den QX30 ab.

Eleganter Crossover mit Lifestyle Charakter
Eleganter Crossover mit Lifestyle Charakter.

Infiniti bietet mit dem Crossover Individualisierung pur, nun auch in der Kompaktklasse. Dabei steht nicht nur das Fahrzeug selbst für das Prädikat „Premium“.

Text und Bild: Stefan Beckmann

Titelbild: Matthias Luft und Anja Hager – Vielen Dank

Renault Capture Crossboarder – Sondermodell des Bestsellers

Die Zeiten sind angebrochen, da ist Umdenken gefordert. Die Diesel-Debatte wird immer ernster, Hybride dafür ernstzunehmender, Fahrzeugklasse verschwimmen – Aufbruchsstimmung im Autobau. Das hat sich auch Renault gedacht und brachte den Renault Capture auf den Markt. Er ist zwar ein SUV, Allradantrieb fehlt ihm aber gänzlich und zeigt damit klar, wohin die Reise geht. Sports Utility Vehicle: Darin ist vom Namen her kein Allradantrieb oder Geländeeinsatz inbegriffen, sondern eher eine moderne Art mit dem Alltag und den Kundenwünschen umzugehen. Das funktioniert gut für den französischen Crossover – so gut, dass die „Createur d´automobile“ nun ein edles Sondermodell des Renault Capture auflegen. Read more

Fahrbericht: Honda HR-V

Chic, modern und mit einer bequemen Ausstattung geht der HR-V an den Start. Der bereits im Dezember 2013 in Japan unter dem Namen VEZEL eingeführte Crossover teilt sich eine Fahrzeug -Plattform mit dem Honda Jazz. Der Neue aus Japan soll der zuletzt weniger präsenten Marke wieder zu mehr Öffentlichkeit verhelfen. Was er mit seinem chicen Äußeren auch verspricht, denn gerade mit seiner Frontpartie passt er sehr gut zum Markenbild. Das führt ihn optisch in Reihe mit dem Jazz, Civic und CR-V. Allerdings nicht nur als chices Auto, sondern auch als Crossover mit hohem Nutzwert. Die Autobauer aus Nippon lassen die Preisliste bei 19.990 Euro beginnen.

Honda HR-V Executive 1.5 i-VTEC

A little bit of Magic
Honda HR-V - neuester Honda im Crossover Segment
Honda HR-V – neuester Honda im Crossover Segment

Seit 2015 in Europa am Start

Der HR-V kommt rein von seinen Abmessungen als Crossover daher. Sein sehr schickes und zeitgemäßes Äußeres zeigt das als ausschließlich fünftüriges Modell erhältliche Fahrzeug im sportlichen Look der Honda-Familie. Die Front des Japaners prägen breite zu den Seiten hochgezogene Schürzen. Prominent wird das „H-Mark“ vom Kühlergrill eingefasst und die seitliche Rundungen der Frontscheinwerfer setzten sich in einer virtuellen Linie über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig vor den Heckleuchten kurz nach oben ziehen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt.

Weiterer Motor für die Earth Dreams Technology Linie
Weiterer Motor für die Earth Dreams Technology Linie

Dynamik

Der Crossover bietet mit dem von Honda bekannten Fahrwerk (eine McPherson-Aufhängung vorne und eine Verbundlenkerachse hinten) und der sehr direkten Lenkung ein generell souveränes Fahrgefühl. Eine verbesserte Aerodynamik erzielt der HR-V unter anderem durch die fest mit dem Dach verbundene Dachreling. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,78 Meter Breite und 1,60 Meter Höhe schmaler und niedriger im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Seine optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (5,7 Liter im Normtest) und Abgasemission (134 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht immer, was aber den Laborbedingungen der NEFZ-Norm geschuldet ist.

Der Nippon-Crossover ist sowohl als Städter als auch als Urban SUV unterwegs. In der Stadt sind enge Gassen, aber auch schnelle Spurwechsel gleichermaßen kein Problem für den HR-V. Seine Lenkung ist ausgesprochen spurstabil ausgelegt, so dass in der Stadt gerade mit dem kleinen Wendekreis ein sehr entspanntes Fahren und Einparken möglich ist. In ländlichen Gegenden meistert er sogar nicht befestigte Wege. Eine gehörige Portion Fahrspaß macht dabei der von uns getestete 130-PS-Benziner. Gerade mit seinem nominell maximalen Drehmoment von 155 Newtonmetern bei 4.600 Umdrehungen kann das Aggregat jederzeit noch einmal intensiv nachlegen. Kombiniert mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich der japanische Crossover zwar effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr steuern, dennoch ist jeder Gangwechsel ein wenig hakelig. Einzig Autobahnstrecken lassen den 1,5 Liter Benziner angestrengt wirken, was sich auch beim Verbrauch widerspiegelt.

Komfort und Platzangebot

Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,29 Metern bis zu fünf Personen bequem Platz. Der HR-V besticht mit einer guten Material- und Verarbeitungsqualität. Das klar strukturierte Cockpit mit dem Navigationssystem Honda Connect als Blickfang und Schaltzentrale, sowie dem Panorama Glasdach sorgen für ein großzügiges Raumgefühl. Das bereits im Jazz angewandte Sitzsystem Magic Seats® gibt dem Fahrzeug nicht nur eine große Ladeflexibilität. Es verschafft gerade den Passagieren im Fond große Beinfreiheit. Mit dem Verlegen des Tanks unter die Vordersitze lassen sich die hinteren Sitze zur Kinobestuhlung hochklappen oder sie bilden eine gerade Ladefläche. Durch diesen Klappmechanismus wächst das Laderaumvolumen von 393 Liter auf mehr als großzügige 1456 Liter.

Großes Panorama Dach ermöglicht ein großes Raumgefühl
Großes Panorama Dach ermöglicht ein großes Raumgefühl

Ausstattung

Der HR-V besitzt bereits ab Werk eine reichhaltige Ausstattung. Die Basisversion „Comfort“ verfügt über einen ECON Modus, Kollisionswarnsystem, Sitzheizung vorn für Fahrer und Beifahrer, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Bordcomputer und eine sehr nützliche Coming-/Leaving-Home Begleitlichtfunktion. In der mittleren Ausstattungsvariante „Elegance“ sind eine Klimatisierungsautomatik mit Zwei-Zonen-Reglung und dem Infotainment System Honda Connect mit Bluetooth®-Schnittstelle und USB-Anschluss an Bord. Hinzu kommen Nebelscheinwerfer, Lenkrad und Schalthebelknauf in Leder sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Im Bereich der Fahrerassistenzsysteme war Honda schon immer ein Hersteller, der auf Innovation und Funktionalität gesetzt hat. Demnach sind in unserem Testwagen, der Executive Variante, eine adaptive elektrische Servolenkung, Berganfahrhilfe (Hill Start Assist), City-Notbremsassistent, Fahrlichtassistent, Spurhalteassistent und ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer gekoppelt mit dem Verkehrszeichenerkennungssystem serienmäßig enthalten.

Preisliste

Der HR-V, den es ausschließlich als Fronttriebler gibt, ist ab einem Preis von 19.990 Euro zu haben. Dafür bietet Honda den dritten Motor der Eath-Dreams-Technology Aggregate, einen 1.5-Liter i-VTEC® mit 96 kW (130 PS). Diese Motorisierung kann sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem CVT-Automatikgetriebe kombiniert werden. Der Aufpreis für das CVT-Getriebe beträgt 1.300 Euro. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.6 i-DTEC® mit der Leistungsstufe 88 kW (120 PS) nur in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf. Der Basispreis beträgt hier 22.490 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den drei Ausstattungslinien Comfort, Elegance und Executive sind moderat gehalten.

Crossover mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis
Crossover mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis
Fazit:

Mit dem HR-V arbeitet sich Honda sehr gut in das Segment der Crossover ein. Zudem ist die Kombination zwischen Raum- und Nutzangebot sowie einem zeitgemäßen Lifestyle Look sehr gut gelungen.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Honda

HR-V Executive 1.5 iVTEC

Motor R4, Super, Direkteinspritzer
Hubraum 1.498 ccm³
Leistung 130 PS @ 6.600 U/min
Kraft 155  Nm @ 4.600 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.294, 1.772, 1.605   mm
Radstand 2.610 mm
Leergewicht 1.312 kg
Wendekreis 11,40 m
Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,7 sec
Normverbrauch 5.7 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.6 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 5.5 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.9 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

[/toggle]

Kia Soul White & Red Edition: Form und Funktion

Der Kia Soul ist so etwas wie das Kultauto im Portfolio der koreanischen Marke. Der Crossover will in keine Schublade passen und fällt mit seinem kantigen Design stark auf – besonders als Sondermodell White & Red Edition. Der limitierte Fünfsitzer will mit seiner Zweifarblackierung, exklusiven Design-Elementen und einem hohen Komfort überzeugen. Read more

Peugeot 2008 – Neues Gesicht, alter Preis

Zum unveränderten Basispreis von 15.500 Euro bietet Peugeot nun die überarbeitete Variante des 2008 an. Neben einer dezent modernisierten Front und LED-Rückleuchten erhält das Mini-SUV neue Assistenzsysteme, unter anderem einen Notbremshelfer für den Stadtverkehr. Darüber hinaus bietet das Infotainment-System nun eine Mirror-Funktion für eine komfortablere Anbietung des Smartphones.

Die Motorenpalette bleibt unverändert. Die drei weiterhin angebotenen 1,2-Liter-Turbobenziner decken ein Leistungsband von 60 kW/82 PS bis 96 kW/130 PS ab, die zwei 1,6-Liter-Diesel kommen auf 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS. Der Anfang des Jahres auf dem Genfer Salon präsentierte kleine Diesel mit 55 kW/75 PS kommt in Deutschland nicht auf den Markt.

Citroen C4 Cactus Rip Curl – Schick gemacht für den Strand

Gemeinsam mit dem Surfausstatter Rip Curl hat Citroen nun ein Sondermodell des C4 Cactus aufgelegt. Zu erkennen ist der kompakte Crossover unter anderem an weißen Außenspiegeln und einer Dachreling in gleicher Farbe. Dazu kommen orangene Sicherheitsgurte im Innenraum. Technische Besonderheit des frontgetriebenen Franzosen ist eine elektronische Traktionskontrolle, die spezielle Programme für Sand, Schnee und Gelände bietet. Für den Antrieb stehen der Top-Benziner mit 81 kW/110 PS sowie ein 73 kW/99 PS starker Diesel zur Wahl. Die Preise des C4 Cactus Rip Curl starten bei 22.890 Euro, rund 4.400 Euro oberhalb des günstigsten Standardmodell mit vergleichbarer Motorisierung.

News: Mazda CX-4 – Debüt für das SUV-Coupé

Mazda stellt seinen neuen Crossover CX-4 auf der Automesse in Peking (25. April bis 4. Mai) vor. Das coupéhaft geschnittene SUV dürfte spätestens 2017 auch nach Europa kommen. Noch zeigt der japanische Hersteller nur Ausschnitt-Fotos, das Design des Komplettfahrzeugs dürfte sich aber eng an der Studie Koeru orientieren, die im vergangenen Jahr auf der IAA gezeigt wurde. Beim Antriebsprogramm wird wohl das konventioneller gestaltete Schwestermodell CX-5 Pate stehen – dort gibt es Diesel und Benziner mit bis zu 141 kW/192 PS sowie optionale Allradtechnik.

Mazda liegt mit dem CX-4 im Trend. BMW bietet bereits seit einiger Zeit erfolgreich Coupé-Varianten seiner SUV an, zuletzt das Mittelklassemodell X4. Wettbewerber Daimler dürfte auf der diesjährigen Messe in Peking zudem sein ähnlich konzipiertes GLC Coupé vorstellen.

News: Renault Scénic – Gut gekreuzt

In der vierten Generation entwickelt sich der Kompaktvan Renault Scénic zum modischen Crossover: Statt nüchternem Familienlaster-Design übernimmt das auf dem Automobilsalon in Genf (bis 13. März) präsentierte neue Modell SUV-Elemente wie schon der große Van Espace. Neben modernen Motoren, zu denen der erste Diesel-Hybrid der Renault-Geschichte zählt, halten auch neue technische Highlights Einzug: So zum Beispiel der Notbrems-Assistent mit Fußgänger-Erkennung oder das Zusammenklappen der Rücksitze per Fingertip.

In der vierten Generation entwickelt sich der Kompaktvan Renault Scénic zum modischen Crossover
In der vierten Generation entwickelt sich der Kompaktvan Renault Scénic zum modischen Crossover

Die um einige Zentimeter verbreiterte Spur und die serienmäßigen, weit nach außen in die Fahrzeugecken gerückten 20-Zoll-Räder lassen den Scénic nun satter auf der Straße stehen. In verschiedenen Dimensionen ist der Kompaktvan gewachsen, unter anderem um vier Zentimeter in der Länge und drei im Radstand, dazu kommt etwas mehr Bodenfreiheit. Optional ist eine Zweifarb-Lackierung erhältlich, bei der das Dach in schwarz oder grau abgesetzt werden kann.

Innen ist der Scénic nun mit hochformatigem 8,7-Zoll-Touchscreen und Handschuhfach-Schublade, die gekühlt werden kann, ähnlich eingerichtet wie der größere Espace. Der Fahrer hat das Kombiinstrument direkt im Blickfeld, optional ist ein farbiges Head-up-Display erhältlich. Vom Fahrerplatz aus kann man dank des so genannten „One-Touch-Folding“ die Rücksitze einzeln oder zugleich über das Multimediasystem R-Link 2 per Fingertip im Boden versenken.

Innen ist der Scénic nun mit hochformatigem 8,7-Zoll-Touchscreen ...
Innen ist der Scénic nun mit hochformatigem 8,7-Zoll-Touchscreen …

Der Beifahrersitz ist in umgeklappter Position als Arbeitstisch nutzbar, die Rückbank lässt sich serienmäßig auf Schienen verschieben. In der zweiten Reihe sorgen Klapptische mit Halterungen für Tablet-Computer sowie zwei USB-Anschlüsse für zeitgemäßen Komfort. Das Kofferraumvolumen wächst auf 527 Liter. Zudem fassen die Ablagen im Passagierabteil, unter anderem im Fahrzeugboden, insgesamt 63 Liter.

Das Motorenangebot umfasst zwei Turbobenziner mit 84 kW/115 PS und 96 kW/130 PS sowie drei Dieselaggregate mit 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS Leistung. Je nach Motorisierung wird die Kraft von Sechsgang-Schaltgetriebe, Sechs- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen. Ende 2016 kommt der Scénic dann mit Diesel-Hybrid-Antrieb auf den Markt. Dabei wird der 110-PS-Selbstzünder von einem Elektromotor insbesondere beim Beschleunigen und aus niedrigen Drehzahlen unterstütz. Gespeist wird er von einer 48-Volt-Batterie, die beim Bremsen und im Schubbetrieb per Rekuperation aufgeladen wird.

...und Handschuhfach-Schublade, die gekühlt werden kann, ähnlich eingerichtet wie der größere Espace
…und Handschuhfach-Schublade, die gekühlt werden kann, ähnlich eingerichtet wie der größere Espace

Als erster Renault hält beim Scénic der Notbremsassistent mit Fußgängererkennung Einzug. Das radar- und kamerabasierte System erkennt Fußgänger im Stand und in Bewegung und bremst den Kompaktvan bei Gefahr einer bevorstehenden Kollision bis zu Stillstand ab. Darüber hinaus sind beispielsweise auch Spurhalte-Assistent, adaptiver Tempomat oder Tot-Winkel-Warner erhältlich.

Preise kommunizierte Renault noch nicht, beim alten Modell lag der Basispreis unter 20.000 Euro. Fast zwei Jahrzehnte lang dominierte der 1996 erstmals aufgelegte Renault Scenic den Kompakt-Van-Markt in Europa. Insgesamt leidet das Kompakt-Van-Segment jedoch unter der wachsenden Konkurrenz der kompakten SUV; 2015 wurden europaweit nur noch knapp 600.000 Fahrzeuge verkauft, 12,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Audi Q2: Wie sieht denn der aus?

Audi präsentiert den kleinen Q2 – und damit das wohl meistverkaufte Modell der Marke in naher Zukunft.

Der Q2 hat zwei Schokoladenseiten: Links und Rechts. Die Blechknicke sind etwas neues, das "Blade" zitiert den R8.
Der Q2 hat zwei Schokoladenseiten: Links und Rechts. Die Blechknicke sind etwas neues, das „Blade“ zitiert den R8.

4,19 Meter ist das Auto lang, dass mittelfristig Audis größter werden könnte. Der größte Stückzahlenbringer im Privatkundensegment. Das neue Ingolstädter SUV-Modell setzt nämlich zur Punktlandung im Herzen der Käufer an.

Der typische private Neuwagenkäufer ist ja gerne aus den wilden Jahren heraus, hat sein Häuschen abbezahlt und freut sich über Brettspielnachmittage mit den Enkeln. Damit man nicht mehr ganz so tief in das Auto fallen muss (und vor allem auch wieder herauskommt). Also stehen bisher VW Tiguan oder BMW X1 auf dem Einkaufszettel. Die aber für den Zweipersonenhaushalt auf Dauer auch zu groß sind.

Und hier ist der Audi Q2 als erster Premium-Vertreter am Start. Nochmals kürzer als ein Opel Mokka und weit vor geplanten City-SUVs von BMW und Mercedes wird der Audi für volle Auftragsbücher sorgen.

Das Design des Q2 ist – wer hätte erwartet, dass man das nochmal über einen Audi sagen kann – überraschend. Anders, ungewohnt frech. Denn er bricht mit eisernen Regeln im Audi-Design. Dabei kommt ihm das Timing zugute. Der Q2 ist in einer Zeit entstanden, als bei Audi gerade der Chefdesigner ausgewechselt wurde. Der dreidimensionale Kühlergrill, der als künftiges Markenzeichen aller Q-Modelle gelten soll, fehlt am kleinsten Crossover. Der wäre beim urbanen Stop-And-Go auch zu aufdringlich im Rückspiegel des Vordermannes. Der wird von einem Scheinwerferpaar angeglotzt, das sympathischer wirkt als das aggressive Zackengesicht eines A4.

Im Profil bleibt das Auge am Blechknick unter der Fensterkante hängen. Das wird das meistangefasste Karosserieelement in den Audi-Showrooms werden. Gleichzeitig stilisiert es das hintere Seitenteil in die gewünschte Richtung: Schön breit raus, ein Zitat an den Ur-quattro. Ja, so weit sind wir gekommen: Ein Kleinwagen-SUV bedient sich an Audis 80er Jahre-Rallyehistorie.

Im Marketing heißt das "Lifestyle Shot": Der Q2 posiert mit der Zielgruppe. In der Realität gerne auch vor dem Reiheneckhaus.
Im Marketing heißt das „Lifestyle Shot“: Der Q2 posiert mit der Zielgruppe. In der Realität gerne auch vor dem Reiheneckhaus.

Auch das Heck bricht mit den Markenregeln, die streng geometrischen Rückleuchten wirken irgendwie unfertig. Interessant ist aber ein Detail weiter oben. Die D-Säule trägt ein farblich abgesetztes Kunststoffpaneel – und wieder wird ein Audi zitiert, diesmal der jüngst ausgelaufene R8 der ersten Generation.

So viel Neues außen, dagegen fällt das Interieur in gewohnte Strickmuster. Es ist halt ein Audi, wer in A1 oder im A3 saß, wird sich auch im Q2 zurechtfinden.

Mit den animierten Instrumenten und Head-Up Display darf sich der kleine Audi bei den größeren Baureihen bedienen, dazu gibt es optional natürlich auch sämtliche Assistenzsysteme aus dem Konzernbaukasten. Aus dem kommen auch die Motoren, weswegen wir hierüber weniger Worte verlieren können als über das Karosseriekleid.

Im Cockpit folgt der Q2 strenger dem Markendesign. Also keine großen Überraschungen.
Im Cockpit folgt der Q2 strenger dem Markendesign. Also keine großen Überraschungen.

Unser Beispielkunde wird sicherlich mit dem 1.0 TFSI Dreizylinder mit 115 Pferdchen glücklich. Die weiteren Benziner leisten 150 PS (1.4 TFSI) und 190 PS (2.0 TFSI). Die Dieselmotoren sind natürlich die gleichen wie bei allen MQB-Konzernbrüdern: 1.6 TDI mit 115 PS und der 2.0 TDI mit 150 PS oder 190 PS Leistung.

Die jeweils schwächsten Motoren, also den 1.0 TFSI und den 1.6 TDI, gibt es nur mit Frontantrieb, die anderen entweder gegen Aufpreis (150 PS) oder serienmäßig (190 PS) mit Allradantrieb und DSG.

Ab Sommer 2016 wird der Q2 erhältlich sein. Und wird für viele Kunden die interessantere Alternative zum angestaubten Q3 sein. Auch der A3 wird es schwer haben gegen seinen unkonventionellen Bruder, der zudem günstiger sein soll. Preise nennt Audi kurz vor der Markteinführung.

News: Neuer Renault Scénic – Ein bisschen mehr Crossover

Die vierte Generation des Renault Scénic feiert auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) Premiere. Der Kompakt-Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebenen Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte. Neben der fünfsitzigen Standardvariante dürfte es auch wieder einen Grand Scénic mit sieben Sitzen geben.

Der Marktstart steht für die zweite Jahreshälfte an
Der Marktstart steht für die zweite Jahreshälfte an.

Fast zwei Jahrzehnte lang dominierte der 1996 erstmals aufgelegte Renault Scenic den Kompakt-Van-Markt in Europa. Erst 2014 konnte der Citroen C4 Picasso die Vormachtstellung brechen. Insgesamt leidet das Kompakt-Van-Segment jedoch unter der wachsenden Konkurrenz der kompakten SUV; 2015 wurden europaweit nur noch knapp 600.000 Fahrzeuge verkauft, 12,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

News: Kia Niro Hybrid – Der Prius unter den Crossovern

Toyota erhält künftig Konkurrenz aus Korea. Mit dem Niro bringt die Hyundai-Tochter ab September ein Fahrzeug nach Deutschland, das einen 1,6-Liter-Benzinmotor (77 kW/105 PS) mit einem Elektromotor (32 kW/44 PS) verbindet und damit auf eine Systemleistung von 104 kW/141 PS kommt. Ähnlich wie beim Toyota Prius beträgt die rein elektrische Reichweite maximal 2 Kilometer. Gekoppelt ist der Motor aber hier an ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Technisch ist der Niro mit dem kommenden Hyundai Ioniq identisch, auch die Leistungsdaten stimmen überein und genau wie das Modell der Mutter nutzt auch Kia hier moderne Lithium-Ionen-Polymer-Zellen.

Den Antrieb leistet ein Hybrid
Den Antrieb leistet ein Hybrid

Einen Verbrauchswert nennen die Koreaner noch nicht, doch wird ein CO2-Ausstoß von 89 Gramm pro Kilometer angestrebt, was einem Verbrauch von etwa 3,4 Litern entsprechen würde. Zum Vergleich: Der Prius kommt auf einen Normverbrauch von 3,0 Litern, obwohl er mit einer Länge von 4,54 Metern (Niro: 4,36 Meter) das deutlich größer Auto ist. Dafür wird der Niro wohl deutlich günstiger ausfallen. Zwar nennt Kia noch keinen offiziellen Preis, die Auguren gehen aber von rund 20.000 Euro aus, das wären fast 7.000 Euro weniger als der günstigste Prius kostet.

Dafür erhält man Fahrzeug, das irgendwie zwischen kompaktem SUV und hochbeinigem Kombi angesiedelt ist. Zwar polarisiert der Niro optisch nicht so stark wie der Prius, trotzdem wird er nicht jedem auf Anhieb gefallen. Kia weicht beim Hybriden von seiner grundsätzlich europäische-sportlichen Designsprache ab und hat ein eher biederes Fahrzeug auf die Räder gestellt. Zwar verläuft die Dachlinie wie bei vielen Fahrzeugen „coupéhaft“, fällt also nach hinten ab, die Rückansicht mit den (zu) großen Leuchten wirkt aber eher bürgerlich. Auch die Frontansicht ist trotz eines auffälligen Kühlergrills eher zurückhaltend gestaltet, das in den USA entwickelte und in Korea gebaute Fahrzeug ist offensichtlich nicht in erster Linie für den europäischen Markt gemacht.

Die Preise dürften bei rund 20.000 Euro starten
Die Preise dürften bei rund 20.000 Euro starten

Trotzdem hat der Niro für seinen (avisierten) Preis einiges zu bieten: Zum Beispiel angesichts seiner Länge gute Platzverhältnisse und einen Kofferraum von immerhin 421 Litern, hier lässt der Radstand von 2,60 Metern grüßen. Nicht zu vergessen ist auch die üppige Garantie von 7 Jahren, die Kia nicht nur Ceed, Rio und Co. angedeihen lässt, sondern auch dem neuen Hybriden.

Autor: Peter Eck/SP-X