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Detroit 2015: Porsche präsentiert den 911 Targa GTS

Wenn ein Top-Modell eine Top-Variante bekommt, dann ist das wie Schoko-Eis mit einer Extra-Portion Schoko-Sauce. Too much, oder einfach nur lecker?

NAIAS 2015: Porsche 911 Targa GTS

Die ausgestellten Kotflügel des 911 GTS passen einfach perfekt zur Grundform des Targa. Ein Hinterteil mit Sex-Appeal, nicht nur für die Porsche-Fans. Im GTS Targa kombiniert Porsche die kontrollierte Frischluft-Phantasie mit dem Allradantrieb des GTS und dessen 430 PS. Zum Cruisen sind die 430 PS eigentlich bereits viel zu viel, aber wer es darauf anlegt, den katapultiert der Targa-GTS mit seinen 305er Breitreifen in den Himmel der Querbeschleunigung. Oben offen, versteht sich.

Der Oben-Ohne-Spaß mit dem dicken Hintern geht im übrigen ab 137.000 € los, mal schauen, wann wir den Targa GTS im Fahrbericht haben. Schoko-Eis mit Schoko-Sauce, wir stehen darauf!

Sitzprobe im neuen Honda NSX – NAIAS 2015

Sieht so Perfektion im Detail aus? Der neue Honda NSX, pardon, in den USA wird er natürlich als Acura NSX verkauft, weil eben Acura die Edeltochter der Japaner ist, also der neue Honda Acura NSX sieht eigentlich aus wie die Studien der letzten Jahre. Haben sie uns doch über Jahre hinweg mit Studien angetriggert und heiß gemacht. Und jetzt kommt das Edelviech und sieht noch immer extrem gut aus. Gut so! Danke Honda!

Im eiskalten Detroit zog man nun endgültig die Hüllen vom schärfsten Sportwagen, den man bei HONDA bislang gefertigt hat. Der neue NSX ist ein rattenscharfes Teil geworden. Derbe scharfe Linien und mit vier Aggregaten bis über die flache Dachlinie hinaus motorisiert.

Erste Sitzprobe im HONDA NSX in Detroit

So, wie ich HONDA Deutschland kenne, wird es noch ein wenig dauern, bis ich in das Cockpit des neuen NSX klettern darf. Vermutlich sind AutoBild, ams und Autozeitung schon dreimal über den Sportler gerutscht, bis Honda Deutschland den neuen 550+ PS- Protz auch an den Autoblogger „Habby“ herausgibt. Geschenkt. Dann eben erst einmal das Cockpit entern. Sitzprobe in Detroit. Origami mit den Beinen, der NSX ist so eng geschnitten, wie es auf den Bildern aussieht. Dafür passt – sobald man sich in den nur wenig mehr als 1 Meter hohen NSX gefaltet hat – die Sitzposition erstaunlich gut. Das griffige Lederlenkrad lässt sich vielfach und umfangreich verstellen. Der Sportsitz könnte, wie so oft, ein wenig tiefer platziert sein. Aber das passiert bei japanischen Sportlern eigentlich immer.

Honda NSX Sitzprobe 03 NAIAS 2015

Satisfaction im Cockpit!

Bei geschlossenen Augen kann man sich das Brüllen des neuen V6-Turbo im Heck des NSX bereits vorstellen. Den Schub aus dem Turbo-Benziner und dem im 9-Gang Doppelkupplungsgetriebe integrierten Elektromotor  indes noch nicht. An der Front sitzen zwei Elektromotoren und sorgen für einen hybriden Allradantrieb mit Torque-Vectoring. Aktiv Leistung einbringen – oder einbremsen. Die Vorderachse des neuen NSX dürfte die agilste Lenkung aller Sportwagen auf die Straße bringen.

Das Cockpit umfasst den Fahrer derweil. Die schmale und flach verlaufende Mittelkonsole integriert uns fest. Die Windschutzscheibe verläuft flach über den Kopf, die A-Säulen wirken ungewöhnlich schlank. Von der kräftigen B-Säule und den Windleit-Elementen dahinter bekommt der Fahrer nichts mehr mit. Er dürfte sich auch besser auf die Leistung konzentrieren wollen als auf das Design.

Das Sportlenkrad hat Honda geschrumpft, es liegt toll in der Hand. Wichtige Funktionen wurden direkt hinein integriert. Dahinter ein Cockpit mit klaren Instrumenten und TFT-Display. Natürlich gibt es auch einen „Fahrdynamik-Schalter“, damit man zwischen Parkplatz-Gekurve und Rennstrecken-Performance umschalten kann. Rein elektrisch anfahren, der Honda NSX wird es können. Maximaler Boost dank Turbo-V6 und drei E-Motoren, auch das wird der NSX können.

Eigentlich will man nach der ersten Sitzprobe in Detroit gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen. Sitzen bleiben, bis der NSX auf dem Automobil-Salon in Genf präsentiert wird. Die erste Chance zum Ausritt sichern. Pah, und wenn es nur die Fahrt auf den nächsten Autotransporter ist – der NSX macht süchtig, bereits jetzt!

 

NAIAS 2015 – Der Infiniti Q60

Die Edelmarke aus dem Hause Nissan findet mehr und mehr zu einer extravaganten und dynamischen Designsprache. Stilvoll, elegant und dennoch sportlich. So präsentiert sich auch die jüngste Studie von Infiniti. In Detroit auf der NAIAS 2015 zeigten die Japaner, wie man sich dort einen BMW 4er Konkurrenten vorstellt.

NAIAS 2015 – Infiniti Q60 Concept

Bis Ende des Jahrzents will man bei Infiniti mehr als neue Modelle auf den Markt bringen. Kein Wunder also, wenn keine Autoshow vergeht, auf der Infiniti nicht mit einem neuen Konzeptfahrzeug glänzt. Das jüngste Modell, der G37-Nachfolger Q60, wirkt betont athletisch und kraftvoll. Das Gesicht erhält einen prägnanten Kühlergrill, die Scheinwerfer sind aggressive Lichtschlitze und die Seitenlinie spannt sich voller Power über die gesamte Fahrzeuglänge. Keine Frage, der Q60 könnte auf Anhieb ein Erfolg werden.

Unter der Haube des neuen sportlichen Mittelklasse-Coupés soll ein neuer V6-Turbomotor pochen. Zum Einsatz können aber auch die Vierzylinder-Triebwerke vom Motorenpartner Mercedes-Benz kommen. Wie bereits im Q50 2.0t und im Q50 2.2d stehen damit sparsame und moderne Aggregate zur Verfügung.

Photos

Tops & Flops – Detroit 2015

Es war wirklich derbe kalt in Detroit in diesem Jahr, was mich aber nicht abgehalten hat, die völlig geniale Detroit Autoshow zu besuchen. An zwei Tagen hat mir die Messe ihre Neuheiten präsentiert – ich habe Euch hier die Top 6 und die Flop 4 zusammengestellt!

Tops & Flops von der NAIAS 2015

Daumen hoch, oder den Daumen runter? Das war die Frage bei den Neuheiten in Detroit. In der Galerie erfahrt Ihr, welche Neuheiten den „Thump up“ verdient haben und welche Fahrzeuge zu den Flops gezählt werden mussten!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Tops im Überblick:

  • Volvo S60 Cross Country | So schön war der Weg zum nächsten Feldweg-Ausritt noch nie!
  • Cadillac CTS-V | Die Alternative zu Mercedes E63 AMG und BMW M5. Der US-Boy mit mehr als 620 PS und scharfer Optik!
  • Camaro Z28 | Ein echtes Muscle-Car. Damit er nicht nur geradeaus schnell ist, haben ihm die Amis rundherum 305er Pirelli-Sportsocken übergestreift!
  • Ford Mustang Shelby | So schön kann ein Spoiler sein. Was Ford dem Shelby als Flügel auf den sexy Po geschnallt hat, geht glatt als Kunstwerk durch!
  • Ford GT Concept | Dieser Supersportwagen hat allen anderen auf der NAIAS 2015 die Show gestohlen. Sehen wir ihn bereits 2016 in Le Mans? Die Hoffnung ist berechtigt!
  • HONDA NSX | Nach Jahren von Concept-Fahrzeugen auf allen Messen ist es nun endlich so weit. Honda erneuert die Sportwagen-Ikone. Gleich vier Motoren packen an!

Die Flops im Überblick:

  • Jaguar XE | Die Attacke auf C-Klasse und Dreier BMW endet bereits bei der popeligen Bedienung der Rücksitzbank-Mechanik. Wer so etwas in die Serienfertigung bringt, verdient den Erfolg einfach nicht!
  • Toyota Tundra | Japanische Pick-UPs sind in den USA erfolgreich, trotz der üblichen Hartplastik-Orgie im Innenraum. Ein Besuch bei Toyota hat mich vom Niveau der Verarbeitung erschaudern lassen. Oder sind die Autos deswegen erfolgreich, weil man den Innenraum anscheinend mit dem Kärcher-Dampfstrahler reinigen kann?
  • Volkswagen Cross Coupe GTE | Showcars und Ankündigungen. Für Erfolg am Markt reicht das nicht aus. VW fehlt in den USA die Präsenz in wichtigen Segmenten. Das Cross Coupe GTE muss daher schnell zur Serienreife kommen.
  • Audi Q7 | Langeweile durch Design. Was ehemals Vorsprung durch Technik war. Der neue Q7 ist ein rollender Chrom-Kühlergrill mit emotionsloser SUV-Verpackung.

NAIAS 2015 – Cadillac ATS-V

Mit dem Sportmodell ATX-V attackiert Cadillac ganz unverholen den BMW M3 und den kommenden Mercedes C63 AMG. Der Cadillac stürmt mit einem Twin-Turbo V6 und 450 PS zum Angriff auf das Establishment. Die vierte Premium-Marke will man in Europa werden, da gehört ein derber Schlitten im Segment von C-Klasse und Dreier BMW einfach dazu.

Cadillac ATS-V – Attacke auf M3 und AMG

Der 3.6 Liter V6 ist aus dem CTS bekannt, im ATS-V bekommt er Titan-Pleuel, neue Turbolader und eine überarbeitete Einspritzung und Motorsteuerung. Gekoppelt wird der V6-Turbo mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer 8-Gang Automatikbox von GM. Variable Dämpfertechnik mit dem Cadillac Magnetic Ride System und feiste Brembo-Zangen sollen dafür sorgen, dass man als Fahrer die potente Fuhre im Griff behält.

Auch wenn der ATS-V in Detroit noch einen stärkeren und größeren Bruder hatte, für mich gehört der „kleine“ ATS-V mit V6-Turbo und Kracher-Optik zu den absoluten Highlights in Detroit 2015.

NAIAS 2015: Der neue FORD Raptor

Es ist ein Wahnsinn. Kaum hast Du angesichts der Über-Waffe GT und dem radikalen Mustang GT350R wieder Luft zum Atmen, fährt Dir der neue Raptor ins Gesicht.

Ein Auto wie eine Wand. Der Kühlergrill thront aufrecht in Schulterhöhe, daneben böse LED-Blinzler. Gigantische Luftaus- wie einlässe, eh klar. Das Ganze in satiniertem Schwarz. Martialisch. Ein anderes Wort fällt zum Raptor nicht ein.

Muss es auch nicht, denn der mächtige Pickup ist genau das: Ein Geländemonster. Was der GT in Le Mans und der Shelby GT350R am Trackday kann, das kann der Raptor überall. Dort etwa, wo Du Dir mit dem Mountainbike sofort einen Platten holst, zu Fuss nach keinen fünf Meter die Haxen brichst. Nur, dass er da mit 160 drüberbügelt.

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Er hat dafür einen komplett neuen Rahmen bekommen. Stärkster, hochfester Stahl und reichlich Wandstärke. Darauf baut die neue Alukarosse auf – gut 250 kg spart das leichte Häuschen übrigens ein – und unten hängen neue FOX Racing Dämpfer. Sie messen nun 3 Zoll im Durchmesser und sorgen dank einer verbesserte Bypass-Technologie dafür, dass der Raptor auch bei gröbster Nutzung nicht durchschlägt. Die mehr als 300 mm Federweg helfen da im Übrigen auch bestens.

Der Allradantrieb ist ebenso verfeinert. Er verteilt seine Kraft variabel und wird von diversen elektronisch gesteuerten Geländemodi befehligt. Auf Wunsch kann man sogar noch ein Torsen-Diff für die Vorderachse ordern, falls man denn gerne noch massiver im Matsch wühlen möchte. Im Getriebe wühlen darf man übrigens auch: erstmals gibt es Schaltpaddles im Raptor – nur: deren Benutzung dürfte bei 10 (!) Vorwärtsgängen doch recht anstrengend sein.

Aber: der neue Rekord bei den Übersetzungen ist auch der Effizienz geschuldet. Deshalb ist auch der Motor ein neuer. Nix mehr mit 6.2 Liter V8-Gussklumpen, stattdessen EcoBoost.Ein Statement, dessen Gewicht man in Europa kaum fassen kann. Nicht nur dem GT, nein auch dem F150 Raptor schrauben sie den 3.5 Liter Doppelturbo ins Rückgrat. Es zeigt, wie entschlossen man in Detroit ist. Und vor allem: weil es in dieser Konsequenz geschieht, wird auch der letzte Ami wachgeschüttelt. Seht her und gebt Ruhe, das Ding funktioniert. Besser als alles zuvor. So ungefähr muss man die Marschrichtung verstehen.

Leistungsdaten gibt es noch keine, außer,  dass es mehr als die 411 PS des Vorgängers werden. Angesichts der 600PS, die das Triebwerk im GT leistet, sollte sich eine haltbare und doch kraftvolle Offroad-Variante locker ausgehen.

Das einzige Problem am Raptor: Er wird nicht zu uns kommen. Was schade ist. Sehr schade.

 

 

NAIAS 2015: Dicke Dinger in Detroit!

Schlechte Laune? Betrübte Konjunktur-Aussichten? Ölpreis auf Allzeithoch ? Alles wie weggeblasen. Eiskalt einzig das aktuelle Wetter in Detroit. Ansonsten strahlende Gesichter allenthalben. Die NAIAS 2015 war ein schönes Beispiel für kurzfristigen Aktionismus in der Automobil-Welt. Gebaut wird am Ende doch immer noch das, was der Kunde sich wünscht. Nicht, was vermeintlich sinnvoll wäre und so ist die NAIAS 2015 geprägt von Aufbruchstimmung, dicken SUVs, fetten Motoren und Testosteron-Overkill kreischenden neuen Sportwagen. Auto-Fans aufgepasst, jetzt wird wieder richtig Gas gegeben.

NAIAS 2015 – Die dicken Dinger von Detroit

Wer sich ein wenig bemüht, tankt in Detroit derzeit für weniger als 1.60 $ eine Gallone Normal-Sprit (0,36 € / Liter). Während wie uns über 99 ct für einen Liter Diesel freuen, zahlt der Ami für eine Tankfüllung den Gegenwert eines Grande Latte Macchiatto mit Soja-Milch bei Starbucks

Da kann man dann den Spar-Hype der letzten Jahre durchaus mal vergessen und wählt stattdessen ganz freimütig den „Green Truck des Jahres“.

NAIAS 15 US Cars (22) NAIAS 15 US Cars (27)

Dodge Ram 1500 Laramie HFE – Green Truck of the Year

Mit dem 240 PS starken 3.0l EcoDiesel wird aus dem Dodge-Ram ein „Green Truck“.  Mit 28 MPG auf dem Highway soll der Truck mit ein wenig mehr als 8 Litern Diesel auf 100 Kilometer auskommen. Bedanken darf man sich dabei unter anderem beim 8-Gang Automatikgetriebe. Bei den aktuellen Spritpreisen dürfte der EcoDiesel im Programm der LightTrucks jedoch auch weiterhin eher eine untergeordnete Rolle spielen. Gibt es den Dodge Ram doch auch mit 5.7 Liter V8. Die Allzweck-Motorisierung des Amerikaners.

German SUVs – Mercedes-Benz GLE Coupé und Audi Q7

Doch auch die deutschen Automobil-Hersteller können SUV und wählen folgerichtig die Bühne der wichtigsten Automesse in Nord-Amerika für ihre Präsentation. Mercedes-Benz brachte den BMW X6-Rivalen mit dem Namen „GLE Coupé auf die Bühne und die VW-Tochter Audi die zweite Generation des Audi Q7 mit in die USA.

Weltneuheit: Mercedes-Benz GLE Coupé

Das neue GLE Coupé macht dem BMW X6 Konkurrenz und bekommt zum Start die beinahe grotesk kraftvolle 63er „S“ AMG-Version mit ins Programm. Unter der Haube pocht aber nicht der neue 4.0„hot-inside-V“ Turbo aus dem AMG GT, sondern der „alte“ 5.5 Liter V8-Bi-Turbo mit 585 PS und 760 Nm. Da darf das Make-Up dann auch ein wenig heftiger ausfallen. Das Premieren-Modell tarnt sich im unschuldigen weiß, verrät sich aber mit Kühlluft-Öffnungen, in denen bekannte Kleinwagen aus dem gleichen Konzern gleich quer parken könnten. Klavierlackschwarze Luftleit-Elemente spornen den Luftstrom an die Kühler an, vernünftig zu durchfluten, schmeicheln den Augen des Betrachters und dürften im Kaskofall für tiefe Wunden im Geldbeutel sorgen.

Neben dem „dicken Ding“ hat Mercedes-Benz auch das neue „AMG-Sportmodell“ GLE 450 mitgebracht. Hier bekommt der Kunde AMG-Feeling zum Mercedes-Benz Tarif und in Verbindung mit „kleineren“ und weniger derben Motoren. Im Falle des GLE 450 reden wir von bescheidenen 367 PS. Darunter rangieren zum Start des „SUV-Coupés“ ein GLE 400 mit 333 PS und ein Diesel, der dann auch die neue Nomenklatur in Vollständigkeit präsentiert: Das GLE Coupé 300 d 4MATIC. Mit 258 PS und 620 Nm kräftig genug für den Alltag.

Weltneuheit: Audi Q7

Aber auch Audi nutzt die Bühne für eine SUV-Weltpremiere. Der neue Audi Q7. Ein Auto mit großem Kühlergrill.

Truck-Mania 2015

Big boys, big toys. Die Trucks sind das Spielzeug der harten Jungs und die NAIAS 2015 zeigte, in den USA führt kein Weg daran vorbei. Eigentlich wundert man sich ein wenig, dass es noch keinen Pick-Up Truck von BMW, Audi oder Mercedes gibt. Unsere Premium-Hersteller überlassen dieses erfolgreiche Auto-Segment in den USA vollständig den US-Herstellern und den Importeuren aus Japan. So ein Ford F-150, der erfolgreichste Pick-Up in den USA, verkauft sich im übrigen fast 750.000 mal in den USA. Nur im Jahr 2014!  Das nur zur Klarstellung.

Nissan hat den neuen Titan vorgestellt. Weil der Nissan-Renault Konzern keinen V8-Diesel im Programm hat, packt man unter die tischtennisplatten große Motorhaube des Titan einen fünf Liter großen V8-Diesel des US-Motorenexperten Cummins. 750 Newtonmeter lassen den knapp 6.20 Meter langen Pick-Up Truck über Wald, Flur  und Highway fliegen. Trotz Ladefläche bleibt in der Doppelkabine Platz für bis zu 6 Personen. Gute 9 Tonnen Anhängelast und fast eine Tonne Zuladung tun ihr übriges.

Auch der zweite Japaner, der bei den Trucks dick im Geschäft ist, hatte Neuigkeiten für Detroit im Gepäck. Einen neuen Tacoma zum Beispiel. Allerdings ist der Tacoma nur der „kleine“ Bruder des „Tundra“ (Midsize-SUV) und daher zog es mich zur Sitzprobe in den 2016 Toyota Tundra. Da zeigte sich dann auch, warum die Japaner diese Art des Automobils für die US-Boys aufsparent. Plastikwüste und schäbige Verarbeitung lautet das Stichwort.

Ford Raptor  F-150

Wer es richtig ernst meint mit der Pick-Up-Nummer, der wählt den neuen Ford Raptor, dazu hat Goldfeder Mechthild einen Artikel getippt…

 

 

… in Teil II geht es dann um die sportlichen Neuheiten aus Detroit…

… und so lange surfen wir alle mal auf truckscout24.de und suchen nach anderen „dicken Dingern“, wie Baggern und so Sachen…

 

 

 

NAIAS 2015 – Nissan Titan Premiere in Detroit

Nissan Titan 2016

Damit es richtig vorwärts geht, packt Nissan unter die tischtennisplatten – große Motorhaube des Titan einen fünf Liter großen V8-Diesel des US-Motorenexperten Cummins. 750 Newtonmeter lassen den knapp 6.20 Meter langen Pick-Up Truck über Wald, Flur und Highway fliegen. Trotz Ladefläche bleibt in der Doppelkabine Platz für bis zu 6 Personen. Gute 9 Tonnen Anhängelast und fast eine Tonne Zuladung tun ihr übriges.

So einen „Spiel-Kameraden“ bieten die Nissan-Jungs in Europa leider nicht an.

Ford GT in Detroit – The big thing!

Dass es das große Ding werden wird, das hat man schon gespürt. Die Amerikaner haben keinen großen Hehl daraus gemacht, dass sie die Bombe platzen lassen würden. Und wo, wenn nicht in Detroit.

Und während die anderen ihre Pressekonferenzen am Stand abhielten, die zarten, kaum erkennbaren Neuheiten den Journalisten präsentierten, hatte Ford einen ganz anderen Plan. Think big. Eine eigene Halle. Zu Fuß gut zehn Minuten von der Cobo Ausstellungshalle entfernt und doch den Weg wert. Denn das blaue Oval hat wirklich etwas zu erzählen. Gar nicht mal den Mustang Shelby GT350R, der ohne Klima und Rücksitzbank, mit Kohlefaserfelgen und mit Carbonbremse, mit über 500PS und Handschaltgetriebe dem europäischen Wettbewerb für Konkurrenz sorgen soll – sondern: mit dem GT.

Detroit: FORD GT 2016

Ein Auto, wie in es in dieser Konsequenz noch nicht gesehen ward. Am Heck massiv, einem Formel-Fahrzeug ähnelnd und doch im Gesamteindruck überraschend serientauglich. Und so soll er auch kommen, Ende 2015. Ford sagt, dass es keine großen Änderungen mehr geben wird. Dabei ist es nicht die Optik allein, es ist vor allem der Antrieb. Hätte man mit dem Triebwerk des GT350 Mustang einen wirklichen Ausnahmemotor mit flatplane-Kurbelwelle gehabt, so ist es im GT doch ganz anders. Der 3.5 Liter EcoBoost-V6 ist vor allem ein Statement. Es braucht keinen V8 mehr. Selbst um Le Mans zu gewinnen nicht. Denn: in Le Mans wird der GT starten, sonst hätte man die Übung in Detroit nicht gebraucht. Dass der kleine Sechszylinder dennoch spielend die 600PS-Makre übertrifft (und das ganze ohne Plugin-Hybrid-Nonsens), darauf ist man bei Ford sichtlich stolz.

Der GT ist ein Auto zum Fahren. Schnell und direkt, ohne Filter. Die Zurückhaltung bei der Zylinderzahl ist Zugeständnis genug, da braucht es dann weder E-Motoren noch sonstige Assistenzen. Ein steifes Kohlefaserchassis, gepaart mit einem Rennfahrwerk und einem schnellen Doppelkupplungsgetriebe reichen, um der Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Weil: ein Ford GT ist ein Ford GT. Weil sie wissen was sie tun.

 

 

Detroit 2015: Honda NSX – Endlich!

Da schraubt man Jahre an diversen Konzeptstudien herum, rollt die Kiste häppchenweise von einer zur nächsten Messe und dann: Dann stellt Ford zum gleichen Zeitpunkt einen optischen Knallkörper auf Rädern auf die Messe. Und klaut dem NSX die Show. Sei es drum. Der neue Honda NSX, in den USA als Acura NSX der Weltöffentlichkeit präsentiert, hat endlich sein „Concept“ abgelegt und ist jetzt bereit, um die Großen der Szene aufzumischen.

NAIAS 15  – HONDA NSX

Endlich. Nach Jahren der Konzeptstudien, nachdem man vor knapp 5 Jahren das Projekt bereits einmal eingestellt und unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise abgeschworen hatte. Jetzt dann doch wieder: NSX. Das Ding, dessen Vorgänger damals von einem gewissen Ayrton Senna abgestimmt wurde. Ein Auto mit fast ewiger Bauzeit und doch fahrdynamische Schärfe, die heute noch auf der Höhe ist – kurz: dem Besten, was Honda je gebaut hat. Und das, was heute vor uns steht, ist nicht weniger interessant. Optisch so nah an der Studie, dass man wirklich überrascht ist, wie das durch die japanischen Meetings kam.

Weltpremiere Detroit027 Honda NSX

Tief und breit (1.21 m x 1.94 m) steht der NSX im kräftigen Rot auf der Messe, zugespitzt mit grimmigem LED-Blick und scharf gezeichneten Kühlluftschächten. Eine feine Seitenlinie mit schlanker Mittelmotor-Taille, wogegen das Heck beinahe schon etwas plump wirkt. Die Lampen wirken wenig inspiriert und der Diffusor hätte auch dramatischer ausfallen dürfen. Vom Interieur reden wir jetzt einmal nicht – wenn in der Pressemeldung Wert auf gute Übersicht gelegt wird und der Sitzkomfort gelobt wird, dann, ja dann wissen wir auch nicht weiter.

Immerhin sind wir uns sicher, dass das alles auch ohne große Show funktioniert.

Überhaupt, die Japaner machen wenig Show. Daten zum Beispiel: Fehlanzeige. Auf dem Messestand schon begann das fröhliche Spekulieren und die Offiziellen lachten sich ins Fäustchen. Wenigstens das Antriebskonzept hat man verraten, so treibt ein V6-Biturbo mittschiffs an, unterstützt von einem Elektromotor und einem 9-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. An der Vorderachse stehen gleich zwei E-Motoren zur Verfügung und bilden so den Sport Hybrid Super Handling All Wheel Drive, kurz SHSHAWD.

Wieviel Leistung das System haben wird und wie weit es elektrisch fahren kann (nicht, dass das jemand interessieren würde) bleibt unklar. Ebenso der Hubraum, das Gewicht und der Preis. Deshalb geben wir jetzt an dieser Stelle unsere Gebote ab:

  • Hubraum: 3.5 Liter (andere sagen bis 4 Liter)
  • Leistung: 550-580PS (600 gibt es sicher nicht, 500 wären zu wenig)
  • Gewicht: 1500 kg (trotz Materialexotik, weil: großer Akku)
  • Preis: 135.000 €

Man wird sehen. Spätestens in Genf (hoffentlich!)

Wir bleiben gespannt, auch wie sich das Fahren wird. Hinter vorgehaltener Hand sprechen die Japaner ganz indiskret von großen Gegnern: den Ferrari 458 wird man ärgern können mit dem NSX. Auch den GT-R von Nissan. Und all die 911 Turbo, Audi R8 und Lamborghini Huracan.

 

Detroit 2015: Vitamin C in doppelter Dosis

Frische-Dosis für das Modellprogramm der C-Klasse. Nicht, dass es die C-Klasse aktuell nötig hätte. Das aktuell immer jünger werdende Modellprogramm der Stuttgarter kommt bei deren Kunden extrem gut an. Einzig die Besucher der NAIAS in Detroit 2015 könnten eine doppelte Dosis Vitamin C gut gebrauchen. Pünktlich zum Jahresstart sind die Temperaturen in Detroit gefallen, der Morgen der wichtigsten Automobil-Messe auf dem US-Kontinent begann gleich einmal mit Schneefall. Fast ein wenig weihnachtlich. Mercedes-Benz indes spendiert eine Dosis Vitamin C im Doppelpack. Für den weiteren Ausbau des Modellprogramms stellt Mercedes-Benz den C450 als AMG-Sportmodell vor und als Ausgleich für das CO2-Karma gibt es den Mercedes C350 Plug-In Hybrid.

Sportliche Spitze in der C-Palette:  C450 AMG 4MATIC

Mit dem sportlichen Top-Modell der „normalen“ Baureihe will Mercedes-Benz die Lücke zu den Sportlern aus dem Stall von AMG verkleinern. Bislang klaffte zwischen dem C400 und dem kommende C63 mit dem neuen 4.0 V8 Bi-Turbomotor eine beträchtliche PS-Lücke. Der neue C450 wird mit 367 PS aus einem V6-Turbo nun diese Lücke füllen.  Doch wo AMG drauf steht, da muss auch mehr als nur AMG-Optik drin sein. Die neuen AMG-Sportmodelle werden deswegen eine Art Botschafter-Rolle übernehmen und auch Techniken aus den AMG-Modellen präsentieren. Der C450 AMG 4MATIC wird zum Beispiel die Vorderachse des C63 erhalten. Nur so schien es den Verantwortlichen möglich, die vom Kunden erwartete AMG-Performance auch zu liefern.

Den neuen C450 AMG 4MATIC wird man als Limousine und als T-Modell anbieten. Beide erhalten, der Name sagt es bereits, den Mercedes-Allradantrieb 4matic. Anders als bei den Mercedes-Serienlimousinen mit 4MATIC werden die AMG-Modelle über einen Allradantrieb verfügen, der eher heckbetont ausgelegt ist.

Der C450 kombiniert die Power eines kraftvollen V6-Biturbomotors mit hoher Emotionalität und bedient sich an der technischen DNA des neuen C 63 .. 

Tobias Moers, AMG-Chef

Mehr Ladedruck und Detailarbeit zwischen den Bits und Bytes des Steuergerätes holen aus dem bekannten 3.0 Liter V6-Turbomotor nun 367 PS und pressen 520 Nm Kraft in das ebenso bekannte 7-Gang Automatikgetriebe. Dank des heckbetonten Auslegung des Allradantriebes wird sich der Fahrspaß im C450 4matic gegenüber dem normalen C400 4matic noch einmal deutlich steigern lassen. Soweit das Versprechen, soweit die Hoffnungen der zukünftigen Kundschaft.

Kerniger Motorsound gehört dazu, dafür wurde die Auspuffanlage überarbeitet und per Motorsteuerung wird nicht nur eine Zwischengasfunktion beim herunterschalten integriert, sondern auch ein freches bratzeln im Schubbetrieb. Wer sich der Sport und Sport+ Funktionen überdrüssig ist, der schaltet den C450 4MATIC per Fahrdynamik-Schaltung in den Eco-Mode und dann kann das Getriebe, beim Gaswegnehmen, auch den Segelmodus umsetzen.

Ein Spagat zwischen „normaler“ C-Klasse und sportlicher AMG-Variante, mit einem deutlichen Hang hinüber zum emotionalen Fahrspaß. Das sollen die neuen AMG-Sportmodelle im ganzen Mercedes-Benz Programm vermitteln. Etwas ganz anderes wird der neue Plug-In Hybrid Antrieb in der C-Klasse vermitteln wollen!

 

Ökologischer Ausgleich für die Baureihe: C350 Plug-In Hybrid

Während das AMG-Sportmodell C450 4MATIC mit 367 PS und einem Normverbrauch von nur 7.6 Litern die Belastung auf dem CO2-Karma-Konto noch vertretbar überzieht, zahlt der neue C 350 Plug-In Hybrid ordentlich auf der „Haben-Seite“ ein. Mit nur 2.1 Liter auf 100 Kilometer wurde der neue Plug-In Hybrid im NEFZ-Normverbrauch zur sparsamsten C-Klasse im Programm. Und das trotz einer Systemleistung von 279 PS. Mercedes kombiniert den bekannten zwei Liter Benzin-Turbomotor mit 211 PS und einen 60 kW liefernden E-Motor. Der Benziner bringt es auf 350 Nm, der Elektromotor wirft bis zu 340 Nm in die Waagschale. Gemeinsam schicken diese beiden die verfügbare Kraft über das bekannte 7-Gang Automatikgetriebe in Richtung Hinterachse. Neu ist im Falle des Antriebsstranges die zusätzliche Trennkupplung zwischen Automatikgetriebe mit E-Motor und dem Benzinmotor. So kann der Plug-In Hybrid Batterie elektrisch anfahren, auf Autobahnen sein Tempo kurzfristig rein elektrisch halten (bis 130 km/h) und bei Bedarf den Benzinmotor mit ordentlich E-Power unterstützen (boosten).

Bis zu 31 km soll der C350 Plug-In Hybrid rein elektrisch fahren. Seinen Saft bezieht er in diesem Fall aus einem 6.9 kWh großen Lithium-Ionen Batteriepaket. Der wassergekühlte Akku liegt im Heck des Fahrzeuges, oberhalb der Hinterachse und kostet ein wenig Stauraum, übrig bleiben 335 Liter. Beim ebenso erhältlichen T-Modell dürfte das jedoch verschmerzbar sein, hier stehen 350 Liter zur Verfügung.

Binnen 105 Minuten soll sich der Akku an einer Haushaltsüblichen Steckdose aufladen lassen.  Nach dem S500 Plug-In Hybrid ist der C350 nun das zweite Plug-In Fahrzeug in der Mercedes-Benz Flotte und der erste Kombi aus Stuttgart, der sich per Steckdose laden lässt.

 

Während nun also der C450 AMG die sportlichen Gelüste befriedigen darf, übernimmt der C350 Plug-In Hybrid die Rolle des technologischen CO2-Karma-Retters.

 

 

 

 

 

 

Mercedes-Benz GLE Coupé – Erste Sitzprobe

Mit dem neuen GLE Coupé will Mercedes-Benz verlorenen Boden gegen den Erfinder der SUV-Coupé-Klasse gut machen. Während man in München schon die Generation Nummer zwei präsentierte, haben die Stuttgarter bis zur NAIAS 2015 gewartet, um ihr eigenes SUV-Coupé in Fullsize-Größe zu präsentieren.

Das Mercedes-Benz GLE Coupé feiert in Detroit seine Weltpremiere und läutet zugleich eine neue Nomenklatur bei den Typbezeichnungen ein. Aus dem Mercedes ML wird der GLE und damit das SUV in der E-Klasse. Aus dem GLK kreiert Mercedes den GLC und damit den SUV in der C-Klasse. Und auch nach oben wird man diese neue Nomenklatur beibehalten: aus dem GL wird der GLS.

Neben den neuen Baureihen wird man sich an neue Motoren gewöhnen müssen. Das GLE Coupé 450 AMG bekommt nicht nur eine neue Modell- und Hubraumbezeichnung, es ist zugleich auch das erste „AMG-Sportmodell“ in der Mercedes-Fahrzeugpalette. Neben reinen AMG-Modellen wie dem ebenso frisch präsentierten GLE Coupé 63 S AMG, einem Mercedes-AMG, wird es in der Zukunft mehr als ein Dutzend Fahrzeuge bei Mercedes-Benz geben, die als „AMG-Sportmodelle“ der Marke Mercedes-Benz zugeordnet werden und so die oftmals große Lücke zwischen den Serienmodellen und den AMG-Fahrzeugen schließen. Im Falle des aktuellen GLE Coupé-Topmodells spricht man da von einem V6 Bi-Turbo mit 367 PS. Darunter rangiert das 333 PS starke GLE Coupé und der erst einmal einzige Diesel im Programm, das GLE Coupé 350d 4matic.

2015 wird Mercedes-Benz 30 Jahre 4matic feiern und das GLE Coupé bildet nur den Auftakt zu den SUV-Festspielen bei Mercedes-Benz in diesem Jahr. Aus dem ML wird Mercedes mit dem Facelift den GLE werden lassen und der GLK wird seinen Nachfolger erhalten. Ein gänzlich neuer GLC. Beim GL wird Mercedes erst einmal nur sachte Hand anlegen und eine Modellpflege durchführen.

Aber jetzt ist es Zeit für eine erste Sitzprobe:

Platz ist in der kleinsten Hütte? Das GLE Coupé ist 4.90 Meter lange, über zwei Meter breit und 1.73 Meter hoch. So ein großes Auto braucht einfach mächtige Räder und daher gehören 20 Zoll große Räder zur Grundausstattung. Das AMG-Modell fährt sogar mit 21 Zoll großen Rädern vor.

Ein so großes Auto muss im Innenraum mächtig Platz bieten, denkt man sich. Was sich in der ersten Reihe hinter dem Lenkrad noch bestätigt, sieht in Reihe zwei gleich anders aus. Der flache Dachbogen, die typische Coupé-Form, schneidet den hinteren Einstieg deutlich ein. Mit meinen 1.76 Metern bin ich nicht der größte – aber wie man an den Fotos sieht, die Kopffreiheit ist eher durchschnittlich. Das können andere Hersteller aber auch nicht besser und lässt einen immer mal wieder an der Sinnhaftigkeit dieser Fahrzeugklasse zweifeln. An dieser Stelle der kurze Hinweis auf den „Experten-Talk“ live aus Detroit!  (klick!!)

Weltpremiere 056 Mercedes-Benz GLE Coupe

Der Rest des neuen GLE Coupés ist schnell erzählt:

Das Design wirkt auf den ersten Blick vor allem, nun – bleiben wir bei der Umschreibung: gewöhnungsbedürftig. Dank des großen Glas-Panoramadachs  flutet jedoch viel Licht den Innenraum, das hilft die schmalen Dachbögen und kleinen Seitenfenster zu ignorieren. Mit bis zu 1.650 Litern Kofferraum-Volumen ist das GLE-Coupé ein ordentlicher Lasten-Esel. Wenn auch diese Fähigkeiten bei den zukünftigen Besitzern vermutlich eher seltener auf dem Programm stehen. Für den Fall der Fälle bietet Mercedes dennoch eine Anhängerkupplung, die nun zum ersten Mal voll elektrisch ein- und auch wieder ausfährt.

Die Hauptaufgabe des neuen GLE Coupé dürfte jedoch –  je nachdem, wie kraftvoll die Motorisierung ausfällt – den gediegenen Showdrive auf den Flaniermeilen dieser Welt hinzulegen. Vermutlich ist Pusemuckel in der Niedersächsischen Provinz dann auch nicht der Hauptabsatz-Markt für das markante SUV. Die GLE Coupés dieser Welt werden den Weg gehen, den auch der Mitbewerber ging. In das Land seiner Weltpremiere, die USA, nach Russland und Asien. Dort steht man auf die weniger diskrete Umsetzung von Kraft und Wohlstand. Denn genau das verkörpert das GLE Coupé sehr deutlich.

Für diesen aufregenden Weg haben die Mercedes-Mannen dem GLE Coupé nun die erste Kombination aus Neungang-Automatik und 4matic Allradantrieb verpasst. Während das GLE Coupé mit Dieselmotor und die 333 PS V6 Variante des GLE 400 auf einen 50:50 Allradantrieb vertrauen, verpasst man dem „Sportmodell“ GLE 450 AMG Coupé mit einen im Verhältnis 40:60 aufgesplittetem Allradantrieb ein hecklastiges und damit vermutlich eher dynamisches Grund-Setup. Auf Wunsch wird das Fahrwerk per Luftfederung gedämpft und zum ersten Mal auch an Bord: Eine vollständig variable Dämpferkennung mit der Bezeichnung ADS Plus. Der GLE 450 AMG (Mitglied der neuen AMG-Sportmodell-Familie) verfügt über diese Technik bereits in Serie.

Bei der ersten Sitzprobe ist davon natürlich nichts zu spüren. Hier sind heute erst einmal das Platzangebot, die Übersichtlichkeit und das neue Design der Mittelkonsole im Mittelpunkt. Bereits auf der Bühne des Premieren-Hotels geparkt, möchte man das neue große SUV-Coupé allerdings lieber nicht rückwärts hinunter fahren.

Die Fahrt mit Blick nach vorne dürfte dafür umso spannender werden. 

modellprogramm Mercedes gle coupe

Große Galerie: Weltpremiere Mercedes-Benz GLE Coupé:

 

 

 

 

Mercedes GLE – Experten-Talk aus Detroit

Auch in diesem Jahr wird es einen „Experten-Talk“ von der NAIAS geben. Das durchaus kontroverse Thema in diesem Jahr? Das neue Mercedes-Benz GLE Coupé.

Experten-Talk NAIAS 2015

Mercedes-Benz GLE Coupé

Mit einem Koffer volle Fragen reise ich zur Weltpremiere des GLE Coupé. Die NAIAS ist die größte und wichtigste Automobil-Messe in Nord-Amerika und zugleich der Auftakt für das Automobil-Jahr 2015. Traditionell findet man in Detroit einen ersten Einblick in die Trends der Automobil-Industrie.

Dass ein viertüriges Pseudo-Coupé mit SUV-Unterbau ein Trend ist, hat der BMW X6 bereits erfolgreich bewiesen. In 2015 legen die Stuttgarter nun nach und zeigen ihrerseits ein Fullsize-SUV mit Coupé-Anleihen. Sinnvoll? Braucht man das wirklich?

Im Livestream des Expert-Talk werde ich am 12. Januar ab 19:15 auf die Suche nach Antworten gehen. Schauen Sie mir dabei zu? Würde mich freuen! Oder haben Sie selbst noch Fragen?

Schicken Sie mir diese bis Montag (12.01.2015) gegen 15h und ich werde auch Ihre Fragen berücksichtigen! 

 

NAIAS 2015: Schaeffler bittet zum Cafe

Schaeffler zeigt im Rahmen der Detroit Motor Show NAIAS 2015 (12.-25. Januar 2015) und passend zur Schaeffler Strategie Mobilität für morgen erneut ein seriennahesKonzeptfahrzeug, das bereits heute die CAFE-Standards für das Jahr 2025 erfüllt.

CAFE steht für Corporate Average Fuel Economy und beschreibt die zunehmend restriktiveren gesetzlichen Flottenverbrauchsvorschriften. „Mit dem Schaeffler Fahrzeug Efficient Future Mobility North America CAFE 2025 zeigen wir einmal mehr, wie sich durch das Zusammenspiel innovativer Technologien deutliche Verbesserungen in puncto Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen erzielen lassen“, sagt Schaeffler-Technologievorstand Prof. Peter Gutzmer.

Das Fahrzeug basiert auf einem modernen, allradgetriebenen Midsize-SUV mit Automatikgetriebe. Bereits im vergangenen Jahr zeigte Schaeffler eine erste Ausbaustufe, mit der sich kostengünstig die US-amerikanischen CAFE-Verbrauchsvorgaben des Jahres 2020 erfüllen lassen. „Zur Detroit Motor Show 2015 bringen wir eine neue Ausbaustufe: Zentraler Punkt des Konzeptfahrzeugs CAFE 2025 ist eine milde Hybridisierung mit 48 Volt“, erklärt Prof. Gutzmer. „So erreichen wir die strengen Vorgaben, wie sie in zehn Jahren auf dem nordamerikanischen Markt gelten werden. Und das abermals mittels eines kostenbewussten Ansatzes.“

Neben der 48-Volt-Hybridisierung kommen zahlreiche weitere Schaeffler-Technologien zum Einsatz: Unter anderem ein permanent eingespurter Starter, eine Allradantrieb-Trennkupplung, ein Thermomanagementmodul sowie umfassende Maßnahmen zur Dämpfung und Reibungsoptimierung im Antriebsstrang. „Mit diesem Fahrzeug zeigt Schaeffler erneut, welche eindrucksvollen Optimierungspotenziale sich durch einen ganzheitliches Ansatz erzielen lassen“, sagt Jeff Hemphill, CTO von Schaeffler in Amerika. „Auf diese Weise leistet Schaeffler bedeutende Beiträge für eine umweltfreundliche Mobilität von morgen.“

Enttarnt: Der neue Audi Q7

Erlkönig-Fotos und dann ein wenig Computer retuschieren – fertig ist der neue Audi Q7. Vor einer Woche habe ich die Erlkönige noch bei Testfahrten in den Alpen getroffen, jetzt hat der Computer-Künstler Theophilus dem neuen Q7 ein ordentliches Gesicht verpasst.

Die Ergebnisse der Computerretuschen sind überzeugend. Der neue Style des Kühlergrills dürfte gut getroffen sein und auch die Rückleuchten entsprechen in ihrer Grafik der Gestaltung der jüngsten Modelle. Der Radlauf könnte auch gut ohne Plastik-Kosmetik auskommen – aber der Unterfahrschutz an der Front wirkt sehr realistisch.

Audi wird den neuen Q7 im Januar in Detroit der Welt-Öffentlichkeit vorstellen.

Große Lufteinlässe und der prominente Kühlergrill. Auch in der Zukunft will Audi das eigene Markengesicht vor allem durch diese Elemente gestalten. Die jüngst vorgestellte Studie „Audi Prologue“ hatte diesen Trend bestätigt.

Diät ist Pflicht – Premiere in den USA

Während der Audi Q7 bislang ein echtes Schwergewicht war, dürfte die neue Generation erheblich abspecken. Leichtbau, neue und moderne Werkstoffe dürften den Q7 um 300 Kilogramm leichter werden lassen.

Unter der Haube brummt in Deutschland vor allem der 3.0 Liter V6-Dieselmotor und das vermutlich bis 2017 auch in Verbindung mit einem Plug-In Hybriden. Für den Export nach USA, China und Co sind die V8-Motoren bestimmt. Der 4.0 Liter V8-Bi-Turbo dürfte knapp 450 PS leisten.

Ob es wieder einen V8-TDI geben wird? Abwarten.

Weltpremiere des neuen Audi Q7 wird auf der Detroit Motor Show im Januar 2015 sein!

 

Erlkönige:

 

Erlkönig: Mercedes-Benz GLE 63 AMG erwischt!

Ein paar Wochen noch, dann wird Mercedes-Benz in Detroit die Stuttgarter Antwort auf den BMW X6 präsentieren. Zugegeben, einen Fullsize-SUV mit vier Türen und der Dachform eines Coupés zu präsentieren, ist nicht gerade logisch, nein, nicht einmal sinnvoll. Aber der Mitbewerber aus München hat mit der ersten BMW X6 Generation gezeigt, es gibt genug Kunden, die auf genau dieses Paradoxon abfahren: Weniger Platz, dafür teurer.

Was die Münchner so erfolgreich vorgemacht haben -der BMW X6 wurde erst vor ein paar Wochen in seiner zweiten Generation vorgestellt – wollen die Schwaben nun auch haben: Ein Fullsize-SUV-Coupé mit vier Türen.

Mit dem GLE Coupé präsentiert Mercedes zugleich das erste Modell, bei dem der Name umgestellt wurde. Aus dem Mercedes-Benz ML wird der GLE und als Viertürer mit schnittiger Dachform erhält er den Zusatz Coupé. Sein normaler SUV-Bruder wird schlicht als GLE auf den Markt kommen. Während man das GLE Coupé vermutlich bereits in Detroit sehen wird, dürfte der neue GLE – die zweite Mercedes ML-Generation – auf dem Automobil-Salon in Genf stehen.

Unser Erlkönig-Fotograf hat das GLE Coupé gleich einmal in der Leitwolf-Variante erwischt: Das GLE Coupé 63 AMG. Unter der kraftvollen Haube pocht der neue Vierliter-V8 Bi-Turbo mit vermutlich gut 500 PS Leistung.

 

 

 

 

Fotos: SB-Medien / Stefan Baldauf