BMW i3 Dauertest – Soll es das gewesen sein?

Suuuuuuuuu – und weg ist er! Surrend und nahezu lautlos hat sich der BMW i3S aus dem Staub gemacht. Ab ins Ende des Dauertests, ab in die graue Jahreszeit. Bayern versinkt im Schnee, der Rest der Republik im Matsch und überall nur grau in grau. Da fehlt der BMW i3S irgendwie mit seinem knalligen und auffälligen Exterieur-Design. Fehlt er wirklich? Oder war der Stromer mit seinem Antrieb nur ein witziges Experiment? Gehen wir der Frage auf den Grund.

Die Abrechnung

Rekapitulieren wir einmal die letzten – sagen wir – vier Monate, in denen der BMW i3S in der Autohub-Redaktion als Dauertester verfügbar war. Was die Bayern, die traditionell eher für ihre Reihensechszylinder und Dynamik bekannt sind, an Aufwand betrieben haben, um ein E-Mobil auf die Beine zu stellen, ist aller Ehren wert. Und der Aufwand scheint gerechtfertigt: Unter keinem anderen Video habt ihr mehr Kommentare gepostet und mehr diskutiert. Technisch gesehen ist der BMW i3S eines der konsequentesten Konzepte, nicht unbedingt eines der günstigsten. Die Bayern von der Isar haben nicht einfach einen 1er BMW genommen und ihn mit cleverer Elektronik, einer Batterie und einem E-Motor versehen. Nein, man packte das Thema anders an und griff zur jeweils besten Lösung für einen Stromer: Da wäre etwa das Carbon-Chassis, das man bereits beim Einsteigen erkennt. Das sieht nicht nur chic aus, sondern macht den i3 auch besonders verwindungssteif. Und spart Gewicht, nicht zu vergessen. Dazu kommt der clevere Sandwichboden, der den Innenraum geräumig macht und Platz für z.B. die Batterie bietet. Und er bietet Platz für noch etwas: den Motor. Der sitzt, was man nicht unbedingt vermutet, auf der Hinterachse. Das bietet in Anbetracht des nicht zu verachtenden Spurt-Talents des i3 Vorteile bei der Fahrdynamik. Glaubt ihr nicht? Alte VW Käfer-Märchen im Kopf, die das Fahrdynamik-Potential verhageln? Ich sage nur: Dynamische Achslastverschiebung. Wer diesen Begriff kennt, wird nicken, alle anderen sollten mal einen Blick ins Auto-Hub-Video werfen. Und wie viel Fahrspaß der BMW i3S machen kann, zeigt Teil 2 des Dauertests, den ihr auch auf YouTube findet. Aber, wie gesagt: Günstig ist der Spaß nicht: Rund 54.000 Euro kostet der Dauertester – schluck!

Muss E-Mobilität denn teuer sein?

Ziehen wir zum Vergleich doch mal den Volkswagen E-Golf heran. Nun, er sieht nicht unbedingt aus wie ein abgespacter Stromer. Die Erkennungszeichen sind recht subtil – außer einem blauen Streifen im „Grill“ und anderem Tagfahrlicht muss man schon genau hinsehen – und das kann man an ihm mögen. Und während Volkswagen die typische Golfstruktur nutzt, die schließlich auch nicht zu umgehen ist, spart man konstruktiven Aufwand. Unter der „Motor“haube ist es recht aufgeräumt und leer, es bleibt beim Frontantrieb und bei der gewohnten Karosserie etc. So kann der E-Golf am selben Band zusammengebaut werden, wie jeder andere Golf auch. Entsprechend kommt ein Preis von 35.900 Euro in der Basis zusammen. Der BMW i3 kommt auf 37.550 Euro – ebenfalls in der Basis. Kein allzu großer Unterschied. Gut, der i3S kommt mindestens auf 41.150 Euro, in der gefahrenen Ausstattung sogar auf 54.160 Euro – das ist dann schon eine ganz andere Hausnummer.

Da wir gerade bei den Kosten sind, sei die Frage gestattet: Ist E-Mobilität überhaupt sinnvoll? Preislich sinnvoll? Stellen wir den Vergleich an: Eine Bremsscheibe für einen vergleichbaren BMW 120i kommt auf 98 Euro, für den i3 berechnen die Münchner 78 Euro. Wirklich ausufernd wird es, wenn man auf die Getriebe blickt: Beim BMW i3 werden für das Ein-Gang-Ritzel 458 Euro fällig. Und der 120i? Sollte die 8-Gang-Automatik einmal getauscht werden müssen, sollte man ein gutes Polster aufweisen können. 11.000 happige Euro werden fällig. E-Mobilität soll also teuer sein? Mehr Gegenüberstellungen findet ihr natürlich im Video.

Leben und leben lassen

Stellt sich nur noch die Frage der Praktikabilität. Der aktuelle BMW i3S bietet eine Reichweite von etwa 200 bis 220 km. Doch neuerdings bieten die Bayern auch eine Variante mit 120 Ah und mehr als 40 kWh an. Dann sollen mehr als 300 km machbar sein. Gar nicht so schlecht, oder? Auch, wenn ihr vielleicht kein Fan der Optik des BMW i3 sein mögt, der Technologie sollte man eine Chance geben. Oder sie zumindest als Alternative akzeptieren. Denn wenn ich eines aus J.P. Krämers Anti-Markenhass gelernt habe, dann dass man generell nicht hassen – neudeutsch: haten – sollte. Weder Marken, noch Antriebe und erst recht nicht deren Fahrer. Fahren und fahren lassen. Oder so.

Mobilität im Doppelpack – Mit Auto und E-Bike auf Tour in Hamburg

Die „neue Mobilität“, die den innerstädtischen Verkehr entspannen und die Luftqualität wieder auf ein verträgliches Niveau bringen soll, setzt auf intelligente Vernetzung und „Umsteigen“. Zum Beispiel vom Auto aufs Fahrrad oder Pedelec. Vielerorts ist man in der Stadt auf zwei Rädern – gleich ob mit oder ohne Batterieunterstützung – schneller unterwegs als mit dem so heiß geliebten SUV. Pendeln mit dem Pedelec ist so kompliziert nicht, bei Bedarf auch mit reduzierter Muskelkraft.

Wo nun genau unser Testwagen, ein Opel Adam, seine Muskeln spielen lassen will, um ein E-Bike zu schultern, erschließt sich nicht gleich auf den ersten Blick. Das „Sesam öffne dich“  für das Fahrradträgersystem „Flex Fix“ der Rüsselsheimer verbirgt sich als kleiner Hebel in einer Mulde im inneren Kofferraumrand des knapp 3.70 Meter langen Kleinstwagens. Ein Zug daran, schon schnellt draußen eine Schublade mit dem Nummernschild hinter dem Stoßfänger hervor. Es folgen ein paar Handgriffe, die man vorher aber genau einstudiert haben sollte – hilfreich sind die Filmchen auf YouTube oder auch einfach durch Lesen einer Bedienungsanleitung. Danach stehen wirklich fix zwei Halteschienen plus Befestigung parat, um dem Adam das Rad an das Heck zu schnallen.

Rein in die Stadt mit dem Auto und weiter mit einem City-E-Bike

Eine überaus clevere Idee, die Opel mit diesem voll in die Fahrzeuge integrierten und patentierten  Trägersystem hatte. Der Adam kann damit ein Fahrrad mit bis zu 30 Kilogramm und dem gängigen Radstand von 1,15 Metern Huckepack nehmen. Will man mit einem Beifahrer radeln, gibt es auch ein Erweiterungskit, wobei jedes Rad dann aber nicht mehr als 20 Kilogramm wiegen darf. Für den Mobilitätstest mit dem Adam ist Hamburg eine gute Adresse. Hier gab es die ersten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge… In die Stadt rein mit dem Auto und dann weiter mit dem City E-Bike. Das wiegt inklusive Akku kernige 25 Kilogramm, heißt  Loft Go! , stammt von der Marke Electra und ist „made in USA“. Auch das erklärt ein wenig, dass der Adam hier kein Leichtgewicht zu schultern hat. Den Akku kann man mit wenigen Handgriffen entfernen. Das erleichtert das weitere Prozedere. Die niedrige und von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) besonders gelobte Ergonomie des Flex Fix Trägers kommt beim Hochwuchten entgegen. Rad auf dem Dach ist für den Alltag dagegen vollkommen untauglich.

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Mit etwas Übung ist das E-Bike binnen zwei Minuten auf das Heck geschnallt

Das schmucke US-Bike passt haarscharf auf die beiden Halteschienen aus Kunststoff. Die Skepsis hinsichtlich deren Tragfähigkeit erweist sich als unbegründet. Durch die Radspeichen müssen Ratschen geführt werden, der Rahmen mit einem drehbaren und in der Höhe verstellbaren Teleskoparm und einer gummiummantelten Zwinge fixiert werden. Mit etwas Übung ist das eine Sache von weniger als zwei Minuten, dann kann’s losgehen. Fahrradhelm und Akku in den Kofferraum. Sehr praktisch: Selbst im beladenen Zustand kann man den Fahrradträger mit einem Griff einfach so abkippen, dass sich die Heckklappe öffnen lässt. Erstes Ziel ist die Speicherstadt. Der zweirädrige Rucksack auf dem Adam ist schnell vergessen. Weder irritierten Windgeräusche, noch behindert das Rad groß beim Rangieren, das gilt auch in einem eng zugeschnittenen Parkhaus. Sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird, ertönt ein akustisches Signal, das die Überlänge signalisiert, zudem berücksichtigt auch der Parkpilot das ausgefahrene FlexFix-System.

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Foto: Solveig Grewe

Anders als beim Hochträger auf dem Heck und auf dem Dach reisen die Räder bei dem Rüsselsheimer System im Windschatten. Mit dem Elektrorad  und einem Tempo von zulässigen um die 130 km/h auf der Autobahn brauchte der Adam mit dem 1,4 Liter Benziner, 87 PS und Fünfgangschaltgetriebe rund 6,8 Liter Benzin. Etwa einen halben Liter mehr als ohne Hecklast. Nach der Ankunft bleibt die Wahl: entweder das Rad auf dem abschließbaren Träger lassen oder ihn in Minutenschnelle abbauen. Klappe zu, allenfalls zwei Nute verraten den eingefahrenen Träger. Ein System, für das sich andere mit „simply clever“ feiern lassen würden und das in der Anschaffung weit weniger aufwändig ist als eine Anhängerkupplung und ein darauf aufgesetzter Träger.

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Text : Solveig Grewe

Fotos : Bernd Willeke

 

Unu: So sexy kann E-Mobilität aussehen

Unsere Städte wachsen immer weiter. Lebens- und Arbeitsformen wandeln sich und inzwischen wollen die Menschen nicht nur gut vernetzt sein, sondern auch noch mobiler. Dadurch ist die urbane Bevölkerung ständig in Bewegung. Gleichzeitig verändert sich das Verkehrsangebot: Fahrrad- und Rollerverleih sowie Carsharing-Systeme entstehen. Die Angebote der öffentlichen Verkehrsanbieter werden dabei zunehmend integriert. All dies macht es den Menschen in Städten leichter, die unterschiedlichen Verkehrsmittel flexibler zu nutzen, um von A nach B zu kommen. Natürlich wollen Unternehmen in Sachen urbane Mobilität mitspielen und entwickeln dafür immer auch saubere Möglichkeiten durch den urbanen Großstadtdschungel zu kommen.

Sexy E-Mobilität mit unu

unu Motors ist ebenfalls so ein Unternehmen, welches sich auf Elektroroller spezialisiert hat und diese seit ein paar Jahren vertreibt. Schon vor ein paar Jahren testete ich einen E-Roller von emco und seitdem hatte mich das E-Roller-Fieber gepackt. Doch bislang waren die Straßenflitzer stets zu teuer gewesen. Das möchte unu Motors nun ändern und hat nicht nur an der Preisschraube gedreht, besonders im Hinblick auf den Akku, sondern bringt auch den Retro-Style zurück auf die Straße. Bereits vor vier Jahren warf das ursprünglich aus München stammende Unternehmen die ersten Elektroroller zum Spottpreis von 1700 Euro auf den Markt. Über 70 verschiedene Farbmöglichkeiten und drei Motorvarianten standen für den knapp 60 Kilo leichten unu zur Wahl. Doch schon bald war man sich einig: Weniger ist mehr und das erste Facelift für den kleinen Flitzer stand an. Mitte letzten Jahres gab es ca. 56 Veränderungen, die den kleinen Elektroflitzer noch weiter dem europäischen Geschmack anpassten. Ein zuverlässiger Bosch-Motor wurde verbaut sowie neue Reifen Made in Heidenau, Germany. Auch die Farben wurden reduziert, die sich heute in sieben stylishen Farben präsentieren unter anderem auch in Matt. Unser Testroller erfüllte alle Mädchen-Träume. In Matt-Rosé ging es auf leisen Sohlen und nur 58 Kilogram Kampfgewicht quer durch Hamburg. Der Akku mit 3000 Watt und in 12 Sekunden von 0 auf 45 km/h hielt, was er verspricht: knapp 50 Kilometer Reichweite und eine Ladezeit von 4 Stunden.

Mit der Power wurde so manches Auto an der Ampel stehen gelassen, bis er seine Geschwindigkeit erreicht hatte und wieder überholt wurde. Dennoch für die Stadt ist er schnell genug, besonders wenn er sich an Staus herum schlängeln kann. Dies tut er mit einer Eleganz, die jeden Autofahrer sehnsüchtig hinterherschauen lässt. So war eine Strecke von 13,6 Kilometern, für die ich normalerweise mit dem Auto oder Bahn 45 Minuten brauche, locker in 30 Minuten zurückgelegt. Lässiges Sommerfeeling inklusive. Bergab brachte es der unu sogar auf 48 km/h pro Stunde, da hörte es dann auch auf. Bergauf musste man schon ein wenig Geduld mitbringen, auch wenn er laut Hersteller eine maximale Steigung von 24 % locker packen sollte. Was er gar nicht mag, sind Pflastersteine und davon gibt es in Hamburg reichlich. Da sowohl die Federung als auch der Stecker zwischen Roller und Akku hart auf die Probe gestellt. Ganz vom Fahrer abgesehen. Einmal wurde dabei die Stromzufuhr gekappt und der Roller rollte ohne Saft die Straße entlang. Möglicherweise war aber auch der Stecker zu locker von mir verkabelt, denn eigentlich steckt der Akku fest drin. Nach einem erneuten kurzen Aufstecken ging es auch schon flott weiter. Mit nur neun Kilo kann man den Akku nach seiner Fahrt entspannt aus dem unu E-Roller ausnehmen und an die heimische Steckdose anschließen. Zwei Stunden braucht er um bis zu 70 % geladen zu sein und nur vier um seine vollständige Kapazität auszuschöpfen. Zudem ermöglicht das “Kinetic Energy Recovery System (KERS)” beim Bremsen, Energie wieder in den Akku zurückzuführen. Es können bis zu 10 % sein. Das sind ca. 5 km, die man dann zusätzlich wieder in seinen Akku speisen kann. Doch das Bremsen will gelernt sein. Wer zu hart zugreift hüpft auf seinem Sitz schon mal nach vorn. Mit Gefühl heißt hier die Devise. Wer will kann sich auch zwei Akkus leisten und so den unu bis zu 100 Kilometer Reichweite aufstocken. Ein kleiner Nachteil: der Akku muss manuell ausgetauscht werden. Bei der Konkurrenz sind arbeiten die beiden Akkus gleichzeitig. Aber sollte jemals ein Ersatzakku benötigt werden, hat man bei unu Motors einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zu allen anderen Herstellern: der Akku ist bezahlbar. Mit nur 690 Euro ist man dabei. Außerdem haben die Münchener mit Sitz in Berlin auch das ganze Thema Recycling zu Ende gedacht.

 

Bis zu Ende gedacht: Akku Recycling

Gebrauchte unu Elektroroller Akkus werden in Zusammenarbeit mit GRS Batterien recycelt oder als Energiespeicher für regenerative Energie-Anlagen verwendet. So profitieren die Städte auch nachhaltig davon. Doch erst mal profitierte ich vom Fahrspaß und von den neidischen Blicken aller anderen Straßenteilnehmer. Tja, so sexy kann E-Mobilität aussehen, meine Damen und Herren. Wer noch einen Beifahrer mitnehmen will, kann das gern tun: Zwei Helme lassen sich außen anhängen und mit dem Sitz abschließen. Dies haben wir leider nicht ausprobieren können, aber auch da sollten die neidischen Blicke sicher sein. Wer will besorgt sich noch eine Box, die es nicht ab Werk zu kaufen gibt, um Weiteres auf seiner Tour mitnehmen zu können.

Fazit: Der Sommer kann kommen! Mit einem unu E-Roller ist man nicht nur sehr stylisch unterwegs, sondern mit sehr viel guter Laune. Die tollen matten Lackierungen bringen frischen Wind auf den Markt der E-Mobilität und zeigen, dass E-Roller richtig schick aussehen können. Auch preislich kann sich ein unu Elektroroller sehen lassen: Ab 1.799 Euro gibt es den tollen Stadtflitzer mit 1000 Watt. Wer mehr will muss, natürlich entsprechend tiefer in die Tasche greifen, aber es gibt eine monatliche Finanzierung, die den kleinen E-Roller auch für den kleinen Geldbeutel bezahlbar machen. Ebenfalls ein Vorteil den unu Motors anbietet. Dazu kommen dann nur noch 80 Cent auf 100 Kilometer laufende Kosten. In nur wenigen Wochen wird der kleine Flitzer mit DHL in einer Box direkt vor die Haustür geliefert und passt mit seinen Maßen von 170 cm Länge, 103 cm Höhe und 130 cm Breite (mit abnehmbaren Spiegeln) locker in eine Fahrradbox. Das Herz war schwer, als ich den Flitzer wieder abgeben musste, doch sicherlich dürfte sich schon bald ein neuer unu E-Roller in unserer Straße auffinden lassen, bei dem Gefühl von „Haben will“, das der unu bei allen ausgelöst hat absolut kein Wunder.

Fotos & Text: Simone Amores

Plug-in Hybrid SUV ab 29.900 €

Mitsubishi rollt den roten Teppich für die neuen Formen der Mobilität aus. Der japanische Hersteller senkt die Preise für sein attraktives Plug-In-Hybrid SUV Outlander deutlich. Für Kunden summiert sich der Vorteil auf 10.000 Euro, denn auf den staatlichen Kaufzuschuss für Plug-in Hybride (1.500 Euro) legt Mitsubishi noch einmal  8.500 Euro. Damit sinkt der Einstiegspreis für den Outlander Plug-in Hybrid beim Händler auf 29.990 Euro.
Das umweltfreundliche Familien-SUV von Mitsubishi wird damit zum günstigsten Modell seiner Klasse in Deutschland.
Die Aktion ist auf den Zeitraum bis zum 31.Dezember 2017 begrenzt.

Anzeige: Mit ZF auf der Straße zur „Vision Zero“

Im Driving Camp Pachfurth bei Wien konnten Bjoern, Jan von Ausfahrt TV und Jens von rad-ab.com einmal sehen, woran ZF gerade arbeitet. Der Friedrichshafener Automobilzulieferer hat Pressevertreter aus der ganzen Welt eingeladen um an seiner Vision teilzuhaben: „On the road to Vision Zero“. Dieser Leitspruch steht für null Unfälle und null Emissionen – und das bis Zum Jahr 2025. Dabei hat sich Bjoern auf die Experten von ZF Friedrichshafen gestürzt, um ihnen ihr Wissen zu entlocken, während Jens die Technik beim Fahren erleben durfte. Und Jan? Der musste moderieren.

On the Road to Vision Zero

ZF Friedrichshafen hat bei seinem Weg zur „Vision Zero“ sogar ein eigenes Auto entwickelt. Was zunächst aussieht wie ein handelsüblicher Volkswagen Touran, verhüllt bestens, dass unter dem Blech eigententwickelte Technik steckt. So verfügt der Technologieträger über eine aktive Vorder- und Hinterachslenkung, über einen Elektroantrieb und Assistenzsysteme noch und „nöcher“. Dabei hat Jens die Möglichkeit das Vision Zero Vehicle auszuprobieren.

Los geht es mit der Imitation eines Falschfahrers. Jens kann es nicht lassen: Schilder warnen zwar mit „STOPP, FALSCH! Einfahrt verboten!“, aber er muss einfach mit Vollgas in die falsche Richtung brettern. Doch das Auto, das mit einem riesigen Touchscreen à la Tesla, ausgestattet ist, bremst selbsttätig herunter und hält an. Und das, obwohl Jens voll auf dem Gas steht. So geht es nur noch rückwärts heraus – ein echter Sicherheitsgewinnt. Bei Bedarf lässt sich das System aber auch ausschalten. Ein weiterer Test: Bodenschwellen. Nähert man sich fiesen Verwerfungen, erkennt das Vision Zero Vehicle diese und strafft die Gurte, und verhindert damit, dass man das Lenkrad verreißt.

Wenn man nicht ganz bei der Sache ist

Eine weitere große Gefahr beim Fahren ist ein abgelenkter Fahrer. Jens kann das bestens simulieren und schaut für längere Zeit auf das große Infotainment. Das Fahrzeug erkennt dies, gleichzeitig aber auch, dass eine Kurve vorausliegt. Also passt es die Geschwindigkeit automatisch an, obwohl Jens mal wieder Vollgas gibt. Das Vision Zero Vehicle wird langsamer, lenkt optimal ein und beschleunigt am Ende der Kurve wieder. Und Jens? Der ist schon wieder beim nächsten Highlight: Den integrierten Kindersitzen. Zwar keine Neuheit, doch wurden diese um eine sehr sinnvolle Erfindung ergänzt – ein höhenverstellbares Gurtschloss. Oftmals ist es, gerade bei sperrigen Kindersitzen, zu tief angebracht. Doch hier reicht ein kurzes Einknicken des Sitzes und das Schloss fährt automatisch hoch.

Das Heck lenkt mit: Die ZF Hinterachslenkung

Eines der Highlight für Bjoern, das ZF Friedrichshafen entwickelt hat, ist die aktive Hinterachslenkung. Als bekennender Pick-Up-Fan freut er sich besonders über dieses Gimmick. So schlagen die Hinterräder des 5,80 m langen Ford F150 um bis zu 12 Grad ein. Das sieht zunächst so aus, als wäre die Hinterachse gebrochen, erhöht die Agilität des Goliaths aber immens. Als Test-Fahrer durfte Jens ans Steuer und einen Parcours absolvieren: Hier verhielt sich der riesige Ford 150 eher wie ein Kompakt-Auto, denn wie ein LKW. Frank Berger, Experte in diesem Thema, erklärt, dass dafür der Hub vergrößert wurde, was die Kunden in Zukunft integrieren würden. D.h. dass das Radhaus vergrößert und Platz freigehalten werden muss. Kunden sind dabei aber keineswegs die Endverbraucher wie Max Mustermann oder Otto Normal, sondern Automobilhersteller. ZF spielt also im Pool der ganz Großen mit!

Safety First für relaxtes Fahren

Ganz groß sehen die Friedrichshafener auch die Verkehrssicherheit: 1,25 Millionen Verkehrstote gibt es jährlich zu beklagen – weltweit versteht sich. Insgesamt 50 Prozent aller Unfälle in Deutschland würden durch den Fahrer verursacht. Und um diese recht hohe Zahl zu senken gebe es nur eine Möglichkeit – der Fahrer als Gefahrenquelle muss eliminiert werden. Bjoern sprach dazu mit dem Experten Dr. Gumpoltsberger, der erklärte, was für die „Abschaffung des Fahrers“ innen und außen am Fahrzeug verändert werden müsse. Zum einen seien neue Sensoriken für automatisiertes Fahren nötig. Nur so können Unfälle rechtzeitig erkannt werden. Zum anderen müssen neue Airbagsysteme erfunden werden. Darüber hinaus bräuchte es immer bessere Innenraumkameras zur Erkennung des Fahrers und dessen Handelns – wie Jens im Test eindrucksvoll gezeigt hat. Wenn diese Systeme flächendeckend etabliert und ausgereift seien, könne man das autonome Fahren dafür nutzen, um im Auto komplett zu relaxen. Der Ansatz von ZF für die Zukunft ist, dass der Fahrer schlafen, arbeiten, oder einen Film schauen kann, während das Auto fährt. Und egal in welcher Position er sich befindet – es besteht immer Schutz im Falle des Unfalls.

Neben diesen Themen befasst sich ZF Friedrichshafen mit der E-Mobilität und zeigt Plug-In Fahrzeuge sowie zahlreiche neue Exponate. Dazu zählt etwa das Porsche PDK mit Elektromotor, wie es im Porsche Panamera e-Hybrid arbeitet. Hier arbeitet die E-Mobilität als Boost und macht Spaß. Die Kraft des E-Motors ist stark spürbar. Betrachtet man das Schnittbild des 8-Gang-PDK, entdeckt man diesen E-Motor und ist erstaunt, wie klein er eigentlich ausfällt. Michael Wetzel von ZF erklärt, dass dieses E-Aggregat 100 kW / 136 PS an Leistung bringt. Ein großer, ausgestellter E-Motor schafft es auf 150 kW. Der Größenunterschied liegt im System selbst erklärt: Der kleine Motor ist für Hybride geeignet. Der große Antrieb hingegen für reine Stromer und ist damit auf eine höhere Dauerleistung ausgelegt. Diese entspricht 150 kW, die Kurzleistung liegt hingegen bei 75 kW.

See, Think, Act mit ZF Friedrichshafen

All diese höchst-spannenden Themen stehen unter einem Motto: „See, Think, Act“. Das Auto soll in Zukunft Infos aufnehmen, auswerten und daraus Handlungen erfolgen lassen. Ein Beispiel für das Sehen: Die Kamera-Technologie. Einst begannen Kameras mit einem Blickwinkel von 52 Grad, während man heute bei rund 100 Grad angekommen ist. Das funktioniert mit Hilfe der Three-Cam. Für das „Think“ könne man das gläserne Steuergerät heranziehen, das alle Informationen verarbeite. Hier entwickelt NVidia stark mit – ein Hersteller, der Vielen von Grafikchips bekannt sein dürfte. Beim Thema „Act“ können die Hinterachslenkung, Servopumpen oder viele andere Teile, die wir so oder in ähnlicher Form bereits aus dem Fahrzeug kennen, herangezogen werden. Sie führen die Tätigkeiten des „See“ und vor allem des „Think“ aus.

Eine große Menge an Neuerungen und Erfindungen. Was gefällt Euch am besten? Welche Innovationen interessieren Euch am meisten? Lasst es uns wissen und lasst einen Kommentar da. Wir freuen uns auf regen Informationsaustausch!

Renault Zoe E-Sport Concept – Der E-Mobilitäts-Beschleuniger

Mit 400 Kilometern elektrischer Reichweite hat der überarbeitete Renault Zoe kürzlich gegenüber der E-Auto-Konkurrenz ein Ausrufezeichen gesetzt. Was mit emissionsfreien Antrieben sonst noch möglich ist, zeigen die Franzosen auf dem Genfer Salon (bis 19. März) mit der Studie Zoe E-Sport Concept.

Renault zeigt die Studie einer Rennversion des Zoe

Das Schaustück ohne Chancen auf eine Serienumsetzung wird von zwei Elektromotoren mit zusammen 340 kW/462 PS angetrieben, die den über die Vorder- und Hinterräder angetriebenen Kleinwagen in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultieren können. Maximal sollen 210 km/h möglich sein, erreicht werden diese bereits nach zehn Sekunden.

Das Viereck-Lenkrad kennt man aus der Formel E

Um das Gewicht gering zu halten, wurde die Karosserie aus Karbon gefertigt. Darunter steckt ein Rohrrahmen-Chassis aus dem Rennsport. Trotzdem bringt der Kleinwagen noch 1.400 Kilogramm auf die Waage, rund ein Drittel davon entfällt allein auf die beiden Batterien mit einer Kapazität von 40 kWh. Zur Reichweite macht der Hersteller keine Angaben, die immense Motorleistung dürfte den Stromvorrat aber deutlich vor den 400 Kilometern des Straßenmodells leergesaugt haben.

Entwickelt wurde die Zoe-Studie gemeinsam mit Renaults Motorsportabteilung

Auch wenn das E-Concept technisch nur wenig mit dem normalen Zoe zu tun hat, orientiert es sich äußerlich deutlich an dem Kleinwagen. Die Karosserie ist blaumatt lackiert und wird von gelben Details an Frontschürze und Spiegeln geschmückt. Den Kontakt stellen 20-Zoll-Räder mit Slick-Reifen her. Innen entfernt sich die Studie stärker von der Serie, unter anderem gibt es ein eckiges Lenkrad im Formel-E-Stil.
(Holger Holzer/SP-X)

Mitsubishi Outlander PHEV: Einfach überall laden!

Seit über zwei Jahren fahren wir bei mein-auto-blog nun den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Test. Seit über zwei Jahren genießen wir die teil-elektrische Fahrt. In der Zwischenzeit haben wir viele andere Elektrofahrzeuge getestet und wenn es noch ein Problem mit der Elektromobilität gibt, dann betrifft es die Lade-Möglichkeiten. Unvergessen unser Fiasko im e-Golf mit dem Flughafen Frankfurt. Unvorstellbar, aber wahr: Der FRAport besitzt über 12.000 Parkplätze, aber nur eine Ladesäule (1x Typ2, 1x 230V Schuko). Sinnvoll also, wenn man sich mal Gedanken über die Alternativen macht.

Test: Mobile Ladesäule für den Mitsubishi Outlander PHEV

Mobiler „Multicharger“ 22kW

Es war an der Zeit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wenn Ladesäulen nicht so schnell aus dem Boden wachsen wie benötigt, dann muss man eben seine ganz eigene Ladesäule einpacken. Eine mobile Ladesäule vom Anbieter car-go-electric.de ist unser Testgerät: „Mobile EV-Ladestation Multicharger 22kW“ lautet der Namen der kleinen grauen Box.

Abwärtskompatibel

Der Mitsubishi Outlander PHEV zapft sich selbst maximal 3.7 kW durch die Leitungen, die mobile Ladebox von car-go-electric würde jedoch bis zu 22 kW anbieten. Der größte Vorteil ist aber, auch dort, wo kein Schukostecker oder ChaDeMo bereitsteht, lässt sich der Plug-in Hybrid Outlander damit laden. Denn die Box kommt mit einem bunten Kabelsalat!

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100%-Mobil!

Beim ersten Auspacken fällt die kompakte Bauform der Box auf. Handlich wirken sie und das Gehäuse gut verarbeitet. Damit wir die Box mit auf Reisen nehmen und wirklich überall frischen Ionen-Strom zapfen können, haben wir das gesamte Portfolio an Adapterkabeln geordert. Vom Schuko bis zum 32 Ampere CEE-Stecker ist alles dabei. Das Thema „Camping-Steckdosen“ ist für mich derweil ein völlig neues. Dass es hier eigene Stecker gibt, war mir bislang nicht bekannt.

Camping-Strom und von 16 bis 32 Ampere, alles machbar!

Eine Tiefgarage ohne Lademöglichkeit?

Wer sich eine mobile Wallbox anschafft, der wird nie wieder vor diesem Problem stehen. Denn im Prinzip gibt es keine Tiefgaragen ohne 16 oder 32 Ampere CEE-Stecker. Dank der locker im Kofferraum verstauten mobilen Wallbox lädt unser Plug-in Hybrid Outlander nun an jeder Steckdose.

Selbst die Lösung, auf Campingparkplätzen elektrisch laden zu können, lässt sich mit den passenden Adapterkabeln einrichten. Im Prinzip macht so eine mobile Wallbox genau das, was man von den etablierten Automobil-Herstellern erwarten sollte: Sie ermöglicht das „Laden überall“. Warum eigentlich wurde das nicht gleich so umgesetzt?

Wir wollen die mobile Wallbox im Kofferraum des Plug-in Hybrid Outlander nicht mehr missen, sobald wir auf Reisen sind. Wie lösen Sie das? Laden Sie unterwegs nicht? Suchen Sie öffentliche Ladesäulen, oder haben Sie eine ähnliche Lösung umgesetzt? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Toyota Prius PHEV – Nur noch kurz die Welt retten

Schon mal Hybrid gefahren? Egal, wie die Antwort ausfällt: Man kann sich denken, dass es ein ganz besonderes Erlebnis ist. In meinem Fall kann ich die Eingangsfrage mit „ja“ beantworten. Dennoch schwang ein seltsames Gefühl der Ungewissheit vor der ersten Fahrt mit dem Toyota Prius PHEV mit. Was würde mich erwarten? Der Kompakte mit dem grünen Gewissen macht es einem aber leicht, ihn zu mögen und schafft es, die Sorgen vor der elektrifizierten Zukunft schnell in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir wollen uns einmal anschauen, was den neuen Toyota Prius PHEV auszeichnet. Read more

E-Mobilitäts-Offensive – Ford gibt Strom

Ford geht im Bereich Elektromobilität in die Offensive. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,32 Milliarden Euro) investieren, um neue Antriebstechniken und Modelle zu entwickeln sowie die dafür nötigen Produktionsanlagen aufzubauen. In den nächsten fünf Jahren sollen 13 neue Serienfahrzeuge mit elektrifizierten Antriebssträngen in verschiedenen Märkten an den Start gehen.

Über einige Modelle mit E-Antriebstechnik hat Ford bereits erste Details verraten. So will der Konzern 2020 im heimischen US-Markt Hybridvarianten des Pick-ups F-150 und des Mustang anbieten. Das Sportcoupé soll mit Unterstützung eines zusätzlichen E-Antriebs neben Effizienzvorteilen auch mehr Leistung bieten. Für Europa plant Ford bereits 2019 zudem einen Transit Custom mit Plug-in-Hybridantrieb. Des Weiteren will der Konzern 2020 einen neu entwickelten, batterieelektrischen Crossover mit fast 500 Kilometer Reichweite auf den Markt bringen. Außerdem engagiert sich Ford mit einigen europäischen Herstellern am Aufbau von Schnellladepunkten.

2021 will der Hersteller darüber hinaus für Anbieter digitaler Mobilitätsdienstleistungen ein autonom fahrendes Großserienfahrzeug mit Hybridantrieb anbieten. Und schließlich soll es speziell für die USA zwei neue Polizeifahrzeuge geben, die ebenfalls mit Hybridantrieben ausgerüstet sind. (Mario Hommen/SP-X)

Weltpremiere: smart electric drive

Wir durften bereits mitfahren, jetzt steht der smart mit dem Elektro-Herzen vor der offiziellen Weltpremiere. Bereits vor der Messe in Paris alle wichtigen Fakten zum neuen smart electric drive auf autohub.de!

Weltpremiere: smart electric drive

Stadtfloh mit Herzschrittmacher

Von Anfang an als perfektes Stadtauto erdacht, hat sich auch der smart den Zwängen der automobilen Evolution unterwerfen müssen. Mittlerweile teilt er sich die Plattformen mit einem französischen Zwilling und ein wenig in die Breite gegangen ist er auch. Das soll aber nicht hinderlich sein, denn ganz nebenbei hat er auch an Komfort und Alltagsnutzen zugelegt. Und jetzt gibt es auch wieder eine Variante mit Elektromotor.

Preise, Leistung, Ausstattung – alles zum neuen smart electric drive

Wenn der neue smart Anfang 2017 die europäischen Straßen erobert, wird man ihn in drei Karosserie-Varianten erhalten. Den „Klassiker“ fortwo, den kleinen Zweisitzer. Dazu die Cabriolet-Variante des fortwo und, und das ist neu, der smart wird erstmalig auch als Viertürer und Fünfsitzer in der elektrischen Antriebsvariante erhältlich sein.

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Sein E-Motor hat 60 kW und die von der Deutschen Accumotive stammenden Batteriezellen besitzen eine Kapazität von 17.6 kWh. Damit sind die wichtigsten Fakten für ein E-Mobil eigentlich genannt. Fast. Denn spannend ist der kommende Schnelllader, den smart 2017 als Option anbieten will. Mit den dann anliegenden 22 kW wird sich der elektrische Stadtfloh binnen 45 Minuten laden lassen. Sein 160 Nm starker E-Motor läuft damit dann binnen einer sehr überschaubaren Wartezeit zu Höchstform auf. Für die elektrische Reichweite sind derzeit 160 Kilometer nach NEFZ-Norm genannt. Bei der Höchstgeschwindigkeit sind 130 km/h angesagt.

Natürlich wird man den Elektro-smart auch per App am Smartphone überwachen können, vorheizen und kühlen und wer besonders effizient unterwegs sein möchte, kann dies per ECO-Modus tun. Eine Besonderheit dürfte auch die Rekuperation per Radarsensor sein. Den vorausfahrenden Verkehr im Blick, kann der smart so die Rekuperationsstärke selbst steuern. Das lässt den Raum für maximale Effizienz. Ausrollen oder rekuperieren, je nach Situation.

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Auf den Markt kommt der neue smart electric drive im übrigen zuerst in den USA – bei uns wird der elektrische smart (fortwo) ab 21.940 € erhältlich sein! 

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Test: Mercedes-Benz B-Klasse ED

Einen Mercedes-Benz bewirbt man nicht mit Rabatten und Nachlässen. Nein. Dabei hat die Bundesregierung gerade eine Summe von 4.000 € vom durchaus schmerzlichen Preisschild der B-Klasse 250e abgezogen. Damit geworben wird nicht. Eventuell auch, weil man eh 50% der E-Mobilitätsförderung selbst tragen muss – und weil ein stolzer Preis ja auch von einer beeindruckenden Wertigkeit zeugen kann. Doch ist es wirklich richtig, dass die B-Klasse als „electric drive“ die teuerste B-Variante darstellt? Teurer als ein 211 PS starker B250 mit 4matic-System? Und fast 3.000 € teurer als die annähernd gleich starke Dieselvariante B220d? Wir finden es heraus.

electric reif

Test und Fahrbericht der Mercedes-Benz B-Klasse ED

B 250e und das B steht für Baby-Tesla? Ähm. Nein. Die B-Klasse ist zwar seit 2014 auf dem Markt und wurde mit der Hilfe von TESLA geboren – immerhin stammt der Antriebsstrang von TESLA – aber die B-Klasse steht für eine bekannte Fahrzeuggröße bei Mercedes-Benz. Mit dem kleinen „e“ im Namen wird aus dem Altherren-Taxi jedoch eine spannende Alternative für den Alltag.

Die Vorteile der B-Klasse – aufrecht sitzen, gute Kopffreiheit und eine Übersichtlichkeit, wie man sie heute kaum noch bekommt – bleiben auch mit der Elektrifizierung des Antriebsstranges erhalten. Dass der von TESLA stammende 132 kw starke E-Motor unter die vordere Haube passt, war eh klar. Aber auch die Batterien werden in der B-Klasse ordentlich untergebracht. Das 28 kWh-Batteriepaket kommt fast vollständig im doppelten Boden der B-Klasse unter. Das wirkt ganz so, als hätte da jemand richtig mitgedacht.

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Test Fahrbericht 037 Mercedes B-Klasse ED

Weil 132 kW mehr sind als 180 PS

Okay, natürlich sind 132 kW genau 179,52 PS – aber das Drehmoment eines Elektromotors ist eben einfach sofort da. Die Kraft, die man spürt, 340 Nm, stellt sich weder nach einer Turbo-Gedenksekunde ein, noch sind Drehzahl-Eskapaden notwendig. Und auch der richtige Gang muss nicht erst gesucht werden. 340 Nm sind immer da. Und geschaltet wird auch nicht. Die bis zu 9.900 Umdrehungen des E-Motors reichen aus, um bis Tempo 160 zu beschleunigen.

Um sich aus dem Stand auf Tempo 100 zu zoomen, sind 7.9 Sekunden notwendig. Allerdings zählt das im Alltag nichts. Denn mit dem E-Mobil wird man lockerer. Unverkrampft lässt es sich durch die Landschaft gleiten. Stop & Go-Verkehr wird zur Partyzone des E-Motors. Völlig frei von Zugkraftunterbrechungen geht es über Land und hier ist es vor allem der Sprintwert von 60 auf 100 km/h, also die klassische Disziplin des LKW Überholens, die so richtig beeindruckt. 60 auf 100 km/h, ohne die Gänge zu sortieren, auf Ladedruck zu warten oder Drehzahlleitern zu erklimmen, binnen 3.9 Sekunden abgehakt.

Über Landstraßen zu gleiten, ist neben dem Stop & Go in der Stadt die Königsdisziplin der B-Klasse ED. So um die 100 km/h das Frontrader nutzen, um frühzeitig zu rekuperieren, anstatt hinter einem voraus Fahrenden zu bremsen. Die elektrische B-Klasse nutzt den Radarsensor im Kühlergrill, um effizienter zu bremsen. Leider hat man bei Mercedes jedoch vergessen, diesen Sensor auch gleich für den Tempomaten zu nutzen, denn dieser kommt leider ohne jede adaptive Funktion. Merkwürdige Entscheidung.

Alt-Herren Gehhilfe oder Vorbote einer besseren Zeit?

Test Fahrbericht 057 Mercedes B-Klasse ED

Mehr Reichweite, auf Knopfdruck

Der elektrische Antrieb und das Lithium-Ionen Paket schlagen beim Leergewicht natürlich heftig ins Kontor. Mit 1.73 Tonnen ist die B-Klasse leicht als adipös zu bezeichnen. Auf der anderen Seite verleiht ihr dieses Gewicht, das zudem glücklicherweise tief unten sitzt und damit den Schwerpunkt senkt, eine gewisse Reife auf der Landstraße. Die B-Klasse wirkt nicht schwerfällig oder überladen, sondern gereift und erwachsen. Handlich ist etwas anderes, von Behäbigkeit jedoch keine Spur. Es ist eher das satte Fahrgefühl einer großen Limousine. Dass man dabei aufrecht im Innenraum Platz findet, die A-Säule einem nicht den Scheitel neu setzen will, das alles sind Zusatzpunkte des guten Fahrgefühls.

Und wie weit kommt man damit? Es ist die absolute Standardfrage. Und es ist immer noch ein K.o.-Kriterium für viele. Von bis zu 200 km spricht Mercedes-Benz, mit Range Plus noch einmal 30 Kilometer weiter. Die Reichweitenangabe basiert jedoch auf den – wie immer- üblichen Laborwerten und muss relativiert werden. Je nach Fahrmodi gibt der Bordcomputer eine Reichweite aus, die auf den zuvor erreichten Stromverbrauchswerten basiert. Da kann im S-Modus (volle Leistung, spontan und kraftvoller Antritt), trotz des vollen Akkus, der Wert von 128 km im Bordcomputer auftauchen. Wer auf E oder E+ stellt, überzeugt die Anzeige dann zu einem „um die 140  bis 155 km“. Allerdings ist das noch immer das größte Problem. 155 km? Selbst wenn die Reichweite ausreicht für den Alltag von 99% aller Autofahrer, man fährt mit einem E-Auto aktuell noch nicht mit einem guten Gefühl auf die 0 km Reichweite zu. Ein Sicherheitspolster von 20 km würde ich als normal betrachten. Bleiben 100 bis 130 km in der realen Welt.

Weiter mit RANGE PLUS

Gegen Aufpreis bietet Mercedes-Benz den „Range Plus“-Taster an. Wer diesen auf der Fahrt drückt, der vergrößert den Wirkungshub und das Ladefenster der Batterie und damit die Reichweite. Ein Plus von bis zu 30 km gibt Mercedes-Benz an. Zieht man die üblichen Prozente aus dem Normverbrauchsthema ab, dürften 20 km realistisch sein. Range Plus kostet Aufpreis und geht theoretisch zu Lasten des 28 kWh-Akkus. Da die 28 kWh jedoch nur die Nenn-Kapazität sind und der gesamte Akku eher im Bereich von rund 32-34 kWh liegen dürfte, arbeitet man bei Mercedes-Benz hier mit einem cleveren Lademanagement der Batterie. Die Technik an sich stammt von TESLA. Die Nutzung von RANGE PLUS nimmt keinen Einfluss auf die 8-Jahre Garantie, die man von Mercedes-Benz auf die Batterie gibt.

Test Fahrbericht 055 Mercedes B-Klasse ED

Mercedes.me

Ausgesperrt und schlecht informiert?

Digitalisierung ist das Schlagwort. Konnektivität spielt eine Hauptrolle. Auch bei Mercedes-Benz und deswegen gibt es Mercedes Me. Ein Portal, eine digitale Schnittstelle zwischen Nutzer und Auto, zu bedienen über das Web oder per App auf dem Smartphone. Der Test mit der ED-Version der B-Klasse zeigt jedoch die Mängel der aktuellen Mercedes Me-Generation. Mängel? Ja.

Wie voll ist eigentlich der Akku? Es ist die schlichtweg wichtigste Information, die man bei einem E-Fahrzeug benötigt. Wie voll ist der Akku? Eine App, die einem auf dem Smartphone den Ladezustand des Auto anzeigt, ist also mehr als sinnvoll. Die Digitalisierung des Automobils schreitet voran, Konnektivität zieht in die Autos ein – die B-Klasse ED verrät über die Mercedes-ME App jedoch nichts vom Ladestand der Batterien, über Restlade-Zeit oder mögliche Reichweiten. Merkwürdig.

Mach mal das Auto zu! „Das Fahrzeug ist nicht verschlossen.“ Wer seinen Mercedes verlässt und das Fahrzeug nicht verschließt, den erinnert Mercedes.Me per App. Soweit die App installiert und das Fahrzeug in der App hinterlegt ist. Praktische Funktion. Denn die App bietet zugleich an, das Fahrzeug nun Remote zu verschließen. Sehr praktisch. Bis zu dem Punkt, an dem sich das Fahrzeug nicht mehr entriegeln lässt. Der Schlüssel lag im Fahrzeug, das Fahrzeug per App verriegelt und dann – vor dem Auto stehend, ließ es sich nicht mehr entriegeln. So etwas passiert natürlich an einem Samstag, die Mercedes.Me-Hotline arbeitet samstags jedoch nicht. Der Mercedes-Pannendienst ist hilflos. Das Fahrzeug abschleppen, einen Ersatzwagen erhalten zu erhalten, lautete das Angebot.

Noch während ich auf den Abschlepper wartete, entriegelte sich das Fahrzeug wieder … Sachen gibt es. Merkwürdig allemal!

Test Fahrbericht 077 Mercedes B-Klasse ED

Elektrischer Fahrspaß und Laden mit Weile

Auch wenn die gesamte Akku-Technik, der E-Motor und die Steuerungseinheiten von TESLA kommen, so richtig „schnell Laden“ hat Mercedes-Benz der B-Klasse nicht gegönnt. Gerade mal 11 kW lassen sich nachfüttern, da dauert das Vollladen dann über 2.5 Stunden. Warum man sich bei Mercedes-Benz so entschieden hat? Wir wissen es nicht. Aber wie genial wäre es gewesen, hätte sich Mercedes-Benz auf eine Kooperation mit TESLA und deren Supercharger-Netz eingelassen. Die Reichweite wäre ein noch kleineres Thema gewesen. Die Ladezeiten herzhaft verkürzt. So bleibt einem, will man die maximalen Reichweiten erreichen und nicht frühzeitig durch die Akku-Reichweitenanzeige in Panik versetzt werden, nur das Reduzieren der Leistung. Im E-Modus bleiben 98 kW und im E+-Modus wird sogar auf 65 kW begrenzt. Alles mehr als ausreichend im Alltag – aber hey, wenn 180 PS da sind, dann will man die auch nutzen.

Wer sich eine 400 Volt (16A) Wallbox leistet, der lädt die B-Klasse ED also in rund 2.5 bis 3 Stunden vollständig auf. Wir haben das Fahrzeug an unserer mobilen Wallbox (22kW) aufgeladen – einen Vorteil hat das nicht. Das Aufladen an der normalen 230 Volt-Steckdose dauert gute 9 Stunden!

Test Fahrbericht 012 Mercedes B-Klasse ED

Effizienz-Messung

623 Tassen Kaffee kochen oder eine Runde auf unserer Verbrauchsmessstrecke fahren. Mit 8.9 kWh für 42 Kilometern zeigt sich: Einfach mal so billiger fahren als mit einem „kleinen“ Diesel kann man auch mit einem E-Auto nicht. Es sind schon zwei Schritte auf einmal notwendig. Selbst gezapfter Strom zum Nulltarif verändert jedoch die gesamte Rechnung. Wer sich für die Effizienz-Messung der B-Klasse ED und unsere Gedanken zum Energiewandel interessiert, der liest hier den ganzen Artikel.

Test Fahrbericht 007 Mercedes B-Klasse ED

Merkwürdige Zeiten

Es sind merkwürdige Zeiten. Zeiten, in denen man sich über manches wundert, sich vieles verändert. Für den Otto-Durchschnittsfahrer sind über 140 km elektrische Reichweite mehr als ausreichend. Gespräche mit B-Klasse Fahrern während des Tests haben gezeigt: Interessiert an der e-Mobilität sind sie alle, das tolle Raumgefühl der B-Klasse ist für die Käufer immer ein Hauptgrund gewesen – aber nicht einmal 200 km Reichweite in der Realität? Ein Grund, zum Diesel zu greifen. Fragt man nach den Jahresfahrleistungen, bekommt man 12.000 km genannt. Am Tag? Selten mehr als 60 km. Eigentlich ideale Bedingungen für die E-Mobilität. Nur die Sache mit der „Veränderung“, die ist vielen dann doch unangenehm. Merkwürdig, oder?

Test Fahrbericht 018 Mercedes B-Klasse ED

Premium-Elektromobilität

Basispreis: 39.151 € sind eine Ansage. Und wer sich die üblichen Verdächtigen auf der Aufpreisliste aussucht, also elektrische Sitze mit Memory, das Range Plus Paket, Sitzheizung, Surround-Soundsystem, das Comand-System, Parkpilot und Rückfahrkamera, Sidebags im Fond und Pre-Safe, Keyless-Go und das Mode 2 Kabel für die Wallbox sowie den Fernlicht-Assistenten und das Intelligent Light-System ordert – der hat am Ende 52.633,70 € auf der Preisliste stehen. Da sind die 4.000 € Förderung der Bundesregierung nur ein Milli-Amperchen auf der Starkstromleitung.

Test Fahrbericht 036 Mercedes B-Klasse ED

Fazit:

Die Zeit ist drive. Electric Drive.

Ja, E-Autos sind teuer. Und ein Premium-Fahrzeug ist immer noch ein wenig teurer. Die Zeit ist jedoch reif. Und auch wenn Mercedes-Benz nicht mit der Prämie wirbt, die 4.000 € (von denen 50% eh der Hersteller tragen muss) sind nur der Anfang für die Preis-Diskussion mit dem Händler. Wer sich für ein E-Auto interessiert, dessen Extravaganz sich auf dem Level von Hildegard Knef bewegt und nicht auf dem Niveau von Amy Winehouse, der landet entweder beim e-Golf oder bei der B-Klasse von Mercedes-Benz. Und das ist gar nicht merkwürdig.

Test Fahrbericht 042 Mercedes B-Klasse ED

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„E wie einfach“

Alternative zu: e-Golf, Nissan Leaf
Passt zu: Premium fahren, aber keine Emission emittieren.
Das überzeugt: Die Optik und das Raumgefühl

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Bewegtbild: Das Video von Jan zum B250e (ausfahrt.tv)

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[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mercedes-Benz

B-Klasse ED 250e

Motor Flüssigkeitgekühlter E-Motor von TESLA
Hubraum entfällt
Leistung 132 kW
Kraft  340 Nm
Getriebe entfällt
Antriebsachse Vorderachse

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.393, 1.786, 1.557 mm
Radstand nn mm
Leergewicht 1.726 kg
Wendekreis
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,9 sec
Durchzug 60-100km/h 3,9 sec

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[toggle title=“Verbrauchswerte“]

m-a-b Minimalrunde  21.2 kWh / 100 km
Normwerte nach NEFZ 16,6 kWh / 100 km

Test, Text und Fotos: Bjoern Habegger

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Die Franzosen setzten eins drauf: 5.000 Euro Prämie für den Renault Zoe

Renault nutzt die von der Bundesregierung beschlossene Kaufprämie, um den Absatz des Stromers Renault Zoe weiter voranzutreiben. Die Franzosen beteiligen sich nicht nur an diesem Bonus, was anfänglich heiß diskutiert wurde, sondern setzen noch eins drauf. Wer sich für das kleine Elektro-Fahrzeug interessiert, bekommt von Renault zusätzlich 1.000 Euro dazu. So sinkt der Einstiegspreis für den Renault Zoe auf 16.500 Euro. Read more

Die E-Prämie der Bundesregierung – Die Hintergründe

Seit heute um 11 Uhr ist es raus: Die Bundesregierung bezuschusst den Kauf von E-Fahrzeugen – sowohl Plug-In-Hybride wie auch voll elektrische Fahrzeuge. Dafür trafen sich die Minister mit Vertretern von Volkswagen, Mercedes und BMW und entschieden die Details. Etwa eine Milliarde Euro steht bereit, um den Verkauf von E-Fahrzeugen bis 2020 auf ein Prozent der Zulassungen zu treiben. Getragen werden die Kosten paritätisch von der Automobil-Industrie und vom Bund. Read more

Audi: 35 Erdumrundungen für die E-Mobilität

Autofahren für die Umwelt? Und dann auch noch so viele Kilometer? Wenn man dabei rein elektrisch unterwegs ist, stellt das nur wenig Probleme für die Umwelt dar. So haben verschiedene Tester in 80 Audi A1 e-tron-Prototypen und 40 Audi A3 e-tron im Zuge des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ rund 1,4 Millionen Testkilometer zurückgelegt. Die Kleinwagen schafften dabei 550.000 Kilometer, während die Kompaktmodelle sogar 805.000 Kilometer hinter sich brachten. Unter dem Strich steht die positive Meinung der Tester über die Elektromobilität. Read more

Subarus ohne Allradantrieb: Die E-Bike-Collection

Subaru steht wie sonst fast keine andere Marke vor allem für eines: Allradantrieb. Die Japaner konnten über die Jahre einen wahren Kult um ihre Antriebsart schüren und bieten jedes ihrer Fahrzeuge mit dem bekannten Vierradantrieb an. Aber nicht nur hier zeigt Subaru eine Besonderheit, sondern auch bei seinem Motorenangebot: Typischerweise schlägt unter der Motorhaube des jeweiligen Modells ein Boxer-Herz. Damit brechen die Fahrräder der Japaner gänzlich: Kein Allradantrieb und keine Verbrennungsmotoren. Um voran zu kommen, muss man entweder die eigene Kraft bemühen oder sich auf einen E-Antrieb verlassen. Read more

Volvo S60 und V60 Polestar – Schnelle Schweden

Polestar ist eigentlich als Haus- und Hoftuner von Volvo bekannt. Seit der schwedische Hersteller den Veredler aber schluckte, nimmt Polestar die Rolle der Quattro-GmbH oder von AMG ein und ist für die besonders sportlichen Modelle abgestellt. Zudem ist Polestar für das Rennteam von Volvo verantwortlich und will die Rennsporterfahrung nun in die Topmodelle von Volvo S60 und V60 einfließen lassen. Dank Allrad sind diese sogar das ganze Jahr über einsetzbar. Read more

News: Nissan setzt den Bundestag unter Strom

Grüne Welle im Bundestag: Drei Tage lang können sich Mitglieder des Bundestages über alltagstaugliche Konzepte zur E-Mobilität informieren. Organisiert wird das Event vom Parlamentskreis für E-Mobilität mit rund 80 Mitgliedern, der sich besonders für dieses Thema interessiert und einsetzt. Sie informieren sich über alltagstaugliche Konzepte zur Elektromobilität und können den Nissan Leaf oder Nissan e-NV 200 erproben.

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News: Umfrage zu E-Mobilität – Hybride stärker gefragt als E-Autos

Müssten die Deutschen einen alternativ angetriebenen Pkw kaufen, würde die Mehrheit ein klassisches Hybridauto wählen. Für rund 41 Prozent der Neuwagenkäufer wäre ein Modell nach dem Zuschnitt von Toyota Prius oder Kia Niro erste Wahl, wie aus einer Umfrage des Marktbeobachters DAT hervorgeht. 24 Prozent würden sich für einen Plug-in-Hybriden entscheiden, der sich auch an der Steckdose aufladen lässt. Ein reines Batterie-Elektroauto stünde bei 22 Prozent auf dem Einkaufszettel.

Etwas mehr E-Auto-Begeisterung gibt es bei den Gebrauchtwagenkäufern. Sie optieren zu jeweils 32 Prozent für reine E-Mobile und klassische Hybridantriebe. Die Plug-in-Hybriden erreichen mit 24 Prozent Rang drei. Bei beiden Käufergruppen weit abgeschlagen: die E-Autos mit Reichweitenverlängerungen. Bei den Neuwagenkäufern überzeugen sie 13 Prozent, unter den Gebrauchthandel-Kunden 15 Prozent.

News: Mitsubishi Motors in Genf 2016

Die Mitsubishi Motors Corporation, kurz MMC. Was fällt uns zu diesem japanischen Hersteller ein? Der Pajero, das ewig tapfere Zugfahrzeug, der Lancer EVO, der einen legendären Ruf unter den Motorsport-Fans genießt und dann ganz sicher noch der zuverlässige Ruf. Moderne Fahrzeuge mit nachhaltigen Elektro-Antrieben und einem frischen Design geben der Marke einen neuen Schwung. Diesen will Mitsubishi auch auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon zeigen und stellt gleich dreizehn Exponate für das Publikum bereit. Wir beleuchten die wichtigsten Neuerungen.

Im Mittelpunkt steht bei den Japanern das Mitsubishi eX Concept. Der Crossover feiert Europa-Premiere und ist ein weiterer Schritt nach vorn, was SUV und die Elektrifizierung anbelangt. So bietet der Kompakte mit dem geländegängigen Äußeren ein E-Antriebssystem der nächsten Generation, das eine umweltfreundliche Performance, drehmomentstarke Kraft und nachdrückliche Beschleunigung bieten soll. Der Twinmotor 4WD ist, wie man es von einem Stromer kennt, flüsterleise und teilt sich auf beide Achsen auf. Sowohl vorn wie auch hinten sitzt je ein E-Motor mit 70 kW und einer Systemleistung von 140 kW. Das Allradsystem (4WD) wird dabei von einer elektronischen Dynamik-Kontrolle überwacht, damit jederzeit ein präzises Handling und hohe Fahrsicherheit gewährleistet sind. Für eine Reichweite von beachtlichen 400 Kilometern soll eine High-Performance-Batterie sorgen.

Darüber hinaus soll das Mitsuibishi eX Concept mit einer hohen Konnektivität und verschiedenen Sicherheits-Technologien aufwarten. So bezieht der Japaner Informationen von den rundum angebrachten Kameras und Sensoren und erhöht oder verringert die Geschwindigkeit und kann so einen Überholvorgang einleiten. Bislang ist das System ausschließlich für Autobahnen ausgelegt. Für ein bequemes Parken hingegen zeigt Mitsubishi einen autonomen Park-Assistenten, der mit dem Concept Car vorgestellt wird. Der Valet Parking Assistant verbindet sich mit dem Parksystem eines Hotels oder Restaurants und kann ein selbstständiges Einparken einleiten, während man selbst schon am Tisch sitzt und die Speisekarte studiert.

Äußerlich zeigt die Studie impulsives Design, das den Eindruck erwecken soll, als sei es aus einem Block geschlagen. Dabei will Mitsubishi die Linienführung eines Shooting Brake mit Eleganz und der Coolness eines Kompakt-SUV paaren. Wie ein Kompakt-SUV cool sein soll? Wir haben bei diesem Begriff eher biedere Vorstellungen. Wie eine stylische Variante aussehen könnte, sieht man aber bei Mitsubishi.

Wie es sich für ein Lifestyle-Gefährt gehört, bietet der Kofferraum reichlich Platz für die Outdoor-Ausrüstung. Doch die Japaner beschränken sich nicht nur darauf, sondern zeigen, dass ihr Design auch etwas mit Sicherheit zu tun hat. So bietet das „Shield“-Design Schutz für Fußgänger wie auch für das Fahrzeug selbst. Die Tagfahrleuchten und Blinker sitzen auf der Oberseite der Kotflügel, wo sie gut gesehen werden können. Das Abblendlicht ist wiederum im unteren Stoßfänger untergebracht, um Blendungen zu vermeiden. Dieser ist zudem mit einer Art Gummierung überzogen, um Fußgänger und den eX gleichermaßen zu schützen.

Zum Betreten des Innenraums öffnen die Türen gegenläufig und sollen so den Zustieg erleichtern. Das Interieur ist modisch zweifarbig gehalten und verfügt über eine Mittelkonsole, die zwei portable Batterien beherbergt. Sie können für das Outdoor-Abenteuer bestens genutzt werden. Über das intelligente Display im Zentrum des Armaturenbretts können die Passagiere ihr Smartphone koppeln und neueste, Cloud-basierte Applikationen nutzen – je nach Interesse und Geschmack.

Mitsubishi-L200-ASX-Genf-2016-Mein-Auto-Blog
Die Geoseek Konzepte des Mitsubishi L200 und ASX.

Weitere Highlights sind die „GEOSEEK“ Konzepte, die auf dem Mitsubishi L200 und ASX aufbauen. Sie sollen mit ihrem Stil einen Hauch von Extravaganz und Outdoor-Feeling auf die beiden Fahrzeuge übertragen. Der Look, der an Outdoor-Bekleidung erinnern soll, gestaltet sich durch eine Lackierung in „Pearl Grey“ und weist Akzente in einem lebendigen Orange auf. Besonders die Teile mit einer besonderen Gelände-Funktionalität werden in den knalligen Farbton getunkt, wie etwa die Nebelscheinwerfer-Umrandungen oder Elemente der Stoßfänger. Zudem ist ein Dachträgersystem für den Transport von Fahrrädern oder Camping-Bedarf installiert. Innen zeigen die Sitzmittelbahnen eine Kunstfaser, die besonders atmungsaktiv sein soll, während der Rest mit einer Art rutschfestem Alcantara bespannt ist. Wir sind gespannt, ob die Geoseek-Modelle ihren Weg auf die Straßen finden. Denn der ein oder andere Farbtupfer in der grauen Jahreszeit kann nicht schaden.

Fotos: Mitsubishi

News: Der Volkswagen up! Neue Gewänder in Genf

Der Volkswagen up! ist tatsächlich schon seit 2011 auf dem Markt – da wird es förmlich Zeit für ein Facelift. Das zeigen die Wolfsburger nun in Genf und verpassen dem Kleinstwagen eine Frischzellenkur. Mehr Individualisierungsmöglichkeiten und eine neue Topmotorisierung sollen den kleinen Volkswagen wieder in Schwung bringen. Aber nicht nur der up! wird in der Schweiz gezeigt, sondern auch das Concept Car eines SUV. Viel verraten die Wolfsburger dazu aber noch nicht.

Die Varianten-Vielfalt des up! ist jetzt schon nicht gerade das, was man als klein bezeichnet. So gibt es den kleinsten aller aktuellen Volkswagen in den Ausstattungs-Linien take up!, move up! und in zwei Versionen der Ausstattung color up! Hinzu gesellt sich der cross up! Bei den Motoren ist die Auswahl schon etwas übersichtlicher: Den Einstieg bilden zwei 1.0 Dreizylinder mit 60 oder 75 PS, die vom Stromer e-up! und einer Erdgas-Variante ergänzt werden. Mit dem Facelift soll aber eine neue Topmotorisierung Einzug halten, die 90 PS bereitstellt. Damit sollte Fahrspaß sogar in der kleinsten Fahrzeugklasse garantiert sein.

Der neue Volkswagen up!

Neu sind zudem zwei Modelle des up!: Zum einen der load up! und der up! beats. Ersterer soll sich als Mikro-Transporter eigenen, da er nur zweisitzig vorfährt und somit einen besonders geräumigen Laderaum bereithält. Der up! beats hingegen resultiert aus einer Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Beats Audio. Dieses Modell des Kleinstwagens bekommt ein 300 Watt Soundsystem. So kommt satter Klang auch in die kleinste Hütte. Wenn diese Variationen noch nicht ausreichen, kann man seinen neuen Volkswagen up! darüber hinaus mit neuen Außenfarben, Polstern und entsprechenden „Dashpads“ – also auf deutsch Armaturenbrett-Leisten – individualisieren. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen bilden schlussendlich verschiedene Folien-Designs, womit man dem Konkurrenten Opel Adam mindestens ebenbürtig ist.

Neben der Optik fassen die Wolfsburger auch das Infotainment des neuen VW up! an: Die Integration des Smartphones ist hier fester Bestandteil des Systems. Mit der VW App kann man nicht nur seine Musik streamen oder sich die passsende Route raussuchen, sondern auch die relevanten Fahrzeugdaten abrufen lassen. Das alles natürlich eingebettet in das neue Cockpit, das – wie es scheint – nun auch mit einer Klimaautomatik zu bekommen ist.

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Das eingangs erwähnte SUV wird ein Concept Car, das Ausblick auf ein Kompakt-SUV geben wird und fest geplant ist. Genaueres wird bislang aber noch nicht verraten. Einzig über das Bedienkonzept sprechen die Wolfsburger im Flüsterton: Es soll sich stark an das des Budd-e anlehnen und fast gänzlich ohne Schalter oder Knöpfe auskommen. Dann sind wir doch mal gespannt, ob VW endlich ein SUV auf Polo-Basis auf den Markt bringt, wie man schon länger munkelt. Der Konkurrent aus Rüsselsheim, der Opel Mokka, beackert diesen Markt bislang sehr erfolgreich.

 

News: BMW i3 Mister Porter – „Wenn´s schee mocht?!“

BMW zeigt auf dem Autosalon in Genf in diesem Jahr nicht nur den Hybrid-Sportwagen i8 in einem exklusiven Trimm, sondern auch die kleinere i-Variante als Limited Edition. Der BMW i3 Mr Porter stellt eine Kooperation des Internet-Luxusportals mit dem bayerischen Autobauer dar, die auf die Tugenden eines Gentleman abzielt. Wie sich das ausgestaltet, sieht man entweder bei uns oder in Genf. Read more

News: BMW i8 weltweit bestverkaufter Hybrid-Sportwagen

Die Bayern: Nicht nur im Fußball extrem erfolgreich. Im Sport ernten die Süddeutschen für ihre Leistungen noch Neid und Missgunst, doch BMW dürfte für seinen Erfolg eher Beifall und Ruhm gebühren. Schließlich ist der BMW i8 der bestverkaufte Hybrid-Sportwagen überhaupt. So konnten von dem flachen Hybriden mehr Exemplare abgesetzt werden, als von allen anderen Sportwagen. Dazu zählen etwa der Exot Fisker Karma oder aber der Supersportler Porsche 918 Spyder. Read more

2016: Das Jahr der Plug-in-Hybride

Das Elektroauto ist sowas von 2014. Dieses Jahr und wohl auch 2016 liegt der Plug-in-Hybrid im Trend. Oder was man landläufig so „Trend“ nennt.

Teilzeit-Stromer holen auf

Von vielen gehypt, noch von zu wenigen gekauft: Das Elektroauto hat bisher seinen Durchbruch noch nicht geschafft. Sein Anteil an den Neuzulassungen in diesem Jahr liegt bei rund 0,4 Prozent. Aktueller Heilsbringer in Sachen Elektrifizierung: die Plug-in-Hybride.

Rund ein Dutzend Modelle mit der Kombination eines Verbrennungs- und eines Elektromotors, dessen Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann, sind in diesem Jahr auf den Markt gekommen. Sie vereinen scheinbar das Beste aus beiden Welten: Elektrisch fahren und damit Sprit sparen, gleichzeitig aber dank Verbrennungsmotor eine alltagstaugliche Reichweite haben und nicht Gefahr laufen, mit leerem Akku liegen zu bleiben.

Die Aufholjagd der Doppelherz-Antriebe lässt sich statistisch ablesen: 2014 verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt 8.522 Neuanmeldungen von E-Autos, während nur 4.527 Plug-in-Hybride in Flensburg zum ersten Mal registriert wurden. Diese Anzahl hat sich 2015 bis einschließlich November bereits verdoppelt: 9.845 Teilzeit-Stromer sind in seit Januar neu zugelassen worden. Mit 10.433 Zulassungen im gleichen Zeitraum können die E-Autos ihren Vorsprung nur noch knapp behaupten.

Das liegt natürlich auch daran, dass die Autohersteller 2015 eine kleine Flut von Doppelherz-Modellen auf den Markt gebracht haben: Darunter neben jeder Menge SUV wie BMW X5, Volvo XC90, Porsche Cayenne oder dem bereits überarbeiteten Mitsubishi Outlander auch Modelle wie VW Passat oder Mercedes C-Klasse.

Denn auch für die Autohersteller vereinen die Plug-in-Hybride Vorteile aus beiden Welten. Ohne die Halb-Elektroautos dürfte es nahezu unmöglich werden, die künftigen CO2-Grenzwerte der EU einzuhalten. Auf der anderen Seite können sie die Teilzeit-Stromer als sowohl sparsam und klimafreundlich als auch absolut alltagstauglich vermarkten. Die Verbräuche von etwa um die 2 Liter sind keine Fabelwerte – aber natürlich nur mit vollgeladener Batterie und auf den ersten 100 Kilometern erreichbar. Je nach Akkugröße schaffen die PHEV genannten Halb-Stromer um die 50 rein elektrische Kilometer. Die schwere Batterie müssen die Plug-in-Hybride natürlich immer mitschleppen. Ein weiterer Nachteil: Die Doppelherz-Antriebstechnik lassen sich die Hersteller teuer bezahlen.

Zunächst dürfte sich aber im kommenden Jahr der – relative – Höhenflug der Plug-in-Hybride fortsetzen, warten doch 2016 weitere neue Modelle mit dem elektrifizierten Antrieb auf: von BMW 7er und Audi Q7 über Mercedes E-Klasse und GLC, BMW 3er und 2er Active Tourer, bis zu Kia Optima kommt eine ganze Riege von Plug-in-Hybrid-Versionen auf den Markt. Mercedes beispielsweise hat schon angekündigt bis 2017 zehn Modelle mit dieser Technik auszurüsten, Volvo bietet künftig in jeder Baureihe ein Plug-in-Modell an. Sogar der Deutschen Traumauto Porsche 911 soll angeblich ab 2018 (unter anderem) als Teilzeit-Stromer über die Landstraßen cruisen.

All die schönen Neuerscheinungen sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der allergrößte Teil der verkauften Fahrzeuge weiterhin ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Lediglich 0,3 Prozent aller Neuzulassungen von Januar bis November waren Plug-in-Hybride.

VDA-Präsident Wissmann: „Wir brauchen einen Startimpulus für Elektrofahrzeuge“

2015 war ein schwieriges Jahr für die Automobilindustrie und ob 2016 ein besseres wird, ist noch längst nicht ausgemacht. Wir sprachen mit VDA-Präsident Matthias Wissmann über die Herausforderungen des abgelaufenen und des kommenden Jahres.

Im Gespräch: Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)

„Wir brauchen einen Startimpulus für Elektrofahrzeuge“

Der VW-Skandal überschattet das Autojahr 2015, aber auch einige schwächelnde Märkte sowie politische Unsicherheiten belasten das Geschäft. Und die Elektromobilität kommt vor allem in Deutschland einfach nicht in Schwung. Wie sieht der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Vertreter von über 600 Mitgliedsfirmen das Jahr 2015 im Rückblick und was dürfen wir von 2016 erwarten?

Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie

Terrorismus, Flüchtlingsströme, VW-Skandal, schwache BRIC-Staaten, China mit reduziertem Wachstum. Welche Krise hat Sie im abgelaufenen Jahr am meisten beschäftigt?
In der Tat blicken wir  auf ein turbulentes Jahr mit vielen Herausforderungen zurück.
Obwohl manche Märkte eine schwache Performance boten – insgesamt legt der weltweite Pkw-Markt auch 2015 zu: Westeuropa, China und die USA liegen im Plus. Und natürlich waren wir sehr betroffen, als uns die Nachrichten zu VW und Diesel während der IAA erreicht haben. Wir sind von den Ingenieursleistungen in unseren 600 Mitgliedsunternehmen absolut überzeugt. Es ist bestürzend, wenn in so einem bedeutenden Unternehmen wie VW bei der Schadstoffemission manipuliert wurde.

Nach dem VW-Skandal häufen sich die kritischen Stimmen zum Dieselmotor. Kann er – auch angesichts des notwendigen Aufwands bei der Abgasreinigung – überhaupt noch eine echte Antwort für die Mobilität von morgen sein?
Die Anti-Diesel-Lobby ist derzeit lautstark unterwegs. Immer wieder wird der Versuch unternommen, den Diesel – oder gar die gesamte Automobilindustrie – unter Generalverdacht zu stellen. Dagegen wehren wir uns, mit Fakten und Argumenten. Es wäre völlig unberechtigt, wegen eines Vorgangs in einem Unternehmen jetzt die gesamte Dieseltechnologie  in Frage zu stellen, bei der die Deutschen bekanntlich weltweit führend sind. Der moderne Euro 6 Diesel erreicht mit modernsten Abgasnachbehandlungstechnologien bei der Reduktion von Schadstoffen Topwerte. Und vor allem  ist er effizienter als der Benziner. Das macht ihn so beliebt.

Er ist ein unverzichtbarer Helfer, um die beiden großen ökologischen Aufgaben erfolgreich zu meistern: die Reduktion von Schadstoffen einerseits, und die Minderung der CO2-Emissionen andererseits. Jedes zweite Auto, das in Westeuropa neu zugelassen wird, ist ein Diesel. Und jeder zweite Diesel, der in Westeuropa verkauft wird, trägt ein deutsches Markenzeichen. Die moderne Diesel-Technologie ist ein Ausweis deutscher Ingenieurskunst. Euro-6-Diesel sind nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße sauberer und sparsamer. Der Diesel ist wie die Elektromobilität eine Zukunftstechnologie mit großer Bedeutung für Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland.

Hat die Autoindustrie im Wettkampf um das letzte Zehntel Verbrauchsreduzierung die Grenzen des Legalen zu weit gedehnt, um noch praxisgerechte Werte zu erzeugen?
Noch einmal: Es geht um Manipulation in einem Unternehmen, nicht in der gesamten Branche! Software-Tricks und gefälschte Emissionsangaben widersprechen dem Selbstverständnis der Industrie. Die anderen Hersteller haben im Zuge der Ereignisse klar erklärt, dass es Software-Manipulationen in Form so genannter „Defeat Devices“ bei ihnen nicht gibt. Die Unterscheidung ist wichtig: Illegale Manipulationen von Abgaswerten sind etwas anderes als reguläre, technisch bedingte Unterschiede von Labormessungen und Emissionen im Straßenverkehr. Diejenigen, die den Diesel und die deutsche Automobilindustrie unter Generalverdacht stellen wollen, versuchen immer wieder, Labor- und Straßenwerte in einen Topf zu werfen.

Die Zahl der E-Autos liegt in Deutschland weiterhin auf geringem Niveau. Natürlich ist die Reichweite deutlich geringer als bei einem Auto mit Verbrenner und die Preise liegen höher. Aber können das die einzigen Gründe sein?
Die deutsche Automobilindustrie will die Elektromobilität entschieden vorantreiben – nicht zuletzt um die CO2-Grenzwerte zu erfüllen. Das Angebot an Elektroautos nimmt in Deutschland stetig zu. Anfang 2016 werden 29 unterschiedliche Modelle allein von deutschen Herstellern auf der Straße sein. Allerdings sind die Rahmenbedingungen noch nicht optimal – das ist es, was viele Kunden noch stört.  Die Wachstumsraten im Markt für Elektroautos sind in anderen Ländern, zum Beispiel in Norwegen oder in den Niederlanden, wesentlich höher. Sie zeigen,  dass sich die Menschen  für die Elektromobilität begeistern lassen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb setzt sich der VDA dafür ein, dass die Politik neue Impulse setzt – bei der Beschaffung ebenso wie bei der Ladeinfrastruktur.

Die meisten Hersteller haben jetzt erste E-Auto-Generationen auf dem Markt. Bis weitere echte Neuerungen kommen, wird einige Zeit vergehen. Wird dies die Nachfrage nicht wieder eintrüben? Wie wollen die Hersteller dem entgegensteuern?
Die Elektromodelle der deutschen Hersteller kommen weltweit beim Kunden gut an. Wir haben in diesem Jahr zwischen Januar und September unseren Marktanteil im Segment E-Autos in Westeuropa von 27 auf 43 Prozent gesteigert. In den beiden wichtigen westeuropäischen Märkten für Elektrofahrzeuge, in den Niederlanden und in Norwegen, sind wir mit 59 Prozent beziehungsweise 55 Prozent Anteil Marktführer. Auch in den USA, dem weltgrößten Markt für Elektrofahrzeuge, sind wir sehr gut unterwegs. Jedes fünfte Elektroauto, das in den USA verkauft wird, kommt heute von deutschen Herstellern. In unserem Heimatmarkt Deutschland haben wir einen Marktanteil von 55 Prozent. Die Industrie tut alles, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Der internationale Vergleich zeigt aber: In Ländern, die der Elektromobilität staatliche Starthilfe geben, steigen die Zulassungszahlen kräftig. Nur in Deutschland kommt der Markt nicht richtig in Schwung. Wir brauchen jetzt einen auf wenige Jahre begrenzten Startimpuls, der die Nachfrage ankurbelt.

Der weltweite Autoabsatz ist trotz aller Krisen 2015 gestiegen. Wie wird das Jahr 2016, speziell für die deutschen Hersteller, ausfallen? Sehen Sie besondere Risiken für Volkswagen?
Es sind unruhige Zeiten; die politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten wachsen, der Kampf gegen den Terror fordert die Industriestaaten. Aber gleichzeitig ist der Ölpreis so niedrig wie schon lange nicht mehr, die Beschäftigung in Deutschland ist hoch, die Kaufkraft ebenso. Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht verändern, kann der Pkw-Weltmarkt 2016 nach unserer Erwartung um 2 Prozent auf 78,1 Mio. Einheiten zulegen. Und die drei großen Automobilmärkte – Westeuropa, USA und China – werden auch im nächsten Jahr wachsen. Doch der Weg wird steiniger. Der deutsche Pkw-Markt wird 2016 leicht auf rund 3,2 Mio. Neuzulassungen zulegen. Beim Export rechnen wir mit einem Zuwachs von 1 Prozent auf knapp 4,5 Mio. Pkw. Die Inlandsproduktion dürfte ebenfalls um 1 Prozent auf rund 5,8 Mio. Einheiten steigen. Bei Umsatz und Beschäftigung erwarten wir eine stabile Entwicklung.  Zu Volkswagen: Wir begrüßen es sehr, dass Volkswagen unter der neuen Unternehmensführung die Aufklärung der Ereignisse entschlossen und mit maximaler Transparenz angeht. Dies ist der richtige Weg, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

 

 

Das Gespräch führte der SP-X Redakteur Günter Weigel

Test: Mobile Ladebox 22kW

Seit über einem Jahr fahren wir bei mein-auto-blog nun den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Test. Seit über einem Jahr genießen wir die teil-elektrische Fahrt. In der Zwischenzeit haben wir auch andere Elektrofahrzeuge getestet und wenn es noch ein Problem mit der Elektromobilität gibt, dann betrifft es die Lade-Möglichkeiten. Unvergessen unser Fiasko im e-Golf mit dem Flughafen Frankfurt. Unvorstellbar, aber wahr: Der FRAport besitzt über 12.000 Parkplätze, aber nur eine Ladesäule (1x Typ2, 1x 230V Schuko).

Test: Mobile Ladesäule von car-go-electric.de

Mobiler „Multicharger“ 22kW

Es war an der Zeit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wenn Ladesäulen nicht so schnell aus dem Boden wachsen, wie benötigt, dann muss man eben seine ganz eigene Ladesäule einpacken. Eine mobile Ladesäule vom Anbieter car-go-electric.de ist unser Testgerät: „Mobile EV-Ladestation Multicharger 22kW“ lautet der Namen der kleinen grauen Box.

Abwärtskompatibel

Der Mitsubishi Outlander PHEV zapft sich selbst maximal 3.7 kW durch die Leitungen, die mobile Ladebox von car-go-electric würde jedoch bis zu 22 kW anbieten. Aber wir wollten uns für den Test bewusst nicht auf den PHEV beschränken. Die mobile Ladebox wird sich in verschiedenen Situationen bewähren müssen und mit verschiedenen E-Fahrzeugen zusammenarbeiten.

stecker cee camping schuko emobilität

100%-Mobil!

Beim ersten Auspacken fällt die kompakte Bauform der Box auf. Handlich wirkt sie und das Gehäuse gut verarbeitet. Damit wir die Box mit auf Reisen nehmen und wirklich überall frischen Ionen-Strom zapfen können, haben wir das gesamte Portfolio an Adapterkabeln geordert. Vom Schuko bis zum 32 Ampere CEE-Stecker ist alles dabei. Das Thema „Camping-Steckdosen“ ist für mich derweil ein völlig neues. Dass es hier eigene Stecker gibt, war mir bislang nicht bekannt.

Trifft sich aber ganz gut! Eventuell sollten wir mal „elektrisch campen“ gehen?

Die Box ist heute angekommen. Sobald wir eine erste Aussage treffen können, berichten wir wieder! Schauen Sie also bald wieder vorbei!

 

Rückblende: Nissan live von der IAA 2015

Auf der IAA 2015 habe ich mich mit Daniel von saving-volt.de auf dem Nissan-Stand getroffen, um zusammen mit dem Moderator Sebastian Höffner live auf periscope über das Thema E-Mobilität im Gesamten und den neuen Leaf im Speziellen zu sprechen. Natürlich kam auch die aktuelle Studie von Nissan, der Gripz, nicht zu kurz.

Lustigerweise waren der Moderator und ich damals auf dem gleichen Event, ohne dass uns das bewusst war und konnten damals schon den sportlichsten Leaf aller Zeiten testen. Was sonst noch so unsere Themen waren, seht ihr im verlinkten Youtube-Video. 

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.
Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.

Könnte so der nächste Juke aussehen?
Könnte so der nächste Juke aussehen?

Nissan wagt mit der extrovertierten Studie Gripz auf der IAA einen ersten Ausblick auf die Zukunft des B-Segments.
Nissan wagt mit der extrovertierten Studie Gripz auf der IAA einen ersten Ausblick auf die Zukunft des B-Segments.

Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.
Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.

In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.
In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.

 

 

Schildbürgerstreich: Elektroautos bekommen ein eigenes Nummernschild.

[=“ “ ]Fakten:

elektromobilität nummernschild

Besitzer und Halter eines Elektrofahrzeuges können ab sofort ein spezielles Nummernschild beantragen. Auf Basis des im Juni 2015 in Kraft getretenen „EmoG“, dem Elektromobilitäts-Gesetz, erhalten damit Elektrofahrzeuge die Möglichkeit, leicht erkennbar, als solche wahrgenommen zu werden. Damit dürfen dann auch Kommunale Privilegien in Anspruch genommen werden. Darunter fällt zum Beispiel die Nutzung der Busspur, spezieller kostenfreier Parkplätze oder ähnlicher Vorteile. Soweit dies eben kommunal umgesetzt wurde.

Unter diese Regelung fallen nicht nur reine Elektrofahrzeuge, sondern auch Plug-In Hybride. Hier gilt als Einstufung der nach NEFZ maximale Ausstoß von 50 Gramm CO2 im Fahrzyklus oder eine elektrische Reichweite von mindestens 30 km. Ab 1.1. 2018 wird diese Reichweite auf 40 km angehoben.

 

[=“notification_error“ ]Meinung:

Ein erster richtiger Schritt, der leider zu viele Spuren von Lobbyismus der dt. Automobil-Industrie enthält. Anstatt konsequent die E-Mobilität zu fördern, erlaubt dieses Gesetz auch teuren Luxusmobilen mit Alibi-Hybridfunktion die Nutzung der – das kommt hinzu – noch sehr überschaubaren E-Mobilitäts-Förderung. So sind auch die Plug-In Hybrid S-Klasse mit ihren 31 km, oder der Porsche Panamera Plug-In Hybrid von dieser Förderung bevorteilt.

Damit fahren dann in Zukunft Plug-In S-Klassen auf Busspuren, im Fond der Bank-Manager und verstopfen damit zusätzlich die Bus-Spuren. Der wirtschaftliche und ökologische Vorteil der Alibi-Plug-In Hybride ist mehr als überschaubar. Anstelle der konsequenten Förderung von Alternativen, wie Renault Zoe, Mitsubishi EV, BMW i3 oder auch dem e-Golf, wird ein Lobby-Gesetz verabschiedet. Dem gesetzten Ziel von 1 Millionen E-Autos bis 2020 wird man damit auch nicht spürbar näher kommen.

Das auch die per E-Auto-Nummernschild gekennzeichneten Autos weiterhin eine grüne Plakette in der Windschutzscheibe tragen müssen, nun, man kann es als i-Tüpfelchen auf dem Schildbürgerstreich verstehen.

Erste Fahrt: Nissan e-NV200 Evalia – Geballte Elektropower

Nissan spielt mit seinem Siebensitzer das Elektrothema mit Subventionen und Kooperationen

Erste Fahrt im neuen Siebensitzer e-NV200 Evalia

e-NV200 Evalia, Siebensitzer
e-NV200 Evalia, Siebensitzer

Mit der nächsten Ausbaustufe als Siebensitzer des Klein-Nutzfahrzeuges NV200 Evalia als rein elektrisch betriebenes Fahrzeug will Nissan seinen Vorsprung in der Elektromobilität weiter ausbauen. Hierzu bedarf es aber nicht nur der reinen Hardware, sondern der Unterstützung durch gezielte Subventionen und Kooperationen. Aus diesem Grund lud Nissan zur Präsentation in die grüne Hauptstadt Europas für 2017 ein. Nach Essen. Mit interessanten Gesprächspartnern wie einem E-Fahrzeug-Nutzer, dem Bundesverband des CarSharing e.V. sowie Strombetreibern wurde einmal mehr das Thema Elektromobilität in den Vordergrund gestellt.

Bereits in 43 Ländern auf 4 Kontinenten vertreibt Nissan mittlerweile seine rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Seinen Marktanteil von 13 % in Deutschland will Nissan unter anderem mit Subventionen nicht nur halten, sondern auch ausbauen. Besitzer von Elektrofahrzeugen gleich welchen Herstellers z.B. können völlig kostenfrei an einer E-Zapfsäule tanken, die jeder Händler zur Verfügung stellt. Des Weiteren stellt der Autobauer aus Nippon beim Kauf von drei Fahrzeugen eine Schnell-Ladestation kostenfrei in Absprache mit dem Käufer auf dessen Grundstück auf.

e-NV200 Evalia mit Schnellladestation
e-NV200 Evalia mit Schnellladestation

Dass RWE nicht nur ein Strom-Anbieter, sondern auch ein Komplett-Dienstleister ist, berichtet Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG. Dort sieht man die Elektro-Mobilität als Teil der Energiewende. Unter anderem zeigt RWE seine Kompetenz als Betreiber von 4250 Ladepunkten europaweit und das mit eigenem IT-Backend. Dies bedeutet, dass RWE den genutzten Strom auch punktgenau mit dem Kunden z. B. über das Smartphone abrechnet. In nächster Instanz ging man die Kooperation mit Nissan ein, um die anfangs erwähnten Schnell-Ladesäulen, die Nissan bei seinen Händlern zur Verfügung stellt, zu liefern.

Im Wandel der Zeit steht das Fahr- bzw. Kaufverhalten von jungen Verkehrsteilnehmern. CarSharing Firmen bedienen Kunden, die sich aus wirtschaftlichen bzw. ökologischen Gründen kein eigenes Fahrzeug leisten können oder wollen. Auch hier kommt das Thema E-Mobilität auf, denn für kleinere Strecken sind Elektrofahrzeuge sinnvoll. Willi Loose, Geschäftsführer vom Bundesverband CarSharing e.V. sieht hier großes Potential, die Bevölkerung generell für das Thema „elektrisch Fahren“ zu sensibilisieren. Die Zahlen sprechen für sich. Im ersten Halbjahr 2015 kamen auf bereits eine Million CarSharing Kunden nur 14.000 Fahrzeuge. Leider liegt der Anteil der Elektro-Fahrzeuge in den Flotten der CarSharing Betreiber nur bei 8,2 %.

Aber auch Kommunen sollten eine Leitfunktion übernehmen, macht Peter Lindlahr, Geschäftsführer von hySOLUTIONS aus Hamburg, klar. Hierzu gehören nicht nur der Ausbau der Infrastruktur der Schnell-Ladestationen. Ab 2020 wird die Stadt Hamburg ausschließlich Busse mit emissionsfreien Antrieben beschaffen. Bis 2030 sollen dann alle 900 Fahrzeuge durchgetauscht sein. Aber auch im Wohnungsbau leitet Hamburg hierzu eine Veränderung ein. Werden zur Zeit noch 0,8 Stellplätze einer neu gebauten Wohnung zugewiesen, sollen es für die Zukunft nur noch 0,4 Stellplätze sein. Ersetzt werden soll die Fläche mit Plätzen mit einer Schnell-Ladesäule.

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Podiumsdiskussion mit hoher e-Mobilität Kompetenz

Wie die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen gerade im Klein-Nutzfahrzeugbereich funktioniert, demonstriert uns die Großbäckerei Schüren aus Essen. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf den Dächern seiner Immobilien speist der Großunternehmer nicht nur die Produktionsbetriebe. Der gewonnene Strom wird für seine E-Fahrzeug-Flotte herangezogen. Die 18 Filialen rund um Essen werden täglich mehrmals mit frischen Backwaren beliefert. Durch die Umstellung seiner Flotte auf Elektrofahrzeuge reduziert er den CO2 Ausstoß um mehr als 25 %.

Nach dem Leaf, der bereits seit 2010 weltweit angeboten wird, vermarktet der japanische Autobauer nun seit 2014 bereits das Klein-Nutzfahrzeug NV200 mit dem Namen „e-NV200 Evalia“. Wie sein konventionell betriebener „Bruder“ gibt es den Lastesel als kompakten großräumigen Kastenwagen mit zwei Sitzen sowie als fünfsitzigen Kombi und auch als fünf- und siebensitzige PKW-Variante. Das Laderaumvolumen liegt mit bis zu 770 Kilogramm sogar noch höher als beim Verbrenner und das Ladevolumen variiert zwischen 4,2 m³ beim Kastenwagen und 2,27 m³ beim Kombi mit Rücksitzbank. Mit umgeklappter Beifahrersitzlehne passen bis zu 2,80 Meter lange Gegenstände ins Cargo-Deck.

Strom Betankung an der Front
Strom-Betankung an der Front

Der bereits aus dem Nissan Leaf bekannte Elektromotor mit 80 kW (109 PS) und das stufenlose Automatikgetriebe schicken ganze 254 Newtonmeter auf die Vorderachse. Bei Fahrten im Essener Stadtgebiet besticht der e-NV200 Evalia eben mit diesem Drehmoment, das von der ersten Umdrehung ansteht. Straßenunebenheiten werden durch das sehr gut abgestimmte Fahrwerk geschluckt. Durch die gehobene Sitzposition haben wir eine gute Rundumsicht. Um die Reichweite brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, denn nach dem neuen europäischen Messzyklus NEFZ (Neuer Europäischer Fahr-Zyklus) stehen uns 170 Kilometer zur Verfügung. Nach unserer Testfahrt steht die Hälfte der Kapazität noch bereit.

Den e-NV200 Evalia wird Nissan ausschließlich in der Top-Ausstattung „Tekan“ anbieten. Ab August erhältlich, bekommt der Kunde ab 37.500 Euro einen vollwertigen Siebensitzer. Weitere Option wäre das Anmieten der Batterie. In diesem Fall reduziert sich der Kaufpreis des Fahrzeuges auf 31.600 Euro. Zum Serienumfang zählen unter anderem 15 Zoll Leichtmetallfelgen, eine Klimaautomatik, ein beheizbares Lederlenkrad inklusive Bedientasten für das Multimediasystem, beheizbarer Fahrer- und Beifahrersitz, elektrische Fensterheber vorn, Licht- und Regensensor sowie Nebelscheinwerfer. Zwei Schiebetüren erleichtern den Einstieg in den Fond, dunkel getönte Schiebetüren mit Schiebefenster sorgen für diskrete VIP-Atmosphäre.

Fazit:

Nissan bietet mit seinen Kooperationspartnern einen problemlosen Einstieg in die E-Mobilität. Der e-NV200 Evalia bietet hohen Nutzen mit maximalem Spaßfaktor.

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Hoher Nutzen mit maximalem Spaßfaktor

Nissan e-NV200 Evalia „Tekan“, Siebensitzer:

Verkaufsstart:  September 2015
Basispreis:  37.500 €
Motorleistung:  80 kW (109 PS)
Antrieb und Getriebe: stufenloses Automatikgetriebe
Beschleunigung:  k.A.
Verbrauch – kombiniert:  k.A.
Höchstgeschwindigkeit:  123 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.560, 1.755, 1.858, 2.725 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann