Innogy bringt E-Autos nach Polen – Mehr Ladesäulen in Warschau

Auch die östlichen Mitgliedsstaaten der EU setzten auf E-Mobilität. Allerdings nur ein bisschen. In Polen gibt es jetzt Carsharing mit E-Autos.

Der Energieversorger Innogy startet Anfang April in Warschau ein eCarSharing-Projekt mit 500 BMW i3 Gleichzeitig verdoppelt Innogy in der polnischen Hauptstadt die Anzahl der Ladesäulen auf 60. In den nächsten zwei Jahren plant das Unternehmen, mehrere hundert zusätzliche öffentliche Ladestationen einzurichten.

Polen liegt zurzeit bei der Zulassung von neuen E-Fahrzeugen auf den hinteren Rängen in Europa. Zwar stiegen hier im vergangenen Jahr die Zulassungszahlen um 42,5 Prozent, in absoluten Zahlen wurden aber nur 620 Elektrofahrzeuge zugelassen. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 36.216 und beim europäischen E-Mobil-Spitzenreiter Norwegen 46.143. Die Zurückhaltung der Polen beim Thema E-Auto könnte auch durch die Art der Stromerzeugung begründet sein. Lediglich 12 Prozent stammen aus erneuerbaren Quellen, mehr als die Hälfte aus Kohle.

New Mobility: Brennstoffzellenautos – Im Schatten der Batteriemobile

Die Brennstoffzelle hat den Wettkampf mit der Batterie vorerst verloren. Das aktuelle Kräfteverhältnis muss aber nicht für die Ewigkeit so bleiben.

Die Brennstoffzelle ist der Batterie in vielerlei Hinsicht überlegen. Trotzdem spielt sie beim aktuellen Siegeszug des E-Autos kaum eine Rolle. Langfristig könnte sich das jedoch ändern. 

Die Wasserstoff-Offensiven der Auto-Industrie sind zahllos. Nachhaltig erfolgreich war bislang keine: Der VW Touran Hy-motion ist genauso Geschichte wie Peugeot Quark, Ford Focus FCV Hybrid, Fiat Panda Hydrogen oder Daimlers Necar-Reihe. Frei verkauft wurden derartige Modelle eh nicht, maximal gingen sie in Kleinserie ins Leasing. Ihre wichtigste Aufgabe war vor allem das Sammeln von Erfahrungen für die Entwicklungsabteilungen der Autohersteller. Zumindest teilweise hatte das Erfolg: Von all den Herstellern, Ansätzen und Modellen haben es mittlerweile immerhin drei auf den deutschen Endkundenmarkt für Pkw geschafft: die Limousine Toyota Mirai, das Kompakt-SUV Hyundai Nexo und der Mercedes GLC Fuel Cell, eine Mischung aus Batterie- und Brennstoffzellenauto. Alle drei gibt es allerdings nur in kleiner Stückzahl und zu eher ambitionierten Preisen. Ihnen gegenüber stehen dutzende Batterieelektroautos, die schon jetzt oder in Kürze zu haben sind – und die im direkten Vergleich deutlich billiger sind. 

Abgesehen vom Fahrzeugpreis hat das Brennstoffzellenauto aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Batterieantrieb: das schnelle Tanken. Nach wenigen Minuten an der Zapfsäule ist der Energievorrat wieder voll genug für mehrere hundert Kilometer Fahrt. Der Batterieauto-Fahrer hat da gerade mal ausreichend Saft, die Sitzheizung anzustellen. Der Brennstoffzellenauto-Fahrer braucht so etwas nicht: Die Zelle liefert genug Abwärme, um das Auto im Winter nahezu umgehend und ohne Reichweitenverlust auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Wie sauber beide Energiespeicherkonzepte sind, hängt jeweils vom verwendeten Strom ab. Beim Batterieauto ist das Verhältnis direkt, beim Brennstoffzellenauto indirekt – wird Wasserstoff doch in der Regel mit Hilfe von Elektrizität aus Wasser gewonnen. Wirklich grün sind beide Konzepte nur, wenn auch die Energiegewinnung grün ist. 

Der Praxis- und Reichweitenvorteil spielt aber aktuell offenbar keine große Rolle. Stattdessen haben sich die Kosten als entscheidende Evolutionsvorteile für das E-Auto herauskristallisiert. Zwar sind Akkus vergleichsweise teuer, doch sie sind weltweit in großer Zahl verfügbar, hergestellt von produktionserfahrenen Großkonzernen, die auch über Zugang zu den nötigen Rohstoffen verfügen. Die Herausforderung war und ist lediglich, das bei Handys und Laptops sauber laufende Geschäft auf den Fahrzeugbau hoch zu skalieren. Brennstoffzellen hingegen sind auch jenseits der Autobranche eine Nische, eine Fertigung in der hohen Stückzahl, die die Pkw-Hersteller bräuchten, gibt es aktuell nicht. Zudem sind die kleinen Wasserstoffkraftwerke technisch wesentlich aufwändiger und komplizierter als die vergleichsweise simplen Akkus – und damit auch teurer. Das dürfte tendenziell so bleiben, auch wenn der Bedarf an wertvollem Platin bei der Brennstoffzellen-Herstellung zuletzt gesunken ist. 

Noch wichtiger sind jedoch die Infrastrukturkosten. Die hohen Investitionen drohen zwar auch die Batterie-Elektromobilität auszubremsen, doch Strom ist im Prinzip schon heute überall zu finden, das Ladesäulennetz kann daher langsam und Schritt für Schritt erweitert werden. Beim Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur hingegen sind schon am Anfang hohe Investitionen nötig, vor allem in die nachhaltige Produktion sowie in die Lagerung des Gases. Sind diese Anlaufprobleme gelöst, ist ein Wasserstoffnetz allerdings vergleichsweise günstig, weil auf herkömmliche, leicht modifizierte Tankstellen zurückgegriffen werden kann. Zum Langstreckentransport würde sich zudem das bestehende Erdgasnetz eignen. 

Ab einer Flotte von zehn Millionen E-Autos in Deutschland wäre die H2-Infrastruktur sogar dauerhaft günstiger als ein Netz von Stromtankstellen, hat eine Studie des Forschungszentrums Jülich ergeben. Vorher allerdings liegt der Kostenvorteil bei den Batterie-Autos – wohl einer der Hauptgründe, warum sich Industrie und Politik für diesen Weg der CO2-Reduzierung im Verkehr entschieden haben. 

Doch Batterie-Autos können nicht immer und überall die Lösung sein. Sollen beispielsweise Lkw mit Strom fahren, müssten sie den größten Teil ihrer Zuglast und des Ladevolumens für gigantische Akkus opfern. Wasserstoff wiegt weniger und muss auch nicht in riesigen Mengen mitgeführt werden, weil das Gaszapfen viel schnell geht als das Stromtanken. Ähnliches gilt für Langstrecken-Pkw oder Linienbusse, die sich an den Wasserstoff-Nachfüllpunkten der Schnellstraßen entlanghangeln könnten. Allerdings gibt es auch andere Optionen: So hat Shell kürzlich eine Studie verfassen lassen, die das CO2-Einsparpotenzial von Flüssigerdgas im Güterverkehr hervorhebt. Als weitere Alternative testen erste Truck-Hersteller wie Scania Oberleitungen für die Stromversorgung von Langstrecken-Lkw auf Schnellstraßen. 

Ob, wann und wo sich Wasserstoff gegen die konkurrierenden Ansätze behaupten kann, ist noch offen. Ein Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, welche Rolle das Gas in der übrigen Energiewirtschaft künftig spielen wird. Prinzipiell eignet sich das Element beispielsweise hervorragend, um überschüssige Energie aus Sonnen- oder Windkraft in Zeiten geringen Bedarfs zu speichern. Dann müsste Wasserstoff von dort aus nur noch den Weg ins Auto schaffen.

Unu: So sexy kann E-Mobilität aussehen

Unsere Städte wachsen immer weiter. Lebens- und Arbeitsformen wandeln sich und inzwischen wollen die Menschen nicht nur gut vernetzt sein, sondern auch noch mobiler. Dadurch ist die urbane Bevölkerung ständig in Bewegung. Gleichzeitig verändert sich das Verkehrsangebot: Fahrrad- und Rollerverleih sowie Carsharing-Systeme entstehen. Die Angebote der öffentlichen Verkehrsanbieter werden dabei zunehmend integriert. All dies macht es den Menschen i…

100 Jahre Mitsubishi – Eine Geschichte der Erfolge

Was für Ford das Model T, ist für Mitsubishi das Model A: Der Prototyp des ersten Serienautomobils aus Japan. Damit feiern die Japaner in diesem Jahr ihr einhundertjähriges Bestehen und bestritten seinerzeit eine Vorreiterrolle. Heute ist die Serienproduktion nichts Besonderes mehr. Allerdings hat Mitsubishi auch heute eine Vorreiterrolle inne – die des Pioniers in Bezug aus die Elektro-Mobilität der Massen. Das zeigt speziell der SUV Mitsubishi Outlander PHEV. Wir wollen einen kurzen Blick auf die Erfolgsgeschichte der Japaner werfen.

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Tesla Model X 100 D – Sport-Van für Hollywood

Eines muss man Tesla lassen – sie haben die Branche aufgemischt und Lösungen zu Problemen gefunden, die vorher niemanden kümmerten. Das Thema Schnellladestationen an Autobahnen beispielsweise wäre ohne Teslas privates Engagement samt Verschenken des Stroms gar keins, weil es eben keine Säulen gäbe. Wir haben probiert, wie sich das Tesla Model X im winterlichen Alltag schlägt. Model X, das is…

NEVS-Pläne – Elektro-Saab soll 2017 starten

Saab-Nachfolger NEVS will 2017 mit der Produktion der Elektroversion des Saab 9-3 starten. Das schwedisch-chinesische Unternehmen hat nun von der chinesischen Regierung eine der begehrten Lizenzen für den Bau von E-Mobilen erhalten. Das Werk in Tianjin soll Ende 2017 die Arbeit aufnehmen, die Jahreskapazität liegt bei 200.000 Einheiten. Zunächst sollen 150.000 Elektro-Limousinen an ein Leasing-Unternehmen in China geliefert werden. De…

Elektrische G-Klasse – Arnie auf leisen Sohlen

Arnold Schwarzenegger scheint ein Faible für Macho-Autos mit Ökoantrieb zu haben. So fuhr der Schauspieler einst in seiner Rolle als Gouverneur von Kalifornien unter anderem einen Hummer H2 mit Wasserstoffantrieb. 2017 setzt der Gouvernator hingegen auf eine batterieelektrische G-Klasse der Firma Kreisel. Kreisel – ein in Kitzbühel beheimateter Spezialist für elektrische Antriebskomponenten – will mit dem Umbau der G-Klasse sein…

Eli Zero – Ein Twitwo für die Stadt

Die Mischung aus Twizy und Fortwo heißt nicht Twitwo, sondern Eli Zero. Die in China beheimatete Firma Eli Electric Vehicles bietet aber mit dem Kleinstmobil ein Fahrzeug an, das wie eine Mischung aus den beiden europäischen Modellen wirkt. Der 2,25 Meter lange Zweisitzer ist eine richtig sympathische Erscheinung. Zentral in der Front befindet sich ein schwarzes Panel mit Scheinwerfern, da…

Elektroautos – Kein Platz für Rad und Ski

Jeder weiß, Elektroautos müssen mit ihrer Energie knausern, will der Fahrer die ohnehin knappe Reichweite möglichst voll auskosten. Selbst unter guten Bedingungen sind mehr als 150 Kilometer kaum zu schaffen – von den Tesla-Modellen und dem neuen Opel Ampera-e einmal abgesehen. Im Winter darf gut und gerne ein Drittel der Reichweite der Heizung geopfert werden. E-Autos erreichen nur noch gu…

VW I.D. Buzz – Zurück in die Zukunft

Die Detroit Motor Show, erste Messe des jungen Jahres, wird von einem Überangebot an dicken SUV, Pickups und kraftstrotzenden Sportwagen dominiert. Doch ein futuristisches Unikum für acht Insassen, mit reinem Elektroantrieb, ohne richtiges Armaturenbrett und mit einem Spitzentempo von gerademal 160 km/h hat das Zeug zum Messehit. Der VW I.D. Buzz soll die nostalgischen Gefühle der inzwischen ergrauten Vertreter de…

Test: Kia SOUL EV

Man muss nicht unbedingt anders sein, um mal etwas anderes zu fahren. Man muss auch nicht auf etwas verzichten, wenn man sich mal anders entscheidet. Man muss auch nicht wirklich schräg sein, wenn man mal eine Kombination wählt, die erst einmal schräg erscheint. Wie der Kubus von KIA, der SOUL und dann auch noch als E-Variante.

Fahrbericht: KIA SOUL EV

E-mobi…

Batterie-Recycling – Das zweite Leben nach dem E-Auto

Der Blick durch die Windschutzscheibe genügt, um untrüglich zu erkennen: Die Elektromobilität steckt noch in den Kinderschuhen. Nur ganz selten sieht man ein E-Auto neben sich an der Ampel stehen. Was nicht wundert, in Deutschland liegt der Stromer-Anteil bei weniger als einem halben Prozent. Und selbst wenn 2020 tatsächlich, wie einst die Bundesregierung vollmundig prognostiziert hat, eine Million Elektroautos au…

Elektromobilität – Die Last mit dem Laden

Norwegen hat 14 Mal weniger Einwohner als Deutschland, aber mehr elektrische Ladesäulen. Die Niederlande hat nur zwölf Prozent der Fläche Deutschlands, versorgen den E-Auto-Fahrer aber mit rund viermal so vielen Ladesäulen. Auch in Frankreich und Großbritannien stehen doppelt so viele Stromtankstellen wie bei uns. Jüngste Zahlen belaufen sich auf knapp 6.500 öffentlich-zugängliche Ladestationen, darunter etwa 150 Schnelllader, die man i…

Paris 2016 – Mechthilds Stimmungsbild

Unser Rundgang über den Mondial de l’Automobile 2016

Es ist wie immer viel los in Paris. Bloß: Nur in der Stadt, nicht auf der Messe. Viele Hersteller sind gleich gar nicht gekommen. Ford etwa, Volvo, auch Mazda. Aber auch Bentley, Rolls-Royce oder Lamborghini. Eine Ausstellung mache keinen Sinn mehr, produziere im Verhältnis zu viele Kosten und man erreiche den Kunden heutzutage auf anderen Kanälen besser.

Recht haben sie. Wenn Livestreams von Weltpremieren und Pressekonferenzen dich daheim am Computer in die erste Reihe setzen, man Bild- und Informationsmaterial sowieso schon Wochen vorab in die Öffentlichkeit getickert hat, dann bleibt wirklich keine Notwendigkeit mehr, vor Ort zu sein. Zumal das Internet daheim zuverlässiger und schneller arbeitet, die Steckdose stets frei ist und der Kaffee ohne lange Wartezeit jederzeit in die Tasse läuft.

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Es gibt dann aber doch einen Grund, weshalb sich einer von uns das Getümmel dann doch immer antut: die Stimmung.

Papier und Präsentationen, pardon: keynotes, sind bekanntlich geduldig. Die Animationen und Werbefilmchen meist unfassbar aufwändig produziert, die technischen Daten atemberaubend und die Studien hochglänzend. Doch was dahinter passiert, wie es bei den Besuchern ankommt, wie sich der Rest der Marke präsentiert und vor allem positioniert – das kann man eben nur vor Ort spüren, wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, spazieren geht, beobachtet und auf sich wirken lässt.

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So zeigt sich der Salon in Paris dieses Jahr von einer sehr zwiespältigen Seite.

Was haben die Großen doch für eine Revolution angekündigt. Das neue, große, große Ding der Mobilität – Ideen, Visionen, Wahnsinn. Ein digitaler Fortriss in die Moderne, weg vom alten stinkenden Mief.

Allen voran Mercedes, „se fjudschör“ ist die neue Gebetsmühle vom schwäbischen Schnauzbartträger Zetsche, mit der Generation EQ werden die Schwaben alles revolutionieren, vernetzen, cloudbasieren und überhaupt. Am Ende steht ein hochbeiniges Etwas am Stand, das von schräg hinten wie eine Mischung aus Renault Talisman und Porsche Macan aussieht und vorne gleich gar kein eigenes Gesicht bekam. Basieren soll es auf dem GLC, den Innenraum der neuen A-Klasse vorwegnehmen und natürlich mit Reichweite wie Leistung bei völliger Emissionsfreiheit glänzen.

Nur es ist eben bloß ein Konzept. Irgendwas für die Zukunft. Vielleicht 2018. Oder aber erst 2019? Ansonsten gibt es: nichts. Nur warme Worte, ein nettes Lächeln und eben die unglaublich souverän machende Gewissheit, dass sie im Moment mit ihren herkömmlichen Verbrennern soviel Kohle scheffeln wie nie.

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„se fjudschör“? Gerne. Aber erst irgendwann, wenn sie die Kuh fertig gemolken haben.

Es geht dann schon soweit, dass die Stern-Entourage beim obligatorischen Rundgang ganz offen und unverhohlen die Designsackgassen der Konkurrenz verhöhnt. Das haben wir in dieser Form noch nicht erlebt – auch wenn die Kritik in unseren Augen vielleicht berechtigt erscheinen mag – aber es zeigt doch, dass man vielleicht auf einem gefährlich hohen Ross sitzt. Zumal wirkliche Innovation auch in Stuttgart nur in einer Ideenwelt stattfand, nicht auf der Straße und damit für den Kunden erwerbbar.

Das gleiche Problem trifft Volkswagen. Bei all den anderen Problemen, mit denen man in Wolfsburg derzeit zu kämpfen hat. Mit größter Spannung wurde das neue, den Dieselskandal vergessend machende Elektroauto erwartet, stattdessen gab es: ID. Ein ähnlich generisch dreinschauendes Vehikel wie der Mercedes EQ. Technische Daten interessieren tatsächlich wenig, denn sie sind zum Markstart 2020 und bei der Autonomisierung in 2025 wahrscheinlich massiv überholt.

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Daneben steht ein e-Golf mit nun 300km Zyklus-Reichweite, also gerade einmal 200 realen Straßenkilometern und ein e-up!, dem man zwar das neue Gesicht verpasst hat, die Technik aber gleich auf dem Stand von 2012 beließ. Glückwunsch! So geht Fortschritt, so kommt man aus der Krise und so schafft man beim Kunden, der heute ratlos vor seinem TDI steht, neues Vertrauen.

Ein Trauerspiel, wirklich. Wir hatten viel erwartet von VW. Bei den anderen Konzernmarken war es noch schlimmer. In Ingolstadt findet moderne Antriebstechnik gleich gar nicht statt. Man zeigt stattdessen einen Q5, den nur Experten vom Vorgänger unterscheiden können und 400 PS-starke Kompaktwagen. Seat: nichts. Skoda: nichts.

Bei BMW lackieren sie den i8 nun immerhin in einer neuen Farbe, der i3 bekommt einen stärkeren Akku, aber daneben macht sich ebenfalls Ratlosigkeit breit. Was haben sie damals Geld in die Hand genommen für ihre i-Baureihen. Tolle Konzepte, auf die Straße gebracht mit feiner Technik und großem Potenzial. Nun fehlt irgendwie der Mut. In die Breite schaffen sie es nicht, die Plugin-Modelle wirken allenfalls halbherzig und so richtig schafft man es nicht, die Technologie-Führerschafft von i3 und i8 in all die 2er, 3er und 5er zu packen. Ebenfalls: schade!

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Daneben war bei Opel die Hölle los. Der Ampera-e, oder Amperä – ganz wie man mag – war einer der Stars in Paris. 500 Kilometer elektrische Reichweite nach Norm bei bezahlbaren Preisen und (wirklich!) sofortiger Verfügbarkeit. Natürlich merkt man beim Styling und der Bedienung, dass es sich hier um einen Ami handelt, aber es ist weniger schlimm als beim Vorgänger und so wird der neue mit dem sperrigen Namen seinen Weg machen. Bei denen, die elektrisch fahren wollen.

Heimlicher Sieger in Paris aber war der Renault Zoe. Heimlich still und leise haben sie seinen Akku bei gleichbleibender Größe auf 41 kWh Kapazität aufgestockt und sorgen so für 400 NEFZ-Kilometer. Am Tacho des augenscheinlich unter eigener Kraft vorgefahrenen Ausstellers zeigten sich dann 300 km Reichweite, was angesichts der Preisklasse immer noch eine kleine Sensation ist. Denn: er kostet kaum 25.000 Euro.

Es geht also mit der Elektromobilität. Wenn man denn will. Und es geht heute. Der Rundgang in Paris hat aber deutlich gezeigt, dass man mit herkömmlicher 08/15-Technik einfach noch viel mehr Geld verdienen kann. Und augenscheinlich will. Die Versuche, das mit hochtrabenden Visionen zu kaschieren, sind leider nicht gelungen.

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Renault Zoe R400 – Rüsselsheim aufgepasst

Erst kürzlich haben die Bayern von BMW den i3 mit einer Reichweite von 300 km vorgestellt – ein Schritt in die richtige Richtung. Aber erst mit dem Opel Ampera-E kann man auf den Gedanken kommen, ein E-Fahrzeuge als vollwertiges Substitut für einen Verbrenner anzusehen. Warum? Er bietet 400 km Reichweite und ist damit weitaus flexibler in seinem Einsatzbereich, als die bisherigen Stromer. Mittlerweile haben die Rüsselsheimer sogar auf 500 km hoch-korrigiert – was man so hört. Dementsprechend wollen die Franzosen natürlich mitziehen und präsentieren in Paris nun den Renault Zoe R400 mit 400 km Reichweite. Opel darf sich also auf einen deutsch-französischen Schlagabtausch gefasst machen. Read more

BMW eDrive Technologie made in Dingolfing

Zwischen Regensburg, Passau und Freising liegt die kleine, verschlafene Stadt Dingolfing. Neben ihrem Dasein als Kreisstadt des niederbayerischen Landkreises Dingolfing-Landau dient sie auch als Sitz des BMW Group Werks für Elektromotoren und Hochvoltspeicher. Damit stehen die Dingolfinger stets unter Strom und produzieren mit langjähriger Erfahrung und speziell qualifizierten Mitarbeiten Hochvoltspeicher für BMW Active E, BMW 3er ActiveHybrid, BMW 5er ActiveHybrid und BMW 7er ActiveHybrid.

Mit der Markteinführung der ersten Plug-in-Hybrid Modelle der BMW Kernbaureihen erreicht die Fertigung von BMW eDrive Komponenten eine neue Dimension. Die im Heck eingebauten Elektromotoren und alle Hochvoltspeicher für diese Fahrzeuge stammen aus Dingolfing. Insgesamt hat die BMW Group am Standort in den zurückliegenden Jahren mehr als 100 Millionen Euro in den Schwerpunkt Elektromobilität investiert und so dessen Zukunftsfähigkeit und die dortigen Arbeitsplätze gestärkt. Eine gute Investition, finden auch die Dingolfinger, denn hier werden auch hochqualifizierte Mitarbeiter gesucht und gefördert. Die Zahl der Mitarbeiter in der Komponenten-Fertigung für Plug-in Hybrid Fahrzeuge soll mittelfristig von derzeit rund 100 auf mehr als 200 wachsen.

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Innovation und Zukunftsfähigkeit sollen in dem Werk das Aushängeschild sein. Ein markenübergreifender Knowhow-Transfer entspricht dem ganzheitlichen Konzept, das die BMW Group bei der Elektromobilität verfolgt. Ganz besonders auf ‚Inhouse‘-Entwicklungen wie die für das Fahrerlebnis entscheidenden Komponenten der elektrifizierten Antriebe sind die Dingolfinger stolz. Neben den Elektromotoren und den Hochvoltspeichern gilt dies auch für die Leistungselektronik und das Bordnetz – als Basis für das intelligente Energiemanagement. Mit der Entscheidung für eine eigenständige Entwicklung und Fertigung von eDrive Technologie hat sich die BMW Group eine im Wettbewerbsvergleich einzigartige Systemkompetenz gesichert. In einer neu errichteten Halle steht eine Fläche von rund 6 000 Quadratmetern für die zentrale Produktion von eDrive Komponenten im Produktionsnetzwerk zur Verfügung. Dabei kennzeichnet auch Flexibilität das Portfolio der eDrive Komponenten in dem Werk. Die Kombination aus Standardisierung und Flexibilität ermöglicht es, die Anforderungen aktueller und künftiger Fahrzeuge mit rein elektrischem beziehungsweise Plug-in-Hybrid Antrieb abzudecken.

Damit steht fest, dass Elektromotoren aus Dingolfing für spezifische Technologien und innovative Fertigung für ein charakteristische Elektrofahrerlebnis stehen.

6.000 € Förderung für den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Unser Mitsubishi Outlander PHEV Dauertest läuft bereits im zweiten Jahr und wir haben die vielen Vorteile des ersten Plug-in Hybrid SUV ausführlich beleuchtet. Wir wissen aber auch: Gute Technik kostet und für viele Interessenten war der Preis die größte Hürde. 

Jetzt oder nie! 6.000 € Förderung für den Outlander Plug-in Hybrid

Nachdem sich die Regierung durchgerungen hat, lange genug hatt…

Outlander PHEV gehört zu den „förderfähigen Elektrofahrzeugen“

Wirtschaftsminister Gabriel hat es verkündet, die im Mai vom Kabinett beschlossene Förderung von Elektro- und Plug-In Hybridfahrzeugen tritt in Kraft. Seit dem 2. Juli kann die Förderung beantragt werden. Es war ein langer Kampf, aber jetzt steht fest: Die Förderung der Elektromobilität in Deutschland ist beschlossene Sache. Wie man an die Prämie kommt. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wi…

Fahrbericht: Renault ZOE

[=" " ]Update: Die Bundesregierung hat nun die Förderung der E-Mobilität beschlossen. Wir aktualisieren daher noch einmal die E-Auto Artikel, Tests und Fahrberichte. Dieser Original-Artikel stammt vom 13. Juli 2014

Die Frage ist doch, wie wollen wir die Erde für unsere Kinder zurück lassen?

Dramatische Gesellen argumentieren gerne mit einer Gut-Mensch-Rhetorik-Frage und der ökologischen Endlösung. E-Mobile müssen dann als Feigenblat…

Test: Volkswagen e-Golf

[=" " ]Update: Die Bundesregierung hat nun die Förderung der E-Mobilität beschlossen. Wir aktualisieren daher noch einmal die E-Auto Artikel, Tests und Fahrberichte. Dieser Original-Artikel stammt vom 12. Juli 2015 

Natürlich macht ein Elektroauto Spaß und zwar richtig Spaß. Ganz ohne Motorensound, aber auch ohne Schaltrucke, Zugkraftunterbrechung oder der Suche nach dem richtigen Gang. So ein Elektroauto hat einfach imme…

Die E-Prämie der Bundesregierung – Die Hintergründe

Seit heute um 11 Uhr ist es raus: Die Bundesregierung bezuschusst den Kauf von E-Fahrzeugen – sowohl Plug-In-Hybride wie auch voll elektrische Fahrzeuge. Dafür trafen sich die Minister mit Vertretern von Volkswagen, Mercedes und BMW und entschieden die Details. Etwa eine Milliarde Euro steht bereit, um den Verkauf von E-Fahrzeugen bis 2020 auf ein Prozent der Zulassungen zu treiben. Getragen werden die Kosten paritätisch von der Automobil-Industrie und vom Bund. Read more

Audi: 35 Erdumrundungen für die E-Mobilität

Autofahren für die Umwelt? Und dann auch noch so viele Kilometer? Wenn man dabei rein elektrisch unterwegs ist, stellt das nur wenig Probleme für die Umwelt dar. So haben verschiedene Tester in 80 Audi A1 e-tron-Prototypen und 40 Audi A3 e-tron im Zuge des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ rund 1,4 Millionen Testkilometer zurückgelegt. Die Kleinwagen schafften dabei 550.000 Kilometer, während die Kompaktmodelle sogar 805.000 Kilometer hinter sich brachten. Unter dem Strich steht die positive Meinung der Tester über die Elektromobilität. Read more

Subarus ohne Allradantrieb: Die E-Bike-Collection

Subaru steht wie sonst fast keine andere Marke vor allem für eines: Allradantrieb. Die Japaner konnten über die Jahre einen wahren Kult um ihre Antriebsart schüren und bieten jedes ihrer Fahrzeuge mit dem bekannten Vierradantrieb an. Aber nicht nur hier zeigt Subaru eine Besonderheit, sondern auch bei seinem Motorenangebot: Typischerweise schlägt unter der Motorhaube des jeweiligen Modells ein Boxer-Herz. Damit brechen die Fahrräder der Japaner gänzlich: Kein Allradantrieb und keine Verbrennungsmotoren. Um voran zu kommen, muss man entweder die eigene Kraft bemühen oder sich auf einen E-Antrieb verlassen. Read more

One more thing: TESLA Model 3 – Weltpremiere

Der Messias ist zurück, herabgestiegen von seiner Wolke, um uns die Zukunft zu bringen. Nicht bloß ein paar wenigen Auserwählten, sondern: allen.

In all seiner schillernden Persönlichkeit hat Elon Musk nun endlich sein Model 3 vorgestellt. Ein Auto, über das wir folgendes wissen: 345 km Reichweite mindestens, 0-100 in unter 6 Sekunden, Kofferraum vorne und hinten, fünf Sitzplätze, Assistenzsysteme für semi-autonomes Fahren serienmäßig, supercharge-fähig und fünf Sterne in allen Crashtest-Disziplinen. Ach ja, einen Preis gibt es auch: 35.000 Dollar.

Das war es.

Keine Details über die Batterien, keine Daten zum Motor (einer, zwei, vorne, hinten, mittig), nix. Und warum? Weil es keiner braucht. Weil all das Daten sind, die niemanden mehr interessieren in Zukunft. Das Ding muss an der Ampel gescheit wegstarten, ausreichend lange fahren und das war’s. Der Rest ist Unterhaltung. Groß genug ist der Monitor ja.

135.000.000 Dollar hat Tesla bisher mit dem Model 3 schon verdient, schließlich haben sie seit gestern 135.000 Vorbestellungen à 1000 Dollar Anzahlung eingesäckelt. Wenn alle Vorbesteller wirklich kaufen, dann sind das 4.725.000.000 Dollar Umsatz an einem Tag. Das ist selbst nach Elon Musk-Maßstäben nett.

Allerdings darf man davon ausgehen, dass es noch weit mehr Kohle werden wird, schließlich gibt es für die 35 Kilo nur die nackte Basis – und das will ja niemand. Es muss dann schon ein Model 3 mit großem Akku und in der Dual Performance Variante sein. Dazu Mattlack, Felgen mit Carbon-Elementen, HiFi und Co. Sind dann sicher 60 Mille, was die Buben in Kalifornien nur freuen wird.

Problem an der Sache: das Stühlchen kommt erst Ende 2017 auf den Markt. Wenn, denn. Das große Problem ist die Verfügbarkeit der Akkus. Zwar hat man mit der Gigafactory, dem größten Gebäude der Welt übrigens, ordentlich Kapazität – 500.000 Fahrzeuge pro Jahr will man zu beliefern schaffen – doch das wäre mal eben mehr (!) die gesamte Menge bisher auf der Welt (!!) produzierter Lithium-Ionen-Akkus. So einfach wird da nicht mal ein Musk von null auf 500.000 starten können.

Bisher waren es gerade einmal 50.000 Tesla pro Jahr. Es dürfte also ein bisserl dauern, bis die Model 3 tatsächlich auf die Straße kommen. Eher Ende 2018 wohl. Und wer gestern nicht schon in der Schlange vorm Händler stand, bei dem wird es sicher 2019. Oder 2020.

Ob man da dann doch nicht besser Chevy Bolt fahren sollte? Oder Faraday, oder Techrules? Oder überhaupt nicht mehr Auto fahren?

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So ein bisschen hinter vorgehaltener Hand: lässig sieht das Ding aus. Das Interieur ist eine Ohrfeige für alle großen Hersteller – so kann das schon aussehen. Dagegen sieht sogar das Model S richtig billig aus. Auch das große (und scheinbar serienmäßige) Glasdach ist nett. Das Ding ist gut, für den Preis allemal. Wenn die Energiewirtschaft nun endlich den CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde in den Griff bekommt, dann kann man tatsächlich überlegen, ob so ein Elektromoped es nicht wirklich tut.

News: Supersportwagen AT96 und GT96 – Die chinesische Revolution

Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren. Die E-Autos setzen auf ein patentiertes Turbinen-Lade-System und wollen damit allen aktuellen Problemen der Elektromobilität davonfahren.

Der AT96 und der GT96 werden jeweils von einem 768 kW/1.044 PS starken Elektromotor angetrieben. Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine. Deshalb werden die Fahrzeuge als Turbine-Recharging-Electric-Vehicle (TREV) bezeichnet und sollen enorme Leistungs- und Verbrauchswerte realisieren. Laut Hersteller sind mehr als 2.000 Kilometer Reichweite möglich. Der Verbrauch soll bei nur 0,18 Litern je 100 Kilometern liegen. Auch die Fahrleistungen lesen sich beeindruckend: Auf Tempo 100 geht es in 2,5 Sekunden, erst bei 350 km/h wird abgeregelt.

Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren.
Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren.

Das Range-Extender-System erzeugt Strom über eine Mikroturbine, die wiederum einen Akkupack lädt. Der Antrieb der Räder erfolgt dann über E-Motoren. Die neu entwickelte Batterietechnik verspricht höhere Ladeeffizienz und benötigt zudem weniger Akkuzellen, wodurch Gewicht und Platz gespart werden. Eine komplette Ladung soll nur rund 40 Minuten dauern.

Bei der Technik des Hybridantriebssystems hat sich William Jin, Gründer von Techrules, von der Luftfahrttechnik beziehungsweise der Stromerzeugung beeinflussen lassen. Die Mikroturbine ist im Vergleich zum Hubkolbenmotor effizienter, da weniger Energie durch Reibungsverluste verloren geht und die Energie des Kraftstoffes besser genutzt wird. In den Sportwagen ist die Turbine hinter dem Fahrzeuginnenraum und vor den Hinterrädern angeordnet.

Zu den Nachteilen von E-Autos gehört neben der geringen Reichweite aktuell noch die schlechte Versorgung durch zu wenige Ladestationen. Um Investitionen in neue Netze zu vermeiden, wird die Turbine des TREV-Systems in verschiedenen Varianten getestet und kann mit Erdgas, Biogas, Diesel, Benzin und dem Flugzeugtreibstoff Kerosin betrieben werden.

Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine.
Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine.

Aktuell gibt es zwei Ausführungen der Turbinen-Lader-Renner, die einen Ausblick auf die künftigen Serienmodelle geben könnten. Der GT96 – GT für Gasturbine – ist für gasförmige Kraftstoffe wie Biogas und Erdgas ausgelegt und als straßentaugliches Fahrzeug konzipiert. Der AT96 ist eine Rennstreckenversion mit großem Heckflügel. Die Abkürzung AT steht für „Aviation Turbin“ und macht deutlich, dass die Turbine auf den Betrieb mit einem flüssigen Kraftstoff wie Diesel, Benzin oder Kerosin ausgelegt ist.

Die Supersportwagen sollen bereits in wenigen Jahren serienreif und dann in einer kleinen Auflage erhältlich sein. Danach soll die Technik in Stadtautos des Klein- und Kompaktwagensegments zum Zuge kommen, die in größeren Stückzahlen produziert werden können.

News: BMW i3 Mister Porter – „Wenn´s schee mocht?!“

BMW zeigt auf dem Autosalon in Genf in diesem Jahr nicht nur den Hybrid-Sportwagen i8 in einem exklusiven Trimm, sondern auch die kleinere i-Variante als Limited Edition. Der BMW i3 Mr Porter stellt eine Kooperation des Internet-Luxusportals mit dem bayerischen Autobauer dar, die auf die Tugenden eines Gentleman abzielt. Wie sich das ausgestaltet, sieht man entweder bei uns oder in Genf. Read more

News: Nissan steigert Absatzzahlen in Europa

Nissan kann deutschlandweit mehr als 5.200 Neuzulassungen im Januar verbuchen. Punkt. Aber in welchem Verhältnis steht diese Zahl? Ist das viel? Wenig? Es geht so? Nun, im Januar ist Nissan damit wieder die klare Nummer eins unter den japanischen Automobilmarken in Deutschland. Dennoch sanken die Absatzzahlen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,1 Prozent. Doch das liegt vor allem daran, dass dieser ein sehr starker Monat war. Welche Modelle bilden das Fundament des Japaner und wie ist der Trend bei ihnen zu verbuchen?

Zum Anfang des Jahres 2016 gönnt sich Nissan zunächst noch eine kleine Verschnaufpause, wenn man das so sehen möchte. Der zum Vergleich herangezogene Januar des Jahres 2015 war ein ungewöhnlich starker Monat, sodass mit rückläufigen Zahlen im diesjährigen Januar zu rechnen war. Aber mit einer erneute Steigerung des Marktanteils ist im weiteren Jahresverlauf eindeutig zu rechnen, schließlich beginnen die Japaner gerade den Start einiger neuer Modelle, wie etwa dem Nissan Navara.

Das zeigt sich allein schon am durchschnittlichen Marktanteil. Im vergangenen Jahr lag er bei 2,1 Prozent und schafft es im Januar sich um 0,3 auf insgesamt 2,4 Prozent zu steigern. Hier ist aber der erwartete Aufschwung durch neue Modelle noch nicht mit inbegriffen. Doch Nissan verlangt keine Wunder, sondern will seinen Markenanteil in Deutschland sukzessive ausbauen. Das kann mit dem Anteil leichter Nutzfahrzeuge gezeigt werden: Im Vergleich zum Januar 2015 wurde der Markt anteil um 0,5 auf 2,5 Prozent gesteigert. Verkauft wurden also insgesamt 431 Nissan Nutzfahrzeuge. Einen Löwenanteil von fast einem Drittel macht aber der Crossover Nissan Qashqai aus. 1.800 Exemplare setzten die Japaner im diesjährigen Januar ab. Weitere Säulen sind der Nissan Micra mit 950 Neuzulassungen, sowie der Nissan Juke mit 850 neu angemeldeten Exemplaren.

Einen kleinen Aufschwung lässt auch die Prämie für Elektrofahrzeuge erwarten. Schließlich spielt Nissan eine Vorreiterrolle bei emissionsfreien Autos. So zählt der Nissan Leaf zu den meistverkauftes E-Auto der Welt. Zudem befindet sich noch der vollelektrische Transporter e-NV200 im Portfolio und könnte, zusammen mit dem elektrischen Kompaktmodell, eine kleine Absatzsteigerung durch die Prämie verbuchen.

News: Kommt das „2-Milliarden Programm“ für Elektroautos?

Die Automobilindustrie fordert schon seit längerem, dass der Staat Autofahrer mit Prämien zum Kauf von E-Autos motivieren soll. Nun könnte es so weit sein.

Es rauscht im „News-Blätterwald“: Wird es in Kürze doch eine direkte Kaufförderung für Elektroautos geben? Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein Zwei-Milliarden-Euro-Programm auflegen will, damit deutlich mehr E-Autos einen Abnehmer finden.

Neben Geld für die Prämie beim Kauf eines Elektroautos soll zudem die Infrastruktur schneller und stärker ausgebaut werden. Außerdem sollen Bundesbehörden mit gutem Beispiel vorangehen und verstärkt E-Autos nutzen. Einzelheiten aus dem Maßnahmenpaket sind noch nicht bekannt.

In anderen europäischen Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden haben monetäre Anreize dazu geführt, dass deutlich mehr E-Fahrzeuge gekauft wurden. In Deutschland sind E-Autos bislang mit Zulassung bis 31. Dezember 2015 zehn Jahre nur von der Kfz-Steuer befreit, seit 1. Januar 2016 sind sie es noch fünf Jahre.

 

 

 

(Mit Material von SP-X, Hanne Lübbehüsen)