Fahrbericht: McLaren 720S – Der missverstandene Gentleman

Es ist eines dieser Angebote, das man nicht ablehnen kann: McLaren 720S. Doch als die Details hinzukommen, wandert die rechte Augenbraue gen Haaransatz und ein kleines Kribbeln im Bauch macht sich breit. Oha, einen 720 PS-Boliden im November zu fahren. In Großbritannien. Mieses Wetter, Linksverkehr, brutale Power – kann das gut gehen? Und wie! Fahrbericht des britischen Kraftmeiers, der sein…

Jaguar XE 25d – Darf es etwas weniger sein?

Jaguar macht seit einiger Zeit vieles richtig – eine subjektive Meinung, zugegeben. Doch die Modelle sehen ausnahmslos gut aus, legen eine Performance an den Tag, die sich nicht zu verstecken braucht und sind dabei in preislich attraktiven Regionen angesiedelt. Natürlich ist ein Jaguar kein Schnäppchen, doch im Bereich der Premium-Konkurrenz anzutreffen. Da macht der Jaguar XE keine Ausnahme. Die Mittelklasselimousin…

Jaguar F-Pace 25d AWD – Das Empire sized down

Während dem Volkswagen-Konzern sein Diesel-Problem ein ums andere Mal um die Ohren fliegt und Volvo ankündigt, in Zukunft komplett auf Selbstzünder zu verzichten, gehen die Briten einen anderen Weg. Im Jaguar F-Pace 25d zeigt die britische Nobelmarke einen 2.0 Liter Diesel mit 240 PS, der die Lücke zwischen dem 180 PS Diesel und dem 3.0 V6-Diesel mit 300 PS schließe…

The BM trifft Shmee150 – Von Null auf Lila

Voll ins Schwarze, aber nicht bei Shmee150. Björn Marek hat den Britischen Autonarren und mittlerweile Sammler getroffen und ihm interessante Fragen gestellt. Eine seiner Erkenntnisse? Schwarz ist nicht Shmees Farbe, was wohl mit ein Grund dafür sein dürfte, warum er sein McLaren 675 Coupé verkauft hat. Dabei war es auf nur 500 Exemplare begrenzt. Wie man so etwas machen kann? Man muss nur ein gutes Substitut finden. The BM hat mit dem sympathischen Briten über sein eigenes automobiles Highlight, seine Sammlung und über YouTube gesprochen.

Nein, schwarz ist wohl wirklich nicht die Lieblingsfarbe von Shmee. Das sieht man auf den ersten Blick, wenn man seinen neuen Renner, den McLaren 675 LT Spider, betrachtet. Ja, er hat das Coupé durch die offene Variante ersetzt. Und es ist – Trommelwirbel – nicht nur auf ebenfalls 500 Exemplare beschränkt, sondern vor allem eines: LILA!

Die Farbe der Keuschheit

Lila! Ok, Supersportler tragen nicht selten Farben, die man seinem Alltags-Brot-Und-Butter-Auto niemals antun würde. Giftgrün, Gelb oder eben Lila. Dabei ist sie die Farbe der Keuschheit und soll Lust vertreiben – habe ich mal gehört… Aber bei Shmee dürfte das wohl nicht der Fall sein. Von Null auf 200 braucht das britische Geschoss gerade einmal 7,9 Sekunden. Ein Vergnügen, das man ab besten offen erlebt, grinst der YouTube-Star. Sogar über 300 sei er offen auf einer deutschen Autobahn gefahren. Wo sonst? Andernorts, wie etwa in seiner Heimat Groß Britannien, wird das auch kaum möglich sein.

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Die Pforten zum Glück öffnen effekthaschend nach oben

LT steht übrigens für Long Tail und beschreibt das etwas längere Heck des McLaren 675, in dem sich ein aufklappbarer Heckspoiler verbirgt. Seine Besonderheit: Bei starken Bremsungen stellt er sich senkrecht in den Fahrtwind. Damit bremst er nicht nur mit, sondern sorgt auch für Anpressdruck des 675 PS Boliden. Shmee hat es in den zweieinhalb Monaten geschafft, die er den McLaren Spider sein Eigen nennt, bereits 8.000 km auf der Uhr zu spulen und war mit ihm sogar schon in Bosnien, Kroatien, Spanien und weiteren, fern von England gelegenen Zielen. Sein Urteil: Der 675 sei sehr gut nutzbar, praktisch und komfortabel. Das kombiniere das britische Cabrio mit einer eindeutigen Supersportler- Optik, die für maximales Überholprestige sorgt.

0-200 in 7,9 Sekunden. Am besten offen!

So zieren die flache Flunder Aeroteile aus Carbon, große Lufteinlässe oder eben besagter Heckspoiler. Zudem ist bei Shmees McLaren 675 LT Spider eine Titan-Auspuffanlage installiert, die fünf kg einspart. Dafür kommen beim Cabrio gegenüber dem Coupé 40 kg aufgrund der Dachkonstruktion hinzu und pushen das Gesamtgewicht auf rund 1.280kg. Angesichts der Motorleistung kein schlechter Wert. Beeindruckend auch, dass durch den Einsatz des Carbon Monocoques gerade einmal drei Prozent der Karosseriesteifigkeit verloren gehen, während andere Fahrzeuge bis zu 60 Einbüßen.  Zurück zum Auspuff erklärt sich aber schnell der Wechsel des Briten hin zum offenen Supersportler: Beim Runterschalten knallen die Fehlzündungen herzerwärmend in den Titanrohren, dass es ihm jedes Mal die Mundwinkel gen Eden ziehe.

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Sogar die Fahrdynamik-Regler ziert der Lila-Ton des Exterieurs

Kommen wir zur Farbe: Ein Mischung, die speziell nach Shmees Wünschen angemischt wurde und den Renner zum besonderen Einzelstück macht. Das Lila wurde extra bei MSP – also McLaren Special Operations – angerührt. Bei Tag schimmert es in einem Blau-Ton während sich bei Nacht erst die Vielschichtigkeit des Farbtons zeigt. Innen wurden sogar die Drehschalter des Fahrdynamik-Panels in Lila lackiert. Über sie justiert man entweder Lenkkraft und Fahrwerk oder die Krafteinheit mit Motor und Getriebe. Wählen kann man zwischen Normal, Sport oder Track. Allein die mittlere der Fahrstufen verlangt vom Fahrer bereits ein gewisses Feingefühl im unteren Rücke – dem vielzitierten Popometer. Ansonsten zeigt sich das Interieur stark aufgeräumt und edel verarbeitet. Doch was nützt einem ein Supersportwagen, wenn er nicht bewegt wird. Also brechen Shmee und Björn Marek zu einer Spritztour auf, bei der der Brite viel von sich erzählt.

Die Sammlung? Gerade im Entstehungsprozess

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Die Optik spricht zweifelsfrei die Sprache des Speeds!

So hat sich bei ihm mittlerweile eine richtige Auto-Sammlung entwickelt, deren Highlight aber natürlich der McLaren sei. Der Ferrari FF, der sich daneben noch im Fuhrpark befindet, sei so etwas wie der Daily-Driver des Briten, während der Porsche Cayman GT4 als reines Spaßauto fungiere. Und der Ford Focus RS, den man in letzter Zeit oft im Internet gesehen hat? Der stehe in Schottland – für das schlechte Wetter sei der Allradantrieb besonders gut geeignet. Na klar. Zu guter Letzt habe er noch einen alten Mini Cooper, der für die überfüllte Londoner Innenstadt besonders gut geeignet sei. Warum gerade ein alter Mini? Er wäre, so Shmee, neben dem McLaren ein legendäres britisches Auto. Und schließlich habe der Mini auch so etwas wie einen Sportauspuff, der ebenfalls gut klinge. Kult eben.

Für die Stadt darf es auch gerne etwas Kleines sein
Für die Stadt darf es auch gerne etwas Kleines sein

Doch damit soll nicht Schluss sein. Auf der Warteliste stünde ein Aston Martin GT8, der bald komme, im nächsten Jahr zudem ein Mercedes AMG GT-R sowie ein Ford GT. Kleine Spielzeugautos eben. Wie aber kam die Begeisterung für Autos beim Briten überhaupt zustande? Für ihn sei es ein Hobby gewesen, das sich schon entwickelte, als er sehr jung war. Als Jugendlicher sei er Dauergast in Foren gewesen und hätte zahlreiche Autotreffs besucht. Infiziert wurde er wohl durch einige BMW M3s und Mercedes´ seines Vaters. Doch sei sein Vater keine Supersportler gefahren. Umso erstaunter (und begeisterter) war er, als sein Großvater mit über 80 Jahren einen Noble kaufte. Besonderes Bonmot: Sein Vater holte ihn einmal mit dem Noble von der Schule ab.

Der automobile Anfang war gekennzeichnet von 1.2 Litern Hubraum

Und so kam es dann irgendwann, dass Shmee sein erstes YouTube Video hochlud. Damals, vor über sechs Jahren, war es noch ein Carspotting-Video aus London, das einen Ferrari 458 und Lamborghini Murcielago zeigte. Sein erstes eigenes Auto war übrigens weitaus bescheidener: Ein Renault Clio mit 1.2 Litern Hubraum. Abgehoben ist der Brite also nicht wirklich.

Nicht mal bei einem Unfall. Jener läge noch nicht weit zurück, passierte er schließlich mit dem McLaren 675 LT Spider. Doch das sei nur eine Kleinigkeit gewesen: Beim starken Bremsen sei er auf seinen Vordermann leicht aufgefahren. Hervorgerufen wurde dies durch einen Geisterfahrer. Der Unfall ist sogar auf Youtube zu sehen. „Warum auch nicht?“, fragt der Brite. Schließlich sei man gegen solche Situationen auch mit einem Supersportler nicht gefeit. Sympathisch.

Na dann...
Na dann…

„LaFerrari? Kenne ich schon…“

Zum Abschluss fragte Marek den Auto-Enthusiasten noch, welche seine beste Erfahrung als YouTuber gewesen sei. Auch das wäre noch nicht lange her und hätte sich vor ein paar Wochen abgespielt. Er durfte ein paar Modelle eines Ferrari-Sammlers fahren. Und zwar DIE Modelle schlechthin: Einen Ferrari 288 GTO, einen F40, F50 und einen Enzo. Er hätte auch noch den LaFerrari fahren können, aber den kannte er schon… Doch erst der Satz danach machte ihn wieder zu dem netten Typen von nebenan, als den man ihn auch sonst wahrnimmt: „Ich habe mich gefragt: Passiert das hier gerade wirklich?“ Für ihn wurde ein Traum wahr, die Autos zu fahren, die früher als Poster in seinem Zimmer hingen. Vor allem, wenn man an den Wert der Raritäten denke. Hope to see you soon, Mr. Shmee!

Fotos: The BM

Eindrücke von der Weltpremiere des AM-RB 001

Vermutlich besitzt Aston Martin die einzige Auto-Fabrik Manufaktur, die von außen wie ein futuristisch-aristokratisches Bollwerk aussieht. Im Inneren überwiegt dann der Manufaktur-Charakter. Fast schon zu normal für die Geburtsstätte der Aston Martin Modelle. Aber, es ist eben zuallererst vor allem ein Automobil-Werk. Nur an diesem Tag herrscht Ausnahmezustand. Die Bänder stehen still, stattdessen vibriert die Luft vor Anspannung. Ohrenbetäubender Lärm, als der aktuelle Red Bull F1 mit Daniel Ricciardo am Steuer in die Halle einfährt. Die Show ist gut geplant und verfehlt ihre Wirkung nicht. Begeisterung in den Gesichtern der Aston Martin Mitarbeiter.

Britisches Hypercar – made by „Zuckerbrause“ und Aston Martin

Aston Martin Red Bull 003 Hypercar AM RB 001

Dass es in der Formel 1 Rennfahrer gibt, die das F1-Team von Red Bull gerne als das „Zuckerbrause-Team“ verspotten, nehmen Adrian Newey und Christian Horner hin. Sie machen sogar Witze darüber. Dass man als Red Bull F1 gezeigt hat, was geht, ist jedem bewusst. Das F1-Team gehört zu den Spitzen-Teams der Formel 1. Und mit Aston Martin hat man seit Beginn des Jahres einen neuen Motoren-Sponsor. (Dass derzeit noch Triebwerke mit französischen Wurzeln im 2016er Red Bull röhren, lassen wir hier mal außen vor.)

Red Bull und Aston Martin, eine Mischung, die vibranter nicht sein könnte. Auf der einen Seite ein Hoch-Technologie-Rennstall, auf der anderen Seite die britische Traditionsmarke Aston Martin. Und ein Name wird besonders wichtig: Adrian Newey. Er gilt als der erfolgreichste F1-Konstrukteur der Geschichte. Er hat F1-Weltmeister-Rennfahrzeuge am laufenden Band entwickelt und dennoch, ein Traum soll ihm bislang verwehrt geblieben sein. Sein „eigener“, von ihm konstruierter Sportwagen für die Straße. Doch wer 1+1+1 zusammen zählt, der merkt schnell, ein Aston Martin – entwickelt mit dem Herzen von Red Bull und der Brainpower von Adrian Newey – wird nicht einfach nur ein weiterer Sportwagen. Dafür wurde die Klasse der „Hypercars“ erfunden.

Aston Martin Red Bull 010 Hypercar AM RB 001

Dreimal so teuer wie ein Porsche 918

Ein futuristischer Supersportwagen mit Wurzeln in der Formel 1. Als Daniel Ricciardo, Adrian Newey, Christian Horner und Aston Martin Chef Andy Palmer (dessen Werdegang im übrigen vor allem von der Marke Nissan geprägt ist und sich damit die Brücke zum vorherigen Red Bull Motorpartner Infiniti schlagen lässt) den AM-RB 001 vor der begeisterten Aston Martin Belegschaft im Werk Gaydon enthüllen, wird schnell klar: Adrian Newey wird auch bei diesem Entwurf keine 08/15-Lösungen akzeptieren.

Riesige Luftschächte, ein großer Diffusor und die Integration der Fahrgastzelle in ein Chassis aus Carbon – dieses Hypercar wird die Grenzen der Physik nicht verändern, aber die erlebbare Dimension verschieben.

Noch sind die Fakten eher rar. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung.

Also, weniger als 1.000 Kilogramm Leergewicht, aber mehr als 900 PS? Und für Adrian Newey kann es nur ein V12-Motor sein. Kein anderes Triebwerk verspricht diese Leistungsfähigkeit, nicht aufgeladen, denn Adrian Newey will den explosiven Charakter des Saugmotors, die pure Drehfreude, erhalten. Es wird spannend zu sehen sein, wie Aston Martin und Red Bull die Anforderungen umsetzen. In nicht einmal 2 Jahren soll der AM-RB 001 in Serie gehen. Mehr als 2.5 Millionen Pfund teuer. Und nicht mehr als 150 Exemplare. Zusammen mit Aston Martin und Red Bull ist der Bubentraum von Adrian Newey nun zu einem glanzvollen Hypercar-Projekt gereift.

Dass man am Ende die Hypercar-Riege von Bugatti, McLaren P1 und LaFerrari da niederbügelt, an diesem Tag, an diesem Ort, in der aristokratischsten aller Auto-Manufakturen, das ist eh klar. 

 

 

 

 

Sondermodell zum 50. Geburtstag des Werks – Der Lotus Evora 400

Das Lotus-Werk in Hethel wird 50 und das feiern die Briten mit dem limitierten Lotus Evora 400, der in exklusive Kult-Farben gehüllt wird. Er soll den Beginn von mehreren Modellen und Events markieren, die zu diesem Geburtstag geplant sind. Mit seinen Fahrleistungen und vielen Detail-Verbesserungen will das Sondermodell frisch für die Zukunft sein. Read more

Pop Art für den guten Zweck – ein Bentley wird bunt

Dieses Cabrio ist eine Art poppiger Bentley Continental – wobei Art absolut ins Schwarze trifft. Die britischen Fahrzeughersteller haben keinen anderen als den Papst der Pop Art – Sir Peter Blake – gebeten einen Bentley Continental V8 S nach allen Regeln seiner Kunst zu gestalten. Was es damit auf sich hat? Sir Peter gehört zu den wichtigsten Künstlern des Genres und gestaltete seinerzeit das Albumcovers der Beatles-Platte „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club“. Am offenen Bentley konnte er sich nun ebenfalls austoben. Read more

News: Aston Martin DB11 – Auf der Höhe der Zeit

Schön, schnell und vor allem stilvoll: Die Rede ist von Aston Martin. Ganz gleich, ob DB 9, V8 Vantage oder Rapide – sie alle vereint die Kunst, britisches Stilgefühl mit Noblesse, Tradition und „Haben-Wollen“-Gefühl zu vereinen. Nur so ganz auf der Höhe der Zeit waren die Boliden aus England nie so recht. Die V12- und V8-Aggregate sind hier noch nicht mal an vorderster Stelle erwähnt, sondern viel mehr die Technik im Innenraum. Doch die Briten haben aufgeräumt und sich einen starken Partner ins Boot geholt: Kein geringerer als Mercedes-AMG greift Aston Martin beim DB 11 unter die Arme. Was dabei herausgekommen ist? Der stärkste DB aller Zeiten. Read more

News: Bentley Flying Spur V8S – Die sportliche Seite des Luxus

Es ist nicht so, als hätte ein Bentley Flying Spur zu wenig Leistung. Allein die „kleinste“ Motorvariante liefert 507 PS an alle vier Räder. Etwas mehr leistet der neue Bentley Flying Spur V8 S und reiht sich damit zwischen der Einstiegsversion – wenn man das so sagen darf – und der Topmotorisierung, dem W12, ein. Dabei hat der V8 S den Charakter des Sportlers inne, wenn man bei einer Luxus-Limousine dieses Formats überhaupt davon sprechen kann. Aber dieser Flying Spur will von den drei Varianten am meisten das Fahrerauto sein, das von seinem Eigner auch gern mal selbst pilotiert wird, wenn er keine Lust hat hinten rechts zu sitzen. Read more

Technische Daten Range Rover Sport SDV6



Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged

Range Rover Sport SDV6
Markteinführung am: 20.09.2013
Motortyp: V6 Turbodiesel, 24 Ventile, längs eingebaut, Bohrung 84 mm, Hub 90 mm, 16,1 verdichtet
Hubraum in ccm³: 2.993
max. Leistung bei min-1: 215 kW / 292 PS bei 4.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 600 Nm bei 2.000 U/min
Höhe, Breite, Länge in mm: 1780 x 2073 x 4850
Radstand in mm: 2923
Vorderer Böschungswinkel: 31°
Hinterer Böschungswinkel: 31°
Leergewicht: 2.115 kg
Watt-Tiefe in mm: 850
Wendekreis: 12,6 m
Bremsen: Va: 380 mm Innen belüftet, HA: 365 mm Innen belüftet
Allradantrieb / System: Permanenter Allradantrieb, Torsen-Differentiral, „Terrain Response 2“
Getriebe: 8-Gang Automatik ZF 8HP70
Differentialsperren: Mitte: Torsen sperrbar, Heck: optional, sperrbar
Tankvolumen  77 Liter
CO2-Emission, kombiniert:  199 g/km
Abgasnorm  EU 5
Effizienzklasse:  C
cW-Wert:  0,34
Stirnfläche:  –
Normverbrauch innerorts  8.7 l / 100km
Normverbrauch außerorts  6.8 l / 100km
Normverbrauch kombiniert  7.5  l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  210 km/h, optional 222 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h:  7,2 Sekunden
Basispreis: SE: 69.500€, HSE: 75.200€, HSE Dynamic: 77.700€, Autobiography Dynamic: 88.700 €  
Garantie: 12 Monate ohne KM-Beschränkung
Anmerkungen:

Range V8 Kompressor

Vorstellung Range Rover Sport  | TDV 6 | SDV 6 | V8 Supercharged



Mit ABT nach Goodwood

Wer meinen Blog verfolgt, der kommt nicht umhin zu bemerken das es hier zwei Themen gibt, die besonders oft vorkommen: „Autos die Spaß machen“ und „Roadtrips„. Und im besten Fall kann ich beides auch noch kombinieren.

Roadtrip: Mit ABT nach Goodwood

Mit 1.812 PS auf der falschen Straßenseite.

Als mich die Anfrage von ABT-Sportsline erreichte, ob ich mit nach Goodwood zum Festival of Speed fahren wollte, war meine Antwort schon klar, bevor die zweite Hälfte der Frage in meinem Kleinhirn ankam. Es sollte nicht einfach nur nach Goodwood gehen, es sollte ein Roadtrip nach Goodwood werden.  Ich dürfte bei dieser Idee in etwa genauso lange gebraucht haben um ja zu sagen, wie ein Schüler der gefragt wird ob er jetzt in die großen Sommerferien gehen will.

Auf eigener Achse nach Goodwood

Für echte Speedheads kann es nur eine Form der Anreise zum Festival of Speed geben: Am Steuer eines Autos. Und wer sich auf einen Roadtrip mit dem Tuner ABT einlässt, der darf davon ausgehen, dass die Fahrzeuge mit reichlich Leistung gesegnet sind.

Abt Rheinmain

ABT Sportsline brachte 1.812 PS zum Start des Trips in die ABT Niederlassung Rhein-Main nach Rodgau:

Auf eigener Achse nach Goodwood

Unsere Abfahrt am Freitag früh in Rodgau brachte mir den Platz hinter dem Steuer des auf 600 PS aufgeblasenen Audi S6 Avant ein. Wenn ABT mit der Leistungskur für einen Audi S6 fertig ist, dann hat er nicht nur einen neuen Namen: „AS6-R“ sondern auch 40 PS mehr als das Top-Modell aus Ingolstadt, der Audi RS6.  Rückblickend war bereits der Start mit dem AS6-R die perfekte Lösung für das, was uns bevorstand.

Mit mir im Auto zwei Kollegen aus der Medien-Welt, darunter ein Österreicher, der mir im Laufe der Reise noch viel über die Kultur des putzigen Alpenvolkes beibringen sollte.

Wos isn -abt goodwood

„Wos isn?“

Ein Ausspruch aus dem Alpenland und übersetzt bedeutet es: „Wie geht es dem werten Herrn?“

Wie soll es einem schon gehen? 600 PS – Allradantrieb und das ganze verpackt in der bekannt schönen Hülle eines Audi A6 Avant. Ab geht der Trip.

Von Rodgau ging es über die A3 bis nach Köln – und gleich zu Beginn des Trips konnten die mit ordentlich Leistung an den Start gegangenen „Äbte“ zeigen was in ihnen steckt. Tacho 270 und auf der Rücksitzbank wird geschnarcht. Der Adrenalin-Kick beim Tempo oberhalb von 250 schien in den edlen Limousinen nicht über alle Insassen herzufallen.

Was ich auf diesem ersten Teilstück gelernt habe ist auf jeden Fall: Hinter dem Steuer des AS6-R vergehen 60 Minuten deutlich schneller, als auf dem Rücksitz. Bereits kurz hinter dem Westerwald sollte es den ersten Fahrerwechsel geben und ganz unter uns – nur mitfahren ist wie „nur beim Essen zu zuschauen“ – Man wird nicht satt davon.  Die Zeit bis zum zweiten Stop zog sich in die Länge. Kurz hinter der belgischen Grenze war es endlich so weit und neben dem in Form von frittierten Kartoffelstäbchen auf uns wartenden Gaumengenuß, gab es auch den ersten Fahrzeugwechsel.

Gaumengenuss in Belgien Pommes

Vom AS6-R in den GTI

Wie viel Platz und Kraft man im AS6-R wirklich genießt, merkt man erst wenn man hinter dem Steuer des Wolfsburger Erfolgsmodells sitzt. Dank der ABT-Leistungskur auf 290 PS und dem deutlich niedrigeren Golf-Leergewicht, fiel der Kulturschock der halbierten Motorleistung jedoch nicht allzu schmerzlich aus. Frisch gestärkt durch eine Portion belgische Pommes ging es zum nächsten Halt. Das Atomium. Jeder Brüssel-Tourist kennt es. Und wir kannten es nun auch – ein schneller Fotostop sollte es sein. Bevor die Touristen mit offenen Mündern den Blick vom Metall-Atom auf die schweren Eisen aus dem Allgäu richteten waren wir schon fast wieder „on the Road“.

ABT Atomium Brüssel

Ich kann das Salz riechen

Der Österreicher wich mir nicht mehr von der Seite und ich fing an, ihn ebenso zu akzeptieren wie den Wolfsburger Kompaktwagen mit dem großen Namen. Während sich das Motorsteuergerät im ABT-GTI über die Tempo limitierten Autobahnen in Belgien langweilte, kamen wir dem Meer immer näher. Das Ende von Kontinental-Europa, der Beginn einer neuen Freundschaft zwischen Österreichern und Deutschen lag in der Luft, durchschnitten nur vom lauten kreischen der See-Möwen und dem räuspern des Turboladers.

Wir parkten unsere Äbte auf dem Deck einer Fähre, sammelten uns in den edlen Gemächern des Schiffes und warteten ungeduldig wie Odysseus auf den verlockenden Gesang der Sirenen.  Doch die Begrüßung in England viel deutlich weniger dramatisch aus. Runter von der Fähre, rauf auf die falsche Straßenseite.

ABT auf der Fähre

Die falsche Seite

Ob es eine glückliche Fügung des Schicksals war, oder einfach nur meine vorwitzige Art – als ich von der Fähre herunter fuhr, saß ich wieder am Steuer und zwar nicht mehr im GTI sondern im vor Kraft strotzenden Ingolstädter Kombi.

Mit 600 PS auf der fühlt man sich auf der linken Spur wohl. Auch in England.

Die Überfahrt mit der Fähre war so etwas wie eine Tür in eine andere Welt, durch die man gegangen ist. Plötzlich ist man nicht mehr auf bekanntem Territorium. Man sieht die Umgebung mit anderen Augen. Man ist auf einer Entdeckungstour und vor allem: Man ist plötzlich fremd.  Die Anpassung an die Tatsache, dass man in England auf der „falschen“ Straßenseite fährt ist leicht – vor allem wenn man Kollegen hat, denen man hinterher fahren kann.

England abt

Was bleibt ist die Tatsache, dass Tempolimit doof ist.   

Unser Domizil in England war ein pittoreskes Hotel im Landhaus-Stil. So richtig englisch. Mit englischem Rasen rundherum. Mit Cricket-Platz. Und natürlich mit Keksen und Tee zu jeder Uhrzeit.  Noch englischer wurde es nur, als ich zum ersten Mal nach Goodwood kam:

Goodwood – Festival of Speed

ABT pittoreskes hotel

Auf dem Weg zum Festival und zurück, verstand ich, weswegen England die Heimat des Motorsports ist. Die Landstraßen sehen fast alle so aus, als wäre man direkt auf dem Weg zur nächsten Kurve in der grünen Hölle. Wilde Wechselkurven, aberwitzige Berg- und Talstrecken.

Waren die großen ABT-Audi auf dem Weg nach England die richtige Wahl, so stellte sich auf den verwinkelten Straßen in Süd-England der ABT GTI als perfekt heraus. Wendig und schmal genug um bei Gegenverkehr nicht bis zum Stillstand bremsen zu müssen.

Die 600 PS starken Quattro-Vertreter boten zwar die bessere Traktion auf den übel gepflasterten Straßen, aber wer auf eben diesen windigen Strecken im Halbdunkel auf unbeleuchtete Milchlaster trifft, der schaut verschüchtert beim Kauf des nächsten Autos auf die maximale Breite inklusive Außenspiegel.

Nach zwei viel zu kurzen, dafür extrem sonnigen, Tagen in Goodwood. Und mit mehr Eindrücken über England, als nach einem Jahr Discovery-Channel schauen sowie zwei veritablen Blasen an den Füßen – ging es zurück.  (Meine Eindrücke von Goodwood finden sich im oben verlinkten Artikel!)

Hatte mich der ABT Audi AS6-R auf der Hinfahrt in den Bann gezogen, der ABT Golf GTI auf der Insel als Idealfall herausgestellt – konnte die Rückfahrt nur im ABT AS8 statt finden.

ABT Audi AS8 more Power-Limousine in Fahrt

Acht Töpfe für ein Halleluja.

Ob es daran lag, das wir nach Hause wollten – so ein Trip über mehrere Tage und zusammen gewürfelt aus zum Teil wildfremden Menschen kann auch anstrengend sein – oder einfach nur daran das nach Tempolimit in England und Belgien sowie den engen Landstraßen auf der Insel, ein jeder ABT-Pilot glücklich war über die deutschen Autobahnen.

Auf der Rückfahrt flogen vier von ABT massiv in der Leistung gesteigerte Fahrzeuge, mit massiv über der Richtgeschwindigkeit liegendem Tempo in Richtung Heimat.  Tempo 290 im AS8 und der Österreicher tippt auf der Rücksitzbank an seinem Goodwood-Artikel.

Wenn ich aus diesem Trip irgendwas gelernt habe (neben den Stützpfeilern in der österreichischen Sprache = „Wos isn?“!) dann ist es die Tatsache, dass der ABT AS8 in mir einen ganz neuen Berufswunsch geweckt hat: Am liebsten wäre ich Chauffeur. Aber nur wenn mein Chef einen ABT AS8 hat.

Und so lange bis das klappt, mache ich weiter mit meinem Blog und diesen wundervollen Roadtrips!

tanken macht spass

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Goodwood 2013 – 20 Jahre Festival of Speed

Goodwood – dieses Mekka für Freunde des gepflegten Umgangs mit rasenden Vier- und Zweirädern, liegt im Südwesten Englands in einem Landstrich der außerhalb der beiden Festivals nicht viel mehr an Faszination und Beschäftigung anbietet, als die riesigen Wiesen mit ebenso großen New Holland Traktoren zu mähen.

Das Festival of Speed und das Goodwood Revival Meeting sind die beiden Höhepunkte auf den Ländereien des „Earl of March“ dem aktuellen Eigentümer der Ländereien rund um Goodwood.

2013 – 20 Jahre Festival of Speed

Porsche 962 C 940

Als vor zwanzig Jahren in der Formel 1 ein gewisser Alain Prost zum vierten Weltmeister-Titel fuhr, begründete Charles Gordon-Lennox, der Earl of March und Kinrara – oder eben besser bekannt als der Lord March, das erste Festival of Speed.

Seitdem wächst mit jedem Jahr die Begeisterung und der Umfang des Events, die Schlangen an den Kassenhäußchen werden länger und die Parkplätze, pardon, die riesigen zu Parkplätzen umfunktionierten Wiesen rund um Goodwood müssen jedes Jahr mehr Besucher-Fahrzeuge aufnehmen. Wer mit seinem eigenen Sportwagen anreist, dem steht nach vorheriger Anmeldung ein Parkplatz auf dem Hügel und in direkter Nähe zum Festival zur Verfügung. Wenn die Mittagssonne am Himmel brennt, dann stehen auf diesem Parkplatz die Supersportwagen von McLaren, Porsche, Ferrari, Lamborghini und Co in Reih und Glied und wirken so seltsam einträchtig, wie es sonst nur die Kleinwagen vor dem örtlichen Supermarkt tun.

Goodwood ist besonders

Dieses Festival of Speed zu beschreiben ist nicht leicht. Ich könnte verfallen in die allfällige Prosa und Bezeichnungen wie „pittoresk“ für die Dörfchen rund um Goodwood benutzen. Ich könnte von Sportwagen schreiben, die sich durch die Kurve „grippen“ und natürlich von der Luft erzählen, deren Geruch geschwängert vom verbrannten Kraftstoffgemisch, zuviel Sonnencreme auf englischer Haut, verbranntem Reifengummi und Fish&Chips, zum Teil schwer über den Tribünen liegt.

Am besten jedoch – sprechen Bilder. 

In Goodwood sind die Fahrzeuge in 31 verschiedenen Gruppen an den Start gegangen. Vom Vorkriegs-Rekordfahrzeug bis hin zu Fahrzeugen der Zukunft. Goodwood hatte für jeden Fan etwas zu bieten.

50 Jahre Porsche 911

Zwei Porsche 911 wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Der schwarz gelbe Pirelli-Porsche ist ein 1993er Supercup-Porsche mit 3.8 Liter Boxer und der hoch liegende Rothmans-Porsche ein 1984er Paris-Dakar Porsche 911 mit Allradantrieb und 300 PS starkem 3.2 Liter Sechszylinder-Boxermotor.
Zwei Porsche 911 wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Der schwarz gelbe Pirelli-Porsche ist ein 1993er Supercup-Porsche mit 3.8 Liter Boxer und der hoch liegende Rothmans-Porsche ein 1984er Paris-Dakar Porsche 911 mit Allradantrieb und 300 PS starkem 3.2 Liter Sechszylinder-Boxermotor.
Vom Porsche Museum eingesetzter Porsche 911 SC "SAFARI". Baujahr 1978. Der 3 Liter Sechszylinder leistet 280 PS, das Fahrzeug hat 30 Zentimeter Bodenfreiheit und wog 1080 kg. Auf diesem Fahrzeug wurde Björn Waldegard 1978 Vierter der Safari-Rallye.
Vom Porsche Museum eingesetzter Porsche 911 SC „SAFARI“. Baujahr 1978. Der 3 Liter Sechszylinder leistet 280 PS, das Fahrzeug hat 30 Zentimeter Bodenfreiheit und wog 1080 kg. Auf diesem Fahrzeug wurde Björn Waldegard 1978 Vierter der Safari-Rallye.
Das Siegerfahrzeug der 12 Stunden von Sebring 1973. Ein Porsche 911 RSR. Mit am Steuer damals: Hurley Heywood.
Das Siegerfahrzeug der 12 Stunden von Sebring 1973. Ein Porsche 911 RSR. Mit am Steuer damals: Hurley Heywood.

Doch Porsche hat das Jubiläum „50 Jahre 911“  nicht nur mit fahrenden Autos gefeiert, auch mit einer ganz besonderen Skulptur – mehr über dieses Kunstwerk, hinter diesem Link. 

50 Jahre Porsche 911 - Eine Skulptur mit besonderem Anspruch.
50 Jahre Porsche 911 – Eine Skulptur mit besonderem Anspruch.

 Eine andere Zeit:

1894 reichten 3 PS um um das erste Autorennen zu gewinnen. Der Peugeot Typ 5 gewann das Rennen auf der Strecke von Paris nach Rouen.
1894 reichten 3 PS um um das erste Autorennen zu gewinnen. Der Peugeot Typ 5 gewann das Rennen auf der Strecke von Paris nach Rouen.
111 Jahre alt, der Renault Type K aus dem Jahre 1902. Der Bruder vom Konstrukteur, Marcel Renault, gewann mit diesem Fahrzeug 1902 das 1.300 km lange Rennen von Paris nach Wien.
111 Jahre alt, der Renault Type K aus dem Jahre 1902. Der Bruder vom Konstrukteur, Marcel Renault, gewann mit diesem Fahrzeug 1902 das 1.300 km lange Rennen von Paris nach Wien.
5.5 Liter Hubraum, Vier Zylinder und 16 Ventile. Der Benz 21/80 aus dem Jahre 1910 war bereitd über 160 km/h schnell. Der für die "Prinz Heinrich Tour" gebaute offene Viersitzer wurde in diesem Jahr von Jochen Mass pilotiert.
5.5 Liter Hubraum, Vier Zylinder und 16 Ventile. Der Benz 21/80 aus dem Jahre 1910 war bereitd über 160 km/h schnell. Der für die „Prinz Heinrich Tour“ gebaute offene Viersitzer wurde in diesem Jahr von Jochen Mass pilotiert.
Auch den Siegerwagen des Großen Preis von Deutschland - 1939 - einen Mercedes W154 mit fast 500 PS starkem V12 wurde u.a. von Jochen Mass gefahren.
Auch den Siegerwagen des Großen Preis von Deutschland – 1939 – einen Mercedes W154 mit fast 500 PS starkem V12 wurde u.a. von Jochen Mass gefahren.
Auf dem W196 einem ehemaligen GrandPrix-Rennwagen aus dem Jahre 1954/55 gewann Sir Stirling Moss seinen ersten Grand Prix. In Goodwood waren auf diesem Wagen unterwegs: Hans Herrmann, Stirling Moss, Jackie Stewart und Nico Rosberg!
Auf dem W196 einem ehemaligen GrandPrix-Rennwagen aus dem Jahre 1954/55 gewann Sir Stirling Moss seinen ersten Grand Prix. In Goodwood waren auf diesem Wagen unterwegs: Hans Herrmann, Stirling Moss, Jackie Stewart und Nico Rosberg!

Langstrecke:

Mit 5 Runden Vorsprung gewann dieser Alpine-Renault das LeMans Rennen 1978. Der Top-speed lag damals bei 384 km/h
Mit 5 Runden Vorsprung gewann dieser Alpine-Renault das LeMans Rennen 1978. Der Top-speed lag damals bei 384 km/h
Mit einem 7 Liter V12 auf die Jagd, zweimal rund um die Uhr in LeMans gegangen und gewonnen. 1988er Jaguar XJR9LM mit Andy Wallace am Steuer.
Mit einem 7 Liter V12 auf die Jagd, zweimal rund um die Uhr in LeMans gegangen und gewonnen. 1988er Jaguar XJR9LM mit Andy Wallace am Steuer.
TS020 so der Name des 1998er Toyota GT-One für die 24-Stunden von LeMans.  In Goodwood in diesem Jahr von Emmanuel Collard und Martin Brundle bewegt.
TS020 so der Name des 1998er Toyota GT-One für die 24-Stunden von LeMans. In Goodwood in diesem Jahr von Emmanuel Collard und Martin Brundle bewegt.
Der LeMans Gewinner von 1999, der BMW V12 LMR Prototyp mit 6.1 Liter großem  V12 Motor. Am Steuer: Marc Surer. Von Marc gibt es weiter unten, bei "Persönlichkeiten" noch ein Foto.
Der LeMans Gewinner von 1999, der BMW V12 LMR Prototyp mit 6.1 Liter großem V12 Motor. Am Steuer: Marc Surer. Von Marc gibt es weiter unten, bei „Persönlichkeiten“ noch ein Foto.

 

 

Augenblicke:

Manchmal reicht ein Blick auf das Equipment mit dem die Fahrzeuge zum Start rollen um schnell zu verstehen, dass auch in der High-Tech-Welt Formel 1, die Boliden schneller leben, als die verwendete Hard- und Software. Ein McLaren MP4/13 aus 1998 und der dazugehörige Laptop für die Bord-Elektronik.
Manchmal reicht ein Blick auf das Equipment mit dem die Fahrzeuge zum Start rollen um schnell zu verstehen, dass auch in der High-Tech-Welt Formel 1, die Boliden schneller leben, als die verwendete Hard- und Software. Ein McLaren MP4/13 aus 1998 und der dazugehörige Laptop für die Bord-Elektronik.
Chris. Team-Mitglied des Formel 1 Rennstalls RedBull. Dem Brause-Hersteller, der mit vorliebe die Traditions-Rennwagen-Hersteller abspeist.
Chris. Team-Mitglied des Formel 1 Rennstalls RedBull. Dem Brause-Hersteller, der mit Vorliebe die Traditions-Rennwagen-Hersteller abfüllt.
Engine p0rn in Goodwood
Engine p0rn in Goodwood
Der Ferrari 250 GTO von Ex-Pink Floyd Drummer Nick Mason.
Der Ferrari 250 GTO von Ex-Pink Floyd Drummer Nick Mason.
Das Cockpit des "Schneepflug-Ferrari" 312 aus dem Jahre 1972. Ein Formel 1 Wagen mit 3 Liter V12 Motor.
Das Cockpit des „Schneepflug-Ferrari“ 312 aus dem Jahre 1972. Ein Formel 1 Wagen mit 3 Liter V12 Motor.

Persönlichkeiten:

Vorstandsvorsitzer der Porsche AG. Matthias Müller. Der Job scheint einfach nur alle Sonnenseiten des Lebens zu beinhalten .. :)
Vorstandsvorsitzer der Porsche AG. Matthias Müller. Der Job scheint einfach nur alle Sonnenseiten des Lebens zu beinhalten .. 🙂
Als Sohn des „Bergkönigs“ Hans Stuck und dessen Frau Christa-Maria Stuck konnte er schon als Jugendlicher auf dem Nürburgring Erfahrungen sammeln, da sein Vater dort Fahrerlehrgänge abhielt. Per Sondergenehmigung bekam er mit 16 Jahren den Führerschein. 1969 gewann er den Sportfahrerlehrgang der Scuderia Hanseat und verdiente sich mit Erfolgen bei kleineren Rennen die internationale Rennlizenz. Quelle: Wikipedia
Als Sohn des „Bergkönigs“ Hans Stuck und dessen Frau Christa-Maria Stuck konnte er schon als Jugendlicher auf dem Nürburgring Erfahrungen sammeln, da sein Vater dort Fahrerlehrgänge abhielt. Per Sondergenehmigung bekam er mit 16 Jahren den Führerschein. 1969 gewann er den Sportfahrerlehrgang der Scuderia Hanseat und verdiente sich mit Erfolgen bei kleineren Rennen die internationale Rennlizenz. Quelle: Wikipedia
Jacky Ickx  ist ein ehemaliger belgischer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer. Er gilt als der mit Abstand erfolgreichste Allroundrennfahrer, da er in seiner über 30-jährigen aktiven Zeit in den unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen antrat und Siege erringen konnte. Quelle: Wikipedia
Jacky Ickx ist ein ehemaliger belgischer Formel-1- und Sportwagen-Rennfahrer.
Er gilt als der mit Abstand erfolgreichste Allroundrennfahrer, da er in seiner über 30-jährigen aktiven Zeit in den unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen antrat und Siege erringen konnte. Quelle: Wikipedia

 

Hans Herrmannist ein ehemaliger deutscher Autorennfahrer. Der Schwabe, der gelernter Konditor ist, war einer der vielseitigsten deutschen Piloten, der bei unterschiedlichsten Rennarten auf verschiedensten Marken antrat. Seine Karriere reicht von der Zusammenarbeit mit Vorkriegsakteuren wie Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer bis zum Beginn der Dominanz von Porsche bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Er startete erfolgreich bei legendären Langstreckenrennen wie Mille Miglia, Targa Florio und Carrera Panamericana und ist einer der letzten Zeitzeugen aus dieser Ära. Quelle: Wikipedia
Hans Herrmannist ein ehemaliger deutscher Autorennfahrer.
Der Schwabe, der gelernter Konditor ist, war einer der vielseitigsten deutschen Piloten, der bei unterschiedlichsten Rennarten auf verschiedensten Marken antrat. Seine Karriere reicht von der Zusammenarbeit mit Vorkriegsakteuren wie Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer bis zum Beginn der Dominanz von Porsche bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Er startete erfolgreich bei legendären Langstreckenrennen wie Mille Miglia, Targa Florio und Carrera Panamericana und ist einer der letzten Zeitzeugen aus dieser Ära. Quelle: Wikipedia
Bobby Unser begann 1949 mit dem Rennsport. 1957 wurde er zum ersten Mal Sieger des Pikes Peak International Hill Climb, das er während seiner Laufbahn noch zwölf weitere Male gewinnen konnte. 1963 fuhr er erstmals die 500 Meilen von Indianapolis und belegte am Ende des Rennens den 33. Platz. Seinen ersten Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis erzielte er 1968. Zwei weitere Erfolge in Indianapolis gelangen ihm 1975 und 1981. Er ist neben Rick Mears der einzige Fahrer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten dieses Rennen gewann. 1975 war er Sieger der Rennserie International Race of Champions, wobei er zwei der vier ausgetragenen Rennen gewinnen konnte. In den Jahren 1968 und 1974 gewann er die amerikanische USAC National Championship. Quelle: Wikipedia
Bobby Unser begann 1949 mit dem Rennsport. 1957 wurde er zum ersten Mal Sieger des Pikes Peak International Hill Climb, das er während seiner Laufbahn noch zwölf weitere Male gewinnen konnte. 1963 fuhr er erstmals die 500 Meilen von Indianapolis und belegte am Ende des Rennens den 33. Platz. Seinen ersten Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis erzielte er 1968. Zwei weitere Erfolge in Indianapolis gelangen ihm 1975 und 1981. Er ist neben Rick Mears der einzige Fahrer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten dieses Rennen gewann. 1975 war er Sieger der Rennserie International Race of Champions, wobei er zwei der vier ausgetragenen Rennen gewinnen konnte. In den Jahren 1968 und 1974 gewann er die amerikanische USAC National Championship. Quelle: Wikipedia
Nelson Piquet ist ein brasilianischer Automobilrennfahrer. Zwischen 1978 und 1991 startete er bei 204 Grand-Prix-Rennen in der Formel 1 und wurde in dieser Zeit dreimal Weltmeister. Bekannt wurde Piquet vor allem als erster Weltmeister der Formel 1, der den Titel mit einem Turbomotor gewonnen hatte (1983 mit BMW). Quelle: Wikipedia
Nelson Piquet ist ein brasilianischer Automobilrennfahrer. Zwischen 1978 und 1991 startete er bei 204 Grand-Prix-Rennen in der Formel 1 und wurde in dieser Zeit dreimal Weltmeister.
Bekannt wurde Piquet vor allem als erster Weltmeister der Formel 1, der den Titel mit einem Turbomotor gewonnen hatte (1983 mit BMW). Quelle: Wikipedia
Henri Pescarolo ist ein ehemaliger französischer Automobilrennfahrer. Bekannt wurde er durch Einsätze in der Formel 1 (1968 bis 1976) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das er zwischen 1972 und 1984 viermal gewann. Darüber hinaus nahm er mehrmals an der Wüstenrallye Paris-Dakar teil. Im Jahr 2000 gründete Pescarolo seinen eigenen Motorsport-Rennstall Pescarolo Sport. Quelle: Wikipedia
Henri Pescarolo ist ein ehemaliger französischer Automobilrennfahrer. Bekannt wurde er durch Einsätze in der Formel 1 (1968 bis 1976) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das er zwischen 1972 und 1984 viermal gewann. Darüber hinaus nahm er mehrmals an der Wüstenrallye Paris-Dakar teil. Im Jahr 2000 gründete Pescarolo seinen eigenen Motorsport-Rennstall Pescarolo Sport. Quelle: Wikipedia
Marc Surer - Ex-Formel 1 Rennfahrer und Gewinner der 24h von Spa.
Marc Surer – Ex-Formel 1 Rennfahrer und Gewinner der 24h von Spa.

Sir Stirling Crauford Moss, OBE (* 17. September 1929 in London, England) Er startete zwischen 1951 und 1961 in der höchsten automobilen Motorsportklasse (Formel 1) und gilt mit vier Vizeweltmeisterschaften und 16 Grand-Prix-Siegen als der erfolgreichste Fahrer unter denen, die nie Weltmeister wurden.
Sir Stirling Moss, OBE (* 17. September 1929 in London, England)
Er startete zwischen 1951 und 1961 in der höchsten automobilen Motorsportklasse (Formel 1) und gilt mit vier Vizeweltmeisterschaften und 16 Grand-Prix-Siegen als der erfolgreichste Fahrer unter denen, die nie Weltmeister wurden. Quelle: Wikipedia

Sportwagen von morgen?

Hoffentlich nicht.

Affenschaukel.
Affenschaukel.
Wenn zuviel Marketing-Budget zu dämlichen Ideen führt. Ein Twizy F1.
Wenn zuviel Marketing-Budget zu dämlichen Ideen führt. Ein Twizy F1.

In Goodwood vorgestellt, der neue Skoda Octavia RS:

An einem Ort an dem man derart viele Speedheads antrifft, kann man auch die Premiere eines neuen sportlichen Top-Modells veranstalten. Skoda dachte so und präsentierte in Goodwood den RS-Ableger seines Octavia.

Der neue Octavia RS - Premiere in Goodwood.
Der neue Octavia RS – Premiere in Goodwood.
Mit einem Turbobenziner mit 220 PS oder Turbodiesel mit 184 PS.
Mit einem Turbobenziner mit 220 PS oder Turbodiesel mit 184 PS.
Die Preise für den Octavia RS starten bei 29.390 Euro für den Turbobenziner, der Diesel wird 29.890 Euro  kosten.
Die Preise für den Octavia RS starten bei 29.390 Euro für den Turbobenziner, der Diesel wird 29.890 Euro kosten.

ABT sportsline

In Deutschland ein Begriff für jeden Freund von sportlich veredelten Audi und Volkswagen, nun auch zum ersten Mal in Goodwood vertreten. Der Tuner ABT aus dem Allgäu.  Neben einem VW T5 mit sensationellem Nummernschild, stand unter anderem auch der ABT R8 GTR auf dem Stand. Einen Fahrbericht zur „Oben ohne Version“ (GTS) habe ich bereits in meinem Blog .  Wie es sich für echte Auto-Freaks gehört, ist die Truppe rund um den Pressesprecher von ABT natürlich nicht einfach nur nach Goodwood geflogen.  Tief geflogen würde es eher treffen. Mit 1.890 PS nach Goodwood und demnächst mit einem Extra-Artikel von mir im Rückblick!

Der Allgäuer Traumwagen bringt dank ABT POWER nun 620 PS (456 kW) auf die Straße. Beim Serienmodell sind es 525 PS (386 kW). Eine Leistungssteigerung von knapp 20 % ist in der Klasse der Supersportler eine echte Ansage: Der ABT R8 GT S spurtet aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 320 km/h.
Der Allgäuer Traumwagen bringt dank ABT POWER nun 620 PS (456 kW) auf die Straße. Beim Serienmodell sind es 525 PS (386 kW). Eine Leistungssteigerung von knapp 20 % ist in der Klasse der Supersportler eine echte Ansage: Der ABT R8 GT S spurtet aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 320 km/h.
Das richtige Nummernschild und schon spart man sich die hälfte des Aufklebers :)
Das richtige Nummernschild und schon spart man sich die hälfte des Aufklebers 🙂

 

Goodwood – für Freunde von Verbrennungsmotoren jeder Art, einfach nur der Himmel auf Erden. Und wo sonst kann man Legenden so nah kommen?

Goodwood 2014? Auf jeden Fall wieder!

ABT auf dem legendären Goodwood Festival of Speed

Was verbindet Charles Gordon-Lennox, den Earl of March and Kinrara, mit Hans-Jürgen Abt, CEO von ABT Sportsline? Beide Männer sind Auto- und Motorsport-begeistert und beide stammen aus Familien, die traditionell ein Faible für schnelle und schöne Fahrzeuge haben. Bei Abt reicht diese Liebe fast 100 Jahre zurück, bei den Lords of March begann alles in den 1920er Jahren: In England pflegt man hochwertigen Motorsport seit den frühen Tagen des Automobilbaus. So war Frederick Gordon-Lennox, der Großvater des heutigen Earl, ein erfolgreicher Rennfahrer. Auf seinem Grund veranstaltete Gordon-Lennox 1936 erstmals das Goodwood Festival of Speed. In einem an Traditionen reichen Land wurde die Veranstaltung zur Institution und selbst zur Ikone für Auto-Fans, die von überall her nach Chichester strömen.

Zentraler Bestandteil des Events ist eine Bergstrecke nahe Goodwood House. Dort kann man Renn- und Sportautos, schnelle Motorräder, Formel-1-Boliden und automobile Schätze aus praktisch allen Epochen bewundern. Mittendrin im Geschehen ist auch ABT Sportsline: Der weltgrößte Veredler von Fahrzeugen des VW-Konzerns präsentiert sich in diesem würdigen Rahmen unter anderem mit dem 620 PS starken ABT R8 GTR – und zwei weiteren aktuellen Highlights. Beim Goodwood Festival of Speed zeigt ABT die Leidenschaft und die Kompetenz, die das Familienunternehmen aus Bayern seit jeher auszeichnet. Man darf gespannt sein, was Publikum und Hausherr zu diesen besonderen Autos sagen werden.

Das legendäre Goodwood Festival of Speed findet vom 11. bis 14. Juli 2013 statt, weitere Infos zur Veranstaltung gibt’s unter www.goodwood.co.uk. Nach dem Festival finden Sie selbstverständlich auch unter www.abt-sportsline.de eine umfangreiche Bildergalerie.

 

Soweit die Presse-Meldung von Abt-Sportsline. Wer sich nun fragt, wie er die Wartezeit überbrücken soll, der liest sich einfach meine bisherigen Artikel zu „Abt sportsline“ durch.

Vor allem aber den Fahrbericht zum Abt R8 GTS sollte man gelesen haben. Womit wir uns auf den Weg nach Goodwood machen und was es vor Ort alles zu entdecken gibt, dazu dann schon bald mehr.

 

Cat-Content aus England

Ein sonniger Samstagvormittag in der Eifel. Pittoreske Nebensträßchen und nervige Staukilometer rund um den Anreiseverkehr für den AvD-Oldtimer Grand Prix.  Für den ersten Kontakt zwischen Motor-Bloggern, Lifestyle-Bloggern und anderen „Verlagshaus-Unabhängigen Medienmachern“ hatte sich Jaguar Deutschland das vermutlich beste Umfeld ausgesucht, dass man sich als Benzin-Junkie vorstellen kann: Den AvD Oldtimer-Grandprix 2012.

Kurz angefahren: Jaguars Katzenangebot

Jaguar Testcenter am Nürburgring
Jaguar Testcenter am Nürburgring

Jeremy Clarkson hat es verflucht, ich empfand es als grandiose Homebase für einen Stützpunkt in Sichtweite zur legendären Nordschleife. Das Jaguar-Testcenter am Nürburgring. Für JC von TopGear sind die neuen Jaguar-Modelle zu sportlich. Ich darf zugeben: Die Einschätzungen von Mr. Clarkson konnte mein bisheriges Jaguar-Weltbild nicht beeinflussen. Zu groß die Tragödie der vergangenen Jahre, in denen diese legendäre englische Sportwagenmarke durch zu viele Besitzerhände ging. Darunter der FORD-Konzern der unter anderem so Schandtaten beging, wie einen Ford Mondeo unter eine schwülstig gezeichnete Jaguar-Hülle zu packen. Shame on you, Ford! 

Die Angst war groß, nicht nur bei mir, als Jaguar und Land Rover 2008 an die indische Tata Motors Group verkauft wurde.  Frisch vorgestellt wurde damals der XF – das erste Nachkriegs-Modell das keinen „Retro-Look“ pflegen wollte. Ein Jaguar, so ungewöhnlich frisch und belebend wie ein britischer Landregen im Spätsommer. Der Marken-Spätsommer und die Herbst-Jahre wurden jedoch – trotz Tata-Engagement nicht eingeläutet. Im Gegenteil. Heute, nach 4 Jahren im Besitz der indischen Tata Motors Group kann man erleichtert von einem erfolgreichen Wiederbelebungs-Versuch am englischen Patienten sprechen.  In meiner persönlichen Retrospektive auf die Modelle unter dem Zeichen der Raubkatze, gab es keine Epoche in der mich derart viele Modelle von Jaguar, alleine vom Design, angemacht hätten.

Einer meiner besonderen Lieblinge: Der Jaguar XF. 

So frisch. So sportlich elegant – dieser Jaguar durfte sogar die Hochzeit von meiner Frau und mir begleiten. In prominenter Rolle. Und wie es der Zufall so wollte: Auch auf der Hochzeit meines Bruders in diesem Jahr, spielte der Jaguar XF eine prominente Rolle.

Jaguar XF mit kleinem Diesel - Foto: Jan Gleitsmann
Jaguar XF mit kleinem Diesel – Foto: Jan Gleitsmann

Das hat gute Gründe. Denn zu keinem Zeitpunkt der Jaguar Geschichte waren die Modelle derart progressiv im Design und sprachen neben der eleganten auch die sportlichen Seiten des exclusiven Autofahrer-Herzens an. Der XF darf durchaus als Wendepunkt in der Jaguar-Geschichte gesehen werden.

Am Testtag hatte ich mir eine kleine Runde im XF mit dem  2.2 Liter Vierzylinder-Diesel  gegönnt. Im Prinzip auch nur, um die Foto-Aufnahmen in den Kasten zu bekommen.  Denn um die Qualitäten eines Fahrzeuges zu erfahren, sind Tages-Ausflüge eher ungeeignet. Und wenn man 4 bis 5 Modelle an einem Tag fährt und dafür immer nur 1 bis 2 Stunden Zeit hat, dann sind die Eindrücke vom Fahrzeug viel zu undifferenziert. Was am Ende dabei herumkommt sind Fahrberichte auf dem Niveau von Schüler-Aufsätzen und dafür bin ich mir, als Motor-Blogger, echt zu schade. 😉 (Und vermutlich geht es meinen Kollegen ähnlich.)

Jaguar XF - Mit dem putzigen Diesel. Foto: Jan Gleitsmann
Jaguar XF – Mit dem putzigen Diesel. Foto: Jan Gleitsmann

Die große Vorfreude, meinen Pulsschlag in Viertakte kurz vor dem Drehzahlbegrenzer versetzt, hatte mir die Aussicht auf den Jaguar XK-RS mit dem Blechdach. Angereist war ich mit einem Porsche Carrera S, die Meßlatte für sportliche GT-Modelle – die Grenzerfahrung zwischen Langstreckensportler und Sprint-Sportler war mitgebracht und brummelte vor sich hin.

Zuvor wartete der Jaguar XJ auf seine Dienstfahrt

Die Oberklassen-Limousine stand mit dem Top-Diesel bereit.  Ein Urteil über diesen Leder-Vollsortimenter will ich mir an dieser Stelle nicht erlauben. Zu kurz die Ausfahrt. Beeindruckend auf jeden Fall, dass Niveau der Verarbeitung im Innenraum. Ob man bei Jaguar auch auf lange Sicht mit Qualität überzeugen kann? Der XJ L mit langem Radstand, der als Shuttle diente, war der Bereich um die in den Lehnen der Vordersitze versteckten Tischchen auf jeden Fall bereits arg mitgenommen. Aber es ist, wie gesagt, eine Moment-Aufnahme. Für wesentlich mehr eignen sich Tages-Termine mit dem vollen Programm an Modellen und Rahmenprogramm auch nicht.

Jaguar XJ - Foto Jan Gleitsmann
Jaguar XJ – Foto Jan Gleitsmann
Jaguar XJ Wohlfühlplatz - Foto Jan Gleitsmann
Jaguar XJ Wohlfühlplatz – Foto Jan Gleitsmann

(Sidestep: Mit dem Blogger-Roadtrip – werden die Grenzen in der Erfahrung neu gesteckt!)

 Jaguar XK-R – Böße Miezekatze

5 Liter V8 – Kompressor – Ausstattungsversion der gefahrenen Cabrio-Variante: „Volle Hütte“, inklusive einer weiteren Lederausstattung, deren Herstellung für eine größere Dezimierung im Bereich der Huftiere gesorgt haben dürfte. Dem animalischen Faktor des Sinnbildes von Mann und Jäger wäre damit bereits im Stand zur Genüge Rechnung getragen. Doch das echte Männer-Spielzeug erwacht erst mit dem Druck auf den unwürdigen Start-Stopp Knopf. Was danach startet hätte mehr Pathos, mehr Show, mehr Dramatik verdient. Eine Reihenfolge ähnlich dem Startprozedere für den bemannten Raumflug wäre angebracht.  Kraftstoff-Pumpen: On. Kraftstoffdruck überwachen. Zündkerzen in Bereitschaft. Batteriespannung geprüft. Luftfilter und Ansaugwege kontrolliert und frei. Kompressor-Schaufeln geschärft, Katalysator bereit für das Inferno, es war schön Deine Bekanntschaft gemacht zu haben 3- 2 -1 – ZÜNDUNG —- „and we have a lift off“.

Böße Miezekatze - Foto Jan Gleitsmann
Böße Miezekatze – Foto Jan Gleitsmann

Den V8 Kompressor startet man nicht einfach. Man entfacht ein Armageddon in den Brennkammern und setzt die Abgasseite unter extremen Schalldruck. Volllast, kurze Gaspedal Schnapper und eine Auspuffanlage auf Betriebstemperatur beantwortet die böße Miezekatze während des Ausflugs mit der englischen Version eines flammen spuckenden Flugdrachens. Metarmophose geglückt. „Der Bock hat ordentlich Dampf an der Kette“.

Jaguar XK-RS – Mieze auf Drogen

Hier könnten die Eindrücke zum XK-RS stehen. Leider war es Jaguar nicht gelungen, einen XK-RS zum Ausritt bereit zu stellen. Schade. Auf eine 30min Exkursion mit einem Aufpasser auf dem Beifahrersitz konnte ich dann auch verzichten. Motor-Bloggern war es auch nicht „gestattet“, die Miezekatzen auf die Nordschleife zu führen. Schade.  Aber zum Glück hatte ich ja den 911 Carrera S dabei … da kommt bestimmt auch noch was von Teymur und Sebastian – die badeten in Endorphinen nach dem Ritt im 911 durch die grüne Hölle.

 

Ende gut – alles gut

Jaguar war mutiger als andere deutsche Premium-Hersteller. Den Kontrollverlust wagen. Die Unbekannte Misch-Rasse der „Blogger“ einladen – das ganze aufgefüllt mit einem Abendprogramm wie es für mich nicht besser hätte sein können.  Ein erster Schritt der „Standing-Ovations“ verdient. 

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Das Fahrzeug-Programm von Jaguar bietet genug Potenzial für mehr Beiträge, voller Benzingeruch, Emotionen und Geschichten!

Weitere Beiträge von Kollegen:

Fotos: Die Fotos kommen teilweise von Jan Gleitsmann (auto-geil.de). Hierzu bitte den Bildtext beachten! Die Bilder ohne Quellenangabe sind von mir.