Amazon.de Widgets

ZF demonstriert: LKW werden sicherer!

Es war ein tragischer Unfall. Vor einigen Wochen ist auf der A6 ein LKW an einem Stau-Ende auf das Fahrzeug einer Familie aufgefahren. Drei Kinder und die junge Mutter sind sofort tot, der Vater wird hinter dem Lenkrad eingeklemmt. Es ist – ich bin selbst Vater einer kleinen Tochter – ein Schicksalsschlag für den einem alle Worte fehlen. Diese Situationen nehmen zu. Der Verkehr nimmt zu und der Transport von Gütern über Autobahnen ist nicht anders zu lösen. Die Gefahr bleibt. Doch wie bei allen Gefahren gibt es Menschen die darüber nachdenken, wie man sich schützen kann. Lösungen suchen. Blickt man in den Automobilbau, dann sind es die Zulieferer die mit Erfindungen wie ABS, Airbags und ESP, den Alltag auf den Straßen sicherer und die Risiken von Unfällen minimiert haben.

Bereits heute ist es eine EU-Verordnung, das keine neuen LKW zugelassen werden können, die nicht über ABS und ESP verfügen. Für die Zukunft hat der Automobil-Zulieferer ZF eine weitere Lösung im Portfolio.

Premiere des „Evasive Maneuver Assist“ (EMA)

Vernetzung und Automatisierung als Schlüsselfunktionen

Es ist der richtige Schritt für mehr Sicherheit. Die Vernetzung von Assistenzsystemen und die Integration von Assistenzsystemen die man bereits aus dem PKW-Bereich kennt. Der Automobil-Zulieferer ZF TRW hat mit dem „EMA“ getauften System, „Ausweich-Assistenten“ ein System geschaffen, mit dem das Assistenzsystem die Kontrolle über den Truck übernehmen kann, wenn ein „abbremsen“ vor dem Hindernis, zum Beispiel einem Stau-Ende, nicht mehr möglich ist. Den Impuls für das ausweichen gibt der Fahrer, das Assistenzsystem übernimmt danach die Kontrolle über den Truck und seinen Anhänger. Die ebenso von ZF gelieferte elektrohydraulische Servolenkung ist Teil des Systems. Der Lenkimpuls des Fahrers, dieser wäre derzeit – noch ist das System in einer Erprobungsphase – auf jeden Fall notwendig, da die Gesetzgebung keine „autonome Fahrt“ erlaubt, kooperiert dann mit dem „Highway Driving Assist“ System und lenkt den LKW auf die freie Spur und leitet gleichzeitig eine Vollbremsung ein.

ZF Innovation Truck 2016

EMA und HDA wurden jetzt erstmalig der Fachpresse vorgeführt. Präsentiert wurden die Sicherheits-Bausteine in einem modernen LKW den ZF schlicht den „Innovation Truck 2016“ genannt hat.

Global Press Event ZF TRW 008 Truck LKW Sicherheit

Der „Evasive Maneuver Assist“ ist das Ergebnis aus der Kombination von Sicherheits-Innovationen made by ZF und WABCO. Das elektronische Bremssystem des Trucks stammt vom Belgischen Zulieferer für Brems- und Fahrwerkssystemen.

Ein plötzliches „Verreißen“ des Lenkrads wird vom „OnGoard-Bremsassistent“ des Zulieferes WABCO als Triggermoment verstanden, den „Ausweich-Assistenten“ zu starten. Während des automatischen Steuerns berechnet die Funktionssoftware die optimale Ausweichbahnkurve laufend neu voraus und justiert den Lenkwinkel entsprechend. Die integrierte Überrollschutz-Funktion des EMA wurde für derart extreme Fahrsituationen angepasst. Der ZF Innovation Truck setzt diese Vernetzung von Stabilitäts-, Bremssystemen und Lenksystemen erstmalig um.

Spurhalten für LKW

Was im PKW-Segment bereits völlig normal ist, ein aktiver Spurhalte-Assistent, verwirklicht ZF nun mit dem „Highway Driving Assist“ erstmalig auch im LKW.  Das System warnt den Fahrer nicht nur vor einem unbeabsichtigten Verlassen der Bahn, sondern hält den Sattelzug auch selbständig und aktiv in der Spur. Zugleich überwacht es über alle Tempobereiche hinweg, automatisch den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden, was in diesem Fall sogar Anhalten und Wiederanfahren miteinschließt.

ZF demonstriert mit dem „Innovation Truck 2016“ was möglich ist, wenn ein Konzern mit aller Macht am Fortschritt arbeitet. Mehr Sicherheit ist das Ergebnis. Auf das tragische Unfälle der Vergangenheit angehören!

Global Press Event ZF TRW 004 Truck LKW Sicherheit

Start zu unserer Reihe über Lastkraftwagen, Berufskraftfahrer, Vernetzung und Zukunft der Urbanen Mobilität im B2B-Segment.

Mercedes-Benz C350e enttäuscht im Elch-Test

Vor 18 Jahren – fast genau auf den Tag(!) – fiel die Mercedes-Benz A-Klasse bei einem Ausweichtest des schwedischen Autotestmagazins „Teknikens Värld“ um. Ein bis dato eher unbekannter „Ausweich-Test“ wurde als Elchtest erfunden. Warum die Schweden? Warum Elch-Test? Weil man in der Abgeschiedenheit der schwedischen Wälder gerne mal auf Elche trifft. Wie bei uns auf Rehe. Mit dem Unterschied, dass ein Elch Beine hat, so lang wie ein Pferd, und so viel wiegt wie ein Ochse (Schulterhöhe bis zu 2.3 Meter, bis zu 800 kg schwer!) – und so ein Viech sollte man nicht mit dem Auto treffen. Die Folgen sind katastrophal. Also lernt jeder Schwede: Ausweichen rettet Leben.

Die Schweden haben den Elchtest erfunden und mit dem Umkippen der A-Klasse wurde das Test-Prozedere weltbekannt. Mercedes-Benz musste damals das Debakel eingestehen. Der erste Kompaktwagen der Stuttgarter, mit Frontantrieb zudem, war zu hoch gebaut. Unter anderem führte die Bauhöhe zu einem ungünstigen Schwerpunkt.

Mercedes-Benz sorgte für Sicherheit, indem man eiligst das bereits in den Schubladen liegende ESP-System vom Zulieferer BOSCH in die A-Klasse packte, das System adaptierte und so für einen „Schleuderschutz“ sorgte, der in Verbindung mit den Regelsystemen des ESP ein ein erneutes „Umkippen“ vermied. Heute – 18 Jahre nach dem Debakel – darf man den Elchtest, das Versagen der A-Klasse und die schnelle Reaktion von Mercedes-Benz als „Glücksfall“ der Automobilgeschichte bewerten.

Mit der Einführung des ESP wurde deutlich, dieser elektronische Helfer steigert die Sicherheit im täglichen Straßenverkehr massiv.

Mercedes-Benz C350e – Enttäuschung im Elch-Test

Wieder der Elch-Test. Wieder Mercedes-Benz. Wieder Teknikens Värld. 

Tests des schwedischen Auto-Magazins haben eklatante Fahrwerksschwächen bei einem getesteten C350e zu Tage gefördert. Die kleine Plug-In Hybrid Limousine der Stuttgarter hat bei den Tests der Schweden ein enttäuschendes Bild abgegeben. Erst bei 64 km/h hat die Limousine den Test bestanden. Zum Vergleich, die Mercedes-Benz A-Klasse nach der Nachbesserung, Modelljahr 2000, schaffte als A160 sogar 65 km/h. Das war jedoch vor 15 Jahren.

Ein Sprecher von Mercedes-Benz hat in einer ersten Reaktion darauf hingewiesen, dass der C350e aufgrund der schweren Batterien im Nachteil ist. Zudem könne man nicht sicher sein, ob der Luftdruck korrekt war. mein-auto-blog ist den C350e bereits kurz gefahren. Während der normalen Testfahrten konnte keine kritische Situation beurteilt werden.

Die Reputation des schwedischen Test-Magazins ist einwandfrei und auch die „Verschwörungs-Idee“, man lasse einen Mercedes zum 18-jährigen Jubiläum des A-Klasse-Debakels erneut durchfallen, würde ich mal als sehr unwahrscheinlich abtun. Tatsache ist: Der C350e wiegt mehr als seine nicht „Plug-In“ Kollegen, aber der kleine 6.2 kWh-Akku macht den Bock nicht fett. Zudem: Mercedes-Benz bezeichnet den C350e selbst als „Dynamiker“, der „Fahrleistungen wie ein Sportwagen“ besitzt.

Ein Trabant ist schneller im Elch-Test!

Dumm nur, ein Trabant 601 ist mit 75 km/h dann auch noch deutlich schneller im Elch-Test als der C350e. Okay, der hat weder Plug-In Hybrid-Technik noch ein ESP. 

Outlander-Dauertest: Safety-First

Die Assistenzsysteme des Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Überblick

Und deren Funktion im Detail

Moderne Fahrzeuge sind ohne Assistenzsysteme nicht mehr denkbar. Neben ABS und ESP haben sich viele weitere elektronische Helferlein auf den virtuellen Beifahrersitz gesetzt und wollen uns im Alltag vor Unfällen und deren Folgen schützen. Oder manchmal einfach nur das Autofahren erleichtern. Unser Mitsubishi Outlander Plug-In Hybri…

Opel Winter Training 4×4

„Nicht driften – nein, die elektronischen Assistenzsysteme bleiben an“

Und ich denke mir nur: Mist, wieder erwischt, während die Stimme des Instruktors noch aus dem Funkgerät krächzt. Der Klang seiner Stimme wird ein wenig dumpfer. Und Schuld daran haben die Schneeflocken.

Während ich im warmen Auto sitze und am Lenkrad drehe, steht der Instruktor als Vorlage für einen Schneemann mitten im Schneetreiben. Das Thomatal zeigt sich von seiner winterlichen Seite. Und es zeigt sich an diesem Morgen – dieser Fleck in Österreich ist zurecht als „Kältepol“ der Region bekannt. Während am Vorabend die Wetterzeichen noch auf ein schmelzen des Schnees deuteten, kam über Nacht der Schnee zurück. Nicht ein wenig – nein, hier im Lungau schneit es gleich richtig. Bis zum Mittagessen sollten gut 20 Zentimeter Neuschnee hinzugekommen sein.

Den Probanden des Opel Winterfahrtrainings gefällts – nur die Instruktoren sind um ihren Job nicht zu beneiden. Wer bei diesen Schneefällen aus dem Auto aussteigen muss, wird binnen Minuten zu einem menschlichen Schneemann. Und natürlich macht der Schnee nicht vor der modernen Technik halt. Das Funkgerät setzt sich ebenfalls mit Schnee zu und lässt die mahnenden Worte: „Niiiicht driften“ immer dumpfer werden.

Opel Winterfahrtraining 4×4

opel insignia im schnee

Opel hat sich das Lungautal und die eigentlich immer ordentlichen Schneeverhältnisse in diesem Flecken, 90 Kilometer südöstlich von Salzburg,  als idealen Ort ausgesucht um zum „4×4 Winterfahrtraining“ zu laden.

Der Opel Mokka als 4×4, der Opel Insignia als OPC mit 325 PS und 4×4-Technik, sowie einige Opel Insignia Country-Tourer mit Allrad standen im Spalier zum Winterfahrtraining bereit.

Opel bietet mit diesem Winterfahrtraining eine „eiskalte“ Alternative zu den OPC-Kursen die man im Sommer im Programm hat. Buchen kann man diese Angebote direkt über die Opel-Webseite.

Das Winterfahrtraining bietet die Möglichkeit, unter Aufsicht und vor allem Abseits des normalen Straßenverkehrs zu erlernen, welche Fähigkeiten beim fahren auf Eis und Schnee wirklich gefordert sind. Die Piste im Thomatal – geschmückt mit Opel-Insignien – ist an diesem Morgen mit ordentlich Neuschnee zu einem Winter-Wonderland geworden. Über Nacht fiel soviel Neuschnee, dass am Trainingstag kaum noch eine Streckenführung zu sehen war. Da wurden aus den weiß-roten Hütchen, weiße Hütchen auf weißem Grund.

Opel Mokka im schnee

Die Instruktoren gaben dennoch ihr Bestes. In kleinen, überschaubaren Gruppen, ging es auf die Piste. Der Opel Mokka 4×4 durfte auf einer Handlingstrecke zeigen, was in ihm steckt – oder besser, was seine 4×4-Technik drauf hat. Ausweichen, bremsen und auch auf Eisplatten immer schön die Nase in Fahrtrichtung halten. Das klingt leichter als es ist. Vor allem die tückischen Eisplatten haben zu Pirouetten am Band geführt. Und als Freund des „ESP-Off“ drehte es mich natürlich just in dem Augenblick, in dem ich es am wenigsten gebrauchen konnte: Während der Challenge. (Diese Challenge ging auch auf Zeit – so wie man das gewohnt ist, nur ging es nicht um Bestzeiten, sondern um zwei Runden mit möglichst identischer Zeit. Wenn man sich dabei in der ersten Runde einmal zu quer um die Biegung wirft, dann hat man ein Problem mit der zweiten Runde. Das war mir danach auch klar ;))

Deutlich mehr Spaß hat der Insignia 4×4 auf Eis und Schnee gemacht. 

Und dann gab es sogar die Chance, ganz offiziell das ESP deaktivieren zu dürfen und den Insignia mit ein paar Schwüngen, elegant durch den Schnee driften zu lassen. Der aufwendige Allradantrieb des Insignia, mit der Möglichkeit die Kraft auf der Hinterachse situativ zwischen den beiden Rädern verteilen, sorgte für unterhaltsame Drifts und erstaunlich viel Traktion. Der Moment in dem man sich über soviel Schnee so richtig freut. Während die Schneefontänen über die Außenspiegel stoben, der 2.8 Liter V6 in Richtung Drehzahlgrenze jubelt und das Heck des Insignia mit Eleganz versucht, den Opel-Blitz im Kühlergrill zu überholen. So macht Auto fahren richtig Spaß. Das fanden auch andere, zum Beispiel Lisa von hyyperlic. Oder im letzten Jahr und bei besseren Bedingungen: Fabian, Moritz und Mario-Roman

Am Ende ging es natürlich nicht nur um den Spaß. Das Lernziel war ernst:

  • Das Fahrzeug auf Schnee und Eis beim bremsen zu stabilisieren und mit Lastwechseln richtig umzugehen
  • Bei winterlichen Verhältnissen, auf rutschigem Untergrund, sicher ausweichen

Mindestens so wichtig wie das Talent und die Übung am Steuer, der richtige Reifen für den Winter – ohne Winterreifen geht auch mit Allradantrieb nichts auf Schnee! 

Winterreifen

 

Disclaimer: Opel hatte mich zu diesem Schnee-Training eingeladen und alle Kosten hierfür übernommen.