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Erste Fahrt: Der neue Ford Focus

Etwas Gutes noch besser machen, dass ist keine ganz leichte Aufgabe. Anerkennung verdienen die, die sich daran wagen, und Lob verdienen die, die dabei erfolgreich waren. Der Ford Focus gehört zu den Dauerläufern der Marke und im Reigen der Kompaktfahrzeuge zu den ewigen Konkurrenten des VW Golf. Jetzt hat Ford den Focus überarbeitet und will dabei vieles neu, einiges anders, aber primär alles besser als zuvor gemacht haben. Okay, solche Behauptungen höre ich von allen Auto-Herstellern, bei jedem neuen Modell und jedem Facelift.  Galt nun die Fragen zu klären, ob Ford jetzt nur Anerkennung oder gar ein Lob verdient.

Ford Focus 1.5 EcoBoost

Faktencheck am neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost

Mit guten 30 Mitbewerbern ist das C-Segment, auch gerne als die „Golf-Klasse“ bezeichnet, die härteste Fahrzeugklasse. Nirgendwo sonst ist der Wettbewerb zwischen den Herstellern härter. Der Focus ist im übrigen – weltweit gesehen – die Nummer 1 in diesem Segment. Doch in Deutschland musst er sich bislang immer dem ewigen Bestseller Golf geschlagen geben.

Es gibt einen Erfolgsdruck im Segment, Ford antwortet mit einer ganz eigenen „Drucksache“.

Fahrbericht Ford Focus 2015 02 Ford Focus MCA

 

Alles neu?

Bereits im Februar hat uns Ford mit Fotos vom „neuen“ Ford Focus gelockt. Doch bis jetzt in den September hinein hat es gedauert, bis der neue Focus zu einer ersten Testfahrt zur Verfügung stand. Dabei ist eben nicht alles neu. Der Focus des Modelljahres 2015 ist ein Facelift-Modell.

Straffere Gesichtszüge, klarer ausgeformter Kühlergrill, der zudem so ein wenig „Aston-Martin-Feelings“ aufkommen lässt und am Heck wurden die Rückleuchten neu gezeichnet. Deren völlig nutzlosen, spitzen, Ausformung in die Seitenlinie hinein wurde jedoch kein Einhalt geboten.

Die wichtigsten Neuheiten sind unter der Haube und vor der Nase des Fahrers versteckt. Unter der Motorhaube ist es der neue 1.5 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit bis zu 182 PS. Er übernimmt sein Grundprinzip von den erfolgreichen Dreizylinder-EcoBoost Motoren, und will Leistung und Effizienz in eine neue Leistungsklasse heben. Zudem wird er in zwei Leistungsstufen angeboten. Zusammen mit der kleineren, und nur 150 PS starken Version, löst dieser neue EcoBoost-Vierzylinder die 1.6 Liter Motoren-Familie des Vorgängers ab.

Nicht weniger wichtig sind die Veränderung im Innenraum. Dort hat in der Mittelkonsole nun endlich das Knöpfchen-Armageddon ein Ende gefunden und ein ausreichend großer  Touchscreen mit 8 Zoll Diagonale nimmt einen Teil des gewonnen Platzes ein. Das Multimediasystem dahinter nennt Ford „SYNC2“ und verspricht die pure Verständigung. Temperatur-Änderungen der Klimaanlage? Einfach sagen. Telefonieren? Einfach sagen. Navigieren? Sie ahnen es, einfach sagen. Das neue SYNC2 will auf dem Fahrer aufs Wort hören. Sag ich ja.

Lobenswert auch die umfassenden Arbeiten an der Karosserie. Der Vorderwagen soll versteift worden sein, die Karosse im gesamten, nun noch steifer, das Fahrwerk dafür ein wenig komfortabler und dennoch nicht minder agil. Zudem soll die Geräuschdämmung wirkungsvoller sein, dickere Fensterscheiben in den vorderen Türen sollen den Lärmpegel senken.

Fahrbericht Ford Focus 2015 06 Ford Focus MCA

Alles besser?

Der Focus war früher bereits der Agilitäts-König im Segment. Jetzt wurde er nicht schlechter. Im Gegenteil. Auf kurvigen Landstraßen im Hinterland von Malaga wurde die erste Ausfahrt zum ganz großen Kino. Unterwegs in einem Focus Titanium mit 182 PS Turbo-Benziner, machten die vielen unterschiedlichen Kurven enorm Spaß. Der Focus legt zackig ein, wird dabei unterstützt von einem Torque-Vectoring System und vermeidet nerviges untersteuern. Wer Lastwechsel provoziert, bekommt selbst den Nicht-ST (ein ST stand noch nicht zur Verfügung) zu einer dynamischen Vorstellung auf der Landstraße. Steif wie ein Walfisch-Penis der unter einer Überdosis-Viagra leidet, wirft sich die Karosse des Focus von Biegung zu Biegung. Dennoch bleibt genug Federungskomfort erhalten. Das ist beeindruckend. Die Lenkung fühlt sich präzise an, obwohl keine Sport-Reifen und maximale Rädergrößen montiert sind. Das ist richtig gut. Das ist noch besser als früher.

Der 1.5 Liter EcoBoost büffelt sich unter der mächtigen Ladedruck-Ägide stehend durch das Drehzahlband. Untenherum hört man ihn fauchend Luft holen, oben herum dreht er frei und spontan. Sparsamer soll er sein. Bis zu 19% weniger Verbrauch und CO²-Emissionen. Sehr löblich. Die Ladeluft-Wasserkühlung, der Turbo der nah am Zylinderkopf in den Abgas-Krümmer integriert wurde, Voll-Aluminium und verstellbare Nockenwellen. Der 1.5 Liter Motor beeindruckt nicht durch Hubraum, sondern durch Fahrbarkeit und Durchzug. Ob der Verbrauch wirklich so weit sank? Die Strecke die ich durch die Berge Süd-Spaniens nahm, dürfte kaum eine Aussagekraft für den Alltag haben. Im Drittelmix gibt Ford 5.6 Liter an. Ob das machbar ist, wird ein späterer Test zeigen müssen.

Hurra und Halleluja. Ob SYNC2 wirklich alle Kommandos versteht? Habe ich nicht ausprobiert. Eine Anpassung der Klima-Temperatur habe ich noch hinbekommen, für weitere Tests hat mir schlicht die Zeit gefehlt. Aber – das neue Konzept mit deutlich weniger Knöpfchen im Innenraum und dem großen 8-Zoll Touchscreen ist der „big winner“ im Paket des ganzen Facelift. Was waren die vielen Knöpfchen und das kleine Display zuvor nervig. Wunderbar und um Welten besser das neue Multimedia-System. Die Bedienlogik des Systems, um zwischen Navi, Telefon, Medien und Klima zu wählen, wurde in vier große farbige Kacheln unterteilt. Wer mit Windows 8 zurecht kommt, der wird mit dem SYNC2 keine Probleme haben. Leider erkennt das System noch keine ANDROID-Handys per USB-Kabel, via Bluetooth klappte die Wiedergabe von Musik allerdings problemlos.

Angeblich erkennt das System auch Kommandos wie: „Ich habe Hunger“ und wirft dann eine List von Restaurants in der Nähe aus.  Das SYNC 2 hört also aufs Wort und hierbei soll man sich nicht einmal an spezielle Kommandos halten müssen, man spricht einfach drauf los.

Wann geht es los?

Ab Ende September kommt der neue Focus auf den Markt, die Preise bleiben die gleichen. Mit fünf Türen geht es also weiterhin bei 16.450 € los. Neben dem neuen 1.5 Liter EcoBoost stehen noch noch drei weitere Benziner, darunter der bekannte 1.0 Liter EcoBoost Dreizylinder und sechs Dieselmotoren zur Verfügung.

Fahrbericht Ford Focus 2015 07 Ford Focus MCA

Bleibt das Fazit:

Ein ganz klares Lob und ein großes Lob dazu. Das Facelift des Focus hat die richtigen Schwachstellen aufgegriffen, hat sich dabei als erfolgreich erwiesen und mit dem neuen 1.5 Liter Turbomotor hat man zudem auch noch ein wenig Motoren-Zukunft für den Alltag geschaffen. Das der neue Focus noch besser fährt als der „alte“ Focus ist zudem eine Überraschung! Dieses Facelift hat aus dem „Guten“ Focus einen „noch besseren“ Focus gemacht! Glückwunsch Ford! 

 

Fakten zum neuen Ford Focus 1.5 EcoBoost

Verkaufsstart: September 2014
Basispreis:  25.120 €
Motorleistung:  182 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.358 / 1.823 / 1.484 / 2.648
Normverbrauch:  5.6 Liter / 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  224 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  0-100 km/h: 8.7 Sekunden

Mercedes-Benz S63: Fortsetzung in schnell

Mit Björn habe ich den S 500 in Toronto erlebt. Meist auf dem Rücksitz, häufig fast flach auf dem Rücken. Ich wurde massiert, mit einem heissen Stein gewärmt und lauschte den zarten Klängen einer R&B-Sängerin, die in den Lautsprecher-Boxen der Marke Burmester ein Konzert gab. Ich habe aus der Loge meinen Chauffeur beobachtet, er hob die Hände als wäre er ein Dirigent. Der Mercedes fuhr ohne Eingriffe des Herrn Habegger und der hatte seine Freude daran.

Mercedes-Benz S63 AMG im Fahrbericht

Die Fortsetzung der S-Story, in schnell

mercedes-benz S63 AMG 04 S-Klasse 2014

Nun sitze ich im S 63 und zwar vorn links. Das Steuer in der Hand und anstelle eines R&B-Sounds lausche ich den Tönen eines sehr kräftigen V8-Motors, der mir das Lied von 585-PS singt. Im Geiste sitzt Björn schräg hinter mir, er platziert seine vier Buchstaben auf exklusivem Leder, er schaut zu, wie die Landschaft rund um Salzburg an den Seitenscheiben vorbei fliegt, er bemerkt den sportlichen Antritt des AMG und er würde gern vorn sitzen. Aber das geht jetzt nicht. Ich sitze vorn.

Natürlich wird eine Frage gestellt und später auch beantwortet. Weshalb S 63 und nicht S 500? In Kanada fuhren wir den S 500. Mit allen Feinheiten, mit allen Annehmlichkeiten und natürlich auch mit reichlich Kraft. 455 PS, ein V8 Biturbo sorgt für reichlich Dampf. Und nun 130 PS mehr, 200 Newtometer mehr Drehmoment. Der Preis für diese Unterscheide liegt bei mehr als 40.000,00 Euro. Die Antwort klingt einfach und folgt doch einem klaren Schema: Image.

mercedes-benz S63 AMG 01 S-Klasse 2014

In 4.4 Sekunden auf 100 km/h

Dass der S 63 um eine halbe Sekunde eher die Marke 100 km/h schafft ist spürbar aber nicht immer relevant. Auf der Autobahn, der S 63 auf der linken Spur, dahinter der S 500. Der Schnellere kann in den Rückspiegel lächeln. Umgekehrte Situation. Der Blinker blinkt rechts. Meist sind es Gedankenspiele. „Mein neuer Dienstwagen ist der S 500. Und Deiner? Der S 63. Whow.“ Die Antwort auf die Frage nach dem Unterschied kann aus einer Silbe bestehen: Whow.

Auf Österreichs Autobahnen werden AMGs eingebremst. Vielleicht will man den Passagieren des S 63 die Ruhe und Unaufgeregtheit der Landschaft schmackhaft machen, vielleicht will man auch die Talente der S-Klasse von AMG in entspannter Atmosphäre präsentieren. Das gefällt mir nur in kleinen Dosen. Zu gerne hätte ich den V8 beim Wort genommen. Ihm bei seinem Antritt zugehört, die Newtonmeter bei fast 4.000 Touren gespürt und hätte dabei zugesehen, wie die Berge links und rechts mit 250 km/h an mir vorbei fliegen. Ich hätte das Seitenfenster geöffnet und mir angehört, was der Motor da vorn zu sagen hat. Aber leider geht das nicht, zu teuer, zu nervig, zu unprofessionell. Journalisten halten sich an Regeln, sind Vorbilder, haben immer eine Hand voll Hirn am Gasfuß.

mercedes-benz S63 AMG 07 S-Klasse 2014

Volle Kraft voraus

Nach dem kurzen Intermezzo auf dem Alpen-Highway nun die einspurige Tour. Landstrasse, Dorfstrasse und so viele wunderbare LKW vor der Nase. Ich habe keinen Schimmer ob das Bodenwellen-Radar den 40-Tonner als Mutation einer Unebenheit betrachtet, Fakt ist, hier kann der S 63 gleich mal zur Sache gehen oder besser fahren. Man spricht jetzt von Durchzug, von Elastizität oder von der Beschleunigung aus dem laufenden Betrieb, zum Beispiel wenn ein LKW mit 70 km/h die Sicht versperrt und weiter vorn die Straße so lang und gerade läuft wie ein Band ohne jede Falte. Dann schlägt der Moment des S63. Man nimmt Maß, hält ein wenig Abstand, damit man am Hindernis vorbei schauen kann, wenn nichts außer Mücken und Luft auf der Gegenseite zu sehen ist, werden Gasfuß und Pedal in einer Sekunde eins. Der V8 nimmt das Kommando, „volle Kraft voraus“ entgegen und arbeitet mit Hochdruck. Das Ergebnis mündet mit sehr vielen Umdrehungen, einer sehr eindringlichen Geräuschkulisse und dem immer kleiner werdenden LKW im Rückspiegel. Dass dabei die Insassen des S 63 zunächst hoch konzentriert der Leistungsentfaltung zusehen, dann schnell merken, dass da gerade Physik in konzentrierter Form verabreicht wird und zudem die Sicht da vorn wieder frei ist, macht die S-Klasse von AMG zu einem Auto, das man mit einer Silbe beschreiben kann: Whow.

mercedes-benz S63 AMG 09 S-Klasse 2014

Eine ganz andere Geschichte. Allradantrieb im S 63. Das ist neu und muss getestet werden. Jetzt wissen wir alle, dass es  schon seit Jahren Allrad und AMG als Gemeinschaft gibt. Der G zum Beispiel kann das. Nun also das S. Der schwarze Allradler muss von der Straße, auf weniger festen Boden, aber nicht zu doll mit dem Gelände treiben. Bei der S-Klasse sollte man grundsätzlich nicht über Wattiefe, Böschungswinkel und Rampen sprechen. Wenn AMG die Finger im Spiel hatte, werden schon hohe Bordsteine zum Thema. Allrad und AMG sind eher als Optimierung zur Straßenlage gedacht, mehr Haltung in schnellen Kurven. Trotzdem haben wir den Ernstfall geprobt. Ab in den Wald, rauf auf´s Unterholz. Mit Standardantrieb wäre hier schon Schluss, der S müsste ohne fremde Hilfe Überwintern. Auf allen Vieren jedoch befreit sich der 2-Tonner recht locker und lässig. Ein wenig schütteln, ein wenig lenken und der Viertürer strahlt wieder. Auf der Landstraße haben wir später ein paar Kurven mit Schmackes durchfahren. Der 4Matic gab sich auch keine Blöse. Er lief satt, sauber und sehr stabil über den Asphalt.

Unser Kommentar: „Whow.“

mercedes-benz S63 AMG 08 S-Klasse 2014

Technische Daten:

Hersteller: Mercedes-Benz
Modellname: S63 AMG
Karosserievariante: Limousine Viertürig
Motor: v8 Biturbo-Direkteinspritzer
Getriebe: Siebengang-Speedshift-Wandlerautomatik
Antrieb: 4matic Allradantrieb
Hubraum: 5.461 ccm
Leistung: 585 PS bei 5.500 U/min
Drehmoment: 900Nm von 2.250 bis 3.750 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 4.4 Sekunden
Höchstgeschw.: 250 km/h / geg. Aufpreis: 300 km/h
Verbrauch nach Norm: 10.1 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 237 g/km
Testverbrauch:
Räder: VA: 255/45-19  HA: 285/40-19
Leergewicht: 1.970 kg
Länge, Breite, Höhe: 5.157 / 1915 / 1.501 mm
Lustfaktor / max 10 Punkte:  9 von 10
Preis: ab 149.880,50 EUR

Fahrbericht – Nissan 370Z – Fazit

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 2 zum Fahrbericht über den Sportwagen von Nissan:
Der 370Z ist ein Sportcoupé nach klassischen Muster. Ein potenter Motor, Heckantrieb und dazwischen ein lauschiges Plätzchen für die beiden Insassen. Der Nissan 370Z ist aber auch ein echt unmoralisches Angebot. Mit der Modellpflege sind auch die Preise gepurzelt und so beginnt der Einstieg in die 328 PS-Coupé Welt bereits bei 32.900 €. Eine echte Ansage für diese Leistungsklasse.

3 Varianten – 2 Karosserieformen

Mit Dach oder „oben ohne“, dazu zwei Ausstattungslinien und den Extra sportlichen Nismo. Der 370Z Käufer kann unter einigen Z-Variationen wählen. Im Test hatte ich den 370Z in der PACK-Ausstattung mit 7-Gang Automatikgetriebe.  Die Automatikversion kostet 2.150 € Aufpreis, die empfehlenswerte PACK-Ausstattung schlägt mit 3.000 € in das Konto des geneigten Käufers ein.

38.050 € als Basispreis sind, in Anbetracht der gebotenen Leistung, noch immer „Schnäppchen verdächtig“. (Zum einsortieren: Ein Porsche Cayman S mit 325 PS und PDK steht ab 66.944,25 € in der Preisliste.)

Die PACK-Variante bringt die geschmiedeten 19″-Räder, BOSE-Soundsystem, den Tempomat, Ledersportsitze und die dazugehörige Sitzheizung mit. Wer zudem auf das neue Nissan Connect Premium-Multimedia und Navissystem mit 7″ Touchscreen-Display scharf ist (war im Testwagen enthalten), der bekommt dies als Sonderausstattung, aber eben nur – wenn er seinen Haken zuvor bei der „PAACK-Version“ gemacht hat. Es läuft also alles auf den „Nissan 370Z Pack“ hinaus…! Oder wer es noch sportlicher mag, auf die 344 PS starke und optisch angeschärfte NISMO-Version des 370Z.

Nissan 370Z in fahrt über brücke

Vorteile:

  • Ehrlicher Saugmotor
  • Handlicher Heckantrieb
  • Günstiger Kaufpreis

Nachteile:

  • Nicht perfekte Sitzposition
  • Hoher Verbrauch

Der Verbrauch:

  • Alltagsfahrer ohne Sparfuß:  10.6 Liter auf 100 KM
  • Öko-Experte mit grünem Zeh:  8.9 Liter auf 100 KM
  • Außendienstler mit Vollgas-Lust:  17.8 Liter auf 100 KM

Nissan 370Z Fahrbericht Kofferraum

Der nächste Nissan 370Z sollte in diesem Punkt anders sein:

  • Mehr Seitenhalt für die Schultern und ein Lenkrad mit größerem Verstellbereich.

Bewertung:

Komfort: 19 von 45 Punkte

  • Raumgefühl Mitfahrer: 2 von 10 Punkte
  • Sitzposition Fahrer: 4 von 5 Punkte
  • Klimatisierung: 4 von 5 Punkte
  • Kofferraum u. Zuladung: 4 von 10 Punkte
  • Fahrgeräusche innen: 3 von 5 Punkte
  • Assistenzsysteme: 2 von 10 Punkte

Fahrspaß: 27 von 40 Punkte

  • Landstraße: 8 von 10 Punkte
  • Autobahn:  8 von 10 Punkte
  • Stadt: 2 von 5 Punkte
  • Überholprestige: 3 von 5 Punkte
  • Beschleunigung: 3 von 5 Punkte
  • V/max:  3 von 5 Punkte

Kosten: 21 von 30 Punkte

  • Anschaffung: 10 von 10 Punkte
  • Aufpreisliste: 4 von 5 Punkte
  • Versicherung: 3 von 5 Punkte
  • Garantiezeit: 2 von 5 Punkte
  • Wertverlust: 2 von 5 Punkte

Antrieb: 30 von 40 Punkte

  • Motor: 7 von 10 Punkte
  • Getriebe: 8 von 10 Punkte
  • Bremsen: 8 von 10  Punkte
  • Sound innen: 4 von 5 Punkte
  • Lenkgefühl: 3 von 5 Punkte

Umwelt: 19 von 30 Punkte

  • Test-Verbrauch: 9 von 10 Punkte
  • CO² nach Norm: 4 von 10 Punkte
  • Außengeräusch: 6 von 10 Punkte

Qualität: 12 von 15 Punkte

  • Spaltmaße außen: 4 von 5 Punkte
  • Haptik: 4 von 5 Punkte
  • Störgeräusche: 4 von 5 Punkte

Nissan 370Z Pack Automatik Fahrbericht

Punktzahl gesamt: 128 / 200 Punkten

Das Fazit: Nissan 370Z – 7-Gang Automatik in der PACK-Ausstattung

Ein ehrlicher Sportler

Manchmal ein wenig rauh, immer aber ein verlässlicher Partner. Der 370Z besticht in erster Linie durch seinen rauchig klingenden Motor und sein Handlichkeit. Mein Ausflug in das kurvige Terrain der Eifel hat gezeigt: Die „Oase der Fahrfreude“ war keine Fata Morgana. Der 370Z hält was er verspricht: Viel Fahrspaß zu einem extrem fairen Einstiegspreis!

… zu den technischen Daten… >>>

Fahrbericht Seite 1  |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Link zur Webseite des Herstellers

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Vielen Dank an den Automobil-Hersteller für die Bereitstellung des Testfahrzeuges!
Text/Foto: Bjoern Habegger



Keyless Go von BMW – Ein komfortables Erlebnis

War BMWs Werbeslogan nicht mal, ‚Technik, die begeistert‘? Oder war es etwas mit ‚Fahrfreude‘? Sei es drum, beides passt auf jeden Fall, schließlich bauen die Bayern wirklich tolle Autos.

Neue BMWs sind – teils schon serienmäßig, teils auf Wunsch – mit allerlei technischen Finessen und technischen Helferlein ausgestattet. Das ‚Keyless Go‘-System ist tatsächlich etwas ganz Feines! Warum? Na es ermöglicht sich seinem BMW zu nähern, ohne aufzuschließen einfach einzusteigen und OHNE einen Zündschlüssen aus der Tasche zu kramen, den Motor zu starten. Zack und man ist unterwegs!
Toll! Stimmt! Eine super Lösung, wenn man zum Beispiel die Hände voller Einkaufstüten oder kleiner Kinderhände hat. Dumm nur, wenn man diesen erwähnten BMW als Beifahrer hektisch-elektrisch vom Besitzer übernimmt, z.B. weil dieser von seinem guten Freund zu einem Termin, zum Flughafen oder zum Zug gebracht wird.
Tauscht man nämlich flugs den Fahrersitz bei laufendem Motor, kann man auch OHNE Schlüsselbesitz problemlos wieder losfahren! Keine Warnung! Kein nerviges Gepiepse, wie bei jeder anderen Kleinigkeit! Nix! Man fährt ganz gelassen und entspannt gen Heimat und ist einfach nur etwas neidisch auf den schwindenden Urlauber.

Der Freund sitzt im Flieger oder donnert im ICE mit knapp 250 km/h in die entgegengesetzte Richtung davon. Endlich Urlaub, kein Stress, wenn da nicht,… was kneift denn da so doof in der Hosentasche? Verdammt noch mal! Oh, der BMW Schlüssel! Upps!!!
NA TOLL! Und jetzt?

Glück hat, wem das noch irgendwo am Gate oder auf dem Bahnsteig auffällt. Na immerhin läuft, fährt und bewegt sich der BMW erst einmal immer weiter. Aber auch immer weiter von seinem Schlüssel weg, zumindest solange man nicht parkt und den Motor abstellt. Irgendwo sollte man das allerdings nicht tun, denn man kann ’seinen‘ BMW ohne Schlüssel – komfortabel und keyless sozusagen – leider nicht wieder starten, ja nicht einmal abschließen. Immerhin informiert einen jetzt das Display darüber. Wenn man im Stand in die Parkposition schaltet. Also jedenfalls bei einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Was das System bei einem Wagen mit manuellen Getriebe von sich gibt, ist mir zur Zeit unbekannt. Wieder starten – so ganz keyless und mit Komfort – lässt sich der BMW in dieser Situation aber auf keinen Fall mehr. Warum auch, so ganz ohne Schlüssel. Die vom BMW sind ja nicht doof. Sonst könnte ja jeder ohne Schlüssel mit dem Auto wegfahren. Oder wie?

Keyless Go heißt bei BMW übrigens Komfortzugang, da sich wohl Mercedes den keyless-Begriff rechtlich gesichert hat. Einen komfortablen schlüssellosen Abgang hat man mit diesem System aber allemal und vielleicht auch zwei tolle, spannende Stunden Sideseeing durch Hamburg mit Hin-& Her, Ein- & Auschecken am Gate und vielen Telefonaten, wie man den nun an den dringend benötigten keyless-Fahrzeugschlüssel kommt. Welch komfortable Autowelt.

Da lob ich mir doch die Zeiten, wo Mann nach dem Kinobesuch als Gentleman seiner Freundin die Beifahrertür zuerst aufschließen „durfte“. Für alle Jüngeren unter Euch, es gab früher nicht mal eine Zentralverriegelung. Dafür aber ganz schicke Autoschlüssel mit einem Markenlogoanhänger. Traumhafte Zeiten waren das.

Citroën DS3 Cabrio THP 155 Sport Chic

Über 200.000 verkaufte DS3 in den vergangenen drei Jahren sind für den angeschlagenen PSA-Konzern Balsam für die Seele. Nun soll die Erfolgsstory mit einem Cabrio fortgesetzt werden. Dem ersten offenem Auto dieser Saison. Vorgestellt Ende Januar im fast schon sommerlichen Valencia und dessen Umgebung. Citroën hat dem kleinen Flitzer allerdings nur ein Rolldach spendiert. Ähnlich wie anno dazumal der 2CV, auch Ente genannt. Oder so ähnlich wie es Fiat dem 500C eingebaut hat.

Der Auftritt

Es macht Sinn mit einem solchen Konstrukt den Blick in den Himmel zu öffnen. Es ist nämlich bei weitem günstiger, als einem als Limousine entwickeltem Automobil das Dach komplett abzuschneiden. Was preiswerter für den Hersteller ist, sollte konsequenterweise auch für den Kunden gelten. So ist die Preisgestaltung von Citroën für das DS3 Cabrio durchaus moderat zu nennen. 17.790 Euro kostet die Einstiegsversion Chic mit dem 1,2Liter-Benziner, der 60 kW (82 PS) aus drei Zylindern auf die Vorderachse schickt.

Webasto war zusammen mit dem französischen Autohersteller für die Entwicklung des Daches verantwortlich. Im Segment einzigartig ist die Möglichkeit, das dreilagige Verdeck bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h zu öffnen bzw. zu schließen. Diverse Öffnungsgrade des elektrisch bedienbaren Daches lassen mehr oder weniger Frischluft ins Wageninnere und gegen zu viel Zug hilft ein manuell aufklappbarer Windschott auf der A-Säule. Neben dem Dach verdient auch der Kofferraumdeckel besondere Erwähnung. Er fährt nach Knopfdruck nach oben und öffnet den mit 245 Liter größten Stauraum seiner Klasse.

Für die Individualisierung stehen sieben Außen- und drei Dachfarben sowie verschiedene Innenraumdesigns zur Wahl. Besonders auffällig  ist das Dach mit dem DS-Logo, das je nach Öffnungszustand andere Muster zeigt. Neben dem Chic ist das DS3 Cabrio auch als So Chic und Sport Chic zu ordern. Allerdings sind nicht alle Varianten mit den vier möglichen Motorisierungen kombinierbar.

Die Ausstattungsvarianten

Einzig beim kleinen Dreizylinder sind zwei Varianten bestellbar. Für 19.670 Euro steht der So Chic in der Liste. Dies ist die einzig mögliche Option für den Vti 120, der 21.120 Euro kostet und mit dem 1,6-Liter-Benziner 88 kW (120 PS) leistet. Der THP 155 mit der Sport Chic-Ausstattung für 23.810 Euro wird im Gegensatz zu den schwächeren Benzinern, die ein manuelles Fünfgang-Getriebe aufweisen, mit sechs Gängen geschaltet. Der im Moment sportlichste Vertreter der DS3-Cabrio-Reihe stemmt 115 kW (156 PS) in Richtung Vorderachse und flitzt in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Der Selbstzünder im Quartett wird mit einem elektronisch gesteuerten Sechsgang-Schaltgetriebe faktisch automatisch geschaltet. Die 68 kW (90 PS) in Verbindung mit So Chic kosten 22.920 Euro. Bereits als Chic ist das DS3 Cabrio reichlich ausgestattet. Sechs Airbags, ABS und SEP sorgen für die notwendige Sicherheit. Die hinteren Scheiben sind dunkel getönt, Nebelscheinwerfer helfen bei schlechter Sicht und die Fenster lassen sich elektrisch hoch- und runterfahren. Der Sound stammt aus einer Radio-CD-MP3-Kombination inkl. Bediensatelliten am Lenkrad.

Im So Chic ist eine Klimaanlage eingebaut und die Ambiente-Beleuchtung verleiht dem Wageninneren zusammen mit den Dekoreinsätzen in Klavierlack-Optik besonderen Glanz. Leichtmetallfelgen mit 16 Zoll sowie das markante LED-Tagfahrlicht ergänzen diese Linie.

Im Sport Chic sind die neuen 3D LED-Heckleuchten der Hingucker. Auf den gut geformten Sportsitzen dürfen sich die Insassen über ein HiFi-System mit USB-Anschluss und Bluetooth sowie eine Klimaautomatik freuen. Die 205er Reifen sind auf 17 Zoll großen Leichtmetallrädern in schwarz montiert. Weitere Optionen werden entweder einzeln oder in Verbindung mit sinnvollen Optionen angeboten.

Fahrverhalten

Wir waren ausschließlich mit dem 156 PS starken DS3 Cabrio unterwegs und hatten Mühe, das permanente Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen. Klar macht es Freude, Ende Januar bei 20 Grad offen durch die Gegend zu düsen. Der DS3 hat zudem selbst als als Open-Air-Vertreter nichts an seiner vielfach gerühmten Agilität eingebüßt. Gerade einmal 25 kg mehr als sein geschlossenes Pendant bringt das Cabrio auf die Waage, sensationell im Vergleich zu den Mitbewerbern, die mal locker 100 kg mehr mit sich herumschleppen müssen.

Fazit

Ein witziges und freches Automobil war der DS3 ja schon immer. Mit der Öffnung nach oben kann der kleine Franzose möglicherweise noch ein paar mehr Fans gewinnen. Im geschlossenen Zustand fühlt sich das DS3 Cabrio wie sein mit festen Dach versehener Bruder an. Ein großes Lob gebührt dabei der Arbeit von Webasto, die seit Jahren in der Entwicklung und Herstellung von allen möglichen Dachkonstruktionen die führende Rolle am Weltmarkt spielen. (ds)

Citroën DS3 Cabrio – ein Gastbeitrag von Dietmar Stanka

  • Technische Daten: Citroën DS3 Cabrio THP 155 Sport Chic
  • Motor: 4-Zylinder-Benziner
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltung
  • Hubraum: 1.598 ccm
  • Leistung in kW/PS bei xy U/min: 115 kW (156 PS)/6.000
  • Max. Drehmoment: 240 Nm bei 1.400 Umdrehungen pro Minute
  • Länge/Breite/Höhe: 3.948/1.715/1.485  in mm
  • Radstand: 2.452 in mm
  • Leergewicht: 1.250 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 1.619 kg
  • Kofferrauminhalt: 245 l
  • Bereifung: 205/45 R 17
  • Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall
  • Beschleunigung: 7,4 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Tankinhalt: 50 l
  • Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,3 l auf 100 km
  • Preis: 23.810 Euro inkl. MwSt.

 

Text: Dietmar Stanka
Fotos: Dietmar Stanka

Toyota GT86: Die Stimmungskanone

Wie im Fahrsimulator. Tür zu, Knopf drücken, Kupplung, Gang rein, Kupplung raus und los. Der GT86 ist ein Fahrgerät mit viel Gefühl. Dort, wo man bei doppelt und dreifach so teuren Autos die Hand über edles Leder, Holz oder gebürstetes Leichtmetall laufen lässt, hat der Sportwagen aus Japan Mitgefühl mit der Brieftasche. Mehr braucht der Mensch nicht. Leistung, Qualität, Design…