Die saubere Kiste – Test Fiat Panda NaturalPower

Die saubere Kiste

Erdgas als Lösung – Testfahrt im neuen Fiat Panda mit bi-valenten Antrieb.

Klein und sauber, das ideale Stadtmobil? Der Panda wurde früher von FIAT als „tolle Kiste“ vermarktet. Mehr Auto brauchte niemand, so die Werbung. Das stimmt eigentlich auch heute noch, doch irgendwie geht beim ganzen SUV-Wahn das Thema, nur so viel Auto wie notwendig, unter. Mit dem „Natural Power“ Antrieb des Panda kommt dem Thema Stadtmobil nun noch eine völlig neue Komponente hinzu. Feinstaub, NOx und Co wollen uns derzeit die individuelle Mobilität in der Stadt vermiesen. Doch der Schwenk auf Erdgasantriebe könnte für Entwarnung sorgen. Erdgas, zumindest das wertige H-Gas, verbrennt deutlich saubere als andere Kraftstoffe und hat dank hoher Energiedichte auch noch sehr effizient. Weder Feinstaub noch Emissionen sind beim CNG-Antrieb wirklich ein Problem. Kombiniert man nun die „tolle Kiste“ mit dem sauberen CNG-Antrieb, hat man eine „saubere Kiste“. Ideal für die Stadt.

Sauber bleiben

Der kleine Fiat Panda bekommt als „Natural Power“ Antrieb den TwinAir getauften Turbo-Zweizylinder. Das man bei Fiat bereits seit 20 Jahren auf Alternative Antriebe wie den CNG-Antrieb setzt, mag erst einmal nicht bewusst sein. Dabei hat Fiat bereits mehr als 740.000 Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb verkauft. Es ist also kein Experiment, wenn der Turbo-Zweizylinder ab Werk mit einer Erdgas-Variante antritt. Im Falle des Panda ist es eine bi-valente Lösung. Der Benzin-Tank bleibt zum größten Teil erhalten, die Erdgastanks werden sicher unter dem Fahrzeugboden verstaut. Da es den Panda auch als 4×4 gibt, hat sogar der kleine Panda genug Platz um zwei Stahltanks mit gesamt 12 Kilogramm Fassungsvermögen unterzubringen. Beim Kofferraum muss der CNG-Panda keine Abstriche machen. Nur bei den Emissionen.

Die Technik

Aus den 85 PS des Benzinmotors werden 80 PS im Erdgas-Betrieb. Obwohl Erdgas eine deutlich höhere Klopffestigkeit besitzt, vergleichbar mit 130 Oktan-Kraftstoff, muss man, aufgrund der sauberen Verbrennung und den höheren Temperaturen die Zündung ein wenig zurücknehmen, daher die leicht gesunkene Maximal-Leistung. Das rustikale Geräusch des Zweizylinders ist im Gasbetrieb noch einmal knurrig, aber es hat einen sympathischen Unterton. Knurrend lässt sich der Panda durch das Drehzahlband bewegen. Das der Motor im Kaltlauf auf Benzin startet und dann selbsttätig auf Erdgas-Betrieb umstellt, davon spürt man nichts großartiges.

Die saubere Erdgas-Verbrennung führt zu einer massiven Reduzierung von CO2-Emissionen. NOx wie auch Feinstaub sind ebenso kein Problem für den CNG-Antrieb. Auf 100 Kilometer genehmigt sich der Panda laut Norm 3.1 Kilogramm.

Preisvorteil

Vor dem sparen hat der liebe Gott die Investition in den Aufpreis gesetzt. Beim TwinAir Natural Power Panda sind es rund 2.500 € die fällig werden. Rechnet man die täglichen Einsparungen gegenüber, so sind nach rund 15.000 Kilometern die Mehrkosten eingefahren. Denn ein Kilogramm CNG (H) kostet zwischen 99 cent und 1.10€. Das sind für 100 Kilometer nicht einmal 4€.

Die Fiat-Offensive

Doch Fiat hat nicht nur dem Panda das saubere Herz eingepflanzt, auch die Nutzfahrzeug-Sparte von FIAT kann mit CNG-Alternativen aufwarten. Vom Fiorino über den Doblo bis hin zum Ducato stehen die Alternativen zum Dieselmotor zur Verfügung. Im Falle des Ducato ist es sogar ein vollständig auf CNG optimierter Motor, dem ein 43 kg-Erdgastank zur Verfügung steht.

Test: Fiat 500 RIVA

„Leinen los,“ würde der Skipper einer Jacht an sein Oberdeck weiter geben. Der kleine Fiat 500 Riva Italiener fährt als Cabrio in der Sonderedition Riva vor und der Name ist Programm. Der italienische Motorboot-Hersteller und Designer steht für Luxus und ausschweifende Lebensfreude. Mit einer großen Portion „Dolce Vita“ an Bord fährt der Fiat500C selbstbewußt und verkörpert einmal mehr das süße Leben beider italienischer Ikonen in einem Fahrzeug. Bereits 2016 hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und manifestiert so eine langjährige Tradition mit der italienischen Stil- Ikone. Nach den Mode Label DIESEL und GUCCI finden die Italiener diesmal die Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Die lifestylige offen zu fahrende „Knutschkugel“ ist für einen Einstiegspreis von € 21.440 bei ausgesuchten Fiat-Händlern erhältlich und verspricht nicht nur eine Menge Spaß- und Fahrvergnügen.

Testbericht: Fiat 500C RIVA 1.3 16V MultiJet S&S

Frischluft Feeling im Dolce Vita Lifestyle

Fiat 500 RIVA Lifestyle ohne Ende.

Kleiner Fiat als Bestseller

Die Lust, die Leinen vom Ufer zu lösen und in See zu stechen, bringt schon der erste Blick auf den Fiat500C. Die Liebe zum Detail starten die italienischen Designer mit der Exterieurfarbe. Das Yachtblau fällt als erste Symbiose ins Auge. Der „RIVA“-Schriftzug am Kotflügel vorn und das Emblem des 500er in Mahagoni Optik auf dem hinteren Kotflügel bringen uns zum Lächeln beim Gedanken an italienischen Lifestyle. Die proportional großen Felgen und der mindgrüne Doppelstreifen rund ums Fahrzeug stimmen sich gut mit den Exterieur Feinheiten in Chrom ab und lassen den Fiat im Yachtlook souverän auf der Straße stehen. Als sogenanntes „Weltfahrzeug“ verkauft sich der kleine Italiener in über 100 Ländern und markierte bereits vor seiner Neuauflage 2007 die 4 Millionen Grenze. Mit der für Deutschland limitierten Auflage der Sonderedition will der Autobauer aus Turin den Anreiz weiter erhöhen, einen Fiat500 mit Kultcharakter zu erwerben. Dass dies einmal mehr gelungen ist, versprechen die Verkaufszahlen des Fiat500. Rund 200.000 mal ging der Fiat Cinquecento inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L an Käufer in Deutschland raus.

Ein schmaler Grad vom Boot zum Auto.

Interieur mit viel Holz und Leder

Nach Öffnen der Fahrertür wirkt die hellbeige Lederausstattung in Kombination mit Holz Applikationen und weiteren kleinen Details äußerst elegant und bringt uns gleichzeitig gedanklich wieder an die italienische Riviera. Fahrer- und Beifahrersitz mit blau aufgesticktem „RIVA“-Logo geben uns bequemen Halt. Die Haptik der im Innenraum genutzten Materialien wirkt durchweg anmutend. Das Armaturenbrett, ein Mix aus Mahagoni und Ahorn, reiht sich ins Detail verliebte Erscheinungsbild ein. Keine Überladung durch unnütze Bedienelemente wie bei dem einen oder anderen Mitbewerber. Beim Starten des RIVA begrüßt uns der Schriftzug im meerblauen Hintergrund der Tempoanzeige. Das digitalisierte Display gibt uns die relevanten Informationen auf einen Blick. Das als Schaltzentrale in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Fiat „Uconnect-System“ mit seinem Sieben-Zoll-Touchscreen verbindet die Informationen der Navigation, DAB Radio und Smartphoneanbindung inklusive verschiedener Livedienste wie „Deezer“, „Tuneln“, „ReuterNews“, „Facebook“, „Twitter“ und andere Tom Tom Applikationen. Hier trifft Fiat den Nerv der Zeit gerade bei unseren jüngeren Testern, die voller Begeisterung im Auto nichts vermissen. Selbst die Soundanlage mit dem „Beats Soundsystem“ zeigt, dass die Italiener gerade die jungen Käufer ansprechen. Eine positive Ansprache an Jung und Alt bleibt immer wieder sein elektrisch zu öffnendes und schließendes Stoffverdeck. Es lässt sich vollständig nach hinten fahren und schützt auch während der Fahrt gegen Seitenwind, weil nur die mittlere Fläche beweglich ist. So fühlen wir auch nach längerer Fahrt nicht, dass wir offen gefahren sind. Die Ingenieure aus Turin geben dem Verdeck drei voreingestellte Stufen. Unangenehm wird es nur, wenn das Verdeck nach hinten gefahren durch den Windfänger gestört wird. Abhilfe schafft hier eine zusätzlicher Hebel am Dachanfang, der manuell zu bedienen ist. Im Gesamtpaket ist alles stimmig, wobei Fiat die Bootsmarke mit vielen Einzelheiten stilvoll auf die Straße bringt.

Viel Holz und Leder mit Eleganz.

Kleinwagen mit Diesel (Klein-) Power

In Sachen Flexibilität bleibt der Fiat 500C ein Kleinwagen, der zwar Rücksitze aufweist, die aber eigentlich nur von Kleinkindern genutzt werden können. Das kann und muss er auch nicht verhehlen. Fährt man zu zweit und klappt die Rücksitze im Verhältnis 50:50 um, wächst das Laderaumvolumen und gibt Raum für genügend Gepäck, um die Urlaubsreise zum Beispiel nach Italien anzutreten. Seine immer wieder neu optimierten Werte machen sich beim Kraftstoffverbrauch (3,4 Liter im Normtest) und Abgasemission (89 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) bemerkbar. Leider haben wir die Angaben des Herstellers nicht ganz erreicht, aber dies lag wohl generell am Fahrspaß und dem sprichwörtlichen Ritt auf der Kanonenkugel. Sein 1.3 Liter MultiJet Diesel mit Start/Stop Automatik und ausreichenden 70 kW (95 PS) bei 4.000 Umdrehungen und einem Drehmoment von 200 Newtonmeter bei 1.500 Umdrehungen in Verbindung mit dem abgestimmten Fünf-Gang-Schaltgetriebe machen das Fahren auf der Autobahn sowie im urbanen- und Stadt-Verkehr gleichermaßen zum permanenten Vergnügen. In Verbindung mit den großen Rädern erfahren wir eine ruhige Straßenlage, wobei er Unebenheiten gut abfedert. Beim Beschleunigen aus dem 2. und 3. Gang findet der Diesel allerdings nur mit viel Gaszufuhr einen akzeptablen Durchzug. Gerade wegen des kurzen Radstandes sind wir erwartet sportlich in der einen oder anderen Kurve unterwegs und die kleinen Fahrzeugmaße machen das Parken zur stressfreien Zone. Ein absolutes Plus für die doch eher urbane Yacht.

Den Kleinen zieht es immer ans Wasser.

Die RIVA Version immer etwas teurer

Die Preise innerhalb der Fiat 500 Famiglia starten bei € 12.590 mit dem 500 POP (1.2 Liter Benziner). Für die Sondermodelle des Kult Italieners mit Stoffverdeck sind allerdings die Preise unterhalb der 20.000 Euro Marke tabu. Mit 21.440 Euro startet der „offene“ RIVA und dem 1.2 8V Benziner (51 kW/ 69 PS) auf dem deutschen Markt. Der von uns getestete 500C RIVA mit dem 1.3 16V MultiJet Diesel (70 kW / 95 PS) schlägt mit einem Listenpreis von 24.890 Euro zu Buche. Seine Serienausstattung liest sich dafür mit Features wie „Follow-me-Home“-Lichtfunktion, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Instrumentenanzeige als 7-Zoll-Farbdisplay, Parksensoren vorn, Sieben Airbags, Electronic Stability Control (ESC) mit Antriebsschlupfregelung (ASR), Motorschleppmomentregelung (MSR) und Anfahrhilfe am Berg (Hill Holder) sehr lang. Unser Testwagen stellte uns außerdem folgende Sonderausstattung zur Verfügung: Bi-Xenon-Scheinwerfer (900 Euro), Parksensoren hinten (350 Euro), Automatisch abblendender Innenspiegel (150 Euro), Hifi-System Beats Audio (590 Euro) und Uconnect Navigationssystem (600 Euro).

Die kleinste Yacht der Welt.

Fazit: Die kleinste Yacht der Welt, so wirbt Fiat, fährt mit Berganfahrhilfe und 7 Airbags sicher durch den Alltag. Serienmäßigen Xenonscheinwerfern erhellen den Weg. So sind weder Leuchttürme noch Bojen nötig.

Fiat

500 RIVA 1.3 MultiJet

Motor Diesel
Hubraum 1.248 ccm³
Leistung 70 PS @ 4.000 U/min
Kraft 200 Nm @ 1.500 U/min
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 3.571, 1.892, 1.488   mm
Radstand 2.300 mm
Leergewicht 1.095 kg
Wendekreis 10,8 m
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,7 sec
Normverbrauch 3.4 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 4.2 l / 100 km
Öko-Experte 3.7 l / 100 km
Außendienst-Modus 4.5 l / 100km
Text: Jan-Niklas Eickhoff und Stefan Beckmann, Bild: Anke Eickhoff, Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG) - Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)

 

Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Fiat 695 Rivale

Motorsport trifft auf Designer Werft
Kleiner Italiener mit ganzen 180 Pferdestärken.

Bereits im letzten Jahr hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und so die langjährige Tradition mit kleinsten und italienischen Stil Ikonen gepflegt. Nach den Mode-Labeln DIESEL und GUCCI fanden die Italiener diesmal eine Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Ein Jahr später folgt nun die Symbiose beider sportlichen Linien mit dem 695 Abarth Rivale und der zum 175 jährigen Jubiläum aufgelegten Yacht  56’ Rivale. Sowohl Carlo Abart als auch Carlo Riva stehen hier für ihren Leitspruch: „an ordinary into something extraordinary“. Das Unternehmen Abarth, das 1949 gegründet wurde und seit 1971 als Tuner für Fiat viele Erfolge aufzuweisen hat, veredelt zusammen mit Riva den Cinquecento, um die Anhänger des Motorsports zu bedienen. Für Carlo Riva verkörpert dies das gewisse „Dolce Vita“ Italiens. Der kleine italienische Sportler soll zunächst in einer limitierten Auflage von je 175 Stück (geschlossen und als Cabrio) mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, zweifarbigem Leder (Schwarz / Blau) im Interieur, zweifarbigem Chassis und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe Clip mit seinem Pendant zu Wasser. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage wird dann über die Weitervermarktung einer „normalen“ Linie nachgedacht, die bereits in den Startlöchern steht.

Die Liebe im Detail, Fiat !
Motorsport pur im Innenraum.

Fiat 695 Rivale – Bolide mit Eleganz

Rund 90 Kilometer vor den Toren Mailands liegt am Largo d’ Iseo die Bootswerft RIVA. Fiat präsentiert seine Kooperation zwischen seinem getunten Bestseller, dem Fiat 695 Rivale, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch ist sowohl der Eingang zur Präsentationshalle der Autos als auch zu der Wasserbühne geschlossen. Dies passiert alles auf dem Firmengelände der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Wie schon im letzten Jahr angesprochen, war die Aufgabenstellung an die Ingenieure des Autotuners und des Designers der Werft nicht leicht. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz und Sportlichkeit auch das Armaturenbrett des kleinen 695 Boliden zieren.

Exklusive Bootswerft am See in Sarnico – RIVA.
Neuentwicklung aus dem Hause Riva – 56′ Rivale.

Skorpion mit der Lizenz zu begeistern

Was genau versteckt sich nun unter der Haube und im Interieur des Skorpions aus Italien ? Die neue Yacht der Werft diente dabei zumindest beim Chassis schon mal Pate. Die „56’ Riva“ Yacht trägt ein spezielles Silber und Blau mit der  mind grünen Farbnuance, die sich im 695er wiederfindet. Die spezielle Kombination der schwarz/blauen Ledersitze und das Mahagoni Holz nahm man auch hier als Anleihe der neuesten Yacht von Riva. Die Zusammenstellung der Technik unter der Haube der Rennsemmel lag einzig in der Verantwortung der Abarth Ingenieure. Das Resultat kann sich zwar im Moment „nur“ sehen lassen, aber es klingt zumindest schon mal nach Motorsport. Den 695 Rivale wird ein 1.4 Liter T-Jet Benziner mit 180 Pferdestärken antreiben. Das macht ein Gewicht von 5,9 Kilogramm pro PS aus, das den kleinen Italiener in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. Serienmäßige ausgestattet wird der Rivale mit einem „Active Dual Mode“ Akrapovič Auspuff, Brembo Bremsen und Koni Stoßdämpfern. Optional erhältlich sind unter anderem Parksensoren hinten, Xenon Frontscheinwerfer und das von Abarth entwickelte D.A.M (mechanical limited slip) Differential. Die finalen Preise liegen ab einem Listenpreis von ca. € 28.000 bei der geschlossenen Version und  30.000 Euro beim Cabrio. Der konkrete Verkaufsstart beider Karosserievarianten inklusive der Sonder Edition 175 Anniversary ist noch für dieses Jahr terminiert.

Rennsemmel mit eleganten Ambitionen.

Fazit: Mit der Kombination des Rivale aus dem Abarth Stall und den Designern der traditionellen Bootswerft setzt Fiat einmal mehr auf Emotion und Fahrspaß. Dies darf gerade in der heutigen Zeit bei all`den Skandalen rund um die Autobauer dieser Welt nicht vergessen werden.

Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG), Titelbild: Hersteller (FCA Germany AG)

Test: Fiat Spider 124

Mit dem 124 Spider bietet Fiat seit Mitte 2016 seine offen zu fahrende Ikone nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wieder zum Kauf an. Allerdings sparen sich die Autobauer aus Italien die Hälfte der Entwicklungs- und Produktionskosten und lassen ihren Roadster zusammen mit dem neuen Mazda MX5 in Hiroshima (Japan) bauen. Mit kleinen, aber feinen kosmetischen Korrekturen repräsentiert der offene Fiat nun die Marke weltweit als eleganten, aber sportlich agilen Roadster. Dass die Korrekturen nur minimal ausgefallen sind, verdankt der Lifestyle Zweisitzer seiner Fan- und Kundengemeinde. Dafür startet der Offene mit dem Fahrzeug angepassten Komfortfeatures, einem manuell zu öffnenden und schließenden Stoffverdeck mit acht verschiedenen Außenfarben und drei verschiedenen Lederbezügen. Um der Sommersonne entgegen zu fahren, haben die Italiener eine übersichtliche Palette aus Motoren- und Antriebsvarianten geschnürt. Den Einstieg findet die Stil-Ikone bei € 24.990

Testbericht: Fiat Spider 124 Lusso

Wiedergeburt einer Frischluft Ikone
Nach drei Jahrzehnten wieder auf dem Markt.

Um ein sportlich elegantes Design noch attraktiver zu gestalten, bedarf es Feinheiten, dachte man sich bei den Designern von Centro Stile in Turin. Aufgabenstellung war es, Elemente des Vorgängers von 1966 mit den Bedürfnissen der heutigen Kunden zu verbinden. Dass dies mit einem Chassis gelungen ist, das zeitlos, aber doch mit viel Präsenz daherkommt, darüber sind wir uns einig beim ersten Rundgang um den neuen Testwagen. Dabei sind es nicht nur die Merkmale der Front mit dem oberen Hexagon-Kühlergrill und dem Grillmuster sowie die Hutzen (Powerdoms) an der Fronthaube, es sind die Seitenführungen des Wagens, die uns ins Schwärmen bringen. Die Änderungen zum Urahn gestatten dem Fahrzeug, in Gänze breit und flach auf der Straße zu stehen. Nicht sichtbare Modifikationen bei der Verstärkung der Karosserie für den Fall eines Unfalls sind selbstverständlich. Wichtig waren die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der Spider ist. Im Falle eines Frontalaufpralls verteilt die von Fiat entwickelte „Multi-Load-Path“-Struktur der Karosserie die Aufprallenergie in zwei Richtungen. Die Energie wird entlang der Seitenschweller, B-Säulen und des Tunnelabschnitts abgeleitet, um das Risiko einer Deformation der Fahrgastzelle zu reduzieren.

Auch für die Fahrt zum Picknick allzeit bereit. 

Auf Sound wird nicht verzichtet

Fahrer- und Beifahrersitz sind klassisch manuell einzustellen, bieten aber dennoch einen komfortablen Seitenhalt. Für Beinfreiheit ist ausreichend gesorgt, was ein entspanntes Cruisen zu zweit möglich macht. Instrumenteneinheit und Bedienung sind bereits beim ersten Eindruck selbsterklärend, wirken nicht überladen, doch sehr informativ. Das optionale Infotainment-System präsentiert ein 7-Zoll Touchscreen-Display in der Mitte des Armaturenbretts als Blickfang. Lieferumfang des Systems sind AM/FM-Radio, HD-Radio, MP3-Player, zwei USB-Anschlüsse, AUX-Eingang, sechs Lautsprecher, Multimedia-Steuerung, Bluetooth-Verbindung, Rückfahrkamera und ein 3D-Navigationssystem. Die Spracherkennung macht es uns möglich, das Mobiltelefon, Musik und Navigationssystem durch Freisprechen zu bedienen. Das Versenden von Sprachnachrichten (Voice Text Reply) ist gemäß der italienischen Ingenieure mit einem kompatiblem Mobiltelefon selbstverständlich. Für eine ausgezeichnete Klangqualität, auch bei offenem Verdeck, sorgt das Bose® Premium Sound-System mit neun Lautsprechern, einschließlich zweifacher Kopfstützenlautsprecher pro Sitz sowie einem Subwoofer, was uns als semiprofessionelle Musiker natürlich freut. Das Manövrieren beim Parken und schnellem Lastwechsel des etwa vier Metern langen Fahrzeuges ist über die direkte und präzisen Lenkung sehr leicht, auch wenn der Blick über die Motorhaube ein langer ist. Darüber hinaus erhalten wir eine gute Rückmeldung auf Geraden und in langgezogenen Kurven gleichermaßen. So macht der 124 Spider nicht nur beim Geradeauslauf eine sehr gute Figur.

Der Spider kann auch im urbanen Verkehr überzeugen. 

Spritsparen durch Cruisen

Auf dem Fahrersitz Platz genommen und den Startschalter des Spider gedrückt, hört man den 1.4 Liter turbogeladenen MultiAir Vierzylinder mit seinen 103 kW (140 PS) knurrig brummen. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe bringt den etwas mehr als 1.100 Kilogramm wiegenden Roadster mit sehr viel Kraft in Bewegung. Das gut abgestimmte Fahrwerk mit der Doppelquerlenkerachse (mit Stabilisatoren) vorn und der Mehrlenkerachse (mit Stabilisatoren) hinten beweist ein um das andere Mal seine Leistungsfähigkeit beim Neutralisieren von Straßenunebenheiten gerade im urbanen Verkehr. Die Settings des Spider geben uns die Möglichkeit, das Fahrzeug agil und zielsicher durch den Verkehr zu manövrieren. Der Roadster zeigt bei schnellerer Fahrt merklich mehr Stabilität bei Lastwechseln. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis in jedem Fall zu schaffen, denn beim Cruisen ist das Einsparen von Kraftstoff immer möglich. Wir meinen: für dieses Fahrzeug: ein bemerkenswert kleiner Schluck aus der Benzinflasche. Der Antrieb des in Japan produzierten Cabrios liefert dagegen magere 240 Newtonmeter Drehmoment bei 2.250 Umdrehungen pro Minute. Die Kraftentfaltung lässt den Spider in 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind gemäß Hersteller bis zu 217 km/h drin.

Markantes zeitloses Äußeres mit 140 PS Benziner.

Roadster mit kleinen Helferlein

Die Turiner arbeiteten bei der Neuauflage des 124 Spider nicht nur an der Performance des Fahrzeuges. Es wurden die bereits zum Standard eines Mittelklasse Fahrzeuges üblichen Komfortfeatures gleichermaßen überarbeitet und optimiert. Das Paket umfasst Adaptive Frontscheinwerfer AFLS, eine Aktive Motorhaube, eine Automatische Leuchtweitenregelung, Tagfahrlicht, Elektronische Überschlagsvermeidung (ERM), eine Elektronische Fahrzeuginformationszentrale (EVIC), ein Schlüsselloses Enter’n-Go-System, eine Mechanische Feststellbremse, ein ParkSense-Rückparkassistent-System, eine ParkView-Rückfahrkamera sowie Scheibenwischer mit Regensensoren. Geschlossene Fahrten bis zur Höchstgeschwindigkeit sind akustisch absolut machbar. Beim Öffnen des Verdecks faltet sich das Softtop klein zusammen und legt sich auf der Karosserie ab, dient so zugleich als Persenning.

Ausstattung, einfach aber komfortabel.

Puristischer Preis

Der 124 Spider, den Fiat mit nur einer Benzin Motorisierung anbietet, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bieten die Italiener einen 1.4-Liter Benziner mit 140 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Zur Basis Ausstattung setzt Fiat noch ein Upgrade, die Ausstattung „Lusso“ ein. Der Aufpreis von 2.000 Euro beinhaltet unter anderem Ledersitze, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Überrollbügel in Aluminium Optik sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel. In der zweiten Ausstattung kann der Roadster zudem mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden.

Legenden aus unterschiedlichen Zeitaltern.

Fazit: Der 124 Spider Roadster von Fiat steht für Emotion, Lifestyle und sportliche Eleganz. Auf die gewohnte italienische filigrane Verarbeitung der Materialien muss im offenem Zweisitzer nicht verzichtet werden. So erhält der Kunde das Rundum-Sorglos-Frischluft-Feeling einer Stil-Ikone.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Fiat

Spider 124 Lusso

Motor R4, Super Benzin
Hubraum 1.368 ccm³
Leistung 140 PS @ 5.000 U/min
Kraft 240  Nm @ 2.250 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Hinterradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.075, 1.740, 1.230   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.125 kg
Wendekreis 9,4 m
Höchstgeschwindigkeit 217 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,5 sec
Normverbrauch 6.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.3 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.6 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG) – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)[/notification]

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Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die an das Design von Moto-GP-Bikes erinnern sollen. Die Preise starten bei 25.000 Euro für die Limousine, das Cabriolet kostet mindestens 27.500 Euro.

Bislang war der Zahlencode 695 bei Abarth dem zweisitzigen Spitzenmodell 695 Biposto mit 139 kW/190 PS vorbehalten. Der Mini-Bolide ist mit knapp 40.000 Euro deutlich teurer als das Sondermodell, das sich eher auf dem Niveau der drei zwischen 107 kW/145 PS und 132 kW/180 PS starken Abarth-595-Modelle einordnet. Abarth zählt zu den Sponsoren des Moto-GP-Teams von Yahama; beide Unternehmen haben bereits mehrfach bei Sondermodellen zusammengearbeitet. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat-Markenstrategie – Eine wachsende Familie

Eine Autofamilie war Fiat schon immer. Als mächtigster Konzern in Italien adoptierte der Gigant fast alle Firmen, die im Süden Europas Fahrzeuge bauen. Natürlich Ferrari, aber auch Maserati, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Autobianchi. Als die große Krise kam, geriet der Riese ins Wanken, vertraute Marken wie eben Lancia wurden beerdigt. „Jetzt sind wir wieder eine Familie“, sagt Deutschland-Chef Giorgio Gorelli, „eine, die gut zusammenpasst und sich perfekt ergänzt“.

Das Erfolgsgeheimnis des nunmehr internationalen Konzerns, der sich vor gerade mal drei Jahre den zuvor insolventen US-Konzern Chrysler komplett einverleibt hatte? „Auf jeden Fall ein wichtiges Element auch für uns in Deutschland“, analysiert Giorgio Gorelli und meint damit vor allem die Kultmarke Jeep, die den Italienern beim Chrysler-Deal gleichsam in den Schoß gefallen war. „Wir haben im letzten Jahr fast 15.000 Jeep verkauft“, berichtet er. Derzeit allerdings zeigen die Kunden der US-Ikone etwas Zurückhaltung, warten wohl auch auf das neue Kompakt-SUV Compass, das aber erst Ende des Jahres auch in Deutschland zu haben sein wird.

Also muss es die Stammmarke Fiat richten. „Der Start in diesem Jahr war prächtig“, freut sich Gorelli und nennt ein Plus von 25 Prozent. „Das letzte Jahr war mit einer Steigerung um fast 10 Prozent bereits der Wendepunkt. Unser Fiat-Modellprogramm ist durch den neuen Tipo so komplett wie seit Jahren nicht mehr.“ Der italienische Golf-Rivale ist derzeit das größte Fiat-Modell und stemmt zusammen mit den Kleinwagen Panda und den drei Varianten des Retromobils 500 den Hauptteil der Verkäufe. Offenbart sich damit nicht auch eine Schwäche, weil Fiat nicht mehr in der für die Firmenkasse so wichtigen Mittelklasse vertreten ist? Der Chef widerspricht vehement: „Nein, wir müssen uns schließlich als Markenfamilie sehen, die nicht nur aus Fiat besteht“.

Damit bringt Gorelli den Namen Alfa-Romeo ins Spiel, die Marke war jahrelang eher als Mauerblümchen unterwegs und wagt gerade mit der neuen Sportlimousine Giulia und dem SUV Stelvio einen Neuanfang. „Die Reaktion auf die beiden Modelle war überwältigend“, berichtet er und prophezeit Alfa eine prächtige Zukunft. „Natürlich müssen wir Geduld haben, aber die Marke wird jetzt wieder wahrgenommen. Die meisten Interessenten kommen von anderen Fabrikaten, zumeist von deutschen Premiumherstellern“.

Ist mit dem neuen Stevio von Alfa das Thema SUV für Fiat erledigt? „Wir haben schließlich den Panda Cross und den 500X“, weicht Gorelli aus und verweist auf die Verkaufserfolge der kleinen Allrad-Modelle. Von einem Einstieg in die Klasse der mittleren SUV, die anderswo allerorten zu haben ist, will der deutsche FCA-Chef nichts wissen. „Mit dem Alfa Romeo Stelvio und den US-Modellen sind wir bei den SUV perfekt aufgestellt, haben mit Jeep die beste Allradmarke der Welt“. Derzeit also keine Pläne für ein größeres Modell dieser Art mit Fiat-Logo, aber Gorelli ringt sich mit einem verschmitzten Lächeln dann doch noch zu einer Binsenweisheit durch: „Sag niemals nie“.

Also nicht Neues bei der Stammmarke Fiat im neuen Jahr? „Wir haben das Glück zwei Modelle mit langer Tradition im Angebot zu haben, mit denen wir die Emotionen unserer Kunden ansprechen“, erklärt Giorgio Gorelli. „Der Fiat 500 feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und der Fiat 124 Spider ist das ideale Auto für den Frühling“. Der zweisitzige Roadster auf Basis des Mazda MX 5 kam im letzten Jahr für die Freiluftsaison zu spät und soll jetzt punkten. „Vor allem aber werden wir uns um unser Kerngeschäft kümmern“, sagt der Italiener. Damit meint er vor allem die Steigerung der Kundenzufriedenheit, den Ausbau des lukrativen Geschäfts mit den Flottenkunden und die weitere Verbesserung des Händlernetzes. „Da haben wir in den letzten Monaten schon große Fortschritte gemacht, haben aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns“. (Peter Maahn/SP-X)

Abarth 124 Spider – Im Winter kaufen, im Sommer zahlen

Mit speziellen Finanzierungskonditionen will Fiat im Winter den Verkauf des Roadster Abarth 124 ankurbeln. Bis Ende Januar gibt es den Zweisitzer mit Stoffverdeck ohne Anzahlung und mit sechs Monaten Ratenfreiheit. Der effektive Jahreszins beträgt knapp fünf Prozent, die erste Rate liegt bei 630 Euro, anschließend werden 40 Mal 600 Euro fällig. Wer sein Altauto in Zahlung gibt, erhält außerdem einen Rabatt in Höhe von 2.250 Euro. Der Listenpreis für den Abarth 124 – der Sportversion des Fiat 124 – startet bei 40.000 Euro. Für den Antrieb sorgt ein 125 kW/170 PS starker 1,4-Liter-Turbomotor. (Holger Holzer/SP-X)

Test: Fiat Tipo 5-Türer

Knapp zehn Jahre hat es gedauert, bis der italienische Autobauer aus Turin die große Bühne des C-Segments neu betreten hat. Ende 2015 war Marktstart für die viertürige Stufenheck Variante des kompakten Tipo. Mehr als 35.000 Einheiten setzte Fiat bereits im Vermarktungsgebiet Europa, Mittlerer Osten und Asien ab. Mit der von uns getesteten Fünf-Türer Variante wollen die Italiener ein Stück vom großen Kuchen des C-Segments für sich beanspruchen. Dabei setzen die Turiner Ingenieure auf einen funktionellen Innenraum und hohen Nutzwert. Darüber hinaus darf die Familientauglichkeit nicht zu kurz kommen. Mit jeweils zwei Benziner und Diesel sowie drei Ausstattungslinien geht der Tipo nun seit diesem Jahr auf Kundenfang sowohl in den eigenen Reihen als auch bei Kunden anderer Marken. Den Einstieg findet der Tipo mit seinem 1.4 Liter 90 PS Benziner bei 14.990 Euro.

Fiat Tipo 1.6 Multijet 5-Türer, Lounge

Golf Räuber aus Italien ?
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Chicer Auftritt, auch in der Herbstsonne.

Im Produktionszeitraum von 1988 – 1995 erblickte der Tipo erstmals das Licht der Welt. Damals löste er den bis dahin von Fiat produzierten Ritmo ab. 1995 verabschiedeten sich die Turiner vom C-Segment und schickten den Bravo an seiner statt ins Rennen. Mit Abschluss der Kompletteinführung aller 500 Modelle konzentriert sich Fiat nun auf das viel umkämpfte C-Segment, das mit dem deutschen Platzhirsch eine doch sehr starke Konkurrenzsituation geschaffen hat. Die Front der fünftürigen Schrägheckversion des Tipo prägen zwei schwungvoll zu den Seiten leicht hochgezogene Schürzen. Prominent sitzt das Markenlogo auf dem fast schon aggressiv wirkenden Waben-Kühlergrill. Die seitliche Rundung der Frontscheinwerfer setzt sich in einer geraden Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie geradlinig an den Heckleuchten endet. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen starken und selbstbewussten Auftritt. Zur verbesserten Aerodynamik trägt die Heckschürze am Dach bei. Der Wagen ist zudem mit knapp 4,37 Meter Länge ganze 16 cm kürzer als die viertürige Variante. Die optimierte Windschlüpfrigkeit lassen den Tipo gerade beim Kraftstoffverbrauch (3,7 Liter im Normtest) und der Abgasemission (98 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) auf der Liste der effizienten Fahrzeuge im oberen Drittel liegen.

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Strukturiert und aufgeräumt mit den nötigen Informationen.

Angenehmer Innenraum

Schon beim ersten Einsteigen scheint es, dass das Cockpit sich selbst erklärt und dem Fahrer ergonomisch zuwendet. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende sieben Zoll Entertainment Display bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Der Bildschirm lässt sich, wie beim Smartphone oder Tablet, mit einem einfachen Wischen oder Antippen steuern. Die strukturierte Front mit dem Instrumententräger auf einer Ebene ist Blickfang und Schaltzentrale zugleich und sorgt zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Die benutzerfreundlich zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur durchgestylt, sondern geben Halt zu jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der Tipo Fünftürer deutlich im Trend seiner Mitbewerber. Das Kofferraumvolumen des Kompakten aus Italien lässt sich leider nur mit voller Bestuhlung beziffern. Bei Besetzung von fünf Personen, die im Fahrgastraum bequem Platz nehmen können, fasst der Kofferraum immerhin noch gute 440 Liter. Hierzu haben sich die Ingenieure aus Turin einen flexibel zu nutzenden Gepäckraum einfallen lassen, denn der Laderaumboden ist entweder vollständig absenkbar oder im 40-Grad-Winkel zu fixieren.

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MultiJet Diesel der 2. Generation.

Quirliger Diesel

Eine satte Portion Fahrvergnügen vermittelt der von uns getestete 120-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern bei 1.750 Umdrehungen kann das Aggregat jederzeit noch einmal merklich nachlegen bzw. ist beim Spurt an der Ampel immer in der ersten Reihe. Kombiniert mit dem kurz abgestuften Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich der Fiat Tipo sehr effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr, aber auch spurtstark über die Autobahn steuern. Die Lenkung ist betont Spur sicher ausgelegt, so dass in der Stadt gerade in Verbindung mit seinem Wendekreis von 10,93 m ein sehr entspanntes Fahren bzw. Einparken (mit installierter Rückfahrkamera) möglich ist.

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Fahrerassistenzsysteme on board – check !

Fahrerassistenzsysteme nicht überladen

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem viertürigen Tipo kennen, finden wir auch in seiner Fünf-Türer Variante wieder. So installierten die Entwickler aus Turin nicht nur ein stark verbessertes ESC (Elektronische Fahrstabilitätskontrolle). Integriert in das System sind auch eine Berganfahrhilfe (das Fahrzeug hält den Bremsdruck beim Anfahren an Steigungen noch für zwei Sekunden), eine Traktionskontrolle (TCS) und ein Bremsassistent (PBA – erhöht die Notbremsung automatisch und unabhängig vom Verhalten des Fahrers). Weitere Features der Assistenzsysteme sind je nach Ausstattung eine Geschwindigkeitsregelanlage, sowohl konventionell als auch adaptiv, Parksensoren, Regen- und Lichtsensor sowie ein selbsttätig abblendender Innenspiegel. Unser Testwagen verfügt zusätzlich über ein City-Notbremssystem, das ab einer Geschwindigkeit von mehr als 6 km/h zu arbeiten beginnt.

Lifestylig macht er immer eine gute Figur
Italiener mit betont guter Figur.

Moderate Aufpreispolitik

Ab einem Preis von 20.190 Euro ist der Kompakte mit fünf Türen aus Italien mit dem stärksten Diesel-Aggregat zu haben. Dafür bietet Fiat einen 1.6-Liter MultiJet mit 120 PS und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Der Preisunterschied zwischen den beiden Ausstattungslinien Easy und Lounge (nur beim 1.6 Liter Diesel) liegt mit 1.000 Euro im moderaten Bereich. Zur Aufpreisliste unseres Testwagens kommen außer der Metallic-Lackierung (€ 550) die Sitzheizung (€ 250), das Lounge Tech Paket (€ 990 – Parksensoren hinten, Uconnect® Navi und Rückfahrkamera), das Lounge Komfort Paket (€ 300 – Mittelarmlehne vorn und hinten, Lordosenstütze elektrisch für den Fahrersitz, Beifahrersitz höhenverstellbar), das Lounge Style Paket   (€ 650 – 17-Zoll Leichtmetallfelgen, Chromleisten an Front und Seitenfenstern, Fensterscheiben hinten getönt) und das Reserverad (€ 180) hinzu.

Fazit:

Seine Kombination aus Nutzwert und Fahrspaß lassen den „Golf Räuber“ aus Italien mit seiner Fünf-Türer-Variante ein akzeptables Kopfnicken nach oben und unten bewirken. Im Vergleich zum deutschen Platzhirsch ist der Fiat Tipo eine gelungene Alternative, die unbedingt eine Überlegung beim Autokauf wert ist.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Fiat

Tipo 1.6 MultiJet

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.598 ccm³
Leistung 120 PS @ 3.750 U/min
Kraft 320  Nm @ 1.750 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.368, 1.792, 1.595   mm
Radstand 2.638 mm
Leergewicht 1.370 kg
Wendekreis 10,93 m
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,8 sec
Normverbrauch 3.7 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.9 l / 100 km
Öko-Experte 4.3 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.2 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)[/notification]

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Abarth 595 Edizione Turini – Scharfes Sondermodell

Fiats sportliche Tochtermarke Abarth bietet ab sofort den 595 als Sondermodell an. Der 595 Edizione Turini steht in lediglich zwei Außenfarben mit einem kurios anmutenden Preisunterschied zur Wahl: Für die weiß lackierte Variante werden 26.085 Euro fällig, die Version in Blau kostet 40 Euro mehr. In beiden Fällen beziffert Fiat den Preisvorteil auf 1.800 Euro.

Der neue Sonder-Abarth basiert auf der Turismo genannten 595-Variante. Diese wird von einem 121 kW/165 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner angetrieben. Knapp über 7 Sekunden dauert der Standardsprint, maximal schafft die kleine 500-Granate 218 km/h.

Die Ausstattung umfasst Bi-Xenon-Leuchten, Parkpiepser hinten, Sportsitze mit Sitzheizung, Klimaautomatik, das Infotainment-System Uconnect mit Sieben-Zoll-Touchscreen und DAB-Radio, Sportfahrwerk, Koni-Stoßdämpfer sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit Sommerbereifung. Zusätzlich gibt es zudem Winterräder auf ebenfalls 17 Zoll großen Alufelgen. (Mario Hommen/SP-X)

Autoverkauf über Amazon – Fiat-Neuwagen zum Klicken

Fiat will auf seinem Heimatmarkt Autos auch über Amazon verkaufen. Zunächst stehen in Italien die Kleinwagen Panda, 500 und 500L online zur Wahl, wie das Magazin „Auto Motor und Sport“ berichtet. Die Autos sollen bis zu 33 Prozent günstiger sein als vergleichbare Modelle beim Händler. Für den Fiat 500 Lounge etwa werden knapp 11.500 Euro aufgerufen, der Listenpreis beträgt 16.000 Euro. Nach dem Kauf im Internet erfolgt die weitere Abwicklung über lokale Händler.

Fiats Versuch, neue Vertriebswege zu öffnen, ist kein Einzelfall. In den USA testet Hyundai ebenfalls die Zusammenarbeit mit Amazon; dort können Kunden Testwagen online ordern. Der schwedische Hersteller Volvo hat bereits ein Sondermodell des XC90 exklusiv über das Internet verkauft und will künftig weitere derartige Angebote machen. Bislang hält sich die Branche jedoch auch aus Rücksicht auf ihre Vertragshändler, die letztlich auch das Servicenetz betreiben, noch weitgehend zurück. (Holger Holzer/SP-X)

Alfa Romeo Stelvio – Premiere für ein SUV

Für den echten Alfinisti ist dieses Auto wohl ein Schock. Ein hochbeiniges SUV darf das Logo einer Marke tragen, die seit Jahren auf ihre sportlichen Gene setzt. Alfa-Chef Reid Bigland, der im Fiat-Konzern auch für Maserati zuständig ist, hat schnell tröstende Worte bereit: „Unser Stelvio setzt in der kleinen Familie sportlicher SUV neue Maßstäbe. Er ist stärker und spurtschneller als ein Porsche Macan“. Das gilt zumindest für den Super-Stelvio, der jetzt bei der Premiere auf der Autoshow in Los Angeles auf die Bühne rollte. Wie bei Alfa üblich trägt das Spitzenmodell den Beinamen Quadrifoglio (vierblättriges Kleeblatt) und protzt mit einer Leistung von 375 kW/510 PS, die er aus seinem 2,9-Liter-Sechszylinder mit Doppelturbo holt. Ferrari, eine weitere Fiat-Marke, hat bei der Entwicklung hilfreich Hand angelegt. Der Motor ist schon aus der Limousine Giulia bekannt, glänzt mit einer Durchzugskraft von 600 Newtonmetern, ist sicher auch im schwereren Stelvio für Tempo 300 und einen Spurt auf 100 km/h in knapp vier Sekunden gut.

Unter Normalbedingungen wird der 4,68 Meter lange Stelvio vornehmlich von der Hinterachse her angetrieben
Unter Normalbedingungen wird der 4,68 Meter lange Stelvio vornehmlich von der Hinterachse her angetrieben

Ein Sportwagen für den Nürburgring ebenso wie für verschlammte Pisten. Denn der Neuling hat den bereits aus dem Giulia bekannten Allradantrieb geerbt. Unter Normalbedingungen wird der 4,68 Meter lange Stelvio vornehmlich von der Hinterachse her angetrieben. Geht die Haftung verloren, kann bis zu 50 Prozent der Kraft gen Bug transferiert werde. Zu dem ausgeklügelten System gehören auch noch ein elektronisches Sperrdifferential am Heck, kombiniert mit einem aktiven „Torque Vectoring“ (Lenkeffekte in Kurven durch gezielte Umverteilung der Antriebskraft auf einzelne Räder). All das verspricht auf dem Papier ein Höchstmaß an agiler Wendigkeit bei der Kurvenhatz. „Wir werden auf dem Nürburgring zeigen, dass der Stelvio neue Bestmarken setzen wird“, verspricht Markenchef Bigland, räumt aber ein, dass sein Sport-SUV die legendäre Rennstrecke bisher nur im Simulator gerockt hat.

Der Motor ist schon aus der Limousine Giulia bekannt, glänzt mit einer Durchzugskraft von 600 Newtonmetern
Der Motor ist schon aus der Limousine Giulia bekannt, glänzt mit einer Durchzugskraft von 600 Newtonmetern

Soweit so gut, zumindest für jene eingefleischten oder neu eroberten Alfa-Fans mit dickem Geldbeutel, die unbedingt einen Allradler mit mehr als 500 PS besitzen wollen. Viel wichtiger als ein solcher Kraftprotz, der wohl gut 80.000 Euro kosten wird, sind die Normalversionen. Sie sollen im Hause Alfa endlich wieder für nennenswerte Verkaufszahlen sorgen. Wobei sich Reid Bigland noch nicht in die Karten gucken lässt. Er bestätigt zumindest, dass auch der 206 kW/280 PS starker Zweiliter-Turbo für den Stelvio zur Wahl steht. Klar doch, der Top-Manager spricht in den USA, wo Dieselmotoren derzeit nicht hoch im Kurs stehen.

Das Cockpit ist dezidiert sportlich gestaltet
Das Cockpit ist dezidiert sportlich gestaltet

Für Europa wird wohl der 2,2-Liter-Diesel mit 154 kW/210 PS die erste Wahl sein. Welche weiteren Triebwerke aus dem prallen Giulia-Angebot auch für den Neuling bestellt werden können, bleibt noch ein Geheimnis. Fest steht aber, dass Allradantrieb in den schwächeren Versionen, wenn überhaupt nur gegen Aufpreis zu haben sein wird. Da sich Alfa bei seiner Preisgestaltung am BMW X3 minus zehn Prozent orientiert, dürfte das Eintrittsgeld für den Stelvio bei etwa 40.000 Euro beginnen. Schließlich zählt sich Alfa laut Reid Bigland zur sogenannten Premium-Klasse, wo alles ein wenig teurer sein darf.

Wie bei Alfa üblich trägt das Spitzenmodell den Beinamen Quadrifoglio
Wie bei Alfa üblich trägt das Spitzenmodell den Beinamen Quadrifoglio

Was immer auch unter dem Blech lauert, zunächst muss die sorgsam gezeichnete Außenhaut für Aufmerksamkeit sorgen. Chef-Designer Klaus Busse, der über Mercedes, Chrysler und Jeep bei Alfa landete, beschwört die „Verantwortung, die wegen der ruhmreichen Geschichte auf seinem Team lastete“. Heraus kam ein recht kompakt wirkendes SUV, das viele Details mit dem technisch so eng verwandten Giulia teilt. Nicht nur die Gestaltung des Innenraums gleicht der Limousine, auch Front- und Heckpartie wurden weitgehend übernommen. Die angeschrägte Heckscheibe steht für sportive Dynamik und lässt durchaus Vergleiche zum Porsche Macan zu. Das Gesicht wird durch den zu neuer Größe gewachsenen typischen Alfa-Grill dominiert, der seit dem Giulia wieder vor stolz getragen werden kann. Da der Stelvio vier Zentimeter länger ist, sitzt man auch im Fond recht komfortabel. Auf den ersten Blick jedoch erscheint der Gepäckraum eher überschaubar. Das gleiche gilt für das Angebot an Assistenzsystemen, die in den Preislisten der angepeilten Rivalen reichhaltig zu finden sind, beim Stelvio dagegen recht bescheiden ausfallen. Hier gibt es ebenso Nachholbedarf wie beim Thema Gestaltung des Navigationsbildschirms oder beim Thema Vernetzung mit der virtuellen Außenwelt.

Auf der Autoshow in Los Angeles feiert der Alfa Stelvio seine Weltpremiere
Auf der Autoshow in Los Angeles feiert der Alfa Stelvio seine Weltpremiere

Dennoch muss sicher nicht der Beruf eines Propheten erlernt werden, um dem Stelvio in der künftigen Alfa-Verkaufshitparade den Platz eins vorherzusagen. Der Trend zu immer mehr SUV auf unseren Straßen spielt dem Späteinsteiger aus Italien in die Karten. Die Schwestermarke hat´s vorgemacht. Das erste SUV mit Namen Levante wurde auf Anhieb das meistverkaufte Maserati-Modell. (Peter Maahn/SP-X)

Fiat hat die frühere Kultmarke Abarth wiederbelebt – Spaß und Tradition

Wie das Schicksal manchmal so spielt. Fast wäre in der berühmten italienischen Tuning-Firma Abarth deutsch gesprochen worden. Schließlich lebte der Rennfahrer Karl Abarth in Wien. Als Südtirol aber nach dem Krieg zu Italien kam, entschied sich dessen in Meran wohnender Papa für die neue Staatsbürgerschaft, der Sohnemann zog über die Alpen, aus Karl wurde Carlo. Der junge Tüftler mit Sternzeichen Skorpion wechselte dann nach Bologna und schuf das Unternehmen mit eben jenem Krabbeltier im Firmenlogo. Fast wären Abarth samt Skorpion seit den 70er-Jahren in Vergessenheit geraten. Die Rechte am als typisch italienisch geltenden Namen gehörten längst dem allmächtigen Fiat-Konzern, der sich eher halbherzig um die Kultmarke kümmerte.

Jetzt ist Abarth wieder auferstanden. Natürlich sind alle Modelle mit dem gelb-roten Logo bekannte Fiat-Kreationen. So musste sich der knuddelige 500 gleich viermal im neu geschaffenen Sportstudio einer Kraftkur unterziehen, um sich Abarth nennen zu dürfen. Der Adelstitel ist eine Zahl am Heck, nirgendwo am Blechkleid ist der Name Fiat zu entdecken. Da sich Abarth inzwischen wieder um den Motorraum kümmert, geizt das Kleinwagen-Quartett nicht mit satter Leistung und Rennsporttechnik. Basis ist immer der 1,4-Liter-Turbomotor, der je nach Version zwischen 107 kW/145 PS und 140 kW/190 PS an die Vorderräder schickt. Letzterer ist derzeit das Ende der PS-Fahnenstange, nennt sich 695 Biposto (zwei Sitze), ist 230 km/h schnell und mindestens 39.900 Euro teuer. Aus dem Autodromo di Monza oder dem Nürburgring direkt in öffentlichen Verkehr.

Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen
Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen

Doch auch die anderen Ableger des Alltagsautos sind keine Kinder von Traurigkeit, spielen aber in einer anderen Preisliga als der erwähnte Rabauke: Zwischen 18.290 bis 24.790 Euro reichen, um sich ein Autochen zu gönnen, das wohl kaum ein Nachbar in der Garage hat. Alle führen die Zahl 595, die durch Zusätze wie „Turismo“ oder „Competizione“ ergänzt werden. Alle sind auch als Cabrios zu haben. Immerhin gelang es der deutschen Fiat-Tochter im letzten Jahr, 1.886 Deutsche vom Kauf eines solchen Abarths zu überzeugen. In den ersten neun Monaten 2016 waren es auch schon wieder 1.626 neue Kunden. Eine Erfolgsstory also, die nach und nach für Präsenz der Traditionsmarke auf den Straßen zwischen Flensburg und Oberbayern sorgt.

Ende dieses Monats nun zündet Abarth die nächste Stufe der Reinkarnation. Eine völlig andere Ansage als die Liliput-Garde. Der zweisitzige Roadster Abarth 124 Spider ist die Sportversion des gleichnamigen Fiat, wird von Mazda in Japan gebaut und ist eine italienisch-japanische Co-Produktion, letztlich aber ein Mazda MX5, dessen Kleid sich zumindest an der Frontpartie deutlich vom fernöstlichen Erfolgsmodell unterscheidet. Auch der schmucke Oben-Ohne-Flitzer vertraut auf den 1,4-Liter-Vierzylinder, der im Spider auf 125 kW/170 PS kommt. Das Spaßmobil kostet 40.000 Euro, ist recht komplett ausgestattet und bietet eine erfreulich kurze Aufpreisliste. Die LED-Scheinwerfer im Paket mit diversen Sensoren fürs Einparken oder automatisches Lichteinschalten bei Dunkelheit ist mit 1.890 Euro das teuerste Goodie.

Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft
Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft

Der bildschöne Spider, bei Bedarf bis zu 232 km/h flott, wird den Namen Abarth weiter bekanntmachen und die Verkäufe deutlich nach oben treiben. Carlo Abarth, der auf einem Wiener Friedhof seine letzte Ruhe fand, wird vom Tuner-Himmel aus mit alpenländischer Genugtuung gen die Erde blicken. (Peter Maahn/SP-X)

Erste Fahrt: Fiat 124 Spider – Die Macht wird mit ihm sein

Genau 50 Jahre nach Vorstellung des ersten Fiat 124 Spider starten die Italiener das Comeback auf dem Automobilmarkt. In seinem ersten Zyklus von 1966 – 1985 fand der Roadster mit dem italienischen Dolce-Vita-Feeling weltweit ca. 197.000 Abnehmer. Davon allein in den U.S.A. über 170.000 Kunden. Der Urvater des Designs, Tom Tjaarda, kreierte damals ein zeitloses Außenkleid, das auch für die Neuauflage von 2016 Modell stand. Mit lang gezogener Motorhaube, kurzem Radstand und tief liegenden Scheinwerfern sowohl vorn als auch hinten unterstreicht er seine sportlichen Gene. Design mit Kult-Status trifft Technik der Moderne. Das war das Motto der aktuellen Designer Centro Stile aus Turin. Das Gesamtpaket bietet Fiat bereits seit Juni dieses Jahres seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist die Design- und Roadster-Ikone zu einem Basispreis von € 23.990.

Der neue Fiat 124 Spider im ersten Fahrbericht

Fiat ist zurück auf der Roadster Bühne

Seine Mitbewerber sucht er sowohl im asiatischen als auch auf dem deutschen Markt und kann ihnen selbstbewußt entgegentreten. Dort wird er nach den Loyalisten auch seine neue Kundschaft finden wollen. Markante Anleihen des historischen Vorgängers nahm man bewußt auf, um den Charakter des Spiders nicht zu verändern. Hierzu gehörten unter anderem die hexagonale Form des oberen und unteren Kühlergrills sowie die auf einer horizontalen Achse verlaufende Position der Heckleuchten. Der Blick seiner Front mit den sehr aggressiv wirkenden Front- und Nebelscheinwerfern lassen den Italiener sehr breit und bestimmend auf der Straße stehen. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild aerodynamisch und agil, was sich gerade in den Verbrauchswerten widerspiegelt. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Fiat für einen Tag ins beschauliche Rheingau ein. Dort konnten wir seine dynamischen Eigenschaften auf herrlichen Serpentinen durch die Weinberge testen.

Mediteranes Feeling mit dem 124 Spider
Mediteranes Feeling mit dem 124 Spider.

Puristisch eleganter Innenraum

Die Innenraumausstattung des Spiders ist mit hochwertigen Materialen bestückt und filigran gearbeitet. Sein Cockpit sehr puristisch, aber doch mit allen notwendigen Informationen angelegt wie dem Bordcomputer mit Durchschnittsverbrauch und Restweitenanzeige oder dem zentral sitzenden Drehzahlmesser. Alle Instrumente sind dem Fahrer zugeneigt. Highlight ist das optional erhältliche ausklappbare Navigationssystem, das sich über das  Multifunktionslenkrad bedienen lässt. Die Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer sehr gut auf und geben zum sportlichen Fahren den nötigen Halt. Einzig die Beinfreiheit des Beifahrers wird durch eine verkleidete Stahlstrebe beeinträchtigt. Die Rundumsicht beim Fahren mit offenem Verdeck gibt uns das typische Roadster Gefühl. Zwar tief sitzend, aber visuell alles im Griff. Das Stoffverdeck ist manuell zu betätigen. Mit zwei einfachen Bewegungen ist es sogar in sitzender Position zu öffnen und zu schließen. Der „Kofferraum“ ist eines Roadsters würdig. Er ist ausreichend für kleinere Utensilien, aber mehr muss er auch nicht aufnehmen.

Filigran verarbeitetes Leder
Filigran verarbeitetes Leder.

Nur mit einer Motorisierung

Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus Turin bislang nur eine Motorisierung zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet vorerst ein 1.4 Liter Vierzylinder MultiAir Turbomotor. Die Leistung beträgt 103 kW (140 PS), das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter bei 2.250 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 148 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den 124 Spider in 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem kompakten Hinterachsendifferenzial, das alle Kraft auf die hinten liegenden Antriebsräder leitet. Fiats Tuningpartner wird für den Herbst dieses Jahres eine Abarth Version bereitstellen, die mit einer Leistung um 170 PS aufwarten soll.

1.4 Liter MultiAir Turbomotor mit 103 kW und 140 PS
1.4 Liter MultiAir Turbomotor mit 103 kW und 140 PS.

Die Antriebskombination macht es

Das manuelle Schaltgetriebe, das wir ausreichend testen durften, macht sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend mit kurzen Schaltwegen, sportlich und agil, führt es uns quer durch die Gegend um Rüdesheim. Die von Fiat ausgesuchten Strecken meistert der Spider mit einer souveränen Leichtigkeit in Verbindung mit der elektrischen Servolenkung. Der tiefe Schwerpunkt lässt uns den Roadster ein wenig wie auf Schienen über die urbanen Straßen bewegen und wir erhalten immer wieder eine positive Rückmeldung. Der drehfreudige und zuweilen knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und vermittelt uns mit seinen 240 Newtonmetern, dass immer ausreichend Kraft zur Verfügung steht. Der uns präsentierte Tiefst-Verbrauchswert von 6,4 Litern ist an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Sehr dynamische Performance
Sehr dynamische Performance.

Übersichtliche Preisliste

Den Einstieg ins neue Roadster Feeling bestreitet die Basisversion, der Fiat 124 Spider mit einem Listenpreis von € 23.990. Im Serienpaket enthalten liefern die Italiener Klimaanlage, Radio mit 3-Zoll-Display und 4 Lautsprecher, Duplex-Auspuffanlage, 16-Zoll-Leichtmetallbereifung, Lederlenkrad, Motor Start-Stopp-Knopf, Überrollbügel schwarz lackiert sowie Geschwindigkeitsregelanlage und elektrische Fensterheber. Zur Aufwertung bietet man nur noch eine Ausstattungsvariante „Lusso“ an. Für einen Preis von € 26.490 sind zusätzlich Ledersitze, Sitzheizung, 17-Zoll-Leichtmetallbereifung, Nebelscheinwerfer und Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar enthalten. Mit vier optionalen Ausstattungspaketen leistet Fiat eine Individualisierung des Spiders. Es können bestellt werden ein Radio-Paket (€ 1.000 – Fiat Connect 7’’ Touchscreen MP3 Radio mit Controller in der Mittelkonsole, Bluetooth, 2 USB Anschlüsse, Digitaler Audioempfang DAB), ein BOSE Soundsystem (€ 700 – Rundum Lautsprecher der Marke BOSE mit Verstärker), ein Premium-Paket (€ 1.000 – Rückfahrkamera, Keyless Entry & Go, Navigationssystem) und last but not least ein Sicht-Paket (€ 1.500 – LED-Frontscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, dynamisches Kurvenlicht, automatische Leuchtweitenregelung, Licht- und Regensensor, Scheinwerfer-Reinigungsanlage).

Faszination pur - Fiat 124 Spider
Faszination pur – Fiat 124 Spider.

Beim Fiat 124 Spider sind Design und Fahrspaß die ersten beiden Kaufgründe. Beim Roadster-Kauf ist der kleine Italiener die absolute Alternative

Text und Bild: Stefan Beckmann

Zurück in die Zukunft: Der Fiat 124 Spider

Wir denken zurück an die goldenen Tage, als Fiat noch viel Amore, Stil und sogar Sportsgeist verkaufte. Damals durfte ein flottes Cabriolet im Portfolio natürlich nicht fehlen und so kam es, dass die Italiener 1966 den Fiat 124 Spider auf den Markt brachten. Bis 1985 wurde der hübsche Roadster in verschiedenen Ausbaustufen gebaut. Seinerzeit reichten 90 PS noch für flotte Fahrleistungen, doch das ist mittlerweile vorbei. Außerdem ließen die Italiener den Urahn 1985 auslaufen, ohne ihm einen würdigen Nachfolger zu spendieren. Fiat wurde sonderte sportliche Modelle immer weiter aus, bis das Label Abarth wiederbelebt wurde.  Das hat nun ein Ende: Der neue Fiat 124 Spider will da ansetzen, wo das alte Modell aufgehört hat und neben dem typischen „dolce vita“-Feeling auch den puristischen Fahrspaß nicht zu kurz kommen lassen. Und das klappt bestens – sogar ohne die Abarth-Plakette.

Heutzutage ist es fast undenkbar, dass ein Erfolgsmodell keinen würdigen Nachfolger bekommt. Doch Mitte der 1980er Jahre endete die Ära der schönen italienischen Cabriolets jäh. Zwar gab es Mitte der 1990er Jahr den Fiat Barchetta, der sogar recht erfolgreich war, aber so recht passte er nicht ins Schema des 124. Das hat sich mit der Einführung des neuen Fiat 124 Spider geändert, die am 18. Juni stattfand. Welch Segen! Schließlich will der kleine Italiener nicht nur mit seinem Äußeren, sondern auch mit seinen Fahreigenschaften punkten. Werfen wir aber zunächst einen Blick auf das Blechkleid des neuen Roadsters.

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Kurvige Landstraßen sind sein Revier: Der neue Fiat 124 Spider

Design – Vorsichtiger Retro-Chic

Frisch und modern flirtet der 124 Spider mit der Außenwelt, versäumt es aber nicht, auf etwas Retro-Charme zurückzugreifen. Warum auch nicht, schließlich funktioniert das beim Fiat 500 bestens. Doch ganz so nah am der Historie ist der Roadster dann doch nicht gebaut, sondern setzt gekonnt auf Ähnlichkeiten zum Klassiker. Diese zeigen sich etwa an der Front, die mit ihren mandelförmigen Scheinwerfern die Strahler des Urmodells nachahmen will. Auch die separierten Blinker passen in dieses Bild und rahmen den sechseckigen Kühlergrill ein, der ebenfalls eine Reminiszenz an den Ur-124 darstellt. Hinzu gesellt sich das Fiat-Wappen, das von einem historischen Logo herrührt und eine selbstbewusste Größe zeigt.

Erinnerungen weckt auch die Seitenlinie des neuen Italieners: Zwar kann man dem neuen Fiat 124 Spider klassische Roadster-Proportionen – eine lange Hauben-Partie und ein kurzes Heck – zuschreiben, doch finden sich auch hier Stilelemente des Oldies. Beispielsweise erinnert der elegante Hüftschwung, ausgehend vom Türgriff bis hin zu den Rückleuchten, an das Ur-Modell. Schade nur, dass er – je nach Farbe – etwas untergeht. Am Heck nennt Fiat als Parallele die waagerecht angebrachten Rückleuchten, doch das scheint etwas weit hergeholt.

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Klassischer Hüftschwung als Reminiszenz an das Ur-Modell

Schön ist aber dennoch die Eigenständigkeit des Roadsters, schließlich hat er nicht ausschließlich italienische Gene in sich. Als Basis dient der aktuelle Mazda MX5 – und das tut dem Fiat 124 Spider richtig gut, was die gekonnten Proportionen und das Konzept anbelangt. So bietet der offene Zweisitzer etwa einen brauchbaren Kofferraum, in dem man gerne zwei Wasserkisten transportieren kann. Außerdem passt die Sitzposition: Sowohl Groß, wie auch Klein finden auf den Stühlen angenehm Platz. Leider ist das Lenkrad nicht in der Weite, sondern nur in der Höhe einstellbar, doch das lässt sich recht schnell verschmerzen.

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Innen zeigt sich die Verwandschaft zum Mazda MX5

Innenraum – Wie ein Lederhandschuh

So nimmt man also auf gut geschnittenen Ledersitzen Platz, die zur Lusso-Ausstattung – also der höheren der beiden aktuellen Ausstattungsvarianten – gehören , Platz. Die Sessel bieten einen guten Kompromiss aus sportlichem Halt – der für meinen Geschmack noch etwas ausgeprägter sein dürfte – und Komfort. Und auch sonst liegen alle Bedienelemente gut erreichbar: Der Schaltknauf fällt fast von selbst in die Hand und auch das Infotainment, das vom japanischen Plattformspender stammt, lässt sich nach kurzer Eingewöhnung blind bedienen. Schade nur, dass der Lautstärke-Regler auch auf der Mittelkonsole und nicht am Armaturenbrett sitzt, da man hier intuitiv gerne mal daneben greift. Doch die Eingewöhnung ist kurz und als Alternative steht noch das leicht bedienbare Multifunktionslenkrad bereit. Ansonsten haben die Italiener nicht viel gegenüber dem MX5 geändert. Die Materialien sollen feiner sein und das Ambiente mehr „Emozione“ bieten. Davon merkt man nicht sehr viel, da auch der Mazda eine sehr ordentliche Basis stellt. Allerdings fehlt es an Ablagen für den alltäglichen Krimskrams. Das Handy? Bleibt dank Bluetooth-Verbindung besser in der Hosentasche. Ansonsten fliegt es aus dem Fach in der Mittelkonsole und damit um Innenraum umher. Neben diesem Fach bietet der Fiat noch ein paar Ablagen in der Mittelkonsolen, doch diese sind recht klein und nicht unbedingt praktisch zu erreichen. Auf ein Handschuhfach verzichtet der Fiat 124 Spider gänzlich.

Von der praktischen Seite zeigt sich der 124 aber bei der Dachkonstruktion. Nein, das Stoffverdeck bietet keinen elektrischen Antrieb – und das ist auch gut so, pflegte einst ein charismatischer Politiker zu sagen. Zum Öffnen heißt es schlicht und ergreifend: Hebel ziehen und die leichte Konstruktion einfach nach hinten werfen. Dann mit einem sanften Ruck arretieren – fertig. Der Schließvorgang gehen genauso leicht von der Hand und ist in „Windeseile“ erledigt. Zum Öffnen oder Schließen benötigt man etwa fünf bis sieben Sekunden – je nach Dringlichkeit. Das soll mal ein elektrisches Verdeck nachmachen, zumal es ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt.

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Kurvige Landstraßen sind das Zuhause des Fiat 124 Spider

Fahreindrücke – Born to drive

Um sein Gewicht muss sich der 124 Spider aber keine Sorgen machen. Etwas über 1.100 kg wirft er ins Spiel. Damit haben die 140 PS natürlich leichtes Spiel und treiben den Roadster zügig voran. Zusammen mit dem agilitätssteigernden Heckantrieb ergeben sich damit flotte Fahrleistungen. Aus dem Stand auf Tempo 100 benötigt der Zweisitzer gerade einmal 7,5 Sekunden und lässt es erst bei 217 km/h bewenden. Doch diese Stammtischwerte sind nicht das, was den Italiener ausmacht.

Da das Windschott recht klein geriet, weht der Wind bei zügigem Tempo durchaus vehement ins Fahrzeuginnere. Gut so! So fühlt man sich viel näher mit der Natur und dem Fahrerlebnis verbunden und ist nicht so stark vom Geschehen entkoppelt, wie man es von anderen Fahrzeugen kennt. Und um möglichst viel davon zu genießen, empfehle ich Zwischenspurts auf winkligen Landstraßen. Der 1.4 Liter Turbo drückt seine 240 Nm bei rund 2.200 Umdrehungen in der Minute auf die Hinterachse und macht Überholvorgänge auf der Landstraße zum echten Vergnügen. Dabei röhrt der Fiat 124 Spider angenehm und vernehmlich aus seinen beiden Endrohren. Meiner Meinung nach dürfte es ruhig etwa ungestümer sein – aber Schwamm drüber. Die Lösung dafür ist ein beherzter Griff zum Schaltknauf des Sechsgang-Getriebes. Trocken und sauber rücken die Gänge in ihre Gassen und benötigen dafür nur kurze Wege. Genau so wünscht man sich eine Schaltung.

Besonders, da der 1.4er bei Laune gehalten werden will. Mit 30 km/h im dritten Gang eine Bergstraße im Rheingau erklimmen? Das wird schwierig. Also schnell einen Gang runterschalten und das Aggregat bis rund 5.000 Touren drehen lassen, bevor man das nächste Zahnrad bemüht. Unterwegs seziert man nahezu telepathisch die nächste Kurve, da die Lenkung eins mit dem Fahrer und seinem Popometer wird. Sauber zieht der Fiat 124 Spider seines Weges und bietet angenehme Rückstellkräfte gepaart mit einem sauberen Feedback. Dabei nervt der Italiener nicht mit Nervosität, sondern bietet genau die richtige Dosis an Präzision, die man sich wünscht. Hinzu kommt der Heckantrieb: Beherzt mit Vollgas in die Kurve – und zack – rückt das Heck für eine Millisekunde nach außen, bevor die Elektronik sanft eingreift. Ein herrliches Vergnügen.

Preise – gut verdaulich

Herrlich ist auch, dass dieser Fahrspaß recht erschwinglich erscheint. 23.990 Euro verlangt Fiat für die bereits ordentlich ausgestattete Basis. Sie bietet Nettigkeiten, wie eine Klimaanlage, ein MP3-fähiges Radio, 16-Zoll-Leichtmetallräder oder eine Geschwindigkeitsregelanlage. Die „Lusso“-Variante kostet 26.490 Euro und hält eine Lederausstattung, eine Klimaautomatik, 17-Zoll-Alufelgen und eine aufgewertete Optik parat. Das empfehlenswerte Infotainment addiert nochmals 1.000 Euro hinzu. So ist man mit rund 27.500 Euro dabei. Klingt nach viel, besonders, da Mazda den MX5 mit dem 131 PS starken 1.5 Liter Aggregat ab 22.590 Euro anbietet. Doch dieser Saugmotor wirkt weniger sportlich. Der Fiat 124 indes bietet mit dem Turbo – wenn er seinen vollen Schub abgibt – einen nachdrücklicheren Vorwärtsdrankg. Damit relativiert sich der moderate Aufpreis für den Italiener und zeigt, dass Fiat ein wirklich guter Roadster gelungen ist.

Fotos: Marc Frauendorf

Fiat 500 Riva – eine Bootsfahrt, „die ist lustig…

…eine Bootsfahrt, die ist schön!“ Aber was hat das mit dem Fiat 500 zu tun? Ziemlich viel sogar, da die Italiener mit Riva kooperieren. Nicht bekannt? Das sind die hübschen langen Holzboote mit viel Leistung, die von denjenigen pilotiert werden, die in Venedig, an der Cote d´Azur oder Marbella etwas auf sich halten. Dieses Flair wird nun auf den kleinen Frauenschwarm übertragen und steht ihm – zugegebenermaßen – bestens! Read more

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Die Sonder-Edition Fiat 500 Riva!

Ein Hauch von Eleganz und Luxus !
Ob mit oder ohne festem Dach - der 500 Riva steigt in die Luxusklasse ein.
Ob mit oder ohne festem Dach – der 500 Riva steigt in die Luxusklasse ein.

Traditionell setzt Fiat seine Kooperationsarbeit mit seinen kleinsten und italienischen Stil-Ikonen fort. Nach den Mode Labels DIESEL und GUCCI findet Fiat diesmal den Weg zum Bootsbauer aus Sárnico in der Lombardai / Italien. Beide Firmen blicken auf mehr als 100 Jahre Industrie- und Designkunst zurück. Der seit 1957 gebaute Cinquecento wurde bis heute über sechs Millionen mal verkauft und symbolisiert für Carlo Riva, dem Firmengründer der gleichnamigen Bootswerft, seither das Dolce Vita Italiens seit der Nachkriegszeit. Für ihn die perfekte Symbiose. Der kleine Italiener soll zunächst in einer limitierten Auflage von 500 Stück mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, hellem Leder im Interieur und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe-Clip mit Hollywood-Schauspieler Adrian Brody. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage werde dann über die Weiterführung der Sonder Edition nachgedacht.

Fiat 500 Riva – Limitierter Italiener und die kleinste Yacht 

Sárnico, Riva Bootswerft am Largo d`Iseo, rund 90 Kilometer vor den Toren von Mailand. Fiat präsentiert die Kooperation zwischen seinem Bestseller, dem Fiat 500, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch steht der Protagonist verhüllt vor der Produktionshalle der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Nach finaler Abstimmung zwischen den Designern beider Marken waren die Aufgabenstellungen an die Ingenieure des Autobauers nicht leicht, so die Verantwortlichen von Fiat. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz das Armaturenbrett des kleinen 500er zieren. Zugleich sollte das Auto aber auch erschwinglich bleiben. Das Resultat kann sich sehen lassen. Die finalen Preise liegen voraussichtlich ab einem Listenpreis von ca. € 18.000. Mit einem konkreten Verkaufsstart wird die Sonder Edition nicht angekündigt.

Cinquecento mit nur einer Farbe und Interieur

Hinter dem 500 Riva verstecken sich genau eine Außen- sowie eine Interieurfarbe. Dabei stand das jetzige Aushängeschild des Bootsbauers Modell. Die „Aquariva“ Super Yacht trägt ein bestimmtes Marineblau, das sich im 500er wiederfindet. Beim speziellen beigen Leder der Sitze und dem Mahagoni Holz nahm man auch hier Anleihen der meist verkauften Yacht von Riva. Einzig die Auswahl der Motorisierungen und Getriebekombinationen des Cinquecento wurden vom jetzigen Modell des Turiner Autobauers übernommen. Darüber hinaus kann sich der Kunde für ein Panorama Glasdach oder – für Frischluftenthusiasten – ein elektrisch aufklappbares Stoffdach entscheiden.

Wie weit die Akzeptanz bzw. Nachfrage des exklusiven Modells des 500 Riva gehen wird, evaluiert Fiat nach den ersten Verkäufen. Für Liebhaber von italienischem Design und filigranen Arbeiten ist diese Sonderauflage des Cinquecento ein Leckerbissen und ein absolutes MUSS.

Besonderes Pfiffig und Chic
Besonderes pfiffig und chic.

Text und Bild: Stefan Beckmann

Fiat-Chrysler-Pläne – SUV statt Limousinen

Fiat-Chrysler stärkt die SUV- und Pick-up-Produktion auf Kosten der klassischen Pkw. Der Konzern will laut amerikanischen Medienberichten die Limousinen-Produktion bis 2020 massiv herunterfahren, die frei werdenden Produktionskapazitäten sollen dann für den Bau von Jeep-Geländewagen und Pick-ups der Marke Ram genutzt werden. Zu den prominentesten Opfern der neuen Modellpolitik zählen der erst 2012 vorgestellte Dodge Dart, ein entfernter Verwandter der Alfa Giulietta, sowie der Chrysler 200. Dessen Carbio-Variante wurde in Deutschland kurzzeitig als Lancia Flavia angeboten.

Die Produktionsverlagerung vom klassischen Pkw zum SUV ist kein reines Fiat-Chrysler-Phänomen. Weltweit wird dem Crossover-Segment weiteres Wachstum prognostiziert. In Europa etwa dürfte die Produktion entsprechender Modelle nach Berechnungen der Beratungsagentur PwC von derzeit 3,5 Millionen bis 2018 auf rund 4,8 Millionen Einheiten wachsen. Allein bei den deutschen Herstellern soll sich die Zahl der SUV-Modelle von derzeit 22 auf 42 Baureihen nahezu verdoppeln.

Fiat Tipo – Mit fünf Türen zum Glück?

Bislang kennt man den Fiat Tipo in unseren Gefilden eigentlich nur von Fotos, da die Gattung der  Stufenheck-Limousinen in Nordeuropa fast vom Aussterben bedroht ist. Deshalb legen die Italiener nun den Fiat Tipo mit fünf Türen und Steilheck nach, der das Angebot mit drei Ausstattungslinien erweitern soll. Der Kompakte fährt mit Motoren im Leistungsbereich von 95 bis 120 PS vor und zielt auf preisbewusste Kunden ab. Read more

Marchionne verhöhnt Tesla

Wie man aus einer guten Idee die schlechtesten Optionen zieht. Fiat-Chrysler Boss Marchionne demonstriert es.

(Basierend auf einem fortune.com Artikel vom 15.4.2016)

Das TESLA Model III wird nie kostendeckend sein – und wenn doch, dann kopieren wir die Idee und bringen binnen 12 Monaten einen Wettbewerber.

So lautet das frei übersetzte Credo mit dem FCA-Boss Sergio Marchionne über die Vorstösse von Elektroauto-Pionier Tesla. Und wäre die Einstellung nicht so grob fahrlässig, man könnte sich einfach mit einer Tüte Popcorn zurückziehen und den Worthülsen alternder Automobilbosse zuhören, während auf der anderen Seite des Atlantiks, drüben in der neuen Welt, die Uhren der automobilen Zeitrechnung gerade auf Null gestellt werden.

Profit erwirtschaften

Fiat Sergio Marchionne.jpg
Dgtmedia / CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4343301

Automobil-Unternehmen sind keine Ferienparks. Und am Ende muss nicht die schwarze Null stehen, sondern ein Profit. Fiat-Boss Sergio Marchionne ging einen – zurückblickend – ebenso riskanten Weg. Er kaufte Chrysler. Und aus zwei maladen Automobil-Herstellern sollte ein Konzern entstehen, vor dem man in Toyoda-City und Wolfsburg zittert. Bislang ist der Erfolg überschaubar. Da ist es vermutlich eine klassische Taktik, abzulenken von den eigenen Problemen und auf andere zeigen. Und dabei noch klug und weise klingen. Zumal die Anspielung von Marchionne auf den Lieferverzug des Tesla Model S:

„…but you have then to build and deliver them..“

bei einem Unternehmen, dessen Pläne sich ebenso im Jahrestakt verschieben, völlig unangebracht erscheinen.

Denn während TESLA voran geht und neben einer Vision auch ein E-Auto auf den Markt bringt und dazu auch gleich noch das Ladenetz, verzettelte man sich bei FCA in einer Strategie neuer Modelle und einem Marken-Revival. Die von Marchionne vorhergesagte Wiederbelebung der Kultmarke Alfa Romeo lässt noch auf sich warten. Und das Ziel, die Marke Lancia vor dem Untergang zu retten, in dem man Chrysler-Modelle umlabelte, nun, auch das ging leider massiv in die Hose. Man sollte also nicht auf die „Lieferprobleme“ anderer zeigen, wenn man es selbst nicht besser kann.

Dass man bei FCA die Türen noch nicht zuschließen musste, früher ein Ferrari-Erfolg, mittlerweile ausgerechnet ein Erfolg der US-Tochter. Die sich auf einem, nach der Rezession wieder erstarkten US-Markt, mit klassischen Pick-Ups der Marke Dodge und dem Jeep-Portfolio behaupten konnte.

Sicher – mittlerweile tragen auch die Kooperationen und geforderten Synergien der Marken-Zusammenlegung erste Früchte. Allen voran die kompakten SUV-Modelle, die mittlerweile über alle Marken produziert werden.

Hochmut kommt vor dem Fall

If (Musk) “can show me that the car will be profitable at that price, I will copy the formula, add the Italian design flair and get it to the market within 12 months,” Marchionne

und

Asked if he thinks FCA is late in the race to electrification, Marchionne replied: “better late than sorry.”

Quelle: autonews.com

Diese Form des Hochmuts mag in den letzten 100 Jahren der Automobil-Industrie funktioniert haben. Doch die Zeiten, in denen man Techniken flink kopieren konnte, gehen zu Ende. Heute muss man Visionen haben und diese verwirklichen. Davon ist FCA so weit entfernt, wie Lancia von einer Renaissance. Und ob einem das gefällt oder nicht, ist egal. Den Vorsprung, den sich TESLA heute erarbeitet, wird man mit einer „me too Taktik“ nicht aufholen. Da ist „better late than sorry“ eben ein Grundsatz, der nicht mehr zum Erfolg führen wird.

Die Halbherzigkeit, mit der man bei FCA an die Transformation der Mobilität für morgen herangeht, ist erschreckend. Im Augenblick der aktuell günstigen Spritpreise und der noch relativ straffreien CO2-Emissionen retten Marchionne die Chrysler-Pick-UPs den „Ertrag“ für FCA. Zu glauben, er könne später binnen 12 Monate den E-Auto „turn-around“ schaffen, dürfte eine tragische Fehl-Einschätzung sein.

Die „Fiat-Eigenen“ E-Auto Bemühungen waren im übrigen so erfolgreich, dass der in Kleinserie verkaufte E-FIAT 500 seinen Weg nur nach Kalifornien fand und Sergio Marchionne für die Interessenten einen „guten Tipp“ hatte: „Kaufen Sie ihn nicht“. Was alleine daran lag, dass der E-Fiat 500 das Unternehmen Geld kostet, das er nicht einspielen kann. Immerhin ist Sergio Marchionne konsequent …

News: Jeep mit extrovertierten Konzepten im Markenstil

Die Easter Jeep Safari jährt sich zum 50. Mal und das will man beim amerikanischen Geländewagenhersteller mit sieben neuen Concept-Cars sowie eine Vielzahl von Mopar- und Jeep-Performanceteilen feiern. Dabei betont jedes dieser Modelle, wie robust und anachronistisch die Marke sein möchte, obwohl die Verbindung mit Fiat diese Identität teilweise etwas weichspült. Ein kurzer Überblick über die Konzepte, die uns erwarten. Read more

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

News: Fiat stellt sich neu auf – Mehr Modelle und zwei Premium-Marken

Seit Fiat mit Chrysler zum FCA-Konzern mutierte, sind die Italiener im Aufwind. Bis 2018 will man den Absatz der insgesamt 15 Konzernmarken von heute 4,6 auf 7 Millionen Einheiten pro Jahr steigern. Dabei helfen neue Fahrzeuge, für die der Konzern in einem 2014 gestarteten Fünf-Jahres-Plan insgesamt 55 Milliarden Euro investieren will. In diesem Jahr sollen alleine in Deutschland 20 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt kommen. Hierzulande ist FCA mit den Marken Alfa Romeo, Fiat, Fiat Professional (Transporter), Jeep und Abarth vertreten.

Den größten Anteil hat natürlich die italienische Muttermarke. Nachdem alle Varianten des Dauerbrenners Fiat 500 erfunden sein dürften, setzen die Turiner 2016 mit dem Spider 124 auf Emotion und gleichzeitig mit der Neuauflage des Tipo auf Ratio. Der Spider wurde mit dem Mazda MX-5 gemeinsam entwickelt und sollte eigentlich als Alfa Romeo zur Welt kommen. Anscheinend passte dann aber der formschöne Zweisitzer nicht mehr unterhalb des höherpositionierten Alfa C4, zumal die Marke Alfa ohnehin näher an Konzernschwester Maserati heranrücken soll. Fiat soll es recht sein. So hat man einen Sportwagen im Angebot, der die Tradition des alten 124 Spider weiterführen kann und mit klassischem italienischem Schick und sportlichen Fahrwerten punkten dürfte.

Der neue Tipo soll derweil im Budget-Segment der Kompaktklasse wildern. Dazu setzt er auf die drei klassischen Karosserieformen Stufenheck, Schrägheck und Kombi. Vor allem vom Schrägheck versprechen sich die Verantwortlichen auch auf dem deutschen Markt Erfolge gegen die Wettbewerber aus Korea und Frankreich. Alfa Romeo, in den deutschen Zulassungsstatistiken fast schon unter „ferner liefen“ verbucht, soll mit der sportlichen Mittelklasse-Limousine Giulia an glorreiche Zeiten anknüpfen. Auf der IAA im vergangenen Jahr überraschte Alfa mit der Positionierung der Giulia gegen potente Wettbewerber von Mercedes AMG oder BMWs M-GmbH.

Mit der Neuauflage des Tipo setzt Fiat auf Rationalität.
Mit der Neuauflage des Tipo setzt Fiat auf Rationalität.

Dazu tragen nicht unwesentlich die Ferrari-Maserati-Gene im 510-PS-Motor bei. In diesem Jahr erfolgt nun die Markteinführung auch mit zivileren Antrieben, aber durchaus das Premium-Segment anpeilend. Außerdem haben die Mailänder die Modelle Mito und Giulietta überarbeitet. Während es an der Form des Kleinwagen- und Kompaktklasseangebots nichts zu mäkeln gab, war man vor allem in Sachen Konnektivität doch arg ins Hintertreffen geraten.

Ohnehin voran geht es mit Jeep. Die Allradmarke im italo-amerikanischen Konzern wächst weiter. 2015 konnte man in Deutschland um 44,3 Prozent auf 14.819 Einheiten zulegen, weltweit wurde ein Absatzrekord von mehr als 1,2 Millionen erzielt. Ein wesentlicher Baustein war der Jeep Renegate, der nebenbei seine Technik dem Fiat 500X leiht und damit auch der italienischen Mutter Möglichkeiten im Allradsegment eröffnet. Ein neues Kompakt-SUV von Jeep soll in diesem Jahr dafür sorgen, dass die positive Tendenz anhält.

Ein wichtiges Element im Portfolio des Konzerns ist Fiat Professional, die Transportersparte. Man ist auf Seiten der Italiener stolz darauf, im Segment der leichten Nutzfahrzeuge alle Größen- und Gewichtsklassen abzudecken. Außerdem liefert man in Deutschland seit Jahren den einzigen Segmentspitzenreiter des Konzerns in den Zulassungshitlisten. Der Ducato ist unangefochten Basis für die allermeisten Wohnmobile.

Um die Kräfte zu bündeln, sortiert FCA seinen Vertrieb neu. Die Erfolgsmarke Jeep wird mit Alfa Romeo händlerseitig in ein Premium-Angebot gefasst, während Fiat und die Transporter-Tochter Fiat Professional gemeinsam mit der Sport- und Tuningmarke Abarth auftreten. Das soll durch getrennte Auftritte im Handel unterstrichen werden. Während große Händler getrennte Schauräume und Eingänge bieten sollen, wird es auch reine Alfa/Jeep-Händler geben.

Autor: Günter Weigel/SP-X

News: Alfa will in die Formel 1

Der Fiat Chrysler Boss Sergio Marchionne möchte, dass Alfa Romeo sein eigenes Formel 1 Team bekommt. Das ist natürlich eine stramme Ansage, wenn man bedenkt, dass die Marke stark marode ist und nur noch ein Schattendasein fristet. Zwar steht es um die italienische Traditionsmarke nicht so schlimm, wie um Lancia, aber Massen an Alfas werden nicht gerade abgesetzt. Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen Giulietta?

Das soll an dieser Stelle aber gar nicht der Diskussionspunkt sein. Der Fiat Chrysler CEO denkt, dass ein eigenständiges Formel 1 Team das Beste für Alfa Romeos Image wäre, so zumindest äußerte sich der Italiener den Kollegen von Motorsport.com gegenüber. Um den traditionellen Namen und das dazu passende „Cuore Sportivo“ wieder aufzubügeln, müsse man in Betracht ziehen, in die Formel 1 zurückzukehren. Dabei schiele Marchionne auch zu Ferrari herüber, mit denen er eine Zusammenarbeit anstreben würde.

Einst hatte er den Plan Red Bull mit Motoren und Antrieben auszustatten, was jedoch anders ablief. Die Österreicher haben ein Renault Energy Aggregat in ihrem Renner. Aber dem italienischen CEO des Großkonzerns reichen Alfa-Antriebe alleine in der F1 nicht aus, Marchionne will ein eigenes Rennteam mit dem Namen Alfa Romeo. Dennoch spielt Geld natürlich eine große und entscheidende Rolle. Alfa könne sein Chassis nicht selbst anfertigen und und gleichzeitig noch Motoren konzipieren. Trotzdem wolle man unbedingt in den größten Rennsport-Zirkus überhaupt zurück. Das wird wahrscheinlich nur klappen, wenn man auf Ferrari-Aggregate zurückgreift.

Ganz gleich, wie die Details ausgestaltet werden, wichtig ist, dass neue Hersteller in die F1 kommen – vor allem mehr konkurrenzfähige Hersteller, damit das Spektakel weiter belebt wird. Denn letztendlich ist die Spannung etwas verloren gegangen, weshalb sich die Veranstalter immer neue Challenges ausdenken müssen. Außerdem gibt es doch nur drei wirklich interessante Teams, wenn man ehrlich ist. Der Kampf um das Träppchen wird nur noch von Renault bzw. Red Bull, Mercedes-Benz oder Ferrari gekämpft.

Andere Rennsportserien gefallen dem CEO Marchionne nicht so, er wolle Alfa Romeo am liebsten in der Formel 1 haben. Das wäre toll, schließlich sind die Italiener seit den späten 80er Jahren nicht mehr in der Königsklasse vertreten gewesen. Ob wir also demnächst wieder ein weiteres italienisches Team in der obersten Rennliga sehen, steht noch etwas in den Sternen. Interessant wäre es. Dennoch wäre es vielleicht angebrachter, das Geld lieber in konkurrenzfähige Straßenfahrzeuge zu investieren, als in einem teuren Sport zu verpulvern.

 

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited

Der Renegade ist so ein Auto, bei dem sich der Auto-Blogger in mir mal mächtig getäuscht hat. Als der kleine Renegade 2014 in Genf der Welt-Öffentlichkeit auf dem Automobil-Salon präsentiert wurde, da war ein klar ablehnendes Kopfschütteln das Ergebnis. Ein Jeep auf einer Plattform, die ursprünglich bereits dem Opel Corsa und dem Opel Karl diente. Angepasst für 4×4-Antriebe, zurechtgezimmert für den FIAT 500x und nun für eben diesen Jeep. Nein, ein treuer Petrolhead muss so etwas ablehnen. Ein Jeep muss archaisch sein. Muss er?

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited 4×4

Mamas Matschmobil

Der erste Kontakt in der freien Wildbahn, also dem Parkdeck eines Einkaufszentrums, verläuft immer nach dem gleichen Muster: Erstaunen über die Größe. Denn der Renegade wirkt auf Fotos kleiner als er ist. Für einen B-Segment SUV in den Reihen von Nissan Juke und Renault Capture ist der 4.23 Meter lange Renegade ordentlich groß geraten. Das liegt an den Ecken, an den Kanten und den spitzen Winkeln. Eine steil stehende Windschutzscheibe, ein steiles Heck, steile Seitenscheiben. So richtig klassisch. Dazu passt der farblich abgesetzte Jeep-Kühlergrill mit den runden Scheinwerfern. In freier Wildbahn verfallen neun von zehn Test-Probanden dem Renegade sofort.

Test Fahrbericht027 Jeep Renegade 2.0 Limited

Sei wie du bist

Kernige Optik, moderne Technik. Eine überzeugende Mischung, die erfolgreich sein wird und es bereits ist. Der Renegade ist innerhalb kürzester Zeit zum meistverkauften Jeep avanciert. Dabei haben sich die Produkt-Verantwortlichen nicht in einer Billig-Preis-Strategie verlaufen. Der Renegade ist selbstbewusst eingepreist. Der Start für den kleinen „Abtrünnigen“ liegt mit 19.900 € für das Basis-Modell noch im Rahmen. Aber wer will schon das geile Design mit Frontantrieb und 5-Gang Getriebe kombinieren und dann einen 110 PS Motor schuften lassen, wenn es doch auch so feine Varianten wie den von uns gefahrenen Limited mit 2.0 Liter MultiJet-Diesel, 4×4-Antrieb und famoser 9-Gang Automatik gibt? Eben.

Test Fahrbericht039 Jeep Renegade 2.0 Limited

36.320 € Spaßwürfel

jeep active drive 1 erklärt

Es ist in diesem Segment der „kleinen“ SUVs eine immer wiederkehrende Diskussion: „Braucht man den Allradantrieb wirklich – oder reicht nicht auch der Frontantrieb?“ 

Die Frage ist eigentlich simpel zu beantworten: „Wollen Sie im Winter am Berg auf der Schnee bedeckten Fahrbahn steckenbleiben wie Ihre Nachbarn, die alten Knauserer, die eben so einen Kompakt-SUV nur mit Frontantrieb geordert haben? Sehen Sie. Ein SUV immer mit Allradantrieb. Immer. Und beim kleinen Renegade erst recht, denn ein Jeep ist ein Jeep und muss ein Jeep bleiben. Ignorieren Sie die Versuchung, Geld zu sparen. Ignorieren Sie sie wirklich. Denn bei Jeep hat man nicht einfach nur einen simplen Allradantrieb untergebracht, sondern sich ein wenig Mühe gemacht. Selbst wer nicht zur „Trailhawk“ Variante greift, bekommt mit dem „Active Drive“ einen wirkungsvollen Allradantrieb geliefert!

Jeep hat dem Renegade mit dem Active Drive System einen Hang-On Allradantrieb spendiert, der aufwendiger als andere „Hang-On“ Systeme ausfällt. Eine „Power Transfer Unit“ an der Vorderachse kann die nach hinten führende Kardanwelle abkoppeln, der Jeep fährt dann nur mit Frontantrieb. Das senkt die Reibung und reduziert so den Verbrauch. Im Bedarfsfall wird die Hinterachse im Millisekundenbereich angekoppelt. Der Unterschied zu vielen Mitbewerbern liegt jedoch am Hinterachs-Antriebsmodul. Hier sitzen eine Ölpumpe und eine zusätzliche Lamellen-Kupplung. Dieser Aufbau lässt eine vorkonfigurierte Drehmoment-Verteilung je nach Antriebssituation zu. Über den Terrain-Selec Drehschalter bestimmt man die Kraftverteilung. Im Auto-Modus fährt der Jeep primär als Frontantriebler. Im „Snow-Mode“ werden 60% der Kraft für die Vorderachse und 40% die Hinterachse eingestellt. Im „Sport-Mode dreht sich die Verteilung und 60% der Kraft gelangt an die Hinterachse. Im Sand und Mud-Modus wird die Kraftverteilung ständig variabel gehalten mit der Option, bis zu 100% nach hinten zu verteilen.

Zudem verfügt der Renegeda über eine Bergabfahr-Hilfe und die Möglichkeit, per „Lock-Modus“ den Allradantrieb im 50/50 Modus zu fixieren.

Der Testwagen besaß zudem die „Low-Variante“ des Active-Drivesystems.Hier unterstützt ein zusätzliches Untersetzungsverhältnis (20:1) die Krabbelei im Standgas über Stock und Stein.

Test Fahrbericht061 Jeep Renegade 2.0 Limited

Echter SUV

Im Segment der „kleinen SUVs“ ist der Renegade der Offroad-Champ. Selbst ohne Trailhawk-Paket, bei dem die Bodenfreiheit auf 21 Zentimeter (vs. 19.8cm  im Limited) anwächst und zudem das Terrain-Selec-System noch den Fahrmodus „Rock“ anbietet.

Ganz ohne den Rubicon-Trail bezwingen zu wollen, ist auch im Alltag zwischen Zuhause, Schule und Arbeitsplatz der 2 Liter Diesel mit 140 PS eine sinnvolle Motorenwahl. Kombiniert mit dem 9-Stufen Automatikgetriebe von ZF und der Limited-Ausstattung steigt der Einstiegspreis für den kleinen SUV damit jedoch auf knackige 31.100 €. Noch das große Panoramadach und das UConnect-Navisystem und schneller als man den Allrad aktiviert hat, stehen über 35.000 € auf dem Wunschzettel.

Das ist dann auch für einen Jeep schon eine ordentliche Ansage. Immerhin befinden wir uns noch immer in der Klasse der „kleinen SUVs“. Ein Jeep Cherokee mit ähnlichem Technikpaket und dem neuen 170 PS starken 2.2 Liter Diesel kommt auf 45.900 €.

Test Fahrbericht129 Jeep Renegade 2.0 Limited

Allerdings bietet der kleine Renegade nicht nur viel Technik für das Geld. Auch die Platzverhältnisse sind bei weitem nicht so beengt, wie der Begriff „kleines SUV“ vermuten lassen könnte. Im Gegenteil, die steil stehende Windschutzscheibe und die steil stehenden Seitenscheiben schenken viel Platz im Innenraum. Das Raumgefühl ist mit dem, was man früher mal als „Mittelklasse“ beschrieben hat, fair umrissen.

Dazu gesellen sich die bequemen Sitze, das gut und weit verstellbare Lenkrad und ein Kofferraum, der für vier Personen ausreicht. Natürlich ist der Knieraum hinter einem Sitzriesen in Reihe eins eingeschränkt – aber das darf bei einer Gesamtlänge unter 4.5 Meter nicht verwundern.

Test Fahrbericht122 Jeep Renegade 2.0 Limited

Und fährt sich wie ein Großer

Der 2.0 Liter Diesel mit den 140 PS und 350 Nm knurrt heftig, die Schalldämmung im kleinen Renegade ist zwischen Motorraum und Kabine dann doch geringer ausgefallen als im großen Bruder Cherokee. Allerdings bemüht sich die von ZF stammende und nun von den Italienern in Lizenz gefertigte Neunstufenautomatik um ein angenehmes Geräuschniveau. Drehzahl senkend vertraut sie auf die Kraft aus dem Keller, zappt unmerklich die Gänge von 2 bis 9 durch das Programm, verhält sich ansonsten mustergültig und bleibt als emsiger Gangwechsel-Experte im Hintergrund.

Die auf dem Fahrzeug montierten Nokian-Winterreifen in 18-Zoll (225/55) darf man getrost nach der ersten Saison gegen ein paar Winterreifen mit mehr Geräuschkomfort eintauschen. Rauschend und dröhnend machen sie ab Landstraßen-Tempo auf sich aufmerksam.

Dass die steile Windschutzscheibe, der steile Kühlergrill und das ganze Auto an sich zudem nicht wirklich den Gesetzen der Aerodynamik folgen, auch das lässt sich akustisch nicht ganz verheimlichen.

Auf der Straße überzeugt der kleine Jeep Renegade dennoch in allen Disziplinen. Dass er zudem im Gelände zu den Großen gehört – eine echte Aussage! Denn das ein so lifestyliges Auto wie der kleine SUV nicht nur auf dem Supermarktplatz und vor Schulen eine gute Figur macht, sondern auch beim Wühlen im Matsch, ist eher die Ausnahme denn die Regel.

Archaisch

Manchmal sind es nur die Schubladen in unseren Köpfen, die wirklich archaisch sind. Der kleine Renegade, der gar nicht so klein ist, gehört zum Besten, was man derzeit im Segment der SUVs für Geld kaufen kann. Alleine dieses Charakter-Gesicht verdient 5-Sterne! Dass man bei Jeep zudem an fast jeder Stelle mit dem Mythos der Marke gespielt hat, es verdient wiederum Sympathie. Rechts der kleine Willys-Jeep in der Windschutzscheibe, im Tankdeckel eine Spinne und eine „No Step-Prägung“ auf den Schweller-Verkleidungen. Der kleine Renegade wirkt stimmig.

Test Fahrbericht007 Jeep Renegade 2.0 Limited

Er ist wie er ist und er ist gut

Auch wenn er nicht in den USA produziert wird, sondern zusammen mit seinem Zwilling Fiat 500X in Italien vom Band läuft, der Renegade ist der coolste Jeep seit dem Original-Willys Jeep. Ein Eye-Catcher und ein Charakter-Kopf mit überzeugenden inneren Werten. Und wer sich den Trailhawk sichert, der kann damit ganz sicher auch allen anderen Jeeps im Gelände folgen. Das ist mal eine Ansage für so einen „Lifestyle-SUV“.

Wer sich nun seinen ganz eigenen Jeep zusammenstellen möchte,  der kann das mit der Preisliste von Jeep Deutschland tun. Aber denken Sie daran: Einen Jeep ordert man mit Allradantrieb! 

Test Fahrbericht085 Jeep Renegade 2.0 Limited

[notification type=“notification_info“ ]Tl;dr?

„Wenn Mama auf Schlamm-Catchen steht!“

Alternative zu: Nissan Juke, Opel Mokka, Skoda Yeti
Passt zu: Menschen mit Charakter und Allradlust
Das überzeugt: Neungang-Automat und der Allradantrieb[/notification]

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Jeep

Renegade 2.0 Limited (LOW)

Motor R4, Diesel, Turbo, Direkteinspritzer
Hubraum 1.956 ccm³
Leistung 140 PS @ 3.750 U/min
Kraft 350  Nm @ 1.750 U/min
Getriebe 9-Gangautomatik Wandler
Antriebsachse Selec-Terrain, Hang-On Allradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.255, 1.805, 1,697   mm
Radstand 2.570 mm
Leergewicht 1.605 kg
Wendekreis 11,1 m
Höchstgeschwindigkeit 182 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,0 sec
Normverbrauch 5.6 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.5 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 6.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 9.7 l / 100km
 Mehr zum Thema Verbrauch:  So messen wir auf m-a-b

Test, Text und Fotos: Bjoern Habegger

[/toggle]

Weltpremiere in Los Angeles: Der neue FIAT 124 Spider!

Aus Konkurrenten werden Brüder!

Einst war der Fiat Spider ein klassischer Roadster und mit 200.000 Fahrzeugen in 19 Jahren Produktionszeit auch erfolgreich. Die schärfere Variante kam jedoch von Alfa Romeo. Später setzte der erfolgreiche Mazda MX-5 das Segment der puristischen Fahr-Maschinen mit der japanischen Perfektion und dem Fokus auf das Wesentliche unter Druck. Fiat reagierte damals mit der Barchetta auf den Wettbewerb. Jetzt werden aus Konkurrenten Brüder. FIAT präsentiert an der US-Westküste den „Bruder“ des MX-5. Und anders als ursprünglich geplant, bekommt der Alfa Spider – so er kommen wird – ganz eigene Gene. Bleiben zwei „Brüder zur Sonne“ übrig.

FIAT 124 Spider – Der Italiener unter den Roadstern

Die L.A.-Autoshow ist die Bühne für die Weltpremiere des neuen FIAT 124 Spider. Dass seine Gene mit denen des neuen Mazda MX-5 verwandt sind, ist nicht zu übersehen. Trotz fleißiger Arbeit der Italiener. Doch FIAT hat es geschafft, dem neuen 124 Spider, fast 50 Jahre nach der Premiere des ersten Modells, einen eigenen Charme zu verpassen. FIAT nutzt die perfekte Basis des japanischen Roadsters, um den Traum vom italienischen Roadster mit neuem Leben zu füllen. Erstmalig kombinieren die Italiener damit auch den bekannten 140 PS starken 1.4 Liter Turbobenziner mit Heckantrieb. Die Stärken des Gen-Bruders von Mazda übernimmt auch der FIAT 124 Spider. Eine ausgewogene Gewichtsverteilung, ein Fahrwerk mit Doppelquerlenkern an der Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse und eben den Heckantrieb. Das Pfund der italienischen Variante dürfte der Drehmomentverlauf des 1.4 Liter Turbomotors sein. Mit seinen 240 Nm bringt er genug Kraft mit, um den kleinen Roadster sportlich bewegen zu können.  Zum Vergleich: Der stärkste Motor im Mazda MX-5 muss sich mit 188 Nm begnügen.

Das manuelle Sechsganggetriebe eint die beiden Brüder. Und wenn FIAT das Getriebe ähnlich fein hinbekommt, dann steht einer spaßvollen Fahrt im Frühjahr nichts mehr entgegen.

Limitierte Sonderserie zum Start

Für 124 glückliche FIAT 124 Spider Kunden gibt es eine limitierte Sonder-Edition zur Wiedergeburt des italienischen Roadsters. Wer keinen der 124 „Anniversary-Sondermodelle“ bekommt, der wird sich entscheiden dürfen zwischen zwei Ausstattungslinien und acht verschiedenen Farben.

Bei der ganzen Freude über die Rückkehr des neuen Spiders gibt es einen Haken: Wir werden den Roadster nicht vor dem „Sommer 2016“ bei den Händlern sehen!

 

 

Fahrbericht: Fiat 500X macht die Rasselbande komplett

Der große Kleine ist ein gelungener Crossover und der letzte im Bunde der Rasselbande, die den Einstieg in die mobile Welt von FCA leichter machen sollen. Mit der Interpretation der italienischen Konstrukteure soll der 500X das Erbe des seit 1957 gebauten Fiat 500 weiterleben. Stylisch, aber auch funktional soll der Italiener neue Käuferschichten erschließen. Wie auch andere Automobilhersteller geht FCA hier einem immer weiter wachsenden Trend nach. Die Zahlen sprechen für sich, denn für 2015 erwartet die Marke gerade im Crossover Segment bis zu 100.000 verkaufte Einheiten. In Deutschland ist der 500X zum Preis ab 16.950 Euro zu haben.

Fiat präsentiert mit dem 500X den letzten im Bunde seiner Einsteigermodelle

Test: Fiat 500X Cross Plus 1.0 MultiJet 4×4

2015-08-19 12_02

Werden bereits durch die Modelle 500, 500C und 500L eine Vielzahl von Kundenwünschen abgedeckt, setzt FCA mit dem 500X zwei weitere Varianten drauf. Mit dem „City-Look“, der ersten von zwei angebotenen Ausstattungslinien, will man den Kunden ansprechen, der sich ausschließlich im Stadt- und urbanen Verkehr bewegt und mit der hohen Sitzpositionen eine gewisse Sicherheit genießen will. Bei der Größe des Kofferraums (350 bis 1000 Liter) macht das Einkaufen sowohl in der Stadt als auch im Baumarkt mächtig Spaß.

Die zweite Ausstattungslinie, der „Offroad-Look“, unterstreicht, dass der 500X auch „anders“ kann. Mit den Ausstattungsvarianten Cross und Cross Plus darf der Kunde gern auch ins Gelände. Die erhöhten Werte beim Böschungs- und Rampenwinkel und die Wahl zwischen Vorderradantrieb, Vierradantrieb bzw. Vierradantrieb mit elektronisch geregeltem Sperrdifferenzial erlauben es, auch kleinere Hügel oder Abfahrten zu bewältigen. Dabei hilft die erhöhte Sitzposition, unwegsames Gelände mit mehr Überblick zu durchqueren.

500X - kann es auch im Gelände
500X – kann es auch im Gelände.

Im Test fuhren wir eines der Highlights der Antriebspalette: den 2.0 MultiJet mit 103 kW (140 PS) und dem Neun-Stufen-Automatikgetriebe. Mit Hilfe einer Start-Stopp-Automatik verbraucht der 500X im Normtest gerade mal 5,5 Liter Diesel, was einer CO2-Emission von 144 g/km entspricht. Diesen Wert erreichen wir zwar nicht ganz, jedoch fällt es uns nicht schwer, mit 5,9 Litern in der Nähe dieser Vorgaben zu bleiben. Das Aggregat wirkt im Fahrtest nie überfordert und bringt bei 1750 Touren kraftvolle 350 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, was ihm eine gute Laufruhe bringt.

2.0 MultiJet II mit 103 kW (140 PS)
2.0 MultiJet II mit 103 kW (140 PS).

Schlaglöcher und Unebenheiten auf urbanen Straßen meistert der Italiener sehr gut, so wirkt er sehr stabil und bietet uns auch im Gelände ein komfortables Fahrverhalten. Dank seiner kompakten Abmessungen kommt er zudem im dichten Stadtverkehr ausgezeichnet zurecht. Hier verschafft uns das Fahrzeug in Gänze ein Rundum-Sorglos-Paket.

Gerade durch diese kompakten Abmessungen – Karosserielänge 4.273 Millimeter, Breite 2.025 mm, Höhe 1.620 mm – bietet der ausschließlich als 5 Türer erhältliche 500X ein erstaunlich komfortables Platzangebot im Innenraum. Fünf Personen haben hier bequem Platz. Dort fallen uns die sehr gut verarbeiteten Sitze mit ihrem angenehmen Seitenhalt auf. Aber nicht nur die Sitze im einzelnen, auch der Rest des Interieurs wirkt sehr hochwertig verarbeitet. Das Hartplastik von einst ist längst weichgeschäumten Kunststoffoberflächen gewichen, die sich angenehm anfühlen. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und gut zu bedienen, die Rundumsicht ist ordentlich. Hinten finden Insassen auch mit mehr als 1,70 m Körperlänge ausreichend Platz. Der Ein- und Ausstieg ist bequem durch die recht großen Türausschnitte. Für alle außen Sitzenden sind Haltegriffe im Dachhimmel vorhanden.

Egal, in welchem Bereich, er macht immer eine gute Figur
Egal, in welchem Bereich, er macht immer eine gute Figur.

Serienmäßig kommt der Fiat mit Mood Selecto und elektronischem Sperrdifferenzial Traction+ einher, mit dem Motorsteuerung, Ansprechverhalten der Bremsen, Lenkung sowie Arbeitsweise des Automatikgetriebes an die Bedingungen von Verkehr und Straßenverhältnissen angepasst werden. Zur Verfügung stehen drei Stufen: „Auto“ für den optimalen Kompromiss aus Komfort, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen, „Sport“ für besonders leistungsorientiertes Fahren und „Allwetter“ für höchstmögliche Sicherheit bei schwierigen Straßenverhältnissen. Bei unserem Testfahrzeug mit Allradantrieb ist der Modus „Allwetter“ durch die Funktion „Traction“ ersetzt. Diese beschleunigt bei den Modellvarianten mit Vierradantrieb die Übertragung von Drehmoment auf die Hinterachse.

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Topausstattung mit Navigationssystem.

Standard beim 500X sind sechs Airbags (je zwei Front-, Seiten- und Kopf-Airbags), Tagfahrlicht sowie elektronische Fahrstabilitätskontrolle (ESC). In den Ausstattung „Cross“ bzw. „Cross plus“ kommen weiter hinzu: Spurhalte-Assistent und Bi-Xenon-Scheinwerfer serienmäßig. Außerdem optional verfügbar sind Totwinkel-Warnsystem, Rückfahrkamera und Auffahrwarnsystem, das Kollisionen sogar bei Autobahngeschwindigkeit vermeiden hilft. Preislich kann sich der 500X sehen lassen. Die Basisvariante 1.6 E-torq Pop startet bei moderaten € 16.950. Hier bekommt der Kunde ein ausreichend ausgestattetes Fahrzeug. Unser Tester in der Cross Plus Variante mit dem 2 Liter Diesel, Allradantrieb und der sehr bequem schaltenden Neun-Stufen-Automatik ist für € 28.650 zu haben.

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Hoher Nutz-, Spaß-und Leistungsfaktor.

Fiat 500X Cross Plus 2.0 MultiJet 4×4

Hersteller:  Fiat
Typ:  500X Cross Plus
Kasse:  Crossover
Motor:  R 4
Getriebe: Neun-Stufen-Automatikgetriebe
Antrieb:  Allradantrieb
Hubraum:  1.956 ccm
Leistung:  103 Kw (140 PS)
Drehmoment:  350 Nm bei 1750 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  1.570 kg
Von 0 von 100:  9.8 s
Höchstgeschw.:  190 km/h
Verbrauch (NEFZ):  5,5 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  144 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  C
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Fotos im Artikel und Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Ein Fiat 500 kommt selten allein

FCA schickt seine Fiat 500 Rasselbande auf Kundenfang
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Fiat 500 und 500C im Update.

Seit 2015 ist die Fiat 500 Familie nun mit dem 500X komplett und schon kommen der 500 und 500C (mit Multi-Stage-Verdeck mit elektrischer Betätigung) überarbeitet auf den Markt. Nicht nur am Exterieur und Interieur wurden Veränderungen vorgenommen. Der Cinquecento will auch mit seinen umweltfreundlichen Motoren und einem erweiterten Infotainment punkten. Der seit 1957 gebaute 500 möchte seinen Kultstatus als Einstiegsfahrzeug und Stadtflitzer weiter ausbauen, was mit seinen Derivaten 500L und 500X gelingt. Ab Juli 2015 geht nun die 500 Familie auf Käuferjagd mit einem Einstiegspreis von € 12.250.

Bei unserer Begegnung mit dem 500 macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign durch den in die Frontschürze integrierten Kühlergrill. Die Maße des 500 und 500C sind zwar gegenüber den Vorgängern gleich geblieben, dennoch wirken beide breiter und noch auffälliger. Die neu designten Hauptscheinwerfer und Heckscheinwerfer geben dem italienischen Stadtflitzer die nötige Würze, was das Außenkleid betrifft. Alle Karosserievarianten konnten wir auf den Straßen von Frankfurt am Main ausreichend Probe fahren und stiegen immer mit einem breiten Grinsen aus den Autos. Im Stadtverkehr überzeugte die gesamte 500er Familie mit einer sehr souveränen Lage sowohl beim Geradeauslauf als auch in den Kurven. Die Sitze gaben uns dabei ein gutes Gefühl eines sicheren Halts. Unebenheiten und Schlaglöcher meisterten die Fahrzeuge aus Italien mit Bravour.

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Den Fiat 500 und 500C gibt es ausschließlich mit Benzinern.

Bei der Motorisierung konzentriert sich der italienische Autobauer beim 500 und 500C ausschließlich auf Benzinmotoren. Zwei Aggregate mit drei Leistungsstufen sind abrufbar. Den Einstieg bildet ein Zweizylinder-Benziner TwinAir in zwei Leistungsstufen (63 kW/85 PS und 77 kW/105 PS). Wer auf einen Vierzylinder Motor nicht verzichten möchte, bedient sich beim 1.2 8V mit 51 kW (69 PS). Beide Motoren erreichen die Euro-6-Abgasnorm. Beim Antrieb kann der Kunde zwischen einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem automatisierten Schaltgetriebe, dem Dualogic, wählen. Die Verbrauchswerte lassen sich sehen, versprechen die Italiener doch einen kombinierten Verbrauch von 3,8 Liter auf 100 km beim 85 PS TwinAir.

Highlight der neuen 500er Familie - das erweiterte Infotainment
Highlight der neuen 500er Familie – das erweiterte Infotainment.

Weiteres Highlight der neuen 500er Familie wird das erweiterte Infotainment sein. Das Uconnect steht als zentrales Element in der oberen Mittelkonsole zur Verfügung. Bietet es in den beiden unteren Ausstattungsversionen „Pop“ und „Pop Star“ ein Radio mit sechs Lautsprechern und eine Anschlussmöglichkeit für externe Musikspeicher oder Smartphones über USB- oder AUX-IN-Buchse, verfügt es in der Version „Lounge“ serienmäßig über einen Fünf-Zoll-Touchscreen und ist Bluetooth-fähig. Smartphones können nun drahtlos integriert und über die Freisprechanlage bedient oder zum Audiostreaming aus dem Internet benutzt werden. Dieser Dienst ist in den ersten fünf Jahren nach Kauf des Fahrzeugs kostenlos. Das Uconnect LIVE verfügt darüber hinaus über Smartphone-Applikationen, die direkt über das System bedient werden wie zum Beispiel den Internet-Musikdienst „Deezer“ mit 35 Millionen Songs. 

Die dritte Variante des Uconnect  LIVE beinhaltet zusätzlich ein Navigationssystem von TomTom. Enthalten sind Straßenkarten von Europa und einer Tageszeit abhängige Berechnung der Fahrroute, die anhand von tatsächlich aufgezeichneten Verkehrsverhältnissen berechnet wird.

Wem der 500 und 500C zu klein ist, der bedient sich beim Anfang des Jahres vorgestellten 500X. In zwei verschiedenen Modellversionen angeboten, verbindet er die Agilität des kleineren Bruders mit einem Offroad tauglichem Fahrzeug. Anders als das Update des 500/500C stehen beim 500X zwei Benziner und zwei Diesel Aggregate mit insgesamt fünf Leistungsstufen zur Verfügung. Den Anfang bestreitet das 1.6 E-torQ Aggregat. Ein Vierzylinder-Benziner mit 82 kW (110 PS) und manuellem Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Der 1.4 Turbo MultiAir in den Leistungsstufen 103 kW (140 PS) und 125 kW (170 PS) ist mit einem manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und mit einem Neun-Stufen-Automatikgetriebe kombinierbar. Den Dieselbereich bilden ein 1.6 Liter 16V MultiJet und ein 2 Liter 16V MultiJet. Während das 1.6 Liter Diesel Aggregat  88 kW (120 PS) leistet, versorgen uns beim 2 Liter Motor 103 kW (140 PS). Aus der Kombination mit dem Antrieb fehlt hier im Vergleich zu den Benzinern das Doppelkupplungsgetriebe. Den besten kombinierten Verbrauch beim 500X zeigt uns der Vorderradantrieb des 1.6 Liter Diesel mit 88 kW auf. Dort bleibt die Uhr bei 4,1 Liter auf 100 Kilometer stehen.

Last but not least stellt uns Fiat mit dem 500L eine MiniVan Variante des 500 zur Verfügung. Sie bedient sowohl Großfamilien als auch Menschen mit außergewöhnlichen Hobbys wie zum Beispiel Musiker. Aber auch Kunden mit Freizeitaktivitäten wie dem Fahrrad fahren finden hier ein geräumiges Fahrzeug. Beim 500L kommen sowohl drei Benzin- als auch zwei Dieselaggregate zum Einsatz. Der 0,9 Liter Turbobenziner mit zwei Zylindern ist in den Leistungsstufen mit 59 kW (80 PS) – als bivalentes Triebwerk, das mit Benzin und Erdgas (CNG) arbeitet – und 77 kW (105 PS) verfügbar. Beim Vierzylinder 1.4 Liter Turbobenziner stehen 88 kW (120 PS) an. Die beiden Dieselmotoren leisten mit 1.3 Liter 62 kW (85 PS) und mit 1.6 Liter 88 kW (120 PS).

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Moderates Preis-Leistungs-Verhältnis beim Stadtflitzer.

Fazit:

Fiat legt mit seiner 500er Familie den Einstieg für seine Kunden vor, der voll im Trend liegt. Mit einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis ist er die erste Wahl der ganzen Familie.

Fiat 500C 0,9 8V TwinAir „Lounge“:

Verkaufsstart:  Juli 2015
Basispreis:  18.450 €
Motorleistung:  63 kW (85 PS)
Antrieb und Getriebe: Dualogic-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  11.0  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  3.8 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  173 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  3.571, 1.893, 1.488, 2.300 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

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