Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Fiat 500 – Preisvorteil im Advent

Mit einem Rabatt bis zu 2.500 Euro wird bis Ende des Jahres der Fiat 500 angeboten. Günstigstes Modell ist die Einstiegsvariante „Pop“ für 10.990 Euro, die unter anderem über Klimaanlage, Radio und Multifunktionslenkrad verfügt. Dazu gibt es eine zweijährige Anschlussgarantie zusätzlich zur üblichen Herstellergarantie gleicher Dauer. Das Angebot gilt bis Ende Dezember für sofort lieferbare Lagerfahrzeuge. (Holger Holzer/SP-X)

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Die Sonder-Edition Fiat 500 Riva!

Ein Hauch von Eleganz und Luxus !
Ob mit oder ohne festem Dach - der 500 Riva steigt in die Luxusklasse ein.
Ob mit oder ohne festem Dach – der 500 Riva steigt in die Luxusklasse ein.

Traditionell setzt Fiat seine Kooperationsarbeit mit seinen kleinsten und italienischen Stil-Ikonen fort. Nach den Mode Labels DIESEL und GUCCI findet Fiat diesmal den Weg zum Bootsbauer aus Sárnico in der Lombardai / Italien. Beide Firmen blicken auf mehr als 100 Jahre Industrie- und Designkunst zurück. Der seit 1957 gebaute Cinquecento wurde bis heute über sechs Millionen mal verkauft und symbolisiert für Carlo Riva, dem Firmengründer der gleichnamigen Bootswerft, seither das Dolce Vita Italiens seit der Nachkriegszeit. Für ihn die perfekte Symbiose. Der kleine Italiener soll zunächst in einer limitierten Auflage von 500 Stück mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, hellem Leder im Interieur und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe-Clip mit Hollywood-Schauspieler Adrian Brody. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage werde dann über die Weiterführung der Sonder Edition nachgedacht.

Fiat 500 Riva – Limitierter Italiener und die kleinste Yacht 

Sárnico, Riva Bootswerft am Largo d`Iseo, rund 90 Kilometer vor den Toren von Mailand. Fiat präsentiert die Kooperation zwischen seinem Bestseller, dem Fiat 500, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch steht der Protagonist verhüllt vor der Produktionshalle der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Nach finaler Abstimmung zwischen den Designern beider Marken waren die Aufgabenstellungen an die Ingenieure des Autobauers nicht leicht, so die Verantwortlichen von Fiat. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz das Armaturenbrett des kleinen 500er zieren. Zugleich sollte das Auto aber auch erschwinglich bleiben. Das Resultat kann sich sehen lassen. Die finalen Preise liegen voraussichtlich ab einem Listenpreis von ca. € 18.000. Mit einem konkreten Verkaufsstart wird die Sonder Edition nicht angekündigt.

Cinquecento mit nur einer Farbe und Interieur

Hinter dem 500 Riva verstecken sich genau eine Außen- sowie eine Interieurfarbe. Dabei stand das jetzige Aushängeschild des Bootsbauers Modell. Die „Aquariva“ Super Yacht trägt ein bestimmtes Marineblau, das sich im 500er wiederfindet. Beim speziellen beigen Leder der Sitze und dem Mahagoni Holz nahm man auch hier Anleihen der meist verkauften Yacht von Riva. Einzig die Auswahl der Motorisierungen und Getriebekombinationen des Cinquecento wurden vom jetzigen Modell des Turiner Autobauers übernommen. Darüber hinaus kann sich der Kunde für ein Panorama Glasdach oder – für Frischluftenthusiasten – ein elektrisch aufklappbares Stoffdach entscheiden.

Wie weit die Akzeptanz bzw. Nachfrage des exklusiven Modells des 500 Riva gehen wird, evaluiert Fiat nach den ersten Verkäufen. Für Liebhaber von italienischem Design und filigranen Arbeiten ist diese Sonderauflage des Cinquecento ein Leckerbissen und ein absolutes MUSS.

Besonderes Pfiffig und Chic
Besonderes pfiffig und chic.

Text und Bild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Ein Fiat 500 kommt selten allein

FCA schickt seine Fiat 500 Rasselbande auf Kundenfang
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Fiat 500 und 500C im Update.

Seit 2015 ist die Fiat 500 Familie nun mit dem 500X komplett und schon kommen der 500 und 500C (mit Multi-Stage-Verdeck mit elektrischer Betätigung) überarbeitet auf den Markt. Nicht nur am Exterieur und Interieur wurden Veränderungen vorgenommen. Der Cinquecento will auch mit seinen umweltfreundlichen Motoren und einem erweiterten Infotainment punkten. Der seit 1957 gebaute 500 möchte seinen Kultstatus als Einstiegsfahrzeug und Stadtflitzer weiter ausbauen, was mit seinen Derivaten 500L und 500X gelingt. Ab Juli 2015 geht nun die 500 Familie auf Käuferjagd mit einem Einstiegspreis von € 12.250.

Bei unserer Begegnung mit dem 500 macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign durch den in die Frontschürze integrierten Kühlergrill. Die Maße des 500 und 500C sind zwar gegenüber den Vorgängern gleich geblieben, dennoch wirken beide breiter und noch auffälliger. Die neu designten Hauptscheinwerfer und Heckscheinwerfer geben dem italienischen Stadtflitzer die nötige Würze, was das Außenkleid betrifft. Alle Karosserievarianten konnten wir auf den Straßen von Frankfurt am Main ausreichend Probe fahren und stiegen immer mit einem breiten Grinsen aus den Autos. Im Stadtverkehr überzeugte die gesamte 500er Familie mit einer sehr souveränen Lage sowohl beim Geradeauslauf als auch in den Kurven. Die Sitze gaben uns dabei ein gutes Gefühl eines sicheren Halts. Unebenheiten und Schlaglöcher meisterten die Fahrzeuge aus Italien mit Bravour.

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Den Fiat 500 und 500C gibt es ausschließlich mit Benzinern.

Bei der Motorisierung konzentriert sich der italienische Autobauer beim 500 und 500C ausschließlich auf Benzinmotoren. Zwei Aggregate mit drei Leistungsstufen sind abrufbar. Den Einstieg bildet ein Zweizylinder-Benziner TwinAir in zwei Leistungsstufen (63 kW/85 PS und 77 kW/105 PS). Wer auf einen Vierzylinder Motor nicht verzichten möchte, bedient sich beim 1.2 8V mit 51 kW (69 PS). Beide Motoren erreichen die Euro-6-Abgasnorm. Beim Antrieb kann der Kunde zwischen einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem automatisierten Schaltgetriebe, dem Dualogic, wählen. Die Verbrauchswerte lassen sich sehen, versprechen die Italiener doch einen kombinierten Verbrauch von 3,8 Liter auf 100 km beim 85 PS TwinAir.

Highlight der neuen 500er Familie - das erweiterte Infotainment
Highlight der neuen 500er Familie – das erweiterte Infotainment.

Weiteres Highlight der neuen 500er Familie wird das erweiterte Infotainment sein. Das Uconnect steht als zentrales Element in der oberen Mittelkonsole zur Verfügung. Bietet es in den beiden unteren Ausstattungsversionen „Pop“ und „Pop Star“ ein Radio mit sechs Lautsprechern und eine Anschlussmöglichkeit für externe Musikspeicher oder Smartphones über USB- oder AUX-IN-Buchse, verfügt es in der Version „Lounge“ serienmäßig über einen Fünf-Zoll-Touchscreen und ist Bluetooth-fähig. Smartphones können nun drahtlos integriert und über die Freisprechanlage bedient oder zum Audiostreaming aus dem Internet benutzt werden. Dieser Dienst ist in den ersten fünf Jahren nach Kauf des Fahrzeugs kostenlos. Das Uconnect LIVE verfügt darüber hinaus über Smartphone-Applikationen, die direkt über das System bedient werden wie zum Beispiel den Internet-Musikdienst „Deezer“ mit 35 Millionen Songs. 

Die dritte Variante des Uconnect  LIVE beinhaltet zusätzlich ein Navigationssystem von TomTom. Enthalten sind Straßenkarten von Europa und einer Tageszeit abhängige Berechnung der Fahrroute, die anhand von tatsächlich aufgezeichneten Verkehrsverhältnissen berechnet wird.

Wem der 500 und 500C zu klein ist, der bedient sich beim Anfang des Jahres vorgestellten 500X. In zwei verschiedenen Modellversionen angeboten, verbindet er die Agilität des kleineren Bruders mit einem Offroad tauglichem Fahrzeug. Anders als das Update des 500/500C stehen beim 500X zwei Benziner und zwei Diesel Aggregate mit insgesamt fünf Leistungsstufen zur Verfügung. Den Anfang bestreitet das 1.6 E-torQ Aggregat. Ein Vierzylinder-Benziner mit 82 kW (110 PS) und manuellem Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Der 1.4 Turbo MultiAir in den Leistungsstufen 103 kW (140 PS) und 125 kW (170 PS) ist mit einem manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und mit einem Neun-Stufen-Automatikgetriebe kombinierbar. Den Dieselbereich bilden ein 1.6 Liter 16V MultiJet und ein 2 Liter 16V MultiJet. Während das 1.6 Liter Diesel Aggregat  88 kW (120 PS) leistet, versorgen uns beim 2 Liter Motor 103 kW (140 PS). Aus der Kombination mit dem Antrieb fehlt hier im Vergleich zu den Benzinern das Doppelkupplungsgetriebe. Den besten kombinierten Verbrauch beim 500X zeigt uns der Vorderradantrieb des 1.6 Liter Diesel mit 88 kW auf. Dort bleibt die Uhr bei 4,1 Liter auf 100 Kilometer stehen.

Last but not least stellt uns Fiat mit dem 500L eine MiniVan Variante des 500 zur Verfügung. Sie bedient sowohl Großfamilien als auch Menschen mit außergewöhnlichen Hobbys wie zum Beispiel Musiker. Aber auch Kunden mit Freizeitaktivitäten wie dem Fahrrad fahren finden hier ein geräumiges Fahrzeug. Beim 500L kommen sowohl drei Benzin- als auch zwei Dieselaggregate zum Einsatz. Der 0,9 Liter Turbobenziner mit zwei Zylindern ist in den Leistungsstufen mit 59 kW (80 PS) – als bivalentes Triebwerk, das mit Benzin und Erdgas (CNG) arbeitet – und 77 kW (105 PS) verfügbar. Beim Vierzylinder 1.4 Liter Turbobenziner stehen 88 kW (120 PS) an. Die beiden Dieselmotoren leisten mit 1.3 Liter 62 kW (85 PS) und mit 1.6 Liter 88 kW (120 PS).

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Moderates Preis-Leistungs-Verhältnis beim Stadtflitzer.

Fazit:

Fiat legt mit seiner 500er Familie den Einstieg für seine Kunden vor, der voll im Trend liegt. Mit einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis ist er die erste Wahl der ganzen Familie.

Fiat 500C 0,9 8V TwinAir „Lounge“:

Verkaufsstart:  Juli 2015
Basispreis:  18.450 €
Motorleistung:  63 kW (85 PS)
Antrieb und Getriebe: Dualogic-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  11.0  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  3.8 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  173 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  3.571, 1.893, 1.488, 2.300 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Mehr Turbo-Power fuer Fiat 500

Die Motorenbaureihe TwinAir vereint hohe Leistung mit niedrigsten Verbrauchswerten. Dies gilt auch für die 77 kW (105 PS) starke neueste Variante, die ab sofort für den Fiat 500 zur Verfügung steht. Ausgerüstet mit dem Zweizylinder-Turbobenziner und Sechsgang-Schaltgetriebe erledigen Limousine Fiat 500 TwinAir Turbo (ab 15.950 Euro) und Cabriolet Fiat 500C TwinAir Turbo (ab 18.450 Euro) den Sprint von null auf 100 km/h in nur 10,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 182 km/h. Der Verbrauch von durchschnittlich nur 4,2 Liter und der CO2-Wert von nur 99 Gramm pro Kilometer machen den revolutionären Motor gleichzeitig zu einem der umweltfreundlichsten Triebwerke seiner Klasse. Er erfüllt bereits die noch strengeren Emissions-Standards Euro 6.

Limousine und Cabriolet mit Durchschnittsverbrauch von nur 4,2 Liter
Drei Ausstattungslinien zur Wahl; Fahrstabilitätshilfe ESP serienmäßig 

Fans des italienischen Kultautomobils haben die Wahl zwischen den drei Ausstattungslinien 500S, Lounge und GQ. Bei allen ist die Serienausstattung um das elektronische Fahrstabilitätsprogramm ESP erweitert. An der Spitze stehen die gemeinsam mit dem Lifestyle-Magazin „Gentlemen’s Quarterly“ entwickelten Varianten Fiat 500 TwinAir Turbo GQ und Fiat 500C TwinAir Turbo GQ, die auf den ersten Blick an der exklusiven Bicolore-Lackierung zu erkennen sind: Vesuvio Schwarz Metallic im oberen Bereich der Karosserie, Colosseo Grau Metallic unten, beides getrennt von einer ringsum laufenden grauen Kontrastlinie.

Die zweite Generation der TwinAir-Baureihe zeichnet sich unter anderem durch eine optimierte Steuerung der Einlassventile aus. Der in den Brennraum zurückgeführte Abgasanteil lässt sich so noch besser kontrollieren. Der in den Zylinderkopf integrierte Abgaskrümmer, der teilweise vom Motorkühlwasser umspült wird, senkt darüber hinaus die Temperatur der Abgase deutlich. Die normalerweise nötige Anreicherung des Benzin-Luft-Gemisches, um durch interne Kühlung die thermische Überlastung des Turboladers zu verhindern, kann auf diese Weise reduziert werden – der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Die von Fiat Powertrain Technologies (FPT) mit einem Investitionsvolumen von rund 350 Millionen Euro entwickelte TwinAir-Motorenfamilie stellt modernste Technologie zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs dar. Die vorbildlich hohe Effizienz erreicht der Zweizylinder durch drei Faktoren, die bei diesem Triebwerk erstmals miteinander kombiniert wurden. So ist der auf 875 Kubikzentimeter verringerte Hubraum ein konsequentes Beispiel für das sogenannte Downsizing, also die Verwendung vergleichsweise kleiner Motoren. Gleichzeitig sorgt ein Turbolader für die Leistung und das Drehmoment auf dem Niveau eines deutlich größeren Vierzylinders. Und schließlich ermöglicht das ebenfalls von Fiat Powertrain Technologies erfundene MultiAir-System die völlig variable Steuerung der Einlassventile.

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Opel ADAM Beitragsfoto

Angefahren: Der neue Opel ADAM

Opel ADAM, wir l(i)eben Lifestyle

Ich mag kein Make-Up, vor allem wenn es mit der Maurer-Spachtel aufgetragen wurde und man die Kontur des Gesichtes darunter kaum noch erkennen kann. Ein wenig Wimperntusche, gerne – ein Lippenstift abseits von Dirnen-Rot – gerne, aber alles andere finde ich schlichtweg grotesk.

Ähnlich sehe ich das bei Automobilen. Sobald ein Automobil „Mehr Schein als Sein“ vermittelt, wende ich mich gelangweilt ab. Oberste Priorität hat der Nutzen und die technische Perfektion. In der automobilen Welt findet man die ehrliche ungeschminkte Wahrheit unter dem Blech und je größer der so getaufte „Lifestyle“ Faktor, desto stärker der Schminkfaktor. Schwierig für mich meine Abneigung hierfür zu verbergen.

Hin und wieder reizt es mich –  dann gebe ich mir die volle Ladung und lasse mich fallen von der Ernsthaftigkeit hinab in die Glitzerwelt und versorge mich dann auch gerne mit der Überdosis Marketing-Botschaften. Lost in Translation.

Opel Adam Twins

Make-Up Overkill oder Rettungsanker?

Er kommt spät, aber nun mit der Extra-Packung an Make-Up und Lifestyle Attitude. Bei Opel kann man nun auch den Wunsch nach „trendigem Lifestyle“ bedienen. Die Zielgruppe hat man in der „urbanen Atmosphäre“ gefunden. Jung, trendig, hipp und voller neuer Ideen – da will er sich wieder finden.

Die erste Ausfahrt mit dem kleinsten Opel habe ich rund um Lissabon unternommen. Und noch bevor ich im Fahrzeug sitze, spüre ich die schwere Last der späten Geburt und der vermeintlich allzu postmodernen Namensgebung, die auf den bis zu 18 Zoll großen Felgen des Opel ADAM ruht.

„ÄDÄM“ haben ihn die Rüsselsheimer getauft. Adams-Family kommt mir in den Sinn – und natürlich der Unternehmensgründer „Adam Opel“.

Egal wie viele Liebhaber der neue Kleinwagen von Opel durch das urbane Nachtleben kutschieren wird, es werden nie genug sein um als Rettungsanker zu dienen, aber eventuell als Impuls für eine neue Richtung. Wem das Make-Up der Lifestyle-Szene gefällt, der wird sich auch mit dem Konzept des „ÄDÄM“ anfreunden.

Ope ADAM Happy Face

Happy Face

Drollig schaut er drein von vorne – von hinten kommt einem hingegen sofort der Fiat 500 in den Sinn und würde die Seitenlinie nicht auch den Spannungsbogen der Opel-Formensprache wiedergeben, würde mich das „fliegende“ Dach und die effektvollen C-Säule an einen Mitbewerber aus Frankreich erinnern.

Eine große Spur und große Räder – wirklich ernst meint es der Opel ADAM mit dem sportlichen Anspruch des umgesetzten Fahrwerks-Layouts jedoch nicht. Wenn gleich die Vorderachse mit viel Elan den Kurven an der Portugiesischen Atlantikküste folgt, bleibt die Federung gefühlvoll eher dem Komfort als dem letzten Anspruch an die sportliche Kurvenjagd verpflichtet. Auf zur „Happy Tour durch die Stadt“.

Opel adam fliegendes dach

Wunsch und Wirklichkeit

Opel wünscht sich den Erfolg im Segment der besonders trendigen Sub-Kompakten und wagt den Wettbewerb mit Mini und Fiat 500, schielt aber auch in Richtung des Haptik-Primus Audi A1. Mir kommt der Gedanke in den Sinn: „Gewagt“. Aber eben auch mutig.

War Opel nicht gerade noch die Marke für Beamte, Arbeiter und Hutträger?

Nachdem auch das derzeit vorbei ist, traut sich der „ÄDÄM“ in eine Welt, die nie zuvor ein Opel betreten durfte. Ob der Markteintritt gelingt und wenn ja, ob ich von einer erfolgreichen Eroberung des vom Trendlife geprägten Segmentes der Stadtmobile berichten kann, bin ich mir noch unsicher nach diesem ersten Kontakt.

Selten habe ich eine Fahr-Präsentation eines „neuen Fahrzeuges“ derart unsicher in meiner Meinung verlassen, wie in diesem Fall.

opel adam in fahrt

Schein und Sein

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

  • Den Kaufwilligen mit einer schier riesigen Anzahl an Individualisierungs-Optionen ratlos durch das Prospekt blättern lassen.
  • Das Intelli-Link getaufte System für die Kombination aus Smartphone, günstigem Entertainmentsystem-Touchscreen und App-Lösung ist ein echtes Highlight im kleinen Eisenacher. (Der ÄDÄM wird in Eisenach gefertigt!)
  • Infinity-Sound. Die aufpreispflichtige Sound-Lösung hinterlässt einen bleibendes Eindruck rund um mein Trommelfell. Satt, kraftvoll, knackig und brilliant. Für einen so kleinen Wagen ein verdammt großer Soundgenuß

Worin sind die Mitbewerber aktuell besser?

  • Die Ladekante ist viel zu hoch und der Kofferraum schrumpft von Einkaufstütengröße auf Handtaschengröße, wählt man als Soundfetischist die notwendige Infinity Audio-Lösung.
  • Die Kombination aus dem 87PS Saugmotor und dem 5-Gang Getriebe ist im Stadtverkehr fahrbar – Überland eine mühsame Kombination jenseits jedweder Faszination.
  • Dem Adam fehlen ein City-Notbremsassistent und clevere Lichtlösungen wie Kurvenlicht.

opel adam auf tour

Fakten & Fazit

Viel Make-Up auf einer kleinen Gesamtfläche. Für mich persönlich ist der Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch zu groß – das kann sich jedoch ändern wenn Opel zusammen mit einem 6-Gang Getriebe auch die neue Motorengeneration nachschiebt. Mit (vermutlich) 120PS (aus einem vermutlich 1.4 Liter großen Turbo-Benziner mit Benzindirekteinspritzung) und 6 gut zu sortierenden Gängen könnte ich auch auf den Geschmack kommen.

Die Basis-Version des ADAM wird mit dem Basis-Motor und 70 PS 11.500 Euro kosten – das aktuelle Vollsortiment des Make-Up-Koffers ist mit dem 100 PS ADAM SLAM für 16.085 Euro erreicht.

Wem meine Meinung zum neuen ADAM zu kritisch war, der findet eventuell die gewünschte Abwechslung bei meinen Kollegen 🙂 -> Jens von rad-ab.com, Mario-Roman auf Fanaticar.de, Dietmar Stanka auf neuwagen.de oder Lisa von the-car-addict.com

Faktencheck ADAM!