Mercedes-AMG E43T 4matic – Der billigere AMG?

Habby testet den „Billigen-AMG“

Mercedes-AMG E43T 4matic – Mit Druck vorbei am Ziel?

Da steht er, der AMG-Light. Pardon. Natürlich ist auch der Mercedes-AMG E43 ein AMG – sagt ja bereits der Name. Aber geboren wurden die 43er als 450er und erst, als man das Potential des V6-Turbo so richtig erkannt hatte und man sah: Hoppla, so eine AMG-Entry-Class unterhalb der V8-Wuchtbrummen wäre richtig gut für das Geschäft, wurde die 43er Klasse geboren. Vorhang auf für den E43, als Limousine und als T-Modell. Erste Fahrt im Mercedes-AMG E43T 4matic.

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Zornig wummernd dreht sich der V6 in Richtung „Redline“, dem Fotografen im Fond wird es mulmig, aber Papa Habby (der Autor spricht in der dritten Form) will wissen, was der E43 kann. Mulmig mag man vom Rücksitz zuschauen, hinter dem Lenkrad fühlt sich das Spektakel vollständig unter Kontrolle an. Der 3-Liter V6 hat dank mehr Ladedruck die 400 PS-Hürde knapp übersprungen und seine 520 Nm drückt er gewaltvoll in Richtung 9-Gang Getriebe. Mercedes-AMG hat das Seriengetriebe leicht überarbeitet, gerade im Sport+-Modus hämmern die Gänge spektakulär und mit Nachdruck rein. Die ganze Show verschwindet ebenso spontan, wie sie gekommen ist, switcht man zurück in den Comfort oder ECO-Modus. Es ist das Spiel mit den Software-Parametern, das den Charakter der Limousine verändert. Ob Kombi oder Limousine, die Technik des Mercedes-AMG E43 bleibt identisch. Bei den Fahrwerten hinkt das „Touristik-Modell“ der Limousine marginal hinterher. Wobei 0.1 Sekunden Unterschied wirklich lächerlich sind. Die 250 km/h Topspeed erreichen beide. Streichen wir also das Kapitel „Fahrdynamische Unterschiede“.

Hier ist der Sprung vom kommenden 400er zum 43 der interessantere. Und da ist nicht nur der Leistungssprung wichtig, sondern das Gesamtpaket des Mercedes-AMG E43.

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Duftmarke AMG

Im AMG-Ornat sieht diese neue E-Klasse verschärft aus. Das darf man mal sagen, auch wenn man eigentlich ein Fan des „stehenden Sterns“ auf der Motorhaube ist. Aus der sinnlichen Klarheit wird sportive Dominanz und das steht der Daimler’ischen oberen Mittelklasse ganz vorzüglich. Während Abteilungsleiter und Opas Sparbuch nach dem E220d lechzen, drehen sich die Träume von solventen Familien-Papas und Freiberuflern (Blogger gehören aber nicht dazu!) dann eher um die AMG-Derivate. Mit dem E43 sinkt die finanzielle Eintrittshürde auf das „untere Scheich-Niveau“, wer sich aber an der sündigen Liste der optionalen Extras labt, der trabt schneller in Richtung 100 Kilo als ein Fastfood-Junkie zum Bluthochdruck.

Dennoch. Und ja aber. Selbst wenn dieser AMG-Motor eben nicht in Handarbeit hergestellt wird und selbst wenn Mercedes-AMG in Bälde den wahren Häuptling der E-Baureihe, den E63 präsentiert, so ein vierhundert plus ein PS starker E kann sehr überzeugend agieren. Gerade als Kombi. Praktisch, gerade noch so, dass man mit rationalen Argumenten in das Rennen gehen kann, aber unter Druck auch richtig flink. Dank Allradantrieb in Serie, auch im Nassen eine sichere Bank und für den Winter, ja, da ist ja der Allradantrieb dann wieder ein Argument aus dem weitschweifigen Baukasten der Sicherheits-Systeme.

Überhaupt, Systeme. Sicherheit und Assistenz, Sound und Licht. Mercedes hat es mit der E-Klasse auf die Spitze getrieben und S-Klasse Käufer dürften sich aktuell ein wenig hinten angestellt fühlen, denn was Mercedes an Assistenz in die E-Klasse packt, packt einen. Allerdings – auch da – die Aufpreisliste im Blick. Und immer den Leasingrechner im Hinterkopf.

Der raue Sound des V6 verschwimmt im C-Modus und beim Bummeln im neunten Gang über die Landstraße recht schnell. Wer sich für Sport+ und Attacke entscheidet, erlebt die emotionale Stimmlage des Sechszylinders. Es ist beeindruckend. Ein Spagat auf dem Niveau von Mr. Jekyll und Mr. Hyde. Im Gewand eines erfolgreichen Managers, der Spießer-Klamotten gegen Hugo Boss-Anzug und Sportschuhe getauscht hat.

Die Entscheidung, ein AMG-Entry-Level zu schaffen. Nachvollziehbar. Damit es keine oberflächliche Nummer bleibt, packt man bei AMG eben neben der Optik auch die Hardware an.Das Fahrwerk wird optimiert, der Allradantrieb in Richtung hecklastig abgestimmt, bei den Bremsen aufgesattelt und die Schaltzeiten verkürzt.

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Papa würde nochmal ja sagen

Der erste Ausflug im E43 ist schnell vorbei. Das liegt dieses Mal jedoch nicht an den 401 PS, sondern am eng getakteten Zeitplan. Klar ist jedoch – Papa würde sich für so einen Mercedes-AMG E43 als T-Modell entscheiden, wenn das Budget den Sprung zum kommenden E63 nicht zulässt. Zumal der 43 auch die ganz zivile und souveräne Gangart des Understatements beherrscht. Ob man das vom kommenden V8-Tier auch wird sagen können? Es bleibt spannend. Ich würde ja sagen – das Budget sagt jedoch nein …

 

 

Erste Fahrt: Mercedes-AMG E43 – Papa unter Druck

401 PS braucht doch kein Mensch.

Aber wenn es im Leben nur darum ginge, was man wirklich „braucht“, dann wäre unser Leben um viel Kunst und Kultur ärmer. Umso schöner also, dass man sich gönnen kann, was man sich gönnen will, wenn man es sich leisten kann. Wie zum Beispiel eine AMG-Light Variante. Pardon. Natürlich ist auch der Mercedes-AMG E43 ein AMG – sagt ja bereits der Name. Aber geboren wurden die 43er als 450er und erst, als man das Potential des V6-Turbo so richtig erkannt hatte und man sah: Hoppla, so eine AMG-Entry-Class unterhalb der V8-Wuchtbrummen wäre richtig gut für das Geschäft, wurde die 43er Klasse geboren. Vorhang auf für den E43, als Limousine und als T-Modell. Erste Fahrt in der Doppelpremiere.

Papa liebt den Druck

Die Mercedes E-Klasse von AMG, „ganz bescheiden“ mit 401 PS

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Zornig wummernd dreht sich der V6 in Richtung „Redline“, dem Fotografen im Fond wird es mulmig, aber Papa Habby (der Autor spricht in der dritten Form) will wissen, was der E43 kann. Mulmig mag man vom Rücksitz zuschauen, hinter dem Lenkrad fühlt sich das Spektakel vollständig unter Kontrolle an. Der 3-Liter V6 hat dank mehr Ladedruck die 400 PS-Hürde knapp übersprungen und seine 520 Nm drückt er gewaltvoll in Richtung 9-Gang Getriebe. Mercedes-AMG hat das Seriengetriebe leicht überarbeitet, gerade im Sport+-Modus hämmern die Gänge spektakulär und mit Nachdruck rein. Die ganze Show verschwindet ebenso spontan, wie sie gekommen ist, switcht man zurück in den Comfort oder ECO-Modus. Es ist das Spiel mit den Software-Parametern, das den Charakter der Limousine verändert. Ob Kombi oder Limousine, die Technik des Mercedes-AMG E43 bleibt identisch. Bei den Fahrwerten hinkt das „Touristik-Modell“ der Limousine marginal hinterher. Wobei 0.1 Sekunden Unterschied wirklich lächerlich sind. Die 250 km/h Topspeed erreichen beide. Streichen wir also das Kapitel „Fahrdynamische Unterschiede“.

Hier ist der Sprung vom kommenden 400er zum 43 der interessantere. Und da ist nicht nur der Leistungssprung wichtig, sondern das Gesamtpaket des Mercedes-AMG E43.

fahrbericht-test-003-mercedes-amg-e43-t-modell-s213

Duftmarke AMG

Im AMG-Ornat sieht diese neue E-Klasse verschärft aus. Das darf man mal sagen, auch wenn man eigentlich ein Fan des „stehenden Sterns“ auf der Motorhaube ist. Aus der sinnlichen Klarheit wird sportive Dominanz und das steht der Daimler’ischen oberen Mittelklasse ganz vorzüglich. Während Abteilungsleiter und Opas Sparbuch nach dem E220d lechzen, drehen sich die Träume von solventen Familien-Papas und Freiberuflern (Blogger gehören aber nicht dazu!) dann eher um die AMG-Derivate. Mit dem E43 sinkt die finanzielle Eintrittshürde auf das „untere Scheich-Niveau“, wer sich aber an der sündigen Liste der optionalen Extras labt, der trabt schneller in Richtung 100 Kilo als ein Fastfood-Junkie zum Bluthochdruck.

Dennoch. Und ja aber. Selbst wenn dieser AMG-Motor eben nicht in Handarbeit hergestellt wird und selbst wenn Mercedes-AMG in Bälde den wahren Häuptling der E-Baureihe, den E63 präsentiert, so ein vierhundert plus ein PS starker E kann sehr überzeugend agieren. Gerade als Kombi. Praktisch, gerade noch so, dass man mit rationalen Argumenten in das Rennen gehen kann, aber unter Druck auch richtig flink. Dank Allradantrieb in Serie, auch im Nassen eine sichere Bank und für den Winter, ja, da ist ja der Allradantrieb dann wieder ein Argument aus dem weitschweifigen Baukasten der Sicherheits-Systeme.

Überhaupt, Systeme. Sicherheit und Assistenz, Sound und Licht. Mercedes hat es mit der E-Klasse auf die Spitze getrieben und S-Klasse Käufer dürften sich aktuell ein wenig hinten angestellt fühlen, denn was Mercedes an Assistenz in die E-Klasse packt, packt einen. Allerdings – auch da – die Aufpreisliste im Blick. Und immer den Leasingrechner im Hinterkopf.

Der raue Sound des V6 verschwimmt im C-Modus und beim Bummeln im neunten Gang über die Landstraße recht schnell. Wer sich für Sport+ und Attacke entscheidet, erlebt die emotionale Stimmlage des Sechszylinders. Es ist beeindruckend. Ein Spagat auf dem Niveau von Mr. Jekyll und Mr. Hyde. Im Gewand eines erfolgreichen Managers, der Spießer-Klamotten gegen Hugo Boss-Anzug und Sportschuhe getauscht hat.

Die Entscheidung, ein AMG-Entry-Level zu schaffen. Nachvollziehbar. Damit es keine oberflächliche Nummer bleibt, packt man bei AMG eben neben der Optik auch die Hardware an.Das Fahrwerk wird optimiert, der Allradantrieb in Richtung hecklastig abgestimmt, bei den Bremsen aufgesattelt und die Schaltzeiten verkürzt.

fahrbericht-test-008-mercedes-amg-e43-t-modell-s213

Papa würde nochmal ja sagen

Der erste Ausflug im E43 ist schnell vorbei. Das liegt dieses Mal jedoch nicht an den 401 PS, sondern am eng getakteten Zeitplan. Klar ist jedoch – Papa würde sich für so einen Mercedes-AMG E43 als T-Modell entscheiden, wenn das Budget den Sprung zum kommenden E63 nicht zulässt. Zumal der 43 auch die ganz zivile und souveräne Gangart des Understatements beherrscht. Ob man das vom kommenden V8-Tier auch wird sagen können? Es bleibt spannend. Ich würde ja sagen – das Budget sagt jedoch nein …

 

 

Fahrbericht: Honda Accord Type-S 180PS Diesel

Dienstwagen-Bewerber aus Japan.

Auf der Suche nach einem perfekten Firmen- oder Dienstwagen? Dann jetzt ein wenig: „Inne halten“ und einen Moment über unseren Star aus dem nun folgenden Fahrbericht nachdenken. Wer jeden Tag 500km und mehr auf den Autobahnen in Deutschland verbringt, der benötigt ein Fahrzeug mit Komfort, genug Dampf für die „linke Spur“ und einer bereits legendären Zuverlässigkeit.

Auf der anderen Seite ist eine gewisse „Klassenlosigkeit“ ein besonderes und wichtiges Merkmal für Dienstwagen. Wer will schon bei seinem Termin mit einem Fahrzeug auffallen, das beim Gegenüber für die sofortige Einordnung in „negative Schubladen“ sorgt? Und auch zu Hause in der Neubau-Siedlung kann ein großes Fahrzeug aus dem Segment der deutschen Premium-Limousinen mal schnell für eine kleine Neid-Diskussion sorgen.

Ein kraftvoller Diesel-Motor ist in dieser Fahrzeugklasse zudem derzeit noch ohne Alternative. Damit wären die Zutaten für unseren Dienstwagen-Star geklärt:

Honda Accord I-DTEC Exclusive 180Ps

„German Autobahn approved?“

480km einfache Strecke. Morgens kurz vor 6 in Deutschland. Wer seinen Arbeitstag mit der Anfahrt zu einem Kunden-Termin startet, der braucht einfach einen zuverlässigen und kraftvoll startenden Kollegen.  Der Honda Accord Type-S mit dem 180PS Dieselmotor stellt sich dem Bewerbungsgespräch.

Die Referenzen der Honda Limousine sehen auf den ersten Blick viel versprechend aus. Mit einem sehr guten Leumund und einer vollständigen Liste an Empfehlungen starten wir in die erste Runde des Bewerbungsgespräches.

Der Anzug sitzt und spricht eine sportlich legere Sprache ohne dabei dem gegenüber die Show stehlen zu wollen. Wer sich im Angestellten-Verhältnis auf eine Stelle ohne Führungsverantwortung bewirbt, tut gut daran mit ein wenig Demut zum Vorstellungsgespräch zu kommen. Überzeugt von den eigenen Talenten, aber nicht großspurig und dennoch sicher im Antritt. Ein Spagat den man schaffen muss. Der HONDA Accord tritt in der ersten Runde mit einem dezenten sportlichen Gesichtsausdruck auf.  Überzeugen ohne zu überrollen. Selbstsicher ohne arrogant zu wirken.

Der erste Kontakt ist positiv – die Hürde Nummer 1 erscheint genommen.

[one_third last=“no“] Double-Wishbone: Doppelte Querlenker an der Vorderachse sind in der Mittelklasse eine besondere Lösung. Üblicherweise werden die Vorderachsen in der technisch günstigeren McPherson Ausführung umgesetzt. Doppelte Querlenker entsprechen einer Lösung wie man diese im Motorsport und bei Sportwagen als üblich ansieht!

CMBS: Honda hat ein umfangreiches „Früh-Warn-System“ für den Accord im Angebot. Basierend auf einem Radar-Sensor überwacht der Fahrzeug-Computer den vorausfahrenden Verkehr und kombiniert diese Informationen zusätzlich mit der Fahrspur-Erkennung via Kamera, die auf Höhe des Innenspiegels angebracht ist. Unterschreitet der Fahrer den Sicherheitsabstand oder erkennt das System die Möglichkeit eines Crashs, wird u.a. per Meldung im Tacho-Display oder per Gurt-Ruck davor gewarnt. Das System kann zudem selbstständig verzögern. ein Komfort und Sicherheitsgewinn. [/one_third]

HONDA Accord Type-S 180PS Diesel

Mit 180PS ist der Accord Type-S in seiner Diesel-Version mit dem bekannten 2.2 Liter  4-Zylinder-Motor nicht der stärkste Kandidat im Feld der Dienstwagen-Alternativen. Dank seines gut abgestuften 6-Gang Getriebes kommt jedoch nicht das Gefühl einer unterlegenen Motorisierung auf.

Im Innenraum überzeugt hingegen die, so gut wie, vollständige Anwesenheit aller wünschenswerten Ausstattungs-Details. Wer im Honda Accord etwas vermisst, der hat den falschen Bewerber zum Vorstellungsgespräch geladen und wird vermutlich noch lange auf der Suche nach einem passenden Bewerber bleiben.

4 Erwachsene befördert der mit kantigen Gesichtszügen auf die Autobahn entlassene Japaner komfortabel und für beide Seiten souverän, auch auf langen Dienstreisen.  Stets hilfreich mit auf der Tour, die Assistenten für Fahrsicherheit und Komfort. Abstandsrader und Spurhalte-Assistent sind Teil des CMBS-Paketes mit dem der Bewerber überzeugende Argumente für die Aufgaben auf der langen Strecke und der linken Autobahn-Spur bereithalten will.

Abstandsrader und Tempomat klingen auf dem Papier nach der perfekten Lösung, damit Tempobeschränkungen, Stop&Go und Baustellen ihren Schrecken verlieren. In der Praxis überzeugt das System nicht im immer. Deutsche Autobahnen als Arbeitsplatz und die vielen doch oftmals mit harschen Umgangsformen auftretenden Kollegen auf derselbigen, sorgen für den mit japanischer Zurückhaltung und Demut agierenden Assistenten manchmal für ein wenig Verwirrung und Verständigungsprobleme.

Was unter den Kollegen als freundschaftlicher Knuff verstanden werden könnte, interpretiert der vorsichtige Japaner als mögliche Gefahren-Situation und warnt mit hektischer Schnapp-Atmung im Display, den Piloten vor den geringen Abständen.

Es benötigt eine gehörige Portion Zen-Buddhismus um die vollständige Komfort- und Sicherheits-Idee des CMBS-Systems auch auf deutschen Autobahnen nutzen zu können.  Zu sehr steckt die Hektik der Beteiligten auch den Fahrer des Type-S Diesel an.  Nicht das der 180PS Diesel-Accord nicht auch anders könnte:

Honda Accord Fahrbericht 180PS Dienstwagen

 

Leistung ist vorhanden. 

180PS reichen aus um die linke Spur überzeugend zu bearbeiten. Dank des manuellen, sehr gut abgestuften und knackig zu schaltenden Sechsgang-Getriebes, findet man für jede Situation den richtigen Gang. Einzige Schwäche des grundsätzlich auch aus anderen HONDA-Modellen bekannten 2.2 Liter 4 Zylinder Dieselmotors ist eine leichte Atemschwäche unterhalb von 1.800 Umdrehungen.  Ist dieser Punkt überwunden, begeistert der mit 380Nm zum Dienst antretenden Dieselmotor jedoch mit Arbeitseifer und vorbildlichen Trinkgewohnheiten.

Weder offensichtlich noch versteckt oder nach Streß-Situationen: Der Accord Type-S ertränkt seinen Alltagsstreß nicht mit übermäßigem Dieselkonsum.  Wer häufige Etappen mit vollem Leistungs-Einsatz abfordert, wird an der Tankstelle trotzdem die Grenze der 9 Liter je 100 Kilometer nur selten überschreiten.

Besonnene Tagestouren belohnt der laufruhige 180PS Dieselmotor mit einem Verbrauch von unter 6 Liter. Teilweise sogar deutlich!

Honda Accord Dienstwagen Alternative

Mängel des Bewerbers:

Selbst dem „Besten Bewerber“ kann ein guter Personaler noch „Mängel“ und Schwächen attestieren. So erging es leider auch dem Honda Accord Type-S in unserem Vorstellungsgespräch. Doch die Defizite sind sehr überschaubar und würden einer Übernahme in eine feste Dienstwagen-Anstellung nicht entgegenstehen.

So überzeugte das Fahrwerk des Accord durch seine technische Raffinesse. Mit dem an der Vorderachse als Einzelradaufhängung und doppelten Querlenkern ausgeführten raffinierten Aufwand, konnte die Abstimmung von Federn und Dämpfern bei typischem deutschen Autobahn-Tempo nicht ganz mithalten. Jedoch erst bei hohem Tempo (ab 180+) offenbart der Accord  eine leichte Schwäche in der Dämpfung von langen und kurzen Bodenwellen. Im Landstraßen-Tempo und auf kurvigen Geläuf, beeindruckt das Ergebnis des Fahrwerks-Aufwand mit einer Fahrdynamik die man großen Limousinen mit Frontantrieb nicht unbedingt zustehen würde.

Wirklich ärgerlich ist indessen das der überzeugende Innenraum, die vollständige Komfort-Ausstattung und das sehr gute Niveau der Materialen im Cockpit, durch den pixeligen Navi-Monitor und eine umständliche Menüführung im Bordcomputer beeinträchtigt werden.  Hier würde eine intensive Nachschulung, das Gesamtbild des Bewerbers positiv beeinflussen.

[toggle title=“Vorteile„]Eine Dienstwagen-Alternative für Menschen ohne Status-Symbol-Vorliebe. [/toggle]

[toggle title=“Nachteile„]Das Multimedia-Navi-System ist eine echte Nervensäge. [/toggle]

[tabs tab1=“Verbrauch“ tab2=“Ausstattung“ tab3=“Punktzahl„]

[tab id=1][arrowlist]

  • Verbrauch Norm Gesamt: 5.6l auf 100km
  • Testverbrauch min:  5.1l auf 100km
  • Testverbrauch max: 9.1l auf 100km
  • Testverbrauch Schnitt: 6.8l auf 100km
  • Alle Werte 180PS Diesel mit 6-Gang Manuell
  • Anmerkung: Der Testverbrauch wurde während der gesamten Testdistanz ermittelt.

[/arrowlist][/tab]

[tab id=2][checklist]Perfekt:

  • Innenraum-Verarbeitung und Haptik
  • Fahrwerks-Abstimmung auf Landstraßen
  • Motor-Effizienz

[/checklist][badlist]Vermisst:

  • Kurvenlicht anstelle von Abbiegelicht.
  • Das Navi- und Multimedia-System aus dem neuen Honda Civic!

[/badlist][crosslist]Geht gar nicht:

  • Die Pixel-Grafik auf C64-Niveau im Navimonitor.

[/crosslist][/tab]
[tab id=3][one_half last=“no“]

Komfort – 12 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Federung leer:  2 von 5 Punkten
  • Federung beladen:  3 von 5 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 3 von 5 Punkten
  • Serien-Ausstattung: 2 von 5 Punkten
  • Assistentsysteme: 2 von 5 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Fahrverhalten – 15 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Kurvenhandling: 3 von 6 Punkten
  • Stabilität Vmax:  4 von 6 Punkten
  • Mechanischer Grip: 1 von 3 Punkten
  • Beschleunigung: 2 von 4 Punkten
  • Grenzbereich: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Kosten – 15 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Grundpreis: 3 von 6 Punkten
  • Ausstattungaufpreis:  2 von 6 Punkten
  • Verbrauch: 6 von 6 Punkten
  • Wartung: 2 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 2 von 4 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Antrieb – 20 von 25 Punkten 

[arrowlist]

  • Laufkultur des Motors: 6 von 6 Punkten
  • Beschleunigung: 3 von 5 Punkten
  • Höchstgeschwindigkeit: 3 von 4 Punkten
  • Getriebe: 4 von 4 Punkten
  • Traktion: 4 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

Punktzahl gesamt: 62 / 100 Punkten

[/tab]

[/tabs]

[highlight color=“yellow“]

Honda Accord I-DTEC 180PS Fahrbericht

Fazit:

Der ideale Bewerber?

Sportlich und elegant im Auftritt, mit überzeugenden Talenten und einwandfreiem Leumund – wird aus einer japanischen Mittelklasse-Limousine – ein idealer Bewerber für die umfangreichen Aufgaben eines Dienstwagen mit Qualitäten für die lange Strecke.

Es sind Details wie das nervige und veraltete Navi-System, die den ansonsten so überzeugenden Eindruck negativ beeinflussen. Das technisch aufwendige Fahrwerk könnte für den Dienst auf Deutschen Autobahnen ein wenig Feinarbeit vertragen, Motor und Getriebe sind jedoch bereits heute, mit das beste was man sich für den Alltag wünschen kann.

Für uns ist der Japaner mit den kantigen Gesichtszügen bereits ein Top-Kandidat und für die tägliche Dienstfahrt eine echte Empfehlung ob er auch Ihr Dienstwagen-Star wird, dass sollten Sie bei einer Probefahrt klären.

[/highlight]

[toggle title=“Technische Daten im Überblick:“]

 

HONDA Accord 2.2i DTEC S-Type Limo
Erstzulassung: 2012
Motortyp: Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile DOHC, Leichtmetallblock und Kopf, Abgasturbolader, Ladeluftkühlung, commonrail, partikelfilter,
Hubraum in ccm³: 2199
max. Leistung bei min-1: 132 kW / 180 PS – 4.000
max. Drehmoment bei min-1: 380 Nm – 2.000/2.750
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Frontantrieb
Antriebsart, optional:
Getriebeart, serienmäßig: 6-Gang Manuell
Getriebeart, optional: 5-Gang Automatik
Leergewicht: 1.659 kg
maximale Zuladung: 401 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 8,7 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 220 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung:
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert): 5,6l / 100km Diesel
CO2-Emission, kombiniert: 147 g/km
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse: B
cW-Wert:
Stirnfläche:
Testverbrauch: min 5,1l / 100km
Testverbrauch: max 9,1l / 100km
Testverbrauch: Schnitt 6,8l / 100km
km-Stand Testbeginn: 17.251
km-Stand Testende: 20.149
Unterhaltskosten im Monat in Euro 231 €
Versicherung: 67 €
Verbrauch: 103 €
KFZ-Steuer: 25 €
Wartung 36 €
Basispreis: 29.200 €
Testwagenpreis: 40.975 €
Internet-Preise: 22,2% Rabatt!

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Weiterführende Links:

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Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2012 |  by-nc-nd