Peugeot RCZ R – Gefahren

Vereinfacht ausgedrückt übernimmt in unserem Kopf das Großhirn die Aufgaben, die mit Intelligenz zu tun haben, zum Beispiel: Das bewusste denken. Das Stammhirn ist für die Aufgaben verantwortlich, die damit zu tun haben in dieser Welt zu überleben: Zum Beispiel die Atmung, die Ausschüttung von Adrenalin, Gefahren-Abschätzung bei der Jagd und solche Dinge. Das Kleinhirn wiederum steuert die kognitiven Fähigkeiten, dass erlernen von Tatsachen, die Steuerung der Motorik und es sorgt dafür, dass wir nicht das Gleichgewicht verlieren.

French Traction – Testfahrt im Peugeot RCZ R

Samstag früh, 9.35h irgendwo zwischen Vence und Gréolières in den französischen See-Alpen – die Tachonadel zeigt freudig erregt in Richtung Himmel.
Ein kurzes Gespräch zwischen Großhirn und Stammhirn: „Ist es wirklich so sinnvoll hier nun jenseits des üblichen Landstraßen-Tempos über die Kuppe zu hüpfen? – Das Kleinhirn mischt sich ein: „Freunde, entspannen, alles unter Kontrolle„. Großhirn an Stammhirn: „Nun die Schilder die mir die Augen gemeldet haben, vermelden enge Kurven, außerdem weiß ich von der Haut, es war wirklich kalt da draußen.“ Frage an das Kleinhirn: „Du bist Dir sicher, er weiß was er da tut?„.

Nur kurz werden im Geiste die Einwände diskutiert und noch bevor das Bewusstsein einschreitet und den Vollzug dieser automobilen Lustfahrt in Frage stellt, klackt der dritte Gang in das Getriebe und der Fuß liegt erneut schwer auf dem rechten Pedal.

SAMSUNG CSC

Ja, wir sind 1200 Meter über Meer, 30 Km hinter der Küstenlinie Nizzas, hier oben liegt Schnee an den Rändern der Landstraße. Es ist feucht. Es ist kalt. Es ist November und selbst in den See-Alpen will der Winter nun Einzug halten.

Und dennoch, der neue Star aus dem Hause Peugeot Sport fordert die verschärfte Gangart.

Der Testwagen:

[one_half last=“no“]

  • Modellbezeichnung: Peugeot RCZ R
  • Fahrzeugklasse: Kompakte Sportlcoupé
  • Auslieferung: Q1/2014
  • Leistung: 270 PS

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Basispreis:

41.5 k € 

[/one_half]

270 PS und Frontantrieb? Auf einer feuchten Straße? Mit Sommerreifen? Wie viel Spaß soll das machen? Die Antwort liefert das Torsen-Frontdifferential.
Gripverlust? 245er Goodyear Eagle die hilflos nach Grip suchen? Das Torsen-Differential läuft zur Hochform auf. Es findet den Grip dort, wo Grip vorhanden ist, links, rechts und es verteilt die richtige Menge um die verschärfte Gangart zum Spaß werden zu lassen.

Der dunkle Asphalt wird links und rechts von weißen Flocken eingerahmt. Die Straße ist entweder feucht, oder eigentlich viel zu kalt für die Sportreifen. Kein Grund den Fuß zu lupfen. Der RCZ R demonstriert abseits von hoch komplexen Achskonstruktionen was möglich ist, wenn man ein Differential von Sportwagen-Experten abstimmen lässt.  Selbst an diesem kühlen Samstagmorgen in den See-Alpen, mit dem vermeintlich übelsten Wetter für sportliche Breitreifen, demonstriert die schärfste RCZ-Version was sie drauf hat.

Die 14 % straffere Federn auf der Vorderachse und das 44 % strafferes Setup an der Hinterachse wirken in den schnellen Wechselpassagen als Fun-Katalysator. Der RCZ R wirft sich in die Kurve, ignoriert weitestgehend die ständig wechselnden Straßenbeläge. Er ist in seinem Element. Dritte Gang Kurven, unter dem Druck der 330 Nm  aus seinem 1.6 Liter Turbo zieht der RCZ-R dorthin, wohin der Fahrer mit dem Lenkrad zeigt. Dabei verweigert sich der Antrieb einer kontroversen Diskussion über die Richtung. Der Wunsch des Fahrers wird umgesetzt, ohne Diskussionen. Beeindruckend wie viel Kraft die Vorderachse in den Flicken-Asphalt dieser Landstraßen dritten Grades stempelt.

SAMSUNG CSC

200 PS sind die Grenze für sportliche Autos mit Frontantrieb

Das war einmal. Der RCZ-R demonstriert überzeugend wie 270 PS in  Meter pro Sekunde und nicht in blauen Reifenqualm verwandelt werden können. Ohne feuchte Hände, ohne Muskelkater in den Handgelenken. Er zerrt nicht am Lenkrad, er schlägt Dir nicht die Finger blau. Dafür verwöhnt die Lenkung allerdings auch nicht mit dem letzten Rest an alles umfassenden Information über die Beschaffenheit des Asphalts. Jammern auf hohem Niveau.

Peugeot Sport, die Motorsport-Profis der französischen Marke stecken hinter der Entwicklung des RCZ-R. Und diese Jungs haben den Motorsport im Blut und jetzt will man das auch wieder den Kunden spüren lassen. Und man will dorthin, wo M, AMG und die quattro-GmbH schon heute parken. In die Pole-Position der Herzen und in das Bewusstsein sportlicher Autofahrer-Köpfe.

Neben R-Logos auf den (zu französischen) Sportsitzen, R-Logos in den Felgen und R-Batches auf dem Kofferraumdeckel, fällt der Doppelrohr Auspuff am Heck ins Auge. Dem bisherigen haben die Peugeot-Sportler die Behandlung von 270 PS anscheinend nicht zugetraut. Der neue brummt mehr, aber ein 1.6 Liter Turbo-Vierzylinder ist einfach nicht zum Musikgerät geeignet. Nicht solange die Eurokraten in Brüssel ihren Stempel auf die Zulassung eines Groß-Serienmodells drücken müssen.

SAMSUNG CSC

[one_half]

Leistung:

270 PS

Drehmoment:

330  Nm

Leistungsgewicht:

4.7 kg/PS

[/one_half]

[one_half last=last]

Der Peugeot RCZ R krönt sich selbst zum neuen Fahrdynamik-König in der Klasse der sportlichen Fronttriebler!

[/one_half]

SAMSUNG CSC

Was muss man noch wissen?

Der RCZ wäre fast der stärkste Serien-Turbo im aktuellen Automobilbau geworden. Doch der A45 AMG mit 2.0 Liter Hubraum produziert 360PS , der RCZ R benötigt 1.6 Liter für 270 PS, damit stehen 180 PS/Liter des Mercedes über den beeindruckenden 169 des Peugeot. Mit 1.280 kg ist der RCZ-R ein Fliegengewicht in seiner Klasse, denn der Audi TTS wiegt gute 200 Kilogramm mehr!  Und: Peugeot hat sich viel Mühe gegeben den Aufpreis von knapp 10.000 € nicht nur durch Performance zu erklären. Der Innenraum wirkt liebevoll verarbeitet, die roten Ziernähte ziehen sich lustvoll durch das ganze Auto und die Materialien, wie der Alu-Schaltknauf, vermitteln den Spaß am Auto fahren.

So könnte das mit „Motion & Emotion“ doch noch etwas werden. Und jetzt übernimmt wieder das Großhirn. Großhirn an alle: Entspannen.

Zur Peugeot RCZ R-Galerie [klick]

Edit:

Mit vor Ort, auch eine Bloggerin aus Österreich, ihren Artikel findet ihr nach dem Link. Wer des französischen mächtig ist, der findet nach diesem Link einen sehr ausführlichen Artikel. Und zusätzlich gibt es auf Youtube zwei Videos aus ebenso französischer Hand. Noch mehr über den RCZ-R, wieder in französisch.  Und wer die spanische Sicht der Dinge erfahren möchte, der klickt hier. Aber auch der geschätzte Kollege Ruch vom Radical-Mag.Com hat eine Meinung zum RCZ-R [klick]. And last but not least, the english written version of my colleagues Phil [klick].

Toyota Driving Pleasure – Fahrspaß auf japanisch

Und gerade als man gedacht hat, der größte japanische Automobilbauer würde in der politisch korrekten automobilen Langeweile verenden, macht es „Ka-Bumm“ und „Bäng“ und auf die Bühne tritt der Toyota GT86. Auch wenn das Wort „Fahrspaß“ ein deutsches Wort ist – eine Erfindung aus Deutschland ist „Fahrspaß“ an sich nicht … oder?

Fahrspaß auf japanisch

Boxermotor, 200 PS, Heckantrieb und ein fairer Preis von um die 30.000 € – fertig ist der Fahrspaß-Heiland für eine breite Schicht an Fahrspaß-Süchtigen. In meinem Blog habe ich beschrieben, wie viel Spaß der GT 86 beim fahren verursacht.

Fahrbericht Toyota GT 86

Und zum Glück hat sich Toyota, neben den nachhaltigen und den Umwelt schonenden Hybrid-Fahrzeugen, noch auf eine zweite Eigenschaft besonnen. Und so sprach der CEO, Akio Toyoda in seinen eigenen Worten:

„Wenn es keinen Spaß macht, dann ist es kein Toyota.“

Der GT 86 ist dabei nur die offensichtlichste Variante der „Fahrspaß-Offensive“ aus Japan. Auch bei den anderen Modellen besinnt sich der Hersteller aus Japan auf alte Tugenden.

Toyota GT86 Drift

1.) Der GT86 – Driften muss er

Zugegeben, viel Sinn macht der Drift auf der nassen Kreisplatte nicht. Aber dafür umso mehr Spaß 🙂 Einlenken, Gasstoß, gegenlenken. So die Theorie. Doch das leichte Gefälle der Kreisbahn und der wechselnde Fahrbahnbelag lässt die Übung schwieriger werden, als zunächst gedacht.  Während auf trockenem Asphalt die Hinterachse des GT86 genug Grip aufbaut und man einen Drift nur unter Einsatz von roher Gewalt einleiten kann, lässt die bewässerte Betonplatte launige Driftwinkel zu. Während der Instruktor nach der 33.ten Runde im Drift gelangweilt und mit leichtem Drehwurm vom Hütchen-Kreis Abstand nimmt, erkennt man die Drift-Novizen am impulsiven 180° Dreher. Einmal, zweimal und mit ein wenig Talent ist der dritte Versuch gut für die erste halbe Runde um die Hütchen.

Beim dritten Versuch schaffe ich die vollständige Runde, bevor mich die wechselnden Gripverhältnisse aus der kontrollierten Querfahrt reißen.  Gegen Abend und mit einem verrenkten Hals sperre ich meinen Ehrgeiz wieder in den Kofferraum und gebe auf. Trotz zigfacher Anläufe will es mir nicht klappen, mehr als eine ganze und eine halbe Runde im Kreis zu driften. Bevor der GT 86 die Fahne schwenkt, weil ich ihn mit immer neuen Experimenten im Drift halten will,  lasse ich die Kollegen an das Steuer.

Lexus GS im Slalom sicht von hinten

2.) Lexus GS – Elchtest für Fortgeschrittene

Den Drehschalter auf „Sport“. Elektronische Fahrprogramme, ist das nicht nur Placebo für das Autofahrer-Hirn?  Auf einer Slalom-Strecke zwischen den üblichen rot-weißen Hütchen lässt sich schön erfahren, welchen Nutzen so ein kleiner „Schalter“ haben kann. Der große GS der Toyota-Tochter Lexus ist nicht bekannt für seine unnatürliche Fahrwerkshärte und Pseudo-Sportlichkeit und belässt man den Schalter im Comfort-Modus schiebt der üppig motorisierte GS bei schnellen Richtungswechseln auch früh über die wimmernden Vorderräder nach außen. Fahrspaß ist anders. Ein Dreh am Wählschalter, Sport+ und ein deaktiviertes ESP lassen dann plötzlich völlig neue Talente zu Tage treten. Nein, leichter wird der GS dadurch nicht, aber die dynamische Dämpferverstellung zeigt, die Disziplin „Handling“ wurde nicht vergessen und auf Knopfdruck macht auch in der großen GS-Limousine der wilde Pylonen-Tango wieder Spaß.  Im Gegensatz zum Drift-Ausflug mit dem GT86 ist der Lern-Effekt hier wesentlich direkter: Einen Elch muss der GS nicht fürchten – im Gegenteil um dieses Nordische Rind würde der Lexus Kreise fahren.

Das ist kein Toyota Auris, sondern ein Rallye Corolla, gefahren von Isolde Holderied. - Fahrspaß in purer Form.
Das ist kein Toyota Auris, sondern ein Rallye Corolla, gefahren von Isolde Holderied. – Fahrspaß in purer Form.

3.) Auris – Spurwechsel für Profis

Je steifer die Karosserie, desto aktiver das Auto. Ein gutes Fahrwerk ist nicht alles, denn wenn die Karosse sich verwindet, dann können sich die Dämpfer des Fahrwerks noch so viel Mühe geben, das Fahrverhalten wird indirekt und schwammig. Im Vergleich von altem zu neuen Auris merkt man den Entwicklungsschritt. Was bei der normalen Testfahrt nicht so heraus kommt, nämlich die neue, direktere Reaktion auf Lenkbefehle und die damit verbundene agilere Straßenlage, das kann im Vergleich von alt gegen neu sehr gut erfahren. Der neue Auris wechselt im Vergleich zum Vorgänger deutlich agiler die Fahrspuren und liefert dabei ein besseres Feedback. Auch diese Arbeit im Verborgenen der Karosserie zählt also zu den Grundlagen um Autos die „Freude am fahren“ beizubringen.

Toyota RAV4 Allrad IADS

4.) RAV4 – Allrad für mehr Fahrspaß

SUV-Modelle haben einen konstruktionsbedingten Nachteil. Aufgrund der Bodenfreiheit und des hohen Aufbaus liegt ihr Schwerpunkt deutlich höher als bei Limousinen. Das sorgt für mehr Seitenneigung und heftigere Lastwechselreaktionen. Ein agiles Fahrverhalten kann man jedoch per Trick hinbekommen. Im neuen RAV4 haben die Toyota-Techniker den Allradantrieb zum „Fahrdynamik-Manager“ hochgerüstet. Das IADS getaufte System steuert nicht nur die Verteilung der Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern bezieht auch den Lenkwinkel der Vorderräder, die elektrische Servolenkung und die ESP-Kontrolle mit in seine Regelmechanismen ein. Der Fahrer ist so in der Lage, neben dem normalen Kraftstoff sparenden Frontantrieb auch eine dynamischere Kraftverteilung mit mehr Last auf der Hinterachse zu aktivieren. Was sich alles recht kompliziert an hört, lässt per Knopfdruck das lästige untersteuern bei dynamischer Fahrt auf ein Minimum reduzieren.

Diese vier Beispiele zeigen deutlich welches Ziel man bei Toyota verfolgt. Weg vom „nur öko-Hybrid-Hersteller“ wieder hin zu einem Autokonzern der Fahrzeuge anbietet, die ökologisch nachhaltig sind – vor allem aber Spaß beim fahren machen.

Und ich bin froh Mr. Toyoda recht geben zu dürfen – das war Fahrspaß auf japanisch.

 

 

 

 

Fotogalerie: Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Technische Daten – Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Zum Fahrbericht |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

Mercedes-Benz CLS 63 AMG SB
Verkaufsstart: 2012
Motortyp: Achtzylinder V-Motor, Bi-Turbo Aufladung, 4-Ventil-Technik, Variable Ventilsteuerung, Direkteinspritzer
Hubraum in ccm³: 5.461
max. Leistung bei min-1: 386 kW / 525  PS bei 5.250 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 700 Nm bei 1.700 U/min
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Heckantrieb
Antriebsart, optional: 4matic als S-Modell
Getriebeart, serienmäßig: 7-Gang AMG Speedshift Automatik
Getriebeart, optional:
Leergewicht: 1.955 kg
maximale Zuladung: 585 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 4,4 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 250 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung: 256 km/h
Tankvolumen 66 Liter
CO2-Emission, kombiniert: 235 g/km
Abgasnorm EU 6
Effizienzklasse: F
cW-Wert: 0,29
Stirnfläche: 2,3m²
Normverbrauch innerorts  14 l / 100km
Normverbrauch außerorts  7,8 l / 100km
Normverbrauch kombiniert  10,1 l / 100km
km-Stand Testbeginn:  18.200
km-Stand Testende:  20.500
Bereifung: Sommerräder VA: 255/35-19 HA: 285/30-19
Garantie: 3 Jahre – 100.000 KM
Basispreis: 117.512,50 €

Mercedes-Benz 54 CLS 63 AMG Shooting Brake

… zur Galerie… >>>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten Galerie

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake – Fahrbericht Fazit

Vorteile & Nachteile – Fazit:

Seite 2 des CLS 63 AMG Shooting Brake Fahrbericht: [zum Anfang]
Mercedes-Benz mag derzeit nicht alles richtig machen. Der Citan zum Beispiel ist eine üble Hütte. Der CLA ein schönes Auto, aber leider zu teuer ausgepreist. Die neue S-Klasse wiederum macht alles richtig.

Und der CLS Shooting Brake?

Als Variante mit mit dem famosen Bi-Turbo Vierzylinder Diesel kostet der außergewöhnliche Mix aus Kombi und Coupé 61.761 € und ist damit der günstigste Einstieg in die Welt des viertürigen Coupés mit Kombiheck. Einzig der brutale Drehmoment-Hammer und die süchtig machende Soundkulisse fehlt. Optisch lässt sich auch der 250 CDI fast dem AMG-Original anpassen.

CLS Brenner Pass

[one_half last=“no“]

Vorteile:

[crosslist]

  • Unglaublich potenter Motor
  • Beeindruckende Fahrwerksbalance
  • Unfassbarer Langstreckenkomfort

[/crosslist]

[/one_half]

[one_half last=“yes“]

Nachteile:

[badlist]

  • Durstiger Motor
  • Heftiger Kaufpreis
  • Macht süchtig

[/badlist]

[/one_half]

[arrowlist]

Der Verbrauch:

  • Alltagsfahrer ohne Sparfuß: 13.5 Liter auf 100 KM
  • Öko-Experte mit grünem Zeh:  11.9 Liter auf 100 KM
  • Außendienstler mit Vollgas-Lust: 21.8 Liter auf 100 KM

[/arrowlist]

[checklist]

Dafür liebt man den CLS 63 AMG Shooting Brake:

  • Das außergewöhnliche Design und den potenten Motor.

[/checklist]

[badlist]

CLS 63 Gegenlicht Foto

Das habe ich am CLS 63 AMG Shooting Brake vermisst:

  • Ich habe nichts an ihm vermisst, ich vermisse ihn an sich.

Schaltwippe CLS AMG

Bewertung:

[one_half last=“no“]

Komfort – 23 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Federung leer:  5 von 5 Punkten
  • Federung beladen:  5 von 5 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 5 von 5 Punkten
  • Serien-Ausstattung: 4 von 5 Punkten
  • Assistenzsysteme: 4 von 5 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Fahrverhalten – 23 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Kurvenhandling: 5 von 6 Punkten
  • Stabilität V/Max:  6 von 6 Punkten
  • Fahrspaß subjektiv: 3 von 3 Punkten
  • Beschleunigung: 4 von 4 Punkten
  • Grenzbereich: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Kosten – 12 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Grundpreis: 3 von 6 Punkten
  • Aufpreisliste:  3 von 6 Punkten
  • Verbrauch: 3 von 6 Punkten
  • Wartung: 1 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 2 von 4 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Antrieb – 23 von 25 Punkten 

[arrowlist]

  • Laufkultur des Motors: 6 von 6 Punkten
  • Beschleunigung: 5 von 5 Punkten
  • Höchstgeschwindigkeit: 4 von 4 Punkten
  • Getriebe: 3 von 4 Punkten
  • Traktion: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

Fakten:

[one_half last=“no“]
[arrowlist]

  • Modellbezeichnung: CLS Shooting Brake
  • Ausstattung:  AMG
  • Testwagenpreis: 161.721 €
  • Kilometerstand:  20.000 km

[/arrowlist]

[/one_half][one_half last=“yes“]

[arrowlist]

  • Hubraum: 5.461 ccm³
  • Bauart: 8-ZylinderV-Motor
  • Leistung:  386 kW – 5.250 Umdrehungen
  • Antrieb: 7-Gang Speedshift Automatik – Heck

[/arrowlist]

[/one_half]

CLS Shooting Pagani

Punktzahl gesamt: 81 / 100 Punkten

CLS 63 AMG Shooting Brake –  Das Fazit:

Ich hatte dem Testzeitraum entgegen gefiebert und auch wenn mich der CLS 63 zu solch wundervollen Fahrzeugen wie einem Ferrari FF, Pagani Zonda oder den beiden Lamborghinis gebracht hat. Der CLS 63 hat auch beim Umstieg zurück, nie das Gefühl des Verzichts aufkommen lassen. 525 PS in einer praktischen und dennoch wunderschönen Karosserie.

Das schöne an meinem Job ist die Möglichkeit, so ein wundervolles Auto fahren zu können, das schlimmste an meinem Job ist der Tag, an dem so ein Traumauto abgeholt wird.

… zu den technischen Daten… >>>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Fahrbericht von der CLS Shooting Brake Präsentation

Meinungen zum CLS 63 AMG Shooting Brake – passion:driving, veight.de und dem Basis Shooting Brake auf fanaticar.de

___________________________________ 

Vielen Dank an den Automobil-Hersteller Mercedes-Benz für die Bereitstellung des Testfahrzeuges!
Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2013 |  by-nc-nd

[one_half last=“no“]


[/one_half][one_half last=“yes“]


[/one_half]

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Fahrbericht

Es ist vermutlich so etwas wie meine Pflicht, gleich zu Beginn dieses Fahrberichtes darauf hinzuweisen, dass ich diesem Auto gegenüber absolut null Objektivität aufbringen konnte. Ganz egal wie sehr ich es versucht habe – eine objektive Sicht auf dieses „Fahrzeug“ war mir vollkommen verwehrt.

Disclaimer: Ich finde den CLS 63 AMG Shooting Brake einfach gnadenlos geil!

Es waren die ersten Zeichnungen des Shootings Brakes, bereits Skizzen haben damals ausgereicht um mich für diese Mischung aus Kombi und Coupé anzufixen. Shooting Brake. Nach dem viertürigen Coupé „CLS“ haben es die Stuttgarter und allen voran ihr Designer Gordon Wagoner wieder getan, sie haben wieder eine neue Fahrzeugklasse erfunden.

Kombiniert mit einem Bullen von Motor, dem Bi-Turbo V8 von der Tuning-Tochter AMG, wird aus dem extravaganten Coupé, die vermutlich eleganteste und kraftvollste Möglichkeit die Kinder zur Schule, den Aktenkoffer auf die Arbeit zu fahren oder einfach nur Gummi in Rauch zu verwandeln.

Ich konnte meinen ganz persönlichen Traumwagen für 14 Tage testen und er hat mir unter anderem als Produktionsfahrzeug für das Projekt „iThunder“ gedient.

CLS 63 AMG Drift

Im Fahrbericht:

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Performance für die Sinne.

161.721 € – Der Preis der Lust.

Um das auch noch vorneweg zu nehmen, der CLS 63 AMG Shooting Brake kam in einer opulenten Ausstattung zum Test und alleine die Sonderausstattung hatte den Gegenwert eines Premium-Kompaktwagen. Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen kann, eine solche Wuchtbrumme zu kaufen, der dürfte aus dem „gröbsten“ heraus sein. 161.721 € Listenpreis sind einfach eine Hausnummer. Wortwörtlich, denn für diese Summe kaufen sich andere ein Haus.

Doch welches Haus besitzt schon einen 525 PS starken Soundgenerator? Belüftetet Sitze und Bremsen im Format von Kompaktwagen-Felgen die zudem aus Keramik hergestellt wurden?

Eben.

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

Albumfoto CLS 63 Shooting AMG

Der andere Kombi

Es ist die in Chrom eingefasste Fensterlinie, die in der Seitenansicht am stärksten beeindruckt. Eine schmale, Coupé ähnliche Linienführung. Aufsitzend auf einer vor Kraft strotzenden und stämmigen Blechschulter. Darunter die 19 Zoll großen Schmiederäder.  Die oft zitierte Raubkatze, geduckt, zum Sprung bereit auf der Jagd nach Beute. Der CLS Shooting Brake lässt schon rein äußerlich keine Fragen offen.

form follows function

Nicht hier. Eine ungewöhnliche Eleganz, eine Linienführung zum niederknien gehört zum ganzheitlichen Konzept des außergewöhnlichen Kombis. Zur Idee des Coupés mit dem großen Kofferraum. In der AMG-Variante wird das ganze Konzept auf die Spitze getrieben.

Mehr Spurbreite. Mehr Schweller. Mehr Lufteinlässe. Eine Vierfach-Auspuffanlage. Die Optik lässt keine Zweifler zurück. Vor mir steht eine Testosteron gefüllte Fahrspaß-Haubitze im Kleid eines ungewöhnlichen Fahrzeugkonzeptes. Frage beantwortet?

AMG Cockpit CLS

Nur wenn es richtig brummt, ist es richtig gut.  Zugegeben, die schmale und früh flach verlaufende A-Säule lässt Menschen mit Bauchansatz beim einsteigen in den Shooting Brake nicht besonders elegant aussehen.  Wer jedoch einmal auf den Aktiv-Multikontur-Sitzen seinen Platz gefunden hat, der will auch nicht wieder aussteigen. Fahren bis zum Horizont und wenn die Welt dort enden sollte, dann eben umdrehen und die ganze Strecke noch einmal gefahren.

Im Rahmen des Italien-Roadtrips bin ich im CLS mehr als 1.000 Kilometer am Stück gefahren und habe mich danach besser gefühlt als je zuvor. Es mag an der berauschenden Wirkung der Gesamtkomposition liegen. Es mag dieser sonore Klang des Kraftwerks unter der langen Haube sein, oder einfach nur der extrem gute Sitzkomfort und die ausgelebte Perfektion im Bedienkonzept des gesamten Fahrzeuges.

1.000 km CLS 63 AMG wirken ähnlich einer Opiaten-Druckbetankung. 

Das faszinierende am AMG CLS ist nicht die sportliche Leistungsfähigkeit. Auch nicht der süchtig machende Klang. Es ist seine Fahrkultur, der Spagat der Notwendig ist um die gegensätzlichen Welten unter ein Dach zu vereinen. Sportliche Höchstleistungen und entspanntes  Reisen auf der Langstrecke. Und immer mit dabei, der sonore Klang der motorischen Potenz. Niemals aufdringlich. Niemals unangenehm, aber immer präsent und stimulierend für Körper und Geist.

AMG CLS 63 Motor one man one engine

5.5 Liter V8  Bi-Turbo – Mehr wäre zuviel.

Faszinierend ist Ambivalenz des CLS 63 AMG unter seiner Motorhaube. Dort ruht im Stillstand ein motorisches Meisterwerk, dessen Erweckung keine Zweifel an der Leistungsfähigkeit lässt. Der Start wird beantwortet mit dem heißeren bellen der acht, im Durchmesser knapp 10 Zentimeter großen Brennkammern. Nach wenigen Sekunden des warm laufens beruhigt sich das Schauspiel und die acht Töpfe blubbern tief entspannt vor sich hin. Kurze zucker des rechten Fuß beantwortet der durch zwei Turbolader beatmete 5.5 Liter V8 mit energischem erklimmen der Drehzahlleiter. Turbo-Aufladung sorgt für Atempausen beim Antritt? Nicht in diesem Fall. Ansatzlos stürmt der V8 los.

Kraft in seiner akustisch geilsten Form

Unter 2.000 Touren, im siebten Gang über die Autobahn cruisen? Kein Problem. Die Siebengang-Speedshift Automatik ist lang genug übersetzt und der V8 hat genug Power um auch in dieser Kombination nicht zum Hindernis zu werden.  Drei Gänge herunter schalten, der V8 bellt sich die Tonleiter hinauf, rotzig frech drückt er den Kombi über die 200 km/h Marke. Bis Tacho 260 vergehen nur wenige Augenblicke, dann läuft der außergewöhnliche Kombi in eine imaginäre Mauer. Abgeriegelt bei 250 (Serie) – ein jammer für den Motor. Ein surreales Spektakel für den Fahrer.

Für 3.213 € kann sich der geneigte AMG-Käufer das AMG Drivers Package gönnen, ein eintägiges Fahrertraining in der AMG Driving Academy rundet dann die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h ab.

Für Freunde der langen Etappe auch eine Empfehlung, der auf 80 Liter vergrößerte Tank. Als Extra-Option für schmale 119 € in der Aufpreisliste hinterlegt.

Klar ist – wer 525 PS engagiert, der muss für das Futter aufkommen. 13 Liter im Schnitt sind normal. 17 Liter kein Problem. Wer den AMG mit 11 Litern bewegt, der erlebt zwar das sonore brummeln des V8 bei Leerlaufdrehzahlen wird aber auf die famosen Zwischengas-Salven im Sportmodus verzichten müssen.

Die wichtigsten Zahlen:

Leistung:

525 PS

Kraft:

700 Nm

Leistungsgewicht:

3,7 kg/PS

CLS Lenkrad AMG

Alltagsflucht

Wer schön sein will, muss leiden. „Leistung im Überfluss und Laderaum, das lässt sich nicht vermeiden.“ Vergiss diese Vorurteile. Der CLS 63 AMG Shooting Brake zeigt wie es geht. Schönheit und Praxistauglichkeit gepaart mit einem absolut dekadenten Leistungsangebot.

Das erste was meine Frau mit dem Shooting Brake gemacht hatte, war ein Besuch beim Getränke-Händler. Per Mail bekam ich das Beweisfoto geschickt. Mag ja sein das der 5.5 Liter V8 bei schnellen Etappen 15 Liter und mehr schluckt, der Kofferraum aber packt noch mehr ein!

CLS Kofferraum

Damit war das Thema „Sinn und Rechtfertigung“ für mich dann auch beendet. Der CLS Shooting Brake ist die edelste Variante einen Kombinationskraftwagen zu fahren und als AMG auch noch die potenteste.

Mercedes CLS 63 AMG

Vorteile – Nachteile – Fazit .. auf der nächsten Seite geht es weiter.

… weiter lesen … >>

Start |  Vorteile & Nachteile | Technische Daten | Galerie

Die Prämiere des Shooting Brake fand in Florenz statt .. 

___________________________________