Genfer Salon 2017 – Besucherzahl stabil

Mit 690.000 Besuchern ist der 87. Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März) zu Ende gegangen. Gegenüber dem starken Vorjahr konnte die Zahl der Gäste um 3.000 gesteigert werden. Die Organisatoren verzeichneten mehr Eintritte unter der Woche, an den Sams- und Sonntagen kamen hingegen weniger Besucher. Stark gefragt war zudem das zum halben Preis verkaufte 16-Uhr-Ticket.

Die Messe zählte 122 Weltpremieren von neuen Pkw-Modellen und Konzeptfahrzeugen. Insgesamt waren rund 900 Autos und Exponate von 180 Ausstellern zu sehen. Europaweit ist Genf hinsichtlich der Besucherzahlen die Nummer drei hinter dem Autosalon in Paris mit zuletzt rund 1,07 Millionen Besuchern und der IAA in Frankfurt mit 931.700 Gästen. Da die beiden großen Messen aber im jährlichen Wechsel stattfinden, ist Genf in jedem einzelnen Jahr die zweitwichtigste Autoshow des Kontinents. (Holger Holzer/SP-X)

Audi RS5 – Mächtig geladen

Die Zeiten potenter V8-Maschinen in der A4/A5-Familie sind endgültig vorbei. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) präsentiert Audi den stärksten Spross der Mittelklasse-Baureihe, den RS5, in einer Neuauflage mit Sechszylinder. Trotz Downsizing ist das Sportcoupé dynamischer denn je. Im Juni kommt es für rund 81.000 Euro in Deutschland auf den Markt.

In 3,9 Sekunden soll der neue RS5 aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen

Wie der Vorgänger mit 4,2-Liter-Achtzylinder leistet der neue RS5 330 kW/450 PS. Deutlich muskulöser gibt sich der 2,9-Liter-Biturbo-V6 indes beim Drehmoment, das von 430 auf 600 Newtonmeter gestiegen ist und zudem noch über ein breites Drehzahlband von 1.900 bis 5.000 Touren zur Verfügung steht. Gekoppelt an eine Achtgang-Automatik mit kurz übersetzten unteren Gängen stürmt der um über einen Zentner auf 1.655 Kilogramm abgespeckte Allradler in 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h muss nicht Schluss sein, denn Audi bietet gegen Aufpreis eine Anhebung auf 280 km/h an. Der Normverbrauch liegt bei 8,7 Litern. Zum Vergleich: Der alte RS5 benötigte für den Sprint 4,5 Sekunden und 10,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Am Heck fallen zwei großvolumige, ovale Auspuffendrohre auf

Auch optisch hat Audi dem neuen RS5 eine Testosteron-Kur verpasst. Der mächtige Single-Frame-Kühlergrill mit schwarzem Gitter wird von großen Nüstern in der unteren, splitter-bewährten Frontschürze flankiert. Zusätzlich sorgen kleine Lüftungsschlitze an den äußeren Rändern der Frontscheinwerfer für eine Breitenbetonung, wie auch die um 1,5 Zentimeter stärker ausgestellten Radhäuser, die bis zu 20 Zoll große Felgen aufnehmen können (Serie ist 19 Zoll). Das Heck wurde mit Diffusoreinsatz und zwei großen ovalen Auspuffendrohren der durchgängig zweiflutigen Auspuffanlage aufgewertet.

Serienmäßig steht der RS5 auf 19-Zöllern, optional gibt es 20-Zöller im Fünfspeichendesign

Der Innenraum ist sportlich eingerichtet. Im RS5 gibt es lederbezogene Sportsitze, ein griffiges Sportlenkrad, viel Carbon und Alcantara sowie reichlich rote Ziernähte. Das Virtual Cockpit bietet zusätzlich einige RS-spezifische Anzeigen wie Stoppuhr oder Beschleunigungskräfte. Optional ist ein Head-up-Display mit Schaltblitzfunktion und Rundenzeitenanzeige bestellbar.

Auch der Innenraum des RS5 wurde sportlich gestaltet

Serienmäßig gibt es den Audi RS5 mit Sportfahrwerk. Ergänzend kann man den Boliden mit Dynamiklenkung, Keramikbremsen und Dynamic Ride Control aufrüsten. Letzteres lässt dem Fahrer die Wahl zwischen den drei Fahrwerksmodi Komfort, Normal und Sport. (Mario Hommen/SP-X)

Die Sportsitze im RS5 dürften reichlich Seitenhalt bieten

Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

Wie die in Genf gezeigte Variante des I-Pace wird Jaguar auch die First Edition in Photon-Rot in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Smart Brabus Edition #2 und Forfour Crosstown – Smarties im Doppelpack

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) stellt Smart zwei neue Sondermodelle vor. Erstmalig gezeigt wird das Fortwo Cabrio als Brabus Edition #2. Außerdem debütiert der Forfour in einer Robustheit suggerierenden Version namens Crosstown.

Der ab März 2017 verfügbare Smart Fortwo Cabrio Brabus Edition #2 bietet eine edle Lederausstattung im Inneraum

Das viersitzige Smart-Modell Crosstown wurde mit dem Urban-Style-Paket aufgepeppt. Unter anderem sorgen damit eine Fahrwerksabsenkung, schwarz lackierte 16-Zoll-Räder und getönte Heckfenster für einen auffälligeren Auftritt. Zusätzlich deuten Kunststoffapplikationen in Aluoptik an Front, Heck und den Seitenschwellern einen robusten Unterfahrschutz an. Angeboten wird der Crosstown ausschließlich mit dem 66 kW/90 PS starken Dreizyliner-Turbobenziner in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe. Zur gehobenen Serienausstattung gehören Klimaautomatik, Audioanlage mit Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad und Edelstahl-Pedale. Preise der ab Herbst verfügbaren Variante nennt Smart noch nicht.

Neben einer auffälligeren Optik bietet der Smart Forfour Crosstown auch eine aufgewertete Ausstattung

Stolze 26.750 Euro verlangt die Kleinwagenmarke für den auf 100 Fahrzeuge limitierten, offenen Fortwo Brabus Edition #2. Dieses ab Anfang März bestellbare Sondermodell zeichnet sich unter anderem durch ein rotes Stoffdach und ein rotes Lederinterieur aus. 16-Zoll-Aluräder und eine Fahrwerksabsenkung sorgen für einen sportlicheren Touch. Zudem bietet das Editionsmodell LED-Tagfahrlichter, Infotainment-Navigationssystem, Klimaautomatik, elektrische Außenspiegel, Sitzheizung sowie Licht- und Regensensor. Einzig verfügbarer Antrieb ist auch hier (Mario Hommen/SP-X)

Smart bietet ab Herbst 2017 den Forfour als Sondermodell Crosstown an

Skoda Fabia – Druckvolle Dreier

Skoda stellt auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) für das Kleinwagenmodell Fabia einen neuen 1,0-Liter-Dreizylinder in zwei Leistungsstufen vor. Die Turbobenziner werden ab Juni die bisherigen 1,2-Liter-Vierzylinder ersetzen.

Für die neue Motorengeneration verspricht Skoda mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten 1,2-Liter-Maschinen soll der Spritkonsum um bis zu sechs Prozent zurückgehen. Zudem sparen die neuen Aggregate zehn Kilogramm an Gewicht. Darüber hinaus sollen sie sich durch hohe Laufruhe und einen sportlichen Klang auszeichnen.

In der schwächeren Variante leistet der 1.0 TSI 70 kW/95 PS und hat 160 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der Fabia in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe den 100-km/h-Sprint in 10,6 Sekunden absolvieren und bis zu 187 km/h schnell werden. Der Verbrauch wird mit 4,3 Litern angegeben. Alternativ gibt es den 1.0 TSI mit 81 kW/110 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment, wahlweise kombinierbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe. Der stärkere Dreizylinder beschleunigt den Fabia in 9,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt bis zu 199 km/h. Der Normverbrauch soll bei 4,4 Litern liegen. Preise für die neuen Motorvarianten nennt Skoda noch nicht. Vermutlich werden diese auf dem Niveau der 1,2-Liter-Pendants liegen, also bei rund 14.000 respektive 17.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet – Ein Fond von Format

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) stellt Mercedes offiziell das neue E-Klasse Cabriolet vor. Damit die Oben-ohne-Schönheit im Messerummel nicht untergeht, gibt es vorab schon erste Bilder. Sehenswerte Bilder, denn in puncto Eleganz stellt die Neuauflage ihre beiden Vorgänger eindeutig in den Schatten.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue E-Klasse Cabriolet um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter gewachsen

Auch bei der Größe hat die offene E-Klasse zugelegt. So ist die Karosserie um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter in der Länge gewachsen, parallel legte der Radstand um 11 Zentimeter zu. Das Größenplus soll vor allem den Insassen im Fond zu Gute kommen. So hat dort der Beinraum um stolze zehn Zentimeter zugelegt, auch bei Schulterraum und Kopffreiheit verspricht Mercedes mehr Freiheiten. Damit soll das Cabriolet sich als vollwertiger Viersitzer eignen. Lediglich der Kofferraum ist mit 385 Litern leicht geschrumpft. Bei geöffnetem Dach bleiben noch 310 Liter übrig. Praktisch: Die Fondsitze lassen sich im Verhältnis 50 : 50 umlegen.

Vom Größenzuwachs sollen vor allem die Fondpassagiere profitieren. Mercedes verspricht einen vollwertigen Viersitzer

Serienmäßig ist das E-Klasse Cabriolet mit einem elektrischen Verdeck ausgestattet, das im geschlossenen Zustand gehobenen Akustikkomfort garantieren soll. Auf Kopfdruck faltet sich die Textilpelle auch während der Fahrt bis zu 50 km/h in den Kofferraum. Dort trennt ein Rollo Verdeck und Gepäck. Wer das Rollo nicht umständlich manuell in Position bringen will, muss das Cabrio-Komfort-Paket mit Automatik-Rollo ordern. Damit die Insassen die Offen-Freuden selbst bei frostigen Temperaturen entspannt genießen können, sind Extras wie das ausfahrbare Windschott hinter den Rücksitzen, ein Aircap-Spoiler über der Frontschiebe oder die Nackenheizung Airscarf bestellbar. Außerdem gibt es Sitzheizungen auf allen vier Sitzplätzen.

Geschlossen sieht das E-Klasse Cabriolet wie ein Coupé aus

Vorne bietet das Cabriolet viel E-Klasse-Chic, wie etwa das optionale Riesendisplay-Cockpit (12,3 Zoll) oder eine farbenreiche LED-Ambientebeleuchtung. Gegen Aufpreis ist das vielseitig nutzbare, aber auch teure Infotainment-System Comand Online bestellbar, das unter anderem eine Integration von Smartphones erlaubt und viele onlinebasierte Dienstleistungen wie etwa ein Echtzeit-Verkehrsinformationen bietet. Serienmäßig ist die offene E-Klasse mit einem Kollisionsverhinderer ausgestattet, optional kann ein Abstandstempomat bestellt werden, der sogar das Lenken übernehmen und damit dem Vordermann auch in Kurven folgen kann.

Unter anderem kann man für das E-Klasse Cabriolet eine LED-Ambientebeleuchtung mit 64 Farben bestellen

Über das Motorprogramm macht Mercedes noch keine Angaben. Vermutlich wird das E-Klasse Cabriolet mit dem gleichen Aggregaten wie das E-Klasse Coupé starten. Die dann fünf zum Marktstart im Sommer 2017 verfügbaren Motoren werden allesamt über eine Neungang-Automatik verfügen. Vier Antriebe sind zudem mit Allrad kombinierbar. Die 135 kW/184 PS starke Basisversion E 200 dürfte in gut 8 Sekunden den 100-km/h-Sprint abhaken, bis zu 240 km/h schnell werden und rund sechs Litern verbrauchen. Vorläufige Topversion ist der E 400 4Matic, dessen 245 kW/333 PS starker Dreiliter-V6-Benziner eine Sprintzeit von nur etwas über fünf Sekunden und elektronisch begrenzte 250 km/h erlaubt. Alternativ wird der Kunde noch die Wahl zwischen dem Zweiliter-Vierzylinder E 300 mit 180 kW/245 PS sowie dem Zweiliter-Vierzylinder-Dieselmotor E 220 d mit 143 kW/194 PS und dem V6-Diesel E 350 d mit 190 kW/258 PS haben.

Schick sind unter anderem die turbinenartigen Belüftungsdüsen im Cockpit der Mercedes E-Klasse

Preise nennen die Stuttgarter noch keine. Derzeit kostet die Basisversion des offenen E 200 gut 48.500 Euro. Für die Neuauflage wird vermutlich ein Aufschlag fällig werden. (Mario Hommen/SP-X)

Autos, die es in sich haben – Die alternativen Antriebe von Genf

Okay, 2017 geht es auf dem Genfer Salon sowieso deutlich weniger alternativ und grün zu, als in manch anderen Jahren zuvor. Klar gibt es ein paar Elektroautos und Plug-ins zu bestaunen – die echten Alternativen zu der Armada von Drei- und Vierzylinder-Motoren stehen aber auf ganz anderen Messeständen. Dort zum Beispiel, wo man noch 1.000 PS unter nur einer Motorhaube finden kann. Gerne auch mit Elektro-Unterstützung.

Sehr eindrucksvoll ist auch ein erstes Kundenfahrzeug des Koenigsegg Regera

So etwa beim schwedischen Hersteller Koenigsegg, der mit dem Regera ein Fahrzeug anbietet, das einen Achtzylinder-Verbrenner mit drei E-Maschinen kombiniert. Diese Form eines alternativen Antriebs kommt auf eine Systemleistung von 1.103 kW/1.500 PS. Spitze: 411 km/h – wir haben es allerdings nicht ausprobieren können. Preis: Zwei Millionen Dollar. Ganz im Gegensatz zur Politik anderer Hersteller in dieser Preisklasse, muss man auch nicht bereits zehn Fahrzeuge der Marke sein eigen nennen, um den Zuschlag zu bekommen. Da sind die Schweden bekanntermaßen fair. Aber dreieinhalb Jahre Lieferzeit müssen schon eingeplant werden.

Artega zeigt in Genf mit dem Scalo einen Sportwagen, der von gleich vier E-Motoren angetrieben wird

Ein Traumauto im engeren Sinn ist der Artega Scalo Superelletra. Der soll in einer Auflage von 50 Einheiten produziert werden, aber ob es so kommt, steht noch in den Sternen. Wenn er denn wirklich käme, dürfen seine vier Elektromotoren rund 750 kW/1.020 PS leisten und ein Drehmoment von 1.600 Newtonmetern produzieren. Da werden der Fahrer und seine zwei Passagiere gut vorankommen, zumal die Karosserie aus Alu und Kohlefaser nicht allzu viel Masse auf die Waage bringt. Über das Gewicht spricht man nicht, aber immerhin über die Höchstgeschwindigkeit: Maximal 300 km/h sind drin. Und was wird er kosten? Vermutlich einen sehr hohen sechsstelligen oder einen knapp siebenstelligen Betrag. Artega verspricht übrigens, dass die Akkus des Scalo Superelletra per Gleichstrom-Netz binnen weniger als 20 Minuten wieder 80 Prozent ihrer Kapazität erreichen sollen. Noch so ein schöner Traum.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 zeigt Zenvo erstmalig den GT TS1

Der Zenvo GT TS1 hingegen ist zwar ein Traumwagen, aber kein Traum, denn Zenvo-Fahrzeuge kann man kaufen – einen entsprechenden Kontostand vorausgesetzt. Für umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro offeriert die exotische dänische Automanufaktur zu ihrem zehnjährigen Jubiläum einen optisch recht extrovertierten Supersportler mit konventionellem 5,8-Liter-V8. Die Motorleistung fällt mit 867 kW/1.180 PS allerdings alles andere als konventionell aus. Der kompressorbeatmete Achtzylinder verfügt über Trockensumpfschmierung, damit der Hecktriebler auch ohne Ölfilm-Abriss so schnell um die Kehren witschen darf, wie es seiner Optik entspricht und wie man es erwartet.

Ebenfalls etwas dauern wird es noch mit der Serienversion einer Sportwagen-Studie von Techrules

Bis man das bei der Techrules-Studie ausprobieren darf, wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen – wenn sie überhaupt als Serienwagen realisiert wird. Dafür haben sich die Chinesen eine originelle Technik einfallen lassen, um den Sportler als seriellen Hybriden auszulegen. So wird der Strom für die Elektroaggregate (768 kW/1.044 PS) von einer Turbine erzeugt. Und die Turbine kann quasi mit jedem fossilen Brennstoff befeuert werden, der auf dem Markt verfügbar ist – recht umweltfreundlich wäre es wohl mit Biogas. Diesel oder Kerosin gingen ebenso. Mit abgeregelten 350 km/h ist die Studie in der Theorie wahrlich atemberaubend schnell. Man darf gespannt sein, ob solche Rand-Technologien im Zuge der immer strengeren gesetzlichen CO2-Limitierung den Weg in die Serie finden. Das chinesische Start-Up jedenfalls hat sich vorgenommen, mit seinem Hybrid-Strang auch in erschwinglichere Segmente vorzudringen.

Bugattis Chiron leistet ebenfalls 1.103 kW/1.500 PS, allerdings allein aus einem Benzinmotor. Der hat allerdings 16 Zylinder

Ganz und gar nicht erschwinglich ist dagegen der Bugatti Chiron, mit 2,86 Millionen Euro sogar noch teurer als der exakt gleich starke (1.103 kW/1.500 PS) Koenigsegg Regera. Im Gegensatz zur schrulligen schwedischen Manufaktur haben sich die Elsässer mit finanzieller und technischer Unterstützung aus Wolfsburg bereits beim Vorgänger Veyron die Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h im Guinness-Buch verewigen lassen. Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer möchte diesen Rekord mit dem Chiron natürlich wieder knacken. Um so schnell sicher fahren zu können, braucht es Reifen, die eigens für das Modell der Superlative entwickelt und produziert werden. Perfektion ist es, die der Chiron aus jedem Winkel ausstrahlt und die den Chiron für manche so attraktiv macht. Das Heck des allradgetriebenen Achtliter-W16-Turbos mutet nun nicht mehr ganz so clean an wie jenes des Vorgängers und bringt ein bisschen Aufregung in das sonst eher kühl wirkende Ingenieur-Produkt. Rund die Hälfte der auf 500 Stück limitierten Chirons sollen übrigens noch verfügbar sein. Hier in Genf werden Bestellungen gerne entgegengenommen, und vorher kann man sein Wunschauto sogar per konventionellem Konfigurator auf der Homepage zusammenstellen. Fast schon ein bisschen zu profan für diese Liga. (Patrick Broich/SP-X)

Die sieben wichtigsten SUV-Neuheiten – Der Boom boomt

Die TV-Werbung bringt die schöne heile Welt ins Wohnzimmer. Glückliche Familien cruisen im neuen SUV über leere Küstenstraßen, strahlende Kinderaugen entdecken vom Rücksitz aus die üppige Natur, verliebte Pärchen finden romantisch verschwiegene Plätzchen. Und wenn Papa der Hafer sticht, biegt er ins Gelände ab und zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. So ein SUV, perfekte Mixtur aus Kombi und Geländewagen, bringt eben Freiheit, Abenteuer und Wohlbefinden. Sagen jedenfalls die Werber.

Der neue XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit

Die Fernsehspots für die wichtigsten Genf-Neuheiten sind sicher längst abgedreht. Kein Problem bei der Neuauflage des nicht nur in Deutschland meistverkauften Volvo-Modells. Der XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit. So darf er schon heute die Neugestaltung von Instrumenten und Infotainment präsentieren, auf die das größere Flaggschiff noch warten muss. Auch die ohnehin schon beeindruckende Fülle von Assistenzsystemen wurde noch erweitert. Erkennt der Bordrechner einen drohenden Unfall, gibt er den Befehl zum automatischen Ausweichen. Das funktioniert zwischen 50 bis 100 km/h. Zum Marktstart kann aus vier Motoren gewählt werden, zwei Diesel und zwei Benziner. Leistungsdaten zwischen 140 kW/190 PS und 236 kW/320 PS, das Topmodell mit Plug-In-Hybrid kommt sogar auf 299 kW/407 PS. Die Preise des nordischen Allradlers starten bei 48.050 Euro.

Mit dem neuen Velar schließt Land Rover die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport

Keinen Vorgänger hat der Range Rover Velar, das nunmehr vierte Familienmitglied der britischen Ikonenmarke. Er schließt die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport. Technisch stand sich beim Velar der Jaguar F-Pace Pate. Die Highlights: Alu-Karosse, bewusst schlichtes Design, futuristische Gestaltung des Cockpits, hohe Leistungsfähigkeit im Gelände. Im Motorenangebot gleich drei Diesel (132-221 kW/180 – 300 PS). Die beiden Benziner schicken 184 – 280 kW/250-380 PS an alle vier Räder. Der Einstieg in den Briten beginnt bei stolzen 56.400 Euro. Die limitierte Erstausgabe lässt sich Landrover sogar mit fast 110.000 Euro bezahlen. Marktstart ist im Sommer.

Der neue Opel-Besitzer PSA setzte bei seiner jungen Edelmarke DS bislang auf Veredelung bestehender Citroen-Modelle. Mit dem DS7 Crossback kommt jetzt das erste speziell für DS entwickelte Modell. Mit knapp 4,57 Metern Länge tritt das französische SUV gegen etablierte Rivalen wie den Audi Q5 oder den BMW X3 an. Was schon zeigt, in welche Richtung der Neuling düsen will – Premium a la France. Dazu ist der DS7 besonders feinfühlig ausgestattet, bietet viel Leder und sorgsam gestaltete Schalter. Technisch überrascht das erste Nachtsichtsystem in dieser Klasse oder eine Kameratechnik, die die Straße vor dem DS7 im Visier hat und das Fahrwerk frühzeitig auf Bodenwellen oder Löcher vorbereitet. Das hat bislang nur die Mercedes S-Klasse zu bieten. Drei Benziner und zwei Diesel sind im Angebot, die Leistungsspanne reicht von 96 kW/130 PS bis 169 kW/230 PS. Marktstart ist Anfang nächsten Jahres, die Preise beginnen wohl bei etwa 30.000 Euro.

Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein

Zwei japanische Marken zeigen, dass es auch Bodenständiger geht. Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein. Der Name ist eine Hommage an ein gleichnamiges Sportcoupé, dessen Produktion vor fünf Jahren eingestellt wurde. Das „Cross“ deutet an, dass sich der neue Eclipse im Gegensatz zu seinem Namensgeber auch außerhalb fester Straßen bewegen kann. Eigenwillig ist die Gestaltung der Heckpartie mit stark geneigter Scheibe, die zudem von einer Karosseriestrebe geteilt wird. Künftige Kunden können sich zwischen je einem Diesel und Benziner entscheiden. Daten und Preise des Allradlers sind noch nicht bekannt. Der „Sonnenfinsternis“ (deutsch für Eclipse) findet in Deutschland ab Ende des Jahres statt.

Die zweite Generation des Subaru XV steht zwar auf einer neuen Plattform, optisch sind die Ähnlichkeiten zum Vorgänger allerdings sehr groß

Schräg gegenüber auf dem Subaru-Stand zelebriert der Allrad-Spezialist die zweite Generation des ebenfalls kompakten Modells XV. Obwohl die jetzt auf einer neuen Plattform steht, hat sich das Blechkleid nur wenig geändert. Die wesentlichen Neuerungen sind in der Technik versteckt. Motor, stufenloses Automatikgetriebe und Allradsystem wurden gründlich renoviert. Zentrale Bedienfunktionen werden jetzt auf einem acht Zoll großen Touchscreen-Monitor erledigt. Preise und Leistungsdaten soll es rechtzeitig zur Markteinführung im November geben.

Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und -Innenraum

Der Zeitpunkt war günstig. Einen Tag nach der Verkündung der Opel-Übernahme durch PSA feierte die erste deutsch-französische Gemeinschaftsarbeit ihren Messestart. Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und –Innenraum. Der 4,21 Meter kurze Neuling ersetzt den Mikro-Van Meriva und zielt als kleiner Bruder des Mokka auf den SUV-Hype auch in dieser Klasse. Dabei ist der Crossland X nicht fürs Gelände gedacht, auch wenn eine Art Unterfahrschutz das vermuten lässt. Allradantrieb ist nicht bestellbar, dafür aber eine reiche Auswahl an Triebwerken: Drei Dreizylinder-Benziner und zwei Diesel bieten zwischen 60kW/81 PS und 88kW/120 PS. Preise hat Opel noch nicht verraten.

Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen

Apropos Peugeot: Auch bei der neuen Mutter musste ein vertrautes Modell dem SUV-Trend weichen. Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen. Selbst ganz hinten sitzt man zumindest für kürzere Strecke recht passabel. Da die Neuauflage gleich um 19 Zentimeter länger ist, passen jetzt bis zu 2.150 Liter in den 5008. Die Gestaltung des Innenraums erinnert an den kleineren 3008. Weitgehend bekannt auch das Motorenangebot (96-133 kW/130-180 PS). Die Preise beginnen bei 24.650 Euro.

(Peter Maahn/SP-X)

Studien in Genf – Probieren geht über produzieren

Wer eine Ahnung davon bekommen möchte, wie Mobilität von morgen aussehen könnte, sollte, wenn es ihm denn möglich ist, einen Blick auf die Studien werfen, die man auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) auch dieses Jahr wieder betrachten kann.

Dass Elektroantriebe ganz groß im Kommen sind, davon muss man wohl auch den größten Skeptiker nicht mehr überzeugen. Selbst die Edelmarken, deren Produkte wohl als letzte Bastionen für klassische Verbrenner gehandelt werden, denken massiv um. So weist die Modellbezeichnung der Studie Bentley EXP12 Speed 6e keineswegs auf die Zylinderzahl hin – denn der Brite rollt rein elektrisch an. Und während sich Bentley über die Motorleistung ausschweigt, soll es aber beim Laden eine hohe Performance geben. So soll man das luxuriöse Cabrio induktiv und vor allem schnell laden können. Die Reichweite soll 500 Kilometer betragen. Dagegen sind Botschaften, dass der Engländer auch über einen hochauflösenden OLED-Screen verfüge, quasi kalter Kaffee.

Hyundai möchte mit dem FE Fuel Cell Concept dezent-futuristisch darauf hinweisen, dass es ja auch noch den Wasserstoff-Antrieb gibt

Hyundai dagegen möchte dezent-futuristisch darauf hinweisen, dass es ja auch noch den Wasserstoff-Antrieb gibt. Das FE Fuel Cell Concept ist eine Studie mit überspitzem Design, vielen LED-Spielereien und einem Cockpit, das seiner Zeit zwar ein bisschen voraus zu sein scheint, aber durchaus seriennah ist. Die Koreaner versprechen eine Reichweite von 800 Kilometern.

Mercedes setzt mit dem viertürigen AMG GT Concept auf einen feinen Mix: klassischer Vierliter-V8 kombiniert mit einem starken Stromer

Mercedes setzt mit dem viertürigen AMG GT Concept auf einen feinen Mix: klassischer Vierliter-V8 kombiniert mit einem starken Stromer. Und auch wenn es noch keine Leistungswerte gibt – aus dem Stand auf Landstraßentempo binnen weniger als drei Sekunden dürften reichen, um den Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen. In Sachen Design orientiert sich der Allrad-Supersportler am aktuellen AMG GT, wenngleich ihm diverse Licht-Spielereien noch etwas zusätzliches Futuristisches verleihen.

Der Peugeot Instinct wirkt nicht gerade so, als würde er in zwei Jahren in Serie gehen, abgesehen von seinem 300-PS-Hybridantrieb

Apropos Futurismus. Der Peugeot Instinct wirkt nicht gerade so, als würde er in zwei Jahren in Serie gehen, abgesehen von seinem 300-PS-Hybridantrieb. Die Franzosen wollen mit der spacigen Studie demonstrieren, wie vernetzt das Auto in Zukunft sein könnte. Der Instinct nutzt eine Cloud, um alle möglichen Datenquellen zu vereinen. Welche eigentlich genau, man weiß es nicht. Jedenfalls kann sich der Instinct auch mit dem Heim vernetzten und bietet einen hohen Grad an Fahrautomation. Im Gegensatz zum Volkswagen Sedric kann Franzose wahlweise aber noch vom Fahrer gesteuert werden – der ungewöhnlich-futuristisch gestylte Wolfsburger verfügt nämlich weder über Lenkrad noch Pedale.

Das Tamo Concept wirkt knackig und sportlich, wird angetrieben von einem Mittelmotor mit 1,2 Litern Hubraum und rund 190 PS

Dagegen ist der Tamo Racemo (Tamo ist eine Submarke des indischen Herstellers Tata) so richtig cool. Insbesondere aus europäischer Perspektive, da man Tata vor allem als Jaguar-Eigner, nicht aber als wirklich tollen Autohersteller wahrnimmt. Das Tamo Concept wirkt knackig und sportlich, wird angetrieben von einem Mittelmotor mit 1,2 Litern Hubraum und rund 190 PS. Sein Innenraum verströmt Sportwagen-Gefühl, und es dominieren zwar Kunststoffe, die kommen aber eher hip als billig rüber. Der Startknopf auf dem abgeflachten Lenkrad erinnert an Motorsport, während die Wildleder-Beläge auf dem Armaturenbrett dem Racemo sogar etwas Noblesse verleihen. (Patrick Broich/SP-X)

Bentley Bentayga – Mulliner macht‘s möglich

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) zeigt Bentley den Bentayga in einer vom hauseigenen Veredler Mulliner überarbeiteten Highend-Version. Das ab Frühjahr 2017 bestellbare Edel-SUV ist limitiert. Einen Preis nennen die Briten nicht.

Besondere Merkmale des Mulliner-Bentayga sind eine Zweifarblackierung und spezielle 22-Zoll-Räder

Ein besonderes Merkmal der Mulliner-Edition ist eine Zweifarblackierung, bei der sich Motorhaube und Dachpartie in heller Farbe von der dunklen Karosserie abheben. Leicht abgehoben ist der Bentayga auch dank spezieller 22-Zoll-Räder im Siebenspeichen-Design.

Vorne bietet der Bentley Bentayga von Mulliner dunkle Ledersitzbezüge

Spektakulärer ist indes die Aufwertung der Fahrgastzelle. Das kontrastreiche Farbschema der Außenhaut spiegelt auch die Bestuhlung wieder, denn die Vordersitze sind mit dunklem, die hinteren mit cremefarbenem Leder bezogen. Für ein besonderes Ambiente sorgen unter anderem Rautensteppungen in den Sitzbezügen, Applikationen aus Walnussholz sowie eine farblich variable LED-Ambientebeleuchtung. An Ausstattungsdetails bietet der Innenraum darüber hinaus ein Kühlfach mit Sektkelchen in der hinteren Mittelkonsole, Fondscheiben mit elektrischer Abdunkelfunktion, eine Standheizung sowie eine Audioanlage, die mit fast 2.000 Watt Leistung 21 Lautsprecher in Schwingungen versetzt. Im Armaturenbrett glänzt zentral eine Golduhr von Breitling.

Im oppulent aufgewerteten Fond sind die Sitzbezüge cremefarben

Beim Antrieb sah man bei Mulliner indes keinen Handlungsbedarf. Der W12-Motor darf mit unverändert 447 kW/608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment die 2,4-Tonner in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 schieben und auf über 300 km/h beschleunigen. (Mario Hommen/SP-X)

Koenigsegg – Drei Mal ultraschnell

Geht es um spektakuläre Autos auf dem Genfer Autosalon, ist auf Koenigsegg auch in diesem Jahr Verlass. Vom 9. bis 19. März 2017 werden die Schweden gleich drei eindrucksvolle PS-Kracher auf der Schweizer Messe zeigen.

Sind alle Türen und Deckel offen, wirkt der Gryphon wie ein Transformer im Transformationsmodus

Als Einzelstück und Kundenfahrzeug steht in Genf unter anderem ein Agera RS mit dem Beinamen Gryphon. Gryphon ist der Name eines Fabelwesens mit Löwenkörper und Adlerkopf. Das Fahrzeug ist weitgehend schwarz, allerdings mit einigen Blattgoldverzierungen aufgepeppt. Besonders spektakulär wirkt der V8-Renner mit offenen Türen sowie offener Front- und Heckklappe, denn dann erinnert der Agera an einen Transformer im Transformationsmodus. Auch fahrtechnisch imponiert der Hardtop-Roadster, da sein Achtzylinder 1.000 kW/1.360 PS leistet, die lediglich 1,4 Tonnen in Schwung bringen müssen.

Koenigsegg zeigt in Genf unter anderem einen Regera in British-Racing-Green

Doch es geht noch schneller. Zusätzlich zeigt Koenigsegg in Genf vom Regera die ersten beiden Kundenfahrzeuge. Beide haben neben einem Twinturbo-V8 auch drei E-Motoren an Bord. Das Motorenquartett ermöglicht mit einer Gesamtleistung von 1.103 kW/1.500 PS und 2.000 Newtonmetern Drehmoment eine Sprintzeit in unter 10 Sekunden. Für die Beschleunigung von null auf 300 (!) km/h. Sogar 400 km/h sind möglich, die nach weniger als 20 Sekunden fallen – und zwar mit oder ohne Dach, wie der Hersteller betont.

Passend dazu ist bei dem Regera der Innenraum mit hellbraunem Leder ausgekleidet

Außen und innen sind die beiden Regera ziemlich individuell gestaltet. Der eine bietet eine Vollcarbon-Außenhaut in British-Racing-Green. Passend dazu präsentiert sich der Innenraum mit einer hellbraunen Lederausstattung. Der zweite Regera ist zweifarbig gehalten. Während die Flanken blutrot leuchten, ist der Mittelstreifen der Karosserie in Carbonschwarz ausgeführt. Die Fahrgastzelle nimmt das Farbthema der Außenhaut auf. Auch viele Technikdetails der Fahrzeuge sind exklusiv. So stehen beide Regera auf Carbonrädern, die eine Gewichtsersparnis von 40 Prozent im Vergleich zu klassischen Leichtmetallrädern bringen sollen. (Mario Hommen/SP-X)

Zusätzlich steht der 1.500 PS starke Regera in einer Version mit rot-schwarzer Außenhaut in Genf

Mitsubishi Eclipse Cross – Einer passt noch

Das Segment der Kompakt-SUV wird größer und größer. Auch bei Mitsubishi sieht man noch Wachstumspotenzial, weshalb die Japaner mit dem Eclipse Cross ein weiteres Modell in der nicht gerade großen Lücke zwischen Outlander und ASX positionieren. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) feiert das Modell Weltpremiere, Ende 2017 kommt es bei uns auf den Markt.

Der Name Eclipse ist nicht ganz neu bei Mitsubishi, denn bis 2012 hatte der Autobauer ein gleichnamiges Sportcoupé vermarktet. Mit etwas gutem Willen könnte man dem Design des Eclipse Cross einen coupéhaften Charakter unterstellen. Dank seines stark angeschrägten Heckteils bietet der 4,40 Meter lange Hochbeiner zumindest eine gewisse Grunddynamik, die von Charakterlinien in den Flanken, ausgestellten Radhäusern und einer großen Luftöffnung in der chromverzierten Front verstärkt wird.

Ende 2017 dürfte der Mitsubishi Eclipse Cross in Deutschland auf den Markt kommen

Im Innenraum präsentiert sich der Eclipse aufgeräumt und modern. Der Arbeitsplatz bietet unter anderem in der Mitte des Armaturenbretts ein großes Display für das Infotainmentsystem, welches per Touchpad in der Mittelkonsole bedient wird. Die Multimediaanlage kann Smartphones per Apple Carplay oder Adroid Auto einbinden, was es dem Fahrer erlaubt, per Sprachbefehl Textmeldungen abzurufen oder Anrufe zu tätigen. Damit sich der Fahrer besser auf den Verkehr konzentrieren kann, wird es für den Eclipse Cross außerdem ein Head-up-Display geben, das fahrrelevante Informationen ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

Als Antrieb hat Mitsubishi vorerst zwei konventionelle Verbrennungsmotoren eingeplant. Ein direkteinspritzender 1,5-Liter-Turbobenziner wird wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer stufenlosen CVT-Automatik kombinierbar sein. Alternativ wird ein 2,2-Liter-Diesel in Kombination mit einer Achtgang-Automatik zur Wahl stehen. Leistungs- und Fahrwerte nennt Mitsubishi noch nicht, doch versprechen die Japaner dank eines elektronisch geregelten Allradantriebs im Zusammenspiel mit der Giermomentregelung AYC (Active Yaw Control) ein zugleich sicheres wie auch dynamisches Fahrverhalten.

Ende 2017 soll der Eclipse Cross in Deutschland in den Markt kommen. Preislich dürfte er etwas oberhalb vom ASX liegen, der bei rund 20.000 Euro startet. (Mario Hommen/SP-X)

Renault Alpine – Die Geschichte wiederholt sich

Die Wiedergeburt der Marke Alpine war für sich gesehen schon ein ziemlich zäher Akt und ähnlich gestaltet sich auch die Informationspolitik der Franzosen bis zur Vorstellung der offiziellen Serienversion auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März). Jetzt, wenige Tage vor der Messepremiere, hat Renault zwei erste Bilder der Serienversion veröffentlicht und den Namen des Modells verraten.

Die Mittelmotorflunder, die die legendäre Sportwagenmarke wiederbeleben wird, heißt – wie schon das historische Vorbild – Alpine A110. Auch optisch weist die Neuauflage einige Ähnlichkeiten zur Ur-Alpine auf, wenngleich es sich natürlich um einen modernen Sportwagen mit schicken LED-Leuchten und ausdrucksstarken Sicken im Blechkleid handelt.

Die Karosserie des Alpine A110 besteht weitgehend aus Aluminium

Aber wie das Alpine-Modell aus den 1960er-Jahren soll auch der Neuzeit-Alpine richtig schnell sein. Deshalb hat sich Renault unter anderem für eine leichte, weitgehend aus Aluminium gefertigte Karosserie entschieden. Die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 soll in 4,5 Sekunden gelingen. Weitere Angaben zu Antrieb und Fahrleistungen werden allerdings erst im Rahmen der Genf-Premiere verraten.

Seit Ende 2016 kann man den A110 übrigens per Smartphone App vorbestellen. Angeboten wird die auf 1.955 Fahrzeuge limitierte Première Edition zum Preis von 55.000 bis 60.000 Euro. Von dieser Auflage sollen Ende 2017 die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert werden. (Mario Hommen/SP-X)

Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

2018 will Jaguar den elektrisch angetriebenen I-Pace in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Lexus LS 500h – Doppelherz und Doppelgetriebe

Anfang 2017 stellte Lexus auf der Detroit Autoshow die Neuauflage seines Flaggschiffs LS vor – damals noch mit einem über 400 PS starken V6-Benziner. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) folgt nun die mit einigen Spritspartricks gesegnete Hybridvariante LS 500h.

Erstmalig präsentiert wurde der neue Hybrid-Antriebsstrang im Luxuscoupé LC 500h, der einen 299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner mit einem 179 PS starken E-Motor kombiniert. Im Zusammenspiel sollen Saugbenziner und E-Antrieb eine Systemleistung von 264 KW/359 PS in den Vortrieb werfen. Angaben zu Fahrleistungen des LS machen die Japaner noch nicht, doch dürfte die Sprintzeit etwas schlechter als beim Coupé ausfallen, das mit 4,7 Sekunden angeben wird. Eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h versteht sich in dieser Klasse von selbst.

Unter der Haube des LS 500h steckt ein technisch hochkomplexer Antrieb

Eine Besonderheit ist das Getriebe des LS 500h, bei dem einem zehn Gänge simulierenden, stufenlosen CVT-Getriebe eine Viergangautomatik nachgeschaltet wurde. Diese Technik soll für ein besseres Antrittsverhalten und niedrige Motordrehzahlen bei Reisegeschwindigkeit sorgen. Außerdem soll der Gummibandeffekt weniger ausgeprägt sein und der Antrieb ein lineares Beschleunigungsgefühl erzeugen. Als weitere Besonderheit kann der Verbrennungsmotor bei Reisegeschwindigkeiten bis zu 140 km/h komplett ausgeschaltet werden. Verbrauchswerte hat Lexus allerdings noch nicht verraten. (Mario Hommen/SP-X)

Italdesign Supercar – Eine Handvoll Spaß

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) wird Italdesign einen eigenen Supersportwagen nebst eigener Marke vorstellen. Unter dem Namen „Automobili Speciali“ soll künftig jedes Jahr ein neues Automodell in Kleinstserie entstehen. Das Debüt ist ein Supersportler auf Basis des Lamborghini Huracan, von dem nur fünf Exemplare gebaut werden sollen.

In besonders dramatischer Weise wurde das Heck des neuen Sportwagenmodells von Italdesign inszeniert

Seit 2010 gehört Italdesign der Audi-Tochter Lamborghini. Insofern darf die Designschmiede sich aus dem Technikregal der Sportwagenmarke bedienen. Die Huracan-Basis ist allerdings kaum mehr erkennbar, da die Außenhaut in dramatischer Weise umgestaltet wurde. Dank diverser Luftöffnungen, Lüftungsschlitzen, Wings, Flaps, Blades und anderem Aero-Hilfsmitteln ist der Auftritt deutlich martialischer als der des Lambo-Pendants. Speziell designte LED-Leuchten vorne und hinten verstärken die eigene Note des Fahrzeugs.

Wer genau hinschaut, könnte an der ein oder anderen Stelle auch gewisse Ähnlichkeiten zum Lamborghini Huracan beziehungsweise Audi R8 erkennen

Angetrieben wird der Sportler von einem 5,2-Liter-V10-Motor, vermutlich in der 449 kW/610 PS starken Top-Version. Damit sprintet der rund 4,85 Meter lange Italo-Racer in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und soll über 330 km/h schnell werden. Der Lambo im Italdesign-Kleid soll sich gleichermaßen für den Einsatz auf Rennstrecken und im Alltag eignen.

Über den Preis der fünf Exemplare schweigen sich die Italiener aus, er dürfte aber siebenstellig sein. (Mario Hommen/SP-X)

Aston Martin DB11 by Q – Wünsch dir was

Wer keinen Aston Martin von der Stange will, kann beim hauseigenen Fahrzeugveredler Q einen Sondertrimm ordern. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) zeigen die Briten, wie sich der DB11 ein wenig individualisieren lässt.

Der 600-PS-Bolide fällt unter anderem durch seine Außenlackierung in Zaffer-Blau auf

Unter anderem hat der Sportwagen einen auffälligen Glanzlack in sogenanntem Zaffer-Blau erhalten. Im Kontrast dazu gibt es eine Reihe von Carbon-Anbauteilen in Schwarz. Unter anderem Frontsplitter, Seitenschweller oder Heckdiffusor bestehen aus dem Material. Die Leichtmetallfelgen im Zehn-Speichen-Design nehmen das schwarz-blaue Farbthema auf.

Gleiches gilt für den weitgehend schwarz gehaltenen Innenraum des 608-PS-Boliden, der unter anderem in den Sitzbezügen und den Türinnenverkleidungen auffällige Blauakzente bietet. Zusätzlich gibt es ein vierteiliges Kofferset im gleichen Farbschema.

Auch im Innenraum des DB11 gibt es auffällige Blauakzente

Diese besondere Ausstattung ist nur ein konkretes Beispiel, welche Möglichkeiten Aston Martin seinen Kunden mit der Abteilung Q bieten möchte. Prinzipiell will man, gegen entsprechende Bezahlung versteht sich, bei Q jeden Wunsch erfüllen. (Mario Hommen/SP-X)

VW Arteon – Die Kunst des Kaschierens

VW wird auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) die neue Modellreihe Arteon präsentieren. Technisch handelt es sich um ein Passat-Derivat, das allerdings Kunden mit gehobenen Ansprüchen locken soll. Die coupéhafte Limousine ist damit Ersatz für gleich zwei Modelle: Einerseits als direkter Nachfolger des CC, ist der Neuling zugleich auch als Phaeton-Ersatz gedacht.

Die große Heckklappe mit integriertem Spoiler soll einen großzügigen Zugang zum Kofferraum des VW Arteon erlauben

Um sich optisch klar vom Passat abzuheben, kommt der Arteon mit einem aristokratisch gestalteten Gesicht vorgefahren, bei dem die verchromten Kühlergrillrippen von LED-Elementen in den dreidimensional gestalteten Scheinwerfern fortgeführt werden. Ein vor der Genf-Premiere veröffentlichtes Bild der Front deutet an, dass der Arteon stark der 2015 ebenfalls in Genf vorgestellten Studie „Sport Coupé GTE“ ähneln wird.

VW hat ein erstes Bild vom Gesicht des neuen Arteon veröffentlicht

Einen eigenständigen Charakter soll der Arteon auch dank seiner Fastback-Karosserie vermitteln. Ähnlich wie bei den GT-Modellen von BMW oder den Sportback-Varianten von Audi A5 und A7 bietet der Arteon eine große Heckklappe. Das Portal mit integriertem Heckspoiler soll einen guten Zugang zu einem großen Gepäckraum ermöglichen.

Das Sport Coupé Concept GTE vereint Elemente von Limousine und Coupé

Weitere Details zur Technik des Arteon hat VW noch nicht verraten. Doch dürfte das künftige Modell den Passat in den Außenabmessungen leicht überragen, in Hinblick auf die Antriebe und die Infotainment-Technik hingegen weitestgehend auf Regallösungen von Passat und dem frisch gelifteten Golf zurückgreifen. (Mario Hommen/SP-X)

Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid – Leistung mit Öko-Touch

In Sachen E-Mobilität legt Porsche auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) nach: Der Sportwagenhersteller zeigt erstmalig den Panamera Turbo S E-Hybrid. Das neue Topmodell der Baureihe ist mit einer Systemleistung von 680 PS der stärkste Panamera bislang. Der Verbrauch wird mit nur 2,9 Litern angegeben.

Angetrieben wird der Teilzeitstromer primär von einem 406 KW/550 PS starken Vierliter-V8-Benziner. Zusätzlich ist eine 100 kW/136 PS leistende E-Maschine an Bord. Beide zusammen sollen 500 kW/680 PS und 850 Newtonmeter mobilisieren. Dank der enormen Leistung dauert der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 nur 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Dank einer 14,1-kWh-Batterie erlaubt das Hybridmodell 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite. Wer den Panamera überwiegend elektrisch bewegt, kann den NEFZ-Verbrauch von 2,9 Liter erreichen. Zusätzlich zu dieser Menge Sprit braucht der Panamera für eine 100-Kilometer-Tour aber noch gut 16 kWh an Strom. Geladen werden kann die Batterie per 230 Volt in gut sechs Stunden. Mit dem optional erhältlichen 7,2-kW-On-board-Lader und einer mit 32 Ampere abgesicherten Steckdose kann die Ladezeit auf 2,4 Stunden verkürzt werden.

Neben der Extraportion Leistung bietet der Turbo S E-Hybrid außerdem noch eine gehobene Ausstattung. Diese umfasst unter anderem eine aktive Luftfederung, Keramik-Stopper und 21-Zoll-Räder. Die ab Juli 2017 verfügbare Antriebsvariante kostet rund 186.000 Euro in der Standardversion, als Executive mit verlängertem Radstand werden gut 199.000 Euro fällig. (Mario Hommen/SP-X)

Ford Fiesta ST – Kleines Kraftpaket

Die neue Fiesta-Generation ist noch nicht auf dem Markt, da präsentiert sich auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) bereits die Sportversion ST, die 147 kW/200 PS und 290 Newtonmeter Drehmoment aus einem kleinen Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum kitzelt. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 ist nach 6,7 Sekunden abgehakt. Das Technikarsenal des Dreizylinders kann sich sehen lassen: Neben Turboaufladung gibt es eine Benzineinspritzung und eine variable Nockenverstellung. Die Abgase werden durch einen Rußpartikelfilter gejagt, außerdem hilft eine Zylinderabschaltung, im Teillastbereich Sprit zu sparen. Laut Ford emittiert der ST 114 Gramm CO2 pro Kilometer, was einem Verbrauchswert von 4,8 Litern auf 100 Kilometer entsprechen würde.

Schick sind die speziellen 18-Zoll-Räder
Im Innenraum bietet der Fiesta ST unter anderem ein Sportlenkrad mit Bedientasten

Optisch zeigt der Fiesta ST Muskeln. Seitenschweller, 18-Zoll-Räder und ein großer zweigeteilter Kühlergrill mit Wabengitterstruktur betonen das dynamische Ansinnen des Kölners. Dank eines umfangreich überarbeiteten Fahrwerks mit verbreiteter Spur dürfte er außerdem gehobenen Kurvenspaß bieten. Recaro-Sitze halten dabei die vorderen Insassen in aufrechter Position.

Hinten sind die Sitze selbstredend nicht sonderlich konturiert
Recaro-Sitze sorgen für guten Halt

Zwar ist der neue Fiesta ST schnell, aber im Markt nicht schnell verfügbar. Erst Anfang 2018 geht es los. Preise hat Ford noch nicht genannt. Derzeit muss man für den 134 kW/182 PS starken ST rund 21.000 Euro zahlen. Alternativ wird gegen 4.000 Euro Aufpreis noch eine stärkere Version namens ST200 angeboten. (Mario Hommen/SP-X)

Unter anderem verleihen Seitenschweller dem neuen Fiesta ST optisch einen muskulösen Auftritt
Anfang 2018 bringt Ford den neuen Fiesta auch in der sportlichen ST-Version

Techrules zeigt Serienversion – Mit 96.000 Umdrehungen

Im Jahr 2016 stellte sich mit Techrules eine neue Automarke auf dem Genfer Autosalon vor. Mit einem damals noch als Studie deklarierten Extremsportler mit Mikro-Gasturbinen-Hybridantrieb sorgten die Newcomer für großes Aufsehen. Dem spektakulären Showcar soll schon bald eine Serienversion folgen. Vom 9. bis 19. März 2017 feiert sie ihre Weltpremiere – erneut auf dem Genfer Autosalon.

Hinter Techrules steckt ein in Peking beheimatetes Elektroauto-Start-up, welches sich allerdings zur Entwicklung des Fahrzeugs mit dem Codenamen GT96 kompetente Schwergewichte ins Boot holte. Für das futuristische wie sportliche Design sind Fabrizio und Giorgetto Giugiaro verantwortlich. Sie haben sich für eine von Jets inspirierte Flunder mit futuristischer Außenhaut entschieden. So sollen die Insassen wie bei einem Düsenjäger ein- und aussteigen. Das ebenfalls vom Flugzeugbau inspirierte Cockpit soll neben hochwertigen Materialien seinen Insassen außerdem eine besonders gute Rundumsicht bieten. Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehören Laser-Scheinwerfer und Starburst-LED-Rückleuchten. Letztere sollen besonders scharfe, mehrfarbige Lichtstrahlen ermöglichen. Damit das dramatische Design nicht durch Außenspiegel verunstaltet wird, vermitteln Rückfahrkameras dem Fahrer einen Eindruck vom rückwärtigen Verkehr.

Auch beim Chassis setzt Techrules auf italienische Expertise. In diesem Fall hat L.M. Gianetti das Fahrgestell entwickelt. Dabei sollen hochwertige Komponenten den Anforderungen eines Supercars gerecht werden.

Bei dem 2016er-Konzept sorgen wohl auch in der Kleinserie gleich mehrere E-Motoren an beiden Achsen für insgesamt 768 kW/1.044 PS. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h soll 2,5 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 350 km/h liegen. Der Clou: Als Range-Extender ist eine Mikro-Turbine an Bord, die mit Kerosin gefüttert und mit bis zu 96.000 Umdrehungen Strom zum Vortrieb generiert.
Über die Preise schweigt man sich aus, die 25 Exemplare der geplanten Miniserie dürften jeweils mehrere Millionen Euro kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Genf-Studie Ssangyong XAVL – Langes Vorspiel

Bei Ssangyong ist es mittlerweile Tradition, neue Serienmodelle mehrstufig mit Konzeptfahrzeugen anzukündigen. So gaben die Koreaner im September 2015 auf der Frankfurter IAA mit der Studie XAV einen ersten Ausblick auf eine Neuauflage des Mittelklasse-SUV Korando. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) folgt mit dem Konzeptfahrzeug XAVL der zweite Vorbote.

Der aufgeräumte Arbeitsplatz des Ssangyong XAVL bietet große Displays

Die Abkürzung XAVL steht für eXciting Authentic Vehicle Long. Aufregend (exciting) soll der Allradler aufgrund seiner dynamisch inszenierten Blechhaut wirken, die dank prominent ausgestellter Radhäuser zudem Erinnerungen an den Ur-Korando aus den 1990er-Jahren weckt. Diese Ähnlichkeit soll dem kommenden SUV-Modell wiederum ein gewisses Maß an Authentizität verleihen. Darüber hinaus handelt es sich um eine im Vergleich zum XAV deutlich gestreckte Karosserie. Anders als die rund 4,20 Meter lange IAA-Studie bietet der XAVL deshalb auch einen sieben- statt fünfsitzigen Innenraum, für den Ssangyong zudem eine Funktionalität auf dem Niveau eines Vans verspricht.

Das Konzept XAVL bietet eine dynamische Außenhaut mit leichten Retro-Anleihen

Trotz Retro-Anleihen in der Außenhaut bietet der XAVL einen modernen und aufgeräumten Arbeitsplatz mit großen digitalen Anzeigen im Kombiinstrument und zentral auf dem Armaturenbrett. Den Korando-Nachfolger wird es sowohl mit Diesel wie auch Benzinmotoren geben. Der koreanische Allradspezialist verspricht zudem eine gehobene Ausstattung. Ein Termin für den Marktstart wurde noch nicht mitgeteilt, er dürfte aber nicht allzu weit in der Zukunft liegen.
(Mario Hommen/SP-X)

Hyundai i30 Kombi – Lust auf Laster

Hyundai wird die Neuauflage der kompakten i30-Baureihe in naher Zukunft um eine Kombiversion ergänzen. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) feiert die Nutzwert-Variante ihre Weltpremiere. Optisch orientiert sich das i30-Derivat am gefälligen Design der Limousine. Diese kommt wohlproportioniert, unaufgeregt und dank Details wie den serienmäßigen Projektions-Scheinwerfern auch modern daher. Beim Kombi sorgt eine zum Heck hin abfallen Dachlinie für eine fast coupéhafte Silhouette.

Bei Motorisierungen und Ausstattungen dürften sich Limousine und Kombi weitgehend gleichen. Einen Preis und einen konkreten Marktstarttermin hat Hyundai für den i30 Kombi noch nicht genannt. Doch dürfte die Markteinführung bereits kurz nach der Genf-Premiere folgen. Beim Preis hat Hyundai bislang im Vergleich zur Limousine einen Aufpreis von etwas über 1.000 Euro verlangt. Die Neuauflage des i30 kostet in der fünftürigen Basisversion rund 17.400 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Citroen Spacetourer 4X4 Ë Concept – Cooler Kasten

Citroen stellt auf dem Genfer Autosalon (9. – 19. März 2017) die Studie Spacetourer 4X4 Ë Concept vor. Der Lifestyle-Van soll mit extrovertierter Außenoptik, Wohlfühl-Innenraum und Allradantrieb auf Aufsehen sorgen. Ë steht für ein neues Citroen-Label in mit limitierten Lifestyle-Editionen.

Unter anderem soll die Spacetourer-Studie mit Tarnfarbe und Fahrwerkshöherlegung Abenteuerlust versprühen

Bei der Karosserie hat sich Citroen für die kleinste Variante (4,60 Meter Länge) des Spacetourers entschieden. Optisch soll die Studie Abenteuerlust vermitteln. Dazu tragen unter anderem Unterbodenschutz, erhöhte Bodenfreiheit, eine Dachreling mit Satinfinish, spezielle Räder mit Schneeketten sowie ein grauweißer Tarnanstrich bei.

Der 4X4 Ë Concept basiert auf der kleinsten Karosserievariante des Spacetourers

Im Innenraum bietet das Einzelstück fünf Plätze und einen großen Kofferraum, der sogar Snowboards aufnehmen kann. Die Sitze sind zweifarbig mit hellem Leder bezogen. Ein großes Panorama-Glasdach sorgt für einen lichtdurchfluteten Fahrgastraum. Zudem verfügt der Van unter anderem über Head-up-Display, Infotainment-Navi-System mit Sieben-Zoll-Touchscreen, 180-Grad-Rückfahrkamera, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Abstandstempomat, Tot-Winkel-Warner und Kollisionsverhinderer.

Die Sitze des Citroen Spacetourer 4X4 Ë Concept bietet einen zweifarbigen Mix aus Leder und Alcantara

Angetrieben wird das Spacetourer-Konzept von einem 110 kW/150 PS starken Dieselmotor in Kombination mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Den Allradantrieb hat der französische 4×4-Spezialist Dangel beigesteuert. Über einen Drehknopf kann der Fahrer verschiedene Allradmodi einstellen. (Mario Hommen/SP-X)

Mitsubishi Eclipse Cross – SUV mit sportlichen Ahnen

Mitsubishi bringt in diesem Jahr ein neues SUV-Modell auf den Markt, das sich zwischen ASX und Outlander positionieren wird. Auf dem Genfer Autosalon (9. – 19. März 2017) feiert das SUV Premiere. Bei der Namensgebung kommt es, wie schon vor einigen Jahren beim Space Star, zu einem Recycling: Der Neuling wird Eclipse Cross heißen und damit den Namen des 2012 eingestellten Sportcoupés Eclipse wiederbeleben.

Im März 2017 feiert der neue Mitsubishi Eclipse Cross auf dem Genfer Autosalon Weltpremiere

Zwar handelt es sich bei dem Eclipse Cross um ein SUV, das gegen VW Tiguan, Ford Kuga und Toyota RAV4 antreten wird, doch dank coupéartiger Designelemente sehen die Japaner auch eine gewisse Verbindung zum Sportwagen als gegeben. Der tiefrote Metalliclack soll an die Farbe einer totalen Sonnenfinsternis (Eclipse) erinnern.

Ansonsten hält sich Mitsubishi mit Fakten noch recht bedeckt. Neben Benzin- und Dieselmotoren könnte für Mitsubishis Herausforderer auch ein Hybridantrieb angeboten werden. Auf den deutschen Markt dürfte der Neue im Herbst 2017 kommen. (Mario Hommen/SP-X)

Peugeot Partner Tepee Electric – Der lautlose Familienfreund

Bislang bietet Peugeot neben dem Ion noch den Partner in der Lieferwagen-Ausführung mit rein elektrischem Antrieb an. Zum Genfer Autosalon (9. -19. März 2017) stellt die Löwen-Marke nun zusätzlich den Tepee, also die familientaugliche Pkw-Version des Partner, mit E-Antrieb vor.

Wie die anderen Peugeot-Stromer wird sie von einer 49 kW/67 PS und 200 Newtonmeter starken E-Maschine angetrieben, die ihren Strom aus einer 22,5-kWh-Batterie bezieht. Fahrleistungen nennt Peugeot nicht, doch dürften diese auf Niveau des Nutzwert-Partners liegen, der in knapp unter 20 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet und bis zu 110 km/h schnell wird.

Die theoretische Reichweite liegt bei 170 Kilometer. An einer 230-Volt-Steckdose dauert das Laden der Akkus 12 bis 15 Stunden, per Chademo-Stecker ist auch ein Schnelladevorgang möglich, bei der die Batterien in 30 Minuten zu 80 % befüllt werden.
Der in zwei Paketen im Heck untergebrachte Stromspeicher soll den Nutzwert des Tepee Partner nicht beeinträchtigen. Der Kofferraum des Fünfsitzers lässt sich wie bei den konventionell angetriebenen Varianten von 1.350 auf 3.000 Liter erweitern.

Die Markteinführung des familientauglichen Stromers soll im September folgen. Preise werden noch nicht genannt, doch dürfte der elektrische Tepee wohl einige tausend Euro mehr als das Nutzfahrzeug-Pendant kosten. Dieses bietet Peugeot derzeit für knapp über 25.000 Euro an. (Mario Hommen/SP-X)

Ferrari 812 Superfast – Aus Tradition stark

Im Jahr seines 70sten Firmenjubiläums zeigt Ferrari auf dem Genfer Autosalon (9. – 19. März 2017) eine neue F12-Generation namens 812 Superfast. Das neue Topmodell der Marke ist der bislang stärkste rein mit Verbrennungsmotor angetriebene Serien-Ferrari überhaupt.

800 PS soll der Frontmotor des 812 Superfast mobilisieren

Bereits in den 1960er-Jahren gab es ein 400 PS starkes V12-Coupé namens 500 Superfast. Beim neuen Superfast hat sich die Leistung exakt verdoppelt. Der 6,5-Liter-V12, der über eine 350-bar-Direkteinspritzung und variable Ansaugrohre verfügt, stemmt 588 kW/800 PS und 718 Newtonmeter Drehmoment an die Hinterräder. Damit soll der 1,5-Tonner in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten und über 340 km/h schnell werden. Der Verbrauch ist mit 15 Litern entsprechend hoch.

Dank der mitlenkenden Hinterräder soll der Ferrari 812 Superfast auch gut durch enge Kurven kommen

Neben mehr Leistung bietet das neue F12-Derivat als erster Ferrari die neue elektrische Servolenkung EPS, die im Zusammenspiel mit den mitlenkenden Hinterrädern ein besonders gutes Handling in engen Kurven ermöglichen soll. Für Freunde des gepflegten Drifts ist der Superfast zudem mit der neuesten Version der Side-Slip-Control ausgestattet.

Die Front des 812 Superfast wurde aerodynamisch im Vergleich zum F12 deutlich verbessert

Obwohl unverkennbar ein Ableger des F12, wurde das Design des 812 in vielen Details modifiziert. So gibt es LED-Scheinwerfer und vier statt bisher zwei runde Rückleuchten. Auch das Aerodynamikdesign wurde in umfassend verändert und soll mehr Abtrieb als bisher garantieren.

Auch der Kabine des 812 Superfast hat Ferrari ein sportlicheres, radikaleres Styling verpasst

Angaben zum Marktstart und zum Preis hat Ferrari noch nicht gemacht. In seiner bisher schärfsten Ausbaustufe mit Namenszusatz tds kostete der F12 rund 380.000 Euro. Gut möglich, dass der Superfast teurer wird.
(Mario Hommen/SP-X)

Skoda Citigo Facelift – Noch ein Update

Bereits im Sommer 2016 hat Skoda sein Kleinwagenmodell Citigo überarbeitet und ihm unter anderem neue Optionen wie eine Klimaautomatik oder den Kollisionsverhinderer City Safe Drive spendiert. Jetzt folgt eine zweite Aufwertung, die vor allem die Außenoptik betrifft. Vorgestellt wird das Facelift auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017).

Außerdem bietet Skoda für den Citigo neue 15-Zoll-Leichtmetallräder an

Unter anderem präsentieren sich Kühlergrill, Stoßfänger und Nebelscheinwerfer in neuem Look. Letztere bieten künftig auch die Funktion, beim Abbiegen die Kurven auszuleuchten. Ungewöhnlich für ein Facelift ist die Umgestaltung von Blechteilen. In diesem Fall hat Skoda allerdings der Motorhaube mittig zwei neue Charakterlinien verpasst. Die Außenfarbe Kiwigrün und neue 15-Zoll-Räder runden die Maßnahmen ab.

Auffällige Neuerung an der Front sind zwei zusätzliche Charakterlinien mittig in der Motorhaube

Auch im Innenraum hat sich ein wenig getan. Das Kombiinstrument wurde überarbeitet und kann mit einem hochauflösenden Maxi-DOT-Display ausgestattet werden. Neu ist ein optionales Lederlenkrad mit Bedientasten für Telefon und Radio. Bereits mit der Aufwertung im Sommer 2016 hat der Citigo in der Topversion „Style“ das Infotainmentsystem „Swing“ mit Freisprecheinrichtung, USB-Anschluss und sechs Lautsprechern bekommen. Optional kann man seither auch eine Smartphone-Dockingstation ordern, über die sich das Handy mit dem Fahrzeug koppeln lässt

Viele Neuerungen im Innenraum, wie etwa die Klimaautomatik, hat Skoda bereits im Sommer 2016 eingeführt

Bei den Antrieben bleibt es weiterhin bei einem Einliter-Dreizylinder-Ottomotor in drei Leistungsstufen. So gibt es die Standardbenziner mit 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS sowie eine 50 KW/68 PS starke Erdgasvariante. (Mario Hommen/SP-X)