Premium-Chinese Arcfox – BAICs Edeltochter startet 2020

Der Premiummarkt ist für Autohersteller besonders lukrativ. Auch chinesische Autokonzerne wollen hier in naher Zukunft ein Wörtchen mitreden.

Noch 2020 will die Premium-Marke Arcfox das SUV ECF in den Markt bringen

In der jüngeren Vergangenheit konnte man häufiger lesen, dass chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge auch in Europa verkaufen wollen. Nimmt man es genau, sind einige bereits da und verfolgen parallel ambitionierte Expansionspläne, wie sich beim Blick in Autobörsen und auf dem diesjährigen Genfer Autosalon zeigt.

Der ECF dürfte mit seinem Radstand von 2,90 Meter viel Platz im Innenraum bieten

Neben Dong Feng und Borgward ist es vor allem die Marke BAIC, die bereits eine Handvoll Modelle über deutsche Autohändler vertreibt. Eine offizielle BAIC-Importgesellschaft gibt es zwar nicht, dennoch finden sich auf den einschlägigen Online-Autobörsen Angebote in beachtlicher Zahl. Die Chinesen, die für den Daimler-Konzern ein wichtiger Joint-Venture-Partner in China sind, haben jüngst wichtige Allianzen geschmiedet, um sich künftig außerdem einen Teil von Premium-Kuchen zu sichern. Für diese Mission hat BAIC unter anderem die elektrische Sub-Marke Arcfox in Stellung gebracht, die sich Anfang März auf dem Genfer Autosalon mit gleich zwei angeblich schon seriennahen Konzepten präsentierte.

Das Design des Arcfox ECF stammt aus der Feder von Walter da Silva

Eher die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde. Während bei der Rennwagen-Variante insgesamt sechs Motoren 750 kW/1.000 PS zur Verfügung stellen, mobilisieren die vier Motoren der Straßenversion 1.200 kW/1.600 PS. Deutlich höher fällt indes das Drehmoment der Raceedition aus: Hier sind es 1.320 gegenüber den 800 Newtonmetern des GT. In beiden Fällen sollen die jeweils 1.840 Kilogramm schweren Flügeltürer aus dem Stand in 2,6 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 255 km/h erreichen. Für die GT-Version verspricht Arcfox zudem eine Reichweite pro Batterieladung von mehr als 400 Kilometer.

Zusätzlich hat Arcfox eine Rennversion des GT vorgestellt, die über 1.300 Newtonmeter Drehmoment bietet

Ebenfalls in Genf wurde das noch konzepthaft wirkende, aus der Feder von Walter da Silva stammende SUV ECF gezeigt, welches Ausblick auf das erste Serienmodell von Arcfox bieten soll. Es handelt sich um ein Komfortmobil mit 2,90 Meter Radstand und über 600 Kilometer elektrischer Reichweite. Schon Mitte April will der BAIC-Ableger auf der Auto Shanghai mehr vom ECF zeigen.

1.600 PS soll die Straßenversion des Arcfox-GT leisten

Wie die Zeitschrift Automobilproduktion berichtet, ist die vom Joint-Venture-Partner Magna entwickelte elektrische Plattform für Arcfox bereits nahezu serienreif. Derzeit rüstet der BAIC-Konzern in China ein Arcfox-Werk für die Produktion von Fahrzeugen auf der neuen Magna-Plattform ein. Die Jahreskapazität soll bei 180.000 Fahrzeugen liegen. Bereits 2020 wird der BAIC-Konzern mit Arcfox den chinesischen Markt bedienen. Gut möglich, dass BAIC in nicht allzu ferner Zukunft seine elektrischen Premium-Modelle ebenfalls in Deutschland anbietet.

Starker Ausblick: Mit dem GT zeigt die BAIC-Tochter Arcfox ein Hypercar der Superlative

Aston-Martin RB 003 – Volks-Valkyrie

Das Hypercar Valkyrie wird nicht nur extrem teuer, sondern auch extrem selten sein. Doch Aston Martin plant ein zahmeres Derivat in größerer Stückzahl.

Die Ähnlichkeiten mit dem Hypercar Valkyrie sind alles andere als zufällig

Valkyrie heißt das bislang ambitionierteste PS-Projekt aus dem Hause Aston Martin. Ende 2019 soll der hybridisierte V12-Rennwagen mit Straßenzulassung mit deutlich über 1.000 PS an den Start gehen. Auf dem Genfer Autosalon (bis 17. März) zeigen die Briten mit der Studie AM-RB 003 einen zahmeren und alltagstauglicheren Ableger, der 2021 auf den Markt kommen soll. 

Mit dem Konzept 003 gibt Aston Martin Ausblick auf ein künftiges Sportwagenmodell

Optisch weist der 003 klare Ähnlichkeiten zum Valkyrie auf, allerdings wirkt das künftige Derivat nicht ganz so kompromisslos wie das Hypercar. Dies, so Aston Martin, ist unter anderem auf Zugeständnisse an den Alltagsnutzen zurückzuführen. So bietet die Karbonkarosserie der künftigen Mittelmotor-Flunder einen im Vergleich zum Valkyrie etwas geräumigeren Innenraum. 

Als Anzeige reicht ein kleines Display auf der Lenkradsläule

Ebenfalls dezenter soll der Antrieb ausgelegt werden. Statt des Cosworth-Zwölfenders soll ein Biturbo-V6-Benziner im Zusammenspiel mit einem E-Motor dem Leichtbau-Renner Beine machen. Wie schnell und stark das auf 500 Exemplare limitierte Modell sein wird, behalten die Briten vorläufig für sich.

So stellt sich Aston Martin das Sportwagen-Cockpit der nahen Zukunft vor

Elektroautos stellen klassische Vorfahren ins Abseits – Genfer Zeitenwende

Nach Jahren als Mauerblümchen sind auf der Genfer Automesse die Neuheiten mit Elektroantrieb auf Augenhöhe mit ihren klassisch angetriebenen, Benzin oder Diesel verbrennenden Ahnen. Zumindest, was die Zahl der Exponate betrifft.

Genf im Frühling, der Mont Blanc trägt seine Schneehaube, erste wärmende Strahlen besiegen den sterbenden Winter. Wie immer Anfang März sind die Stellplätze auf dem nahen Flughafen mit Privatjets zugeparkt, dunkle Limousinen schaufeln Massen von anzugtragenden Managern, Journalisten und Zaungästen zu den Eingängen der großen Ausstellungshallen. Die Autowelt trifft sich zur ersten Messe des Jahres auf europäischem Boden, der Genfer Salon gibt den Startschuss zum neuen Autojahr. Schönere, schnellere, stärkere Autos aller Art sollen die Gewinne der Konzerne auch in den kommenden Monaten sprudeln lassen und die Aktionäre beglücken.

Erstmals ist die Zahl der Neuvorstellungen von E-Autos auf Augenhöhe mit den klassischen Ausstellungsstücken, hier die elektrische Variante des Peugeot 208, der gleichzeitig auch als Verbrenner debütiert

So war das in den letzten Jahrzehnten. Und nun ist alles ganz anders in diesem Jahr 2019, das vielleicht später einmal als ein endgültiger Wendepunkt in die Geschichte der Traditionsmesse eingehen wird. Natürlich wabern die Dauerthemen Strafzölle, Brexit, Diesel oder drohender Verkehrskollaps durch die Hallen. Allesamt Tretminen, die von den Chefs der Ausstellerfirmen bei ihren Auftritten auf den Premierenbühnen sorgfältig umschifft werden. Solche Krisen gab es immer. Viel wichtiger und folgenreicher aber ist die Zeitenwende, für die der Genfer Salon in diesem Jahr steht.

Die alte Autowelt mit chromblitzenden Fünf-Meter-Schiffen, kraftstrotzenden Achtzylindern und ultraflachen Geschossen für die linke Spur ist auf dem Rückzug. Natürlich stehen sie da noch, die Bugatti, Lamborghini oder Bentley, die auf kleinen Stellschilder Effizienzklasse G zugeben müssen, die schlechteste überhaupt. Flankiert werden die Dinos durch Sportwagen-Kleinserien eher unbekannter Hersteller wie Pagani (562 kW/765 PS für einen Roadster namens Huayra) oder Zenvo mit dem Mittelmotor-Giganten TSR (866 kW/1177 PS). Beide fanden wie viele andere Platz dank prominenter Absagen renommierter Hersteller wie Ford, Opel oder Jaguar, deren freigewordene Lücken aufgefüllt werden mussten.

Kleine Unternehmen verheiraten den Spaß mit der grünen Vernunft, wie Hispano Suiza mit dem Carmen. Zwei E-Motoren liefern zusammen 750 kW/1.019 PS

Alles Beispiele für PS-Riesen, die ein Stück weit für den aussichtslosen Überlebenskampf der automobilen Saurier stehen. Denn das Umfeld hat sich geändert. Der deutsche Manager eines Dax-Konzerns, der nicht genannt werden will, sagt: „Das ist kein Umbruch, das ist ein Erdbeben“. Er meint damit die neue Welt mit ihren zumindest vor Ort abgasfreien Antrieben, immer stärker werdenden Batterien und höheren Reichweiten. Erstmals ist die Zahl der Neuvorstellungen von E-Autos auf Augenhöhe mit den klassischen Ausstellungsstücken. Fifty-fifty ist erreicht, schon im nächsten Jahr könnten die Stromer in der Überzahl sein.

Natürlich sind einige der Premieren noch Konzeptautos wie der Audi Q4 E-Tron oder die elektrischen Kleinbusse wie Mercedes EQV (stammt von der V-Klasse ab) und VW T6. Doch die Premiere im richtigen Leben ist nicht irgendwann in der Zukunft, sondern in wenigen Monaten. Batteriegespeiste Versionen von normalen Kleinwagen wie dem neuen Peugeot 208 werden Normalität. Dazu kommen zahllose sogenannte Plug-In-Hybride (an der Steckdose aufladbar), mit denen Mercedes, BMW oder auch Audi ihre bescheidener gewordenen Stände zuparken. Elektro ist nun mal das neue Öl, der saubere Motor der Mobilität, die dann auch noch autonom werden wird.

Die Sorge um das, was früher Fahrfreude genannt werden durfte, ist dabei unbegründet. Denn es haben sich kleine Unternehmen gegründet, die den Spaß mit der grünen Vernunft verheiratet haben. Beispiel ist die Wiedergeburt eines längst vergessenen Marke. Hispano Suiza, in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts eine Ikone der Mächtigen und Reichen, feiert in Genf eine Wiederauferstehung. Mit dem Carmen, den der spanisch-schweizer Hersteller als „elektrischen Hyperlux Grand Tourer“ beschreibt. Zwei E-Motoren liefern zusammen 750 kW/1.019 PS. Die Reichweite der Batterie soll bei 400 Kilometern liegen, natürlich nicht, wenn die mögliche Spitzengeschwindigkeit des 4,73 Meter langen Zweisitzers (250 km/h) ausgereizt wird. Preis: 1,8 Millionen Euro. Auch andere kleine Start-ups wollen mit Hochleistungs-Stromern den Anschluss halten, darunter der Erstling von Toni Piëch (40), dem Sohn des früheren VW-Chefs Ferdinand Piëch. Sein elektrischer Sportwagen trägt den Namen Piech Mark Zero.

Nach Jahren als Mauerblümchen sind auf der Genfer Automesse die Neuheiten mit Elektroantrieb auf Augenhöhe mit ihren klassisch angetriebenen, Benzin oder Diesel verbrennenden Ahnen. Ein Bote der neuen Zeit: der Piech Mark Zero

Bei aller elektrisierenden Hochspannung geht in Genf die Sorge um den Fortbestand der klassischen Automessen um. Zu teuer für die Hersteller, abnehmende Besucherzahlen und Absagen wichtiger Marken bereiten nicht nur den Messe-Managern Sorge. So ist heute schon klar, dass fast 20 bekannte Marken auf der IAA in Frankfurt im Herbst fehlen werden.

Öko-Konzepte in Genf – Neue Wege

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Die Autoindustrie ist emsig auf der Suche nach Antworten auf diese Frage, einige davon sind auf dem Genfer Autosalon zu sehen.  

Man braucht keine Glaskugel, um vorhersehen zu können, dass der Verkehr in den Megastädten dieser Welt eher früher als später kollabiert – wenn nicht bald neue Mobilitäts-Lösungen auf die Straße kommen. Die Idee ist simpel: Entweder man besetzt die mit vier, fünf oder mehr Sitzen ausgestatteten Mobile, die heute zum Großteil nur mit einem Passagier unterwegs sind, mit weiteren Fahrgästen. Oder man steigt auf kleine, handliche Transportmittel um, die mit nicht mehr Platz als unbedingt nötig ausgestattet sind. 

Einen Mover im Mini-Format zeigt Citroën: Ami One Concept nennt sich die nur 2,50 Meter lange Schachtel, die Platz für zwei bietet

Einer, der beide Wege gehen will, ist Günter Schuh. Der Professor für Produktionssystematik bringt mit seinem jungen E-Auto-Unternehmen e.Go dieser Tage den Life auf den Markt. In dem Viersitzer haben auf 3,35 Metern immerhin vier Personen Platz. Damit bei aller Vernunft der Spaß an der neuen Mobilität nicht zu kurz kommt, zeigt Schuh in Genf jetzt die Sport-Studie Life CS, die aggressiver gezeichnet und stärker motorisiert ist. Auch beim e.Go Lux setzt die in Aachen beheimatete Elektro-Schmiede auf mehr Freude – am Gefahrenwerden. Der knapp fünf Meter lange Kasten basiert auf dem Mover, der ab 2020 bis zu 15 Personen autonom durch die City kutschieren soll. In der Luxus-Ausstattung wird der Großraumtransporter zum Wohlfühl-Bus mit Wohnzimmerambiente; auch eine Büro-Version zum Arbeiten während der Fahrt ist denkbar.  

Unsicher ist die Zukunft des Fiat Centoventi: Der elektrische Kleinwagen ist an sich nicht besonders spektakulär, dafür aber das Akku-Konzept

Einen Mover im Mini-Format zeigt Citroën: Ami One Concept nennt sich die nur 2,50 Meter lange Schachtel, die Platz für zwei bietet und zumindest in einigen Ländern ohne Führerschein gefahren werden darf; in Deutschland wäre für den Würfel auf Rädern eine Mofa-Lizenz nötig. Ganz nach eigenem Bedarf soll man dem Ami One in Carsharing-Manier zwischen fünf Minuten und mehreren Tagen per Smartphone-App mieten können, aber auch Leasing-Modelle mit fünf Monaten oder fünf Jahren Laufzeit sind denkbar. Eine Kaufoption schließt Citroën ebenfalls nicht aus. Wann der Ami One kommt, steht noch in den Sternen. Dass er in Serie geht, ist – anders als bei zahlreichen, vergleichbaren Rinspeed-Studien, die Jahr für Jahr in Genf aufschlagen – aber ziemlich wahrscheinlich. 

VW will mit dem Cargo e-Bike vor allem Handwerker ansprechen: Das Dreirad sieht aus wie die in Holland beliebten Bakfiets und hat zwischen seinen beiden Vorderrädern Platz für einen kleinen Kofferraum

Unsicher ist die Zukunft des Fiat Centoventi: Der elektrische Kleinwagen ist an sich nicht besonders spektakulär, dafür aber das Akku-Konzept: Ab Werk ist ein Stromspeicher für 100 Kilometer Reichweite montiert, drei weitere dieser Batterien können bei Bedarf beim Händler gekauft oder -mietet werden. Außerdem kann ein zusätzlicher 100-km-Stromspeicher vom Fahrer selbst unter dem Fahrersitz montiert werden. Sollte sich dieses Konzept realisieren lassen, dürften andere Hersteller nicht schlecht staunen.     

Linde ersetzt beim H2-Bike die Batterie durch eine Mini-Brennstoffzelle, die ihren Wasserstoff-Vorrat für rund 100 Kilometer Reichweite aus einer kleinen Kartusche bezieht

Gestaunt haben dürften dieses Jahr auch die Renault-Verantwortlichen, wenn sie bei ihrem Messerundgang am Seat-Stand vorbeikamen. Dort stand eine ziemlich originalgetreue Kopie ihres 2011 präsentierten Renault Twizy – der Seat Minimo. Vier ausgestellte Räder, zwei hintereinander angeordnete Sitze und das alles auf zweieinhalb Metern Länge und nur knapp über 1,20 Metern Breite. Anders als Renault setzen die Spanier allerdings auf geschlossene Türen und auf einen Austausch-Akku, der in wenigen Minuten gewechselt werden kann. Genauere Angaben macht Seat zwar noch nicht, dass der Minimo kommt, ist aber ziemlich wahrscheinlich.

Beim e.Go Lux setzt die in Aachen beheimatete Elektro-Schmiede auf mehr Freude – am Gefahrenwerden. Der knapp fünf Meter lange Kasten basiert auf dem Mover, der ab 2020 bis zu 15 Personen autonom durch die City kutschieren soll

Ähnlich, aber doch ein ganzes Stück skurriler, sind die beiden Konzepte von Sbarro. Das „Atelier d’Etude de constructions automobiles“ wie das Schweizer Unternehmen offiziell heißt, zeigt unter dem Namen El-Richo einen 1+3-Sitzigen Elektro-Flitzer mit langer Schnauze und Rikscha-ähnlichem Aufbau. Rein elektrisch fährt dagegen der Dreisitzer, in dem die Passagiere Tridem-ähnlich hintereinander Platz nehmen und von einer Glaskuppel  beschirmt werden. Dass solche Fahrzeuge in die Realität umgesetzt werden können, ist wahrscheinlich, ob man sich damit auf der Straße sehen lassen will, steht auf einem anderen Blatt. 

Der e.Go Life kommt dieser Tage auf den Markt, in Genf zeigt die Firma die Sport-Studie Life CS, die aggressiver gezeichnet und stärker motorisiert ist

Dann vielleicht lieber aufs Fahrrad umsteigen? Skoda zeigt mit dem Klement, wie das E-Bike der Zukunft aussehen könnte. Zwei Lithium-Ionen-Akkus stellen bis zu 62 Kilometer Reichweite bereit, statt klassischer Pedale gibt es Fußstützen; neigt man den Fuß nach vorne, sorgt der 4-kW-Motor am Hinterrad für Vortrieb – und macht das rund 25 Kilogramm schwere Klement bis zu 45 km/h schnell. Bedient wird das Bike per Smartphone-App, eine Halterung auf der Mittelstange ist vorgesehen. Eine ähnliche Vision hat auch Linde, allerdings ersetzen die Gas-Experten bei ihrem H2-Bike die Batterie durch eine Mini-Brennstoffzelle, die ihren Wasserstoff-Vorrat für rund 100 Kilometer Reichweite aus einer kleinen Kartusche bezieht. Die soll sich, Tankstelle vorausgesetzt, in wenigen Minuten füllen lassen. Während die beiden Radl nur zum Personentransport geeignet sind, will VW mit dem Cargo e-Bike vor allem Handwerker ansprechen: Das Dreirad sieht aus wie die in Holland beliebten Bakfiets und hat zwischen seinen beiden Vorderrädern Platz für einen kleinen Kofferraum. Nach dem der elektrische Lastesel in Genf schon seinen zweiten Auftritt hat, dürfte eine Serienversion bald folgen. 

Zum ersten Mal in der über einhundertjährigen Firmen Geschichte schickt der Motorrad-Dino Harley-Davidson ein elektrisches Bike ins Rennen

Die ist auch bei der LiveWire beschlossene Sache: Zum ersten Mal in der über einhundertjährigen Firmengeschichte schickt der Motorrad-Dino Harley-Davidson ein elektrisches Bike ins Rennen. Es soll mehr als hundert Kilometer schaffen, danach muss die Harley für gut dreieinhalb Stunden an die Steckdose. Spannend dürfte vor allem der Sound sein: Der für tief-röhrende Zweizylinder berühmte Moped-Bauer verspricht: „Das lauteste was Sie hören, ist ihr Herzrasen.“ Bleibt nur abzuwarten, ob die Herzen der Motorrad-Jünger auch für das E-Bike höher schlagen. 

Citroen Ami One – Das Auto, das kein Auto sein will

Auch bei Skoda deht sich alles um die Elktromobilität: Ob der noch als Conceptstudie vorliegende Vision iV oder der neue City-SUV Karmiq – E-Maschinen und Batteriekapazitäten bestimmen den Messeauftritt der Tschechen in Genf.

Der Ami One von Citroen ist nicht irgendeine Studie, die sich auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert. Mit dem 2,50 Meter kurzen Zweisitzer will die französische Marke zeigen, wie urbane Mobilität künftig funktioniert.

SP-X/Paris. Es ist ziemlich kess, sich an dem berühmtesten politischen Slogan Europas zu vergreifen: „Liberté, Egalité, Fraternité!“, riefen einst die französischen Revolutionäre von den Barrikaden – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Diese Grundpfeiler des westlichen Wertesystems hat Citroen ziemlich schamlos umgedichtet und sogar ins Englische übersetzt: In dem Pariser Fotostudio, wo das Konzeptauto Ami One auf Besucher wartet, steht „Liberty, Electricity, Mobility“ an der Wand und das Teilwort City ist genauso fettgedruckt wie Mobility. Immerhin, die Freiheit ist noch da, aber sie wird nun gekoppelt mit Elektrizität und Mobilität. Und, das darf man sagen, mit ziemlich revolutionären Ideen.

Zwei Türen, zwei Sitze, 2,50 Meter lang, dabei nur 1,50 Meter breit und exakt genauso hoch – der Ami One sieht aus wie ein Würfel auf Rädern

Zwei Türen, zwei Sitze, 2,50 Meter lang, dabei nur 1,50 Meter breit und exakt genauso hoch – der Ami One sieht aus wie ein Würfel auf Rädern. Die Kunststoff-Paneele der Vorder- und Rückseite sind identisch gestaltet, genauso wie die beiden Türen, die folgerichtig auch unterschiedlich angeschlagen sind. Während man die Beifahrertür wie bei jedem gewöhnlichen Auto bedient, öffnet die Fahrertür nach vorn, so wie in einem Rolls-Royce.

Nun ist es nicht so, dass es zweisitzige Fahrzeugstudien mit zweieinhalb Metern Länge noch nie gegeben hätte, eine davon ist sogar in Serie gegangen, unter dem Namen Smart. Viel Konkurrenz hat der Smart im Zweisitzermarkt nicht, möglicherweise ist Citroens Idee also einfach nur falsch. „Nein“, sagt Frédéric Duvernier, der Chefdesigner für Citroens Konzeptautos, „denn der Ami One ist kein Auto, sondern ein Mobilitätsgerät.“

Der Innenraum ist spartanisch eingerichtet

Das klingt etwas abgehoben, wird aber verständlicher, wenn man einen Blick in das sehr spartanische Cockpit wirft. Außer dem rechteckigen, aber abgerundeten Lenkrad findet man da nicht viel – und so wie Lichtschalter, Startknopf oder Warnblinktaste gestaltet sind, sieht man ihnen den Widerwillen der Designer geradezu an, etwas so Profanes und Herkömmliches im Innenraum vorzusehen. Das wichtigste Element ist ein kleiner Kasten oberhalb des Lenkrads: Dort legt man sein Smartphone hinein, und dann wird nicht etwa nur das Infotainment des Handys ins Auto integriert. Nein, eine spezielle App verwaltet das gesamte Auto, Tachometer inklusive – und die Navigationskarte des Handys wird ganz frech in die Windschutzscheibe gespiegelt, Head-up-Display light.

Das Smartphone herrscht über das Auto, denn nur so, glauben Citroens Vordenker, kann man der heute jungen Generation noch den Betrieb oder gar den Besitz eines Autos schmackhaft machen. Hinzu kommen die boomenden Metropolen, deren Infrastrukturen oft nicht Schritt halten mit der Entwicklung der Bevölkerungszahl. „Nur noch 60 Prozent der Pariser haben überhaupt ein Auto“, sagt Duvernier. Absolut glaubhaft, wenn man sich das tägliche Chaos auf der Ring-Autobahn Périphérique ansieht.

Der Ami One von Citroen ist nicht irgendeine Studie, mit dem 2,50 Meter kurzen Zweisitzer will die französische Marke zeigen, wie urbane Mobilität künftig funktioniert

Und dann rückt der Designer mit dem speziell Französischen am Ami One heraus: „Man kann den Wagen bei uns ohne Führerschein fahren, ab 16, nach dem Ablegen einer theoretischen Prüfung.“ Das ist in der Tat eine smarte Lösung für die Pariser Pubertierenden, doch in vielen anderen europäischen Ländern ist diese Voraussetzung nicht gegeben. Zwar gibt es auch in Deutschland die sogenannten Microcars (sie stammen überwiegend aus Frankreich) und in einigen östlichen Bundesländern darf man sie sogar schon mit 15 Jahren fahren. Doch sind die Microcars, die in Frankreich auch Quadricycle heißen, in Deutschland bislang kein durchschlagender Verkaufserfolg und mit Preisen ab circa 13.000 Euro sind sie zudem recht teuer.

Das dürfte auch auf den Ami One zutreffen, denn der ist natürlich als Elektroauto geplant. Und aus teurem Carbon besteht er noch dazu, weil Quadricycles nur 450 Kilogramm wiegen dürfen. Um die konkrete technische Umsetzung hat sich bei Citroen noch niemand gekümmert, der Ami One ist längst kein Entwicklungsauftrag, sondern bislang wirklich nur eine Idee, daher gibt es auch nur rudimentäre Daten. Aber Duvernier und sein Team beteuern, dass sie den Raum für ein kleines Akku-Pack im Unterboden freigelassen haben, und auch der Elektromotor, der die Hinterachse antreibt, finde seinen Platz im Heck des Autos. Wegen der Leergewichtsgrenze von 450 kg  (Zum Vergleich: Der Smart electric drive wiegt 1.000 kg.) und weil das Microcar nur 45 km/h schnell fahren darf, sind für die angestrebte Alltagsreichweite von 100 Kilometern (Smart ed: 160 km) nicht zu viele Batterien vonnöten. Andererseits sind 100 Kilometer im riesigen Pariser Stadtgebiet auch nicht übermäßig viel, und der Ami One ignoriert schlicht die Tatsache, dass alle Hersteller von Elektro-Kleinwagen derzeit die Reichweiten eher erhöhen. Warum? Weil Reichweiten auf dem Niveau von Benzinreservetanks bei der Kundschaft nicht allzu beliebt sind.

Außer dem rechteckigen, aber abgerundeten Lenkrad findet man im Cockpit nicht viel

Aber das sind, zugegeben, Bedenken eines eher klassischen Autofahrers. Citroens Designer sprechen bei der angepeilten Kundschaft von der „No-Car-Generation“. Für diese jungen Menschen gälten ganz andere Maßstäbe und daher wurde auch gleich ein Vermarktungs- und Nutzungskonzept für den Ami One ersonnen. Der „Freund eins“, so die Übersetzung der franko-englischen Kombination Ami One, kommt grundsätzlich als Ergebnis einer Online-Bestellung zu seinem Fahrer, und man soll später wählen können zwischen fünf Minuten beziehungsweise Stunden, fünf Tagen, fünf Monaten und fünf Jahren Nutzungsdauer.

Die fünf ist im minütlich abgerechneten Carsharing sicher nicht in Stein gemeißelt, aber grundsätzlich stellt sich Citroen vor, in Zukunft einen Teil seiner Autos – halt: Mobilitätsgeräte – eher zu vermieten als zu verkaufen. Auch die fünfjährige Nutzung beruht auf einem Leasingvertrag, in dessen monatlichen Beträgen auch ein möglicher Batterietausch sowie die Wartung und sogar Parkgebühren enthalten sind – was man so versprechen kann, wenn es noch gar kein Serienprodukt gibt. Nur zur Erinnerung: Dass Tesla-Käufer ihre Elektroautos an den Schnellladestationen der Autobahnraststätten gratis aufladen können, gilt für Neukunden schon seit Anfang 2017 nicht mehr.

Alles in allem ist der Citroen Ami One ein interessanter Diskussionsbeitrag zu der Frage, wie wir künftig individuelle Mobilität in Großstädten organisieren. Spricht man mit den Citroen-Designern, dann spürt man zwischen den Zeilen ihren Wunsch, man möge das neuzeitliche Konzept in eine gedankliche Reihe mit dem 2CV stellen, der „Ente“. Auch dieses Auto war zu seiner Zeit radikal anders im Design und hatte die Aufgabe, andere Käuferschichten (in dem Fall: die ärmeren) zu Autobesitzern zu machen.

Sollte dem Ami One das gelingen und sollte er daher massenhaft in Paris, Berlin, Rom und anderen europäischen Metropolen zu sehen sein, dann wird er auf jeden Fall zweierlei erreichen:  Er wird auffallen und gleichzeitig mehr Platz schaffen.

Stefan Anker/SP-X

Harley-Davidson Livewire – Preis für Deutschland

Noch in diesem Jahr will Harley-Davidson sein Elektromodell Livewire auch in Deutschland auf den Markt bringen. Ihr Preis ist selbst für eine Harley stattlich.

Anfang des Jahres hat Harley-Davidson das kommende Elektro-Modell Livewire auf der CES präsentiert und dabei Fahrwerte sowie den Preis für den US-Markt verraten. Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) folgen mit der Europapremiere auch Details zum Marktstart in Deutschland. 

Auf dem Genfer Autosalon ist bereits ein Probesitzen möglich

Demnach werden ab April 2019 Bestellungen europäischer Kunden entgegengenommen. Für das vierte Quartal sind dann die ersten Auslieferungen geplant. Der Preis beträgt hierzulande rund 33.000 Euro. In den USA kostet das E-Bike umgerechnet rund 26.000 Euro. 

Das erste elektrisch angetriebene Motorrad der Kultmarke bietet einige eindrucksvolle Eckdaten. Demnach soll der Sprint aus dem Stand auf 96 km/h gut drei Sekunden dauern. Maximal sind 177 km/h drin. Die Reichweite im City-Modus geben die Amerikaner mit 225 Kilometer an. Im Highway-Modus schrumpft sie auf 142 Kilometer.

Ende 2019 kommt die neue Harley-Davidson Livewire auch nach Deutschland

Piëch Automotive Mark Zero Concept – Schönling auf Allzweck-Plattform

Piëch Automotive will bald groß ins Autobusiness einsteigen. Auf einer modularen Plattform sollen neben eigenen Autos auch Fahrzeuge anderer Hersteller entstehen.

Zu den Highlights des diesjährigen Genfer Autosalons (7. bis 17. März) zählt der Elektrosportwagen Mark Zero der neuen Automarke Piëch Automotive. Den Namen Piëch dürften viele mit dem langjährigen VW-Chef Ferdinand Piëch verbinden. In diesem Fall hat allerdings sein Sohn Anton das neue Unternehmen gänzlich unabhängig von Volkswagen 2016 ins Leben gerufen. Der Mark Zero ist das Erstlingswerk, dem in wenigen Jahren weitere Modelle mit rein elektrischen Antrieben folgen sollen.

Mit dem Mark Zero Concept zeigt das junge Unternehmen Piëch Automotive sein Erstlingswerk vor

Technisch wie optisch ist der Mark Zero ein imposantes Statement. Angesichts der klassischen GT-Silhouette könnte man den Stromer auf den ersten Blick für einen typischen Aston Martin halten. Auch die Fahrleistungen des 4,43 Meter langen Zweisitzers wären eines Vertreters der britischen Traditionsmarke durchaus würdig. Dank drei jeweils 150 kW/204 PS starken E-Motoren soll der 1,8-Tonner in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen. Maximal sind 250 km/h drin. Dank neuartiger Batteriezellen der Firma Desten kann der luftgekühlte Energiespeicher 500 Kilometer Reichweite sowie eine 80-Prozent-Ladung in unter fünf Minuten ermöglichen. 

Eigentlich sieht der Mark Zero wie ein klassischer Sportwagen aus, doch unter der elegant geschnittenen Hülle steckt ein Elektroantrieb

Der Mark Zero, in Genf als Konzept deklariert, soll Teil einer ab 2022 verfügbaren Modellfamilie werden, die Piëch noch um einen Viersitzer und ein SUV erweitern will. Preislich soll der Sportwagen zwischen 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Auch weitere Konzepte auf der grundsätzlich modular ausgelegten Plattform sind denkbar. Theoretisch sind bis zu sechzig Varianten möglich. Zudem eignet sich die Plattform für verschiedene Antriebe. Neben E- sind auch Verbrennungsmotoren, verschiedene Hybride oder eine Brennstoffzelle denkbar. 

Möglicherweise 2022 könnte der Mark Zero in Serie gehen

Eine weitere Besonderheit des modularen Konzepts ist es, Fahrzeuge über längere Zeiträume technisch aktuell zu halten. Neben Software sollen auch Hardware-Komponenten wie etwa die Batterie austauschbar sein. Die modulare Struktur will Piëch im B2B-Geschäft in einem nächsten Schritt auch anderen Herstellern anbieten. Doch zunächst muss die neue Automarke noch einen Partner finden, der die Piëch-Stromer bauen wird.

Der Preis für den elektrisch getriebenen GT könnte zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegen

Ssangyong Korando – Nicht mehr wiederzuerkennen

In über 35 Jahren blickt der Ssangyong Korando auf eine wechselvolle Geschichte mit vielen Brüchen zurück. Auch die jetzt anstehende Neuauflage ist mehr Re- statt Evolution.

Mit jeder Neuauflage hat sich der Ssangyong Korando dramatisch verändert. Das ist auch bei der nunmehr sechsten Auflage der Fall, die auf dem Genfer Autosalon (bis 17. März) Premiere feiert. Anders als der von vielen Rundungen geprägte Vorgänger ist die neue Außenhaut scharfkantig und charaktervoll durchgestylt. Darüber hinaus bietet das außen wie innen leicht gewachsene Kompakt-SUV eine Reihe technischer Neuheiten. 

Zunächst stehen für den Ssangyong Korando in Deutschland ein Benziner und ein Diesel zur Wahl

Dank des um fünf Zentimeter auf 2,65 Meter gewachsenen Radstands versprechen die Koreaner unter anderem für den Fond gute Platzverhältnisse. Der Kofferraum kann 551 Liter aufnehmen, bei umgeklappter Rückbank wächst er auf 1.248 Liter. Weiter vorne bietet der Koreaner einen schicken und modern eingerichteten Arbeitsplatz. Der Handbremshebel hat dank elektrischer Feststellbremse ausgedient. Statt aus analogen Rundanzeigen besteht das Kombiinstrument aus einem 10,25-Zoll-Display. In der Mittelkonsole gibt es als Anzeige- und Bedieneinheit einen 8-Zoll-Touchscreen für das Audiosystem. Wird eine TomTom-Navigation bestellt, wächst die Bildschirm-Diagonale um einen Zoll. Das Infotainmentsystem erlaubt dank Apple Carplay und Android Auto auch die Integration von Smartphone-Funktionen. 

Die moderne Blechhaut zeichnet sich durch viele Charakterlinien aus

Zu den Neuerungen des Korando gehören den Schweller überdeckende Einstiegstüren, was schmutzige Waden beim Aussteigen verhindert. Außerdem ist die Heckklappe elektrisch. Zudem gibt es eine Reihe neuer Assistenzsysteme wie etwa einen kamera- und sensorbasierten Kollisionsverhinderer, Abstandstempomat sowie Spurverlassens-, Abstands-, Müdigkeits- und Querverkehrswarner. Letzterer leitet bei drohender Kollision eine Notbremsung ein. Außerdem sind noch Spurhalte-, Fernlicht- und Totwinkelassistent verfügbar. 

In seiner Mitte 2019 startenden Neuauflage schlägt der Korando optisch eine radikal neue Richtung ein

Zunächst geht der Korando mit zwei Verbrennern an den Start. Der völlig neue 1,5-Liter-Turbo-Benzindirekteinspritzer leistet 120 kW/163 PS und 280 Newtonmeter Drehmoment. Der Verbrauch dürfte bei rund 6,3 Liter liegen. Alternativ gibt es einen 1,6-Liter-Diesel mit 100 kW/136 PS und 324 Newtonmeter Drehmoment, der um 4,3 Liter verbrauchen wird. Beide Vierzylinder sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Sechsstufen-Automatik sowie wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich. Die Versionen mit Zweiradantrieb sind mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Später will Ssangyong den Korando mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt bringen.

Der Arbeitsplatz ist aufgeräumt und modern

Marktstart ist Mitte 2019. Preise wurden noch nicht genannt, doch dürften sich diese am Niveau des Vorgängers orientieren, der derzeit ab rund 20.000 Euro zu haben ist.

Porsche auf dem Genfer Autosalon 2019 – Offen ins Frühjahr

Porsche stehen spannende Zeiten ins Haus: SUV-Coupé und E-Modell sollen noch dieses Jahr kommen. In Genf aber putzt der Autobauer seine klassische Sportwagen-Seite heraus. 

Porsche stehen spannende Zeiten ins Haus: Zukünftig will auch Porsche mit einem Cayenne-Coupé im Segment der schnittigen SUV mitmischen und später im Jahr soll der vollelektrische Taycan nicht weniger als eine Zeitenwende in Zuffenhausen einläuten; Strom wurde bislang nur zur Unterstützung des Verbrenners eingesetzt. Doch: Die beiden wichtigen Neuheiten zieren sich etwas und trauen sich noch nicht ins Rampenlicht. Auf dem Genfer Autosalon beschränkt sich der Sportwagenhersteller deshalb einerseits darauf, in Erinnerung zu schwelgen. Schließlich hat sich die damals junge Marke hier vor 70 Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt. Andererseits demonstriert Porsche auf dem diesjährigen Salon seine ursprüngliche Kernkompetenz: klassische Sportwagen. Der 911 ist gerade erst rundum erneuert an den Start gegangen und jetzt fängt der Autobauer an, den üblicher Variantenfächer auszubreiten. Erster Ableger und Star des Porsche-Messestandes: Das Cabriolet. 

Star des Porsche-Messestandes in Genf: Das 911 Cabriolet

Bilder davon hat Porsche schon vor einiger Zeit veröffentlicht, doch auch ohne dieses Appetithäppchen wäre die Überraschung am Lac Léman keine große gewesen. Wie gehabt, hat das Design-Team um Michael Mauer die Open-Air-Version so nahe wie möglich an das Coupé angelehnt. Und natürlich sind die Ingenieure der Stoffmütze treu geblieben: Ein offener Elfer mit Stahldach, das passt einfach nicht. Die Haube mit Magensium-Flächenspriegel verschwindet auf Tastendruck in zwölf Sekunden hinter den Sitzen und lässt sich ebenso schnell wieder über die Passagierköpfe spannen. Größter Vorteil des Cabrios – abgesehen vom Wind um die Nase und etwas Farbe im Gesicht: Der kraftvoll röhrende Boxer im Heck dringt noch besser bis ans Ohr vor. Zwar mussten auch die Porsche-Triebwerke Federn lassen und klingen nicht zuletzt seit der Umstellung auf Turbo-Technik nicht mehr ganz so herzzerreißend. Doch eine ähnliche Zäsur haben die Porsche-Jünger schon beim Abschied vom luftgekühlten Motor durchmachen müssen, und wie diese, werden sie auch den jüngsten Klangwechsel verkraften.

Sound- und Kraftquelle ist ein 3,0-Liter-Sechszylinder, der zunächst einzig in der S-Version mit 331 kW/450 PS zu haben ist. Bestimmen können Kunden derzeit nur die Antriebsart – heckgetrieben startet der offene Elfer bei 134.400 Euro, das Allrad-Modell 4S kostet knapp 8.000 Euro mehr. Ab Werk fahren alle 911 Cabrios mit dem superschnellen neuen Doppelkupplungsgetriebe vor, das so präzise wie kaum ein anderes auf dem Markt mit den acht Übersetzungsstufen jongliert. Im schnellsten Fall spurtet das Cabrio in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und damit ein Zehntel langsamer als das Coupé; die Vmax liegt bei 306 km/h. Neu: Zum ersten Mal ist auch das Cabrio mit Sportfahrwerk und adaptiven Dämpfern erhältlich. 

Für knapp die Hälfte des Cabrio-Tarifs ist die zweite Neuheit zu haben, die Porsche in Genf ausstellt. Brandheiß sind 718 Cayman und Boxster in der T-Ausführung allerdings nicht mehr, schließlich standen die beiden Touring-Modelle schon zur ersten Ausfahrt bereit. Das Prinzip dahinter: Maximaler Fahrspaß mit dem Basis-Motor. Während unter der Haube des Mittelmotorsportler also nur der 220 kW/300 PS starke Vierzylinder-Boxer werkelt, sorgen das sonst für die Einstiegsversion nicht erhältliche Sportfahrwerk mit adaptivem Dämpfern und Sport-Chrono-Paket, Torque Vectoring an der angetriebenen Hinterachse und aktive Getriebelager für gesteigerte Querdynamik und ein Plus an Fahrfreude. Um die 20 Mehr-Kilogramm der Extras zu kompensieren, werden ab Werk die Türgriffe durch leichte Schlaufen ersetzt und das Infotainmentsystem nebst Lautsprechern fehlt – letzteres kann aber aufpreisfrei wieder dazu bestellt werden, wovon die meisten Käufer gebraucht machen werden. Die gesparten zehn Pfund fallen schließlich wahrlich nicht ins Gewicht.    

GFG Style Kangaroo – Der Sportwagen fürs Grobe

SUV mit supersportlichen Fahreigenschaften gibt es bereits einige auf dem Markt. Doch ein echter Supersportler mit SUV-Kompetenz ist neu.

Die 2015 von Giorgio und Fabrizio Giugiaro gegründete Designfirma GFG Style präsentiert auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) mit der Studie Kangaroo ein sogenanntes Hyper-SUV. Im Kern handelt es sich um einen knackig proportionierten Elektro-Sportwagen, der unter anderem dank Allradantrieb auch Ausflüge in unwegsames Gelände nicht scheuen muss. Chancen auf eine Serienfertigung dürfte das Designerauto kaum haben.

Eindeutig ein Sportwagen, aber kein SUV: der GFG Style Kangaroo

Von der neuen Kategorisierung sollte man sich nicht täuschen lassen: Sieht man von der leicht erhöhten Bodenfreiheit und den großzügig geschnittenen Radhäusern einmal ab, weist der Kangaroo keine Ähnlichkeit zu einem SUV auf. Vielmehr handelt es sich um einen keilförmigen Flachbau, der optisch wie ein Mittelmotor-Sportwagen wirkt. Die maximal 1,29 Meter hohe Karosserie schmiegt sich eng über die 22 Zoll großen Sporträder. Zwischen den Achsen befindet sich eine gläserne Kanzel, die Platz für zwei Passagiere hat. Eine Besonderheit sind die zweiteiligen Türen: Während ein Glasteil nach oben wegklappt, öffnet sich der untere Teil der Tür nach vorne und oben. 

Der Kangaroo ist nur 1,29 Meter flach

Der Innenraum des Kangaroo ist mit viel rotem Leder ausgekleidet. Durch das nach oben offene Lenkrad blickt der Fahrer auf ein mittelgroßes Display für fahrrelevante Informationen. Darüber befindet sich ein schmales und sehr breites Display, das Bilder der virtuellen Außenspiegel zeigt. Zudem gibt es ein vertikal angeordnetes Riesendisplay in der Mittelkonsole, das als Anzeige- und Bedienelement für diverse Fahrzeugfunktionen und das Infotainmentsystem dient. 

Eigentlich sieht der Kangaroo wie eine typischer Mittelmotor-Sportwagen aus

Angetrieben wird der Kangaroo von einem Elektromotor-Duo, das zusammen 360 kW/490 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment leistet. Der Allradantrieb erlaubt eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in unter vier Sekunden, maximal sind 250 km/h möglich. Eine 90-kWh-Batterie soll für mehr als 450 Kilometer Reichweite sorgen. Der allradgelenkte Kangaroo bietet drei Fahrmodi, bei denen sich die Parameter für Bodenfreiheit und Radsturz ändern. So erhöht sich im Offroad-Modus die Bodenfreiheit auf 26 Zentimeter, während sie im Race-Modus auf 14 Zentimeter sinkt.

Pininfarina Battista – Eleganz in der Megawattklasse

Vierstellige Leistungsangaben lassen bei Sportwagen auch heute noch aufhorchen. Vor allem, wenn es sich dabei um reizvoll verpackte Kilowatt handelt.

Stark-Stromer: Der Pininfarina Battista leistet 1.900 PS

Pininfarina will künftig auch als Automarke in Erscheinung treten. Als Erstlingswerk stellen die Italiener auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) ein Elektro-Hypercar namens Battista vor, das mit elegantem Design und einem extrem starken Rimac-Antrieb beeindruckt. Ab 2020 soll geliefert werden. Geplant sind lediglich 150 Fahrzeuge. Der Stückpreis soll bei rund bei zwei Millionen Euro liegen.

Eigentlich wirkt der Pininfarina wie ein Supersportler mit kraftvollem Benziner hinter der Fahrgastzelle. Tatsächlich aber treiben die Flunder vier Elektromotoren an

Das Designhandwerk haben die Italiener seit der Übernahme durch den indischen Mahindra-Konzern nicht verlernt, wie der sehenswerte Battista eindrucksvoll belegt. Bei der Antriebstechnik hat man sich Kompetenz aus Kroatien eingekauft, sie stammt vom E-Auto-Spezialisten Rimac. Wie der Balkan-Bolide Rimac C_Two wuchert auch das Italo-Pendant mit Leistung von gleich vier Motoren. 1.397 kW/1.900 PS und 2.300 Newtonmeter Drehmoment wirft die auf einzigartig designte 21-Zoll-Räder gestellte Flunder in den Vortrieb. Das reicht für eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in weniger als zwei Sekunden, zehn Sekunden später fallen bereits die 300 km/h. Schluss ist erst jenseits von 400 km/h. Dank der mächtigen 120-kWh-Batterie fällt auch die Reichweite von bis zu 450 Kilometer ordentlich aus.

Sehenswert sind die 21-Zoll-Räder mit Zentralverschluss

Der Preisklasse entsprechend bietet der Battista einige feine Lösungen. Dazu gehören ein einstellbares Fahrwerk, großzügig dimensionierte Carbon-Keramik-Bremsen und eine Aerodynamik-Bremse in Form eines aktiven Heckflügels.

150 Exemplare will Pininfarina vom Battista bauen

Der Innenraum mit stark fahrerzentriertem Arbeitsplatz wirkt edel und aufgeräumt. Hinter dem rechteckigen Lenkrad gibt es gleich drei Displays. Das kleine in der Mitte zeigt fahrrelevante Informationen. Die großen Bildschirme links und rechts dienen als Anzeige für weitere Bordinformationen und als Bedieneinheit fürs Infotainmentsystem und andere Fahrzeugfunktionen. 

Honda-Pläne – Ab 2025 nur noch Hybride und E-Autos

Reine Benzin- und Diesel-Modelle soll es bei Honda in sechs Jahren nicht mehr zu kaufen geben. Stattdessen setzen die Japaner auf Elektrifizierung.

Der japanische Automobilhersteller Honda will in Europa ab 2025 nur noch elektrifizierte Neuwagen anbieten. Das hat das Unternehmen nun auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) angekündigt. Bislang lag die vorgesehene E-Quote bei 75 Prozent. Neben einem für 2020 erwarteten reinen E-Kleinwagen, der als Prototyp auf der Messe Premiere feiert, sollen auch Hybridmodelle zur Erfüllung des Ziels beitragen. Aktuell bietet die Marke das Kompakt-SUV CR-V mit einer Antriebskombination aus Benziner und Elektromotor an.

Kleinwagen auf dem Genfer Salon Klein, aber pfiffig

SUV, Elektrofahrzeuge, gerne auch in Kombination, und Supersportwagen: Auf dem Genfer Salon wird geklotzt. Es gibt aber auch ganz normale Fahrzeuge und sogar Kleinwagen sind da – manche auch mit E-Motor.

Größer, schneller, weiter. Auch wenn auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (bis 17. März) viele Aussteller wieder nach diesem Motto agieren, heißt es diesmal auch oft einfach: kleiner, flotter und nicht ganz so weit. Neue Kleinwagenmodelle und -studien zeigen, dass diese Gattung trotz aller SUVisierung noch nicht ausstirbt.

Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung

Zwei französische Hersteller nutzen die Aufmerksamkeit der Messe und rücken ihre neuen Kleinwagen ins Rampenlicht. Mittlerweile in der fünften Generation tritt der Renault Clio an. Der französische Bestseller, der im Herbst in Deutschland auf den Markt kommt, versucht den Spagat zwischen Tradition und Neuerung. Das Außendesign wurde nur behutsam weiterentwickelt, Clio-Kunden sollen nicht verschreckt werden. Statt betulichem Kunststoff-Ambiente gibt es jetzt ein schickes Interieur. Viele Fahrerassistenzsysteme, Konnektivität, digitales Cockpit und viel Platz sowie ein großer Kofferraum sollen die Kundschaft von den Vorzügen des 4,05 Meter langen Kleinwagens überzeugen. Abschiednehmen heißt es dagegen von der Kombivariante sowie von Dieselmotoren. Zunächst gibt es daher nur vier Benziner; die Leistungsspanne reicht von 65 bis 130 PS. 2020 folgt eine Hybridversion. Eine batterieelektrische Version wird es nicht geben. Beim Thema Elektroantrieb in dieser Klasse setzen die Franzosen weiterhin auf ihr Modell Zoe. 

Der nur 3,85 Meter lange, rein batterieelektrische Honda soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte

Bei Peugeot geht man einen anderen Weg. Die kommende Generation des 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden. Für den konventionellen Antrieb stehen Dreizylinder-Benziner von 55 kW/75 PS bis zu 96 kW/130 PS zur Wahl. Das Toptriebwerk ist serienmäßig an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Peugeot offeriert noch einen Diesel, der 74 kW/100 PS leistet. Die E-Version, die kurz nach dem 208-Debüt im Herbst folgen wird, kommt auf 100 kW/136 PS und verfügt über eine Batterie mit 50 kWh Kapazität. Als Reichweite für den e-208 gibt Peugeot 340 Kilometer an. Da die Batterie im Fahrzeugboden platziert ist, gibt es keine Einschränkung beim Kofferraumvolumen. Es beträgt bei allen Varianten 270 Liter. Natürlich kommt der kleine Löwe mit vielen Assistenten vorgefahren. Für Konnektiviät ist ebenfalls gesorgt. Optisch passt sich der 208 mit klaren Linien außen wie innen den Design-Vorgaben des größeren 508 an. 

Mit der Studie Centoventi gibt Fiat einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda

Gar nicht auf groß macht der noch namenlose Honda-Winzling. Der nur 3,85 Meter lange rein batterieelektrische Mini soll nächstes Jahr auf den Markt kommen und setzt optisch auf die Niedlichkeitskarte. Die runden Scheinwerfer und die eckige Grundform machen den Viersitzer auf Anhieb sympathisch. Im Innenraum geht es bunt und fröhlich zu. Vier Türen erleichtern den Ein- und Ausstieg. Der als Stadtauto konzipierte Japaner mit Hinterradantrieb soll eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Zu teuer für die Serienproduktion dürften die bei der Studie noch vorhandenen seitlichen Kameras sein, die statt Außenspiegel montiert sind. Der Verzicht auf eine höhere Batteriekapazität, die längere Strecken ermöglichen, sollte einen vergleichsweisen günstigen Einstiegspreis für den elektrischen Zwerg gestatten. Süß und preislich attraktiv: Das könnte die Verkaufszahlen ankurbeln.

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen

Süß war lange die passende Beschreibung des Fiat 500. Bevor der Knuddel 2020 in Genf auf einer modifizierten Plattform als batterieelektrische Version seine Premiere feiert, zeigt das italienische Traditionsunternehmen, dass noch Lebenswillen in ihm steckt. Statt der x-ten Spielart des Cinquecento geben die Italiener mit der Studie Centoventi einen Ausblick auf einen Nachfolger des Panda. Dieser zählt zu den Urgesteinen im Portfolio und bedarf wie der 500 dringend eines Nachfolgers. Und wie der Panda bei seinem Debüt 1980 durch seine unkonventionelle Art begeisterte, will die Centoventi an diese alten Fiat-Tugenden anknüpfen. Die Fiat-Kreativen dürfen zumindest am Anfang daher noch ein wenig verrückt sein. Das modular aufgebaute Konzeptauto soll preiswert, witzig und voller Ideen sein. So können die Besitzer ihr Fahrzeug ganz individuell mittels Beklebungen, Stoßfängertypen und Dachmodulen gestalten. Auf Wunsch ist sogar ein Stoffverdeck zu haben, das den Kleinwagen zum Cabrio macht. Der Antrieb des 3,70 Meter langen Stadtautos erfolgt elektrisch. Die Reichweite lässt sich von 100 Kilometern durch bis zu vier weitere Batteriemodule jederzeit auf bis zu 500 Kilometer erweitern. Man kann nur hoffen, dass Fiat sich wieder auf sein Kernkompetenz besinnt und klassische „Volkswagen“ mit pfiffigen Ideen baut. 

Die kommende Generation des Peugeot 208 baut auf einer neuen Plattform auf, diese kann mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren kombiniert werden

Vor keinen großen Umsetzungsproblemen dürfte das ID. Junior Concept stehen. Schick sieht es aus, greift Designelemente der großen ID.-Studien auf und bringt Licht ins Rutscheauto für die Kleinsten. Elektroantrieb ist aber eher nicht vorgesehen, es bleibt beim bewährten Zweifußantrieb mit der umweltfreundlichen Abstoßernergieumwandlung. Vielleicht gibt es für die Umwelt noch Flüsterreifen.

Peugeot 208 – Neuer Löwe, alter Name

Peugeot legt seinen Kleinwagen 208 neu auf, bleibt der bisherigen Bezeichnung aber treu. Fortschritt gibt’s unter der Haube: Der Neue ist von Anfang an auch als E-Modell erhältlich.

Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) präsentiert Peugeot die Neuauflage des 208. Während der Name des Kleinwagens bleibt, ist technisch alles neu. Und wenn der Kleinwagen im Herbst beim Händler aufschlägt, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb.

Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt

Möglich macht dies die neue Plattform CMP, die mit Benzinern, Dieseln und Elektromotoren gleichermaßen kombiniert werden kann. Dass das funktioniert, hat Citroëns feine Schwester DS bereits bewiesen, der DS3 Crossback nutzt den gleichen Unterbau und ist ebenfalls seit vergangenem Jahr in einer Elektro-Version erhältlich. An deren technischen Daten orientiert sich auch der e-208: Die Energie steckt in einer Batterie mit 50 kWh Kapazität, den Antrieb übernimmt ein E-Motor mit 100 kW/136 PS und stattlichen 260 Newtonmetern Drehmoment. Damit soll der kleine Stromer in 8,1 Sekunden auf Tempo 100 flitzen und im Idealfall 340 Kilometer (nach WLTP) zurücklegen können. Geladen wird der Akku in 16,5 Stunden an der Haushaltssteckdose, an einer Wallbox mit 11 kW Ladeleistung dauert es gut fünf Stunden. Vorbildlich: Wer unterwegs an einer 100-kW-Schnellladesäule stoppt, kann den Akku in 30 Minuten zu 80 Prozent auffüllen.

Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf.

Da der Strom im Fahrzeugboden lagert, stehen beim e-208 ebenso 270 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung wie bei den Verbrenner-Varianten. Von denen unterscheidet er sich auch optisch kaum: Nur wer genau hinschaut, entdeckt, dass der Kühlergrill hier in Wagenfarbe lackiert ist und das Löwen-Logo je nach Blickwinkel die Farbe ändert. Insgesamt sieht die Neuauflage deutlich sportlicher aus, was vor allem an der etwas längeren Motorhaube liegt. Dass der ein oder andere den 208 mit dem Audi A1 verwechseln könnte, dürfen die Peugeot-Designer als Kompliment verstehen. Markentypisch sind die drei LED-Krallen als Tagfahrlicht und die schwarze Blende zwischen den ebenfalls dreiteiligen Heckleuchten, die sich der Kleinwagen bei seinen größeren Brüdern abgeschaut hat. Wer mag, kann auch das Dach in Schwarz ordern und so einen Kontrast zur restlichen Karosserie schaffen. 

Technisch ist alles neu, und wenn der Kleinwagen im Herbst 2019 beim Händler aufschlägt, haben Kunden gleich die Wahl zwischen klassischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb

Innen wartet der 208 mit der neuesten Generation des mittlerweile Peugeot-typischen i-Cockpits auf. Geblieben ist das kleine, handliche Lenkrad. Das Kombiinstrument aber rutscht beim 208 etwas höher und arbeitet mit 3D-Technik: So lassen sich wichtige Hinweise optisch näher am Fahrer anzeigen, während andere Anzeigen etwas in den Hintergrund treten. Peugeot will herausgefunden haben, dass alleine durch diese Anordnung die Reaktionszeit um bis zu eine halbe Sekunde steigt. Je nach Ausstattung hält Peugeot drei Touchscreens bereit, die sich mit fünf, sieben oder zehn Zoll Bildschirmdiagonale in der Mittelkonsole breit machen; darunter gibt es aber immer noch ein paar richtige Tasten für die wichtigsten Funktionen. Smartphones können im 208 per Mirrorlink, Android Auto oder Apple Carplay angeschlossen und in der optionalen, induktiven Ladeschale aufgetankt werden. Außerdem stehen bis zu vier USB-Anschlüsse bereit, davon einer nach dem neuesten USB-C-Standard.

Peugeot legt seinen Kleinwagen 208 neu auf, bleibt der bisherigen Bezeichnung aber treu

Obwohl der 208 um sieben Zentimeter auf knapp über vier Meter gewachsen ist, geht es innen immer noch recht eng zu. Vor allem die Rückbank des nur als Fünftürer erhältlichen Franzosen nutzt man besser als Ablage denn für den Passagier-Transport. Vorn dagegen sitzen auch große Fahrer bequem, vorausgesetzt, sie schaffen es, sich um das auch in der obersten Arretierung relativ tief angebrachte Lenkrad zu schlängeln. Ein sinnvolles Extra: Der Einparkassistent, der lenkt, Gas gibt und bremst – die Sicht nach hinten ist wie bei vielen dynamisch gezeichneten Autos nämlich auch im 208 ziemlich stark eingeschränkt. Neben dem Parksystem stehen zahlreiche weitere Assistenten für den Kleinwagen bereit, vom Abstandstempomat bis zum Spurhalteassistent, von der Notbremsfunktion bis zur Verkehrsschilderkennung. Serie dürfte davon allerdings kaum etwas sein. 

Zu den Preisen selbst sagt Peugeot noch nichts, allerdings wird der e-208, der zusammen mit dem konventionellen Modell in der Slowakei gefertigt wird, wohl kaum unter 25.000 Euro zu haben sein. Die Benzin-Einstiegsversion wird wie derzeit voraussichtlich bei rund 16.000 Euro anfangen. Die genaue Motorenpalette ist ebenfalls noch nicht bekannt, allerdings dürften alle Verbrenner zur Verfügung stehen, die auch im DS3 Crossback erhältlich sind. Dort hat man die Wahl zwischen drei Dreizylinder-Otto-Versionen (74 kW/100 PS bis 114 kW/155 PS) und einem Diesel mit vier Zylindern und 74 kW/100 PS oder 96 kW/130 PS. Dass es den Selbstzünder auch im 208 geben wird, steht fest, und auch die Achtgang-Wandlerautomatik für die stärkeren Motoren ist gesetzt. 

Schneller, stärker, teurer

Supersportwagen gehören zum Genfer Autosalon wie die Schokolade zur Schweiz. Auch in diesem Jahr wird wieder eifrig um Superlative gebuhlt – ganz egal, ob mit großvolumigen Benzinern oder drehmomentstarken E-Motoren unter der Haube.  

Das letzte Auto, das gebaut werden wird, da war sich Ferry Porsche schon vor rund siebzig Jahren sicher, wird ein Sportwagen sein. Dass der Spiritus Rector des Porsche-Imperiums damals schon an Boliden wie den gerade eben auf dem Genfer Autosalon enthüllten Pininfarina Battista gedacht hat, ist allerdings unwahrscheinlich. In einer Zeit, da ein paar Dutzend Pferdestärken genügten, um schwindelerregende Fahrleistungen zu erzielen, müssen 1.416 kW/1.926 PS und 2.300 Newtonmeter Drehmoment so unvorstellbar gewesen sein, wie der Rücktritt eines Papstes. Beides ist inzwischen Realität geworden. 

Der 1,8 Millionen Euro teure Hispano Suiza Carmen aus Spanien ist auf 19 Einheiten limitiert

Doch während der Amtsverzicht des Pontifex wie ein Donnerhall um die Welt ging, dürfte die nach dem Pininfarina-Gründer benannte Flunder ihre Kraft ziemlich lautlos entfalten. Denn: Die immense Power wird rein elektrisch zur Verfügung gestellt. Gleich vier E-Motoren treiben den Italiener an, schubsen ihn in unter zwei Sekunden auf Tempo 100 und sollen eine Höchstgeschweindigkeit von 350 km/h ermöglichen. Dass die 120-kWh-Batterie bei solchen Beschleunigungseskapaden wirklich für 450 Kilometer reicht, ist allerdings Wunschdenken.      

Der Ferrari 488-GTB-Nachfolger F8 Tributo setzt auf einen aufgeladenen 3,9-Liter-V8 mit 529 kW/720 PS

Nur halb so stark, aber deutlich limitierter, ist der Hispano Suiza Carmen. Während Pininfarina glaubt, 150 Stück unters Volk bringen zu können, ist der 1,8 Millionen Euro teure Grand Tourer aus Spanien auf 19 Einheiten limitiert. Der Retro-Sportler mit extrem ausgestellten Kotflügeln und verdeckten Rädern hinten wird ebenfalls elektrisch befeuert, kann dem Battista mit seinen 749 kW/1.019 PS aber kaum Paroli bieten. Das schafft auch „La Voiture Noire“, das schwarze Auto, von Bugatti nicht: Das Einzelstück wird ganz markentypisch von einem 16-Zylinder-Benziner mit 1.102 kW/1.500 PS angetrieben. Allerdings greift hier ein anderer Superlativ: Das tiefschwarze Einzelstück soll mit elf Millionen Euro das teuerste Auto überhaupt sein – was nichts daran ändert, dass sich bereits ein Käufer gefunden hat. 

Ausschließlich auf Strom wiederum setzt Piëch, zunächst mit dem Mark Zero

Für den Preis des Bugatti könnte man sich alternativ vier Koenigsegg Jesko kaufen: Der schwedische Hersteller ist Stammgast in Genf und greift mit seinem neuesten Wurf – nach dem die Titel stärkster und teuerster Wagen schon vergeben sind – nach der Geschwindigkeitskrone. Mit bis zu 1.167 kW/1.600 PS (wenn man E85-Biosprit tankt) soll der nach dem Vater des Firmenchefs benannte Jesko als erstes Auto die 300-Meilen-Marke (480 km/h) knacken; noch schafft er das allerdings nur in hauseigenen Simulationen.     

Mit bis zu 1.167 kW/1.600 PS (wenn man E85-Biosprit tankt) soll der Koenigsegg Jesko als erstes Auto die 300-Meilen-Marke (480 km/h) knacken

Gegen solche Hyper-Luxus-Modelle wirken der Lamborghini Aventador SVJ Roadster oder der Ferrari 488-GTB-Nachfolger F8 Tributo fast schon wie Schnäppchen: Der radikale Open-Air-Lambo mit Carbon-Dach und 770-V12-Saug-PS ist schon für weniger als eine halbe Million Euro zu haben. Und der nur unwesentlich schwächere Ferrari dürfte sogar für die Hälfte erhältlich sein. Auch der Sportwagen-Hersteller aus Modena will nichts von Elektrifizierung wissen und setzt auf einen aufgeladenen 3,9-Liter-V8 mit 529 kW/720 PS – der bislang stärkste Ferrari-Achtzylinder überhaupt, dem die Ingenieure auch das beim Vorgänger noch spürbare Turboloch ausgetrieben haben wollen. Verstecken muss er sich hinter dem Aventador nicht, beide sprinten in unter drei Sekunden auf hundert und beim Top-Speed von weit über 300 km/h trennen sie auch nur ein paar Zähler.  

Gleich vier E-Motoren treiben den Pininfarina Battista an, schubsen ihn in unter zwei Sekunden auf Tempo 100 und sollen eine Höchstgeschweindigkeit von 350 km/h ermöglichen

In ähnliche Regionen werden auch die beiden neuen Aston Martin Sportler vorstoßen, die die Briten mit zwei Studien ankündigen: Der zusammen mit Red Bull entwickelte RB 003 könnte als Valhalla in Kleinserie gehen und soll mit dem Ferrari F8 konkurrieren. Der Vanquish Vision nimmt dagegen den 2022 kommenden Vanquish vorweg, der etwas weniger radikal ausgelegt sein dürfte. Beide Konzeptautos setzten auf einen neuen Turbo-V6, im RB 003 bekommt der Benziner zusätzlich Elektro-Unterstützung. Apropos Sechszylinder: Ein Boxer mit sechs Brennkammern kommt auch im Porsche 911 Cabriolet zum Einsatz, das auf dem Genfer Salon seinen Einstand gibt und zunächst mit 331 kW/450 PS wuchert. Der Preis für das Frischluft-Vergnügen: Mindestens 134.000 Euro.   

Der Retro-Sportler mit extrem ausgestellten Kotflügeln und verdeckten Rädern hinten wird elektrisch befeuert

Ausschließlich auf Strom wiederum setzt Piëch. Das von Ferdinand Piëchs Sohn Anton gegründete Unternehmen plant eine elektrische Modellfamilie. Bevor Viersitzer und SUV kommen, macht mit dem Piëch Mark Zero allerdings ein vom Schweizer Designer Rea Stark Rajcic recht klassisch gezeichneter Sportwagen für zwei den ersten Aufschlag. Das Highlight des Stromers mit drei 150-kW-Motoren ist die Batterie: Der Akku mit genug Energie für rund 500 Kilometer soll in weniger als fünf Minuten zu 80 Prozent geladen werden können. Außerdem sollen die neuartigen Zellen kaum Wärme erzeugen, was die aufwändige Flüssigkeitskühlung überflüssig macht und das Gewicht um rund 200 Kilogramm reduziert. Mit weniger als 1,8 Tonnen wäre der Mark Zero einer der leichtesten Stromer. Vollends überzeugt vom E-Antrieb scheint der Piëch-Spross allerdings nicht zu sein: Die flexible Plattform kann auch mit Brennstoffzellen, Hybrid-Antrieben oder klassischen Verbrennern bestückt werden. Interessant: Zwar steht der Akkulieferant aus China schon fest, wo und mit welchem Partner die Autos gefertigt werden sollen, ist aber noch genauso offen wie der Starttermin. Piëch betont zwar, dass trotz familiärer Bande keine Verbindung zum VW-Konzern bestünde, schließt eine zukünftige Zusammenarbeit aber nicht aus. Fest steht auf jeden Fall: Ferry Porsche wäre stolz auf seinen Großneffen.

Der radikale Open-Air-Lambo Aventador SVJ Roadster mit Carbon-Dach und 770-V12-Saug-PS ist für weniger als eine halbe Million Euro zu haben

Genfer Salon 2017 – Besucherzahl stabil

Mit 690.000 Besuchern ist der 87. Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März) zu Ende gegangen. Gegenüber dem starken Vorjahr konnte die Zahl der Gäste um 3.000 gesteigert werden. Die Organisatoren verzeichneten mehr Eintritte unter der Woche, an den Sams- und Sonntagen kamen hingegen weniger Besucher. Stark gefragt war zudem das zum halben Preis verkaufte 16-Uhr-Ticket.

Die Messe zählte 122 Weltpremieren von neuen Pkw-Modellen und Konzeptfahrzeugen. Insgesamt waren rund 900 Autos und Exponate von 180 Ausstellern zu sehen. Europaweit ist Genf hinsichtlich der Besucherzahlen die Nummer drei hinter dem Autosalon in Paris mit zuletzt rund 1,07 Millionen Besuchern und der IAA in Frankfurt mit 931.700 Gästen. Da die beiden großen Messen aber im jährlichen Wechsel stattfinden, ist Genf in jedem einzelnen Jahr die zweitwichtigste Autoshow des Kontinents. (Holger Holzer/SP-X)

Audi RS5 – Mächtig geladen

Die Zeiten potenter V8-Maschinen in der A4/A5-Familie sind endgültig vorbei. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) präsentiert Audi den stärksten Spross der Mittelklasse-Baureihe, den RS5, in einer Neuauflage mit Sechszylinder. Trotz Downsizing ist das Sportcoupé dynamischer denn je. Im Juni kommt es für rund 81.000 Euro in Deutschland auf den Markt.

In 3,9 Sekunden soll der neue RS5 aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen

Wie der Vorgänger mit 4,2-Liter-Achtzylinder leistet der neue RS5 330 kW/450 PS. Deutlich muskulöser gibt sich der 2,9-Liter-Biturbo-V6 indes beim Drehmoment, das von 430 auf 600 Newtonmeter gestiegen ist und zudem noch über ein breites Drehzahlband von 1.900 bis 5.000 Touren zur Verfügung steht. Gekoppelt an eine Achtgang-Automatik mit kurz übersetzten unteren Gängen stürmt der um über einen Zentner auf 1.655 Kilogramm abgespeckte Allradler in 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h muss nicht Schluss sein, denn Audi bietet gegen Aufpreis eine Anhebung auf 280 km/h an. Der Normverbrauch liegt bei 8,7 Litern. Zum Vergleich: Der alte RS5 benötigte für den Sprint 4,5 Sekunden und 10,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Am Heck fallen zwei großvolumige, ovale Auspuffendrohre auf

Auch optisch hat Audi dem neuen RS5 eine Testosteron-Kur verpasst. Der mächtige Single-Frame-Kühlergrill mit schwarzem Gitter wird von großen Nüstern in der unteren, splitter-bewährten Frontschürze flankiert. Zusätzlich sorgen kleine Lüftungsschlitze an den äußeren Rändern der Frontscheinwerfer für eine Breitenbetonung, wie auch die um 1,5 Zentimeter stärker ausgestellten Radhäuser, die bis zu 20 Zoll große Felgen aufnehmen können (Serie ist 19 Zoll). Das Heck wurde mit Diffusoreinsatz und zwei großen ovalen Auspuffendrohren der durchgängig zweiflutigen Auspuffanlage aufgewertet.

Serienmäßig steht der RS5 auf 19-Zöllern, optional gibt es 20-Zöller im Fünfspeichendesign

Der Innenraum ist sportlich eingerichtet. Im RS5 gibt es lederbezogene Sportsitze, ein griffiges Sportlenkrad, viel Carbon und Alcantara sowie reichlich rote Ziernähte. Das Virtual Cockpit bietet zusätzlich einige RS-spezifische Anzeigen wie Stoppuhr oder Beschleunigungskräfte. Optional ist ein Head-up-Display mit Schaltblitzfunktion und Rundenzeitenanzeige bestellbar.

Auch der Innenraum des RS5 wurde sportlich gestaltet

Serienmäßig gibt es den Audi RS5 mit Sportfahrwerk. Ergänzend kann man den Boliden mit Dynamiklenkung, Keramikbremsen und Dynamic Ride Control aufrüsten. Letzteres lässt dem Fahrer die Wahl zwischen den drei Fahrwerksmodi Komfort, Normal und Sport. (Mario Hommen/SP-X)

Die Sportsitze im RS5 dürften reichlich Seitenhalt bieten

Elektroauto Jaguar I-Pace – Rotes Revival

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) wird das bereits seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt.

Wie die in Genf gezeigte Variante des I-Pace wird Jaguar auch die First Edition in Photon-Rot in den Markt bringen

Photon-Rot heißt die frische Außenfarbe, in der auch die ersten Serienfahrzeuge, die Jaguar für 2018 ankündigt, ausgeliefert werden sollen. Neben dem kräftigen Rot bietet der vermutlich 70.000 bis 80.000 Euro teure I-Pace zwei Elektromotoren mit 400 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Die mit 90 kWh recht große Traktionsbatterie soll Reichweiten bis 500 Kilometer ermöglichen. (Mario Hommen/SP-X)

Smart Brabus Edition #2 und Forfour Crosstown – Smarties im Doppelpack

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) stellt Smart zwei neue Sondermodelle vor. Erstmalig gezeigt wird das Fortwo Cabrio als Brabus Edition #2. Außerdem debütiert der Forfour in einer Robustheit suggerierenden Version namens Crosstown.

Der ab März 2017 verfügbare Smart Fortwo Cabrio Brabus Edition #2 bietet eine edle Lederausstattung im Inneraum

Das viersitzige Smart-Modell Crosstown wurde mit dem Urban-Style-Paket aufgepeppt. Unter anderem sorgen damit eine Fahrwerksabsenkung, schwarz lackierte 16-Zoll-Räder und getönte Heckfenster für einen auffälligeren Auftritt. Zusätzlich deuten Kunststoffapplikationen in Aluoptik an Front, Heck und den Seitenschwellern einen robusten Unterfahrschutz an. Angeboten wird der Crosstown ausschließlich mit dem 66 kW/90 PS starken Dreizyliner-Turbobenziner in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe. Zur gehobenen Serienausstattung gehören Klimaautomatik, Audioanlage mit Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad und Edelstahl-Pedale. Preise der ab Herbst verfügbaren Variante nennt Smart noch nicht.

Neben einer auffälligeren Optik bietet der Smart Forfour Crosstown auch eine aufgewertete Ausstattung

Stolze 26.750 Euro verlangt die Kleinwagenmarke für den auf 100 Fahrzeuge limitierten, offenen Fortwo Brabus Edition #2. Dieses ab Anfang März bestellbare Sondermodell zeichnet sich unter anderem durch ein rotes Stoffdach und ein rotes Lederinterieur aus. 16-Zoll-Aluräder und eine Fahrwerksabsenkung sorgen für einen sportlicheren Touch. Zudem bietet das Editionsmodell LED-Tagfahrlichter, Infotainment-Navigationssystem, Klimaautomatik, elektrische Außenspiegel, Sitzheizung sowie Licht- und Regensensor. Einzig verfügbarer Antrieb ist auch hier (Mario Hommen/SP-X)

Smart bietet ab Herbst 2017 den Forfour als Sondermodell Crosstown an

Skoda Fabia – Druckvolle Dreier

Skoda stellt auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) für das Kleinwagenmodell Fabia einen neuen 1,0-Liter-Dreizylinder in zwei Leistungsstufen vor. Die Turbobenziner werden ab Juni die bisherigen 1,2-Liter-Vierzylinder ersetzen.

Für die neue Motorengeneration verspricht Skoda mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten 1,2-Liter-Maschinen soll der Spritkonsum um bis zu sechs Prozent zurückgehen. Zudem sparen die neuen Aggregate zehn Kilogramm an Gewicht. Darüber hinaus sollen sie sich durch hohe Laufruhe und einen sportlichen Klang auszeichnen.

In der schwächeren Variante leistet der 1.0 TSI 70 kW/95 PS und hat 160 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der Fabia in Kombination mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe den 100-km/h-Sprint in 10,6 Sekunden absolvieren und bis zu 187 km/h schnell werden. Der Verbrauch wird mit 4,3 Litern angegeben. Alternativ gibt es den 1.0 TSI mit 81 kW/110 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment, wahlweise kombinierbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe. Der stärkere Dreizylinder beschleunigt den Fabia in 9,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt bis zu 199 km/h. Der Normverbrauch soll bei 4,4 Litern liegen. Preise für die neuen Motorvarianten nennt Skoda noch nicht. Vermutlich werden diese auf dem Niveau der 1,2-Liter-Pendants liegen, also bei rund 14.000 respektive 17.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet – Ein Fond von Format

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) stellt Mercedes offiziell das neue E-Klasse Cabriolet vor. Damit die Oben-ohne-Schönheit im Messerummel nicht untergeht, gibt es vorab schon erste Bilder. Sehenswerte Bilder, denn in puncto Eleganz stellt die Neuauflage ihre beiden Vorgänger eindeutig in den Schatten.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue E-Klasse Cabriolet um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter gewachsen

Auch bei der Größe hat die offene E-Klasse zugelegt. So ist die Karosserie um 12 Zentimeter auf 4,83 Meter in der Länge gewachsen, parallel legte der Radstand um 11 Zentimeter zu. Das Größenplus soll vor allem den Insassen im Fond zu Gute kommen. So hat dort der Beinraum um stolze zehn Zentimeter zugelegt, auch bei Schulterraum und Kopffreiheit verspricht Mercedes mehr Freiheiten. Damit soll das Cabriolet sich als vollwertiger Viersitzer eignen. Lediglich der Kofferraum ist mit 385 Litern leicht geschrumpft. Bei geöffnetem Dach bleiben noch 310 Liter übrig. Praktisch: Die Fondsitze lassen sich im Verhältnis 50 : 50 umlegen.

Vom Größenzuwachs sollen vor allem die Fondpassagiere profitieren. Mercedes verspricht einen vollwertigen Viersitzer

Serienmäßig ist das E-Klasse Cabriolet mit einem elektrischen Verdeck ausgestattet, das im geschlossenen Zustand gehobenen Akustikkomfort garantieren soll. Auf Kopfdruck faltet sich die Textilpelle auch während der Fahrt bis zu 50 km/h in den Kofferraum. Dort trennt ein Rollo Verdeck und Gepäck. Wer das Rollo nicht umständlich manuell in Position bringen will, muss das Cabrio-Komfort-Paket mit Automatik-Rollo ordern. Damit die Insassen die Offen-Freuden selbst bei frostigen Temperaturen entspannt genießen können, sind Extras wie das ausfahrbare Windschott hinter den Rücksitzen, ein Aircap-Spoiler über der Frontschiebe oder die Nackenheizung Airscarf bestellbar. Außerdem gibt es Sitzheizungen auf allen vier Sitzplätzen.

Geschlossen sieht das E-Klasse Cabriolet wie ein Coupé aus

Vorne bietet das Cabriolet viel E-Klasse-Chic, wie etwa das optionale Riesendisplay-Cockpit (12,3 Zoll) oder eine farbenreiche LED-Ambientebeleuchtung. Gegen Aufpreis ist das vielseitig nutzbare, aber auch teure Infotainment-System Comand Online bestellbar, das unter anderem eine Integration von Smartphones erlaubt und viele onlinebasierte Dienstleistungen wie etwa ein Echtzeit-Verkehrsinformationen bietet. Serienmäßig ist die offene E-Klasse mit einem Kollisionsverhinderer ausgestattet, optional kann ein Abstandstempomat bestellt werden, der sogar das Lenken übernehmen und damit dem Vordermann auch in Kurven folgen kann.

Unter anderem kann man für das E-Klasse Cabriolet eine LED-Ambientebeleuchtung mit 64 Farben bestellen

Über das Motorprogramm macht Mercedes noch keine Angaben. Vermutlich wird das E-Klasse Cabriolet mit dem gleichen Aggregaten wie das E-Klasse Coupé starten. Die dann fünf zum Marktstart im Sommer 2017 verfügbaren Motoren werden allesamt über eine Neungang-Automatik verfügen. Vier Antriebe sind zudem mit Allrad kombinierbar. Die 135 kW/184 PS starke Basisversion E 200 dürfte in gut 8 Sekunden den 100-km/h-Sprint abhaken, bis zu 240 km/h schnell werden und rund sechs Litern verbrauchen. Vorläufige Topversion ist der E 400 4Matic, dessen 245 kW/333 PS starker Dreiliter-V6-Benziner eine Sprintzeit von nur etwas über fünf Sekunden und elektronisch begrenzte 250 km/h erlaubt. Alternativ wird der Kunde noch die Wahl zwischen dem Zweiliter-Vierzylinder E 300 mit 180 kW/245 PS sowie dem Zweiliter-Vierzylinder-Dieselmotor E 220 d mit 143 kW/194 PS und dem V6-Diesel E 350 d mit 190 kW/258 PS haben.

Schick sind unter anderem die turbinenartigen Belüftungsdüsen im Cockpit der Mercedes E-Klasse

Preise nennen die Stuttgarter noch keine. Derzeit kostet die Basisversion des offenen E 200 gut 48.500 Euro. Für die Neuauflage wird vermutlich ein Aufschlag fällig werden. (Mario Hommen/SP-X)

Autos, die es in sich haben – Die alternativen Antriebe von Genf

Okay, 2017 geht es auf dem Genfer Salon sowieso deutlich weniger alternativ und grün zu, als in manch anderen Jahren zuvor. Klar gibt es ein paar Elektroautos und Plug-ins zu bestaunen – die echten Alternativen zu der Armada von Drei- und Vierzylinder-Motoren stehen aber auf ganz anderen Messeständen. Dort zum Beispiel, wo man noch 1.000 PS unter nur einer Motorhaube finden kann. Gerne auch mit Elektro-Unterstützung.

Sehr eindrucksvoll ist auch ein erstes Kundenfahrzeug des Koenigsegg Regera

So etwa beim schwedischen Hersteller Koenigsegg, der mit dem Regera ein Fahrzeug anbietet, das einen Achtzylinder-Verbrenner mit drei E-Maschinen kombiniert. Diese Form eines alternativen Antriebs kommt auf eine Systemleistung von 1.103 kW/1.500 PS. Spitze: 411 km/h – wir haben es allerdings nicht ausprobieren können. Preis: Zwei Millionen Dollar. Ganz im Gegensatz zur Politik anderer Hersteller in dieser Preisklasse, muss man auch nicht bereits zehn Fahrzeuge der Marke sein eigen nennen, um den Zuschlag zu bekommen. Da sind die Schweden bekanntermaßen fair. Aber dreieinhalb Jahre Lieferzeit müssen schon eingeplant werden.

Artega zeigt in Genf mit dem Scalo einen Sportwagen, der von gleich vier E-Motoren angetrieben wird

Ein Traumauto im engeren Sinn ist der Artega Scalo Superelletra. Der soll in einer Auflage von 50 Einheiten produziert werden, aber ob es so kommt, steht noch in den Sternen. Wenn er denn wirklich käme, dürfen seine vier Elektromotoren rund 750 kW/1.020 PS leisten und ein Drehmoment von 1.600 Newtonmetern produzieren. Da werden der Fahrer und seine zwei Passagiere gut vorankommen, zumal die Karosserie aus Alu und Kohlefaser nicht allzu viel Masse auf die Waage bringt. Über das Gewicht spricht man nicht, aber immerhin über die Höchstgeschwindigkeit: Maximal 300 km/h sind drin. Und was wird er kosten? Vermutlich einen sehr hohen sechsstelligen oder einen knapp siebenstelligen Betrag. Artega verspricht übrigens, dass die Akkus des Scalo Superelletra per Gleichstrom-Netz binnen weniger als 20 Minuten wieder 80 Prozent ihrer Kapazität erreichen sollen. Noch so ein schöner Traum.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 zeigt Zenvo erstmalig den GT TS1

Der Zenvo GT TS1 hingegen ist zwar ein Traumwagen, aber kein Traum, denn Zenvo-Fahrzeuge kann man kaufen – einen entsprechenden Kontostand vorausgesetzt. Für umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro offeriert die exotische dänische Automanufaktur zu ihrem zehnjährigen Jubiläum einen optisch recht extrovertierten Supersportler mit konventionellem 5,8-Liter-V8. Die Motorleistung fällt mit 867 kW/1.180 PS allerdings alles andere als konventionell aus. Der kompressorbeatmete Achtzylinder verfügt über Trockensumpfschmierung, damit der Hecktriebler auch ohne Ölfilm-Abriss so schnell um die Kehren witschen darf, wie es seiner Optik entspricht und wie man es erwartet.

Ebenfalls etwas dauern wird es noch mit der Serienversion einer Sportwagen-Studie von Techrules

Bis man das bei der Techrules-Studie ausprobieren darf, wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen – wenn sie überhaupt als Serienwagen realisiert wird. Dafür haben sich die Chinesen eine originelle Technik einfallen lassen, um den Sportler als seriellen Hybriden auszulegen. So wird der Strom für die Elektroaggregate (768 kW/1.044 PS) von einer Turbine erzeugt. Und die Turbine kann quasi mit jedem fossilen Brennstoff befeuert werden, der auf dem Markt verfügbar ist – recht umweltfreundlich wäre es wohl mit Biogas. Diesel oder Kerosin gingen ebenso. Mit abgeregelten 350 km/h ist die Studie in der Theorie wahrlich atemberaubend schnell. Man darf gespannt sein, ob solche Rand-Technologien im Zuge der immer strengeren gesetzlichen CO2-Limitierung den Weg in die Serie finden. Das chinesische Start-Up jedenfalls hat sich vorgenommen, mit seinem Hybrid-Strang auch in erschwinglichere Segmente vorzudringen.

Bugattis Chiron leistet ebenfalls 1.103 kW/1.500 PS, allerdings allein aus einem Benzinmotor. Der hat allerdings 16 Zylinder

Ganz und gar nicht erschwinglich ist dagegen der Bugatti Chiron, mit 2,86 Millionen Euro sogar noch teurer als der exakt gleich starke (1.103 kW/1.500 PS) Koenigsegg Regera. Im Gegensatz zur schrulligen schwedischen Manufaktur haben sich die Elsässer mit finanzieller und technischer Unterstützung aus Wolfsburg bereits beim Vorgänger Veyron die Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h im Guinness-Buch verewigen lassen. Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer möchte diesen Rekord mit dem Chiron natürlich wieder knacken. Um so schnell sicher fahren zu können, braucht es Reifen, die eigens für das Modell der Superlative entwickelt und produziert werden. Perfektion ist es, die der Chiron aus jedem Winkel ausstrahlt und die den Chiron für manche so attraktiv macht. Das Heck des allradgetriebenen Achtliter-W16-Turbos mutet nun nicht mehr ganz so clean an wie jenes des Vorgängers und bringt ein bisschen Aufregung in das sonst eher kühl wirkende Ingenieur-Produkt. Rund die Hälfte der auf 500 Stück limitierten Chirons sollen übrigens noch verfügbar sein. Hier in Genf werden Bestellungen gerne entgegengenommen, und vorher kann man sein Wunschauto sogar per konventionellem Konfigurator auf der Homepage zusammenstellen. Fast schon ein bisschen zu profan für diese Liga. (Patrick Broich/SP-X)

Die sieben wichtigsten SUV-Neuheiten – Der Boom boomt

Die TV-Werbung bringt die schöne heile Welt ins Wohnzimmer. Glückliche Familien cruisen im neuen SUV über leere Küstenstraßen, strahlende Kinderaugen entdecken vom Rücksitz aus die üppige Natur, verliebte Pärchen finden romantisch verschwiegene Plätzchen. Und wenn Papa der Hafer sticht, biegt er ins Gelände ab und zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. So ein SUV, perfekte Mixtur aus Kombi und Geländewagen, bringt eben Freiheit, Abenteuer und Wohlbefinden. Sagen jedenfalls die Werber.

Der neue XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit

Die Fernsehspots für die wichtigsten Genf-Neuheiten sind sicher längst abgedreht. Kein Problem bei der Neuauflage des nicht nur in Deutschland meistverkauften Volvo-Modells. Der XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit. So darf er schon heute die Neugestaltung von Instrumenten und Infotainment präsentieren, auf die das größere Flaggschiff noch warten muss. Auch die ohnehin schon beeindruckende Fülle von Assistenzsystemen wurde noch erweitert. Erkennt der Bordrechner einen drohenden Unfall, gibt er den Befehl zum automatischen Ausweichen. Das funktioniert zwischen 50 bis 100 km/h. Zum Marktstart kann aus vier Motoren gewählt werden, zwei Diesel und zwei Benziner. Leistungsdaten zwischen 140 kW/190 PS und 236 kW/320 PS, das Topmodell mit Plug-In-Hybrid kommt sogar auf 299 kW/407 PS. Die Preise des nordischen Allradlers starten bei 48.050 Euro.

Mit dem neuen Velar schließt Land Rover die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport

Keinen Vorgänger hat der Range Rover Velar, das nunmehr vierte Familienmitglied der britischen Ikonenmarke. Er schließt die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport. Technisch stand sich beim Velar der Jaguar F-Pace Pate. Die Highlights: Alu-Karosse, bewusst schlichtes Design, futuristische Gestaltung des Cockpits, hohe Leistungsfähigkeit im Gelände. Im Motorenangebot gleich drei Diesel (132-221 kW/180 – 300 PS). Die beiden Benziner schicken 184 – 280 kW/250-380 PS an alle vier Räder. Der Einstieg in den Briten beginnt bei stolzen 56.400 Euro. Die limitierte Erstausgabe lässt sich Landrover sogar mit fast 110.000 Euro bezahlen. Marktstart ist im Sommer.

Der neue Opel-Besitzer PSA setzte bei seiner jungen Edelmarke DS bislang auf Veredelung bestehender Citroen-Modelle. Mit dem DS7 Crossback kommt jetzt das erste speziell für DS entwickelte Modell. Mit knapp 4,57 Metern Länge tritt das französische SUV gegen etablierte Rivalen wie den Audi Q5 oder den BMW X3 an. Was schon zeigt, in welche Richtung der Neuling düsen will – Premium a la France. Dazu ist der DS7 besonders feinfühlig ausgestattet, bietet viel Leder und sorgsam gestaltete Schalter. Technisch überrascht das erste Nachtsichtsystem in dieser Klasse oder eine Kameratechnik, die die Straße vor dem DS7 im Visier hat und das Fahrwerk frühzeitig auf Bodenwellen oder Löcher vorbereitet. Das hat bislang nur die Mercedes S-Klasse zu bieten. Drei Benziner und zwei Diesel sind im Angebot, die Leistungsspanne reicht von 96 kW/130 PS bis 169 kW/230 PS. Marktstart ist Anfang nächsten Jahres, die Preise beginnen wohl bei etwa 30.000 Euro.

Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein

Zwei japanische Marken zeigen, dass es auch Bodenständiger geht. Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein. Der Name ist eine Hommage an ein gleichnamiges Sportcoupé, dessen Produktion vor fünf Jahren eingestellt wurde. Das „Cross“ deutet an, dass sich der neue Eclipse im Gegensatz zu seinem Namensgeber auch außerhalb fester Straßen bewegen kann. Eigenwillig ist die Gestaltung der Heckpartie mit stark geneigter Scheibe, die zudem von einer Karosseriestrebe geteilt wird. Künftige Kunden können sich zwischen je einem Diesel und Benziner entscheiden. Daten und Preise des Allradlers sind noch nicht bekannt. Der „Sonnenfinsternis“ (deutsch für Eclipse) findet in Deutschland ab Ende des Jahres statt.

Die zweite Generation des Subaru XV steht zwar auf einer neuen Plattform, optisch sind die Ähnlichkeiten zum Vorgänger allerdings sehr groß

Schräg gegenüber auf dem Subaru-Stand zelebriert der Allrad-Spezialist die zweite Generation des ebenfalls kompakten Modells XV. Obwohl die jetzt auf einer neuen Plattform steht, hat sich das Blechkleid nur wenig geändert. Die wesentlichen Neuerungen sind in der Technik versteckt. Motor, stufenloses Automatikgetriebe und Allradsystem wurden gründlich renoviert. Zentrale Bedienfunktionen werden jetzt auf einem acht Zoll großen Touchscreen-Monitor erledigt. Preise und Leistungsdaten soll es rechtzeitig zur Markteinführung im November geben.

Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und -Innenraum

Der Zeitpunkt war günstig. Einen Tag nach der Verkündung der Opel-Übernahme durch PSA feierte die erste deutsch-französische Gemeinschaftsarbeit ihren Messestart. Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und –Innenraum. Der 4,21 Meter kurze Neuling ersetzt den Mikro-Van Meriva und zielt als kleiner Bruder des Mokka auf den SUV-Hype auch in dieser Klasse. Dabei ist der Crossland X nicht fürs Gelände gedacht, auch wenn eine Art Unterfahrschutz das vermuten lässt. Allradantrieb ist nicht bestellbar, dafür aber eine reiche Auswahl an Triebwerken: Drei Dreizylinder-Benziner und zwei Diesel bieten zwischen 60kW/81 PS und 88kW/120 PS. Preise hat Opel noch nicht verraten.

Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen

Apropos Peugeot: Auch bei der neuen Mutter musste ein vertrautes Modell dem SUV-Trend weichen. Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen. Selbst ganz hinten sitzt man zumindest für kürzere Strecke recht passabel. Da die Neuauflage gleich um 19 Zentimeter länger ist, passen jetzt bis zu 2.150 Liter in den 5008. Die Gestaltung des Innenraums erinnert an den kleineren 3008. Weitgehend bekannt auch das Motorenangebot (96-133 kW/130-180 PS). Die Preise beginnen bei 24.650 Euro.

(Peter Maahn/SP-X)

Studien in Genf – Probieren geht über produzieren

Wer eine Ahnung davon bekommen möchte, wie Mobilität von morgen aussehen könnte, sollte, wenn es ihm denn möglich ist, einen Blick auf die Studien werfen, die man auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) auch dieses Jahr wieder betrachten kann.

Dass Elektroantriebe ganz groß im Kommen sind, davon muss man wohl auch den größten Skeptiker nicht mehr überzeugen. Selbst die Edelmarken, deren Produkte wohl als letzte Bastionen für klassische Verbrenner gehandelt werden, denken massiv um. So weist die Modellbezeichnung der Studie Bentley EXP12 Speed 6e keineswegs auf die Zylinderzahl hin – denn der Brite rollt rein elektrisch an. Und während sich Bentley über die Motorleistung ausschweigt, soll es aber beim Laden eine hohe Performance geben. So soll man das luxuriöse Cabrio induktiv und vor allem schnell laden können. Die Reichweite soll 500 Kilometer betragen. Dagegen sind Botschaften, dass der Engländer auch über einen hochauflösenden OLED-Screen verfüge, quasi kalter Kaffee.

Hyundai möchte mit dem FE Fuel Cell Concept dezent-futuristisch darauf hinweisen, dass es ja auch noch den Wasserstoff-Antrieb gibt

Hyundai dagegen möchte dezent-futuristisch darauf hinweisen, dass es ja auch noch den Wasserstoff-Antrieb gibt. Das FE Fuel Cell Concept ist eine Studie mit überspitzem Design, vielen LED-Spielereien und einem Cockpit, das seiner Zeit zwar ein bisschen voraus zu sein scheint, aber durchaus seriennah ist. Die Koreaner versprechen eine Reichweite von 800 Kilometern.

Mercedes setzt mit dem viertürigen AMG GT Concept auf einen feinen Mix: klassischer Vierliter-V8 kombiniert mit einem starken Stromer

Mercedes setzt mit dem viertürigen AMG GT Concept auf einen feinen Mix: klassischer Vierliter-V8 kombiniert mit einem starken Stromer. Und auch wenn es noch keine Leistungswerte gibt – aus dem Stand auf Landstraßentempo binnen weniger als drei Sekunden dürften reichen, um den Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen. In Sachen Design orientiert sich der Allrad-Supersportler am aktuellen AMG GT, wenngleich ihm diverse Licht-Spielereien noch etwas zusätzliches Futuristisches verleihen.

Der Peugeot Instinct wirkt nicht gerade so, als würde er in zwei Jahren in Serie gehen, abgesehen von seinem 300-PS-Hybridantrieb

Apropos Futurismus. Der Peugeot Instinct wirkt nicht gerade so, als würde er in zwei Jahren in Serie gehen, abgesehen von seinem 300-PS-Hybridantrieb. Die Franzosen wollen mit der spacigen Studie demonstrieren, wie vernetzt das Auto in Zukunft sein könnte. Der Instinct nutzt eine Cloud, um alle möglichen Datenquellen zu vereinen. Welche eigentlich genau, man weiß es nicht. Jedenfalls kann sich der Instinct auch mit dem Heim vernetzten und bietet einen hohen Grad an Fahrautomation. Im Gegensatz zum Volkswagen Sedric kann Franzose wahlweise aber noch vom Fahrer gesteuert werden – der ungewöhnlich-futuristisch gestylte Wolfsburger verfügt nämlich weder über Lenkrad noch Pedale.

Das Tamo Concept wirkt knackig und sportlich, wird angetrieben von einem Mittelmotor mit 1,2 Litern Hubraum und rund 190 PS

Dagegen ist der Tamo Racemo (Tamo ist eine Submarke des indischen Herstellers Tata) so richtig cool. Insbesondere aus europäischer Perspektive, da man Tata vor allem als Jaguar-Eigner, nicht aber als wirklich tollen Autohersteller wahrnimmt. Das Tamo Concept wirkt knackig und sportlich, wird angetrieben von einem Mittelmotor mit 1,2 Litern Hubraum und rund 190 PS. Sein Innenraum verströmt Sportwagen-Gefühl, und es dominieren zwar Kunststoffe, die kommen aber eher hip als billig rüber. Der Startknopf auf dem abgeflachten Lenkrad erinnert an Motorsport, während die Wildleder-Beläge auf dem Armaturenbrett dem Racemo sogar etwas Noblesse verleihen. (Patrick Broich/SP-X)

Bentley Bentayga – Mulliner macht‘s möglich

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) zeigt Bentley den Bentayga in einer vom hauseigenen Veredler Mulliner überarbeiteten Highend-Version. Das ab Frühjahr 2017 bestellbare Edel-SUV ist limitiert. Einen Preis nennen die Briten nicht.

Besondere Merkmale des Mulliner-Bentayga sind eine Zweifarblackierung und spezielle 22-Zoll-Räder

Ein besonderes Merkmal der Mulliner-Edition ist eine Zweifarblackierung, bei der sich Motorhaube und Dachpartie in heller Farbe von der dunklen Karosserie abheben. Leicht abgehoben ist der Bentayga auch dank spezieller 22-Zoll-Räder im Siebenspeichen-Design.

Vorne bietet der Bentley Bentayga von Mulliner dunkle Ledersitzbezüge

Spektakulärer ist indes die Aufwertung der Fahrgastzelle. Das kontrastreiche Farbschema der Außenhaut spiegelt auch die Bestuhlung wieder, denn die Vordersitze sind mit dunklem, die hinteren mit cremefarbenem Leder bezogen. Für ein besonderes Ambiente sorgen unter anderem Rautensteppungen in den Sitzbezügen, Applikationen aus Walnussholz sowie eine farblich variable LED-Ambientebeleuchtung. An Ausstattungsdetails bietet der Innenraum darüber hinaus ein Kühlfach mit Sektkelchen in der hinteren Mittelkonsole, Fondscheiben mit elektrischer Abdunkelfunktion, eine Standheizung sowie eine Audioanlage, die mit fast 2.000 Watt Leistung 21 Lautsprecher in Schwingungen versetzt. Im Armaturenbrett glänzt zentral eine Golduhr von Breitling.

Im oppulent aufgewerteten Fond sind die Sitzbezüge cremefarben

Beim Antrieb sah man bei Mulliner indes keinen Handlungsbedarf. Der W12-Motor darf mit unverändert 447 kW/608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment die 2,4-Tonner in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 schieben und auf über 300 km/h beschleunigen. (Mario Hommen/SP-X)

Koenigsegg – Drei Mal ultraschnell

Geht es um spektakuläre Autos auf dem Genfer Autosalon, ist auf Koenigsegg auch in diesem Jahr Verlass. Vom 9. bis 19. März 2017 werden die Schweden gleich drei eindrucksvolle PS-Kracher auf der Schweizer Messe zeigen.

Sind alle Türen und Deckel offen, wirkt der Gryphon wie ein Transformer im Transformationsmodus

Als Einzelstück und Kundenfahrzeug steht in Genf unter anderem ein Agera RS mit dem Beinamen Gryphon. Gryphon ist der Name eines Fabelwesens mit Löwenkörper und Adlerkopf. Das Fahrzeug ist weitgehend schwarz, allerdings mit einigen Blattgoldverzierungen aufgepeppt. Besonders spektakulär wirkt der V8-Renner mit offenen Türen sowie offener Front- und Heckklappe, denn dann erinnert der Agera an einen Transformer im Transformationsmodus. Auch fahrtechnisch imponiert der Hardtop-Roadster, da sein Achtzylinder 1.000 kW/1.360 PS leistet, die lediglich 1,4 Tonnen in Schwung bringen müssen.

Koenigsegg zeigt in Genf unter anderem einen Regera in British-Racing-Green

Doch es geht noch schneller. Zusätzlich zeigt Koenigsegg in Genf vom Regera die ersten beiden Kundenfahrzeuge. Beide haben neben einem Twinturbo-V8 auch drei E-Motoren an Bord. Das Motorenquartett ermöglicht mit einer Gesamtleistung von 1.103 kW/1.500 PS und 2.000 Newtonmetern Drehmoment eine Sprintzeit in unter 10 Sekunden. Für die Beschleunigung von null auf 300 (!) km/h. Sogar 400 km/h sind möglich, die nach weniger als 20 Sekunden fallen – und zwar mit oder ohne Dach, wie der Hersteller betont.

Passend dazu ist bei dem Regera der Innenraum mit hellbraunem Leder ausgekleidet

Außen und innen sind die beiden Regera ziemlich individuell gestaltet. Der eine bietet eine Vollcarbon-Außenhaut in British-Racing-Green. Passend dazu präsentiert sich der Innenraum mit einer hellbraunen Lederausstattung. Der zweite Regera ist zweifarbig gehalten. Während die Flanken blutrot leuchten, ist der Mittelstreifen der Karosserie in Carbonschwarz ausgeführt. Die Fahrgastzelle nimmt das Farbthema der Außenhaut auf. Auch viele Technikdetails der Fahrzeuge sind exklusiv. So stehen beide Regera auf Carbonrädern, die eine Gewichtsersparnis von 40 Prozent im Vergleich zu klassischen Leichtmetallrädern bringen sollen. (Mario Hommen/SP-X)

Zusätzlich steht der 1.500 PS starke Regera in einer Version mit rot-schwarzer Außenhaut in Genf

Mitsubishi Eclipse Cross – Einer passt noch

Das Segment der Kompakt-SUV wird größer und größer. Auch bei Mitsubishi sieht man noch Wachstumspotenzial, weshalb die Japaner mit dem Eclipse Cross ein weiteres Modell in der nicht gerade großen Lücke zwischen Outlander und ASX positionieren. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) feiert das Modell Weltpremiere, Ende 2017 kommt es bei uns auf den Markt.

Der Name Eclipse ist nicht ganz neu bei Mitsubishi, denn bis 2012 hatte der Autobauer ein gleichnamiges Sportcoupé vermarktet. Mit etwas gutem Willen könnte man dem Design des Eclipse Cross einen coupéhaften Charakter unterstellen. Dank seines stark angeschrägten Heckteils bietet der 4,40 Meter lange Hochbeiner zumindest eine gewisse Grunddynamik, die von Charakterlinien in den Flanken, ausgestellten Radhäusern und einer großen Luftöffnung in der chromverzierten Front verstärkt wird.

Ende 2017 dürfte der Mitsubishi Eclipse Cross in Deutschland auf den Markt kommen

Im Innenraum präsentiert sich der Eclipse aufgeräumt und modern. Der Arbeitsplatz bietet unter anderem in der Mitte des Armaturenbretts ein großes Display für das Infotainmentsystem, welches per Touchpad in der Mittelkonsole bedient wird. Die Multimediaanlage kann Smartphones per Apple Carplay oder Adroid Auto einbinden, was es dem Fahrer erlaubt, per Sprachbefehl Textmeldungen abzurufen oder Anrufe zu tätigen. Damit sich der Fahrer besser auf den Verkehr konzentrieren kann, wird es für den Eclipse Cross außerdem ein Head-up-Display geben, das fahrrelevante Informationen ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

Als Antrieb hat Mitsubishi vorerst zwei konventionelle Verbrennungsmotoren eingeplant. Ein direkteinspritzender 1,5-Liter-Turbobenziner wird wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder einer stufenlosen CVT-Automatik kombinierbar sein. Alternativ wird ein 2,2-Liter-Diesel in Kombination mit einer Achtgang-Automatik zur Wahl stehen. Leistungs- und Fahrwerte nennt Mitsubishi noch nicht, doch versprechen die Japaner dank eines elektronisch geregelten Allradantriebs im Zusammenspiel mit der Giermomentregelung AYC (Active Yaw Control) ein zugleich sicheres wie auch dynamisches Fahrverhalten.

Ende 2017 soll der Eclipse Cross in Deutschland in den Markt kommen. Preislich dürfte er etwas oberhalb vom ASX liegen, der bei rund 20.000 Euro startet. (Mario Hommen/SP-X)

Renault Alpine – Die Geschichte wiederholt sich

Die Wiedergeburt der Marke Alpine war für sich gesehen schon ein ziemlich zäher Akt und ähnlich gestaltet sich auch die Informationspolitik der Franzosen bis zur Vorstellung der offiziellen Serienversion auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März). Jetzt, wenige Tage vor der Messepremiere, hat Renault zwei erste Bilder der Serienversion veröffentlicht und den Namen des Modells verraten.

Die Mittelmotorflunder, die die legendäre Sportwagenmarke wiederbeleben wird, heißt – wie schon das historische Vorbild – Alpine A110. Auch optisch weist die Neuauflage einige Ähnlichkeiten zur Ur-Alpine auf, wenngleich es sich natürlich um einen modernen Sportwagen mit schicken LED-Leuchten und ausdrucksstarken Sicken im Blechkleid handelt.

Die Karosserie des Alpine A110 besteht weitgehend aus Aluminium

Aber wie das Alpine-Modell aus den 1960er-Jahren soll auch der Neuzeit-Alpine richtig schnell sein. Deshalb hat sich Renault unter anderem für eine leichte, weitgehend aus Aluminium gefertigte Karosserie entschieden. Die Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 soll in 4,5 Sekunden gelingen. Weitere Angaben zu Antrieb und Fahrleistungen werden allerdings erst im Rahmen der Genf-Premiere verraten.

Seit Ende 2016 kann man den A110 übrigens per Smartphone App vorbestellen. Angeboten wird die auf 1.955 Fahrzeuge limitierte Première Edition zum Preis von 55.000 bis 60.000 Euro. Von dieser Auflage sollen Ende 2017 die ersten Exemplare an Kunden ausgeliefert werden. (Mario Hommen/SP-X)