Audi RS 3 Sportback – Hochleistung mit fünf Türen

Audi bringt nun auch den fünftürigen RS 3 Sportback auf das Leistungsniveau der Limousine. Der überarbeitete Kompaktsportler auf A3-Basis feiert auf dem Genfer Salon Premiere (9. bis 19. März). Die Markteinführung erfolgt im August zu Preisen ab 54.600 Euro, Bestellstart ist bereits im April.

Wie schon beim Ende 2016 erstmals aufgelegten Viertürer kommt nun auch in der zweiten Karosserievariante des RS 3 der 2,5-Liter-Fünfzylindermotor in der neuesten Ausbaustufe zum Einsatz, die 294 kW/400 PS statt wie bisher 270 kW/367 PS leistet. Der Turbomotor liefert ein Drehmoment von 480 Nm, das über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe permanent an alle vier Räder geleitet wird. Der Spurt auf Tempo 100 gelingt so in 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, wird auf Wunsch aber auf 280 km/h angehoben. Als Verbrauch gibt der Hersteller 8,3 Liter an.

Preislich bleibt der Fünftürer 1.300 Euro unterhalb der 55.900 Euro teuren Limousine

Auch das Fahrwerk wurde in Richtung Sportlichkeit getrimmt. Ein strafferes Setup inklusive einer um 2,5 Zentimeter tiefer gelegter Karosserie sowie eine verbreiterte Spur sollen für Dynamik und Stabilität sorgen. Serienmäßig an Bord sind zudem die Progressivlenkung mit ihrer variablen Übersetzung und 19-Zoll-Räder mit entsprechend großen Bremsscheiben. Auf Wunsch ist auch eine Keramikbremse zu haben.

Äußerlich unterscheidet sich der RS 3 vom normalen A3 unter anderem durch eine modifizierte Front mit serienmäßigen LED-Scheinwerfern, Dachkantenspoiler und Diffusor sowie große ovale Endrohre. Der in dunklen Tönen gehaltene Innenraum empfängt Fahrer und Beifahrer mit beleuchteten Einstiegsleisten mit RS 3-Schriftzügen. Sportsitze in schwarzem Nappaleder mit RS-Logos in den Lehnen sind serienmäßig, ebenso wie der elektrisch ausfahrende 7-Zoll-Monitor. Das mittig positionierte Fahrerinformationssystem integriert Ladedruckanzeige, Ölthermometer und Laptimer.

Am Heck findet sich ein Diffusor

Preislich bleibt der Fünftürer 1.300 Euro unterhalb der 55.900 Euro teuren Limousine. Vom Vorgängermodell mit 270 kW/367 PS trennt ihn ein Preisaufschlag von rund 1.000 Euro. Zu den wichtigsten Konkurrenten zählen Mercedes-AMG A 45 (51.051 Euro) und BMW M2 (57.500 Euro) (Holger Holzer/SP-X)

Skoda Octavia RS 245 – Ein Plus an Sportlichkeit

Skoda legt beim frisch gelifteten Octavia wieder eine extra starke Variante des sportlichen RS-Modells auf. Der 2,0-Liter-Turbobenziner im neuen RS 245 leistet – die Bezeichnung zeigt es an – 180 kW/245 PS und damit 15 PS mehr als in der Standardausführung. Premiere feiert die Top-Ausführung der Kompakt-Baureihe auf dem Genfer Salon (9. bis 19. März).

n beiden Varianten stellt der aufgeladene Vierzylindermotor ein Drehmoment von 370 Nm zur Verfügung

Der bislang stärkste Octavia der Unternehmensgeschichte ist als Limousine und Kombi erhältlich. In beiden Varianten stellt der aufgeladene Vierzylindermotor ein Drehmoment von 370 Nm zur Verfügung, das wahlweise über eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Stufen an die Vorderräder geleitet wird, die von einer elektronisch geregelten Quersperre in Zaum gehalten werden. Der Spurt von null auf 100 km/h gelingt der Limousine in 6,6 Sekunden, der Kombi benötigt eine Zehntelsekunde länger. Die Höchstgeschwindigkeit ist in beiden Fällen auf 250 km/h begrenzt.

Zu erkennen gibt sich der RS 245 unter anderem durch einen schwarz glänzenden Kühlergrill, Spoiler an Kofferraumdeckel beziehungsweise Dachkante sowie einer Sport-Abgasanlage. Zur Ausstattung zählen außerdem LED-Scheinwerfer, Alcantara-Sportsitze und Alu-Pedale. Zu den Kosten sagt der Hersteller noch nichts. Gegenüber dem Standard-RS scheint ein Aufschlag von 3.000 Euro realistisch, was für einen Preis von rund 34.000 Euro spricht.

Der bislang stärkste Octavia der Unternehmensgeschichte ist als Limousine und Kombi erhältlich

Der Skoda Octavia RS hat seit der Markteinführung der aktuellen Generation Mitte 2013 einen deutlichen Leistungssprung gemacht. Zunächst kam das Grundmodell auf 162 kW/220 PS, zwei Jahre später wurde als Ergänzung der RS 230 mit 169 KW/230 PS eingeführt. Seit dem Facelift ist dieser Wert Standard, wodurch die neue Top-Variante RS 245 nötig wurde. (Holger Holzer/SP-X)

News: Citroen Spacetourer / Peugeot Traveller / Toyota Proace – Franko-japanische Raumvorteile

Zu dritt geht es besser: Toyota, Citroen und Peugeot zeigen auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) ihr neues, gemeinsam gebautes Kleinbusmodell. Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum sollen die Drillinge nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Die Markteinführung von Citroen Spacetourer, Peugeot Traveller und Toyota Proace erfolgt noch in der ersten Jahreshälfte.

Bei Toyota heißt das Auto Proace
Bei Toyota heißt das Auto Proace

Bereits seit 2013 arbeiten Toyota und der französische PSA-Konzern im Segment der mittelgroßen Transporter zusammen. Alle drei Modelle laufen seitdem im Werk Sevel Nord nahe Paris vom Band. Mit den Neuauflagen startet nun die dritte Generation der Nutzfahrzeuge zunächst in der bestuhlten Version. Passend dazu gibt es neue Namen: Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer und aus dem Peugeot Expert Tepee der ebenfalls dem Reisen verhaftete Traveller. Allein Toyota bleibt beim bekannten Namen Proace.

Die Schiebetüren öffnen extra weit
Die Schiebetüren öffnen extra weit

Genaue technische Daten nennt bislang nur Citroen, sie dürften aber nahezu exakt auch für die beiden Modellbrüder gelten. Demnach hat der Kunde die Wahl zwischen drei Längen. Neben der üblichen „Normal“-Version mit 4,95 Metern und der 5,30 Meter messenden Langversion gibt es erstmals eine 4,60 Meter kurze Kompaktvariante. Maximal haben im Spacetourer neun Insassen Platz, alternativ passen bis zu 2.932 Liter Gepäck hinter die Heckklappe. Als technische Basis nutzen die Hersteller erstmals die neue EMP2-Plattform von PSA, die auch Pkw wie den Kompakt-Van Citroen C4 Picasso trägt.

Auch eine aufgepeppte Version soll als Studie für den Spacetourer werben
Auch eine aufgepeppte Version soll als Studie für den Spacetourer werben

Der Spacetourer bemüht sich auch bei der Ausstattung, die Komfort- und Technik-Distanz zu den klassischen Personenwagen zu minimieren. So öffnen die seitlichen Schiebetüren auf Wunsch nach einem angedeuteten Fußtritt unter den Seitenschweller. Ähnliches kennt man bislang nur von Heckklappen bei Kombis und SUV. Umsorgt fühlen sollen sich die Insassen auch noch nach dem Einstieg: Innen gibt es verschieb- und drehbare Sitze, ein optionales Glasdach soll für angenehmes Lichtklima sorgen und bei der Geräuschdämmung verspricht Citroen, sich besondere Mühe gegeben zu haben.

Ein Blick in den Innenraum der Studie
Ein Blick in den Innenraum der Studie

Dazu kommt ein breites Programm an Technik-Optionen, etwa ein Head-up-Display, eine 180-Grad-Rückfahrkamera und ein Touchscreen mit der Smartphone-Anbindung „Mirror Screen“. Für Sicherheit an Bord sollen unter anderem Totwinkel-Assistent, Spurverlassens-Warner und ein Notbremssystem für den Stadtverkehr sorgen. Unsichere oder müde Fahrer soll ein neuer Aufmerksamkeitsassistent warnen, der sich auf eine Kameraüberwachung des Innenraums stützt.

Citroen zeigt den Spacetourer in Genf
Citroen zeigt den Spacetourer in Genf

Das Motorenprogramm umfasst zum Start vier Diesel mit Leistungswerten zwischen 72 kW/98 PS und 133 kW/180 PS. Geschaltet wird manuell, beim Top-Selbstzünder ist eine Sechsgang-Automatik Serie, beim kleinsten Motor ein automatisiertes Schaltgetriebe Option. Angetrieben werden jeweils die Vorderräder, Allradantrieb bieten die Hersteller in Kooperation mit einem Umrüster an. Preise für den Citroen und die beiden anderen Modelle sind noch nicht bekannt. Aktuell werden für die vergleichbaren Vorgängermodelle ab knapp 30.000 Euro aufgerufen.

News: Skoda Vision S – SUV mit Platzvorteil

Mit der Studie Vision S gibt Skoda auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar soll bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz bieten. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der frisch erneuerten Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Innen gibt es sieben Sitzplätze
Innen gibt es sieben Sitzplätze

Mit der Studie bekräftigt Skoda den geplanten Ausbau seiner SUV-Palette. Neben einer Neuauflage des aktuell einzigen Modells Yeti, ist ein Mittelklasse-SUV nach Vorbild des Konzeptfahrzeugs geplant. Komplettiert wird das Programm von einem Mini-SUV unterhalb des Yeti. Die SUV-Offensive dürfte 2017 starten und zwei Jahre später vollendet sein. Ähnliche Pläne verfolgt die Schwestermarke Seat, die in den kommenden drei Jahren ebenfalls ein kleines, ein kompaktes und ein mittelgroßes SUV auf den Markt bringen will.