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Fetter Luxus – Fahrbericht: Mercedes GLE

Modellwechsel bei dem meistverkauften Mercedes-SUV: Der 2015 von der M-Klasse zum GLE umgetaufte Luxus-Offroader mit Stern startet wieder mit einigen Innovationen in die vierte Generation. Und die haben vor allem das Ziel, den Fahr- und Bedienkomfort weiter zu verbessern.

Mercedes-Benz reklamiert für sich, 1997 mit der Einführung der M-Klasse einen Trend gesetzt zu haben. Den Trend zu…

Zauberhand im hüpfenden Offroader

Das große Mercedes-SUV GLE fährt zum Verkaufsstart Ende Januar mit technischen Neuheiten vor: einem Fahrwerk, das sich in die Kurve legt, und einem Multimedia-System, das sich auf künstliche Intelligenz stützt.

Mehr als 30 Assistenzsysteme stehen dem Mercedes-Kunden mittlerweile zur Auswahl, mit jedem Modellwechsel kommen weitere hinzu. So auch mit der vierten Generation des Mercedes GLE, die Ende Januar an den Start geht. Die beiden Weltneuheiten, das elektronisch geregelte Fahrwerk „E-Active Body Control“ und der Innenraum-Assistent als Ergänzung zum Multimedia-System MBUX, sind allerdings im Grundpreis ab 65.807 Euro nicht enthalten.

Mit einem Obolus von 7.735 Euro ist die neue Body Control einer der teuersten Einzelposten in der Aufpreisliste des SUV der oberen Mittelklasse. Sie ist zweifellos aber auch ein technisches Highlight. Versorgt von einem 48-Volt-Bordnetz – deshalb „E-Active“ – vermag das Fahrwerk mittels einer elektrischen Hydraulikpumpe die Feder- und Dämpferkräfte an jedem einzelnen Rad individuell zu regeln. Das demonstrierten die Daimler-Entwickler durchaus eindrucksvoll und verspielt mit einem zu rhythmischen Klängen „tanzenden“ Offroader. In der Praxis beschert die Neuheit der Kundschaft ein höheres Komfortniveau.

So gleicht das elektronische, stets mit Luftfederung kombinierte Fahrwerk dank eines Oberflächenscanners wie schon das Vorgänger-System weiterhin Bodenwellen aus, legt sich im Fahrprogramm Curve aber zudem wie ein Motorradfahrer in die Kurve (bis zu drei Grad) und sorgt damit für einen besseren Niveauausgleich. Noch effektvoller ist der sogenannte Freifahrmodus, mit dem sich der GLE aus schwierigen Offroad-Situationen befreien kann. Wer mit allen vier Rädern tief im Sand steckt, wird durch ein „hüpfendes“ Fahrwerk Stück für Stück wieder in die Freiheit befördert. Zumindest bei gelegentlichen Fahrten in die Wüste ist das sehr hilfreich.

Das Multimedia-System MBUX (Mercedes-Benz User eXperience), das die Stuttgarter zuerst in der A-Klasse eingeführt und für das sie viel Lob eingeheimst haben, kommt jetzt auch beim M-Klasse-Nachfolger GLE zum Einsatz – erweitert um den neuen „Interieur Assist“. Er soll „mit seiner Lernfähigkeit dank künstlicher Intelligenz“ (O-Ton Daimler) den Bedienkomfort weiter erhöhen. Eine Kamera in der Dachbedieneinheit erkennt, wenn sich eine Hand dem 12,3-Zoll-Touchscreen oder dem Touchpad auf der Mittelkonsole nähert, und ändert die Anzeige im Media-Display, hebt die gewünschten Menüpunkte hervor.

Das funktioniert so präzise, das sogar die Hand des Fahrers von der des Beifahrers unterschieden wird, und so etwa erkannt wird, für welchen Sitz beispielsweise die Massagefunktion aktiviert werden soll. Außerdem lassen sich die Leseleuchten an der Unterseite des Innenspiegels durch Annähern der Hand ein- und ausschalten. Und wenn der Fahrer nach einem Gegenstand rechts auf dem unbesetzten Beifahrerplatz greift, leuchtet die Innenbeleuchtung automatisch dorthin. Fahrer und Beifahrer können jeweils auch eine persönliche Favoritenfunktion – zum Beispiel die Navigation nach Hause – einstellen, die mit einer Handgeste (Victory-Zeichen) sofort gestartet wird.

Der Aufpreis für den Innenraum-Assistenten soll rund 300 Euro betragen. Allerdings wird diese Neuheit in Deutschland ausschließlich im MBUX-Gesamtpaket für 1.722 Euro angeboten. Im Gegensatz zur E-Active Body Control, die optional zunächst nur für den GLE-Benziner 450 4Matic (ab 72.650 Euro) zu haben ist, kann das erweiterte Multimedia-System auch im GLE 300d 4Matic geordert werden.

Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Die neue Ausrichtung wirkt, Stuttgart hat gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen: Die Spitzenposition im Kampf um die globale Vormachtsstellung der Premium-Hersteller zurückerobert, neue Modelle bringen sie gefühlt im Wochentakt auf den Markt - die komplett neue Design-, wie Technologielinie, sie funktioniert bestens.

Test: Mercedes-Benz GLE 350d Coupé

Bestes Beispiel dafür ist das GLE 350d Coupé. Er strotzt nur s…

GLE 63 AMG – Supersize me!

Es ist schon fast ein bisschen süß, wie der Elfer im Rückspiegel immer kleiner wird. Und es liegt nicht an deiner Perspektive. Sicher, du sitzt hier ganz lässig im ersten Stock, thronst entspannt über den Dingen, aber dass du den eben noch so siegessicheren Zuffenhausener so locker in die Schranken weisen konntest, es liegt einzig und allein an diesem unglaublichen Motor.

Mercedes-AMG GLE 63

„800 Wörter darüber, wie man Porsche-Fahrer frustriert“

Möchten Sie Pommes dazu?

4.2 Sekunden und der 2.3-Tonner ist auf 100 km/h gesprungen. Die 250 km/h lassen sich kaum mehr Zeit als du „einmal volltanken und den Ölstand prüfen“ sagen kann. Da staunt nicht nur der Porsche, da bleibt auch dir jedes Mal kurz das Herz stehen. Wie die beinahe 800 Nm bei vollem Laderdruck die vier mächtigen 295er-Reifen in Rauch auflösen wollen, wie das Getriebe die Zähne zusammenbeißen muss, um nicht hilflos zu zerbröseln, vor allem aber, wie das Triebwerk deinen Wohlstandsspeck kaschiert. Denn das hier ist kein trainierter, sehniger Athlet, es ist die „supersize me“ Version im Hürdenlauf.

Mercedes GLE 64 amg instagram

Supersize me beim Hürdenlauf

Es scheint dem 63er AMG-Motor mit der S-Spezifikation und den guten 5.5 Litern völlig egal, welches adipöse Blechkleid ihm umgehängt wird, er ist der Kettenhund. Er zieht immer. Er zieht alles. Und das immer bitterböse. Das Arbeitsgeräusch ist furchterregend. Er rumpelt, er rotzt, er brüllt, er spuckt. Alle Attribute, die dir einfallen, der AMG hat sie im Repertoire. Ein echtes Viech. Ein Achtzylinder, wie ein Achtzylinder sein muss. Kein nervöses Rennpferd, kein trainiertes Timbre, sondern einfach rohe Gewalt.

Wobei, ein wenig Motorensteuerungs-Voodoo haben sie da schon eingepfercht. Sie, die Affalterbacher-Buben, haben ihm die dunkle Seite der Akkustikmacht anerzogen. Das Schaltblaffen etwa. Da blenden sie extra Spritzufuhr und Zündung kurz aus, spucken dann ein paar Tropfen Kraftstoff hinterher und schon scheppert es in der Sport Plus-Stellung, dass Unbeteiligte sicherheitshalber in Deckung gehen.

mercedes gle 63 amg für instagram

Motor-Voodoo

Aber so sind die Zeiten. Und dennoch, es darf nicht mehr aus dem vollen geschöpft werden. Nix mehr mit 6.3 Litern Hubraum und ungefilterter Saugmotor-Philarmonie, stattdessen der 5.5 Liter und zwei Turbolader. Der Umwelt wegen, der Gesetze, den Polarbären und dem allgemeinen Gewissensgleichgewicht. Oder so. Doch Hand aufs Herz, natürlich ist das alles nur pro forma. Denn der 5.5 ist eigentlich gerade jetzt auch schon wieder der „legitime gute Alte“ – nicht wirklich ein Auslaufmodell, aber es gibt da eben noch einen „Neuen“. Den 4.0l V8 Hot-V-Biturbo. Und der stellt den legendären Sechsdreier locker in den ganz tiefen Schatten. 585PS und bei Bedarf bis zu 900Nm. Im GLE allerdings, da darf er noch nicht ran und aufspielen. Die Aggregate, die hinter dem Motor hängen, würden die Urgewalt einfach nicht verputzen. Verteilergetriebe, Differenziale, Antriebswellen – im Angesicht der vollen Drehmomentpackung würde sich das alles in Wohlgefallen auflösen. So bleiben „nur“ 760 Nm.

GLE 63 Tiefgarage

In einer Philarmonie, vor unserer Zeit

Aber es sind penibel eingeregelte 760Nm. Und das ist bei aller Bescheidenheit kein trauriger Wert, sondern einer, der dir genug Souveränität gibt. Der 911, der auf der A3-Auffahrt vom Flughafen noch kurz vor der Einfädelspur den Starken markieren wollte, kann ein Lied davon singen. Laut singen. Denn der GLE 63 S AMG 4Matic hat ihm derart die rote Laterne umgehängt, dass er sicher am nächsten Morgen schluchzend im Porsche Zentrum um die Wandlung seines Leasing-Vertrages gebettelt hat.

motor gle 63 amg

Affalterbacher Schule

Im Ernst, der AMG GLE kann viel. Natürlich nichts, was ein C oder E im Affalterbach-Trim nicht deutlich besser könnte, aber: das, was er kann, ist pervers. Es dürfte nicht sein. Rein physikalisch ist es schwer verständlich. Ein Zweieinhalbtonner, der einen Carrera ausbeschleunigt, der selbst ums Eck sein Gewicht erschreckend gut kaschiert und nicht gleich die weiße Fahne hisst. Er ist groß, hat generösen Platz für die Familie und ist variabel genug, um auch mit dem Winterurlaubsgepäck fertig zu werden Erkaufen muss man sich das allerdings mit Komfort-Einbußen. Denn auch bei AMG kann man die Gesetze der Physik nicht in Luft auflösen. Im 63er S-SUV tobt eine bitterböse Materialschlacht. Gigantische 21-Zöller müssen sich darum kümmern, das Inferno des Motors irgendwie auf die Straße zu bringen. Feines Abrollen? Sanftes Ansprechen der Federung? Nebensache, alles ist der totalen Traktion und dem Kampf um die Hoheit der Fahrstabilität unterstellt.

Das zeigt sich auch beim Verbrauch. Unter 15 Litern geht praktisch nichts, 18 sind normal und wer die 585 Pferde häufiger aufmarschieren lässt, der blättert besser gar nicht in den entsprechenden Bordcomputermenüs. Nur so viel: wer es wirklich wissen will, der steht nach nicht einmal 300 Kilometern wieder an der Tankstelle.

AMG GLE 63

Der unwiderstehbare Reiz des Tankens

Doch genau das ist bei einem GLE 63 S AMG irgendwie egal. Wer sich darüber Gedanken macht, über Kosten, Nutzen oder gar den Sinn im Allgemeinen, der hat den dicken Daimler nicht verstanden. Weil man ihn nicht verstehen kann. Er spricht ein Gefühl an, eine Sehnsucht, eine Geborgenheit. Er ist ein Auto, das alles kann. Ein Muskelprotz, ein Bodyguard. Einer, auf den man sich verlassen kann. Und auch einer, der genau das nach außen trägt. Denn auf der Straße macht der GLE Eindruck. Vielleicht nicht beim narzisstischen Porsche-Piloten, bei den anderen dann aber umso mehr.

Die böse AMG-Verspoilerung, quadratmeterweise Maschendraht, mattes Chrom und fette, tiefschwarze Auspuffrohre. Der 63er SUV ist ein Statement, das wirkt.

Deshalb kann man, wie im Testwagen auch, übrigens sogar viel Geld sparen: er braucht weder Einparkpiepser noch Rückfahrkamera. Den GLE 63 S lässt du einfach mitten auf der Straße in zweiter Reihe stehen. Es traut sich sowieso niemand, ihn an den Haken zu nehmen …

Diesel oder Hybrid? Gretchenfrage beim Mercedes GLE

Vernunft vs. Vernuft

Der eine kostet 56.703,50 € und bietet 204 PS, der andere kostet 73.899,00 € und bietet eine theoretische Systemleistung von 333 PS und 116 PS. Rechnet man sich das Preis-Leistungsverhältnis in „bang for the bucks“ um, dann ist die Sache klar! 277 € je PS für den GLE 250d 4matic und 167 € je PS für den GLE 500e. Und dann verbraucht der Plug-In Hybrid GLE doch auch nur noch 3.3 Liter auf 100 Kilometer, gegenüber den 5.7 Litern im kleinen Diesel. Wer da wirklich sparen will und der Umwelt etwas Gutes tun will, der greift zum Plug-In Hybrid. Oder?

Sparen oder vernünftig sein?

Plug-In Hybrid vs. Diesel im Mercedes-Benz GLE

500e vs 250d

Wenn sparen so richtig schwer wird! 

Natürlich wollen wir alle clever sein. Selbst bei einem Luxusmobil wie dem GLE, der Facelift-Version der Mercedes M-Klasse. Mit dem jüngsten Update, dem Namenswechsel und einem größeren Update für Innenraum und mögliche Ausstattungsdetails hat Mercedes-Benz auch einen Plug-In Hybriden in das Motorenangebot aufgenommen.

Mit seiner theoretischen Reichweite von 30 km per Batterieladung kommt er in den Genuss einer vorbildlichen NEFZ-Bilanz. (Fahrbericht GLE 500e, hier) Mit nur 78 g CO2 auf den Kilometer und einem Normverbrauch von 3.3 Litern je 100 km kann man doch nichts mehr falsch machen, oder? Da wird SUV fahren zum Öko-Trip und der Nachbar mit seinem Prius zur Umweltsau. Und Diesel? Nun, Diesel fahren doch nur Fernfahrer. Der Plug-In Hybrid GLE muss nicht schwächeln, ein potenter 333 PS Turbo-V6 (Benziner!) wartet unter der Motorhaube auf seinen Einsatz. Das Dumme daran, er kommt zu oft, zu schnell, zu früh zum Einsatz und aus der „cleveren Idee“ wird eine Sackgasse.

250d vs. 500e

Test Fahrbericht12 GLE 500e oder GLE 250d

Die Mär von den 3.3 Litern je 100 Kilometer

Zuerst einmal muss man verstehen, wie der Verbrauch von 3.3 Litern auf 100 Kilometern (zzgl. 16 kWh) zustande kommt. Der NEFZ-Normverbrauch bildet die Grundlage für alle „Verbrauchsangaben“. Wir reden damit über einen „Laborverbrauch“ und im Falle der Plug-In Hybride eben auch von einem maximal nutzlosen „Normwert“. Was der GLE 500e bei Ihnen im Alltag verbrauchen wird? Es hängt von unfassbar vielen Faktoren ab. Theoretisch könnte der GLE mit 0.0 Litern auf 100 km auskommen. Sie würden dann rein die Batterieladung bezahlen. Sprich, im Falle des GLE 500e eine Batterieladung im Wert von rund 2,50 €. Klingt verführerisch. Und die CO-Emissionen? Lokal, überhaupt nichts mehr.

Wunderbar. Aber da war ja noch der Kaufpreis. Stolze 17.195,50 € liegen zwischen dem „kleinen“ Diesel und dem Plug-In Hybrid GLE. Oder anders, 13.340 Liter Diesel. Oder noch einmal anders, locker 125.000 km Fahrstrecke. Okay, das ist zu grob, nicht fair. Der GLE 500e wird aufgrund seiner Plug-In Technik von der Steuer befreit, der kleine 250er Diesel nicht.

Moment, dafür wird man bei Mercedes-Benz den 500e mit ordentlicher Ausstattung in den Showroom stellen. Teure Extras, die man beim kleinen Basis-Diesel hinzukaufen muss, die wird der Plug-In Hybrid bereits haben.

Irrtum.

Test Fahrbericht18 GLE 250d

7 statt 9 Gänge!

Anstatt einer Charme-Offensive beim Thema Ausstattung  laufen beide Modelle ab Liste, ab Basis, in der Grundausstattung mit der gleichen bescheidenen Buchhalter-Ausstattung vom Band.  Der kleine Diesel bekommt sogar ein modernes Goodie, welches dem GLE 500e abgeht. Mit der neuen Neungang-Automatik besitzt der Diesel zwei Gänge mehr als der GLE 500e. Nun kann man argumentieren, der Plug-In Hybrid braucht diese zusätzlichen Gänge nicht, weil er ja auf das Drehmoment-Plus des E-Motors bauen kann. Völlig richtig.

Er hat aber auch dem kleinen Diesel gegenüber kaum einen spürbaren Vorteil. mein-auto-blog ist beide Motorisierungen gefahren und beide Varianten sprechen für den Alltag die gleiche Zielgruppe an: Die des „ruhigen Gleiters“. „Dominanz etablieren“ überlässt man den AMG-Fahrern. Wer Plug-In Hybrid oder Basis-Diesel wählt, der will bei all dem Luxus ein wenig Vernunft walten lassen. Und das ist auch gut so.

Sparen ohne Rechenschieber

Die Systemleistung des Plug-In Hybriden von 435 PS klingt zu gut, um wahr zu sein und in der Tat, wirklich vorhanden wäre diese Power nur, so lange die Batterien dem 85 kW Motor die volle E-Power zuschieben – bei 8.8 kWh Batterieleistung allerdings ein sehr überschaubares Vergnügen.

Danach muss der V6-Bi Turbo mit 333 PS ran. Ein toller Motor. Eine Granate, die richtig Spaß macht. In einer Klasse darunter – in ein SUV der Größe der M-Klasse (pardon, GLE) passt ein Turbo-Benziner so gut wie alkoholfreies Bier zum Junggesellenabschied. Und dann wird der theoretische Verbrauch von 0.0 Litern zu dem, was er ist: Eine Illusion. Bei den Testfahrten reichten die 8.8 kWh der Batterien für knapp 20 km, ein Maximalwert. Die angegebenen 30 km dürften nur im Labor zu erreichen sein.

Sobald der Benziner anspringt, steigt der Verbrauch – nach 55 km standen, trotz 41 km „Engine off“ bereits 3.9 Liter im Display. Der Alltag? Kaum abzuschätzen, weil extrem davon abhängig, wie oft geladen werde kann.

Diesel oder Hybrid? Geländegängig bleibt der GLE

Abseits der Verbrauchs-Diskussion stellen sich zwei Fragen: Wie fährt sich die GLE-Baureihe und kann man damit noch „OFF ROAD“ fahren?

Wer seinen GLE wirklich „off the road“ fahren möchte und damit nicht nur „Feldwege“ und Schotter-Parkplätze meint, der kann das Thema „Plug-In Hybrid“ direkt abhaken, denn das „Offroad Technik-Paket“ mit einer elektronischen Einstellung der ESP-Regelsysteme, um auf unterschiedlichen Untergründen mit den Schlupfregel-Grenzen spielen zu können, gibt es für den PHEV derzeit nicht. Die zusätzlich empfehlenswerte Airmatic (Luftfederung) ist wiederum für beide erhältlich.

Doch wer Gelände meint, der muss das genauer erklären. Die Grenze der Kraftübertragung zwischen Fahrzeug und Gelände wird üblicherweise durch die Reifen bestimmt, und so sollten sich auch GLE 350d-Fahrer (unser Testwagen für die Geländestrecke) darauf einstellen, einen zweiten Satz Reifen bereit zu halten.

Test Fahrbericht03 GLE 500e oder GLE 250d

Fazit

GLE-Motorisierung? Keine Frage!

Den theoretischen Drehmoment-Vorteil des „GLE 500e“ mit den „zwei Herzen“ pariert der kleinere Diesel mit den zusätzlichen Übersetzungen seines Neunganggetriebes. Dieses schaltet flink und gewissenhaft und hält den 2.1 Liter großen (oder kleinen!) Vierzylinder ordentlich bei Laune.

Der Fahrkomfort im GLE 500e ist, so lange man rein elektrisch gleiten kann, dem Dieselmotor überlegen. Selbst der größere V6-Diesel im 350d wirkt gegenüber der Ruhe des E-Antriebes gespenstisch – aber genau das war es dann leider auch.

Die Strategie von Mercedes-Benz, dem ersten Plug-In Hybriden mit Stern eine derart kleine Batterie zu verpassen, muss als „gescheitert“ betrachtet werden. Der Kunde erhält keinen signifikanten Mehrwert gegenüber dem konventionellen Antrieb. Bleibt am Ende nur die Idee von der CO2-freien Autofahrt …

Die theoretischen Vorteile klingen wundervoll, bleiben aber graue Theorie.

Wer sparen und vernünftig sein will, der entscheidet sich gegen den GLE 500e und für den GLE 250d 4matic.

GLE 250d 4matic GLe 500e

Fahrbericht: Mercedes-Benz GLE Coupé 450 AMG

Und dann sagte ich dem Fotografen, nimm doch irgendwas als Hintergrund, was mich optisch so ein wenig streckt – dann sieht man den Bauch nicht so. Also nahmen wir dieses Motiv. Dann aber sah ich, vor dem GLE Coupé wirkst du eh schlank, ganz egal ,was im Bild noch zu sehen ist. Ein Rückblick auf die Zeit im sinnlosen SUV-Coupé. Mit sinnloser Motorisierung.

Russisch für Anfänger

Mercedes-Benz GLE Coupé 450 AMG

Test Fahrbericht03 Mercedes GLE Coupe 450 amg
Wenn es mich nicht dünn macht, dann lass es wenigstens wie ein Symbol männlicher Potenz wirken …

Warum gibt es dieses Auto?

Weil man bei BMW ganz erfolgreich vorgelebt hat, wie sich auch sinnlose Fahrzeuge hervorragend verkaufen, wenn man nur weit abseits des guten Geschmacks fischt. Einen großen Geländewagen seiner Geländefähigkeit berauben, sündig teure Felgen in der Größe 4XL anschrauben und wülstige Schweller, bei deren Anblick sich bereits leichte Offroad-Passagen zu wirtschaftlichen Totalschäden entwickeln können, das sind eben Gründe, aber keine Hindernisse. Doch die ganze Absurdität hat System und – was viel wichtiger ist – Erfolg. Mit dem BMW X6 haben die Münchener den Stuttgartern eine ganze Fahrzeug-Generation lange die Zunge herausgestreckt und sich wohlig gelabt an den absurden Wünschen solventer Leasingfahrzeugfahrer.

Nun also auch der „Daimler“ und wieder einmal mit der „gelebten“ sinnlichen Klarheit behaftet. Das Design ist, höflich beschrieben, schwierig. Während die gierige Kühlluft-Lochblech-Nase noch als postpubertäres Machtgehabe für die linke Spur durchgeht, haut es beim flachen Heck und dem Rubenshintern alle Sicherungen im Hirn pragmatischer Variant-Käufer hinaus.

Der Einstieg in Reihe zwei ist so beschwerlich, wie er wirkt. Der Kofferraum des GLE Coupé ein Witz. Die Ladekante ein Abgesang an jedwede Praktikabilität. Das GLE Coupé will sich als Kunstwerk verstehen – ohne sich deswegen um die Kunst zu kümmern. Kann man machen … entspricht vermutlich dem Ego der zukünftigen Besitzer.

Test Fahrbericht31 Mercedes GLE Coupe 450 amg

Wie fühlt man sich hinter dem Lenkrad?

Verdammt gut. Es gleicht der Machtübernahme in einer Dritte-Welt-Diktatur, will man das Gefühl des Besitzes der Fahrbahn mit etwas vergleichen. Ihr da unten – ich da oben. Was kümmert mich das absurde Platzangebot? Der Kofferraum? Zu groß für meine Kreditkarte, mir reicht die Ablage zwischen mir und der Co-Pilotin. Das Handbuch „russisch:deutsch“ packen wir lässig ins Handschuhfach.

Abgesehen davon, welche Sprache in Reihe 1 gesprochen wird, gemeckert wird hier nicht über das Platzangebot, das Design, die Haptik. Das alles entspricht der Preisliste. Es passt zum Auftreten des GLE Coupés. Wertig. Dominant.

Als 450er GLE Coupé hat man den Sprung in den „inneren Kreis“ noch nicht geschafft. Der 450er AMG ist die Buchhalter-Variante des großen 63er. Die „irgendwie“ noch vernünftige Version. Weniger ordinär im Auftritt. Weniger brachial. Weniger sinnlos?

Ohne die neuen AMG-Modelle mit der 450 im Namen wäre der Sprung zwischen den Serien-GLE und den scharfen AMGs zu groß geworden. Der Schritt, eine sportliche Zwischenstufe einzuschieben, scheint notwendig wie ein 0.5 Liter Glas Wodka zu degustieren.

Test Fahrbericht40 Mercedes GLE Coupe 450 amg

So fühlt sich Tempo 200 an

Verflucht gut!  Der Drei-Liter V6-Bi-Turbo rackert sich ab, er schiebt bis kurz an die 200er Demarkationslinie mit wohlfeiler Dominanz, darüber fängt er dann an, sich mit den Elementen zu verheddern, aber bis dahin bleibt das alles souverän. Und im Sound mit würzig-rassiger Vertonung gut untermalt. 367 PS verkünden den Schaltvorgang mit Sprotzeln und Brabbeln und einem sämigen Overrun-Getrommel von der Nachschulung bei AMG.

Das 9-Gang Automatikgetriebe wähnt sich dabei als stille Eminenz. Souverän kickt es die Gänge durch – nur beim Wechseln von 3 in 2 oder 1 hapert es immer mal wieder, murrend wie ein russischer Militär-Kadett nach der Wodkataufe.

2.2 Tonnen wiegt das GLE Coupé, selbst mit Sechszylindern. Dass sich all zu viel Gewicht auf die Ästhetik auswirkt, weiß jeder Blauwal. So ein Wal tanzt eben nicht wie ein Delphin über den Wellenkam. Ist klar. Versteht jeder, erst recht der Autor des Artikels. Bis dann der Druide aus Affalterbach den GLE in der Entstehungsphase in den Kessel mit dem Zaubertrank fallen ließ. *blub*

Geboren ist die erste „Ü2t-Ballerina“ und das, ohne 63 zu sein.

Der Autor durfte den sinnlosen Obelisken über die Berge kutschen und kann freudvoll, mit einem breiten, fast senil wirkenden Grinsen in der Erinnerung schwelgend, vom abartig guten Handling des GLE 450 Coupé berichten.  Einer Wankstabilisierung mit aktiven Stabilisatoren und dem Luftfahrwerk sei Dank, wühlt man sich auf 2.30 Metern über dem Straßenverkehr mit einer Leichtigkeit durch Berg-Passagen, dass man alle Gesetze Newtons vergessen mag.

Traktion und Quer-Satanerei ist natürlich auch ein Ergebnis der aberwitzigen Rad-Reifen-Kombinationen. Mit 275er Reifen auf der Vorderachse und 315 in 21 Zoll auf der Hinterachse bleibt dem Asphalt nichts anderes übrig, als sich der Verzahnung mit dem Schwergewicht zu ergeben.

Test Fahrbericht79 Mercedes GLE Coupe 450 amg

Is it any good?

Ja. Absurd. Aber geil. 

Die Idee, einen Zwischenschritt einzuplanen zwischen dem 333 PS V6 im 400er und den 557 PS des „kleinen“ AMG 63 (ohne s), klingt erst einmal absurd. Ist der Bi-Turbo des 450 doch mit 367 PS „nur“ 34 PS stärker – aber noch immer 190 PS schwächer als der V8-Hammer. Doch zusammen mit der Mischbereifung des 450 AMG und der fahraktiven Auslegung des Antriebs und des Fahrwerks  füllt der AMG 450 eine Lücke, die zuvor niemand sehen konnte.

Wer schon alles andere hat:  die Freundin aus St. Petersburg, die Kohle vom letzten Business-Exit und ansonsten eben Angst hat, im Verkehr zu wenig Beachtung zu finden, sich aber dem Schritt zum AMG noch nicht gewappnet fühlt, sei es aus Unsicherheit oder Bescheidenheit (ach, streichen wir Bescheidenheit beim GLE Coupé), für den sind die 75.803,– € Basispreis genau das richtige Angebot!

#mbrt15 – Von Alabama nach New York

mbrt15 10 von alabama nach new york der trip
Best of #mbrt15

Big Mäc, big thing, big trip..oder so! 

2.600 km von Tuscaloosa bis nach New York.

Roadtrips haben bei Mercedes-Benz durchaus eine Historie. 2013 fuhren wir erstmalig von der Westküste der USA nach Detroit. Wir brachten die, damals neue, E-Klasse zur NAIAS 2013 in Detroit. Bereits im Jahr zuvor fuhr Mercedes unter dem Namen „Hunting the A-Class“ in Richtung Genf zur Premiere auf den Automobil-Salon. Und mein-auto-blog? Wir fuhren 2012 den legendären Porsche-Blogger-Roadtrip und den Citroën-Blogger-Roadtrip. Man kann also durchaus sagen: Wenn es um Roadtrips geht, dann passen Mercedes-Benz und autohub.de ganz gut zusammen.

Der Start in Alabama

mbrt15 03 von alabama nach new york

Es soll ja Menschen geben, für die ist es auf einem Roadtrip wichtig zu wissen, wohin es geht. Welche Städte, welche Orte. Welche Hotels. Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe. Für mich findet ein Roadtrip im Auto statt. Draußen, die Landschaft die vorbeifliegt, die ist Kulisse. Und Kulissen sind austauschbar. Die Beste austauschbare Kulisse bietet jedoch ein Roadtrip in den USA. Immer. Das liegt zum einen am Stil der Amerikaner, alles in systemisch einwandfreie Prozesse zu packen. Da sieht jeder Truckstop aus wie der andere. Fast-Food-Hütten, Supermärkte, immer die gleichen Reklametafeln. Zum anderen an dieser schieren Größe.

Im Prinzip kann man an jeder Interstate die Route unterbrechen und findet immer die gleiche Infrastruktur vor. Das klingt langweilig. Verschafft einem aber auch die Art von Sicherheit die nicht störend wirkt. „Hier kenne ich mich aus“. Da Starbucks, dort Waffle House und da drüben ein Bad, Bath & Beyond. Langweilig? 

Nein. Denn der Reiz eines Roadtrips in den USA liegt in den Entfernungen und den Details. Okay – auch an der Landschaft. Vor allem aber an dieser unfassbaren Größe. Dementsprechend bieten die USA für Roadtrips den richtigen Rahmen. Immer. Ganz egal ob es quer durch die USA entlang der Route 66 geht, oder die Westküste hoch, die Ostküste runter oder eben quer durch, wie zuletzt beim #mbrt15.

Start des #mbrt15 war dieses Mal das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa, Alabama. Auf fast 4 Millionen Quadratmetern fertigen mehr als 3.500 Mitarbeiter die US-Varianten der C-Klasse und des GLA, aber eben und deswegen wurde das Werk ursprünglich gebaut, die SUV-Modelle von Mercedes-Benz. ML und GL haben US-Wurzeln und werden im Werk Tuscaloosa für die ganze Welt gefertigt.

mbrt15 06 von alabama nach new york

The all new Mercedes-Benz GLE and the GLE Coupé

Die Coupé-Version des Mercedes ML, der M-Klasse kannte man bereits vorher, aber für die NYIAS 2015 war die Premiere des Mercedes-Benz GLE angesagt. GLE-Coupé? GLE? Genau, Mercedes-Benz änderte die Namen der SUV-Modelle. Allen voran das „G“ für Gelände. Aber auch für die Familiennähe zum G-Modell. Wobei die eher im Prospekt zu finden ist, als unter dem Blech der Modelle. Aus dem ML, der M-Klasse wurde nun der GLE. Und damit wird klar, ein GL-E ist der Offroad-Bruder der E-Klasse. Und das GLE Coupé? Nun, zu allem Überfluss ist der „Coupé-Vertreter“ des SUVs nicht nur sinnlos, sondern auch mit vier Türen behaftet. Vier Türen, ein Coupé? Ein Coupé auf dem Fahrwerk eines SUV? Ja, man kann sich viele Fragen dazu stellen, davor zusammenbrechen und sich ratlos geben. Am Ende aber zählt nur eines: Der Kunde will es so.

Des Kundenwunsch ist sein Himmelreich, vor allem in den USA. Honey – ein wenig Eiswasser? 

mbrt15 01 von alabama nach new york

Etappe 1 – Vom Offroad-Gelände bis zu den Appalachen

Bevor es mit dem beeindruckenden Fuhrpark aus G-Modellen, GLA, GLE und GLE Coupé los ging, musste der Offroad-Park am Werksgelände in Tuscaloosa bezwungen werden. Beim nächsten Mal will ich dann aber selbst fahren. Dann kann man sich bei 100% Gefälle wenigstens am Lenkrad festhalten und nicht nur an der eigenen Verzweiflung.

gle coupe mbrt15

War der #mbrt13 noch unter dem Slogan „Guarding the E-Class“, ging es bei mbrt15 eigentlich um zwei Modelle. Denn auch wenn es ein Roadtrip war, die Onliner, Blogger, Videographen, Photographen, Journalisten (you name it) saßen nicht hinter dem Steuer des GLE Coupé und auch nicht hinter dem Steuer des frisch gelifteten GLE. Also „begleiteten“ wir dieses Mal zwei „Brummer“. Und beide werden ihre Premiere auf der Straße erst weit nach diesem Trip erleben.

Damit die beiden GLE fit und munter in New York ankamen, stellte Mercedes-Benz eine Armada aus GLA 45 AMG, GLA 250, G 550 und G63 bereit. So gerüstet konnte man auf die Tour gehen. 2.600 km von Tuscaloosa bis nach New York.

mbrt15 07 von alabama nach new york

Von hinten wie von vorne, G L E .. 

Mit dem Heck des GLE Coupé werde ich nicht warm. Nein, ernsthaft. Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Das Facelift des ML hingegen wirkt gelungen. Zumindest von hinten. Das passt. Frische Leuchtengrafik und ein Auspuff-Design nach Art des Hauses.

mbrt15 33 von alabama nach new york

Echtes Mistwetter gehört zu jedem Roadtrip. Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen. Und das meine ich durchaus metaphorisch.

mbrt15 32 von alabama nach new york

Hier geht es weiter, zum zweiten Teil… 

 

 

 

 

 

#mbrt15 – Und plötzlich bist Du in New York

mbrt15 10 von alabama nach new york der trip

Da fährst Du in aller Frühe im Süden der USA los. Erst einmal flink das Werk besichtigen, mal schnell Offroad das Frühstück im Gesicht frisch justieren. Holst den GLE ab, bevor er auf der Messe präsentiert wird. Packst das GLE Coupé dazu, verteilst die Reisegruppe auf einen bunten Mix aus GLA und G-Modellen. Und fährst los. 2.600 km vor Dir.

So schnell vergehen 2.600 km

Im Prinzip denkst Du die ganze Zeit nur daran, wie Du all diese Eindrücke festhalten kannst. Nachts in Tennessee an einer Tankstelle. Es riecht nach frittiertem Brat-Hähnchen, draußen vor der Säule brummt ein alter F150 vor sich hin, die Klima-Anlage läuft. Du spürst das an der kalten Luft die aus dem geöffneten Fenster wabert. Das sind die USA. Der Spritpreis hat sich erholt. Die Menschen haben wieder andere Sorgen.

Vor allem aber haben sie immer ein Lächeln. Sie scherzen mit Dir. Nirgendwo sonst fühlst du dich auf einem Roadtrip so Zuhause wie hier, in den USA. Deswegen sind die Orte und Hotels an denen Du deine Pausen verbringst auch so egal. Die Straße ist deine Heimat. Der G550 dein bester Freund.

Vor dem Fenster verändert sich die Landschaft.

mbrt15 25 von alabama nach new york

Roadtrip-Leidenschaft

Den ganzen Tag im Auto unterwegs? Man muss es mögen. Egal ob es endlos geradeaus geht, oder eben durch den Dragon-Tail.

Washington D.C.? Haben wir gesehen. Bei Nacht. Kurz vor Mitternacht standen wir vor dem White House. Eine surreale Situation. Völlig übermüdet. Unfähig zu begreifen.

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Letzte Etappe, Washington D.C. nach New York

Im Prinzip musst Du jetzt nur die Zähne zusammenbeißen, einsteigen, abfahren. Washington D.C. nach New York? Ein Katzensprung.

Und plötzlich stehst Du im Big Apple.

Hast es geschafft. Hast die beiden Messe-Premieren unbeschadet über 2.600 km nach New York begleitet.

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Weil eine Ankunft auch ein Abschied ist

Anzukommen bedeutet auch, Abschied zu nehmen. Abschied von der Reise. Von Alabama nach New York? Das macht man ja nicht weil man dringend die 2.600 km mit dem Auto fahren muss. Das macht man, wegen der Fahrt an sich. Ein Roadtrip ist immer ein Selbstzweck. Eine passende Entschuldigung möglichst viel Zeit im Auto verbringen zu dürfen. Menschen zu treffen. Eindrücke zu gewinnen, die man nicht bekommt, wenn man einfach nur von A nach B reisen muss.

Ein Roadtrip ist ein Lifestyle. 

Ich habe sonst keine Ahnung von Lifestyle-Themen, aber Roadtrips? Das ist mein geliebter Lifestyle. Das ist – nach meiner kleinen Tochter und meiner Frau – der größte Spaß im Leben. Über Autos bloggen? Vermutlich deswegen eine Leidenschaft, weil ich den großen Spaß als Pflicht tarnen kann.

Das bei der Ankunft in New York das Wetter immer schlechter wurde, ein klares Zeichen. Im Schatten der Freiheitsstatue handelten wir schnell noch das Pflichtprogramm ab – Auto vor Skyline fotografieren.

Bevor uns (?), auf jeden Fall aber mich, die Sehnsucht ganz hart zu Boden warf. Anzukommen ist ein Abschied. Ein Abschied vom Roadtrip.

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Aber jeder Abschied ist die Chance auf einen neuen Roadtrip! #mbrt15 – Fotos!.

 

#mbrt15 – Best of Links und noch mehr Fotos

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Die besten Links, alle Artikel, Fotos und News vom #mbrt15 – dem Roadtrip von Alabama nach New York, hier im Überblick:

Noch ein paar Fotos von mir:

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Neue Namen bei Mercedes-Benz

Das Mercedes-Benz die Namen der SUV-Baureihen überarbeiten wird, war bereits vor einigen Wochen klar. Heute hat Mercedes die neuen Namen offziell verkündet. Damit wird aus dem ML der GLE und aus dem GL der GLS. Der demnächst neu aufgelegte GLK wird zum GLC und nur der jüngst erst präsentierte GLA und das Gelände-Viech G bleiben bei ihren bekannten Namen.

Doch Mercedes tauft nicht nur die SUV-Modelle um, Mercedes belebt auch einen alten Namen mit neuen Glanz. Mercedes-Maybach wird neben Mercedes-AMG das Synonym für den Stuttgarter Glanz im Segment der Luxus-Automobile werden.

Und auch bei den Roadstern wird umgeräumt. Der SL bleibt der SL, aber die kleineren Modelle bekommen, analog zur SUV-Nomenklatur die jeweilige Fahrzeugklasse als dritten Buchstaben angeführt. Der SLK wird damit zum SLC. Womit Platz wäre für einen SLE und einen SLS … doch dazu wollte Mercedes-Benz noch nichts sagen.


Mercedes-Maybach, die zweite Chance

Mercedes hatte die Namensrechte für die Luxus-Marke Maybach bereits vor einigen Jahren genutzt und eine Luxus-Limousine im “Oben-drauf-und-darüber-Segment” präsentiert. Der Erfolg der Marke Maybach war jedoch überschaubar, die Verkaufszahlen allenfalls mit “vorhanden” zu umschreiben. Mit der neuen S-Klasse ist Mercedes-Benz jedoch im letzten Jahr mehr als erfolgreich gestartet. Das Stuttgarter-Flaggschiff ist in seinem Segment die erfolgreichste Neu-Erscheinung und wird, mit mehr Radstand, mehr Luxus und mehr Leistung als die aktuellen S-Modelle zum “Mercedes-Maybach” geadelt.  Der neue Mercedes-Maybach wird seine Weltpremiere im November erleben, unter anderem auf der Los Angeles Autoshow.

Mercedes-Benz, das Beste oder nicht. Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach. Drei Marken unter dem Dach der Stuttgarter Automobilbauer.

Und noch viel sympathischer als die Idee der Erweiterung von Markenbildern ist die Abkehr von Kofferraumkantenfüllenden Motorenbezeichnungen. In der Zukunft wird Mercedes-Benz die Kraftstoffsorte seiner Modelle mit einem einzelnen Buchstaben abkürzen. Aus BlueTEC PLUG-IN HYBRID wird “e”. Aus BlueTEC wird “d”, aus Natural Gas Drive wird “c” und die Hybrid-Modelle ohne Plug-In Technik bekommen ein “h”.

Mercedes-Benz räumt mit diesem Schritt mächtig auf, die sinnlosen BlueTEC-Schriftzüge für Dieselmotoren fallen vollständig weg und nur ein kleines “d” wird die Diesel von den Benzinern unterscheiden. Wobei die Benziner vollkommen ohne Buchstaben-Extra auskommen.

Nur am 4matic wird weiter festgehalten – hier feiert Mercedes-Benz im kommenden Jahr im übrigen ein Jubiläum, 30 Jahre 4matic.