Hyundai Tucson Sondermodell – Stärkster Ottomotor auf bescheidener Basis

Wer sich das Kompakt-SUV Hyundai Tucson in Kombination mit der 130 kW/177 PS starken Top-Motorisierung 1.6 T-GDI kaufen wollte, musste bislang mindestens 28.000 Euro investieren. Jetzt haben die Koreaner die Sondermodelle Go und Go+ aufgelegt, die bei weniger Ausstattung eine Ersparnis von über 2.000 Euro ermöglichen.

Beide Varianten setzen auf der Basisversion Classic auf. Das Sondermodell Go bietet zusätzlich zu dieser Ausstattung, die unter anderem auch Klimaanlage, Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung umfasst, 17- statt der sonst vorgesehenen 16-Zoll-Leichtmetallräder. Das Fahrzeug kostet so 25.750 Euro; 1.500 Euro mehr verlangt Hyundai für die Version Go+, welche außerdem noch Dachreling, Lederlenkrad, Tempomat, Parkpiepser hinten sowie ein Navigationssystem bietet. (Mario Hommen/SP-X)

Erste Fahrt: Hyundai Tucson – zurück auf der Weltbühne

Kompakt SUV Tucson mit neuem Design und Motorisierungen
Ein SUV für alle Fälle
Ein SUV für alle Fälle.

Was mit dem Namen „Tucson“ begann, wird nach sechsjähriger Abstinenz von Hyundai in Deutschland weitergeführt. Der Kompakt SUV des koreanischen Autobauers erhält seinen Platz in der Modellpalette zurück. War es doch seinerzeit zwar ein kurzes, aber erfolgreiches Intermezzo. Als iX35 verkaufte sich der SUV immerhin ca. 93.000 mal. Mit der Neupräsentation auf dem diesjährigen Genfer Autosalon setzt Hyundai seine Strategie weiter fort, bis 2017 zweiundzwanzig neue Modelle und Derivate einzuführen. Ab Juli 2015 geht nun der „neue“ Tucson mit neuem Design und Motorisierungen auf Käuferjagd mit einem Einstiegspreis von € 22.400.

Bevor der neue Tucson nun endgültig auf den deutschen Markt geht, dürfen wir ihn Probe fahren rund um das beschauliche Jagdschloss „Platte“ in der Nähe von Wiesbaden.

Gleich beim Einsteigen fallen sofort die hochwertigen Materialien ins Auge. Hier wurde größtenteils auf Hartplastik verzichtet und so sieht der Tucson auch innen sehr wertig aus. Alle Instrumente, wie Bordcomputer Daten, Drehzahlmesser, Geschwindigkeitsanzeige sowie das Navigationsgerät liegen im umsichtigen Blickwinkel des Fahrers. Infolge des gegenüber dem ix35 auf 2.670 mm gewachsenen Radstands finden fünf Personen bequem Platz. Und das Platzangebot im Fond reicht für drei ausgewachsene Menschen.

Das Cockpit - ergonomisch zugeschnitten
Das Cockpit – ergonomisch zugeschnitten

Das optional erhältliche Panorama-Glasschiebehubdach, das ab der Ausstattungslinie „Trend“ angeboten wird, lässt den Kompakten nochmals größer erscheinen und bringt ein Wohlfühlgefühl in das Auto. Fahrer- und Beifahrer und auch die Passagiere im Fond haben einen freien Blick gen Himmel. Beim Kofferraumvolumen hat Hyundai auch nicht gespart und gleich die „Best-in-Class“-Werte erreicht. So bietet das Fahrzeug Platz für die ganze Familie und zusätzlich einen Kofferraum von 513 Litern. Bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.503 Liter.

Die Motorisierungen sind recht übersichtlich. So bietet Hyundai seinen Kunden außer den Dieselaggregaten zwei Benziner mit zwei Leistungsstufen. Beide Motoren haben 1.6 Liter Hubraum. Der „blue 1.6 GDI“ mit 97 kW (132 PS)  wird ausschließlich als Fronttriebler angeboten. Hingegen der 1.6 Turbo mit 130 kW (177 PS) sowohl als Fronttriebler als auch als Allradversion. Wird die „blue“- Motorisierung nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe präsentiert, so kann die 1.6 Turbo Variante auch mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

2 Liter Diesel - CRDi
2 Liter Diesel – CRDi.

Die von uns getesteten Dieselaggregate sind in drei Leistungsstufen und zwei Antriebsarten zu bestellen. Den Dieseleinstieg bildet ein 1.7 Liter 85 kW (116 PS) Motor, der uns bei einem Drehmoment von 280 Newtonmetern bei 1250 – 2500 Umdrehungen ein wenig zu schwach im Durchzug erscheint. Die beiden Motorisierungen „blue“ 2.0 CRDI mit 100 kW (136 PS) und 2.0 CRDI mit 136 kW (185 PS) überzeugen gerade durch ihr gesteigertes Drehmoment. Kommen beim 136 PS-Aggregat 373 Newtonmeter bei 1500 – 2500 Umdrehungen auf die Straße, schiebt der 185 PS-Motor mit guten 402 Newtonmetern bei 1750 Umdrehungen nach vorn. Aber auch die überarbeitete Lenkung des Tucson überzeugt und lässt das Fahrzeug sehr souverän sowohl im urbanen Verkehr als auch auf der Autobahn steuern. Die Verbrauchswerte sind gemäß den Angaben von Hyundai durchaus zu erreichen. Bleiben die „kleineren“ Diesel unter fünf Liter, verspricht der „große“ Diesel nicht nur Fahrspaß, sondern mit 5,9 Liter auf 100 km in Kombination mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe auch einen moderaten Verbrauch. Das ergibt eine CO2-Emission für den Common-Rail-Vierzylinder von 154 Gramm pro Kilometer.

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Sehr gute CO2-Werte mit dem neuen Diesel

Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben bei diesem Fahrzeug im C-SUV-Segment, wie Hyundai es bezeichnet. So bieten alle Ausstattungsvarianten sieben Airbags inklusive der Vorhang-Airbags vorn und hinten. ESP, ABS sowie ISOFIX-Kindersitzbefestigungen auf beiden äußeren Rücksitzen sind hier ein gewohnter Standard. Im Bereich Fußgängerschutz bedient sich Hyundai der „aktiven Motorhaube“. Beim Unfall mit einem Fußgänger schnellt die Motorhaube bis zu 5 Zentimeter nach oben, um den harten Aufprall auf den Motorblock zu vermeiden.

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Hyundai Tucson mit vier Ausstattungslinien

Mit den vier Ausstattungslinien „Classic“, „Trend“, „Style“ und „Premuim“ gibt der Autobauer aus Korea ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Classic“ umfasst eine Klimaanlage mit Pollenfilter, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, ein RDS-Radio mit Lenkradbedienung, USB-Anschluss sowie sechs Lautsprecher inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Berganfahrhilfe. Den letzten ausstattunggstechnischen „Schliff“  bekommt der Tucson mit dem „Premium“-Paket. Hier sind serienmäßig Parksensoren vorn / hinten, LED Abblendlicht, Navigationsgerät mit 8-Zoll-Display und Rückfahrkamera sowie ein Regensensor an Bord.

Weitere Sicherheitsfeatures und Optionspakete runden das Angebot ab. Hyundai bietet hier unter anderem ein Sicherheits-Paket bestehend aus einem autonomen Bremsassistenten (AEB), Frontaufprall-Warnsystem (FCWS), Rear-Cross-Traffic-Alert (RCTA) und Toter-Winkel-Assistent (BSD) in Höhe von € 1.100 für die Ausstattungen „Style“ und „Premium“. Dort bereits serienmäßig enthalten das Fahrerassistenz-Paket mit den Features Spurhalteassistent (LKAS) und Verkehrszeichenerkennung für Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote. Zum Verkaufsstart möchte Hyundai seinen Kunden den Einstieg für eine Dieselmotorisierung finanziell leichter machen und geht mit einem Dieselaufpreis von nur € 2.350 statt wie gewohnt € 3.200 in die Offensive.

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Gute Kombination aus Kompaktwagen und SUV

Fazit: Alles in allem trifft der Tucson das Wort „Kompakt-SUV“ sehr gut. Die Kombination ist geglückt.

Hyundai Tucson 2.0 CDRi 4WD Premium:

Verkaufsstart:  Juli 2015
Basispreis:  37.900 €
Motorleistung:  136 kW (185 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Stufen-Automatikgetriebe
Beschleunigung:  9.9  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  201 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.475, 1.850, 1.650, 2.670 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

News: Hyundai Tucson – Größer – teurer – eleganter

An den Tucson als Nachfolger des ix35 knüpft Hyundai große Hoffnungen. Etwas größer und entsprechend geräumiger, innen viel komfortabler und außen deutlich eleganter aber unter dem Strich auch ein bisschen teurer, soll er zu Preisen ab 22.400 Euro seine Position im dynamischsten Segment des Marktes mindestens festigen, eigentlich sogar ausbauen.

Dabei setzten die Koreaner nicht nur auf einen neuen, nun ja zumindest neu entdeckten Namen, sondern vor allem auf eine völlig neue Plattform. So wird der wie vormals der ix35 in tschechischen Nosovice gebaute Tucson 7 Zentimeter länger, hat 3 Zentimeter mehr Radstand und geht 3 Zentimeter in die Breite. Das schafft innen mehr Platz und das mit 513 Litern größte Gepäckabteil in der Klasse.

Mindestens so deutlich wie beim Design wird der Generationswechsel beim Ambiente, bei der Ausstattung und mehr noch bei der Fahrkultur. Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man mittlerweile. Doch dass man plötzlich wie auf Wolken gebettet über Kopfsteinpflaster gleitet und die Motoren wie in Watte gepackt erscheinen, das ist in dieser Klasse neu bei den Koreanern.

Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man mittlerweile.
Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man mittlerweile.

Umso widersinniger sind allerdings die beiden Fahrmodi, zwischen denen man mit einem Knopfdruck auf der Mittelkonsole wechseln kann. Denn weil es keine adaptiven Dämpfer gibt, wirken sie ohnehin nur auf die Lenkung, die Gaspedalkennlinie und die Automatik. Und weil die Spreizung viel zu klein ist und der Tucson auch im Dynamic-Modus nicht zum Kurvenräuber wird, hätten sich die Koreaner diesen Aufwand einfach sparen können.

Es ist schließlich nicht so, als hätte man beim Tucson sonst keine Wahl. Im Gegenteil: Mit drei Dieseln von 85 kW/115 bis 136 kW/185 PS und zwei Benzinern mit 97 kW/132 und 129 kW/175 PS, mit Front- oder Allradantrieb und Schaltung, Doppelkupplung oder Automatik bieten die Koreaner schließlich eine breite Antriebspalette.

Mindestens so deutlich wie beim Design wird der Generationswechsel beim Ambiente, bei der Ausstattung und mehr noch bei der Fahrkultur.
Mindestens so deutlich wie beim Design wird der Generationswechsel beim Ambiente, bei der Ausstattung und mehr noch bei der Fahrkultur.

Die allermeisten Komponenten und Kombinationen davon kennt man schon von ix35, selbst wenn Hyundai die Triebwerke noch einmal optimiert und dabei den Verbrauch ein bisschen gesenkt hat. Wirklich neu ist zumindest in dieser Baureihe der 1,6-Liter-Turbo, der mit seinen 129 kW/175 PS an die Spitze der Benziner rückt. Der Vierzylinder aus i30 und Veloster ist für kräftigen Durchzug optimiert und macht mit seinen 265 Nm im 1,5-Tonner eine sehr ordentliche Figur. Immerhin beschleunigt er den Geländewagen in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft im Ernstfall 202 km/h.

Autor: Dirk Schwarz/SP-X

News: Hyundai Tucson – Mit guten Aussichten

Jeder fünfte in Deutschland verkaufte Hyundai war ein iX35. Kein Wunder, dass die Koreaner große Hoffnungen an seinen Nachfolger Tucson knüpfen. Etwas größer und entsprechend geräumiger, innen sehr viel komfortabler und außen deutlich eleganter aber unter dem Strich auch ein bisschen teurer, soll er zu Preisen ab 22.400 Euro den alternden VW Tiguan in die Schranken weisen und seine Position im dynamischsten Segment des Marktes mindestens festigen, wenn nicht gar ausbauen.

Dabei setzten die Koreaner auf eine völlig neue Plattform in einem neuen Format. So wird der wie der iX35 in tschechischen Nosovice gebaute Tucson sieben Zentimeter länger, hat drei Zentimeter mehr Radstand und geht drei Zentimeter in die Breite. Das schafft innen mehr Platz für Kind und Kegel und das mit 513 Litern größte Gepäckabteil in der Klasse. Und außen gibt das Stilführer Peter Schreyer die Chance für ein neues, kräftig nachgeschärftes Design mit knackigeren Proportionen und klareren Linien.

Außen gibt das Stilführer Peter Schreyer die Chance für ein neues, kräftig nachgeschärftes Design mit knackigeren Proportionen und klareren Linien
Außen gibt das Stilführer Peter Schreyer die Chance für ein neues, kräftig nachgeschärftes Design mit knackigeren Proportionen und klareren Linien

Mindestens so deutlich wie bei Design wird der Generationswechsel beim Ambiente, bei der Ausstattung und mehr noch bei der Fahrkultur. Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man spätestens seit dem i30 („Da klappert nix“). Und über vornehme Extras wie eine Lenkradheizung oder eine Sitzlüftung wundert sich niemand mehr, selbst wenn zumindest die Heckklappe noch einen Aha-Effekt erzielt, wenn sie sich beim Tucson ganz ohne Zutun des Fahrers öffnet, nur weil der lange genug hinter dem Auto steht.

Drei Diesel von 115 bis 185 PS und zwei Benziner von 132 und 175 PS, mit Front- oder Allradantrieb und Schaltung, Doppelkupplung oder Automatik bieten die Koreaner. Die allermeisten Komponenten und Kombinationen davon kennt man schon von iX35, selbst wenn Hyundai die Triebwerke noch einmal optimiert und dabei den Verbrauch ein bisschen gesenkt hat.

Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man
Denn dass Hyundai schmucke Interieurs kann und bei Details wie etwa den Displays nicht spart, weiß man

Wirklich neu ist zumindest in dieser Baureihe der 1,6-Liter-Turbo, der mit seinen 175 PS an die Spitze der Benziner rückt. Der Vierzylinder aus i30 und Veloster ist für kräftigen Durchzug optimiert und macht mit seinen 265 Nm in dem 1,5-Tonner eine sehr ordentliche Figur. Immerhin beschleunigt er den Geländewagen in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft im Ernstfall 202 Sachen. Dass man damit wunderbar entspannt und gelassen durch die Gegend gondeln kann liegt nicht zuletzt an der siebenstufigen Doppelkupplung, die vergleichsweise unaufgeregt schaltet und einen lästigen Zugkraftunterbrechungen verschont.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X