100 Jahre Mitsubishi – Eine Geschichte der Erfolge

Was für Ford das Model T, ist für Mitsubishi das Model A: Der Prototyp des ersten Serienautomobils aus Japan. Damit feiern die Japaner in diesem Jahr ihr einhundertjähriges Bestehen und bestritten seinerzeit eine Vorreiterrolle. Heute ist die Serienproduktion nichts Besonderes mehr. Allerdings hat Mitsubishi auch heute eine Vorreiterrolle inne – die des Pioniers in Bezug aus die Elektro-Mobilität der Massen. Das zeigt speziell der SUV Mitsubishi Outlander PHEV. Wir wollen einen kurzen Blick auf die Erfolgsgeschichte der Japaner werfen.

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Mitsubishi i-MiEV, neuer Name, neuer Preis!

Mitsubishi gibt weiter Gas.

Wäre die klassische Überschrift für die folgende Meldung gewesen. Doch in diesem Fall semantisch falsch. Denn bei dem Hauptdarsteller in dieser Nachricht kann man nur mit Strom beschleunigen!

Mitsubishi setzt weiter auf die fortschrittliche, umweltschonende und erschwingliche Elektromobilität. Die MMD Automobile GmbH, der deutsche Importeur für Mitsubishi Fahrzeuge, wird im kommenden neuen Modelljahr die Preise senken: Für einen  Kaufpreis von 23.790 Euro (zzgl. Überführungskosten) können Kunden, die an klimafreundlicher Mobilität interessiert sind, den viersitzigen Cityflitzer künftig erwerben. Zudem wird das weltweit erste in Großserie gefertigte Elektrofahrzeug ab sofort als „Electric Vehicle“ bezeichnet, um den alternativen Antrieb und die herausragende Technologie des Fahrzeugs stärker zu betonen.

Auch bei der Technik wird es im kommenden Modelljahr, das ab April bei den beteiligten Mitsubishi Händlern angeboten wird, Änderungen geben. So konnte die Reichweite des Mitsubishi Electric Vehicle auf 160 Kilometer erhöht werden. Neu sind die LED-Hauptscheinwerfer, die die bisherigen Halogenscheinwerfer ersetzen, wie auch die vordere Sitzheizung, die nunmehr über verschiedene Temperaturzonen verfügt. Zwei neue Außenfarben komplettieren die Änderungen im neuen Modelljahr. Mahagoni-Braun und Türkis-Blau sind beim neuen Modelljahrgang als Metallic-Lackierung erhältlich.

Wie gehabt ist das Mitsubishi Electric Vehicle mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und Außenspiegeln sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung ausgestattet. Zur vollständigen Sicherheitsausstattung zählen die Sicherheitsfahrgastzelle, Fahrer-, Beifahrerairbags, Seiten- und Kopfairbags vorn, ABS mit Bremsassistent, elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie ISO-Fix Halterungen auf den hinteren Sitzen. Für die Batterie und die wichtigsten Elektrokomponenten wie Inverter und Motor gewährt der Hersteller eine Garantie von fünf Jahren bis 100.000 Kilometer.

Mitsubishi eröffnet kostenfreie Schnellladestation

Besitzer von Elektroautos können an der Deutschlandzentrale von Mitsubishi in Rüsselsheim nun kostenlos Strom tanken. Der Ökostrom kommt von den Stadtwerken Rüsselsheim und wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert.

Es überrascht nicht, dass ausgerechnet der Importeur Mitsubishi mit dieser Innovation nach vorne prescht. Hat man doch bereits seit Jahren ein rein elektrisches Automobil im Programm. Der Mitsubishi i-MiEV war der erste in Deutschland verkaufte Serien-Stromer. Mit dem neuen Outlander PHEV kommt die Marke mit den drei Diamanten im Grill nun auch mit einem praktischen SUV, der Strom und Benzin kombiniert. Mehr zum Outlander PHEV steht in diesem Artikel (klick). Und wie sich der voll elektrische i-MiEV fährt, steht in diesem Artikel (klick).

Und so findet man dorthin (Google Maps öffnet sich!)

Mitsubishi i-MiEV im Kurzbericht

Die Türen öffnen, einsteigen, den Schlüssel in das Zündschloss stecken. Das Anfangsritual ist wie bei allen Großserien-Fahrzeugen. Doch dann ändert sich etwas. Mit dem drehen des Zündschlüssels startet kein Benzin- oder Dieselmotor.

Aus einem Lautsprecher erklingt jediglich  ein simples  “Dinggg”.  Es klingt wie eine Mikrowelle, ist jedoch ein Schritt in eine neue Epoche der Automobilität. Der Mitsubishi i-MiEV überrascht bereits vor dem losfahren den Elektrofahrzeug-Neuling mit einer ungewohnten Ruhe. Fast hat man kurz ein schlechtes Gefühl. Ähnlich dem Gefühl wie es einen überkommt, wenn der eigene Wagen in der Garage nicht anspringen will.

Mit dem lösen des Bremspedals ändert sich das jedoch sofort – wie eine Automatik-Limousine rollt er los, nur die vollkommene Abwesenheit von jeglichem Motorgeräusch irritiert.  Bereits mit den ersten Metern erwächst ob der ungewohnt lautlosen Bewegung  ein Grinsen im Gesicht des vom Umweltlärm geplagten i-MiEV Piloten. Wenn man denn von einem  Motorgeräuschen beim Elektroauto reden will, so sind es allenfalls leise Summgeräusche die man –  jedoch auch nur dann –  hört,  wenn man angestrengt versucht die Dynamik der Bewegung wie gewohnt mit Fahrgeräuschen zu verbinden.

An der ersten Kreuzung, nach wenigen Metern Fahrstrecke, erschrickt man sich ob der völligen Ruhe bei Stillstand noch einmal kurz. In der ersten Sekunde denkt man mit einem mulmigen Gefühl daran zurück, als man zum ersten mal ein Auto beim anfahren abgewürgt hat.

Das dieser Gedanke fehl am Platz und die Situation des „abwürgens“ in einem E-Mobil nicht möglich ist,  merkt man in der zweiten Sekunde. Sobald man das Bremspedal wieder loslässt und mit sanftem Druck das Gaspedal berührt, verschwindet jedes mulmige Gefühl und weicht einer bleibenden Begeisterung, die analog zur Gummiband ähnlichen Beschleunigung wächst.Der Mitsubishi i-MiEV ist zusammen mit seinen Geschwistern dem Peugeot iOn und dem Citroen Z-Cero das erste in Großserie hergestellte Elektroauto, das jedermann kaufen kann.

Von aussen definiert sich der i-MiEV durch sein One-Box Design. 
Die 4 Räder – denn das hat sich bei allem Fortschritt nicht verändert – sitzen möglichst weit außen, so entsteht zum einen kein nennenswerter Karosserie-Überhang, zum anderen ist der Radstand für ein Auto dieser Größe mit 2,55m relativ lang. Dank diesem in der Relation langen Radstand kann der  knapp 3,5m lange Elektro-Zwerg nicht nur mit einer grandiosen Ausnutzung des Innenraums für die 4 Mitfahrer punkten, sondern auch durch hohe Fahrstabilität überzeugen. So ist z.Bsp. ein VW Fox fast 40cm länger, hat jedoch einen um etwa 10cm kürzeren Radstand.
Der lange Radstand zum einen und die Auslegung als Heckantriebs-Fahrzeug lassen den i-MiEV behände über Landstraßen schwingen. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl einen immerhin fast 1.200kg schweren Kleinwagen zu fahren. (Bsp.: Ein VW Fox wiegt im Vergleich 200kg weniger.)

Heckmotor und Heckantrieb, das klingt nach Sportwagenbau. Oder aber nach einem SMART.
Im Gegensatz zum SMART Zweisitzer bietet der Mitsubishi i-MiEV jedoch 4 ausgewachsenen Personen Platz und nimmt dabei sogar noch 2 Kästen Wasser im Kofferraum mit auf die Reise.

Das Platzangebot auf den Sitzen in der ersten Reihe ist ausreichend und auf der Rücksitzbank der Fahrzeugklasse entsprechend – denn – schauen wir den Tatsachen ins Auge und für das Ladekabel nach einem freien Steckplatz, die Platzverhältnisse müssen für 4 Personen gar keine gesteigerte Langstreckenqualität haben.

Kritiker von Elektrofahrzeugen nennen deren eingeschränkte Reichweite und die aktuell mangelhafte Infrastruktur für Ladestationen gerne als Hauptargument – gegen die Elektrifizierung des Automobils. Völlig zu recht – mag man angesichts einer Reichweite von 150km (Herstellerangabe) im Falle des i-MiEV meinen. Völlig zu Unrecht wenn man über 230V Steckdosen spricht – aber leider wieder richtig wenn man die wesentlich  sinnvolleren 3-Phasen Starkstrom Anschlüsse meint.

Bei unseren Testfahrten haben wir im Schnitt 100 km zurückgelegt bis wir etwa 16kW/h Strom nachgeladen haben. Für den Nachladevorgang an der Haussteckdose bedeutet das eine Pause von 6 Stunden. Hätte man Gleichstrom-Steckdosen mit 50kW Ladeleistung zur Verfügung sinkt die Ladedauer auf 30min für 80% Akkuleistung.

Bei extrem defensiver Fahrweise und kluger Routenwahl haben wir mit unserem Test-Elektro Mitsubishi  fast 150km zurück legen können, bis der 16kW/h Batteriespeicher aus Lithium-Ionen Batterien unter dem Fahrgastraum nach “frischem Saft” verlangte.

Nun sind 150km defensive – oder 50km Autobahn mit dem Maximal-Tempo von 130km/h  natürlich in der Tat eine Einschränkung, bedenkt man die enorm lange Ladedauer an üblichen Steckdosen und vergleicht das mit der aktuell gewachsenen Infrastruktur die auf das simple nachtanken von fossilen Brennstoffen ausgelegt ist.

Doch das Nutzungsszenario für eine Großzahl an Autos sieht völlig anders aus.
Denn der Durchschnitts-Autofahrer bewegt sein Auto per Tag nur 27 bis 43km (1).Die mögliche Reichweite ist also gar kein Argument gegen den i-MiEV, sondern gerade zu eine Bestätigung diese Wegstrecken möglichst  CO² neutral zurück zu legen. Denn es ist gerade dieses Art an täglichen Fahrten, die in der Summe eine beträchtliches Einsparpotential bieten.Lehnen Sie sich zurück und denken Sie einen Augenblick darüber nach, wieviel CO² Sie jedes Jahr sparen könnten – wenn Sie Ihre tägliche Wegstrecke mit einem Elektroauto,  sauber, leise und CO²-Neutral fahren würden?
Und natürlich auch an die Kraftstoffkosten denken.
In unserem Fahrtest haben wir etwa 16kW/h für 100km benötigt. Im Fall von unserem Ökostrom-Lieferanten (100% Öko-Strom 26ct. je kW/h) sind das 4,16€ Kraftstoffkosten für 100km.

Verbunden ist die Fahrt im Elektroauto jedoch mit Verzicht.
Da wäre der Verzicht auf einen Auspuff. Der Verzicht auf Abgase aus dem Auspuff. Aber auch der Verzicht nach umfänglichen Wartungsarbeiten wie Ölwechsel und Zündkerzen ersetzen. Sowie der Verzicht auf CO² bei der Nutzung. Verzicht auf Motorlärm. Der Verzicht auf ein schlechtes Gewissen.
Nicht verzichten muss man dagegen auf Komfortmerkmale wie 4 elektrische Fensterheber, Sitzheizung oder eine Klimaanlage. Das alles bietet der i-MiEV in Serie.  Auch auf den Federungskomfort muss man nicht verzichten.
Weil der i-MiEV über die Hinterachse angetrieben wird, ist das Fahrgefühl ähnlich einer großen Limousine mit sensibel einlenkender Vorderachse und anders als in vielen Kleinwagen frei von Antriebseinflüssen im Lenkrad.Der Federungskomfort ist für Freunde der sportlichen Fahrweise bereits eine Nummer zu weich- erleichtert aber den Umstieg für Autofahrer die zwar Rücksicht auf die Umwelt nehmen wollen, aber nicht auf eine komfortable Fortbewegung verzichten möchten.
So kann man nach ein paar Tagen und Kilometer zusammen mit dem Mitsubishi i-MiEV von einem kleinen Auto für Mitsubishi sprechen, aber von einem großen für die Menschheit.

P.S.: i-MiEV bedeutet: i-Mitsubishi innovativ Electric Vehicle – und weckt, als Abkürzung ausgesprochen völlig falsche Assoziationen die garantiert nicht erfüllt werden. Liebe Mitsubishianer morst nach Japan und fragt nach einem sympathischen Namen. Bitte.

 

>>Bjoern Habegger 2011 | Foto & Text<<

Voller Spannung – Der Mitsubishi i-MiEV im Test

Mitsubishi hat mir heute den iMiev vor die Tür gestellt. Ein Auto auf das ich mich seit Wochen bereits freue.

Was im deutschen vom Namen her nicht besonders gelungen erscheint, ist ein Akronym für „Mitsubishi innovativ Electric Vehicle“. Das i davor bezeichnet die Modellreihe, könnte aber auch gut als Anklang an die hippen Apple-Produktbezeichnungen durchgehen. Natürlich hätte der i-MiEV auch einen schönen Kunstnamen bekommen können. Ja, ich glaube er hätte ihn sogar verdient.

Zum Beispiel: „SMART“. Denn der i-MiEV ist vom Aufbau her  einem Smart 42 sehr ähnlich.  Eine kompakte und ausgesprochen übersichtliche Karosserie spannt einen Bogen von der Vorderachse zur Hinterachse und die Räder bilden an allen 4 Ecken den Abschluss. So bleibt trotz der geringen Außenabmessungen innen genug Passagierraum. Und wie der SMART hat der Mitsubishi i-MiEV seinen Motor an vor der Hinterachse und treibt die Hinterräder an. Im Gegensatz zum SMART 42 hat der i-Miev jedoch 4 Türen und anders als andere schlaue Fahrzeugkonzepte – sogar genug Platz um 4 Erwachsene durch die Gegend zu transportieren.

Der i-MiEV ist ein richtiges, ein „echtes“, Elektro-Auto und in dieser Eigenheit auch gleich noch das erste in Serie gebaute Auto mit Elektromotor und Akkus, das vollständig CO²-Neutral betrieben werden kann. Notwendig dafür: Sauberer Strom zum aufladen. Wir haben zuhause 100% Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen (laut Energie-Anbieter).  Das bedeutet, die Benutzung des i-MiEV wird keinerlei CO² Emissionen zum Ergebnis haben. Irgendwie auch mal ein gutes Gefühl.

Bislang bin ich nur eine kleine Runde um den Block gefahren. Aber das Wochenende werden wir ausführlich nutzen um uns Eindrücke vom ersten in Serie gebauten Elektroauto zu verschaffen. Fotos und einen richtigen Bericht gibt es dann am Anschluss.

Als besonderes Highlight werden wir den i-MiEV auf eigener Achse zurück zu Mitsubishi bringen. Das besondere daran: Der Wagen muss von uns aus – Gemünden a.Main, nach Flörsheim gebracht werden. Das sind etwa 114km mit einem großen Berg dazwischen – das kann spannend werden, gibt Mitsubishi doch selbst eine Reichweite von ca 150km an. Das aber nur unter extrem günstigen Bedingungen. Wir werden also sehen 😉

Mehr demnächst hier.

 

Über den i-MiEV und Elektroautos… Teil 1