100 Jahre Mitsubishi – Eine Geschichte der Erfolge

Was für Ford das Model T, ist für Mitsubishi das Model A: Der Prototyp des ersten Serienautomobils aus Japan. Damit feiern die Japaner in diesem Jahr ihr einhundertjähriges Bestehen und bestritten seinerzeit eine Vorreiterrolle. Heute ist die Serienproduktion nichts Besonderes mehr. Allerdings hat Mitsubishi auch heute eine Vorreiterrolle inne – die des Pioniers in Bezug aus die Elektro-Mobilität der Massen. Das zeigt speziell der SUV Mitsubishi Outlander PHEV. Wir wollen einen kurzen Blick auf die Erfolgsgeschichte der Japaner werfen.

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Mitsubishi i-MiEV, neuer Name, neuer Preis!

Mitsubishi gibt weiter Gas.

Wäre die klassische Überschrift für die folgende Meldung gewesen. Doch in diesem Fall semantisch falsch. Denn bei dem Hauptdarsteller in dieser Nachricht kann man nur mit Strom beschleunigen!

Mitsubishi setzt weiter auf die fortschrittliche, umweltschonende und erschwingliche Elektromobilität. Die MMD Automobile GmbH, der deutsche Importeur für Mitsubishi Fahrzeuge, wird im kommenden neuen Modelljahr die Preise senken: Für einen  Kaufpreis von 23.790 Euro (zzgl. Überführungskosten) können Kunden, die an klimafreundlicher Mobilität interessiert sind, den viersitzigen Cityflitzer künftig erwerben. Zudem wird das weltweit erste in Großserie gefertigte Elektrofahrzeug ab sofort als „Electric Vehicle“ bezeichnet, um den alternativen Antrieb und die herausragende Technologie des Fahrzeugs stärker zu betonen.

Auch bei der Technik wird es im kommenden Modelljahr, das ab April bei den beteiligten Mitsubishi Händlern angeboten wird, Änderungen geben. So konnte die Reichweite des Mitsubishi Electric Vehicle auf 160 Kilometer erhöht werden. Neu sind die LED-Hauptscheinwerfer, die die bisherigen Halogenscheinwerfer ersetzen, wie auch die vordere Sitzheizung, die nunmehr über verschiedene Temperaturzonen verfügt. Zwei neue Außenfarben komplettieren die Änderungen im neuen Modelljahr. Mahagoni-Braun und Türkis-Blau sind beim neuen Modelljahrgang als Metallic-Lackierung erhältlich.

Wie gehabt ist das Mitsubishi Electric Vehicle mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und Außenspiegeln sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung ausgestattet. Zur vollständigen Sicherheitsausstattung zählen die Sicherheitsfahrgastzelle, Fahrer-, Beifahrerairbags, Seiten- und Kopfairbags vorn, ABS mit Bremsassistent, elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie ISO-Fix Halterungen auf den hinteren Sitzen. Für die Batterie und die wichtigsten Elektrokomponenten wie Inverter und Motor gewährt der Hersteller eine Garantie von fünf Jahren bis 100.000 Kilometer.

Mitsubishi eröffnet kostenfreie Schnellladestation

Besitzer von Elektroautos können an der Deutschlandzentrale von Mitsubishi in Rüsselsheim nun kostenlos Strom tanken. Der Ökostrom kommt von den Stadtwerken Rüsselsheim und wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert.

Es überrascht nicht, dass ausgerechnet der Importeur Mitsubishi mit dieser Innovation nach vorne prescht. Hat man doch bereits seit Jahren ein rein elektrisches Automobil im Programm. Der Mitsubishi i-MiEV war der erste in Deutschland verkaufte Serien-Stromer. Mit dem neuen Outlander PHEV kommt die Marke mit den drei Diamanten im Grill nun auch mit einem praktischen SUV, der Strom und Benzin kombiniert. Mehr zum Outlander PHEV steht in diesem Artikel (klick). Und wie sich der voll elektrische i-MiEV fährt, steht in diesem Artikel (klick).

Und so findet man dorthin [klick] (Google Maps öffnet sich!)

Mitsubishi i-MiEV Fahrbericht

Null Mief.

Es war die Erfindung des Autos die auf die Entwicklung der Wirtschaft und Industrialisierung im 20. Jahrhundert  maßgeblich Einfluss nahm. Das Automobil ist eine tragende Säule für die moderne Gesellschaft, so wie wir diese heute kennen, geworden. Das Auto ist nicht nur in den USA der Wirtschaftsfaktor Nr.1.  Und das Auto ist der Garant für eine individuelle Mobilität, auch hier nicht nur in den USA – auch bei uns. Doch auch wenn das Auto viele Aufgaben gemeistert und Probleme gelöst hat – es stellt uns auch vor völlig neue Probleme. Wer jemals in einer Innenstadt wie Frankfurt im Stau stand, der versteht sofort – im kleinen Maßstab – um welche Probleme es sich handelt.

In seiner grundsätzlichen Konstruktion als individuelles Transportmittel hat das Automobil seit mehr als einem Jahrhundert eine Antriebsquelle, die sich über die Jahre zwar weiter entwickelt hat, aber noch immer auf der gleichen Arbeitsweise basiert.

Ganz egal ob Benzin- oder Dieselmotor,  es sind fossile Brennstoffe,  die Energie für unsere autonome Mobilität liefern. An diesem Wirkprinzip haben die Ingenieure seit Jahrzehnten gefeilt und entwickelt und sind in Effizienz-Bereiche vorgedrungen, die noch vor einigen Jahren als undenkbar galten. Nur ein Problem lässt sich dabei nicht lösen: Der Verbrennungs- oder Expansionsvorgang von Diesel, Benzin oder auch Gas und Luft erzeugt Emissionen.

Der Arbeitsweise des Brennstoff-Motors  ist verbunden mit einer nicht unerheblichen Schadstoffentwicklung. So ist das als Klimakiller bekannt gewordene CO²,   ein Gasgebilde aus einem Atom Kohlenstoff und 2 Atomen Sauerstoff,  eines der Hauptprobleme. Doch nicht nur die direkte Belastung der Umwelt mit Abgasen ist ein Problem des klassischen Expansionsmotors, es ist auch ein Problem der Geräusch-Emissionen. Ganz egal wie genial die Entwickler an der Geräuschdämmung arbeiten, die Funktionsweise des Benzin- und Dieselmotors lässt sich nicht verleugnen.

Zurück zu unserem Stau in einer Innenstadt wie Frankfurt bedeutet dies für alle direkt und indirekt Beteiligten, eine Belastung der Atemluft durch Abgase und dem persönlichen Nervenkostüm durch Motorenlärm.

Doch es gibt eine Lösung. E-Mobilität.

Mitsubishi hat mit dem i-MiEV das erste in Serie hergestellte Elektrofahrzeug im Angebot, dass jedermann vor Ort bei seinem Mitsubishi-Händler kaufen kann. Um täglich damit fahren zu können.

Den Mitsubishi i-MiEV in meinem  Kurz-Test (bereitgestellt durch Mitsubishi Deutschland) konnte ich 4 Tage lang über etwa 400 km fahren und mir einen ersten Eindruck über die neue Form der CO2-freien Fortbewegung  bilden.

Und es ist eine eindeutige Meinung die ich mir am Ende der Testfahrt gebildet habe: „Genial.“

Die Rückfahrt vom Büro zurück zum Mitsubishi Hauptsitz führte mich an einem Montag-Vormittag über Landstraßen und durch die Städte: Hanau, Offenbach und Frankfurt. Dem besten Testgebiet also: Dem Rhein-Main-Gebiet.

Ruhe. Diese himmlische Ruhe beim fahren ist auf den ersten Metern ungewohnt – aber schon nach kurzer Zeit vermisst man selbst als alter Petrolhead die Abwesenheit vom üblichen 4-Zylinder Brummen nicht.

Natürlich bin ich noch immer ein Fan vom Sound eines Lamborghini 12 Zylinders oder eines kräftig bollernden V8-Motors. Aber – unsere Brot- und Butter Autos sind Autos mit 4-Zylindermotor und wenn wir nicht gerade über die schreienden DTM Motoren aus den 1990-Jahren reden, dann sind diese Motoren eben keine Musikinstrumente, sondern sorgsam entwickelte Effizienz-Bausteine im Spagat zwischen komfortablem Individualverkehr, Kosten-Nutzen Relationen und notwendiger Umweltfreundlichkeit.

Und nein, dann vermisse selbst ich als Freund emotionaler Motorengeräusche im Stau stehend, eben genau dieses brummen, tackern und nageln nicht mehr.
Stattdessen freue ich mich über diese Ruhe – und noch während ich in der elektrisch betriebenen Ruhe-Oase an der roten Ampel stehe, frage ich mich: Warum müssen wir uns eigentlich mit Verbrennungsmotoren im Stop&Go durch die Innenstadt quälen. Den Nachbar und die eigene Nerven mit lauten Motoren strapazieren und uns die eigene Atemluft mit Abgasen versauen?

Warum – wenn es doch auch ganz anders geht?

Eine Fahrt mit einem Elektro-Auto durch die Innenstädte ist an dieser Stelle eine vollkommen neue Erfahrung. Der Mitsubishi i-MiEV, dessen wenig gelungener Namen im deutschen eine Assoziation weckt die er zum Glück nicht erfüllt, ist in meinen Augen nicht viel weniger als ein Meilenstein in der Entwicklung der individuellen Mobilität.

Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Hybriden-Antriebskonzepten ist ein Elektroauto in der Lage eine völlig CO² neutrale Fortbewegung zu ermöglichen. In meinem Fall wurde der i-MiEV für die gesamt ca. 400 km mit 52 kW/h 100% Ökostrom befüllt. Das bedeutet: Ich habe 400 km zurückgelegt, ohne auch nur ein einziges Gramm CO² zu emittieren oder andere mit dem Geräusch meines E-Mobils belastet zu haben. Grandios.

Ist der i-MiEV damit zugleich auch die Lösung für Jedermann? Nein.

Ein Elektro-Fahrzeug wie der i-MiEV ist derzeit ein reines Nischen-Nischenautomobil. Die Reichweite von bis zu 150 km per Akkuladung wird nur unter bestimmten Bedingungen erreicht (keine Volllastfahrten, keine Klimaanlage ect., nicht zuviel Licht oder Wischer) und so sollte man für den Alltag mit Reichweiten von um die 110 km rechnen.  Das ist für 70% aller Autofahrer vermutlich völlig ausreichend, denn üblicherweise nutzen wir das Automobil um die Strecke zwischen dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz zurückzulegen. Und in diesen Fällen sind 110km Tagesfahrstrecke eher zuviel – als zuwenig.

Und doch ist es die Reichweite, von um die 100 km, die dem Fahrer eines E-Mobils eine völlig neue Aufgabe stellt. Mal eben die Oma in 250 km Entfernung besuchen ist nicht drin – nicht ohne daraus einen Kurz-Urlaub mit 6-stündigen Lade-Zwangspausen werden zu lassen.

Der Mitsubishi i-MiEV ist derzeit also vor allem eines:  Ein Beweis dafür, dass Elektromobilität funktioniert – aber auch erst am Anfang der Entwicklung steht. Schauen wir zurück in die Vergangenheit unserer geliebten Benzinkutschen – so waren die ersten Autos auch keine Lösung um weite Strecken problemfrei zurück zu legen. Zu groß war die Anfälligkeit der neuen Technik, zu dünn das Tankstellen-Netz. Reisen mit dem Auto war viele Jahrzehnte lang ein Abenteuer.

Die Auto-Diva und unser Mitsubishi i-MiEV bei der Bodensee-Elektrik 2012
Die Auto-Diva und unser Mitsubishi i-MiEV bei der Bodensee-Elektrik 2012

Es ist davon auszugehen, dass die Phase der abenteuerlichen Fahrten  und der Einschränkungen in der Nutzbarkeit und der Verwendungsszenarien für E-Autos deutlich kürzer sein wird, als bei deren Vorgängern, den Benzin-Droschken.

Doch bis an jeder Autobahnraststätte Schnell-Ladestationen vorhanden sind und die Akku-Technik den Spaß am Elektroauto nicht durch unglaubliche Preisaufschläge verdirbt, werden wohl noch einige Generationen brummender 4-Zylinder völlig neue Effizienz-Maßstäbe erreichen.

So lange sind e-Mobile wie der Mitsubishi i-MiEV eine willkommene Abwechslung im Allerlei der täglichen Fortbewegungsmittel.

Als Pionier einer neuen Zeit wird der i-MiEV und seine baugleichen Schwester-Modelle von Peugeot (iOn) und Citroen (C-Zero) noch ein wenig Basisarbeit leisten müssen, bis es an allen roten Ampeln heißt: “Null Mief.”

 

Dieser Fahrbericht erschien ursprünglich auf: http://www1.die-testfahrer.de/mitsubishi-i-miev  | Für die Zeit in der ich im Urlaub bin, wollte ich Euch aber nicht ganz alleine lassen. Daher ein Remake meiner liebsten Fahrberichte! Teilweise habe ich am Satzbau etwas umgestellt,  Tippfehler entfernt und mit frischen Fotos ausgerüstet .. es tut sich ja soooo viel! . 🙂 

Und ganz nebenbei, wirklich lesenswert auch der Artikel von Kollege Fabian Mechtel: „Vollgas – der Mitsubishi i-MiEV

Bodensee Elektrik – Tag 3 – Zielankunft

Das war es leider schon für uns, die Bodensee-Elektrik 2012, die allererste Bodensee-Elektrik ist rum. Um 15h hatten wir unsere letzte Wertungsprüfung. Es waren geile Stunden und ein wenig Zeit für Gespräche bleibt heute Abend noch.

Für mich war die Bodensee-Elektrik, die zusammen mit der Bodensee-Klassik stattfand, die erste Rallye bei der es um Wertungsprüfungen ging, in denen nicht die Performance zählt, sondern die Präzision.

Nicole, der i-MiEV von Mitsubishi und ich – wir wurden leider erst am Ende des zweiten Tag zu einer Art Team, aber das war vermutlich von Anfang nicht anders zu erwarten. Mitsubishi Motors Deutschland hatte uns die Teilnahme an diesem Event ermöglicht, aber völlig ohne Druck. Es wurde also nicht die Erwartungshaltung aufgebaut, wir müssten besonders gut abschneiden.

Zum Glück 😉

Denn ich glaube, auch wenn die Ergebnisse von Heute noch nicht da sind, das wir doch noch ein Mal weniger erfolgreich waren. Im Gegensatz zu den Wertungsprüfungen gestern, waren wir heute nicht in der Lage (gefühlt!), die Leistungen zu steigern. Schade drum. Nicole und ich, wir ärgern uns zwar ein wenig über die verpassten Chancen, aber – hey – Nicole, der i-MiEV und ich, wir waren zum ersten Mal ein Team und es gab doch eigentlich recht viele Variablen, die einem großen Achtungserfolg entgegenstanden.

Achtungserfolg? Rallye?

Achtungserfolg in so fern, als das wir doch schon mit einer gesunden Portion Ehrgeiz gestartet sind. Da war der erste Abend natürlich völlig frustrierend – das konnte man aus meinem Bericht vermutlich auch leicht heraus lesen. Der Frust war nicht gespielt.

Kurz vor dem einschlafen am Freitagabend, dann der Geistesblitz. Um Nicole die Zeit vorzusagen, die sie einhalten muss, hatten wir uns darauf geeinigt, das ich in den Wertungsprüfungen „abwärts“ zähle. Also 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1-0. Beim durchfahren der Lichtschranke anfangen und auf „0“ durch die jeweilige Ziel-Lichtschranke. Dazu muss man wissen, bei dieser Art Rallye ging es darum, eine Strecke „A“ binnen einer festgelegten Zeit „X“ zu durchfahren. Liest sich leicht, ist aber dann doch etwas komplizierter.

Wir waren jedoch so geil auf dieses Event, dass uns (oder mir?) entgangen ist, wenn der Veranstalter als Zeit z.Bsp.: 18 Sekunden angibt. Dann ist man bei „Null“ schon 19 Sekunden unterwegs. (Ja, nehmen Sie mal die Finger und die Zehen und zählen Sie nach) Oh mann. Wie peinlich ist das denn?

Samstag dann die Zeiten für die WPs berechnet und immer -1 für das „auf Ziel zählen“ beachtet. Sprich aus den o.g. 19 Sekunden wurden 18…0. Und?

Der Samstag war gut P11 von 23 Teilnehmern – damit kann ich leben. Nicole wohl auch. Und der i-MiEV allemal, der war froh mal was anderes zu sehen als Stadtkurse und Parkhäuser. (Der Ausflug auf den 2.500m hohen Berg Säntis in der Schweiz, war für den i-MiEV vermutlich so interessant wie für uns..) 😉

Und heute? Tag 3 – Samstag – Bodensee-Elektrik:

Beflügelt vom gestrigen Tag, ging zusammen mit dem Sonnenschein der ersten 2 Tage auch gleich unsere Konzentration flöten. Zwar haben wir uns nicht wirklich verfahren (50m – pah!) und auch die Reichweite wurde dank des sensiblen Gasfuß von Nicole locker erreicht – aber irgendwie waren unsere Leistungen in den WPs trotz allem nicht besonders prickelnd. Fürchte ich.

Die Ergebnisse kommen heute Abend und ich wäre überrascht, wenn wir unseren Gesamt-Platz von gestern Abend hätten halten können.

Wer sich für die Fotos von den ersten Tag interessiert, findet diese auf der „auto & motorsport“ Facebook Seite von mir. Viele weitere werden in den kommenden Tagen folgen. Und natürlich auch ein „kurzer“ Erlebnis-Bericht als Zusammenfassung!

An die Zuschauer die vor Ort waren: Danke! – Viele interessierte Gespräche geführt, hat Spaß mit Euch gemacht.

Und an „Käpten Blaubär“ der uns an einer Durchfahrtskontrolle den Stempel in die Bordkarte gedruckt hat: Das mit: „Ich will ein Kind von Dir“, war nur ein Spaß – wir können natürlich auch eine Patchwork-Familie gründen. 😉

Also, mehr über die E-Autos, den i-MiEV und Käpten Blaubär bei der Bodensee-Elektrik, dann demnächst hier 😉

Bodensee-Elektrik 2012 – Das Finale

Heute ist es leider schon so weit, die Bodensee-Elektrik und die Bodensee-Klassik starten in den letzten Tag.

Wir, die Elektroautos fahren heute bereits um 8:00h durch den Startbogen, die Kollegen von den Klassikern dürfen heute länger schlafen. Was im übrigen auch „Not tut“, war der gestrige Abend durch die Feier auf diesem Partyboot „MS Sonnenkönigin“ doch eine etwas längere Veranstaltung.

Gestern nicht mehr verbloggt, aber doch sehr wichtig:

Team Mitsubishi i-MiEV Tag 2:

Nach dem der erste Tag einfach beschissen war, haben wir am zweiten Tag doch bereits deutliche Fortschritte machen können. Nach P19 (sic!) vom Prolog-Tag, sind wir gestern auf P11 von 21 gewerteten Fahrzeugen angekommen.  Und richtig mies war nur eine von 4 Wertungprüfungen. „Hätte, wäre, wenn“: Wäre die WP5 so gut gewesen wie WP4, WP6 und WP7, dann wäre gestern P3 als Tages-Ergebnis heraus gekommen.

Neuer Tag, noch mehr Übung – geht es gleich in den Rallye-Tag.

Das Ziel heute: Tages-Etappe unter den Top3 beenden – was im übrigen die einzige Hilfe wäre um im Gesamt-Klassement noch ein wenig nach vorne zu kommen.

Nun gut, we will see 😉 .. und ich werde heute Abend berichten ..

 

Bilder: Facebook-Seite->  auto & motorsport

Bodensee-Elektrik 2012 – Erster Tag – Prolog

Heute zu Ende gegangen: Der erste Tag, meiner ersten E-Auto Rallye und meiner ersten Rallye bei der es auf „Gleichmäßigkeit“ ankommt. Meine Motorsport-Erfahrungen sind doch bislang eher geprägt durch „Hütchen-Fahren“ auf Zeit.

22:59h im Hotel, ernüchtert – noch ein Glas Rotwein verputzt – was bei mir nur ein Ergebnis zulässt: „Sauer.

Dabei hatte der Tag in Bregenz so gut angefangen. 

Wunderbares Wetter, genug Sonne für einen Sonnenbrand und eine Menge, wirklich eine Menge wunderbarer Autos. Wobei ich da nicht nur über die Autos aus unserer „Bodensee-Elektrik“ rede, sondern natürlich auch über die Klassiker der zeitgleich stattfindenten Bodensee-Klassik.

Leider haben beide Rallyes getrennte und räumlich doch einigermaßen entfernte Parc-Fermé bekommen – so bleiben die Teilnehmer der verschiedenen Rallyes doch im großen und Ganzen unter sich.

Nun, meine erste Rallye für E-Autos fahre ich auf einem von Mitsubishi-Motors gemeldetem i-MiEV und, nein – das Ergebnis des Abends ist nicht die Schuld des Kleinen Elektromobils. Im Gegenteil. Unser i-MiEV war trotz der bescheidenen Gesamtkapazität, im Vergleich zu den anderen Teilnehmern, mit einer doch ordentlichen Restreichweite im Ziel zu finden.

Noch bevor ich zusammen mit meiner Fahrerin Nicole Männl den Aushang gesehen habe, hätte ich gewettet, wir sind komfortabel in den Top10 (23 Starter). Doch Pustekuchen. Platz 19.

Autsch.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt 🙁

Nun gut, Nicole und ich, wir sind das erste Mal eine Fahrerpaarung und Nicole kannte den i-MiEV noch nicht. Richtig heftig ist es jedoch, bedenkt man, die Gewinner eines Autobild Preisrätsels sind noch vor uns nach diesem Prolog. #wtf? Heftig ist es deswegen, weil die 2 (sind ganz Nette..) noch nie ein E-Auto gefahren sind UND noch nie eine Rallye.

Ja da -zensiert-. Es ist ja nicht so, dass ich keine Motorsport-Erfahrung habe und Nicole ist schon 2 oder 3 E-Auto-Rallyes gefahren. Mensch, ich sag Euch – das ist echt frustrierend.

"Da hatte ich noch gut lachen, da kannte ich das Ergebnis noch nicht!"

Nun gut, morgen geht es weiter … 3 weitere Wertungsprüfungen, es bleibt die Chance alles besser zu machen, wir bleiben dran – und wir versuchen unser Bestes! Drückt uns die Daumen!

Links:

Das heutige Prolog-Tagesziel war das Dornier-Museum in Friedrichshafen, eine nette Location.

 

Bodensee Elektrik

 

 

Heute geht also dann los, runter nach Bregenz an den Bodensee und 3 Tage lang mitfahren bei der:

1. Bodensee Elektrik Rallye

Da Frauen bekanntlich keine Karten lesen können (5€ für die Chauvi-Kasse *pling*) werde ich die Rolle des „Navigators“, des Fotografen, des Zeitmeter-Bedieners, des Live-Twitterers und des „aus dem Fenster guggenden Mitfahrers“ ausfüllen, während die Pilotin unseres Elektroautos Fr. Nicole Y. Männl sein wird.

Wer Nicole nicht kennt, der besucht am Besten mal ihre Seite und macht sich schlau. Man sieht dann übrigens auch gleich, das ich mit Nicole eine erfahrene E-Auto-Rallye-Pilotin an meiner Seite habe. Für mich ist es die erste E-Auto Rallye und eigentlich mach ich das ja nur mit, weil mich die Jungs von Mitsubishi so lieb gefragt haben.

Natürlich freue ich mich auf das Event 😉 – am besten ihr bleibt per Twitter, Facebook und Blog immer schön nah dran an der ganzen Sache. Live-Fotos von mir werden direkt in meinem Flickr-Account veröffentlicht. Zum Überblick, die notwendigen Links:

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Auch nicht ganz uninteressant sind natürlich die Startzeiten und die Webseite des Veranstalters.

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Programmablauf Bodensee-Elektrik 2012
Download Rallye-Programm 2012 als PDF
Mittwoch, 02.05.12
14:00 – 20:00 Uhr Dokumentenabnahme (Hotel Mercure Bregenz City, Platz der Wiener Symphoniker 2)
14:00 – 20:00 Uhr Technische Abnahme (illwerke vkw, Bregenz, Weidachstr. 6)
Donnerstag, 03.05.12 – Prolog
08:00 – 12:00 Uhr Dokumentenabnahme (Hotel Mercure Bregenz City)
08:00 – 12:00 Uhr Technische Abnahme (illwerke vkw)
10:00 – 11:00 Uhr Rallyelehrgang Theorie mit Peter Göbel (Festspielhaus – Großer Saal)
12:00 Uhr Begrüßung und Fahrerbriefing (Festspielhaus – Großer Saal)
13:30 – 15:00 Uhr illwerke vkw – Begrüßungs-Lunch (illwerke vkw, Krafthaus)
13:45 Uhr Aushang der zum Start zugelassenen Teams (illwerke vkw, Krafthaus)
16:00 Uhr Start 1. E-Fahrzeug zur 1. Etappe: Bregenz – Friedrichshafen (Start ab illwerke vkw)
18:00 Uhr Etappenziel 1. E-Fahrzeug in Friedrichshafen (Dornier-Museum)
18:00 – 20:00 Uhr ZF – Zielempfang (Dornier-Museum)
20:00 Uhr Ende Zielempfang, individuelle Rückfahrt zu den Hotels
21:00 Uhr Aushang der inoffiziellen Zwischenergebnisse (Durchgang Casino/Mercure + illwerke vkw, Krafthaus)
Freitag, 04.05.12 – Appenzeller-Runde
07:30 Uhr Aushang der zum Restart zugelassenen Teams (illwerke vkw, Krafthaus)
10:00 Uhr Restart 1. E-Fahrzeug zur 2. Etappe: Bregenz – Schwägalp (Start ab illwerke vkw)
11:45 Uhr Etappenziel 1. E-Fahrzeug zur Mittagsrast in Schwägalp, Schwebebahnfahrt zum Panorama-Lunch auf den Säntis (2.502 m)
15:15 Uhr Restart 1. E-Fahrzeug zur 3. Etappe: Schwägalp – Bregenz
16:30 Uhr Etappenziel 1. E-Fahrzeug in Bregenz (illwerke vkw)
19:30 – 01:00 Uhr Audi – Fahrerfest in Bregenz (MS Sonnenkönigin)
21:00 Uhr Aushang der inoffiziellen Zwischenergebnisse (Durchgang Casino/Mercure + illwerke vkw, Krafthaus)
Samstag, 05.05.12 – Oberschwaben-Runde
07:30 Uhr Aushang der zum Restart zugelassenen Teams (illwerke vkw)
08:00 Uhr Restart 1. E-Fahrzeug zur 4. Etappe: Bregenz – Bad Waldsee (Start ab illwerke vkw)
09:45 Uhr Etappenziel 1. E-Fahrzeug zum Museumsbesuch im Erwin Hymer Museum (Bad Waldsee, Robert-Bosch-Str. 7)
11:30 – 13:00 Uhr Mittagsrast im Erwin Hymer Museum
13:15 Uhr Restart 1. E-Fahrzeug zur 5. Etappe: Bad Waldsee – Bregenz
15:00 Uhr Ziel 1. E-Fahrzeug in Bregenz (illwerke vkw)
15:00 – 17:00 Uhr illwerke vkw – Zielempfang und E-Fahrzeug-Ausstellung (illwerke vkw)
19:00 Uhr Aushang der inoffiziellen Endergebnisse (Durchgang Casino/Mercure), (Protestfrist 30 Min. nach Aushang)
19:30 – 20:00 Uhr Get-together zum Gala-Abend (Festspielhaus – Seefoyer)
20:00 – 01:00 Uhr Gala-Abend (Festspielhaus – Werkstattbühne)
Stand: 27.03.2012 / Änderungen vorbehalten

Ich freue mich auf Euch, wenn Ihr spontan Lust habt und uns bei der 1. Rallye Bodensee Elektrik begleitet, ganz egal ob hier über das Internet oder für ein Treffen an den verschiedenen Stationen. Alle Stationen im Überblick findet man auch auf der AutoBild-Webseite zum Thema.

Achso – „Womit wir mitfahren“? Wollt ihr das auch wissen?

Wir fahren einen von 3 Mitsubishi i-MiEV, also das ersten in Groß-Serie hergestellte Elektroauto, das man bei jedem Mitsubishi-Händler kaufen kann. Nicht schlecht 🙂 Oder?

Bodensee Elektrik 2012 im i-MiEV

Eben kam die Bestätigung. Die 1.Bodensee Elektrik 2012 kann starten.

Und zwar mit Nicole und mir im Mitsubishi i-MiEV.

Also, merkt auch den Termin: 3.Mai bis 5.Mai – dann werden Nicole und ich die Bodensee Elektrik im i-MiEV von Mitsubishi fahren und fleißig darüber bloggen, twittern und Facebook’en 😉

Natürlich wird es auch hier im Blog Zusammenfassungen vom Tag geben. Das ganze Event ist leider eine Springer-Veranstaltung, aber was soll es? Irgendeinen Tod muss ich wohl sterben um endlich groß, reich und berühmt zu werden 🙂

In den Anmelde-Unterlagen wurde im übrigen Nicole als Fahrerin genannt, aber hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.  🙂 Nein, wir wechseln uns natürlich ab, so wie wir das bereits in den Seealpen mit dem Porsche getan haben.

Ich freue mich auf die paar Tage am Bodensee. Wird bestimmt lustig 😉

 

i-MiEV Prototyp Pikes Peak

Gipfelstürmer i-MiEV

Das erste Großserien Elektroauto der Welt hat sich eine neue Herausforderung gesucht. Nachdem man bislang die ersten Erfolge in der Elektrifizierung des Straßenverkehrs verzeichnen konnte, will der Japanische Hersteller Mitsubishi nun ganz nach oben. Auf den Gipfel des Pikes-Peak um genau zu sein.

Am 8 .Juli wird ein zu einem Bergrennfahrzeug umgebauter Mitsubishi i-MiEV am Pikes-Peak Bergrennen teilnehmen.  Auf der Hatz zum Gipfel erklimmen die Bergrenner hierbei unglaubliche 1.500 Höhenmeter. 

Wie üblich im Motorsport „Win on Sunday, sell on Monday“ soll mit diesem Motorsportlichen Engagement die Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt werden. Natürlich unterstütz jede Motorsportliche Entwicklungsarbeit immer auch die Serienentwicklung.

Einen großen Vorteil hat ein Elektromotor am Pikes Peak: Während die Benziner mit der abnehmenden Luftdicht zu kämpfen haben, bleibt die Leistungsfähigkeit des Elektro-Renners auch in großer Höhe erhalten.

Gefahren wir der Pikes Peak i-MiEV vom 51 Jahre alten Doppel-Gewinner der Dakar-Rallye: Hiroshi Masuoka.

 

Riesen Interesse am Mitsubishi I-MiEV

Mobil mit Strom – Zukunft testen. Das ist das Motto einer Aktion des Energieanbieters E.ON in Thüringen, bei der Mitsubishi i-MiEV Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. Acht Fahrzeuge wurden jetzt übergeben. Ziel ist es, die Alltagstauglichkeit der Mitsubishi i-MiEV zu testen, das Ladeverhalten der Fahrer kennenzulernen und die Auswirkungen der Elektromobilität in der Praxis sowie die Funktionalität des Stromtankstellen-Versorgungsnetzwerkes zu überprüfen.

Ein Jahr lang erhalten Testfahrer einen Mitsubishi i-MiEV, gestellt von E.ON Thüringen. Einzige Voraussetzung: Stellplatz mit Stromanschluss, tägliche Nutzung des Fahrzeugs, tägliche Fahrleistung und Austausch über die gesammelten Fahrerfahrungen. „Als Energieexperten nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr und unterstützen das Thema Elektromobilität als umweltfreundliche, energiesparende Alternative der Zukunft“, heißt es in einem Schreiben der E.ON. Die Aktion stößt bei den Bürgern auf großes Interesse: Über 5000 Kandidaten haben sich als Testfahrer für den Mitsubishi i-MiEV beworben. Allein durch den Langzeittest erhöht sich die Anzahl der in Thüringen zugelassenen PKW mit reinem Elektroantrieb um 50 Prozent. Nach einer Studie des ACE Auto Club Europa waren in Deutschland zu Jahresbeginn 2307 PKW mit reinem Elektroantrieb zugelassen, davon lediglich 15 in Thüringen.

Alle Testwagen werden am Tag durchschnittlich bis zu 70 Kilometer zurücklegen und jeweils über Nacht von den Nutzern an speziellen Stromladeboxen aufgeladen. Ein digitaler Zähler zeichnet alle Daten rund um den Ladevorgang im 15-Minuten-Takt auf, die über Funk abgerufen und zentral ausgewertet werden können. Zusammen mit den ebenso elektronisch erfassten Fahrzeugdaten wie der täglichen Kilometerleistung, Stand- und Fahrzeiten oder Durchschnitts-geschwindigkeit lassen sich sogenannte Ladekurven ermitteln, aus denen die Experten von E.ON Thüringer Energie verschiedene Szenarien für Elektromobilität errechnen und daraus Rückschlüsse für die Auswirkungen auf das Stromnetz ziehen können. Darüber hinaus soll die Gesamtauswertung aller Einzeldaten in der Entwicklung eines möglichen Modells für gesteuertes Laden münden, das die gezielte Nutzung regenerativer Energiequellen für den Elektroverkehr möglich machen würde.

Mitsubishi i-MiEV im Kurzbericht

Die Türen öffnen, einsteigen, den Schlüssel in das Zündschloss stecken. Das Anfangsritual ist wie bei allen Großserien-Fahrzeugen. Doch dann ändert sich etwas. Mit dem drehen des Zündschlüssels startet kein Benzin- oder Dieselmotor.

Aus einem Lautsprecher erklingt jediglich  ein simples  “Dinggg”.  Es klingt wie eine Mikrowelle, ist jedoch ein Schritt in eine neue Epoche der Automobilität. Der Mitsubishi i-MiEV überrascht bereits vor dem losfahren den Elektrofahrzeug-Neuling mit einer ungewohnten Ruhe. Fast hat man kurz ein schlechtes Gefühl. Ähnlich dem Gefühl wie es einen überkommt, wenn der eigene Wagen in der Garage nicht anspringen will.

Mit dem lösen des Bremspedals ändert sich das jedoch sofort – wie eine Automatik-Limousine rollt er los, nur die vollkommene Abwesenheit von jeglichem Motorgeräusch irritiert.  Bereits mit den ersten Metern erwächst ob der ungewohnt lautlosen Bewegung  ein Grinsen im Gesicht des vom Umweltlärm geplagten i-MiEV Piloten. Wenn man denn von einem  Motorgeräuschen beim Elektroauto reden will, so sind es allenfalls leise Summgeräusche die man –  jedoch auch nur dann –  hört,  wenn man angestrengt versucht die Dynamik der Bewegung wie gewohnt mit Fahrgeräuschen zu verbinden.

An der ersten Kreuzung, nach wenigen Metern Fahrstrecke, erschrickt man sich ob der völligen Ruhe bei Stillstand noch einmal kurz. In der ersten Sekunde denkt man mit einem mulmigen Gefühl daran zurück, als man zum ersten mal ein Auto beim anfahren abgewürgt hat.

Das dieser Gedanke fehl am Platz und die Situation des „abwürgens“ in einem E-Mobil nicht möglich ist,  merkt man in der zweiten Sekunde. Sobald man das Bremspedal wieder loslässt und mit sanftem Druck das Gaspedal berührt, verschwindet jedes mulmige Gefühl und weicht einer bleibenden Begeisterung, die analog zur Gummiband ähnlichen Beschleunigung wächst.Der Mitsubishi i-MiEV ist zusammen mit seinen Geschwistern dem Peugeot iOn und dem Citroen Z-Cero das erste in Großserie hergestellte Elektroauto, das jedermann kaufen kann.

Von aussen definiert sich der i-MiEV durch sein One-Box Design. 
Die 4 Räder – denn das hat sich bei allem Fortschritt nicht verändert – sitzen möglichst weit außen, so entsteht zum einen kein nennenswerter Karosserie-Überhang, zum anderen ist der Radstand für ein Auto dieser Größe mit 2,55m relativ lang. Dank diesem in der Relation langen Radstand kann der  knapp 3,5m lange Elektro-Zwerg nicht nur mit einer grandiosen Ausnutzung des Innenraums für die 4 Mitfahrer punkten, sondern auch durch hohe Fahrstabilität überzeugen. So ist z.Bsp. ein VW Fox fast 40cm länger, hat jedoch einen um etwa 10cm kürzeren Radstand.
Der lange Radstand zum einen und die Auslegung als Heckantriebs-Fahrzeug lassen den i-MiEV behände über Landstraßen schwingen. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl einen immerhin fast 1.200kg schweren Kleinwagen zu fahren. (Bsp.: Ein VW Fox wiegt im Vergleich 200kg weniger.)

Heckmotor und Heckantrieb, das klingt nach Sportwagenbau. Oder aber nach einem SMART.
Im Gegensatz zum SMART Zweisitzer bietet der Mitsubishi i-MiEV jedoch 4 ausgewachsenen Personen Platz und nimmt dabei sogar noch 2 Kästen Wasser im Kofferraum mit auf die Reise.

Das Platzangebot auf den Sitzen in der ersten Reihe ist ausreichend und auf der Rücksitzbank der Fahrzeugklasse entsprechend – denn – schauen wir den Tatsachen ins Auge und für das Ladekabel nach einem freien Steckplatz, die Platzverhältnisse müssen für 4 Personen gar keine gesteigerte Langstreckenqualität haben.

Kritiker von Elektrofahrzeugen nennen deren eingeschränkte Reichweite und die aktuell mangelhafte Infrastruktur für Ladestationen gerne als Hauptargument – gegen die Elektrifizierung des Automobils. Völlig zu recht – mag man angesichts einer Reichweite von 150km (Herstellerangabe) im Falle des i-MiEV meinen. Völlig zu Unrecht wenn man über 230V Steckdosen spricht – aber leider wieder richtig wenn man die wesentlich  sinnvolleren 3-Phasen Starkstrom Anschlüsse meint.

Bei unseren Testfahrten haben wir im Schnitt 100 km zurückgelegt bis wir etwa 16kW/h Strom nachgeladen haben. Für den Nachladevorgang an der Haussteckdose bedeutet das eine Pause von 6 Stunden. Hätte man Gleichstrom-Steckdosen mit 50kW Ladeleistung zur Verfügung sinkt die Ladedauer auf 30min für 80% Akkuleistung.

Bei extrem defensiver Fahrweise und kluger Routenwahl haben wir mit unserem Test-Elektro Mitsubishi  fast 150km zurück legen können, bis der 16kW/h Batteriespeicher aus Lithium-Ionen Batterien unter dem Fahrgastraum nach “frischem Saft” verlangte.

Nun sind 150km defensive – oder 50km Autobahn mit dem Maximal-Tempo von 130km/h  natürlich in der Tat eine Einschränkung, bedenkt man die enorm lange Ladedauer an üblichen Steckdosen und vergleicht das mit der aktuell gewachsenen Infrastruktur die auf das simple nachtanken von fossilen Brennstoffen ausgelegt ist.

Doch das Nutzungsszenario für eine Großzahl an Autos sieht völlig anders aus.
Denn der Durchschnitts-Autofahrer bewegt sein Auto per Tag nur 27 bis 43km (1).Die mögliche Reichweite ist also gar kein Argument gegen den i-MiEV, sondern gerade zu eine Bestätigung diese Wegstrecken möglichst  CO² neutral zurück zu legen. Denn es ist gerade dieses Art an täglichen Fahrten, die in der Summe eine beträchtliches Einsparpotential bieten.Lehnen Sie sich zurück und denken Sie einen Augenblick darüber nach, wieviel CO² Sie jedes Jahr sparen könnten – wenn Sie Ihre tägliche Wegstrecke mit einem Elektroauto,  sauber, leise und CO²-Neutral fahren würden?
Und natürlich auch an die Kraftstoffkosten denken.
In unserem Fahrtest haben wir etwa 16kW/h für 100km benötigt. Im Fall von unserem Ökostrom-Lieferanten (100% Öko-Strom 26ct. je kW/h) sind das 4,16€ Kraftstoffkosten für 100km.

Verbunden ist die Fahrt im Elektroauto jedoch mit Verzicht.
Da wäre der Verzicht auf einen Auspuff. Der Verzicht auf Abgase aus dem Auspuff. Aber auch der Verzicht nach umfänglichen Wartungsarbeiten wie Ölwechsel und Zündkerzen ersetzen. Sowie der Verzicht auf CO² bei der Nutzung. Verzicht auf Motorlärm. Der Verzicht auf ein schlechtes Gewissen.
Nicht verzichten muss man dagegen auf Komfortmerkmale wie 4 elektrische Fensterheber, Sitzheizung oder eine Klimaanlage. Das alles bietet der i-MiEV in Serie.  Auch auf den Federungskomfort muss man nicht verzichten.
Weil der i-MiEV über die Hinterachse angetrieben wird, ist das Fahrgefühl ähnlich einer großen Limousine mit sensibel einlenkender Vorderachse und anders als in vielen Kleinwagen frei von Antriebseinflüssen im Lenkrad.Der Federungskomfort ist für Freunde der sportlichen Fahrweise bereits eine Nummer zu weich- erleichtert aber den Umstieg für Autofahrer die zwar Rücksicht auf die Umwelt nehmen wollen, aber nicht auf eine komfortable Fortbewegung verzichten möchten.
So kann man nach ein paar Tagen und Kilometer zusammen mit dem Mitsubishi i-MiEV von einem kleinen Auto für Mitsubishi sprechen, aber von einem großen für die Menschheit.

P.S.: i-MiEV bedeutet: i-Mitsubishi innovativ Electric Vehicle – und weckt, als Abkürzung ausgesprochen völlig falsche Assoziationen die garantiert nicht erfüllt werden. Liebe Mitsubishianer morst nach Japan und fragt nach einem sympathischen Namen. Bitte.

 

>>Bjoern Habegger 2011 | Foto & Text<<

Mitsubishi i-MiEV

Voller Spannung – Der Mitsubishi i-MiEV im Test

Mitsubishi hat mir heute den iMiev vor die Tür gestellt. Ein Auto auf das ich mich seit Wochen bereits freue.

Was im deutschen vom Namen her nicht besonders gelungen erscheint, ist ein Akronym für „Mitsubishi innovativ Electric Vehicle“. Das i davor bezeichnet die Modellreihe, könnte aber auch gut als Anklang an die hippen Apple-Produktbezeichnungen durchgehen. Natürlich hätte der i-MiEV auch einen schönen Kunstnamen bekommen können. Ja, ich glaube er hätte ihn sogar verdient.

Zum Beispiel: „SMART“. Denn der i-MiEV ist vom Aufbau her  einem Smart 42 sehr ähnlich.  Eine kompakte und ausgesprochen übersichtliche Karosserie spannt einen Bogen von der Vorderachse zur Hinterachse und die Räder bilden an allen 4 Ecken den Abschluss. So bleibt trotz der geringen Außenabmessungen innen genug Passagierraum. Und wie der SMART hat der Mitsubishi i-MiEV seinen Motor an vor der Hinterachse und treibt die Hinterräder an. Im Gegensatz zum SMART 42 hat der i-Miev jedoch 4 Türen und anders als andere schlaue Fahrzeugkonzepte – sogar genug Platz um 4 Erwachsene durch die Gegend zu transportieren.

Der i-MiEV ist ein richtiges, ein „echtes“, Elektro-Auto und in dieser Eigenheit auch gleich noch das erste in Serie gebaute Auto mit Elektromotor und Akkus, das vollständig CO²-Neutral betrieben werden kann. Notwendig dafür: Sauberer Strom zum aufladen. Wir haben zuhause 100% Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen (laut Energie-Anbieter).  Das bedeutet, die Benutzung des i-MiEV wird keinerlei CO² Emissionen zum Ergebnis haben. Irgendwie auch mal ein gutes Gefühl.

Bislang bin ich nur eine kleine Runde um den Block gefahren. Aber das Wochenende werden wir ausführlich nutzen um uns Eindrücke vom ersten in Serie gebauten Elektroauto zu verschaffen. Fotos und einen richtigen Bericht gibt es dann am Anschluss.

Als besonderes Highlight werden wir den i-MiEV auf eigener Achse zurück zu Mitsubishi bringen. Das besondere daran: Der Wagen muss von uns aus – Gemünden a.Main, nach Flörsheim gebracht werden. Das sind etwa 114km mit einem großen Berg dazwischen – das kann spannend werden, gibt Mitsubishi doch selbst eine Reichweite von ca 150km an. Das aber nur unter extrem günstigen Bedingungen. Wir werden also sehen 😉

Mehr demnächst hier.

 

Über den i-MiEV und Elektroautos… Teil 1