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Die IAA 2015 – Eine Challenge, nicht nur für Automobil-Hersteller

So eine „Internationale Automobil-Ausstellung“ ist ganz schön fordernd. Nicht nur für die Damen und Herren die den ganzen Tag freundlich an den Autos stehen müssen. Auch für die Besucher. Die Automobilmesse in Frankfurt überwältigt einen jedes Jahr wieder. So viele Aussteller. So viel zu sehen. 

Dumm nur, wenn man eigentlich gar nicht dazu kommt, sich die Messe mal in Ruhe anzuschauen. So ist es mir in diesem Jahr passiert. Mit der Kollegin Jana von MotorDialog wollte ich eigentlich nur mal „locker“ über die Messe schlendern.

Doch dann durchquerte die „Redaktion“ unsere Pläne. Plötzlich hatten wir eine Aufgabe. Und gleich die erste Aufgabe hatte es so richtig in sich!

IAA 2015 – Eine ganz besondere Challenge

In Zusammenarbeit mit CARGLASS

Ernsthaft. Bereits bei Teil 1 der Aufgaben hatte ich nach nur wenigen Minuten den Kanal voll. Ich bin 40 Jahre alt. Verheiratet. Ein Kind. Ich habe wirklich keine Ahnung wie man Hostessen auf der Messe nach ihren Rufnummern fragt – aber gut. Aufgabe ist Aufgabe. 

Drei Aufgaben haben auf uns gewartet

Es wäre nicht klug Euch allzu viel gleich zu Beginn zu erzählen. Die acht Clips sind in einer Playlist, ihr könnt Euch die also ganz simpel nacheinander anschauen. Ich verspreche Euch auch, jeder einzelne Clip ist kurz – und kurzweilig.

 

Und? Wart ihr eigentlich schon auf der IAA? Wenn ja, dann schreibt mir doch, was Eure größte Herausforderung war, was Euer Highlight war und wovon Ihr Euch so ernährt habt 😉

 

Aston Martin DB10 – Das Gute gewinnt immer!

Am Ende gewinnen im Kino immer die Guten. Wenn auch die James Bond Filmreihe schon immer ein wenig anders war. Die Geliebte von Bond, James Bond, sein? Hält selten für den ganzen Film an und am Ende wird es traurig für die Damen. Oder denken wir an die Dienstwagen des Doppelnull-Agenten. Auch die sind selten am Ende noch in einem Stück. Für Leasing-Rückläufer ist die Handhabe durch den wichtigsten Agenten seiner Majestät eher ungeeignet.

ASTON MARTIN stellt den Dienstwagen für Bond. James Bond! Gestatten? Martin. Aston Martin DB 10!

Doch Aston Martin versteht beim DB10 keinen Spaß. Ein Happy End gibt es nur für Film-Fans. Liebhaber der Marke werden KEINEN der 10 gebauten DB 10 kaufen können. Es wird also für den „Firmenwagen für Agenten“ kein Happy End in einer klimatisierten Garage geben. Vermutlich ist das die Einzigartigkeit die man akzeptieren muss, wenn man dem bekanntesten Geheimdienst-Agenten einen Dienstwagen stellt.

ASTON MARTIN DB 10 – ein echter Aston Martin

Natürlich steckt unter der spektakulären Hülle des DB 10 ein echter Aston Martin. James Bond darf hierbei auf den 4.7 Liter V8-Sauger vertrauen.

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Kein Film-Fan? Aber Lust auf eine wirklich gute Nachricht? Dann warten Sie mal auf den Aston Martin DB11 – den hat Aston Martin CEO Andy Palmer im Rahmen der IAA 2015 bestätigt. Der Nachfolger wird – festhalten – als DB 11 auf die Welt kommen.

Sein Design soll sich am Dienstwagen von Bond orientieren – unter der Haube wird aber erstmalig eine völlig neue Motoren- und Getriebegeneration Einzug halten. Erste Erlkönige haben den DB 11 mit Mercedes-Benz Instrumenten und Bedien-Elementen gezeigt. Und die Zusammenarbeit mit Mercedes-AMG beschränkt sich nicht auf Oberflächlichkeiten. Der neue V8-Bi-Turbo des AMG GT S dürfte in Gaydon durchaus für ein Grinsen sorgen. Nicht nur weil Mercedes-AMG immer wieder zeigt, wie beinah grenzenlos so ein AMG-Triebwerk skalierbar ist. 500 PS und rund 700 Nm sind auch für den englischen Aristokraten eine gute Basis für die Zukunft! Aber der V8-Turbo ist nur ein Triebwerk der AMG-Poermanufaktur die man für den Briten als gesicherte Option betrachten darf. Die von Hand gefertigten V12-Turbo-Triebwerke aus Affalterbach gehören zu dem kräftigsten was von Menschenhand in einen Serienmotor verwandelt wird und der Einsatz im DB 11 ist ebenso möglich. V8, oder gleich V12? Ich gebe darauf keine Wette ab!

Die Premiere des Aston Martin DB 11 erwarte ich für den Genfer Salon 2016! 

Damit wird man bei Aston Martin aber nur den Auftakt geben für eine Produkt-Offensive. Ein Crossover dürfte ebenso sicher sein, wie neue Roadster-Versionen und einen Panamera-Gegner.

 

 

Fotos: Aston Martin

News: BMW M3 „Münchner Wirte“ – Einmalig bayerisch

Zum diesjährigen Oktoberfest in München zeigt die BMW M GmbH ein Unikat im „Münchner Wirte“-Design. Mit einem speziellen M3 will der Automobilhersteller seine Verbundenheit mit der Stadt München und mit dem Motorsport unterstreichen.

Der weiße M3 trägt die typisch bayerische Lüftlmalerei, weiß-blaue Kordeln, die Wiesn-Schränke und Münchner Wahrzeichen wie das Siegestor, die Frauenkirche und das Olympiastadion. Auch der sogenannte „Vierzylinder“, die Hauptverwaltung des Automobilherstellers, ist zu sehen.

Mit einem speziellen M3 will der Automobilhersteller seine Verbundenheit mit der Stadt München und mit dem Motorsport unterstreichen.
Mit einem speziellen M3 will der Automobilhersteller seine Verbundenheit mit der Stadt München und mit dem Motorsport unterstreichen.

Mit der Gestaltung greift der BMW M3 „Münchner Wirte“ das Design des BMW M1 Procar von 1981 auf. Die Optik ist jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Fahrzeuge. Beide verfügen über einen Sechszylinder-Reihenmotor, Hinterradantrieb und profitieren aus den Erfahrungen aus dem Motorsport. Das Aggregat des Wettbewerbsfahrzeuges M1 Procar leistet 345 kW/470 PS, beschleunigt in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und beschleunigt das Fahrzeug auf bis zu 310 km/h schnell werden. Die viertürige Limousine M3 bietet 317 kW/431 PS und kommt in Verbindung mit dem M-Drivers-Package auf 280 km/h. Mit dem M-Doppelkupplungsgetriebe ist Tempo 100 in 4,1 Sekunden erreicht.

Das Aggregat des Wettbewerbsfahrzeuges M1 Procar leistet 345 kW/470 PS, beschleunigt in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und beschleunigt das Fahrzeug auf bis zu 310 km/h schnell werden.
Das Aggregat des Wettbewerbsfahrzeuges M1 Procar leistet 345 kW/470 PS, beschleunigt in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und beschleunigt das Fahrzeug auf bis zu 310 km/h schnell werden.

Für die Außenhaut beider Sportler ist Designer Walter Maurer verantwortlich, der bereits vor 34 Jahren das M1 Procar „Münchner Wirte“ entworfen und von Hand aufgemalt hat. Zu kaufen gibt es das M3 Unikat nicht. Während des vom 19. September bis 4 .Oktober andauernden Volksfests auf der Theresienwiese wird der Sportler aber in der BMW-Welt ausgestellt.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Ford Focus RS – Knaller aus Köln

Der neue Ford Focus RS kann jetzt zu Preisen ab 39.000 Euro bestellt werden und wird Anfang 2016 ausgeliefert. Als erstes RS-Modell der Marke verfügt der sportliche Kompakte über unterschiedliche Fahrmodi, darunter auch ein Drift-Programm.

Mit seinen 257 kW/350 PS ist Kölner deutlich stärker als sein Vorgänger, dessen 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo eine Leistung von 224 kW/305 PS bot. Unter der Haube der nun dritten Generation arbeitet der aus dem neuen Mustang bekannte 2,3-Liter-Benziner mit vier Zylindern. Der Vollaluminium-Motor hat im Focus RS aber eine um rund zehn Prozent höhere Leistung. Im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500 U/min entwickelt das Aggregat ein Drehmoment von 440 Newtonmeter, unter voller Beschleunigung hebt eine Overboost-Regelung das maximale Drehmoment für 15 Sekunden sogar auf 470 Newtonmeter an. Den Sprint auf Tempo 100 schafft der RS so in 4,7 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller 266 km/h an.

Neu im Ford Focus RS ist auch ein Allradantrieb, der dem Kompakten bessere Traktion und gute Handling-Eigenschaften ermöglichen soll. Einfluss auf das Verhalten beispielsweise auf die Lenkung, das Motoransprechverhalten oder auch den Auspuffsound hat der Fahrer durch vier unterschiedliche Fahrmodi. Neben Normal, Sport und Rennstrecke ist nun auch ein spezieller Driftmodus programmiert, mit dem sich ein dynamisches Übersteuern auf der Rennstrecke kontrollieren lässt.

Die dritte Generation des Sportlers ist das bisher schnellste RS-Modell von Ford und gehört zu insgesamt zwölf Neuheiten, die die Marke bis 2020 weltweit einführen will. Der Ford Focus RS tritt gegen den VW Golf R (300 PS, 39.000 Euro), den Audi S3 (300 PS, 39.700 Euro) sowie den allerdings deutlich teureren Mercedes-AMG A45 an (381 PS, 51.050 Euro).

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Suzuki Baleno – Kleinwagen mit Mildhybrid

Suzuki erweitert seine Kleinwagenpalette. Neben den bewährten Swift stellen die Japaner im Frühjahr 2016 den zehn Zentimeter längeren Baleno. Der soll sich vor allem durch größeres Platzangebot und einen optionalen Mildhybridantrieb emanzipieren.

Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein
Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein

Auch optisch gibt sich die vier Meter lange Schräghecklimousine sachlicher als der Swift mit seinem Retro-Auftritt. Der neue Fünftürer ist in Suzukis neuer Designsprache „Liquid Flow“ gestaltet; Elemente wie geschwungene Linien und Chrom-Akzente sollen künftig auch andere Modelle der Marke zieren. Wichtiger sin jedoch die inneren Werte – etwa der 355 Liter große Kofferraum. Der Hersteller verspricht zudem, dass auch hinten Erwachsene bequem sitzen können.

Für den Antrieb stehen zwei Benziner zur Wahl. Der 1,2 Liter große Basis-Vierzylinder (66 kW/90 PS) ist auf Wunsch mit einem Mildhybrid-System kombinierbar. Dabei unterstützt der als E-Motor fungierende Startergenerator den Verbrenner kurzzeitig mit Zusatzschub beim Anfahren und Beschleunigen. Top-Triebwerk ist jedoch ein neuer 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 82 kW/111 PS. Fahrleistungen und Verbrauchswerte nennt der Hersteller noch nicht.

Auch innen gibt es schwungvolle Linien
Auch innen gibt es schwungvolle Linien

An Sicherheits- und Technikausstattung bringt der Kleinwagen unter anderem eine radargestützte Bremsunterstützung, einen aktiver Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie ein mit Apple Car Play kompatibles Audiosystem mit. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei den klassenüblichen 11.000 bis 16.000 Euro liegen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

IAA 2015: Facelift einer Legende

Mit dem Facelift des Porsche 911 hat Porsche zugleich den heiligen Gral der Porsche-Fans angefasst. Mal wieder. War man vor Jahrzehnten über die Wasserkühlung entsetzt, müssen Porsche-Fans jetzt ganz tapfer sein. Jetzt ziehen „Turbo-Aufladung“ und „Down-Sizing“ in das Heck der Legende ein. Und wieder einmal wird Porsche das tun, was man in Zuffenhausen immer tut – man wird den 911 wieder großartiger werden lassen. Nicht vorstellbar? Scheint aber so zu sein! 

IAA 2015: Porsche 911 – jetzt sind wir alle Turbo!

„Wir sind Turbo!“

Und lassen erst einmal die Fotos von unserem Fotografen: Stefan Baldauf sprechen:

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Jetzt zu den Fakten!

Was Porsche am Design verändert hat kann jeder mit seinen eigenen Augen sehen. Das ganze „Facelift“ wurde dezent ausgeführt. Völlig undezent jedoch was unter dem Blech passierte. Der neue Sechszylinder-Boxermotor hat nun drei Liter Hubraum und 370 PS als Carrera, sowie 420 PS als Carerra S. Beim Drehmoment darf der „normale Carrera“ auf 450 Nm vertrauen, das sind 60 Nm mehr als zuvor – vor allem aber liegt diese Kraft nun früher an. Der Carrera S bekam 500 Nm zur Seite gestellt. Das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe ist weiterhin für beide Varianten verfügbar.

Als Carrera S mit PDK und Sport-Chrono-Paket spurtet der 911 mit Turboaufladung nun binnen 3.9 Sekunden auf Tempo 100.

Der einzige Saugmotor im Programm der 911er Baureihe bleibt der Porsche 911 GT3. 

 

 

 

 

 

 

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IAA 2015: Facelift der Mercedes A-Klasse

Mercedes-Benz präsentiert auf der IAA 2015 in Frankfurt auch das Facelift der Mercedes A-Klasse. Wir konnten den Kompakten Stuttgarter bereits fahren – der Fahrbericht zur Mercedes A-Klasse (klick) findet sich hier.

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Der A160 Benziner fängt bei 23.746 € an.
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Die IAA stellt den offiziellen Rahmen für die Premiere der Mercedes A-Klasse.
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Top-Modell ist der A45 AMG mit 381 PS.
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Der A160 d ist der Einstieg in die Diesel-Welt der A-Klasse. 90 PS stark und 26.423 € teuer.
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Die Front gefällt nach dem Facelift mit optionalen LED-Scheinwerfern und einer neuen Leuchtengrafik.
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Am Heck gibt es zwei optische Varianten. Mit und ohne Auspuffrohre.
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Die Rückleuchtengrafik wurde neu gestaltet.
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Neue Materialien im Innenraum. Das optionale Display wuchs um einen Zoll und ist nun acht Zoll groß.
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Die A-Klasse bietet Mercedes-Benz in zwölf frischen Farben an. Darunter auch dieses spektakuläre Grün!

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf.

IAA 2015: BMW 225 XE – Galerie

BMW präsentiert in Frankfurt den BMW 225 xe, einen BMW wie keinen zuvor. Nicht nur das die Münchner den Mini-Van Charakter plötzlich so lieben, jetzt kombinieren sie auch noch den Frontantrieb des 2er Active Tourers mit dem Heckantrieb eines E-Mobils. 

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

News: Honda Project 2&4 – Zwitterwesen auf vier Rädern

Gattungsgrenzen aufheben und verwischen, Ungewöhnliches mit Bekanntem mischen sowie dem Spieltrieb freien Lauf lassen: Honda rief seine spielfreudigen Designer zu einem internen Wettbewerb auf. Die einzige Vorgabe lautete, den ursprünglich für die MotoGP-Rennserie entwickelten RC213V-Motorradmotor mit vier Rädern zu kombinieren. Unter 80 teilnehmenden Honda-Kreativen setzte sich die japanische Motorrad-Dependance mit ihren Ideen durch. Das Ergebnis hört auf den etwas sperrigen Namen Project 2&4 powered by RC213V und lässt sich während der IAA auf dem Honda-Stand betrachten.

Der Fahrer nimmt  auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz - ohne Dach oder sonstigem Schutz
Der Fahrer nimmt auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz

Sperrig ist das Gefährt, das unter der Leitung von Martin Petersson designt wurde, nicht. Das nur drei Meter lange sowie knapp ein Meter hohe Zwitterwesen erinnert ein wenig an den Honda-Formel-1-Wagen von 1965, den RA272. Damit zitiert Honda seine erfolgreiche Motorsportgeschichte. Der Fahrer nimmt allerdings neben dem Mittelmotor auf eine fast schwebend wirkende Sitzkonstruktion Platz – ohne Dach oder sonstigem Schutz. Manövriert wird mit einem Autolenkrad. Die Messestudie zeigt das Modell mit nur einem Sitz. Martin Petersson, Designer der Studie, plant aber auch eine zweisitzige Variante, bei der Fahrer und Beifahrer durch den Mittelmotor getrennt sind.

Manövriert wird mit einem Autolenkrad
Manövriert wird mit einem Autolenkrad

Für den Vortrieb sorgt der leicht modifizierte V4-Viertakter mit 158 kW/215 PS bei motorradtypischen hohen Drehzahlen von 13.000 U/min. Das maximale Drehmoment von 118 Newtonmetern liegt bei 10.500 Umdrehungen an. Die Schaltarbeit übernimmt ein speziell angepasstes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Da der Zwitter aus Motorrad und Vierrad-Konstruktion nur 405 Kilogramm wiegt, dürften die Beschleunigungswerte keine Fragen aufkommen lassen. Allerdings ist die Studie nicht fahrbereit, doch die Designer sowie die Honda-Techniker sind gewillt, weiter daran zu arbeiten und ihren Spieltrieb auszuleben.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

News: Automatisiertes Fahren – Alles Hype oder was?

Das automatisierte Fahren zählt aktuell zu den meist diskutierten Themen in der Autobranche. Technisch wäre eine Umsetzung nicht unmöglich. Doch ob der Kunde die Roboterautos überhaupt will, scheint noch nicht so richtig klar. Auf und neben der IAA wurden dazu gleich mehrere Umfragen vorgestellt – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Am begeisterungsfähigsten zeigten sich offenbar die vom Lobby-Verband Bitkom befragten Autofahrer. 37 Prozent von ihnen würden sich schon heute ein selbstfahrendes Auto kaufen – was auch immer das im Detail bedeuten soll. Gibt es Bedenken, dann vor allem hinsichtlich des Preises, nicht wegen eventueller individueller Sicherheitsvorbehalte. Vielmehr macht die Umfrage die positiven Seiten der Technik stark: besserer Verkehrsfluss, weniger Emissionen, weniger Unfälle. Besonders freuen dürften sich die im Bitkom versammelten Vertreter der IT-, Telco- und Softwareunternehmen über die Einsicht der Befragungsteilnehmer gefreut haben, dass für den autonomen Verkehr eine passende Infrastruktur aufgebaut werden muss. Das Geld soll aus Maut- und Steuermitteln kommen – und wohl nicht zuletzt den Mitgliedsunternehmen des Verbandes zufließen.

Nicht ganz frei von Eigeninteressen dürften auch die beiden ähnlich gelagerten Umfragen der Prüforganisationen TÜV Süd und Dekra sein. Denn irgendwer muss ja beispielsweise auch sein Siegel auf die Technik autonomer Autos und passender Infrastrukturen kleben. Trotzdem liest sich das Ergebnis der Studie jeweils weniger euphorisch als bei der Bitkom. So haben laut TÜV Süd lediglich 30 Prozent der befragten Deutschen keine Sicherheitsbedenken, wenn der Computer lenkt. 24 Prozent halten die Technik für unsicher, 18 Prozent für eher unsicher. Auch bei der Dekra ist wenig Begeisterung für voll autonome Autos zu spüren. Lediglich sieben Prozent der befragten Deutschen würden sich ein entsprechendes Fahrzeug kaufen. In den USA wären es immerhin 16 Prozent. Auch die beiden Unternehmen dürften nicht ganz unglücklich mit diesem Ergebnis sein, ist es doch ihr Job, eventuelle Unsicherheiten beim Verbraucher über Vertrauen in ihre technische Kompetenz auszuräumen.

Wer eine Umfrage macht, bekommt halt zu hören, was er mal gesagt haben will. So kann auch die Meinungsforschung nicht viel mehr Klarheit in das Thema Auto-Autonomie bringen. Zumindest gibt es aktuell offenbar erstmals einen leichten Gegenwind gegen die lange Zeit fast kritiklos betrachtete Technik. Porsche-Chef Matthias Müller sprach unlängst etwa von einem Hype um das autonome Fahren, der durch keine Realität gerechtfertigt sei. Muss er aber vielleicht auch sagen. Schließlich kann er seine Autos nur an Kunden verkaufen, denen der Spaß am Selbstfahren genug Geld wert ist.

Autor: Holger Holzer/SP-X

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Video: Erste Fahrt „im“ neuen S-Klasse Cabriolet!

Am Montag-Vormittag, noch bevor das S-Klasse Cabriolet der Welt-Öffentlichkeit präsentiert wurde, sind wir mit diesem jüngsten Luxus-Cabrio durch Frankfurt gefahren. Weil das Fahrzeug am Folgetag für die Premiere gebraucht wurde und weil die Fahrveranstaltung noch folgt, durften wir jedoch „nur“ mitfahren. Ein Mitarbeiter von Mercedes-Benz fuhr uns durch Frankfurt. 

Erste Fahrt im neuen Mercedes-Benz S-Klasse Cabriolet (A217)

455 PS als Basistriebwerk, mit dieser Form der Bescheidenheit lässt es sich gut leben. Das neue S-Cabriolet überzeugt durch größtmögliche Eleganz. Sinnliche Klarheit? Wenn dieser Begriff noch einmal aus der Schublade geholt werden darf, dann nur für dieses Automobil. Auto? Nein, der Begriff Auto ist zu profan. Automobil muss es sein. Soviel Platz und Zeit ist immer vorhanden. Vier Erwachsene reisen mit dem schön gezeichneten S-Klasse Cabriolet völlig bequem nach Nizza oder Monaco. Und zwar auch von der anderen Seite Europas aus. Wenn selbst ich, als 120 Kilo-Testklotz auf der Rücksitzbank von Sitzkomfort spreche, dann hat man wohl bei den Sitzen nicht viel falsch gemacht. (Nicht gemeckert ist genug gelobt!)

mein-auto-blog durfte diese Testfahrt vor der IAA mitmachen, weil Hr. „Dreikommanull“, der geschätzte Kollege Marc J. Christiansen für seine Moderation eben nicht abkömmlich war. Sicher, drehen hätte der Digital-Artist „Schlörbi“ auch alleine – aber zusätzlich moderieren? Keine Chance. Und damit ich nicht zu ausfällig werde und weil das Cabriolet eben viersitzig ist, kam auch noch Kollege „Edelfeder Mechthild“ mit zur „ersten Ausfahrt“ im neuen Cabriolet!

Wie sich der „Basis-Benziner“ im S-Klasse Coupé fährt, kann man im übrigen ganz frisch hier im Blog nachlesen! 

 

 

In der Zukunft fahren wir autonom. Und das ist auch gut so!

Der Mensch kann sich einfach nicht damit abfinden, dass sich ständig alles verändert. Jede Veränderung bedeutet, Neues zu lernen. Neues lernen zu müssen. Veränderungen fordern uns heraus, klauen uns unsere Komfortzonen. Veränderungen machen uns Angst. So wie damals, als die Kutsche ihre Pferde verlor, der Kutschbock-Führer arbeitslos wurde (wo war das Leistungsschutzrecht, als man es brauchte?) und fortan der Auto-Fahrer sein Fahrzeug selbst lenkte. Er wurde unabhängig, er gewann eine bis dahin nicht gekannte Autonomie. Eine Unabhängigkeit, die uns Augen und Geist öffnete.

Das Automobil darf ruhig in der langen Geschichte der Menschheit als „ganz großer Game-Changer“ angesehen werden. Eine Entwicklung, die nicht einfach nur im Sinn hatte, wozu man sie heute oft nutzt: Um damit zum Bäcker zu fahren. Autos haben uns unfassbar mobil gemacht. Wo 30 km ehemals als Strecke eines „Tages“ galten, sind 30 km heute oft einmal nicht die einfache Distanz, die wir überbrücken, um zur Arbeit zu gelangen. Die Menschen hatten Angst vor dieser Veränderung. Sie hatten auch Angst vor den Geschwindigkeiten, die fortan möglich waren. Das Auto sei eine vorübergehende Erscheinung. So sprach König Wilhelm von Preußen, der letzte dt. Kaiser. Er irrte sich. Das Auto ging nicht wieder fort. Noch nicht. Dafür hatte sich das „Ding mit dem Kaiser“ erledigt.

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Mercedes-Benz Concept IAA – Ein Auto, dessen Aerodynamik dank variabler Schürzen zu Rekordwerten führt.

Doch mit der Geschichte und dem Siegeszug des Automobils wurde klar: Das Auto hat eine Schwäche – und damit meine ich nicht die CO2-Emissionen, denn derer werden wir Herr werden. Damit meine ich den Fahrer. Denn Menschen machen Fehler. Menschen werden müde, sind unkonzentriert, schlicht: Fehler sind menschlich. Darum wurde das Auto immer weiter entwickelt. ABS, ESP, Airbag, Spurhalte-Assistenten – alles nur, um die Fehler des Menschen auszugleichen.

Schaut man sich auf Automobil-Messen um, so wie jetzt wieder auf der IAA in Frankfurt – dann wird die nächste Stufe klar. Das Auto wird autonom werden. Und es wird sich vernetzen. Mit dem Internet, mit den Dingen, mit dem Menschen. Es wird anders sein. Wie der gezeigte „Concept IAA“ von Mercedes-Benz.

Und wieder haben „die Menschen“ Angst vor dieser Veränderung. Denn wir stehen vor einer so großen Veränderung wie „damals “ – als das Pferd und der Kutscher arbeitslos wurden und wir unsere „Autonomie“ selbst in die motorisierte Hand nahmen. Schrittgeschwindigkeit, laufen, rennen, 100, 200 km/h – alles kein Problem mehr. Der Mensch kontrollierte das Tempo. Und nun soll er die Verantwortung, die Kontrolle wieder abgeben? Und zum Vorschein kommt die Angst. Der F.A.Z Autor Niklas Maak hat in der FAZ geschrieben:

Der Preis des autonomen Fahrens ist die Autonomie des Fahrers. Der paradoxe Reiz, der das Auto zu einem der erfolgreichsten Objekte der Moderne gemacht hat, lag darin, dass es die Freiheit des Aufbruchs und den Schutz der Privatsphäre zugleich versprach.

Doch an unserer Autonomie ändert sich überhaupt nichts. Dennoch lerne ich gerade: Das Auto der Zukunft wird Menschen mit Angst vor dem Fortschritt so unheimlich sein wie Zeitungslesern googles Suchmaschine-Algorithmus. Dass Autos in der Zukunft keine überheblichen, zur Selbstüberschätzung neigenden Fahrer mehr benötigen, um die tägliche Pendelstrecke zu meistern, mag Menschen, die gerne selbst die Zahnräder in der manuellen Viergang-Box ihres Porsche 901 sortieren, zutiefst verunsichern. Für den Straßenverkehr in Millionen-Metropolen werden sie aber 100 % mehr Sicherheit bringen als emotional bereits durch Stau und Sommerhitze gestresste Fahrer.

IAA 2015004 mercedes-benz concept iaa
Autonomes Fahren wird in der Zukunft normal. Wir können dennoch selbst bestimmen, welche Daten zur Nutzung sinnvoll sind. Das eine muss das andere nicht ausschließen.

Und es gibt kein Entweder-Oder. Oder gibt es keine Kutschen mehr?

Nicht autonome Autos werden in Garagen geparkt und, wenn Zeit und Lust passen, dann wird man sich hinter das Steuerrad klemmen. Man wird den Motor per Zündschlüssel starten, nicht google wird das Auto vor die Haustür fahren, nur weil eben gerade die Zeit ist, um in das Büro zu pendeln. Wir werden, wenn es uns ein Anliegen, ein Spaß ist, „alte Autos“ besitzen. Um verträumt zurück zu schauen. Wieder zu erleben, was uns, den Autofahrern, doch so viele Jahre so viel Spaß gemacht hat. Und am Montagmorgen werden wir das autonome Auto bevorzugen. Es wird die Mobilität der Zukunft noch einmal massiv verändern.

Vernetzung, so sagen es die CEOs der großen Automobilfirmen, wird die Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Werden google und Apple die ersten autonomen Autos verkaufen? Oder werden die Big Player der Industrie ihnen zuvorkommen? Klar ist – wir werden uns des sinnlosen „Staus“ entledigen. Weil es das ist, was wir Menschen tun. Wir suchen Lösungen. Wir suchen Wege. Wir fordern den Fortschritt mit Macht ein.

Und wenn es einen Markt dafür gibt, dass uns unser Auto – oder der vernetzte persönliche Assistent sagt: Wir sind zu fett, lass die Butter weg! (siehe den FAZ-Artikel) , dann werden wir das umsetzen und am Ende werden wir erkennen – es ist hilfreich.

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An der Front des Concept IAA (Intelligent Aerodynamic Automobil) leuchten LED und variable Luftleit-Elemente varieren die Aerodynamik.

Die Angst vor dem Datensammler

Autos werden hierfür Daten sammeln, wie früher nur die Banken und Telefongesellschaften. Längst alles privatisiert. Längst außer Kontrolle für Sie und mich. Bewegungsdaten haben die von uns. Was es uns hilft? Die Visionen der Automobil-Hersteller sind da anders. Auch diese Autos werden Daten sammeln. Unfassbarerweise ist aber zum Beispiel die Angst der großen Romantiker das Sammeln von banalen Daten. Daten, die man kontrollieren kann. Daten, die wir eventuell sogar gerne auf einem komfortablen Wege preisgeben. Puls? Per Fahrersitz ermittelt, im Zweifelsfall direkt an die Leitstelle, um den Blutdrucksenker per „same day delivery“ nach Hause zu schicken. Was daran ist schlecht? Wir bestellen Pizza per App. Wir fragen einen Weltfremden per Tastatur nach dem Wetter, nach den Börsenkursen. Der Nachbar? Mit dem reden wir schon lange nur noch per Facebook.

Das Feuilleton des Bildungsbürgers strotzt nur so voller romantischer Ressentiments. Es klingt nach der urigen Wahrheit. Dem Sinn unseres Automobils. Wir müssen es doch fahren. Wir müssen es doch kontrollieren. Angst vor dem Kontrollverlust. Und dabei merken Menschen wie Niklas Maak oder auch Guido Bellberg nicht, wie sie langsam erzkonservativ und protektionistisch denken und handeln. Hätten Niklas und Guido auch das Pferd und dessen Stall bevorzugt? Sie hätten nie die Freude des Schaltens, den Spaß der G-Kräfte, die lustvolle Suche nach der Ideallinie entdeckt. Sie hätten darauf beharrt, es kann nur das Pferd sein, dass uns zur Arbeit bringt. Oder in die Ferne. Und natürlich in die Zukunft.

Dabei hätten sie sich leiten lassen vor ihrer eigenen Angst – der Angst vor der Veränderung. Und hätten den großen Spaß verpasst, nur weil der eigene Bezugsrahmen zu eng war! 

 

 

 

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News: SUV auf der IAA – Millionenseller und Millionärsmodell

Fünf besonders beliebte SUV-Modelle gehen auf der IAA in die nächste Runde. Absoluter Star unter ihnen ist die zweite Auflage des Tiguan. Aber auch andere hoffnungsvolle Neulinge werben um die Gunst der unvermindert kauffreudigen SUV-Kundschaft.

VW hat den Tiguan neu gemacht
VW hat den Tiguan neu gemacht

Acht Jahre wird der Tiguan nun bereits gebaut. In nahezu jedem einzelnen Monat rangierte er auf Rang eins der Bestsellerliste seines Segments. Bei der Neuauflage gibt es also keinen Grund für große Änderungen. Wie von VW gewohnt steht Evolution statt Revolution auf dem Plan. Der steilere Kühlergrill mit breiteren Chromleisten und großem Markenlogo lassen das Kompakt-SUV selbstbewusster wirken als den vergleichsweise zierlichen Vorgänger. Das Cockpit lehnt sich nun nicht mehr direkt an den Golf an, sondern an den Touran. Technisch basiert der Tiguan auf dem Plattform-Baukasten des Konzerns, wodurch das Platzangebot wächst und das Gewicht sinkt. Auch die Motoren sind bereits aus anderen Modellen bekannt. Die Diesel decken ein Band von 85 kW/115 bis 177 kW/240 PS ab, die Benziner reichen von 92 kW/125 PS bis 162 kW/220 PS. Auf den Markt kommt das Kompakt-SUV gegen Jahresende, die Preise dürften bei rund 26.000 Euro starten.

Das SUV ist schärfer gezeichnet
Das SUV ist schärfer gezeichnet

Zu den stärksten Herausforderern des Tiguan zählt ein Duo aus Korea: Während der Hyundai Tucson zu Messebeginn bereits auf dem Markt ist, zeigt sein Schwestermodell Kia Sportage in Frankfurt erstmals sein Gesicht. Wo der Hyundai optisch auf ausgewachsene Bulligkeit setzt, kommt der Kia passend zur jugendlicheren Positionierung der Marke etwas verspielter daher. Technisch sind beide identisch, zu den Neuerungen zählen ein Doppelkupplungsgetriebe und ein neuer Turbobenziner mit 130 kW/177 PS. Allradantrieb ist gegen Aufpreis zu haben. Die Grundmodelle dürften gut 20.000 Euro kosten und wie gehabt attraktive Garantie-Konditionen bieten.

Hyundai zeigt den Tucson
Hyundai zeigt den Tucson

Doch nicht nur die Volumenhersteller kämpfen um Marktanteile, auch bei den Premiummarken verschärft sich die Konkurrenz. So steigt auf der IAA nun auch Jaguar mit dem F-Pace in das boomende Segment ein. Die Briten versprechen eine besonders sportliche Interpretation des SUV-Gedankens. Auch, um ihrer eher komfortorientierten Schwestermarke Land Rover keine Kunden abzujagen. Dynamik will Jaguar dabei vor allem durch Leichtbau erzeugen, nutzt dafür die Alu-Technik der Limousinen XE und XF. Auch beim Design orientiert sich der 4,73 Meter lange Fünftürer an den dynamischen Geschwistern – vom klassischen Geländewagenstil der Konzernschwester Land Rover ist beim F-Pace nicht zu sehen. Passend dazu will der Allradantrieb eher für Fahrdynamik als für Traktion auf losem Untergrund sorgen. Serienmäßig ist er bei den starken V6-Modellen mit 221 kW/300 PS (Diesel) und 280 kW/380 PS (Benziner) an Bord. Der auf Sparsamkeit gepolte Vierzylinderdiesel (132 kW/180 PS) fährt mit Hinterradantrieb, verbraucht dabei laut Norm nur 4,9 Liter Kraftstoff. Die Markteinführung erfolgt im Frühjahr 2016 zu Preisen ab 42.390 Euro.

Bentley zeigt den Bentayga
Bentley zeigt den Bentayga

Hat schon Jaguar lange mit dem Bau eines SUV gerungen, dürfte es den eine Klasse aristokratischeren Landsmännern von Bentley noch schwerer gefallen sein, sich in die Niederungen des Matschauto-Trends zu begeben. Mit dem Bentayga will die VW-Tochter nun zumindest das edelste SUV der Welt gebaut haben. Ein Zwölfzylindermotor, der handgearbeitete Innenraum und Preise jenseits der 200.000 Euro übertünchen dann auch ganz wirkungsvoll, dass es sich im Kern um eine aufgemöbelte Version des Audi Q7 handelt. Die Kundschaft zumindest greift gerne zu. Die erste Jahresproduktion von 4.000 Fahrzeugen ist bereits verkauft.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Smart – E-Modelle kommen 2016

Die elektrisch angetriebenen Varianten der Smart-Modelle kommen Ende 2016 auf den Markt. Das erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA. Neben dem zweisitzigen Smart und seinem Cabrio-Pendant wird erstmals auch der Smart Forfour mit einem E-Motor versehen. Der Stromantrieb stammt vom Kooperationspartner Renault Nissan. Smart verwendet den Motor des Renault Zoe mit 65 kW/88 PS. Die Produktion des bisherigen Smart Electric Drive wurde kürzlich eingestellt. Er basierte noch auf der Vorgängerplattform.

Autor: Holger Holzer/SP-X

IAA 2015 – Das Mazda SUV-Concept Koeru

Sie gehören zu den kleinsten Automobil-Herstellern der Welt und sind dennoch enorm innovationsstark. Und konsequent auf dem ganz eigenen Weg unterwegs. Vermutlich gehören genau diese Konsequenz und die Innovationsfreude zu den Erfolgrezepten der Marke. Mazda präsentiert auf der IAA neben dem neuen MX-5 auch eine sehr attraktive Konzept-Studie, allerdings ist diese Studie auf den ersten Blick so realistisch, man muss kaum darüber nachdenken, ob diese nicht bald in Serie gehen könnte.

IAA 2015: Mazda Koeru-Konzept

Trotz der vier Türen könnte der Koeru der Ausblick auf eine CX-5 Variante nach dem Vorbild vom Mercedes GLC Coupé und BMW X4 sein. Ob man bei Mazda dann am Namen CX-5 bleibt oder eine Nummer verschiebt – derzeit kann oder will niemand diese Frage beantworten. Klar ist: Der Radstand der Studie ist ebenso lang wie beim CX-5, dafür ist der Koeru jedoch flacher, klar, aber auch breiter. Wobei das vor allen bei den Konzepten eh gemeinhin üblich ist.  Das sorgt für eine extrem bullige Optik. Das schnittige Heck und die gelungene Front könnten so jedoch direkt in die Serie gehen. Da ist kaum ein Takt zuviel Zukunfts-Musik versteckt.

Ganz privat gesprochen: Dieser SUV sieht so gut aus, den will ich sofort auf der Straße sehen! Da sind BMW X4 und Mercedes GLC Coupé doch ganz lahme Enten…

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IAA 2015: Der neue Renault Mégane

Auch die Hersteller-Allianz aus Renault und Nissan besitzt einen modularen Baukasten für die neuesten Automobil-Generationen. Auf Basis des CMF-Baukasten,auf dem auch der neue Espace und Autos wie der neue Nissan Qashqai und Nissan X-Trail basieren, präsentiert Renault nun den neuen Renault Mégane.

IAA 2015: Der neue Renault Mégane

Flacher, aber länger, breiter und mit mehr Innenraum für Mitfahrer und Gepäck. Das Prinzip für den neuen Mégane ist simpel, aber wirkungsvoll. Die neue Plattform ermöglicht ein moderates Wachstum und trotz weniger Bauhöhe bekommen die Insassen mehr Raum im Innenraum.

Technik-Feuerwerk

Ab 2017 will Renault einen Diesel-Hybriden im Megane anbieten, bereits zuvor gibt es das größte Display in dieser Klasse, direkt in der Mittelkonsole. Erinnert ein wenig an den US-Tesla. Aus den größeren Modellen kommend, spendiert Renault dem Megane eine Hinterachslenkung, die sowohl mehr Sicherheit als auch mehr Handlichkeit versprechen soll. LED-Scheinwerfer sind Standard und ein Head-Up Display gehört auch zum machbaren Umfang für den neuen Franzosen-Golf.

Fünf Diesel, vier Benziner – alle mit Turbolader!

Die 110 PS-Dieselversion ist die bescheidene Variante. Mit nur 3.3 Litern im NEFZ auf 100 km soll sie dem Renault Megane zur neuen Bescheidenheit verhelfen. Darüber und darunter rangieren Motoren von 90 bis 205 PS. Das Top-Modell ist der GT, erst einmal, er verfügt dann auch über den 205 PS starken Turbo-Benziner.

Wir sagen: Eine Top-Neuheit von der IAA 2015!

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News: 3 Fragen an Matthias Müller – Vorstandsvorsitzender der Porsche AG

500 Kilometer Reichweite – einmal vollladen in 15 Minuten. Mit dem Mission E weckt Porsche Hoffnungen auf eine komfortablere E-Mobilität. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller.

Der Mission E ist einer der Messe-Stars. Was hat Porsche zum Umdenken hin zum reinen batterieelektrischem Fahrzeug (BEV) bewogen?

Wir haben nicht um- sondern konsequent weitergedacht. Mit dem Panamera E-Hybrid, dem Cayenne E-Hybrid und dem 918 Spyder hat Porsche als einziger Premium-Hersteller gleich drei Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb auf den Markt gebracht. Und für die nächsten Jahre werden fortschrittliche Plug-in-Hybridsysteme die beste Synthese zwischen Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit bleiben. Mit reinen E-Fahrzeugen ließ sich das bisher noch nicht realisieren. Inzwischen steht die Batterie-Technologie allerdings vor einem großen Entwicklungssprung, was Reichweite und Ladedauer betrifft. Auf Basis dieser neuen Technologie haben wir das Konzept Mission E entwickelt – einen Sportwagen mit reinem Elektroantrieb, der die hohen Ansprüche, die an die Marke Porsche gestellt werden, komplett erfüllt.

Porsche-Chef Matthias Müller
Porsche-Chef Matthias Müller

Wann können wir mit einer Serienfertigung des Mission E rechnen?

Bis sämtliche technologischen Innovationen, die wir in Mission E einsetzen, serienreif sind sowie in ausreichender Stückzahl und zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stehen, werden noch ein paar Jahre vergehen. Ende des Jahrzehnts könnte es vielleicht soweit sein – vorausgesetzt, dass bis dahin auch die Rahmenbedingungen für einen alltagstauglichen Betrieb von E-Fahrzeugen stimmen.

Wer bezahlt die künftigen Ladestationen und was erwarten Sie von der Politik?

Zunächst einmal zahlen die künftigen Betreiber für Ladestationen. Sie wollen ja damit ein Geschäftsmodell aufbauen. Doch ohne eine staatliche Anschubfinanzierung wird es keine moderne Infrastruktur geben. Denn um kostendeckend mit Ladestationen arbeiten zu können, muss erst einmal eine kritische Masse an Elektrofahrzeugen auf unseren Straßen fahren. Wir brauchen aber klare politische Unterstützung, damit sich die Elektromobilität breit durchsetzen kann. Das gilt für die Anschubfinanzierung ebenso wie für den Aufbau der Netzinfrastruktur – etwa durch die Bereitstellung von Grundstücksflächen an den Autobahnrastplätzen, die sich in Bundesbesitz befinden.

Autor: Günter Weigel/SP-X

News: Borgward – Die Antwort auf eine nicht gestellte Frage

Es hat einige Zeit gedauert, bis Borgward mit einem ersten realen Fahrzeug aufwartet. Auf der Frühjahrsmesse in Genf ließ man es noch bei einem Modell aus alter Zeit und einem riesigen Logo bewenden, was von einigen Besuchern durchaus als etwas arg dick aufgetragen empfunden wurde. Auf der aktuellen IAA (bis 27. September) ist es nun soweit: Das Unternehmen mit Zentrale in Stuttgart präsentiert in Frankfurt das erste Modell, ein SUV der Mittelklasse mit Namen BX 7.

Damit ist der Fünftürer immerhin schon mal knapp 10 Zentimeter länger als ein Audi Q5. Der große Borgward-Schriftzug im Heck und der sehr ausgeprägte, fast schon mächtige Kühlergrill zeigt, wohin die Reise mit diesem Fahrzeug geht: nämlich nach Asien und speziell nach China, wo man so etwas für Status hält. Das passt, immerhin wird der optisch im Heckbereich an den Porsche Macan erinnernde BX 7 ja auch in China produziert. Was nichts heißen soll, das Messefahrzeug wirkt durchaus hochwertig und gut verarbeitet, setzt aber andererseits auch keine extraordinären Maßstäbe, für die Borgward bis 1961 stand.

Das Heck erinnert ein wenig an den Porsche Macan
Das Heck erinnert ein wenig an den Porsche Macan

Und genau dies könnte ein Problem für das neue Unternehmen werden. In Europa ist Borgward wahrscheinlich nur älteren Autofahrern und ausgesprochenen Fans der Marke bekannt. Hier hat man auf ein chinesisches SUV mit verblasstem deutschen Markennamen, dafür mit personeller deutscher Ingenieurs- und Design-Unterstützung, wohl kaum gewartet. Und ob umgekehrt der Name Borgward in China größere Käufergruppen faszinieren wird, darf – entgegen optimistischer Aussagen der Unternehmensführung – zumindest bezweifelt werden. Doch genau dort müssten sich die Fahrzeuge vor allem verkaufen, nicht zuletzt deshalb hat der Anteilseigner Foton, ein zum chinesischen BAIC-Konzern gehörender Nutzfahrzeug-Hersteller, ja schließlich das Geld für die Investitionen bereit gestellt.

Warum dann der Markenname unbedingt Borgward sein muss, erschließt sich daraus nicht. Wäre man mit jedem anderen Namen nicht genauso gut (oder genauso schlecht) gefahren? Die Zukunft wird zeigen, ob das Konzept aufgeht. Bislang wirkt der Auftritt der Marke wie die Antwort auf eine nie gestellte Frage.

A Peter Eck/SP-Xutor:

IAA 2015 – Die Honda Studie: Project 2×4

Ein Konzeptfahrzeug kaum größer als ein Kart. Mit rund 400 Kilogramm gehört der von HONDA präsentierte „Project 2×4“ zu den extremen Konzeptfahrzeugen der IAA 2015. Um den Namen zu vervollständigen muss man nach dem Project 2×4 noch ein „powered by RC213V“ anfügen und dann versteht der Kenner auch sofort, worum es bei dem Konzept geht! Zweirad-Spaß auf vier Rädern. 

IAA2015: Project 2×4 powered by RC213V

Kein SUV, kein Allrad, kein Komfort. Nur Fahrspaß. Wer sich den martialischen Einsitzer anschaut, der findet einen V4-Motor aus dem MotoGP-Renner von Dani Pedrosa. Mit 215 PS bei 13.000 Umdrehungen erinnert das Triebwerk auch an die glorreichen V12-Triebwerke der Formel-Zeit. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll die Kraft an die Hinterachse portionieren.

Das dieses Konzeptfahrzeug jemals Serienreife erlangt, darf – so betrüblich das ist – als unwahrscheinlich eingestuft werden. Die MotoGP-Motoren halten kaum mehr als 2.000 Kilometer, der Fahrspaß auf der Landstraße wäre zwar ein riesengroßer, aber auch ein Kostenintensiver.

Wer in den kommenden Tagen die IAA in Frankfurt besucht, sollte sich dennoch den HONDA-Stand auf den Merkzettel notieren. Bei dem ganzen Drang zu Downsizing, Euro-NCAP-Ergebnissen und NEFZ-Normverbräuchen, lässt uns dieses Konzept vom Fahrspaß träumen.

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IAA 2015: Der neue Mitsubishi Outlander

Mit dem Modelljahr 2016 präsentiert Mitsubishi Motors die Modellpflege des Mitsubishi Outlanders. Wir auf mein-auto-blog fahren seit 11 Monaten einen Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Dauertest und werden in absehbarer Zeit das Nachfolger-Modell in den Test übernehmen.

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Optisch das der 2016er Outlander gut zu erkennen. Boomerangförmige Chromspangen, eine dynamischere Front und ganz allgemein – ein deutlich dynamischeres Gesicht – prägt die Optik des 2016er Modells. Doch Design ist nicht alles. Bei Mitsubhsi spricht man von mehr als 100 Änderungen. Teilweise versteckt in den Details, teilweise so leicht zu erkennen wie die neue Front.  Der schon bald in den Test kommende Outlander PHEV wird sich zudem noch ein wenig mehr vom „Normalen“ Outlander abheben und damit seine Ausnahme-Stellung auch optisch besser dokumentieren.

Für die Mitsubishi PHEV ab Modelljahr 2016 gibt der Hersteller zudem nun 8 Jahre Garantie auf den 12.1 kWh großen Akku.

100 Veränderungen? Wir freuen uns darauf, die Details im Dauertest herauszufinden! 

 

 

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News: Citroen Cactus M – Eine echte Persönlichkeit

So geht französische Leichtigkeit. Der derzeit auf der IAA (bis 27. September) von Citroen gezeigte quietschbunte Cactus M ist zwar nur ein Konzept-Car, dafür aber von ansteckender Fröhlichkeit. Er basiert auf dem ohnehin schon originellen Crossover C4 Cactus, der für den forcierten Freizeiteinsatz noch einige Zentimeter höher gelegt und an Front und Heck leicht verändert wurde. Ein Dach ist nicht nötig: Die Sitzbezüge sind aus wasserabweisendem Neopren, im Fahrzeugboden sind Abflüsse.

Inspiriert ist das Frischluft-Fahrzeug vom legendären Strandauto Citroen Méhari, das die Studie auch mit den geriffelten Türen und dem „M“ im Namen zitiert. Für den Méhari wiederum diente Mitte der 60er-Jahre der 2 CV („Ente“) als Basis – als dessen moderner Wiedergänger wiederum der Cactus gilt.

Bei so viel positiver Aufladung durch die Anlehnung an Kult-Modelle muss der Cactus M mehr sein als nur eine spaßige Fingerübung der Citroen-Designer. Das gibt Design-Direktor Alexandre Malval auch unumwunden zu: „Der Cactus M spiegelt die Positionierung von Citroen genau wieder: entspannt, freundlich, freigeistig, bunt, freudig, ungezwungen.“ Eine Serienfertigung des Cactus-Cabrios stehe aber nicht zur Debatte, vielmehr solle das Konzept zeigen, wie Citroens der Zukunft aussehen. „Die Autoindustrie ist in den letzten Jahrzehnten sehr konservativ geworden“, meint Malval. „Es gibt aber mittlerweile viele Menschen, die etwas anderes erwarten. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen. Wir wollen anders sein.“

Eine Abgrenzung ist nötig, auch zu den anderen Marken im PSA-Konzern, also zu Peugeot und DS. Letztere soll nicht mehr Citroen-Submarke sein, sondern als eigenständige Premium-Marke etabliert werden. Im Vergleich des Crossovers Cactus mit dem DS5 sieht man laut Maval beispielsweise schon deutliche Unterschiede: „Der Cactus ist sehr soft, überhaupt nicht aggressiv, sondern cool.“ DS habe dagegen ein sportliches, maskulines, traditionelleres Design, so der Designer. „Wir werden von Autos wie 2CV, Mehari, GS oder CX inspiriert“, DS führe andere Aspekte aus der Markenhistorie weiter.


Auch wenn der Cactus sich als Sympathieträger bei den Kunden entpuppt hat, kleinere und größere „Cactusse“ soll es in Zukunft nicht geben. „Wir wollen nicht – wie andere – Fahrzeug-Design machen, das wie diese russischen Puppen (Matrjoschka, Anm. d. Red.) funktioniert, so dass die Menschen die einzelnen Fahrzeuge von weitem gar nicht auseinander halten können“, verspricht Maval. „Jedes Auto sollte seine eigene Persönlichkeit haben.“

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Lexus RX – Bissiger, aber sparsamer

Langweiliges Styling kann man Lexus längst nicht mehr vorwerfen. Auch der nun auf der IAA in Frankfurt (bis 27. September) vorgestellte RX zeigt scharfe Kanten und trägt dazu den womöglich größten Kühlergrill aller Messe-Debütanten. Deutlich zurückhaltender ist das Luxus-SUV beim Spritverbrauch: Neben der bekannten Hybridtechnik sorgt diesmal auch ein Turbo für Sparsamkeit. Auf den Markt kommt der RX Ende Januar.

Ende Januar kommt das große SUV nach Deutschland
Ende Januar kommt das große SUV nach Deutschland

Mit bislang rund 2,1 Millionen weltweit verkauften Modellen ist der RX mit Abstand das erfolgreichste Modell in der Palette der japanischen Marke. Das dürfte nicht zuletzt an seinem Hybridantrieb liegen – lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal in seiner Klasse und vor allem in den USA ein beliebtes Kaufargument. Auch die neueste Auflage setzt wieder auf die Sprit sparende Verbindung von Otto- und Elektromotor. Ein V6-Benziner und zwei E-Triebwerke entwickeln im RX 450h gemeinsam 230 kW/313 PS, benötigen laut Hersteller jedoch nur 5,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Alternativ gibt es wie schon im Kompakt-SUV Lexus NX den neuen Turbobenziner der Marke. Der erste aufgeladene Benziner der Lexus-Geschichte schöpft im RX aus zwei Litern Hubraum 175 kW/238 PS uns ist mit einem Normverbrauch von 7,9 Litern deutlich sparsamer als der zuvor in Deutschland eingesetzte Sechszylinderbenziner. Noch 0,1 Liter genügsamer ist die Variante mit Frontantrieb. Der V6-Benziner des Vorgängers lag noch bei 10,7 Litern.

Auf Wunsch gibt es einen Hybridantrieb
Auf Wunsch gibt es einen Hybridantrieb

Optisch setzt der RX wie schon sein kleiner Bruder NX auf Dynamik. Die Front prägt der typische Diablo-Kühlergrill (benannt nach dem Jonglage-Spielzeug mit ähnlicher Silhouette), der hier größer ausfällt als in jedem anderen Modell der Marke. Flankiert wird er von zwei markanten, L-förmigen LED-Scheinwerfern und kraftvollen Radhäusern. Als gestalterischen Gag finden sich in den C-Säulen schwarze Einlagen, die das Dach gemeinsam mit den getönten Scheiben scheinbar schweben lassen. Wiedererkennungswert haben auch die L-förmigen Rückleuchten, die ein quer über die gesamte Heckklappe verlaufendes Band bilden. Luxuriös geht es im Innenraum zu, vor allem, was das noch einmal gewachsene Platzangebot im Fond angeht. Für Wohlbefinden soll auch die umfassende Sicherheitsausstattung sorgen. Hervorzuheben ist das Lexus Safety System+, das zahlreiche Systeme wie einen Fernlichtassistenten, das Pre-Crash-Safety-System und einen Spurwechselwarner umfasst. Die elektronischen Helfer können dabei auf eine umfassende Sensorik mit Kamera und Mikrowellenradar zurückgreifen. Dazu kommt ein Rundum-Airbags-Schutz.

Innen gibt es Holz und Leder
Innen gibt es Holz und Leder

Preise für den RX nennt Lexus noch nicht. Wie bei seinen Hauptkonkurrenten Mercedes GLE (früher M-Klasse), BMW X5 und Audi Q7 werden aber wohl kaum weniger als 50.000 Euro fällig werden.

Autor: Holger Holzer/SP-X

IAA 2015: Der Preis für den schlechtesten Messebau geht an?

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AUDI!

Herzlichen Glückwunsch zum schlechtesten & dümmsten Messebau auf der IAA 2015.

Man muss sich das vorstellen: Der ganze Volkswagen-Konzern ist mittlerweile so groß, dass die Halle 3 mit ihren rund 8.500 m² nicht mehr ausreicht, um alle Marken zu integrieren. Eventuell will man bei Audi aber auch einfach nicht in die Halle „mit Mutti“. Also baut man davor eine ganz eigene Halle auf. Auch in diesem Jahr wurde die „Agora-Freifläche“ von Audi in eine Halle der Superlative verwandelt. Ein eigener „Eis-Kanal“ zu Beginn soll die Besucher – ja, was? – was soll dieser Eisraum eigentlich? Zuerst fährt man 50 Meter per Rolltreppen in die Höhe, gefühlt im dritten Stock beginnt das Spektakel. Der „Eisraum“ markiert den Anfang, dann ein Flur mit Asphalt ähnlichem Boden und Puff ähnlicher Beleuchtung. Dazu Motorenlärm vom Band. Synthetisch. An der Wand, ich glaube es war Motorsport..und dann fällt man eine Treppe hinunter in den unerwartet kleinen Ausstellungsraum. Ja – klein. So klein, dass man selbst an den Presse-Tagen weder Autos noch Mitarbeiter von Audi (Hostessen) sehen konnte. Nur eine wabernde Menge. Dazwischen Blech-Ecke, Blech-Kanten. Wer den Mut hatte und keine Kontakt-Angst, der ließ sich in der Menge treiben. Die Derivate waren kaum zu finden.

Unbeantwortet die Frage, welchen Sinn der Eisklotz am Anfang hatte. Hier unten, das Showcar (e-tron quattro concept) versteckte sich in einer Ecke, davor Menschen, so konnte man das Fahrzeug schnell übersehen. Eventuell war das auch der Sinn.

Selbst für mich als Auto-Blogger wurde es schwierig, zwischen den Menschen die Neuheiten zu entdecken. War das der neue A4? Ist das der S4? Der A6, der ist älter – und der Q7? Ach ja, der Q3 hatte vor kurzen ein Facelift. Es wird einem schwindelig. Zu anstrengend die Suche nach der Neuheit. Zu fordernd die Menschenmengen. (Ellbogen-Check vom AutoBild-Redakteur, klar – der braucht sich alleine vor dem Auto für seine Sitzprobe. Lächerlich, aber das nur am Rande … )

Unfassbare 20-80 Millionen geben die großen Hersteller für die IAA aus. Unfassbar, wie man dabei eine so unsinnige Lösung entwickeln kann. Der Eis-Raum dürfte derartig viel Kühlung verlangen, dass man die CO2-Einsparung aller E-Tron mit nur zwei Messe-Tagen aufgebraucht hat. Natürlich braucht es „eine Show“. Es braucht aber auch Platz. Die Autos stehen im Mittelpunkt, nicht der Messebau. Nicht das: „wir können Rolltreppen“ und Laufhaus-Gänge, nein – es geht um Autos!

Herzlichen Glückwunsch für den schlechtesten Messebau in 2015! 

 

 

 

P.S.: Die Hostessen und Hosts waren jedoch die Besten der gesamten Messe! Humorvoll, vor allem! 

P.P.S.: Ja, die Halle sieht richtig gut aus. Aber das ist ja nicht die Kritik. Die Kritik ist: Sie sieht NUR gut aus. Den Zweck erfüllt sie erbärmlich..

IAA 2015 – Die Schönheiten der Messe

Kein Apfelstrudel ohne Vanillesauce, keine Muffins ohne Blaubeeren, keine Waffeln ohne Sahne. Und eben keine Automobil-Messe ohne die Schönheiten der Messe. Es sind die Damen, die auch das hässlichste Entlein (Auto/Konzept) in das richtige Licht rücken. Die Damen, die man manchmal um ihre Telefonnummer fragt (schaut auf unserer FB-Seite nach dem Video) und die Damen, ohne die eine Automobilmesse anscheinend nicht auskommt. Wobei viele Automobil-Hersteller mittlerweile auch eine ganze Menge an „Hosts“ zu den Autos stellen.

IAA 2015 – Die Schönheiten der Messe

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News: 3 Fragen an Alexandre Malval – Design-Direktor von Citroen

Citroen zeigt mit dem Cactus M auf der IAA (bis 27. September) in Frankfurt ein sympathisches Cabrio in quietschbunter Surfer-Optik mit Details wie wasserfesten Sitzbezügen. Das geht zwar nicht in Serie, zeigt aber laut Design-Direktor Alexandre Malval wohin die Reise geht.

Ein Cactus-Cabrio! Ist das etwas, auf das wir auch in der Serie hoffen dürfen?

Als Designer fände ich es toll und es würde auch gut zur Marke passen. Der Cactus M spiegelt die Positionierung von Citroen genau wieder: entspannt, freundlich, freigeistig, bunt, freudig, ungezwungen. Die Autoindustrie ist in den letzten Jahrzehnten sehr konservativ geworden. Es gibt aber mittlerweile viele Menschen, die etwas anderes erwarten. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen, wir wollen anders sein. Der Cactus M ist kein Serienauto – wir haben derzeit andere Prioritäten – aber der Geist dieser Studie wird sich in unseren neuen Autos widerspiegeln.

DS ist nun eine eigenständige Marke, umso wichtiger ist, dass sich die Citroens abheben. Wie soll das aussehen?

Wenn Sie beispielsweise den Cactus mit dem DS5 vergleichen, dann sehen Sie: Der Cactus ist sehr soft, die Proportionen sind relativ ausgeglichen, er ist überhaupt nicht aggressiv, er ist cool. Der Gesamteindruck ist sympathischer, gleichzeitig hat das Design einen hohen Wiedererkennungswert. Beim Interieur geht es uns nicht darum: Wie viel mehr Equipment kann ich noch in das Auto packen, sondern darum, was für den Kunden wirklich zählt. DS bietet mehr Equipment, das Design ist ein Ausdruck von Sportlichkeit, Maskulinität, Kraft – und damit ist es auch traditioneller. Wir sind diejenigen, die von Autos wie 2CV, Mehari, GS oder CX inspiriert werden. DS führt andere Aspekte aus der Markenhistorie weiter.

Wie werden also die künftigen Citroens aussehen?

Wir wollen nicht – wie andere – Fahrzeug-Design machen, das wie diese russischen Puppen (Matrjoschka, Anm. d. Red.) funktioniert, so dass die Menschen die einzelnen Fahrzeuge von weitem gar nicht auseinander halten können. Wir glauben, dass es etwas wie gemeinsames Blut gibt, aber jedes Auto seine eigene Persönlichkeit haben sollte. Da gilt es die Balance zu halten. Das Mainstream-Design, das derzeit alle machen, zum Beispiel mit einer aggressiven Front und großem Auspuffrohr ist wie als wenn ein Koch auf jeden Teller die gleiche Soße gibt. Ich sage nicht, dass es schlechtes Design ist, es passt sehr gut zu anderen Marken, aber wir wollen ein Kontrast sein.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X