News: Alternative Antriebe – Es geht nur langsam voran

In den vergangenen Jahren gab es kaum eine Messe, auf der alternative Antriebe nicht im Mittelpunkt standen. Zwar hat die fast ausschließliche Ausrichtung auf grüne Techniken, die wir zur Dekadenwende erlebten, inzwischen nachgelassen und die Hersteller bieten auch wieder potenten Verbrennern und verbrauchsstarken Supersportlern eine Bühne. Das heißt aber nicht, dass die Bemühungen um den Umweltschutz nachgelassen haben. Vielmehr gehören sie inzwischen zum Kanon eines jeden Automobilbauers und die alternativ angetriebenen Modelle mischen sich selbstbewusst unter ihre konventionellen Geschwister. Wir haben nachgespürt, was es schon gibt, was bald kommen wird und auf was wir noch warten müssen.

Porsche ist auf elektrischer Mission unterwegs
Porsche ist auf elektrischer Mission unterwegs

In Sachen Elektroautos sind die Verhältnisse (noch) klar geregelt, doch wollen sich die deutschen Hersteller nicht länger von Tesla vorführen lassen und holen mit vielversprechenden Studien zum Gegenschlag aus. 500 Kilometer Reichweite bei sportlicher Fahrweise und nur 15 Minuten an die Steckdose, das verspricht Porsche mit dem Mission E; Audis Studie E-Tron Quattro hat eine ähnliche Reichweite, braucht aber 30 Minuten zum Fast-voll-Tanken. Wenn das die Zukunft ist, sieht sie sehr rosig aus.

Doch aktuell treten die Autobauer ein wenig auf der Stelle, nach BMWs i3 gab es keine nennenswerte Neuerscheinung mehr. Das Problem: Modelle wie der Münchner Stromer reizen das derzeit an Reichweite Machbare nahezu komplett aus, und die ist und bleibt nach wie vor die harte Währung der E-Mobilität; vor allem in Zeiten eines immer noch lückenhaften Steckdosennetzes. Einen Quantensprung brächten neue Batterien, doch bis etwa die vielversprechende Lithium-Polymer-Technik serienreif ist, dürften noch vier, fünf Jahre ins Land ziehen. Dann erst werden im großen Stil all die aufregenden Studien als neue Serien-E-Mobile lautlos auf uns zurollen.

Toyota setzt mit dem Mirai auf Wasserstoff
Toyota setzt mit dem Mirai auf Wasserstoff

Ganz anders sieht es bei den Hybriden aus. Plug-in heißt das Stichwort, das auf der IAA in aller Munde ist – und in naher Zukunft auch in vielen Modellen. Die Technik ist kein Hexenwerk mehr, sie ist erprobt und bezahlbar; je nach Akkugröße schaffen die PHEV genannten Halb-Stromer etwas mehr oder weniger als 50 rein elektrische Kilometer. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Experten sind sich einig, dass diese Reichweite für die meisten alltäglichen Fahrten genügt und ein größerer Stromspeicher nur zu mehr Ballast führen würde, den der Verbrenner auf längeren Strecken verbrauchssteigernd mitschleppen müsste. Die neuesten Vertreter dieser Gattung sind unter anderem der VW Tiguan GTE, der mit bekannter Konzerntechnik elektrifiziert wurde und der die BMW-Modelle 2er Active Tourer, 3er und 7er, die alle schon in wenigen Monaten auf den Markt kommen werden. Aber auch die klassischen Hybride, ohne Steckdosenanschluss, sind noch gefragt: Toyota schickt ab 2016 den neuen Prius zunächst als sogenannten Vollhybrid ins Rennen, der mit 3,1 Litern Sprit auskommen soll – gut ein Liter mehr als die Plug-in-Modelle.

VW verpasst den Tiguan einen GTE-Hybridantrieb
VW verpasst den Tiguan einen GTE-Hybridantrieb

Ziemlich ruhig geworden ist es um das Thema Wasserstoff: Zwar pendeln auf dem weitläufigen Messegelände einige Toyota Mirai und Hyundai ix35 mit Brennstoffzellen-Antrieb als Shuttlefahrzeuge lautlos zwischen den Hallen, doch stellt kein Hersteller die Technik mehr prominent in den Fokus. Zuletzt hat Audi vor gut einem Jahr in Los Angeles mit dem H7 H-Tron Quattro gezeigt, dass man die Technik beherrscht; sogar die Kombination aus Brennstoffzelle und Plug-in-Hybrid. Doch die Studie in die Serie umzusetzen stand nie ernsthaft im Raum. Zu groß ist derzeit noch die Infrastruktur-Hürde; nicht einmal eine Handvoll Tankstellen gibt es in Deutschland, an denen der Wasserstoff bezogen werden könnte. Immerhin: 2016 will nach Hyundai und Toyota auch Honda den Schritt wagen, und den Clarity FCV, zunächst in Japan und den USA, vielleicht aber auch in Europa auf den Weg bringen. Vollgetankt dürfen dann immerhin zu 480 Kilometer zwischen den Zapfsäulen liegen.

Toyota schickt den Prius ins Rennen
Toyota schickt den Prius ins Rennen

Deutlich einfacher zu beschaffen ist da ein anderer, alternativer Treibstoff: Erdgas. Immer wieder wird der fossile Energiespeicher als Alternative zu Benzin und Diesel ins Spiel gebracht, sind doch die in der Erde schlummernden Gas-Reserven deutlich größer als die Erdöl-Vorräte. Klar ist aber auch, dass dies nur eine Lösung auf Zeit sein kann. Dennoch finden auch die großen Hersteller gefallen dran: Audi zum Beispiel wird den kürzlich vorgestellten A4 bald um eine CNG-Variante erweitern, die sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel entlasten soll.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

IAA 2015: Das Highlight in der Blogger-Welt?

Alle zwei Jahre knallen in Frankfurt die Türen. Auf der größten Automobilmesse der Welt geben sich erst einmal die Journalisten die Klinke in die Hand und dann bis zu 900.000 Besucher. Und das die Messe in Frankfurt so beliebt ist, das hat einen Grund. Auf keiner anderen Automobilmesse stehen mehr Hersteller, werden mehr Autos gezeigt oder mehr Neuheiten präsentiert. Frankfurt ist das Mekka der Automobilmessen. Auch 2015!

Eine Gruppe von Blogs und Online-Webseiten hat sich dazu entschlossen, 2015 die jeweils ganz persönlichen Highlights zu präsentieren. Hier kommt das IAA-Highlight von mein-auto-blog in 2015:

IAA-Highlight 2015: Der neue Opel Astra Tourer

Glückwunsch! Sieht gut aus! 

Dass man bei Opel den neuen Astra auf der IAA präsentieren würde, das war klar. Dass man gleich noch die „Kombi-Version“, bei den Rüsselsheimern „Tourer“ getauft, nachschiebt, kam für mich überraschend. Der erste „Walk around“ am neuen Astra vor ein paar Wochen war interessant. Der neue Opel Astra wirkte überzeugend. Und auch wenn die „Kompaktwagenklasse“, die so gerne als „Golfklasse“ betitelt wird, erst einmal vom Steilheck lebt, wir in Europa fahren dennoch gerne den „Kombi“. Und in Deutschland ist der „Kombi, Tourer, Avant“ eben noch immer besonders beliebt. Umso wichtiger also das jeweilige Derivat in dieser Fahrzeugklasse. Und was Opel da präsentiert, ja, es sieht so richtig gut aus!

Opel Astra Tourer – Weltpremiere und IAA-Highlight 2015

Natürlich stehen in Frankfurt Dutzende von Neuheiten. Eine oftmals schöner als die andere. Autos, die man selbst nie fahren wird. Autos, unerreichbar teuer. Träume für normal Sterbliche und viele tolle Konzepte, die es aber ebenso nie auf die Straße bringen werden. Das mein-auto-blog Highlight der IAA 2015 sollte etwas bodenständiger sein. Ein Auto für „dich & mich“ – ein Auto, das man sich leisten kann. Die Wahl konnte nach der Premiere des Opel Astra Tourer daher nur auf diesen Kombi fallen!

Gut schaut er aus! 

Während der Astra Tourer mir vor allem optisch extrem gut gefällt. Wobei es die Rückseite ist, die wirklich gelungen ist. Will Opel den Tourer auch durch seine Talente überzeugen lassen? Weniger Leergewicht (-200 kg!!!) und dennoch mehr Platz und das, obwohl der Astra Tourer so groß geblieben ist wie sein Vorgänger. Mit einer Länge von 4.70 Metern und einer Breite von 1.81 Metern ist man im Rüsselsheimer gerade noch so in der „Wohlfühl-Größe“ unterwegs. Immerhin will man den Kombi ja auch in der Stadt parken.

Einkaufstouren sollen dank dem auf bis zu 1.630 Liter (+ 40 Liter) ausgedehnten Stauraum effektiver ausfallen und wer die Rücksitze nur teilweise umklappt, der wird sich über die 40-20-40 Teilung freuen.

Damit der Pampersbomber auch Papa so richtig Spaß macht, wird Opel Motoren mit bis zu 200 PS für den Astra Tourer anbieten. Die ganze Leistungsspanne verläuft von 95 bis 200 PS.

Das IAA-Highlight von mein-auto-blog ist dieses Mal so richtig vernünftig!  

Und was sagen die Kollegen?

Mal schauen, was die Kollegen als „Highlight“ auserkoren haben. Da wäre Jens Stratmann von rad-ab.com. Sein Highlight ist das S-Klasse Cabrio. Nun – damit könnte ich auch leben, aber ganz unter uns, vermutlich ist der Astra Tourer finanziell für uns alle deutlich erschwinglicher! Oder Kai Domröse von mein-elektroauto.com, Für ihn ist es die (nach meiner Meinung) optisch stinklangweilige Audi Studie XQ6, auch als e-Tron-Concept bekannt. Ein Coupé-SUV, das man bei Audi als reines E-Fahrzeug präsentieren will. Nun denn. Hauptsache, deren Designer kommt endlich in die Pötte! Der Energie-Blogger Daniel Bönnighausen hat auf autophorie das Peugeot Fractal Concept zu seinem IAA-Highlight erklärt. Das musste ich selbst erst einmal googlen. Nun, die AutoBild hat bereits eine Sitzprobe hingelegt – ich selbst empfinde diese Studie als Luftnummer. Bei Peugeot/Citroen hat man ganz andere Probleme. Ein Showcar mit mehr Sound als Inhalt ist da imho der falsche Weg. Bei Lisa von hyyperlic steht gleich eine ganze Halle im Highlight fest. Lisa ist von der „New Mobility World“ begeistert. Auf der „New Mobility World“ dreht sich alles um die Themen: „Connected Car, Automated Driving, E-Mobility, Urban Mobility und Mobility Services“ und damit um die Zukunft des Automobils. Ich gestehe, beim Nachdenken habe ich an diese Themen-Welt nicht gedacht. Aber Lisa liegt da ganz richtig – „New Mobility World“ ist ein spannendes Thema! Matthias Luft von motoreport hat da wieder eher so gedacht wie ich. Sein IAA-Highlight 2015? Handfester Fahrspaß aus Italien: Er wählt die neue Giulia von Alfa Romeo zu seinem persönlichen Highlight. Nun, auch diese Entscheidung kann ich sehr gut verstehen – sollte die Giulia technisch halten, was sie optisch verspricht – dann sollte Audi den Laden schneller bei FIAT freikaufen, als man „DKW“ sagen kann. Denn wenn die Giulia zum Erfolg wird, dann dürfte sich der Kaufpreis ordentlich erhöhen! Also Audi, jetzt kaufen! Bei Nicole von auto-diva.de (die gibt es noch) steht ein Auto auf dem Podestplatz, was ich nicht googlen musste, was mich persönlich aber enttäuscht hat. Cactus M nennen die Franzosen den aufgeschnittenen C4 Cactus. Sieht ein wenig aus wie ein Strandbuggy der Siebziger und besitzt auch in etwa dessen Innovationskraft. Aber vermutlich ist man bei Citroen derzeit zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt. Tom Schwede von 1300ccm.de, von dem die Idee ist, dieses „IAA-Highlight-Thema“ über viele Blogs zu verlinken, hat sich für den „Project 2&4“ entschieden. Nachvollziehbar. Der größte Motorenhersteller der Welt will mit diesem Konzept die Automobil-Welt und die Zweirad-Welt verschmelzen. Heraus kommen soll ein „Fahrspaß-Gigant“ nach dem Muster eines KTM X-Bow. Sehr geiles Ding! Benny Hiltscher führt in Deutschland den größten BMW-Blog. Auf „bimmertoday“ finden BMW-Fans ständig alles Aktuelle rund um die Marke aus München. Sein IAA-Highlight kann nur aus München kommen, oder? Und so ist es! Benny wählt den „neuen Siebener-BMW“ zu seinem Highlight! Überrascht? 😉 Und – last but not least – nimmt Thomas Gigold von autokarma an dieser „Best of“ Auflistung teil. Seine Wahl? Auch der Opel Astra Kombi. Warum? Das liest man am besten auf seinem Weblog nach!

So oder so – egal, welches Auto die Blogger als IAA-Highlight gewählt haben, Opel gehört alleine dafür ein Extra-Pokal, dass man den Kombi so lange als „IAA-Premiere“ verheimlichen konnte! 

 

 

Alle Links noch einmal im Überblick:

 

 

News: IAA 2015 – Leistung zählt immer noch

Schenkt man Volkswagen-Vorstand Martin Winterkorn Glauben, so ist das PS-Wettrüsten bald Geschichte. In Zukunft werde es vermehrt um technische Features gehen, allen voran um Konnektivität – Leistung stehe nicht mehr an erster Stelle, so der VW-Chef. Doch stimmt das wirklich? Man muss nicht sonderlich aufmerksam über die Frankfurter Autoausstellung 2015 gehen – die PS-starken Modelle, auch diesseits von Lamborghini oder Ferrari, stechen förmlich in die Augen der Besucher.

So wartet der aufgefrischte Seat Ibiza Cupra jetzt mit 141 kW/192 PS auf und bietet damit 12 Pferdchen mehr als der Vorgänger. Auch der Hubraum wuchs um 400 Kubikzentimeter, so dass der 23.060 Euro teure Kleinwagen bei niedrigen Drehzahlen besser ansprechen dürfte. Auch der Peugeot 308 GTI setzt ein deutliches Signal: Mit 200 kW/272 PS ist er stark wie nie, hatte der Vorgänger doch lediglich 200 PS. Den Sportwagen-Jäger im sachlich gehaltenen Kompaktklasse-Kleid gibt es für unter 35.000 Euro.

Wer ein Budget um 50.000 Euro hat und Leistung satt möchte, sollte einen Blick auf die modifizierte A-Klasse werfen. Das ausschließlich als 4×4 anrollende Topmodell aus dem Hause AMG kommt inzwischen auf stattliche 280 kW/381 PS und pumpt somit 21 PS mehr in den Antriebsstrang als die erste Serie. Das kleinste AMG-Modell benötigt nur wenig mehr als vier Sekunden für die Beschleunigung auf Landstraßentempo und pfeift mit einem speziellen Sport-Paket (2.261 Euro) auf die freiwillige 250 km/h-Beschränkung. In diesem Fall wird nämlich erst bei 270 km/h eingebremst.

Ferrari setzt beim 488 auf einen Turbomotor
Ferrari setzt beim 488 auf einen Turbomotor

Wer zum neuen Spitzenmodell des C-Klasse Coupé greift, kann es gar bis 290 km/h fliegen lassen. Und auch hier verpassten die Ingenieure dem Zweitürer eine kräftige Leistungsspritze gegenüber dem Vorgänger. Musste man früher mit 457 PS zurechtkommen, gibt es nun bis zu 375 kW/510 PS. Und auch ohne den Zusatz „S“ spendieren die Stuttgarter dem AMG-Coupé immerhin noch 350 kW/476 PS.

Auch im VW-Konzern verstecken sich weitere Bonbons für nimmersatte Leistungshungrige: Zwar betrieben die Techniker bei der Ikone Porsche 911 massives Downsizing und reduzierten den Hubraum von 3,4 respektive 3,8 auf glatte drei Liter – doch der Output stieg von 350 PS auf 272 kW/370 PS und von 400 PS auf 309 KW/420 PS.

Auch BMW M6-Fahrer können bald in neue PS-Regionen vordringen: Erstmals bieten die Münchener 600 ausgewachsene Pferde für das Sportcoupé an, das mit dem so genannten Driver’s Package allerdings auch nicht schneller (305 km/h) fährt als die bisherigen Varianten.

Wer neben Geld ebenso Mut besitzt und zu den extrovertierten Marken wie Ferrari und Lamborghini greift, fährt auch nicht mit weniger Leistung als früher nach Hause. So spendiert der Achtzylinder-Turbo des nagelneuen 488 Spyder 493 kW/670 PS – sein Vorgänger 458 brachte es auf maximal 605 Pferde. Und im Hause Lamborghini durchbricht man mit der „günstigen“ Baureihe Huracan analog zu BMW ebenso erstmals die 600 PS-Schwelle: Er krallt sich mit 449 kW/610 PS in den Boden.

Eines der besonders eindrucksvollen Beispiele für Leistungssteigerung ist Alfa Romeo. Der 159-Nachfolger Giulia kommt mit einer 375 KW/510 PS starken Quadrifoglio-Version um die Ecke. Dagegen wehte beim Vorgänger (maximal 260 PS) ein vergleichsweise laues Lüftchen.

Bei Audi wimmelt es ebenfalls vor Leistungssteigerungen: Der brandneue S4 (260 kW/354 PS) sattelt 21 Pferdchen drauf, während der Name bei den Modellen SQ5 und S8 Plus Programm ist. Beim Kompakt-SUV gibt es 27 PS extra (jetzt 250 kW/340 PS), und der Luxusliner macht sogar 85 PS mehr locker, was den offenkundigen Trend der 600 PS-Klasse bestätigt: Hier zerren 445 kW/605 PS an allen vier Rädern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 305 km/h.

Auch der Civic Type R setzt auf Leistung
Auch der Civic Type R setzt auf Leistung

Sogar vor den Geländewagen macht das Powerplay keinen Halt. Land Rover lässt den klassischen Range nun mit 404 kW/550 PS (SV Autobiography) kraxeln, war noch vor kurzer Zeit bei 510 PS Schluss.

Und nicht zuletzt die oft zurückhaltenden Japaner rüsten auf. Honda zeigt den jetzt mit Turboaufladung gesegneten Civic Type R, dessen Leistung um über 100 Pferdchen von 201 PS auf 228 kW/310 PS anwuchs. Ganz zu schweigen vom neuen NSX, der nächstes Jahr in den Handel kommt. Der Hybrid lässt den Powersüchtigen mit einer Systemleistung von über 500 PS das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dagegen sieht das Urmodell mit maximal 280 PS tatsächlich schwach aus.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News: Kia Sportage – Das neue Gesicht unter den Kompakt-SUV

Der Kia Sportage emanzipiert sich in der neuen Generation stärker vom traditionellen Offroad-Design. Das Kompakt-SUV der koreanischen Marke tritt künftig noch einmal deutlich dynamischer auf als der bereits flott geschnittene Vorgänger. So will er sich nicht nur von seinem eher bullig gezeichneten Konzernbruder Hyundai Tucson abgrenzen, sondern vor allem vom Segments-Primus VW Tiguan.

Vor allem an der Front gab es starke Änderungen
Vor allem an der Front gab es starke Änderungen

Wo der ebenfalls neue Wolfsburger Wettbewerber einige Messehallen weiter ein lediglich leicht schärfer geschnittenes Blechkleid präsentiert, trägt der Sportage auf der Frankfurter IAA (bis 27. September) einen komplett neuen Stil. Erkennungsmerkmal sind die hoch auf der Motorhaube angebrachten Scheinwerfer, unter denen sich der typische „Tigernasen“-Kühlergrill findet. Ein wenig erinnert diese Anordnung an die SUV-Modelle von Porsche, mit dem Vorgänger finden sich zumindest an der Front keine Gemeinsamkeiten mehr. Im Vergleich weniger prägnant sind die Flanken mit den leicht aufsteigenden Schulterlinien und das Heck mit großem Dachkantenspoiler und Chromspange zwischen den Rückleuchten. Der Innenraum ist im aufgeräumten Stil der Marke gehalten, metallene Zierteile und Kunststoff in Klavierlackoptik sollen für einen wertigen Eindruck sorgen.

Die Länge ist leicht gewachsen
Die Länge ist leicht gewachsen

Innen profitieren Passagiere von einem gewachsenen Platzangebot. Die Länge des Gesamtfahrzeugs hat um 4 Zentimeter auf 4,48 Meter zugelegt, 3 Zentimeter davon entfallen auf einen größeren Radstand (2,67 Meter). Auch der Gepäckraum hat zugelegt: von 465 auf nun 503 Liter.

Die Antriebspalette umfasst zwei Benziner und drei Diesel. Einstiegstriebwerk bleibt wie gehabt ein 1,6-Liter-Ottomotor mit 97 kW/132 PS Leistung. Neu im Programm ist eine Turbovariante mit 130 kW/177 PS, die den bisherigen 2,0-Liter-Saugmotor ersetzt. Am stärksten nachgefragt dürften aber erneut die Diesel sein. Dort startet das Angebot mit dem bekannten 1,7-Liter-Motor (85 kW/115 PS), darüber rangiert das überarbeitete 2,0-Liter-Triebwerk in zwei Leistungsstufen (100 kW/136 PS und 136 kW/185 PS). Allradantrieb ist serienmäßig nur in Verbindung mit dem Top-Diesel an Bord, beim mittleren Diesel und dem stärkeren Benziner gegen Aufpreis zu haben. Der kleine Selbstzünder und der Basisbenziner gibt es nur mit Vorderradantrieb.

Am Heck gibt es eine Chromleiste
Am Heck gibt es eine Chromleiste

Technisch haben die Koreaner beim Modellwechsel aufgerüstet. Neben einem modernen Infotainment-System mit Online-Funktionen und neuen Assistenten, etwa für Fernlicht oder die Querverkehrsüberwachung, gibt es als Option auch eine Sportlenkung. Bei der besonders sportlich ausgelegten GT-Ausstattungslinie ist diese immer an Bord, für die anderen Modelle ist sie gegen Aufpreis zu haben. Die genauen Kosten nennt der Hersteller jedoch noch nicht. Der Einstiegspreis dürfte jedoch unverändert bei rund 20.500 Euro liegen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: 3 Fragen an Opel-Chef Karl-Thomas Neumann

Mit dem neuen Astra hat Opel das wohl wichtigste Modell für die Marke auf der IAA vorgestellt. Der Astra ist vernetzt, aber nicht elektrifiziert. Wir wollten von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann wissen, warum.

Mit dem neuen Astra sind Sie beim Thema Vernetzung gut aufgestellt, wir vermissen allerdings einen Beitrag zum zweiten großen Thema, der E-Mobilität. Warum haben Sie gegen den Trend auf einen Plug-in-Hybrid verzichtet?

Wir wollen bei Opel Innovationen möglichst schnell und für unsere Kunden bezahlbar in den Markt bringen. Plug-in-Hybride sind derzeit noch eine sehr teure Lösung. Und davon abgesehen brauchen wir sie im Moment nicht. Wir werden die 95-Gramm- CO2-Flottengrenze weitestgehend mit konventionellen Antrieben schaffen. Im neuen Astra etwa setzen wir einen Dreizylinder-Benziner ein, der 96 Gramm emittiert und einen Diesel, der lediglich 90 Gramm ausstößt, das sind gerade einmal 3,4 Liter Verbrauch.

Das liegt allerdings auch daran, dass Sie bislang auf SUVs weitgehend verzichten.

Da haben Sie Recht. Allerdings wird sich das ändern. In unserer Produktoffensive mit 29 neuen Modellen von 2016 bis 2020 werden Sie auch neue Crossover und SUV finden. Zudem werden wir wieder ein elektrisches Fahrzeug anbieten, das sich unsere Kunden auch leisten können.

Beim Thema Vernetzung kommen derzeit fast wöchentlich Meldungen über gehackte Autos. Wie gehen Sie mit dem Thema um?

Wir sind uns der Reichweite des Problems bewusst und haben hier viel Kompetenz aufgebaut. Auch arbeiten wir eng mit IT-Unternehmen zusammen, die auf das Thema Netzsicherheit spezialisiert sind. Über unsere Online-Schnittstelle können wir im Astra und in allen künftigen Opel-Modellen mit OnStar-Anbindung sofort reagieren, wenn sich ein Problem stellt. Ganz ausschließen kann man das Thema nie – wie Sie generell in der IT sehen. Wir müssen nur so schnell wie möglich reagieren können und dafür sind wir gut aufgestellt.

Autor: Günter Weigel/SP-X

News: Studien auf der IAA – Das E-Auto kommt wieder, das SUV bleibt

Der Opel Astra ist ein gut gemachtes Auto. Gleiches gilt für den VW Tiguan oder den Audi A4. Große Überraschungen liefern die drei Neuauflagen ebenso wenig wie die meisten anderen Serienfahrzeug-Premieren. Gut, dass es ein paar innovative Studien gibt.

Bei Überlandfahrten verlängert sich die Karosserie nach hinten
Bei Überlandfahrten verlängert sich die Karosserie nach hinten

Mehr als die üblichen Design-Spielereien haben vor allem die deutschen Premiumhersteller aufgefahren. Mercedes überrascht mit dem Concept IAA (Intelligent Aerodynamic Automobile), einer Stromlinienlimousine mit nahezu fugenloser Karosserie. Statt Türgriffen gibt es ein Touchpad in der B-Säule, an Stelle von Außenspiegeln sorgen Kameras für die Sicht nach hinten. Besonderer Clou sind aber ausfahrbare Luftleitbleche am Heck. Ab Tempo 80 verlängern sie die Karosserie um 39 Zentimeter, lassen die Luft sanfter abströmen und sorgen so für einen rekordverdächtigen cW-Wert von 0,19. Mercedes bricht mit dem windschlüpfigen Viersitzer eine Lanze für die verbrauchssenkenden Effekte guter Aerodynamik. Diese sind zuletzt etwas in Vergessenheit geraten, weil sie beim üblichen NEFZ-Verbrauchstest kaum zum Tragen kommen (was im Gegenzug auch die guten Prüfstand-Verbrauchswerte von SUV erklärt). Auf langen Autobahnetappen soll der Praxisverbrauch jedoch merklich sinken.

Der cW-Wert soll bei 0,19 liegen
Der cW-Wert soll bei 0,19 liegen

Angetrieben wird der Mercedes von einem Hybridantrieb. Doch der bleibt im Vergleich mit den Aerodynamik-Tricks eher Nebensache. Im Zentrum steht die Antriebstechnik hingegen bei den Studien von Audi und Porsche. Die beiden Konzerngeschwister versuchen mit ihren E-Modellen sich gegenseitig, vor allem aber den kalifornischen Pionier Tesla, zu übertrumpfen. Der ist mit seinem erfolgreichen Oberklassestromer Model S beiden Marken seit längerem ein Stachel im Fleisch. Porsche gibt daher nun mit dem Mission E einen Ausblick auf einen viersitzigen Elektro-Sportler, der mit 440 kW/600 PS Leistung aus zwei E-Motoren aufwartet und gleichzeitig eine Reichweite von 500 Kilometern bieten soll. Ähnliche Werte verspricht Audi für sein E-Tron Quattro Concept, dessen drei E-Motoren rund 368 kW/500 PS liefern. Neben der hohen Reichweite und der großen Leistung beeindruckt die angekündigte Ladezeit der Akkus: Beim Audi sollen sie schon nach 30 Minuten an der Starkstromsteckdose wieder voll sein, beim Porsche sogar in der halben Zeit. Bis die E-Modelle ans Netz gehen, dauert es aber noch etwas. Audi nennt zumindest schon einen Zeitpunkt: das Jahr 2018.

Der Peugeot Fractal ist ein rollendes Tonstudio
Der Peugeot Fractal ist ein rollendes Tonstudio

Im Gegensatz zur Öko-Offensive der deutschen Hersteller setzen die Konzepte der Importeure vor allem auf Design. Gleich zwei Marken deuten an, wie sie sich künftige kleine SUV vorstellen. Relativ realistisch nähert sich Mazda dem Thema: Der Koeru zeigt die nächste Stufe des Crossover-Designs bei den Japanern und könnte einen Ausblick auf ein kommendes Modell zwischen dem Mini-SUV CX-3 und dem Kompaktmodell CX-5 geben. Weiter in die Zukunft schaut Nissan mit dem Gripz. Die besonders dynamisch gestaltete Mini-SUV-Studie vereint zur Imagewerbung drei Kernkompetenzen der Marke: Crossover-Design, Elektroantrieb und Sportwagentradition – so lehnt sich nicht nur das Design, sondern auch die Namenswahl an den Nissan Z an. Nebenbei könnte das zerklüftet gestaltete Konzeptfahrzeug einen Ausblick auf den nächsten Juke geben.

Zu den sympathischsten Schaustücken der Messe zählt der Citroen Cactus M Concept. Das Crossover-Cabrio ist ein Wiedergänger des legendären Strand-Buggys Méhari, basiert nicht wie dieser auf der Ente, sondern auf dem preisgünstigen C4 Cactus. Der Clou der Studie sind wasserfeste Sitzbezüge und Wasserabläufe im Boden, die den kompletten Verzicht auf ein Verdeck möglich machen. Dem Vernehmen nach könnte durchaus ein Serienmodell in Planung sein, auf das die Studie einen fernen Vorgeschmack gibt.

Der Citroen Cactus M ist ein Wiedergänger des Méhari
Der Citroen Cactus M ist ein Wiedergänger des Méhari

Keine Chance auf eine Serienumsetzung hat hingegen der Peugeot Fractal – das vielleicht originellste Ausstellungsstück der Show. Das kleine Coupé ist mehr rollendes Tonstudio als konventionelles Beförderungsmittel. Der mit Schaumstoff ausgekleidete Innenraum bietet das perfekte Klangbiotop für die Surround-Soundanlage. Oder für die sorgfältig designten Geräusche von Blinker oder Elektroantrieb. Gleichzeitig gibt der futuristische Viersitzer aber auch einen Ausblick auf das künftige Cockpit-Design der Marke. Hingucker sind beispielsweise Zierstreifen aus Eiche und Kupfer oder das viereckige Lenkrad.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Thunder Power Elektrolimousine – Selbstbewusster unter Strom

Der Ort ist passend gewählt: Auf der IAA, die in diesem Jahr wieder einmal auch im Zeichen der Elektromobilität steht, in Halle 5, schräg gegenüber von Tesla hat sich ein Aussteller platziert, der nach eigener Aussage ganz unbescheiden nichts weniger will als den „Maßstab für Innovation und Leistung bei einem Elektroauto neu zu definieren“.

Die Daten der weißen Elektrolimousine mit dem riesigen Touchscreen im Innern, die Hersteller Thunder Power mit Sitz in Taiwan nach Frankfurt mitgebracht hat, lesen sich dementsprechend wuchtig: 320 kW/435 PS, 650 Kilometer Reichweite mit einer Batterieladung, in 4,8 Sekunden auf dem Stand auf 100 km/h und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Die Architektur des Prototyp ist modular, auch ein SUV oder Crossover könnte darauf basieren.
Die Architektur des Prototyp ist modular, auch ein SUV oder Crossover könnte darauf basieren.

Das klingt ganz ähnlich wie die Daten des derzeit einzigen Modells eines amerikanischen E-Autoherstellers. Man wolle aber Tesla nicht kopieren, stellt Technik-Chef Peter Tutzer selbstbewusst klar. Die Amerikaner seien ernsthafte Mitbewerber, aber kein Maßstab.

Es sind durchaus keine kleinen Dimensionen, in denen man bei Thunder Power denkt: Die Architektur des Prototyp ist modular, auch ein SUV oder Crossover könnte darauf basieren. Tutzer, der nach eigener Aussage zuvor unter anderem für Porsche und Bugatti tätig war, glaubt, dass Thunder Power in fünf Jahren schon zwei Modelle haben könnte, vielleicht nah am dritten ist.

Ab 2018 soll zunächst die Elektrolimousine auf deutschen Straßen fahren, Hauptmarkt für das E-Mobil ist allerdings China, da hier die Elektromobilität von der Regierung stark gefördert wird.
Ab 2018 soll zunächst die Elektrolimousine auf deutschen Straßen fahren, Hauptmarkt für das E-Mobil ist allerdings China, da hier die Elektromobilität von der Regierung stark gefördert wird.

Ab 2018 soll zunächst die Elektrolimousine auf deutschen Straßen fahren, Hauptmarkt für das E-Mobil ist allerdings China, da hier die Elektromobilität von der Regierung stark gefördert wird. Produziert wird in China, entwickelt wurde aber auch mit europäischem Einfluss: Die Forschungsabteilung sitzt nahe Mailand, eine Zusammenarbeit mit dem weltweit größten Automobilzulieferer Bosch oder Rennwagenhersteller Dallara nennt Thunder Power als Beispiele. Das stromlinienförmige Design der Luxuslimousine mit der auffälligen Schnauze stammt aus der Feder des Zagato-Designstudios.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Cabrios auf der IAA 2015 – Kein Trend in Sicht

Gerade einmal zweieinhalb Prozent Marktanteil entfielen 2014 auf Cabrios – vor zehn Jahren waren es noch mehr als vier Prozent: Ist es angesichts dieser Zahlen verwunderlich, dass die Hersteller die Lust auf offene Offerten verlieren? Wohl kaum. Wer über die IAA 2015 schlendert, entdeckt sieben neue Cabrios und eine skurrile Studie, das mag auf den ersten Blick recht viel erscheinen. Im Verhältnis ist das allerdings wenig, schließlich muss man bedenken, dass die Messe mit einer dreistelligen Anzahl an Neuheiten lockt.

Werfen wir einen Blick auf die offenen Premieren. Streng betrachtet gibt es keine Segment-Neuheiten. Okay, eine Oberklasse mit Kapuze verkaufte Mercedes zuletzt 1971. Insofern ist das zunächst ausschließlich achtzylindrig anrollende S-Klasse Cabrio schon fast ein wenig spektakulär. Die zu erwartenden Verkäufe indes werden im gleichen Verhältnis mager ausfallen. Immerhin, man bekommt die noble Fuhre ab 120.000 Euro – das ist eine Preisregion, in der auch konventionelle geschlossene Oberklassen mit ein paar Extras schnell landen.

Der Innenraum ist edel ausstaffiert
Der Innenraum ist edel ausstaffiert

Noch seltener zu sehen sein wird der offene V12-Neuzugang aus dem Hause Rolls-Royce. Das auf den Namen Dawn hörende Edel-Cabrio ist in etwa zu vergleichen mit dem New Corniche, von dem vor 13 Jahren das letzte Exemplar die Werkshallen verließ. Die luxuriöse Baureihe hatte es auf kaum mehr als 300 Stück gebracht.
Ob die Citroën-Studie Cactus M Concept jemals kommen wird? Derzeit verneint der Hersteller – schade eigentlich. Der Rest der Cabrio-Neuheiten sind alte Bekannte. Allen voran der völlig neue Spaßroadster Mazda MX-5 und das behutsam weiterentwickelte Golf Cabrio. Auch der offene Smart dürfte inzwischen seinen Fanstatus erreicht haben, so dass man auf ihn auch in neuer Generation nicht verzichten mag.

Dass Highend-Feger wie Ferrari 488 oder Lamborghini Huracan eine offene Variante erhalten würden, war nur eine Frage der Zeit. Solche Autos sind aber häufig nur der winzige Teil umfangreicher Sammlungen reicher Autofans.

Der offene Viersitzer basiert auf dem Coupé
Der offene Viersitzer basiert auf dem Coupé

Ein Trend zu mehr Cabrios ist also derzeit nicht in Sicht. Vielleicht ist es an den Herstellern, ihn umzukehren, würden sie mit mehr interessanten Modellen locken. Immerhin erwartet uns bald das Range Rover Evoque Cabrio, das um ein Haar auch auf der diesjährigen IAA zu sehen gewesen wäre. Ausgefallener kann man kaum offen durch den Sommer brausen. Und vielleicht hat er ja das Zeug, den Cabrio-Markt doch wieder anzukurbeln. Doch es brauchte dazu dringend auch wieder eine breite Front volumenträchtiger Oben-Ohne-Kompaktwagen – Stichwort Astra, Focus, Mégane und Peugeot 308. Doch die Autohersteller spielen lieber auf SUV – und wann dieser Trend vorbei ist, lässt sich nun wirklich noch nicht absehen.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News IAA 2015 – Warum die Fahrt nach Frankfurt lohnt

Alle zwei Jahre wird Frankfurt am Main zum Mekka der europäischen Autofans. Auch dieses Jahr lohnt die Anreise zur IAA. Aus mindestens vier Gründen.

Sie planen den Kauf eines neuen Autos: Auf dem Messegelände trifft man zahlreiche potentielle Bestseller. So fährt Opel den technisch deutlich verbesserten Astra vor, als Fünftürer und als Kombi. Letzterer diesmal mit echtem Platzvorteil. Ebenfalls innen gewachsen ist der neue VW Tiguan, der mit nur leicht verfeinertem Rezept den Platz an der Spitze der SUV-Bestsellerliste wohl verteidigen dürfte. Ähnlich evolutionär hat Audi das Mittelklassemodell A4 weiterentwickelt – von außen ist der Generationswechsel kaum zu erkennen, unter dem etwas schärfer gezeichneten Blech gibt es aber zahlreiche Neuerungen von sparsamen Motoren bis zu modernem Infotainment. Wer lieber ein Importmodell fährt, kann am Renault-Stand den neuen Mégane im selbstbewussten Outfit bewundern oder bei Kia den sportlich gestalteten Sportage in Augenschein nehmen. Beim Toyota Prius hingegen steht statt der Optik der sparsame Hybridantrieb im Fokus.

Innen gewachsen ist der neue VW Tiguan, der mit nur leicht verfeinertem Rezept den Platz an der Spitze der SUV-Bestsellerliste wohl verteidigen dürfte.
Innen gewachsen ist der neue VW Tiguan, der mit nur leicht verfeinertem Rezept den Platz an der Spitze der SUV-Bestsellerliste wohl verteidigen dürfte.

Sie wollen sich über die Zukunft der Mobilität informieren: Auch für derart interessierte Besucher lohnt der Abstecher zu Toyota, wo der Mirai das Wasserstoffzeitalter einläuten will. In Kürze kommt die Mittelklasselimousine in kleiner Zahl auch nach Deutschland. Etwas länger wird man sich wohl noch auf die Tesla-Fighter von Audi und Porsche gedulden müssen. Die beiden Studien E-Tron Quattro Concept und Mission E werden aber wohl auch nach dem Marktstart gegen Ende des Jahrzehnts für die meisten Besucher unerreichbar sein: Mit Riesen-Reichweiten und starken Motoren sollen sie vor allem die Kunden locken, die aktuell beim kalifornischen Luxus-Elektromobilisten Tesla kaufen.

Haben es die Stuttgarter doch gewagt, ihre Ikone 911 unter Turbozwangsbeatmung zu setzen.
Haben es die Stuttgarter doch gewagt, ihre Ikone 911 unter Turbozwangsbeatmung zu setzen.

Sie wollen träumen: Viersitzige Cabrios sind per se schon luxuriös. Mercedes und Rolls-Royce heben das exklusive Karosseriekonzept nun aber auf ein neues Level. Die Stuttgarter bauen erstmals in ihrer Geschichte eine offene Variante ihrer S-Klasse und postulieren dabei den Anspruch auf den Platz an der Sonne des Segments. Nichts weniger als das komfortabelste Cabrio der Welt will der Sonnenwagen sein. Ein Wörtchen mitzureden hat dabei aber auch Rolls-Royce; die britische BMW-Tochter hat mit dem Dawn ein noch einmal exklusiveres und teureres Modell dabei. Die Krone in Sachen Preisgestaltung trägt aber Bugatti: Mit der Studie Vision Gran Turismo gibt die VW-Tochter einen Ausblick auf ihren neuen Zwei-Millionen-Sportwagen Chiron.

Auf dem Messegelände trifft man zahlreiche potentielle Bestseller. So fährt Opel den technisch deutlich verbesserten Astra vor, als Fünftürer und als Kombi.
Auf dem Messegelände trifft man zahlreiche potentielle Bestseller. So fährt Opel den technisch deutlich verbesserten Astra vor, als Fünftürer und als Kombi.

Sie wollen sich so richtig ärgern: Traditionalisten sind oft besonders feinfühlige Geister und entsprechend schnell in Wallung zu versetzen. In diesem Jahr dürfte es vor allem beinharte Porsche-Fans schwer fallen, ihren Blutdruck im Griff zu halten. Haben es die Stuttgarter doch gewagt, ihre Ikone 911 unter Turbozwangsbeatmung zu setzen. Das soll den Sportwagen natürlich fit für die CO2-Grenzwerte der Zukunft machen, verrät aber nach Meinung vieler Fans die röhrende Saugmotoren-Vergangenheit. Einen ähnlichen Aufschrei des selbstermächtigten Elfer-Rates gab es nur bei der Umstellung von Luft- auf Wasserkühlung.

Die Stuttgarter bauen erstmals in ihrer Geschichte eine offene Variante ihrer S-Klasse und postulieren dabei den Anspruch auf den Platz an der Sonne des Segments.
Die Stuttgarter bauen erstmals in ihrer Geschichte eine offene Variante ihrer S-Klasse und postulieren dabei den Anspruch auf den Platz an der Sonne des Segments.

Damals hat das dem Porsche-Kernmodell nicht ernsthaft geschadet. Auch bei Bentleys Abwägung zwischen aristokratisch-elitärer Tradition und neureichem Absatz-Boom hat der kaufmännische Realismus sich am Ende durchgesetzt: Als erster Hersteller in der obersten Luxusliga haben die Briten nun ein SUV im Angebot. Der holzgetäfelte Offroad-Trumm mit Zwölfzylindermotor hatte zwar schon vor drei Jahren als Studie leichte Häme des europäischen Publikums geerntet, was in anderen Teilen der Welt aber offenbar bestens angekommen. Also auch in diesem Fall: Alles halb so wild. Und ohne ein bisschen Aufregung und Diskussionsstoff fehlt auch der spannendsten Messe die Würze.

Beim Toyota Prius hingegen steht statt der Optik der sparsame Hybridantrieb im Fokus.
Beim Toyota Prius hingegen steht statt der Optik der sparsame Hybridantrieb im Fokus.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Bentley – Bugatti – Lamborghini – Die Drei für die Tankstelle

Die VW-Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini beflügeln die Phantasien und bereichern die Träume des gemeinen Volkes, auch wenn sie natürlich letztlich nur einer Handvoll wirklich gut situierter Menschen vorbehalten sind, die nun wirklich keine Zeit für Benzinpreisvergleiche hat. Auch auf der 66. IAA in Frankfurt vermitteln sie Leistung und Luxus der gehobenen Art.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.
Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht. Der Name ist Programm, erinnert an das Lied der verstorbenen Sängerin Alexandra, das von der Sehnsucht in der Taiga berichtet. Die sollen eine edelste Inneneinrichtung und satte 447 kW/608 PS wecken, die eine W12-Maschine aus 6 Liter Hubraum generiert. Je nach Betriebssituation arbeitet der TSI-Motor mit direkter oder indirekter Benzineinspritzung, auch eine Zylinderabschaltung soll den Konsum zügeln. 900 Nm Drehmoment stemmt das Triebwerk, es beschleunigt den gut zwei Tonnen schweren Bentayga in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und letztlich auf mehr als 300 km/h, macht ihn damit zum derzeit schnellsten Serien-SUV des Marktes. 292 g/km CO2 soll er emittieren, das entspräche einem Normverbrauch von fast 13 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga
Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga

Innen gibt es Leder, Holz und Edelstahl, normalerweise vier Sitze. Auf Wunsch wird der Innenraum für den Transport von Fahrer plus vier Passagiere konfiguriert, zusätzlich findet sich als Extraausstattung ein Klappsitz im Laderaum. Der Chauffeur kann die Motorkennlinie über den Charisma-Schalter verändern, sanftes Säuseln und geschmeidige Kraftentfaltung oder wuchtiges Wummern und brachialen Antritt werden geboten. Ob Prinz Harry den Bentyaga irgendwann für seinen Jagdausflug wählen wird? Vermutlich lässt er lieber die Flinte im Schrank und nimmt den Helikopter.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.
In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.

Ein dicke Schaufel mehr wirft der Veyron-Nachfolger von Bugatti unter den Kessel, noch reist er als Vision Gran Tourismo nach Frankfurt, wird aber Ende des Jahres als Bugatti Chiron in Kleinserie bei der französischen Marke entstehen. 1.102 kW/1.500 PS soll der modifizierte 16-Zylinder-Benziner liefern, er wurde im Vergleich zum aktuellen Triebwerk mit 883 kW/1.200 PS deutlich modifiziert. Vier Zylinderbänke werden von jeweils zwei Turboladern beatmet, vier von ihnen sollen elektrisch betrieben werden, um das Ansprechverhalten um unteren Drehzahlbereich zu verbessern und obendrein den Treibstoffverbrauch zu verringern. Und ähnlich wie beim Porsche 918 unterstützt ein Elektromotor den Vortrieb und er soll auch beim Spritsparen helfen. Denn mit dem, was der Chiron auf der Standarddistanz verbrauchen wird, dürfte ein VW Polo gut 400 Kilometer weit kommen.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke. Besonders auffällig ist neben der geduckten Front und den Windleitschaufeln auf den hinteren Kotflügeln die vom Dach bis zum mächtigen Heckflügel ziehende Finne. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgen. Dass der Chiron den Geschwindigkeitsrekord der Straßenserienfahrzeuge für Bugatti in naher Zukunft erneut schnappen wird, ist mehr als sicher.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.
Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nachdem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 449 kW/610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop. Die Stoffmütze liegt sehr flach auf der Aluminium-Karbon-Karosserie, nur 1,18 Meter reckt sich der Lambo in die Höhe. Ein automatischer Überrollschutz verbirgt sich hinter den beiden Sitzen und soll Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall behüten.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.
Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.

Das Luxus-Trio von den Edelmarken des VW-Konzerns ist zwar ebenso wie die Volumenmodelle der anderen Hersteller mit umfassenden Assistenzsystemen ausgestattet, geht aber nicht mit dem allgegenwärtigen Zukunftsziel des autonomen Fahrens an den Start. Das hat bereits stellvertretend Porsche-Chef Matthias Müller unlängst als „Hype“ abgetan. Wäre ja noch schöner, wenn Vollblut-Autos am Zügel geführt werden sollen. Hier gibt der Chauffeur am liebsten selber Gas. Und das nicht zu knapp.

Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder
Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Brabus auf der IAA – Stark in Schwarz

Brabus zeigt auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) neben dem veredelten Mercedes-AMG GT S und der G-Klasse auch ein Sondermodell des G 500 4×4². Der Über-Geländegänger erhielt vom Bottroper Veredler neben einer Leistungsspritze auch eine spezielle Lackierung sowie diverse Karosserieretuschen. Sein ab Werk bereits 310 kW/422 PS starker 4,0 Liter Achtzylinder kommt nun auf 368 kW/500 PS. Damit beschleunigt das Wüsten-Spielzeug für Superreiche in 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Wegen der geländetauglichen Reifen wird ab 210 km/h elektronisch abgeriegelt.

Auf Basis des Mercedes-AMG G 63 hat Brabus den 2.550 Kilogramm schweren 850 6.0 Biturbo Widestar entwickelt, der dank seines 625 kW/850 PS starken Achtzylinders in 4,0 Sekunden auf Tempo 100 rennt.
Auf Basis des Mercedes-AMG G 63 hat Brabus den 2.550 Kilogramm schweren 850 6.0 Biturbo Widestar entwickelt, der dank seines 625 kW/850 PS starken Achtzylinders in 4,0 Sekunden auf Tempo 100 rennt.

Auf Basis des Mercedes-AMG G 63 hat Brabus den 2.550 Kilogramm schweren 850 6.0 Biturbo Widestar entwickelt, der dank seines 625 kW/850 PS starken Achtzylinders in 4,0 Sekunden auf Tempo 100 rennt. Für die G-Klasse hat der Tuner eine Hubraumvergrößerung vorgenommen. Außerdem wurde unter anderem ein spezielles Ansaugmodul entwickelt. Der Geländewagen kann bis zu 260 km/h schnell werden. Mehr geht aus Rücksicht auf die Reifen nicht.

Der Tuner bringt nicht nur großes und schweres Geschütz mit auf die IAA, sondern mit dem veredelten Mercedes-AMG GT S auch einen schnellen Sportwagen.
Der Tuner bringt nicht nur großes und schweres Geschütz mit auf die IAA, sondern mit dem veredelten Mercedes-AMG GT S auch einen schnellen Sportwagen.

Der Tuner bringt nicht nur großes und schweres Geschütz mit auf die IAA, sondern mit dem veredelten Mercedes-AMG GT S auch einen schnellen Sportwagen. Mit einer Leistungssteigerung von 375 kW/510 PS auf 441 kW/600 PS und einem maximalen Drehmoment von 750 Newtonmetern wird der Zweisitzer 325 km/h schnell. Der Sportwagen sprintet in 3,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit steigt um 15 km/h.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Mercedes Concept IAA – Über kurz oder lang

Soll das Design im Vordergrund stehen? Oder soll es doch lieber aerodynamisch und damit schnell gehen? Das Mercedes Concept Intelligent Aerodynamic Automobile – passenderweise kurz Concept IAA – zeigt auf der gleichnamigen Messe in Frankfurt, dass dies kein Widerspruch sein muss. „Im Grunde haben wir innerhalb von zehn Monaten gleich zwei Autos entwickelt“, bringt es Mercedes-Chef Dieter Zetsche auf den Punkt – und übertreibt dabei (k)ein bisschen.

Aber tatsächlich zeigt das Concept Car zumindest zwei recht unterschiedliche Gesichter, obwohl „Gesichter“ nicht ganz passt, eher zeigt das Fahrzeug zwei unterschiedliche Hecks. Denn genau dort, wächst das viertürige Coupé durch eine ausfahrbare Verlängerung ab Tempo 80 von 5,04 auf 5,39 Meter. Länge läuft, hieß es schon vor Jahrzehnten im Automobilbau, und offensichtlich gilt dieser Grundsatz auch heute noch. Wobei das Concept IAA noch Anderes auffährt, um den cW-Wert von schon ansehnlichen 0,25 auf 0,19 zu verbessern. Zum Beispiel durch die sogenannten Frontlaps, seitliche Kotflügelteile, die sich automatisch nach außen schieben, eine Lamelle im vorderen Stoßfänger versetzt sich nach hinten und die Felgen werden zu einer ununterbrochenen Fläche. Um solche cW-Werte zu erreichen, gibt es natürlich auch keine herkömmlichen Türöffner und erst recht keine Außenspiegel – die werden durch Kameras ersetzt.

Natürlich hat der IAA-Mercedes auch jede Menge Technologie an Bord, um zum Beispiel mit anderen Fahrzeugen zu kommunizieren.
Natürlich hat der IAA-Mercedes auch jede Menge Technologie an Bord, um zum Beispiel mit anderen Fahrzeugen zu kommunizieren.

Das alles ist natürlich nicht nur der Show geschuldet, sondern soll bei Gestaltung und Technologie schon viele Hinweise auf Fahrzeuge von morgen geben. So zum Beispiel das Interieur, das zwar deutlich dem der S-Klasse ähnelt, aber in Einzelheiten auch schon die kommende E-Klasse (2016) vorwegnimmt.

Von morgen ist auch die Motorisierung des Coupés. Es handelt sich – fast ist man geneigt „natürlich“ zu schreiben – um ein Plug-in-Hybrid-Konzept mit 205 kW/279 PS Leistung und einer rein elektrischen Reichweite von 66 Kilometern im sogenannten Aerodynamik-Modus, ohne die aktivierten Aero-Hilfen – also im Design-Modus – sind es immerhin noch 62 Kilometer.

Dank seiner Technologien aber auch seines spektakulär-eleganten Designs wird das Concept IAA neben dem neuen Serienfahrzeug S-Klasse Cabrio wohl das am stärksten umlagerte Auto in Halle 2 der Frankfurter Messe sein.
Dank seiner Technologien aber auch seines spektakulär-eleganten Designs wird das Concept IAA neben dem neuen Serienfahrzeug S-Klasse Cabrio wohl das am stärksten umlagerte Auto in Halle 2 der Frankfurter Messe sein.

Und natürlich hat der IAA-Mercedes auch jede Menge Technologie an Bord, um zum Beispiel mit anderen Fahrzeugen zu kommunizieren. Aber das wird man am Messestand der Schwaben kaum verifizieren können. Trotzdem: Dank seiner Technologien aber auch seines spektakulär-eleganten Designs wird das Concept IAA neben dem neuen Serienfahrzeug S-Klasse Cabrio wohl das am stärksten umlagerte Auto in Halle 2 der Frankfurter Messe sein.

Autor: Peter Eck/SP-X

News: Audi E-Tron Quattro-Concept – Mit der Kraft der drei Herzen

Die auf der IAA präsentierte Audi-Studie E-tron Quattro Concept gibt einen konkreten Ausblick auf das Anfang 2018 präsentierte rein elektrisch angetriebene SUV. Angetrieben wird die Studie von drei Elektromotoren, die gemeinsam 370 kW/505 PS Leistung und mehr als 800 Newtonmetern Drehmoment bieten.

Eine E-Maschine treibt die Vorderachse an, die beiden anderen wirken auf die Hinterachse. Wird das Gaspedal voll durchgetreten, sprintet das Audi E-Tron Quattro Concept in 4,6 Sekunden auf Tempo 100, bei 210 km/h wird abgeregelt. Der Fahrer entscheidet mit Hilfe verschiedener Fahrmodi über den Grad der Rekuperation.

Angetrieben wird die Studie von drei Elektromotoren, die gemeinsam 370 kW/505 PS Leistung und mehr als 800 Newtonmetern Drehmoment bieten.
Angetrieben wird die Studie von drei Elektromotoren, die gemeinsam 370 kW/505 PS Leistung und mehr als 800 Newtonmetern Drehmoment bieten.

Die Lithium-Ionen-Batterie ist in den Boden der Fahrgastzelle integriert und sorgt damit für einen tiefen Schwerpunkt. Mit einer Vollladung soll die 95 kWh-Batterie mehr als 500 Kilometer Reichweite ermöglichen. Das Laden erfolgt entweder mit Gleich- oder mit Wechselstrom. Mit Gleichstrom dauert es an einer Ladesäule mit 150 kW-Leistung rund 50 Minuten bis das Konzeptfahrzeug komplett aufgeladen ist. Alternativ kann der fünftürige E-Tron Quattro auch per Induktion geladen werden.

Um den Luftwiderstand zu verringert wurde die Studie besonders flach gehalten. Auf der Frontklappe, an den Flanken und am Heck steuern bewegliche Aerodynamik-Elemente ab einer Geschwindigkeit von Tempo 80 den Luftstrom. Kameras ersetzen die herkömmlichen Außenspiegel. Trotz des abfallenden Dachs finden vier Passagiere viel Platz im 4,88 Meter langen E-Tron. Der Gepäckraum der Studie fasst 615 Liter.

Die auf der IAA präsentierte Audi-Studie E-tron Quattro Concept gibt einen konkreten Ausblick auf das Anfang 2018 präsentierte rein elektrisch angetriebene SUV.
Die auf der IAA präsentierte Audi-Studie E-tron Quattro Concept gibt einen konkreten Ausblick auf das Anfang 2018 präsentierte rein elektrisch angetriebene SUV.

An der Front wird Matrix-Laser-Technologie eingesetzt. Die Signaturbeleuchtung im unteren Bereich besteht aus fünf Leuchten-Elementen. Jedes von ihnen kombiniert einen LED-Leuchtkörper mit besonders flachen sogenannten OLED-Elementen. Diese „Organic Light Emitting Diode“ hat der Ingolstädter Autobauer für künftige Serienfahrzeuge entwickelt und zeigt sie nun erstmals in dieser Konzeptstudie.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: BMW M6 Coupé Competition Edition – Das Gegenteil von dezent

Bei diesem Bayer dürfte so mancher Besucher Herzklopfen bekommen: BMW bringt sein M6 Coupé in einer nachgeschärften Competition Edition mit auf die IAA (17. bis 27. September). Der 4,4 Liter große V8-Turbobenziner leistet nun 441 kW/600 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern. Damit ist das Hochleistungscoupé bis zu 305 km/h schnell, wenn man das optionale „M Driver’s Package“ hinzu gebucht hat.

Eine Leder-Vollausstattung mit Kontrastnähten in Wagenfarbe sowie Schriftzüge „M6 Competition“ sind ebenfalls Bestandteil des Pakets.
Eine Leder-Vollausstattung mit Kontrastnähten in Wagenfarbe sowie Schriftzüge „M6 Competition“ sind ebenfalls Bestandteil des Pakets.

Zwei Außenlackierungen stehen zur Wahl: Austin Gelb metallic oder Alpinweiß, bei letzterer Farbe trägt das Editionsmodell Dekorstreifen in den BMW-M-Farben. Unter anderem Heckspoiler und -diffusor sind aus Carbon, wie auch einige Dekorelemente im Interieur. Eine Leder-Vollausstattung mit Kontrastnähten in Wagenfarbe sowie Schriftzüge „M6 Competition“ sind ebenfalls Bestandteil des Pakets.

Der 4,4 Liter große V8-Turbobenziner leistet nun 441 kW/600 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern.
Der 4,4 Liter große V8-Turbobenziner leistet nun 441 kW/600 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern.

Ein Schnäppchen ist die Neuerung aus München nicht. In der Preisliste steht das M6 Coupé für mindestens 126.600 Euro. Der Aufpreis für die Competition Edition liegt bei 17.700 Euro, Voraussetzung für die Buchung ist das Competition Paket, das noch einmal mit 9.500 Euro zu Buche schlägt und an einige andere kostspielige Extras gekoppelt ist.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Nissan-Studie Gripz – Neue Kleider

2008 sorgte Nissan mit der extrovertierten Studie Qazana in Genf für Aufsehen, und erst recht, als zwei Jahre später mit dem Klein-SUV Juke das Design des Concept Cars weitgehend unverändert in Serie umgesetzt wurde. Ähnliches könnte sich nun wiederholen: Die auf der IAA gezeigte B-Segment-Studie Gripz ist zwar offiziell nicht zum Bau vorgesehen, doch würde es nicht wundern, wenn in ein, zwei Jahren –vielleicht beim Juke II –die Vision erneut wahr würde.

Könnte so der nächste Juke aussehen?
Könnte so der nächste Juke aussehen?

Die auf der Frankfurter Messe enthüllte Studie steht auf üppigen 22-Zoll-Rädern, die im Verhältnis zu den überschaubaren Kleinwagen-Dimensionen noch wuchtiger als ohnehin wirken; erst recht mit den hinten aufgezogenen 255er-Reifen. An der Front findet sich eine spitze Nase, darunter der breite, senkrecht stehende Kühlergrill mit V-förmigem Chromemblem. Die Seitensicht wird von der ansteigenden Schulterpartie dominiert, dank silbern abgesetzter Lackierung sieht es zudem so aus, als würde die Dachlinie stark nach hinten abfallen –zusammen ergibt das schon im Stand jede Menge Dynamik. „Geometry Design“nennen die Japaner diese von Kanten und eckigen Formen gekennzeichnete Linienführung und sehen im Gripz „ein kleines Monster, das die ganze Zeit in einem Kreisverkehr zirkelt“– zugegebenermaßen eine gewagte Vorstellung.

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.
Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern. Darunter, ganz klassisch, zwei Auspuffendrohre. Die braucht der Gripz auch, obwohl er eigentlich mit Strom fährt. Doch geht dem Akku, der per Elektromotor alle vier Räder antreibt, der Saft aus, springt ein nicht näher definierter Range-Extender in die Bresche und erzeugt frische Energie. Selbst antreiben soll er den Wagen aber nicht. Die elektrisch Antriebseinheit ist vom Nissan Leaf entlehnt und soll demnach rund 80 kW/109 PS leisten und 250 Newtonmeter Drehmoment bereitstellen. Genaue Angaben dazu verweigert Nissan allerdings, genauso wie zu den exakten Abmessungen. Doch dürfte der Gripz mit rund 4,10 Metern Länge und einer Höhe von etwa 1,50 Metern ziemlich Juke-Maße haben.

Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.
Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.

Der Zutritt zum Cockpit erfolgt durch nach vorne aufschwingende Flügeltüren, die per Tastendruck öffnen –so braucht es keinen Türgriffe, die auf dem straff sitzenden Blechkleid Falten werfen könnten. In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern. Die Rückbank entert man durch hinten angeschlagene „Selbstmördertüren“; aufgrund der fehlenden B-Säulen ist der Zustieg problemlos möglich.

Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird –so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole. Die runden Lüftungsdüsen erinnern an Jet-Turbinen, das große Karbon-Volant könnte auch die Felge eines Rennrads sein. Dahinter gibt es ein einziges Rundinstrument mit integrierten, kleinen Zusatzuhren. Am Seriennächsten wirkt der stummelartige Gangwahlhebel, das scheinbar frei auf dem Dashbord schwebende Infotainment-Display wirkt dagegen futuristisch. Ob so das neue Multimedia-System Nissans aussieht?. Auch, ob die Japaner wirklich bald auf Außenspiegel verzichten wollen, ist noch offen. In der Studie übernehmen bereits Kameras deren Aufgabe.

In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.
In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.

Ob und wenn ja, wie die Designsprache des Gripz bei Nissan in die Serie umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Klar aber ist die Richtung: Derzeit haben die Japaner, abgesehen vom Juke, mit Micra, Pulsar und auch Qashqai eher schlichte Modelle mit wenig Wiedererkennungswert im Portfolio –das soll sich in Zukunft wieder ändern. Und das „Geometry Design“ist ein guter Schritt hin zu einem neuen Familiengesicht.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

News: Infiniti Q30 – Nach europäischem Geschmack

Nissans Edel-Tochter Infiniti hat auf der Internationalen Automobilausstellung mit dem Q30 ihr erstes Kompakt-Modell vorgestellt und will damit vor allem in Europa auf Kundenfang gehen. Der Fünftürer wird Ende des Jahres hierzulande auf den Markt kommen. Der Einstiegspreis für die Benzinerversion beginnt ab 24.200 Euro, mit Dieselantrieb startet das SUV ab 26.250 Euro.

Entstanden ist der Q30 im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler. Er nutzt die Technik der aktuellen Mercedes A-Klasse, deshalb wird es für den Japaner auch Front- beziehungsweise Allradantrieb, Vierzylindermotoren und Siebengang-Automatik geben. Optisch hat sich Infiniti klar am Q30 Concept orientiert, das bereits vor zwei Jahren auf der IAA gezeigt wurde. Produziert wird der neue Infiniti beim Mutterunternehmen Nissan im britischen Werk Sunderland.

Zum Start bieten die Japaner die vollausgestattete Edition Q30 City Black Edition für 31.670 Euro an. Ab Mitte September beginnt der Verkauf für das nur in Europa erhältliche Sondermodell.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: VW und der bunte IAA-Abend – Zwischen Vision und Wirklichkeit

Am Vorabend großer Automobilschauen lädt Volkswagen traditionell zum Konzernabend, um den in Hundertschaften angereisten Journalisten die Neuheiten der Marken zu präsentieren. Die Stars des Abends waren aber natürlich die automobilen Neuheiten, denen in der Frankfurter Fraport-Arena eine überdimensionale Bühne bereitet und deren Auftritt von aufwendiger Lichttechnik untermalt wurde.

Sachlicher Höhepunkt war zweifelsohne die Neuauflage des VW Tiguan, mit dem sich die Wolfsburger optisch immerhin ein wenig aus der Biedermann-Ecke wagen. Das erste Kompakt-SUV auf MQB-Basis (Modularer Querbaukasten, also VWs Bauteileset für Modelle mit quer eingebautem Motor) glänzt mit dynamischerer Optik und ist sowohl in einer Gelände-Allrad-Ausführung wie auch in einer sportlicheren Variante für die Stadt erhältlich. Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll. Aufgeladen wird der Akku an der Steckdose, Solarzellen auf dem Dach sollen zudem, eitel Sonnenschein vorausgesetzt, Strom für bis zu 1.000 zusätzliche Kilometer.

Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll.
Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll.

Das Thema SUV hat auch Audi besetzt, die Ingolstädter haben neben dem neuen A4 auch die Studie E-tron Quattro mit an den Main gebracht. Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen: 500 Kilometer Reichweite, 400 davon nach nur 30 Minuten Ladezeit, sind eine klare Ansage. Optisch gibt die Studie zudem einen Ausblick auf dem kommenden Q6, schließlich will Audi die SUV-Coupé-Nische nicht allein BMW und Mercedes überlassen. 2017 soll der fertige Q6 kommen, dann vielleicht schon, wie die Studie, mit Highend-Lichtern in OLED-Technik und ohne Außenspiegel.

Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen.
Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen.

Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen. Der Luxusliner, der technisch mit dem Audi Q7 verwandt ist, stellt alles bisher da gewesene in den Schatten: 2,4 Tonnen bringt er auf die Wage, die ein 608 PS starker Zwölfzylinder in aberwitzigen 4,1 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, erst bei 301 km/h ist Schluss. Dazu gibt es nur die feinsten Materialien –98 Prozent aller Innenraumteile sind beledert. Auch preislich legt Bentley den Maßstab hoch: Für den Bentayga müssen rund 200.000 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen.
Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen.

Deutlich näher am normalen Endkunden zeigen sich VW Nutzfahrzeuge und Skoda. Letztere stellten den Superb Combi vor, der noch mehr Platz bietet als die ohnehin schon äußerst geräumige Limousine. Und die Väter des Multivans haben mit der Edition Panamericana einen VW Bus mit 200 PS starkem Diesel, Allrad und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Räder gestellt, der dank Höherlegung auch für schlechte Wege gewappnet ist. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Seats Studie, der Leon Cross Sport –eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme; ein sportlicher Zweitürer mit 300 PS einerseits, der mit Kunststoffplanken, etwas robusterer Optik und Allradantrieb auf Ma(ts)cho macht. Die Studie soll zum einen auf Seats SUV einstimmen, das im Frühjahr 2016 kommt und ist auch der Startschuss für weitere Modellneuheiten der Spanier.

Der Seat Leon Cross Sport – eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme.
Der Seat Leon Cross Sport – eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme.

Ganz und gar nicht auf dem SUV-Trip zeigten sich Volkswagens Supersportler, Lamborghini und Bugatti. Die Italiener schieben mit dem Huracán LP610-4 Spyder die offene Variante ihres „Kleinen“nach und setzen dabei weiterhin auf ein Stoffverdeck. Und Bugatti gibt nach unzähligen Varianten des mittlerweile ausverkauften Veyron in den vergangenen Jahren auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron: mit knapp 1.500 PS wird er in zwei Sekunden auf hundert beschleunigen und bis zu 463 km/h erreichen.

Die IAA-Studie selbst sieht Bugatti als „ein Geschenk an all die Fans“der Marke: Rund 70 Millionen Spieler der Playstation-Rennsimulation Gran Tourismo können damit zukünftig schnelle Runden drehen. Der Chiron dagegen wird für die meisten unerreichbar sein: Er soll 2,2 Millionen Euro kosten.

Bugatti gibt auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron.
Bugatti gibt auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron.

Dagegen dürfte selbst Porsches E-Mobil ein Schnäppchen werden. Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf. Optisch ist die Studie eine Mischung aus Elfer und Panamera mit einem Hauch VW XL1. Rund 600 rein elektrische PS sollen den Stromer antreiben und für eine Sprintzeit von dreieinhalb Sekunden und eine Vmax jenseits von Tempo 250 gut sein.

Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf.
Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf.

Das allein ist kein Hexenwerk, doch verspricht Porsche bei sportlicher Fahrweise eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer. Und dank 800-Volt-Anschluss soll der Akku in 15 Minuten zu 80 Prozent gefüllt sein. Damit würde Porsche den Gordischen Knoten der E-Mobilität lösen, so VW-Chef Winterkorn; wann die Technik in Serie gehen könnte, ist allerdings noch völlig offen. Doch hat der Konzernlenker bis 2020 immerhin 20 neue Modelle mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb angekündigt, und damit VWs Führungsanspruch auf dem Gebiet der neuen Mobilität betont. Schließlich, so Winterkorn, habe Volkswagen als erster Hersteller den Wandel des Automobils zum Konzern-Thema gemacht.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

News: Kia Optima – Erfolg dank Familienzuwachs

Ende des Jahres bringt Kia die neue Generation des Optima auf den deutschen Markt. Die Mittelklasse-Limousine kommt unter anderem mit leicht überarbeitetem Diesel sowie ab Frühjahr 2016 auch als Plug-in-Hybrid. Darüber hinaus baut Kia das Modellangebot zügig aus. Ganz wichtig für Deutschland wird die Kombi-Variante sein. Diese wird auf dem Genfer Automobilsalon ihr Debüt feiern. Ab Sommer 2016 steht die GT-Version mit ca. 245 PS bei den Händlern. Damit ist koreanische Familienplanung noch nicht abgeschlossen, ein Coupé folgt 2017.

Zum Marktstart stehen für die Limousine der 1,7-Liter-Turbodiesel sowie der 2,0-Liter-Benziner zur Wahl. Der vom Vorgängermodell übernommene Selbstzünder wurde optimiert und mobilisiert nun 104 kW/141 PS, anstelle der bisherigen 100 kW/136 PS, das maximale Drehmoment wuchs von 325 Newtonmetern auf 340 Newtonmeter. Der 120 kW/163 PS starke 2,0-Liter-Ottomotor ist ebenfalls aus dem Vorgänger bekannt. Serienmäßig sind beide Aggregate mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Für den Benziner ist optional ein Sechsstufen-Automatikgetriebe erhältlich, für den Diesel ein Siebengang-DSG. Der GT wird über einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung mit ca. 180 kW/245 PS verfügen.

Die Mittelklasse-Limousine kommt unter anderem mit leicht überarbeitetem Diesel sowie ab Frühjahr 2016 auch als Plug-in-Hybrid.
Die Mittelklasse-Limousine kommt unter anderem mit leicht überarbeitetem Diesel sowie ab Frühjahr 2016 auch als Plug-in-Hybrid.

Optisch orientiert sich die Limousine mit der markant gestalteten Tigernase an der aktuellen Kia-Designsprache. Die Außenabmessungen der 4,86 Meter langen Limousine sind im Vergleich zum Vorgänger weitgehend gleich geblieben, nur in der Breite hat sie um 3 Zentimeter zugelegt. Beim Interieur haben die Koreaner nachgelegt: Das Platzangebot sowie die Materialanmutung wurden verbessert. Das Angebot an Assistenzsystemen wurde erweitert, außerdem ist das induktive Laden von Smartphones möglich.

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

IAA 2015 Livestream der SEAT Pressekonferenz

SEAT Pressekonferenz auf der IAA 2015

Im Rahmen der SEAT Pressekonferenz auf der IAA wird der Vorstandsvorsitzende der SEAT S.A., Jürgen Stackmann, zahlreiche Neuheiten präsentieren.

Verfolgen Sie die SEAT Pressekonferenz auf der IAA 2015 LIVE am 15. September ab 11:50 Uhr

IAA 2015 Livestream von der Hyundai Pressekonferenz um 11:15

Weltpremiere auf der IAA: Neuer i20 Active und neuer Santa Fe
Hyundai Motor enthüllt auf der IAA Frankfurt den neuen i20 Active und den neuen Sante Fe. Vorgestellt wird ebenfalls die Hyundai High Performance Marke N, die sich durch das Konzeptfahrzeug „N 2025 Vision Gran Turismo“ darstellen lässt. Außerdem
gibt Hyundai eine Vorschau auf die neue Generation des i20 WRC Modells zur Saison 2016 der World Rallye Championship. Des weiterem zeigt das Vision G Coupé Concept das dynamische Design und die fortgeschrittenen Technologien als Inspiration für zukünftige hochwertige Produkte.

IAA 2015 Livestream der Porsche Pressekonferenz ab 11:05

Porsche Pressekonferenz auf der IAA 2015

Weltpremiere auf der IAA: Neuer Porsche 911 Carrera
Die Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG feiert auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt die Weltpremiere des neuen 911 Carrera. Die neue Generation des weltweit meistverkauften Sportwagens debütiert mit innovativen Biturbo-Boxermotoren, weiterentwickeltem Fahrwerk sowie neuem Porsche Communication Management. Porsche enthüllt die neuen Sportwagen während der Pressekonferenz erstmalig vor der Öffentlichkeit.

Die kosmetischen Anpassungen beim Facelift des Porsche 911 sind überschaubar, unter dem Blech ist etwas passiert, was die Fans erschüttert: Ab Herbst wird nicht mehr nur der 911 Turbo von einem Turbomotor angetrieben, auch die neuen 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxer im 911 Carrera sind zwangsbeatmet. Dadurch sollen die Aggregate sparsamer werden und die strengeren Emissionsvorschriften erfüllen.

Berichten zufolge feiert auch eine Studie zum Pajun in Frankfurt Premiere. Der kleine Bruder des Panamera (Pajun ist ein Wortspiel aus PAnamera und JUNior) soll als Elektro-Sportler eine Reichweite von rund 500 Kilometern elektrisch fahren können. In Serie wird der Pajun wahrscheinlich frühestens 2018 gehen.

IAA 2015 Livestream der Volkswagen Pressekonferenz ab 10:50

Die Marke Volkswagen präsentiert bei der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt ihre Weltneuheiten. Die größte und international bedeutendste Fachmesse gilt als Indikator für die Trends der Automobilwelt von morgen. VW zeigt Lösungen für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.

IAA 2015 Livestream der Mercedes-Benz Pressekonferenz

Dr. Zetsche und die Vorstände der Marken präsentieren während der Pressekonferenz auf der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) zahlreiche Weltpremieren. Erleben Sie die neuesten Modelle von Mercedes-Benz und smart. Mit wunderbaren Weltpremieren, wie dem neuen S-Klasse Cabrio

Mercedes-Benz & smart Pressekonferenz
Schöner geht nicht – Das neue S-Klasse Cabriolet
Sportlich wie noch nie – Das neue C-Klasse Coupé

Ein Stern kommt zurück – auf der IAA in Frankfurt zeigt Mercedes-Benz die sechste Variante der aktuellen S-Klasse und gleichzeitig den ersten offenen Luxus-Viersitzer seit 1971: Das neue S-Klasse Cabriolet. Es bietet ein unverwechselbares Design, die Spitzentechnik der S-Klasse und ein umfassendes Wärme- und Windschutzkonzept einschließlich einer intelligenten Klimasteuerung für Cabriolets.
Wie kaum ein anderes Fahrzeug symbolisiert die offene Variante der S-Klasse damit die Leidenschaft für individuelle und zeitlos-exklusive Mobilität. Zeitgleich wird auf der Messe in Frankfurt auch das Mercedes-AMG S63 4MATIC Cabriolet präsentiert.

Eine weitere Weltpremiere zeigt Mercedes-Benz mit der sportlichsten Ausprägung der C-Klasse: Dem C-Klasse Coupé, das packendes Design, modernen Luxus und agile Sportlichkeit kombiniert. Dazu tragen neben Leichtbau für weniger Gewicht auch leistungsfreudige und effiziente Motoren sowie eine exzellente Aerodynamik bei. In der Disziplin Aerodynamik ist Mercedes-Benz Taktgeber und bietet in fast allen Fahrzeugklassen die strömungsgünstigsten Autos mit den niedrigsten cw Werten. Für das neue C-Klasse Coupé beträgt er 0,26. Das neue Coupé erscheint im Dezember 2015. In der AMG Variante als C 63 AMG Coupé verspricht es die sportlichste C-Klasse aller Zeiten zu sein.

Das neue smart fortwo cabrio feiert auf der IAA seine Weltpremiere. Genau genommen ist der offene Zweisitzer drei Autos in einem: Auf Knopfdruck verwandelt sich das neue smart fortwo cabrio vom geschlossenen Zweisitzer zu einem Auto mit großem Faltschiebedach bis hin zum Cabriolet mit komplett geöffnetem Verdeck – übrigens dem einzigen echten Cabrio in seiner Fahrzeugklasse.


Die Mercedes-Benz Neuheiten im Überblick:

Als dritte Variante nach Limousine und T-Modell gibt es die C-Klasse künftig auch als Coupé. Nach der Messepremiere im September geht der Zweitürer zum Jahreswechsel an den Start. Das Coupé soll sportlich orientiert sein, mit niedrigerer Sitzposition, tiefer gelegtem Fahrwerk und direkterer Lenkung. Innen orientiert sich das Coupé stark an der Limousine, genauso wie bei Ausstattung und Motoren.
Hingucker auf dem Mercedes-Stand wird das S-Klasse Cabrio sein, mit dem Daimler seine S-Klasse-Familie erweitert. Denn zum ersten Mal seit 1971 bietet Mercedes wieder ein viersitziges Oberklasse-Cabrio an. Als „komfortabelstes Cabrio der Welt“ kündigt Mercedes sein neues Modell an. Den Antrieb des Fünf-Meter-Fahrzeugs übernimmt immer ein Achtzylinderbenziner. Im S 500 Cabrio kommt ein 4,7-Liter-Biturbo mit 335 kW/455 PS zum Einsatz, der an eine Neungangautomatik gekoppelt ist. Als sportliche Alternative gibt es die offene S-Klasse auch in einer AMG-Version. Dann arbeitet unter der langen Haube der 5,5-Liter-Biturbo des Haustuners, der es auf 430 kW/585 PS bringt.

Vom C-Klasse Coupé legt Mercedes außerdem eine Hochleistungsvariante auf. Das Mercedes-AMG C 63 Coupé wird wie bereits die Limousine von einem V8-Biturbobenziner angetrieben. Den 4,0 Liter großen Motor gibt es wahlweise mit 350 kW/476 PS oder 375 kW/510 PS im Modell. Die Markteinführung erfolgt im März.

Neben den emotionalen Stars bringen die Stuttgarter zwei neue Modelle mit, die eine breitere Kundschaft ansprechen: Die geliftete A-Klasse, die neben einigen optischen Änderungen nun komfortabler abgestimmt ist. Dank eines neuen Einstiegsbenziners (A160 mit 75 kW/102 PS) ist der Kompakte nun günstiger, ab 23.746 Euro, zu haben. Sowie den GLC, der sich anders als sein kantiger Vorgänger GLK sehr artig in die Designsprache der Marke einschmiegt. Der Platz im Innenraum ist mit der Designänderung ebenso gewachsen wie das Kofferraumvolumen. Die Motoren – zunächst stehen nur drei zur Wahl (125 kW/170 PS bis 155 kW/211 PS) sind bis zu 19 Prozent sparsamer, die Preise starten bei 44.506 Euro.

Erstmals bietet Daimler die sportliche AMG-Line nun auch für einen Mercedes-Van an. Zur V-Klasse AMG-Line gehört unter anderem ein strafferes Sportfahrwerk, das den Van 1,5 Zentimeter näher an die Straße rückt, zum Ausstattungsumfang. Optional ist ein Fahrwerk mit variabler Dämpfung erhältlich. Optisch verstärken beispielsweise eine geänderte Frontschürze mit markanteren Lufteinlässen und eine Heckschürze in Diffusor-Optik für einen dynamischeren Auftritt.

IAA 2015 – Livestream der Opel Pressekonferenz

Livestream: Opel Pressekonferenz auf der IAA 2015

Weltpremiere auf der IAA: Der neue Opel Astra
Adam Opel AG feiert auf einer der wichtigsten Automessen auf der Welt, der IAA in Frankfurt am Main, die Weltpremiere des neuen Opel Astra. Der neue Astra ist nicht nur leichter und effizienter als seine Vorgänger, mit der jüngsten Opel-Kompaktklasse steigt auch das Niveau des gesamten Segments, was Fahrerassistenz-Systeme und Komfort angeht. Weitere Innovationen und Fahrzeugvarianten von Opel werden ebenfalls auf der IAA präsentiert.

Opel
Die fünfte Generation Astra will der Konkurrenz vorausleuchten: Erstmals sind in der Kompaktklasse LED-Matrixlicht erhältlich, dessen Fernlicht entgegenkommende Autos automatisch ausblendet. Der Rüsselsheimer tritt zudem dynamischer auf als sein Vorgänger und will mit sparsameren Motoren punkten. Am 10. Oktober kommt er zu Preisen ab 17.260 Euro in den Handel, für das Geld gibt es den 74 kW/100 PS starken 1,4-Liter-Benziner.

Und zusätzlich wird der Opel Astra Tourer, die Kombi-Variante des Kompakten aus Rüsselsheim, seine Weltpremiere feiern!

IAA 2015: Das Mercedes-Benz Konzept-Fahrzeug | Galerie

Ein wenig Jaguar F-Type, ein wenig C-Kadett Coupé, ein wenig Windkanal-Rekordfahrzeug C111. Wie auch immer, Formen können nicht immer wieder neu erfunden werden, nur neu interpretiert. Mercedes-Benz macht das bei seinem diesjährigen Konzeptfahrzeug für die IAA 2015.

Mercedes-Benz „Concept IAA“ – Das „Intelligent Aerodynamic Automobile“*

*hust

Fast hätte ich den Pressetext schlicht kopiert und hier eingefügt, bis ich über die „sinnliche Klarheit“ gestolpert bin. Nein. Diese Floskel kommt nicht mehr in den Text, in keinen Text, nicht auf mein-auto-blog. Also, ratzfatz die Fakten zum „Concept IAA“ zusammengefasst:

Mit einem cW-Wert von 0.19 soll das Concept IAA ein „Aerodynamik-Weltrekordler“ sein, in wie fern man mit einem Konzeptfahrzeug einen Weltrekord beanspruchen kann, müsste man gegebenenfalls mal eruieren.  Auf jeden Fall gibt das „Concept IAA“ den Ausblick auf ein viertüriges Coupé, das wäre in der Mercedes-Sprache ein CLS, der Zukunft. Und? Können wir, wenn wir die Augen zukneifen einen CLS der übernächsten Generation im Concept-Fahrzeug sehen? Nope. Ich nicht. 

Ab 80 km/h will sich dieses Konzeptfahrzeug nach Transformer-Methode verwandeln. Das Heck wird per Flaps um rund 39 Zentimeter verlängert, die Frontflaps fahren nach außen und aktive Felgen verändern die Tiefe ihrer „Schüsselung“ – also der Abstand zwischen Nabe und Felgenhorn wird auf Null gefahren. An der Front verändert sich die Form und Position der Nase und will so die Anströmung des Unterbodens verbessern.

Mercedes-Benz hat dieses Konzept aus 300 durchgerechneten Varianten ausgewählt und brauchte dafür 1 Millionen CPU-Stunden.

Und dann folgt der Knaller! Die Umkehr der Daimlerischen Bedienphilosophie! 

Mercedes spricht beim Concept IAA von einer „Touchbasierten Bedienphilosophie“ und einer ergonomisch perfekten Funktionalität. Keine Knöpfe, dafür ein großes Touchdisplay. Der Armaturenträger erinnert noch sehr an den Teilespender aus der S-Klasse, das Touchfeld passt optisch jedoch genial zu dem weiterhin extrem großen Display.

Plug-In Hybrid Antrieb mit 279 PS

Für das rund 5 Meter lange Konzeptfahrzeug (5.43m) mit den ausgefahrenen Finnen ab Tempo 80, schwebt Mercedes-Benz ein Plug-In Hybrid-Antrieb vor. 279 PS Gesamtleistung aus einem nicht näher genannten Duo aus Benzinmotor und E-Motor. Wobei man mit 250 km/h Top-Speed sehr realistisch ist, mit nur 66 km elektrischer Reichweite jedoch eine geradezu lächerliche E-Reichweite für die Zukunft avisiert. Nach NEFZ sollen 28 Gramm CO2 je KM emittiert werden. Wenn es soweit ist, ist der NEFZ jedoch Geschichte. Aber so sind Konzeptfahrzeuge eben.

Was ist Wahrheit, was Fiktion?

Das Design kann durchaus erste Ideen der zukünftigen Modelle visualisieren, üblicherweise ist das bei Mercedes durchaus so. Die Technik des Plug-In Hybrid ist Standard und dürfte in der Zukunft eher die Regel denn die Ausnahme sein. Die avisierte Elektrische Reichweite mag man sich in Stuttgart indes noch einmal überdenken, denn mit 66 km liegt man kaum über dem, was heute bereits möglich ist. Und so nah in der Zukunft scheint dieses Konzept wohl noch nicht verankert sein.

News: Seat-Studie Leon Cross Sport – Hochgebockter Dreitürer

Ein SUV hat Seat für das kommende Jahr bereits angekündigt. Auf der IAA (17. bis 27. September) zeigen die Spanier nun die Studie eines Crossover-Modells. Das als Leon Cross Sport bezeichnete Showcar hat drei Türen wie der Leon SC und zeigt sich in Offroad-Optik wie der Leon ST X-Perience.

Das als Leon Cross Sport bezeichnete Showcar hat drei Türen wie der Leon SC und zeigt sich in Offroad-Optik wie der Leon ST X-Perience
Das als Leon Cross Sport bezeichnete Showcar hat drei Türen wie der Leon SC und zeigt sich in Offroad-Optik wie der Leon ST X-Perience

Bisher gibt die Matsch-Variante X-Perience nur für deb Kompakt-Kombi Leon ST und nur mit Allradantrieb. Für den kleineren Dreitürer SC könnte eine Frontantriebs-Variante mit Geländeoptik in Frage kommen. Damit läge der „Softroader“ im Trend der SUV-artig gestalteten Fahrzeuge.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X