Rückblende: Nissan live von der IAA 2015

Auf der IAA 2015 habe ich mich mit Daniel von saving-volt.de auf dem Nissan-Stand getroffen, um zusammen mit dem Moderator Sebastian Höffner live auf periscope über das Thema E-Mobilität im Gesamten und den neuen Leaf im Speziellen zu sprechen. Natürlich kam auch die aktuelle Studie von Nissan, der Gripz, nicht zu kurz.

Lustigerweise waren der Moderator und ich damals auf dem gleichen Event, ohne dass uns das bewusst war und konnten damals schon den sportlichsten Leaf aller Zeiten testen. Was sonst noch so unsere Themen waren, seht ihr im verlinkten Youtube-Video. 

Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.
Am Heck zieht sich die hintere Scheibe bis an den aufrecht stehenden, schildartigen Kofferraumdeckel, der gleichzeitig als Spoiler dient. Links und rechts flankieren ihn geschwungenen Leuchten, die entfernt an den BMW i8 erinnern.
Könnte so der nächste Juke aussehen?
Könnte so der nächste Juke aussehen?
Nissan wagt mit der extrovertierten Studie Gripz auf der IAA einen ersten Ausblick auf die Zukunft des B-Segments.
Nissan wagt mit der extrovertierten Studie Gripz auf der IAA einen ersten Ausblick auf die Zukunft des B-Segments.
Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.
Innen setzen die Japaner auf mattroten Kunststoff, der hier und da mit hellen Pölsterchen aufgehübscht wird – so auf dem Armaturenbrett, auf der Mittelarmlehne oder an den Seiten der Mittelkonsole.
In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.
In der ersten Reihe sowie im Fond gibt es mit glattem Leder bezogene Schalensitze, die entfernt an einen Fahrradsattel erinnern.

 

 

Video

Die IAA 2015 – Eine Challenge, nicht nur für Automobil-Hersteller

So eine „Internationale Automobil-Ausstellung“ ist ganz schön fordernd. Nicht nur für die Damen und Herren die den ganzen Tag freundlich an den Autos stehen müssen. Auch für die Besucher. Die Automobilmesse in Frankfurt überwältigt einen jedes Jahr wieder. So viele Aussteller. So viel zu sehen. 

Dumm nur, wenn man eigentlich gar nicht dazu kommt, sich die Messe mal in Ruhe anzuschauen. So ist es mir in diesem Jahr passiert. Mit der Kollegin Jana von MotorDialog wollte ich eigentlich nur mal „locker“ über die Messe schlendern.

Doch dann durchquerte die „Redaktion“ unsere Pläne. Plötzlich hatten wir eine Aufgabe. Und gleich die erste Aufgabe hatte es so richtig in sich!

IAA 2015 – Eine ganz besondere Challenge

In Zusammenarbeit mit CARGLASS

Ernsthaft. Bereits bei Teil 1 der Aufgaben hatte ich nach nur wenigen Minuten den Kanal voll. Ich bin 40 Jahre alt. Verheiratet. Ein Kind. Ich habe wirklich keine Ahnung wie man Hostessen auf der Messe nach ihren Rufnummern fragt – aber gut. Aufgabe ist Aufgabe. 

Drei Aufgaben haben auf uns gewartet

Es wäre nicht klug Euch allzu viel gleich zu Beginn zu erzählen. Die acht Clips sind in einer Playlist, ihr könnt Euch die also ganz simpel nacheinander anschauen. Ich verspreche Euch auch, jeder einzelne Clip ist kurz – und kurzweilig.

 

Und? Wart ihr eigentlich schon auf der IAA? Wenn ja, dann schreibt mir doch, was Eure größte Herausforderung war, was Euer Highlight war und wovon Ihr Euch so ernährt habt 😉

 

Aston Martin DB10 – Das Gute gewinnt immer!

Am Ende gewinnen im Kino immer die Guten. Wenn auch die James Bond Filmreihe schon immer ein wenig anders war. Die Geliebte von Bond, James Bond, sein? Hält selten für den ganzen Film an und am Ende wird es traurig für die Damen. Oder denken wir an die Dienstwagen des Doppelnull-Agenten. Auch die sind selten am Ende noch in einem Stück. Für Leasing-Rückläufer ist die Handhabe durch den wichtigsten Agenten seiner Majestät eher ungeeignet.

ASTON MARTIN stellt den Dienstwagen für Bond. James Bond! Gestatten? Martin. Aston Martin DB 10!

Doch Aston Martin versteht beim DB10 keinen Spaß. Ein Happy End gibt es nur für Film-Fans. Liebhaber der Marke werden KEINEN der 10 gebauten DB 10 kaufen können. Es wird also für den „Firmenwagen für Agenten“ kein Happy End in einer klimatisierten Garage geben. Vermutlich ist das die Einzigartigkeit die man akzeptieren muss, wenn man dem bekanntesten Geheimdienst-Agenten einen Dienstwagen stellt.

ASTON MARTIN DB 10 – ein echter Aston Martin

Natürlich steckt unter der spektakulären Hülle des DB 10 ein echter Aston Martin. James Bond darf hierbei auf den 4.7 Liter V8-Sauger vertrauen.

premiere 061 aston martin james bond

Kein Film-Fan? Aber Lust auf eine wirklich gute Nachricht? Dann warten Sie mal auf den Aston Martin DB11 – den hat Aston Martin CEO Andy Palmer im Rahmen der IAA 2015 bestätigt. Der Nachfolger wird – festhalten – als DB 11 auf die Welt kommen.

Sein Design soll sich am Dienstwagen von Bond orientieren – unter der Haube wird aber erstmalig eine völlig neue Motoren- und Getriebegeneration Einzug halten. Erste Erlkönige haben den DB 11 mit Mercedes-Benz Instrumenten und Bedien-Elementen gezeigt. Und die Zusammenarbeit mit Mercedes-AMG beschränkt sich nicht auf Oberflächlichkeiten. Der neue V8-Bi-Turbo des AMG GT S dürfte in Gaydon durchaus für ein Grinsen sorgen. Nicht nur weil Mercedes-AMG immer wieder zeigt, wie beinah grenzenlos so ein AMG-Triebwerk skalierbar ist. 500 PS und rund 700 Nm sind auch für den englischen Aristokraten eine gute Basis für die Zukunft! Aber der V8-Turbo ist nur ein Triebwerk der AMG-Poermanufaktur die man für den Briten als gesicherte Option betrachten darf. Die von Hand gefertigten V12-Turbo-Triebwerke aus Affalterbach gehören zu dem kräftigsten was von Menschenhand in einen Serienmotor verwandelt wird und der Einsatz im DB 11 ist ebenso möglich. V8, oder gleich V12? Ich gebe darauf keine Wette ab!

Die Premiere des Aston Martin DB 11 erwarte ich für den Genfer Salon 2016! 

Damit wird man bei Aston Martin aber nur den Auftakt geben für eine Produkt-Offensive. Ein Crossover dürfte ebenso sicher sein, wie neue Roadster-Versionen und einen Panamera-Gegner.

 

 

Fotos: Aston Martin

IAA 2015: Facelift einer Legende

Mit dem Facelift des Porsche 911 hat Porsche zugleich den heiligen Gral der Porsche-Fans angefasst. Mal wieder. War man vor Jahrzehnten über die Wasserkühlung entsetzt, müssen Porsche-Fans jetzt ganz tapfer sein. Jetzt ziehen „Turbo-Aufladung“ und „Down-Sizing“ in das Heck der Legende ein. Und wieder einmal wird Porsche das tun, was man in Zuffenhausen immer tut – man wird den 911 wieder großartiger werden lassen. Nicht vorstellbar? Scheint aber so zu sein! 

IAA 2015: Porsche 911 – jetzt sind wir alle Turbo!

„Wir sind Turbo!“

Und lassen erst einmal die Fotos von unserem Fotografen: Stefan Baldauf sprechen:

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Jetzt zu den Fakten!

Was Porsche am Design verändert hat kann jeder mit seinen eigenen Augen sehen. Das ganze „Facelift“ wurde dezent ausgeführt. Völlig undezent jedoch was unter dem Blech passierte. Der neue Sechszylinder-Boxermotor hat nun drei Liter Hubraum und 370 PS als Carrera, sowie 420 PS als Carerra S. Beim Drehmoment darf der „normale Carrera“ auf 450 Nm vertrauen, das sind 60 Nm mehr als zuvor – vor allem aber liegt diese Kraft nun früher an. Der Carrera S bekam 500 Nm zur Seite gestellt. Das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe ist weiterhin für beide Varianten verfügbar.

Als Carrera S mit PDK und Sport-Chrono-Paket spurtet der 911 mit Turboaufladung nun binnen 3.9 Sekunden auf Tempo 100.

Der einzige Saugmotor im Programm der 911er Baureihe bleibt der Porsche 911 GT3. 

 

 

 

 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

IAA 2015: Facelift der Mercedes A-Klasse

Mercedes-Benz präsentiert auf der IAA 2015 in Frankfurt auch das Facelift der Mercedes A-Klasse. Wir konnten den Kompakten Stuttgarter bereits fahren – der Fahrbericht zur Mercedes A-Klasse (klick) findet sich hier.

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Der A160 Benziner fängt bei 23.746 € an.
IAA 2015 002 mercedes-benz a-klasse facelift
Die IAA stellt den offiziellen Rahmen für die Premiere der Mercedes A-Klasse.
IAA 2015 003 mercedes-benz a-klasse facelift
Top-Modell ist der A45 AMG mit 381 PS.
IAA 2015 004 mercedes-benz a-klasse facelift
Der A160 d ist der Einstieg in die Diesel-Welt der A-Klasse. 90 PS stark und 26.423 € teuer.
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Die Front gefällt nach dem Facelift mit optionalen LED-Scheinwerfern und einer neuen Leuchtengrafik.
IAA 2015 005 mercedes-benz a-klasse facelift
Am Heck gibt es zwei optische Varianten. Mit und ohne Auspuffrohre.
IAA 2015 006 mercedes-benz a-klasse facelift
Die Rückleuchtengrafik wurde neu gestaltet.
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Neue Materialien im Innenraum. Das optionale Display wuchs um einen Zoll und ist nun acht Zoll groß.
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Die A-Klasse bietet Mercedes-Benz in zwölf frischen Farben an. Darunter auch dieses spektakuläre Grün!

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf.

IAA 2015: BMW 225 XE – Galerie

BMW präsentiert in Frankfurt den BMW 225 xe, einen BMW wie keinen zuvor. Nicht nur das die Münchner den Mini-Van Charakter plötzlich so lieben, jetzt kombinieren sie auch noch den Frontantrieb des 2er Active Tourers mit dem Heckantrieb eines E-Mobils. 

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

Video

Video: Erste Fahrt „im“ neuen S-Klasse Cabriolet!

Am Montag-Vormittag, noch bevor das S-Klasse Cabriolet der Welt-Öffentlichkeit präsentiert wurde, sind wir mit diesem jüngsten Luxus-Cabrio durch Frankfurt gefahren. Weil das Fahrzeug am Folgetag für die Premiere gebraucht wurde und weil die Fahrveranstaltung noch folgt, durften wir jedoch „nur“ mitfahren. Ein Mitarbeiter von Mercedes-Benz fuhr uns durch Frankfurt. 

Erste Fahrt im neuen Mercedes-Benz S-Klasse Cabriolet (A217)

455 PS als Basistriebwerk, mit dieser Form der Bescheidenheit lässt es sich gut leben. Das neue S-Cabriolet überzeugt durch größtmögliche Eleganz. Sinnliche Klarheit? Wenn dieser Begriff noch einmal aus der Schublade geholt werden darf, dann nur für dieses Automobil. Auto? Nein, der Begriff Auto ist zu profan. Automobil muss es sein. Soviel Platz und Zeit ist immer vorhanden. Vier Erwachsene reisen mit dem schön gezeichneten S-Klasse Cabriolet völlig bequem nach Nizza oder Monaco. Und zwar auch von der anderen Seite Europas aus. Wenn selbst ich, als 120 Kilo-Testklotz auf der Rücksitzbank von Sitzkomfort spreche, dann hat man wohl bei den Sitzen nicht viel falsch gemacht. (Nicht gemeckert ist genug gelobt!)

mein-auto-blog durfte diese Testfahrt vor der IAA mitmachen, weil Hr. „Dreikommanull“, der geschätzte Kollege Marc J. Christiansen für seine Moderation eben nicht abkömmlich war. Sicher, drehen hätte der Digital-Artist „Schlörbi“ auch alleine – aber zusätzlich moderieren? Keine Chance. Und damit ich nicht zu ausfällig werde und weil das Cabriolet eben viersitzig ist, kam auch noch Kollege „Edelfeder Mechthild“ mit zur „ersten Ausfahrt“ im neuen Cabriolet!

Wie sich der „Basis-Benziner“ im S-Klasse Coupé fährt, kann man im übrigen ganz frisch hier im Blog nachlesen! 

 

 

News: SUV auf der IAA – Millionenseller und Millionärsmodell

Fünf besonders beliebte SUV-Modelle gehen auf der IAA in die nächste Runde. Absoluter Star unter ihnen ist die zweite Auflage des Tiguan. Aber auch andere hoffnungsvolle Neulinge werben um die Gunst der unvermindert kauffreudigen SUV-Kundschaft.

VW hat den Tiguan neu gemacht
VW hat den Tiguan neu gemacht

Acht Jahre wird der Tiguan nun bereits gebaut. In nahezu jedem einzelnen Monat rangierte er auf Rang eins der Bestsellerliste seines Segments. Bei der Neuauflage gibt es also keinen Grund für große Änderungen. Wie von VW gewohnt steht Evolution statt Revolution auf dem Plan. Der steilere Kühlergrill mit breiteren Chromleisten und großem Markenlogo lassen das Kompakt-SUV selbstbewusster wirken als den vergleichsweise zierlichen Vorgänger. Das Cockpit lehnt sich nun nicht mehr direkt an den Golf an, sondern an den Touran. Technisch basiert der Tiguan auf dem Plattform-Baukasten des Konzerns, wodurch das Platzangebot wächst und das Gewicht sinkt. Auch die Motoren sind bereits aus anderen Modellen bekannt. Die Diesel decken ein Band von 85 kW/115 bis 177 kW/240 PS ab, die Benziner reichen von 92 kW/125 PS bis 162 kW/220 PS. Auf den Markt kommt das Kompakt-SUV gegen Jahresende, die Preise dürften bei rund 26.000 Euro starten.

Das SUV ist schärfer gezeichnet
Das SUV ist schärfer gezeichnet

Zu den stärksten Herausforderern des Tiguan zählt ein Duo aus Korea: Während der Hyundai Tucson zu Messebeginn bereits auf dem Markt ist, zeigt sein Schwestermodell Kia Sportage in Frankfurt erstmals sein Gesicht. Wo der Hyundai optisch auf ausgewachsene Bulligkeit setzt, kommt der Kia passend zur jugendlicheren Positionierung der Marke etwas verspielter daher. Technisch sind beide identisch, zu den Neuerungen zählen ein Doppelkupplungsgetriebe und ein neuer Turbobenziner mit 130 kW/177 PS. Allradantrieb ist gegen Aufpreis zu haben. Die Grundmodelle dürften gut 20.000 Euro kosten und wie gehabt attraktive Garantie-Konditionen bieten.

Hyundai zeigt den Tucson
Hyundai zeigt den Tucson

Doch nicht nur die Volumenhersteller kämpfen um Marktanteile, auch bei den Premiummarken verschärft sich die Konkurrenz. So steigt auf der IAA nun auch Jaguar mit dem F-Pace in das boomende Segment ein. Die Briten versprechen eine besonders sportliche Interpretation des SUV-Gedankens. Auch, um ihrer eher komfortorientierten Schwestermarke Land Rover keine Kunden abzujagen. Dynamik will Jaguar dabei vor allem durch Leichtbau erzeugen, nutzt dafür die Alu-Technik der Limousinen XE und XF. Auch beim Design orientiert sich der 4,73 Meter lange Fünftürer an den dynamischen Geschwistern – vom klassischen Geländewagenstil der Konzernschwester Land Rover ist beim F-Pace nicht zu sehen. Passend dazu will der Allradantrieb eher für Fahrdynamik als für Traktion auf losem Untergrund sorgen. Serienmäßig ist er bei den starken V6-Modellen mit 221 kW/300 PS (Diesel) und 280 kW/380 PS (Benziner) an Bord. Der auf Sparsamkeit gepolte Vierzylinderdiesel (132 kW/180 PS) fährt mit Hinterradantrieb, verbraucht dabei laut Norm nur 4,9 Liter Kraftstoff. Die Markteinführung erfolgt im Frühjahr 2016 zu Preisen ab 42.390 Euro.

Bentley zeigt den Bentayga
Bentley zeigt den Bentayga

Hat schon Jaguar lange mit dem Bau eines SUV gerungen, dürfte es den eine Klasse aristokratischeren Landsmännern von Bentley noch schwerer gefallen sein, sich in die Niederungen des Matschauto-Trends zu begeben. Mit dem Bentayga will die VW-Tochter nun zumindest das edelste SUV der Welt gebaut haben. Ein Zwölfzylindermotor, der handgearbeitete Innenraum und Preise jenseits der 200.000 Euro übertünchen dann auch ganz wirkungsvoll, dass es sich im Kern um eine aufgemöbelte Version des Audi Q7 handelt. Die Kundschaft zumindest greift gerne zu. Die erste Jahresproduktion von 4.000 Fahrzeugen ist bereits verkauft.

Autor: Holger Holzer/SP-X

IAA 2015 – Das Mazda SUV-Concept Koeru

Sie gehören zu den kleinsten Automobil-Herstellern der Welt und sind dennoch enorm innovationsstark. Und konsequent auf dem ganz eigenen Weg unterwegs. Vermutlich gehören genau diese Konsequenz und die Innovationsfreude zu den Erfolgrezepten der Marke. Mazda präsentiert auf der IAA neben dem neuen MX-5 auch eine sehr attraktive Konzept-Studie, allerdings ist diese Studie auf den ersten Blick so realistisch, man muss kaum darüber nachdenken, ob diese nicht bald in Serie gehen könnte.

IAA 2015: Mazda Koeru-Konzept

Trotz der vier Türen könnte der Koeru der Ausblick auf eine CX-5 Variante nach dem Vorbild vom Mercedes GLC Coupé und BMW X4 sein. Ob man bei Mazda dann am Namen CX-5 bleibt oder eine Nummer verschiebt – derzeit kann oder will niemand diese Frage beantworten. Klar ist: Der Radstand der Studie ist ebenso lang wie beim CX-5, dafür ist der Koeru jedoch flacher, klar, aber auch breiter. Wobei das vor allen bei den Konzepten eh gemeinhin üblich ist.  Das sorgt für eine extrem bullige Optik. Das schnittige Heck und die gelungene Front könnten so jedoch direkt in die Serie gehen. Da ist kaum ein Takt zuviel Zukunfts-Musik versteckt.

Ganz privat gesprochen: Dieser SUV sieht so gut aus, den will ich sofort auf der Straße sehen! Da sind BMW X4 und Mercedes GLC Coupé doch ganz lahme Enten…

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

IAA 2015: Der neue Renault Mégane

Auch die Hersteller-Allianz aus Renault und Nissan besitzt einen modularen Baukasten für die neuesten Automobil-Generationen. Auf Basis des CMF-Baukasten,auf dem auch der neue Espace und Autos wie der neue Nissan Qashqai und Nissan X-Trail basieren, präsentiert Renault nun den neuen Renault Mégane.

IAA 2015: Der neue Renault Mégane

Flacher, aber länger, breiter und mit mehr Innenraum für Mitfahrer und Gepäck. Das Prinzip für den neuen Mégane ist simpel, aber wirkungsvoll. Die neue Plattform ermöglicht ein moderates Wachstum und trotz weniger Bauhöhe bekommen die Insassen mehr Raum im Innenraum.

Technik-Feuerwerk

Ab 2017 will Renault einen Diesel-Hybriden im Megane anbieten, bereits zuvor gibt es das größte Display in dieser Klasse, direkt in der Mittelkonsole. Erinnert ein wenig an den US-Tesla. Aus den größeren Modellen kommend, spendiert Renault dem Megane eine Hinterachslenkung, die sowohl mehr Sicherheit als auch mehr Handlichkeit versprechen soll. LED-Scheinwerfer sind Standard und ein Head-Up Display gehört auch zum machbaren Umfang für den neuen Franzosen-Golf.

Fünf Diesel, vier Benziner – alle mit Turbolader!

Die 110 PS-Dieselversion ist die bescheidene Variante. Mit nur 3.3 Litern im NEFZ auf 100 km soll sie dem Renault Megane zur neuen Bescheidenheit verhelfen. Darüber und darunter rangieren Motoren von 90 bis 205 PS. Das Top-Modell ist der GT, erst einmal, er verfügt dann auch über den 205 PS starken Turbo-Benziner.

Wir sagen: Eine Top-Neuheit von der IAA 2015!

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf

News: 3 Fragen an Matthias Müller – Vorstandsvorsitzender der Porsche AG

500 Kilometer Reichweite – einmal vollladen in 15 Minuten. Mit dem Mission E weckt Porsche Hoffnungen auf eine komfortablere E-Mobilität. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller.

Der Mission E ist einer der Messe-Stars. Was hat Porsche zum Umdenken hin zum reinen batterieelektrischem Fahrzeug (BEV) bewogen?

Wir haben nicht um- sondern konsequent weitergedacht. Mit dem Panamera E-Hybrid, dem Cayenne E-Hybrid und dem 918 Spyder hat Porsche als einziger Premium-Hersteller gleich drei Modelle mit Plug-in-Hybridantrieb auf den Markt gebracht. Und für die nächsten Jahre werden fortschrittliche Plug-in-Hybridsysteme die beste Synthese zwischen Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit bleiben. Mit reinen E-Fahrzeugen ließ sich das bisher noch nicht realisieren. Inzwischen steht die Batterie-Technologie allerdings vor einem großen Entwicklungssprung, was Reichweite und Ladedauer betrifft. Auf Basis dieser neuen Technologie haben wir das Konzept Mission E entwickelt – einen Sportwagen mit reinem Elektroantrieb, der die hohen Ansprüche, die an die Marke Porsche gestellt werden, komplett erfüllt.

Porsche-Chef Matthias Müller
Porsche-Chef Matthias Müller

Wann können wir mit einer Serienfertigung des Mission E rechnen?

Bis sämtliche technologischen Innovationen, die wir in Mission E einsetzen, serienreif sind sowie in ausreichender Stückzahl und zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stehen, werden noch ein paar Jahre vergehen. Ende des Jahrzehnts könnte es vielleicht soweit sein – vorausgesetzt, dass bis dahin auch die Rahmenbedingungen für einen alltagstauglichen Betrieb von E-Fahrzeugen stimmen.

Wer bezahlt die künftigen Ladestationen und was erwarten Sie von der Politik?

Zunächst einmal zahlen die künftigen Betreiber für Ladestationen. Sie wollen ja damit ein Geschäftsmodell aufbauen. Doch ohne eine staatliche Anschubfinanzierung wird es keine moderne Infrastruktur geben. Denn um kostendeckend mit Ladestationen arbeiten zu können, muss erst einmal eine kritische Masse an Elektrofahrzeugen auf unseren Straßen fahren. Wir brauchen aber klare politische Unterstützung, damit sich die Elektromobilität breit durchsetzen kann. Das gilt für die Anschubfinanzierung ebenso wie für den Aufbau der Netzinfrastruktur – etwa durch die Bereitstellung von Grundstücksflächen an den Autobahnrastplätzen, die sich in Bundesbesitz befinden.

Autor: Günter Weigel/SP-X

News: Borgward – Die Antwort auf eine nicht gestellte Frage

Es hat einige Zeit gedauert, bis Borgward mit einem ersten realen Fahrzeug aufwartet. Auf der Frühjahrsmesse in Genf ließ man es noch bei einem Modell aus alter Zeit und einem riesigen Logo bewenden, was von einigen Besuchern durchaus als etwas arg dick aufgetragen empfunden wurde. Auf der aktuellen IAA (bis 27. September) ist es nun soweit: Das Unternehmen mit Zentrale in Stuttgart präsentiert in Frankfurt das erste Modell, ein SUV der Mittelklasse mit Namen BX 7.

Damit ist der Fünftürer immerhin schon mal knapp 10 Zentimeter länger als ein Audi Q5. Der große Borgward-Schriftzug im Heck und der sehr ausgeprägte, fast schon mächtige Kühlergrill zeigt, wohin die Reise mit diesem Fahrzeug geht: nämlich nach Asien und speziell nach China, wo man so etwas für Status hält. Das passt, immerhin wird der optisch im Heckbereich an den Porsche Macan erinnernde BX 7 ja auch in China produziert. Was nichts heißen soll, das Messefahrzeug wirkt durchaus hochwertig und gut verarbeitet, setzt aber andererseits auch keine extraordinären Maßstäbe, für die Borgward bis 1961 stand.

Das Heck erinnert ein wenig an den Porsche Macan
Das Heck erinnert ein wenig an den Porsche Macan

Und genau dies könnte ein Problem für das neue Unternehmen werden. In Europa ist Borgward wahrscheinlich nur älteren Autofahrern und ausgesprochenen Fans der Marke bekannt. Hier hat man auf ein chinesisches SUV mit verblasstem deutschen Markennamen, dafür mit personeller deutscher Ingenieurs- und Design-Unterstützung, wohl kaum gewartet. Und ob umgekehrt der Name Borgward in China größere Käufergruppen faszinieren wird, darf – entgegen optimistischer Aussagen der Unternehmensführung – zumindest bezweifelt werden. Doch genau dort müssten sich die Fahrzeuge vor allem verkaufen, nicht zuletzt deshalb hat der Anteilseigner Foton, ein zum chinesischen BAIC-Konzern gehörender Nutzfahrzeug-Hersteller, ja schließlich das Geld für die Investitionen bereit gestellt.

Warum dann der Markenname unbedingt Borgward sein muss, erschließt sich daraus nicht. Wäre man mit jedem anderen Namen nicht genauso gut (oder genauso schlecht) gefahren? Die Zukunft wird zeigen, ob das Konzept aufgeht. Bislang wirkt der Auftritt der Marke wie die Antwort auf eine nie gestellte Frage.

A Peter Eck/SP-Xutor:

IAA 2015 – Die Honda Studie: Project 2×4

Ein Konzeptfahrzeug kaum größer als ein Kart. Mit rund 400 Kilogramm gehört der von HONDA präsentierte „Project 2×4“ zu den extremen Konzeptfahrzeugen der IAA 2015. Um den Namen zu vervollständigen muss man nach dem Project 2×4 noch ein „powered by RC213V“ anfügen und dann versteht der Kenner auch sofort, worum es bei dem Konzept geht! Zweirad-Spaß auf vier Rädern. 

IAA2015: Project 2×4 powered by RC213V

Kein SUV, kein Allrad, kein Komfort. Nur Fahrspaß. Wer sich den martialischen Einsitzer anschaut, der findet einen V4-Motor aus dem MotoGP-Renner von Dani Pedrosa. Mit 215 PS bei 13.000 Umdrehungen erinnert das Triebwerk auch an die glorreichen V12-Triebwerke der Formel-Zeit. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe soll die Kraft an die Hinterachse portionieren.

Das dieses Konzeptfahrzeug jemals Serienreife erlangt, darf – so betrüblich das ist – als unwahrscheinlich eingestuft werden. Die MotoGP-Motoren halten kaum mehr als 2.000 Kilometer, der Fahrspaß auf der Landstraße wäre zwar ein riesengroßer, aber auch ein Kostenintensiver.

Wer in den kommenden Tagen die IAA in Frankfurt besucht, sollte sich dennoch den HONDA-Stand auf den Merkzettel notieren. Bei dem ganzen Drang zu Downsizing, Euro-NCAP-Ergebnissen und NEFZ-Normverbräuchen, lässt uns dieses Konzept vom Fahrspaß träumen.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf!

IAA 2015: Der neue Mitsubishi Outlander

Mit dem Modelljahr 2016 präsentiert Mitsubishi Motors die Modellpflege des Mitsubishi Outlanders. Wir auf mein-auto-blog fahren seit 11 Monaten einen Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Dauertest und werden in absehbarer Zeit das Nachfolger-Modell in den Test übernehmen.

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Optisch das der 2016er Outlander gut zu erkennen. Boomerangförmige Chromspangen, eine dynamischere Front und ganz allgemein – ein deutlich dynamischeres Gesicht – prägt die Optik des 2016er Modells. Doch Design ist nicht alles. Bei Mitsubhsi spricht man von mehr als 100 Änderungen. Teilweise versteckt in den Details, teilweise so leicht zu erkennen wie die neue Front.  Der schon bald in den Test kommende Outlander PHEV wird sich zudem noch ein wenig mehr vom „Normalen“ Outlander abheben und damit seine Ausnahme-Stellung auch optisch besser dokumentieren.

Für die Mitsubishi PHEV ab Modelljahr 2016 gibt der Hersteller zudem nun 8 Jahre Garantie auf den 12.1 kWh großen Akku.

100 Veränderungen? Wir freuen uns darauf, die Details im Dauertest herauszufinden! 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf!

IAA 2015: Der Preis für den schlechtesten Messebau geht an?

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AUDI!

Herzlichen Glückwunsch zum schlechtesten & dümmsten Messebau auf der IAA 2015.

Man muss sich das vorstellen: Der ganze Volkswagen-Konzern ist mittlerweile so groß, dass die Halle 3 mit ihren rund 8.500 m² nicht mehr ausreicht, um alle Marken zu integrieren. Eventuell will man bei Audi aber auch einfach nicht in die Halle „mit Mutti“. Also baut man davor eine ganz eigene Halle auf. Auch in diesem Jahr wurde die „Agora-Freifläche“ von Audi in eine Halle der Superlative verwandelt. Ein eigener „Eis-Kanal“ zu Beginn soll die Besucher – ja, was? – was soll dieser Eisraum eigentlich? Zuerst fährt man 50 Meter per Rolltreppen in die Höhe, gefühlt im dritten Stock beginnt das Spektakel. Der „Eisraum“ markiert den Anfang, dann ein Flur mit Asphalt ähnlichem Boden und Puff ähnlicher Beleuchtung. Dazu Motorenlärm vom Band. Synthetisch. An der Wand, ich glaube es war Motorsport..und dann fällt man eine Treppe hinunter in den unerwartet kleinen Ausstellungsraum. Ja – klein. So klein, dass man selbst an den Presse-Tagen weder Autos noch Mitarbeiter von Audi (Hostessen) sehen konnte. Nur eine wabernde Menge. Dazwischen Blech-Ecke, Blech-Kanten. Wer den Mut hatte und keine Kontakt-Angst, der ließ sich in der Menge treiben. Die Derivate waren kaum zu finden.

Unbeantwortet die Frage, welchen Sinn der Eisklotz am Anfang hatte. Hier unten, das Showcar (e-tron quattro concept) versteckte sich in einer Ecke, davor Menschen, so konnte man das Fahrzeug schnell übersehen. Eventuell war das auch der Sinn.

Selbst für mich als Auto-Blogger wurde es schwierig, zwischen den Menschen die Neuheiten zu entdecken. War das der neue A4? Ist das der S4? Der A6, der ist älter – und der Q7? Ach ja, der Q3 hatte vor kurzen ein Facelift. Es wird einem schwindelig. Zu anstrengend die Suche nach der Neuheit. Zu fordernd die Menschenmengen. (Ellbogen-Check vom AutoBild-Redakteur, klar – der braucht sich alleine vor dem Auto für seine Sitzprobe. Lächerlich, aber das nur am Rande … )

Unfassbare 20-80 Millionen geben die großen Hersteller für die IAA aus. Unfassbar, wie man dabei eine so unsinnige Lösung entwickeln kann. Der Eis-Raum dürfte derartig viel Kühlung verlangen, dass man die CO2-Einsparung aller E-Tron mit nur zwei Messe-Tagen aufgebraucht hat. Natürlich braucht es „eine Show“. Es braucht aber auch Platz. Die Autos stehen im Mittelpunkt, nicht der Messebau. Nicht das: „wir können Rolltreppen“ und Laufhaus-Gänge, nein – es geht um Autos!

Herzlichen Glückwunsch für den schlechtesten Messebau in 2015! 

 

 

 

P.S.: Die Hostessen und Hosts waren jedoch die Besten der gesamten Messe! Humorvoll, vor allem! 

P.P.S.: Ja, die Halle sieht richtig gut aus. Aber das ist ja nicht die Kritik. Die Kritik ist: Sie sieht NUR gut aus. Den Zweck erfüllt sie erbärmlich..

IAA 2015 – Die Schönheiten der Messe

Kein Apfelstrudel ohne Vanillesauce, keine Muffins ohne Blaubeeren, keine Waffeln ohne Sahne. Und eben keine Automobil-Messe ohne die Schönheiten der Messe. Es sind die Damen, die auch das hässlichste Entlein (Auto/Konzept) in das richtige Licht rücken. Die Damen, die man manchmal um ihre Telefonnummer fragt (schaut auf unserer FB-Seite nach dem Video) und die Damen, ohne die eine Automobilmesse anscheinend nicht auskommt. Wobei viele Automobil-Hersteller mittlerweile auch eine ganze Menge an „Hosts“ zu den Autos stellen.

IAA 2015 – Die Schönheiten der Messe

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf!

News: 3 Fragen an Alexandre Malval – Design-Direktor von Citroen

Citroen zeigt mit dem Cactus M auf der IAA (bis 27. September) in Frankfurt ein sympathisches Cabrio in quietschbunter Surfer-Optik mit Details wie wasserfesten Sitzbezügen. Das geht zwar nicht in Serie, zeigt aber laut Design-Direktor Alexandre Malval wohin die Reise geht.

Ein Cactus-Cabrio! Ist das etwas, auf das wir auch in der Serie hoffen dürfen?

Als Designer fände ich es toll und es würde auch gut zur Marke passen. Der Cactus M spiegelt die Positionierung von Citroen genau wieder: entspannt, freundlich, freigeistig, bunt, freudig, ungezwungen. Die Autoindustrie ist in den letzten Jahrzehnten sehr konservativ geworden. Es gibt aber mittlerweile viele Menschen, die etwas anderes erwarten. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen, wir wollen anders sein. Der Cactus M ist kein Serienauto – wir haben derzeit andere Prioritäten – aber der Geist dieser Studie wird sich in unseren neuen Autos widerspiegeln.

DS ist nun eine eigenständige Marke, umso wichtiger ist, dass sich die Citroens abheben. Wie soll das aussehen?

Wenn Sie beispielsweise den Cactus mit dem DS5 vergleichen, dann sehen Sie: Der Cactus ist sehr soft, die Proportionen sind relativ ausgeglichen, er ist überhaupt nicht aggressiv, er ist cool. Der Gesamteindruck ist sympathischer, gleichzeitig hat das Design einen hohen Wiedererkennungswert. Beim Interieur geht es uns nicht darum: Wie viel mehr Equipment kann ich noch in das Auto packen, sondern darum, was für den Kunden wirklich zählt. DS bietet mehr Equipment, das Design ist ein Ausdruck von Sportlichkeit, Maskulinität, Kraft – und damit ist es auch traditioneller. Wir sind diejenigen, die von Autos wie 2CV, Mehari, GS oder CX inspiriert werden. DS führt andere Aspekte aus der Markenhistorie weiter.

Wie werden also die künftigen Citroens aussehen?

Wir wollen nicht – wie andere – Fahrzeug-Design machen, das wie diese russischen Puppen (Matrjoschka, Anm. d. Red.) funktioniert, so dass die Menschen die einzelnen Fahrzeuge von weitem gar nicht auseinander halten können. Wir glauben, dass es etwas wie gemeinsames Blut gibt, aber jedes Auto seine eigene Persönlichkeit haben sollte. Da gilt es die Balance zu halten. Das Mainstream-Design, das derzeit alle machen, zum Beispiel mit einer aggressiven Front und großem Auspuffrohr ist wie als wenn ein Koch auf jeden Teller die gleiche Soße gibt. Ich sage nicht, dass es schlechtes Design ist, es passt sehr gut zu anderen Marken, aber wir wollen ein Kontrast sein.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Alternative Antriebe – Es geht nur langsam voran

In den vergangenen Jahren gab es kaum eine Messe, auf der alternative Antriebe nicht im Mittelpunkt standen. Zwar hat die fast ausschließliche Ausrichtung auf grüne Techniken, die wir zur Dekadenwende erlebten, inzwischen nachgelassen und die Hersteller bieten auch wieder potenten Verbrennern und verbrauchsstarken Supersportlern eine Bühne. Das heißt aber nicht, dass die Bemühungen um den Umweltschutz nachgelassen haben. Vielmehr gehören sie inzwischen zum Kanon eines jeden Automobilbauers und die alternativ angetriebenen Modelle mischen sich selbstbewusst unter ihre konventionellen Geschwister. Wir haben nachgespürt, was es schon gibt, was bald kommen wird und auf was wir noch warten müssen.

Porsche ist auf elektrischer Mission unterwegs
Porsche ist auf elektrischer Mission unterwegs

In Sachen Elektroautos sind die Verhältnisse (noch) klar geregelt, doch wollen sich die deutschen Hersteller nicht länger von Tesla vorführen lassen und holen mit vielversprechenden Studien zum Gegenschlag aus. 500 Kilometer Reichweite bei sportlicher Fahrweise und nur 15 Minuten an die Steckdose, das verspricht Porsche mit dem Mission E; Audis Studie E-Tron Quattro hat eine ähnliche Reichweite, braucht aber 30 Minuten zum Fast-voll-Tanken. Wenn das die Zukunft ist, sieht sie sehr rosig aus.

Doch aktuell treten die Autobauer ein wenig auf der Stelle, nach BMWs i3 gab es keine nennenswerte Neuerscheinung mehr. Das Problem: Modelle wie der Münchner Stromer reizen das derzeit an Reichweite Machbare nahezu komplett aus, und die ist und bleibt nach wie vor die harte Währung der E-Mobilität; vor allem in Zeiten eines immer noch lückenhaften Steckdosennetzes. Einen Quantensprung brächten neue Batterien, doch bis etwa die vielversprechende Lithium-Polymer-Technik serienreif ist, dürften noch vier, fünf Jahre ins Land ziehen. Dann erst werden im großen Stil all die aufregenden Studien als neue Serien-E-Mobile lautlos auf uns zurollen.

Toyota setzt mit dem Mirai auf Wasserstoff
Toyota setzt mit dem Mirai auf Wasserstoff

Ganz anders sieht es bei den Hybriden aus. Plug-in heißt das Stichwort, das auf der IAA in aller Munde ist – und in naher Zukunft auch in vielen Modellen. Die Technik ist kein Hexenwerk mehr, sie ist erprobt und bezahlbar; je nach Akkugröße schaffen die PHEV genannten Halb-Stromer etwas mehr oder weniger als 50 rein elektrische Kilometer. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Experten sind sich einig, dass diese Reichweite für die meisten alltäglichen Fahrten genügt und ein größerer Stromspeicher nur zu mehr Ballast führen würde, den der Verbrenner auf längeren Strecken verbrauchssteigernd mitschleppen müsste. Die neuesten Vertreter dieser Gattung sind unter anderem der VW Tiguan GTE, der mit bekannter Konzerntechnik elektrifiziert wurde und der die BMW-Modelle 2er Active Tourer, 3er und 7er, die alle schon in wenigen Monaten auf den Markt kommen werden. Aber auch die klassischen Hybride, ohne Steckdosenanschluss, sind noch gefragt: Toyota schickt ab 2016 den neuen Prius zunächst als sogenannten Vollhybrid ins Rennen, der mit 3,1 Litern Sprit auskommen soll – gut ein Liter mehr als die Plug-in-Modelle.

VW verpasst den Tiguan einen GTE-Hybridantrieb
VW verpasst den Tiguan einen GTE-Hybridantrieb

Ziemlich ruhig geworden ist es um das Thema Wasserstoff: Zwar pendeln auf dem weitläufigen Messegelände einige Toyota Mirai und Hyundai ix35 mit Brennstoffzellen-Antrieb als Shuttlefahrzeuge lautlos zwischen den Hallen, doch stellt kein Hersteller die Technik mehr prominent in den Fokus. Zuletzt hat Audi vor gut einem Jahr in Los Angeles mit dem H7 H-Tron Quattro gezeigt, dass man die Technik beherrscht; sogar die Kombination aus Brennstoffzelle und Plug-in-Hybrid. Doch die Studie in die Serie umzusetzen stand nie ernsthaft im Raum. Zu groß ist derzeit noch die Infrastruktur-Hürde; nicht einmal eine Handvoll Tankstellen gibt es in Deutschland, an denen der Wasserstoff bezogen werden könnte. Immerhin: 2016 will nach Hyundai und Toyota auch Honda den Schritt wagen, und den Clarity FCV, zunächst in Japan und den USA, vielleicht aber auch in Europa auf den Weg bringen. Vollgetankt dürfen dann immerhin zu 480 Kilometer zwischen den Zapfsäulen liegen.

Toyota schickt den Prius ins Rennen
Toyota schickt den Prius ins Rennen

Deutlich einfacher zu beschaffen ist da ein anderer, alternativer Treibstoff: Erdgas. Immer wieder wird der fossile Energiespeicher als Alternative zu Benzin und Diesel ins Spiel gebracht, sind doch die in der Erde schlummernden Gas-Reserven deutlich größer als die Erdöl-Vorräte. Klar ist aber auch, dass dies nur eine Lösung auf Zeit sein kann. Dennoch finden auch die großen Hersteller gefallen dran: Audi zum Beispiel wird den kürzlich vorgestellten A4 bald um eine CNG-Variante erweitern, die sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel entlasten soll.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

IAA 2015: Das Highlight in der Blogger-Welt?

Alle zwei Jahre knallen in Frankfurt die Türen. Auf der größten Automobilmesse der Welt geben sich erst einmal die Journalisten die Klinke in die Hand und dann bis zu 900.000 Besucher. Und das die Messe in Frankfurt so beliebt ist, das hat einen Grund. Auf keiner anderen Automobilmesse stehen mehr Hersteller, werden mehr Autos gezeigt oder mehr Neuheiten präsentiert. Frankfurt ist das Mekka der Automobilmessen. Auch 2015!

Eine Gruppe von Blogs und Online-Webseiten hat sich dazu entschlossen, 2015 die jeweils ganz persönlichen Highlights zu präsentieren. Hier kommt das IAA-Highlight von mein-auto-blog in 2015:

IAA-Highlight 2015: Der neue Opel Astra Tourer

Glückwunsch! Sieht gut aus! 

Dass man bei Opel den neuen Astra auf der IAA präsentieren würde, das war klar. Dass man gleich noch die „Kombi-Version“, bei den Rüsselsheimern „Tourer“ getauft, nachschiebt, kam für mich überraschend. Der erste „Walk around“ am neuen Astra vor ein paar Wochen war interessant. Der neue Opel Astra wirkte überzeugend. Und auch wenn die „Kompaktwagenklasse“, die so gerne als „Golfklasse“ betitelt wird, erst einmal vom Steilheck lebt, wir in Europa fahren dennoch gerne den „Kombi“. Und in Deutschland ist der „Kombi, Tourer, Avant“ eben noch immer besonders beliebt. Umso wichtiger also das jeweilige Derivat in dieser Fahrzeugklasse. Und was Opel da präsentiert, ja, es sieht so richtig gut aus!

Opel Astra Tourer – Weltpremiere und IAA-Highlight 2015

Natürlich stehen in Frankfurt Dutzende von Neuheiten. Eine oftmals schöner als die andere. Autos, die man selbst nie fahren wird. Autos, unerreichbar teuer. Träume für normal Sterbliche und viele tolle Konzepte, die es aber ebenso nie auf die Straße bringen werden. Das mein-auto-blog Highlight der IAA 2015 sollte etwas bodenständiger sein. Ein Auto für „dich & mich“ – ein Auto, das man sich leisten kann. Die Wahl konnte nach der Premiere des Opel Astra Tourer daher nur auf diesen Kombi fallen!

Gut schaut er aus! 

Während der Astra Tourer mir vor allem optisch extrem gut gefällt. Wobei es die Rückseite ist, die wirklich gelungen ist. Will Opel den Tourer auch durch seine Talente überzeugen lassen? Weniger Leergewicht (-200 kg!!!) und dennoch mehr Platz und das, obwohl der Astra Tourer so groß geblieben ist wie sein Vorgänger. Mit einer Länge von 4.70 Metern und einer Breite von 1.81 Metern ist man im Rüsselsheimer gerade noch so in der „Wohlfühl-Größe“ unterwegs. Immerhin will man den Kombi ja auch in der Stadt parken.

Einkaufstouren sollen dank dem auf bis zu 1.630 Liter (+ 40 Liter) ausgedehnten Stauraum effektiver ausfallen und wer die Rücksitze nur teilweise umklappt, der wird sich über die 40-20-40 Teilung freuen.

Damit der Pampersbomber auch Papa so richtig Spaß macht, wird Opel Motoren mit bis zu 200 PS für den Astra Tourer anbieten. Die ganze Leistungsspanne verläuft von 95 bis 200 PS.

Das IAA-Highlight von mein-auto-blog ist dieses Mal so richtig vernünftig!  

Und was sagen die Kollegen?

Mal schauen, was die Kollegen als „Highlight“ auserkoren haben. Da wäre Jens Stratmann von rad-ab.com. Sein Highlight ist das S-Klasse Cabrio. Nun – damit könnte ich auch leben, aber ganz unter uns, vermutlich ist der Astra Tourer finanziell für uns alle deutlich erschwinglicher! Oder Kai Domröse von mein-elektroauto.com, Für ihn ist es die (nach meiner Meinung) optisch stinklangweilige Audi Studie XQ6, auch als e-Tron-Concept bekannt. Ein Coupé-SUV, das man bei Audi als reines E-Fahrzeug präsentieren will. Nun denn. Hauptsache, deren Designer kommt endlich in die Pötte! Der Energie-Blogger Daniel Bönnighausen hat auf autophorie das Peugeot Fractal Concept zu seinem IAA-Highlight erklärt. Das musste ich selbst erst einmal googlen. Nun, die AutoBild hat bereits eine Sitzprobe hingelegt – ich selbst empfinde diese Studie als Luftnummer. Bei Peugeot/Citroen hat man ganz andere Probleme. Ein Showcar mit mehr Sound als Inhalt ist da imho der falsche Weg. Bei Lisa von hyyperlic steht gleich eine ganze Halle im Highlight fest. Lisa ist von der „New Mobility World“ begeistert. Auf der „New Mobility World“ dreht sich alles um die Themen: „Connected Car, Automated Driving, E-Mobility, Urban Mobility und Mobility Services“ und damit um die Zukunft des Automobils. Ich gestehe, beim Nachdenken habe ich an diese Themen-Welt nicht gedacht. Aber Lisa liegt da ganz richtig – „New Mobility World“ ist ein spannendes Thema! Matthias Luft von motoreport hat da wieder eher so gedacht wie ich. Sein IAA-Highlight 2015? Handfester Fahrspaß aus Italien: Er wählt die neue Giulia von Alfa Romeo zu seinem persönlichen Highlight. Nun, auch diese Entscheidung kann ich sehr gut verstehen – sollte die Giulia technisch halten, was sie optisch verspricht – dann sollte Audi den Laden schneller bei FIAT freikaufen, als man „DKW“ sagen kann. Denn wenn die Giulia zum Erfolg wird, dann dürfte sich der Kaufpreis ordentlich erhöhen! Also Audi, jetzt kaufen! Bei Nicole von auto-diva.de (die gibt es noch) steht ein Auto auf dem Podestplatz, was ich nicht googlen musste, was mich persönlich aber enttäuscht hat. Cactus M nennen die Franzosen den aufgeschnittenen C4 Cactus. Sieht ein wenig aus wie ein Strandbuggy der Siebziger und besitzt auch in etwa dessen Innovationskraft. Aber vermutlich ist man bei Citroen derzeit zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt. Tom Schwede von 1300ccm.de, von dem die Idee ist, dieses „IAA-Highlight-Thema“ über viele Blogs zu verlinken, hat sich für den „Project 2&4“ entschieden. Nachvollziehbar. Der größte Motorenhersteller der Welt will mit diesem Konzept die Automobil-Welt und die Zweirad-Welt verschmelzen. Heraus kommen soll ein „Fahrspaß-Gigant“ nach dem Muster eines KTM X-Bow. Sehr geiles Ding! Benny Hiltscher führt in Deutschland den größten BMW-Blog. Auf „bimmertoday“ finden BMW-Fans ständig alles Aktuelle rund um die Marke aus München. Sein IAA-Highlight kann nur aus München kommen, oder? Und so ist es! Benny wählt den „neuen Siebener-BMW“ zu seinem Highlight! Überrascht? 😉 Und – last but not least – nimmt Thomas Gigold von autokarma an dieser „Best of“ Auflistung teil. Seine Wahl? Auch der Opel Astra Kombi. Warum? Das liest man am besten auf seinem Weblog nach!

So oder so – egal, welches Auto die Blogger als IAA-Highlight gewählt haben, Opel gehört alleine dafür ein Extra-Pokal, dass man den Kombi so lange als „IAA-Premiere“ verheimlichen konnte! 

 

 

Alle Links noch einmal im Überblick:

 

 

News: IAA 2015 – Leistung zählt immer noch

Schenkt man Volkswagen-Vorstand Martin Winterkorn Glauben, so ist das PS-Wettrüsten bald Geschichte. In Zukunft werde es vermehrt um technische Features gehen, allen voran um Konnektivität – Leistung stehe nicht mehr an erster Stelle, so der VW-Chef. Doch stimmt das wirklich? Man muss nicht sonderlich aufmerksam über die Frankfurter Autoausstellung 2015 gehen – die PS-starken Modelle, auch diesseits von Lamborghini oder Ferrari, stechen förmlich in die Augen der Besucher.

So wartet der aufgefrischte Seat Ibiza Cupra jetzt mit 141 kW/192 PS auf und bietet damit 12 Pferdchen mehr als der Vorgänger. Auch der Hubraum wuchs um 400 Kubikzentimeter, so dass der 23.060 Euro teure Kleinwagen bei niedrigen Drehzahlen besser ansprechen dürfte. Auch der Peugeot 308 GTI setzt ein deutliches Signal: Mit 200 kW/272 PS ist er stark wie nie, hatte der Vorgänger doch lediglich 200 PS. Den Sportwagen-Jäger im sachlich gehaltenen Kompaktklasse-Kleid gibt es für unter 35.000 Euro.

Wer ein Budget um 50.000 Euro hat und Leistung satt möchte, sollte einen Blick auf die modifizierte A-Klasse werfen. Das ausschließlich als 4×4 anrollende Topmodell aus dem Hause AMG kommt inzwischen auf stattliche 280 kW/381 PS und pumpt somit 21 PS mehr in den Antriebsstrang als die erste Serie. Das kleinste AMG-Modell benötigt nur wenig mehr als vier Sekunden für die Beschleunigung auf Landstraßentempo und pfeift mit einem speziellen Sport-Paket (2.261 Euro) auf die freiwillige 250 km/h-Beschränkung. In diesem Fall wird nämlich erst bei 270 km/h eingebremst.

Ferrari setzt beim 488 auf einen Turbomotor
Ferrari setzt beim 488 auf einen Turbomotor

Wer zum neuen Spitzenmodell des C-Klasse Coupé greift, kann es gar bis 290 km/h fliegen lassen. Und auch hier verpassten die Ingenieure dem Zweitürer eine kräftige Leistungsspritze gegenüber dem Vorgänger. Musste man früher mit 457 PS zurechtkommen, gibt es nun bis zu 375 kW/510 PS. Und auch ohne den Zusatz „S“ spendieren die Stuttgarter dem AMG-Coupé immerhin noch 350 kW/476 PS.

Auch im VW-Konzern verstecken sich weitere Bonbons für nimmersatte Leistungshungrige: Zwar betrieben die Techniker bei der Ikone Porsche 911 massives Downsizing und reduzierten den Hubraum von 3,4 respektive 3,8 auf glatte drei Liter – doch der Output stieg von 350 PS auf 272 kW/370 PS und von 400 PS auf 309 KW/420 PS.

Auch BMW M6-Fahrer können bald in neue PS-Regionen vordringen: Erstmals bieten die Münchener 600 ausgewachsene Pferde für das Sportcoupé an, das mit dem so genannten Driver’s Package allerdings auch nicht schneller (305 km/h) fährt als die bisherigen Varianten.

Wer neben Geld ebenso Mut besitzt und zu den extrovertierten Marken wie Ferrari und Lamborghini greift, fährt auch nicht mit weniger Leistung als früher nach Hause. So spendiert der Achtzylinder-Turbo des nagelneuen 488 Spyder 493 kW/670 PS – sein Vorgänger 458 brachte es auf maximal 605 Pferde. Und im Hause Lamborghini durchbricht man mit der „günstigen“ Baureihe Huracan analog zu BMW ebenso erstmals die 600 PS-Schwelle: Er krallt sich mit 449 kW/610 PS in den Boden.

Eines der besonders eindrucksvollen Beispiele für Leistungssteigerung ist Alfa Romeo. Der 159-Nachfolger Giulia kommt mit einer 375 KW/510 PS starken Quadrifoglio-Version um die Ecke. Dagegen wehte beim Vorgänger (maximal 260 PS) ein vergleichsweise laues Lüftchen.

Bei Audi wimmelt es ebenfalls vor Leistungssteigerungen: Der brandneue S4 (260 kW/354 PS) sattelt 21 Pferdchen drauf, während der Name bei den Modellen SQ5 und S8 Plus Programm ist. Beim Kompakt-SUV gibt es 27 PS extra (jetzt 250 kW/340 PS), und der Luxusliner macht sogar 85 PS mehr locker, was den offenkundigen Trend der 600 PS-Klasse bestätigt: Hier zerren 445 kW/605 PS an allen vier Rädern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 305 km/h.

Auch der Civic Type R setzt auf Leistung
Auch der Civic Type R setzt auf Leistung

Sogar vor den Geländewagen macht das Powerplay keinen Halt. Land Rover lässt den klassischen Range nun mit 404 kW/550 PS (SV Autobiography) kraxeln, war noch vor kurzer Zeit bei 510 PS Schluss.

Und nicht zuletzt die oft zurückhaltenden Japaner rüsten auf. Honda zeigt den jetzt mit Turboaufladung gesegneten Civic Type R, dessen Leistung um über 100 Pferdchen von 201 PS auf 228 kW/310 PS anwuchs. Ganz zu schweigen vom neuen NSX, der nächstes Jahr in den Handel kommt. Der Hybrid lässt den Powersüchtigen mit einer Systemleistung von über 500 PS das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dagegen sieht das Urmodell mit maximal 280 PS tatsächlich schwach aus.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News: Kia Sportage – Das neue Gesicht unter den Kompakt-SUV

Der Kia Sportage emanzipiert sich in der neuen Generation stärker vom traditionellen Offroad-Design. Das Kompakt-SUV der koreanischen Marke tritt künftig noch einmal deutlich dynamischer auf als der bereits flott geschnittene Vorgänger. So will er sich nicht nur von seinem eher bullig gezeichneten Konzernbruder Hyundai Tucson abgrenzen, sondern vor allem vom Segments-Primus VW Tiguan.

Vor allem an der Front gab es starke Änderungen
Vor allem an der Front gab es starke Änderungen

Wo der ebenfalls neue Wolfsburger Wettbewerber einige Messehallen weiter ein lediglich leicht schärfer geschnittenes Blechkleid präsentiert, trägt der Sportage auf der Frankfurter IAA (bis 27. September) einen komplett neuen Stil. Erkennungsmerkmal sind die hoch auf der Motorhaube angebrachten Scheinwerfer, unter denen sich der typische „Tigernasen“-Kühlergrill findet. Ein wenig erinnert diese Anordnung an die SUV-Modelle von Porsche, mit dem Vorgänger finden sich zumindest an der Front keine Gemeinsamkeiten mehr. Im Vergleich weniger prägnant sind die Flanken mit den leicht aufsteigenden Schulterlinien und das Heck mit großem Dachkantenspoiler und Chromspange zwischen den Rückleuchten. Der Innenraum ist im aufgeräumten Stil der Marke gehalten, metallene Zierteile und Kunststoff in Klavierlackoptik sollen für einen wertigen Eindruck sorgen.

Die Länge ist leicht gewachsen
Die Länge ist leicht gewachsen

Innen profitieren Passagiere von einem gewachsenen Platzangebot. Die Länge des Gesamtfahrzeugs hat um 4 Zentimeter auf 4,48 Meter zugelegt, 3 Zentimeter davon entfallen auf einen größeren Radstand (2,67 Meter). Auch der Gepäckraum hat zugelegt: von 465 auf nun 503 Liter.

Die Antriebspalette umfasst zwei Benziner und drei Diesel. Einstiegstriebwerk bleibt wie gehabt ein 1,6-Liter-Ottomotor mit 97 kW/132 PS Leistung. Neu im Programm ist eine Turbovariante mit 130 kW/177 PS, die den bisherigen 2,0-Liter-Saugmotor ersetzt. Am stärksten nachgefragt dürften aber erneut die Diesel sein. Dort startet das Angebot mit dem bekannten 1,7-Liter-Motor (85 kW/115 PS), darüber rangiert das überarbeitete 2,0-Liter-Triebwerk in zwei Leistungsstufen (100 kW/136 PS und 136 kW/185 PS). Allradantrieb ist serienmäßig nur in Verbindung mit dem Top-Diesel an Bord, beim mittleren Diesel und dem stärkeren Benziner gegen Aufpreis zu haben. Der kleine Selbstzünder und der Basisbenziner gibt es nur mit Vorderradantrieb.

Am Heck gibt es eine Chromleiste
Am Heck gibt es eine Chromleiste

Technisch haben die Koreaner beim Modellwechsel aufgerüstet. Neben einem modernen Infotainment-System mit Online-Funktionen und neuen Assistenten, etwa für Fernlicht oder die Querverkehrsüberwachung, gibt es als Option auch eine Sportlenkung. Bei der besonders sportlich ausgelegten GT-Ausstattungslinie ist diese immer an Bord, für die anderen Modelle ist sie gegen Aufpreis zu haben. Die genauen Kosten nennt der Hersteller jedoch noch nicht. Der Einstiegspreis dürfte jedoch unverändert bei rund 20.500 Euro liegen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Alfa Romeo – Hoffnungsträger

Alfa Romeo hat ein Problem. Die Marke hat ihren einstigen Glanz schon vor einiger Zeit eingebüßt und dümpelt inzwischen bei nur rund 70.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr. Es fehlen attraktive Modelle, die Kunden anlocken und Geld in die Kasse spülen. Zwar haben die Italiener mit dem 4C 2013 einen emotional aufgeladenen Sportler präsentiert, doch sorgt der in homöopathischen Dosen gefertigte Leichtbauflitzer nicht für große Umsätze. Volumenmodelle wie der Giulietta oder der Mito sind mindestens fünf Jahre alt.

Ab 2016 soll aber alles besser werden: Dann will Alfa mit der neuen Giulia verlorenen Boden gut machen und zu alter Größe aufsteigen. Die 4,70 Meter lange Neuauflage des Klassikers aus den späten 60ern soll mit emotionalem Design, ausgereifter Technik und – zumindest als Topversion Quadrifoglio Verde (QV) – reichlich Power die Herzen der Alfa-Fans wieder höher schlagen lassen und deren Portemonnaies öffnen. Dass sich die Designer dabei ein bisschen an Audi orientiert haben, dürfte der Giulia nicht zum Nachteil gereichen; es hätte schlechtere Vorbilder geben können. Doch „beauty“ ist eben nur eine der Stärken der neuen Giulia, wie Fabrizio Curci, Alfa Romeos Europachef, betont: „Sie ist auch emotional und voller technischer Innovationen“. Mit letzterem meint er vor allem das Torque Vectoring System, das die Kraft zwischen den Hinterrädern verteilen und ohne Verluste auf die Straße bringen soll.

Kraft ist reichlich vorhanden: Mit rund 510 PS aus einem von Ferrari-Ingenieuren entwickelten 3,0-Liter-Turbo-V6 geht die Giulia QV für 72.000 Euro an den Start; wer 90.000 Euro investiert, kann die limitierte Start-Edition ordern, bei der unter anderem die Motorhaube und das Dach aus Carbon gefertigt sind und Fahrer und Beifahrer in eng anliegenden Sparco-Schalensitzen Platz nehmen. Die können nicht schaden, soll die Giulia doch Alfas bisher schnellste Auto werden: Über 300 km/h sind machbar, so Curci, betont aber gleichzeitig, dass man mit dem Sportler auch gemütlich einkaufen gehen kann. Der geräumige Kofferraum, von dem er spricht, ist allerdings vor allem tief und wirkt auf den ersten Blick nicht sonderlich praktisch; und eine Kombiversion schließt Curci vorerst aus. Wahrscheinlicher ist, dass zunächst ein Coupé folgt.

Das Mittelklassemodell startet 2016
Das Mittelklassemodell startet 2016

Mit dem Top-Modell Quadrifoglio Verde allein dürfte Alfas ehrgeiziges Ziel nicht zu erreichen sein: 400.000 Einheiten wollen die Italiener zukünftig wieder jährlich verkaufen. Noch nicht näher definierte Volumenmotoren in der Giulia (Details folgen spätestens auf dem Genfer Salon im März) und „acht weitere Modelle in den nächsten drei Jahren“, so Curci, sollen den Erfolg bringen. Unter anderem auch ein SUV, das auf der gleichen technischen Plattform wie die Giulia aufbaut und 2016 auf den Markt kommen soll.

Das Alfa Romeo für seinen Offroader das Know-how der Fiat-Tochter Jeep nutzt, liegt auf der Hand, so der Europachef der Italiener. Allerdings, mahnt Curci, müsse ein Alfa immer ein eigenständiges Design haben. Fehler, die man bei Lancia gemacht hat, indem man Chrysler-Modelle schlichtweg umbenannte, will man auf jeden Fall vermeiden. Schließlich sei es ja auch das emotionale, italienische Design, das Autos wie die Giulia auch in Übersee begehrenswert machen soll. Sprich in den USA, wo es bis Ende nächsten Jahres 140 Händler geben soll, und natürlich in China; auch wenn im fernen Osten der Absatz gerade ein wenig schwächelt, setzt Curci große Hoffnungen in den asiatischen Markt.

Dort dürfte sich auch die Power-Version, mit der Alfa gegen Konkurrenten wie den BMW M3 oder Mercedes-AMG C63 antreten will, gut verkaufen. Vor den Mitbewerbern hat übrigens Curci nur wenig Angst. Lieber verweist er auf die Nürburgring-Zeit: 7 Minuten und 39 Sekunden braucht der Quadrifoglio Verde auf dem Eifelkurs – das ist eine klare Ansage mach München, denn der Bayer lässt sich über zehn Sekunden länger Zeit. Und ein weiteres Argument, das die Alfa-Mannschaft an den so dringend nötigen Erfolg der Giulia glauben lässt.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

News: 3 Fragen an Opel-Chef Karl-Thomas Neumann

Mit dem neuen Astra hat Opel das wohl wichtigste Modell für die Marke auf der IAA vorgestellt. Der Astra ist vernetzt, aber nicht elektrifiziert. Wir wollten von Opel-Chef Karl-Thomas Neumann wissen, warum.

Mit dem neuen Astra sind Sie beim Thema Vernetzung gut aufgestellt, wir vermissen allerdings einen Beitrag zum zweiten großen Thema, der E-Mobilität. Warum haben Sie gegen den Trend auf einen Plug-in-Hybrid verzichtet?

Wir wollen bei Opel Innovationen möglichst schnell und für unsere Kunden bezahlbar in den Markt bringen. Plug-in-Hybride sind derzeit noch eine sehr teure Lösung. Und davon abgesehen brauchen wir sie im Moment nicht. Wir werden die 95-Gramm- CO2-Flottengrenze weitestgehend mit konventionellen Antrieben schaffen. Im neuen Astra etwa setzen wir einen Dreizylinder-Benziner ein, der 96 Gramm emittiert und einen Diesel, der lediglich 90 Gramm ausstößt, das sind gerade einmal 3,4 Liter Verbrauch.

Das liegt allerdings auch daran, dass Sie bislang auf SUVs weitgehend verzichten.

Da haben Sie Recht. Allerdings wird sich das ändern. In unserer Produktoffensive mit 29 neuen Modellen von 2016 bis 2020 werden Sie auch neue Crossover und SUV finden. Zudem werden wir wieder ein elektrisches Fahrzeug anbieten, das sich unsere Kunden auch leisten können.

Beim Thema Vernetzung kommen derzeit fast wöchentlich Meldungen über gehackte Autos. Wie gehen Sie mit dem Thema um?

Wir sind uns der Reichweite des Problems bewusst und haben hier viel Kompetenz aufgebaut. Auch arbeiten wir eng mit IT-Unternehmen zusammen, die auf das Thema Netzsicherheit spezialisiert sind. Über unsere Online-Schnittstelle können wir im Astra und in allen künftigen Opel-Modellen mit OnStar-Anbindung sofort reagieren, wenn sich ein Problem stellt. Ganz ausschließen kann man das Thema nie – wie Sie generell in der IT sehen. Wir müssen nur so schnell wie möglich reagieren können und dafür sind wir gut aufgestellt.

Autor: Günter Weigel/SP-X