Der neue Audi A6 Avant (C8) im Autohub-Test

In Neckarsulm läuft der neue Audi A6 Avant vom Band, wir haben uns die Zeit genommen und das neue Fahrzeug mit seinem eigenen Vorgänger, aber auch mit den beiden härtesten Marktbegleitern / Wettbewerbern verglichen. Bei Audi sagt man, dass man schöne Kombis Avant nennt, aber schließlich gibt es ja auch noch Touring oder T-Modelle, oder? Ihr nennt es Vergleich? Wir nennen es den neuen AutoHub Test.

Motor & Leistung – Der Audi A6 Avant (C8) im AutoHub Vergleich

Den Audi A6 Avant vom Vorgänger-Modell konnte man mit vielen verschiedenen Benzin- und Diesel-Aggregaten konfigurieren. Die Leistungsrange lag bei Serienmodellen zwischen 136 und 333 PS. Der Diesel-Anteil bei Zulassungen in Deutschland lag bei ca. 80%.

Kein Wunder also, dass der Neue direkt mit drei Selbstzündern zum Marktstart auftrumpft. Lassen wir die neuen kryptischen Leistungsangaben auf dem Heck (45 TDI, 50 TDI etc.) einfach mal weg, dann verbleiben 2.0 Liter 4-Zylinder und 3.0 Liter 6-Zylinder unter der Haube. Die Leistung liegt derzeitig zwischen 204 und 286 Pferdestärken, weitere Motorisierungen werden nach der Markteinführung noch folgen, die hängen gerade in der WLTP-Schleife fest und verfügen noch über keine Freigabe. Die freigegebenen Motoren erfüllen aber alle die strenge Euro 6d-Temp Abgasnorm. Die kleineren Motoren geben die Kraft über eine 7-stufige S tronic ab, die größeren über eine 8-Gang Automatik. Optional wird die Kraft auch weiterhin über alle vier 17-21″ große Räder verteilt. Laut Messblatt sind die neuen Motoren im Vergleich zum Vorgänger sauberer und effizienter geworden.

Audi A6 Avant 50 TDI quattro Fahreindruck

Bei unserer Probefahrt von Frankfurt nach Neckarsulm haben wir uns für den Audi A6 Avant 50 TDI quattro entschieden. Hier hinter verbirgt sich das derzeitig stärkste Aggregat, ein 286 PS starker 3.0 Liter 6-Zylinder Diesel. Laufruhig, 500 Nm stark und angenehm leise im Innenraum. Wie alle aktuellen Modelle verfügt der neue Audi A6 Avant über eine synthetisch wirkende Lenkung in Sachen Rückmeldung, ansonsten ist sie direkt. Die Bremsanlage verfügt über einen angenehmen Druckpunkt und die Bremskraft lässt sich gut dosieren. Der Komfort ist abhängig von dem gewählten Fahrwerk, mit Luftfahrwerk spürt man den Komfortverlust durch die 20″ Bereifung kaum, mit der Dynamiklenkung kann man den Wendekreis von 11,1 Meter um einen Meter verkleinern und damit wird der Audi A6 Avant richtig agil.

Abmessungen und Kofferraum- Der Audi A6 Avant (C8) im AutoHub Vergleich

Der Vorgänger ist 4,92 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,87 Meter breit (inkl. Aussenspiegel 2,08) und 1,46 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,91 Meter. Leer bringt der Audi A6 Avant (C7) zwischen 1,67 und etwas über zwei Tonnen auf die Waage. Die Anhängelast wird mit 1400-2100 kg angegeben. Das Kofferraumvolumen von 565 Liter konnte durch das Umlegen der Rücksitzlehnen auf 1680 Liter vergrößert werden.

Rein von den Fakten und Daten her, ist der neue Audi A6 Avant (C8) in dem Punkt eher eine kosmetische Veränderung. Radstand und Höhe sind fast identisch geblieben. Das neue Modell ist zwei Zentimeter länger, mit Aussenspiegel – die nun auf den Türen sitzen und nicht mehr im Fensterrahmen – allerdings auch drei Zentimeter breiter. Das bringt ein kleines aber feines Problem mit sich: Der neue Audi A6 Avant (C8) ist zu breit für die meisten Autobahnbaustellen.

Hier ist Schluss bei 2,10 Meter. Auch wenn inzwischen viele Baustellen schon breiter werden (2,20 Meter) und der Audi A6 Avant der neusten Generation dann auch wieder dort auf die linke Spur darf, hätte man das bei der Entwicklung, beim Design, bei der Endabnahme wissen und unserer Meinung nach beheben müssen. Auch wenn Audi mit den „zu breiten“ Fahrzeugen nicht alleine auf der Strecke ist, denn auch der Marktbegleiter aus München, als der BMW 5er Touring, ist mit einer Breite von 2,12 Meter zu Breit für die linke Spur in der Baustelle und das Schicksal trifft nicht auf die Mercedes-Benz E-Klasse als T-Modell zu, denn die ist inkl. Aussenspiegel gerade einmal 2,06 Meter breit.

Im Innenraum wirkt alles hochwertig und alles was man anfassen und bedienen muss, fühlt sich auch gut an. Die beiden großen Displays zur Infotainment- und Klimatisierungseinstellung verschmutzen in kürzester Zeit stark, man sollte also stets ein gutes Putztuch mit sich führen oder die Finger davon lassen und das Fahrzeug über die Sprachbedienung steuern, dann spürt man aber nicht das haptische Feedback, welches die Displays vermitteln können.

Das Platzangebot ist, wie bei den Marktbegleitern auch mehr als ausreichend, vier erwachsene Personen fahren bequem auch über weitere Strecken und erfreuen sich, je nach Ausstattungslinie, ggf. auch über Kontour-Sitze mit Memory- und Massagefunktion.

In Sachen Vorsprung durch Technik möchte Audi punkten, dafür gibt es bis zu 39 Assistenssysteme die das Leben nicht nur einfacher sondern auch sicherer machen sollen. Vom Kreuzungsassistenten über den Querverkehrwarner bis hin zu einem adaptiven Geschwindigkeitsassistent. Fernlichtassistent, Nachtsichtassistent, Verkehrszeichenassistent und Effizenzassistent. Der Audi A6 Avant warnt natürlich bei dem Spurwechsel, leitet im Bedarfsfall eine Notbremsung ein und verfügt aus dem Grund auch über die beiden sichtbaren Sensoren an der Front. Einer davon ist ein Laser, der ist dort angebracht, weil er im Gegensatz zum Radar-Sensor „sehen“ muss.

Audi A6 Avant (C8) Kofferraumvolumen

Gleich geblieben bzw. nur minimal gewachsen, im Vergleich zum eigenen Vorgänger, ist das Kofferraumvolumen, dieses beträgt beim neuen Audi A6 Avant (C8) 565 Liter. Legt man die Rücksitzlehnen um, welches optional im Verhältnis 40:20:40 möglich ist, steht ebenfalls ein Ladevolumen von bis zu 1680 Liter zur Verfügung.

Im Vergleich zu den stärksten Mitbewerbern (Mercedes-Benz E-Klasse und BMW 5er Touring) zieht Audi hier den Kürzeren.

Der neue Audi A6 Avant (C8) im Vergleich zur aktuellen Mercedes-Benz E-Klasse (T-Modell)

Die neue Mercedes-Benz E-Klasse verfügt über ein Kofferraumvolumen von 640 Liter, legt man die Rücksitzlehnen um vergrößert sich das Ladevolumen auf 1820 Liter.

Den günstigsten Audi A6 Avant kann man derzeitig ab 51.650 Euro bestellen. Die E-Klasse rollt als T-Modell ab 48.248,55 Euro vom Band. Bei den Motoren steht derzeitig eine Range zwischen 184 und 612 PS bei den Benziner (inkl. dem E 63 S 4MATIC+ T-Modell) und 150 bis 340 PS bei den Selbstzündern zum Einsatz.

Alle Motoren erfüllen auch hier die Euro 6d-TEMP Abgasnorm, die Gänge werden über eine 9-Gang Automatik gewechselt. Mit dem schnellsten Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell, also dem E 63 S 4MATIC+ welcher über einen 4.0 Liter V8 Benziner verfügt, geht es innerhalb von 3,5 Sekunden auf Landstraßentempo. Das maximale Drehmoment von 850 Nm sorgt für ein temporäres Gesichtslifting bei der Beschleunigung. Nun wird es also schleunigst Zeit, dass Audi den RS6 nachlegt.

Der neue Audi A6 Avant (C8) im Vergleich zum aktuellen BMW 5er Touring

Selbst der 5er BMW Touring verfügt über ein Kofferraumvolumen von 570 Liter. Also immer noch fünf Liter mehr als der neue Audi A6 Avant (C8). Umgeklappte Sitzlehnen im Fond sorgen beim 5er BMW Touring für eine Vergrößerung auf 1700 Liter, auch hier übertrumpft der Münchener den Neckarsulmer, wenn auch nur knapp.

Ab 51.100 Euro geht es los beim 5er Touring, unter die Haube kommt eine Leistungsrange zwischen 184 und 340 PS bei den Benzinern und zwischen 190 und 400 PS bei den Selbstzündern. Der schnellste Diesel beschleunigt den 5er Touring innerhalb von 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 

Fazit: Unbestritten! Alle drei Fahrzeuge verfügen über ihren ganz eigenen Charme, über ihre individuellen Qualitäten. Lässt man harte Fakten sprechen, dann muss man sich für die E-Klasse als T-Modell entscheiden, denn dieses Fahrzeug bringt für ein Dienstwagen, welcher sich vermutlich die meisten Zeit auf der Autobahn einfinden dürfte, nicht nur den größten Kofferraum sondern auch die Tatsache mit sich, dass das Fahrzeug auf die linke Spur in den meisten Autobahnbaustellen darf.

Preislich betrachtet spielen alle in der gleichen Liga, am Ende muss halt irgendein Controller den neuen Antrag zum Firmenwagen abhaken. Von vielen Optionalitäten muss man sich dann vermutlich verabschieden, denn die treiben bei allen drei Modellen die Preise in die Höhe. Für alle Modelle gibt es LED Scheinwerfer mit Fernlichtassistenten, für alle Modelle gibt es zahlreiche Konnektivitätslösungen und wenn wir nicht über einen Kombi sprechen würden, dann würde vermutlich der subjektive Geschmack entscheiden und der neue Audi A6 Avant sieht durch seine breiten Backen hinten doch wirklich gut aus, vor allem wenn man die Endrohrblenden-Attrappen einfach mal „ausblendet“.

Fazit vom AutoHub Test: In Sache Platzangebot im Kofferraum – und das nehmen wir bei einem Kombi, Touring, T-Modell, Avant nun einfach mal als Hauptkriterium gewinnt die Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell vor dem 5er BMW Touring vor dem neuen Audi A6 Avant.

Audi Q2 Edition 1 – Erste Sahne

Wer A sagt, muss auch B sagen. Im Audi-Alphabet ist das aber falsch, da bei den Ingolstädtern das Q auf das A folgt. Ist in den A-Baureihen nahezu jede Lücke besetzt, scheint es in den Q-Baureihen noch die eine oder andere unbesetzte Nische zu geben. Nach dem SUV-Flaggschiff Q7, dem Q5 für die gehobene Mittelklasse und dem Kompakten Q3 kommt nun also der Q2. Wer jetzt geglaubt hat, dass die Q-Reihe nur die ungeraden Zahlen nutzt, lag also falsch. Warum? Ist doch klar: man will sich in Ingolstadt noch eine Lücke zur Abrundung nach unten lassen.

Der Audi A2 war seiner Zeit weit voraus und galt nicht gerade als Kassenschlager. Das will der neue Audi Q2 anders machen, besonders als Edition 1. Das zum Marktstart erhältliche Sondermodell will mit seinem besonders sportlichen und schicken Look auf Kundenfang gehen. Und wenn man sich die Zulassungszahlen im Segment der SUV so ansieht, muss man kein Hellseher sein, um ihm einen reißenden Absatz zu prophezeien. Zumal der Käufer alles anzunehmen scheint, solange „Premium“ oder „Lifestyle“ dahinter steckt.

Auf großem Fuß: 19-Zoll-Felgen beim Audi Q2 Edition 1
Auf großem Fuß: 19-Zoll-Felgen beim Audi Q2 Edition 1

Aber SUV? Sind das nicht diese riesigen Spritschleudern mit großvolumigen Motoren und Allradantrieb? Spätestens seit es Kompakt-SUV gibt, gilt dies nicht mehr. Zumal der Begriff nichts anderes bedeutet als Sports Utility Vehicle – also ein Gefährt, das für den sportlichen Einsatz gedacht ist. Das kann also die zügige Partie von A nach B sein oder der Transport der Snowboards und Surf-Bretter. Allrad-Antrieb, schiere Größe und dicke Maschinen sind längst nicht mehr Standard. So fährt auch der neue Audi Q2 Edition 1 serienmäßig mit Frontantrieb und Downsizing-Motoren vor. 1.4 Liter sind es bei den Benzinern, 1.6 beim Diesel. Der Selbstzünder leistet 115 PS, die Benziner maximal 150.

Wenn man sich den neuen Ingolstädter so ansieht, dann ist er auch nicht sehr groß – wobei man von einem Winzling ebenfalls nicht sprechen kann. Er wirkt stämmig und breitschultrig, könnte von seinen Abmessungen sogar dem Q3 Konkurrenz machen. Besonders als Audi Q2 Edition 1 mit seiner üppigen Ausstattung. Im exklusiven Farbton „Quantumgrau“ mit Exterieur-Details in schwarz und Manhattan-grau rollt das SUV zurückhaltend und vornehm vor. Einzig die Verkleidung der Dachsäule in sattem Schwarz wirkt durch die weißen Audi-Ringe etwas „drüber“. Der Rest? Audi-typischer Chic. S-Line-Exterieur-Teile, ein Diffusor am Heck, ein Audi-Exklusiv-Paket für die Front und 19-Zoll-Räder im Rotor-Design sorgen für den dynamisch-markanten Auftritt.

Zum Auftakt: Audi Q2 Edition 1

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Das Design des Audi Q2 ist sicherlich Geschmackssache

Innen trennt sich der Audi Q2 Edition 1 vom grau-schwarzen Äußeren. Zwar dominieren auch hier dunkle Farben, doch die Sitze stechen hervor. Sie kommen in einem Mix aus Stoff und Leder und tragen ein dezentes Braun, das auf den Namen „Amaretto“ gehorcht. Nicht ganz passend wirkt die einstellbare Kirmes-Beleuchtung in LED: zehn Farben sind wählbar – je nach Lust und Laune. Das hat nicht zuletzt die Mercedes-Benz S-Klasse vorgemacht. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen (nicht) streiten. Der Rest des Interieurs des Audi Q2 Edition 1 ist dafür wieder ganz auf Premium-Niveau: Ein Lederpaket und die typisch hohe Verarbeitungs- und Materialgüte erfreuen die Passagiere.

Alles wie gehabt also bei Audi. Stück für Stück werden die Nischen besetzt. Ob damit irgendwann Schluss ist, wird die Kundschaft vielleicht irgendwann entscheiden. So lange Lifestyle aber in ist und Premium-Preise gezahlt werden können, wird man noch einige Modelle sehen. Egal, ob ansehnlich oder nicht.

Bollerwagen: Audi RS3 by RaceChip

Der Audi RS3 – von Haus aus bereits kein Kind von Traurigkeit. Man sieht dem kompakten Ingolstädter vielleicht nicht auf den ersten Blick an, dass er ein waschechter Sportler ist, aber was unter dem Blech steckt, macht ihn zur echten Kanonenkugel.  Dabei ist der RS3 mit satten Schwellern, Schürzen und ausladenden Radhäusern bestückt. Das neuestes Showcar des Tuners Race Chip ändert am Äußeren wenig, hebt die Leistung aber spürbar an. Jetzt hat dieser Audi nicht nur vier Ringe, sondern auch eine Vier am Anfang seiner Leistungsangabe.

Bollerwagen 006 Audi RS3 RACECHIP

Serienmäßig leistet der kompakte Überflieger bereits 367 PS und 465 Nm. Damit ist er in 4,3 Sekunden auf 100 km/h und schafft leicht die abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Gegen Aufpreis ist der Ingolstädter sogar 280 km/h schnell. Doch Race Chip setzt hier noch eins drauf und steigert den Audi RS3 auf 410 PS und 520 Nm. Damit soll die Längsdynamik weiter gesteigert worden sein – genaue Angaben gibt es bislang noch nicht. Wie aber ist es um die Querdynamik bestellt? Der RS3 gilt als Untersteuerer und nicht gerade als Kurvenwunder.

Abhilfe verschafft der Göppinger Tuner dem Kompakten mit einem straffen KW-Clubsport-Fahrwerk. Es ist dreifach einstellbar und soll dem RS3 die Kurvenwilligkeit näher bringen. Hinzu gesellen sich nicht nur sehr ansehnliche, sondern auch leichte OZ-Felgen, die die ungefederten Massen reduzieren und so der Querdynamik zuträglich sein sollen. Für den nötigen Kontakt zu Straße sind klebrige Sportreifen von Michelin verantwortlich – damit sollte der RS3 richtig behände wirken.

Interessant bei der Leistungssteigerung sind nicht nur die gesteigerten Werte, sondern vor allem auch, dass der Kompakt-Sportler nicht nur auf digitale, sondern erstmals auf analoge Sensorsignale zurückgreift. Wie dem auch sei: Der RS3 ist ab Werk kein günstiges Vergnügen. So verwundert es schon fast, dass die zusätzlichen 43 Pferdchen und 55 Nm sehr günstige 699 Euro kosten. Die restlichen Komponenten, wie das Fahrwerk oder der Radsatz kosten natürlich extra, aber so zeugen von höchster Qualität und Knowhow. Wo bekommt man sonst eine so maßgeschneiderte und zudem noch raffinierte Leistungssteigerung  für solch einen Kurs? Zumal mit zwei Jahren Garantie? Dem großen Vorbild, dem Audi quattro kommt man mit diesem RS3 aber sehr nahe: Fünf Zylinder, genügend Leistung und eine Folierung, die dem Klassiker ähnelt. Die Legende ist dabei inklusive.

Bollerwagen 003 Audi RS3 RACECHIP

Audi: 35 Erdumrundungen für die E-Mobilität

Autofahren für die Umwelt? Und dann auch noch so viele Kilometer? Wenn man dabei rein elektrisch unterwegs ist, stellt das nur wenig Probleme für die Umwelt dar. So haben verschiedene Tester in 80 Audi A1 e-tron-Prototypen und 40 Audi A3 e-tron im Zuge des Förderprogramms „Schaufenster Elektromobilität“ rund 1,4 Millionen Testkilometer zurückgelegt. Die Kleinwagen schafften dabei 550.000 Kilometer, während die Kompaktmodelle sogar 805.000 Kilometer hinter sich brachten. Unter dem Strich steht die positive Meinung der Tester über die Elektromobilität. Read more

News: Audi Q2 – Klein, aber oho

SUV erfreuen sich riesiger Beliebtheit – das wissen die Ingolstädter. Nicht umsonst ist die Palette durchaus reichhaltig bestückt. Der Q7 bedient das Oberklasse-Segment, der Q5 die gehobene Mittelklasse, der Q3 die Kompaktklasse und der Q2 nun das Segment der kleinen SUV. Natürlich vergisst Audi sein Premium-Image nicht und gestaltet den kleinen Kraxler entsprechend nobel. Irgendwie muss sich der Audi Q2 schließlich vom Opel Mokka und dem Skoda Yeti abheben. Read more

Audi TT – Die digitale Generation

Mit der ersten Audi TT-Generation gelang Audi etwas, was man heute im Rückblick als besondere Leistung würdigen darf. Der erste TT wurde für die Marke Audi damals zu einem besonderen Botschafter. Und im Rückblick ist der damalige TT eine Stil-Ikone geworden. Unvergessen sind die Reaktionen der Kunden auf den – damals ganz sicher – schönsten Golf.  Der Innenraum bekam Charakterbildende runde Lüftungsdüsen, im Konzeptfahrzeug des später präsentierten TT-Cabrio spannte sich braunes Leder mit den dicken Nähten von Baseball-Hanschuhen über die Sitze. Der Innenraum war völlig neu gestaltet, weit weg vom Hut-Träger Image der Audi-Modelle zuvor. Unter dem Blech steckte jedoch viel Golf-Technik von der Konzernmutter Volkswagen. Den Erfolg des ersten TT hat dies jedoch nicht verhindert. Im Gegenteil. Die Tatsache, unter der schicken Hülle ein Fahrzeug mit erprobter Technik aus der Großserie zu erhalten, dürfte Menschen in die Audi-Showrooms gebracht haben die eigentlich auf italienischen und französischen Schick beim Design standen, aber bitte bei der Technik doch nie mehr Abenteuer wollten, als ein VW Golf bieten kann.

Auf dem Automobilsalon in Genf hat Audi nun die dritte TT-Generation (8S) vorgestellt.

Audi TT drei Generationen

Bereits mit der zweiten Generation hatte sich Audi wesentlich weniger an den Golf-Baugruppen bedient, als noch beim ersten Modell. Jetzt mit der dritten Generation teilt man sich im Prinzip nur noch den gleichen Baukasten (MQB). Der TT ist ein sportlicher Kompakter, er will verstanden werden als der kleine Bruder des R8. Nicht als Golf im knappen Jogging-Anzug. Dafür haben sich die Techniker bei Audi ins Zeug gelegt.

Kurz gesprungen

Der Designsprung von der zweiten Generation zum neuen TT ist beängstigend klein ausgefallen. Vergleicht man die Quantensprünge der ersten Generation oder auch die Verwandlung vom rundlichen TT zum scharfkantigen TT der zweiten Generation, ist die dritte Generation nur eine milde Evolutionsstufe.

Sportlicher, digitaler, klarer

Audi hat den Schwerpunkt bei der Entwicklung der jüngsten Generation auf eine samte Evolution der Designsprache außen, aber eine revolutionäre Änderung im inneren gelegt. Der neue TT bekam als erster Vertreter seiner Klasse, ein großes TFT-Display als Cockpit-Ersatz. Während also außen nur sachte die Linien nachgezogen wurden, hat man im Innenraum den großen digitalen Wandel angestrebt.

Das neue Cockpit

Der Ersatz für die klassischen Rundinstrumente wurde 12.3 Zoll groß und stellt die Inhalte auf einer Fläche von 1440 mal 540 Pixeln dar. Damit die virtuellen Zeiger geschmeidig über die ebenso virtuellen Skalen huschen, arbeitet das Display mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz (~fps). Die technische Basis bildet ein Nvidia-Chip der Tegra 3-Serie. Worte können nur unzureichend beschreiben, wie wunderschön das neue Cockpit-Design wurde.

Hier die ersten Fotos des neuen Audi TT-Cockpits:

Das große Navi beinhaltet die Ansicht von google Streetview-Daten. Damit kann die Navigation noch natürlich gestaltet werden. Links der virtuelle Drehzahlmesser, rechts der Tacho. Bei beiden Rund-Instrumenten können zusätzliche Informationen in der Mitte eingeblendet werden. Die gleiche Ansicht, anstelle der Street-View Inhalte werden nun Informationen über die aktuell gespielten Medien dargestellt. Die Navigation-Darstellung (streeview) vergrößert eingeblendet. Drehzahlmesser und Tacho werden dafür an den äußeren Ränder in kleiner Skalierung dargestellt. Die Standard-Anzeige für die Menüwahl. Wie gewohnt wird per Lenkradtasten zwischen den Untermenüs des neuen Cockpits gewählt. Ebenso lässt sich die Google-Streetview-Darstellung auf dem Multimedia-Display maximieren. Bei der Eingabe der Daten lässt sich das Display ebenso multifunktional verwenden. Gegenüber der Vergangenheit reichen heute jedoch Stichwörter. Das System sucht sowohl in der Navigation, als auch im Adressbuch nach diesen Stichwörtern und zeigt die möglichen Alternativen an. Damit übernimmt Audi das System der Google-Suche in das Auto.

 

Audi TT cockpit

Aufgeräumt, sachlich, klar.

Neben dem neuen Display-Konzept direkt vor der Nase des Fahrers hat Audi auch angefangen den Innenraum aufzuräumen. Der TT hat auch in der dritten Generation runde Lüftungsdüsen, aber kein eigenes Klimabedienteil mehr.  Dafür finden sich nun in den Lüftungsdüsen Regler mit kleinen LCD-Displays.  Während der Regler in der Mitte die Temperatur bestimmt, verändern die beiden anderen die Intensität des Gebläse oder die Verteilung der Frischluft im Fahrzeug.

Mit dem Umzug der Klimabedienung in die Lüftungsdüsen und dem Wegfall eines eigenen Navi-Displays in der Mittelkonsole ist der Beifahrer im TT seinen Spielzeugen beraubt. Eine Tatsache die man so vermutlich bislang nicht auf dem Schirm hatte.

„Schatz, programmiere bitte mal das Navi“, oder „Suche bitte mal nach dem Lied so und so“ sind in der Zukunft Sätze die im Inneren des neuen TT nicht mehr fallen werden. Das große Display im Cockpit übernimmt alle Funktionen die bislang beiden Insassen in der ersten Reihe zugänglich waren und beschränken die Nutzung durch den Beifahrer stark ein. Wie es im Alltag funktioniert? Ob sich der Beifahrer nun zu Tode langweilt? Ob der Beifahrer durch die Musiksammlung scrollen kann und auch etwas vom Display sieht und ob es den Fahrer ablenkt, wenn der Beifahrer am Display arbeitet? Fragen die sich erst bei einer ersten Testfahrt werden beantworten lassen.

Audi TT Schnauze eckig statt runf

Rund ist nun eckig

Der neue TT bekam eine noch schärfer konturierte Außenhaut. Der Kühlergrill wirkt noch einmal dominanter, die sechseckige Form wurde weiter betont, die Schweller haben eine neue Form erhalten, die Scheinwerfer wurden schmaler, die Stoßstange maskuliner – aber alles in allem bleibt der TT jedoch ein Audi in seinem technoid-sachlichen Design.

Gestreckter wirkt er, was den kürzeren Überhängen zu verdanken ist. Der Radstand wuchs leicht auf 2.51 Meter an. Der hintere Bogen des Coupé-Kuppeldachs bekam eine neue Kante und lässt den TT vor allem von schräg hinten stämmiger wirken.

Unter der Haube

Gab es den ersten TT noch mit einem Sechszylinder, pochen mittlerweile nur noch Vierzylinder-Herzen unter der Haube aus Aluminium. Turbolader und Direkteinspritzung, die Motoren ähneln sich wie eineiige Zwillinge. Den Einstieg wird der 184 PS starke TDI bilden, die Spitze übernimmt vorerst der 310 PS starke-Turbobenziner TTS.

Der stärkste TT, der mit 380 Nm gesegnete TTS will den Spurt auf Tempo 100 km/h in 4.7 Sekunden erledigen.

Der neue Audi TT wirkt wie ein „alter Bekannter“ – schaut man in sein Inneres und unter die Hauben findet man jedoch viele  neue Details. Allen voran das moderne Cockpit. Ob das jedoch reicht um den TT auch weiterhin als den attraktivsten Sportler im Kompaktsegment zu platzieren, wird sich zeigen müssen.

Das man bei Audi nun einen Tankdeckel eingespart hat und den Verzicht des Schraubverschlusses unter der traditionell aus Alu gefertigten, runden, Tankklappe mit der Nähe zum Motorsport in Le Mans begründet – darüber schweige ich besser …

… mehr zum neuen TT, zur Technik, ob er auf der Straße überzeugen kann und vor allem, wie das neue Cockpit im Alltag zu bedienen ist, später in diesem Jahr …

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Audi – Land of quattro – Der Oberalppass

Der Oberalppass stellt eine direkte Verbindung zwischen der Gotthardregion und dem Vorderrheintal dar, zudem verbindet er die beiden Kantone Graubünden und Uri. Die Route folgt der großen Alpenlängsfurche, die im Westen ihre Fortsetzung im Rhônetal findet. Der Straßenzustand auf der westlichen Seite ist jenem im Osten etwas überlegen.

Oberalppass quattro alpen tour 2013

Der gestreckte Oberalpsee wird von Osten kommend über einen Serpentinenaufstieg erreicht. An seinem
Nordufer wird die Straße, gemeinsam mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (früher: Furka-Oberalp-Bahn) durch
eine 800 Meter lange Lawinenschutzgalerie geführt. Die Westrampe des Passes bietet neun Spitzkehren über den Nätschen.

Oberalppass land of quattro alpentour

Auf der Passhöhe steht seit Oktober 2010 ein roter Leuchtturm, der schon so manchen Besucher verdutzt dreinschauen hat lassen. Es handelt sich um einen verkleinerten Nachbau des 14 Meter hohen Unterfeuers „Hoek van Holland“, der 70 Jahre lang an der Rheinmündung in Rotterdam stand. Die skurrile Aktion ist ein touristischer Werbegag im Auftrag des Schweizer Tourismus.

In südlicher Richtung liegt der Lai da Tuma (Tomasee) auf 2.345 Metern unweit des Oberalppasses. Der kleine See gilt als die Quelle des Rheins (Vorderrhein): Der Abfluss aus dem See trägt den Namen Rein da Tuma. Gemeinsam mit einigen anderen Zuflüssen wird daraus nach zwei Talstufen der Vorderrhein.

Audi AG

Die Audi AG mit Sitz in Ingolstadt in Bayern ist ein deutscher Automobilhersteller, der dem Volkswagen-Konzern angehört.

Der Markenname ist ein Wortspiel zur Umgehung der Namensrechte des ehemaligen Kraftfahrzeugherstellers Horch. Unternehmensgründer August Horch, der die A. Horch & Cie. Motorwagenwerke Zwickau nach Zerwürfnissen mit dem Finanzvorstand verlassen hatte, suchte einen Namen für sein neues Unternehmen und fand ihn im Vorschlag eines Zwickauer Gymnasiasten, der Horch ins Lateinische übersetzte.[4] Audi ist der Imperativ Singular von audire (zu Deutsch hörenzuhören) und bedeutet „Hör zu!“ oder eben „Horch!“. Am 25. April 1910 wurde die Audi Automobilwerke GmbH Zwickau in das Handelsregister der Stadt Zwickau eingetragen. 1928 übernahm DKW die Audiwerke. Beide Unternehmen wurden 1932 Teil der Auto Union.

Quelle: Wikipedia

Audi Fahrberichte und Artikel im Blog

 

Audi A8 S8 W12 S8130004_large neuer Audi A8

Audi A8

Der neue Audi A8 ist erst einmal ein „Facelift“ und kein vollumfängliches neues Modell. Alles zum Facelift findet sich im Artikel über den Audi A8. 

 

 

Audi A7

audi-a6-avant-10

Audi A6

Den Audi A6 Avant bin ich bislang nicht selbst als Testwagen  gefahren. Dafür hat Thomas Gigold im Namen der „Testfahrer“ einen tieferen Blick unter die Hüllen des Familien-Kombis geworfen. Sein Fahrbericht findet sich nach diesem Link.

 

Audi-A5-Sportback-3

Audi A5

Auch den Audi A5 Sportback bin ich nicht selbst gefahren (bisher), hier hat mein Kollege Ralf Bernert für „die Testfahrer“ die Aufgabe übernommen und sich den A5 mit dem drei Liter großen Diesel genauer angeschaut.

 

Audi A4 600

Audi A4

Den Audi A4 Avant konnte ich für eine Woche fahren. Zu kurz um einen ordentlichen Fahrbericht abzuliefern. Ich habe es trotzdem versucht. [klick]

 

 

audi_a3_limousine_budapest_ungarn_worldtravlr_net (10)

Audi A3

Der Audi A3 wurde in diesem Jahr auch als Limousine vorgestellt. Seit langer Zeit gibt es damit wieder eine bewusst kompakt gehaltene Audi-Limousine. Zur Vorstellung der Audi A3 Limousine geht es hier lang. [klick]. Die Werksfotos der A3 Limousine sind hier zu finden. Meine Fotos von der A3 Limousine findet man nach diesem Link.  Bei der A3 Limousine waren wieder eine Menge Blogger vor Ort, dementsprechend gab es von mir zum A3 Limo auch eine Blogger-Rundschau.  Besonders sinnvoll ist der A3 mit dem 1.4 TFSI COD Motor, die technischen Daten zu diesem Fahrzeug sind in diesem Artikel zu finden.

Auch ohne den Kofferraum-Bürzel ist der A3 ein „edler Golf“ – meinen Fahrbericht findet man nach diesem Link.

Um zu demonstrieren wie sparsam der Audi A3 ist, hat Audi eine „efficiency challenge“ als Roadtrip zum Automobil-Salon nach Genf präsentiert. Meine Sicht auf die Dinge findet man hier nach diesem Link.

Den Audi A3 Sportback ist mein Kollege Thomas Gigold gefahren, seinen Test liest man nach diesem „klick“.  Meinen persönlichen Fahrbericht zum Audi A3 Dreitürer findet man nach diesem Link! Einen Artikel zur Vorstellung findet man hier [klick].

Natürlich gab es auch zum kompakten Audi A3 eine umfassende Blogger-Rundschau, es waren damals ja mehr als genug Blogger vor Ort. Link-klick. Noch mehr Blogger-Artikel zum Audi A3. Hatte ich diesen Audi A3 Fahrbericht schon verlinkt? Nein? Also, noch eine Meinung von der Insel.

Den „alten“ A3 als Cabrio – sind meine Freunde von Sixt gefahren. Deren Fahrbericht findet man nach diesem Link.

Audi A2

– da kommt noch was, bestimmt.

Audi A1

Den Audi A1 hatte ich noch nicht als Testwagen. Dafür konnte mein Kollege Mario Lehmann im Namen der Testfahrer einen Eindruck vom A1 1.4 TFSI gewinnen. Seinen Artikel findet man nach diesem „klick“.

 

Audi R8 Spyder Sieger autoblogger Awards baa 2013 Cabrios

Audi R8

Einen beneidenswerten Roadtrip haben Can und Sebastian in diesem Jahr umgesetzt. Mit einem Audi R8 und einem TTRS ging es in die Alpen auf eine Tour zu den schönsten Paßfahrten.  Wem der normale R8 noch nicht scharf genug ist, der sollte sich die ABT-Variante anschauen. ABT R8 GTS im Fahrbericht.

Audi TT

– da kommt noch was, bestimmt.

Audi Q7

– da kommt noch was, bestimmt.

Audi SQ5 von vorne

Audi Q5

Und manchmal habe ich auch Spaß daran ein Video zu erstellen. Wie in diesem Fall. Die Präsentation des Audi SQ5 mit 313 PS starken V6-Dieselmotor. Zusammen mit Fabian Mechtel habe ich über die Vor- und Nachteile von „Soundgeneratoren“ philosophiert. [klick]

 

Audi Q3 - Foto von marioroman
Audi Q3 – Foto von marioroman

Audi Q3

Den Q3 bin ich selbst noch nicht gefahren, aber mein Kollege Mario-Roman ist mit dem kleinen Q3 unterwegs gewesen. Klick hier.

 

Audi RS 6 Avant

Audi RS6 und Audi S3 hat Audi bei einem Fahrtermin vorgestellt. Auch hier waren viele Blogger vor Ort. Meine dazu passende Blogger-Rundschau findet man nach diesem Link.

 

Der edle Golf aus Ingolstadt

Audi A3 – Fahrbericht – Kurzform

Schlagwort: MQB

MQB steht für „Modularer Querbaukasten“ und beschreibt die neue Plattform-Technik im Haus Volkswagen und den Konzern-Töchtern.  Der MQB wird mit dem neuen Audi A3 erstmalig als Konstruktionsgrundlage verwendet und wird in der Zukunft für über 30 Modelle aus dem Konzern-Baukasten der Wolfsburger und der hübschen Töchter das Fundament der Entwicklung bilden.  Mit der breiten Verwendung des MQB-Baukasten wird der Konzern Stückkosten und Einmal Aufwendungen im Bereich von 20% senken können.

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Aktuell sogar bis zu 22.75 % Rabatt auf den neuen AUDI A3 !!!

Damit bildet der MQB den strategischen Schlüssel für die vielfältige Anzahl an Modellen im Konzern und der Möglichkeit auch Nischen- und Nischen-Nischenmodelle mit geringer Stückzahl fertigen zu können, ohne hierfür einen Verlust zu kalkulieren. MQB steht für 20 % mehr Effizienz in der Fahrzeug-Fertigung des Konzerns.

Audi A3 Präsentation Mallorca

Schlagwort: Premium

Premium. Das Lieblings-Schlagwort von Marketing-Experten und Profi-Verkäufern, wenn es darum geht, etwas hochpreisiges an den Mann (oder die Frau) zu bekommen, dessen Vorteil oder Nutzen nicht sofort auf der Hand liegt.

Premium kostet halt ein wenig mehr, weil und so lautet die Erklärung: Das Produkt mit diesem Prädikat deutlich höhere Qualitätsansprüche erfüllt. Im Automobil-Bereich erfüllt das Prädikat: „Premium“ für mich, wenn eine Marke den Faktor des „sich wohlfühlens“  vollends erfüllt hat. Haptisches Feedback der Finger und der olfaktorische Einfluss von Leder und besonderen Werkstoffen wie Echt-Holz, Glas oder Keramik im Innenraum sind hier die am schnellsten benannten Punkte.

Premium bleibt jedoch ein weicher Begriff und sollte durch Beispiele und Alleinstellungsmerkmale von besonderer Güte unterstrichen werden.

Audi A3 Mallorca rückansicht

Bodywork: „Athlet mit gutem Geschmack.“

Dank der neuen MQB-Plattform des Mutter-Konzerns, bekommt die Kompaktwagenklasse aus Ingolstadt und später dann auch die aus Wolfsburg, ein sportiveres Grunddesign. Kürzere Überhänge und ein längerer Radstand sorgen für eine gestreckte Linienführung mit Spannungs geladenen Design-Spitzen. Die Tornado-Linie – im Prinzip eine zu tief hängende Schulterlinie – spannt als Sichtkante die flachen und weitläufigen Blechformen und lässt das Auge an einer Linie um das Fahrzeug herum wandern.

Oberhalb des Schwellers formt eine Spannungslinie die Taille und lässt den unteren Karosserie-Teil, zwischen den Radhäusern, mit Kraft und sportiver Eleganz als Ausdruck der Leistungsfähigkeit in Erscheinung treten.

Das sportive Design wird bestätigt durch das – erstmalig bei Audi – gesenkte Fahrzeuggewicht innerhalb eines Generationenwechsels – Minus 80 Kilogramm, das ist ein guter Anfang und der richtige Schritt.

Audi A3 - Innenraum Qualität

Powerhouse: „Leistung ist keine Sünde!“

Aktuell bringt Audi eine überschaubare Zahl von Motoren an den Start. Mit einem 122PS TFSI-Vierzylinder geht es los, das Leistungs-Ende der Benzin-Motoren bildet am Anfang der 180PS 1.8 Liter TFSI Motor. Für die Diesel-Fraktion endet die Auswahl derzeit beim 2.0 TDI mit 150PS. Audi hat jedoch bereits weitere Versionen angekündigt. So bildet die Basis im Herbst ein 1.2 TFSI Benzin-Motor und für die Diesel-Faktion wird es einen besonders sparsamen 1.6 Liter TDI mit 105PS geben.

Wirklich interessant für eine große Käuferschicht dürfte der 140PS starke 1.4 TFSI mit Zylinderabschaltung werden.  Dieser Motor ist in der Lage, trotz seiner süffisanten Leistungsausbeute von 140PS und dem breiten Drehzahlband – in definierten Drehzahlbereichen – 2 seiner 4 Zylinder ab zu schalten und so nicht nur innere Reibung zu sparen, sondern auch Kraftstoff.

Sportfreunde bleiben selbst beim 180PS starken TFSI derzeit noch auf der Strecke. Sowohl mit DSG als auch manuell geschaltet, ist der aktuelle 180PS TFSI Motor viel mehr ein solider Allround-Motor, als ein Sportmotor. Die sportlichen Versionen haben derzeit noch viel Platz sich zu entfalten. 230PS und mehr sollten für die Zukunft bereits in der Planung sein.

Audi hat dem neuen A3 eine umfangreiche Revitalisierung des Standard-Antriebskonzeptes mit Frontmotor und Frontantrieb zu kommen lassen. Dank der Möglichkeit von dynamischen Einstellungsmöglichkeiten an Lenkung, Gaspedal und Dämpfung – kann man sowohl mit Hut, als auch mit Ray Ban Sonnenbrille, den Fahrspaß am Auto finden, den man sucht.  Vorbei damit auch die Zeiten der stuckrigen, weil zu sportlich hart abgestimmten Vorderachse. Eine Prima Balance aus sportiver Lust und entspannendem Komfort.

Audi A3 - Innenraum - Tornado-Düsen

Lifestyle: „5-Sterne Premium, oder doch nur Business as usual?“

Er ist die Benchmark.  Mag er fahrdynamisch noch ein wenig hinten anstehen, was die Verarbeitung und die Materialwahl im Innenraum angeht, so ist der neue Audi A3 schlicht die Benchmark, die Hürde der Hürden, das obere Ende der Skala – der Audi A3 ist nicht „ein“ Premium-Kompakter.

Der neue Audi A3 ist DER Premium-Kompakte im Golf-Segment.

Ein Basis-Modell für den avisierten Preis von 21.600€ stand leider nicht zu Testfahrten zur Verfügung und bei keinem der Modelle war der Gesamtpreis benannt – aber, da Audi den Konfigurator bereits online gestellt hat, habe ich einfach mal ein wenig „konfiguriert“ und bin nun sicher: Auch bei Audi wird weiterhin der „richtige Spaß“ am Premium-Kompakten erst bei 30.000 € aufwärts los gehen.

Dann aber richtig. Die gezeigten Kombinationen aus roten S-Line Modellen mit schwarzer Leder-Ausstattung macht in der Tat ebenso viel Lust auf den Premium-Einstieg, wie die Gletscherweißen Modelle mit brauner Lederhaut für den Innenraum.

Wenn Auto fahren mehr als ein notwendiges Übel ist, dann sollte es doch auch richtig schön Spaß machen – oder? Wer mehr als „nur einen Kompaktwagen“ kaufen will – der kann sich einen Premium-Kompakten kaufen. Der Audi A3 gehört nicht nur dazu, was die Haptik angeht – ist er die Nummer 1.

Audi A3 auf Mallorca

Haptik? Sie baden gerade Ihre Hände darin.

Schalter, Module, Elemente – die Finger fühlen weiches Leder, kaltes Metall, sensibles Kunststoff. Nichts klappert – alles klickt oder rastet,  nur mit der subtilen Eleganz der Oberklassen-Wertigkeit im Innenraum alleine, kann der A3 die Insassen begeistern. Da muss man noch keinen Meter gefahren sein.

Der Audi hat eine einfache Antwort auf die Frage, was bei ihm „Premium“ ist: Er fordert auf, seinen Innenraum mit geschlossenen Augen zu erkunden.

Audi A3 auf Mallorca präsentationDie Rechnung bitte:

21.600€ soll der Einstieg mit dem noch nicht lieferbaren 1.2 TFSI Motor sein. Wer Premium-Kompaktmodelle sucht und vom Audi A3 gefunden wird – dürfte die niedrige 20.000er Klasse schneller verlassen haben, als der 1.8 Liter TFSI aus der in Serie lieferbaren Start/Stopp Automatik aufwacht.

Unterhalb der  30.000€ Grenze wird vermutlich kein Kaufvertrag unterschrieben, sucht der Käufer den Faktor „Premium“ in seinem neuen Kompaktmodell. Das ist bei anderen Herstellern in dieser Klasse nicht anders – 70€ für den beleuchteten Make-Up Spiegel in den Sonnenblenden zu verlangen zeugt allerdings von einiger Selbstüberschätzung in Ingolstadt. (Nur in der Ambiente Ausstattung bereits Serie!)

Der Käufer wird es schlucken und bis zur Auslieferung bereits vergessen haben.

 

Zwei Sätze zu:

..dem Design:

Verkürzte Nase, längerer Radstand und hierzu eine spannungsgeladene Seitenlinie die trotz allem nicht überladen wirkt. Der neue Audi A3 wird von vielen nicht sofort als neu erkannt – was man mit progressivem Design entschuldigen kann, könnte auch mangelnder Mut sein.

..dem Image:

Die Hüte und Hosenträger sind bei Audi schon lange verschwunden. Es bleibt alleine die Frage ob eine Marke mit dem Anspruch an die Klassen-Benchmark, die gesamte Breite vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine glaubhaft abdecken kann, wenn das wichtigste Modell am Ende nur ein Golf im eleganteren Blechkleid ist.

.. der Effizienz:

Weniger Gewicht ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu sparsameren Automobilen. Bei Audi wird die Karosserie-Diät unterstützt durch so clevere Motoren wie den neuen 1.4 TFSI mit 140PS und Zylinderabschaltung.

..dem 180PS TFSI-Motor:

Der Sprung zwischen dem 140PS 1.4 TFSI mit Zylinderabschaltung und dem 180PS TFSI war subjektiv nicht besonders groß – der 1.8 TFSI wirkte zugeschnürt und eingebremst in seinem Elan.

Fazit: „Alles Premium?“

Ein neues Modell über eine Strecke von weniger als 200km zu fahren, kann nur ein erster Eindruck sein. Im Falle des kleinen Audi mit dem großen Kühlergrill wird bereits nach wenigen Stunden klar: Hier fährt einer, der meint es ernst mit seinem Führungs-Anspruch an die Premium-Kompaktwagenklasse. Das überschaubare Angebot an Motorisierungen zum Start, wird die Begeisterung der Kunden für den neuen A3 nicht weiter belasten – zumal eine Ausbau des Motorenprogramms bereits angekündigt ist.

Im Innenraum sind die Ingolstädter, was den eigenen Anspruch darstellt die Premium-Benchmark zu sein, am Ziel angekommen. Fahrdynamisch bleibt Luft nach oben. Aktuell noch zu viel Luft.

 

Audi A5 3.0 TDI: Der Vielkönner

Audi A5 Sportback 3.0 TDI quattro s tronic – Der Vielkönner

Hübsch sieht er aus, mit seinem fließenden Heck, der großen Klappe und dem kleinen Bürzel am Hintern. Der Sportback aus Ingolstadt vereint Sportlichkeit und Eleganz recht eindrücklich. Auch bei den Fahrleistungen ist der Bayer ein Musterknabe.

Dass Audi seine Produkte mit hohem Qualitätsanspruch fertigt, ist bekannt und unbestritten. Die Ingolstädter liefern mit dem A5 Sportback ein viertüriges Coupé oder anders ausgedrückt: eine Limousine mit Coupé-Heck aus. Dass der A5 in dieser Variante an Eleganz gewinnt, zeigen die Fotos. Die Dachlinie fließt sehr ausgewogen bis zum kleinen Heckspoiler, den man lieber Lippe nennen sollte. Die Sicht wird durch die C-Säule zwar beeinträchtigt, aber die Rückfahrkamera eliminiert diesen Nachteil locker. Die Front des Audi wird, wie bei allen Modellen aus Ingolstadt durch den mächtigen Single-Frame dominiert. Die Leuchteinheiten sind ebenfalls typisch. Verwechslungen sind lediglich mit anderen Modellen der Marke Audi zu befürchten. Ob man den Blick des A5 mag, muss der eigene Geschmack klären.

Audi-A5-Sportback-Titelfoto

Im Innenraum haben die Ingolstädter viel Mühe und Qualität gelassen. Die Ausstattung hinterlässt einen sehr guten Eindruck, man sitzt sehr bequem, die Lenkung ist exzellent. Das Lenkrad liegt außergewöhnlich gut in den Händen, die Dynamiklenkung mit variabler Lenkübersetzung ist ein sehr sinnvolles Extra. Damit lässt sich der Audi bei allen Fahrsituationen sehr präzise steuern. Bei unserer Testfahrt haben wir den A5 auch in die Nähe seiner Grenzen gebracht, dabei hat die Elektronik sehr gute Leistungen gezeigt. Ob Unter- oder Übersteuern, die Sensorik und die entsprechenden Eingriffe waren sensibel, aber niemals aufdringlich. Der Allradantrieb zeigte vor allem bei nasser Fahrbahn seine Stärken, die Federung ist schlechten Straßenbelägen eine echte Hilfe, in Verbindung mit der beeindruckenden Lenkung werden auch extreme Lastwechsel mühelos bewältigt.

Audi-A5-Sportback-5

Der Motor schiebt und treibt den Audi mit erheblichem Nachruck in Richtung 250 km/h. Die 245 PS unter der Haube arbeiten in Verbindung mit dem Allradantrieb und dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe nahezu perfekt zusammen. Hinzu kommt ein Drehmoment von 500 Newtonmeter, das bereits bei 1.500 Umdrehungen zur Verfügung steht. Damit lässt der A5 3.0 TDI keinen Zweifel an seiner sportlichen Motivation. Vor allem der für Überholmanöver so wichtige Bereich zwischen 80 und 120 km/h ist Dank der exzellenten Abstimmung von Fahrwerk und Motor bestens bestückt. Der Sportback lässt sich vor allem im Schaltmodus mittels der Paddel am Lenkrad sehr sauber und schnell auf Touren bringen. Dass die Kraftstoffleitungen dabei ein wenig mehr Diesel transportieren, lässt sich nicht verhindern. Unser Testwagen hat auf einer Strecke von insgesamt 2246 Kilometer 166 Liter Diesel verbraucht, also im Schnitt 7,39 Liter pro 100 Kilometer. Das liegt zwar deutlich über der Hersteller-Angabe, ist aber bei unserer zum Teil recht flotten Fahrweise akzeptabel.

Audi-A5-Sportback-6

Insgesamt kann man dem Sportback ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Die Kombination aus sparsamem Diesel mit reichlich Kraft und die sehr hochwertige Ausstattung reichen für eine durchaus positive Beurteilung. In seinem Segment stufe ich den A5 Sportback 3.0 TDI als einen der Besten ein.

 

 

 

Text und Fotos: Ralf Bernert

 

Die technischen Daten laut Hersteller:

Motor: V6 Diesel

Hubraum: 2.967 ccm

Drehmoment: 500 Nm bei 1.500 U/min

Leistung: 180 kW / 245 PS

Fahrleistungen:

0-100 km/h: 6,2 Sekunden

Topspeed: 250 km/h

Wendekreis: 11,7 m

Antrieb: permanenter Allradantrieb

Getriebe: 7-Gang DKG mit Schaltpaddel

Verbrauch: 5,8 l/100 km kombiniert

CO2: 152 g/km kombiniert

Preis: ab 50.350,00 Euro

 

Maße:

Länge/Breite/Höhe in mm: 4711/1854/1391

Radstand:

Leergewicht: 1810 kg

Max. Zuladung: 440 kg

Kofferraum: 360 l / umgeklappt: 670 l

Tank: 64 Liter

 

Was man in Ingolstadt nicht kann

Was man in Ingolstadt nicht kann:

Blogger-Relations

Es ist Samstag früh, ich bin ausgeruht, entspannt und komme gerade aus der Badewanne. Und in ein paar Stunden werde ich in Stuttgart sein, erst einmal das Porsche-Museum besuchen und danach die Nacht im Mercedes-Benz Museum verbringen. Die Nacht im Mercedes-Benz Museum? Ja. Denn in Stuttgart hat man etwas verstanden und umgesetzt, wovon man in Ingolstadt bei Audi noch Lichtjahre entfernt scheint.

Blogger und Macher aus alten Medien stehen in Stuttgart eventuell noch nicht auf der gleichen Stufe, aber im Schwabenländle ist man bemüht, sehr bemüht – und man ist erfolgreich in der Disziplin: „Blogger-Relations“.  Das zeigt sich an interessanten Events wie heute Abend, einer Nacht im Mercedes-Benz Museum. Alleine mit den teuren Exponaten. Intensives kennen lernen der Mercedes-Benz Historie.

Und Mercedes-Benz ist bei weitem nicht der einzige Automobil-Hersteller in Deutschland, oder Importeur, der Blogger inzwischen ernst nimmt und anscheinend wirklich verstanden hat, was Blogs und Blogger in der Medienlandschaft 2.0 bedeuten.

Wenn ich jetzt Audi als extremes Beispiel für ein „versagen“ in den Blogger-Relations heran ziehe, dann will ich damit ausdrücklich nicht die Personen diskreditieren, die derzeit im direkten Kontakt mit den Bloggern stehen. Auf dieser Ebene ist man bemüht. Sehr bemüht. Aber  hier kann eben auch der engagierteste Mitarbeiter nichts ausrichten, wenn im Unternehmen die Strukturen nicht passen und die Verantwortungsbereiche nicht neu sortiert wurden. Und der Fisch stinkt immer vom Kopf an und so geht diese Kritik an die „obere Riege“ der Entscheidungsträger.

Genau diese Problematik muss man  innerhalb eines Unternehmens angehen, will man eben nicht als „Versager“ in dieser neuen Disziplin der Öffentlichkeitsarbeit dastehen und in meinen Augen ist es bei Audi gründlich in die „Buxe“ gegangen, dieses erste Experiment, der Blogger-Relations.  Bei Audi sind derzeit zu wenige Menschen direkt involviert in dieser neuen Disziplin. Leider.  Und ich habe nichts gegen Volontäre und externe Dienstleister (im Gegenteil, ich bin überzeugt davon, das hier viele mit Herzblut bei der Sache sind) – aber bevor man Experimente startet, muss man sich „intern“ im klaren sein, was man erreichen will. Und genau hier hakt es wohl bei Audi massiv. Und das ist schade.

Warum ich das so sehe, dass erläutere ich gerne an 2 Punkten:

 

Punkt 1:

In Ingolstadt zählen Blogs und Blogger noch immer zu den reinen Hobby- und Freizeit-Medien. Das dies jedoch nicht so ist, zeigt nicht nur der Kollege Jens Stratmann von rad-ab.com, sondern auch mein Blog. Meine Webseite, mein Magazin, meine Online-Arbeit – egal wie man es nennt, ist mein Hauptberuf. Es ist meine Arbeit. Es ist meine Passion. Bei Audi in Ingolstadt nimmt man jedoch einen anderen Betrachtungswinkel für diese Form der neuen Medien ein. Man setzt Blogs mit den Lesern der „auto, motor und sport“ und mit „Endkunden“ gleich. Faszinierend.  Vor allem aber: Erschreckend. Denn die Aufgabe als Multiplikator in den Online-Medien, als Magazin mit Informationsgehalt und als Quelle von langfristigen Google-Archiven übernehmen nur selten Endkunden. Es sind Blogger, moderne Medienmenschen.

Nur in Ingolstadt bei Audi, da hat die Stufe der Öffentlichkeitsarbeit so wenige Treppen, dass oben auf dem Sockel die alten Verlagshäuser sitzen, darunter die aussterbenden Regional-Blätter und auf der letzten Stufe – der Stufe Null, dem Sockel, da sitzen die Blogger zusammen mit den Endkunden auf einer Ebene.

Und als Ergebnis führt das zu grotesken Situationen, in denen Blogger als Lückenfüller bei „Kunden-Events“ dienen. Es gab in der Vergangenheit bereits mehrfach Beispiele für dieses Vorgehen und auch für ein weiteres Event im September, werden Blogger gleichgesetzt mit den Lesern der „ams“.

Was auch zu Punkt 2 führt:

Punkt 2:

Die Wertschätzung meiner Arbeit.  Ich zähle die Stunden nicht mehr, die ich unterwegs bin um Termine wahrzunehmen. Ich zähle die Stunden vor dem PC nicht, die ich verbringe um Fotomaterial zu sichten, aufzuarbeiten und zu veröffentlichen. Auch meine Arbeit als Werber für den eigenen Blog, Netzwerker für neue Kontakte und pflege von alten Kontakten, Moderator  vor der Kamera, Online-Texter, Meinungsmacher mit einer Reichweite in der Größenordnung der „Auto Bild Schweiz“, Fragen-Beantworter im Blog, Dialog führender Redakteur, Nachrichten sichtender Medienmensch.

Ich zähle die Stunden nicht, weil ich liebe was ich tue und weil ich nichts anderes mehr tun will. Aber ich denke ich habe ein wenig Respekt verdient. Und darunter fällt auch, dass auf der Unternehmensseite Gesprächspartner sitzen die Entscheidungen treffen können, dürfen und wollen. Das man mir Ansprechpartner gibt, die Fragen zeitnah beantworten können. Das man mir meine Arbeit honoriert und damit meine ich keine Bezahlung für Presse-Arbeit.

Und ja, ich will verdammt nochmal die gleichen Rahmenbedingungen auf der Seite der Hersteller haben, wie meine (auch zum Teil von mir) wert geschätzten Motor-Presse Kollegen aus den letzten Dekaden des „Motor-Journalismus“.  Denn ich erledige – Minimum – den gleichen Job. Die netto Reichweite meines Blogs ist vergleichbar mit der Print-Auflage der AutoBild Schweiz und neben den Fahrberichte am Ende eines Tests, produziere ich ohne Budget:  Videos, Fotostrecken, lebe den social media Gedanken und stehe im Dialog mit den interessierten Lesern meiner Artikel.  Ich stehe zu meiner Meinung, zu meinen Berichten und zu meiner Arbeit.

Das ich mit meiner Erwartung, Respekt für meine Arbeit zu erhalten, nicht über das Ziel hinaus schieße, dass beweisen mir andere Hersteller und Importeure – nur in Ingolstadt tut man sich schwer.

Wäre ich ein Einzelfall. Wäre ich der einzige Blogger der sich über die Art der Zusammenarbeit aufregt, dann würde ich sagen: „Ja, es liegt an mir.“ – „Ja Habegger, Deine Arbeit ist scheiße“ – such Dir einfach was anderes. Werde Kieselstein-Putzer in der Wüste-Gobi oder ähnliches.

Und das schlimmste, bereits vor 2 Jahren war das wohl nicht anders. 

Ganz nebenbei:

In München bei BMW ist man sogar noch eine Nummer schlechter in der Disziplin „Blogger-Relations“, aber darüber rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Über Audi muss ich mich aber aufregen. Nicht nur weil ich mal ein echter Audi-Fan war und der Marke wirklich lange die Treue hielt, nein – vor allem weil man es doch versucht hatte. Man hatte mit der A3 Präsentation angefangen – aber irgendwie läuft seitdem alles nur noch halbherzig. Und mit halbem Herzen, da überlebt niemand lange.

Noch eine „Bitte“ an meine bloggenden Kollegen zum Schluss:

Wenn Ihr schon auf einen Hersteller / Importeur trefft, der Euch ernst nimmt, der Euch sogar einen Testwagen stellt und Euch die gleichen Konditionen gewährt wie gegenüber den arrivierten Kollegen: Dann liefert auch ab. Produziert etwas! Erstellt etwas. Sagt Eure Meinung. Werdet nicht zu versnobten Künstlern die denken, die Welt würde sich nur um sie drehen und die Hersteller dürfen froh sein, wenn man mit Euch in Kontakt stehen darf!

Damit schadet Ihr auch mir und das finde ich noch mehr zum KOTZEN – als dieses halbherzige Vorgehen bei Audi!

Audi A4 600

Gefahren: Audi A4 Avant 2.0TDI quattro

Der Audi A4 Avant ist so etwas wie der Wunschkandidat für Angestellte mit der Möglichkeit zu einem Dienstwagen. Der Traum aller Außendienst-Vertreter und ein ständiger Begleiter des Alltags auf deutschen Autobahnen.

Die Gründe hierfür findet man schnell, nimmt man erst einmal den Platz des Fahrers ein. Mein Testfahrzeug war ein silberner Audi A4 Avant mit dem 177PS starken zwei Liter großen Vierzylinder-Diesel. Mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe und dem „quattro“ getauftem Allradantrieb kostete der Testwagen in der Ambition-Ausstattung 40.050,–€.  Ein feines Auto für Menschen die sich einen Firmenwagen aussuchen können.

Auf der Kurzstrecke

Der Audi A4 Avant 2.0TDI quattro

Kurzstrecke? Der Wagen ist doch bestens für die lange Tour geeignet – oder? Richtig. „Kurzstrecke“ ist die Bezeichnung für diesen Fahrbericht. 

In den 7 Tagen meines „Kurzstrecken-Tests“ konnte ich über:  20:36 Stunden im Fahrzeug sitzen und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 99 km/h über 2039 Kilometer zurück legen (sagt der Bordcomputer!) – Und in diesem Fall will ich den Schwerpunkt des Kurzberichts etwas anderes als bei den üblichen Fahrberichten legen:

Großartige Handwerks-Kunst

Es ist viel geschrieben worden über den mittlerweile erreichten Grad an Perfektion in den Ingolstädter Fahrzeugen und es wäre vergebene Mühe, würde ich an dieser Stelle bei einem – eigentlich so simplen – Fahrzeug wie dem A4 Avant über diese wunderbare Welt der Handwerkskunst philosophieren. Audi hat den Dreh im Bereich Haptik und Funktions-Erfüllung einfach heraus. Da kneift nix, da scheppert nix. An einem Tag 900 km abzuspulen ist keine Arbeit, sondern eine Wellness-Erfahrung. Ich kenne wirklich keinen anderen Hersteller der mit diesem pedantischem Nachdruck am Finish seiner Fahrzeuge arbeitet.

Doch gute Arbeit will bezahlt sein!

Wenns um Geld geht, gibt’s nur ein Schlagwort: „Mehr!“

André Kostolany

Audi A4 Avant Linie kleiner

Raffinierte Preislisten

Mit dem Listenpreis von 40.050,– € ist der Audi A4 Avant noch ein Fahrzeug, dass man sich nicht nur innerhalb der 1%-Regelung gut und gerne als Firmenwagen leisten kann, sondern auch als privater automobiler Wunschkandidat in Frage kommt.  Der Testwagen war jedoch nicht als „Basis-Version“ zu seinem Kurzbesuch gekommen, sondern wurde nach allen Regeln der Kunst durch den Einsatz von „Mehr-Ausstattung“ zu einem besonderen Kleinod der Dienstwagen-Welt aufgerüstet und ich denke es ist einmal ganz sinnvoll zu beleuchten – was man eigentlich bekommt, wenn der Testwagen 30.000 Euro über dem Listenpreis liegt.

71.477, 34€ – Der Testwagen

Folgende Ausstattung war kostenpflichtig verbaut: Eissilber-Metallic, Alcanatara-Leder-Kombination, Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay, MMI Navigation plus, Aluräder 8×18 mit 245/40-18 (Winter- und Sommerräder!), Vordersitze elektrisch einstellbar, Xenon plus inkl. Scheinwerfer-Reinigungsanlage, Ablagepaket, Lichtpaket, DAB-Empfang, Audi Music Interface, Anhängevorrichtung, Multifunktions-Sportlenkrad im 3-Speichen Design, Audi drive select, Laderaum-Schienenset mit Fixierset, Durchladeinrichtung mit Ski-Tasche, Sitzheizung vorne, Gepäckraumklappe elektrisch öffnend und schliesend, Innenspiegel automatisch abblendend, Seitenairbags hinten, Glanzpaket, Sonnenblenden ausziehbar, Mittelarmlehne vorne, Außenspiegel beheizbar, Belederte Armauflage in den Türverkleidungen, Einparkhilfe plus mit Rückfahrkamera, Audi side assist, Fernlichtassistent, adaptive light, adaptive cruise control, 3-Zonen Komfortklimaautomatik, Bank & Olufsen Sound System, Bluetooth-Autotelefon online.

Man kann den Testwagen durchaus als „besonders luxuriös“ bezeichnen – als First-Class oder wenigstens eine besonders gute Business-Klasse. Jeden einzelnen der über 2.000 km habe ich genossen und ich bin völlig überzeugt davon, dass man auch in der Basisversion vorzüglich vorwärts kommt – so richtig geil – wird der Avant aber erst durch die richtigen Extras.

Ohne Zweifel – der kraftvolle Dieselmotor, das knackig zu schaltende 6-Ganggetriebe und diesen perfekten Allradantrieb bekommt jeder Käufer des A4 Avant 2.0 TDI quattro. Aber diesen ultimativen Langstrecken-Komfort, diese abgehobene Vorstellung von Komfort auf der Ebene einer erste Klasse Bahnfahrt, eines Business-Class Fluges, den bekommt man erst nach ein paar „wichtigen“ Haken in der Sonderausstattung.

Audi-Einkaufsliste

Meine Top 5 der Sonderausstattungen, die auf keinem Fall „an Bord“ eines Audi A4 fehlen dürfen:

Platz 5: Adaptive Cruise Control.  Hinter diesem englisch bezeichneten Begriff versteckt sich der Tempomat mit Abstandsradar. Im Falle des Audi A4 und für Menschen die extrem viel Autobahn fahren, ein  Assistent mit echtem Mehrwert.  Zusammen mit dem eher weniger nützlichen „audi drive select“ arbeitet der Tempo- und Abstandsassistent sogar mit unterschiedlichem Grad an Aktionismus. Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass der Tempomat die voreingestellte Geschwindigkeit sehr schnell wieder aufnimmt, sobald man hinter einem langsamer fahrenden Fahrzeug heraus schert. Bereits im Moment in dem man den Blinker betätigt, beschleunigt der Audi. Gerade auf deutschen Autobahnen wird aus dem oftmals eher Praxisfremden „adaptivem Tempomaten“ eine echte Hilfe auf langen Strecken.

Audi A6 Avant

Platz 4: Innenspiegel automatisch abblendend. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich mich bereits über Autos hinter mir geärgert haben, deren Scheinwerfer nicht richtig eingestellt sind, oder deren Fahrer den Unterschied zwischen Abblend- und Fernlicht nicht kennen. Gerade auf langen Strecken über Land und auf der Autobahn ist der selbst abblendende Innenspiegel nicht einfach nur eine komfortable Spielerei, sondern eine gute Hilfe um die Augen nicht zu schnell ermüden zu lassen.

Innenspiegel abblendend

Platz 3: Xenon plus Scheinwerfer. Es geht nichts über gute Scheinwerfer in der Nacht und wer häufig und viel unterwegs ist – der braucht das helle Xenonlicht um Gefahren frühzeitig erkennen zu können. Neben dem reinen Gewinn an Lichtausbeute in der Nacht, passt Audi auch die Optik der Tagfahrleuchten und die Rücklichter an die Technik der Hauptscheinwerfer an. Ich persönlich packe Autos mit „schlechtem“ Licht in eine klare Schublade: Billig. Nicht wertig. Nicht nützlich. Nicht schön. Und so ist der Aufpreis für das Xenonlicht und die veränderte Optik der Scheinwerfer zwar erst einmal „schmerzlich“ – aber am Ende sinnvoll angelegt.

Xenon Scheinwerfer

Platz 2: Alcantara Leder Kombination. Audi bietet bereits im Innenraum eine wunderbare Haptik-Welt an. Die Finger gleiten über sehr gut verarbeitete Oberflächen und jeder Schalter und Taster fühlt sich sensationell an. Damit die Optik zum Gefühl passt, muss die Lederausstattung in das Fahrzeug. Aber nicht einfach nur Leder – nein, Leder-Alcantara. Neben dem Handschmeichler-Effekt des Alcantara kommt die praktische Seite von Alcantara hinzu. Anders als Voll-Ledersitze muss man im Sommer keine Brandblasen und im Winter keine Frostbeulen beim ersten Kontakt mit der Oberfläche fürchten. Also ganz klar: Ein Extra das in das Fahrzeug „muss“!

>>kein Bild<<

Platz 1: Bang & Olufsen Sound System. Der Zweiliter Dieselmotor macht zwar kaum Lärm, im Gegenteil – der A4 ist perfekt gedämmt und im täglichen Routine-Umfeld überhört man beinahe alle Geräusche vom Motor – aber gerade weil hier keine Faszination zu erwarten ist, sollte wenigstens die musikalische Untermalung stimmen.   Wer 10 Stunden am Tag alleine im Fahrzeug auf Dienstreise sitzt, der wird die klanglichen Qualitäten der Bang & Olufsen Anlage zu schätzen wissen.

Bank-Olufsen Audi

Geile Details.

So kombiniert bliebe der Audi A4 noch knapp unter der 50.000€ Grenze. Noch immer viel Geld – aber doch deutlich entfernt von den extremen 70.000,–€ des gefahrenen Fahrzeuges – wobei ich ganz klar sagen muss:  Ich habe jeden Kilometer im A4 genossen (oh ich wiederhole mich!) und natürlich würde ich mich nicht nur auf meine Top 5 Ausstattungs-Extras beschränken wollen  – nein, auch eine elektrische Heckklappe und eine Einparkhilfe mit Kamera wären auf jeden Fall auf der Bestellliste.

Es ist wirklich raffiniert, wie gut dieses System der „individuellen“ Sonderwünsche funktioniert – aber nur bei den deutschen Premium-Herstellern.

Für mich persönlich war der gefahrene A4 ein wunderbarer Reisebegleiter. Komfortabel und flink, auch bei schnellen Etappen noch immer sparsam. Mit einem narrensicher Fahrverhalten auch jenseits der 240 km/h.

 Fazit:

Ich kann verstehen, warum der Audi A4 Avant zu den meist georderten Firmenwagen gehört – ich kann es gut verstehen!

[toggle title=“Hinweis: „] Leider konnte ich den A4 Avant nur 7 Tage testen und nicht wie üblich 14 Tage.  Da mein Terminkalender zudem ziemlich voll war, bin ich auch nicht dazu gekommen, mehr als zwei schnelle Fotos vom Testwagen zu machen. Ich musste daher – zum ersten Mal bei einem Fahrbericht – auf Detail-Fotos vom Hersteller zurück greifen. 🙁 [/toggle]