News: Aston Martin DB11 – Auf der Höhe der Zeit

Schön, schnell und vor allem stilvoll: Die Rede ist von Aston Martin. Ganz gleich, ob DB 9, V8 Vantage oder Rapide – sie alle vereint die Kunst, britisches Stilgefühl mit Noblesse, Tradition und „Haben-Wollen“-Gefühl zu vereinen. Nur so ganz auf der Höhe der Zeit waren die Boliden aus England nie so recht. Die V12- und V8-Aggregate sind hier noch nicht mal an vorderster Stelle erwähnt, sondern viel mehr die Technik im Innenraum. Doch die Briten haben aufgeräumt und sich einen starken Partner ins Boot geholt: Kein geringerer als Mercedes-AMG greift Aston Martin beim DB 11 unter die Arme. Was dabei herausgekommen ist? Der stärkste DB aller Zeiten. Read more

News: 007-Aston-Martin versteigert – Drei Millionen für das Bond-Auto

Seit Jahrzehnten liefert Aston Martin immer wieder den Dienstwagen für den berühmtesten Geheimagenten der Welt. Das spektakuläre Auto aus dem jüngsten James-Bond-Film “Spectre” ist jetzt für einen guten Zweck versteigert worden – für das Höchstgebot von rund 2,4 Millionen Pfund, umgerechnet 3,1 Millionen Euro.

Beim Auktionshaus Christie’s in London lieferten sich die Interessenten einen Bieterwettstreit. Die Identität des Bieters wurde nicht bekannt. Das Geld kommt der gemeinnützigen Organisation “Ärzte ohne Grenzen” zugute.

Das spektakuläre Auto ist quasi ein Einzelstück: Insgesamt wurden zehn DB10 handgefertigt. Acht davon kamen bei den Dreharbeiten zum Einsatz, zwei dienten als Show Cars für Werbezwecke – der verkaufte ist einer davon. Laut Aston Martin ist der verkaufte DB10 der einzige, der zum Verkauf angeboten wurde und wird.

News: 5 x: Die besten Bond-Bösewicht-Autos

Der Schleudersitz-Sportwagen Aston Martin DB5 zählt zu den größten filmischen Auto-Ikonen. Doch nicht nur James Bond, sondern auch seine Gegenspieler fahren aufregende Modelle. Wir haben die fünf bösesten Bösewicht-Autos zusammengestellt.

Rolls-Royce Phantom III (Goldfinger, 1964)
Für Auric Goldfinger muss alles vom Feinsten sein: Der von Gerd Fröbe gespielte Bond-Antipode fährt einen 1937 gebauten Rolls-Royce Phantom III Sedanca de Ville, das letzte große Vorkriegsmodell der Marke. Die Zwölfzylinderlimousine diente nicht nur zur persönlichen Fortbewegung, sondern auch als Goldschmuggel-Mobil. Goldfinger schmolz das Edelmetall ein und verbaute es in der Karosserie. Das Original-Fahrzeug – natürlich ohne Goldblech – existiert noch heute und wird gelegentlich auf Ausstellungen gezeigt.

Renault 5 Turbo (Sag niemals nie, 1983)
Mit dem R5 Turbo schockte Renault Anfang der 80er-Jahre nicht nur die etablierte Sportwagen-Konkurrenz, sondern auch Geheimagent James Bond. Selbst auf seinem raketengetriebenen Motorrad hatte 007 arge Schwierigkeiten, der Auftragskillerin Fatima Blush in ihrem Kleinwagen durch die engen Gassen einer südeuropäischen Stadt zu folgen. Der machte mit seinem Turbo-Heckmotor ordentlich dicke Backen; schon in der Serie sorgten 160 PS bei gerade einmal 930 Kilogramm Gewicht für rasante Beschleunigungswerte. Im Reigen der Bösewicht-Fahrzeuge zählt der Renault zu den günstigsten, billig ist er aber nicht. Wer heute ein Exemplar kaufen will, zahlt mindestens 35.000 Euro – auch ohne Film-Star-Vergangenheit.

Jaguar XKR (Stirb an einem anderen Tag, 2002)
Was Goldfinger für Bond, ist Jaguar für Aston Martin: der ewige Gegenspieler. Mittlerweile ist man bei Jaguar nicht mehr sauer, dass der Konkurrent den Dienstwagen des Agenten stellt. Vielmehr ist man stolz auf die häufige Besetzung als Bösewicht-Mobil, nicht nur in Bond-Streifen. Sogar eine Werbekampagne mit dem Motto „Bad Guys Drive Jags“ gab es unlängst. Spektakulärstes Film-Auto bislang dürfte der XKR aus dem ansonsten eher miesen Brosnan-Bond von 2002 sein. Boden-Boden-Raketen im Stoßfänger, eine hinter den Überrollbügeln montiert Kanone sowie Raketenwerfer in den Türen und ein Minenwerfer im Kofferraum machen den Jaguar nicht gerade zu einer eleganten Erscheinung, sind aber für ein ordentliches Maß an Furcht und Schrecken gut. Unter der langen Haube arbeitet ein aus dem Ford Mustang übernommener V8-Benziner, der weniger Platz benötigt als der originale Jaguar-Achtzylinder.

Aston Martin DB5 (Casino Royale, 2006)
Auch der klassischste Bond-Dienstwagen war zunächst ein Schurkenauto – zumindest, wenn man dem ersten Film der Daniel-Craig-Ära glaubt. Dort ist der Sportwagen zunächst im Besitz des Ganoven Alex Dimitrios. Nach einem Poker-Spiel wandern die Schlüssel in Bonds Tasche, und auch die Freundin von Dimitrios wechselt die Seiten. Wie es mit dem DB5 weiter geht, weiß jedes Kind. Das Coupé wurde zum wichtigsten Träger jener Technik-Tricks, die 007 bis heute populär machen. An Bord fand sich alles, was im Kalten Krieg als Hightech galt: rotierende Nummernschilder, versteckte Maschinengewehre, Nagelstreuer, Nebelwerfer, Rammböcke an den Stoßstangen und rotierende Messer in den Radnaben. Das Beste von allem: Der Raketenschleudersitz, der über einen Druckknopf am Schalthebel bedient wird. Bond nutzte ihn nicht selbst, sondern entledigte sich auf diesem Weg elegant eines Gegners.

Jaguar C-X75 (Spectre, 2015)
Im neuesten Bond-Film könnte der Bösewicht Bond wirklich einmal ausstechen – zumindest was den Autovergleich angeht. Christoph Waltz und Lakaien jagen Bonds Aston Martin DB10 mit dem Hybrid-Supersportwagen Jaguar C-X75 durch die Straßen Roms. Die bildhübsche Flunder hatte ihr Debüt 2010 auf dem Pariser Autosalon – und lange Zeit sah es aus, als würde Jaguar das Highend-Modell in Serie bauen. 2012 kam dann offiziell das Aus – der fast 1.000 PS starke C-X75 passte damals nicht zur wirtschaftlichen Lage. Auch das Comeback im Film sorgt da nicht für ein Happy End – einen Jaguar-Supersportler wird es in dieser Form nie geben.

Aston Martin DB10 – Das Gute gewinnt immer!

Am Ende gewinnen im Kino immer die Guten. Wenn auch die James Bond Filmreihe schon immer ein wenig anders war. Die Geliebte von Bond, James Bond, sein? Hält selten für den ganzen Film an und am Ende wird es traurig für die Damen. Oder denken wir an die Dienstwagen des Doppelnull-Agenten. Auch die sind selten am Ende noch in einem Stück. Für Leasing-Rückläufer ist die Handhabe durch den wichtigsten Agenten seiner Majestät eher ungeeignet.

ASTON MARTIN stellt den Dienstwagen für Bond. James Bond! Gestatten? Martin. Aston Martin DB 10!

Doch Aston Martin versteht beim DB10 keinen Spaß. Ein Happy End gibt es nur für Film-Fans. Liebhaber der Marke werden KEINEN der 10 gebauten DB 10 kaufen können. Es wird also für den „Firmenwagen für Agenten“ kein Happy End in einer klimatisierten Garage geben. Vermutlich ist das die Einzigartigkeit die man akzeptieren muss, wenn man dem bekanntesten Geheimdienst-Agenten einen Dienstwagen stellt.

ASTON MARTIN DB 10 – ein echter Aston Martin

Natürlich steckt unter der spektakulären Hülle des DB 10 ein echter Aston Martin. James Bond darf hierbei auf den 4.7 Liter V8-Sauger vertrauen.

premiere 061 aston martin james bond

Kein Film-Fan? Aber Lust auf eine wirklich gute Nachricht? Dann warten Sie mal auf den Aston Martin DB11 – den hat Aston Martin CEO Andy Palmer im Rahmen der IAA 2015 bestätigt. Der Nachfolger wird – festhalten – als DB 11 auf die Welt kommen.

Sein Design soll sich am Dienstwagen von Bond orientieren – unter der Haube wird aber erstmalig eine völlig neue Motoren- und Getriebegeneration Einzug halten. Erste Erlkönige haben den DB 11 mit Mercedes-Benz Instrumenten und Bedien-Elementen gezeigt. Und die Zusammenarbeit mit Mercedes-AMG beschränkt sich nicht auf Oberflächlichkeiten. Der neue V8-Bi-Turbo des AMG GT S dürfte in Gaydon durchaus für ein Grinsen sorgen. Nicht nur weil Mercedes-AMG immer wieder zeigt, wie beinah grenzenlos so ein AMG-Triebwerk skalierbar ist. 500 PS und rund 700 Nm sind auch für den englischen Aristokraten eine gute Basis für die Zukunft! Aber der V8-Turbo ist nur ein Triebwerk der AMG-Poermanufaktur die man für den Briten als gesicherte Option betrachten darf. Die von Hand gefertigten V12-Turbo-Triebwerke aus Affalterbach gehören zu dem kräftigsten was von Menschenhand in einen Serienmotor verwandelt wird und der Einsatz im DB 11 ist ebenso möglich. V8, oder gleich V12? Ich gebe darauf keine Wette ab!

Die Premiere des Aston Martin DB 11 erwarte ich für den Genfer Salon 2016! 

Damit wird man bei Aston Martin aber nur den Auftakt geben für eine Produkt-Offensive. Ein Crossover dürfte ebenso sicher sein, wie neue Roadster-Versionen und einen Panamera-Gegner.

 

 

Fotos: Aston Martin

KIA Sorento Superbowl Clip 2015

Pierce Brosnan? Der Schauspieler. Wir erinnern uns an seine James Bond Rollen und an Filme wie „Die Thomas Crown Affäre“. Vermutlich gefällt er sich in der Rolle als James Bond jedoch noch immer am besten. Immerhin gab es da auch feine Dienstwagen. Zum Beispiel einen BMW Z8 im 1999 Bond „Die Welt ist nicht genug“. Oder 1995 den ersten BMW Z3 in „Goldeneye“. 1997 war es ein 7er BMW in „Der Morgen stirbt nie“ und 2002 war es dann ein Aston Martin Vanquish in „Stirb an einem anderen Tag“.

Der gute Mann ist es also gewohnt, so ein wenig Product Placement zu betreiben, mal offensichtlich, mal weniger offensichtlich. Mal im Auftrag „ihrer Majestät, der Queen“. Und mal im Auftrag eines Koreanischen Automobil-Herstellers. KIA wirbt mit Pierce Brosnan im Umfeld des Superbowl 2015 und bringt einen lustigen Werbeclip mit!

 

Erste Fahrt: Der neue Ford Mondeo

Die Produktion eines Autos ist dann doch ein wenig komplizierter, als Kuchen zu backen. Viele Zutaten, viele Stationen, viele Zulieferer, viele Prozesse sind zu durchlaufen, bis aus einem Stück Blech, viel Kunststoff-Granulat, einer Menge Kupfer und Elektronik und der Arbeit von Menschen und Maschinen ein Auto entsteht. Üblicherweise arbeiten Automobil-Hersteller bereits am Nachfolge-Modelle, während man gerade das neue Auto vorstellt. Wenn dann eine Krise die Planungsphasen durcheinander wirft, dann muss man einen Marktstart absagen und verschieben.

Ford hat genau dieses Problem gerade durchgemacht. Das Werk im belgischen Genk erlebte nicht den Produktionsstart für den neuen Mondeo, sondern sieht seiner Schließung entgegen. Das war anders geplant, aber eine Sachen namens „Wirtschaftskrise“ kam dazwischen. Also musste umgeplant werden. Von Belgien nach Spanien. In Valencia wird Ford nun den Mondeo vom Band laufen lassen. Aber dafür musste das Werk dort erst einmal erweitert und modernisiert werden. Den neuen Ford Mondeo kostete das zwei Jahre. Zwei Jahre Verspätung, die aus einem „Neuwagen“ einen „lang erprobten Neuwagen“werden lassen.

Aber jetzt hat das Warten ein Ende, der neue Mondeo konnte in seinem Geburtsland zu einer ersten Ausfahrt antreten.

Ford Mondeo: Nummer 4 lebt.

Spießgeselle oder Gute Laune-Laster?

Der neue Ford Mondeo im ersten Fahrbericht

Ford Fusion nennt FORD USA den baugleichen Bruder des Mondeo. Gemäß der „One Ford“ Strategie gibt es keine Sonderlösungen mehr. Was hier funktioniert, muss auch dort funktionieren und andersherum. Zum Glück lässt FORD aber auch bei der „One Ford“ Idee nicht alle Chancen verstreichen, wenigstens ein wenig auf die Anforderungen der Märkte einzugehen. Das ist bei einem Fahrzeug wie dem Mondeo besonders wichtig. Wie eine erste Fahrt im Mondeo Hybrid im letzten Jahr zeigte, erwartet der europäische Käufer von einer Limousine der Mondeo-Klasse ein wenig mehr Feinarbeit im Inneren. Der damals gefahrene „Fusion Hybrid“ war doch noch arg abenteuerlich in der Verarbeitung und von überschaubarer Materialqualität. Der neue Mondeo will das besser machen, muss das besser machen!

Und? Er macht es besser! 

Ford Mondeo erster Test

Mondeo – Die Generation Nummer vier lebt!

Verdammt, sieht der gut aus. Wenn James Bond seinen Job im Auftrag Ihrer Majestät an den Nagel hängen würde und in einer großen Firma in den Außendienst wechseln würde, der neue Mondeo wäre seine Dienstwagen-Wahl! Ganz klar. Die Aston Martin „look-a-like“ Front mit dem eleganten Kühlergrill, die dynamisch und schmal ausfallenden Scheinwerfer und dazu die Motorhaube mit den Powerdomes. Wer vermisst da noch das „New Edge“ Design aus der letzten Dekade? Der neue Mondeo setzt eine aggressiv-sportliche, aber dennoch unaufdringliche, mehr eine sympathische Duftmarke im Bereich der sonst so biederen Klasse von langweiligen Dienst- und Firmenwagen.

Mehr als 70 % aller Ford Mondeo landen bei uns in Deutschland nicht in Privatbesitz, sondern in den Flotten von Firmen- und Dienstwagen-Zulassungen. Und der neue Mondeo hat bereits optisch das Potential,  in der Zukunft aus dem Segment des preissensiblen Flottenkunden in das Feld der „User-Chooser“ vorzudringen. Bewusst für einen Ford Mondeo entscheiden? Gegen Audi A4 und Dreier BMW? Warum nicht? Der neue Aston Martin Ford Mondeo hat das Design und die Technik.

Am Hubraum gespart – nicht an der Dynamik!

Für 2015 stehen die Zeichen auf 1.0 Liter und EcoBoost im neuen Mondeo. Das wird spannend. Für die erste Ausfahrt standen indes erst einmal der neue 1.5 Liter EcoBoost Vierzylinder Turbobenziner und der 2.0 Liter TDCi-Turbodiesel zur Verfügung. Und zum Reinschnuppern für eine kleine Runde der neue Ford Mondeo mit Hybrid-Antrieb und 182 PS Systemleistung. Zu diesem 99 g/km CO2 Spar-Meister gibt es jedoch demnächst einen eigenen Artikel. Zurück zum 1.5 Liter Benziner.

Der EcoBoost-Vierzylinder bringt 240 Nm mit und gönnt sich vom Start weg eine kaum fühlbare Gedenksekunde. Mit mehr als 1.5 Tonnen ist der Turnier (Kombi-Version) kein Leichtgewicht, dennoch fühlt sich der 1.5 Liter Vierzylinder nicht überfordert an. Ein wenig energischer bringt sich der TDCI-Diesel ein, wie gewohnt sind die 2 Liter großen Turbodiesel mit mehr Drehmoment am Start. Was beiden Kraftstoff-Varianten gut tut, ist der gelungene Kompromiss aus Durchzug im Drehzahlkeller und der Bereitschaft, auch fein über das gesamte Drehzahlband hinaus zu touren.  Zum Start bietet FORD drei Benzinmotoren an. Alles EcoBoost-Turbos, einmal mit 1.5 Liter (der neue Motor!) und 160 PS und zweimal als 2.0 EcoBoost mit 204 und 240 PS. Bei den Dieselmotoren handelt es sich um 1.6 Liter große TDCIs mit 115 PS als Basistriebwerk, einem weiteren 1.6 Liter Diesel im „Spritspar-Modell“ ECOnetic, der sich auf 94 Gramm Emissionen beschränken soll und zwei weitere 2.0 TDCI-Leistungsstufen mit 150 PS und 180 PS. Auch von diesen beiden Leistungsstufen wird es jeweils eine Econetic-Version geben.

So fährt sich der neue FORD MONDEO

Spaniens Landstraßen bieten die ideale Teststrecke. Enge gewundene Strecken, welliger Asphalt, hängende Kurven, weite Kurven, schmale Gassen. Das Programm ist abwechslungsreich und vollständig. Und der neue Mondeo beweist wieder einmal, die Kompetenz zum Thema Fahrwerke, die haben sie in Köln. Dass der neue Mondeo mit dem US-Ford Fusion verwandt sein soll,  ist kaum zu glauben. Behände wie ein Hot Hatch lässt sich auch der lange Kombi durch schnelle Wechselkurven werfen. Er federt geschmeidig durch, schwingt nicht nach, schlägt nicht in die Dämpfer, rüttelt nicht am Lenkrad. Sauber, astrein, an einer imaginären Schnur gezogen, durcheilt der große Ford die Kurvenkombination auf der A-7000 hinauf auf den „Montes de Malaga“. Frostaufbrüche, Schlaglöcher und fiese Fahrbahn-Absenkungen pariert das aufwändige Fahrwerk des Mondeo. In der vierten Generation hat FORD die Schwertlenker-Hinterachse gegen eine aufwändige Integral-Lenker Hinterachse getauscht und in diesem Zuge eine passiv mitlenkende Hinterachse integriert. Während man bei den Dämpfern zusätzlich noch auf eine Version mit variabler Wirkung umsteigen kann, bietet aber bereits der Aufstieg zu einer „State-of-the-art“ Hinterachse einen nicht erwarteten Fahrspaß im neuen Mondeo.

Und der Mondeo ist leise. Still wie im Mädchen-Pensionat nach dem „Licht aus“. NVH (Noise, Vibration, Harshness) nennen die Automobil-Experten das hör- und fühlbare Paket aus Geräuschen, Schwingungen und Vibrationen in einem Auto.  Natürlich hört man im Stand leise das Rumoren der Direkteinspritzer, dieses harte Verbrennungsgeräusch lässt Dieselmotor und Benziner im Stand näher zusammenrücken. Einmal in Fahrt, geht der Motorklang beider Aggregate im angenehmen Mix aus Lauf- und Windgeräuschen unter. Wobei das Niveau extrem niedrig ist. Der Mondeo hat in diesem Punkt einen weiteren großen Schritt gemacht!

Ford Mondeo Testbericht

Technik, Haptik, Sicherheit

Man kann den neuen Mondeo als günstiges Flottenmobil ordern, greift zum kleinen EcoBoost Turbo mit 160 PS, Handschaltung und der Basis-Ausstattung Trend und fängt beim Kombi mit 28.150 € in der Preisliste an. Der Mondeo bleibt weiterhin gute 4.80 Meter lang, hat dank eines fast 2.90 Meter langen Radstandes in beiden Sitzreihen viel Platz und verstaut 488 bis 1.630 Liter im Kofferraum. Auch die aufwändige Hinterachse und die gelungene Fahrwerksabstimmung bleiben erhalten. Oder man rüstet den MONDEO zum modernen Familienkombi mit umfangreicher Sonderausstattung aus.

Dafür eignet sich dann die Titanium-Ausstattung, im übrigen bislang die meistverkaufte Ausstattungslinie. Vom Fahrspur-Assistenten zum Müdigkeitswarner, vom großen Ford SYNC2 Multimedia-System bis hin zu den aufpreisflichtigen LED-Frontscheinwerfern. Der neue Mondeo lässt sich dank attraktiver Pakete zu einem fairen Preis in die Liga der Premium-Kombis rüsten. Der gefahrene Mondeo Turnier (blaues Modell auf den Fotos) kostete laut Liste 40.245 € und bot neben den Ford-typischen Extras wie der beheizbaren Windschutzscheibe auch das ganze Paket an neuen Assistenzsystemen. Dazu den neuen Park-Piloten, der beide Parkvarianten beherrscht, das Sony-Soundsystem mit 12 Lautsprechern und 700 Watt Leistung. Der Fahrersitz mit der 10-Wege Einstellung gehört ebenso zum Komfort-Paket wie das interaktive Fahrwerk. Damit ist der 160 PS starke Kombi ein Preisbrecher. Weder Volkswagen Passat, Audi A4 noch BMW Dreier bieten diese Ausstattungsfülle zu diesem Gesamtpreis. Und auch bei der Fahrdynamik (Handling) dürfte der Mondeo seine schnittige Nase vorne halten.

Im Innenraum ist die Mittelkonsole rund um das Sync 2 und dem großen (20.3 cm) Touchscreen ein wenig „einfach“ geraten. Armaturenbrett und andere Kunststoff-Elemente waren dafür ordentlich. Auf jeden Fall nicht billig. Die Verarbeitung wirkte solide und selbst auf den Rüttelpisten war es still im Innenraum. „Da scheppert nix“.

Safety first

Der Mondeo bietet als erster Vertreter in seinem Segment einen Gurt-Airbag in der zweiten Reihe. Der Gurt-Airbag mindert die sekundären Verletzungen im Falle eines Unfalles, indem er die Belastungen für den Brustkorb der Mitfahrer minimiert. Im Falles eines Crashs bläst sich der Gurt zu dreifacher Breite auf und verteilt so die Rückhaltekräfte auf mehr Fläche. Ford bietet dieses System leider nicht in Serie an, ebenso wenig wie den City-Notbrems-Assistenten. Beide Systeme erhält man im empfehlenswerten Technologie-Paket, zusammen mit weiteren Assistenten, ab 750 € Aufpreis.

Bleibt das Fazit:

Ein größeres Stück vom Kuchen.  Dem Mondeo hängt ein Stück Spießer-Image an. Zu Unrecht. Das neue Modell kommt spät, aber es kommt ordentlich fein geschliffen. Die Motoren sind frisch, sparsam und machen dennoch Laune beim Fahren. Die Sicherheitsausstattung ist vollständig, die Multimedia-Einheit perfekt gelungen.

Ich sehe keinen Grund, weswegen der neue Mondeo sein Stückchen vom Kuchen am Markt der Dienstwagen, Firmenwagen und auch Familienkombis nicht massiv vergrößern sollte. Die Verspätung bringt ihn zusammen mit dem neuen Passat auf den Markt, was ihm ein wenig Aufmerksamkeit kostet, aber ein Mondeo war nie näher am Klassenprimus als heute!

Ist James Bond ein Spießer? Nein. Der Mondeo Turnier auch nicht mehr! 

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[tab title=“Technische Daten:„]

Ford Mondeo Turnier 1.5 EcoBoost

Verkaufsstart:  -sofort / Marktstart offiziell: Februar 2014
Basispreis:  28.150 €
Motorleistung:  1.5 Liter Vierzylinder Benziner Turbo – 160 PS / 240 NM
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.3 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  5.9 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  217 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.876, 1.852, 1.501, 2.850 mm

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[tab title=“Gut zu wissen„]

LED-Frontscheinwerfer

Ford bietet für den neuen Mondeo ein adaptives LED-System für die Hauptscheinwerfer an. Der Lichtkegel der Frontscheinwerfer wird hierbei in Helligkeit und Winkel an die jeweilige Fahrsituation angepasst. Um die ideale Ausleuchtung der Fahrbahn zu berechnen, beachtet das System die gefahrene Geschwindigkeit, Umgebungslicht, Lenkeinschlag, andere Fahrzeuge und ob die Scheibenwischer arbeiten. Jeder der beiden Scheinwerfer besteht aus über 500 Einzelteilen und beheimatete über 80 LED-Elemente. Im Gegensatz zu Halogenlicht erreicht ein LED-Scheinwerfer bis zu 80% Wirkungsgrad. Das hilft auch beim Sprit sparen!

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[tab title=“Link-Tipps:„]

Wie die anderen den neuen Ford Mondeo erlebten:

  1. Autophorie.de zum neuen Mondeo
  2. MOTOR-TALK 

Galerien:

  • Ford Mondeo Hybrid

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Fotos im Artikel: Bjoern Habegger / Ford-Werk, Titelbild: Bjoern Habegger