Jeep Gladiator – Transportkompetenz im Matsch

Eigentlich leitet sich der Name Gladiator vom römischen Kurzschwert Gladius ab. Jeep dient er jedoch als Bezeichnung für sein mit Abstand längstes Modell.

Die Offroad-Marke Jeep schickt auf der Los Angeles Auto Show mit dem Gladiator eine neue Pick-up-Version auf Basis des Wrangler in die Arena. 2019 kommt der auf 5,54 Meter gestreckte Allradler mit großer, offener Ladefläche zunächst in den USA auf den Markt. Später soll die neue Baureihe auch in Europa antreten.

Mit 5,54 Meter Länge überragt der Gladiator seine viertürige Wrangler-Basis um 79 Zentimeter

Fahrzeugbasis für die Pick-up-Version ist der viertürige Wrangler, dessen Radstand allerdings um fast einen halben Meter verlängert wurde. Dank eines zudem gestreckten Hecks überragt der Gladiator den Standard-Wrangler um 79 Zentimeter. Hinter der Fahrgastkabine bietet er eine 1,5 Meter lange Ladefläche. Auch 725 Kilogramm Nutzlast und 3,47 Tonnen Anhängelast versprechen Transportkompetenz auf gehobenem Niveau.

Die Standardversion des Gladiator ist mit dem Rock-Trac-Allradsystem, Unterfahrschutz, Geländebereifung und 76 Zentimeter Wattiefe für Offroad-Einsätze gerüstet. Wer mit dem Lasten-Wrangler besonders anspruchsvolle Passagen meistern will, kann alternativ eine Rubicon-Variante bekommen, die zusätzlich ein Offroad-Kamera-System, Reduktionsgetriebe und Sperrdifferenziale bietet.

Den Gladiotor wird es auch als Rubicon geben, der sich durch besonders hohe Offroad-Kompetenz auszeichnet

Zunächst wird der Gladiator in den USA mit 3,6-Liter-V6-Benziner (210 kW/285 PS) an den Start gehen, der sich wahlweise mit Achtgang-Automatik oder Sechsgang-Handschaltung kombinieren lässt. 2020 soll ein Dreiliter-V6-Diesel mit Achtgang-Automatik folgen, der 191 kW/260 PS leistet.

Test: Jeep Grand Cherokee

Seine Offroad-Tradition pflegt der amerikanische Autobauer, der als globale Marke des FCA Konzerns daherkommt, seit mehr als 77 Jahren. Mit seiner 4x4-Kompetenz verkaufte Jeep bislang über 1 Million Fahrzeuge weltweit. Kultstatus für eingefleischte Offroad-Fans erlangte sicherlich der für das amerikanische Militär gebaute BRC (Bantam Reconnaissance Car). Dass geländefähige Autos auch etwas mit Luxus zu tun haben, beweist uns Jeep spätestens mi…

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Rome…

Erste Fahrt: Modelljahr 2017 Jeep Grand Cherokee

Bereits seit 1993 bietet die Marke Jeep® den Grand Cherokee bzw Grand Wagoneer als Geländewagen in der oberen Mittelklasse im Luxussegment an. 25 Jahre auf dem Markt, startet FCA Anfang diesen Jahres nochmals durch mit der überarbeiteten 4. Generation des Grand Cherokee. Ein neues Design im Frontbereich, ein neues Modell (Trailhawk) mit optimierter Geländeausstattung und neue Fahrerassistenzsysteme sollen mehr Kunden in die Autohäuser locken. Seit Oktober 2014 ist die Traditionsmarke nunmehr in jedem Segment vertreten: vom neuen kleinen Renegade über den kompakten Compass, den Cherokee, den Grand Cherokee bis hin zum Wrangler. Damit baut Jeep® sein Image als wachstumsstärkste Automarke in Deutschland kontinuierlich und konsequent aus. Ab sofort bestellbar ist der Grand Cherokee zum Basispreis von 49.900 Euro. 

Der Jeep® Grand Cherokee im ersten Off-Road Fahrbericht

Offroad-Experte im Pelzmantel

Seit seiner Markteinführung überzeugt der Geländewagen mit seiner äußeren recht massiven  Erscheinung. Seine Designer gaben ihm dafür nach seiner Markteinführung 2013 für das Modelljahr 2017 eine aufgefrischte Vorderansicht an die Hand. Dazu gehören die typischen sieben Kühlerluftschlitze über dem nach oben gezogenen Stoßfänger. Die daran folgenden LED-Scheinwerfer wirken aggressiv und unterstreichen damit den breiten Stand des Fahrzeuges. Das selbstbewußte Auftreten zieht sich über die Flanken bis ans Heck, wo nun alle Fahrzeuge des Modelljahres 2017 mit einer Auspuff-Doppel-Endrohr-Anlage ausgestattet sind. Zur heutigen Vorstellung möchte FCA JEEP® sowohl auf die Fahreigenschaften mit seinen unterschiedlichen Fahrprofilen als auch seine komfortable Performance auf öffentlichen Straßen aufmerksam machen. Wer nicht unbedingt permanent ins Gelände muss, ist mit dem Vierradantrieb „Quadra-Drive® II“ bestens bedient. In der von uns getesteten Modellvariante „Summit“ arbeitete ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial (ELSD), das allen vier Rädern die bestmögliche Traktion zur Verfügung stellt. Sein zentrales Verteilergetriebe mit dem elektronisch gesteuerten Kupplungspaket sorgt für eine aktive Steuerung der Kraftverteilung. Diese sieht im Optimalfall eine Drehmomentverteilung mit einem Verhältnis von 48:52 zwischen Vorder- und Hinterachse vor. Bei unseren Fahrten steuerte deshalb unser Testfahrzeug mit einer souveränen Ruhe durch die kurvige Landschaft des Vordertaunus. Zurück von den Fahrten auf öffentlichen Straßen wartete der Grand Cherokee 3.6 Liter V6 Pentastar „Trailhawk“ auf uns, um uns seine Eigenschaften im schweren Gelände zu demonstrieren. Angetrieben vom Vierradantrieb „Quadra Trac® II“ durchquerten wir einen von FCA abgesteckten Parcours, der uns und dem Fahrzeug einiges abverlangte. Das elektronisch geregelte, permanente Vierradantriebssystem sorgt mit zweistufigem Verteilergetriebe und Traktionskontrolle mit Bremseneingriff (Brake Traction Control System) für ideale Off-Road Performance. Das System nutzt hierfür einige Sensoren, um Radschlupf so früh wie möglich zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Vereiste und verschneite Hügel und Mulden sowie das Durchfahren von verschneitem Dickicht waren zumindest für das Fahrzeug keine Herausforderung.

Schweres Terrain ist sein Zuhause.

Absolut familientauglich

Beim Testen auf öffentlichen Straßen fuhren wir ausgiebig den Grand Cherokee 3.0 V6 MultiJet II. Der Geländewagen ist serienmäßig und ausschließlich mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe kombiniert. Das optional erhältliche CommandView® Panorama-Glasdach, ab den Ausstattungslinien „Limited“ und „Trailhawk“ für 1.690 Euro erhältlich (ab der Variante „Overland“ serienmäßig), lässt den Grand Cherokee nochmals größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlgefühl. Es bietet nicht nur dem Fahrer- und Beifahrer, sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat FCA Jeep® nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte von  782 Liter, bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.554 Liter.

Innenraum mit Luxusambiente.

Souveräne Großraum-Aggregate

Das Angebot bei den Motorisierungen ist recht übersichtlich. So bietet Jeep® seinen Kunden außer einem Diesel drei Benziner mit jeweils einer Leistungsstufe. Es performen im Benzinbereich ein 3.6 V6 Pentastar mit 213 kW (290 PS), ein 5.7 V8 HEMI mit 259 kW (352 PS) und ein 6.4 V8 HEMI mit 344 kW (468 PS). Der größte Benziner ist als „SRT“ ausschließlich sportlich unterwegs. Alle Benziner sind durchweg mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet. Der Dieselmotor ist ein 3.0 Liter V6 MultiJet II in den Leistungsstufen 140 kW (190 PS) und 184 kW (250 PS), der, beim stärkeren von beiden, ein Drehmoment von 570 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen liefert. Auch hier unterstützt ausschließlich ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe den Antrieb des Fahrzeuges.

Leistung trifft Drehmoment.

Ausstattungsvarianten bieten ordentlich Serienausstattung

Mit den sechs Ausstattungslinien „Laredo“, „Limited“, „Trailhawk“, „Overland“, „Summit“ und „SRT“ gibt uns der Autobauer aus Italien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Laredo“ umfasst eine 2 Zonen-Klimaautomatik, Berganfahr- und Bergabfahrassistenten, LED-Tagfahrlicht (im Scheinwerfer integriert), uconnect® Mediacenter mit 5-Zoll-Touchscreen mit digitalem Radio und Bluetooth® Freisprecheinrichtung, Regensensor sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage und 18-Zoll Leichtmetallräder. Die nachstehenden Sicherheitssysteme sind sowohl optional als auch serienmäßig erhältlich: Anhängerstabilitätsprogramm, Auffahrwarnsystem (Forward Collision Warning & Crash Mitigation), Notbremsbereitschaft, Smart Beam Fernlichtassistent, Spurhalteassistent (LaneSense) und Totwinkel-Assistent.

Geländewagen mit langer Ausstattungsliste.

Fazit: Mit dem Grand Cherokee führt der FCA Konzern eine lange Tradition der Luxus Geländewagen als Technologieträger fort. Dabei besticht das Fahrzeug mit einer Kombination eines komfortablen SUV mit großzügigem Raumangebot und hoher Fahrdynamik in allen Lagen.

Massiv und selbstbewußt.

Der Grand Cherokee besitzt Kult-Charakter seit nunmehr 25 Jahren und wird ihn auch so schnell nicht abgeben. Er ist und bleibt für Liebhaber der Geländefahrten, die auf Luxus nicht verzichten möchten, die erste Wahl beim Neukauf.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Titelbild Hersteller

Jeep-Sondermodell zum Sonderpreis – Rabatt auf Superhelden-SUV

Jeep senkt den Preis für das Renegade-Sondermodell „Dawn of Justice Special Edition“. Das anlässlich des Superheldenfilms „Batman vs. Superman“ aufgelegte Mini-SUV kostet bis Ende November 17.900 Euro statt der ursprünglichen 21.900 Euro. Zur Ausstattung des komplett in Schwarz gehaltenen Modells zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, Lederlenkrad und Parksensoren am Heck. Für den Antrieb sorgt ein 81 kW/110 PS starker 1,6-Liter-Benziner. Da…

Jeep stellt sein Kompakt-SUV Compass vor – Ab ins Gelände

Mit dem neuen Compass will die Traditionsmarke Jeep in der Klasse der kompakten SUV eine wichtigere Rolle spielen als bisher. Der optisch dem größeren Grand Cherokee nachempfundene Fünftürer ist nur 4,39 Meter lang und überrascht mit seinem gefälligen Design. Im Gegensatz zu den Konkurrenten aus Korea, Japan oder auch Frankreich ermöglicht die ausgefeilte Allradtechnik der teureren Versionen auch Ausflüge in…

News: Jeep mit extrovertierten Konzepten im Markenstil

Die Easter Jeep Safari jährt sich zum 50. Mal und das will man beim amerikanischen Geländewagenhersteller mit sieben neuen Concept-Cars sowie eine Vielzahl von Mopar- und Jeep-Performanceteilen feiern. Dabei betont jedes dieser Modelle, wie robust und anachronistisch die Marke sein möchte, obwohl die Verbindung mit Fiat diese Identität teilweise etwas weichspült. Ein kurzer Überblick über die Konzepte, die uns erwarten. Read more

Test: Jeep Renegade 2.0 Limited

Der Renegade ist so ein Auto, bei dem sich der Auto-Blogger in mir mal mächtig getäuscht hat. Als der kleine Renegade 2014 in Genf der Welt-Öffentlichkeit auf dem Automobil-Salon präsentiert wurde, da war ein klar ablehnendes Kopfschütteln das Ergebnis. Ein Jeep auf einer Plattform, die ursprünglich bereits dem Opel Corsa und dem Opel Karl diente. Angepasst für 4x4-Antriebe, zurechtgezimmert fü…

Test: Jeep Cherokee 2.2 MultiJet Limited

Eigentlich ist Jeep ja gar kein Hersteller von SUVs. Jeep? Das waren doch die, in deren DNA der Offroad-Einsatz als "Pflicht" und nicht als "Kür" verankert war. Über die Jahre hat sich das ein wenig verwässert und dann kam auch noch die Übernahme durch FIAT hinzu. Mit dem aktuellen Cherokee demonstriert man derweil, wie gut man sich an die Ide…

Fahrbericht: Jeep Cherokee 3.2l V6 Trailhawk

Warum:  Weil sechs Zylinder leise laufen
Warum nicht: Weil sie nur im teuren Paket zu haben sind
Was sonst? Doch lieber den Diesel

Wer sechs braucht, muss zahlen

Fahrbericht zum Jeep Renegade 3.2l V6 Trailhawk

SUV und Diesel scheinen in Deutschland fast schon eine Zwangsehe eingehen zu müssen. Am deutschen Gesamt-Pkw-Markt liegt der Selbstzünderanteil mit 48 Prozent knapp unter der Hälfte, bei den Hochbeinern dagegen werden rund acht von zehn Fahrzeugen mit einem Diesel ausgeliefert. Beim Geländewagen-Klassiker Jeep Cherokee entscheiden sich hierzulande sogar über 90 Prozent der Käufer für einen der drei Diesel: Von bislang 1.917 in diesem Jahr zugelassenen Fahrzeugen fahren nur 120 mit Otto-Kraftstoff. Wer allerdings einen Vierzylinder in dem 4,60-Meter-SUV nicht für standesgemäß hält, muss zum Benziner – und tief in die Tasche – greifen: Nur der Ottomotor verfügt über sechs Zylinder, doch ist der Cherokee 3.2l V6 mit 48.000 Euro auch das mit Abstand teuerste Modell.

Der Benziner kostet über 16.000 Euro mehr als der günstigste Diesel. Dafür erhält man, neben etwas mehr Serien-Ausstattung, auch das stärkste Triebwerk: Einen 200 kW/272 PS starken 3,2-Liter-Leichtmetall-Motor, der mit ausgesprochen ruhigem Lauf punkten kann. Zwar arbeiten selbst die angebotenen Selbstzünder recht geräuscharm, doch das Benzin-Aggregat flüstert nach dem Anwerfen so leise vor sich hin, dass nur der Blick auf der Drehzahlmesser bestätigt, dass es wirklich läuft. Und auch unter Last bleibt der Benziner ausgesprochen ruhig und schnurrt V6-typisch vor sich hin – vorausgesetzt, man fragt nicht zu viel Leistung ab.

Jenseits der 4.000 Touren wird der Motor deutlich hörbar. Schade, denn sein Drehmomentmaximum von 315 Newtonmeter erreicht er erst jenseits dieser Marke. Abgesehen vom kurzen ersten Gang, der eindrucksvolle Ampelstarts und einen Standardsprint in 8,4 Sekunden ermöglicht, ist die serienmäßige Neungang-Automatik bemüht, die Nadel des Drehzahlmessers in der Regel bei rund 2.000 Touren zu halten. Die längere Übersetzung der höheren Fahrstufen macht’s möglich, und zum entspannten Cruisen ist so immer noch ausreichend Kraft vorhanden. Wer allerdings mehr Wumms wünscht, muss beherzt aufs Gas treten.

Dann sortiert das von ZF beigesteuerte Getriebe die Gänge neu und nach einer kurzen Gedenksekunde steht die volle Schubkraft bereit. So zackig wie das Anfahren fallen Zwischensprints allerdings nicht aus und auch die Höchstgeschwindigkeit ist mit bei bescheidenen 180 km/h nicht sonderlich souverän. Auf der Autobahn fahren ihm die schwächeren Diesel problemlos davon, was unter anderem an seinen serienmäßigen Geländereifen liegt. Einen Pluspunkt gibt’s dagegen für den Verbrauch: Bei normaler Fahrweise übersteigt der Benzin-Durst die versprochenen 9,6 Liter je 100 Kilometer nur geringfügig; die Diesel lassen sich trotz deutlich niedriger Normwerte auch kaum unter zehn Liter fahren.

Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich
Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich

Überzeugen kann der Cherokee mit seinem fein austarierten Fahrwerk, das zwar straff, aber nicht übertrieben hart ist und dem Vorurteil einer schaukeligen SUV-Sänfte vehement entgegen wirkt. Die Lenkung ist ebenfalls tadellos: Das System arbeitet elektromechanisch und reagiert auf Befehle direkt und präzise, so dass sich Kurven problemlos flott durcheilen lassen. Traktionsprobleme kennt der stets allradgetriebene Benziner ohnehin nicht. Mehr noch: Er kommt von allen Cherokees wohl am weitesten. Nur er fährt nämlich in der Trailhawk-Ausstattung vor, und so mit mehr Böschungswinkel und als einziger mit elektronisch geregelter Differenzialsperre an der Hinterachse. Hinzu kommen ein exklusiver Unterfahrschutz, ein zusätzliches Fahr-Programm zum Felsenklettern und ein gut zweieinhalb Zentimeter höheres Fahrwerk.

Während er seine Geländetauglichkeit standardmäßig an Bord hat, muss er für größtmögliche Sicherheit auf der Straße extra ausgestattet werden. Das Technologie-Paket bringt zwar alle gängigen Assistenten mit, vom Spurhalter über den Kollisionswarner bis zur Tot-Winkel-Überwachung, kostet aber 2.500 Euro zusätzlich. Und auch Bi-Xenon-Scheinwerfer, Sitzheizung und die Rückfahrkamera lässt sich Jeep noch extra bezahlen. Aber: wer sich für den teuren V6 entscheidet, sollte auch dafür noch das nötige Kleingeld übrig haben.

Kleiner Jeep Renegade, ganz tapfer!

Go anywhere, do anything!

Tapfer kämpft sich der kleine Renegade durch das Unterholz. Immer wieder setzt Staub die Frontscheibe des kleinsten der Jeep Famile zu. Kein Wunder, vor ihm zeigt der stämmige Bruder Wrangler gerade, was es heißt, mal richtig im Gelände unterwegs zu sein. Immerhin stammt er in direkter Linie von dem legendären Willis MB ab. „Go anywhere, do anything“, lautet die Devise von Jeep, die seit fast 75 Jahren ausschließlich Geländewagen und SUV bauen. Nun sind wir nicht am Rubicon in Montana, jenem mörderischen TestTrail, den jeder Jeep, der etwas auf sich hält, gemeistert haben muss. Doch auch das Testgelände hier im Maintal ist mit seinen Geröllstrecken und unübersichtlichen Schlammlöchern durchaus anspruchsvoll.

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In der Offroad-Variante Trailhawk mit Allradantrieb und diversen Fahrprogrammen hat der Renegade, der als erster Jeep nach der Liason von Chrysler mit Fiat nicht in Amerika, sondern in Italien gebaut wird, nicht viel Mühe mit der Strecke. Wie es sich für einen Jeep gehört. Auch für einen, der sich zwar jetzt mit einem Fiat 500 X eine Plattform teilt, dessen kantiges Äußeres aber mehr von seinen amerikanischen Genen zeugt. Im Innenraum sorgen trotz viel Jeep typischem Plastik farblich abgesetzte Umrandungen, das große Farbdisplay in der Mitte und die geschäumte Oberfläche der Armaturentafel für eine eher italienisch anmutende erfreulich freundliche  Atmosphäre. Vorne wie hinten gibt es für ein Auto dieser Klasse ordentlich Platz.

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Auf der Strecke fordern spitze Steinkanten jetzt einen äußerst gefühlvollen Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse. Doch vor dem Schlimmsten bewahren spezielle Unterfahrschutz-Planken, die Jeep dem jüngsten Sprössling mit auf den Weg gegeben hat. Zwar unterstützt den Renegade Trailhawk mit dem 170 PS starken Vierzylinder Diesel keine Geländeuntersetzung, dafür eine im Vergleich zu den anderen Modellen kürzere Achsübersetzung, was gemeinsam mit dem kurzen ersten Gang der Neunstufen-Automatik zu überraschenden Offroadtalenten führt. Jetzt eröffnet sich vor uns ein Bild, das den Atem stocken lässt. Der Wrangler streckt ein Hinterrad in die Höhe und droht, den Hang hinunterzupurzeln. Unbeirrbar senkt sich das Urgestein von Jeep langsam ab und setzt seinen Weg fort. Die Sorge, dass der kleine Renegade hier nun doch noch scheitern könnte, lässt uns an Umkehr denken. Doch leider schiebt sich gerade der für alle Jeep typische siebenstrebige Kühlergrill eines uns folgenden Cherokee in den Rückspiegel. Wir lassen es langsam angehen. Die Traktionskontrolle kümmert sich um den Vortrieb und in Zentimeterarbeit kippen wir ab. Am Ende zeigt sich, dass die Technik eines Jeep Renegade Trailhawk mehr kann als jeder noch so geübte Offroad-Artist.

 

Sicherheitsrisiko in zahlreichen Fiat-Chrysler-Modellen!

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn und plötzlich stellt sich die Lüftung auf maximale Stärke ein, die Musik brüllt Ihnen ebenso mit maximaler Lautstärke entgegen, die Wischer starten und die Wisch-Wasch-Anlage läuft Amok. Und plötzlich wird das Fahrzeug langsamer. Science-Fiction aus einem Hollywood-Movie? Nein – ein ganz aktuelles Sicherheits-Risiko bei zahlreichen Fahrzeugen aus dem Fiat-Chrysler-Konzern!

UConnect – Uhacked!

Es ist ein Alptraum für den Autofahrer – denn neben den eher kleineren Problemen mit einer ferngesteuerten Funktion von Radio oder Klima – haben es die beiden Hacker aus den USA auch geschafft, einen Jeep Cherokee (unser Fahrbericht) per Laptop fernzusteuern. Der wired-Senior-Redakteur Andy Greenberg konnte sich auf einem abgesperrten Gelände persönlich davon überzeugen. Der Jeep Cherokee mit dem aktuellen UConnect-Multimedia-System entzog sich seiner Kontrolle und wurde von den beiden Hackern in den Graben gefahren.

Multimedia, Wireless, Remote, nahtlose Schnittstellen und die Verbindung der „Hardware“ Auto mit der „Software“ des Webs – eine wundervolle neue Welt, auch für uns von autohub.de. Wir sind überzeugt von den Chancen und Möglichkeiten, die uns das Internet und die Vernetzung von Auto und Web offenbart. Allerdings zeigt das aktuelle Beispiel aus den USA, wie weit entfernt Automobil-Hersteller von den notwendigen Sicherheitsansprüchen sind.

Das Hacker das eigene Fahrzeug „fremd“ steuern, war schon immer ein Totschlag-Argument gegen moderne Multimedia-Systeme im Auto. Wobei es hier nicht um eine Grundsatz-Diskussion geht, sondern um ein Versagen der Entwickler im FCA-Konzern.

Das UConnect-System wird im gesamten FIAT-Chrysler-Konzern genutzt und der gezeigte Jeep Cherokee steht nur exemplarisch für die Möglichkeit des „Remote-Angriffs“

Die gleichen Probleme in Deutschland?

Nach Informationen des „Vogel-Verlages“ sind die Fahrzeuge in Deutschland von dieser „Sicherheitslücke“ nicht betroffen. Zudem wurde der FCA-Konzern von der Hack-Aktion frühzeitig informiert und hat auf die Sicherheitslücke mit einem Update reagiert. Nun wurden in den USA die Besitzer eines Cherokee aufgefordert, das Update in einer JEEP-Werkstatt aufspielen zu lassen.

ANGST vor dem „Hacking“ des eigenen Autos?

Wie steht es bei Ihnen? Haben Sie ein ungutes Gefühl bei der neuen Technik? Schreiben Sie uns eine eMail oder kommentieren Sie diesen Artikel. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Was erwarten Sie in der Zukunft für Probleme zwischen der Verbindung von „Web“ und „Auto“?

UPDATE:

Chrysler ruft nach dieser Sicherheitslücke nun 1.4 Millionen Autos zurück! 

 

 

 

Quellen: Danke an WIRED für den Artikel! | Danke an den Vogel-Verlag für die Rücksprache mit JEEP Deutschland und das Statement von JEEP Deutschland.
Photos

Bildergalerie: FCA Jeep Modellpalette 2015 – On-und Offroad

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann/Copyright: HundeReisenMehr Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: FCA Jeep – die Nummer eins der SUV- und Geländefahrzeugbauer

Auch 2015 stellt sich die Nummer eins der SUV- und Geländefahrzeugbauer dem harten deutschen Markt

Die Marke Jeep – weltweit bekannt – steht für den Begriff SUV und Geländewagen. Mit dem ersten leichten Geländewagen seit 1941 ist Jeep mittlerweile zur größten exklusiven SUV und Geländewagen- Marke der Welt geworden. 2014 hat man dort die 1- Millionen- Marke überschritten. In Deutschland ist Jeep seit dem letzten Jahr eine der wachstumsstärksten Automarken und baut seine Modellpalette konsequent aus. Seit Oktober 2014 ist die Traditionsmarke nun in jedem Segment vertreten: vom neuen kleinen Renegade über den kompakten Compass, den Cherokee, den Grand Cherokee bis hin zum Wrangler.

Geländewagen von 1941
Geländewagen von 1941.

Alle Modelle konnten wir jetzt sowohl auf der Straße als auch im Gelände testen. Onroad überzeugen sie mit einer sehr souveränen Straßenlage sowohl beim Geradeauslauf als auch in den Kurven. Die Sitze geben dabei einen sicheren Halt. Über die Geländetauglichkeit lässt sich bei keinem der Fahrzeuge streiten. Ob tiefe Gräben oder Baumstämme, nichts stellt auch nur den Ansatz einer unüberwindbaren Herausforderung dar. So staunten wir nicht schlecht, als wir mit dem Grand Cherokee bergab plötzlich mit einem Rad in der Luft hingen, er aber unbeirrbar seinen Weg fortsetzte.

Mit dem Renegade möchte Jeep neue Kundengruppen erschließen. Mit seinem frischen neuen Styling, mit dem er kraftvoll auf der Straße steht wie sein großer Bruder Wrangler, soll er im B-Segment Fuß fassen, Auch ihn kennzeichnen klassische Jeep-Merkmale wie große Böschungs- und Rampenwinkel, die typischen trapezförmigen Radhäusern und runde Scheinwerfern. Eindeutig zu identifizieren als  leistungsfähiges Offroad-Fahrzeug. Das so genannte small  SUV geht mit drei Benzin- sowie drei Dieselaggregaten und drei Antriebskonzepten an den Start.

Startmodell der Jeep Range - Jeep Renegade
Das Startmodell – der Jeep Renegade.

Dem Renegade folgt das Compact SUV Compass. Mit seinem Design und seiner Ausstattung ähnelt er bereits dem zwei Klassen höheren Grand Cherokee. Die Front mit den rechteckigen Scheinwerfern und dem Grill mit Chromverzierung um die traditionellen sieben Lüftungsschlitze verleiht dem Compass einen recht erwachsenen Charakter. Unübersehbar verkörpert die Erhebung auf der Motorhaube Kraft, die die Qualitäten des Compass unter allen Fahrbedingungen betont zum Ausdruck bringt.

Mittelklasse SUV - Jeep Cherokee
Mittelklasse SUV – Jeep Cherokee.

Mit der Einführung des ersten Cherokee im Jahr 1984 stellte Jeep vor drei Jahrzehnten das Segment der Mittelklasse-SUVs vor, in dem bald eine ganze Reihe von Mitbewerbern folgten. Ein wesentliches Merkmal des Cherokee war seine vollkommen neue selbsttragende Karosserie, die dem Fahrzeug zu einem für Geländewagen besonders niedrigen Gewicht und damit zu reduziertem Verbrauch verhalf.

Neue Maßstäbe setzen - Mittelklasse SUV - Jeep Cherokee
Neue Maßstäbe setzen – der Mittelklasse SUV  Jeep Cherokee

Die aktuelle Generation des Cherokee setzt erneut Maßstäbe mit athletischem Design, dem ersten Neungang-Automatikgetriebe im Segment, verbesserter Straßendynamik, den bekannten 4×4-Eigenschaften, hochwertigem Interieur, innovativen Technologien und Komfort sowie „Fünf Sterne“-Sicherheit- und Schutzeinrichtungen, mit denen das Fahrzeug die Höchstwertung der Euro NCAP im Segment der mittleren Geländewagen erzielte.

Premium SUV - Jeep Grand Cherokee
Premium SUV – Jeep Grand Cherokee

Besondere Designmerkmale machen den Grand Cherokee zu einer echten Persönlichkeit im SUV-Premium-Segment. Äußere Erkennungszeichen sind die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten sowie die muskulöse und athletische Karosserie. Im Innenraum sorgen exklusive Materialien wie Lederausstattung sowie strukturiertes Echtholz ebenso für ein hochwertiges Ambiente wie der in der Diagonalen 8,4 Zoll messende Touchscreen des Entertainment- und Navigationssystems uconnect sowie ein TFT-Display als zentrales Instrument, dessen Anzeige der Fahrer nach seinem Wunsch programmieren kann.

Last but not least bietet Jeep seit April 2007 die Modellreihe Wrangler in Deutschland in zwei Karosserie-Versionen an: als zweitürigen Wrangler und als viertürigen Wrangler Unlimited. Mit seinen typischen Merkmalen wie Starrachsen, abnehmbaren Türen, ausgestellten Türscharnieren, einer umklappbaren Frontscheibe sowie einem modular abnehmbaren Hardtops oder innovativen Faltdächern bewahrt der Wrangler die hochgeschätzten Markenwerte. Mit verschiedenen Kombinationen von Türen und Dächern, tollen Außenfarben sowie vielen Zubehöroptionen lässt sich der Wrangler so individuell gestalten wie nie.

Jeep Wrangler - stark Geländetauglich
Jeep Wrangler – stark geländetauglich.

Fazit:

Jeep Modelle holen sich als Alltags taugliche Autos für jedes Portmonnaie ihre Bestätigung nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße.

Jeep Compass 2.2 CRD Sport/Limited, 4×4

Verkaufsstart:  2015
Basispreis:  31.300 €
Motorleistung:  120 (163 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung:  10.6 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.6 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  201 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.465, 1.812, 1.718, 2.635 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Im Test: Der neue Jeep Renegade

Mit dem neuen Renegade will Jeep neue Wege gehen und sich mit auf die Stufe vom Opel Mokka oder dem Nissan Juke stellen. Schon bei der Vorstellung auf dem Fiat-Gelände in Balocco bestätigt sich, dass der Jeep eine neue Nische erobern will. Jünger und weiblicher als die anderen Jeeps soll er sein und damit ins Ziel treffen.Soweit das Konzept. Dann schauen wir uns den kleinen Ami mit Fiat-Genen mal genauer an. Schon auf den ersten Blick wird klar, der neue Jeep Renegade ist alles andere als weiblich. Kantig und maskulin steht er da. 

Der im italienischen Melfi produzierte Offroad-Knirps basiert zu Teilen auf der Fiat 500 L-Familie und das sieht man am besten im Profil. Der kleine Kompakte soll die Marke Jeep weltweit erstmals ins Segment der kleinen SUV erweitern und Kraftstoffeffizienz und dynamische Fahreigenschaften auf befestigten Straßen mit den klassenbesten Offroad-Fähigkeiten eines Jeep kombinieren.

Der neue Jeep Renegade, die kleine Dosis Anabolika für den Alltag?

In vier Modellvarianten wird der Jeep Renegade gebaut, wobei wir uns besonders die Limited und TrailHawk-Variante angeschaut haben. Letzterer zeigte schon bei der Präsentation, dass er alles andere als zart besaitet ist und gerne auch die härteren Wege abseits der Straße in Angriff nimmt. Mein erstes Testfahrzeug war der Jeep Limited mit einem 140 PS starken 1,4-Liter MultiAir Benziner unter der Haube und   in Carbon Black. Der knuffige Junior-Jeep wirkt beeindruckender als gedacht, wie er da so vor einem steht. Damit könnte man die Stadt in Angriff nehmen und anderen zeigen, wo der Hammer hängt, so scheint es. Mit einer Länge von 4,25 Meter und einer Breite von 1,80 Meter gibt er sich nicht viel zierlicher als andere Jeep-Familienmitglieder, auch wenn man die italienischen Handschrift erkennen kann. Ein „Detroit-Rom-Patrone“ also.

Die besondere Linienführung erschafft ein einzigartiges Seitenprofil, das man mögen kann oder auch nicht. Die Prämisse, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, hat Jeep aber hinbekommen.

E.T. lässt grüßen

Besonders im Gedächtnis blieb die Beschreibung der Belüftungsschlitze im Interieur mitten auf dem Armaturenbrett. Diese wären nach dem Vorbild von E.T. entstanden und nun sehe ich immer außerirdische Köpfe, wenn ich in den Jeep Renegade einsteige. Ziel erreicht, würde ich sagen. Die Designer haben sich aber auch jede Menge Mühe gegeben, dem Renegade ein individuelles Aussehen zu verpassen. Allein 10 Farben und sieben verschiedene Raddesigns stehen zur Individualisierung zur Verfügung, mal ganz zu schweigen von den ganzen Extras, die der Zulieferer Mopar noch speziell für den Renegade entwickelt hat. Vom Ami-Stern bis hin zum Fahrradträger bleibt kein Wunsch offen. Für alle, die es authentisch lieben.

Das gesamte Design zeigt die traditionellen Markenwerte wie beispielsweise die unverzichtbaren und typischen Schlitze in der Front. Genauso die Rundscheinwerfer und Rücklichter, die an den Ur-Jeep erinnern sollen. Der erste Jeep aus 1941 zieht sich durch den ganzen Renegade in kleinen Details wie z.B. in Form des Benzintanks, der sich in stilisierter Form immer wieder findet. Das ist ein bisschen wie ein kleines Suchspiel, das sich von außen nach innen fortsetzt. Hier findet sich in der Limited Version eine recht hochwertige Einrichtung. Bequeme Ledersitze halten den Fahrer und Beifahrer an Ort und Stelle und insgesamt herrscht ein angenehmes Ambiente. Was jedoch fehlt, sind Ablageflächen. Die sucht man vergebens und das, was vorhanden ist, reicht gerade mal für ein Handy und ein paar Schlüssel.

Sobald der Fahrer etwas längere Beine hat, haben es Mitfahrer im Fond nicht leicht. Schiebt er den Fahrersitz dementsprechend weit nach hinten, wird es deutlich eng. Davon einmal abgesehen, haben Sitzriesen aber jede Menge Kopffreiheit, die gerade im TrailHawk bei unwegsamem Gelände  vor unliebsamen Kopfschmerzszenarien schützt. Weiter hinten sieht das Platzangebot aber wieder anders aus. Der Kofferraum bietet ohne zurückgeklappte Rückbank nur 351 Liter Volumen, das sich aber auf 1,297 Liter ausweiten lässt. Eine recht schwer zu schließende Heckklappe ohne Griff hinterlässt Spuren an den Fingern.

Quadratisch, praktisch, gemütlich

Zweckmäßige Details wie ein Haltegriff für den Beifahrer über dem weit aufklappbaren Handschuhfach unterstreichen den Jeep-Charakter, entbehren jedoch jeglicher weiblicher Note. Gerade hier hätte man ein wenig mehr auf ein „weiblich“ angehauchtes Design Wert legen können, ohne die Jeep-Persönlichkeit zu verlieren. Details am Tacho zeigen das abenteuerliche Offroad-Wesen des Renegade genauso wie das doch recht grobe Multifunktions-Lenkrad, das jedoch wiederum sehr bequem in der Hand liegt. Der Motor zeigt sich, dank guter Dämmung, von seiner leisen Seite und ist wirklich kaum zu hören. Von den 140 PS spürt man jedoch beim Durchdrücken des Gaspedal nicht viel. Das mag vielleicht auch an der recht bulligen Front des Renegade liegen, die nicht besonders aerodynamisch anmutet. Er muss aber auch nicht sportlich-flott unterwegs sein. Das ist nun einmal ein Jeep, der muss eben quadratisch, praktisch und gut sein. Und das ist er, zweifelsohne. Mit drei Benzinern, die zwischen 120 und 170 PS leisten und vier Diesel-Motoren, die ebenfalls zwischen 120 und 170 PS liegen, zeigt der kleine Kraftzwerg seine Stärken auch in der Stadt, wo das Abenteuer beginnt, wenn andere zurück bleiben. Trotz kompaktem Auftreten ist er dank seines kleinen Wendekreises und guter Manövrierfähigkeit einfach zu handhaben. Das mit viel Gefühl abgestimmte Fahrwerk sorgt für eine angenehme Fahrt, wozu auch das leichtgängige Sechsganggetriebe beiträgt. Auch einer gemütlichen Tour über Land steht mit dem Jeep Renegade Limited nichts im Wege.

Den mit 6,0 Liter angegebenen Verbrauch schafften wir nicht ganz.  

Erfreulich ist der Preis für die Jeep Renegade Basisversion. Hier startet der amerikanische Traum bereits unter 20.000 Euro und erfreut sich bereits vieler Vorbestellungen. Wer ein bisschen mehr Spaß haben möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ganz schnelle dürfen sich an der Opening Edition erfreuen, die weitaus mehr Ausstattungsmerkmale mit sich bringen wird als die spätere Basisversion. Wer also schon jetzt mit dem kleinen Mucki-SUV liebäugelt, sollte ihn sich gleich zum Marktstart sichern.

L1020046

Fazit:
Praktisch, quadratisch, gut. Der kleine Jeep Renegade zeigt sich von seiner besten Seite und erlaubt entspanntes, sicheres Fahren. Nicht zuletzt auch wegen der Unmengen an Sicherheitssystemen. Sein einzigartiges Design macht ihn zu einem Eye-Catcher und bietet einen hohen Wiedererkennungswert, nicht zuletzt dank der vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Und auch wenn er zeitweise ein wenig wirkt wie ein Fiat auf Anabolika, mögen wir ihn so maskulin und muskelbepackt. So gehört es sich für einen Jeep von Hause aus. Kantig und anders wollen wir ihn auch gar nicht haben. Wenn jedoch die Ansage kommt, einen weiblicheren Markt erobern zu wollen, dann sollte hier und da noch etwas am Design gefeilt werden und sei es nur ein Hauch im Interieur, dann aber bitte nicht mit der Nagelfeile.

leser-hinweis
Wenn es für den großen Jeep nicht reicht, wie wäre es dann mit einem Modellauto?

Jeep Wrangler Hard Top

Modell Car World präsentiert:
jeep modelcarworld

Jeep Wrangler Hard Top, US Armee, matt-helloliv 2014

Maßstab: 1:64 – Metall / Kunststoff – Fertigmodell
Greenlight – Nr. 203887

Zum Webshop von Model Car World

 

Fotos: Simone Amores / Hersteller

Test: Jeep Cherokee Longitude 4×2

Jeep. Ein Wort und man hat sofort ein Bild im Kopf. Das ist DER Geländewagen. Die Kompetenz, wenn es Offroad geht. Eine US-amerikanische Ikone. Ein Leuchtfeuer der Traktion, ein Held abseits aller Trampelpfade. Und dann kommt dieser Cherokee mit Frontantrieb zum Test. Ausgerechnet der neue Cherokee. Dem ich bislang die optische Qualifikation eines Quasimodo zugestand. Nun gut. Kann das gu…

Test: Jeep Cherokee Longitude 140 PS Diesel Seite 2

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Tag 3 bis 13 – Häuptling Nasenbär

Die Tage, an denen einen die Nachbarn auf die Testfahrzeuge ansprechen, sind mit der Zeit weniger geworden. Beim Cherokee kamen ein paar Zaungespräche mehr hinzu. Aber keine positiven. Positiv bleibt wohl nur: Das Design ist so kontrovers, es fördert die Kommunikation.

Im Alltag habe ich mich schnell an den 140 PS Diesel gewöhnt. Er nagelt fröhlich vor sich hin, bleibt aber, sobald man losgefahren ist, dezent im Hintergrund. Seine 350 Nm lassen ein schaltfaules Fahren zu. Niedertourig und mit einer guten Schall-Isolierung gesegnet, lassen sich auch lange Autobahn-Etappen gut gelaunt abspulen. Die fast 1.9 Tonnen Leergewicht und der cW-Wert von 0.33 sorgen für eine natürliche Gelassenheit. So ein SUV ist eben kein Spielzeug für den Performance-Kurs.

Wichtiger ist das Platzangebot. Hinter dem Lenkrad kann man sich nicht beschweren und auch in Reihe zwei demonstriert der „kleine Cherokee“ Stammesgröße. Praktisch ist das „geheime“ Ablagefach unter dem Beifahrersatz. Es dient als zusätzlicher Stauraum für Kleinzeug und nimmt wertvolle Gegenstände auf, wenn man das Fahrzeug parkt.

Die farblichen Akzente im Cockpit verschaffen ein wenig Stimmung und unterbrechen das ansonsten allgegenwärtige Kunststoffschwarz. Wer erst einmal den kleinen Jeep in der Windschutzscheibe entdeckt hat (einfach mal in den Bildern danach suchen!), der wird merken, wie überraschend liebevoll die Details des Cherokee sind. Die verstellbare Rücksitzbank – hier sorgen 15 cm Varianz für mehr Platz im Kofferraum oder mehr Platz für die Passagiere – ist damit noch nicht alleine gemeint.

Das Multimedia-System hat sich indes nicht mit Ruhm bekleckert. Während des Tests war die Nutzung der Bluetooth-Funktion (Media-Streaming) ein Lotterie-Spiel. Mal ging es, mal ging es nicht. Das ist umso weniger schön, als der Rest der Bedienung ein Kinderspiel ist. Routen-Navigation? Erfolgt schnell und sicher. Selbst die Sprachsteuerung wirkt ausgereift. Die Nutzung vom DAB-Radio, die Steuerung der Klimaanlage, all das klappt prima über das große 8.4″ Touchscreen. Ausgerechnet beim Streaming meiner Hörbücher gibt das System dann auf.

Fahrbericht test 76 jeep cherokee longitude

Effizienz:

 Der Alltag (im Winter) hat mit knapp 7.0 Liter / 100 km zu Buche geschlagen.
Besonders besonnen sind niedrige 5.5 Liter möglich.
Wer den Cherokee auf den flotten Pfad treibt, der bleibt knapp unter 10.0 Liter Marke!

Tag 14 und die Erkenntnis: Wer braucht schon Allradantrieb?

Da fährt man 14 Tage mit dem Cherokee und hat nicht einmal den Allradantrieb vermisst. Das ist bitter. Aber das ist der Alltag. Wir fahren nun einmal weder durch die Strände der Normandie noch den Rubicon Trail. Und genau deswegen setzt man einen modernen SUV eben auch auf eine gemeinsame Plattform mit anderen Kompakten. Im Falle des Cherokee sprechen wir hier von einer gemeinsamen Plattform mit der Giulia. Von Alfa. Also von Fiat.

Dass es dennoch eine Version gibt, die mit viel Technik und einem aufwendigen Allradantrieb ordentlich durch die Prärie geht – es hilft der Glaubwürdigkeit der Marke sehr.

Zwischen Wanne-Eickel und Hildburghausen habe ich den Allradantrieb im Cherokee nicht einmal vermisst. Die Traktion des 4×2-Jeep ist auch auf winterlichen Straßen ausreichend. Bei der Arbeit auf der Autobahn ist dann der Malus des Frontantriebs endgültig kein Argument mehr. Hier sind die Windgeräusche, die Dämmung der Fahrgeräusche und der Komfort um Welten wichtiger.

Der US-Jeep mit dem italienischen Dieselherzen geht sparsam mit seinen Brennstoffen um. Arbeitet fleißig und selbst die 140 PS reichen für den Alltag mehr als aus. Eine Start-Stopp Automatik ist Serie.

Mit 187 km/h Topspeed lässt sich die nächste große Tour flott angehen.

Fahrbericht test 73 jeep cherokee longitude

Anschaffung und Ausstattung

Es ist eher selten, dass man einen Testwagen anfordern kann, der in seiner Baureihe der Basis nahe kommt. Der gefahrene Jeep Cherokee Longitude ist jedoch so ein Fall gewesen. Ohne Allrad, mit manuellem Getriebe und dem 140 PS Diesel sind 34.800 € fällig.

Wer die Offroad-Fähigkeiten einfordert, die man mit dem Namen Jeep gleichsetzt, der muss zum Trailhawk-Cherokee greifen. Und damit zum 3.2 Liter V6 Benziner mit 272 PS. Dass man hier nicht mehr vom Schmalspur-Indianer sprechen kann, zeigt der Grundpreis der Variante von 48.000 €. Zudem ist der V6 Benziner mit einem NEVZ-Normwert von 13.9 Liter innerorts angegeben, wo der gefahrene Cherokee mit 6.4 auskommen soll. Es liegen also Welten zwischen den Varianten.

Den Dieselmotor gibt es noch in einer 170 PS starken Variante, dann auch in Verbindung mit dem Neungang-Automatikgetriebe von ZF. Hier fängt der Preis als Longitude bei 40.500 € an. Alles in allem, die Preise des kleinen Häuptlings liegen auffällig nah am Premium-Segment.

Fahrbericht test 87 jeep cherokee longitude

Fazit:

Am Ende ist eben alles anders, als man sich das so vorstellt. Ein SUV braucht keinen Allradantrieb und ein Jeep kann auch ein Jeep sein, wenn er mit Frontantrieb auf dem Parkplatz steht.

Und der Cherokee ist eben einfach ein guter Mix aus „alter“ und „neuer Welt“ geworden. Die Ehe mit den Genen aus uriger Offroad-Welt und moderner Kompaktwagen-Kompetenz fruchtet in einem Stammeshäuptling mit vielen Talenten. Und wer sich den Rubicon-Trail spart, der vermisst keinen Allradantrieb.

Hier geht es zum Jeep Cherokee-Prospekt

Fahrzeugschein: Jeep Cherokee 2.0 Multijet 140 PS 4×2 Longitude

Hersteller: Jeep
Typ: Cherokee
Klasse: SUV
Motor: R4
Getriebe: 6G manuell
Antrieb: Frontantrieb
Hubraum: 1.956 ccm
Leistung / Leistung (E-Motor): 140 PS b. 3.750 U/min | –
Drehmoment: / Drehmoment (E-Motor): 350 Nm b. 1.500 U/min | –
Gewicht Fahrfertig: 1.828 kg (EWG m. Fahrer)
Von 0 auf 100: 10,9 s
Höchstgeschw.: 1187 km/h
Verbrauch Benzin (NEFZ): 5.3 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ): 139 g/km
Emissionsklasse: EU 5+
Effizienzklasse: A
cW-Wert:  0,33
Kommentar:
Fotos im Artikel: Bjoern Habegger Titelbild: Bjoern Habegger

Gewinner und Verlierer

Der prototypische deutsche Neuwagen sah auch 2014 ähnlich aus wie in den Vorjahren: meist ein Kompaktmodell, gerne das eines heimischen Herstellers, mit Diesel- oder Ottomotor, am liebsten in Schwarz oder Grau. Das und einiges mehr lässt sich aus der abschließenden Jahresstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) herauslesen. Trotz des wenig geheimnisvollen Erfolgsrezepts trafen einige Marken den Käufergeschmack besser als andere.

Insgesamt schloss das Pkw-Jahr mit 3,04 Millionen Pkw-Neuzulassungen leicht besser ab als 2013 (plus 2,9 Prozent). Profitieren konnten davon auch die heimischen Hersteller, allen voran Porsche. Die Stuttgarter kamen auf 24.365 Neuzulassungen und legten damit gegenüber dem Vorjahr um 17,1 Prozent zu – nicht zuletzt wohl mit Hilfe des neu eingeführten Kompakt-SUV Macan. Mehr Autos als 2013 los wurden auch Ford (+ 5,7 Prozent), Opel (+ 5,6 Prozent), Audi (+ 3,0 Prozent), BMW (+ 2,8 Prozent) und VW (+ 2,2 Prozent). Mit 656.494 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 21,6 Prozent blieben die Wolfsburger zudem klarer Marktführer. Ein Neuzulassungsminus musste hingegen die deutsche Nummer zwei Mercedes hinnehmen: 272.566 Neuzulassungen verfehlten das Vorjahresergebnis um 1,7 Prozent. Tochter Smart büßte sogar 13,8 Prozent ein, dürfte den Verlust mit dem gerade erfolgten Anlaufen der neuen Modellgeneration aber wieder auffangen. Auch Mini (minus 3,2 Prozent) wird unter dem Modellwechsel im Jahresverlauf gelitten haben.

Größter Verlierer des Jahres war – nicht überraschend – Chevrolet. Die GM-Tochter hatte angesichts des anstehenden Rückzugs aus Europa nur noch Lagerbestände abverkauft. Insgesamt 5.516 Fahrzeuge fanden noch ihren Kunden, 77,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Ebenfalls wenig verwundern kann das 21-prozentige Minus bei Lancia; die Italiener haben 2014 gleich drei ihrer fünf Modelle aus dem Programm genommen. Weniger leicht dürfte hingegen Toyota das Jahresergebnis nehmen: 70.267 Neuzulassungen bedeuteten einen Rückgang von 5,1 Prozent, Tochter Lexus büßte gar 19,7 Prozent ein. Schlecht lief das Jahr zudem für Subaru (minus 16,6 Prozent) und Alfa Romeo (minus 6,5 Prozent).

Zu den Gewinnern des Jahres zählt Jeep. Die Allradmarke konnte auch dank neuer Modelle um 48,8 Prozent auf 10.268 Neuzulassungen zulegen. Auch der direkte Konkurrent Land Rover verbuchte mit 18,1 Prozent ein deutliches Plus. Den stärksten Zuwachs unter den Marken mit mindestens einem Prozent Marktanteil erzielte Mazda (plus 16,7 Prozent). Auch Seat, Nissan und Volvo legten zweistellig zu.

Beliebteste Klasse war erneut das Kompakt-Segment mit einem Anteil von 26,4 Prozent an den Neuzulassungen. Dahinter folgten Kleinwagen (15,1 Prozent) und Mittelklassefahrzeuge (15,1 Prozent). Beim Antrieb setzen die deutschen Fahrzeugkäufer auf Gewohntes: Benziner (50,5 Prozent Anteil) und Diesel (47,8 Prozent) teilten sich den Markt weitgehend. Die alternativen Antriebe konnten aber immerhin leicht von 1,6 auf 1,7 Prozent zulegen. Die Zahl der neuen Elektroautos beispielsweise stieg von 6.051 im Jahr 2013 auf 8.522 Einheiten, eine allerdings immer noch verschwindend geringe Menge. Weit populärer bleiben die Hybridmodelle mit 27.435 Neuzulassungen (Vorjahr: 26.348).

Die bevorzugte Farbe bei Neuwagen war erneut Schwarz mit einem Marktanteil von 27,8 Prozent. Mit geringem Abstand folgte Grau in all seinen Facetten (27,2 Prozent). Die konservative Farbwahl hat wohl auch mit dem hohen Anteil an gewerblich genutzten Pkw zu tun. Der Anteil der privat gekauften Autos ging 2014 erneut zurück, von 37,9 Prozent im Vorjahr auf 36,2 Prozent.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Fahrbericht: Der Jeep Renegade

Mit dem neuen Renegade will Jeep neue Wege gehen und sich mit auf die Stufe vom Opel Mokka oder dem Nissan Juke stellen. Schon bei der Vorstellung auf dem Fiat-Gelände in Balocco bestätigt sich, dass der Jeep eine neue Nische erobern will. Jünger und weiblicher als die anderen Jeeps soll er sein und damit ins Ziel treffen.Soweit das Konzept. Dann schauen wir uns den kleinen Ami mit Fiat-Genen mal genauer an. Schon auf den ersten Blick wird klar, der neue Jeep Renegade ist alles andere als weiblich. Kantig und maskulin steht er da. 

Der im italienischen Melfi produzierte Offroad-Knirps basiert zu Teilen auf der Fiat 500 L-Familie und das sieht man am besten im Profil. Der kleine Kompakte soll die Marke Jeep weltweit erstmals ins Segment der kleinen SUV erweitern und Kraftstoffeffizienz und dynamische Fahreigenschaften auf befestigten Straßen mit den klassenbesten Offroad-Fähigkeiten eines Jeep kombinieren.

Der neue Jeep Renegade, die kleine Dosis Anabolika für den Alltag?

 

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In vier Modellvarianten wird der Jeep Renegade gebaut, wobei wir uns besonders die Limited und TrailHawk-Variante angeschaut haben. Letzterer zeigte schon bei der Präsentation, dass er alles andere als zart besaitet ist und gerne auch die härteren Wege abseits der Straße in Angriff nimmt. Mein erstes Testfahrzeug war der Jeep Limited mit einem 140 PS starken 1,4-Liter MultiAir Benziner unter der Haube und   in Carbon Black. Der knuffige Junior-Jeep wirkt beeindruckender als gedacht, wie er da so vor einem steht. Damit könnte man die Stadt in Angriff nehmen und anderen zeigen, wo der Hammer hängt, so scheint es. Mit einer Länge von 4,25 Meter und einer Breite von 1,80 Meter gibt er sich nicht viel zierlicher als andere Jeep-Familienmitglieder, auch wenn man die italienischen Handschrift erkennen kann. Ein „Detroit-Rom-Patrone“ also.

Die besondere Linienführung erschafft ein einzigartiges Seitenprofil, das man mögen kann oder auch nicht. Die Prämisse, einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen, hat Jeep aber hinbekommen.

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E.T. lässt grüßen

Besonders im Gedächtnis blieb die Beschreibung der Belüftungsschlitze im Interieur mitten auf dem Armaturenbrett. Diese wären nach dem Vorbild von E.T. entstanden und nun sehe ich immer außerirdische Köpfe, wenn ich in den Jeep Renegade einsteige. Ziel erreicht, würde ich sagen. Die Designer haben sich aber auch jede Menge Mühe gegeben, dem Renegade ein individuelles Aussehen zu verpassen. Allein 10 Farben und sieben verschiedene Raddesigns stehen zur Individualisierung zur Verfügung, mal ganz zu schweigen von den ganzen Extras, die der Zulieferer Mopar noch speziell für den Renegade entwickelt hat. Vom Ami-Stern bis hin zum Fahrradträger bleibt kein Wunsch offen. Für alle, die es authentisch lieben.

Das gesamte Design zeigt die traditionellen Markenwerte wie beispielsweise die unverzichtbaren und typischen Schlitze in der Front. Genauso die Rundscheinwerfer und Rücklichter, die an den Ur-Jeep erinnern sollen. Der erste Jeep aus 1941 zieht sich durch den ganzen Renegade in kleinen Details wie z.B. in Form des Benzintanks, der sich in stilisierter Form immer wieder findet. Das ist ein bisschen wie ein kleines Suchspiel, das sich von außen nach innen fortsetzt. Hier findet sich in der Limited Version eine recht hochwertige Einrichtung. Bequeme Ledersitze halten den Fahrer und Beifahrer an Ort und Stelle und insgesamt herrscht ein angenehmes Ambiente. Was jedoch fehlt, sind Ablageflächen. Die sucht man vergebens und das, was vorhanden ist, reicht gerade mal für ein Handy und ein paar Schlüssel.

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Sobald der Fahrer etwas längere Beine hat, haben es Mitfahrer im Fond nicht leicht. Schiebt er den Fahrersitz dementsprechend weit nach hinten, wird es deutlich eng. Davon einmal abgesehen, haben Sitzriesen aber jede Menge Kopffreiheit, die gerade im TrailHawk bei unwegsamem Gelände  vor unliebsamen Kopfschmerzszenarien schützt. Weiter hinten sieht das Platzangebot aber wieder anders aus. Der Kofferraum bietet ohne zurückgeklappte Rückbank nur 351 Liter Volumen, das sich aber auf 1,297 Liter ausweiten lässt. Eine recht schwer zu schließende Heckklappe ohne Griff hinterlässt Spuren an den Fingern.

Quadratisch, praktisch, gemütlich

Zweckmäßige Details wie ein Haltegriff für den Beifahrer über dem weit aufklappbaren Handschuhfach unterstreichen den Jeep-Charakter, entbehren jedoch jeglicher weiblicher Note. Gerade hier hätte man ein wenig mehr auf ein „weiblich“ angehauchtes Design Wert legen können, ohne die Jeep-Persönlichkeit zu verlieren. Details am Tacho zeigen das abenteuerliche Offroad-Wesen des Renegade genauso wie das doch recht grobe Multifunktions-Lenkrad, das jedoch wiederum sehr bequem in der Hand liegt. Der Motor zeigt sich, dank guter Dämmung, von seiner leisen Seite und ist wirklich kaum zu hören. Von den 140 PS spürt man jedoch beim Durchdrücken des Gaspedal nicht viel. Das mag vielleicht auch an der recht bulligen Front des Renegade liegen, die nicht besonders aerodynamisch anmutet. Er muss aber auch nicht sportlich-flott unterwegs sein. Das ist nun einmal ein Jeep, der muss eben quadratisch, praktisch und gut sein. Und das ist er, zweifelsohne. Mit drei Benzinern, die zwischen 120 und 170 PS leisten und vier Diesel-Motoren, die ebenfalls zwischen 120 und 170 PS liegen, zeigt der kleine Kraftzwerg seine Stärken auch in der Stadt, wo das Abenteuer beginnt, wenn andere zurück bleiben. Trotz kompaktem Auftreten ist er dank seines kleinen Wendekreises und guter Manövrierfähigkeit einfach zu handhaben. Das mit viel Gefühl abgestimmte Fahrwerk sorgt für eine angenehme Fahrt, wozu auch das leichtgängige Sechsganggetriebe beiträgt. Auch einer gemütlichen Tour über Land steht mit dem Jeep Renegade Limited nichts im Wege.

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Den mit 6,0 Liter angegebenen Verbrauch schafften wir nicht ganz.  

Erfreulich ist der Preis für die Jeep Renegade Basisversion. Hier startet der amerikanische Traum bereits unter 20.000 Euro und erfreut sich bereits vieler Vorbestellungen. Wer ein bisschen mehr Spaß haben möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ganz schnelle dürfen sich an der Opening Edition erfreuen, die weitaus mehr Ausstattungsmerkmale mit sich bringen wird als die spätere Basisversion. Wer also schon jetzt mit dem kleinen Mucki-SUV liebäugelt, sollte ihn sich gleich zum Marktstart sichern.

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Fazit:
Praktisch, quadratisch, gut. Der kleine Jeep Renegade zeigt sich von seiner besten Seite und erlaubt entspanntes, sicheres Fahren. Nicht zuletzt auch wegen der Unmengen an Sicherheitssystemen. Sein einzigartiges Design macht ihn zu einem Eye-Catcher und bietet einen hohen Wiedererkennungswert, nicht zuletzt dank der vielen Individualisierungsmöglichkeiten. Und auch wenn er zeitweise ein wenig wirkt wie ein Fiat auf Anabolika, mögen wir ihn so maskulin und muskelbepackt. So gehört es sich für einen Jeep von Hause aus. Kantig und anders wollen wir ihn auch gar nicht haben. Wenn jedoch die Ansage kommt, einen weiblicheren Markt erobern zu wollen, dann sollte hier und da noch etwas am Design gefeilt werden und sei es nur ein Hauch im Interieur, dann aber bitte nicht mit der Nagelfeile.

Weitere Impressionen:

Fotos: Simone Amores / Hersteller

Gefahren: Der neue Jeep Cherokee

Zwischen dem luxuriösen Jeep Grand Cherokee und dem rustikalen Jeep Wrangler klaffte die letzten Jahre eine Lücke. Gerade im Segment der aktuell besonders erfolgreichen SUV gab es bei der Traditionsmarke Jeep kein echtes Angebot. Nachdem der nicht besonders erfolgreiche Liberty vom deutschen Markt verschwunden war, hatte der Kunde nur die Wahl zwischen „rustikaler Tradition (Wrangler)“ und „großem Luxus (Grand Cherokee)“. Das ändert sich jetzt mit der jüngsten Jeep Cherokee-Generation.

Staubpisten und Shopping-Mall Parkplätze aufgepasst, hier kommt der neue Jeep Cherokee.

Stock, Stein & Shopping

Der neue Jeep Cherokee im Fahrbericht

Während des Auto-Salon in Genf konnte ich bereits den Fahrersitz des Cherokee erklimmen und den jüngsten US-SUV über einen zum Teil anspruchsvollen Offroad-Kurs lenken.  20 Minuten Fahrzeit sind jedoch eindeutig zu wenig und der erste Fahrbericht zum Jeep Cherokee war entsprechend überschaubar.

Auf dem Testgelände von FIAT in Balocco war nun mehr Zeit, um den Cherokee ein wenig näher kennen zu lernen. 

Dass aus den Boxen der Boss „Bruce Springsteen“ tönte und nicht Eros Ramazotti, war auffällig. Auch wenn die Chrysler-Tochter Jeep nun zum FIAT-Konzern gehört, der Cherokee bleibt ein US-Boy. Okay, die Botschaft ist damit angekommen.

Born in the U.S.A

Er mag sich die Plattform mit der Giulietta von Alfa Romeo teilen, aber er ist dennoch ein Jeep. Die Ansage der Verantwortlichen von Jeep ist klar formuliert: „Auch der jüngste Jeep Cherokee ist ein echter Jeep“. Um diesen Spagat und die Spreizung zwischen Offroad-Talenten und Onroad-Fahrspaß zu schaffen, ging man bei Jeep einen technisch sinnvollen Weg. Wenn auch die Entscheidung, ein „entweder / oder“ vor die Kaufentscheidung des Kunden zu setzen, für Diskussionen sorgen wird.

Jeep Cherokee Kühlergrill

Entweder / Oder

Der Markt für SUVs ist derzeit der noch immer am schnellsten wachsende. Die Kunden stehen auf SUVs und das, obwohl Unkraut am Randstein und Blumenkübel vor den Spielstraßen oftmals die heftigste Begegnung abseits des Asphaltbandes sein wird, die viele der „4×4-Talente“ jemals haben werden. Was liegt da näher, als SUVs gleichermaßen für die Landstraße und Autobahn fit zu machen, anstatt Offroad-Talente zu pflegen? Der Mercedes GLA hat dies bereits vor kurzem in vergleichbarer Form präsentiert.

Jeep geht einen ähnlichen Weg und bietet den neuen Cherokee in zwei Versionen an: Eine Varianz, die vor allem „on the road“ überzeugen soll und eine Version, die „off the road“ den Jeep-Namensvettern in nichts nachstehen soll.

Für den Kunden bedeutet dies aber auch eine Entscheidung, die er VOR DEM KAUF treffen muss. Einen „echten Jeep“ – oder einen „echten SUV“ kaufen? Auch bei der Traditionsmarke aus den USA geht nicht beides auf einmal.

Jeep Trailhawk

Der Trailhawk ist die Version, die ich in Genf über den Beton-Muffin herum fahren durfte. Mit einem mechanischen Sperr-Differential an der Hinterachse und einer Gelände-Untersetzung für das Getriebe (2,92:1), ist der Trailhawk der Cherokee für Menschen mit Offroad-Sehnsüchten. JEEP bietet ihn jedoch nur mit einer Motorisierung an: Der große 3.2 Liter V6-Benziner mit 272 PS und 315 Nm Drehmoment soll es im Gelände richten. Auf dem FIAT-Testgelände in Balocco zeigte er dann, was in ihm steckt. In seiner Klasse dürfte der Cherokee Trailhawk nicht nur über die größten Böschungswinkel verfügen, 29.9° vorne und 32.1° hinten, auch die Bodenfreiheit kann sich – mit mehr als 22 Zentimetern – mehr als sehen lassen.  Und dank Untersetzung genug Kraft in allen Lebenslagen. Bei 70% Steigung anhalten und wieder los fahren? Kein Problem für den Cherokee Trailhawk.

Limitiert oder koordiniert? Die Motorenfrage.

Wer dem Benzindurst des V6-Pentastar nicht traut und lieber den Drehmomenten aus sparsamen Dieselmotoren vertraut, der wird vor die Wahl gestellt: 140 PS oder 170 PS aus dem zwei Liter großen Multijet Dieselmotor. Beide Motoren bringen 350 Nm Kraft für den Alltag mit,  werden aber nur als „Limited“ oder „Longitude“ angeboten. Der Basis-Diesel ist zudem als Variante mit reinem Frontantrieb erhältlich. Verzichten muss man dann allerdings auf die neue ZF 9-Stufen Automatik, die man bei Chrysler in Lizenz selbst fertigt. Der 140 PS Diesel ist als 6-Gang Handschalter mit Frontantrieb in der Longitude-Ausstattung der Einstieg in die Cherokee-Welt und kostet 34.800–€.

In dieser Fahrzeugklasse gehört das „schalten lassen“ (imho) zum guten Ton, weswegen der sinnvollste Basis-Cherokee aus meiner Sicht der 170 PS Diesel mit der 9-Gang Automatik und Allradantrieb ist. Als Longitude überschreitet man hier jedoch bereits ganz selbstbewusst die 40.000,– € Marke. Der ernsthaft gut ausgestattete Limited kostet so bereits 45.500,– €.

Nein, ein Schnäppchen ist der Jeep Cherokee nicht. Dafür sind alle Varianten extrem gut ausgestattet.

Den für unseren Markt eher uninteressanten V6-Benziner bekommt man immer mit der neuen 9-Stufen-Automatik und Allradantrieb. Ob man die „Stadt-Cruiser-Version“ Limited wählt oder die Freiheit abseits der Zivilisation im Trailhawk sucht – beide Varianten kosten 48.000,- €

liebevolles detail jeep cherokee

Schönes Detail – schwache Verarbeitung

Eine Liebe zum Detail, die mich überrascht hat. Der Cherokee zeigt in der Windschutzscheibe am unteren Rand, knapp oberhalb des Armaturenträgers, die kleine schwarze Silhouette  eines „Willys-Jeep“, der über einen Erdhügel fährt. Ähnlich viel Detail-Liebe hätte ich mir beim Rest des Innenraums gewünscht, der zum Teil doch arg viel Platz für Verbesserungen bereit hält. Knarzende Kunststoffe sollten in der Premium-SUV-Klasse kein Thema mehr sein!

Jeep Cherokee Spiegelung im Scheinwerfer

Die Optik bleibt ein Gesprächsthema

Sieht er nun nach der Jeep-Interpretation des seligen FIAT Multipla aus oder hat man bei Jeep einfach nur das Thema SUV mit frischen Details wiederbelebt? Ich habe mich damals bereits mehrfach und vor allem deutlich zum Design des Jeep Cherokee ausgelassen und will deswegen an dieser Stelle nur noch sagen: In echt wirkt er besser.

Jeep Cherokee fahrbericht probefahrt

 

Und wie fährt er sich denn nun?

Während der Trailhawk im Gelände zu überraschen weiß, liefern Longitude und Limited auf der Straße eine solide Vorstellung ab. Eine straffe Lenkung lässt genug Rückmeldung von der Straße übrig, ohne verheimlichen zu können, dass man hier im SUV-Segment unterwegs ist. Die Federung ist verbindlich straff, unterbindet so aber auch übermäßige Seitenneigung.

Die von ZF entwickelte 9-Gang Automatik sorgt für eine große Spreizung der Gänge und lässt sowohl Diesel als auch V6 jederzeit im idealen Drehzahlbereich rotieren.

Fazit:

Auch mit zwei Rädern in der Luft – der Jeep lässt seinen Fahrer nicht hängen. Dass man selbst auf einer gemeinsamen Plattform mit der Alfa Romeo Giulietta einen echten Geländewagen fertigen kann – der Cherokee hat es auf dem Offroad-Parcours bewiesen. Ob der Kunde den Zwang zum großen Motor akzeptiert, um dieses „echte Jeep-Feeling“ zu erhalten, wird jedoch die Zukunft zeigen müssen.

Fakten zum neuen Jeep Cherokee

Verkaufsstart:  5. April 2014
Basispreis:  34.800 – 48.000 €
Motorleistung:  2.0 Turbdiesel 140 / 170 PS, 3.2 V6 272 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, 9-Gang Automatik
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.626, 1.904, 1.722, 2.719 (Trailhwak)
Normverbrauch:  5,3 – 10,0l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  187 -206 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  8,1 – 12,0 Sekunden

Konstantes Wachstum bei Jeep

Für das vergangene erste Quartal 2014 verzeichnet die Fiat Group Automobiles Germany AG (FGAG) insgesamt 1.771 beim Kraftfahrt-Bundesamt registrierte Neuzulassungen von Fahrzeugen der Marke Jeep®. Mit einem Zulassungs-Plus von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum übertraf Jeep damit den Zuwachs im ersten Quartal 2013, der bei 7,7 Prozent gelegen hatte. Die legendäre Geländewagenmarke zeigt damit seit 2010 ununterbrochenes Wachstum auf dem deutschen Markt und präsentiert sich auch weiterhin als eine der nachhaltig wachsenden Marken in Deutschland.

Das mit 879 Einheiten und einem Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bestverkaufte Jeep-Modell war das luxuriöse Marken-Flaggschiff Grand Cherokee, gefolgt vom kompakten, urbanen Jeep Compass (420 Neuzulassungen) und der Geländewagen-Ikone Wrangler mit 409 Neuzulassungen, bei der die Nachfrage das Angebot an verfügbaren Neuwagen übertrifft.

Zum Fahrbericht des Jeep Grand Cherokee – hier klicken!

Vor wenigen Tagen begann bei den deutschen Jeep-Händlern der Verkauf des neuen Mittelklasse-SUVs Jeep Cherokee, der mit aufregend frischem Design, effizienten Turbodieselmotoren und dem ersten Neugang-Automatikgetriebe in seiner Klasse sowie anspruchsvollen Fahrer-Assistenz-Systemen das Portfolio der Marke verstärkt.

Für den Herbst 2014 erwartet Jeep den ersten kleinen SUV seiner Geschichte, der als Jeep Renegade auf dem Genfer Salon im März 2014 seine viel beachtete Weltpremiere feierte. Mit dessen Marktstart wird Jeep, das Original aller Geländewagen, die größte Modellpalette seit Beginn der Markenhistorie vor über 70 Jahren anbieten können.

Pressemeldung

 

Neuer Jeep Cherokee startet in Deutschland

Am 05. April 2014 startet bei den deutschen Jeep®-Händlern offiziell der Verkauf des neuen Jeep Cherokee. Das Mittelklasse-Sport Utility Vehicle der Marke Jeep entwickelt sich in seiner vierten Generation zu einem vollkommen neuen Fahrzeug und einer frischen Interpretation von „Go anywhere, do anything“, dem Motto der legendären Amerikanischen Marke. Der Jeep Cherokee wird zu Preisen ab 34.800 Euro zu haben sein. Wer seinen Jeep Cherokee noch vor dem 30. April 2014 bestellt, bekommt als „Frühbucher-Bonus“ das große Navigationssystem uconnect® und ein Alpine Premium-Soundsystem ohne Aufpreis.

Der neue Jeep Cherokee setzt Maßstäbe im Segment mit seinem revolutionären, schlanken und athletischen Design, überzeugender Straßendynamik und legendären Jeep 4×4 Eigenschaften. Dazu bietet er ein neues Niveau bei hochwertigem Interieur, innovativen Technologien, Effizienz, Unterhaltung und Komfort. Mit seinen ‚Fünf Sterne‘-Sicherheits- und Schutzeinrichtungen erhielt der Cherokee kürzlich die Höchstwertung der Euro NCAP.

Die deutschen Jeep-Händler bieten den neuen Jeep Cherokee in den Ausstattungslinien Longitude, Limited und als Offroad-Version Trailhawk an. Zum Motorenangebot gehört ein effizienter 2.0 MultiJet II Turbodieselmotor mit 125 kW (170 PS) und Neungang-Automatikgetriebe. Die 102 kW (140 PS) starke Version dieses Motors arbeitet mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe zusammen. Für besonders leistungsbewusste Kunden steht außerdem ein 3,2 Liter großer V6-Benzinmotor mit 200 kW (272 PS) mit Neungang-Automatikgetriebe zur Wahl.

Zum Jeep Cherokee Fahrbericht – hier klicken!

Erstmals in Europa ist der Jeep Cherokee auf Wunsch sowohl mit Vierradantrieb als auch mit Vorderradantrieb zu haben und bietet die Wahl zwischen zwei neuen Jeep-Vierradantriebs-Systemen für führende Geländefähigkeiten unter allen Fahrbedingungen:

  • Jeep Active Drive I
  • Jeep Active Drive Lock mit Geländeuntersetzung und Hinterachs-Sperrdifferenzial (Trailhawk)

Alle neuen Cherokee-Modelle mit 4×4 verfügen über die bekannte Jeep Selec-Terrain Traktionskontrolle mit den vier Modi (fünf Modi beim Trailhawk) Auto, Snow, Sport und Sand/Mud (plus Rock beim Trailhawk).

Die Anhängelast des neuen Jeep Cherokee beträgt bis zu beachtlichen 2.475 Kilogramm.

Euro NCAP (European New Car Assessment Program) ermittelte den neuen Jeep Cherokee als den sichersten aller im Euro NCAP 2013 getesteten mittleren und kleinen Off-Road 4×4 Fahrzeuge. Von allen 33 getesteten Fahrzeugen aus sieben Kategorien gehörte der neue Jeep Cherokee zu jenen, die Euro NCAP wegen ihrer außergewöhnlichen Sicherheitsleistung bei Erwachsenen- und Kinderschutz sowie Sicherheits-Assistenzsystemen empfiehlt. Zu den serienmäßigen Sicherheitsmerkmalen des neuen Jeep Cherokee gehören sieben Airbags, ESC (Electronic Stability Control) mit Überschlagsvermeidung und ABS, auf Wunsch stehen neue Systeme wie die innovative Kollisionswarnung Forward Collision Warning-Plus, der automatische Einparkassistent ParkSense Park Assist zum sowohl parallelen als auch rechtwinkligen Einparken, die automatische Abstandsregelung Adaptive Cruise Control-Plus, ein Spurhalteassistent, ein Totwinkelwarner sowie die hintere Querbewegungserkennung Rear Cross Path Detection zur Verfügung.

Die Vorstellung des Jeep Grand Cherokee im Jahr 2013 legte das Fundament für eine neue Qualität bei den Interieurs der Marke, die sich beim neuen Cherokee fortsetzt. Der Innenraum ist modern und anspruchsvoll mit wertigen Materialien und präziser Verarbeitung.

Besonders attraktiv ist die zentrale Anzeige im Instrumentendisplay direkt vor dem Fahrer als individuell konfigurierbarer TFT-Farbbildschirm mit Flüssigkristall-Technologie aus­geführt.

Zur Verfügung steht das neue Navigations- und Entertainmentsystem uconnect® mit einem bedienungsfreundlichen Touchscreen in 21,3 Zentimeter Bild­schirmdiagonale, der Fahr- und Komfort-Informa­tionen sowie viele Bedienelemente übersichtlich geordnet darstellt. Für erstklassigen Sound an Bord sorgt auf Wunsch ein 506 Watt starkes Premium-Audiosystem von Alpine mit neun Lautsprechern und Subwoofer.

Der neue Jeep Cherokee ist ein weiterer Ausdruck der intensiven Zusammenarbeit zwischen Jeep und Mopar®, der Marke für Kundendienst, Originalersatzteile und Zubehör für alle Fiat-Chrysler Marken. Mehr als 100 exklusive Mopar-Zubehörartikel gibt es für den neuen Jeep Cherokee, die perfekt auf das neue SUV abgestimmt sind. Besonders bemerkenswert ist die Zubehörlinie des neuen, innovativen Cargo Management Systems, das im Gepäckraum des neuen Jeep Cherokee für ein Optimum an Transportfähigkeit sorgt.

 

Die Preise des Jeep Cherokee:

Motor/Ausstattung Longitude Limited Trailhawk
2.0 MultiJet II 103 kW (140 PS)
4×2, Sechsgang-Schaltgetriebe
34.800 39.800
2.0 MultiJet II 103 kW (140 PS)
4×4, Sechsgang-Schaltgetriebe
36.900 41.900
2.0 MultiJet II 125 kW (170 PS)
4×4, Neungang-Automatik
40.500 45.500
3.2 V6 200 kW (272 PS)
4×4, Neungang-Automatik
48.000 48.000

 

Pressemeldung

Genf 2014: Fiat den Jeep geschrumpft

Man steht in Genf auf dem Automobilsalon, erblickt den neuen kleinen Jeep und denkt sich: Mensch, dieses Auto kenne ich doch irgendwoher.

Das ist kein Wunder, denn der kleinste Jeep aller Zeiten, sieht man mal vom Ur-Willys-Jeep ab, basiert doch in der Tat auf einem kleinen Fiat. Dem Fiat 500L.  Und das soll nun ein Jeep sein? Die kritische Frage muss gestattet sein.

FIAT hat den Jeep geschrumpft, das Ergebnis: Der Renegade

Genf 2014: Mit dem Renegade kommt der kleinste Jeep zur Welt!

Von der Herkunft als Fiat 500L, auch bekannt als Fiat Punto, ist nicht mehr viel übrig. Mit dem Renegade hat FIAT alles auf den Kopf gestellt und tief in der Trickkiste der Antriebstechniken gekramt. Insgesamt bietet der kleine Jeep 16 verschiedene Kombinationen aus Motor und Getriebe-Möglichkeiten an. Vier Benziner, zwei Turbodiesel und ein FlexFuel Motor (für E85-Treibstoff a.k.a. Ethanol), dazu kommen zwei manuelle Schaltgetriebe, ein Doppelkupplungsgetriebe und ein 9-Gang Automatikgetriebe von ZF.

Und weil der Jeep im Gelände auch als Jeep erfolgreich sein muss, gibt es auch beim Renegade, wie bereits beim Jeep Cherokee, eine Auswahl an Allradantriebs-Lösungen. Bis hin zur Trailhawk-Version mit Geländeuntersetzung, mehr Bodenfreiheit, mehr Federweg und mehr Böschungswinkel. Als Trailhawk bekommt der ehemals putzige 500L auch neue Dämpfer zum Spezialisten KONI. Diese arbeiten adaptiv und lassen sich für die konträren Bedürfnisse von Straßen- und Geländeeinsatz anpassen.  In der Trailhawk-Version soll auch der kleinste Jeep den Rubicon-Trail schaffen. „Das würde ich gerne erleben…“

Wer den Jeep Renegade (Projektname war Jeepster) nicht wegen seiner Offroad-Talente ordern will, sondern auf das Styling des kleinen SUV steht, der bekommt den 4.23 Meter langen Renegade auch mit Frontantrieb. Der Kofferraum schluckt zwischen 350 und 870 Litern.

Der Renegade wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 zu den Händlern kommen, bei den Preisen hüllt sich FIAT, pardon, Jeep noch in Schweigen.

 

 

 

 

Video: Jeep Cherokee auf dem Rubicon

Es soll Chefredakteure geben, denen sagt man am Telefon wenn sie den Rubikon überschreiten. Wenn der neue Cherokee das tut, dann ist da anscheinend nichts dabei. Im Gegenteil, man erwartet es sogar.

Der neue Jeep Cherokee Trailhawk auf dem Rubicon-Trail

 

Genf 2014: Jeep Cherokee, bereits gefahren

In Genf feierte auch der neue Jeep Cherokee seine Premiere. Zum Design des neuen Offroaders hatte ich bereits ein paar Worte gefunden, als dieser im letzten Jahr in New York für den US-Markt vorgestellt wurde. In Genf nun die Europa-Premiere und die Chance den Cherokee noch einmal in echt zu sehen und – noch viel besser als nur anschauen:  Gleich einmal zu fahren.

Häuptling „gekniffenes Auge“ im kurzen Fahrbericht

Jeep Cherokee – der Muffin-SUV

Sie haben dem Beton Hügel den Namen „Muffin“ gegeben. Ein Muffin ist eigentlich ein süßes Hefegebäck und kommt aus dem Land der Dickmacher und süßen Verführungen, den USA. Das trifft sich gut, denn auf diesen Muffin treffe ich nun mit dem Ur-Amerikanischsten aller SUV, dem Jeep Cherokee.  Der Muffin steht auf einem Demo-Gelände eines Genfer-Fiat Händlers. Neben dem Muffin warten noch weitere fiese, beeindruckende und auch unangenehme Hindernisse auf den neuen Cherokee.

Jeep Cherokee Fahrbericht trailhawk 02 Genf automobilsalon 2014

Jeep Territory

Der Cherokee ist der kleine Bruder der „Jeep Grand Cherokee“ und basiert auf der „Compact-Plattform“ des FIAT Konzerns. Kaum zu glauben, aber auch die Alfa Romeo Giulietta steht auf dieser Plattform. Ist der Jeep Cherokee also ein SUV-Blender? Am Ende gar nur ein Halbblut-Indianer? Die Front des Jeep zeigt dank des typischen Kühlergrill noch eine Spur von Jeep-DNA, aber ohne Starrachsen und mit diesen kleinen Leuchten, die vor allem im Falle des Tagfahrlichtes aussehen wie zu gekniffene Augen, wirkt der neue Cherokee doch eher wie ein modischer Lifestyle-SUV. Und deren Fähigkeit für Offroad-Touren ist bekannterweise eher überschaubar.

Der Cherokee. Ein echter Jeep?

Starrachsen fährt heute kaum noch jemand durch die Gegend und der Nutzen von Gleichteilen ist auch nicht immer nur schlecht. Am Ende kommt es auf das Ergebnis an. Der Cherokee bekam unter anderem das neue 9-Gang Getriebe von ZF spendiert. Da wird eine gesonderte Getriebeuntersetzung überflüssig, die Gänge sind weit genug gespreizt um auch für Aufgaben wie „den Muffin“ gewappnet zu sein. Mit den zu gekniffenen Augen des Cherokee visiere ich den Muffin an. Leicht schräg anfahren, die Reifen auf der linken Seite klettern die Bettonfläche hinauf, schon wenige Meter später fährt der gesamte Cherokee in der Schräge. Die Übung am Muffin demonstriert, dass mit knapp 40° Schräglage die Welt zwar merkwürdig schief durch die Winschutzscheibe schaut, der Cherokee aber unbeeindruckt im Standgas um den Muffin herum kriecht.  Der Allradantrieb des Cherokee basiert auf einer „Hang-On-Lösung„, soll aber – und hier nehmen es die Jeep-Kunden ganz genau, der beste Allradantrieb in diesem Segment sein. Denn ein Jeep muss seine Talente abseits der Straße beweisen können.

Der Muffin war nur der Anfang, egal ob es im „Rock-Modus“ des Allradprogramms über einen Steinpfad geht, den man zu Fuß nicht laufen will, über schräg zusammengestellte Baumstämme oder eine Art Wanderdüne die schräg genommen werden muss. Zuerst blickt man steil in den Himmel, dann kippt die ganze Fuhre über den Kamm hinweg. Ein wenig mulmig wird einem in diesem Augenblick durchaus.

Der Cherokee – als Trailhawk mit Allradantrieb und 9-Stufen-Automatik, klettert unaufhaltsam drauf los.  Über fiese Betonpfade die den Cherokee munter von links nach rechts kippen lassen. Dazwischen sind immer wieder 1 bis 2 Räder vollständig in der Luft. Dem Trailhawk-Cherokee ist das egal. Der Allradantrieb leitet die Kraft, dank Bremseneingriff und gesperrter Hinterachse, an die Räder mit Kontakt zum Boden.

Die Kunden in unseren Breitengraden werden sich vermutlich für eines der beiden angebotenen Dieseltriebwerke entscheiden. Zur Auswahl steht hier der bekannte Multijet-Diesel mit 170 PS oder der Basis-Diesel mit 140 PS. Auch im Angebot, der von 3.6 auf 3.2 Liter Hubraum verkleinerte Pentastar V6-Benziner.  Bei der Allradtechnik greift Jeep tief in die Trickkiste und bietet 3 Systeme an. Active Drive I, II und Lock. Die Variante Jeep Active Drive I ist die klassische SUV-Lösung mit einem variablen Allradantrieb, der im Alltag die Hinterachse abkoppelt. Die Versionen Active II und Lock bieten eine Geländeuntersetzung an und im Falle des Jeep Active Drive Lock gibt es auch eine Hinterachsdifferentialsperre. Wer den Cherokee Trailhawk ordert bekommt also ordentliche Offroad-Technik geliefert.

Jeep Cherokee Fahrbericht 16 Genf automobilsalon 2014

„Ain’t no mountain high enough“

Wer die steilen Rampen hinauf fährt, muss auch wieder hinunter. Der Cherokee verfügt optional nicht nur über eine simple Bergabfahrthilfe. Einmal aktiviert lässt diese Hilfe den Cherokee exakt so schnell kriechen, wie der Fahrer per Ganghebel einstellt. 1 km/h, 2 km/h oder schneller. Einmal justiert krabbelt und klettert sich der Stadt-Indianer durch und über die Hindernisse.

Offroad war die Pflicht, Verarbeitung die Kür

Das der Jeep im Gelände der SUV sein musste, der am weitesten kommt, war klar. Hier gab es für die Entwickler des Offroaders – auch wenn man die Plattform des Konzerns nutzen musste – keine Ausreden. Das der Jeep im Innenraum aber nicht nur US-Käufer zufrieden stellt, dass kommt überraschend. Die Verarbeitung im Innenraum wirkt gut, die Materialien wirken sorgfältig ausgewählt und der Gesamteindruck ist auf europäischem Niveau.

Jeep Cherokee Fahrbericht 69 Genf automobilsalon 2014

Fazit:

Am Ende ist der Cherokee ein wenig wie ein Schoko-Muffin. Nicht das man diese Süßigkeit zum Leben bräuchte, aber ab und zu tut es ganz gut, wenn man zum Kaffee so ein Zuckerschock-Dessert bekommt. Und der Cherokee ist im automobilen Bereich ganz ähnlich. In unseren Breitengraden braucht man einen SUV mit echten Talenten ja eher selten, aber wenn es soweit ist – dann will man wissen, dass hinter der Optik auch die richtige Portion Talent steckt.

 

Galerie:

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger