Test: Jeep Grand Cherokee

Seine Offroad-Tradition pflegt der amerikanische Autobauer, der als globale Marke des FCA Konzerns daherkommt, seit mehr als 77 Jahren. Mit seiner 4×4-Kompetenz verkaufte Jeep bislang über 1 Million Fahrzeuge weltweit. Kultstatus für eingefleischte Offroad-Fans erlangte sicherlich der für das amerikanische Militär gebaute BRC (Bantam Reconnaissance Car). Dass geländefähige Autos auch etwas mit Luxus zu tun haben, beweist uns Jeep spätestens mit der Einführung des Grand Cherokee im Jahre 1992. Den seit 2016 neu aufgelegten Grand Cherokee Summit und seinen 3.0 Liter V6 MultiJet Diesel konnten wir 14 Tage lang auf seine Gelände- und Premiumtauglichkeit testen. Seinen Einstieg findet der Jeep dabei gleich bei gehobenen 72.900 Euro.

Testbericht: Jeep Grand Cherokee 3.0 V6

Luxuswohnzimmer auf vier Rädern
Großes SUV – Große Einsatzbandbreite.

Im Regelfall möchte man die Geländefähigkeit des Grand Cherokee nicht ausprobieren, denn wer möchte einen solches Fahrzeug in den Dreck fahren. Beim Luxus Jeep können wir jedoch eine Ausnahme machen. Wir staunen nicht schlecht, als er auch schwereres Gelände mit Leichtigkeit durchquert. Das Shoppen in der Stadt nimmt er zwar in Kauf, aber Rangieren wird zur Aufgabe bei den Abmessungen. Auffällig wirkt immer wieder sein Auftreten, das wir nur mit massiv beschreiben können. Dazu gehört der markentypische, etwas tiefer sitzende  Kühlergrill mit insgesamt sieben Lüftungsöffnungen. Die Heckgestaltung mutet zudem sehr maskulin und robust an.

Dieses SUV kann sich überall zeigen.

Interieur oder doch Wohnzimmer ?

Im Innenraum werden edle Materialien genutzt, die sehr gut verarbeitet sind. Die von uns getestete Ausstattungsvariante „Summit“ hat von vorn herein eine lange Liste von Features, die serienmäßig geliefert werden. Hierzu gehören  natürlich eine Lederausstattung und ein beheizbares Lenkrad mit Echtholz-Applikationen. Für das richtige Klima im Wagen sorgt die Zwei-Zonen Klimaautomatik. Das 8,4 Zoll Display als Schaltzentrale im Armaturenbrett bildet nicht nur die Karten der Navigation ab. Das im Trend liegende Mirror-Link repliziert die Apps unseres Smartphones und vieles mehr. Etwas auf die Ohren bekommen wir mit der Harman-Kardon Surroundanlage und ihren 19 Lautsprechern, die ganze 825 Watt liefern und uns gefühlt in einen Konzertsaal mitten in eine einer Oper versetzen. Das Platzangebot des Grand Cherokee kann man mit mehr als großzügig beschreiben. Sowohl Fahrer und Beifahrer, als auch Passagiere im Fond genießen eine exzellente Kopf- und Beinfreiheit. Ein großes Raumgefühl gibt uns das über die ganze Dachfläche ziehende Panoramaglasdach. Angenehmes Reisen programmiert. Wem es auf den Rücksitzen langweilig wird, der bedient sich der Displays in den Kopfstützen der Frontsitze. Wahlweise können hier Blue-Ray Discs oder auch Videospiele genutzt werden. Damit der Fahrer nicht gestört wird, werden Bluetooth In-Ear Kopfhörer mit geliefert. Bei stehendem Fahrzeug können Fahrer und Beifahrer auf dem Bildschirm in der Konsole mit schauen. Sein enormes Platzvolumen beweist der Grand Cherokee zudem beim Kofferraumvolumen. Voll bestuhlt haben im Kofferraum noch 782 Liter Platz. Bei umgeklappten Rücksitzbänken kommen immerhin 1.552 Liter zum Tragen. Komfortausstattungen wie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandsregelung, ein Parkassistent für Längs- und Querparken, eine Rückfahrkamera und ein Fahrwerk mit Luftfederung sind im Serienpaket inbegriffen.

Das sind die Ausmaße eines Wohnzimmers auf Rädern.

Spurtstarker Koloss

Das rund 2,5 Tonnen schwere SUV mit seinen 184 kW (250 PS) wird in stattlichen 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h katapultiert. Eine respektable Leistung für den Grand Cherokee, der sehr wuchtig wirkt. Ausgestattet mit seinem Acht-Stufen-Automatikgetriebe, das merklich ohne Schaltlöcher auskommt, bringt er seine mehr als ausreichende 570 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen gut auf die Straße. Beim Verbrauch punktet der amerikanische Italiener : Beim entspannten „Cruisen“ kamen wir im Testzeitraum nicht über 10 Liter pro 100 Kilometer hinaus.

Die Sicherheit fährt in dem Riesen auch mit. Für ein Fahrzeug in dieser Preiskategorie ist eine Alarmanlage Pflicht, die der Grand Cherokee gern erfüllt. Vor einem möglichen Auffahrunfall warnt das „Forward Collision Warning System“ mit einem nicht zu überhörenden akustischen Signal. Diese Situation könnte einen ungeübten Fahrer jedoch sehr schnell überfordern. Der in der Features Liste nicht fehlende Spurhalteassistent ist für längeres Reisen auf Autobahnen praktisch und erleichtert das Fahren ungemein. Das Anfahren an Steigungen wird durch eine Berganfahrhilfe erleichtert. Beim Abfahren unterstützt der große Italiener mit einem weiteren Assistenzsystem.

Mit seinem 3.0 V& Turbodiesel immer an erster Linie.

Fazit: Alles in allem trifft der Grand Cherokee das Wort „SUV“ punktgenau. Die Kombination zwischen komfortablem Familienfahrzeug mit großzügigem Raumangebot und Fahrzeug mit angemessener Fahrdynamik ist in allen Lagen geglückt. Eine praxisgerechte Variabilität ist jederzeit gegeben. So machen sowohl das Reisen mit Familie und Gepäck als auch die Nutzung bis hin in schweres Gelände mit dem Land Cruiser Spaß und lassen nichts vermissen.

Motor und Getriebe

Jeep

Grand Cherokee 3.0 V6 MultiJet Summit 

Motor Diesel
Hubraum 2.987 ccm³
Leistung 250 PS @ 3.600 U/min
Kraft 570 Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Acht-Stufen-Automatikgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.875, 1.943, 1.802   mm
Radstand 2.915 mm
Leergewicht 2.522 kg
Wendekreis 11,6 m
Höchstgeschwindigkeit 202 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8,2 sec
Normverbrauch 7.0 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 8.2 l / 100 km
Öko-Experte 7.3 l / 100 km
Außendienst-Modus 8.9 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Jan-Niklas Eickhoff – Beitragsbild: Jan-Niklas Eickhoff

Erste Fahrt: Modelljahr 2017 Jeep Grand Cherokee

Bereits seit 1993 bietet die Marke Jeep® den Grand Cherokee bzw Grand Wagoneer als Geländewagen in der oberen Mittelklasse im Luxussegment an. 25 Jahre auf dem Markt, startet FCA Anfang diesen Jahres nochmals durch mit der überarbeiteten 4. Generation des Grand Cherokee. Ein neues Design im Frontbereich, ein neues Modell (Trailhawk) mit optimierter Geländeausstattung und neue Fahrerassistenzsysteme sollen mehr Kunden in die Autohäuser locken. Seit Oktober 2014 ist die Traditionsmarke nunmehr in jedem Segment vertreten: vom neuen kleinen Renegade über den kompakten Compass, den Cherokee, den Grand Cherokee bis hin zum Wrangler. Damit baut Jeep® sein Image als wachstumsstärkste Automarke in Deutschland kontinuierlich und konsequent aus. Ab sofort bestellbar ist der Grand Cherokee zum Basispreis von 49.900 Euro. 

Der Jeep® Grand Cherokee im ersten Off-Road Fahrbericht

Offroad-Experte im Pelzmantel

Seit seiner Markteinführung überzeugt der Geländewagen mit seiner äußeren recht massiven  Erscheinung. Seine Designer gaben ihm dafür nach seiner Markteinführung 2013 für das Modelljahr 2017 eine aufgefrischte Vorderansicht an die Hand. Dazu gehören die typischen sieben Kühlerluftschlitze über dem nach oben gezogenen Stoßfänger. Die daran folgenden LED-Scheinwerfer wirken aggressiv und unterstreichen damit den breiten Stand des Fahrzeuges. Das selbstbewußte Auftreten zieht sich über die Flanken bis ans Heck, wo nun alle Fahrzeuge des Modelljahres 2017 mit einer Auspuff-Doppel-Endrohr-Anlage ausgestattet sind. Zur heutigen Vorstellung möchte FCA JEEP® sowohl auf die Fahreigenschaften mit seinen unterschiedlichen Fahrprofilen als auch seine komfortable Performance auf öffentlichen Straßen aufmerksam machen. Wer nicht unbedingt permanent ins Gelände muss, ist mit dem Vierradantrieb „Quadra-Drive® II“ bestens bedient. In der von uns getesteten Modellvariante „Summit“ arbeitete ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial (ELSD), das allen vier Rädern die bestmögliche Traktion zur Verfügung stellt. Sein zentrales Verteilergetriebe mit dem elektronisch gesteuerten Kupplungspaket sorgt für eine aktive Steuerung der Kraftverteilung. Diese sieht im Optimalfall eine Drehmomentverteilung mit einem Verhältnis von 48:52 zwischen Vorder- und Hinterachse vor. Bei unseren Fahrten steuerte deshalb unser Testfahrzeug mit einer souveränen Ruhe durch die kurvige Landschaft des Vordertaunus. Zurück von den Fahrten auf öffentlichen Straßen wartete der Grand Cherokee 3.6 Liter V6 Pentastar „Trailhawk“ auf uns, um uns seine Eigenschaften im schweren Gelände zu demonstrieren. Angetrieben vom Vierradantrieb „Quadra Trac® II“ durchquerten wir einen von FCA abgesteckten Parcours, der uns und dem Fahrzeug einiges abverlangte. Das elektronisch geregelte, permanente Vierradantriebssystem sorgt mit zweistufigem Verteilergetriebe und Traktionskontrolle mit Bremseneingriff (Brake Traction Control System) für ideale Off-Road Performance. Das System nutzt hierfür einige Sensoren, um Radschlupf so früh wie möglich zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Vereiste und verschneite Hügel und Mulden sowie das Durchfahren von verschneitem Dickicht waren zumindest für das Fahrzeug keine Herausforderung.

Schweres Terrain ist sein Zuhause.

Absolut familientauglich

Beim Testen auf öffentlichen Straßen fuhren wir ausgiebig den Grand Cherokee 3.0 V6 MultiJet II. Der Geländewagen ist serienmäßig und ausschließlich mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe kombiniert. Das optional erhältliche CommandView® Panorama-Glasdach, ab den Ausstattungslinien „Limited“ und „Trailhawk“ für 1.690 Euro erhältlich (ab der Variante „Overland“ serienmäßig), lässt den Grand Cherokee nochmals größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlgefühl. Es bietet nicht nur dem Fahrer- und Beifahrer, sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat FCA Jeep® nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte von  782 Liter, bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.554 Liter.

Innenraum mit Luxusambiente.

Souveräne Großraum-Aggregate

Das Angebot bei den Motorisierungen ist recht übersichtlich. So bietet Jeep® seinen Kunden außer einem Diesel drei Benziner mit jeweils einer Leistungsstufe. Es performen im Benzinbereich ein 3.6 V6 Pentastar mit 213 kW (290 PS), ein 5.7 V8 HEMI mit 259 kW (352 PS) und ein 6.4 V8 HEMI mit 344 kW (468 PS). Der größte Benziner ist als „SRT“ ausschließlich sportlich unterwegs. Alle Benziner sind durchweg mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet. Der Dieselmotor ist ein 3.0 Liter V6 MultiJet II in den Leistungsstufen 140 kW (190 PS) und 184 kW (250 PS), der, beim stärkeren von beiden, ein Drehmoment von 570 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen liefert. Auch hier unterstützt ausschließlich ein Acht-Stufen-Automatikgetriebe den Antrieb des Fahrzeuges.

Leistung trifft Drehmoment.

Ausstattungsvarianten bieten ordentlich Serienausstattung

Mit den sechs Ausstattungslinien „Laredo“, „Limited“, „Trailhawk“, „Overland“, „Summit“ und „SRT“ gibt uns der Autobauer aus Italien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Laredo“ umfasst eine 2 Zonen-Klimaautomatik, Berganfahr- und Bergabfahrassistenten, LED-Tagfahrlicht (im Scheinwerfer integriert), uconnect® Mediacenter mit 5-Zoll-Touchscreen mit digitalem Radio und Bluetooth® Freisprecheinrichtung, Regensensor sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage und 18-Zoll Leichtmetallräder. Die nachstehenden Sicherheitssysteme sind sowohl optional als auch serienmäßig erhältlich: Anhängerstabilitätsprogramm, Auffahrwarnsystem (Forward Collision Warning & Crash Mitigation), Notbremsbereitschaft, Smart Beam Fernlichtassistent, Spurhalteassistent (LaneSense) und Totwinkel-Assistent.

Geländewagen mit langer Ausstattungsliste.

Fazit: Mit dem Grand Cherokee führt der FCA Konzern eine lange Tradition der Luxus Geländewagen als Technologieträger fort. Dabei besticht das Fahrzeug mit einer Kombination eines komfortablen SUV mit großzügigem Raumangebot und hoher Fahrdynamik in allen Lagen.

Massiv und selbstbewußt.

Der Grand Cherokee besitzt Kult-Charakter seit nunmehr 25 Jahren und wird ihn auch so schnell nicht abgeben. Er ist und bleibt für Liebhaber der Geländefahrten, die auf Luxus nicht verzichten möchten, die erste Wahl beim Neukauf.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Titelbild Hersteller

Jeep Grand Cherokee – Von Matsch bis Metropole

Vor 25 Jahren debütierte der Jeep Grand Cherokee. Die aktuelle Generation ist seit 2011 am Start und erhält – bevor Ende 2018 die fünfte auf den Markt kommt – ein Facelift. Neben den üblichen Designkorrekturen gibt es nun ein aufgefrischtes Infotainmentsystem, moderne Fahrerassistenzsysteme sowie die auf Offroad-Fahrten spezialisierte Ausstattungslinie Trailhawk. Ende Februar stehen die überarbeiten Modelle beim Händler. In Verbindung mit dem 140 kW/190 PS starken V6-Einstiegsdiesel kostet das große SUV mindestens 49.900 Euro. Die neue Offroad-Variante gibt es in Kombination dem 3,0-Liter-V6-Selbstzünder in der Ausbaustufe mit 184 kW/250 PS ab 64.400 Euro.

Neu ist die Ausstattung Trailhawk, die sich durch eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube und mattgraue Akzente auszeichnet

Bei der optischen Auffrischung greifen die Jeep-Designer auf bewährte Maßnahmen zurück. So wurde die Front leicht modifiziert. Die markentypischen sieben Kühlluftschlitze sind nun etwas niedriger ausgeführt. Ebenfalls verändert wurde der untere Teil des vorderen Stoßfängers. Alle Modelle fahren zudem mit einem Auspuff-Doppelendrohr vor. Außerdem gibt es nun neue Leichtmetallräder. Die Topversion SRT, die mit einem 344 kW/468 PS starken V8 auftrumpft und mindestens 87.900 Euro kostet, unterscheidet sich von den anderen Varianten durch ihre schwarzen, extrem niedrigen Kühlluftschlitze und den auffälligen Lufteinlass im unteren Bereich des Stoßfängers. Die zwei Top-Niveaus Summit und SRT verfügen nun über Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion.

Die Topversion SRT, die mit einem 344 kW/468 PS starken V8 auftrumpft und mindestens 87.900 Euro kostet, unterscheidet sich von den anderen Varianten durch ihre schwarzen, extrem niedrigen Kühlluftschlitze und den auffälligen Lufteinlass im unteren Bereich des Stoßfängers

Neben den Äußerlichkeiten wurde auch bei den Fahrerassistenzsystemen nachgerüstet. Da die überarbeiten Modellen nun mit einer neuen, vollelektrischen Servolenkung ausgestattet wurden, ist jetzt ein automatischer Park- und ein aktiver Spurthalteassistent mit Lenkeingriff erhältlich. Die Rückfahrkamera lässt sich jetzt am Touchscreen aktivieren, ohne dass der Rückwärtsgang eingelegt wurde, um das Geschehen am Heck einfacher kontrollieren zu können.

Alle Modelle fahren zudem mit einem Auspuff-Doppelendrohr vor. Außerdem gibt es nun neue Leichtmetallräder

Die Ausstattungslinie Trailhawk ergänzt nur die Niveaus Laredo, Limited, Overland, Summit und SRT. Sie unterscheidet sich von den anderen Varianten durch eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube, mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse sowie den charakteristischen Trailhawk-Schriftzug am Heck. Zur Serienausstattung gehören 18-Zoll-Reifen mit Kevlar-verstärkten Seitenwänden, ein Unterfahrschutz, Luftfederung mit fünf Einstellstufen und bis 28 Zentimeter Bodenfreiheit sowie ein Bergauf- und Bergab-Fahrassistent. Neben dem 250 PS-Diesel steht ein 3,6-Liter V6-Benziner mit 213 kW/290 PS (ab 62.400Euro) zur Wahl. Beide Triebwerke sind an ein Achtstufen-Automatikgetriebe mit Geländereduktion gekoppelt.

Jeep hat die markentypischen sieben Kühlluftschlitze etwas niedriger ausgeführt als bisher

Beim Thema Infotainment legt Jeep ebenfalls etwas nach. Fahrer können nun ihr eigenes Smartphone samt Internetanbindung unter anderem für Internetradio, Twitter, Navigation oder SMS-Vorlesefunktion nutzen sowie auf Apps zurückgreifen. (Elfriede Munsch/SP-X)

News: Jeep Grand Cherokee SRT – Viel PS für wenig Aufpreis

Die Münchner US-Autospezialisten von Geiger Cars haben sich den mit 344 kW/468 PS ohnehin schon nicht schwächlichen Grand Cherokee SRT vorgenommen. Das Tuning bringt den 6,4-Liter-Hemi-V8 auf eine brachiale Leistung von 525 kW/718 PS (776 Nm Drehmoment). In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell.

In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell
In Sportwagen würdigen 3,9 Sekunden schnellt der Geländewagen so aus dem Stand auf 100 km/h, rennt maximal 295 km/h schnell

Die Münchner installieren einen 2,9-Liter-Kompressor auf den V8, er sorgt in Kombination mit einem Ladeluftkühler und einer Motorbearbeitung inklusive Kolbenaustausch sowie einer Softwareabstimmung für die gesteigerte Leistung. Für den so verbesserten Grand Cherokee verlangt der Importeur 90.800 Euro, das sind 6.900 Euro mehr als der Geländewagen in der Standard-Ausführung laut Jeep-Preisliste kostet – obwohl das Tuning eigentlich mit knapp 24.000 Euro zu Buche schlägt. Weil Geiger Cars besonders große Stückzahlen des 468-PS-Topmodells bestellt hat, bietet der Importeur laut eigener Aussage den Grand Cherokee SRT (Europa-Modell) ohne Tuning für 66.900 Euro an.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Photos

Bildergalerie: FCA Jeep Modellpalette 2015 – On-und Offroad

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann/Copyright: HundeReisenMehr Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: FCA Jeep – die Nummer eins der SUV- und Geländefahrzeugbauer

Auch 2015 stellt sich die Nummer eins der SUV- und Geländefahrzeugbauer dem harten deutschen Markt

Die Marke Jeep – weltweit bekannt – steht für den Begriff SUV und Geländewagen. Mit dem ersten leichten Geländewagen seit 1941 ist Jeep mittlerweile zur größten exklusiven SUV und Geländewagen- Marke der Welt geworden. 2014 hat man dort die 1- Millionen- Marke überschritten. In Deutschland ist Jeep seit dem letzten Jahr eine der wachstumsstärksten Automarken und baut seine Modellpalette konsequent aus. Seit Oktober 2014 ist die Traditionsmarke nun in jedem Segment vertreten: vom neuen kleinen Renegade über den kompakten Compass, den Cherokee, den Grand Cherokee bis hin zum Wrangler.

Geländewagen von 1941
Geländewagen von 1941.

Alle Modelle konnten wir jetzt sowohl auf der Straße als auch im Gelände testen. Onroad überzeugen sie mit einer sehr souveränen Straßenlage sowohl beim Geradeauslauf als auch in den Kurven. Die Sitze geben dabei einen sicheren Halt. Über die Geländetauglichkeit lässt sich bei keinem der Fahrzeuge streiten. Ob tiefe Gräben oder Baumstämme, nichts stellt auch nur den Ansatz einer unüberwindbaren Herausforderung dar. So staunten wir nicht schlecht, als wir mit dem Grand Cherokee bergab plötzlich mit einem Rad in der Luft hingen, er aber unbeirrbar seinen Weg fortsetzte.

Mit dem Renegade möchte Jeep neue Kundengruppen erschließen. Mit seinem frischen neuen Styling, mit dem er kraftvoll auf der Straße steht wie sein großer Bruder Wrangler, soll er im B-Segment Fuß fassen, Auch ihn kennzeichnen klassische Jeep-Merkmale wie große Böschungs- und Rampenwinkel, die typischen trapezförmigen Radhäusern und runde Scheinwerfern. Eindeutig zu identifizieren als  leistungsfähiges Offroad-Fahrzeug. Das so genannte small  SUV geht mit drei Benzin- sowie drei Dieselaggregaten und drei Antriebskonzepten an den Start.

Startmodell der Jeep Range - Jeep Renegade
Das Startmodell – der Jeep Renegade.

Dem Renegade folgt das Compact SUV Compass. Mit seinem Design und seiner Ausstattung ähnelt er bereits dem zwei Klassen höheren Grand Cherokee. Die Front mit den rechteckigen Scheinwerfern und dem Grill mit Chromverzierung um die traditionellen sieben Lüftungsschlitze verleiht dem Compass einen recht erwachsenen Charakter. Unübersehbar verkörpert die Erhebung auf der Motorhaube Kraft, die die Qualitäten des Compass unter allen Fahrbedingungen betont zum Ausdruck bringt.

Mittelklasse SUV - Jeep Cherokee
Mittelklasse SUV – Jeep Cherokee.

Mit der Einführung des ersten Cherokee im Jahr 1984 stellte Jeep vor drei Jahrzehnten das Segment der Mittelklasse-SUVs vor, in dem bald eine ganze Reihe von Mitbewerbern folgten. Ein wesentliches Merkmal des Cherokee war seine vollkommen neue selbsttragende Karosserie, die dem Fahrzeug zu einem für Geländewagen besonders niedrigen Gewicht und damit zu reduziertem Verbrauch verhalf.

Neue Maßstäbe setzen - Mittelklasse SUV - Jeep Cherokee
Neue Maßstäbe setzen – der Mittelklasse SUV  Jeep Cherokee

Die aktuelle Generation des Cherokee setzt erneut Maßstäbe mit athletischem Design, dem ersten Neungang-Automatikgetriebe im Segment, verbesserter Straßendynamik, den bekannten 4×4-Eigenschaften, hochwertigem Interieur, innovativen Technologien und Komfort sowie „Fünf Sterne“-Sicherheit- und Schutzeinrichtungen, mit denen das Fahrzeug die Höchstwertung der Euro NCAP im Segment der mittleren Geländewagen erzielte.

Premium SUV - Jeep Grand Cherokee
Premium SUV – Jeep Grand Cherokee

Besondere Designmerkmale machen den Grand Cherokee zu einer echten Persönlichkeit im SUV-Premium-Segment. Äußere Erkennungszeichen sind die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten sowie die muskulöse und athletische Karosserie. Im Innenraum sorgen exklusive Materialien wie Lederausstattung sowie strukturiertes Echtholz ebenso für ein hochwertiges Ambiente wie der in der Diagonalen 8,4 Zoll messende Touchscreen des Entertainment- und Navigationssystems uconnect sowie ein TFT-Display als zentrales Instrument, dessen Anzeige der Fahrer nach seinem Wunsch programmieren kann.

Last but not least bietet Jeep seit April 2007 die Modellreihe Wrangler in Deutschland in zwei Karosserie-Versionen an: als zweitürigen Wrangler und als viertürigen Wrangler Unlimited. Mit seinen typischen Merkmalen wie Starrachsen, abnehmbaren Türen, ausgestellten Türscharnieren, einer umklappbaren Frontscheibe sowie einem modular abnehmbaren Hardtops oder innovativen Faltdächern bewahrt der Wrangler die hochgeschätzten Markenwerte. Mit verschiedenen Kombinationen von Türen und Dächern, tollen Außenfarben sowie vielen Zubehöroptionen lässt sich der Wrangler so individuell gestalten wie nie.

Jeep Wrangler - stark Geländetauglich
Jeep Wrangler – stark geländetauglich.

Fazit:

Jeep Modelle holen sich als Alltags taugliche Autos für jedes Portmonnaie ihre Bestätigung nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße.

Jeep Compass 2.2 CRD Sport/Limited, 4×4

Verkaufsstart:  2015
Basispreis:  31.300 €
Motorleistung:  120 (163 PS)
Antrieb und Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung:  10.6 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.6 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  201 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.465, 1.812, 1.718, 2.635 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Detroit 2013: Jeep Grand Cherokee

Die größte Nachricht für den Jeep Grand Cherokee in den USA? Es gibt wieder einen Diesel im Angebot. Was bei uns eher gewöhnlich ist, ist für den durchschnittlichen SUV-Käufer in den USA völlig ungewöhnlich. Dort gehören Dieselmotoren in die echten Trucks, die Road-Trains und nicht in Personenkraftwagen, egal in welcher Größe. Aber neben optischen Retuschen, gibt es nun auch den Dreiliter V6 Diesel mit 247 PS auf dem US-Markt. Neben den 570 Nm des dicken Diesels, darf man sich auch über die Verbindung von Diesel und Achtgang-Automatik (ZF) freuen.

An der Front strahlen neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten mit der großen Chromspange in der Stoßstange um die Wette und am Heck wurden ebenso LED-Rückleuchten verbaut.

Aufgefrischt auch das Infotainment-System und die Auswahl an Leder-Ausstattungen.

So gerüstet macht sich der große Häuptling für seine zweite Amtszeit bereit…
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Jeep Grand Cherokee und die Wahrheit über den Elchtest

Bereits vor 3 Wochen machte eine Meldung eines schwedischen Automobil-Magazins die Runde, wonach der Jeep Grand Cherokee ein Problem im Elchtest hat.  Ich hatte  zu diesem Zeitpunkt einen Grand Cherokee als Testwagen gehabt, aber leider nicht die Möglichkeiten einen Elchtest unter VDA-Bedingungen zu fahren – geschweige denn, den Platz und die finanziellen Mittel, einen solchen Test zu realisieren.

Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich den Grand Cherokee auch durchaus flott und sportlich bewegt und dabei keine Ansätze für ein „aufschaukeln“ festgestellt – das wiederum ist natürlich völlig ohne Relevanz 🙂 – das sind reine subjektive Messmethoden und taugen nicht wirklich um eine fundierte Meinung zum Elchtest der schwedischen Zeitung „Teknikens Värld“ zu bilden.

Die „auto, motor und sport“ hatte bereits am 25. Juli einen Artikel veröffentlicht, der mit der Headline: „Jeep Grand Cherokee besteht Elchtest“ und „Jeep kippt nicht um“ doch sehr deutlich Stellung bezieht. Die „ams“ ist in meinen Augen eine von 2 verbliebenen deutschen Automobil-Zeitschriften, denen man durchaus ein wenig „glauben“ schenken darf. Aber mich macht dieser Artikel aus anderen Gründen ein wenig stutzig.

Zum einen: Diese extreme zeitliche Nähe zum „Umfaller-Artikel“ der Teknikens Värld. Dieser wurde am 9. Juli veröffentlicht und bereits am 25. Juli hatte die „ams“ einen neuen Test gefahren und diesen auch veröffentlicht. Nun – das klingt nach extremen Zeitdruck – für ein Print-Magazin. Aber, es könnte ja sein.

Stutzig machen mich jedoch  2 Formulierungen im „ams“-Artikel:

 Beim Elchtest von auto motor und sport blieb das Auto sicher auf der Straße und verlor mit keinem der vier Räder den Kontakt zur Straße.

Das steht in der Einleitung des Textes, groß und fett.

Egal ob mit zwei Personen an Bord oder bis zum maximal zulässigen Gesamtgewicht ausgelastet, behielten alle vier Räder weitestgehend Bodenkontakt.

Das steht ziemlich am Ende des Berichtes. Nun. Das Superlativ von „weitgehend“ wird gerne verwendet um sich bei unsicheren Behauptungen selbst relativieren zu können. Schreibe ich zum Beispiel „weitesgehend“ dann kann mein Leser davon ausgehen, in einem von 10 Fällen war es eben doch anders.

Aber auch der Schlusssatz macht mich stutzig:

 Das untermauert die These, dass der Cherokee in Schweden überladen war.

Eine These? Was denkt sich der Autor dabei? Eine These mag Platz in „Blogs“ haben – in einem Fachmagazin des journalistischen Würdegrades einer „auto, motor und sport“ – jedoch nicht. Oder doch? Wer hat das eigentlich geschrieben?

Und das, sorgt dann endgültig für „Stirn runzeln“: Denn der Artikel wurde verfasst vom Autor mit dem Namen: auto motor und sport.  Auch eher ungewöhnlich – üblicherweise haben die Redakteure der ams  andere Namen und schreiben diese auch unter ihre Artikel.

Nun gut.  Für mich persönlich war die Zeit mit dem  Grand Cherokee Testwagen eine  sehr angenehme  und mein Eindruck vom Fahrzeug war: „Fährt sich, sicher wie eine Burg!“ – ob er nun im Elchtest kippt, oder nicht – würde mich aber schon interessieren …

 

Jeep Grand Cherokee SRT8

Die neue Generation des Jeep Grand Cherokee SRT8 erlebt auf der IAA 2011 in Frankfurt ihr Europadebüt und verbindet legendäre Fahreigenschaften mit faszinierender Motorsporttechnologie. Ein vollständig neu entwickelter 6,4 Liter-HEMI-V8-Motor mit einer Leistung von 346 kW/470 PS und einem maximalen Drehmoment von 630 Newtonmetern generiert mit einer Beschleunigung von 4,8 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde, einer Höchstgeschwindigkeit von 255 Kilometern pro Stunde und einem Bremsweg von 35 Metern (100-0 km/h) Fahrdynamikwerte der Spitzenklasse.

Dank eines aktiven, über die elektronische Selec-Trac-Vierradantriebs-Steuerung geregelten Feder-Dämpfer-Systems ist der Grand Cherokee SRT8 auch in puncto Fahreigenschaften und Handling der beste Jeep aller Zeiten. Ein aktive, ventilgesteuerte Abgasanlage ermöglicht zudem den Einsatz Kraftstoff sparender Technologien, die eine 13-prozentige Reduzierung des Autobahn-Kraftstoffverbrauchs und Reichweiten von bis zu 720 Kilometern mit einer Tankfüllung ermöglichen. Das abgesenkte Karosserieprofil, der vom Motorsport inspirierte Innenraum und das exklusive SRT-Lenkrad mit integrierten Schaltwippen unterstreichen den leistungsbetonten Auftritt des Jeep-Flaggschiffs und seine Fähigkeiten auf Straße und Rennstrecke. Erhältlich ist der Jeep Grand Cherokee SRT8 bei den europäischen Vertragshändlern im ersten Quartal 2012.