Altes Konzept, neues Fahrerlebnis – Opel Easytronic 3.0

Wir kennen es vom Smart, von alten Mercedes-Benz Sprintern und natürlich auch aus vergangenen Opel-Modellen: automatisierte Getriebe. Sie verursachen lange Schaltpausen, Ruckler bei Gangwechseln und bedingen ein Kopfnicken beim Anfahren. Doch das soll nun Geschichte sein – zumindest bei Opel, wie die Rüsselsheimer versprechen. Das automatisierte 5-Gang-Getriebe soll vieles besser machen und den Komfort einer Automatik mit dem geringen Durst einer Handschalt-Box bieten. Read more

Mit dem Opel Karl auf Norderney

Inseln sind nicht die erste Wahl für Autourlauber, schließlich muss der Wagen irgendwie übers Wasser. Wir haben die Überfahrt gewagt, und waren mit dem kleinen Opel Karl auf Norderney. Dort ist der kleine Rüsselsheimer noch nahezu unbekannt.

Reif für die Insel

Mit dem Opel Karl auf Norderney

„Was haben Sie denn da für ein Auto dabei?” – „Einen Opel Karl.” – „Opel wie?” – „Karl, wie der Name.” – „Kenn’ ich nicht.”

Nein, von unserem kiwigrünen Opel Karl hat der Mann am Ticketschalter für die Fähre von Norddeich nach Norderney noch nie gehört. Wir haben uns schließlich drauf geeinigt, ihn in die Kategorie Corsa einzuordnen. Zwar ist der Karl mit seinen 3,67 Meter Länge über 30 Zentimeter kürzer als Opels Kleinwagenklassiker, auf den Preis für die Überfahrt zur zweitgrößten ostfriesischen Insel hat das aber keine Auswirkung. Wenn aber schon der Fährmann den Karl nicht kennt, wie wird das dann erst auf der Insel? Uns beschleicht das Gefühl, mit dem Kleinstwagen doch ein wenig arg under-dressed zu sein. Herrschen hier etwa Sylter Verhältnisse, und man wird in einem Opel schief angesehen?

Spätestens auf Norderney angekommen sind uns diese Zweifel egal, und wir sind froh um jeden Zentimeter Wagen, den wir nicht dabei haben: Die Straßen und Gassen in der 6.000-Seelen-Gemeinde sind eng und verwinkelt und damit das optimale Einsatzgebiet für den Karl – und die City-Funktion. Per Tastendruck wird die elektrische Servolenkung leichtgängiger und der Opel lässt sich mühelos mit einem Finger zwischen den mondänen Kurortbauten wie dem Conversationshaus und der Badeanstalt dirigieren.

Dass das raue Seeklima – und der Zahn der Zeit – bereits am Norderneyer Asphalt genagt haben, stört den kleinen Opel nicht sonderlich. Er federt Unebenheiten ordentlich weg und bietet deutlich mehr Komfort als der Adam
Dass das raue Seeklima – und der Zahn der Zeit – bereits am Norderneyer Asphalt genagt haben, stört den kleinen Opel nicht sonderlich. Er federt Unebenheiten ordentlich weg und bietet deutlich mehr Komfort als der Adam

Aber: Braucht man auf einer gerade einmal 14 Kilometer langen Insel überhaupt ein Auto? Nein, sagt Herbert Visser, Marketingleiter der für den Tourismus auf der Insel zuständigen Staatsbad Norderney GmbH. „Sie kommen hier doch überall mit dem Fahrrad wunderbar hin.” Und er nimmt uns die letzten Zweifel, der Karl könnte unpassend sein für das Nordseebad: „Hier ist man doch Bescheiden. Wer von den Einheimischen überhaupt einen Wagen auf der Insel braucht, der nimmt was Kleines. Die große Luxus-Kutsche parkt man auf dem Festland!”. Fast scheint es also, als wäre der Opel wie gemacht für die Norderneyer, schließlich wollen die Rüsselsheimer der Oberklasse seit langem mit ihren Modellen in die Parade fahren.

Von den über 500.000 Besuchern jährlich bringen trotz zahlreicher Fahrradwege viele ihren Wagen mit. So viele, dass die Insel in den Sommermonaten sogar ein Fahrverbot im Stadtgebiet verhängt. Dann darf man – wie uns der örtliche Inselpolizist, der den Karl übrigens auch nicht kannte, erläutert – nur noch seine sieben Sachen zum und vom Hotel transportieren und muss dann auf einem der Großparkplätze in der Nähe des Hafens parken. Allein, als rollender Koffer macht sich der Opel Karl aber ausgeprochen gut: Bei voller Bestuhlung gehen zwar nur 204 Liter in den Gepäckraum, doch anders als bei seinem dreitürigen Bruder Adam, der mehr auf Chic als auf Nutzwert ausgerichtet ist, bietet sich die Rückbank des Fünftürers als formidable Ablage an. Und klappt man die drei Sitze im Fond weg, stehen bis zu 1.013 Liter Stauraum bereit. Da geht ordentlich was rein, nur ist der Umbau etwas altmodisch-umständlich: Sitzflächen nach vorne klappen, Kopfstützen abmontieren und dann erst lässt sich die Lehne flachlegen.

Die Straßen und Gassen in der 6.000-Seelen-Gemeinde sind eng und verwinkelt und damit das optimale Einsatzgebiet für den Karl
Die Straßen und Gassen in der 6.000-Seelen-Gemeinde sind eng und verwinkelt und damit das optimale Einsatzgebiet für den Karl

Wer die Vorzüge des Fahrradfahrens an der frischen Nordseeluft ausschlägt und wie wir den Osten der Insel mit dem Auto erkunden will, hat jenseits des Ortsschildes immerhin knapp 8 Kilometer Straße vor sich, auf der man, zumindest Ende November, weitgehend allein unterwegs ist. Vorbei an Leuchtturm, Flughafen und FKK-Strand bringt uns der Karl gemütlich ungefähr zur Mitte der Insel, wo die Straße in einem Parkplatz endet. Danach kommen nur noch Dünen, die höchstens noch mit einem Land Rover Defender, ganz sicher aber nicht mit dem kleinen Opel befahrbar wären.

Auf den wenigen Überlandkilometern darf der Karl zeigen, was in ihm steckt: Sein 999 Kubikzentimeter großer Dreizylinder knurrt bauartüblich kernig vor sich hin, hängt aber gut am Gas und die 55 kW/75 PS, die das freiatmende Triebwerk entwickelt, reichen locker, um den leer nicht einmal eine Tonne schweren Opel zu bewegen. Durchzug ist den nur 95 Newtonmeter Drehmoment, die bei 4.500 Touren anliegen, aber ein Fremdwort; das haben wir schon am Festland auf der Fahrt zur Fähre gemerkt. Überholmanöver auf der Autobahn sollten gut geplant werden und der Griff zum Schalthebel gehört zur Pflichtübung. Während für die flotte Fahrt häufig runtergeschaltet werden muss, mahnt die Gangwechselanzeige dazu, zügig bis zum fünften hochzuschalten; ihr ist schließlich das Spritsparen wichtig. Doch an die 3,9 Liter, die Opel angibt, kamen wir beim besten Willen nicht ran. Rund sechs Liter hat unser Karl auf der Inseltour im Schnitt konsumiert.

Dass das raue Seeklima – und der Zahn der Zeit – bereits am Norderneyer Asphalt genagt haben, stört den kleinen Opel nicht sonderlich. Er federt Unebenheiten ordentlich weg und bietet deutlich mehr Komfort als der Adam. Das machen übrigens auch die Sessel, wie wir bei unserer langen Anreise aus dem tiefen Süden der Republik erfahren durften. Und mit für einen Kleinstwagen unüblichen Komfortextras wie Sitz- und sogar Lenkradheizung kann übrigens auch der Fahrer problemlos den Widrigkeiten des Nordseeklimas trotzen und sich nach ausgedehnten Strandspaziergängen wunderbar aufwärmen. Dazu noch der glasklare Klang des Digitalradios, schon stellt sich die Entspannung, auf deren Suche wir uns auf die Insel begeben haben, von ganz alleine ein. Und dank des Einstiegspreises von 9.500 Euro bleibt noch Budget für ein paar Extra-Tage Urlaub übrig.

 

 

 

 


Autor: Michael Gebhardt/SP-X

Der neue kleine Opel Karl auf großer Eroberungsfahrt !

Am letzten Wochenende (20. Juni) feierte der neue kleine Opel Karl seine Premiere bei den deutschen Opel – Händlern. Laut den Opel -Marketingstrategen soll er mit seinem großen Raumangebot und Variabilität Kundenherzen erobern. Wir schauen, ob das Konzept aufgeht und können den Karl bereits vorab fahren.

Und wo geht man für gewöhnlich auf große oder auf Kaperfahrt? Richtig, das macht man am besten in der Stadt mit der „Großen Freiheit“ und den Sehnsuchtswünschen, in Hamburg.

Passend zum knuffigen Designauftritt, dem typischen „Opel-Lächeln“ mit der zu beiden Seiten hochgezogenen Kühlergrillspange, steht der Karl in fröhlichen bunten Farben zur Testfahrt bereit. Käufer haben die Wahl zwischen zehn unterschiedlichen Karosseriefarben, von „Nacht Violett“ bis zum fruchtigen „Kiwi Grün“. Wir entscheiden uns für das seit Jahren, um nicht zu sagen, seit Generationen bekannte „magmarot“ und die beste Ausstattungsvariante namens „Exklusiv“. Daneben werden noch Edition und Selection als Einstiegsvariante angeboten.

Was uns direkt bei der ersten Sitzprobe auffällt, ist die für ein Auto der 10.000 Euro Klasse sehr gute Haptik der verbauten Materialien. Natürlich ist es alles Plastik, aber es gibt Plastik, was an die 80er Jahre Japan-Fahrzeuge erinnert und heute, zumindest schaut es optisch danach aus, immer noch verbaut wird und es gibt das im neuen Opel Karl. Speziell das Lenkrad sei hierbei explizit erwähnt. Ein richtiges, dickes, ergonomisch gut in der Hand liegendes Lenkrad. Das haben wir selbst in weitaus teureren Fahrzeugen, ok, das ist nicht schwer, der Karl startet bereist ab 9.500 Euro, schon bedeutend schlechter erlebt. Und letztendlich ist es doch das Lenkrad, was die Verbindung Mensch zu Fahrzeug herstellt.

Verbindung herstellen und Vernetzung ist auch im kleinsten Opel ein großes Thema. Noch in diesem Herbst werden für den Kleinstwagen das neue IntelliLink-Infotainment-System sowie der persönliche Online- und Service-Assistent Opel OnStar bestellbar sein. Damit soll der Opel Karl das bestvernetzte und nutzerfreundlichste Fahrzeug in dieser Klasse sein. Das OnStar System beinhaltet eine automatisierte Verbindung im Falle eines Unfalls zu einem ausgebildeten Notfallassistenten. Sicherlich ein Kaufargument, wenn der Karl von älteren Mitmenschen erworben wird, die einfach mobil bleiben möchten oder von Fahranfängern, die den Karl von ihren Eltern zum Abi finanziert bekommen.

Außerdem wird der Karl dank Opel OnStar zum leistungsstarken 4G/LTE WLAN-Hotspot. Bis zu sieben mobile Endgeräte lassen sich an das System koppeln.

In der von uns gefahrenen „Exklusiv“-Ausstattung ist das Radio R300 BT mit Freisprecheinrichtung bereits Serie. Ab Herbst 2015 ist dann via IntelliLink-Infotainment-System auch Android Auto und Apple Car Play möglich. So können während der Fahrt Smartphone Funktionen wie Navigation, sprachgesteuerte Textnachrichten, Kontakte oder Unterhaltungs-Apps für Musik oder News besonders sicher genutzt werden.

 

„Der brandneue Opel KARL hat eine klare Mission. Er stellt ab sofort den Einstieg in die automobile Welt von Opel dar“, sagt Jürgen Keller, Vertriebschef Opel Deutschland. „Er wird die Kunden durch seinen äußerst attraktiven Preis von 9.500 Euro und seine Funktionalität überzeugen“.

Die Funktionalität drückt sich im Innenraum durch eine umlegbare Rücksitzbank aus. Und selbst in dieser preisgünstigen Fahrzeugklasse ist sie zu 1/3 und 2/3 teilbar und erweitert den Laderaum des 3,68 Meter kurzen Karl auf bis zu 1.013 Liter. In der Stadt spielt er seine Kürze natürlich auch perfekt aus. So huschen wir in Hamburg auf unserem Weg zum Hafen zwischen den großen Fahrzeugen hin und her und auf der Suche nach einem kurzfristigen schönen Fotostopp fällt auch ein U-Turn dank eines kleinen Wendekreises sehr leicht. Perfekt für die Stadt.

Auf der Stadtautobahn geht dem kleinen Einliter-Vollaluminium-Motor mit 75 PS über 130 km/h dann aber die Puste aus. Bis dahin ist der Karl im Innenraum überraschend leise, kein Dreizylinderrasseln, was zum einen am guten Motor liegt, aber auch an einer überdurchschnittlichen Geräuschdämmung in dieser Fahrzeugklasse. Über die 130 km/h ist er aber so anstrengend wie jeder Kleinstwagen.

Auch sonst eher in teuren Premiumlimousinen verfügbar, sind teils optionale Ausstattungsdetails wie ein Berg-Anfahr-Assistent, Spurassistent, Abbiegelicht und sechs Airbags an Bord. Selbst ein beheizbares Lenkrad ist lieferbar, vor Jahren noch ein Novum in der Luxusklasse. Damit bleibt der Karl natürlich nicht unter der magischen 10.000 Euro Grenze, aber selbst die von uns gefahrene Exklusiv-Ausführung für 12.900 Euro ist noch ein günstiger Einstieg in die Opel Welt, mit ausreichender Ausstattung. So kann man den neuen kleinen Opel Karl getrost auf Kaperfahrt in feindliche Gewässer eines Ford Ka oder auch Hyundai i10 schicken.

Und wer auch den Duft der großen weiten Welt schnuppern möchte, der kauft sich den Opel Karl oder nimmt an unserem Gewinnspiel von 10 Karl Lagerfeld Düften teil.

Hier geht es zum Gewinnspiel

 

 

Text: Bernd Schweickard, © Foto; Opel (), Bernd Schweickard

Premiere: Der neue Opel Karl

Sitzprobe im kleinen Rüsselsheimer

Opel Karl startet bei 9.500 €

Es geht wieder richtig rund in Rüsselsheim. Seitdem sich die Schwestermarke Chevrolet vom Markt zurückgezogen hat und die Konzernmutter GM verstanden hat, was Opel braucht – nämlich einen eigenen Weg – gibt man bei den Hessen nun wieder Gas.

Opel Karl – Der Mini-Van aus Fernost

Die Wurzeln des neuen Opel Karl liegen in Fernost, in Taiwan. Und eigentlich hätte der kleine Karl auch als Koreaner auf die Welt kommen können. Aber nun grinst der Chrom-Blitz im freundlichen Kühlergrill und der Karl füllt das Kleinwagen-Segment von Opel mit drei Kernstärken auf: „Sparsam, sicher und stark“. Und dazu auf 3.68 Metern genug Platz für fünf Insassen.

Opel Karl 22 Premiere

Sitzprobe im Opel Karl

Bequem genug  für diese Fahrzeugklasse. Will man sagen. Ein optisch gelungener Innenraum und selbst im Kofferraum bleibt noch Platz für den Einkauf am Wochenende. Das Dreispeichen-Lenkrad mit der Fernbedienung für Freisprech-Einrichtung und Tempomat liegt gut in der Hand. Das große Display des optional erhältlichen Multimediasystems wurde weit oben integriert. Darunter rangiert die Bedienung der Klimaanlage. Das Interieur wirkt bei der ersten Sitzprobe ordentlich durchdacht. Die Kopffreiheit ist natürlich bestens, was bei einem solchen Hochdach-Kompakten aber nicht weiter verwundern dürfte. Selbst der Einstieg in Reihe zwei ist auch für Erwachsene gut möglich. Dafür könnten die hinteren Türen jedoch noch ein wenig weiter öffnen – andere Mitbewerber können das!

Sparsam – Der neue Karl

Sparsam soll er sein, der neue 1.0 Liter Ecotec-Dreizylinder. Gespart hat Opel beim 75 PS-Triebwerk allerdings auch an einer Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung. Egal – das Voll-Aluminium-Motörchen soll die 75 PS dennoch mit nur 4.3 Liter auf 100 Kilogramm produzieren. Damit landet der „kleine“ Karl bei kleinen 99 Gramm CO2 je Kilometer.

Sicher, preiswert – der neue Karl

Mit 9.500 € haben die Rüsselsheimer dem kleinen Karl einen attraktiven Preis angeheftet. Der Karl spricht natürlich weder die Kunden mit OPC-Gelüsten an, noch drängt es ihn zu höheren SUV-Weihen. Der Karl ist ein vernünftiges Auto geworden. Übersichtlich in der Größe. Dank dem hohen Dach dennoch mit genug Kopffreiheit und auch wenn Opel derzeit nur einen Motor anbietet: mit 75 PS kommt jeder zurecht. Und vermutlich braucht man im Alltag auch gar nicht mehr Leistung.

Opel Karl 37 Premiere

Schaut man sich die Preisliste des Opel Karl an, so fällt auf: Bereits in der Selection-Ausstattung besitzt der Karl alles , was man so für den Alltag als „Rutschkiste“ braucht. Darüber rangieren die Varianten „Edition“ und „Exclusiv“. Wer zum 12.900 € teuren Exclusiv greift, der bekommt schon fast die Optik des Fahrzeuges aus diesem Artikel. Schwarze B-Säulen, tief getönte Scheiben in Reihe 2 und schnittige 16″-Leichtmetallräder mit 195/45-16 Bereifung gibt es dann im Style-Paket.

Der Basispreis von 9.500 € wurde aber auch dadurch realisiert, dass dem Opel Karl in der „Selection“-Ausstattung die Klimaanlage fehlt. Die muss für 850 € zusammen mit dem Infotainment-Radio gekauft werden.

Wie sich der kleine Rüsselsheimer fährt, das prüfen wir noch in einem ausführlicheren Test! 

..mehr zum neuen Karl gibt es auch auf autophorie.de