Dr. Jekyll and Mr. Hyde – Die neue Mercedes X-Klasse

Vor ein paar Stunden war es soweit: In Stockholm wurde die neue Mercedes X-Klasse gezeigt. Natürlich entspricht das, was wir aktuell noch zu sehen bekommen, nicht dem endgültigen Modell. Doch das Conceptcar ist schon sehr nah dran an der Serie, schließlich ist Ende 2017 die Marktreife geplant. Die Stuttgarter sprechen beim neuen Modell vom ersten Pickup der Firmengeschichte und wollen mit ihm eben dieses Segment umkrempeln. Das haben sie vor 20 Jahren schon einmal geschafft, als sie mit der M-Klasse die Riege der reinen Geländefahrzeuge zum Segment der SUV umfunktionierten. Werfen wir einen Blick auf die Details der neuen Mercedes X-Klasse.

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Mazda 3 Facelift – Verfeinerungen im Detail

Wie es die Autoindustrie so schön eingeführt hat, kommt es im Produktlebenszyklus eines Fahrzeugs irgendwann zu einer Modellpflege. Die BWL spricht von einem Relaunch. So geht es nun auch dem Mazda 3, der ein umfassendes Facelift zum Modelljahr 2017 erfährt. Neu ist nicht nur das Design der Frontpartie und des Hecks. Auch im Innenraum legten die Japaner Hand an und werteten die Materialien spürbar auf. Read more

SUBARU erfolgreich beim 24h-Rennen am Nürburgring

Subaru meistert die „grüne Hölle“: Trotz wechselnder Witterung hat das Motorsport-Team STI (Subaru Tecnica International) seinen Vorjahreserfolg wiederholt und einen weiteren Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gefeiert. Nach 121 Runden landete der Subaru WRX STI „NBR Challenge 2016“ mit der Startnummer 106 auf dem ersten Platz in der Turbobenziner-Klasse SP3T. Mit dem erneuten Erfolg sichert sich Subaru bereits den vierten Sieg innerhalb von sechs Jahren: Schon 2011, 2012 und 2015 konnte das Team auf der Nordschleife gewinnen.

Die 44. Auflage des Langstreckenklassikers in der Eifel war von tückischen Wetterwechseln und teils chaotischen Zuständen geprägt. Kurz nach dem Start musste das Rennen zeitweise unterbrochen werden, weil Starkregen und Hagel einzelne Streckenabschnitte unpassierbar machten und rund die Hälfte der gestarteten Fahrzeuge geborgen werden musste.

Hideki Yamauchi (Japan), Carlo van Dam (Niederlande) und die beiden deutschen Fahrer Marcel Lasée und Tim Schrick profitierten von ihrer Erfahrung. Das Fahrer-Quartett war bereits im vergangenen Jahr für Subaru gestartet und meisterte in der nochmals verbesserten Rennversion des bekannten Subaru-Sportwagens WRX STI die anspruchsvollste und gefährlichste Rennstrecke der Welt mit Bravour. Nach exakt 23 Stunden, 58 Minuten und 27,533 Sekunden überquerte ihr Fahrzeug die Ziellinie – und sicherte sich neben dem Klassensieg auch einen starken 20. Platz im Gesamtranking.

24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 28.05.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Peugeot 308 – Erste Ausfahrt

Peugeot 308 – Der Löwe mit der Beißhemmung?

Mit jeder neuen Kompaktwagen-Generation fing das Spiel von vorne an. Die Franzosen stellen den „ultimativen“ Golf-Gegner vor und nach den ersten Tests der etablierten Motor-Medien stellt sich heraus, der kompakte Peugeot der Golf-Klasse ist nicht halb so wild, wie es sich die Franzosen erhofft hatten. Bislang konnte der Wolfsburger-Primus jede Attacke des Löwen unerschrocken kontern. Damit soll nun (mal wieder) Schluss sein. Und dieses Mal ist in der Tat, alles anders.

Der 308 bleibt auch weiterhin der 308 – der Name bleibt bestehen, aber sonst ändert sich vieles.  Nachdem der Vorgänger nur 5 Jahre alt wurde, erscheint der neue 308 bei seiner Weltpremiere auf der IAA 2013 in Frankfurt so unfranzösisch wie nie zuvor.  Ein neuer Ansatz – ein neuer Löwe?

Peugeot 308 Fahrbericht Foto von vorne

Der König der Löwen?

Peugeot 308 – Ein erster Test des neuen Modells

Peugeot spricht von einem „schnörkellosen Design“, einem innovativem Cockpit und einem völlig neuen Fahrerlebnis. Was das Design angeht, so darf ich dem Hersteller uneingeschränkt recht geben. Der Peugeot 308 wirkt klar, sauber, elegant und frei von Spielereien gezeichnet. Die großen Flächen, die wenigen Linien und die kräftige Schulter könnten auch in Wolfsburg oder Ingolstadt gezeichnet worden sein. Vorbei die Zeit des Breitmaul-Frosch-Gesichtes. Der neue Peugeot 308 schaut souverän, ruhig und mit klassischer Teilung von Grill und Stoßstangenfront auf die Straße. Die Motorhaube bekam vier dezente Prägungen, in der Mitte sitzt der Löwe wenige Zentimeter über dem stolzen Peugeot-Schriftzug im verchromten Kühlergrill.

Je nach Ausstattung und optional, blinzeln die Augen in LED-Technik. Eine Tagfahrlicht-Augenbraue in LED-Technik bekommen jedoch alle Varianten, selbst wenn nur Halogen-Technik die Straße erleuchtet.  Auch wenn der untere Kühlerluft-Einlass des neuen 308 weit vom alten Froschgesicht entfernt ist, es bleibt eine kleine Hommage an die Formensprache des Vorgängers.

Der Testwagen:

  • Modellbezeichnung: Peugeot 308
  • Fahrzeugklasse:  Kompaktklasse
  • Verkaufsstart: Juli 2013
  • Basispreis:  16.450 €
  • Karosserieform: Steilheck Kompakt
  • Gefahrene  Motoren: 125 PS Benziner, 92 PS Diesel
  • Getriebe: 6-Gang Manuell

 

Vorgänger des neuen Kompakten aus Frankreich. Auch den neuen 308 wird Peugeot als Stufenheckmodell anbieten.
Vorgänger des neuen Kompakten aus Frankreich. Auch den neuen 308 wird Peugeot als Stufenheckmodell anbieten.

Erste Ausfahrt

Der neue Peugeot 308 wird in drei Ausstattungsvarianten und mit fünf verschiedenen Motoren an den Start gehen. Die Basis-Variante Access muss ohne das neue Cockpit mit dem Multifunktions-Touchscreen auskommen, was ein wenig Schade ist. Denn gerade, dieses beinahe unheimlich wirkende, weil extrem aufgeräumte, Cockpit des neuen 308 ist ein echter Fortschritt.

Wer sich also für die Active oder Allure-Version entscheidet, der bekommt einen französischen Kompakten, der im Cockpit kaum noch mehr als sechs Knöpfchen für die Bedienung anbietet. (Wobei ich hier auch Kritik habe, diese gibt es weiter unten zu lesen..)

HDI FAP 92 und THP 125

Den gefahrenen Motoren gemeinsam ist die beeindruckend gut gelungene Schalldämmung des neuen Peugeot 308. Egal ob Diesel oder Turbo-Benziner, die Motoren wirken perfekt gedämmt in ihrer Geräusch-Entwicklung.

Aktuell bietet Peugeot nur Vierzylinder-Motoren an. Der HDi FAP 92 ist ein 1.6 Liter großer Dieselmotor der 92 PS und 230 Nm zur Verfügung stellt. Der 125 PS starke Turbo-Benziner besitzt ebenso viel Hubraum, bringt jedoch nur 200 Nm mit zum Dienst an seinem Sechsgang-Getriebe. Der 92 PS Diesel wird mit einem Fünfgang-Getriebe verkuppelt. Beide Varianten lassen sich jedoch perfekt schalten. Vor allem das Sechsgang-Getriebe punktet in Verbindung mit dem 125 PS Turbo-Benziner mit passenden Gang-Abstufungen und einer perfekten Führung des Schaltknaufs.

Peugeot 308 gefahren und getestet

Die Fakten:

Gefahrene Motorisierungen:

  • THP 125 Allure
  • Motor: Vierzylinder Benzinmotor Direkteinspritzer Turbo
  • Hubraum: 1.598 ccm³
  • Leistung: 125 PS bei 6.000 U/min
  • Drehmoment:  200 Nmbei 1.400 U/min
  • Antrieb: 6-Gang Getriebe manuell – Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 10.4 Sek.
  • Verbrauch nach Norm: 5.6 l / 100 km
  • Basispreis als: Allure, 22.700 €

 

  • HDi 92 Active
  • Motor: Vierzylinder Dieselmotor Direkteinspritzer Turbo
  • Hubraum: 1.560 ccm³
  • Leistung: 92 PS bei  4.000 U/min
  • Drehmoment:  230 Nm bei  1.750 U/min
  • Antrieb: 5-Gang Getriebe manuell – Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 178 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 12.8 Sek.
  • Verbrauch nach Norm: 3.6 l / 100 km
  • Basispreis als:  Active, 21.550 €

Peugeot 308 Test Fahrzeughintern

French-Connection

Der neue 308 hat weder eine Hiperstrut-Vorderachse noch eine aufwendige Doppel-Querlenker-Konstruktion, klassische wie auch simple „McPherson-Kost“ bedient die Piloten des kompakten Franzosen. Aber – und hier kommt die absolute Überraschung: Der Peugeot 308 fährt sich phänomenal gut. Die Vorderachse brilliert mit einer gelungenen Abstimmung und lädt den Fahrer zu einer ausgedehnten Landpartie ein. Dank des extrem kleinen Lenkrades und dieser gekonnten Feder/Dämpfer-Abstimmung, wirkt der neue 308 fahraktiv wie nie. Und das Beste daran: Die Agilität geht nicht auf Kosten des Komfort. Im Gegenteil. Trotz geschrumpfter Abmessungen in der Länge (-2 cm), wuchs der Radstand (+2cm) und das hilft den Technikern bei der Abstimmung des Fahrwerks. Und die Techniker waren erfolgreich. Der neue 308 wirkt handlich wie nie zuvor, ohne dabei mit einer übertriebenen Härte jede Lust auf lange Strecken zu verderben.  Perfekt gelungen!

Peugeot 308 Innenraum

Willkommen am Arbeitsplatz

Kleines Lenkrad und Armaturen die leicht nach oben versetzt im Armaturenbrett sitzen. Peugeot lässt das handliche Lenkrad und die weit oben eingesetzten Anzeigen zum Markenzeichen werden. Daran gewöhnt man sich schnell. Das der Drehzahlmesser von rechts nach links (entgegen des Uhrzeigersinn) dreht, braucht ein wenig mehr Umgewöhnung.

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Der neue Golf Sportsvan

Pressemeldung

Volkswagen präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt in einer Weltpremiere die Studie des neu entwickelten Golf Sportsvan. Der Kompaktvan wird Mitte des nächsten Jahres die Golf Familie komplettieren.

Der Golf Sportsvan überzeugt unter anderem mit einem auffallend geräumigen und variablen Interieur (Rücksitzbank um 180 mm in der Länge verschiebbar und mehr als 1.500 Liter Kofferraumvolumen) und modernsten Assistenzsystemen. Bereits die Grundversion wird serienmäßig mit Ausstattungen wie XDS+, Multikollisionsbremse, Klimaanlage, sieben Airbags, der neuen elektronischen Parkbremse, einem 5-Zoll-Touchscreen, variablen Ladeboden und einer Gepäckraumabdeckung erhältlich sein.

Zusätzlich halten innovativste Assistenzsysteme im Golf Sportsvan Einzug: Erstmals in einem Golf wird dabei der Blind Spot Sensor mit Ausparkassistent ins Programm einfließen. Er warnt während der Fahrt vor Fahrzeugen im toten Winkel. Beim rückwärts Ausparken erkennt das System auch seitlich hinter dem Wagen herannahende und damit für den Fahrer oftmals nur schwer auszumachende Verkehrsteilnehmer und warnt auch in diesem Fall. Droht eine Kollision, aktiviert die Elektronik des Ausparkassistenten automatisch eine Notbremsfunktion. Darüber hinaus werden unter anderem Technologien wie die adaptive Fahrwerksregelung DCC, das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit Citynotbremsfunktion, die automatische Distanzregelung ACC und der Spurhalteassistent zur Verfügung stehen.

Die sechs neuen Motoren für den Golf Sportsvan mit einem Leistungsspektrum von 63 kW / 85 PS bis 110 kW / 150 PS sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System ausgestattet und bis zu 19 Prozent sparsamer als die Vorgängervarianten. Alle zur Markteinführung erhältlichen Motorisierungen erfüllen zudem die Euro-6-Abgasnorm. Wie effizient die für den Golf Sportsvan neuen Motoren sind, zeigt stellvertretend der 1.6 TDI BlueMotion mit 110 PS: Er wird vorrausichtlich lediglich 3,7 l/100 km verbrauchen (analog 95 g/km CO2) – der beste Wert im Umfeld der kompakten Vans.

Blogger-Rundschau Audi A3 Limousine

Es ist mittlerweile normal, auch Audi lädt eine große Bandbreite an Auto-Bloggern zu den Präsentationen seiner wichtigsten Modelle ein.

Audi A3 Limousine – Blogger-Rundschau

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Die lesenswerten Artikel nun hier im Überblick:

Sowie mein eigener Artikel über die neue kleine Limousine aus Ingolstadt:

Audi A3 Limousine von vorne

 

Vorstellung: Audi A3 Limousine

Deutschland einig Kombiland. Oder Kompaktwagen. Nur Limousinen, die waren in den letzten Jahren nicht mehr so richtig gefragt. Dennoch, die Limousine hat eine lange Tradition in Deutschland und vor allem bei Audi. Der erste Audi 80 war der Inbegriff der deutschen Vorarbeiter-Kultur und wurde zum ersten Verkaufsschlager der Ingolstädter.

Mit dem Audi A3 präsentiert der Audi-Konzern als erster Vertreter in der großen Volkswagen-Familie, eine Limousine auf Basis der neuen MQB-Plattform. Bei Volkswagen hat ein „Rucksack-Golf“ eine lange Tradition, wenn auch in den letzten 20 Jahren unter verschiedenen Namen und mit wenig Renomé. Anders bei der Premium-Tochter aus Ingolstadt. Hier hat es bis zur dritten Audi A3 Generation gedauert, bis man dem erfolgreichen Golf-Ableger, eine kurze, aber stylische Limousine zur Seite stellt.

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Audi A3 Limousine 180 PS quattro

Vorsprung durch Haptik

Die neue „kleine“ Limousine, gefahren als 1.4 TSI und 1.8 TSI quattro.

Im Falle der neuen Audi A3 Limousine spricht man von einer Limousine im Kompaktwagen-Segment, ein A3 mit Rucksack und einer neuen Modellreihe. Dabei ist gerade diese, für heutige Maßstäbe, kurze Limousine so etwas wie das Herz der Marke Audi. Mit einer Länge von 4.45 Metern ist die dynamisch gezeichnete A3 Limousine die Wiedergeburt eines Stufenhecks im Segment des erfolgreichen Audi 80.

Die Marke Audi hat eine lange Tradition im Segment der Limousinen in der Klasse bis 4.5 Meter. Der Audi 80 in seinen Baureihen B1 bis B4 kann davon berichten.  Mit der neuen A3 Limousine kehrt Audi in diese Größenkategorie zurück. Treffsicher platziert zwischen dem Audi 80 B3 (Baujahr 1986 bis 1991) und dem Audi 80 B4 (1991 – 1994). Dank dem ständigen Größenwachstum im Automobilbau, liegt Audis kleinste Limousine in der Länge, dennoch gute 20 Zentimeter unterhalb des aktuellen A4 – dem eigentlichen Nachfolger der Audi 80 Baureihe.

Der Ort für die internationale Präsentation dieser neuen Kompaktklassen-Limousine war gut gewählt. Rund um die ungarische Metropole Budapest und nicht weit entfernt vom Audi-Werk in Györ, in dem Audi diese Version des A3 auch fertigen lässt.  Seit 20 Jahren besitzt Audi ein Werk in Ungarn und neben Motoren in großer Stückzahl (1.9 Mio p.a.), sind es eben auch die kompakten Audi-Modelle die dort vom Band laufen.

Der Testwagen:

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  • Modellbezeichnung: Audi A3 Limousine
  • Fahrzeugklasse:  Kompakter Limousine
  • Verkaufsstart: September 2013
  • Basispreis:  27.400 €

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  • Mitbewerber, z.Bsp.: Mercedes CLA, BMW 1er 
  • Angebotene Motoren: 1.4 TFSI, 1.8 TFSI, 2.0 TDI
  • Getriebe: 7-Gang DSG und 6-Gang manuell

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Schöne Limousinen heißen .. ?

Es gibt sie noch, Autos mit echten Schokoladenseiten. Während man in der Seitenansicht aufgrund der Relation zwischen Motorhaubenlänge und dem scharf gezeichneten Heck-Bürzel mit integriertem Spoiler , auch von einem Fließheck sprechen könnte, zeigt sich die Limousine von schräg hinten als echter Audi. Die schmal geschnittenen Rückleuchten mit integriertem LED-Leuchtband, die prägnant geformte Abrisskante der Kofferraumklappe und die kräftige Schulterlinie lassen das jüngste Familienmitglied dynamisch erscheinen.  Die flache Dachkuppel mit den steilen A- und C-Säulen versprühen Coupé-Flair. Fast so, als wäre die Limousine nur das Vorspiel für ein noch folgendes Coupé.  Audi A3 Coupé – gerne viertürig, oder doch ein fünftüriger Sportback? Sicher ist: Der MQB-Baukasten bietet genug Möglichkeiten für Nischenmodelle.

Audi A3 zwei Limousinen im Bild

Die Fakten:

Gefahrene Motorisierungen:

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  • 1.4 TFSI 
  • Bauform: 4-Zylinder Direkteinspritzer mit Turboaufladung und Zylinderabschaltung
  • Hubraum: 1.395 ccm³
  • Leistung: 140 PS : 4.500 – 6.000 U/min
  • Drehmoment:  250 Nm : 1.500 – 3.500  U/min
  • Antrieb: 6-Gang Getriebe manuell – Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 8.4 Sek.
  • Preisliste A3 Limousine pdf (Kombination 1.4 TFSI 6-Gang manuell, noch nicht in der Preisliste)

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  • 1.8 TFSI quattro
  • Bauform: 4-Zylinder Direkteinspritzer mit Turboaufladung, DOHC
  • Hubraum: 1.798 ccm³
  • Leistung: 180 PS : 5.100 – 6.200 U/min
  • Drehmoment:  250 Nm : 1.250 – 5.000 U/min
  • Antrieb: 7-Gang Getriebe Doppelkupplung – quattro
  • Höchstgeschwindigkeit: 179 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 11.9 Sek.
  • Technische Daten Audi A3 Limousine 1.8 TFSI S tronic (132 kW) pdf (Kombination mit quattro, noch nicht in der Preisliste)

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Audi A3 Rücksitzbank

Vorsprung durch Haptik

Was unterscheidet den Audi A3 von seinem Wolfsburger Bruder, dem Golf? Es ist neben dem angeschärften Design, vor allem die ultra beeindruckende Verarbeitung. Selbst die Vorserienmodelle für die Testfahrten waren über alle Zweifel erhaben. Es ist dieser gelungene Materialmix aus weichen und metallischen Oberflächen.  Es ist dieses „klicke’die’klack“ der Knöpfe. Die gewohnt perfekten Kunststoffe und die klare Formensprache. „That’s german Engineering.“ Darauf stehen nicht nur die Chinesen, sondern auch noch einige Kunden in Deutschland und dem Rest der Welt. Die A3 Limousine soll, als neuer Limousinen-Trendsetter (Hallo Mercedes CLA), schon bald die Hälfte aller Kompaktwagen-Verkäufe ausmachen. Die Chance dazu stehen gut.

Licht und Schatten

Käufer der A3 Limousine bekommen ab Marktstart die Möglichkeit, ihr Fahrzeug gegen Aufpreis von 1.690 € mit cleveren und effizienten LED-Scheinwerfern an der Front auszustatten.  Zum Marktstart der Limousine noch nicht möglich: Eine individuelle Kombination aller Motoren mit den Doppelkupplungsgetriebe in der 6- oder 7-Gang-Version. Die aktuelle Preisliste offeriert den attraktiven 150 PS Diesel derzeit nur mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe. Anders als in der Preisliste möglich, konnte ich bei der ersten Ausfahrt allerdings auch den kleinen 1.4 TFSI mit manuellem Getriebe fahren. Und wer beide Getriebeoptionen getestet hat, der wird ganz klar zum „s tronic“ getauften Doppelkupplungsgetriebe greifen. Neben dem haptischen Höhenflug im Innenraum, den hellen LED-Scheinwerfern an der Front und dem vernünftigen kleinen TFSI unter der leichten Aluminium-Motorhaube,  ist die manuelle Sechsgang-Schaltbox derzeit mein einziger echter Kritipunkt am A3: Die Schaltwege sind einfach zu lang, die Führung des Schalthebels zu undefiniert und das Vergnügen am manuellen schalten, glänzt durch Abwesenheit.

250 Nm – Grenze

Beim studieren der technischen Daten von 1.4 TFSI und 1.8 TFSI fällt auf: Auch der 180 PS starke 1.8 Liter Turbomotor liefert (wie der 1.4 TFSI) nur 250 Nm. Das ist dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe geschuldet. Dieses Getriebe verkraftet keine höheren Drehmomentwerte. Schade. Denn der 1.8 TFSI wirkt durch diese künstliche Verknappung der Kraft ein wenig zugeschnürt. Einen echten Grund den 1.8 TFSI, dem mit Zylinderabschaltung ausgestatteten 1.4 TFSI, vor zu ziehen gibt es in meinen Augen daher nicht.

  • Attraction
  • Ambition
  • Ambiente

Bei den drei verfügbaren Ausstattungsvarianten bildet „Attraction“ die Basis. Hier gehören 16 Zoll Leichtmetallfelgen im 10-Speichen Design und eine Klimaanlage sowie ein Radio zur Basis-Ausstattung. Viele attraktive Extras wie das adaptive light, LED-Scheinwerfer, Komfortschlüssel und die Komfortklimaautomatik kosten Aufpreis.

17 Zoll Aluminiumfelgen gibt es für die Ausstattung Ambition in Serie und die verchromten Endrohre sind nur für Ambiente und Ambition verfügbar.  Die Ambiente-Version bietet Extras wie die sonst 70 € teuren beleuchteten Schminkspiegel auf sich aufmerksam, bietet in Serie eine Armlehne vorne, hat den Tempomaten im Serienumfang und auch Parkpiepser im hinteren Stoßfänger. Kämpft man sich durch die umfangreiche und verschachtelte Aufpreisliste wird klar: Ambition ist die sportliche Variante und Ambiente die etwas vornehmere.  Deutlich wird aber auch, dank der umfangreichen Aufpreisliste lässt sich die kleine Limousine aus Ingolstadt ganz locker über die 45.000 € Hürde hieven!

Safety first

Ohne umfangreiche Sicherheitsfeatures traut sich heute kaum noch ein Hersteller auf den Markt. In der A3 Limousine setzt Audi unter anderem auf ein System mit dem Namen „pre sense“.  Dieses System arbeitet mit dem Radarsensor des adaptiven Tempomaten zusammen und erkennt Gefahrensituationen, wie zum Bsp. ein auffahren auf vorrausfahrende Fahrzeuge. Neben einer optischen und akustischen Warnung, kann pre sense auch eine Notbremsung einleiten.

Das gesamte Sicherheits- und Assistenz-Angebot umfasst: „Audi side assist“, „Audi active lane assist“, „adaptive cruise control“, eine Verkehrszeichenerkennung und einer Pausenempfehlung.

Audi A3 Heck Limousine

Positiv:

Kaum ein Fahrzeug in der Kompaktwagenklasse bietet ein so angenehmes haptisches Umfeld. Das mit „der Verarbeitung“ haben die Ingolstädter einfach drauf. Die A3 Limousine fährt sich nicht mehr wie ein Kompaktwagen. Geräuschpegel und direkten Fahreindrücke sind subjektiv auf einem besonders attraktiven und vor allem höherem Niveau angekommen.

Negativ: 

Der Einstieg für die Passagiere in die zweite Reihe ist eher schmal und die Kopffreiheit kaum besser als bei viertürigen Coupés der Mitbewerber.

Was ich vermisst habe:

Ein knackig zu schaltendes manuelles Getriebe und ein 180 PS Motor, dem man seine Leistung auch anmerkt!

Audi A3 Limousine 180 quattro

Fazit:

„Lang‘, lebe die Limousine!“

Kaum vorstellbar, aber genau diese „kleine“ Limousine hat bislang im Audi-Portfolio gefehlt. Was die Motoren angeht, so hat Audi noch einiges im Köcher.  Neben einem extrem sparsamen 1.6 TDI (CO2 99g/km) kommt natürlich auch eine sportliche Variante mit dem 300 PS starken 2 Liter Turbomotor.

 

 Alle technischen Daten – Audi A3 Limousine 1.4 TFSI COD [klick]

Blogger-Rundschau

 

 

Alle technischen Daten – Audi A3 Limousine 1.4 TFSI COD

Audi A3 Limousine 1.4 TFSI COD
auslieferung ab: September 2013
Motortyp: Reihen-Vierzylinder-Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung, Abgasturboaufladung mit indirekter Ladeluftkühlung, Vierventil-Technik, zwei oben liegende Nockenwellen (DOHC)
Hubraum in ccm³: 1.395
max. Leistung bei min-1: 103 kW / 140  PS – 5.000 U/min
max. Drehmoment bei min-1: 250 Nm – 1.500 bis 3.500 U/min
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Vorderachsantrieb
Antriebsart, optional:
Getriebeart, serienmäßig: 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Getriebeart, optional:
Leergewicht: 1.250 kg
maximale Zuladung: 550 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 8.4 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 217 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung:
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert): 4,7 l / 100 km Super bleifrei E10 (95 ROZ) – Nach NEFZ
CO2-Emission, kombiniert: 109 g/km
Abgasnorm EU 6
Effizienzklasse:  –
cW-Wert: 0,29
Stirnfläche: 2,12
Verbrauchsangaben  Euro-NEFZ Herstellerwerte
Städtisch  5.9 l / 100km
Außerstädtisch  4.7 l / 100km
 –
Gefahrene Testkilometer  ~ 70 km
Bereifung:
Garantie: 2 Jahre
Basispreis: Attraction: 27.400 € – Ambition: 29.300 € – Ambiente: 29.300 € (inkl. 19% MwSt.)

Zur Vorstellung: Audi A3 Limousine

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24h-2013 Peugeot 208 GTi is back on Track

Mit den drei neuen  208 GTi hat der französische Automobil-Hersteller Peugeot ein beeindruckendes Statement auf der Nordschleife abgegeben.  Mit gleich drei 208 GTi hatte man das Abenteuer Nordschleife in Angriff genommen.

Im Training war die Startnummer 216 mit den Fahrern Christiaan Frankenhout, Vincent Radermacher, Johnny Niederhauser und Giacomo Ricci der schnellste der GTi. Eine 9:22,488 sorgte im Gesamtranking für einen Startplatz 58. Nach 24 Stunden stand sogar ein Gesamt 32. Platz im Klassement.

Die Klasse SP2T dominierten die drei Peugeot vollständig. Ein klares 1-2-3 mit 79, 78 und 75 Rennrunden sorgte hier für einen klaren Dreifachsieg! Und das beim ersten Start der 208 GTi. Beeindruckend die schnellste Runde im Rennen: Der GTi mit der Startnummer 208 legte hier mit einer 9:37,329 eine Fabelzeit auf den Asphalt.

Mit der Startnummer 208 gingen Michael Bohrer, Stephane Caillet, Jürgen Nett und Julien Piquet in das 24h-Rennen auf der legendären Nordschleife. Mit einer 9:26,327 war ihm der Startplatz 62 sicher und am Ende ein Gesamt 39.Rang. In der Klasse SP2T kam die 208 mit einer Runde Rückstand auf Platz 2.

Die Startnummer 215 wurde von Stephan Epp, Mathieu Sentis, Bradley Philpot und Gonzalo Martin de Andres gesteuert. Im Trainung sprang ein Startplatz 79 heraus. Die Qualifying-Zeit war eine 9:45,417. Das Rennen beendete auch die 215 erfolgreich. In der SP2T war es der dritte Platz und im Gesamt-Ergebnis ein beachtlicher 46. Platz!

Alles in allem war es eine gute Show, die der Hersteller Peugeot mit dem 208 auf der Rennstrecke ablieferte. Beeindruckende Rundenzeiten und am Ende ein klares 1-2-3 in der eigenen Klasse. Chapeau!

 

Mercedes-Benz S-Klasse – Wie riecht maximales Wohlbefinden?

Es liegt in der Natur der Sache das ein Top-Modell einer Premium-Marke eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen hat. Wer „Mercedes-Benz“ sagt, der meint eine Mischung aus Komfort, Wertigkeit, Qualität und Sicherheit. Wer „Mercedes-Benz S-Klasse“ sagt, der meint damit die pure Form dieser vier Faktoren – die Essenz der Automobilen Oberklasse, die Spitze des Automobilbaus.  Der Markteintritt einer neuen Mercedes-Benz S-Klasse ist für die automobile Fachwelt immer ein besonderes Ereignis und seit „der Daimler“ den Schlachtruf: „Das Beste oder Nichts“ ausgegeben hat – wird jeder Schritt und jedes Modell mit besonderer Argwöhn beurteilt. Und der Generationen-Wechsel der S-Klasse macht hier keine Ausnahme – im Gegenteil.

Mercedes-Benz S-Klasse | Für alle Sinne

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Im Netz schwirren die ersten enttarnten Fotos der neuen S-Klasse umher, doch noch halten sich die Stuttgarter bedeckt mit Informationen, wann und wo das neue Luxus-Modell der Schwaben öffentlich präsentiert wird.

Im November des letzten Jahres konnte ich mir bereits einen Eindruck über die neuen Assistenzsysteme der kommenden S-Klasse W222 verschaffen. Zum Teil sind diese Systeme  bereits mit dem Facelift der E-Klasse in der Businesswagen-Liga unterhalb des Luxusdampfers „S“ angekommen, aber ich vermute man hat in Stuttgart noch nicht alle Karten aufgedeckt – und warte daher gespannt auf die Premiere des neuen Schwaben-Flaggschiffes.

Bis es soweit ist, präsentieren die Mercedes-Mannen ein paar ausgewählte Features der neuen S-Klasse, vor einer begrenzten Anzahl von Journalisten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Eine frische Brise

Wikipedia weiß zu berichten, dass der Mensch bis zu 10.000 Gerüche unterscheiden kann und für uns bedeutet dies, viel mehr als die Möglichkeit auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt den besten Glühweinstand zu finden. Der Mensch verbindet dutzende von unbewussten Ereignissen mit Gerüchen und ohne darüber nachzudenken werden wir beeinflusst von Erinnerungen an wohl riechende oder weniger gut riechende Ereignisse. Der Geruch einer Arztpraxis oder süßliches Parfum der ersten Freundin – wir verknüpfen Gerüche mit betont vielen Emotionen.

Was Mercedes-Benz für die neue S-Klasse präsentiert, geht über die simple Idee eines Duftbaumes hinaus. Auch das simple hinzustellen eines Parfum-Flacons ist für die Tüftler in Stuttgart nicht genug gewesen. Ein emotionaler Moment, dank ausgewählter, persönlicher, Düfte sollte geschaffen werden und dies am liebsten über einen langen Zeitraum.

Um diese besondere Form der emotionalen Erinnerungen zu wecken und ein Klima des „wohlfühlens“ zu gestalten, hat man im Handschuhfach der neuen S-Klasse einen Platz geschaffen, an dem der Besitzer einen speziellen Duft-Flakon platzieren kann.  Von hier wird sich die Beduftungs-Anlage (optional!) in Intervallen am Duftvorrat bedienen.

Zum Start weg wird es vier Düfte geben.   Aber auch leere Flakons, so das der Kunde seine eigenen Düfte ebenso verwenden kann.  Die Duftspender von Mercedes sollen jeweils für 12 Monate ausreichen.

Die Namen der vier Erstlings-Düfte mit dem Daimler-Stern sind: Nightlife Mood, Sports Mood, Downtown Mood und Freeside Moode. Ich würde gerne konkret beschreiben, wie diese Gerüche auf mich wirken, aber ich betreibe ja keinen Parfum-Blog, dafür gibt es andere: http://www.alzd.de/ – Doch soviel kann ich verraten: Von einer fruchtig, indischen Brise die den Hauch einer verwunschenen Waldlichtung transportiert, bis hin zu einer Welt aus Zitrusfrüchten, Metall und Neuwagenleder mit fast schon steril wirkender Techniknote reicht das aktuelle Angebot der Daimler-Düfte 🙂 Geile Sache, das.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Ein stiller Moment

Je leiser ein Auto im Alltag wirkt, desto edler wirkt es auch. Ein Fahrzeug das seine Insassen vor nervigen Geräuschen bewahrt, wirkt ebenso entspannend. Für Mercedes-Benz war es daher Ziel, die Quellen und Ursachen für Eigengeräusche der neuen Luxus-S-Klasse schon bei der Konstruktion auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Auto leise zu bekommen, indem man es mit Dämmstoffen zustopft ist nicht schwierig. Sorgt aber für massives Übergewicht des Fahrzeuges. Auch eine Möglichkeit ist die Verwendung von Gegenschall-Systemen auf Basis von HiFi-Hightech und Lautsprechern. Mercedes-Benz wollte aber nicht gegen die Geräusche arbeiten, sondern zielte in der Konstruktion darauf, bewusst Geräuschquellen von Anfang zu eliminieren.  In Zeiten der CO² Diskussion und steter Verbrauchsoptimierung macht dieser Weg mehr Sinn, anstelle Lärmquellen wegzudämmen oder mit Hightech zu beschallen.

Im Falle der S-Klasse hat man sich daher auf zwei Konzeptionelle Punkte konzentriert:

Schwingungen und Aerodynamik.

In aufwendigen Computer-Simulationen hat man mögliche Störquellen entdeckt und Lösungen dagegen gefunden. Vor allem im Bereich Aerodynamik will man extrem große Fortschritte gemacht haben. Denn wo sich der Wind nicht lange aufhalten muss, da entstehen erst gar keine Geräusche. Die neue S-Klasse soll mit einem famosen cW-Wert glänzen – leider wurde noch keine fixe Zahl genannt.

Ein aufregende Zeit

Während auf der einen Seite die störenden Schallquellen, mechanische-  und Windgeräusche minimiert wurden, hat man auf der anderen Seite für noch mehr Klang gesorgt. Ein Ballsaal auf vier Rädern – das soll die neue S-Klasse werden, für die Kunden, die ihre neue S-Klasse mit der optionalen Burmester-Soundanlage ausrüsten.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

24 Lautsprecher – 1.540 Watt Leistung – 3 Prozessoren für den optimalen Klang und ein Frontbass-System, dass wie im neuen SL, Teile der Karosserie-Struktur für eine optimierte Klangentwicklung nutzt.

Die Demonstration dieser Soundanlage war umwerfend. Ein gnadenloses Beispiel dafür, wie man aus schnöden Schallwellen einen Konzertsaal imitiert. Dazu ein Kickbass der – ist man nicht darauf vorbereitet – akute Herzinfarkt-Gefahr auslösen kann. Zumindest wenn die Käufer der S-Klasse weiterhin so alt sind, wie ich dies derzeit erwarte.

Mercedes-Benz S-Klasse (W 222) 2013

Emotionen

Die S-Klasse war für viele Besitzer vermutlich auch bisher schon eine Art drittes Zuhause, mit der neuen Version wollen die Stuttgarter dieses Zuhause noch emotionaler, noch wertiger, noch liebevoller gestalten.

Die Details dich ich bislang erleben konnte, vermitteln mir das Gefühl – dieses Ziel könnte erreicht werden.

Ob die neue S-Klasse deshalb auch wieder zum „besten Auto der Welt“ wird, nun – da werden wir warten müssen, bis man in Stuttgart die Schleier endgültig lüftet. Aber die erste Duftmarke ist gesetzt!

 

Fahrbericht: Mercedes-Benz E63 AMG S-Modell 4matic

Über zu wenig Leistung haben sich Fahrer eines AMG vermutlich auch in der Vergangenheit nur selten beschwert. Die Truppe um den Firmengründer Hans-Werner Aufrecht gibt Mercedes-Modellen nun seit 46 Jahren die, manchmal unnötige, Extra-Portion Leistung mit auf den Weg und ganz nebenbei, verantwortet AMG die Motorsport-Aktivitäten im Haus Mercedes-Benz.

One man, one engine

Tuning-Stall? Nein, dass hört man in Affalterbach nicht gerne. AMG ist eher zu vergleichen mit einer exclusiven Heilanstalt für PS-Suchtkranke. Und um diesen edlen Manufaktur-Charakter zu betonen gilt noch immer, auch wenn AMG seit bald 10 Jahren zum Daimler-Konzern gehört, der Grundsatz: One man, one Engine. Sichtbar wird dies unter jeder Motorhaube die man an einem AMG-Modell öffnet: Es gibt immer eine Plakette mit dem Namen des Mannes, der den Motor von Hand gefertigt hat, gut sichtbar auf dem Motor platziert. Grandios. (Und ja, es soll mittlerweile auch Frauen geben, die diese Motoren von Hand fertigen.)

E63 AMG Seite

Mercedes-Benz E63 AMG 4matic S-Modell

Im speziellen Fall der „neuen E-Klasse“ (ja, es ist „nur“ ein umfangreiches Facelift) hatte man bislang 525 PS im Angebot. Der dumpf grollende 5.5 Liter V8 wird nun in zwei Leistungsstufen angeboten: 557 PS und 585 PS im S-Modell.

Fahrbericht E 63 AMG 4matic S-Modell – 585 PS im T-Modell!

S-Modell? T-Modell? Je älter eine Baureihe wird und je mehr die Ausstattung und Serienvarianten divergieren, desto mehr zusätzliche Bezeichnungen und Erkennungsmerkmale werden notwendig.

Ich stehe an diesem Samstagmorgen in einer Tiefgarage in Barcelona, die Wände werden mit blauen Lichtspots ausgeleuchtet und soweit das Auge reicht, stehen neue E63-Modelle bereit und warten nur darauf, eine Horde Presse- und Blogger-Kollegen einzuschüchtern und zu verängstigen.  Der kurze Weg vom Hotel zur Tiefgarage hat gezeigt, die Nacht war mit Regenschauern versehen und die Straßen sind feucht. Ein idealer Umstand um sich die neue E-Klasse in der 4-matic AMG Variante zu sichern.

Denn zum ersten Mal bekommt man nun, nach dem riesen Facelift der E-Klasse, die AMG-Version dieser Business-Class Limousine mit dem Traktionsvorteil von vier angetriebenen Rädern:  4matic. Um die Vorderachse auch ordentlich mit Leistung zu versorgen, wurde gleich noch ein S-Modell aufgelegt und die Kraftkur des Bi-Turbo auf 585 PS ausgedehnt.

Fünfhundertfünfundachtzig PS.

T-Modell = Die Businessclass-Limo mit bis zu „enorm“ viel Kofferraum-Volumen. S-Modell = Die Kraftkur für die Kraftkur.  Ich lasse mich auf dem Fahrersitz nieder – stelle meine Sitzposition ein und fühle mich binnen Sekunden als integraler Baustein dieser abgehobenen Welt aus liebevoller Verarbeitung, edler Materialien und perfekter Ergonomie. (Mich stört zum Beispiel die leichte Mittelachsen-Verschiebung des Lenkrads deutlich weniger, als Kollege Sebastian Bauer von passiondriving.de)

Ich gestehe, ich war nervös – bevor ich den Schlüssel des Berserker umdrehen durfte. Tschaka-tschaka-Vrooooommmm…

Es geschah im gleichen Augenblick, in dem auch der erste der acht Zylinder zündete, jedwede Aufregung wich einer fast erotischen Begeisterung, einem Adrenalin-Schub, einer Veränderung in der Wahrnehmung der weltlichen Probleme. Sollten doch die anderen über Benzinverbrauch und Benzinpreise diskutieren, über den Wertverlust von Luxus-Sportlern oder die Frage nach dem Neidfaktor.

Sobald der V8 seine Lebenszeichen, durch die Wände der Tiefgarage dutzendfach reflektiert, zum Ohr des Fahrers schickt, verändert sich etwas in der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.

E63 AMG T-Modell 4matic

Automobile Erotik

Das erste Date mit der Traumfrau oder die ersten Stunden in einer automobilen Pretiose dieser Leistungsklasse. Ich kann mich nur schwer entscheiden welche Wahl ich treffen würde, wäre ich in meinem Leben nun vor die Wahl gestellt nur noch eines von beidem, nur noch einmal, erleben zu dürfen.

Obwohl – ich bin glücklich verheiratet, die Entscheidung ist getroffen.

Als wir die Tiefgarage verlassen und hinaus auf die Straßen Barcelonas fahren wird mir zum ersten Mal bewusst, welche Urgewalt man in Affalterbach unter die Haube der sonst so oft als Taxis missbrauchten E-Klasse gepackt hat.  Eine steile Tiefgaragenausfahrt mit nassem Beton als Oberfläche? Es sind nur kurze Zucker mit dem Gaspedal notwendig. Die Traktion des 4matic und die 800 Nm des V8 Bi-Turbo sorgen nicht dafür, dass die E-Klasse die Rampe hinauf fährt, sondern drehen den Rest des Erdballs in die richtige Richtung, so dass jede Form von Winkeln, Rampen und Steigungen per Korrektur der Erdumdrehung revidiert werden.

Effektiv – früher hätte man die Tiefgarage beliebig in wohl riechenden Gummi-Qual gehüllt. 

Als ich die Autobahn aus der Stadt hinaus nehme und kurz später das bergige Hinterland Kataloniens erreiche, hat sich mein peripheres Nervensystem nur schwerlich an das opulente Leistungsangebot gewöhnt. Zu jeder Zeit – in jedem Sternensystem – per Gaspedal-Bewegung ausgelöst, verändert sich die Wahrnehmung von Zeit und Raum. Zeit und Raum. Gerade als T-Modell extrem doppeldeutig und zugleich ernsthaft voller Sinnhaftigkeit.

Dank Allradantrieb kann man nun endlich die fast unanständig hohe Motorleistung in echte Beschleunigung umsetzen. Nicht nur gerade aus, auch quer. (Kollegen die im 557 PS starken E63 ohne 4matic unterwegs waren, haben da andere Erfahrungen gemacht)

E63 AMG 4matic

Fährste quer ..

Mehr als 500 PS und das Drehmoment einer Dampflok auf der Hinterachse, da bedarf es zum führen eines sauberen Strichs auf der Landstraße nicht viel. Üblicherweise war es sogar sehr leicht, gleich zwei Striche zu ziehen. Schwarz und je 285 Millimeter breit. Bei großem Engagement dann gerne auch von Kurve zu Kurve. War der Lenker mit dem großen Herz und dem Ehrgeiz eines Herrenfahrers hinter dem Steuer, dann bedurfte es jedoch, wollte man die Kraft der in Aluminium-Laufbuchsen gepressten Naturgewalt nicht in blauem Rauch verpuffen lassen, eben soviel Konzentration, wie dies notwendig wäre – wollte man eine Guillotine zum schneiden der Fingernägel einsetzen.

Das Beste oder nichts.  Und in Affalterbach hatte man ein einsehen.

Verteilt man jedoch die aberwitzige Kraft von 800 Nm auf vier Räder, dann steigt die Chance, möglichst viel davon direkt in Vortrieb zu wandeln.

Auf den verwinkelten Bergstraßen rund um den Montserrat im hügeligen Hinterland Barcelonas sollte der neue E63 beweisen, wozu sein Allradantrieb in der Lage ist. Auf über 1.000 m war es an diesem Samstag Morgen nicht nur kühl, sondern auch feucht und wer dachte, die Menschen aus Affalterbach hätten die Guillotine vergessen, der wurde nun eines besseren belehrt.  Imitiert der allradgetriebene E63 beim Launch-Control Start noch das Space Shuttle und startet ebenso beeindruckend in einen ganz eigenen Sportlimousinen-Orbit, so sollte man auch auf einem frischen Asphaltband immer an die brutale Macht eines Fallbeiles denken, wenn man von Kurve zu Kurve sprintet und Wolken die Straße feucht werden lassen.

Nie zuvor in meinem Leben bin ich einen Fünfsitzer mit 1.900 Liter Laderaumvolumen und Allradantrieb gefahren, der so brutal, so gemein, so abartig schnell aus den Kurven heraus zieht. Eine aberwitzige Vorstellung von Wucht und Potenz. Doch auch ein Allradantrieb kann die Physik nicht überwinden und AMG hat die Kraft statisch verteilt. So sind 33 Prozent für die Vorderachse und der Rest – (im Falle des AMG müssen es mehr als 67 % gewesen sein!) für die Hinterachse. Bei ausgeschaltetem ESP ..  (ESP Off ist freilich nur ein „Handling Mode“ und wäre unsere Badische Guillotine unkontrolliert durch die Leitplanken geschossen, dann wäre das ESP auf dem langen Flug ins Tal zurück gekommen und hätte die Situation sicher entschärft) … 

.. im Handling Mode

Dem Wörterbuch der motorjournalistischen Superlative fehlt das Kapitel für den „AMG E63 S-Modell 4matic“, drum kann ich nur als Laie beschreiben, was passiert wenn man diesen Zweitonner im ESP-Handling Mode über feuchte Bergstraßen fliegen lässt:

Hin- und her gerissen davon, einen Herzstillstand durch eine Adrenalin-Überdosis zu riskieren und einer – aus Angst vollgeschissen Unterbuxe, verfliegt jedes Gefühl für die Unwägbarkeiten des Alltags. Dort Bremspunkt, da, nein, vorbei, Achtung, egal, Druck, Traktion, Abflug, Nein, Mehr, Leistung. 

E63 T-Modell

Fazit:

Am Ende des Tages bleibt nur völlig leere. Wohltuend. Eine beinah sexuelle Befriedigung nach enorm belastenden Stunden. Müde aber glücklich. Mit der Erfahrung, dass man auch als Familienvater noch die Möglichkeit hat, ein Automobil zu kaufen, dass den Beifahrer die Buxe vollmachen lässt und Samstagsabends, wenn im Schlafzimmer das Aspirin aus dem Schrank geholt wird – eine mehr als faire Alternative darstellt.

 

 

 

 

 

 

 

mbrt13 – Der Mercedes-Roadtrip – Meine Sicht, das Leben, die Autos und warum es so geil war.

Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen, dein „wandern“ zum Ziel. Ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach und auf den Roadtrip umgemünzt wird daraus, dass man am Ende des Roadtrips gelernt hat; auch wenn die Dinge nicht immer gut liefen – Du weißt im Augenblick in dem sie passieren noch nicht, wofür das Erlebte einmal gut sein wird.

Der Mercedes-Benz Roadtrip führte nicht nur von Carlsbad nach Detroit, er führte auch zu fast philosophischen Einsichten in das Leben besonderer Menschen. Der Teilnehmer am #mbrt13.

Mein zweiter Blogbeitrag über den Roadtrip: „Guarding the e-Class“ (mbrt13).

Wer wissen will, wie die einzelnen Etappen aussahen und welche Strecken wir tagsüber zurück gelegt haben, der schaut am Besten bei Jan vorbei, er hat seine Artikel über diesen Roadtrip nach den Tagen und den Etappen eingeteilt.

MBRT13 Neue E-Klasse in Chicago

Mein persönlicher Rückblick auf diese ungewöhnliche Anreise zur NAIAS nach Detroit:

Wie alles anfing:

Eigentlich ging es nur darum, live von der Detroit-Autoshow berichten zu können. Ich persönlich mag Messen nicht wirklich, es ist eigentlich immer viel zu voll, zu stickig und richtige Fotos kann man auch nicht machen, weil ja doch zu viele Menschen um die Autos herum stehen. Als die Einladung von Mercedes-Benz zur Detroit Motorshow NAIAS kam, musste ich allerdings nicht lange überlegen. Ich mag die USA. Egal wie crazy „die“ Amerikaner sind. Die USA sind das Autofahrer-Land #1 und wo fühlt sich ein Petrolhead am wohlsten?

Zudem war lange spekuliert worden, dass Mercedes-Benz den neuen kleinen Baby-Benz in Detroit, präsentieren wird – ein guter Grund, vor Ort zu sein. Das es am Ende ein wenig anders kam, dass wusste ich erst kurz vor dem Trip.

Und dann kam dieser Anruf, ob ich „Lust hätte“ zusammen mit anderen Bloggern von L.A. nach Detroit zu fahren. Wir würden die neue E-Klasse zur Messe begleiten und dabei einmal quer durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten fahren. Ja – holy fuck – wenn ich keine Lust auf einen Roadtrip habe, ja wer denn dann?  Ganz unter uns: Ich liebe Autos – und ich habe echte Lust auf lange Strecken mit dem Auto. Einmal quer durch die USA – 4.500 Kilometer in 4.5 Tagen? Verflucht ja, natürlich bin ich dabei.

Ätzend war nur noch die Wartezeit ab dem Zeitpunkt, ab dem klar war, dass dieser Trip starten würde – bis zum Abflug nach Los Angeles.

MBRT13 E550 Wüste Nevada

Wie Texanische Highway-Polizisten wirklich sind:

Es war am zweiten Abend und es war kurz nach der Texanischen Grenze. Zwei Mercedes E-Klassen fuhren mit bedächtigen 100 Meilen durch die Nacht.  Am rechten Straßenrand parkte ein Fahrzeug der Highway-Patrol und natürlich verlangsamten wir unser Tempo im gleichen Augenblick als wir den Streifenwagen sahen.  Nachdem wir den Streifenwagen passiert hatten, schaute ich in den Rückspiegel, konnte aber nichts auffälliges erkennen, es schien, als wäre alles gut gegangen.

Lichthupe von hinten, der zweite Wagen wurde langsamer und in dem Augenblick, in dem er mir Lichthupe gab, gingen hinter ihm alle Lichter des Texanischen Highway-Streifenwagen an. Wie ein Christbaum auf der Interstate leuchtete der Streifenwagen.

Mein Roadtrip-Buddy wurde von der Streife angehalten und natürlich konnte ich ihn in diesem Augenblick nicht alleine lassen. Ich lenkte unsere E-Klasse also auch auf den Seitenstreifen.

Wie im Film, leuchtete nun die gesamte Licht-Armada auf dem Dach des Streifenwagen und sorgte für diese typische Atmosphäre: Zu schnell, erwischt und nun?

Wortkarg und immer mit einer dicken Backe vom Kautabak, schlenderte der Texanische Highway-Polizist vom hinter uns stehenden Fahrzeug auf der Beifahrer-Seite zu unserem Fahrzeug. Hatte er seine Hand an der Waffe?

Nein. Ich glaube, er sah die californischen Nummernschilder unserer Mercedes-Modelle und dachte sich den Rest – er ging wohl nicht davon aus, dass wir gefährlich waren. Nur zu schnell und in seinem Highway-Abschnitt muss man dann eben auch die Verantwortung hierfür übernehmen.

Nachdem er meinen Führerschein und die Zulassung des Fahrzeuges in der Hand hielt, eröffnete er uns, dass wir mit 92 Meilen gelasert wurden und hier ein Speedlimit von 75 Meilen gilt. 300 bis 400 Dollar sollte das kosten und ob wir genug Geld bei uns hätten?

Dabei sprach er übrigens deutlich weniger im Slang texanischer Cowboys, als ich das erwartet hätte. Nur die Sache mit dem Kautabak und dem Plastikbecher in den er immer wieder spuckte, das passte dann wieder in mein Weltbild.

Um die Papier-Angelegenheiten zu erledigen und den Geldbeutel zu erleichtern, sollten wir seinem Streifenwagen folgen. Wir fuhren an der gleichen Stelle vom Highway ab, an der wir angehalten hatten. Schlicht über das Bankett, über eine Wiese und auf eine unbeleuchtete Bundesstraße. Der V8 des Streifenwagen wurde dabei nicht geschont, fast schien es, als wollte der Officer der Highway-Patrol nun zeigen, wer hier schnell fahren darf. Und so brachen wir zum x-ten Mal an diesem Abend durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Texas – dieses Mal jedoch hinter einem Streifenwagen.

Vor einer unscheinbaren Polizei-Wache stoppten wir, die  Reifen gaben auf dem frostigen Kies-Belag des geschotterten Parkplatzes deutlich den Unmut über zu wenig Haftung kund.  Der Polizist erledigte in seinem Streifenwagen noch Papierkram, kaute seinen Tabak und spuckte immer wieder den überflüssigen Speichel in einen Becher, der im Cupholder des Fahrzeugs stand. Ich hoffte nur, morgen früh, beim Schichtwechsel würde es zu einer Verwechslung von Kaffee und – ach, egal.

Am Ende waren es 240 US-Doller für „Speeding“. Ein Besuch in einer Polizeistation im Hinterland Amerikas (Oldham County) und eine unbezahlbare Erfahrung zusätzlich. Heike hat im übrigen die „Restrooms“ in der Polizei-Station besucht und wollte eigentlich Fotos vom Rest der Polizeistation machen. Aber wann genau ist der Akku eines iPhone leer? Genau…

Hätten wir das Geld nicht auftreiben können, kein Problem – für 50 $ am Tag hätten wir die Strafe auch „absitzen“ können 😉

MBRT13 E-Klasse Schrottplatz Nirgendwo

Wie Schrott und Sand den Tag bereichern:

Eine Horde von Automobil-Geeks quer durch die USA fahren lassen, dass kann dann schon einmal dazu führen, dass man mitten im „Nichts“ an einem Schrottplatz vorbei kommt, die Fahrzeuge alle sofort die Straße verlassen und noch bevor alle geparkt haben, die ersten mit der gezückten Kamera im Anschlag auf den Platz der Automobil-Geschichten zu hüpfen.

Es war aber auch ein Schrottplatz, wie man ihn in Deutschland nicht mehr finden würde. Die Fahrzeuge standen vermutlich schon Jahrzehnte im Freien herum und der Zahn der Zeit nagte ohne Rücksicht an ihnen herum.

MBRT13 E-Klass Schrottplatz im Nirgendwo

Mein Lifestyle-Blog Kollege aus Frankreich, der im übrigen am Vorabend mit mir die 240 $ Erfahrung eingekauft hatte, wollte gleich noch eine weitere Erfahrung machen und fuhr das Mercedes E550 Cabrio auf den Platz, auf dem die Schrottfahrzeuge standen. Dummerweise vertragen sich ein nasser sandiger Boden und mehr als 300 PS auf der Hinterachse nicht wirklich. Einmal „vroooom“ und er saß im Sand fest. Nun hätte vermutlich der ein oder andere den lieben Sebastian gerne dort sitzen lassen, bis er zum restlichen Umfeld des Schrottplatzes passte – aber wir hatten einen engen Zeitplan und so wurde er „ratzfatz“ mit der Hilfe des Allradangetriebenen Mercedes-Benz ML aus dem Sand gezogen.

Alles kein Problem – wenn man im Team arbeitet 😉

MBRT MB550 Hoover Damm Roadtrip mercedesbenz

Ob der Hooverdamm auch bei Nacht zu sehen ist?

Perfekt. Und eigentlich wirkt er bei Nacht auch deutlich besser :).  Es war der erste Tag des Roadtrips und es war ein langer Tag. Von Carlsbad über Las Vegas ging es bis nach Flagstaff. Es war – ganz unter uns – am Anfang auch ein echtes Problem, aus dieser Truppe von „Bloggern“ eine Gemeinschaft werden zu lassen und ich kann mich an einige Momente erinnern, in denen man nur zu gut eine Abhandlung über „zwischenmenschliche“ Krisen hätte schreiben können.

In diesen Situationen hätte der Gedanke an den Hoover-Damm geholfen. Dieses Monument aus Stein und Beton – ein Exempel des Menschlichen Willens.

 MBRT13 Zurück blicken

Der Roadtrip von Los Angeles nach Detroit

Während ich gerade sehe, dass ich schon wieder bei mehr als 1.200 Wörtern angekommen bin, also schon lange wieder im „tl:dr“ Bereich, merke ich – es gibt noch so viele kleine Anekdoten zu erzählen, so viele Momente die wir auf Fotos fest gehalten haben, die man noch beschreiben müsste.

Ich denke – ich werde diesen Trip so schnell nicht vergessen und wohl immer mal wieder ein paar Erinnerungen an diese Reise in den Blog einstreuen.

Jan hat dem Trip gestern Abend noch ein Video gewidmet – über sieben Minuten lang, aber mehr als sehenswert.  Es zeigt schön – komprimiert – wieder dieser Trip ablief:

Danke für dieses Video Jan – well done!

Danke an Mercedes-Benz. Danke an Lena und Wolfgang (MB Social Media). Danke an den Polizisten in Texas. Und DANKE  an Jens, Heike, Javier, Gianluca, Omar, Sébastian und Teymur.

Alles im Überblick behalten? Am besten über mbrt13.com!

Roadtrip MBRT13 - Ende

Siri sag Hallo zur neuen E-Klasse von Mercedes-Benz

In den USA hat das Iphone von Apple mittlerweile einen Marktanteil von knapp über 50 % und gehört damit praktisch zum Standard Smartphone der Amerikaner. Nur allzu verständlich wenn sich nun Automobil-Hersteller damit beschäftigen, die teilweise doch echt sinnvollen Funktionen des iPhones in ihre Automobile zu integrieren.  Eigentlich hatte ich bereits vor über einer Woche die Möglichkeit die Integration von Apples „Siri“ in die neue Mercedes E-Klasse zu testen.

Siri sagt „Hallo“ zur neuen E-Klasse

Die CES in Las Vegas ist für eine Premiere im Bereich Automobile High-Tech und Smartphone genau der richtige Platz. Und ich durfte sogar einen Tag früher – noch vor der offiziellen Premiere – im Umfeld einer neuen E-Klasse, mit Siri sprechen. Geschehen ist das alles im „Mercedes-Benz Advanced Design-Center“ in Carlsbad. Dummerweise an dem Tag, an dem wir aus Deutschland für unseren Roadtrip nach Amerika kamen. Ich war also bereits 24 Stunden auf den Beinen als es zum ersten Kontakt mit Siri kam und es sollten noch einige Stunden folgen, bis wir ins Bett kamen. Und weil unser Roadtrip mit 4.600 Kilometern auf uns wartete, fehlte mir in den folgenden Tagen einfach die Zeit, Siri für Euch hier im Blog vorzustellen.

Aber jetzt 🙂

„Siri, sag mir, wie das Wetter in Las Vegas ist“

Wer diese Frage in den Raum stellt, nachdem er zuvor die „Sprachbefehl-Taste“ am Lenkrad seiner neuen E-Klasse gedrückt hat, der wird überrascht sein. Nicht von der Antwort und davon, dass es in Vegas 20° wärmer war als in Deutschland zu diesem Zeitpunkt, sondern von dieser simplen Lösung. Endlich versteht mich mein Auto, war mein erster Gedanke.

Fern ab der bisher eher suboptimalen Spracherkennung, kann man nun mit seinem Auto in einer Art und Weise sprechen, wie man es wirklich für nützlich und sinnvoll erachtet.  Wie oft habe ich mir gewünscht, während der Fahrt auf der Autobahn, mal schnell einen Termin in meinen Kalender einzutragen. Oder einfach einen Tweet los zu schicken. Und das alles per Sprache, ohne dafür mein Handy in die Hand nehmen zu müssen. Verdammt – ich als Fan von Android-Smartphones – muss an dieser Stelle sagen, dass was damit nun möglich ist, ist wirklich verdammt cool.

Nur in der Mercedes E-Klasse?

Nein. Die Siri-Funktion vom iPhone wird man in diesem Jahr, Stück für Stück in verschiedenen Fahrzeugklassen nutzen können. Was man hierfür benötigt ist das Mercedes-Benz „Drive Kit Plus“, hier arbeitete man bei Mercedes-Benz derzeit mit Hochdruck an einer Überarbeitung des Soft- und Hardware-Angebotes, damit man Siri in allen Modellen nutzen kann.

Neben der genialen Sprachsteuerung durch Siri,  ziehen dann auch noch weitere wirklich coole Feature mit in das jeweilige Fahrzeug ein. So gibt es neben Facebook und Twitter auch einen Dienst den ich bereits auf meinem Smartphone nutze: Glympse. Eine Erweiterung die es mir ermöglicht, meinen aktuellen Standort per Link an ausgewählte Empfänger zu schicken. Damit hat sich dann diese nervige Frage: „Wann bist Du denn da?“ auch erledigt? Man kann live, per Online-Map verfolgen, wo sich der Besucher derzeit bewegt. 🙂

Im Prinzip wäre alleine Siri die Reise nach Las Vegas wert gewesen, aber für die Teilnehmer des „Mercedes-Benz Roadtrip 2013“ war die Präsentation dieser coolen Neuheit nur der Anfang einer spannenden Zeit in den USA.

SIRI bei Mercedes-Benz

Wie es weiterging und was ich alles erleben durfte, dass könnt ihr im Artikel über den Roadtrip nachlesen.

 

VW Golf Blog Bericht Titel

Angefahren: Golf Generation 7

Als vor 38 Jahren der erste Golf vorgestellt wurde, hat sich vermutlich niemand vorstellen können, dass dieser Käfer-Nachfolger zum erfolgreichsten Fahrzeug aller Zeiten wird.  Vor einigen Tagen wurde der „Neue Golf – die siebte Generation“ vorgestellt. Nachdem mein erstes Auto ein VW Golf war, mein zweites auch und ich auch sonst einige Erinnerungen an „die Marke“ innerhalb der Marke Volkswagen habe, war es eine große Freude den „Neuen“ bereits jetzt, bei der Internationalen Präsentation erleben zu können:

Deja Vu auf Sardinien

Perfekt. Vermutlich der Beste Golf aller Zeiten. Klassenbester. Streber. Automobiler Glücksgriff. Vollwertkost für jeden Anspruch. Die größte Hürde im Kompaktwagen-Segment für alle Mitbewerber.

O-Töne vom Presse-Event

Der Golf 7. Das Auto. Der erste Fahrbericht.

Auch wenn es verlockend klingt, ich bekomme für meine Grammatik und Rechtschreibung oft genug „Haue“ ich werde mich daher nicht der Versuchung unterwerfen und einen Fahrbericht so schreiben – wie man das in der Volkswagen-Werbung derzeit penetriert: „Der Golf. Das Auto. The Car.“ Ich will versuchen einfache aber nicht zu kurze Sätze für meinen ersten Eindruck zu dieser neuen Generation zu formen.

Finden Sie den Golf im Bild? Zum Fahrer geneigte Mittelkonsole.
Finden Sie den Golf im Bild? Jetzt mit: „Zum Fahrer geneigte Mittelkonsole.“

Was will er sein?

Nicht mehr oder weniger als die Fortführung einer Erfolgsgeschichte.   Mit dem Frontmotor-Frontantriebs Konzept hat man in Wolfsburg damals alles auf die „Risiko-Karte“ gesetzt. Der Abschied vom Heckmotor-Käfer und die Präsentation des ersten wirklich kompakten Volkswagen war ein mutiger, noch mehr aber, ein notwendiger Schritt.

Heute – 38 Jahre später – kann man vom erfolgreichsten Fahrzeug der gesamten VW-Historie sprechen. Der VW Golf ist zur „Marke“ innerhalb der Marke Volkswagen geworden. Eine Ikone für die Demokratisierung der Automobilität und ein klassenloser Primus im Automobil-Sektor. Aber auch ein Leuchtturm der Langeweile. An der Spitze wagt man keine Experimente mehr. Wer mit dem Erfolgsmodell und Namensgeber einer gesamten Fahrzeug-Kategorie an der Top-Platzierung in den Fertigungs- und Zulassungszahlen nichts verändern will, der darf das Fahrzeug nicht mit jeder Generation neu erfinden.

Und so will auch die siebte Generation als „Evolution der Idee Golf“ gesehen werden und man kann nur entfernt abschätzen, wie schwer es für einen Designer sein muss, an diesen „heiligen Gral der Wolfsburger Familie“ Hand an zu legen.

Kritiker urteilen: „Langweilig!“ – Fans schätzen die „Design-Treue“.

Verarbeitung und Finish - Nicht weniger als grandios!
Verarbeitung und Finish – Nicht weniger als grandios!

 

Was kann er?

Der vermutlich größte Mitbewerber für den neuen Golf kommt aus dem eigenen Konzern. Das Schwestermodell von Audi durfte die neue „Konzern-Plattform MQB“, die keine Plattform mehr ist – sondern ein Baukasten, noch vor dem „Musterschüler“ aus Niedersachsen in die Öffentlichkeit fahren.

So verwundert es jedoch auch nicht, dass der VW Golf im ersten Eindruck vor allem eines ist: „Verflixt ähnlich wie der Audi A3“ 😉 – Längerer Radstand. Verkürzte Überhänge. Geräumiger Innenraum und eine ausgewogene Fahrdynamik.

Entgegen dem Trend zu ständig sportlicher abgestimmten Kompaktwagen nimmt man in Volkswagen bewusst den Weg des komfortablen „Daily-Drivers“ ohne Anspruch an die letzte Rille an Fahrdynamik. Zumal für den sportlichen GTI (dann wohl ohne nachträglichne Federspanner)  und ein R-Modell Platz bleiben muss.

Er beeindruckt mit sattem Feeling auf der Straße, sattem Türgeräusch beim schließen und einer bis zur Ekstase in die Spitze der Perfektion getriebenen Verarbeitung.

Ein perfektes Entertainment- und Navi-System begleitet die Fahrer der zukünftigen Top-Modelle und neben Ergonomischen Sitzplatz-Wundertüten freut man sich in der Kompaktwagenklasse über die volle Bandbreiter der Fahrer-Assistenzsysteme.

VW Golf schönes Foto

 

Was kann er nicht?

Den demokratisierten Luxus der ersten Sitzplatzreihe in den Fond übertragen. Ernüchterndes Hartplastik nicht nur im direkten Blickfeld der Fond-Passagiere, nein auch an der wichtigen Türverkleidung und eben nicht erst ab Schienbeinhöhe, sondern dort wo man seinen Arm auflegt. Das ist eine herbe Enttäuschung und gehört dort ganz sicher nicht hin! Hier hat im Haptik-Controlcenter jemand geschlafen – oder wurde überrumpelt vom übereifrigen Controller.

VW Golf Rückansicht

Fazit zum Volkswagen Golf 7:

Es ist ein Golf. Zum Glück. Er gefällt mir. Ich mag den Golf. Ich bin aus der Generation Golf.

🙂 Okay, anstelle des „Steno-Werbe-Style“, will ich auf eine Frage von Thomas eingehen:

Wenn mich etwas an den Testberichten meiner lieben Kollegen interessiert, dann genau die Unterschiede (die Golf-Wettbewerber von Mercedes und Audi sind sie meist alle schon gefahren) und der ganz objektive Grund wieso sie sich für den Golf (oder eben nicht) entschieden.
Los, ich bin gespannt! 🙂 / Thomas Gigold

Ich denke es recht simpel – wenn auch ein wenig schmerzlich für die Werbeprofis im Konzern, aber einen Golf und auch diese siebte Generation, fährt man – weil man sich im Grunde nicht für das Auto interessiert – aber einen hohen Anspruch an Funktionalität, Sicherheit, Komfort, Zuverlässigkeit und wertige Verarbeitung besitzt.

Der Golf ist wieder einmal der Streber in seiner Klasse. Und wie ich aus meiner Schulzeit gelernt habe, waren Streber selten von allen geliebt, am Ende der schulischen Laufbahn hat man sich aber dennoch oft beneidet!

Zur VW Golf – Generation 7 – Galerie

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Gestern verpasst?

Zwei Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell für die Landesregierung

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann haben in Stuttgart zwei weitere Elektrofahrzeuge für den Fuhrpark des Landes in Empfang genommen. Zwei Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell sollen dort ab sofort ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen. Baden-Württemberg seidie Heimat des Automobils, und deshalb wolle man ein Signal setzen und Elektrofahrzeuge auf der Straße stärker sichtbar machen, betonten die beiden Landespolitiker.

Bereits seit Dezember 2010 sind mehrere Mercedes-Benz B-Klassen F-Cell und Smart Fortwo Electric Drive für die Landesregierung im Einsatz. Baden-Württemberg ist damit Vorreiter beim Einsatz von Elektroautos als Dienstwagen. (ampnet/jri)

 

 

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