Peugeot 2008 passiert 100.000er-Grenze

Der Crossover Peugeot 2008 kommt bei den Kunden gut an: Weniger als ein Jahr nach der Markteinführung wurde am Produktionsstandort in Mulhouse bereits die 100.000ste Einheit des „Mini SUV“ ausgeliefert. Die Produktion des Peugeot 2008 ist schon dreimal angehoben worden – insgesamt hat sie sich auf aktuell 680 Fahrzeuge pro Tag verdoppelt. In Deutschland wurden seit dem Marktstart im Juni 2013 rund 14.000 Einheiten des Peugeot 2008 bestellt, davon über 3.000 Einheiten allein von Januar bis Mitte Februar 2014. Marcel de Rycker, Geschäftsführer von Peugeot Deutschland:

„Wir freuen uns, dass der Peugeot 2008 den Geschmack der Kunden offenbar voll trifft und erwarten mit Spannung das erste volle Verkaufsjahr des neuen Erfolgsmodells.“

Beim Euro-NCAP Crashtest erreicht der Peugeot 2008 5 von 5 Sternen und gehört damit den sichersten Fahrzeugen in seinem Segment. .

Derzeit bietet Peugeot mit der 2.000 Euro Eintauschprämie und einem attraktiven Leasingangebot, besondere Anreize um in der Zukunft in den frechen Franzosen zu steigen.

Privatkunden und Kleingewerbetreibende, die sich für den Kauf eines Peugeot 2008 entscheiden, profitieren bei teilnehmenden Peugeot Partnern noch bis zum 31. März 2014 von einer attraktiven Eintauschprämie: Geben sie ihr altes Fahrzeug in Zahlung, erhalten sie einen Bonus in Höhe von 2.000 Euro über DAT/Schwacke (Mindestwert des Altfahrzeugs: 1.000 Euro; unverbindliche Aktionsempfehlung). Darüber hinaus gilt das 5 Jahre QualitätsPlus (2 Jahre Herstellergarantie + 3 Jahre Schutz gemäß den Bedingungen des optiway-GarantiePlus-Vertrages bis max. 80.000 km bzw. 5 Jahre). Der Peugeot 2008 kann bei teilnehmenden Händlern bis zum 31. März 2014 auch zu besonders günstigen Konditionen der Peugeot Bank geleast werden: Privatkunden zahlen etwa für einen Peugeot 2008 Access 82 VTi bei einer Anzahlung in Höhe von 3.000 Euro eine monatliche Leasingrate von nur 139 Euro (Fahrleistung: 10.000 km/Jahr, Laufzeit: 48 Monate).

Vorgestellt: Ford Ecosport

Wenn aus dem Fiesta ein SUV wird

Dann wandert das Ersatzrad an die Heckklappe, fast wie bei einem echten Geländewagen. Die Bodenfreiheit bekommt ernsthafte 20 Zentimeter zugestanden und die Böschungswinkel lassen die Treppe vor dem örtlichen Einkaufszentrum zu einem minder wichtigen Kriterium bei der Wahl des besten Parkplatz werden. Doch von diesen, irgendwie so SUV-typischen Eigenheiten abgesehen, will der jüngste Kölner-Spross gar nicht als SUV verstanden werden. Und weil die Winter in Köln eher mild sind, kommt der Ecosport dann auch ohne Allrad-Option.

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Ein Weltauto ist entsprungen

Seit 2003 verkauft FORD sein Ecosport Modell in Brasilien und das auch durchaus erfolgreich. Gut 700.000 verkaufte Fahrzeuge seit der Markteinführung sprechen eine deutliche Sprache. Oder anders, Ford hatte den Mini-SUV im Programm, bevor er in unserem ‚Teil der Welt  hipp wurde. Denn auch dies kann man nicht mehr leugnen, ganz egal wie sinnvoll die Klasse der kompakten SUV sein mag, sie erfreut sich steilster Zuwachsraten.

Alle wollen hoch über dem Verkehr sitzen, den Weitblick genießen und das subjektive Gefühl der Sicherheit für sich beanspruchen. Die Wachstums-Chancen für dieses Segment sind brilliant – vermutlich bis wir uns alle  im täglichen Stau, in absurd geschminkten Kleinwagen, mit Zwanzig- und mehr Zentimeter-Bodenfreiheit begegnen.

Never the less. Wo ein Markt ist, da muss ein Angebot her.

Der Ecosport kommt im Juni 2014 zu den deutschen Ford-Händlern. Als Weltauto hat er dann bereits eine ordentliche Reise hinter sich. Ford fertigt den neuen Ecosport in Brasilien, Indien und China. Neben diesen “emerging Markets” darf der kleine SUV-Spross der Kölner nun auch die Hausfrauen in Köln-Nippes, die hippen und trendigen Flatrate-Kunden und Null-Prozent-Finanzier sowie die Senioren mit dem Wunsch nach einer höher gelegten Sitzfläche beglücken.

Oder nicht. So die ernüchternde Erkenntnis nach einer ersten Testfahrt. Ja, der Ecosport wurde für ein wichtiges, kräftig wachsendes Segment entwickelt. Renault Captur, Peugeot 2008, Nissan Juke und Opel Mokka haben es vorgemacht. Aber man merkt dem Ecosport an, dass er unter dem Diktat des Preisdruck entwickelt wurde. Zugunsten von ein wenig mehr Bodenfreiheit verzichtete man auf eine angemesse Qualität im Innenraum.

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Und so fährt er sich

Früh untersteuernd umrundet man kurvige Landstraßen. Zwanzig Zentimeter Bodenfreiheit und die fürstlichen Böschungswinkel nehmen jedem Bremshügel den Schrecken. Wäre der gefahrene 90 PS Diesel nicht so schwach im Antritt, der Ecosport wäre ein Rowdy für die „Tempo 30 Zone“. Dafür stimmt der Verbrauch des einzigen angeboten Dieselmotors versöhnlich. Die versprochenen 4.6 Liter nach Norm sind während der Testfahrt nicht möglich gewesen – aber das ist nicht verwerflich. Mit 5.8 Liter konnte man bei der Streckenwahl mit viel Stadtverkehr und einer tollkühnen Berg-Etappe durchaus zufrieden sein.

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Das fällt auf

Viel grau, viel Plastik. Man merkt den Preisdruck an jeder der vier Türverkleidungen und quer vor der Nase des Fahrers.  Ebenso ein absolutes „No Go“: H4-Scheinwerfer an der Front. Der Ford Ecosport ist ein Lifestyle-SUV mit erstaunlich guter Serien-Ausstattung. Vom Keyless-Go, über Klimaanlage bis hin zu einem Lederlenkrad und einem mit Tierhaut überzogenem Handbremshebelgriff. Aber an der Front, da soll ein Leuchtmittel aus den Sechzigern für die hellen Momente in der Nacht sorgen. Nein. Sorry. Das geht eventuell gerade noch so bei einer rumänischen Low-Budget Marke, aber ein hippes Trendmobil für 20.000 € sollte beim umschalten von Abblendlicht auf Fernlicht nicht mit kurzen Momenten der Dunkelheit kämpfen müssen.  Zumal das clevere Licht im Regal des Ford-Konzerns liegt.  (Am Rande erwähnt: Wer hippe Modetrends ignoriert, der bekommt einen Ford Focus mit 1.6 TDCi (105PS) in der 99g SYNC-Edition mit Bi-Xenon Scheinwerfern für 20.715 €. – Darüber sollte man nachdenken!) 

Das die Heckklappe eine Tür ist und nach links zur Seite öffnet, dürfte dem Reserverad geschuldet sein. Dessen Gewicht würde jeden Dämpfer in die Knie zwingen. So richtig praktisch ist diese Hecktür-Variante nicht. Weder im Bewegungsablauf beim öffnen, noch bei Bundesdeutschen Parkräumen in Ballungszentren. Und da soll der Ecosport ja für große Augen sorgen.

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Das war toll

Puh. Ich bin immer bemüht ein Fahrzeug mit den Augen der Zielgruppe zu sehen. Ich frage mich bei jedem Testwagen,  was würde der überzeugte Fan des Modells wohl gut finden und was ist sinnvoll? Der Ecosport wird eine Fahrzeugklasse bedienen, die man als Volumen-Hersteller nicht auslassen darf. Er wird dies mit einer soliden Grundkonstruktion tun und er bekommt natürlich auch den famosen Dreizylinder-Ecoboost-Motor mit 125 PS. Gäbe es den Zwang zu einer Positivliste, ich würde vermutlich die Sitze erwähnen. Der Beifahrer muss auf eine Sitzhöhenverstellung verzichten, davon abgesehen ist der Sitzkomfort jedoch gut und auch das Raumgefühl vor allem eines: Positiv.

Ford Sync Applink

Eine ernsthaft positive Erwähnung muss das Thema Ford Sync Applink finden. Der Weg den die Ford-Mannen hier gehen ist durchaus Erfolg versprechend. Mit der kommenden Generation wird man die ersten Apps per Sprache bedienen können. Während man durch die Stadt cruist, drückt man nur noch die Taste für die Sprachbedienung und sagt was man möchte. Zum Beispiel die Spotify-App starten und auf eigene Playlist zurückgreifen. Oder Internet-Radio über die Car-Hifi Anlage streamen. Diese Funktionen sind auch nicht von der Wahl des Smartphones abhängig, so lange man ein iPhone oder ein Gerät mit Googles Android nutzt.

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Hier muss nachgebessert werden

Haptik, Haptik, Haptik und dabei auch an die Menschen denken, die in einem Auto mehr sehen, als nur einen Erfüllungsgehilfen für Modetrends.  Das exponiert angebrachte Ersatzrad mag den wilden Slang von Offroad-Helden sprechen, wirkt im Falle eines nur mit Frontantrieb (zumindest erst einmal) angebotenen Lifestyle-SUV jedoch nur als lustige Maskerade. Eine echte Hilfe im Alltag stellt der 20 Zentimeter lange Überhang nicht dar.

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Nun die Fakten:

Ab Juni 2014 steht der Ecosport bei den Händlern. Drei Motoren und zwei Getriebeversionen werden angeboten. Wobei sich das Ford Powershift Automatikgetriebe (Doppelkupplung!) nur mit dem 112 PS 1.5 Liter Benziner kombinieren lässt. Der Ecoboost 1.0 Turbo-Benziner und der 1.5 Liter TDCi mit 90 PS werden nur mit dem manuellen 5-Gang Schaltgetriebe angeboten.

Preise: Derzeit bietet FORD noch einen Aktionspreis von 17.990 € an. Dank einer ordentlichen Ausstattung ein echtes Angebot. Doch auch später werden die Ecosport-Modelle nur mit umfassender Ausstattung erhältlich sein. Alle Ecosport werden als „Titanium“ angeboten, der Linie die Ford im allgemeinen den Top-Versionen vorhält. Der Ecoboost-Benziner mit 125 PS kostet 20.200 €. ( Da denke ich sofort wieder an den Focus. Der mag ein biederer Kompaktwagen sein, aber hey, innere Werte waren selten sexy!)

Audi – Land of quattro – Der Audi RS Q3

Kompakte SUVs werden von mir gerne als Kaufhaus-Traktoren oder Schickeria-Taxis verspottet.  Ernsthaft. Der Sinn von kompakten SUVs liegt irgendwo zwischen Kondomen für katholische Kardinäle und alkoholfreiem Wodka auf russischen Walfängern. Nun – open minded wie immer – habe ich mir die sportlichste Version im Segment der kleinen SUV-Athleten angeschaut. Und wo kann man sportliche Talente besser testen als bei einer Alpen-Überquerung?

Audi RS Q3

Gefahren auf der Audi Alpen Tour 2013

Audi RS q3 land of quattro in Fahrt

Der erste Eindruck:

Okay, zuerst haben Sie der Yeti/Tiguan-Plattform des Mutterkonzerns die vier Ringe in den obligatorisch großen Schlund geprägt und nun bekommt der vermeintliche Offroader Niederquerschnittsreifen und wird tiefer gelegt. So richtig verstehen kann ich diesen Prozess nicht. Sicher. Säße ich in der Marketing-Abteilung in Ingolstadt, der RS Q3 wäre der Traum meiner schlaflosen Nächte. Der trifft sein Zielpublikum blind. Oder ist das Zielpublikum nur blind?

Massive Kühlluft-Öffnungen für die Bremsanlage, ein angedeuteter Diffusor am Heck und ein ovales Endrohr, das mich an meine seligen Tuning-Zeiten erinnert.  Er sitzt stämmig auf seinen 19-Zoll großen Felgen, das muss ich dann doch auch neidlos anerkennen. Wenn man einen kompakten SUV sucht, also einen Kompaktwagen, der nur so aussieht, als könnte er den nächsten Berghang erklimmen, dann gehört dieser Ingolstädter Wolpertinger auf die Shopping-Liste.

Audi RS Q3 Wasser von vorne

So fährt er sich:

1-2-4-5-3  Nein ich habe mich nicht verzählt. 1-2-4-5-3 ist die Zündfolge des Reihen-Fünfzylinders, den die Leistungsverrückte-Truppe aus  Neckarsulm in diesen gepimpten Q3 gesteckt hat. Und weil es nicht nur um den Sound ging, sondern auch um ordentlich Leistung, macht ein Turbolader dem Fünfender ordentlich Druck.

Fünfzylinder-Turbo, Allrad, über 300 PS – klingelt es? Der selige Ur-Quattro lässt grüßen (hier geht es zum Sport-Quattro im Fahrbericht). Aus dem „Marketing-Handbuch für Dummies“ stammt der hohle Begriff des „dynamischen Lifestyles“. Ob die 310 PS und 420 Nm ausreichen, um den RS Q3 zu Recht als Dynamiker zu bezeichnen? Und wie viel „Ur-Quattro“ steckt im RS Q3? Fragen über Fragen.

Einsteigen, anschnallen, Motor starten. Und los geht es. Fünf Zylinder und sieben Gänge, dazu die Kraft an allen vier Rädern. Dank dem Doppelkupplungsgetriebe lassen sich im easy angegangenen ersten Teilstück die Schaltvorgänge nur erahnen. Verschliffen, irgendwie zu unspekta-Q-lär bewegt er sich durch die Ortschaften im Westen der Alpenrepublik.  Es sitzt sich extrem gut, die Stühle passen für fast jede Statur und die Qualität der Materialien erfüllt auch im ersten RS-SUV der Ingolstädter quattro-Tochter die hohen Erwartungen von Premiumkunden.

Drauf den Socken, lass rocken. 

Es ist dieser Sound. Selbst die verklärtesten Romantiker und Fünfzylinder-Historiker haben zuvor keinen so wunderschön Motorensound gehört. Der RS Q3 zieht bei grobem Gasfuß auch grob an. Die Kraft der 420 Nm drückt mächtig auf den Magen und der Allradantrieb (Haldex 5.te Generation) sorgt für eine zuverlässige Verteilung der Kräfte zwischen den Achsen.

Audi RS Q3 Fünfzylinder

Doch der RS Q3 ist kein echter „RS“. So leid mir diese Feststellung nach dem „Höllen-Spaß“ auch tut. Ein RS ist kompromissloser. Der RS Q3 kann seine Geburtsstätte im SUV-Basislager des Konzerns nicht verleugnen. Er lässt deutliche Wankbewegungen zu, eine Folge der zu schwachen Stabilisatoren. Heftiges Kurvenräubern bedankt er mit wild agierendem ESP. Der RS Q3 erscheint mit der heißen Nadel gestrickt. Man wollte auf jeden Fall vor dem kommenden Gegenpart aus Stuttgart auf der Straße sein. Der erste „Sports-SUV“ im Kompakt-Segment. Dies alles wäre wunderbar geglückt, hätte man ihn nur SQ 3 genannt.

Den fulminanten Fünfzylinder trifft keine Schuld, das DSG lässt sich auch bei wilden Ritten über die Alpenpässe nicht verwirren, schaltet zackig durch die sieben Gänge und selbst die Bremse bleibt, trotz des immensen Leergewichts von über 1.66 Tonnen, in ihrer Arbeit weitestgehend unbeeindruckt. Nur das grundlegende Fahrwerks-Setup scheint viel zu nahe an der Basis zu sein. Hier fehlt der RS-Touch, die überzeugende Sportlichkeit. Die Perfektion aus Traktion und Dynamik. Echte Dynamik, nicht diese hohle Lifestyle-Floskel.

Der Spagat zwischen Kompakt-SUV und RS scheint ein zu großer zu sein. Zu sichtbar, zu fühlbar die notwendigen Kompromisse, um den Q3 im RS-Gewand nicht auf dem erstbesten Ackerpfad stranden zu lassen.

Als SQ 3 wäre der „Dynamiker im Lifestylehemd“ jedoch, wie bereits geschrieben, ein echter Volltreffer.

Audi RS Q3 auf der Alpentour land of quattro

Das bleibt unvergessen:

Der trompetende Fünfzylinder und mein ungläubiges Gesicht, als ich den RS Q3 zum ersten Mal von der Leine ließ und der Motor erfrischend frech auf die 6.000 Marke zu stürmte. Ein Fanfaren-Schnellstransporter und ganz sicher nicht einfach nur ein Bogenhausen-Traktor.

Audi RS q3 land of quattro in Fahrt

 Technische Daten Audi RS Q3 |  Preisliste Audi RS Q3

Technische Daten:

Hersteller: Audi
Modellname: RS Q3
Karosserievariante: Kompakt SUV
Motor: R5 Turbobenziner
Getriebe: Siebengang-Doppelkupplung
Antrieb: Haldex-Quattro Allrad
Hubraum: 2.480 ccm
Leistung: 310 PS bei 6.700 U/min
Drehmoment: 420 Nm von 1.500 bis 5.200 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 5.2 Sekunden
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch nach Norm: 8.8 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 206 g/km
Testverbrauch: 12.3 Liter / 100 km
Räder: 255/35 – 20
Leergewicht: 1.655 kg (ohne Fahrer)
Länge, Breite, Höhe: 4410 / 1841 / 1580
Lustfaktor / max 10 Punkte:  7 von 10
Preis: ab 54.600 EUR