Ein Ableger trumpft auf – VW T-Cross

Jeder neue Tag steckt voll großer und kleiner Herausforderungen. Der heutige beginnt mit der Suche nach einer sogenannten Schnittstelle im neuen VW T-Cross. Wie alle Modelle von Volkswagen zeigt sich auch das jüngste und gleichzeitig kleinste SUV aus Wolfsburg betont smart beim Thema Vernetzung.  Damit der Kommunikation zwischen Fahrer und Auto perfekt funktioniert, ist es zunächst erforderlich, kostenfrei die App Volkswagen Connect auf sein Smartphone zu laden und sich mit dem T-Cross über den VW Data Plug (eine Art Blindstecker) zu verbinden. Das geht dann per Bluetooth, sofern Stecker und Schnittstelle physischen Kontakt haben.

Ab 17 975 Euro – zwar ohne Klimaanlage, aber mit vielen Assistenten

Da das leichter gesagt ist als getan, haben die Entwickler in die App gleich eine Taschenlampe für die Suche nach der erwähnten Schnittstelle mit eingebaut. Das erleichtert die letztendlich dann erfolgreiche Suche nach dem Stecker für die Onboard-Analyse irgendwo tief unter dem Armaturenbrett inmitten von düsterem Hartplastik. Dessen weitreichender Einsatz ist dem Preis des hochbeinigen Polo-SUV mit dominanter Motorhaube und breitem Kühlergrill geschuldet: Wie das Auto, so der Preis: Mit 17 975 Euro als Einstiegshausnummer hochattraktiv. Das sind im Schnitt nur etwa 500 Euro mehr, als man für einen vergleichbar motorisierten und ausgestatteten Polo investieren muss.

Zum Wiedererkennen: Quer über dem Heck spannt sich das Reflektorband mit schwarzer Blende.

Flexibler Innenraum bietet bis zu 1.281 Liter Volumen für das Gepäck

Dabei bietet der T-Cross mit 4,11 Metern über fünf Zentimeter mehr an Länge als der ihm zugrunde gelegte Polo. In der Höhe überragt er ihn sogar um fast 14 Zentimeter. Der Einstieg fällt leichter, der serienmäßig höhenverstellbare Fahrersitz bietet aus sechzig Zentimetern Höhe den bei SUVs so geschätzten Überblick über das Geschehen auf dem Asphalt. Mittels der um 14 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank vergrößert sich entweder der Fußraum für die Passagiere im Fonds oder das Gepäckabteil von 385 auf 455 Liter. Klappt man die Rückbank um, entsteht eine ebene Ladefläche mit bis zu 1281 Liter Stauvolumen. Für ein kleines SUV ein ordentlicher Wert. Zum Vergleich: Der Golf bietet da nur 1270 Liter.

Auf einen Allradantrieb kann und muss man verzichten

Unter der Haube des in Pamplona in Spanien gebauten T-Cross arbeitet zunächst ein aufgeladener 1,0-Liter Dreizylinder; entweder mit 95 PS und manuellem Fünfganggetriebe oder in der stärkeren Version mit 115 PS und wahlweise manueller Sechsgang-Schaltung, alternativ auch mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Später folgt noch ein Diesel, der bekannte 1,6-Liter-TDI mit manueller Fünfgangschaltung. Für Allrad gibt es in dem kleinen SUV weder Platz noch unterstellten Bedarf.

Eine schonende Fahrweise punktet in der App

Der 115-PS-Benziner mit der Sechsgang-Schaltung geht etwas knurrig zu Werke, wenn er drehen muss. Der Durchschnittsverbrauch von etwas über fünf Litern wird in der  VW Connect App als schonende  Fahrweise quasi lobend bewertet.  Der Beschleunigungswert von 10,2 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h seien für das ausgewogen abgestimmte Mini-SUV ebenso lobend erwähnt.

Wendig und flink zeigt sich der T-Cross in den engen Straßen von Palma.

Preiswerte Vernetzung von Auto und Fahrer

An dieser Stelle gilt es den Einstiegspreis noch einmal zu würdigen, denn die sehr sinnvollen Helfer wie Spurhalte-Assistent, Totwinkel-Warner, Berganfahr- und Auspark-Assistent sowie den proaktiven Insassenschutz bringt der T-Cross ab Werk mit. Die zusätzliche Investition von knapp 40 Euro in den Data Plug dürfte sich als eine der preiswerteren Lösungen zur Vernetzung von Fahrer und Auto lohnen. Die VW App informiert nicht nur über den Zustand des Fahrzeugs, erklärt Warn- und Kontrollmeldungen und schlägt Reaktionen darauf vor, sie drängelt zum notwendigen Reifenwechsel, erstellt ein Fahrtenbuch und sorgt bei Bedarf auch gleich für den Kontakt zum nächsten Servicepartner. Sie lotst den Nutzer per Handy auch zum letzten Standort des Fahrzeugs, sollte der entfallen sein. Das Fahrverhalten wird konstant beobachtet, bewertet und mit Punkten belohnt.  Abhängig davon, wie viele man sich fahrend sammelt, schaltet der digitale Aufpasser dann zur „Belohnung“ zusätzliche Nutzungen frei.

Die großen Radausschnitte betonen die markante Erscheinung des kleinen SUV.

Leider reichte die kurze Testfahrt auf Mallorca noch nicht aus, um beispielsweise den Zugriff auf die hinterlegte Stadtführung durch Barcelona oder Bilbao freizuschalten. Es bleibt also eine Herausforderung für das nächste Mal und etwas, das mit Vernunft fahrende T-Cross-Besitzer sicher ergattern werden….   

Basisversion ist der TSI-Dreizylinder Benziner mit 95 PS und manueller 5-Gang-Schaltung.

Text und Fotos: Solveig Grewe

Innenaufnahme: Hersteller