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Fahrbericht: Peugeot 308 GTi Sport – Gut gebrüllt, Mieze!

Was zeichnet eigentlich einen Löwen aus? Dass er der König des Dschungels ist? Dass er gut brüllen kann und manchmal aber auch schnurren, wie ein Kätzchen? Oder dass er immer Herr der Lage ist? All diese Eigenschaften wollten sich die Franzosen bei ihrem neuen Spielzeug zu eigen machen. Der neue Peugeot 308 GTi Sport weiß zu überzeugen. Aber was für ein Tier in ihm steckt: Löwe oder doch nur Miezekätzchen, sollte sich bald zeigen. Auf Tour im leider verregneten Porto in Portugal, ging es bereits am Flughafen los. Keine gute Voraussetzungen bei Sturm und Regen, den neuesten Hot Hatchback von Peugeot zu testen. Das nimmt einem ja den ganzen Spaß, wenn man auf den Straßen acht geben muss, nicht ins Aquaplaning zu geraten. Doch es nützte ja nix, der kleine Kompakte wartete mit seinen 272 PS schon darauf, getestet zu werden.

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Achtung: Technische Raffinessen

Schon beim Einstiegen zeigt sich: Hier ist sportlicher Fahrspaß an der Tagesordnung. Die Power von 272 PS verteilt sich auf 1.205 Kilogramm. Diese Kraft wird von einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe und einem Torsen-Differential auf die Straße gebracht. 235/35 R19 Michelin Pilot Super Sport Reifen unterstützen dabei und vermitteln ein sicheres Gefühl, auch bei der regennassen Fahrbahn. Ein 1,6-Liter-Motor wurde direkt aus dem RCZ R in den GTi Sport verfrachtet und schlägt sogar den aktuell stärksten Golf GTI um 42 PS. Die exklusiven Sportsitze gibt es direkt ab Werk. Weiches Alcantara schmiegt sich an glattem Leder und rote Ziernähte vervollständigen den sportlichen Look, der sich auch im restlichen Fond wiederfindet. Auch LED-Scheinwerfer, Navi und Klimaanlage finden sich in der Serienausstattung wieder. Rot ist allgegenwärtig. Das sportliche Lederlenkrad ziert eine rote Markierung, die noch präziseres Fahren erlauben soll. Drückt man auf die „Spaßtaste“, wird es noch sportlicher. Die Armaturen leuchten, wie soll es anders sein, Rot auf und kündigen eine neue Fahrdimension an.

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Das Fahrwerk tut dabei sein übriges. Die Komponenten bestehen teilweise aus Aluminium, wie die Querlenker an der nach dem McPherson-Prinzip gebauten Vorderachse. Diese sorgen mit 1,67 Grad negativem Radsturz für besseres Einlenkverhalten und mehr Grip in Kurven. Na, das kann ja heiter werden, sprichwörtlich. Das erste Grinsen schleicht sich ins Gesicht. Ja, so kann es weiter gehen. Regen hin oder her. Ein sicheres Gefühl macht sich in der Magengegend breit, trotz Spaßtaste, die die Armaturen in einem gefährlichem Rot erstrahlen lässt. Die Gasannahme wird direkter und der sonst eher dezente Motorsound wird im Innenraum satter – verstärkt durch einen Soundgenerator. Oh? Also doch ein Miezekätzchen? Wenn dann aber ein gepimptes. Auch wenn der Sound nicht 100 prozentig echt ist und das kleine Fauchen mein Grinsen ein wenig schief werden lässt, macht der kleine Kompakte trotzdem viel Freude.

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Das volle Drehmoment von 330 Newtonmetern erreicht der Kleine bei ca. 2000 Umdrehungen. Fahrwerk und Aufhängung sind zwar rennsporttauglich modifiziert, doch auch auf holpriger Fahrbahn erweisen sie sich als gut austariert und nicht zu hart. Ein straßentauglicher Rennflitzer also. Die Fahrt geht als nächstes auf die Rennbahn. Ein paar Runden so richtig auf das Gaspedal drücken? Aber ja doch! Die regennasse Strecke flößt Respekt ein. Nach einer kurzen Einweisung geht es ans Steuer der eigens dafür abgestellten Fahrzeuge. Etwaige Kollateralschäden werden wohl mit eingeplant. Von Runde zu Runde steigert sich das Gefühl der Sicherheit. Ja, der Kleine kann was. Auch auf der Rennstrecke. Und auch wenn das Heck hier und da mal ein bisschen ausbricht, zu keinem Moment perlt der Angstschweiß auf der Stirn. Sicherheit wird bei den Franzosen eben groß geschrieben. Doch auch jedes Fahrzeug muss sich irgendwann dem Wetter ergeben, oder ist es der Fahrer? Der Regen fällt gnadenlos stärker und nach den ersten Runden wächst mein Respekt noch mehr. Vorsichtshalber lasse ich nochmal den Profi ran und fahre ein paar Runden mit einem Rennfahrer mit, der mir die wichtigsten Fakten und Tipps beim Fahren auf einer Rennstrecke mitgab. Und was soll ich sagen? Es hat viel Spaß gemacht und ich bin sicherlich um ein paar Tipps schlauer, doch paar Runden mehr und mein Magen hätte einen Rückwärtssalto gemacht. Nicht ganz ohne, so eine Rundfahrt mit einem, der weiß, wo es lang geht. Besonders in so einem kleinen Flitzer wie dem Peugeot 308 GTi Sport. Hut ab!

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Fazit:

Der Peugeot 308 GTi Sport lässt sich bequem durch (fast) alle Straßen manövrieren. Wer es wissen will, kann ihn auch mal über die Rennstrecke jagen, doch auf den Straßen dieser Welt fühlt er sich wohler. Da muss er sich auch mit seinem kleinen „Brüllen“ als gepimpte Miezekatze nicht unter Beweis stellen. Die komfortable Sitzgarnitur ist auch für längere Fahrten ausgelegt, was sowohl den Rücken als auch den Bobbes erfreuen dürfte. Im direkten Vergleich dürfte es der Hot Hatch aber schwer haben. Denn gerade Renault und SEAT haben hier ein paar Modelle am Start, die eine echte Konkurrenz darstellen dürften. Allein beim Preis dürfte Peugeot aber noch punkten. Ab 34.950 Euro soll er kosten und bietet sowohl als Alltagsbegleiter und als Gelegenheitssportler alles, was das Herz begehrt.

Text / Bilder: Simone Amores

Weitere Impressionen:

Der Yaris Hybrid – Ganz ohne große Show

Ein Kleinwagen mit vollwertigem Hybridantrieb? Da landet man beim Toyota Yaris – und auch nur bei ihm, denn andere Stadtflitzer mit Doppelherz gibt es in Deutschland aktuell nicht. Seit 2012 ist der kleine Japaner mit Benzin- und Elektromotor nun erhältlich und hat sich inzwischen seinen Platz in diesem umkämpfen Segment gesichert.

Seit dem Facelift im vergangenen Jahr lächelt der Yaris die Welt mit seiner X-Front an, das auch von seinem kleineren Bruder Aygo bekannt ist. Toyota spendiert dem grundsätzlich eher nüchternen Japaner damit einen mutigeren und selbstbewussteren Auftritt. Im Innenraum werden seitdem auch höherwertigere Materialien eingesetzt, die Hartplastikflächen sind weicheren Materialien gewichen.

Seit 2012 ist der kleine Japaner mit Benzin- und Elektromotor nun erhältlich und hat sich inzwischen seinen Platz in diesem umkämpfen Segment gesichert.
Seit 2012 ist der kleine Japaner mit Benzin- und Elektromotor nun erhältlich und hat sich inzwischen seinen Platz in diesem umkämpfen Segment gesichert.

Auf die treibende Kraft, also das ungleiche Pärchen unter der Motorhaube, deutet bis auf den dezenten Schriftzug „Hybrid“ am Heck und über den vorderen Radkästen von außen erst einmal nichts hin. Dabei ist dieses Doppel entscheidend. Selbstverständlich gibt es den Yaris auch mit Benzin- oder Dieselaggregat, zudem als Drei- oder Fünftürer. Der ausschließlich als Fünftürer erhältliche Yaris Hybrid will aber was Besonderes und natürlich der Sauberste sein. Allerdings hat der Öko-Zwerg auch Nachteile: Erst einmal ist er in der Anschaffung teurer. Zudem kann einem eben dieser Antrieb auch mal die Stimmung vermiesen. Zumindest wenn man es eilig hat.

Denn der Yaris Hybrid will nicht rasen, er will reisen. Die Arbeit dafür übernimmt der aus dem Prius bekannte 1,5-Liter-Motor. Der 55 kW/75 PS starke Benziner verbündet sich mit dem 45 kW/61 PS leistenden Elektromotor. Allerdings darf man die beiden Leistungsdaten nicht einfach addieren. Die Systemleistung beträgt vielmehr 74 kW/100 PS und nicht etwa 136 PS.

Fährt man diesen Yaris artgerecht und in vorausschauender Fahrweise, lässt sich der Verbrauch auf gut fünf Liter drücken.
Fährt man diesen Yaris artgerecht und in vorausschauender Fahrweise, lässt sich der Verbrauch auf gut fünf Liter drücken.

Während der Fahrt erfolgt das Zusammenspiel der beiden Motoren völlig problemlos, man merkt die über mittlerweile schon Jahrzehnte angesammelte Erfahrung des Unternehmens mit dieser Technologie. Bevorzugtes Gebiet des kleinen Japaners ist natürlich die Stadt. Wenn während einer Fahrt immer wieder beschleunigt oder gebremst wird, kann der Hybrid seine Vorteile gegenüber konventionell angetriebenen Pkw ausspielen.

Fährt man diesen Yaris artgerecht und in vorausschauender Fahrweise, lässt sich der Verbrauch auf gut fünf Liter drücken. So kann das Bremspedal im Gewusel der Metropolen plötzlich zu einem ähnlich spannenden Gegenstand werden wie sonst das Gaspedal. Wem so etwas egal ist, der sollte besser nicht einsteigen und sich für den Bruder mit Selbstzünder unter der Haube entscheiden. Denn wenn man die volle Leistung abverlangt, etwa auf einer Autobahnetappe, werden die Nachteile des Antriebs offenkundig. Das kennt man schon aus dem Prius: Vortrieb, Drehzahl und Geräuschentwicklung passen wegen der stufenlosen Automatik nach einem beherzten Tritt aufs Gaspedal irgendwie nicht mehr zusammen. Der Yaris quittiert schon den Ansatz sportlicher Fahrweise mit peinlichem Aufheulen.

Dafür passt das Fahrwerk – es bleibt stets gelassen und schluckt die meisten Unebenheiten souverän weg. Zudem ist der Hybrid für einen Kleinwagen gut gedämpft und somit leiste. Positiv ist uns auch die direkt reagierende Lenkung aufgefallen. Beim Platzangebot müssen Yaris-Hybrid-Käufer den Vergleich zu den normalen Modellen nicht scheuen. Der 201 Kilogramm schwere Hybridstrang befindet sich unter der Rücksitzbank, so dass die Kofferraumgröße identisch bleibt.

Im Innenraum werden nach dem Facelift höherwertigere Materialien eingesetzt, die Hartplastikflächen sind weicheren Materialien gewichen.
Im Innenraum werden nach dem Facelift höherwertigere Materialien eingesetzt, die Hartplastikflächen sind weicheren Materialien gewichen.

Nicht identisch ist der Preis: Einen Yaris erhält man bei Toyota ab 11.990 Euro. Als Fünftürer mit einem Diesel unterm Blech, der einen durchschnittlichen Verbrauch von 4,2 Litern verspricht, werden 12.690 Euro fällig. Mit Hybridtechnik und allerdings besserer Ausstattung kostet er mindestens 17.300 Euro. Davon lassen sich die Kunden offenbar nicht beeindrucken. Denn am Absatz des Yaris hat die Variante mit elektrischem Hilfsmotor laut Hersteller großen Anteil. Seit 2012 konnten die Japaner in Europa 170.000 Einheiten mit diesem Antriebstyp absetzen. Das Konzept, auf große Show zu verzichten und einfach einen gelungenen kleinen Hybriden zu bauen, geht also offensichtlich auf.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Suzuki Baleno – Kleinwagen mit Mildhybrid

Suzuki erweitert seine Kleinwagenpalette. Neben den bewährten Swift stellen die Japaner im Frühjahr 2016 den zehn Zentimeter längeren Baleno. Der soll sich vor allem durch größeres Platzangebot und einen optionalen Mildhybridantrieb emanzipieren.

Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein
Der Kleinwagen reiht sich neben dem Swift ein

Auch optisch gibt sich die vier Meter lange Schräghecklimousine sachlicher als der Swift mit seinem Retro-Auftritt. Der neue Fünftürer ist in Suzukis neuer Designsprache „Liquid Flow“ gestaltet; Elemente wie geschwungene Linien und Chrom-Akzente sollen künftig auch andere Modelle der Marke zieren. Wichtiger sin jedoch die inneren Werte – etwa der 355 Liter große Kofferraum. Der Hersteller verspricht zudem, dass auch hinten Erwachsene bequem sitzen können.

Für den Antrieb stehen zwei Benziner zur Wahl. Der 1,2 Liter große Basis-Vierzylinder (66 kW/90 PS) ist auf Wunsch mit einem Mildhybrid-System kombinierbar. Dabei unterstützt der als E-Motor fungierende Startergenerator den Verbrenner kurzzeitig mit Zusatzschub beim Anfahren und Beschleunigen. Top-Triebwerk ist jedoch ein neuer 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 82 kW/111 PS. Fahrleistungen und Verbrauchswerte nennt der Hersteller noch nicht.

Auch innen gibt es schwungvolle Linien
Auch innen gibt es schwungvolle Linien

An Sicherheits- und Technikausstattung bringt der Kleinwagen unter anderem eine radargestützte Bremsunterstützung, einen aktiver Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie ein mit Apple Car Play kompatibles Audiosystem mit. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei den klassenüblichen 11.000 bis 16.000 Euro liegen.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Lancia Ypsilon – Der kommt zu Besuch

Zur Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) bringt Lancia die fünfte Generation des Ypsilon mit. Verkauft wird der Kleinwagen allerdings ausschließlich auf dem italienischen Markt, denn der Fiat-Konzern zog seine Tochter im vergangenen Jahr aus den anderen Märkten zurück.

Optisch verändert wurde der neue Ypsilon nur behutsam. Der modifizierte Kühlergrill hat nun eine Wabenstruktur, das untere Profil ist verchromt und das Emblem setzt sich nun deutlicher ab. Außerdem sind mit Blau und Elfenbein zwei neue Töne zu den drei Pastellfarben und den sechs Metallicfarben dazugekommen. Erhältlich ist der Ypsilon in den Versionen Silver, Gold und Platinum.

Mehr geändert wurde im Innenraum. Dort gibt es neben neuem Stoff für die Sitze auch eine besser ablesbare Instrumententafel sowie ein neues 12,7 Zentimeter großes Infotainmentsystem. Dieses ist serienmäßig für die Versionen Gold und Platinum und ermöglicht Streaming-Möglichkeiten sowie unter anderem auch Spracherkennung.

Zum Marktstart im September stehen zwei Benzinmotoren zur Wahl. Ein 1,2 Liter großes Aggregat mit 51 kW/69 PS und Schaltgetriebe oder ein 63 kW/85 PS Turbo mit halbautomatischem Getriebe. Alternativ ist der 70 kW/95 PS starke 1,3 Liter große Dieselmotor erhältlich. Wer sparsam unterwegs sein will, kann die 51 kW/69 PS starke Version mit der Kombination aus Autogas und Benzinmotor oder den 59 kW/0 PS starken Zweizylinder mit Benzin und Erdgas wählen.

In Italien gehört der Lancia zu Bestsellern. Hierzulande fand der Kleinwagen nur wenige Besitzer. 2014 entscheiden sich lediglich 317 Käufer für ihn.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Toyota Yaris – Jetzt auch zweifarbig

Zum neuen Modelljahr wertet Toyota den Kleinwagen Yaris auf. Ab sofort ist eine Zweifarb-Lackierung bestellbar. Sie ist Bestandteil der neuen Ausstattungsstufe „Style“, die darüber hinaus auch einen aufgewerteten Innenraum in grau oder schwarz bietet.

Darunter rangiert bei dem Kleinwagen künftig die Linie „Lounge“, die Klavierlack-Akzente im Innern setzt und außen zum Beispiel Zierleisten in Mattchrom enthält. Beide Varianten sind nun auch für die oft gewählte Hybrid-Version bestellbar, deren Konfiguration bisher nur eine eingeschränkte Flexibilität zuließ. Die ersten Fahrzeuge mit der neuen Ausstattung werden 2016 ausgeliefert. Preise für die neuen Linien werden noch nicht genannt, der Basispreis für den Yaris liegt weiterhin bei 11.990 Euro.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Nissan Micra – Sondermodell mit üppiger Ausstattung

Als Sondermodell mit umfangreicher Ausstattung ist der Nissan Micra nun bestellbar. In der „N-Tec“-Edition verfügt der Kleinwagen unter anderem über Klimaautomatik, 16-Zoll-Felgen, Navigationssystem und Lederlenkrad. Für den Antrieb steht ein Dreizylinderbenziner mit wahlweise 59 kW/80 PS und 72 kW/98 PS zur Wahl. Auf Wunsch ist ein stufenloses Automatikgetriebe zu haben. Die Preisliste startet bei 13.590 Euro. Den Kundenvorteil gegenüber dem Einzelkauf der Extras gibt der Hersteller mit 600 Euro an.

Zuletzt hatte Nissan bereits den Einstiegspreis für den Micra um 1.010 Euro auf 10.390 Euro gesenkt. Der Kleinwagen zählt bei den Neuzulassungen zu den schwächeren Modellen der aktuell erfolgsverwöhnten Marke. Im laufenden Jahr rollten bislang nur rund 6.300 Einheiten neu auf die Straße, elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Nissan Micra – Vom Kleinwagen zum Kleinstwagen

Während die Konkurrenz im Kleinwagen-Segment von Generation zu Generation immer „erwachsener“ wird, hat der Nissan Micra beim letzten Modellwechsel eher einen Schritt zurück in der Entwicklung gemacht. Diese Form der Regression war bislang ein Nachteil, soll nun aber möglichst in einen Vorteil umgemünzt werden. Zu diesem Zweck justieren die Japaner die preisliche Positionierung ihres Einstiegsmodells neu.

Der Micra hat derartige Hilfe bitter nötig. Lediglich 5.600 Kunden fanden sich deutschlandweit im ersten Halbjahr, elf Prozent weniger als im Vorjahr und ein paar tausend weniger als bei direkten Konkurrenten wie Toyota Yaris, Kia Rio, Suzuki Swift oder Mazda3. Wer sich dem kleinsten Nissan nähert, weiß auch schnell, woran das liegt: Vor allem im Vergleich mit dem neuen und schicken Mazda und Kia wirkt der Micra um eine Klasse schwächer. Selbst im Vergleich mit seinem eigenen Vorgänger (gebaut 2003 bis 2010), schneidet der aktuelle Micra eher schlecht ab. Konsequent daher, dass Nissan den Fünftürer nun auch preislich nicht mehr wie einen Kleinwagen, sondern wie einen Kleinstwagen behandelt. Seit der letzten Preisrunde im Sommer nämlich kostet das Basismodell nur noch 10.390 Euro – kaum mehr als ein VW Up, Kia Picanto oder Opel Karl in der Einsteigerversion. Und im Vergleich mit diesen Modellen schlägt er sich nun auch deutlich besser.

Das Heck ist weiterhin kein Hingucker
Das Heck ist weiterhin kein Hingucker

Beim Einsteigen etwa stört das unansehnliche Hartplastik-Cockpit direkt weniger. Und auch Sparmaßnahmen wie den Verzicht auf eine Scheinwerfer-Icons im Zentralinstrument oder das Fehlen einer Motortemperatur-Anzeige nimmt man in einem Kleinstwagen gelassener hin als in einem Kleinwagen. Dass die Sitze zwar verbindlich gepolstert, aber unkonturiert sind, kennt man ebenfalls aus dem kleinsten Pkw-Segment. Dafür ist der Micra zumindest ergonomisch ordentlich gemacht, die Sitzposition ist rückenfreundlich hoch, die Bedienelemente liegen gut zur Hand und das Platzangebot vorne ist ordentlich. Auch hinten sitzen Kinder einigermaßen bequem, der Einstieg gelingt dank der serienmäßigen Fondtüren leicht. In echten Kleinstwagen geht es meist weniger bequem zu. Ebenfalls deutlich absetzen kann sich der Micra beim Kofferraumvolumen, das selbst im Vergleich mit einem Kleinwagen überzeugen könnte. Auch, weil die Ladekante niedrig und der Laderaum-Ausschnitt relativ großzügig ist.

Beim Basismotor war der Micra im Kern immer schon ein Kleinstwagen. Seinen 1,2-Liter-Dreizylinder mit 59 kW/80 PS kennt man so oder so ähnlich auch aus unzähligen anderen Modellen der Mini-Klasse. Anders als die Konkurrenz, wartet der Micra aber auch mit einer aufgeladenen Variante auf, in der ein Kompressor für immerhin 72 kW/98 PS sorgt. Der Direkteinspritzer fährt sich im Prinzip wie ein 1,4-Liter-Saugbenziner, nutzt den Lader erst ab mittlerer Drehzahl und stellt seine maximale Kraft spät, bei 4.400 Touren, zur Verfügung. Im Grunde ein angenehmer Begleiter nicht nur für den Stadtverkehr, sondern auch für gelegentliche Fahrten auf Autobahn und Landstraße. Allerdings macht hohes Reisetempo den Motor trotz der langen Übersetzung im obersten Gang des Fünfganggetriebes durstig, so dass man sich von dem normalen 5,8-Liter-Testschnitt rasch in Richtung sieben Liter entfernt. Auch wird das ganze Auto bei Überfahren der 130-km/h-Grenze schlagartig laut.

Gerne bleibt man daher im Stadtverkehr, wo der Micra seine Wendigkeit und die gute Übersichtlichkeit der Karosserie am besten ausspielen kann. Das Fahrwerk bügelt dazu Unebenheiten ordentlich weg und hat auch bei voller Beladung noch Federungsreserven. Kurven und schnelle Richtungswechsel mag der hochbauende Nissan hingegen eher wenig. Auch die wenig präzise Lenkung und die hakelige Fünfgangschaltung verhindern, dass gehobener Fahrspaß aufkommt. Den aber würde man von einem Kleinstwagen auch nicht erwarten.

So gesehen ist die – in der Pkw-Branche sehr ungewöhnliche – Preissenkung ein kluger Schritt. Auch wenn die Basisversion nur um gut 1.000 Euro günstiger geworden ist: In den kleinen Klassen sind das Welten. Natürlich sind die 10.390 Euro trotz allem nur ein Lockpreis. Wer nicht nur das nackte Auto, sondern auch ein wenig Komfort will, muss schon die zweite Ausstattungsvariante „Acenta“ wählen, deren Preisliste bei 12.390 Euro startet. Dort ist der Preis allerdings noch stärker gesunken als beim Einstiegsmodell: um 1.780 Euro. Den gleichen Preisvorteil bietet die Variante mit dem Kompressormotor, die nun ab 14.090 Euro zu haben ist.

Der Innenraum wirkt etwas karg
Der Innenraum wirkt etwas karg

Es kommt unterm Strich also immer auf die Gegner an, die man sich aussucht. Solange der Micra eher im Kleinwagen-Segment antrat, war er bestenfalls unteres Mittelmaß. Im Kleinstwagen-Segment hingegen kann er nun allein aufgrund seiner überlegenen Größe den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Ob das reicht, auch beim Absatz zu den neuen Wettbewerbern aufzuschließen, bleibt jedoch abzuwarten. Allzu große Hoffnung auf einen späten Erfolg des Micra scheint man sich auch bei Nissan nicht zu machen: Anfang des Jahres gab es auf dem Genfer Salon bereits einen inoffiziellen Nachfolger zu sehen, der wieder deutlich schnittiger und moderner als das aktuelle Modell auftritt und direkt gegen Mazda2 und Co. positioniert zu sein scheint.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Nissan Micra – Preise gesenkt

Nissan senkt die Preise für den Kleinwagen Micra. Das Einstiegsmodell wird um 1.010 Euro billiger und kostet ab sofort 10.390 Euro. Die beiden höheren Ausstattungslinien werden jeweils um 1.780 Euro günstiger.

Die Serienausstattung des Fünftürers umfasst in der günstigsten Variante „Visia First“ unter anderem Servolenkung, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn. In der Linie „Accenta“ (ab 12.390 Euro) kommen Klimaanlage, Audiosystem und Tempomat dazu. Die Top-Variante „Tekna“ bietet zusätzlich Navigationssystem, Panorama-Glasdach und schlüssellosen Zugang. Für den Antrieb steht ein 1,2-Liter-Benziner als Saugmotor mit 59 kW/80 PS und in einer Kompressor-Ausführung mit 72 kW/98 PS zur Wahl.

Mit dem gesenkten Einstiegspreis reagiert Nissan auf die rückläufige Nachfrage nach dem Kleinwagenmodell. Im ersten Halbjahr wurden deutschlandweit nur rund 5.600 Einheiten neu zugelassen, elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Erste Fahrt: Opel Karl eröffnet das Start-up Trio

Opel stellt das letzte Fahrzeug seiner Einstiegsmodelle vor
Stadtflitzer - der Opel KARL
Stadtflitzer – der Opel KARL.

Mit dem Karl ist nun das Segment der A- und B-Fahrzeuge bei Opel komplett. Insgesamt 28 neue Modelle und 17 neue Motoren will der Autobauer aus Rüsselsheim bis 2022 auf den Markt bringen. Den Anfang machen die Kleinen. Die Einstiegs- oder Downsize-Modelle. Hierzu gehören bislang der Adam mit seinem sehr peppigen und individuellen Auftreten und der traditionelle Corsa. Wenngleich auch das Traditionsmodell mit neuen Motoren, neuem Chassis und neuen Technologien aufwartet. Der Dritte im Bunde, der Karl, wird zumindest preislich den Anfang bilden. Er steht jetzt ab einem Preis von € 9.500 beim Händler.

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Das typische Opel-Lächeln mit dem Kühlergrill.

Für unsere erste Testfahrt im beschaulichen Neckarbischofsheim bei Heilbronn nehmen wir uns den Karl vor. Vor dem Einsteigen fällt uns das typische Opel-Lächeln auf, das uns der Kleine entgegen bringt. Dennoch wirkt er sehr erwachsen. Im Innenraum, der bis zu fünf Passagiere aufnimmt, fällt uns gleich auf: dieses Fahrzeug wirkt sehr aufgeräumt, alles sehr übersichtlich. Wenn auch erst ab Herbst, wird mit dem neuen IntelliLink-Infotainment-System die Welt der Smartphones durch das Android Auto und Apple CarPlay Einzug im Karl halten. Schnell verbunden, spiegelt es die Oberfläche des Smartphones auf dem in der Mitte der Armaturentafel positionierten Display wieder. Alle Infos und Funktionen wie Navigation, sprachgesteuerte Textnachrichten, Kontakte oder Unterhaltungs-Apps für Musik oder News können hierüber genutzt werden. Die Steuerung vieler Funktionen erfolgt über Knöpfe am Lenkrad.

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Toller Verbrauch mit 4,3 Liter.

Unter der Haube erfahren wir das neue Einliter-Vollaluminium-Benzin-Aggregat mit 55 kW (75 PS), ein Dreizylinder. Die Motorenübersicht  ist schnell beschrieben, denn der Karl ist nur mit diesem Motor und einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe erhältlich. Wenn auch ein wenig knurrig, schiebt er den Kleinen zügig vorwärts. Seine sehr direkte Lenkung gibt uns jederzeit spontan Feedback und so können wir das Fahrzeug sehr souverän sowohl über urbane Straßen als auch im Stadtverkehr und über die Autobahn steuern. Die Federung allerdings gibt uns auch jedes Schlagloch wieder, was aber in diesem Segment nicht unüblich ist. Den von Opel angegebenen Verbrauchswert von 4,3 Liter pro 100 Kilometer und den damit verbundenen 99 Gramm CO2-Ausstoß verpassen wir nur knapp.

Herrlich bunt und individuell wird der zweite im Einsteigersegment von Opel, der Adam, immer wieder beschrieben. Zur zweiten Testfahrt an diesem Tag bekommen wir dann auch ein Bild davon. Das seit seiner Markteinführung im Januar bereits 150.000 mal in Europa verkaufte A-Segment-Auto steht als S-Version vor uns. Nicht nur zweifarbig am Exterieur,  sondern auch im Innenraum. Nette Carbon Applikationen verleihen dem chicen Stadtflitzer ein gewisses Rennfahrer-Feeling. Auch hier bildet das Display in der Mitte des Armaturenbretts eine zentrale Schnittstelle. Verbunden wie im Karl, wird das Smartphone schnell zur Informationsquelle. Allerdings bietet der Drei – Türer richtig Platz nur auf den sportlichen Vordersitzen.

Der 1.0 Liter ECOTEC Direct Injection Turbo mit 85 kW (115 PS) macht richtig Laune. Das mit kurzen Wegen zu schaltende Sechs-Gang-Schaltgetriebe erlaubt es uns, das Fahrzeug sehr sportlich über die Straßen rund um Neckarbischofsheim zu fahren. Opel verspricht einen kombinierten Verbrauch von 5,1 Litern, die man aber angesichts des Spaßfaktors, die das Fahrzeug rüberbringt, bestimmt nicht erreichen wird.

Im Gegensatz zum Karl wird der Adam mit 5 Motoren und 7 Leistungsstufen angeboten. Vom 1.2 Benziner mit 51 kW (70 PS) bis hin zum LPG-Fahrzeug (Autogas) mit 64 kW (87 PS) bleibt kein Wunsch offen.

Last but not least bildet der Corsa den Abschluss des Einsteiger-Trios von Opel. Der nach 32 Jahren in die fünfte Generation fahrende Kleinwagen im B-Segment wurde europaweit bereits 12,4 Millionen Mal verkauft. Mit der neuen Generation, die seit April diesen Jahres erhältlich ist, wurden bereits 230.000 Bestellungen platziert. Die Designer aus Rüsselsheim haben die Corsa-Silhouette mit fließenden, skulpturalen Formen und kleinen Details in die charakteristische Opel-Designlinie überführt. Mit seinen 4,02 Metern Länge bietet der Opel-Bestseller Platz für bis zu fünf Personen – egal, ob als familientauglicher Fünftürer oder als sportlich-geschnittener Dreitürer. Zum Abschluss der Regio-Tour fahren wir die sportliche Topvariante, den  OPC mit einem 1.6 Liter Turbo Motor und der Leistungsstufe 152 kW (207 PS). Das Fahrwerk, die Lenkung und das Sechs-Gang-Schaltgetriebe sind optimal aufeinander abgestimmt und so wird auch diese Testfahrt zu einem sportlichen Fahren über die Landstraßen des Umlandes. Die Motorenpalette umfassen 3 Benziner sowie jeweils einem LPG- und ein Dieselaggregat. Die Leistungsstufen reichen von 51 kW (70 PS) beim Benziner über den 1.4 Liter LPG (Autogas) mit 66 kW (90 PS) und dem Diesel 1.3 Liter mit 70 kW (95 PS) bis hin zum stärksten Sauger, dem OPC mit 152 kW (207 PS).

Opel mit seinem Starter Segment - Opel KARL - ADAM - CORSA
Opel mit seinem Starter-Segment – Opel KARL – ADAM – CORSA

Dieses Trio mit all seinen Varianten und Motorisierungen wird ab Herbst mit einem für diese Segmente nicht üblichen Dienst ausgerüstet. Dem Opel OnStar. Ein breites Angebot an Sicherheits- und Komfortdiensten. Dieser reicht vom automatischen Verbinden zu einer Leitstelle bei Unbeweglichkeit nach einem Unfall über einen 24 Stunden- / 365 Tage-Service im Jahr zur Abfrage von Pannendiensten und anderen Dienstleistungen bis hin zum 4G/LTE WLAN-Hotspot. Bis zu sieben mobile Endgeräte lassen sich an das System koppeln.

Fazit:

Opel legt hiermit ein Konzept vor, das voll im Trend seiner Kunden und deren Bedürfnisse liegt. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Opel legt hiermit ein Konzept vor, das voll im Trend seiner Kunden und deren Bedürfnisse liegt.
Opel legt hiermit ein Konzept vor, das voll im Trend seiner Kunden und deren Bedürfnisse liegt.

Opel Karl 1.0 l Exklusiv:

Verkaufsstart:  Juni 2015
Basispreis:  9.500 €
Motorleistung:  55 kW (75 PS)
Antrieb und Getriebe:  5-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung:  13.9  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  170 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  3.675, 1.876, 1.476, 2.385 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild:Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Peugeot 208 – französischer Löwe ganz groß

Peugeot geht mit dem 208 in die 2 Generation
Stadtflitzer in der 2. Generation
Stadtflitzer  in der 2. Generation.

Peugeot schickt seinen Stadtflitzer 208 in die 2. Generation. Die Franzosen verpassen dabei nicht nur dem Karosseriedesign viele Neuerungen, sondern bringen auch die Motoren auf Euro-6-Standard. Premiere wird eine neuartige Strukturlackierung feiern. Für neue Standards sollen auch Technologien und Assistenzsysteme sorgen. Ende Juni 2015 wird der „Kleine“ auf Käufersuche gehen und mit einem Einstiegspreis von 12.400 Euro starten.

Der 208 ist ein kleines Stadtauto, das gerade bei Frauen sehr beliebt ist und keineswegs nur als Zweitwagen genutzt wird. Bei Peugeot bezeichnet man ihn daher auch als „Kleinwagen – Bestseller“. Um dem Anspruch seiner Kunden gerecht zu werden, haben die Franzosen in allen Belangen an dem Fahrzeug gearbeitet. Das beginnt schon beim sehr chicen Design, das mit einem optionalen neuartigen Strukturlack das Individualisierungsangebot erweitert. Dieser Strukturlack wird erstmals in Serie realisiert und in den Farbtönen Lime Yellow und Menthol White angeboten.

Der Peugeot 208 ist sehr erwachsen geworden
Der Peugeot 208 ist sehr erwachsen geworden.

Bei unserer Wiederbegegnung mit dem 208 macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign durch den in die Frontschürze integrierten Kühlergrill. Breiter als im Vorgängermodell lässt er den 208 noch auffälliger wirken. Dieser Eindruck wird nochmals verstärkt durch den neu gestalteten Frontstoßfänger mit den weit nach außen platzierten Nebelscheinwerfer. Eine gute Figur macht der französische Stadtflitzer auch am Heck, dessen Heckleuchten die Form dreier Krallen eines Löwen nachahmen.

Beim Antrieb konzentrierte sich der französische Autobauer nicht nur auf seine Kernkompetenz, die Dieselaggregate, sondern auch auf Benzinmotoren. Drei Benziner mit fünf Leistungsstufen sind abrufbar. Den Einstieg bildet ein 1.0 Liter PureTech mit 50 kW (68 PS). Danach folgt ein 1.2 Liter PureTech mit den Leistungsstufen 60 kW (82 PS) und 81 kW (110 PS) und Start&Stop Automatik. Das Ende der Ottomotoren bildet ein 1.6 Liter Aggregat mit 88 kW (120 PS) und Automatikgetriebe. Wer es richtig dynamisch möchte, der bekommt den bereits seit vielen Jahren bekannten 1.6 Liter GTI mit 121 kW (165 PS).

Das Dieselangebot ist mit einem 1.6 Liter BlueHDI und seinen zwei Leistungsstufen übersichtlich gehalten. Beide mit Start&Stop Automatik ausgerüstet, liefern 73 kW (99 PS) und 254 Newtonmeter bei 1750 Umdrehungen sowie 88 kW (120 PS) und 300 Newtonmeter bei ebenfalls 1750 Umdrehungen ab.

Grundsätzlich immer flott unterwegs
Grundsätzlich immer flott unterwegs.

Die von uns getesteten Benzin- mit 110 PS und Dieselmotoren mit 120 PS bringen uns nicht nur im Stadtverkehr zügig vorwärts. Auf kurzen Autobahnstrecken und erst recht auf den umliegenden Landstraßen haben wir nie das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Die sehr präzise arbeitende Lenkung gibt stets direkte Rückmeldung und so machen auch die Spitzkehren auf einer kleinen Bergstrecke keine Mühe.

Bereits serienmäßig ab dem Basismodell ist der Peugeot 208 mit sechs Airbags, ESP mit ASR, ABS und einem Reifendruckkontrollsystem ausgerüstet. Optional erhältlich sind unter anderem eine Geschwindigkeitsregelanlage, Servolenkung und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Mit der Sonderausstattung „Active City Brake“ hält ein weiteres Sicherheitsfeature Einzug im 208. Es ermöglicht eine automatische Bremsung bei einem Kollisionsrisiko im Stadtverkehr, und zwar bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h. Das System arbeitet mit einem Lasersensor im oberen Teil der Windschutzscheibe. Weiteres neues Ausstattungsdetail ist die Rückfahrkamera. Ein zusätzliches Hilfslinienraster erleichtert das Manövrieren.

Der Peugeot 208 mit Rückfahrkamera
Der Peugeot 208 mit Rückfahrkamera,

Darüber hinaus kann der 208 auf Wunsch mit der Einparkhilfe Park Assist bestellt werden. Die aktive Parkhilfe ermöglicht automatisches Ein- und Ausparken in Längsrichtung zur Fahrbahn. Der Park Assist erkennt eine passende Lücke zwischen Fahrzeugen oder Hindernissen und manövriert den kleinen Franzosen automatisch in diesen Zwischenraum. Die Bedienung von Gas, Bremse und Kupplung liegt in der Verantwortung des Fahrers. Der Fahrer kann jederzeit in den Parkvorgang eingreifen.

Mit allen Motorisierungen startet der Peugeot 208 mit einer Ausstattung, die dem Anspruch an ein komplettes Auto gerecht werden sollte. Die Preisspanne spreizt sich dabei von 12.400 Euro (1.0 Liter Dreitürer „Access“) bis zur Topvariante „Allure“ mit dem 1,6-Liter-Motor für 20.750 Euro. Als Optionen erhältlich ist ein „GT-Line-Paket“ (2-Zonen-Klimaautomatik und 17’’-Leichtmetallfelgen u.v.m.) für 1200 Euro, ein „Sicherheitspaket“ (Rückfahrkamera und Active City Brake) für 520 Euro und ein Navigationssytem inklusive Sieben-Zoll-Touchscreen für 740 Euro.

Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, der Kleine
Hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, der Kleine.

Fazit:

Peugeot bietet mit dem 208 nicht nur eine Variante des Zweitwagens. Mit einem moderaten Preis-Leistungs-Verhältnis ist er die erste Wahl in der Familie.

Peugeot 208 1.2 l PureTech STOP & START:

Verkaufsstart:  Juni 2015
Basispreis:  12.400 €
Motorleistung:  81 kW (110 PS)
Antrieb und Getriebe:  5-Gang-Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.9  Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  190 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  3.962, 1.739, 1.460, 2.538 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild:Stefan Beckmann

News: Mazda2 – Klein aber erwachsen

Dank vieler neuer Modelle schwimmt Mazda derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Seit einem knappen halben Jahr verstärkt zum Beispiel der Mazda2 die Flotte der Japaner, ein ansprechend aussehender Kleinwagen, der gegen Polo, Corsa und Co. antritt und sich dabei durchaus gute Chancen ausrechnet. Die von uns zum Test georderte mittlere Benzinermotorisierung (66 kW/90 PS) könnte in Deutschland die beliebteste Wahl werden.

Auch in der Kleinwagen-Klasse spielt die Optik mittlerweile eine wichtige Rolle, wie Wettbewerber á la Skoda Fabia oder Kia Rio beweisen. Aber beim Design kann der Mazda2 schon mal locker mithalten, mehr noch er wirkt mit seiner sportlichen Karosserie ausgesprochen ansprechend. Die Räder stehen nah an den Ecken der Karosserie, oder anders gesagt: Die häufig zitierten und als wenig dynamisch geltenden Karosserieüberhänge fallen kurz aus. Zudem rückte im Vergleich zum Vorgänger die Vorderachse um 8 Zentimeter nach vorne, die A-Säule wurde um ebenfalls 8 Zentimeter zurückversetzt. Das sieht zusammen mit dem leicht abfallenden Dach, der schönen Lichtsignatur und den sich über die gesamte Fahrzeugseite ziehenden Charakterlinien alles richtig gut aus.

Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt
Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt

Da der Mazda2 immer mit vier Türen ausgeliefert wird, gibt es beim Einsteigen keine Probleme, auf die Köpfe hinten einsteigender Passagiere hat die abfallende Dachlinie kaum Auswirkung. Und wenn vorne nicht gerade Menschen von über 1,90 Metern Länge den Sitz verstellt haben, können im Fond zwei Erwachsene durchaus eine längere Strecke kommod überstehen.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt: Lüftungsdüsen, die auf den ersten Blick wie von Mercedes gestaltet aussehen, und in der von uns gefahrenen zweihöchsten (von vier) Ausstattungsstufen (Exklusive) wirkt auch der Kunststoff weich und gut verarbeitet. Leider ist der Beifahrersitz mal wieder nicht höhenverstellbar, was dem darauf thronenden Mitfahrer nicht gefallen wird. Ebenfalls nicht überzeugend gelöst ist der Zugang zum Kofferraum. Wer Gepäck in das mit 285 Litern klassenüblich große Gepäckabteil laden will, muss es zunächst über eine große Stufe wuchten. Das ist der Preis des schön gestalteten Hecks.

Pluspunkte sammelt Mazda wieder beim Antrieb. Der 90-PS-Motor ist kein Gigant, aber ein sehr solides, leichtfüßig hochdrehendes Triebwerk, das ohne Turbounterstützung auskommt. Unser Testverbrauch von 5,6 Litern – 1,1 Liter mehr als die Norm – war sogar eine positive Überraschung. Denn wir haben den kleinen Japaner durchaus flott bewegt und sind gewohnt, diese Art Fortbewegung gerade bei Motoren der 1,5-Liter-Klasse mit deutlicherem Mehrverbrauch bezahlen zu müssen. Nur bei der knackigen Schaltung hätten wir uns einen Gang mehr, nämlich sechs Stück, gewünscht. Dafür haben die Ingenieure dem Mazda ein wirklich fein abgestimmtes Fahrwerk mit auf den Weg gegeben, das ihm seine Agilität lässt und gleichzeitig die Passagiere nicht über Gebühr unter schlechten Straßen leiden lässt.

Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt
Am etwas verspielt wirkenden Innenraum merkt man ebenfalls, wie sehr Mazda mittlerweile an Detail feilt

Auch an solchen Dingen merkt man, dass der Mazda2 ein hochwertiges Fahrzeug ist. Und damit ist er (leider) auch nicht billig. In der von uns gefahrenen Version kommt er auf 16.290 Euro. Diese sogenannte Exklusive-Line umfasst unter anderem Klimaanlage, Start-Stopp-System, 7-Zoll-Farbbildschirm, elektrische Fensterheber vorn und hinten, ein vertikal und axial einstellbares Lenkrad, höhenverstellbarere Fahrersitz, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Spurhalteassistent. Mit den eingebauten Sonderausstattungen wie Navigation (600 Euro), LED-Hauptscheinwerfer (650 Euro), Metallic-Lack (490 Euro) und anderen Extras summierte sich der Preis des Testwagens aber schon auf stolze 18.680 Euro. Der Mazda2 ist eben in jeder Beziehung ein richtig erwachsenes Auto.

Autor: Peter Eck/SP-X

News: Skoda Fabia – Monte Carlo Lässt die Sonne rein

Mit sportlichen Design-Details wartet der Skoda Fabia als Sondermodell „Monte Carlo“ auf. Der als Limousine und Kombi erhältliche Kleinwagen verfügt unter anderem über schwarz lackierte Felgen, einen schwarzen Kühlergrill und Außenspiegelgehäuse in der gleichen Farbe. Dazu kommen unter anderem Sportsitze, Panoramadach und Klimaanlage. Für den Antrieb stehen drei Benziner mit 55 kW/75 PS bis 81 kW/110 PS sowie zwei Diesel mit 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS zur Wahl. Die Preise starten bei 17.120 Euro. Das identisch motorisierte Standardmodell gibt es für 12.490 Euro.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Peugeot 208 Pure Tech 110 – Sanft nach oben geliftet

Der drei- oder fünftürig angebotene 208 kommt jetzt überarbeitet zu den Händlern, der Einstiegspreis für den 50 kW/68 PS starken 208 Pure Tech 68 liegt unverändert bei 12.400 Euro. Die zwei Türen im Fond kosten 750 Euro Aufpreis. Neue Assistenzsysteme und Infotainment-Angebote sowie ein neuer Antriebsstrang beim Pure Tech 110 sind die wichtigsten Änderungen im Rahmen des Facelifts.

Die optische Überarbeitung widmet sich vor allem der Frontpartie. Horizontal gewachsen sind Kühlergrill und Chromeinfassung, die Nebelscheinwerfer nach außen gerückt, was den 208 breiter erscheinen lässt. Das neue Design des Tagfahrlichts soll den 3,97 Meter kurzen Peugeot im Rückspiegel erkennbarer machen, das Schweinwerfer-Innenleben wird mit schwarz und weiß getönten Blenden unter transparenten Abdeckungen technisch präsent zur Schau gestellt. Bei den höheren Ausstattungsstufen Active und Allure soll der neue Equalizer-Kühlergrill mit erhabenen und chrombewehrten Kunststoffstrukturen einen 3D-Effekt schaffen.

Frisch ins Programm gekommen ist der 1,2-Liter-Dreizylinderbenziner mit 81 kW/110 PS, der ab 18.000 Euro zu haben ist und mit dem serienmäßigen manuellen Fünfganggetriebe kombiniert wird.

Bei der Konnektivität hat der kleine Peugeot zugelegt. Mirrorscreen heißt das 250 Euro teure System der Franzosen, mit dem sich die sich die Smartphone-Oberfläche auf dem 7 Zoll großen Touchscreen-Monitor spiegeln lässt. Eine neue Narbung der Schalttafel und zusätzliche, optionale Design-Extras machen die im Interieur nennenswerten Erneuerungen dann allerdings auch schon komplett. Einen Schritt nach vorne geht jedoch die Sicherheitstechnik. Die bei den höheren Ausstattungsstufen für 300 Euro Aufpreis oder im Paket angebotene Active-City-Brake hilft bis zu einem Tempo von 30 km/h, Auffahrunfälle oder andere Kollisionen zu verhindern oder deren Auswirkungen zu mindern. Die neue Rückfahrkamera kostet zusammen mit der Einparkhilfe hinten als Komfort-Paket 530 Euro Aufpreis.

Weiter im Programm sind die bereits bekannten Benziner mit 60 kW/82 PS für 14.950 Euro und der 1,6 THP mit 121 kW/165 PS für 20.000 Euro (Verbrauch 4,4 und 5,6 Liter). Dazu gibt es neue Diesel in zwei Leistungsstufen. Besonders verbrauchsarm ist dabei der 1,6 Blue HDI mit 73 kW/99 PS, der nach Norm nur 3 Liter Treibstoff verbraucht und nach Angaben von Peugeot der zurzeit sparsamste Diesel der Welt ist (ab 17.950 Euro). Der stärkere Selbstzünder leistet bei gleichem Hubraum 88 kW/120 PS und verlangt 3,6 Liter Treibstoff je 100 Kilometer (ab 20.200 Euro).

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Hyundai i20 – Eine glatte Sechs

Kleines Auto mit durchschnittlichem Preis von einem koreanischen Hersteller. Diese Mischung hätte noch vor einigen Jahren kaum was erwarten lassen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Der Hyundai i20 überrascht in vielerlei Hinsicht und hält sich insbesondere beim Verbrauch angenehm zurück.

Aber zunächst mal zu dem, was bei Kleinwagen heute so wichtig ist wie bei großen Autos: die Optik. Durch das markentypische und ausdrucksstärkere Gesicht reiht sich die seit einem halben Jahr erhältliche zweite Generation des Kleinwagens perfekt in die Modellpalette der Koreaner ein. Heruntergezogene und markantere Scheinwerfer, ein durch die vertikaler angeordneten Heckleuchten knackigeres Heck sowie die insgesamt schärfere Linienführung lassen den Wagen nicht mehr so weichgespült, sondern viel sportlicher und auf den ersten Blick auch größer wirken. Ein wichtiger Aspekt – schließlich sieht seine Konkurrenz wie VW Polo, Mazda 2, Opel Corsa, Ford Fiesta oder auch Seat Ibiza auch nicht mehr aus wie bessere Kinderwagen, sondern machen heute alle einen erwachsenen Eindruck.

Im Innenraum können sich Fahrer und Beifahrer nicht über beengende Zustände beklagen und auch auf der Rückbank der Fünftürers sitzen Erwachsene noch erträglich.
Im Innenraum können sich Fahrer und Beifahrer nicht über beengende Zustände beklagen und auch auf der Rückbank der Fünftürers sitzen Erwachsene noch erträglich.

Im Innenraum können sich Fahrer und Beifahrer nicht über beengende Zustände beklagen und auch auf der Rückbank der Fünftürers sitzen Erwachsene noch erträglich. Die gut geschnittenen Sitze sorgen selbst bei flotter Gangart für genügend Halt. Im Kofferraum finden 326 Liter Platz, sind die Rücksitze umgeklappt, passen 1.042 Liter rein. Klassenprimus VW Polo schluckt mit 204 und maximal 952 Litern deutlich weniger.

Im zweifarbig eingerichteten Innenraum überwiegen kratzfeste Kunststoffe, die jedoch weder billig aussehen und auch nicht besonders empfindlich sind. Die Knöpfe und wichtigen Funktionen sind am richtigen Platz und Gott sei Dank ohne Gebrauch der sehr dicken Bedienungsanleitung zu verstehen.

Im zweifarbig eingerichteten Innenraum überwiegen kratzfeste Kunststoffe, die jedoch weder billig aussehen und auch nicht  besonders empfindlich sind.
Im zweifarbig eingerichteten Innenraum überwiegen kratzfeste Kunststoffe, die jedoch weder billig aussehen und auch nicht besonders empfindlich sind.

Überaus entspannt rollt man mit dem Kleinen auch durch den Autoalltag. Das ist natürlich zu einem nicht geringen Teil dem Motor geschuldet: Unter der Haube des Testwagens sorgt der stärkste 1,4-Liter-Benziner mit 74 kW/100 PS für Vorankommen. Und die bringen den etwas über eine Tonne schweren Fünftürer gut in Fahrt. Das Aggregat arbeitet abgesehen vom ganz hohen Tourenbereich recht leise. Auch Tempo 160 schafft der Koreaner die Beschleunigung ohne große Mühe, danach wird es etwas zäh. Gelungen ist neben der Geräuschdämmung auch das Fahrwerk, das den i20 für ein Fahrzeug dieser Klasse geradezu souverän durch unsere ramponierten Straßen bringt.

Insgesamt ist der Hyundai i20 ein überzeugendes Angebot.
Insgesamt ist der Hyundai i20 ein überzeugendes Angebot.

Der Hyundai federt ruhig und harmonisch, bewegt sich zudem sehr agil, dirigiert von einer Lenkung, die allerdings etwas mehr Rückmeldung geben könnte. Alles in allem eine sehr solide Leistung. Für richtige Fahrfreude reicht es allerdings selbst mit 100 PS nicht. Punkte sammelt der i20 dafür beim Verbrauch. Beziffert der Hersteller diesen beim starken Ottomotor mit durchschnittlich 5,5 Litern, erreichten wir bei zurückhaltender Fahrweise glatte sechs Liter. So nah waren wir mit einem Benziner selten an den Herstellerangaben.

Im Kleinwagensegment zählen vor allem rationale Aspekte. Natürlich muss das Gefährt gefallen, aber auch die Preis/Nutzwert-Relation muss stimmen. Unser Testwagen rollte in der dritten Ausstattungsstufe Trend an, hat demnach immer Radio mit CD-Player und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, elektrische Fensterheber für vorn und hinten, ein verschließ-, kühlbares und beleuchtetes Handschuhfach, Klimaanlage, beheizbares Lenkrad, Sitzheizung sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage an Bord. So ausgestattet werden 15.850 Euro fällig. Der Einstiegspreis mit dem schwächeren Benziner (55 kW/75 PS) beträgt 11.950 Euro. Allerdings muss, wer die Basisversion wählt, auf Klimaanlage oder Radio verzichten. Es gibt sie noch nicht einmal optional. Dann lieber die 1.600 Euro teurere mittlere Ausstattung Classic wählen, da finden wir diese Dinge schon.

Insgesamt ist der Hyundai i20 ein überzeugendes Angebot. Was ihm im Vergleich zu Konkurrenten wie VW Polo, Mazda 2 oder Opel Corsa fehlt, ist neben Image eigentlich nur eine eingeschworene Fan-Base. In keiner anderen Fahrzeugklasse ist ein koreanisches Modell ansonsten so nah an den besten Wettbewerbern bzw. in manchen Kategorien sogar vor diesen. Dazu zählt auch das allerdings für alle Hyundai geltende Sahnehäubchen: Fünf Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Skoda Fabia – Jetzt mit Anschluss an mehr Smartphones

Nach vielfacher Kritik bessert Skoda nun beim Fabia in Sachen Navigation und Konnektivität nach: Ab sofort ist zum einen das Navi „Amundsen“ für den Kleinwagen erhältlich, zum anderen kann man jetzt deutlich mehr Smartphones mit dem Fabia vernetzen.

In der Neuauflage des Skoda Fabia, der seit Ende 2014 auf dem Markt ist, verzichtete Skoda bisher auf ein festeingebaute Navi. Denn nur drei Prozent der Käufer des Vorgängers orderten das festinstallierte Amundsen-System. Alternativ – und ziemlich modern – sollte auf Wunsch eine (kostenpflichtige) App auf dem Smartphone des Fahrers, die in den Auto-Bildschirm gespiegelt wurde, die Navigation übernehmen. Doch das System „Mirror Link“ ließ sich nur mit wenigen Smartphones vernetzen.

Nun steht sowohl das festinstallierte Navi wieder zur Wahl als auch eine verbesserte Konnektivität: Über die neue Funktion „Smart Link“ (Aufpreis 150 Euro) werden jetzt Mirror Link, Apples Car Play und Googles Android Auto unterstützt, was die Bandbreite an kompatiblen Smartphones deutlich erweitert. Durch die (nun kabellose) Vernetzung können Apps des Telefons über das Display des Fahrzeugs genutzt werden. Voraussetzung ist das Infotainmentsystem „Bolero“ (je nach Ausstattung 220 oder 650 Euro Aufpreis, nicht für die Basisversion erhältlich) oder das große System „Amundsen“ (je nach Ausstattung 550 oder 980 Euro, inkl. Bolero).

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Ford Fiesta – Neuer Spardiesel

Ford hat die Spritsparversion des Fiesta noch genügsamer gemacht. In dem Kleinwagen ersetzt nun ein 1,5-Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS den bisher angebotenen 1,6-Liter-Motor mit gleicher Leistung. Der Normverbrauch sinkt dadurch von 3,3 auf 3,2 Liter. Der Spar-Fiesta mit neuem Diesel, Fünfgangschaltung und Start-Stopp-System startet bei 16.795 Euro. Alternativ ist eine nicht-verbrauchsoptimierte Variante des Vierzylinders für 15.995 Euro zu haben; dort liegt der Normverbrauch bei 3,6 Litern.

Darüber hinaus hat Ford die Ausstattungs-Linien des in Köln gebauten Kleinwagens neu geordnet. So wartet die gängige Version „Trend“ nun unter anderem mit LED-Tagfahrlicht und Lederlenkrad auf. Die Preisliste fängt unverändert bei 12.500 Euro an für die Variante mit dem 44 kW/60 PS starken Benziner. Den Kundenvorteil gegenüber dem Vorgängermodell gibt der Hersteller mit 300 Euro an.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Hyundai i20 Coupé – Kleinkunst aus Korea

Ein Kleinwagen kommt groß raus: Nur ein halbes Jahr nach dem Start stellt Hyundai dem i20 jetzt ein Coupé zur Seite. Der Dreitürer kommt noch im Mai in den Handel und kostet mindestens 16.350 Euro. Damit ist er – wie es sich für ein Coupé offenbar gehört – 500 Euro teurer als der entsprechende Fünftürer, was Hyundai nicht zuletzt aber mit einer besseren Ausstattung rechtfertigt. Der Spurverlassenswarner zum Beispiel und das beheizte Lenkrad sind beim i20 Coupé immer Serie.

Wenn Hyundai-Chef Markus Schrick von diesem Neuzugang spricht, dann erzählt er gerne von Design und Emotionen und davon, dass er mit dem Coupé jüngere Zielgruppen ansprechen möchte. Deshalb haben die Koreaner anders als ihre deutschen Konkurrenten bei Corsa & Co auch nicht einfach nur die hinteren Türen weggelassen, sondern tiefer ins Blech gegriffen. Das Dach haben sie etwas flacher gemacht, die hinteren Radläufe stärker betont und die von einem schmucken Spoiler gekrönte Heckscheibe weiter geneigt. Außerdem hat das Auto einen markanteren Kühlergrill und etwas auffälligere Nebelleuchten bekommen und strahlt obendrein serienmäßig mit LED-Tagfahrlicht.

Der Spurverlassenswarner zum Beispiel und das beheizte Lenkrad sind beim i20 Coupé immer Serie.
Der Spurverlassenswarner zum Beispiel und das beheizte Lenkrad sind beim i20 Coupé immer Serie.

An den Platzverhältnissen ändert sich dagegen wenig. Natürlich muss man sich ein bisschen verrenken, bis man durch die größeren Türen an den Easy-Entry-Sitzen vorbei auf die Rückbank geklettert ist. Doch wenn man erst einmal sitzt, sind Kopf- und Kniefreiheit auch für zwei Erwachsene noch erträglich. Und das Kofferraumvolumen ist zumindest bei voller Bestuhlung mit seinen 336 Litern sogar einen Hauch größer als beim Fünftürer.

Auch bei der Technik lässt Hyundai keine Zweifel an der Positionierung des Coupé aufkommen. Die Basis-Motoren werden deshalb gar nicht erst angeboten. Stattdessen gibt es nur die jeweils stärksten Diesel und Benziner aus dem i20. Für die Fraktion der Öltanker ist das ein 1,4-Liter mit 90 PS, der 175 km/h schafft und mit 4,1 Litern in der Liste steht. Die Otto-Fans bedienen die Koreaner ebenfalls mit einem 1,4-Liter, der auf 100 PS kommt und mit seinen 134 Nm ganz ordentlich im Futter steht: Wer den Motor hübsch ausdreht und erst spät zum knackigen Sechsgang-Getriebe greift, hat damit auf der Landstraße jedenfalls mehr Spaß, als es ein Sprintwett von 11,6 Sekunden vermuten lässt. Und in so einem kleinen Auto fühlen sich die 184 km/h bei Vollgas auch viel schneller an.

Bei der Technik lässt Hyundai keine Zweifel an der Positionierung des Coupé aufkommen. Die Basis-Motoren werden deshalb gar nicht erst angeboten.
Bei der Technik lässt Hyundai keine Zweifel an der Positionierung des Coupé aufkommen. Die Basis-Motoren werden deshalb gar nicht erst angeboten.

Außerdem ist damit das Ende der Fahnenstange schließlich noch nicht erreicht. Später im Jahr will Hyundai nochmal nachlegen und bringt deshalb im i20 Coupé einen neun Turbo. Der hat zwar nur drei Zylinder und einen Liter Hubraum, soll aber auf 120 PS kommen – und dürfte dann locker die 200er-Marke knacken. Schließlich wollen Coupés traditionell nicht nur schöne, sondern auch schnelle Autos sein.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

News: Mini John Cooper Works – Kleiner Kracher

Auch vom neuen Mini hat die BMW-Tochter jetzt wieder eine John-Cooper-Works-Version aufgelegt. Für den selbstbewussten Basispreis von 29.900 Euro erhält man 170 kW/231 PS und bewegt sich damit leistungsmäßig exakt und preislich auf ein paar Euro genau auf dem Niveau des allerdings allradgetriebenen Audi S1.

Der Mini ist in praktisch jeder Motorisierung als Fahrmaschine bekannt. Als JCW mutiert er zu einem echten Sportwagen mit äußerst präzisen Handlingeigenschaften und einem Durchzug, der einem fast den Atem raubt. Nach 6,1 Sekunden sind mit Automatik-Getriebe 100 km/h erreicht, mit 246 km/h Spitze ist der Dreitürer zudem auch auf der Autobahn nur schwer zu knacken. Der Maximal-Mini räubert aber vor allem Kurven wie kein anderer Kleinwagen und überzeugt dabei noch mit einer gelungenen Fahrwerksabstimmung, die viel mehr als den oft zitierten „Restkomfort“ übrig lässt. Übrigens bremst der Engländer auch exzellent, die Brembo-Sportanlage packt nicht zu beherzt zu, ihre Wirkung lässt sich zudem prima dosieren.

Stellt man den Schalter von Sport oder Normal auf Green, wird der JCW zum zurückhaltenden Stadtauto, das ohne unnötige Attacken aufs Trommelfell auskommt. Diese Bandbreite ist sowieso eine Stärke des Engländers. Der größere Motor und die praktisch über den gesamten nutzbaren Drehzahlbereich anliegenden maximalen 320 Newtonmeter erlauben eben auch souveränes Cruisen.

Von hinten erkennt man ihn übrigens am mittig platzierten Doppelauspuff mit speziellen Endrohren, vorne gibt es zusätzliche Lufteinlässe und LED-Scheinwerfer serienmäßig. Und natürlich muss ein eigenständiger Dachspoiler sein, genauso wie die spezielle Front- und Heckschürze. Und damit auch jeder Nicht-Mini-Kenner weiß, womit man es zu tun hat, prangt vorne, hinten und an den Seiten das JCW-Label.

Natürlich kann man den 3,87 Meter messenden Kleinwagen trotz seines hohen Grundpreises noch deutlich pimpen. Zum Beispiel mit Navigation, Leder, Head-up-Display oder Assistenzsystemen. Eine sinnvolle Investition ist auf jeden Fall die sechsstufige Automatik, die als Sportgetriebe ausgelegt, die Gänge rasend schnell und vor allem zum idealen Zeitpunkt wechselt. Sie kostet allerdings 1.850 Euro Aufpreis.

Ein sinnvoll ausgestatteter Mini John Cooper Works wird unter 35.000 Euro also kaum zusammenzustellen sein. Eine Menge Geld pro Zentimeter Wagenlänge, allerdings gibt es – wenn wir bei dieser Einheit bleiben wollen – auch nirgendwo mehr Spaß pro Zentimeter.

Autor: Peter Eck/SP-X

News: Honda Jazz und HR-V – Die Kleinen sind im Anmarsch

Ende September treten die neuen Kleinen bei Honda an. Der Kleinwagen Jazz sowie der Mini-SUV HR-V sollen frischen Wind ins Portfolio des japanischen Herstellers bringen sowie neue Käufer für die Marke generieren. Genaue Preise werden knapp vier Monate vor Marktstart noch nicht kommuniziert, man kann aber davon ausgehen, dass die Preisliste des Jazz wie gehabt bei etwa 13.000 Euro beginnen wird. Für das auf der gleichen Plattform wie der Jazz aufbauender Bonsai-SUV dürften Interessenten mindestens 20.000 Euro investieren.

Der Jazz der dritten Generation fährt jetzt flott gezeichnet vor
Der Jazz der dritten Generation fährt jetzt flott gezeichnet vor

Sowohl der Jazz als auch der HR-V unterscheiden sich optisch stark von ihren Vorgängern. Der Jazz der dritten Generation fährt jetzt flott gezeichnet vor. Das van-artige der zweiten Generation wurde zugunsten einer flacheren und gestreckten Linienführung aufgegeben. In der Länge legt er knapp 10 Zentimeter zu und kommt nun auf fast vier Meter Länge. Der neue HR-V hat mit seinem Namensgeber (1999 bis 2005) keine Ähnlichkeit. Das Design des hochgebockten schachtelförmigen Kombis wurde nicht weiter fortgeführt, der Neue ist ganz im Stil der modernen Mini-SUV gezeichnet und orientiert sich am großen Bruder CR-V.

Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt
Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt

Das Platzangebot der Fahrzeuge fällt üppig aus. So variiert das Kofferraumvolumen des Jazz zwischen 354 und 884 Liter. Weil der Tank beim Jazz traditionell nicht wie üblich unter der Rückbank untergebracht ist, können deren Sitzflächen wie bei einem Kinosessel hochgeklappt werden, um sperriges Gut im Fußraum zu transportieren. Alternativ lassen sich die Lehnen umlegen, was einen flachen Ladeboden im Kofferraum ergibt. Neu in Generation drei ist zusätzlich eine umklappbare Lehne beim Vordersitz, wodurch auch der Transport besonders langer Gegenstände möglich wird. Das praktische Sitzsystem erhält auch der 4,30 Meter lange HR-V. Hier beträgt das Kofferraumvolumen 453 Liter, sind die Rücksitzlehnen umgeklappt steigt der Wert auf 1.026 Liter.

In der Länge legt er knapp 10 Zentimeter zu und kommt nun auf fast vier Meter Länge
In der Länge legt er knapp 10 Zentimeter zu und kommt nun auf fast vier Meter Länge

Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt. Weg von pflegeleichten Hartplastikgebilden im Armaturenbrett oder in der Mittelkonsole, hin zu optisch und haptisch ansprechendem Interieur. Dazu gibt es ein neues, internetfähiges Infotainment-System mit einem sieben Zoll großen Display, das auch das Spiegeln des Smartphone-Bildschirms auf dem Touchscreen in der Mittelkonsole erlaubt. Elektronisch aufgerüstet haben die Japaner zudem bei den Assistenten. Immer an Bord ist nun ein City-Notbremssystem, auf Wunsch kommen Kollisionswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und automatisches Fernlicht dazu.

Der HR-V wird wahlweise von einem für Europa neuen 1,5-Liter-Benziner mit 96 kW/130 PS oder einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS angetrieben
Der HR-V wird wahlweise von einem für Europa neuen 1,5-Liter-Benziner mit 96 kW/130 PS oder einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS angetrieben

Ebenfalls neu sind die Motoren. Beim Jazz hält ein 1,3-Liter-Benziner mit 75 kW/102 PS Einzug. Der Vierzylinder ist standardmäßig an ein Sechsganggetriebe gekoppelt, auf Wunsch ist ein CVT-Getriebe erhältlich. Der HR-V wird wahlweise von einem für Europa neuen 1,5-Liter-Benziner mit 96 kW/130 PS oder einem 1,6-Liter-Diesel mit 88 kW/120 PS angetrieben, der auch im kompakten Civic zum Einsatz kommt. Beide Motoren sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert, für den Benziner ist auch ein stufenloses Getriebe verfügbar. Ob es weitere Motoren oder eine Hybridvariante für den Jazz oder eine Allradoption für den HR-V geben wird, ist noch ungewiss.

Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt
Aber auch bei der Gestaltung der Innenräume haben die Designer dazugelernt

Autor: Elfriede Munsch/SP-X

News: Mini John Cooper Works – Auf die Spitze getrieben

Auch vom neuen Mini hat die BMW-Tochter jetzt wieder eine John-Cooper-Works-Version aufgelegt. Die kräftigste Variante des Kleinwagens glänzt mit dem stärksten, jemals in einem Mini-Serienmodell eingesetzten Motor. Der 2,0-Liter-Vierzylinder leistet 170 kW/230 PS, zehn Prozent mehr als im Vorgängermodell. Für den kleinen Krawallmacher muss man mindestens 29.900 Euro anlegen.

Den Standardsprint auf 100 km/h absolviert der Dreitürer in 6,3 Sekunden mit Sechsgang-Handschaltung. Schneller geht es neuerdings mit dem optionalen Sechsgang-Sportautomatikgetriebe, dann benötigt der Mini 6,1 Sekunden. Und ist dabei sogar noch deutlich sparsamer als die Handschalt-Variante: 5,7 Liter gibt Mini als Normwert an, im Gegensatz zu 6,7 Litern mit manueller Schaltung.

Sportfahrwerk, -abgasanlage, -sitze sowie eine Brembo-Sportbremsanlage sind ebenso serienmäßig wie 17-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer und ein Lenkrad mit Multifunktionstasten. Eine spezielle Frontschürze mit großen Kühllufteinlässen sowie ein Heckspoiler sollen die dynamischen Tugenden des Kleinwagens betonen.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Opel Corsa OPC – Zwergenaufstand

Für mindestens 24.395 Euro ist nun der Opel Corsa OPC erhältlich. Die Sportversion des Kleinwagens wird von einem Turbobenziner mit 152 kW/207 PS angetrieben und erreicht in 6,8 Sekunden Tempo 100.

Erkennbar ist der Kraftzwerg an der doppelflutigen Edelstahl-Auspuffanlage. Spezifische Stoßfänger weisen ebenfalls auf die Sonderstellung dieses Corsa hin. Darüber hinaus unterstützen leicht betonte Seitenschweller und grau lackierte Bremssättel den drahtigen Einschlag des OPC.

Zur Abrundung des sportlichen Packages verpassten die Verantwortlichen dem kleinen Wilden einen zurückhaltend aussehenden Dachspoiler, gegen 200 Euro Mehrpreis gibt es eine auffälligere Variante, für die sich laut Opel aber nur 20 Prozent der Kunden entscheiden werden. Besonders sportlich orientierte Fahrer können ein Performance-Paket mit mechanischer Differenzialsperre, speziellen Hochleistungsreifen und optionaler Brembo-Bremse ordern.

Auch innen mangelt es nicht an OPC-Erkennungszeichen. Dazu gehören nicht etwa die mit mächtigen Wangen ausgerüsteten Recaro-Sportsessel – denn die gibt es auf Wunsch auch bei den zivilen Modellen. Ein blauer Schalthebel sowie speziell gestaltete Instrumentenskalen zeigen dem Kenner hingegen, was Sache ist. Für zusätzliche 300 Euro gibt es das schon aus dem Adam bekannte Infotainment- und Vernetzungssystem IntelliLink – dieses umfasst eine Bluetooth-Freisprechanlage und vielfältige Funktionen dank des Einsatzes entsprechender Apps. Darunter ist das Internetradio ebenso vertreten wie eine umfangreiche Navigation.

Mit dem Preis von 24.395 Euro liegt der neue Corsa OPC fast exakt gleichauf mit seinem 15 PS schwächeren Vorgängermodell. Gegenüber der zuletzt angebotenen „OPC Nürburgring Edition“ mit 155 kW/210 PS ist das kaum schwächere neue Modell sogar rund 4.000 Euro preiswerter geworden.

Der ab Mai erhältliche OPC hat jedoch Wettbewerber: Dazu zählen unter anderem VW Polo GTI, Ford Fiesta ST, Peugeot 208 GTI, Renault Clio RS und der künftige Mini Cooper JCW. Sie decken eine Preisspanne von rund 20.000 bis 30.000 Euro ab. Der Opel rangiert preislich also im Mittelfeld.

Autor: Patrick Broich/SP-X

News: Peugeot 208 – Mehr als nur neuer Lack

Der frisch geliftete Peugeot 208 kommt im Juni in die Händlerhallen, bestellbar ist der Kleinwagen ab sofort für mindestens 12.400 Euro. Den Fünftürer gibt es ab 13.150 Euro. Angetrieben wird die Basisversion von einem Benziner mit 50 kW/68 PS.

Top-Modelle der Baureihe sind der 208 GTi oder 208 GTi by Peugeot Sport für 23.500 Euro (27.790 Euro für den GTi by Peugeot Sport). Unter ihrem Blech steckt ausschließlich ein 153 kW/208 PS starker 1,6-Liter-Turbo.

Für den Peugeot 208 stehen drei Ausstattungsstufen sowie vier Individualisierungspakete zur Wahl. Neu sind die orangene Außenfarbe und die beiden Strukturlackierungen. Diese verfügen über eine leicht gekörnte Oberfläche und glänzen seidenmatt. Zunächst sind die Töne „Ice Grey“ und „Ice Silver“ (nur für 208 GTi) erhältlich. Der Aufpreis für die Lackierung beträgt 800 Euro, was einem Mehrpreis von knapp 200 Euro gegenüber einer konventionellen Metalliclackierung entspricht.

In der Front wirkt der als Drei- und Fünftürer erhältliche 208 nun leicht verbreitert, das Heck zieren serienmäßige LED-Rücklichter im „3D-Krallendesign“. Optional können Assistenzsysteme wie City-Notbremse, Rückfahrkamera oder Park-Assistent hinzugebucht werden.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Alfa Romeo Mito Racer – Kleinwagen für echte Rocker

In der Design-Tradition der sogenannten Cafe-Racer-Motorräder der Rock-n-Roll-Ära präsentiert Alfa Romeo nun ein Kleinwagen-Sondermodell. Der Mito Racer ist wahlweise Metallic-Grau, Weiß oder Schwarz lackiert und trägt abhängig vom Grundton Außenspiegelkappen und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in Bronze- oder Aluminium-Optik. Innen gibt es Vintage-Sitzbezüge aus grauem Stoff und braunem Kunstleder sowie Kopfstützen mit dem historischen Alfa-Logo. Für den Antrieb stehen zwei Turbobenziner mit 77 kW/105 PS oder 103 kW/140 PS zur Wahl, letzterer in Kombination mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Preise starten bei 19.900 Euro.

Darüber hinaus haben die Italiener den Einstiegspreis in die Kleinwagen-Baureihe gesenkt. Die Variante mit dem 58 kW/78 PS starken Basisbenziner gibt es nun ab 14.400 Euro, bislang waren 14.700 Euro fällig.

Als Cafe-Racer werden zu Rennmaschinen umgebaute Serienmotorräder der 60er-Jahre bezeichnet. Vor allem im England entstand um die Maschinen herum eine eigene Rocker-Subkultur.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Neuer Lack für Peugeot 208 – Seidenmattes Schmuckstück

Eine neuartige Sonderlackierung bietet Peugeot ab Juni für den frisch gelifteten Kleinwagen 208 an. Der sogenannte Strukturlack verfügt über eine leicht gekörnte Oberfläche und glänzt seidenmatt. Zunächst stehen die Töne „Ice Grey“ und „Ice Silver“ (nur für 208 GTi) zur Wahl. Der Aufpreis für die Lackierung beträgt 800 Euro, was einem Mehrpreis von knapp 200 Euro gegenüber einer konventionellen Metalliclackierung entspricht.

Peugeot ist nach eigenen Angaben der erste Großserienhersteller, der einen Strukturlack in Serie anbietet. Von den bekannten Mattlacken soll sich der Strukturlack einerseits durch seinen leichten Glanz unterscheiden, der Karosserielinien stärker betont, andererseits durch eine größere Widerstandsfähigkeit und leichtere Pflegbarkeit. Für den körnigen Effekt sorgen in den Lack gemischte Kunststoff-Kügelchen, die Mattierung wird durch Partikel aus Silizumdioxid erreicht.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Nissan Micra – Zurück nach Europa

Erst niedlich wie ein Hundewelpe, dann kurvenreich-barock und schließlich – gesichtslos. Der Nissan Micra hat in den vergangenen drei Generationen einen starken Design-Wandel durchgemacht. Der letzte Schritt der Entwicklung war aber zumindest in den Augen der deutschen Kunden wenig gelungen. Nun schwingt der Hersteller wieder zurück.

Auf dem Genfer Salon hat die Marke gerade die Kleinwagen-Studie Sway vorgestellt. Offiziell sagen die Japaner dazu nichts weiter, als dass sie den künftigen Design-Stil der Marke präsentieren soll. Inoffiziell ist aber klar, dass es sich einen Ausblick auf den künftigen Micra handelt. Und der dürfte im Gegensatz zum biederen aktuellen Modell deutlich mutiger auftreten. Das Konzeptauto zumindest sticht mit prägnanter V-Front, Bumerang-Leuchten und schwebendem Dach aus dem Segments-Mainstream hervor. Auch die muskulös modellierten Seitenflächen sorgen für sportlichen Pfiff in der Vier-Meter-Klasse.

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Alles in allem ist der Sway ein kompletter Gegenentwurf zum aktuellen Micra. Das unter anderem in Thailand, Indien und China gebaute Auto wurde für den Weltmarkt entwickelt – möglichst kostengünstig und entsprechend kompromissbehaftet. Zwar hat der Fünftürer 2013 mit dem Facelift eine ausdrucksstärkere Front erhalten, zwischen den europäischen Konkurrenten sieht er aber immer noch aus wie ein Auto von gestern. Auch solide Technik und ein relativ umfangreiches Paket an Technik-Extras können daran nichts ändern. Dabei war der Micra in den beiden vorausgegangenen Generationen ein kleines Designerstück. Vor allem der äußerlich – laut Designer – einem kleinen Hündchen nachempfundene K11 (1992 bis 2003) gilt noch heute als einer der formal gelungensten Kleinwagen. Der Nachfolger K12 (bis 2010) konnte mit rundlichen Formen und leichtem Retro-Design vor allem weibliche Kunden begeistern.

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Wie sehr der kommende Micra dem Sway gleichen wird, ist schwer abzuschätzen. Einerseits hatten die Japaner die 2009 in Genf gezeigte Studie Qazana überraschend detailgenau in das polarisierende Serienmodell Juke umgesetzt. Andererseits trägt der Sway noch zahlreiche Merkmale, die für eher serienferne Konzepte typisch sind. Etwa die gegenläufig angeschlagenen Fondtüren oder das sehr reduzierte und leicht wirkende Interieur. Auch zum Antrieb des ausgestellten Fahrzeugs gibt es noch keine Angaben. Klar sein dürfte aber immerhin die Grundausrichtung: dynamischer, hochwertig und europäisch soll der neue Micra werden.

Dabei hilft auch, dass die neue Generation wieder in Europa gebaut wird. Nissan nutzt dafür die Fabrik seines Allianzpartners Renault im französischen Flins. 2016 sollen die ersten Fahrzeuge vom Band laufen. Auch technisch dürften der Micra und sein Schwestermodell Renault Clio dann wieder enger zusammenrücken. Und gerade der Franzose ist ein Beleg dafür, wie moderne Kleinwagen aussehen sollten. Das zeigt auch ein Blick auf die Verkaufszahlen: Während der Micra in Deutschland 2014 gerade einmal 11.000 Kunden lockte, kam der Clio auf mehr als 24.000 Vertragsunterschriften.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Sondermodell des Nissan Note – Technisch vollgepackt

Mit einem Sondermodell lockt Nissan Käufer für den Note: Als N-Tec bieten die Japaner den Kleinwagen ab 18.090 Euro mit umfangreicher Mehrausstattung an. Unter anderem ist das sogenannte Nissan Safety-Shield serienmäßig, dass gleichzeitig mehrere Systeme wie den Totwinkel- und den Spurhalte-Assistenten sowie die Bewegungserkennung miteinander verknüpft.

Basierend auf der Ausstattungslinie Acenta+ sind außerdem elektrische Fensterheber, Rückfahrkamera, Sitzheizung vorne, Lichtassistent, Regensensor, Klimaanlage und das schlüssellose Zugangssystem i-Key inklusive. Optisch macht sich das Sondermodell N-Tec durch einen schwarz glänzenden Kühlergrill und modifizierte Scheinwerfer mit schwarzen Einfassungen, geänderten Stoßfänger vorn und hinten, verdunkelten Heck- und hinteren Seitenscheiben, 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen, silbernen Türgriffen und Außenspiegelverkleidungen bemerkbar.

Der Note N-Tec kann mit allen Motorisierungen kombiniert werden. Zur Wahl stehen demnach zwei Benziner und ein Dieselmotor, die ein Leistungsspektrum von 59 kW/80 PS bis 72 kW/98 PS abdecken. Den Preisvorteil beziffert der Hersteller auf rund 1.900 Euro. Die Basisvariante des Nissan Note kostet mit einem 59 kW/80 PS starken Benziner mindestens 13.990 Euro.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Mitsubishi Space Star Klassik Kollektion – Günstig plus Extras

Mitsubishi bietet den Kleinstwagen Space Star derzeit als Sondermodell besonders günstig an: Statt regulär 8.990 Euro kostet der 3,70 Meter kurze Fünftürer mit 52 kW/71 PS als „Klassik Kollektion“ 7.990 Euro. Dann sind außerdem sonst aufpreispflichtige Extras wie Klimaanlage, Audio-System (Radio, CD, MP3) und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung schon an Bord.

Üppiger ausgestattet ist der Space Star Klassik Kollektion+: Dann sind zusätzlich unter anderem Leichtmetallräder, Licht- und Regensensoren, Start-Stopp-System sowie Sonderlackierungen und Zierelemente im Innenraum im Ausstattungsumfang enthalten. Kombiniert werden kann das Sondermodell mit dem 59 kW/80 PS starken Benziner. Kostenpunkt: 9.990 Euro.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Genf 2015: Neue Kleinwagenidee von Nissan

Mit der Studie Sway zeigt Nissan auf dem Automobilsalon in Genf (- 15.3.2015) seine Idee eines neuen Kleinwagens. Vom Ford B-Max übernimmt das Fahrzeug die fehlende B-Säule und vom Opel Meriva die hinten angeschlagenen Fondtüren. Das mittlerweile markentypische V im Kühlergrill erstreckt sich als markante Struktur von den Stoßfängern bis zum Heck. Auch die Gestaltung der LED-Frontscheinwerfer und den bumerang-förmigen Heckleuchten weisen auf die künftige Formensprache der Marke hin. Dazu gehört das Spiel mit Farben, in diesem Fall trifft die graue Außenlackierung auf blaue und orangene Töne im Innenraum.

 

 

 

(ampnet/jri)