Italdesign Supercar – Eine Handvoll Spaß

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) wird Italdesign einen eigenen Supersportwagen nebst eigener Marke vorstellen. Unter dem Namen „Automobili Speciali“ soll künftig jedes Jahr ein neues Automodell in Kleinstserie entstehen. Das Debüt ist ein Supersportler auf Basis des Lamborghini Huracan, von dem nur fünf Exemplare gebaut werden sollen.

In besonders dramatischer Weise wurde das Heck des neuen Sportwagenmodells von Italdesign inszeniert

Seit 2010 gehört Italdesign der Audi-Tochter Lamborghini. Insofern darf die Designschmiede sich aus dem Technikregal der Sportwagenmarke bedienen. Die Huracan-Basis ist allerdings kaum mehr erkennbar, da die Außenhaut in dramatischer Weise umgestaltet wurde. Dank diverser Luftöffnungen, Lüftungsschlitzen, Wings, Flaps, Blades und anderem Aero-Hilfsmitteln ist der Auftritt deutlich martialischer als der des Lambo-Pendants. Speziell designte LED-Leuchten vorne und hinten verstärken die eigene Note des Fahrzeugs.

Wer genau hinschaut, könnte an der ein oder anderen Stelle auch gewisse Ähnlichkeiten zum Lamborghini Huracan beziehungsweise Audi R8 erkennen

Angetrieben wird der Sportler von einem 5,2-Liter-V10-Motor, vermutlich in der 449 kW/610 PS starken Top-Version. Damit sprintet der rund 4,85 Meter lange Italo-Racer in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und soll über 330 km/h schnell werden. Der Lambo im Italdesign-Kleid soll sich gleichermaßen für den Einsatz auf Rennstrecken und im Alltag eignen.

Über den Preis der fünf Exemplare schweigen sich die Italiener aus, er dürfte aber siebenstellig sein. (Mario Hommen/SP-X)

10 spaßige Autos für 2017 – Scharfe Schlitten

2017 beschert uns einen Blumenstraß spektakulärer Fahrspaß-Mobile. Oft handelt es sich um starke Flundern, die ihren Fahrern dank aberwitziger Leistung ein vom linken bis zum rechten Ohr reichendes Grinsen ins Gesicht zaubern. Doch unsere Definition von Fahrvergnügen reicht weiter.

Wie etwa zum neuen BMW 5er, der mit Oberklasse-Komfort, automatisierten Fahrkünsten, viel Multimedia und natürlich klassisch dynamischen Fahreigenschaften seine neuen Besitzer überzeugen wird. Bereits ein Standardmodell wie der 530d sprintet in nur knapp 5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und fegt mit Allradantrieb und Allradlenkung flink wie ein Sportwagen ums Eck. Ein neuer M5 soll mit mehr als 600 PS und Allradantrieb sogar eine Sprintzeit in unter 3 Sekunden ermöglichen.

BMW 5er

600 PS? Da kann der Nio EP9 nur müde lächeln. Der rein elektrisch betriebene China-Kracher wirft dank seiner vier Motoren gleich 1.360 Pferdestärken ins Rennen. Doch nicht nur fahrtechnisch ist der frischgebackene Nordschleifen-Rekordhalter unerreichbar. Schon preislich bedingt, wird das 1,2 Millionen Euro teure und auf 6 Fahrzeuge limitierte Prestigeprojekt ein äußerst exklusives Vergnügen bleiben.

Next EV Nio EP9

Ganz ohne Hightech-Antrieb, aber ähnlich selten ist der Jaguar XKSS. Hierbei handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau eines der ersten Supersportwagen überhaupt. Neun der eigentlich geplanten 25 Stück wurden 1957 Opfer der Flammen. Diese „Unvollendeten“ wurden nun von Jaguar in Handarbeit nach den ursprünglichen Bauplänen aufgebaut. Eine nagelneue und doch eigentlich 60 Jahre alte Konstruktion auf 230 km/h zu treiben – diese Katze verspricht das ganz große Kribbeln. Doch wer die gut eine Million Pfund Kaufpreis erübrigen könnte, kommt zu spät: Die für Anfang 2017 geplante Kleinserie ist bereits vergriffen.

Es geht auch deutlich billiger und zugleich deutlich dynamischer: Lamborghini bringt 2017 den Huracan Spyder in einer Heckantriebsversion. Diese bietet für knapp 180.000 Euro ein wildes V10-Herz, dessen 580 PS für atemberaubende Performance sorgen. Da mancher Lambo-Fahrer den eigentlich obligatorischen Allradantrieb des Huracan als zu langweilig findet, bieten die Italiener den Grenzbereich-Genießern deshalb alternativ die kecke Heckmeck-Variante an. Diese ist auch nach oben offen.

Glickenhaus SCG003S Stradale

Ebenfalls aus Italien kommt 2017 ein weiterer Supersportler der Sonderklasse: Glickenhaus SCG003S heißt der heiße Renner, den die Manifattura Automobili Torino bald schon in einer straßenzugelassenen Variante produzieren will. Hier soll ein 4,4-Liter-V8 stolze 750 PS mobilisieren, was angesichts von 1,2 Tonnen Gewicht eine Sprintzeit in unter 3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h erlaubt. Glickenhaus kündigt nicht nur für den März 2017 die Weltpremiere an, sondern außerdem einen neuen Streckenrekord für straßenzugelassene Autos auf der Nordschleife.

McLaren P1 Kinderauto

Apropos Nordschleife: Zu den einstigen Rekordanwärtern zählte auch der bereits eingestellte McLaren P1. Den werden die Briten nun wieder auflegen, allerdings in einer sehr kleinen und rein elektrisch getriebenen Variante. Und die kann den maximal einen Passagier lediglich auf 5 km/h beschleunigen. Dafür braucht es allerdings nur 2 Sekunden. Den potenziellen Piloten, Kinder bis 6 Jahre, dürfte selbst das einen Heidenspaß bereiten.

Caterham Seven Sprint

Ebenfalls Kinder begeistern kann der Seven von Caterham. Vor allem ob seiner kleinen und schrullig geformten Karosserie verzückt das Leichtgewicht den Nachwuchs. Den Kult-Roadster bieten die Briten im Jahr 2017 in historischer Verpackung an: 7 Sprint heißt das Sondermodell, das konsequenter als alle Seven zuvor auf Retro-Look setzt. Fahrspaß ist ebenfalls angesagt, denn bereits der 81 PS starke Basismotor schiebt das Federgewicht in 7,5 Sekunden auf 100 km/h.

Bristol Bullet

Eine andere englische Kultmarke, Bristol, feiert mit dem völlig neuen Speedster Bullit 2017 ein Comeback. Neben cooler Optik bietet der Zweisitzer noch satten Vortrieb: Ein 4,8-Liter-V8 von BMW soll das Cabriolet in unter vier Sekunden auf Tempo 100 wuchten. Das Vergnügen wird ein nicht nur rasend schnelles, sondern auch exklusives sein: Lediglich 70 Fahrzeuge sollen entstehen, der Preis dürfte bei 300.000 Euro liegen.

Mercedes GT Roadster

Ebenfalls offene V8-Freuden auf noch sportlicherem Niveau verspricht Mercedes mit seinem neuen GT Roadster. Der schnelle Schwabe ist ab Frühjahr in zwei Versionen mit 476 oder 557 PS verfügbar. Der Kunde hat also die Wahl zwischen schnell und sehr schnell. Selbstredend braucht man für ein solches Über-Auto einen souveränen Kontostand, der nach dem Kauf des Roadsters um mindestens 130.000 Euro geschrumpft sein wird.

Lexus LC 500

Für deutlich weniger Geld wird man den Lexus LC 500 bekommen. Hier schicken die Japaner ein überaus drahtiges wie spektakulär gezeichnetes 2+2-Coupé 2017 ins Rennen. Angetrieben wird der „Beau“-lide von einem 477 PS starken Fünfliter-V8-Motor in Kombination mit einer zehnstufigen Automatik. Die üppige Kraft soll, allein an die Hinterräder geleitet, einen Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,4 Sekunden ermöglichen. Maximal sind 270 km/h möglich. Mit knapp über 90.000 Euro bleibt das Coupé preislich fast noch wie bodenständig. (Mario Hommen/SP-X)

Sexismus at its best – Lamborghini Huracán LP 610-4

Reitbeteiligung für italienischen Rassestier geboten – oder Sexismus at its best: Der Lamborghini Huracán LP 610-4 von Motion Drive

Lamborghini Huracán

Liebe Wendy-Leser, Sonntags-Fahrer, liebe aufgespritzte Ü30-Burberrys im zweckentfremdeten SUV … jetzt bitte unbedingt wegschauen und weiter die rosa Ponys kämmen!

Ich bin ein junger strammer italienischer Rassestier auf der Suche nach jemandem, der meinem Potential gewachsen ist. Jemand, der mich mit dem nötigen Respekt behandelt, aber auch hier und da ordentlich in die Hörner zwickt! Nach rund 10 Jahren bin ich in die Fußstapfen meines Bruders, dem Gallardo, gestiegen und habe diese mehr als besser ausgefüllt. Benannt wurde ich nach einem im Jahre 1879 ungeschlagen gebliebenen spanischen Kampfstier-Kollegen aus Alicante, so wie die meisten meiner Lambo-Brüder.

Ich bin wunderschön, ich bin stark und verdrehe den Leuten den Kopf. Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Ich bin aber nicht arrogant. Ich definiere nur das Niveau (vor allem in der Lambo-Einstiegsklasse) neu. Menschen mit intellektueller Insolvenz neigen ja häufig dazu, Menschen, die geistig besser bestückt sind, als arrogant zu bezeichnen. Ist mir aber egal. Ich bin schließlich kein Mensch. Ich bin eine (Fahr-) Maschine. Und vor allem bin ich, wie ich bin. Ich freue mich immer über ausgiebige Ausritte, bei denen ich jagen darf. Jagen ist sowieso mein Hobby. Ich jage alles – auch ganz ohne rotes Tuch.

Lamborghini Huracán

Meine unbändige Kampfeslust wird lediglich von meinem grenzenlosen Selbstbewusstsein überstrahlt. Wo sich andere mit ihren Kurven in Szene setzen (müssen), biete ich skalpellscharfe Ecken und Kanten soweit das Auge reicht. Mit meinem Sex-Appeal komme ich bei jung, alt, männlich und weiblich in gleichem Maße gut an. Selbst Alice Schwarzer würde ich wuschig machen und nebenbei könnte ich den Papst dazu verleiten, sich einen Irokesen schneiden zu lassen und mit der Ordensschwester im knappen Kurzen die Wallfahrt nach Vegas anzutreten. Ich bin voller knallharter Power, Fahrfreude und liebe es, den Asphalt aufzusaugen. Ich bin nicht perfekt, aber verdammt nah dran. Selbst Chuck Norris würde sich vor mir verbeugen. Wenn Du genauso ein Draufgänger (m/w) bist und kein Mittelspurschleicher, einer, der das Leben liebt und sich nicht bei 149 ins von Mutti bereit gelegte Unterhöschen macht, nicht andere für ihre Herkunft oder Status verurteilst und nicht permanent mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt eiferst, dann verstehen wir uns. Leben und leben lassen!

Understatement oder Zurückhaltung? Kenne ich nicht! Du solltest also schon ein gesundes Selbstwertgefühl mitbringen, denn Dir muss klar sein, dass wir überall extrem auffallen. Im Idealfall zaubern wir den Menschen Erstaunen gepaart mit einem Lächeln ins Gesicht. Fotos sind unabdinglicher Teil dieser Prozedur, also gewöhne Dich daran und sei gefälligst auf Augenhöhe mit mir!

Die Suche nach dem Endgegner kann damit beginnen …

Lamborghini Huracán

Mein Innenraum ist komplett neu und an einen Kampfjet angelehnt. Auch groß gewachsene Cowboys finden in meinen feinst belederten Sätteln gut Platz. Deine Wumme aber bitte unbedingt im Halfter stecken lassen! Wo bei meinem Bruder analoge Instrumente verbaut waren, trumpfe ich im Playstation-Style mit einem animierten Hauptdisplay auf und zeige Dir alles, was Du wissen musst. Drück einfach den im Mitteltunnel zentral angeordneten Startknopf – der im Cruise Missile Style entsichert werden muss – und schon bin ich genauso scharf wie die Animationen auf dem 12,3“ TFT-Farbdisplay vor Deinen verblüfften Augen.

Lamborghini Huracán

Lamborghini Huracán

Je nach Gusto, kannst Du einstellen, ob Du lieber das Navi, Fahrzeugeinstellungen oder aber den XXL Drehzahlmesser bevorzugt sehen möchtest. In der Mittelkonsole zeige ich Dir auf kleinen ebenfalls animierten Displays weitere Informationen, wobei ich Dich eindringlich bitte, speziell meine Öltemperatur im Blick zu behalten, bevor Du mir die Sporen gibst. Wie jeder Hochleistungssportler muss auch ich mich erst aufwärmen, denn nur so wird mir langes Leben garantiert und mein Herz geschont.

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Lamborghini Huracán

610 PS treiben uns dann ganz ohne Turbo, aber dafür emotionalst Hochdruck geladen an. Mein mit einer kombinierten Direkt- und Saugrohreinspritzung ausgestattetes 5.2 Liter V10 Herz schlägt hinten längs, was auch die Bezeichnung LP in meinem Namen impliziert – nämlich „Longitudinale Posteriore“. Über einen wunderbaren Klappenauspuff schnaube, rotze und wüte ich alles in Grund und Boden, was sich im Umkreis von Lichtjahren befindet. Bevorzugt fege ich dabei mit leuchtenden Voll-LED Augen und Gebrüll durch einen Tunnel, um meiner Fahrfreude Nachdruck zu verleihen.

Lamborghini Huracán

Lamborghini Huracán

Wenn Du mich ordentlich in die Eier kneifst (Achtung: Übertriebene Metapher, bitte nicht bei einem echten Stier probieren!), jage ich in rund 3 Sekunden auf 100 km/h, die 200 km/h meistern wir nach 9,3 Sekunden. Mit 1.422 kg Leergewicht habe ich leichtes Spiel. Dank Heck betontem Allradantrieb (stufenlose und blitzschnelle Abgabe von bis zu 50% der Antriebskraft an die Vorderräder über eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung), Launch-Control und pfeilschnellem DSG Getriebe immer wieder reproduzierbar. Klingt und ist im Prinzip einfach, fühlt sich aber einfach eindrucksvoll an. Das Scharren meiner vier Hufen ist dabei gewünschter Nebeneffekt, wenn mein Gaspedal auf Anschlag steht, bei 4.500 U/min Anfahrdrehzahl Dein Fuß von der Bremse wuppt, die Kupplung brutalst einrückt und Dich mitsamt Toupé in die Sitznaht drückt. Bluthochdruck oder Herzprobleme sollten Dich daher nicht plagen. Feuchte Sitze schätze ich übrigens überhaupt nicht! Dass der harte Launch-Control-Start zwar cool ist, mir aber irgendwann tierisch auf die Nüsse geht, muss wohl an dieser Stelle nicht noch explizit erwähnt werden?!

Lamborghini Huracán

Wenn Du dich ansonsten traust, können wir mit über 320 km/h in Richtung Horizont durchbrennen. Es lebe der Chemtrail! Dabei bleibe ich extrem cool und vermittle Dir nicht nur dank meines optionalen und aus dem Audi Regal bekannten „Magnetic-Ride“ Fahrwerkes perfekt gefühlten und tatsächlichen Fahrbahnkontakt. Sollte sich doch mal ein Dacia-Fahrer in meiner freien (Auto-)Wildbahn blicken lassen, kralle ich mich mit meinen serienmäßigen Carbon-Keramik Bremsen lässig, aber vehement in den Asphalt und verhindere den intimeren Kontakt.

Lamborghini Huracán

Ich bin nämlich eitel, sehr teuer und möchte niemanden auf die Hörner nehmen. Viele können sich mich sowieso nicht leisten. Immerhin rund 202.000 € wären fällig – plus Extras natürlich. Ihr habt aber Glück, denn mein Besitzer hat noch weitere Kampf(s)tierchen im Stall und kann mich daher nicht permanent selbst ausfahren. Also, wenn Du willst, hab temporär und ungebremst frivolen Fahrspaß mit mir! Klingt schlüpfrig? Ist es nur, wenn Du an dem kleinen roten Schalter am Lenkrad („ANIMA“ = Adaptive Network Intelligent Management) von „Strada“ bzw. „Sport“ auf „Corsa“ schaltest. Hierdurch ändert sich nämlich nicht nur die Charakteristik meines Herzens und Getriebes, sondern wird auch Einfluss auf die Regelsensibilität meines ESP und – sofern als Option an Bord – der elektromagnetischen Dämpfer sowie der elektronisch variablen Lenk-Zügel genommen. Da vergesse ich dann sogar mein perfekt arbeitendes ESP, verfalle in den Rodeo-Kampfmodus und reiße mit meinen Hufen den Asphalt auf.

Lamborghini Huracán

Ich empfehle Dir daher die vollkommen ausreichende Stufe „Sport“, bei der ich den ESP Schutz noch eher im Hinterkopf behalte und Dich nicht sofort zum Beifahrer werden lasse, wenn Du mich überreizt. Vergiss dennoch niemals: Ich bin ein Kampfstier! Wenn Du die Finger vom „ESP OFF“ nicht lassen kannst, sei gewappnet! Auch wenn ich untersteuernd ausgelegt bin, garantiere ich Dir, dass Dich ein ausschlagendes Heck genauso trifft wie ein Hufschlag ins Gesicht, wenn Du nicht aufpasst. Dazu musst Du dich aber extrem dämlich anstellen oder mich gekonnt bewusst reizen. Also keine Scheu! Ich tue Dir nichts, ich will nur spielen. Denke aber immer daran: Jage nicht, was Du nicht töten kannst.

Lamborghini Huracán

Ansonsten bin ich selbst für den Corsa Fahrer im „Strada“ Modus ganz normal erfahrbar und aufgrund meines sauberst schaltenden 7-Gang DSG Getriebe mit Automatikmodus, meiner Start-Stop Automatik sowie Zylinderabschaltung (seit 2016) sogar fast als „City-Cruiser“ geeignet. Nur bei Ein- und Ausfahrten in der City musst Du aufpassen, dass ich keines auf die Schnauze bekomme. Das verursacht mir eine Schürfwunde und Dir einen blutenden Geldbeutel. Daher lieber mit der optionaler Liftfunktion meinen Vorbau und den Deiner (vielleicht gelifteten) Beifahrerin leicht anheben, wenn Ihr zum Cappuccino saufen auf den Parkplatz des nächsten Szenecafés abbiegt. Bitte dann auch an mich denken, denn ich kippe mir gerne mit einen hinter die Binde. 12,5 l/ 100 km hochoktaniges im EU-Durchschnitt, gerne aber auch mehr.

Wenn Du jetzt Lust auf einen Ausritt bekommen hast, dann schnell zum nächsten Lamborghini-Händler oder unter www.motion-drive-vermietung.de nach einer Reitbeteiligung fragen. Beifahrer (-innen) im einschlägigen Internet übrigens auf Stundenbasis ebenfalls zubuchbar.

Ich bin der Lamborghini Huracán LP 610-4 – ich bin bereit für den himmlischen Höllenritt!

Ein Video zum Lambo gibt es hier noch.

Video: Lamborghini Huracán LP 610-4

In dieser Folge sind unsere #Fahrspaß-Freaks #MotorOli & #FotoRalph wieder einmal „on Tour“ und haben den Gallardo Nachfolger aus Sant’Agata Bolognese mal richtig an den Hörnern gepackt.

V10, geilster Geilosound, ganze 610 Pferde, Allradantrieb und noch viel mehr fürs Auge sind für den Lamborghini  Huracán ganz normal, versetzen den Betrachter aber in entzücktes Erstaunen. Er stemmt sein max. Drehmoment von 560 Nm bei 6500 U/min. auf die Kurbelwelle. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 325 Klamotten, die Beschleunigung von 0-100 km/h bei rd. 3 Sekunden. Von 0-200 km/h sind es gerade einmal 9,3 sec.

Schaut den Film an und erfreut Euch mit uns an diesem Stück italienischer Feinkost. Ein Blogartikel zum Auto folgt in den nächsten Tagen noch.

Neidfaktor Auto – Diese drei Marken machen den Nachbarn grün

Auch wenn man seines Nächsten Auto nicht begehren soll: Rund 42 Prozent der Deutschen waren laut einer Umfrage des Gebrauchtwagenportals „Mobile.de“ schon mindestens einmal neidisch auf den Wagen eines anderen. Die größten Begehrlichkeiten wecken Modelle von Audi, die bei 34 Prozent der Befragten Neid wecken. Es folgen BMW mit 32 Prozent und Porsche mit 27 Prozent. Damit schlagen die süddeutschen Premiumhersteller auch Traumwagen-Marken wie Lamborghini (22 Prozent), Ferrari (20 Prozent) und Maserati (18 Prozent). Und auch ganz bürgerliche Marken können Gefühle des Haben-Wollens wecken: VW kommt immerhin auf 10 Prozent.

Unterwegs im Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4

Oben ohne im Osten – oder Mietwagenupgrade mal anders

Lamborghini Gallardo Spyder

„20 Grad im November, Danke Volkswagen!“

Statt bei Schnee und Kälte zu frieren, konnten wir uns vor kurzem auf einen überaus sonnigen automobilen Selbsterfahrungstrip mit einigen Überraschungen, Gegensätzen und den bekannt flachen Witzen begeben. Bei Wikipedia liest man zum Thema Selbsterfahrung: „Der Begriff Selbsterfahrung ist einerseits ein populärwissenschaftlich psychologischer Ausdruck für das Kennenlernen und Reflektieren über das Erleben und Agieren der eigenen Person (Selbst) insbesondere in herausfordernden Situationen …“

Jedenfalls kam natürlich mal wieder alles anders, als man es initial geplant hatte, doch nur ein Genie beherrscht ja bekanntlich das kreative Chaos und Wachstum erfolgt nur durch Herausforderung. Läge man diese Formelaussage unserem Projekt „MotorOli“ zugrunde, der FotoRalph und ich hätten bereits mehrfach promoviert und die Habilitation für das Lehrfach „Spontanaktionen planen – ein Widerspruch in sich“ mit Auszeichnung und Arschbombe erlangt. Den Spass haben wir aber niemals verloren und thats the most important thing in life! Fahrspass steht bei uns drauf und Fahrspass ist (irgendwie) immer drin. So viel ist sicher! Und was nicht passt, wird eben passend gemacht. Läuft!

„Läuft“ ist zufälligerweise auch der Facebook Slogan von Motion Drive, einer jungen sympathischen Autovermietung mit Hauptsitz in Magdeburg. Doch wir sprechen hier nicht von Gruppe C (= Golf Kategorie) – Mieten, wie sie sich so mancher von uns vorstellen mag. Da darf es schon ein klein wenig mehr „Mehr“ sein. Teils mündet auch beim Vermieter ums Eck eine Gruppe C Reservierung idealerweise hin und wieder in einem sogenannten Upgrade, also dem Erhalt einer größeren Fahrzeugkategorie zum vorher reservierten kleinen Preis. Klappt übrigens oftmals gut, wenn man explizit „Kleinwagen (= Mietwagenklasse Mini, Economy oder Compact) mit Automatik“ reserviert. Gibt’s eher selten und daher fährst Du meist eine entsprechend größere Kiste vom Hof. Siemens-Indiander und Vielfahrer wissen sofort Bescheid, doch das ist ein anderes Thema.

Lamborghini Gallardo Spyder

Bei Motion Drive – ganz anders – fängt es hingegen erst an, wo es bei den allermeisten bekannten Autovermietern aufhört. Die sozusagen kleinste Kategorie ist nämlich ein Porsche 911. Davon völlig abgesehen gibt man sich hier mit so etwas trivialem wie Mietwagenklassen sowieso nicht ab. Motion Drive vermietet nämlich Luxus- bzw. Sportwägen. Soll keine Werbung sein und wenn es als solche wahrgenommen wird, dann ist das Euer Problem. Es gibt natürlich zahlreiche Vermieter mit spannendem Portfolio, darunter Sixt, Europcar, Auto Zitzmann oder den Landmaschinenverleih Dümpfelhuber. Motion Drive hat uns aber ganz konkret ein Auto angeboten und daher standen wir mit Geschäftsführer Phillipp Müller in Kontakt. Der Gute hat sich wohl auf dem stillen Örtchen unsere Videos angeschaut und meinte, er habe da was für uns. Kurz darauf stand er schon bei uns im Büro und die Chemie stimmte.

Konkret ging es um eine besondere Ausfahrt im neuen BMW i8, der ebenfalls in der Flotte zu finden ist. Der Aufhänger „Fahrspass zum selbst er-Fahren“ erschien mir für diese Geschichte durchaus gangbar, denn wir wollten einerseits ein brandaktuelles Fahrspassgerät vorstellen, aber zusätzlich darauf hinweisen, dass auch IHR diesen Fahrspass selbst erleben könnt. Wer träumt nicht davon, einfach mal aus dem Quartett der Supersportwägen auswählen zu dürfen und in die vollen zu gehen? Klar, das kostet ein paar Euro, aber nicht ansatzweise so viel, wie Kauf oder Leasing. Klingt logisch? Ist es auch!

Motion Drive bietet hier ein überaus interessantes Portfolio aus den – ich sag mal vorsichtig – gängigen Supersportwägen vom „normalen“ Porsche 911,  Audi R8, Ferrari 458 bis hin zum Bugatti Veyron oder eben bspw. BMW i8 an deutschlandweit 8 Standorten an. Die Fahrzeuge teils in verschiedenen Ausführungen (Coupé/ Cabrio) und Motorisierungen. Eine Anlieferung ist manchmal ebenso im Mietpreis bereits inbegriffen. Am besten schaut Euch selbst unter www.motion-drive-vermietung.de um bzw. beruft Euch bei Interesse gerne auf diesen Artikel – vielleicht gibt es unter dem Stichwort „MotorOli“ einen kleinen Rabatt. Wenn genervt aufgelegt wird am anderen Ende, dann hat unsere Geschichte wohl nicht gefallen 😉

Lamborghini Gallardo Spyder

Die Idee zu Motion Drive

Für Auto-Geeks sicherlich spannend ist die Entstehung und das Gesicht hinter der Idee: Phillipp Müller sieht eher aus wie der Sohn vom Chef – ein symphatischer Jungunternehmer und Petrolhead mit deutlich erkennbarem Benzin im Blut. Doch der Schein trügt, ER ist der Chef. Ich erwähne das in einigen Takten, da ich derartigen Enthusiasmus gepaart mit unternehmerischem Wagnis bemerkenswert finde. Man stelle sich das Gesicht des Hausbankers vor, dem ein Mittzwanziger erklärt, dass er einen nicht unerheblichen Betrag benötige, um Supersportwägen zu erwerben und selbige zu vermieten. Doch glücklicherweise konnte Phillipp bereits eine überzeugend plausible Referenz vorweisen.  Angefangen hatte es nämlich ganz klassisch mit dem Wunsch, einen Porsche zu fahren. Was wohl jeder zweite BWL-Student mit fast originalem Ralph Lauren Shirt und stehendem Kragen als das „Lifegoal“ mit 30 auf seiner Wunschliste führt, war für Petrolhead und Maschinenbaustudent Phillipp einfach zu säumig. „Das muss früher gehen!“, dachte er und ersteigerte sich mit einem Bekannten einen Porsche 911 der Baureihe 996 – und zwar zum unschlagbaren Preis. Das Ganze in einer etwas übermotivierten aber nur ungleich weniger enthusiastischen Freitagabend-Party-Wir-Kaufen-Jetzt-Porsche-Spontanaktion. Unschlagbar war nämlich nicht nur der Preis, sondern auch die Mängelliste, welche die zwei im Eifer des Gefechtes und nach einigen strategisch wichtigen Bierchen irgendwie überlesen hatten. Wohl bekomms!

Und es kam wie es kommen musste, denn das vermeintliche Schnäppchen entpuppte sich zunächst als vollkommenes Groschengrab. Ich meine trotz „Schnäppchen“ sprechen wir hier von einem nicht unerheblichen Betrag. Überhaupt nicht wenig für zwei Studenten und viel zu viel zum vernichten. Aber wenn Dir das Leben Zitronen beschert, sollst Du ja bekanntlich nach Salz und Tequila fragen und eine Party schmeißen – oder zumindest Limonade daraus machen. Dass der Motor direkt auf der Überführungsfahrt seinen Geist aufgegeben hat, war fast schon zu erwarten. An dieser Stelle wäre wohl manch einer völlig entnervt nach Thailand ausgecheckt, um auf einer Full-Moon Party billigend berauscht seine Exmatrikulation in Kauf zu nehmen und einfach nur zu vergessen.

Doch die Jungs sind dran geblieben und schlussendlich wurde das Baby mit einem befreundeten Mechaniker für kleines Geld sukzessive wieder fit gemacht. Ein überholter Austauschmotor war schnell gefunden und zudem ein wenig Kosmetik plus schwarzer Folierung. Schon bot sich dem interessierten Betrachter ein doch recht ansehnliches Gefährt, welches auch bei Freunden und Bekannten für Aufsehen sorgte. Immerhin ein echter Porsche! Es folgten relativ schnell diverse Anfragen nebst Geldgeboten mit dem coolen „11`er“ doch mal eine Runde drehen zu dürfen. Nach und nach amortisierte sich der Wagen auf diesem Weg und fuhr plötzlich sogar Gewinn ein. Das war der Punkt, an dem es Klick gemacht hat und eben diese Referenz überzeugt wohl auch die Bank, dem Konzept Motion Drive grünes Licht zu geben.  Nach und nach wurde der Fuhrpark also aufgestockt und investiert …

Heute – einige Jahre später – eignet Motion Drive rund 20 eigene Supersportler und greift über Partner auf mehr als 150 weitere Sport- und Luxuswägen zurück. Zu den Kunden gehören nicht nur reiche Touristen aus Fernost oder der Filmstar in Südfrankreich, sondern auch einfache Jungs, die sich zu zweit Fahrspass übers Wochenende teilen und eine schöne Zeit bspw. im Audi R8 erleben.

Lambo & Audi

Das Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell, geile Autos für fette Kohle zu vermieten, ist übrigens nur auf dem Papier einfach, denn dahinter steckt eine ganze Menge administrativer und versicherungstechnischer Aufwand. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Mietwägen allgemein überproportional mehr leiden als private Autos. Vor allem verhalten sich die Kosten für Unterhalt, Versicherung, Wartung und Instandhaltung an Supersportwägen proportional zum Kaufpreis. Motion Drive macht hier aus meiner Sicht alles richtig, denn die Autos werden meist als gepflegte Gebrauchte mit wenig Kilometern gekauft und von der eigenen Tochterfirma Motion Cars unterhalten und gewartet. Ebendiese hauseigene auf Supersportwägen spezialisierte Werkstatt ist unabdinglicher Teil des Geschäftsmodells und hält so schon mal zumindest diesen extremen Kostenblock im Rahmen. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich Gutes herumspricht und Motion Cars mittlerweile diverse andere private Supersportler wartet und betreut.

Überaus wichtig ist es ferner, die Autos zum richtigen Zeitpunkt wieder abzustoßen, denn der Wertverlust bei Miet-Supersportlern ist – wenn wundert es – natürlich teils ebenfalls super sportlich. Zuviel KM sind schlecht, zu wenig aber auch. Denn nur ein Auto, welches genutzt wird, bringt Umsatz. Wieder eine Besonderheit, denn Motion Drive bietet neben der Vermietung auch Fahrevents an und tut alles, damit die Autos bewegt werden. Ob eine geführte Sportwagentour durch die Alpen, Drifttrainings, bei denen es richtig zur Sache geht oder Rennstreckenevents – jeder einzelne Baustein ist ein durchdachter Teil des Geschäftsmodells, sorgt dabei für Entertainment und Grinsen beim Teilnehmer sowie den notwendigen Umsatz bei Motion Drive. Wer möchte sich nicht mal mit einem Supersportler auf der Rennstrecke auslassen oder einfach mal richtig schön quer fahren? Auch das könnt Ihr auf der Seite buchen. Die Kosten sind je nach Event unterschiedlich und teils gibt es echte Lastminute-Schnäppchen. Warum ich das so ausführlich schreibe? Nun, weil ich mich vor Ort von all dem selbst überzeugen konnte und die Chemie bei uns und den Jungs eben gepasst hat. Wer jetzt denkt, dass wir dafür Geld bekommen, den muss ich enttäuschen. Wenn ich etwas gut finde, dann schreibe ich das unentgeltlich und speziell, weil das Team jung und erfrischend dynamisch ist, war es mir diese Zeilen wert. Vor allem – und das ist die Aussage der Geschichte – könnt Ihr das alles selbst erleben! Klar ist das teils Geld, aber wenn Ihr euch mit einem Bekannten zusammentut, ist es nur noch die halbe Miete. Und Glück verdoppelt sich ja bekanntlich nur, wenn man es teilt. Man lebt nur einmal und denkt immer an den Neupreis!

Der Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4

Lamborghini Gallardo

Ich konnte diese Mietwagenerfahrung jedenfalls mit dem FotoRalph teilen und wir haben uns in unserer bekannt schrägen Art bemüht, ein wenig den Fahrspass zu vermitteln. Wie eingangs erwähnt, sollten wir ja BMW i8 fahren, doch der war leider im Rahmen einer Garantiearbeit in der Werkstatt bei BMW. Als Ersatz wurde uns spontan ein Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4 angeboten. Nehmen wir!

Der Stier hat 560 Pferde, permanenten Allradantrieb und stemmt sein max. Drehmoment von 540 Nm bei 6500 U/min. auf die Kurbelwelle. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 324 km/h. Die Beschleunigung 0-100 km/h gibt der italienische Herstellers mit 4,0 Sekunden an – 4,1 Sekunden haben wir gemessen, was auch an den Winterreifen gelegen haben könnte. Den halben Wimpernschlag kann man aber verzeihen. Das Leergewicht des Testwagens beträgt übrigens rd. 1,6 Tonnen. Dank den vielen Extras sprengt unser Lambo deutlich die 200.000 € Marke. Keine Kunst, liegt schon der Grundpreis bei round about 195.300 €.

Das „LP“ steht übrigens für „Longitudinale Posteriore“, also Motor in Längsrichtung hinten. Stimmt, da ist was hinter uns. 560 sind -man ahnt es- die Pferdchen, die 4 symbolisiert den permanenten (sportlich heckbetonten) Allradantrieb mit Viscokupplung, der die Kraft situativ je nach Traktion an Vorder- oder Hinterachse abgibt. Ein wenig Nachhilfe zum Thema Allradantrieb sowie zur Viscokupplung findet Ihr hier. Lesson learned!

Lamborghini Gallardo Spyder

Ich persönlich mag den Lambo sehr gerne. Einmal, weil es aus meiner Sicht ein sehr emotionales und formschönes Auto ist, der V10 überragend klingt und überdies an diesem von Gott gegebenen 23-Grad-Novembertag nichts schöner ist, als offen durch die Welt zu cruisen und dem herrlichen Orchester des V10 Konzerts aus dem Heck unseres noch recht neuen Mittelmotorsportlers zu lauschen. Den Gallardo gibt es bereits seit 2003 und seit kurzem ist auch der Nachfolger Huracán als Coupé bzw. Roadster auf dem Markt. Meine letzte Gallardo Erfahrung ist schon etwas her. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ein Lambo eben ein Lambo und macht auch mir als Auto verwöhntem Menschen immer noch extrem viel Spass. Die Form ist einfach zeitlos und macht ihn sofort zu einem echten Lambo. Das glühend leuchtende Orange war da wie das Tüpfelchen auf dem „i“ von GEIIIIL an diesem sonnigen Novembertag. Der Wagen steht da wie aus dem Ei gepellt und hat gerade 19 tKm auf der Uhr. „Kam gerade von einer Monatsmiete aus Südfrankreich zurück.“ – sagen mir die Jungs. Auch schön: Einfach mal an der Cote d´Azur abhängen und im Gallardo Spyder nach Monaco rüber zum Essen fahren. Kann man machen!

Lamborghini Gallardo Spyder

Wir machen das analog und selbstverständlich offen in und um Magdeburg. Südfrankreich kann jeder! Für alle, die in Erdkunde nicht aufgepasst oder sich einem Nickerchen hingegeben haben: Magdeburg ist im Osten. Neue Bundesländer. Soli und so. Nicht so eine Prollstadt wie München, wo jeder mit seinem geleasten Möchtegern-Porsche umher fährt und den Lässigen mimt. Magdeburg ist einfach. Nicht negativ gemeint, sondern auf die Autos bezogen. Überaus – und das ist todernst gemeint – sympathische Menschen und regelrechte Offenheit strahlen Dir entgegen. Man muss dazu sagen, dass ich aus dem Raum Nürnberg komme und die Franken eher reservierte Frohnaturen sind. Ein Lächeln mit Augenkontakt kann da schon mal zur vollkommenen Verwirrung beim Gegenüber sorgen. Hier in Magdeburg ist uns aber deutlich aufgefallen, dass die Menschen entspannter sind. Man schaut einem in die Augen, man versteht Witze und lächelt zurück. Muss auch mal explizit erwähnt werden und damit kurbeln wir vielleicht den Magdeburger Tourismus ein wenig an.

Lamborghini Gallardo Spyder

Tür auf und rein. Er ist schlank. Leder wohin das Auge blickt. Tolle Haptik. Ich fühle mich sofort pudelwohl, erinnere mich aber auch ein wenig an das Audi A4 3.0 TDI Cabrio, welches ich mal hatte. Tacho, Navi und einige Schalter lassen keinen Zweifel an der engen Audi Verbundenheit aufkommen. MQB ist das Stichwort und heißt nicht weniger als „Modularer Querbaukasten“. Für Laien erklärt: Aus Kosten und strategischen Gründen teilen sich die Fahrzeuge eines Konzernes (auch Marken übergreifend) diverse Bauteile und Plattformen. In unserem Fall teilt sich der Lambo bestimmte Teile mit dem Audi R8 der ersten Generation – bspw. Motor, Antrieb usw. Dank dem MQB passt das alles auch im Lambo und umgekehrt. Egal! Per Knopfdruck öffnet das Stoffmützchen nach gefühlten 23 Minuten. Ist halt etwas oldschool. Aber offen ist offen. Wir atmen herrliche Sonnenluft und können dem V10 Inferno hinter uns lauschen.

Lamborghini Gallardo Spyder

Unser Lambo hat das sequentiell automatisierte E-Gear der zweiten Generation verbaut. Das heißt konkret, dass dem Fahrer Smart ähnliche XXL Schaltpausen erspart bleiben. Heute gehen Gangwechsel zwar softer und schneller, aber der noch relativ junge Gallardo hatte dadurch einen gewissen puristischen Charme. Die Initiierung des Schaltvorganges erfolgt über feststehende Aluschaltwippen hinter dem Lenkrad oder auf Wunsch gänzlich automatisiert. Das Ganze kann vom Fahrer dann noch über die Stufen „Sport“ und „Corsa“ angeschärft werden. Stellt man den optionalen Corsa-Modus (Track only eigentlich) ein, ist alles maximal auf Krawall getrimmt. Die Klappen im Auspuff auf Durchzug, sämtliche Kennlinien nebst ESP-Schutz auf „BÄM“ und auch das E-Gear haut die Gänge mit einer Vehemenz rein, dass Du glaubst, die Gearbox fliegt Dir gleich um die Ohren. Man sieht im Video, wie sehr der FotoRalph seine Nackenmuskeln anspannen muss, wenn Du dem Stier die Sporen gibst. Soundmässig sorgt das nicht nur beim Fahrer, sondern vor allem beim Hintermann und allen, die sich im Umkreis von 2 Kilometern aufhalten, für stehende Nackenhaare gepaart mit Gänsehaut. Ich weiß nicht, was besser ist: Das vulgäre Zwischengasrotzen bei jedem Herunterschalten oder das Brüllen beim Angasen. Ich ertappe mich dabei, mit den Gängen zu spielen. Wie ein Kleinkind, das wild auf seiner Spielzeugorgel rumhämmert und sich über jeden Ton einfach nur tierisch freut.

Lamborghini Gallardo Spyder

Man fällt aber nicht nur wegen dem Sound auf. Die Erscheinung per se reicht bereits aus.  Als würde man, statt mit einem weißen Pudel, mit einem ausgewachsenen Stier durch die Stadt laufen. Ein Lambo per se fällt natürlich sowieso auf – besonders in Magdeburg. Vor allem in der Farbe, bei dem Wetter und offen, mit uns zwei schrägen Vögeln im Cockpit. Spass? Oh ja! Dieser V10 macht sogar im Stau Spass, denn die Soundkulisse ist immer einzig- und bestimmt nicht artig. Und ja, die Strassen in Magdeburg sind teils richtig Mist! Es fühlt sich regelmässig an, als würde es den Lambo zerlegen. Eigentlich  müsste man ihn permanent mit aktiver Liftfunktion fahren, um ihn vor bösen Vulkankrater ähnlichen Löchern zu schützen. Doch er schlägt sich wacker. Aber wir fühlen mit ihm und entführen ihn auf die Landstrasse.

Lamborghini Gallardo

Bildschöne Alleen mit langen Gerade, knackigen Kurven und sauber geteerte Strassen. Hier fühlt sich der Stier wohl. Man muss auch gar nicht heizen. Im Gegenteil, im Normalmodus der Automatik schaltet er fast schon gemächlich und schraubt auch sein infernalen Sound dezent zurück. Wohlwissend, dass er jederzeit kann, wenn er muss. Trotz der weichen Winterreifen vermittelt er direkten Fahrbahnkontakt und bietet Grip in jeder Alltags-Fahrsituation. Dank seines Sperrdifferenzials mit asymmetrischer Sperrwirkung an der Hinterachse kannst Du aber auch einfach ein oder zweimal an den Schaltwippen ziehen und ihn trotz schmierigen Winterreifen ordentlich aus der Kurve kommen lassen, ohne dass Dich der Wagen überrascht. Das Zwischengasgerotze ist unabdinglicher Teil der Schaltprozedur und unbedingt im Sport bzw. Corsa-Modus zu empfehlen.

Lamborghini Gallardo Spyder

Vehement zähmen kann den losgelassenen Stier nur die eigene Bremse. Die packt Ihn nämlich mit je 8 Kolben vorne und jeweils 4 hinten ordentlich an den Hörnern. Die 365 x 34 mm Stahlscheiben vorne und 356 x 32 mm hinten sorgen nachaltigst für Verzögerung und bremsen auch übermotivierte Toreros wieder ein. Mit optionaler Keramik-Anlage kann es gar passieren, dass die Haftcreme der Dritten versagt und die Beisserchen von innen in der Frontscheibe einschlagen. Macht aber nix, die Teil bzw. Vollkasko übernimmt Glasschäden und alles ist besser, als sich um den nahenden Alleebaum zu wickeln.

Ja, solche Tage gehen leider immer viel zu schnell vorbei. Stunden fühlen sich an wie Minuten im Raum-Lambo Kontinuum. Die eigene Nahrungsaufnahme kann da schon mal in Vergessenheit geraten und eingebremst wirst Du eigentlich nur, wenn der Stier an die Futterstelle geführt werden möchte, um seinen animalischen Durst zu stillen. Irgendwas zwischen 15 und 30 Litern genehmigt er sich, je nach Spassfuss-Stellung auf 100 KM. Ist aber völlig egal, denn er ist jeden Cent Sprit wert!

Lamborghini Gallardo Spyder

Ich könnte mich jetzt noch ewig über den geilen Tag, Fahrverhalten oder zahllose technische Details auslassen. Schleppmomente, Agilität, ungefederte Massen, oder Tendenzen zu Über- oder Untersteuern … Mache ich aber nicht! Soll ja kein Rennstreckentest sein und was bringt die ganze graue Theorie nebst technischem Gequatsche noch? Fahrberichte vom Gallardo gibt es zu Genüge und die Hardfacts habe ich abgefrühstückt 😉 Der Punkt ist: Probiert es doch selbst einfach mal aus und habt Spass!

Wer trotz blutenden Augen noch gar nicht genug bekommen hat, der kann sich ja noch unser bekannt schräges Video anschauen. Check it here!

In diesem Sinne und bis zur nächsten automobilen Grenzerfahrung. Wir bleiben dran!

Euer MotorOli & FotoRalph

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Den originalen Artikel gibt es hier.

Zehn Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über den Lamborghini Miura wussten

Im November 1965 – also vor einem halben Jahrhundert – präsentierte Lamborghini auf dem Autosalon in Turin ein Sportwagen-Konzept, das nur vier Monate später als Miura zum schönsten Auto aller Zeiten wurde. Hier kommen zehn Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über diese Legende wussten.

1) Der Lamborghini Miura war 1966 bereits das dritte Modell der Marke, die es als Autohersteller erst seit 1962 gab. Ferruccio Lamborghini, der damals lediglich Traktoren produzierte, hatte Enzo Ferrari Verbesserungsvorschläge für dessen Fahrzeuge unterbreitet, woraufhin ihn „Il Commendatore“ aus seinem Büro warf und den Satz hinterher schleuderte: „Du verstehst es vielleicht, einen Traktor zu fahren, aber einen Ferrari wirst du nie zu behandeln wissen.“ Der Lamborghini 350GT und der 400GT dienten noch als pure Provokation. Der Miura war der erste Sinnstifter der Marke.

2) Lamborghini war eine junge, kleine Marke und das Internet gab es noch nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass die Namensgebung einige potentielle Kunden verwirrte. Der Lamborghini Miura trug einen Stier im Wappen und war nach der berühmtesten Farm benannt, die damals die Arenen belieferte. Don Eduardo Miura Fernández betrieb damals in der Nähe von Sevilla die namensgebende Stierzucht und erhielt einige Bestellungen. Lediglich den obskuren Farbwünschen dürfte es zu verdanken sein, dass die Tiere nicht ausgeliefert wurden. Wie hätte er auch einen orangen Kampstier zu Stande kriegen sollen?

3) Vielleicht hatte er sich auch gefragt, was Berühmtheiten wie Dean Martin und Frank Sinatra mit einem Kampfstier anfangen könnten. Ersterer orderte einen Lamborghini Miura, weil sich sein Sohn angeblich weigerte, in einem Porsche zur Schule zu fahren, nachdem die italienische Sensation erst einmal auf dem Markt war. Sinatra bestellte sich noch angeblicher ein Modell mit Leopardenfell-Interieur und hinterließ den Lamborghini-Chronisten folgendes Bonmot: „Wer jemand sein möchte, der fährt Ferrari. Wer schon jemand ist, der fährt Lamborghini.“

4) Ein Erfolg, der so nicht abzusehen war. Der Lamborghini Miura entsprach so gar nicht dem Geschmack von Ferruccio Lamborghini. Es war eine eigenständige Kreation von Paolo Dallara, Paolo Stanzini und Bob Wallace. Die drei Techniker hatten das erste Chassis samt Motor für die Turiner Autoshow im November 1965 entworfen. Für Lamborghini war der Miura zu nahe dran an einem Rennwagen. Er fürchtete den Motorsport, da Kosten und Erfolg unkalkulierbar waren.

5) Motorsportflair erhielt der Wagen durch seinen grundsätzlichen Aufbau. Der Zwölfzylinder wurde hinter dem Cockpit, aber vor der Hinterachse montiert. Weil er quer eingebaut wurde, hatten Piloten vergleichsweise viel Platz hinterm Steuer. Eine Anordnung, mit der es Honda ein Jahr zuvor in der Formel 1 versucht hatte.

6) Am Motor angeflanscht war ein Gehäuse, in dem Kurbelwelle, Getriebe und Differenzial ihre Arbeit parallel verrichteten. Das sparte zusätzlich Platz. Wirklich neu war die Idee allerdings nicht. Englands berühmtester Kleinwagen, der Mini Cooper, griff bereits auf diesen Dreh zurück.

7) Ferruccio Lamborghini hatte sich völlig verkalkuliert was den Miura betraf. Das erste Chassis sollte lediglich zu Demonstrationszwecken auf der Messe ausgestellt werden. Als dann tatsächlich Bestellungen eingingen, musste es schnell gehen. Zwischen dem Turiner und dem Genfer Autosalon – auf dem das fertige Auto präsentiert werden sollte – lagen gerade einmal vier Monate. Und das Auto musste fertig werden, denn Ferruccio sammelte bereits kräftig Anzahlungen ein. Immerhin: der Miura sollte das erste Fahrzeug werden, mit dem Lamborghini tatsächlich Geld verdiente

8) Entsprechend unausgereift ging der Miura in die Serienproduktion. Drei Probleme sorgten bei Kunden für Nervenkitzel. Zum einen der enorme Auftrieb an der Vorderachse. Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn war das Fahrzeug nicht mehr zu lenken. Bei Kuppen hob der Miura auch mal ab. Das zweite Problem trat nur bei Kurvenfahrten auf: weil die Ölwanne zu flach war, fiel bei ambitionierter Fahrweise der Öldruck drastisch ab. Zum größten Problem wurden aber die Vergaser. Weil der Motor quer montiert wurde, waren die Gasschieber höheren Belastungen ausgesetzt. Wurden sie nicht alle 15.000 Kilometer gewartet, konnte Benzin austreten, auf das Auspuffrohr tropfen und den Wagen in Brand setzen. Erst die dritte Generation des Fahrzeug, der P400 SV, der von 1971 bis 1972 insgesamt 150 Mal gebaut wurde, gilt als ausgereiftes Fahrzeug… nach italienischen Maßstäben der 1970er Jahre.

9) Im Jahr 2006 – also 40 Jahre nach Marktstart – präsentierte Lamborghini auf der Autoshow in Detroit eine Miura-Studie. Walter de Silva versprach, dass es sich dabei lediglich um eine Hommage handele. Eine Serienproduktion sei nicht in Planung. Aber damals schloss man auch ein weiteres SUV aus.

10) Der Miura wurde 1972 eingestellt. Viel zu früh. Aber Lamborghini hatte mit der Studie LP500, die später als Countach Karriere machen sollte, bereits einen beeindruckenden Nachfolger im Köcher. Ferruccio verlor das Interesse am Automobilbau, verkaufte seine Anteile 1971 an einen Investor, setzte sich am Lago Trasimeno zur Ruhe und produzierte einen Wein namens „Sangue di Miura“. Stierblut.

Lamborghini 002 Miura 50 jahre

News: Bentley – Bugatti – Lamborghini – Die Drei für die Tankstelle

Die VW-Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini beflügeln die Phantasien und bereichern die Träume des gemeinen Volkes, auch wenn sie natürlich letztlich nur einer Handvoll wirklich gut situierter Menschen vorbehalten sind, die nun wirklich keine Zeit für Benzinpreisvergleiche hat. Auch auf der 66. IAA in Frankfurt vermitteln sie Leistung und Luxus der gehobenen Art.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.
Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht. Der Name ist Programm, erinnert an das Lied der verstorbenen Sängerin Alexandra, das von der Sehnsucht in der Taiga berichtet. Die sollen eine edelste Inneneinrichtung und satte 447 kW/608 PS wecken, die eine W12-Maschine aus 6 Liter Hubraum generiert. Je nach Betriebssituation arbeitet der TSI-Motor mit direkter oder indirekter Benzineinspritzung, auch eine Zylinderabschaltung soll den Konsum zügeln. 900 Nm Drehmoment stemmt das Triebwerk, es beschleunigt den gut zwei Tonnen schweren Bentayga in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und letztlich auf mehr als 300 km/h, macht ihn damit zum derzeit schnellsten Serien-SUV des Marktes. 292 g/km CO2 soll er emittieren, das entspräche einem Normverbrauch von fast 13 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga
Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga

Innen gibt es Leder, Holz und Edelstahl, normalerweise vier Sitze. Auf Wunsch wird der Innenraum für den Transport von Fahrer plus vier Passagiere konfiguriert, zusätzlich findet sich als Extraausstattung ein Klappsitz im Laderaum. Der Chauffeur kann die Motorkennlinie über den Charisma-Schalter verändern, sanftes Säuseln und geschmeidige Kraftentfaltung oder wuchtiges Wummern und brachialen Antritt werden geboten. Ob Prinz Harry den Bentyaga irgendwann für seinen Jagdausflug wählen wird? Vermutlich lässt er lieber die Flinte im Schrank und nimmt den Helikopter.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.
In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.

Ein dicke Schaufel mehr wirft der Veyron-Nachfolger von Bugatti unter den Kessel, noch reist er als Vision Gran Tourismo nach Frankfurt, wird aber Ende des Jahres als Bugatti Chiron in Kleinserie bei der französischen Marke entstehen. 1.102 kW/1.500 PS soll der modifizierte 16-Zylinder-Benziner liefern, er wurde im Vergleich zum aktuellen Triebwerk mit 883 kW/1.200 PS deutlich modifiziert. Vier Zylinderbänke werden von jeweils zwei Turboladern beatmet, vier von ihnen sollen elektrisch betrieben werden, um das Ansprechverhalten um unteren Drehzahlbereich zu verbessern und obendrein den Treibstoffverbrauch zu verringern. Und ähnlich wie beim Porsche 918 unterstützt ein Elektromotor den Vortrieb und er soll auch beim Spritsparen helfen. Denn mit dem, was der Chiron auf der Standarddistanz verbrauchen wird, dürfte ein VW Polo gut 400 Kilometer weit kommen.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke. Besonders auffällig ist neben der geduckten Front und den Windleitschaufeln auf den hinteren Kotflügeln die vom Dach bis zum mächtigen Heckflügel ziehende Finne. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgen. Dass der Chiron den Geschwindigkeitsrekord der Straßenserienfahrzeuge für Bugatti in naher Zukunft erneut schnappen wird, ist mehr als sicher.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.
Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nachdem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 449 kW/610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop. Die Stoffmütze liegt sehr flach auf der Aluminium-Karbon-Karosserie, nur 1,18 Meter reckt sich der Lambo in die Höhe. Ein automatischer Überrollschutz verbirgt sich hinter den beiden Sitzen und soll Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall behüten.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.
Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.

Das Luxus-Trio von den Edelmarken des VW-Konzerns ist zwar ebenso wie die Volumenmodelle der anderen Hersteller mit umfassenden Assistenzsystemen ausgestattet, geht aber nicht mit dem allgegenwärtigen Zukunftsziel des autonomen Fahrens an den Start. Das hat bereits stellvertretend Porsche-Chef Matthias Müller unlängst als „Hype“ abgetan. Wäre ja noch schöner, wenn Vollblut-Autos am Zügel geführt werden sollen. Hier gibt der Chauffeur am liebsten selber Gas. Und das nicht zu knapp.

Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder
Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Neues Lamborghini-SUV – Der will hoch hinaus

Wenn 2018 das neue Luxus-SUV von Lamborghini auf den Markt kommt, soll die neue Baureihe Schwung in die Traditionsmarke bringen. Mit dem Luxus-SUV will sich der Sportwagenhersteller neue Zielgruppen erschließen. Neben bestehenden Kunden, die bisher SUV anderer Marken gefahren sind, haben die Italiener auch Familien und andere neue Kundenkreise im Auge. Hauptmärkte für das SUV sind die USA, China, der Mittlere Osten, Großbritannien, Deutschland und Russland. Lamborghini rechnet mit einem jährlichen Absatz von rund 3.000 Einheiten. Damit würde die neue Baureihe die aktuellen Verkaufszahlen in etwa verdoppeln (Weltweiter Absatz 2014: 2.530 Einheiten).

Die Gesamtinvestitionen für die dritte Baureihe beziffert das Unternehmen auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Unter anderem wird das Werk am Stammsitz in Sant’Agata Bolognese in Italien mit einer neuen Montagelinie, neuen Lagerhäusern und mehr Forschungskapazitäten ausgebaut: Die bebaute Fläche vergrößert sich von aktuell 80.000 Quadratmeter auf rund 150.000 Quadratmeter. Das neue SUV schafft rund 500 neue Arbeitsplätze bei Lamborghini.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Emotionen: Lamborghini Aventador im Fahrbericht

Pirelli Partner von #radical14Es ist dieser eine Augenblick, dieser Wimpernschlag, nicht einmal ein Atemzug, in dem du denkst, jetzt hast du ihn unter Kontrolle. Es ist diese eine Sekunde, in der du denkst, nein, du fühlst es innerlich, du bist zufrieden und sicher. Bist dir deiner Reflexe bewusst und die Überzeugung wähnt dich in einem warmen Bad der Sicherheit. Du denkst, du wärst gut genug für dieses Biest. Es ist genau diese eine Sekunde, in der du dich zu sicher fühlst und du dir eingebildet hast, ihr wärt jetzt die besten Freunde. In dieser Sekunde, gerade als du denkst, du hättest sein volles Vertrauen. Das ist der Moment, in dem das Tier zuschlägt und alle deine Lenkradakrobatik hämisch auslacht.

Armageddon-Time im Aventador

Emotionen Lamborghini 02 Aventador Fahrbericht

Knapp 700 PS im Corsa Modus, vollständig von der Leine der elektronischen Sicherheitsnetze gelassen. Hinter dir bricht der 6.5 Liter große V12 aus. Helden werden in diesem Moment gezeugt. Träume vom Weltfrieden zerbröseln in der aggressiven Aura oberhalb von 6.000 Touren. Der Motor brüllt dir direkt und ungefiltert das hohe Lied der Verbrennung in die Sinneshärchen deines Mittelohres. Entfesselte Kräfte übertrumpfen alle deine Visionen vom sportlichen Autofahren. Plötzlich erscheinen die eigenen Lenkradfähigkeiten in einem gänzlich neuen Licht. Wie ein überdimensioniertes Kart hämmert die Puppenfalle durch die Emilia Romagna und du siehst dich in einer Linie mit Namen wie Fangio, Senna und Prost. Gnadenlos und frei von den Kontrollen einer eingreifenden Elektronik wuchtet der ekstatisch kreischende Zwölfzylinder seine Kraft auf beide Achsen, die mehr als 30 Zentimeter breiten Pirelli P Zero auf der Hinterachse kleben auf dem Asphalt wie Kaugummi in einem Flokati. Und dennoch, wenn der auf 7.000 Umdrehungen zustürmende V12 über das schwarze Rund herfällt, kennt er keine Gnade und dass die Kraft auf vier Räder verteilt werden – das ist der schieren Wucht des Antriebsstranges ebenso egal. Du willst quer fahren? Jederzeit. Ohne Netz, doppelten Boden und der Fahrschüler-Bremse ESP wuchtet dich der Aventador zu jeder Sekunde in die Dimension des absoluten Kontrollverlustes. Du hast es in der Hand.

Dein linkes Bein stemmt sich fest gegen die Aluminium-Fußstütze, die Finger der rechten Hand suchen die Nähe zu den filigranen Schaltpaddeln. Deine Hand zuckt – das sequentielle Getriebe serviert mit der Eleganz eines auf einen Amboss nieder schlagenden Hammers binnen 50 Millisekunden den nächsten Gang. Der Aventador sprintet am Rande deiner persönlichen Reaktionsfähigkeiten über die Landstraßen. Fanfaren jubilieren und singen dir das hohe Lied der geilen Enthebung von Naturgesetzen. Es ist Zeit für Orgasmen in der Phonetik des automobilen Alltags. So rüde, so enthemmt, so geil hat dir noch niemand die Lust in die Hirnrinde getrommelt.

Emotionen Lamborghini 01 Aventador Fahrbericht

Hier wird nicht mehr gefahren – hier wird extrem tief geflogen.

Eine Gerade verwandelt sich unter dem tosenden Applaus der zwölf sich in Ekstase schreienden Zylinder zu Momenten zwischen zwei Bremspunkten. Die Landschaft zoomt im Eiltempo in deinen Augenwinkeln vorbei. Du erwartest in jedem Moment, die nächste Anweisung per Funk zu erhalten. Luftraum-Kontrolle? Wir ändern das Flight-Level, bitten um Freigabe.

Von Null auf Einhundert? Eine lächerliche Frage für den Fahrer des Aventador. Am Steuer eines Zwölfzylinder-Lamborghini suchst du nicht die auto-motor-und-sport Messgröße von Null auf Einhundert, du suchst die Antwort auf deine eigene Leidensfähigkeit. Unter 4 Sekunden auf 100 beschleunigen, das machst du nebenbei. Während sich das Zwischenhirn aus der Verarbeitung kognitiver Umwelteinflüsse ausklinkt. Aber du musst wach sein, aufpassen. Nur einen Wimpernschlag zu lange auf dem Gas und du katapultierst dich in Kurvengeschwindigkeiten, die andere, bereits auf der Autobahn ausgefahren, als grob fahrlässig bezeichnen würden. Es ist diese eine Sekunde, der halbe Atemzug, der kurze Moment, in dem du dir zu sicher bist. Du denkst, Du wärst Fangio, Senna oder Prost? Genau dieser Moment kommt kurz vor Deiner Niederlage.

Eine Bodenwelle in der Kurve, zu aggressiver Leistungsabruf, vollständig geöffnete Drosselklappen und plötzlich siehst du das Ende deines eigenen Talents ganz nah vor deinen Augen.

Emotionen Lamborghini 05 Aventador Fahrbericht

Das ist der richtige Augenblick, zurück in den Modus „Strada“ zu wechseln, den eigenen Puls zu überprüfen, zurück zu fahren – von der Schnappatmung auf ruhige und tiefe Atemzüge zu wechseln. Der Gasfuß wechselt in eine Position, in der er nur noch wenig Druck auf das Gaspedal ausübt. So schnell wie der Zauber kam, verschwindet er auch wieder. Binnen Augenblicken wechselt das Getriebe in den siebten Gang und mit der Drehzahl fällt auch dein eigener Puls auf ein weniger ekstatisches Niveau.  In diesem Zustand verzeihst Du den Lamborghini-Leuten dann auch die arg pathetische Entscheidung, den Startknopf unter eine rote Plastikabdeckung zu packen.

Zeit für einen Espresso. Doppio. Während ich mich aus dem Aventador schäle, aus der Bodennähe in den freien Stand des Homo Sapiens wechsel, werden die Emotionen der „letzten Sekunde“ in eine begreifbare Form gewandelt. Die Welt ist nicht untergegangen, trotz Corsa-Modus und Hochmut ist das Armageddon ausgeblieben. Es ist das völlig verschwitzte Hemd, in dem die Geschichte sichtbar wird. Zeit, es zu trocknen. Der Lamborghini Aventador hat für diese Fälle einen 690 Newtonmeter starken Heizkörper im Heck – die verglaste Abdeckung nach oben – das Hemd über die Luftsammler des V12 gelegt.  Strahlend blauer Himmel, eine gnadenlose Sonne, Donnerstagnachmittag bei 36° in der Emilia Romagna und Dein Hemd wird von der Hitze des 12 Zylinder Lambos getrocknet – die Welt ist schön.

 

 

 

Zur Galerie – die Fotos vom Fotoshooting mit dem Lamborghini Aventador – hier lang [klick]

 

Lamborghini Aventador im Fahrbericht

Mit seinem Zwölfzylinder-Motor gehört der Lamborghini Aventador ganz sicher zu den wildesten Stieren die jemals gebaut wurden.  Es ist eine Symphonie zum niederknien wenn man den Motor des Aventador startet. Gestartet wird theatralisch über einen „Fire-Button“ in der Mittelkonsole der wiederum mit einer Klappe gegen unbeabsichtigte Nutzung gesichert wurde.

Aventador Startknopf

Wilder Ritt auf dem Power-Stier

Den Lamborghini Aventador konnte ich bis heute zweimal fahren. Einmal auf der Rennstrecke in der Nähe von Barcelona, allerdings nur zwei Runden die viel zu schnell vorbei waren und einen Tag lang, während dem #iThunder Roadtrip nach Italien.

Während dem #iThunder Roadtrip war der Aventador nur einer von vielen Supersportwagen, aber er war ganz sicher einer, der einen mit offenem Mund hat stehen lassen.  Und da wir den Lamborghini in der Emilia Romagna über die Landstraßen gefahren sind, die auch die Testfahrer von Lamborghini nutzen, bin ich vermutlich der Einzige der den V12 des Aventador als Hemdtrockner missbraucht hat.  Aber so easy wie mich der 700 PS Stier zum schwitzen gebracht hat, so easy hat er das Hemd wieder getrocknet.

Hemd trocknen Die Kraft des Stieres sollte man nie unterschätzen. Aber auch die Magie des Fahrzeuges nicht.  Vermutlich passiert dies nur in der „Terra di Motori“ – denn wenn man mit zwei Lamborghinis im Tiefflug durch die Provinz knallt, dann bleiben die Menschen an der Straße andächtig stehen. Ein Lächeln malt sich in ihr Gesicht und auch wenn man weit jenseits der angedachten Geschwindigkeiten durch die Ortschaften knallt, „only in italia“ werfen einem wildfremde Menschen einen Handkuss zu.

Bella Macchina

Jeder Tankstopp und davon gibt es einige bei der Kraft und dem Durst des 6.5 Liter V12, wird zu einem Happening. Die Menschen bleiben verträumt stehen und man hört aus den Mündern immer den gleichen Kommentar, gemurmelt zwischen Mantra-Artiger Anbetung und Adrenalin-Schwangerer Euphorie:  „Bella Macchina“.  Diese fast kindliche Freude am Auto, die habe ich bislang nur in Italien erlebt. Und es gibt nur drei Hersteller mit denen man genau diese Erfahrung machen kann. Lamborghini, Ferrari und Pagani. Und alle drei Hersteller hatten wir bei unserem Roadtrip nach Italien auf dem Programm. Mit dabei waren damals, die Goldfeder Fabian Mechtel, der Hamburger Jung‘ Ralf und Reiseblogger Camillo. Auch in deren Blogs wird man nachlesen können, welche Faszination der Trip ausgeübt hat.

Über den Lamborghini Aventador schrieb Fabian:

Zu unfassbar seine Ausmaße, zu grotesk seine Kanten, zu grell seine Farbe. Vor allem aber: das Geräusch. Beim Kaltstart etwa, nach dem Du die alberne Abdeckklappe über dem Startknopf hochgefummelt hast und die sechseinhalb Liter nach kurzer italienischer Anlassertheatralik selbstbewusst ins Leben springen. Diskret ist anders. 

asphaltfrage.de

Doch Wörter können das Erlebte wirklich nur unbedarft zusammenfassen, Bilder – selbst die folgenden, schaffen es auch nur bedingt:

Lamborghini Aventador Fahrbericht Aventador geparkt Lamborghini Aventador Heckansicht Lamborghini 12 Zylinder Heck

Wer mehr zum Lamborghini Aventador erfahren möchte, der sollte auf jeden Fall auch die anderen Artikel im Blog dazu gelesen haben:

Soundcheck:

 

Die Technischen Daten des Aventador im kurzen Überblick:

Die wichtigsten Motordaten:

Motor: V-Motor 12 Zylinder
Ventile: 4 pro Zylinder, dohc
Bohrung mal Hub: 95,0 x 76,4 mm
Hubraum: 6498 cm³
Verdichtung: 11.8:1
Leistung: 700 PS (515 kW) bei 8250 U/min
Drehmoment: 690 Nm bei 5500 U/min
Literleistung: 108 PS (79kW) / Liter Hubraum
Kraftübertragung: Allradantrieb
Getriebe: 7-Gang, automatisch
Gangübersetzungen: I. 3,91
II. 2,44
III. 1,81
IV. 1,46
V. 1,19
VI. 0,97
VII. 0,84
Achsübersetzung: 2,86

Das Fahrwerk:

Radaufhängung (vorn/hinten): Einzelradaufhängung / Einzelradaufhängung
Federung (vorn/hinten): mit Schraubenfedern, Stoßdämpfern / mit Schraubenfedern, Stoßdämpfern
Stabilisatoren (vorn/hinten): J / J
Bremsdurchmesser (vorn/hinten): 400/380 mm
Reifen (vorn): 255/35 ZR 19
Reifen (hinten): 335/30 ZR 20
Felgengröße (vorn): 9 J x 19
Felgengröße (hinten): 12 J x 20

Die Größe des Aventador:

Länge: 4780 mm
Breite: 2030 mm
Höhe: 1136 mm
Radstand: 2700 mm
Spurweite (vorn/hinten): 1720 mm / 1700 mm

 

Leergewicht (Hersteller): 1575 kg

Fahrleistungen:

0-100 km/h (Herstellerangabe): 2,9 s
Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h

 

Lamborghini Aventador Fahrbericht

Es ist dieser eine Augenblick, in dem Du denkst, jetzt hast du ihn unter Kontrolle. Es ist diese eine Sekunde in der Du denkst, deine Reflexe wären schnell genug für das Biest. Es ist diese eine Sekunde in der du dich zu sicher fühlst und du dir eingebildet hast, ihr wärt jetzt die besten Freunde. In dieser Sekunde, gerade als Du denkst du hättest sein volles Vertrauen.  Das ist der Moment in dem das Tier zuschlägt und alle deine Lenkradartistik hämisch auslacht.

Lamborghini Aventador in der Seitenansicht

Knapp 700 PS im Corsa Modus, von der Leine der elektronischen Sicherheitsnetze gelassen, ausgebrochen aus einem 6.5 Liter großen V12. Der Motor brüllt direkt hinter den Sinneshärchen deines Mittelohres und die entfesselte Kraft übertrumpft alle deine Visionen vom sportlichen Auto fahren. Plötzlich erscheinen die eigenen Lenkradfähigkeiten in einem gänzlich neuen Licht. Wie ein überdimensioniertes Kart hämmert der Mittelmotor Sportwagen durch die Emilia Romana und Du siehst dich in einer Linie mit Namen wie Fangio, Senna und Prost. Gnadenlos und frei von den Kontrollen einer eingreifenden Elektronik wuchtet der ekstatisch kreischende Zwölfzylinder seine Kraft auf beide Achsen, die mehr als 3o Zentimeter breiten Pirelli P Zero auf der Hinterachse kleben auf dem Asphalt wie Kaugummi in einem Flokati. Und dennoch, wenn der auf 7.000 Umdrehungen zustürmende V12 über das schwarze Rund herfällt, kennt er keine Gnade und das die Kraft auf vier Räder verteilt werden – das ist der schieren Wucht des Antriebsstranges ebenso egal.

 

Dein linkes Bein stemmt sich fest gegen die Aluminium-Fußstütze, die Finger der rechten Hand suchen die Nähe zu den filigranen Schaltpaddel. Deine Hand zuckt – das sequentielle Getriebe serviert mit der Eleganz eines auf einen Amboss nieder schlagenden Hammers, binnen 50 Millisekunden,  den nächsten Gang. Der Aventador sprintet am Rande deiner persönlichen Reaktionsfähigkeiten über die Landstraßen. Fanfaren jubilieren und singen dir das hohe Lied der geilen Enthebung von Naturgesetzen.

Hier wird nicht mehr gefahren – hier wird extrem tief geflogen.

Eine Gerade verwandelt sich unter dem tosenden Applaus der zwölf, sich in Ekstase schreienden Zylinder zu Momenten zwischen zwei Bremspunkten. Die Landschaft zoomt im Eiltempo in Deinen Augenwinkeln vorbei.

Von Null auf Einhundert? Eine lächerliche Frage für den Fahrer des Aventador. Am Steuer eines Zwölfzylinder-Lamborghini suchst Du die Antwort auf Deine eigenen Leidensfähigkeit. Unter 4 Sekunden auf 100 beschleunigen, das machst Du nebenbei.  Aber du musst wach sein, aufpassen. Nur einen Wimpernschlag zu lange auf dem Gas und du katapultierst dich in Kurvengeschwindigkeiten die andere, bereits auf der Autobahn ausgefahren, als grob fahrlässig bezeichnen würden.

Eine Bodenwellen in der Kurve, zu aggressiver Leistungsabruf, vollständig geöffnete Drosselklappen und plötzlich siehst Du das Ende deines eigenen Talents ganz nah vor deinen Augen.

Lamborghini 12 Zylinder Heck

Es ist der richtige Augenblick zurück in den Modus „Strada“ zu wechseln, den eigenen Puls zu überprüfen, zurück von Schnappatmung auf ruhige und tiefe Atemzüge zu wechseln.  Der Gasfuß wechselt in eine Position in der er nur noch wenig Druck auf das Gaspedal ausübt. So schnell wie der Zauber kam, verschwindet er auch wieder. Binnen Augenblicken wechselt das Getriebe in den siebten Gang und mit der Drehzahl fällt auch dein eigener Puls auf ein weniger ekstatisches Niveau.  In diesem Zustand verzeihst Du den Lamborghini-Leuten dann auch die arg pathetische Entscheidung den Startknopf unter eine rote Plastikabdeckung zu packen.

Aventador geparkt

Ich bin nicht alleine unterwegs, im Rückspiegel sehe ich einen gelben Gallardo näher kommen und Sekunden nachdem ich den roten Aventador geparkt habe und mich aus dem Innenraum geschält habe, kommen auch die Kollegen im güldenen Bentley Cabriolet. Zeit die Lenkräder zu tauschen – doch zuvor muss ich mein völlig verschwitztes Hemd trocknen. Der Aventador hat für diese Fälle einen 690 Newtonmeter starken Heizkörper im Heck – die verglaste Abdeckung nach oben – das Hemd über die Luftsammler des V12 gelegt.  Strahlend blauer Himmel, eine gnadenlose Sonne, Donnerstag-Nachmittag bei 36° in der Emilia Romagna und Dein Hemd wird von der Hitze des 12 Zylinder Lambos getrocknet – die Welt ist schön.

Lamborghini Aventador Heckansicht

Zur Galerie – die Fotos vom Fotoshooting mit dem Lamborghini Aventador – hier lang [klick]

 

Hemd wird vom Zwölfzylinder getrocknet

Es gibt Momente im Leben, die erfordern besondere Entscheidungen und neue Ideen – zum Beispiel dann, wenn Dein Hemd nach einer Probefahrt so durchgeschwitzt ist, das Du denkst Du würdest einen nassen Schwamm auf Deiner Haut spazieren tragen.

Nach der Fahrt im Aventador ging es mir so – die Sonne über der Emilia Romagna war gnadenlos, das Thermometer zeigte weit über 30° im Schatten an. Und der Zwölfzylinder-Lamborghini tat sein übriges. Also – Haube auf, Hemd ausgebreitet und binnen weniger Minuten, es waren vermutlich wirklich nicht mehr als zwei, war das Hemd wieder trocken.

Lamborghini Aventador als Hemdtrockner:

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Mehr über den Roadtrip #iThunder unter diesem Link

Roadtrip für PS-Suchtkranke

Völlig leere, aber das war zu erwarten. Seitdem ich wieder von diesem Roadtrip zurück bin, frage ich mich – was soll da noch kommen? Nach diesem Roadtrip kann einfach nichts mehr kommen. Das dieser Roadtrip alle Grenzen sprengen würde, dass war klar nachdem die Planung stand.

#iThunder

Wir wollten in zwei Teams los fahren, das eine von Hamburg, das andere von Frankfurt und geplant war die Anreise in das „Centro di motori“ am Montag. Für das Team aus Hamburg wäre das eine Strecke von 1.300 Kilometer gewesen – die Fahrzeugwahl für diesen Roadtrip innerhalb des Roadtrips auch entsprechend gelungen:

Bentley Continental GTC V8

Bentley GTC Roadtrip Start
Foto: Camillo Pfeil

Das zweite Team wollte direkt in Frankfurt starten, nachdem Team 1 aus Hamburg kommend bereits den ersten „Stint“ hinter sich gehabt hätte. Gemeinsam sollte es im schnellen Tiefflug über die deutschen Autobahnen in Richtung Nord-Italienische Hochebene gehen und hinab in die Po-Ebene rund um die Emilia Romana.

Das Reisemittel der Wahl für das zweite Team, wurde mit einem großen Stern versehen:

Mercedes-Benz CLS 63 AMG Shooting Brake

CLS 63 AMG Drift

Der Schöne und der Dynamische – der Brite und der Schwabe – das Cabrio und der Kombi. Egal wie man dieses Kombination von zwei außergewöhnlichen und extraordinären Fahrzeugen nennen will, alleine die Reise mit diesen zwei Benchmarks des Automobilbaus wäre eine besondere Geschichte wert gewesen. Doch auf dem Plan stand noch viel mehr:

Montag: Die Anreise. Dienstag der Besuch des Ferrari Werks, der Abteilung für klassische Ferrari und Testfahrten im Ferrari FF und dem California. Mittwoch: Besuch in der Manufaktur von Pagani und Testfahrt mit dem Huayra. Donnerstag: Besuch im Lamborghini Werk, dem Lamborghini Museum und Testfahrt mit den beiden aktuellen Modellen von Lamborghini, dem Aventador und dem Gallardo. Als i-Tüpfelchen, das schnüffeln am Vergasermix des allerersten Lamborghini Countach „ever“ – Dem Countach Numero Uno.  Am Freitag sollte es einfach nur – einfach schreibt sich schwer, nach dieser Planung, zurück nach Hause gehen.

Partner:

Ich hatte es in meiner Ankündigung zu diesem Trip bereits geschrieben, ohne Partner ist ein solcher 5-Tages Trip nicht durchführbar.  Besonderen dank gilt dem Reifen-Hersteller Pirelli, der meine Idee vom ersten bis zum letzten Tag der Planung unterstütze und für Rückfragen immer ein offenes Ohr hatte.  Später kamen noch hinzu: Der Mobilfunkprovider Vodafone der mich bereits bei den zwei Roadtrips mit Citroën und Porsche im letzten Jahr unterstützte und ganz neu, der Kraftstoff-Lieferant: Shell.

Die Partner des Roadtrips
Die Partner des Roadtrips

Planung auf italienisch

Wenige Stunden vor dem Trip war dann klar: Nicht alles ist planbar. Ein Anruf aus dem Hause Pagani lies die gesamte Planung über den Haufen purzeln. Der Huayra und Mr. Pagani himself waren am Mittwoch nicht mehr verfügbar – ein lakonisches: „Da ist etwas dazwischen gekommen„, führte mich an den Rand des Nervenzusammenbruchs.  Hotels waren gebucht. Autos für den Trip organisiert. Und Fabian hatte sogar seine Freundin davon überzeugt, dass er an seinem Geburtstag nicht zu Hause würde sein.

Eine Terminverschiebung kam jedoch auch für Ferrari und Lamborghini nicht mehr in Frage und so suchten wir eine Lösung. Am Ende war klar, wir mussten bereits am Montag gegen 13h in Modena sein, wollten wir die Fabrik von Pagani besuchen und wenigstens einen Zonda C12 testen.

Die Nacht von Sonntag auf Montag endete für mich, wenige Stunden nachdem ich ins Bett gestiegen war und brachte nur wenig Schlaf zusammen. Zu groß war die Aufregung. Nachts um 1 den CLS 63 AMG zum Leben zu erwecken, ein Genuss den meine Nachbarn vermutlich zu diesem Zeitpunkt nicht teilen konnten. Zu pupertär und eindringlich rotzt der V8 seine Lebensfreude aus den vier Auspuffrohren um kurz darauf in einen brabbelnden Leerlauf zu verfallen.

CLS 63 Gotthard Pass

In 8 Stunden von Frankfurt nach Modena

Die kurzen Nachtstunden zwischen Frankfurt und der Schweizer Grenze verlieren ihren Reiz – der CLS lässt seinen V8 dezent grollend zwischen Vertreter-Kombis, Baustellen und Tempolimits nur für kurze Momente zum 557 PS Biest werden, das er ist. Was für ein Biest der CLS wirklich ist, das sollte er in den kommenden Tagen noch zeigen.

Der Sonnenaufgang innerhalb der Schweizer Landesgrenzen wird untermalt vom souveränen blubbern des mit Tempomat 120 dahin gleitenden Shooting Brake. Die Massage-Sitze kneten die Rückenmuskulatur durch und der Pilot am Volant verflucht das Tempolimit.

Montag 13h – Der Termin passt!

CLS vor dem Pagani Haus

Ganz easy und mit genug Zeitpuffer beginnt am Montagmittag um 13h bereits einer der Höhepunkte des Trips: PAGANI. Wer Pagani einen Automobil-Hersteller nennt, der sieht im BigMäc vermutlich auch die Krönung der frischen Küche.

PAGANI

Huayra

Über die Manufaktur, die Verbindung von Kunst, Kultur und Technik im Hause Pagani wird es einen gesonderten Artikel geben. Ebenso über die Testfahrt im Pagani Nummer 3 – einem Testträger mit mehr als 1 Millionen Kilometer auf der Carbon-Karosse. Am Steuer, kein Geringerer als der Pagani-Testfahrer: Testi. Teile des Videos aus dieser Testfahrt werden allerdings für immer im Archiv verschwinden. Besser ist das.

Pagani Testfahrer Testi

Wie sich ein 730 PS starker Zonda C12 ohne ABS und ESP fährt – werde ich ebenso in einem gesonderten Artikel beschreiben.

Zonda C12 Zapfsäule

 

Erfahrungen der besonderen Art

Man kann auf verschiedenen Routen von Norden aus in den Süden fahren. Während Fabian und ich sehr früh  in der Nacht die Route durch die Schweiz und den Gotthard-Pass gewählt hatten, fuhren Camillo und Ralf mit dem Bentley unter anderem über das Stilfser Joch. Mit dem offenen Briten und 507 PS durch diese malerische Landschaft zu gleiten – das war vermutlich ein halbwegs verdaulicher Ersatz für das Vollgas-Fest das Fabian und ich zu dieser Zeit bereits bei Pagani feierten.

Bentley an der Schneegrenze
Foto: Camillo Pfeil

Über den ersten Tag des Roadtrips der Bentley-Boys könnt ihr Euch auf den Seiten von Ralf und Camillo einen Eindruck verschaffen!

Während ich meine Eindrücke weiter sortiere und die passenden Bilder heraus suche, könnt ihr bei den drei Kollegen vorbei schauen und schon bald auch bei mir mehr lesen. Über den Ferrari FF. Über Lamborghinis Museum. Die Manufaktur von Pagani und und und und …

 

Aktuelle Artikel der Kollegen:

 

 

 

#iThunder – Der Roadtrip für Leistungshungrige

Eigentlich wollte ich ja „nur einmal im Leben“ einen Pagani fahren. Eines der Kunstwerke aus der Hand von Horacio Pagani.  So bin ich auf dem Genfer Automobil-Salon 2013 auf den Stand von Pagani gestiefelt und habe mir den Pressesprecher gesucht.

Pagani stellte in Genf den neuen Huayra vor – einen Supersportwagen mit 730 PS. Dementsprechend war dort auch die Hölle lös. Im Gewusel der Messe hatte ich kurz mit dem PR-Verantwortlichen gesprochen, der Wunsch wurde erhört – und ein wenig später hatte man sich auf einen Termin geeinigt.

PAGANI. Die Gedanken schwirrten in meinem Kopf. Italien. Lebensfreude. Handwerk. Kultur. Die versammelte Sportwagen-Leistungsklasse, alle Zuhause in Nord-Italien. Das musste einfach eine größere Geschichte werden.

Wenn man Pagani besuchen kann, dann sind Ferrari und Lamborghini die ideale Abrundung für einen Trip nach Italien, den man nur als „die Erfüllung von Automobilen Bubenträumen“ bezeichnen kann. Doch – als Blogger – ohne Verlagshaus im Rücken, ist so ein „Event“ nicht ohne Partner möglich.

PIRELLI, Shell und VODAFONE

Logo_Pirelli

Der italienische Reifen-Hersteller Pirelli ist die traumhafte Ideal-Besetzung als Premium-Partner für diesen Trip. Die Reifen-Experten mit Sitz in Mailand fertigen nicht nur besonders umweltbewusste Reifen mit geringem Rollwiderstand und damit einhergehendem Spritspar-Effekt, wie z.Bsp.  den Cinturato P7 Blue – sondern sind vor allem ausgewiesene Experten im Bereich der extrem sportlichen Reifen-Lösungen. Rund um die P Zero Familie finden sich Reifentypen für jeden Sportwagen.

Schlichter Zufall: Lamborghini und Pirelli feiern in diesem Jahr das 50. Jährige Jubiläum der Zusammenarbeit. Der richtige Zeitpunkt um aktuelle und klassische Lamborghini-Modelle zu testen! Das werden wir am Donnerstag tun.

Shell - V-Power Partner

Die Kraftstoffmarke Shell wird uns auf unserem Trip mit „der guten Suppe“ V-Power unterstützen. Unsere Reisemobile für diesen Männer-Urlaub sind äußerst potente Exemplare mit jeweils mehr als 500 PS Leistung. Die Kraft kommt bei beiden Autos von V8-Motoren mit Bi-Turbo-Aufladung. Hier ergibt eine Betankung mit Marken-Kraftstoff mehr als Sinn. Wir wollen ja jedes Pferdlein nutzen 😉

 

 

vodafone partner roamingVodafone – der große europäische Mobilfunkprovider unterstützt uns mit mobilen Hotspots, damit wir jederzeit mobil ins Internet gehen können. Das gibt uns die Möglichkeit Euch mit aktuellen Fotos, Eindrücken und Artikel von diesem Trip zu erzählen. Auch von unterwegs!

 

 

 

Drei große Partner – zwei faszinierende Fahrzeuge!

Über die Fahrzeuge im Detail und den Trip im Ganzen, werde ich die kommenden Tage noch einiges bringen – viel wichtiger ist doch die Frage:  Wer ist noch dabei und was müsst ihr tun, damit ihr nichts verpasst?

So bleibt ihr ständig informiert:

Aktuelles während und vor allem auch in den Tagen danach, bekommt ihr über die folgenden Seiten:

Auf  Twitter und Instagram sucht ihr nach: #iThunder

#iThunder ???

Und warum nun „iThunder“?  Der #Tag ist eine Kombination aus zwei Arbeitstiteln die ich diesem Roadtrip verpasst hatte: „Days of Thunder“ und „The Italien Job“.

Beide Headlines sind jedoch Filmtitel und bei unseren Partnern war man ob der Verwendung von derselben jedoch ein wenig kritisch. Nun habe ich – kurzfristig – 😉 – iThunder daraus gemacht. Das i steht demnach für Italien und Thunder für das grollen der Motoren in den nächsten Tagen!

 

 

 

 

*Verflixt, was bin ich mittlerweile nervös…

 

 

 

 

 

 

Fahrbericht Lamborghini Aventador

Schwer die richtigen Superlative zu finden. Eine Fahrt in einem Lamborghini Aventador ist an sich ein unvergeßliches Erlebnis. Eine Fahrt mit dem Lamborghini Aventador auf der Rennstrecke toppt es noch einmal. Aber mit dem 700PS 12 Zylinder Stier auf der Rennstrecke hinter einem Profi-Rennfahrer hinterher zu fliegen ist ein echter Overkill für die eigenen Synapsen. Derartig beeindruckt von einem „Auto“, war ich zuvor noch nicht. Auto – eigentlich unverschämt einen so profanen Begriff für diesen Italienischen Kampfstier zu verwenden.

Meine Testfahrt habe ich auf meinem Autoblog verewigt.

Turbo das Automagazin

Bullshit TV oder wie „Turbo“ die Fakten verdreht!

„Dein Lambo gegen meinen Golf“ – was sich wie immer erst einmal nach einer guter Show anhört – bleibt bei einer Redaktion ohne Rückgrat am Ende eine schlechte Show.  So jetzt auch bei „Turbo – Das Automagazin„.

Auch 2012 legt TURBO – Das Automagazin wieder großen Wert auf den Unterhaltungs- und Abenteuerfaktor Auto:

Tim Schrick, Sidney Hoffmann, Jean-Pierre Krämer und Smudo bieten dem Zuschauer mit jeder Menge Know-How, Witz und Charme alles Wissenswerte aus der Welt der Automobile.

Tim, Sidney und Gast-Tester Smudo lassen bei rasanten Vergleichstests die Reifen qualmen und nehmen die neuesten Modelle der Branche genaustens unter die Lupe.

Selbstdarstellung des Magazins auf seiner Webseite.

Nur mit der Wahrheit – da hat man wohl ein Problem! – Oder?

Geplant war eigentlich eine unterhaltsame Sendung, ausgefüllt mit einem Vergleich zwischen einem „Golf“ und einem Lamborghini Superleggera.  Der Lambo wurde direkt vom Werk gestellt – der Golf kam vom HGP-Tuner und dürfte mit dem heftigsten Leistungskit angetreten sein, dass man einem Golf verpassen kann.

Unglaubliche 745 PS.  Der Dramatik wegen spricht man vom „biederen“ Golf und dem „reinrassigen“ Sportwagen. Am Ende gewinnt der Lamborghini Gallardo Superleggera das gestellte Duell – aber wie so oft im TV ist das leider nur die halbe Wahrheit.

Fernseh-Schmuh!

Wie mir aus sehr glaubwürdiger Quelle (es waren doch einige Zeugen vor Ort!) berichtet wurde – sind die Fakten in der „Turbo-Sendung“ keine Fakten, sondern schlichter Schmuh! Beschiss. Verarschung. TV-Unterhaltung auf Unterschichten-Niveau! 

Anstelle der 8,8 Sekunden von 50 auf 200 km/h ging der HGP-Turbo Golf in 8 (ACHT!) Sekunden auf 200! Ratlose Gesichter vor Ort – denn damit hatte die Reaktion wohl nicht gerechnet!

Anstelle die Geschichte den Zuschauern so zu präsentieren, wie diese passiert ist – hat man Angst vor der Reaktion aus Sant’Agata Bolognese. Denn: (O-Ton) „Mit diesem Ergebnis in der eigenen TV-Sendung, bekommt man wohl keinen Lamborghini mehr aus Italien gestellt“.

Ganz ehrlich: Ich verstehe diese Angst. Wer will es sich schon mit Lambo verderben? Ich selbst konnte den Aventador bereits fahren und das letzte was ich tun würde ist, mir eine Chance auf eine solche Wiederholung verderben zu wollen. Doch – sorry – liebe TV-Redaktion von „Sport 1 – Turbo – Das Automagazin„! Das hättet Ihr Euch vor dem Event überlegen müssen!

Deutlich schneller als ein Lamborghini
Um den Sieg im TV betrogen!

Fakten zu verdrehen, nur weil man überrascht ist – wie heftig schnell dieser leistungsgesteigerte Golf wirklich ist – spiegelt nur wieder, wie wenig ihr Euch wirklich für  Eure TV-Zuschauer  interessiert.  Falsche Messwerte im TV zu verbreiten ist schlichtweg Betrug!

Der „Auto-Tv-Bullshit“ Award ist Euch damit sicher!

 

 

Drag-Race zwischen Nissan GT-R und Lamborghini Aventador

Leistung und noch ein wenig mehr Leistung.

Der aktuelle Lamborghini Aventador ist mit seinem 6.5l V12 Motor und heftigen 700PS ganz sicher nicht untermotorisiert. Und ganz nebenbei, dank Allradantrieb schafft der Aventador den Sprint von 0 auf 100 in 2.9 Sekunden.

Das müsste reichen um alles andere kalt zu stellen, oder?

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Lamborghini Aventador im Fahrbericht

Mit seinem700PS starken Mittelmotor V12 ist der italienische Aventador aus dem Hause Lamborghini ein echter Kraftprotz. Leistung im Überfluss und für den möglichst schlupffreien Vortrieb wurde der kantige Sportwagen mit einem Allradantrieb ausgerüstet.

Das Äußere des wilden Stier besticht durch Kanten und Jet-Fighter-Look. In der Mitte des Fahrzeuges sitzt nicht etwa der Fahrer, sondern der Motor und wer die Hauptrolle bei den Testfahrten übernimmt, steht auch bereits zu Beginn fest: Der Motor und sein Antriebspackage – der Fahrer spielt im besten Fall eine Nebenrolle.

Meine eigene Testfahrt mit dem 700PS Aventador habe ich in meinem Blog veröffentlicht.

Lamborghini Aventador

In einigen Teilen Spaniens wird die blutige Tradition des Stierkampfes noch immer ausgeübt. Es ist das ungleiche Spiel zwischen dem Menschen und einem Tier, dessen Zukunft in vielen Fällen bereits besiegelt ist.

In diesem ritualisierten Schaukampf reizt der in Landes-Folklore auftretende Matador den Stier zu immer neuen Attacken auf das Muleta, das rote Tuch. Am Ende des Schaukampfes stirbt der erschöpfte Stier durch den tiefen Stich mit einem langen Degen. Das blutige Ritual endet mit dem Tod des Tieres  und das Publikum spendet dem Matador Anerkennung und Applaus.

Für meinen ganz persönlichen Stierkampf bin ich – wie passend – in dieses wunderschöne Land mit dieser sehr fragwürdigen Stierkampf-Kultur gekommen.

Mein Stier:

Der Lamborghini Aventador

Der italienische Sportwagen-Spezialist und die heutige Volkswagen-Konzerntocher Lamborghini hat dem hauseigenen Supersportwagen den Namen eines „besonders tapferen“ Kampfstieres gegeben. Wie passend, dieses Fahrzeug gerade auf einer spanischen Rennstrecke zu erfahren. Die Übersetzung Aventador ist ebenso gleichzusetzen mit dem Ausruf: „jemanden in den Hintern zu treten“. Wieder Bingo.

Auf der ehemaligen GP-Rennstrecke von Valencia (nicht zu verwechseln mit der neuen F1 Strecke im Hafen) steht er bereit: Der Stier.

Die Bestie in Stealthfighter-Optik.

Lamborghini Aventador - Der tapfere Stier
Lamborghini Aventador – Der tapfere Stier

Die spanische Sommer-Hitzer flimmert über den heißen Asphalt und der Kampfstier räuspert sich im Leerlauf warm und wartet nur darauf, den Lamborghini-Novizen mit einem kräftigen Tritt in den Allerwertesten zu verunsichern.

6.5 Liter Hubraum verteilt auf 12 Zylinder – Downsizing sieht anders aus. Aber hier soll auch nicht tief gestapelt werden, hier soll die Physik in ihren Grenzen gedehnt und die Fahrer-Synapsen auf alle Zeit versaut werden.

700PS warten dreckig röchelnd darauf, aus dem Leerlauf befreit zu werden. Doch wer den Stier reizt, der sollte sich bewusst sein – nicht jeder Matador kommt ungeschoren aus der Arena. Ein Stier ist und bleibt ein gewaltiges Tier. Kraftvoll. Explosiv. Unberechenbar und mit der animalischen Lust für die endgültige Entscheidung gesegnet.

Die massige Erscheinung des Lamborghini Aventador steht im absurden Widerspruch zur Cockpit-Ergonomie. Fast erscheint es, als hätten die Entwickler in Sant’Agata Bolognese dem Motor mehr Platz zugestanden als dem Piloten. Zwei Mann Besatzung sind in diesem allradangetriebenen Boden-Boden Marschflugkörper per Schalensitze der Marke „belederter Schraubstock“ zu verstauen – mit Helm auf dem Kopf erinnert die Sitzhaltung für breitgewachsene Mittel-Europäer jedoch eher an die Motorradausfahrt von Kermit dem Frosch.

Tür zu. Die Knie angewinkelt auf Höhe der in Voll-Aluminium ausgeführten Schaltpaddel.  Zaghaft und mit enormen Respekt vor dem 12-Ender im Fahrerrücken wird das Gaspedal sensibel gestreichelt, was den Drehzahlmesser dazu veranlasst zu zucken – das automatisierte Getriebe jedoch versteht die so zimperlich ausgeführte Anforderung nach Vortrieb nicht und bleibt im Leerlauf.

Derweil enteilt der als Begleitung geplante und voraus fahrende Instruktor im Gallardo Super Trofeo. Nervöses Händeschwitzen. Pulsschlag steigt. Der Gasfuss zuckt stärker.  Im Rücken – auf Höhe der Ohren – zündet eine Gasgemischladung nach der anderen in den 12 Explosionskammern.  Der besonders tapfere Stier-Bändiger fährt nicht an, er hüpft förmlich auf Landstraßen-Geschwindigkeit.

Jetzt nicht nervös werden. Mehr Gas, ein kleiner Zug am rechten Paddel, das Getriebe knallt ansatzlos die zweite Gangstufe durch das Getriebegehäuse.  Im zweiten Gang sollte – dank Allradantrieb – die Leistung in Form von 700 wilden Hengsten in Vortrieb umsetzbar sein. Jetzt oder nie schreit das Kleinhiern dem Gasfuß zu – Befehl – Ausführung und noch bevor der Wiederhall des Gaswunsches verklungen ist, explodiert der 6.5 Liter große V12 förmlich. Der behelmte Fahrerkopf knallt dumpf an die Kopfstützen.

Fuck!

Während die Augen nicht wissen, ob sie dem enteilenden Instruktor im Voraus-Fahrzeug folgen sollen, dem Streckenverlauf oder doch lieber dem lustvollen Schauspiel der Cockpit-Instrumente – durchströmt bereits das angeforderte Adrenalin den Körper. Bremsen. Einlenken. Gas

noch binnen der Sekunde in der, im durch zweitklassige Sportwagen dressierten Fahrerhirn, die Frage aufkommt, ob es wirklich sinnvoll sein kann, mit derart viel Nachdruck den Nerv des Stieres mit dem Abruf der vollen Leistung heraus zu fordern, zieht der über 4 Räder angetriebene Aventador die Kurve zu einer Geraden glatt.

Die Pirelli P Zero Bereifung formt leichte Wellen in den heißen Asphalt, während 700PS dafür sorgen, dass im Hirn des Fahrers die gewohnten Abläufe zur Lebenserhaltung durcheinander kommen. Atmen. Einatmen. Ausatmen. Wiederholen.

Kurvenlinien? Apex suchen?

Keine Zeit – der italienische Stier beamt den Fahrer, untermalt von akustischer Weltuntergangsmelodie, von Biegung zu Biegung. Kurven werden zu extrem kurzweiligen Lenkrad-Übungen. Die Vollendung der Automobilen-Lust befindet sich hinter der rechten Hälfte des Lenkrades und befehligt das Getriebe. Auf die lange Start- und Zielgerade einbiegend, verliert der Gasfuß jeden Kontakt zum Verstand und hämmert – bereit für das Automobile-Armaggedon – das rechte Pedal in das Bodenblech.  2ter-3ter-4ter-5ter Gang – Ohne Rücksicht auf die Halswirbel des Fahrers werden die Fahrstufen mit der Sensibilität eines Presslufthammers eingelegt. Wer in dieser Phase nicht daran denkt, den Körper zur Atmung zu zwingen, sollte hoffen – bis zum Ende des Schauspiels (das könnten 350 km/h sein) genug Sauerstoff gebunkert zu haben.

Am Ende der langen Gerade liegen 253 km/h an – Anker werfen. Vollverzahnung der P Zero mit dem Asphalt. Reifengummi verwandelt sich in schwarzen Klebstoff. Volle Verzögerung bedeutet aber auch, dem Asphalt jede Falte heraus zu ziehen. Straffung der Oberfläche und mit anschließender Wellenbildung am Ende des Bremsvorgangs werden befürchtet.

Nach 2 Runden ist die kurze Affäre mit dem Aventador vorbei.

Eine Beziehung, die so explosiv begann wird beendet durch den Zeitdruck um das Event herum – das Erlebnis im Zusammenspiel mit dem Stier soll auch anderen ermöglicht werden.

Atemlos steige ich aus dem Kampfstier. Vor Erregung und Adrenalin zuckt mein rechtes Bein. Schweißnass der Rücken. Glückshormone tanzen innerlich einen Tango,  lustvolles Kribbeln auf dem Level der ersten Liebesnacht  mit der Traumfrau  macht sich breit im Körper.

Zwei Dinge stehen fest nach dieser Erfahrung:

  1. Ein Lamborghini Aventador wäre als Lustfahrzeug eine Liga weitab jeglicher konventioneller Beziehungen, für Blümchensex ist ein Kampfstier nicht zu haben.
  2. Und wären alle Kampfstiere so tapfer und kraftvoll wie der Aventador – der Stierkampf wäre in Spanien bereits seit langer Zeit, in Ermangelung von Matadoren, ausgestorben.

 

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[toggle title=“Disclosure:“]Die Kosten für Reise und Übernachtung wurden von Pirelli übernommen. Mein Testurteil ist jedoch unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an Pirelli  für die Einladung.[/toggle]

Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2012 |